Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 26404
Vorher
Intenta GmbHIntenta Automotive GmbH
Eingetragen
11.2.2011
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Produktion und Vertrieb intelligenter Lösungen zur Objekterkennung; Softwareentwicklung für die Automobilindustrie

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Ulrike Richter
seit 11.9.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
CARIAD SE
Germany
427.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Intenta Automotive GmbH

Chemnitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Intenta Automotive GmbH wurde im Jahr 2011 unter dem Namen Intenta GmbH mit den Schwerpunkten Bildverarbeitung, Datenfusion sowie Personen- und Objekterkennung gegründet. Neben der Herstellung und Vermarktung eigener Produkte hat sich das Unternehmen auf die Entwicklung von Algorithmen und Softwarekomponenten spezialisiert und bietet ihren Kunden diese Kompetenz als Dienstleistung an. Ein wichtiges Marktsegment stellt hierbei die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen dar. Intenta begleitet ihre Kunden von der Idee bis zur Integration in den Serienprozess und trägt somit dazu bei, hochkomplexe und innovative Software-Lösungen für die Automotive-Branche zu industrialisieren. Dabei ist das Unternehmen in der Lage, auch sicherheitskritische Softwarekomponenten zu entwickeln und zu integrieren. Auch in den Bereichen Testing und Absicherung der Software in realer Umgebung bietet das Unternehmen mit seinem speziellen Know-How - von der Ausstattung von Testfahrzeugen mit Referenzsensorik bis hin zur Auswertung der verschiedenen Sensordaten - eine weitere und für die Kunden sehr wichtige Dienstleistung an.

Die Sparte der eigenen Produkte stellte bis einschließlich September 2022 den zweiten Geschäftsbereich des Unternehmens dar. Hier wurden schwerpunktmäßig alle Märkte adressiert, in denen die Überwachungstechnik zum Einsatz kommt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Während die Auswirkungen der Coronapandemie allmählich nachlassen, hat sich das globale Wirtschaftswachstum aufgrund der Eskalation des Konflikts in der Ukraine, erhöhte Inflationsraten und ansteigende Zinssätze beeinträchtigt. Das globale Wirtschaftswachstum stieg auf 3,1 % im Jahr 2023, den niedrigsten Wert unter dem historischen Durchschnitt von 3,8 Prozent für den Zeitraum von 2000 bis 2019. Das Wirtschaftswachstum wurde größtenteils von Schwellenländern (2023: 4,1%) getrieben.

Die Energie- und Rohstoffmärkte wurden seit Ukraine Krieg zu einem entscheidenden Einflussfaktor für die Weltwirtschaft. Sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene wurden in kurzer Zeit Maßnahmen ergriffen, um den Ausfall der russischen Energielieferungen auszugleichen und den Energiebedarf, wo möglich, effizient zu reduzieren, um Bedenken hinsichtlich schwerwiegender Versorgungseinschränkungen in Europa und einer starken Rezession zu begegnen.

Im vergangenen Jahr war die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland weiterhin stark von den Auswirkungen früherer Krisen geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt erlebte einen Rückgang um 0,3 % gegenüber 2022. Der erhebliche Anstieg der Energiepreise, der sich verzögert auch auf nachgelagerte Wertschöpfungsstufen auswirkte, führte zu einem deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben im Schnitt des Jahres 2023 um 5,9% zugelegt. Insbesondere die damit verbundenen erheblichen Kaufkraftverluste wirkten sich spürbar auf die inländische Nachfrage aus.

Trotz der eingeschränkten Rahmenbedingungen, im 2023 verzeichnete die deutsche Automobilindustrie ein beachtliches Umsatzwachstum, wobei der Gesamtumsatz auf rund 564,2 Milliarden Euro anstieg, was einem Anstieg um 11,5% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Davon entfielen etwa 171,2 Milliarden Euro auf den Inlandsumsatz und etwa 393,1 Milliarden Euro auf den Auslandsumsatz. Die Anzahl der Beschäftigten in der deutschen Automobilindustrie betrug zuletzt rund 779.700.

2.2. Geschäftsverlauf

Die Auftragslage im Bereich Automotive hat sich auch im Jahr 2023 weiterhin stabil entwickelt.

