C & P Digital GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Dr. Dienstuhl seit 13.6.2025 | Vorstandsmitglied |
Janina-Nathalie Rosenbaum seit 13.6.2025 | Prokura |
Arne Dr. Schneider seit 13.6.2025 | Vorsitzender des Vorstands |
Burkhard Heinrich Julius Dr. von Spreckelsen seit 13.6.2025 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Elmos Semiconductor SEEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Elmos Semiconductor SEDortmundKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.202440 Jahre ElmosGeschäftsbericht 2024Fünfjahresübersicht Elmos-Konzern (IFRS)
1 Operatives EBIT: EBIT (Ergebnis vor Zinsen und
Steuern) abzüglich Sondereffekte
(außerordentliches Ergebnis aus Verkauf der
Waferfertigung sowie Kostenoptimierungsprogramme)
Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. Brief des VorstandsvorsitzendenLiebe Aktionärinnen und Aktionäre, das abgelaufene Geschäftsjahr markierte das 40-jährige Gründungsjubiläum des Unternehmens. Im Jahr 1984 wurde EL-MOS -Elektronik in MOS-Technologie - gegründet und hat sich in vier Jahrzehnten von einem kleinen Startup zu einem weltweit führenden Anbieter für automobile Mixed-Signal-Halbeiter entwickelt. Unternehmergeist, strategischer Weitblick, der klare Fokus auf Kunden und Innovationen, aber vor allem der unermüdliche Einsatz und der einzigartige Zusammenhalt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat uns in dieser Zeit so erfolgreich gemacht. Wir alle arbeiten mit Leidenschaft und Überzeugung und sind stolz, die Erfolgsgeschichte von Elmos mitgestalten zu können. Im Jubiläumsjahr haben wir unsere positive wirtschaftliche Entwicklung trotz schrumpfender Märkte weiter fortgesetzt, erwartungsgemäß mit etwas weniger Dynamik nach dem Ende der Halbleiterallokation. Das Jahr 2024 war durch einen Bestandsabbau bei unseren Kunden gekennzeichnet. Trotzdem konnten wir den Konzernumsatz gegenüber dem Rekord des Vorjahres noch einmal steigern. Im Vergleich zu unseren Wettbewerbern ist das eine besonders starke Leistung, wie unser innovatives Produktportfolio und die Resilienz der Elmos Organisation eindrucksvoll unter Beweis stellen. Und auch der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) übertraf die hohe Zielmarge von 25%. Für diese hervorragende Leistung möchte ich mich ganz herzlich bei allen Elmos Mitarbeitenden bedanken. Neben den wirtschaftlichen Erfolgen haben wir im vergangenen Jahr auch wichtige strukturelle Meilensteine umsetzen können. Mit dem Vollzug des Verkaufs der Waferfertigung an unseren amerikanischen Partner Littelfuse ist die Transformation zu einem Fabless-Unternehmen abgeschlossen. Darüber hinaus haben wir die Konzernorganisation und die Führungsstruktur gezielt an das starke internationale Wachstum und die neuen Herausforderungen angepasst. In einer Zeit des schnellen Wandels sind wir nun noch besser aufgestellt, um neue Herausforderungen zu meistern, potenzielle Risiken proaktiv anzugehen und sich uns bietende Chancen konsequent zu nutzen. Zum Jahresende hat der langjährige Produktionsvorstand Guido Meyer das Unternehmen nach fast 30 Jahren - davon acht Jahre im Vorstand - in den Ruhestand verlassen. Über rund drei Jahrzehnte lang hat Guido Meyer maßgeblich dazu beigetragen, das Unternehmen zu hohem Wachstum und großen operativen und strukturellen Erfolgen zu führen. Im Namen von Elmos und des Vorstands möchte ich Guido Meyer großen Dank für die herausragenden Leistungen, seinen unermüdlichen Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit aussprechen. Wirtschaftliche EntwicklungNach drei intensiven Jahren mit sehr hohen Wachstumsraten befindet sich der automobile Halbleitermarkt seit Anfang 2024 in einer Normalisierungsphase. Viele unserer Kunden fokussieren sich verstärkt auf Vorrats- und Kostenoptimierungen. Dazu bewegen wir uns in einem Umfeld, das durch geopolitische Unsicherheiten und gedämpfte Konjunkturerwartungen geprägt ist. Wir begegnen diesen Herausforderungen mit einem hohen Maß an Flexibilität, Reaktionsgeschwindigkeit und Kostendisziplin. Wir tun dies auf Basis einer starken Position, die wir uns in den vergangenen Jahren erarbeitet haben. Als eines der wenigen Unternehmen der Halbleiterbranche konnten wir unsere Umsatzprognose im Geschäftsjahr 2024 erfüllen. Im Berichtsjahr 2024 erwirtschaftete Elmos einen Konzernumsatz von 581,1 Mio. Euro, ein Plus von 1,1% gegenüber dem Umsatzrekord im vergangenen Jahr. Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Ergebnisqualität von Elmos, die wir auch mit einem niedrigen Wachstum auf einem hohen Niveau halten konnten. Im Geschäftsjahr 2024 erzielten wir ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 145,8 Mio. Euro. Die operative EBIT-Marge lag entsprechend bei erfreulichen 25,1%. Inklusive der Einmal- bzw. Sondereffekte erreichte das EBIT im abgelaufenen Geschäftsjahr sogar einen Wert von 172,6 Mio. Euro. Dank unserer außergewöhnlichen finanziellen Leistungen und der hohen Wachstumschancen gilt die Elmos-Aktie als attraktives Investment im Technologiebereich. Wir sind sehr stolz, dass Elmos im Juni 2024 in den TecDAX-Index aufgestiegen ist und damit zu den 30 größten börsennotierten Technologieunternehmen in Deutschland gehört, gemessen an der Marktkapitalisierung des Streubesitzes. Die jüngsten Nachrichten aus der Automobilindustrie sowie anhaltende geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten haben die Entwicklung der Aktienkurse von Elmos und anderen Halbleiterunternehmen vor allem seit der zweiten Jahreshälfte 2024 spürbar beeinflusst. Unsere Analysten sind aber unverändert optimistisch in Bezug auf Elmos und schätzen den fairen Wert auf bis zu 110 Euro pro Aktie. Und auch wir sind zuversichtlich, dass es uns durch profitables Wachstum in Kombination mit einem klaren Fokus auf den Cashflow gelingen wird, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Auf Basis der erfolgreichen Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr schlagen wir vor, die Dividende um rund 18% spürbar anzuheben und mit unserem Dividendenvorschlag von 1,00 Euro je Aktie unsere Aktionärinnen und Aktionäre am Erfolg des Geschäftsjahres 2024 angemessen teilhaben zu lassen. Gleichzeitig behalten wir damit aber auch die notwendige finanzielle Flexibilität für die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens und für zukünftiges Wachstum. Produkt-HighlightsDie Akquise von Neugeschäft war in der jüngeren Vergangenheit sehr erfolgreich. Auch im abgelaufenen Jahr konnten wir in allen Segmenten und Regionen wieder eine Vielzahl von attraktiven Neuaufträgen gewinnen und damit unsere Position in unseren Applikationsfeldern weiter ausbauen. Unser zukunftsweisendes Produktportfolio, unsere Design-Wins und unsere Innovations-Roadmap haben wir im November des letzten Jahres im Rahmen eines Kapitalmarkttags ausführlich vorgestellt. Nachfolgend möchte ich Ihnen einige Highlights präsentieren:
Alle diese Trends steigern die Bedeutung intelligenter Elektronik in modernen Fahrzeugen und treiben den Halbleiteranteil in allen Systemen und Funktionen weiter voran. Für Elmos als innovativer, agiler und zuverlässiger Halbleiterspezialist sind die strukturellen Trends für den automobilen Halbleitermarkt sehr vielversprechend. Strategische WeiterentwicklungDas Berichtsjahr 2024 war für die strukturelle und strategische Weiterentwicklung des Unternehmens ein sehr wichtiges und überaus erfolgreiches Jahr. Mit dem Vollzug des Verkaufs der Waferfertigung an das US-Unternehmen Littelfuse für einen Verkaufspreis von rund 93 Mio. Euro ist die Transformation von Elmos zu einem Fabless-Unternehmen vollendet. Wir werden als Fabless-Unternehmen für die Herstellung unserer innovativen Halbleiter auf moderne Foundry-Technologien unserer Fertigungspartner zugreifen können, einschließlich der Waferfertigung in Dortmund auf Basis unserer langfristigen Liefervereinbarung mit Littelfuse. