Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 23847
Eingetragen
19.12.2013
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Werkzeugen und Kleineisenwaren
Gegenstand
Geändert, nun: Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Eisen, Eisenwaren, Stahl, Arbeitsschutz und ähnlichen Erzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Jörg Jung
seit 10.6.2014
Geschäftsführer
Ingo Wolfgang Auer
seit 10.6.2014
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
45.00%
45.00%
5.00%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Ingo Auer
76530 Baden-Baden
225.000 €
45.00%
Marco Stefan Auer
77933 Lahr
225.000 €
45.00%
J*** J***
25.000 €
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WesterwaldStahl GmbH

Ransbach-Baumbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der WesterwaldStahl GmbH

A. Grundlagen der Gesellschaft

I. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Wir sind im Großhandel für Walzstahl, Blankstahl, Qualitätsstahl, Edelstahl/NE und Betonstahl inklusive Anarbeitung für Metall-/Stahlbauer sowie metallverarbeitende Industrieunternehmen tätig. Neben unserem Standort in Ransbach-Baumbach (Stahlgroßhandel mit Biegebetrieb) unterhalten wir Zweigniederlassungen in Andernach (Anarbeitungsstandort) und in Altenkirchen (Stahlgroßhandel).

II. Ziele und Strategien

Die WWS hat das Ziel, in den betreuten Kundenregionen Westerwald und Rheinland-Pfalz als führender Marktteilnehmer aufzutreten.

Die Strategie für die Erreichung einer führenden Marktposition ist gekennzeichnet durch ein kompetentes Sortiment über direkte Werkseinkäufe, eine kundenorientierte Beratung durch fachlich geschultes Personal sowie hohe Serviceorientierung. Mit einem kompetenten Anarbeitungscenter in Andernach verfolgt die Gesellschaft das Ziel die Kunden durch diesen Service zu unterstützen und deren Personalprobleme auszugleichen.

Durch die vorhandenen drei Standorte in der Region und einem eigenen Fuhrpark erreicht WWS eine hohe Kundennähe und Kundenverbundenheit.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 stark durch eine abflachende Gesamtwirtschaft beeinflusst, wobei die negative Entwicklung im Bereich Bauindustrie hervorzuheben ist. Hauptgrund für die wirtschaftliche Eintrübung im Baubereich waren gestiegene Zinsen sowie durch hohe Inflation getriebene gestiegene Baukosten.

Höheren Abnahmemengen der Kunden kurz nach dem Start des Ukrainekrieges 2022 folgte bereits Ende 2022 und im ganzen Jahr 2023 eine erhöhte Kaufzurückhaltung der Kunden, d.h. dem relativ guten Angebot nach Stahl stand eine geringe Nachfrage gegenüber. Dies führte zu einem über das ganze Jahr 2023 gesehen nachhaltigen signifikanten Preisrückgang im Markt, welcher sich zum Jahresende auf niedrigem Niveau stabilisiert hat.

Die Marktsituation im Stahlhandel ist seit Jahren durch Verdrängungswettbewerb sowie durch Preisfluktuationen gekennzeichnet. Im Frühjahr 2024 musste ein großer Wettbewerber im Raum Köln Insolvenz anmelden, was starke Auswirkungen in der Region haben wird.

Durch die Reduzierung der Produktion in der Automobilindustrie, der Konjunkturkrise in China und der schwächelnden Baubranche sanken die Stahlpreise ab Mitte 2023 stark, teilweise bis unter den Preis vor dem Ukrainekrieg. Durch den Anstieg der Energie und Rohstoffkosten (Schrott) wird der Preis auch weiter unter Druck bleiben.

II. Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung 2023 war bei WWS dominiert durch eine reduzierte Mengenentwicklung insbesondere im Betonstahl bei stark schwankenden Preisen.

Die über das Jahr stark abfallenden Preise bedeuteten für einen lagerhaltenden Stahlhändler wie WWS, dass das Lager so schnell als möglich abgebaut werden musste, um nicht unter den fallenden Preisen zu leiden. Der Preisrückgang im Markt war jedoch so stark und nachhaltig, dass im Jahr 2023 mehrere Monate die Marktverkaufspreise unter den gemittelten Lagerwerten von WWS lagen.

III. Lage des Unternehmens

Die Aktiva unserer Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:

• Anlagevermögen: TEUR 6.886 (Vj.:TEUR 7.238); die Reduktion resultiert im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen.

• Der Forderungsbestand beträgt TEUR 120 und ist wie im Vorjahr durch das Factoring von Forderungen gemindert.

