Crefo Next Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg van de Bergh seit 12.3.2025 | Geschäftsführer |
Michael Goy-Yun seit 28.4.2020 | Geschäftsführer |
Werner Strahler seit 6.6.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Experian Europe DAC | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Creditreform Boniversum GmbHNeussJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die Creditreform Boniversum GmbH (Boniversum) hat ihren Firmensitz in Neuss. Anteilseigner ist die Creditreform AG (100 %) mit einem Stammkapital von 256 T€. Boniversum ist im Bereich der Bonitätsprüfungen von Privatpersonen tätig und sorgt dafür, dass das Zahlungsausfallrisiko für Geschäftskunden durch Bonitätsauskünfte verringert wird. Dies mit Schwerpunkt bei anonymen Online-Geschäften oder digitalen Antragsprozessen. Je nach Anforderung bietet Boniversum verschiedene Lösungen zur Risikosteuerung an, um Zahlungsausfälle und Betrug bestmöglich zu verhindern. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen dabei von der reinen Datenbereitstellung, Identifikationsdienstleistungen, über die Bonitätsprüfung bis hin zu umfassenden Plattform-Lösungen und Entscheidungssystemen. Ergänzend bietet Boniversum auch Selbstauskünfte für Privatpersonen an. Seit dem dritten Quartal 2022 werden mit der Plattform meinBoniversum zudem auch zahlungspflichtige Dienstleistungen für Privatpersonen als Kunden angeboten. 1. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Mit einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts um 0,3 % blieb die Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft 2023 hinter den anderen großen Volkswirtschaften der Eurozone zurück, insbesondere aufgrund der strukturellen Veränderungen bezüglich der Energieversorgung. Neben hoher, wenngleich rückläufiger Inflation dämpfte auch die straffere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank das wirtschaftliche Geschehen. Während Investitionen in Ausrüstungen dennoch einen Anstieg verzeichnen konnten, zeigten sich die Bauinvestitionen stark beeinträchtigt. Darüber hinaus blieben Impulse aus dem Ausland weitgehend aus. Der Arbeitsmarkt erwies sich hingegen als relativ stabil. Der SchuldnerAtlas 2023 der Boniversum zeigt, dass auch in 2023 die Zahl überschuldeter Verbraucher seit Oktober 2022 zurückgegangen ist. Die Überschuldungsquote sinkt um mehr als einen Drittel Prozentpunkt. Jedoch haben die gestiegenen Lebenshaltungs- und Energiepreiskosten die finanziellen Gestaltungsmöglichkeiten vieler Verbraucher eingeschränkt und zu nachhaltigen Zahlungsstörungen geführt. Viele Verbraucher hatten nach langen Krisenjahren und trotz unterschiedlicher staatlicher Unterstützungsmaßnahmen sowie lange geübter Ausgabenvorsicht und Konsumzurückhaltung nun Nachholbedarf in Sachen Konsum und Lebensplanung. Erwartungsgemäß hat die Gesellschaft im letzten Quartal im Vergleich zu den Vorquartalen höhere Umsätze erzielen können, besondere Steigerungen waren aufgrund der Wirtschaftslage zum Vorjahr nicht gegeben. Für das Jahr 2024 erwartet die Boniversum eine Stagnation. Das Bruttoinlandsprodukt wird um 0,1 % ansteigen nach Aussagen der Wirtschaftsinstitute. Damit liegt die Wirtschaftsleistung auf einem ähnlichen, kaum höheren Niveau wie vor der Corona-Pandemie. Angesichts wahrscheinlicher Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank und anderer wichtiger Notenbanken im Lauf des Jahres sollten sich zudem die Finanzierungsbedingungen aufhellen. Geopolitische Risiken bleiben gleichwohl ausgeprägt. Geschäftsverlauf Obwohl der private Konsum die gesamtwirtschaftliche Leistung etwas stabilisiert hat, kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass in vielen Segmenten dennoch eine getrübte Verbraucherstimmung und damit verbunden eine Konsumzurückhaltung deutliche Spuren bei Boniversum hinterlassen hat. Sie hat sich auf die Anfragezahlen und damit auch auf den Umsatz der Gesellschaft ausgewirkt, der am Ende rund 0,5 Mio. € über dem Vorjahr, jedoch rund 0,4 T€ unter Plan liegt.