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Beteiligten ganz herzlich bedanken, denn wir haben mit dem Verkauf der Waferfertigung an Littelfuse für unsere Mitarbeiter, unsere Kunden, unsere Aktionäre und auch für die Halbleiterfertigung in Deutschland eine sehr gute und zukunftsfähige Lösung gefunden. Aufgrund unseres starken Wachstums, unserer deutlich größeren internationalen Präsenz und der Dynamik unserer Branche haben wir die Unternehmens- und Führungsstruktur des Elmos Konzerns neu ausgerichtet. Ab dem 1. Januar 2025 wird das neue Elmos Executive Committee (EEC) aus fünf erfahrenen Führungskräften zusätzlich zum zweiköpfigen Vorstand bestehen. Das neue EEC ist ein sehr dynamisches und sehr erfahrenes Team, welches in der Branche seinesgleichen sucht. Mit langjährigen Elmos-Mitarbeitern und neuen Führungskräften von renommierten globalen Konzernen verfügt das EEC über eine sehr gute Mischung aus internem Wissen und externer Perspektive. Wir sind überzeugt, dass die neue Führungsstruktur einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung von Elmos in der Zukunft leisten wird. Die Anforderungen der Automobilhersteller und unserer Kunden in Bezug auf Innovation, kürzere Entwicklungszyklen und wettbewerbsfähige Kosten steigen stetig. Hinzu kommen schnell wachsende und wettbewerbsintensive Märkte in Asien, insbesondere in China, verbunden mit komplexeren Lieferketten. Diesen globalen Herausforderungen wollen und müssen wir uns stellen. Dazu müssen wir auch unsere Prozesse und Strukturen ständig überprüfen. Unser Ziel muss es sein, unsere Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft kontinuierlich zu steigern, damit wir in unseren Applikationsfeldern weiterhin die Nummer eins bleiben und wir die hohen Wachstumschancen als agiles und innovatives Fabless-Unternehmen realisieren können. Aus diesem Grund haben wir zum 1. Januar 2025 die Elmos Semiconductor SE als Konzern-Holding mit vier neuen operativen GmbHs etabliert. Die neue Holdingstruktur bringt mehr Flexibilität und wichtige Vorteile für die finanzielle und steuerliche Optimierung. Diese strukturelle Neuausrichtung eröffnet uns neue Möglichkeiten, macht uns wettbewerbsfähiger und ist damit die Grundlage für die weitere erfolgreiche Entwicklung. Angesichts der geopolitischen Entwicklungen, der dynamischen Wachstumsperspektiven und eines sich verändernden Wettbewerbsumfelds haben wir unsere China-Strategie verfeinert. Elmos hat in China bereits eine starke Position und mit unseren neuen Aktivitäten werden wir unsere Stellung als wettbewerbsfähiger lokaler Halbleiterlieferant auf dem größten Automobilmarkt der Welt weiter ausbauen. Dazu haben wir im vergangenen Jahr JiWeiCheng Semiconductor (Shanghai) Co., Ltd., eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Elmos Semiconductor Singapore Pte. Ltd., Singapur, gegründet. JiWeiCheng wird Kunden in China mit Halbleitern bedienen, die mit einem zunehmend höheren lokalen Wertschöpfungsanteil in China hergestellt werden. Innerhalb weniger Monate nach Gründung von JiWeiCheng haben wir die ersten chinesischen ICs an lokale Kunden versendet - man kann also sagen, wir gehen mit China-Speed voran! NachhaltigkeitAuch beim Thema Nachhaltigkeit haben wir uns im vergangenen Jahr wieder spürbar weiterentwickelt. Neben dem weiteren Ausbau der umfangreichen ESG-Berichterstattung auf unserer Website, haben wir den Elmos Nachhaltigkeitsbericht 2024 auf Basis der neuen Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und den entsprechenden europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (European Sustainability Reporting Standards, ESRS) erstellt. Obwohl das notwendige deutsche CSRD-Umsetzungsgesetz noch immer nicht in Kraft getreten ist und die aktuelle Gesetzeslage die Erstellung des umfangreichen Berichts nach den ESRS-Standards daher noch nicht zwingend vorschreibt, haben wir uns entschlossen, den Elmos Nachhaltigkeitsbericht schon für das Jahr 2024 auf Basis der neuen, deutlich umfangreicheren und anspruchsvolleren Standards zu erstellen und zu veröffentlichen. Darüber hinaus haben wir auch im Jahr 2024 unsere Ziele zur Reduktion unserer Treibhausgasemissionen vollumfänglich erreicht. Wir sind auf einem guten Weg, die Treibhausgasemissionen unserer eigenen Aktivitäten - d.h. Scope 1 und 2 - bis zum Jahr 2026 um 40% im Vergleich zum Basisjahr 2022 zu reduzieren und bis zum Jahr 2035 für unsere eigenen Aktivitäten klimaneutral zu werden. Auch zukünftig wollen wir die hohen Ambitionen im gesamten Unternehmen und innerhalb der Lieferkette umsetzen und so einen noch größeren Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten. AusblickDas laufende Geschäftsjahr wird von anhaltenden Bestandsbereinigungen unserer Kunden sowie von geopolitischen und auch konjunkturellen Unsicherheiten geprägt sein. Aufgrund der gegenwärtigen Situation in unseren Kernmärkten verbunden mit einer aktuell geringen Visibilität gehen wir von einer weiterhin gedämpften Nachfrage in der ersten Jahreshälfte aus. Wir rechnen aber mit einer stärkeren Entwicklung im zweiten Halbjahr gegenüber den ersten sechs Monaten. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet Elmos einen Umsatz von 580 Mio. Euro ± 30 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 23% ± 3%-Punkte vom Umsatz. Das Unternehmen rechnet mit Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte abzüglich aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von rund 7% ± 2%-Punkte des Umsatzes. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet Elmos einen positiven bereinigten Free Cashflow von 7% ± 2%-Punkte des Umsatzes und damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2024: 0,9% vom Umsatz). Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, seit Gründung des Unternehmens vor mehr als 40 Jahren hat sich Elmos zu einem weltweit führenden Anbieter von analogen Mixed-Signal-ICs für die Automobilindustrie entwickelt. In unseren attraktiven Nischen spielen wir eine wichtige Rolle bei zentralen Megatrends der automobilen Zukunft. Darauf können wir bei Elmos sehr stolz sein. Gleichzeitig ist unser Umfeld aber in vielerlei Hinsicht herausfordernder und schnelllebiger geworden. Wir werden mit unverminderter Agilität, Innovationskraft, Einsatzbereitschaft und unserem großen Zusammenhalt, den Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte erfolgreich begegnen. Wir sind bereit, die strukturellen Wachstumschancen in unseren Märkten konsequent zu nutzen und fokussieren uns auf profitables Wachstum und die Steigerung des Unternehmenswerts. An dieser Stelle möchte ich dem gesamten Elmos Team nochmals für den vorbildlichen Einsatz und die herausragende Arbeit ganz herzlich danken. Mein Dank gilt auch meinen beiden Vorstandskollegen Dr. Jan Dienstuhl und Guido Meyer, den EEC-Mitgliedern sowie unseren Ankeraktionären und dem gesamten Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE. Und natürlich möchte ich mich auch bei Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, ganz herzlich für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement bedanken. Wir freuen uns, den erfolgreichen Weg gemeinsam fortzusetzen. Denn auch nach 40 Jahren sind wir bei Elmos überzeugt: Das Beste liegt noch vor uns! Vielen Dank! Bleiben Sie uns gewogen. Herzliche Grüße Ihr Dr. Arne Schneider Vorstandsvorsitzender der Elmos Semiconductor SE Vorstand und Executive Committee
40 Jahre Elmos - Zeitreise1980er JahreDie Anfänge: ELMOS - Elektronik in MOS-Technologie - wird 1984 von Prof. Dr. Günter Zimmer, Dr. Klaus Weyer und Norbert Ellenberger in Dortmund gegründet, um kundenspezifische Chips in CMOS-Technolgie herzustellen. Mit Unterstützung durch das Land NRW, lokalen Partnern sowie in Zusammenarbeit mit der TU Dortmund entsteht das erste Unternehmen im Technologiepark. Erste Erfolge: Der erste große Markterfolg ist ein Chip für das Rowenta-Bügeleisen. Der Einstieg von Knut Hinrichs als Geschäftsführer prägt die Vertriebsstrategie wesentlich und mit der Beteiligung von BMW gelingt ein entscheidender strategischer Coup in der Unternehmensgeschichte. Von nun an werden viele Unternehmen aus der Automobilindustrie auf die Elmos Produkte aufmerksam, die vollig neuartige technische Applikationen im Auto ermöglichen. 1990er JahreErfolgreicher ASIC-Hersteller: Im Jahr 1994 feiert Elmos ihr 10-jähriges Jubiläum und etabliert sich als erfolgreicher ASIC-Hersteller für die Automobilindustrie. Mit 150 Mitarbeitern und 20 Mio. produzierten ASICs folgt die ISO 9001 Zertifizierung als eines der ersten Halbleiterunternehmen. 6-Zoll-Wafer-Fertigung: Nach zahlreichen Erweiterungen seit Gründung des Unternehmens wird 1995 der Grundstein für den dritten Bauabschnitt gelegt. Gleichzeitig beginnt die Umstellung von 4- auf 6-Zoll-Wafer, um die steigende Nachfrage zu bedienen. 2000er JahreBörsengang: Elmos geht am 11. Oktober 1999 an die Börse und platziert 7,5 Mio. Aktien zu 22 Euro im Neuen Markt. Vor allem institutionelle Anleger versorgen die neue Aktiengesellschaft mit frischem Kapital und ermöglichen das weitere Wachstum. 