Vor dem Hintergrund des Verkaufs der Sensorsparte zum 1.11.2022 und anderer Teile des Unternehmens wurde das Profil der Intenta Automotive GmbH noch weiter verschärft.

Die Fokussierung in Bezug auf die Auftragsannahme ausschließlich auf die CAIRAD SE als Kunden wurde im Jahr 2023 weiter vorangetrieben und abgeschlossen.

Durch den Verkauf eines Geschäftsbereichs im vergangenen Jahr sind die Ergebnisse des aktuellen Geschäftsjahres möglicherweise nicht direkt vergleichbar mit denen des Vorjahres. Der Wegfall der Umsätze und damit verbundenen Aufwendungen aus diesem Geschäftsbereich hat sich auf die Gesamtleistung des Unternehmens ausgewirkt und kann zu Verzerrungen bei dem direkten Vergleich der Ergebnisse führen.

Auf eigenständiger Basis betrugen die Umsatzerlöse 18.603 TEUR. Wir haben unseren Kernpersonalstamm beibehalten. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist von 184 auf 166 aufgrund des Verkaufs des Teilbereichs gesunken.

Dagegen sind im Jahr 2023 die Fremdleistungen gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen. Ihr Anteil erhöhte sich absolut von 2.304 TEUR auf 3.494 TEUR. Durch das gegenüber dem Vorjahr stark angewachsene Auftragsvolumen waren wir vermehrt auf Fremdpersonal angewiesen, um die fristgerechte Abarbeitung der Aufträge zu gewährleisten.

Die Liquiditätsposition hat sich weiterhin verbessert. Im Jahr 2023 haben wir unsere Liquiditätsreserven von 7.252 TEUR effizient verwaltet und konnten durch die frei gewordenen Ressourcen unsere laufenden und zukünftige Verpflichtungen erfüllen. Im Jahr 2023 hat das kontinuierliche Verbessern von Prozessen und Abläufen weiter zu einer Effizienzsteigerung der Verwaltungsabteilungen beigetragen.

2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung als Kernsteuerungsgrößen die Umsatzerlöse, den Auftragsbestand, den Cashflow und die Personalintensität heran.

2.4. Lage des Unternehmens

2.4.1. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist zum 31.12.2023 auf 12.438 TEUR (Vorjahr: 10.696 TEUR) gestiegen. Änderung gegenüber dem Vorjahr resultierte hauptsächlich aus der Rückforderung von Steueransprüchen.

Der Bestand an flüssigen Mitteln beträgt 7.252 TEUR (Vorjahr 6.938 TEUR).

Die positiven Jahresüberschüsse von 870 TEUR des Vorjahres wurden im Unternehmen einbehalten und haben trotz des sinkenden Gewinns im aktuellen Jahr einen positiven Einfluss auf die Eigenkapitalquote ausgeübt. Die Eigenkapitalquote betrug 53%. Der aktuelle Jahresüberschuss beträgt 148 TEUR.

Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um 26% auf 4.257 TEUR gestiegen. Die wesentlichen Posten wurden für Rückzahlung von Fördermitteln aufgrund des Gesellschafterwechsels und Rückstellungen für Personalkosten gebildet.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten um 727 TEUR gegenüber Vorjahr angestiegen. Der Cashflow beträgt 368 TEUR und resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss und den darin berücksichtigten Abschreibungen.

2.4.2. Ertragslage

Unsere Neuorientierung der Strategie unterstreicht die Bedeutung des Automotive-Sektors für das Unternehmen. Die Gesellschaft verzeichnete zum 31.12.2023 Umsatzerlöse in Höhe von 18.603 TEUR. Es zeigt sich, dass Software Entwicklung für die Automobil Industrie weiterhin eine ein gefragter und wachstumsorientierter Markt ist.

Durch den Verkauf des Geschäftsbereichs, im Jahr 2023 kam es zu einem Rückgang der Aufwendungen, vor allem im Bereich des Materialaufwands sowie bei sonstigen betrieblichen Kosten, Abschreibungen und Zinsaufwendungen.