• Der Warenbestand zum Jahresende beträgt TEUR 3.665 und ist damit um ca. 15% im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 4.298) gesunken.

• Dies ist zum einen der Strategie der Verkleinerung des Lagerbestandes und zum anderen auf die niedrigeren Marktpreise zurückzuführen.

Die Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar:

• Unsere Eigenkapitalstruktur ist als für die Branche (Handel) sehr gut zu bezeichnen. Die Eigenkapitalquote beträgt 36,4%.

• Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 2.092. Davon enfallen TEUR 1.354 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sie werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen und unter Berücksichtigung der Skontofristen beglichen.

• Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 3.248. Im laufenden Geschäftsjahr wurden Darlehen planmäßig getilgt.

Folgende Cashflows wurden erwirtschaftet:

• Der operative Cashflow beträgt TEUR 413; im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.426 niedriger, im Wesentlichen bedingt durch das negative Jahresergebnis.

• Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -239.

• Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -1.973 und ist insbesondere von Auszahlungen an Gesellschafter sowie von Auszahlungen zur Tilgung von Finanzkrediten geprägt.

Unsere Ertragslage ist maßgeblich beeinflusst von einem schlanken Kostenapparat und die über das Wachstum zu erreichende Fixkostendegression. Ein zusätzlicher Erfolgsfaktor stellt ein striktes Forderungsmanage ment dar.

Nachfolgend werden die Werte des Geschäftsjahres mit den Werten des Vorjahres verglichen:

• Der Umsatz hat sich um 32% deutlich verringert, dies ist im Wesentlichen durch starke unterjährige Preisschwankungen bedingt. Die ausgebrachte Menge hat sich im Vergleich zum Vorjahr nämlich nur um 9% verringert. Der Materialaufwand hat sich in gleichem Maße, ebenfalls um 32% verringert. Der Rohertrag hat sich prozentual also auch kaum verändert und liegt bei 18%.

• Die sonstigen operativen Aufwendungen sind auf Vorjahresniveau (-0,3%). Mit rund 56% stellen die Personalaufwendungen den größten Teil daran, dies gilt unverändert zum Vorjahr, gefolgt von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Diese enthalten unter anderem Mietaufwendungen, Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen sowie Kosten für den Fuhrpark.

• Das Jahresergebnis mit TEUR -104 ist insbesondere von den vorstehend genannten Preiseffekten bestimmt.

C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Der Fokus von WWS auf den Großhandel mit Stahl ermöglicht weiterhin die konsequente Weiterentwicklung dieses Bereiches.

Im Bereich Walzstahl/Edelstahl/NE ist es notwendig, den Roherlös pro Tonne durch ein breiteres Sortiment in der Lagerhaltung zu steigern mit einem höheren Fokus auf Nischenprodukte. Zusätzlich wird ein weiteres Tonnagewachstum durch Neukundenakquise, insbesondere in der Region Koblenz und dem Ahrtal angestrebt. Durch den Wegfall des insolventen Wettbewerbers in der Region Köln kann man mit einem deutlichen Kundenzuwachs im Bereich Walzstahl rechnen. Im Bereich Betonstahl wird das Geschäft im Geschäftsjahr 2024 im Volumen voraussichtlich weiter sinken aufgrund der reduzierten Bautätigkeiten in Deutschland. Auch der Marktpreis bei Betonstahl wird aufgrund der geringen Mengen weiter unter Druck kommen.

Für 2024 wird die insgesamt schlechte Stimmung in Deutschland, sowie die Auswirkungen des Ukraine Krieges weiter zu einer geringeren Tonnagemenge und weiterhin schlechten Preisen führen.

Die Vorhersage der Entwicklung bei WWS ist unter den oben beschriebenen Bedingungen für das Jahr 2024 deshalb nur eingeschränkt möglich. Allerdings ist zumindest im ersten Halbjahr absehbar, dass die gezielt reduzierte Lagerhaltung bei WWS zu Jahresanfang sowie die dann signifikant weiter gesunkenen Verkaufspreise und der Nachfragerückgang zu einem deutlich schlechteren Ergebnis im ersten Halbjahr führen werden. Das zweite Halbjahr 2024 ist praktisch nicht vorhersehbar, da die politische Lage in Osteuropa unüberschaubar bleibt und keine Klarheit darüber besteht, wie sich die reduzierten Verkaufspreise mittelfristig auf die Nachfrage auswirken werden. Vor diesem Hintergrund stellen wir uns aktuell für das Gesamtjahr 2024 auf einen gegenüber 2023 merklich höheren Jahresfehlbetrag ein.