8-Zoll-Wafer-Fertigung: Im Jahr 2005 schließt Elmos eine Kooperation mit dem Fraunhofer IMS zur 8-Zoll-Fertigung und erweitert die Produktion in Dortmund. Im September wird der Grundstein für ein neues Gebäude auf dem Elmos Campus in Dortmund gelegt. 2010er JahreVon ASICs zu ASSPs: Der Startschuss für sechs applikationsspezifische Standardproduktfamilien (ASSPs) wird 2006 gegeben. Durch den vermehrten Direktvertrieb solcher Produktreihen können Partnerschaften mit vorhandenen Kunden auf weiteren Feldern ausgebaut und neue Kunden akquiriert werden. Asien-Expansion: Im Verlaufe des Jahres 2009 expandiert Elmos in Asien, gewinnt neue Kunden und schließt eine Kooperation mit dem Foundry-Partner MagnaChip. Zudem wird der 100-millionste Chip an Autoliv geliefert. 2020er JahreInternationalisierung: Die Neugründungen in Seoul, Singapur und Shanghai im Jahr 2011 sind ein großer Schritt in Richtung Internationalität für die Zukunft. Gleichzeitig werden erste Verträge mit asiatischen Distributoren geschlossen. Strategische Entwicklungen: Societas Europaea - Nach der erfolgten Eintragung ins Handelsregister am 1. Juli 2020 firmiert die ehemalige AG nun als Elmos Semiconductor SE. Die seit den 2010er Jahren steigende Kompetenz und Relevanz von Embedded Software bei Elmos bekommt mit der Gründung der Area 21 Software GmbH 40elmosVier Jahrzehnte Innovationen: Elmos hat sich zu einem führenden Akteur im Bereich automobile Halbleitertechnologie entwickelt. Durch strategische Expansion, technologische Innovationen und erfolgreiche Partnerschaften ist das Unternehmen international gewachsen und hat sich von einem kleinen Start-up zu einem Global Player entwickelt. Weitere wichtige Meilensteine: Mit der gezielten Umsetzung der internationalen Wachstumsstrategie, mit dem Ausbau des Fertigungsnetzwerks in Asien, der Transformation zu einem Fabless-Player und auf Basis einer neuen, zukunftsweisenden Unternehmensstruktur hat Elmos eine hervorragende Grundlage für die weitere erfolgreiche Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten gelegt. Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, auch im Geschäftsjahr 2024 konnte sich Elmos in einem erneut anspruchsvollen geopolitischen und ökonomischen Umfeld erfolgreich entwickeln und trotz der nachlassenden Wachstumsdynamik aufgrund der Bestandsbereinigungen der Kunden nach dem Ende der Halbleiterallokation wiederum ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die Aufgaben, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen, sorgfältig wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens überwacht und beraten. Der Aufsichtsrat ist vom Vorstand regelmäßig, schriftlich und mündlich, über die Lage des Unternehmens umfassend und frühzeitig in Kenntnis gesetzt worden. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war er stets und unmittelbar eingebunden. In enger Abstimmung erfolgten Beratungen zur zukünftigen Neuausrichtung des Elmos Konzerns mit der Elmos Semiconductor SE als Holding und dem Übergang der Waferfertigung in Dortmund an Littelfuse, Inc. sowie dem aktuell schwierigen Marktumfeld in der europäischen Automobilindustrie. Weiterhin wurden kapitalmarktrechtliche und Nachhaltigkeitsthemen erörtert. Im Aufsichtsrat wurden die Berichte des Vorstands zu sämtlichen für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgängen ausführlich erörtert und überprüft. Sofern Gesetz oder Satzung dies vorsehen, hat der Aufsichtsrat zu den Berichten und Beschlussfassungen des Vorstands nach sorgfältiger Prüfung und eingehender Beratung Stellung genommen. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstandsvorsitzende den Vorsitzenden und auch weitere Mitglieder des Aufsichtsrats über wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. PrüfungsausschussDer Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats beschäftigt sich vor allem mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausschussarbeit ist die Auswahl und Überwachung des Abschlussprüfers. Dies schließt die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, von ihm zusätzlich erbrachte Leistungen sowie die Qualität der Abschlussprüfung mit ein. Der Prüfungsausschuss diskutiert mit dem Abschlussprüfer die Einschätzung des Prüfungsrisikos, die Prüfungsstrategie und Prüfungsplanung sowie die Prüfungsergebnisse. Darüber hinaus befasst sich der Prüfungsausschuss mit der Compliance im Unternehmen. Der Prüfungsausschuss besteht aus zwei Mitgliedern, den beiden Finanzexperten im Aufsichtsrat Dr. Klaus Weyer (Vorsitzender) und Dr. Dirk Hoheisel. Beide Mitglieder im Prüfungsausschuss sind vom Unternehmen und vom Vorstand unabhängig (wie auch alle anderen Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat) und verfügen über umfassende Kenntnisse auf den Gebieten der Rechnungslegung, der Abschlussprüfung und interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme sowie Nachhaltigkeit. An den Sitzungen des Prüfungsausschusses nehmen zeitweise auch der Vorstandsvorsitzende und der Chief Financial Officer der Gesellschaft sowie der Abschlussprüfer teil. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2024 drei Mal: am 27. Februar, am 31. Juli und am 11. Dezember 2024 sowie im Jahr 2025 bisher am 17. Februar 2025. Die Sitzungen des Prüfungsausschusses fanden zum Teil als Videokonferenzen statt. Die Teilnahme der Ausschussmitglieder war an allen Sitzungen vollständig. In seinen Sitzungen beriet der Prüfungsausschuss über das Risikomanagement, die Compliance, das interne Kontrollsystem und die interne Revision. Darüber hinaus erörterte der Prüfungsausschuss die Qualität der Abschlussprüfung, den Prüfungsauftrag, zusätzliche Leistungen sowie die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und legte die Schwerpunkte für die Abschlussprüfung fest. Ein weiteres Thema waren die Vorbereitungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und der Stand des entsprechenden Gesetzgebungsverfahrens in Deutschland. An diesen Beratungen nahm zeitweise der Abschlussprüfer teil. Der Prüfungsausschuss berät sich mit dem Wirtschaftsprüfer teilweise auch ohne Anwesenheit des Vorstands. Weitere Themen in den Sitzungen waren aktuelle Bilanzierungsthemen, Neuerungen in der Rechnungslegung sowie weitere aktuelle Themen. Sitzungen des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2024 fanden insgesamt vier ordentliche Sitzungen des gesamten Aufsichtsrats statt: am 28. Februar, am 15. Mai, am 3. September und am 12. Dezember. Am 6. März 2025 fand eine Aufsichtsratssitzung mit dem Schwerpunkt der Beratung und Feststellung des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses 2024 statt, an welcher zeitweise auch der Abschlussprüfer der Gesellschaft teilnahm. Der Aufsichtsrat informierte sich während der Sitzungen im Berichtsjahr auf Basis von schriftlichen und mündlichen Berichten des Vorstands und der Gäste eingehend über die jeweils aktuelle Entwicklung, die Lage der Gesellschaft und aktuelle geschäftspolitische Entscheidungen. Auf Basis dieser ausführlichen Erläuterungen fasste der Aufsichtsrat die erforderlichen Beschlüsse. Wo notwendig, wurden die entsprechenden Beschlüsse von Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam gefasst. Im Aufsichtsrat wurde regelmäßig über die aktuelle Absatz-, Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft sowie über die zukünftigen Aussichten beraten. Detailliert wurde die Lage der Konzerngesellschaften sowie die strategische Entwicklung des Konzerns über das Berichtsjahr hinaus behandelt. Ein Schwerpunkt der Diskussionen im Aufsichtsrat war die aktuelle Lage der europäischen Automobil- und Halbleiterindustrie, das Budget für das nächste Geschäftsjahr sowie Maßnahmen zur Kostenoptimierung. Die Beratungen des Aufsichtsrats mit dem Vorstand betrafen vor allem die zukünftige Struktur des Elmos Konzerns mit dem Wechsel zu einem zweiköpfigen Vorstand und einem fünfköpfigen Elmos Executive Committee (EEC) mit der entsprechenden Ressortzuteilung. Der Aufsichtsrat befasste sich zudem mit den Vertragsverlängerungen von Dr. Arne Schneider und Dr. Jan Dienstuhl. Eine Abstimmung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand erfolgte auch bezüglich der Vorbereitungen des Vollzugs des Verkaufs der Waferfertigung in Dortmund an Littelfuse, Inc. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Stand der akquirierten Aufträge aus den letzten Jahren sowie neuer Design Wins verbunden mit der Umsatzplanung und aktuellen Entwicklungen in den verschiedenen Produktsegmenten. Der Aufsichtsrat beriet zudem über die nächsten Technologiegenerationen. Diskutiert wurde außerdem über Wachstumsstrategien und die strategische Aufstellung des Unternehmens in China. Weitere Themen im Aufsichtsrat waren die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats, die Ziele des Vorstands - auch in Bezug auf Nachhaltigkeit - die Durchführung der Hauptversammlung 2024 sowie der Halbjahresabschluss 2024. Der Aufsichtsrat informierte sich auch durch die Berichte des Prüfungsausschusses über die Prüfungsschwerpunkte und erörterte die Finanzberichte. Der Aufsichtsrat erfüllte seine Prüfpflichten im Zusammenhang mit dem Abschlussprüfungsreformgesetz. So überwachte er die Qualität des Abschlussprüfers bei der Abschlussprüfung, die Einhaltung der Vorschriften zu Nichtprüfungsleistungen sowie die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Wie in den vorherigen Geschäftsjahren informierte sich der Aufsichtsrat über das Risikomanagementsystem und seine Schwerpunkte, welches im Geschäftsjahr 2024 erstmals um die neuen Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz erweitert wurde. Der Aufsichtsrat befasste sich außerdem mit dem Bericht des Prüfungsausschusses über das interne Kontrollsystem, den Rechnungslegungsprozess sowie die Compliance. Darüber hinaus behandelte er eingehend die Inhalte und das Format für die nächste ordentliche Hauptversammlung am 15. Mai 2025. Aufgrund der Empfehlung des Vorstands, der positiven Erfahrungswerte mit virtuellen Hauptversammlungen der letzten Jahre sowie aufgrund des Trends bei Börsengesellschaften in Deutschland wurde beschlossen, vorbehaltlich einer anderslautenden späteren Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat, die ordentliche Hauptversammlung 2025 wieder im virtuellen Format vorzubereiten und durchzuführen. Sitzungen des Aufsichtsrats fanden als Präsenzveranstaltungen statt, mit Ausnahme der Sitzung am 12. Dezember 2024, bei der ein Aufsichtsratsmitglied per Videokommunikation an der Sitzung teilnahm. Die Teilnahme der Mitglieder des Aufsichtsrats an allen Sitzungen war vollständig. Teilweise fanden die Beratungen ohne Anwesenheit des Vorstands statt. Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses In seiner Sitzung am 6. März 2025 hat sich der Aufsichtsrat unter Hinzuziehung der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, Niederlassung Dortmund, und des Berichts des Prüfungsausschusses mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2024 befasst. Der nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 und der Lagebericht der Elmos Semiconductor SE, der mit dem Konzernlagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist ("zusammengefasster Lagebericht"), wurden gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2024 und der anschließenden Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, Niederlassung Dortmund, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss der Elmos Semiconductor SE wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt sowie um die nach § 315e Abs. 1 HGB vorgesehenen Angaben ergänzt. Auch der Konzernabschluss nach IFRS und der zusammengefasste Lagebericht haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers erhalten. Die Jahresabschlussunterlagen, der Geschäftsbericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet worden. Der Vorstand hat die Unterlagen in der Sitzung des Aufsichtsrats am 6. März 2025 zusätzlich mündlich erläutert. Die Wirtschaftsprüfer berichteten in dieser Sitzung über die Ergebnisse ihrer Prüfung einschließlich der Key Audit Matters. Auch im Rahmen der Festlegung der Prüfungsschwerpunkte sowie im Verlauf der Prüfungsdurchführung fand zu verschiedenen Zeitpunkten eine Kommunikation zwischen Aufsichtsrat und Abschlussprüfer statt. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses der Elmos Semiconductor SE, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sowie des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und den Jahresabschluss der Elmos Semiconductor SE und den Konzernabschluss für den Elmos-Konzern gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Abschlussprüfer führte außerdem eine formelle Prüfung des Vergütungsberichts auf die durch das Aktienrecht vorgegebenen Angaben durch und erstellte einen gesonderten Vermerk, der dem Vergütungsbericht beigefügt ist. Der geprüfte Vergütungsbericht wird gemäß § 120a Abs. 4 AktG der nächsten Hauptversammlung am 15. Mai 2025 zur Billigung vorgelegt werden. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor zu beschließen, für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 404,4 Mio. Euro (gemäß HGB) auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Ferner prüfte der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Sitzung am 6. März 2025 den Nachhaltigkeitsbericht der Gesellschaft. Vergütungssysteme für Aufsichtsrat und VorstandDie Hauptversammlung vom 15. Mai 2024 hat Änderungen am Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beschlossen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wird der nächsten Hauptversammlung am 15. Mai 2025 zur Billigung vorgelegt. Corporate GovernanceAufsichtsrat und Vorstand arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen und sind der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes verpflichtet. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich auch im Geschäftsjahr 2024 mit den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Aufsichtsrat und Vorstand haben im Mai 2024 gemeinsam eine aktualisierte Erklärung gemäß § 161 AktG bzgl. der Erfüllung der Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom 28. April 2022 abgegeben. Diese und alle bisherigen Entsprechenserklärungen sind unter www.elmos.com dauerhaft zugänglich. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat bzw. der Hauptversammlung gegenüber offen zu legen sind, traten nicht auf. Die Gesellschaft informierte und unterstützte die Mitglieder des Aufsichtsrats regelmäßig bezüglich neuer Gesetze und aktueller Rechtsprechung zu relevanten Themen, beispielsweise den erweiterten Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung oder dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). Weitere Angaben zu Corporate Governance befinden sich im vorliegenden Geschäftsbericht. Besetzung von Aufsichtsrat und VorstandGuido Meyer, Mitglied des Vorstands für Produktion, hat den Vorstand der Elmos Semiconductor SE zum 31. Dezember 2024 verlassen. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Meyer für sein großes Engagement und für die herausragenden Leistungen in seiner 30-jährigen Unternehmenszugehörigkeit, davon acht Jahre als Produktionsvorstand. Ansonsten gab es keine personellen Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand im Geschäftsjahr 2024. Der Aufsichtsrat hat den bis zum Ende Dezember 2025 laufenden Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden Dr. Arne Schneider um weitere fünf Jahre bis Ende Dezember 2030 sowie den Dienstvertrag von Dr. Jan Dienstuhl, Vorstand für Entwicklung und Vertrieb, bis Dezember 2029 verlängert. Dr. Klaus Weyer und Dr. Dirk Hoheisel erfüllen als Finanzexperten im Aufsichtsrat die gesetzlichen Anforderungen an Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung bzw. Abschlussprüfung und verfügen darüber hinaus über Expertise im Bereich Nachhaltigkeit. Alle vier Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat, Dr. Klaus Weyer, Prof. Dr. Günter Zimmer, Dr. Dirk Hoheisel und Dr. Volkmar Tanneberger, sind von der Gesellschaft und vom Vorstand unabhängig. Kein Mitglied im Aufsichtsrat ist im Vorstand eines anderen Unternehmens tätig oder nimmt weitere Aufsichtsrats- oder vergleichbare Mandate wahr. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats stellt die ordnungsgemäße Wahrnehmung seiner Aufgaben nach Gesetz und Satzung mit den erforderlichen Kenntnissen, Fähigkeiten sowie fachlichen und unternehmerischen Erfahrungen zum Wohle des Unternehmens sicher. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem gesamten Vorstand für ihre hervorragende Arbeit und ihren außerordentlichen Einsatz in einem sehr herausfordernden und erneut erfolgreichen Geschäftsjahr 2024.