Der Materialaufwand wird unterteilt in Aufwand für Material und Fremdleistungen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Materialaufwands aufgrund des Verkaufs der Sensor-Sparte um 91% verringert und beträgt nun lediglich 38 TEUR. Im Gegensatz dazu ist der Anteil der Fremdleistungen durch den Einsatz externer Fachkräfte auf 3.494 TEUR angestiegen (im Vorjahr: 2.304 TEUR).

Die Personalkosten erhöhten sich um 5 % auf 12.029 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 4.897 TEUR auf 3.026 TEUR verringert. Aufgrund des Gesellschafterwechsels fielen in 2022 viele einmalige Aufwendungen an, dementsprechend kommt es im Jahr 2023 zu Reduzierung der Aufwendungen.

Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr auf 221 TEUR gesunken, was hauptsächlich auf den verstärkten Einsatz von Leasing zurückzuführen ist.

Der Zinsaufwand wurde im Wesentlichen durch niedrigere Kosten für die Betriebsmittelkreditlinie beeinflusst.

Für das Jahr 2023 beträgt der Jahresüberschuss 148 TEUR und ist damit niedriger als im Vorjahr. Dies ist auf Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Eigentümerwechsel und auf gestiegene Personalkosten zurückzuführen.

2.5. Personalmanagement

Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der Intenta im Schnitt 166 (Vorjahr 184) Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtleistung je Mitarbeiter sank gegenüber dem Vorjahr auf 112 TEUR, insbesondere durch die Reduzierung der Gesamtleistung unter Inanspruchnahme von Fremdleistungen. Das Stammpersonal konnte gehalten werden. Mit dem neuen Gesellschafter und dem damit verbundenen Renommee des Volkswagen Konzerns als Arbeitgeber geht ein deutlicher Anstieg der Attraktivität der Intenta Automotive GmbH einher.

3. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

Potenzielle Risiken, die das positive Wachstum der globalen Wirtschaft beeinträchtigen oder verlangsamen könnten, stammen aus verschiedenen Quellen. Dazu zählen eine mögliche Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine sowie Spannungen im Nahen Osten. Ebenso könnten Turbulenzen an den Finanzmärkten, Schwankungen in den Energie- und Rohstoffmärkten sowie Ungleichgewichte in Angebot und Nachfrage zu Versorgungsengpässen führen.

Zusätzlich zu diesen Risiken tragen zunehmend protektionistische Tendenzen und strukturelle Defizite in fortgeschrittenen Volkswirtschaften und Schwellenländern zur Unsicherheit bei. Die verstärkte Herausforderung ökologischer Belastungen wirkt sich in unterschiedlichem Maße auf einzelne Länder und Regionen aus. Der weltweite Übergang von einer expansiven zu einer restriktiveren Geldpolitik, begleitet von einer anhaltend hohen Inflation, birgt ebenfalls Risiken für das globale wirtschaftliche Umfeld.

Die Software im Fahrzeug gilt mehr und mehr als wettbewerbsdifferenzierend und als Basis für künftige Verkaufserfolge. Eine besonders große Rolle dabei spielten Fahrerassistenzsysteme, hochautomatisierte Fahrfunktionen und das autonome Fahren. Die Intenta Automotive ist ausschließlich genau in dieser Sparte tätig. Die bei und entwickelten Softwaremodule werden in allen Marken des VW-Konzerns eingesetzt und sind wichtiger Bestandteil der Vision vom autonomen Fahren. Da die Softwaremodule immer komplexer und vernetzter werden, ist demzufolge die Entwicklung immer aufwendiger und zeitintensiver. Da gleichzeitig aber auch der Zeitdruck bis zur Markteinführung aufgrund der Konkurrenzsituation kontinuierlich steigt, werden ständig mehr Entwickler gebraucht, um marktfähige Software-Produkte zu entwickeln.

3.1. Prognosebericht

Für das Unternehmen wird in den kommenden Jahren mit einer konstanten Größe an produktiven Stunden gerechnet. Aufgrund der festgeschriebenen Stundensätze in der Abrechnung mit dem Eigentümer und inzwischen alleinigem Auftraggeber der Intenta Automotive GmbH ergibt sich hier ein geringerer Umsatz für das Jahr 2024 als für das Jahr 2023.