Das klare unternehmerische Ziel muss es deshalb sein, alle Kosten deutlich anzupassen und gegebenenfalls auch über Maßnahmen wie Kurzarbeit nachzudenken.

Möglicherweise können die reduzierten Verkaufspreise dazu führen, dass einzelne Werke ihre Produktion einstellen, da sie aufgrund der erhöhten Schrott-, Rohstoff- und Energiepreise nicht mehr kostendeckend produzieren können.

Die Konjunktur im Hochbau wird sich in 2024 aufgrund der hohen Baupreise und stark gestiegenen Zinsen weiter deutlich abschwächen. Die Auftragslage in der metallverarbeitenden Industrie hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert, ist aber durch Lieferengpässe, z.B. bei elektronischen Bauteilen sowie steigenden Energiekosten getrübt.

Im Jahr 2024 wollen wir trotz der oben angesprochenen Themen unsere Marktposition weiter ausbauen und entsprechend neue Marktpotenziale nutzen - insbesondere im Raum Koblenz und Köln/Bonn.

Eine Umsatzprognose für das Jahr 2024 erscheint unter den gegebenen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwierig. Sollte der Stahlpreis im zweiten Halbjahr 2024 relativ stabil bleiben, dann wäre der Durchschnittspreis über das Jahr hinweg deutlich unter dem des Vorjahres. Deshalb gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr von einem deutlich niedrigeren Umsatz bei WWS aus. Insbesondere die Umsätze im Betonstahl und die fallenden Erträge werden sich stark negativ auswirken.

Trotz aller negativen Rahmenbedingen wollen wir mit unseren 3 Standorten und der starken Anarbeitung unsere Marktbedeutung bei unseren Kunden behalten.

II. Risikobericht

Risiken bestehen auf der Beschaffungsseite jeweils durch die starken Preisschwankungen für Stahl am Markt. Die Lagerhaltung von WWS ist darauf ausgelegt, diese Preisschwankungen abzufedern.

Das Kundenklientel von WWS ist vorrangig im Baubereich tätig. In diesem Bereich bleibt der Auftragseingang der Baufirmen aufgrund höherer Zinsen sowie höheren Baukosten weiterhin eingetrübt. Für die Industriekundschaft von WWS ist die aktuelle Ausgangslage aber weiterhin als stabil zu sehen.

Der Stahlhandel als Branche ist einem stetigen Konsolidierungsprozess ausgesetzt, dieser konnte WWS durch steigende Tonnagen in den vergangenen Jahren entgegenwirken.

In Zeiten hoher Preisunsicherheit ist im Betonstahl im Jahr 2024 zur Risikominimierung ein defensiver Marktauftritt sinnvoll. Hohe Eindeckzeiten für das Material sowie kurze Preisversprechen bei Kunden sind hierbei die strategischen Stellschrauben.

Dem Verdrängungswettbewerb begegnen wir durch Qualität der angebotenen Sortimente und Verlässlichkeit/Schnelligkeit/Automation im Service. Zusätzlich unterhalten wir langjährige Beziehungen mit qualitätsbewussten Herstellern, die überwiegend über unseren Einkaufsverband "Nordwest Handel AG" organisiert sind.

Finanzielle Risiken

Es bestehen aktuell keine unmittelbaren Währungsrisiken.

Aufgrund unserer festverzinslichen Darlehen betreffen uns die Zinsänderungsrisiken derzeit ebenfalls nicht unmittelbar, sondern nur mittelbar betreffend unserer Factoring-Konditionen sowie hinsichtlich etwaiger konjunktureller Auswirkungen von Zinssteigerungen insbesondere auf die Baukonjunktur.

Bezüglich der Liquiditätslage sind keine Engpässe zu erwarten, auch wenn Lagererhöhungen und Preisentwicklung mehr Liquidität erfordern.

Die Gesellschaft verfügt über ein effektives Mahnwesen; Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Skonti-Ausnutzung gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein effizientes Mahnwesen, sowie einer Absicherung durch einen Warenkreditversicherer.

III. Chancenbericht

Steigende Marktpreise wären für einen lagerhaltenden Stahlhändler eine signifikante Chance auf Roherlöserhöhung. Hier ist speziell 2024 genau auf spezielle Warengruppe zu achten, z.B. Bleche.

Unabhängig davon streben wir über eine strategische Einkaufspolitik weitere Optimierungen an, um auf diese Weise eine Verbesserung der Einkaufspreise und außerdem eine höhere Handelsmarge zu erreichen. Zusätzlich wird es möglich sein, jährlich die Preise für Service und Anarbeitung zu erhöhen.