Dortmund, 6. März 2025 Für den Aufsichtsrat Dr. Klaus Weyer, Aufsichtsratsvorsitzender Aufsichtsrat
Erklärung zur UnternehmensführungGemäß §§ 289f und 315d HGB einschließlich Corporate Governance BerichtIm nachfolgenden Kapitel berichtet der Vorstand - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Grundsatz 23 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) über die Corporate Governance bei Elmos. Vorherige Erklärungen zur Unternehmensführung können unter www.elmos.com abgerufen werden. Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)Für Aufsichtsrat und Vorstand der Elmos bedeutet Corporate Governance die Umsetzung einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Unternehmensführung mit einer angemessenen Transparenz in allen Bereichen des Konzerns. Aufsichtsrat und Vorstand haben sich auch im Geschäftsjahr 2024 mit den Vorgaben des DCGK beschäftigt. Im Mai 2024 haben sie die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG bezogen auf den DCGK in der aktuellen Fassung vom 28. April 2022 gemeinsam abgegeben. Abgesehen von den darin erklärten Abweichungen wird allen Empfehlungen des DCGK entsprochen. Alle bisher abgegebenen Entsprechenserklärungen sind unter www.elmos.com veröffentlicht. ComplianceDie Steuerung und Überwachung der Compliance im Konzern ist eine der Aufgaben des Gesamtvorstands und der Vorstandsmitglieder in ihren jeweiligen Ressorts. Zur Einhaltung von geltendem Recht und Gesetz sowie aller internen Regeln und Richtlinien verfügt Elmos über ein Compliance Management System (CMS). Elmos hat bereits 2022 die Angemessenheit und Implementierung ihres Compliance Management Systems (CMS) von einer externen, unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach dem IDW Prüfungsstandard "Grundsätze ordnungsmäßiger Prüfung von Compliance Management Systemen (IDW PS 980)" prüfen lassen. Als Ergebnis der Prüfung wurde festgestellt, dass die implementierten Regelungen des CMS in der CMS-Beschreibung in Übereinstimmung mit den angewandten CMS-Grundsätzen in allen wesentlichen Belangen angemessen, geeignet und implementiert sind. Elmos hat die Compliance Prüfung gemäß IDW PS 980 mit der Wirksamkeitsprüfung im Geschäftsjahr 2024 erfolgreich abgeschlossen. Die Interne Revision hat auch im Geschäftsjahr 2024 nicht-anlassbezogene Prüfungen in verschiedenen Unternehmensbereichen sowie in der Zusammenarbeit mit OSAT-Partnern (Outsourced Semiconductor Assembly and Test) durchgeführt. Die Evaluierung der Prüfberichte dient der Verbesserung und Weiterentwicklung des CMS. Elmos hat das Ziel, die Compliance innerhalb des Konzerns stetig zu verbessern und als integralen Bestandteil der Elmos-Kultur weiter auszubauen. Der Elmos-Verhaltenskodex dient den Mitarbeitern des Elmos-Konzerns als Orientierungsrahmen im Hinblick auf ihr Handeln und Verhalten. Hierin sind die im Unternehmen gültigen Regeln und Grundsätze niedergelegt. Der Verhaltenskodex wird regelmäßig aktualisiert, zuletzt im Februar 2025, und durch Schulungen vermittelt. Um die anspruchsvollen Compliance-Grundsätze nicht nur im Konzern, sondern auch innerhalb der Lieferkette durchzusetzen, verpflichten wir unsere Lieferanten und Geschäftspartner mit dem Elmos Supplier Code of Conduct, in all ihren unternehmerischen Aktivitäten, Handlungen und Entscheidungen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und die jeweils geltenden Gesetze sowie alle sonstigen maßgeblichen Bestimmungen der Länder, in denen sie tätig sind, strikt zu beachten. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss werden mindestens einmal jährlich über das CMS, die Ergebnisse der Internen Revision sowie über eingeleitete Maßnahmen informiert. Im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung des CMS werden jährliche Schwerpunktthemen festgelegt. Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratAufsichtsrat und Vorstand fühlen sich gemeinsam zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung des Konzerns verpflichtet. Ihr oberstes Ziel ist es, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der Vorstand bestand bis zum 31. Dezember 2024 aus drei Mitgliedern, seit dem 1. Januar 2025 aus zwei Mitgliedern. Die Mitglieder des Vorstands tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Bereiche; gemeinsam tragen sie die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung, der Geschäftsordnung für den Vorstand und den Beschlüssen der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft nach außen. Ihm obliegen die Konzernleitung, die Festlegung und Überwachung der strategischen Ausrichtung und der Unternehmensziele sowie die Konzernfinanzierung. Um den Vorstand bei strategischen und operativen Aufgaben zu unterstützen, wurde ab dem 1. Januar 2025 das Elmos Executive Committee (EEC) gegründet. Das EEC besteht neben den beiden Vorstandsmitgliedern aus fünf weiteren Führungskräften. Das EEC tagt in der Regel einmal wöchentlich. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, umfassend und zeitnah über für das Unternehmen bedeutende Entwicklungen und Ereignisse. Der Aufsichtsrat bestellt und überwacht den Vorstand und berät ihn bei der Führung der Geschäfte. Der Aufsichtsrat sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine rechtzeitige und langfristige Nachfolgeplanung im Vorstand. Hierzu finden regelmäßig Gespräche statt. Dabei werden die jeweiligen Vertragsverhältnisse bezüglich der restlichen Dauer der Bestellung und mögliche Vertragsverlängerungen erörtert, und es wird über Neubestellungen entschieden. Der Aufsichtsrat hat den bis zum Ende Dezember 2025 laufenden Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden Dr. Arne Schneider um weitere fünf Jahre bis Ende Dezember 2030 sowie den Dienstvertrag von Dr. Jan Dienstuhl, Vorstand für Entwicklung und Vertrieb, bis Dezember 2029 verlängert. Aufsichtsrat und Vorstand arbeiten eng und vertrauensvoll zusammen. In grundlegende Entscheidungen wird der Aufsichtsrat vom Vorstand eingebunden. Die Geschäftsordnungen der beiden Organe regeln u.a. diese Zusammenarbeit. Eine detaillierte Zusammenfassung über die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2024 befindet sich im Bericht des Aufsichtsrats. Nachhaltigkeits- und Zukunftsthemen werden, auch schwerpunktmäßig, durch den gesamten Aufsichtsrat behandelt. Das Gesamtgremium diskutiert und verabschiedet zusammen mit dem Vorstand auch die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens und ESG-Ziele, wie zum Beispiel die Reduktion der Treibhausgasemissionen. Der Vorsitzende berichtet den Aktionären über die Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr auf der jeweils folgenden Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE besteht aus sechs Mitgliedern. Entsprechend der Beteiligungsvereinbarung der SE setzt er sich aus vier Vertretern der Anteilseigner und zwei Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Die Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung gewählt, die Arbeitnehmervertreter von der Belegschaft. Der amtierende Aufsichtsrat der SE wurde am 20. Mai 2021 von der Hauptversammlung gewählt bzw. durch die Beteiligungsvereinbarung der SE eingesetzt. Die Amtszeit der Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt sechs Jahre. Die nächste reguläre Wahl zum Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE findet im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2027 statt. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss gebildet. Nähere Angaben zur Tätigkeit und Zusammensetzung des Prüfungsausschusses befinden sich im Bericht des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat hat Ziele und Grundsätze im Hinblick auf seine Zusammensetzung festgelegt und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erstellt. Hierzu gehören neben internationaler Erfahrung, technischem und unternehmerischem Sachverstand, strategischem Weitblick und Kenntnis des Unternehmens ebenso branchenspezifisches Know-how und Vielfalt sowie Erfahrung in der Rechnungslegung, der Abschlussprüfung und internen Kontrollverfahren. Jegliche Interessenkonflikte sind zu vermeiden. Die oben genannten Ziele sind bei der aktuellen Besetzung des Aufsichtsrats und auch des Prüfungsausschusses umgesetzt worden. Sie werden auch bei zukünftigen Nominierungen Berücksichtigung finden. Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Klaus Weyer und Prof. Dr. Günter Zimmer werden trotz langjähriger Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat als unabhängig gesehen. Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat ist von einer umfassenden Kenntnis des Geschäfts der Gesellschaft geprägt. Durch ihre langjährige Erfahrung und ihr unbeeinflusstes und objektives Urteilsvermögen tragen sie wesentlich zur erfolgreichen Arbeit des Aufsichtsrats bei. Die langjährige Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat ist lediglich ein Indikator für eine mögliche fehlende Unabhängigkeit. Bei der Beurteilung der Unabhängigkeit von Gremienmitgliedern ist vielmehr eine über die formal-typisierten Indizien hinausgehende Gesamtschau erforderlich. Die beiden Mitglieder des Prüfungsausschusses Dr. Klaus Weyer und Dr. Dirk Hoheisel verfügen jeweils über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontroll- und Risikomanagementsystemen sowie über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Abschlussprüfung. Dazu gehört auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung. Dr. Klaus Weyer verfügt unter anderem aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Management Consultant, Geschäftsführer und Mitglied des Vorstands und des Aufsichtsrats der Elmos über Sachverstand auf den genannten Gebieten. Herr Dr. Dirk Hoheisel verfügt unter anderem aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Bereichsvorstand und Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH über Sachverstand auf den genannten Gebieten. Die Qualifikationsmatrix für den Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE gestaltet sich wie folgt: Qualifikationsmatrix der Mitglieder des Aufsichtsrats der Elmos Semiconductor SE
Gemäß D.12 des DCGK nimmt der Aufsichtsrat regelmäßig eine Selbstbeurteilung vor, wie wirksam der Aufsichtsrat insgesamt und sein Prüfungsausschuss seine jeweiligen Aufgaben erfüllt. So bewertet er mithilfe von Fragebögen einmal jährlich deren Effizienz und Effektivität der Aufgabenerfüllung. Entsprechend der Ziffer B.2 des DCGK beschäftigt sich der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand außerdem mit der langfristigen Planung der Nachfolge im Vorstand. Hierzu werden bedarfsgerecht Gespräche auch zum Planungshorizont und zu erforderlichen Qualifikationen geführt. Umsetzung einer gleichberechtigten Teilhabe und DiversitätIm Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen haben Aufsichtsrat und Vorstand zum 30. Juni 2022 Mindestquoten für den Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand sowie in der ersten und zweiten Führungsebene zur Zielerreichung bis zum 30. Juni 2027 festgelegt. Die Mindestquoten lauten wie folgt: 0% für Aufsichtsrat und 0% für Vorstand, 7,14% für die erste und 6,67% für die zweite Führungsebene. Derzeit sind sowohl im Aufsichtsrat als auch im Vorstand keine Frauen vertreten. Die Elmos Semiconductor SE entscheidet bei der Besetzung von Vorstandspositionen bzw. bei der Nominierung von Aufsichtsratskandidaten stets nach bester Qualifikation, Erfahrung und Eignung zum Wohle des Unternehmens. Elmos ist mit der aktuellen Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand sehr gut aufgestellt. Aufgrund der stark technischen Ausrichtung des Unternehmens insbesondere mit dem Fokus auf Elektrotechnik, Halbleiter- und Mikrotechnologie haben Führungskräfte bei Elmos zum größten Teil technische Studiengänge abgeschlossen. Für ingenieurwissenschaftliche Fächer besteht ein allgemeiner Mangel an Nachwuchskräften, wobei Frauen sich noch seltener für Ingenieursberufe entscheiden als Männer. Aus diesem Grund stehen deutlich weniger weibliche als männliche hochqualifizierte und erfahrene Kandidaten für die Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat zur Verfügung. In der ersten Führungsebene konnte im Geschäftsjahr 2024 die Zielquote mit knapp 7% nicht ganz erfüllt werden. Zwar blieb die Anzahl der weiblichen Bereichsleiter unverändert, jedoch stieg die Gesamtanzahl der Bereichsleiter leicht an. Der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene übertraf mit knapp 12% die Zielgröße und den Wert des Vorjahres. Alle Angaben beziehen sich auf die Beschäftigten der Elmos Semiconductor SE in Deutschland zum 31. Dezember 2024. Unabhängig von der Erfüllung aller gesetzlichen Anforderungen, legt Elmos einen hohen Wert auf Chancengleichheit sowie Mitarbeitervielfalt und fördert eine Unternehmenskultur, die auf Wertschätzung, Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt basiert. In unserem Unternehmen sind männliche, weibliche und diverse Arbeitnehmer grundsätzlich gleichgestellt. Alle unsere Mitarbeiter werden unabhängig des Geschlechts auf Grundlage ihrer Qualifikation und ihrer Fähigkeiten eingestellt und gefördert. Wir setzen unternehmensweit auf eine geschlechterunabhängige Förderung und achten bei Bewerbern auf Eignung, Leistungsbereitschaft und Know-how. Elmos verfolgt für die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat - wie auch im gesamten Unternehmen - ein an Nichtdiskriminierung ausgerichtetes Diversitätskonzept. Ziel dieses Konzeptes ist es, eine angemessene Vielfalt im Hinblick auf den beruflichen Erfahrungshintergrund, insbesondere in Bezug auf die Industrie, die Regionen und die Unternehmenszugehörigkeit, den Bildungshintergrund sowie die persönlichen Charaktereigenschaften, zu erreichen. Diese Aspekte sind in der aktuellen Besetzung der Organe berücksichtigt. Grundsätzlich ist die Eignung einer Person für eine Aufgabe ausschlaggebend für eine Beschäftigung im Unternehmen, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, ethnischer oder sozialer Herkunft, Nationalität, Religion, Weltanschauung, politischer Einstellung, Behinderung, Alter, Familienstand oder sexueller Identität und Orientierung. Hauptversammlung, Finanzberichterstattung und Investor RelationsAktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr. Sie erhalten termingerecht die Tagesordnung, Informationen zur Teilnahme und auf Wunsch auch den Geschäftsbericht. Wesentliche Dokumente zu aktuellen und vergangenen Hauptversammlungen sowie weitere Erläuterungen zur Teilnahme an der Hauptversammlung und Stimmabgabe sind auf unserer Website - auch in englischer Sprache - verfügbar oder können bei der Gesellschaft angefordert werden. Aktionäre, die nicht an der Hauptversammlung teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihre Stimmrechte entsprechend ihrer Weisung durch von Elmos ernannte Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 10. Mai 2023 ermächtigt, die Hauptversammlung bis zum 9. Mai 2028 ohne physische Präsenz abzuhalten (virtuelle Hauptversammlung). Aufgrund der Erfahrungen aus den letzten Jahren erachten Aufsichtsrat und Vorstand die Flexibilität, Hauptversammlungen entweder in Präsenz oder virtuell abzuhalten, als notwendig und vorteilhaft für die Gesellschaft. Der Vorstand wird jedoch vor jeder Hauptversammlung, auch unter Berücksichtigung des Austauschs mit Aktionären abwägen und über das Format der Hauptversammlung im besten Interesse der Gesellschaft und der Aktionäre entscheiden. Nach eingehender Beratung und Diskussion im Vorstand und Aufsichtsrat und der positiven Erfahrungswerte der virtuellen Hauptversammlungen der letzten Jahre soll vorbehaltlich einer anderslautenden späteren Beschlussfassung die ordentliche Hauptversammlung 2025 wieder als virtuelle Hauptversammlung vorbereitet und durchgeführt werden. Wichtige Termine für die Aktionäre werden jährlich in einem Finanzkalender veröffentlicht. Alle Zwischenmitteilungen, Halbjahres- und Geschäftsberichte sowie umfassende Informationen über das Unternehmen sind unter www.elmos.com in deutscher und englischer Sprache abrufbar. Der Vorstand berichtet viermal im Jahr über die Geschäftsentwicklung, die aktuelle Lage sowie über den Ausblick des Unternehmens. Darüber hinaus informiert der Vorstand und Investor Relations regelmäßig