Schon bald war in 2023 klar, dass das Verbraucherportal (meinBoniversum) zwar eine hohe Relevanz besitzt, jedoch die sehr ambitionierten Umsatzziele nicht erreichen kann. Stattdessen konnten aber signifikante Kostensenkungen durch das Portal erreicht werden. Dank eines straffen Kostenmanagements konnte zumindest noch ein Ergebnis (EBT) in Höhe von 749 T€ erzielt werden. Aufgrund erheblich gestiegener Miet-, Daten- und EDV-Kosten (Sonstiger betrieblicher Aufwand rund 218 T€ höher gegenüber dem Vorjahr), dazu deutlich höherer Beratungs- und Personalaufwendungen (Personalaufwendungen rund 411 T€ höher gegenüber dem Vorjahr, insbesondere auf Grund von Inflation und höheren Provisionen) sowie des Umsatzanstiegs im Vergleich zu 2022, lag das EBT am Ende dennoch deutlich unter dem Wert aus dem Vorjahr, wenngleich doch erheblich über Plan, da dieser auch Investitionen beinhaltet hatte, welche erst im 2024 umgesetzt werden können. Die Plattform meinBoniversum hat im Jahr 2023 eine andere strategische Stoßrichtung erhalten. Weiterhin stehen kostenpflichtige Dienstleistungen zur Verfügung, wie ein Bonitätszertifikat zur Vorlage gegenüber Dritten, etwa einem Vermieter oder einer Behörde. Neues Kernziel von meinBoniversum wurde jedoch die markante Kostensenkung in Form von Reduktion von Mitarbeitern im Consumer Service, einer Abteilung, die Anfragen von Verbrauchern bearbeitet. Dieses ist überaus erfolgreich gelungen und wird auch noch weiter forciert werden. Die Renovierung und Erneuerung der Kernsysteme in der IT wurde konzentriert auch im Jahr 2023 systematisch weiterverfolgt. Dank intelligenter Planung konnte ein Investment in den Umzug des Rechenzentrums dank optimierter Vorbereitung in 2023 für das Folgejahr mit signifikanten Kostenersparnissen in Höhe von rund 400 T€ vorbereitet werden. Dies war auch der Grund gewesen den Wechsel nicht wie geplant in 2023 umzusetzen. Im Hinblick und in Vorbereitung auf die geplante ISO 27001-Zertifizierung konnte Ende 2023 ein finaler Actionplan verabschiedet werden, der zu einer Umsetzung der ISO27001 Zertifizierung in 2024 führen wird. Insgesamt liegt das Geschäftsjahr im Ergebnis (EBT) über den Erwartungen (Ist: 749 T€, Plan: -76 T€), was insbesondere auf einen Umsatzanstieg ggü. des Vorjahres zurückzuführen ist. Das Ergebnis liegt dennoch unter dem Vorjahr (1.001 T€) auf Grundlage von gestiegenen Personalkosten sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Der Gesamtumsatz, das EBT, die Bilanzsumme (inklusive wesentlicher Positionen), der Darlehensrahmen sowie das erhaltene Darlehen von der Creditreform AG können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Mit einem Gesamtumsatz von 14.999 T€ lag die Gesellschaft in 2023 über dem Vorjahr (14.517 T€). Der Anstieg ist auf das Bonima-Geschäft zurückzuführen. Das EBT liegt mit 749 T€ unter dem Vorjahr (1.001 T€) jedoch über Plan (-76 T€). Das EBT liegt unter dem Vorjahr, da insbesondere die Personalkosten mit rund 0,4 Mio. über dem Vorjahr liegen. Die Personalkosten und die Materialaufwendungen sowie der Sonstige betriebliche Aufwand liegen jedoch unter dem Planwert, sodass ein positives EBT erzielt werden konnte. Die Bilanzsumme zum Stichtag 31.12.2023 betrug 3.382 T€ (Vorjahr: 3.402 T€) und das Eigenkapital 256 T€ (Vorjahr: T€ 256). Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr (Delta: -21 T€), was insbesondere auf das immaterielle Anlagevermögen (Abschreibungen) sowie auf das Umlaufvermögen zurückzuführen ist (insbesondere geringeres Bankguthaben). Die Verbindlichkeiten nahmen ebenso gegenüber verbundenen Unternehmen ab, da sich unter anderem die Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung an die Creditreform AG im Vergleich zum Vorjahr verringert haben (Delta: -267 T€). Das erhaltene Darlehen von der Creditreform AG erhöhte sich um 245 T€ gegenüber dem Vorjahr und ist insbesondere auf die Zahlung des EAV des Vorjahres zurückzuführen. Der im Dezember 2017 beschlossene Beherrschungsvertrag bringt zusätzliche Sicherheit. Der Gesellschaft steht ein Darlehensrahmen in Höhe von 1.500 T€ zur Verfügung, der mit 