Der in den letzten Jahren gestiegene Marktanteil sowie das Ausscheiden von regionalen Wettbewerbern könnte die Margensituation mittelfristig verbessern. Dies ist eine essenzielle Vertriebsaufgabe.

Ein immer wichtigeres Thema ist die Effizienzsteigerung in der Logistik. D.h. Kommissionieren und Ausfahren der Ware. Hier ist es das Ziel von WWS, durch weitgehende Digitalisierung den Workflow sowie die Disposition deutlich zu verbessern.

Die Konjunktur im Hochbau wird unserer Meinung nach mittel- bis langfristig wieder in die Gänge kommen, da der Wohnraum knapp ist und bei weiter niedriger Arbeitslosigkeit ein gewisses Wohlstandsniveau in der Breite der Bevölkerung vorhanden ist. Für die Industrie sehen wir weiterhin eine gute nachhaltige Geschäftslage.

 

Ransbach-Baumbach, 17. Oktober 2024

Dr. Marco Stefan Auer

Ingo Auer

Olaf Becker

Jörg Jung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.885.923,99 7.238.395,32
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 23.743,11 20.645,42
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.743,11 20.645,42
II. Sachanlagen 6.856.930,88 7.212.499,90
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.467.066,02 3.538.366,31
2. technische Anlagen und Maschinen 1.937.707,56 1.999.233,02
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.419.757,30 1.573.739,62
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.400,00 101.160,95
III. Finanzanlagen 5.250,00 5.250,00
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.250,00 5.250,00
B. Umlaufvermögen 4.372.644,73 6.635.546,68
I. Vorräte 3.665.020,97 4.298.014,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 412.653,81 243.798,51
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 294.969,95 2.093.733,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 3.493,84
Bilanzsumme, Summe Aktiva 11.258.568,72 13.877.435,84

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.099.133,31 5.452.641,30
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Bilanzgewinn 3.599.133,31 4.952.641,30
B. Rückstellungen 1.645.837,31 1.886.744,31
C. Verbindlichkeiten 5.339.698,10 6.115.150,23
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.959.373,39 4.467.341,36
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.380.324,71 1.647.808,87
D. Passive latente Steuern 173.900,00 422.900,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 11.258.568,72 13.877.435,84

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.132.630,23 11.146.583,83
2. Personalaufwand 4.115.932,27 4.159.727,23
a) Löhne und Gehälter 3.327.518,58 3.402.746,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 788.413,69 756.980,48
3. Abschreibungen 651.026,50 588.628,48
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 651.026,50 588.628,48
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.593.382,35 2.913.917,51
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 299,68 951,36
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 217.587,03 144.050,77
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -365.187,18 987.283,91
8. Ergebnis nach Steuern -79.811,06 2.353.927,29
9. sonstige Steuern 23.696,93 15.517,00
Jahresfehlbetrag 103.507,99 -2.338.410,29

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der WesterwaldStahl GmbH

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die WesterwaldStahl GmbH, Ransbach-Baumbach, ist beim Amtsgericht Montabaur unter der Nummer HRB 23847 eingetragen.

Gemäß § 267 HGB handelt es sich bei der Gesellschaft um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften entsprechen den Vorschriften des HGB. Der Jahresabschluss wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt.

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Zugänge zum Anlagevermögen werden - soweit ihre Nutzungsdauer zeitlich begrenzt ist - linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern bewegen sich zwischen drei und 25 Jahren. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften des § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe im Zugangsjahr abgeschrieben.

Das Umlaufvermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die fertigen Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungskosten unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach dem § 240 IV HGB (Durchschnittsverfahren) angesetzt. Notwendige Abschläge wurden berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Dem allgemeinen Ausfallwagnis wurde durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, ggf. unter Berücksichtigung laufzeitabhängiger Abzinsung nach § 253 Abs. 2 HGB, gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen- und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen ermittelt. Verlustvorträge sind berücksichtigungsfähig, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren genutzt werden kann. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des unternehmensindividuellen Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuersatz von derzeit insgesamt 29,8%. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz unter Passive latente Steuern angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht auf die Bilanzierung verzichtet.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie sonstige Angaben

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Umlaufvermögen

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehende Bonusansprüche in Höhe von TEUR 217 (Vj.: TEUR 137).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Personalaufwendungen 103 104
Kundenboni 52 112
Berufsgenossenschaft 43 44
Abschlusskosten 22 21
Ausstehende Rechnungen 20 20
Andere 10 6
250 307

Verbindlichkeiten (Vorjahresangaben in Klammer)

bis 1 Jahr
TEUR
zwischen 1 und 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Sicherheiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 711 1.953 1.295 3.959 *
(617) (2.320) (1.530) (4.467)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.354 0 0 1.354 **
(1.439) (0) (0) (1.439)
Sonstige Verbindlichkeiten 27 0 0 27
(209) (0) (0) (209)
2.092 1.953 1.295 5.340
(2.265) (2.320) (1.530) (6.115)

* Sicherungsübereignung und Grundschulden

** Branchenübliche Eigentumsvorbehalte

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 41 (VJ: TEUR 225) enthalten.