Analysten, Investoren, Presse und Öffentlichkeit über die aktuelle Entwicklung des Unternehmens u.a. im Rahmen von Roadshows, Konferenzen oder Unternehmensmitteilungen. Bei Bedarf informiert die Elmos Semiconductor SE mittels Adhoc-Publizität über nicht öffentlich bekannte Informationen, die geeignet sein könnten, im Fall ihres Bekanntwerdens den Börsenpreis der Elmos-Aktie erheblich zu beeinflussen (sog. Insiderinformationen). Die Investor-Relations-Abteilung steht darüber hinaus für Fragen der Stakeholder zur Verfügung. RisikenZum Erfolg einer guten Corporate Governance gehört auch ein verantwortungsvoller Umgang mit Risiken. Hierüber wird der Aufsichtsrat regelmäßig vom Vorstand unterrichtet. Informationen über das Risikomanagement- sowie das interne Kontrollsystem befinden sich im zusammengefassten Lagebericht unter "Chancen und Risiken". AbschlussprüfungVor Unterbreitung eines Vorschlags zur Wahl des Abschlussprüfers holte der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats auch für das Geschäftsjahr 2024 vom Prüfer eine Unabhängigkeitserklärung ein. Zweifel an der Unabhängigkeit wurden nicht festgestellt. Der Aufsichtsrat hat entsprechend Ziffer D.8 des DCGK mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass ihm dieser über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Ebenso legte er entsprechend Ziffer D.9 des DCGK fest, dass der Prüfer den Aufsichtsrat informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er Abweichungen von der vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum Kodex ermittelt. Solche Unstimmigkeiten wurden nicht festgestellt. Darüber hinaus diskutierte entsprechend Ziffer D.10 des DCGK der Prüfungsausschuss mit dem Abschlussprüfer die Einschätzung des Prüfungsrisikos, die Prüfungsstrategie und die Prüfungsplanung sowie die Prüfungsergebnisse. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat sich regelmäßig mit dem Abschlussprüfer über den Fortgang der Prüfung ausgetauscht und dem Ausschuss hierüber berichtet. Aktienbasierte VergütungsprogrammeElmos hat aktienbasierte Vergütungsmodelle für Führungskräfte und Vorstandsmitglieder aufgelegt. Der Börsenkurs ist für unsere Aktionäre ein zentrales Kriterium bei einer Investition in das Unternehmen. Die Anknüpfung bestimmter Vergütungsbestandteile an den Börsenkurs ist daher ein Leistungsanreiz für die Bezugsberechtigten. Weitere Informationen hierzu befinden sich im Konzernanhang. Vergütungssystem/VergütungsberichtDie Hauptversammlung vom 10. Mai 2023 billigte das geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands gemäß § 87a Abs. 1 und 2 Satz 1 AktG. Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats wurde von der Hauptversammlung am 15. Mai 2024 gemäß § 113 Abs. 3 AktG beschlossen. Änderungen am Vergütungssystem für den Vorstand werden der nächsten Hauptversammlung am 15. Mai 2025 zur Billigung vorgelegt. Eine Beschreibung der Vergütungssysteme befindet sich auf der Website unter www.elmos. com/ueber-elmos/investor/corporate-governance.html. Der Vergütungsbericht gemäß § 162 AktG wird einschließlich des Vermerks des Abschlussprüfers nach der Beschlussfassung über die Billigung durch die Hauptversammlung 2025 auf der Website der Elmos Semiconductor SE unter www.elmos.com/ueber-elmos/investor/corpo-rate-governance.html öffentlich gemacht. Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (Managers' Transactions)Geschäfte mit Elmos Aktien, Schuldtiteln der Gesellschaft oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente von Vorstand und Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE und Personen die Führungsaufgaben im Unternehmenwahrnehmen (bei Elmos: Mitglieder des Elmos Executive Committees) sowie deren nahestehenden Personen sind der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) umgehend (innerhalb von drei Geschäftslagen) mitzuteilen (Art. 19 Abs. 1 der Marktmissbrauchsverordnung (MAR)). Elmos ist wiederum verpflichtet, diese Mitteilungen ebenfalls unverzüglich (spätestens zwei Geschäftslage nach Zugang der Mitteilung) europaweit zu verbreiten und an das Unternehmensregister sowie der BaFin zu übermitteln. Die Veröffentlichungen erfolgen darüber hinaus auf der Elmos Website im Bereich Investor/Corporate Governance in deutscher und englischer Sprache. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex 2024Die Entsprechenserklärung vom Mai 2023 ersetzend erklären Vorstand und Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE gemäß § 161 Aktiengesetz: I. Zukunftsbezogener TeilDie Elmos Semiconductor SE wird den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (kurz: DCGK) in der aktuellen Fassung vom 28. April 2022 (Bekanntgabe im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 27. Juni 2022) zukünftig mit den hier genannten Ausnahmen entsprechen:
II. Vergangenheitsbezogener TeilDen Empfehlungen des DCGK in der aktuellen Fassung vom 28. April 2022 (Bekanntgabe im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 27. Juni 2022) wurde seit Abgabe der Entsprechenserklärung im Mai 2023 mit den unter I. genannten Ausnahmen entsprochen.
Dortmund, im Mai 2024 Für den Aufsichtsrat Für den Vorstand Dr. Klaus Weyer Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Arne Schneider, Vorstandsvorsitzender Elmos ProduktnutzenUmweltschutz, Sicherheit, KomfortIn der 40-jährigen Unternehmensgeschichte hat sich Elmos als eines der weltweit erfahrensten Unternehmen für Analog-Mixed-Signal-Halbleiter im Automobilbereich etabliert. Mit einzigartigen Lösungen begleitet Elmos den strukturellen Wandel der Automobilindustrie und gestaltet so die Mobilität von Morgen entscheidend mit. Unsere zukunftsweisenden Produkte bilden die Schnittstelle zwischen der analogen und der digitalen Welt und sorgen für mehr Sicherheit, Effizienz, Komfort und Umweltschutz. Wir sind in vielen unserer Applikationsfelder weltweit führend und entwickeln kontinuierlich intelligente Innovationen, die einen Mehrwert für unsere Kunden und die Endverbraucher bieten. Automotive Anwendungen (Umsatzanteil im GJ 2024: 92%)Als Spezialist für zukunftsweisende Applikationen rund um das Fahrzeug bieten unsere ICs (integrierte Schaltkreise) richtungsweisende Lösungen für die Herausforderungen der globalen automobilen Megatrends und ermöglichen den Einsatz von intelligenter Elektronik in der modernen Fahrzeugarchitektur. Das innovative Produktportfolio von Elmos unterstützt das autonome Fahren, ist ein wichtiger Bestandteil moderner Fahrerassistenzsysteme (ADAS), verbessert den Umweltschutz durch verbrauchsoptimierte oder emissionsfreie Antriebe, erhöht die Effizienz von Systemen im gesamten Fahrzeug, ermöglich den Aufbau moderner Bordnetze und Software-Funktionen und maximiert Sicherheit, Komfort und Wohlbefinden von Fahrern und Passagieren. Ultraschall UmfelderfassungEin besonders großer Fokus von Elmos sind Anwendungen im Bereich der Sicherheit von Fahrzeuginsassen und anderen Verkehrsteilnehmern. Für maximale Sicherheit in modernen Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und beim autonomen oder teilautonomen Fahren sind Elmos ICs für Ultraschallsensoren unverzichtbar, da sie eine sehr präzise Erfassung der Umgebung rund um das Fahrzeug ermöglichen. Bei der Entfernungsmessung und Umfelderfassung mit Ultraschallsensor-ICs handelt es sich um eine seit langem bewährte, zuverlässige und sehr effiziente Schlüsseltechnologie. Als Marktführer hat Elmos bereits mehr als 1 Milliarde Ultraschall ICs weltweit geliefert. Elmos Ultraschall ICs unterstützen moderne Fahrerassistenzsysteme durch eine exakte Umfelderfassung im 360-Grad-Bereich von bis zu sechs Metern bei niedrigen Geschwindigkeiten, zum Beispiel in der Stadt oder bei stockendem Verkehr auf der Autobahn. Ultraschall-Systeme sind extrem zuverlässig, unabhängig von Licht- oder Witterungsverhältnissen, durch den geringen Bauraum sehr flexibel einsetzbar und kostengünstig. Die Umfeldsensorik mit Elmos Ultraschall ICs erkennt Hindernisse, Fußgänger, Radfahrer oder Tiere extrem schnell und sehr genau. In Notsituationen reagieren die automatisierten Systeme oft deutlich schneller als der Mensch und können so Unfälle verhindern