Inhaltlich wird im Laufe des Jahres eine Verschiebung bei den Projekten hin zu neuen Plattformen erwartet. Insgesamt bleibt die Auftragslage sehr gut und stabil. Der Einsatz vom Fremdpersonal kann massiv gesenkt werden.

In 2024 planen wir mit einer Gesamtleistung von 17.219 TEUR. Bei den Personalkosten kompensieren die geplanten Lohnerhöhungen den Abgang von Mitarbeitern durch die Verkäufe, so dass die Personalkosten mit 11.428 TEUR nahezu konstant gegenüber dem Vorjahr bleiben. Aufgrund der gestiegenen Lohnkosten bei gleichbleibendem abrechenbaren Stundensatz gegenüber dem Eigentümer planen wir mit einem ausgeglichenen Ergebnis in 2024.

3.2. Risikobericht

Aufgrund der Fokussierung ausschließlich auf Projekte der Eigentümerin und der Tatsache, dass zentrale Stundensätze verhandelt und vereinbart sind, wird das wirtschaftliche Risiko der Intenta Automotive GmbH weiterhin als gering eingestuft. Die Auslastung der Mitarbeiter wird von der Eigentümerin sichergestellt.

Das Risiko von Kündigungen von Mitarbeitern konnte durch weitere Lohnsteigerungen und Einmalzahlungen gesenkt werden, jedoch besteht das Risiko weiterhin. Die Softwareentwicklungsbranche hat insgesamt einen großen Fachkräftemangel. Softwareentwickler sind gefragt, so dass Abwerbungen und Kündigungen nicht auszuschließen sind. Zudem ist durch inzwischen bei vielen Firmen weit verbreitete mobile Arbeit ein räumlich naher Arbeitgeber weniger wichtig als noch vor einigen Jahren.

Oftmals vom Kunden vorgegebene enge Zeitschienen und hoher Projektdruck können ebenfalls zu Kündigungen führen.

3.3. Chancenbericht

Die Intenta Automotive GmbH hat die Chance, sich an der digitalen Transformation des Volkswagen Konzern direkt und unmittelbar zu beteiligen. Als 100% Tochter der CAIRAD können wir den Prozess aktiv mitgestalten und unser Know-How und unsere Erfahrung einbringen. Agile Softwareentwicklung ist ein Zukunftsthema, das in Verbindung mit vorgegeben Entwicklungsrichtlinien große Herausforderungen birgt. Unsere Erfahrung auf diesem Gebiet können wir gewinnbringend einsetzen.

3.4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen weiterhin Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft finanzierte sich im Berichtszeitraum aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft verfügt ausschließlich über einen solventen und bonitätsstarken Kunden, der Eigentümerin, weshalb Forderungsausfälle die absolute Ausnahme sind. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Unser Finanzmanagement orientiert sich an einer konservativen Risikopolitik. Finanzwirtschaftliche Risiken sind durch langfristige Verträge mit den Finanzierungspartnern des Unternehmens begrenzt.

 

Chemnitz, den 14. Juni 2024

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 219.576,00 425.013,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 67.483,00 169.438,00
II. Sachanlagen 152.093,00 255.575,00
1. technische Anlagen und Maschinen 132.975,00 218.545,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.118,00 37.030,00
B. Umlaufvermögen 12.078.810,74 10.053.162,76
I. Vorräte 954.628,36 736.133,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.871.551,48 2.378.629,39
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 2.818,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.252.630,90 6.938.400,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 140.112,45 217.691,80
Summe Aktiva 12.438.499,19 10.695.867,56

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.649.035,57 6.501.119,20
I. Gezeichnetes Kapital 427.000,00 427.000,00
II. Gewinnvortrag 6.074.119,20 5.203.962,84
III. Jahresüberschuss 147.916,37 870.156,36
B. Rückstellungen 4.257.291,71 3.390.030,44
C. Verbindlichkeiten 1.532.171,91 804.717,92
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.532.171,91 804.717,92
Summe Passiva 12.438.499,19 10.695.867,56