Latente Steuern

31.12.2022 TÉUR Veränderung
TEUR
31.12.2023
TEUR
Aktive latente Steuern 0 0 0
Passive latente Steuern 423 -249 174
Summe 423 -249 174

Personalaufwand

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 3).

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Zur Stärkung der Liquidität und zur Verkürzung der Kapitalbindungsdauer wurde im Jahr 2019 ein Full-Factoring-Vertrag abgeschlossen. Der Vertrag umfasst sämtliche Kunden. Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes "echtes" Factoring. Zum Stichtag sind Forderungen in Höhe von TEUR 1.013 (Vj. TEUR 1.265) an den Factor verkauft worden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

bis 1 Jahr TÉUR zwischen 1 und 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Mietverpflichtungen 424 1.421 0 1.845
Leasingverpflichtungen 71 214 0 285
495 1.635 0 2.130

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestanden am Abschlussstichtag keine.

D. Sonstige Angaben

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 92 (Vj. 90), davon

- gewerbliche Mitarbeiter: 55 (Vj. 51),

- kaufmännische Mitarbeiter: 34 (Vj. 33) und

- Auszubildende: 3 (Vj. 2).

Zur Geschäftsführung sind die Herren

• Dr. Marco Stefan Auer, Geschäftsführung alle Bereiche, Lahr,

• Ingo Auer, Geschäftsführung alle Bereiche, Baden-Baden,

• Olaf Becker, Geschäftsführung alle Bereiche, Weyerbusch,

• Jörg Jung, Geschäftsführung alle Bereiche, Montabaur

befugt. Der Beruf ist mit der Organstellung identisch.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans betragen im Geschäftsjahr TEUR 305.

 

Ransbach-Baumbach, den 17. Oktober 2024

Dr. Marco Stefan Auer

Ingo Auer

Olaf Becker

Jörg Jung

Anlagespiegel

WesterwaldStahl GmbH, Ransbach-Baumbach

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 161.020,08 16.693,96 0,00 0,00 177.714,04
161.020,08 16.693,96 0,00 0,00 177.714,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.609.745,66 24.370,74 0,00 0,00 3.634.116,40
2. technische Anlagen und Maschinen 3.017.535,12 183.087,63 547,20 0,00 3.200.075,55
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.370.640,10 144.499,88 155.974,36 0,00 3.359.165,62
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 101.160,95 189.769,11 0,00 -258.530,06 32.400,00
10.099.081,83 541.727,36 156.521,56 0,00 10.225.757,57
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.250,00 0,00 0,00 0,00 5.250,00
5.250,00 0,00 0,00 0,00 5.250,00
10.265.351,91 558.421,32 156.521,56 0,00 10.408.721,61
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 140.374,66 13.596,27 0,00 153.970,93
140.374,66 13.596,27 0,00 153.970,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 71.379,35 95.671,03 0,00 167.050,38
2. technische Anlagen und Maschinen 1.018.302,10 244.065,89 0,00 1.262.367,99
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.796.900,48 297.693,31 155.185,47 1.939.408,32
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.886.581,93 637.430,23 155.185,47 3.368.826,69
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.026.956,59 651.026,50 155.185,47 3.522.797,62
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.743,11 20.645,42
23.743,11 20.645,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.467.066,02 3.538.366,31
2. technische Anlagen und Maschinen 1.937.707,56 1.999.233,02
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.419.757,30 1.573.739,62
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.400,00 101.160,95
6.856.930,88 7.212.499,90
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.250,00 5.250,00
5.250,00 5.250,00
6.885.923,99 7.238.395,32

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WesterwaldStahl GmbH, Ransbach-Baumbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WesterwaldStahl GmbH, Ransbach Baumbach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WesterwaldStahl GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, den Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg, 17. Oktober 2024

KAISER & SOZIEN GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Manuel Philipp, Wirtschaftsprüfer

Julius Mittelberger, Wirtschaftsprüfer

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