955 T€ derzeit beansprucht wird. Die Gesellschaft zeigte, wie bereits in den Vorjahren, eine gesunde Finanz- und Ertragslage. Alle Investitionen konnten aus eigener Kraft finanziert werden. Das Eigenkapital ist zum Abschluss des Berichtszeitraumes unverändert positiv. Die Preis- und Absatzpolitik der Gesellschaft blieb grundsätzlich unverändert. Das Privatpersonenportal meinBoniversum hat die Privatpersonen als Zielgruppe über einen digitalen Vertriebskanal und spart interne Ressourcen bei der Erfüllung gesetzlicher Auskunftspflichten ein. Investitionen Die bilanzwirksamen Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen insgesamt T€ 137. Hierbei sind insbesondere die Erweiterung des Privatpersonenportals meinBoniversum mit T€ 102 sowie EDV-Investitionen (für moderne Bürokommunikation) mit T€ 22 zu nennen. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Größen Umsatz, EBT und der operative Cashflow herangezogen (siehe Tabelle):
Die Entwicklung von Gesamtumsatz und EBT im Vergleich zum Vorjahr wird in den Abschnitten zum Geschäftsverlauf sowie zur Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage analysiert. Der Gesamtumsatz liegt über dem Vorjahr jedoch unter Plan und das EBT über den Erwartungen. Der operative Cashflow ist ebenfalls deutlich positiv und über den Erwartungen. Der operative Cashflow liegt deutlich über dem Plan, da der Jahresüberschuss vor Ergebnisverwendung mit 726 T€ deutlich über der Planung mit -80 T€ liegt. III. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 ist eine enorm herausfordernde Situation zu erwarten. Durch die Kündigung eines Topkunden und weitere größerer Kunden sieht sich die Gesellschaft erheblichen Umsatzeinbußen gegenübergestellt. Neuausrichtungen und Personalreduktion werden die Gesellschaft jedoch auf Kurs halten, denn positive konjunkturelle Impulse sind im Besonderen im Kernkundenklientel der Gesellschaft nicht zu erwarten. Die Konsumneigung von Konsumenten wird nicht nur durch die noch immer anhaltende spürbare Rezession getrübt, vielmehr sind auch die drohenden Verlagerungen von Produktionsstätten und Aufgaben von deutschen Firmen ins Ausland und der damit einhergehende Arbeitsplatzverlust wenig förderlich für die Ausgabebereitschaft von Privathaushalten. Sehr erheblich werden auch die Auswirkungen des weiteren Verlaufs des Ukraine-Krieges und die generelle Konjunkturlage sein. Das Jahr 2024 ist ein Konsolidierungsjahr für die Gesellschaft. Geprägt von deutlicher Personalstraffung, Optimierung von internen Prozessen und Entscheidungsstrukturen und deutlicher Steigerung der vertrieblichen Schlagkraft durch Systematisierung des Vertriebsprozesses mittels modularer Produktbausteine sind die Weichen auf deutlich mehr Effizienz bei einer verbesserten Personalkostenquote gestellt. Unterstützt durch weitere klare Fortschritte im Abbau der technischen Schuld, also der Renovierung und Erneuerung von Kernsystemen in der IT. So wird die Gesellschaft auf ein sehr stabiles Fundament gestellt, um dann aus dieser Lage mit Kraft neues Wachstum zu generieren. Dabei setzt die Gesellschaft nicht nur auf die stetige Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen, sondern prüft auch inwieweit strategische Partnerschaften mit Marktbegleitern zu nachhaltigem Wachstum signifikanten Ausmaßes führen können, denn mittelfristig sind Wachstumsraten wie bisher gezeigt aus Sicht der Gesellschaft unzureichend, um dauerhaft relevanten Erträge zu generieren. Die Umsetzung der Mehrjahresstrategie "BV2027" aus 2022 wird folglich mit geänderten Vorzeichen weiterverfolgt. Die Mehrjahresstrategie BV2027 definiert die Entwicklung der Gesellschaft in einem 5 Jahres Zeitfenster. Es wird davon ausgegangen, dass sich auch die finanziellen Leistungsindikatoren nahezu unverändert in den Folgejahren darstellen werden. Zwar hat die Gesellschaft im Jahr 2024 ein leicht defizitäres Ergebnis (EBT -172 T€) bedingt durch einen Umsatzrückgang sowie Kostenreduzierungen (die sich insbesondere in 2025 auswirken) geplant, welches aber in den Folgejahren positiv geplant ist und auch das Eigenkapital ist in der Langfristplanung langfristig positiv geplant. Durch die Kündigung einiger Kunden wurde mit einem insgesamt niedrigeren Umsatz (2024: Plan: 13.193 T€, Ist 2023: 14.999 T€) geplant. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit 69 T€ weiterhin positiv geplant (Ist 2023: 634 T€). Die Abweichung resultiert aus dem deutlich geringeren geplanten Ergebnis. Chancen- und Risikobericht Im Rahmen der Planung und der strategischen Ausrichtung werden Chancen und Risiken der jeweiligen Unternehmenseinheiten und Produkte analysiert und entsprechend gewürdigt. Hierbei spielen in Bezug auf das Geschäftsmodell der Gesellschaft gesamtwirtschaftliche sowie regulatorisch politische Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle (z. B. Datenschutz, Wirtschaftswachstum und Konsumklima). Chancen können sich für die Gesellschaft ergeben durch Einsatz moderner Techniken wie KI in der Programmierung und der Scoreentwicklung. Durch Schaffung neuer agiler Architekturen kann die Gesellschaft ebenso deutlich kürzere Time to Marketzeiten realisieren. Ein wesentlicher Baustein wird auch die Schaffung eines modularen Produktbaukastens sein, dieser erhöht nicht nur die vertriebliche Schlagkraft, sondern führt auch zu deutlich günstigeren Wartungskosten im Bereich der Technik des Unternehmens. Anders als bisher prüft die Gesellschaft auch strategische Marktpartnerschaften, dies nicht nur um gemeinsam Synergieeffekte in den technischen Plattformen zu heben, sondern auch mittels Datenpooling mit Marktbegleitern zu faktischen deutlichen Wettbewerbsvorteilen bei Kunden gegenüber den Mitbewerbern zu kommen. Die daraus resultierende Marktkonzentration kann die Gesellschaft dann zu ihrem Vorteil nutzen und so erhebliche Marktanteile gewinnen. Die globale Gesamtlage lässt derzeit kaum reliable Prognosen zu. Zu sehr haben multiple Krisen auch und gerade Deutschland erheblich be- und getroffen. Die Gesellschaft hat durch eine Konzentration auf die Schaffung einer stabilen Basis, von der aus auch in Krisenzeiten ein nachhaltiges Wachstum möglich sein wird, die richtigen Vorzeichen gestellt. Die gegenwärtige gesamtwirtschaftliche Stagnation wirkt sich per se nicht förderlich für die Geschäfte der Gesellschaft aus, da der private Konsum gedämpft wird. Positiv trägt die Entspannung auf den Energiemärten zur Entwicklung der Gesellschaft bei, da wieder markant mehr Verbraucher durch Anbieterwechsel aktiv werden. In Summe ist daher von keinem signifikanten Rückgang der Mengen aufgrund der Wirtschaftslage auszugehen. Dennoch können kritische externe Einflussfaktoren, wie die Änderung der Gesetzeslage, erheblichen Einfluss auf die Zukunft der Gesellschaft haben. Damit sind aber nicht nur die omnipräsenten Krisen gemeint, die zu Konsumzurückhaltung und Betriebsinsolvenzen führen können. Vielmehr ist die geplante Novellierung des BDSG als Folge der Entscheidung des EuGH in zwei datenschutzrechtlichen Fragestellungen, ausgelöst durch einen Rechtsstreit eines Mitbewerbers, mit erheblichem Potenzial ausgestattet, dass kurzfristig deutliche Anpassungen in Dienstleistungen der Gesellschaft notwendig werden. Neben internen Aufwänden kann dies auch zu einer Verunsicherung der Kunden von Boniversum führen. Kunden könnten sich verunsichert fühlen, wie eine genaue rechtskonforme Verwendung von Scores möglich ist. Dies ist aber generell noch nicht klar, da das Gesetz nicht ratifiziert ist und folglich auch noch nicht durch Rechtsprechung, oder Kommentarliteratur konkretisiert wurde. Trotz widriger Umstände kann zusammenfassend eine positive Zukunftsprognose abgegeben werden. Diese Zukunftsprognose ergibt sich aus der vorangehenden Chancen- und Risikoberichterstattung. Die deutliche Verringerung von technischen Altlasten, die effiziente Neuaufstellung der Organisation und die stringente Ausrichtung auf den Kernfokus der Gesellschaft Risikomanagement für Unternehmenskunden mit Privatpersonen bündeln Ressourcen und geben klaren Fokus für Markt und Mitarbeiter. Aus dieser dann so gewonnen Position kann auf reliabler Grundlage eine konzentrierte Wachstumsstrategie erfolgen, mit oder ohne Partner, aber in beiden Szenarien mit Erfolg.