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.509.056,84 21.206.236,74
2. Personalaufwand 12.029.518,30 11.449.381,88
a) Löhne und Gehälter 10.205.302,59 9.662.556,66
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.824.215,71 1.786.825,22
davon für Altersversorgung 18.380,47 25.489,26
3. Abschreibungen 220.699,56 481.004,81
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 220.699,56 481.004,81
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.026.095,36 7.923.372,06
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 327,37 239,03
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 102,87 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 93,06 65.581,89
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 81.899,81 408.997,29
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.620,09
8. Ergebnis nach Steuern 150.853,62 877.898,81
9. sonstige Steuern 2.937,25 7.742,45
10. Jahresüberschuss 147.916,37 870.156,36

Anhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Intenta Automotive GmbH hat ihren Sitz in Chemnitz. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter HRB 26404 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1, 266 ff. HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 HGB wird in Anspruch genommen. Sie werden gemäß § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

In die Herstellungskosten sind neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Geringwertige Anlagegegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800,00 EUR nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Zuschüsse für Zuwendungen werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt und über die planmäßige Nutzungsdauer des Anlagegegenstands abgeschrieben.

Vorräte

In den Vorräten ausgewiesene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten angesetzt, soweit am Bilanzstichtag nicht eine Abwertung auf einen niedrigeren Wert vorzunehmen ist.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse/Leistungen werden mit den Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten sind neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden im erforderlichen Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert, unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken, bewertet. Entsprechende Einzelwertberichtigungen wurden gebildet.

Liquide Mittel

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind jeweils zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Aktiver und passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Diese sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitabhängigen durchschnittlichen Marktzinssatz, welcher von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Posten in Höhe von 1.700,5 TEUR enthalten und betreffen nicht fällige Steueransprüche.

Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die wesentlichen Positionen Rückstellungen für Rückzahlung von Fördermitteln, Rückstellungen für Personalkosten, Rückstellungen für Gewährleistungen und Rückstellungen für Abschlusskosten zusammengefasst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben in gesamter Höhe Restlaufzeiten bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

VI. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB in Verbindung mit § 268 Abs. 7 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB Laufzeit
aus Mietverträgen 522,1 TEUR jährlich
aus Mietleasingverträgen 251,8 TEUR jährlich
Summe 483,1 TEUR

Mitarbeiterzahl

Gemäß § 285 Nr. 7 HGB sind folgende Angaben über die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr zu machen:

Angaben zur Mitarbeiteranzahl gemäß § 285 Nr. 7 HGB
Produktive Mitarbeiter 142
Verwaltungsmitarbeiter 24
Gesamt 166

Angabe zur Geschäftsführung

Geschäftsführer Herr Dr. Heiko Cramer und Frau Nadine Lippold (ab 28. September 2023).

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe nach § 285 Nr. 9a HGB über die gewährten Geschäftsführerbezüge verzichtet.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Gewinnvortrag und Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Chemnitz, 14. Juni 2024

gez. Dr. Heiko Cramer

gez. Nadine Lippold

Anlagenspiegel Anlage 1

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.659.122,89 6.563,40 70.438,99 1.595.247,30
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.659.122,89 6.563,40 70.438,99 1.595.247,30
II. Sachanlagen 1.403.636,79 40.931,08 69.336,43 1.375.231,44
1. technische Anlagen und Maschinen 974.933,75 28.395,68 5.466,00 997.863,43
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 428.703,04 12.535,40 63.870,43 377.368,01
3.062.759,68 47.494,48 139.775,42 2.970.478,74
Abschreibungen kumuliert 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Abschreibungen kumuliert 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.489.684,89 88.798,48 50.719,07 1.527.764,30
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.489.684,89 88.798,48 50.719,07 1.527.764,30
II. Sachanlagen 1.148.061,79 131.901,08 56.824,43 1.223.138,44
1. technische Anlagen und Maschinen 756.388,75 113.963,68 5.464,00 864.888,43
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 391.673,04 17.937,40 51.360,43 358.250,01
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 67.483,00 169.438,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 67.483,00 169.438,00
II. Sachanlagen 152.093,00 255.575,00
1. technische Anlagen und Maschinen 132.975,00 218.545,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.118,00 37.030,00
219.576,00 425.013,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Intenta Automotive GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Intenta Automotive GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Intenta Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende we sent liche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt wer den, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Chemnitz, 3. Juli 2024

SRS Audit GmbH
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gez. Claudia Richter, Wirtschaftsprüferin

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