Neuss, 25.04.2024 gez. Michael Goy-Yun, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023CREDITREFORM BONIVERSUM GMBH, NEUSSAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Creditreform Boniversum GmbH hat ihren Sitz in Neuss. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss unter HR B 8937 eingetragen. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Nach den in § 267 HGB vorgegebenen Größenklassen gehört die Gesellschaft unter Zugrundelegung der Daten der Geschäftsjahre 2022 und 2023 zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB). Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 II HGB angewendet. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der positiven Fortführungsprognose. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibung vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis 250,00 € werden aufwandswirksam erfasst, solche über 250,00 € im Anlagevermögen langlebig aktiviert und gemäß amtlicher AfA-Tabellen abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 20 Jahren. Die geleisteten Anzahlungen des Anlagevermögens wurden mit dem Nennwert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bewertet. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Bewertung erfolgte in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge. Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Zum Abschlussstichtag werden gem. § 256a HGB auf fremde Währung lautende Vermögensgegen stände und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Vorsichtsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem angehängten Anlagenspiegel zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen 30.000,00 € (Vorjahr: 0,00 €) auf Forderungen gegen Gesellschafter. Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen 40.652,64 € (Vorjahr: 0,00 €) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Verbindlichkeiten Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 1.833.837,43 € (Vorjahr: 1.985.284,60 €), welche unter dem Bilanzposten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen entfallen 193.125,63 € (Vorjahr: 341.950,39 €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 35.000 € (Vorjahr: 0,00 €) auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Angaben zu Restlaufzeiten Forderungen mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Von dem Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten entfallen 37.495,00 € (Vorjahr: 0,00 €) mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige Pflichtangaben Anzahl der Arbeitnehmer
Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind:
Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a) HGB macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB gebrauch. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den freiwillig aufgestellten Konzernabschluss zum 31.12.2023 der Creditreform AG, Neuss, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss, einbezogen. Nachtragsbericht Seit dem Bilanzstichtag 31.12.2023 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten. Es haben sich keine wesentlichen grundsätzlichen Veränderungen des Wirtschafts- und Geschäftsumfelds ergeben, in dem wir tätig sind. Die rechtliche Unternehmensstruktur wie auch die Organisationsstruktur blieben in den ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres 2024 unverändert.
Neuss, 25.04.2024 gez. Michael Goy-Yun, Geschäftsführer
Bestätigungsvermerk "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Creditreform Boniversum GmbH, Neuss: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Creditreform Boniversum GmbH, Neuss, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Creditreform Boniversum GmbH, Neuss, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 25. April 2024 Rödl
& Partner GmbH
gez. Groll, Wirtschaftsprüfer gez. Schemann, Wirtschaftsprüfer (An dieser Stelle endet die Wiedergabe des Bestätigungsvermerks.)" Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 14.05.2024 festgestellt. |
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