oder den Aufprall zumindest reduzieren, etwa durch Notfallbremsassistenten. Die neuste Generation der Elmos Ultraschall ICs mit KI-basierter Sensortechnologie ermöglicht eine noch präzisere Umfelderfassung rund um das Fahrzeug in nahezu Echtzeit, wobei gleichzeitig Störsignale, z.B. durch Kopfsteinpflaster, sicher erkannt und von echten Gefahren rund um das Auto unterschieden werden können. Damit lassen sich Hindernisse noch früher und genauer erkennen als bisher. Die neuste Generation von Elmos Ultraschall-ICs benötigt trotz deutlich höherer Performance zudem nur noch rund ein Viertel an Energie gegenüber den bisherigen ICs. Diese zukunftsweisende Weiterentwicklung wird vor allem beim autonomen Fahren im Level L2 bis L4 und in Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen. Neben der erhöhten Sicherheit sorgen Ultraschall-ICs in Einparkhilfen für ein stressfreies Parken ohne Einweisung in fast jede Parklücke und beugen damit Beschädigungen an Fahrzeugen und Infrastruktur vor. Moderne Systeme mit Ultraschalltechnik erkennen Parklücken und übernehmen das Ein- und Ausparken vollautomatisch, auch in kleinsten Parklücken, egal ob quer oder längs. So können Parkflächen effizient genutzt und der städtische Parkverkehr deutlich reduziert werden. Interior-LightingEin wichtiges Thema für die ansprechende Ästhetik moderner Fahrzeuge und für das Wohlbefinden der Insassen ist die Beleuchtung. Es gibt neuartige Anwendungen im Innen- und Außenbereich von Fahrzeugen, bei denen ganze Bereiche effizient mit LEDs beleuchtet und individuell gestaltet werden können. Heutzutage ist eine ansprechende und harmonische Beleuchtung des Innenraums mit modernen Innenlicht-Konzepten in nahezu allen Fahrzeugklassen Standard. Neuartige, dynamische Ambient-Lighting-Konzepte mit Hilfe von Elmos ICs entwickeln das Lichterlebnis weiter, wecken Emotionen, steigern den Komfort und das Wohlbefinden der Insassen und warnen rechtzeitig vor möglichen Gefahrensituationen. Ambient-Lighting Konzepte mit Elmos LED Controller ermöglichen, den Innenraum, das Armaturenbrett, die Mittelkonsole, Türen oder den Dachhimmel in nahezu allen Formen, Farben und Farbtemperaturen ganz individuell zu illuminieren. Durch den Einsatz von LEDs kann so auch die Energie- und Kosteneffizienz maßgeblich gesteigert werden. LEDs sparen gegenüber herkömmlichen Glühbirnen bis zu 80% an Energie und haben eine deutlich längere Lebensdauer. LEDs enthalten keine schädlichen oder giftigen Chemikalien, können recycelt werden und gelten somit als sehr umweltfreundlich. Exterior-LightingElmos Halbleiter für das automobile Rücklicht setzen nun schon seit vielen Jahren immer wieder neue Standards für eine sehr helle und konstante Lichtstärke bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch und individuellen Design-Möglichkeiten. Gegenüber herkömmlichen Glühbirnen erreichen LED-Rücklichter ihre maximale Helligkeit sehr viel schneller, was vor allem beim Bremsen eine kürzere Reaktionszeit für den nachfolgenden Verkehr bedeuten kann, wodurch wiederum der Bremsweg verringert wird. Neben den höheren Sicherheitsstandards eröffnen Elmos LED-Rücklichttreiber den Fahrzeugherstellern eine Fülle von neuen Design-Möglichkeiten für ein markantes und dynamisches Fahrzeugheck und vereinen so eine große Designfreiheit mit hoher Funktionalität, Sicherheit und Energieeffizienz. Darüber hinaus entwickeln wir neue Treiber für OLED-Anwendungen in Rücklichtern und für Frontgrill-Designs. Beleuchtete Frontgrills werden zunehmend zu einem wichtigen neuen Feature in modernen Fahrzeugen, da der "beleuchtete Grill " starke und einzigartige Markeneffekte erzeugt. Dazu unterstützen Beleuchtungskonzepte im Frontgrill die Kommunikation des Fahrzeugs mit anderen Verkehrsteilnehmern oder Fußgängern - eine wichtige Funktion beim führerlosen autonomen Fahren. AirbagsNeben aktiven Assistenz- und Sicherheitssystemen tragen passive Sicherheitssysteme, wie zum Beispiel Airbags, maßgeblich zu mehr Sicherheit der Fahrzeuginsassen bei und verhindern bzw. reduzieren schwere oder gar tödliche Unfälle. Elmos Airbag ICs ermöglichen dem Airbag-Steuergerät in Bruchteilen von Sekunden die betreffenden Airbags - wenn notwendig auch mehrere Airbags zeitgleich -im Falle eines Front-, Heck- oder Seitencrashs zu zünden oder Rückhaltesysteme, wie z.B. den Gurtstraffer, zu aktivieren. In modernen Fahrzeugen werden teilweise bis zu 30 unterschiedliche Airbags eingebaut, um die Insassen im Falle eines Unfalls bestmöglich zu schützen. Beim vollständig autonomen Fahren werden die Einsatzmöglichkeiten und die Anzahl von Airbags zukünftig weiter zunehmen, denn durch die unterschiedliche Körperhaltung und verstellbare Sitzwinkel in einem selbstfahrenden Auto würden herkömmliche Rückhaltesysteme wie der Dreipunkt-Sicherheitsgurt nur einen unzureichenden Insassenschutz bei einem Unfall bieten. Dazu muss das System die Position der Insassen im Fahrzeug exakt erfassen, damit bei einem Unfall die richtigen Airbags gezündet werden. Nicht nur die Fahrzeuginsassen sind durch Elmos ICs besser geschützt. Durch den Einsatz eines speziellen Fußgänger-Airbags wird der Aufprall eines Fußgängers oder Radfahrers auf das Fahrzeug abgeschwächt und die Folgen eines Unfalls deutlich gemildert. Und auch aus ökologischer Sicht leisten Airbags einen nicht zu vernachlässigenden positiven Beitrag. Durch den Einbau von Airbag-Systemen können Leichtbaumaterialien eingesetzt und somit das Gewicht der Fahrzeugkarosserie deutlich reduziert werden, ohne dabei die Sicherheit der Insassen einzuschränken. Motor ControlMit der fortschreitenden Elektrifizierung der Fahrzeuge steigt die Nachfrage nach intelligenten elektromechanischen Komponenten wie Aktuatoren, Lüftern und Pumpen stark an. In modernen Fahrzeugen ermöglichen mehrere Dutzende dieser kleinen Helfer die elektronische und automatische Steuerung einer Vielzahl von Systemen und Funktionen im Interieur und Exterieur des Fahrzeugs. Der zunehmende Einsatz von Motor Control ICs wird vor allem durch Komfortfunktionen und das Wärmemanagementsystem vorangetrieben, das für alle Elektrofahrzeuge zur Steigerung der Effizienz und Reichweite unerlässlich ist. Bereits heute ist Elmos ein weltweit führender Spezialist für zuverlässige IC-Lösungen für DC-, BLDC- und Schrittmotoren. Unsere neueste Produktgeneration wird 2025 eingeführt, darunter ein neuer optimierter Controller für bürstenlose Hochleistungsmotoren sowie eine Reihe voll integrierter Motortreiber für unterschiedliche Leistungsbereiche. Diese neuen Produkte ermöglichen hocheffiziente und geräuscharme Antriebslösungen für eine Vielzahl von Motortypen in einem Leistungsbereich von unter 5 Watt bis über 1 Kilowatt. Das bedeutet, dass Anwendungen wie Ventile, Pumpen, aktive Kühlergrillklappen, Lüfter, Klimaklappen und alle Arten von Aktuatoren sehr effizient und nahezu geräuschlos betrieben werden können. Neben der innovativen Hardware stellt Elmos zusätzlich eine moderne, qualifizierte Softwareplattform für die Motor Control ICs bereit, die komplette Systemlösungen ermöglicht und die Entwicklungszeiten für neue Anwendungen deutlich reduziert. Thermal ManagementBei der Elektromobilität spielt das Thermal Management eine zentrale Rolle für die Optimierung von Effizienz, Ladezeiten und Reichweiten von Hybrid- oder Elektrofahrzeugen und unser Produktportfolio für diese Anwendungen wächst stetig. Die Produkte von Elmos im Bereich Thermal Management umfassen die drei Kernelemente Antrieb, Batterie sowie Kabine und ermöglichen ein intelligentes Kälte- und Wärmemanagement in modernen Fahrzeugen. Für ein perfektes Zusammenspiel von Kühlmittel- und Kältemittelkreislauf steuern Elmos Motor Control ICs eine Vielzahl von Pumpen, Ventilen und Klappen im gesamten Fahrzeug und sorgen so für die optimale Betriebstemperatur aller mechanischen und elektronischen Komponenten. Damit wird die Effizienz des Antriebssystems erhöht und der Energie- bzw. Spritverbrauch reduziert. Im Gegensatz zu Fahrzeugen mit einem Verbrennungsmotor muss bei batteriebetriebenen Fahrzeugen die Wärme für das Beheizen des Innenraums allein durch die Batterie erzeugt werden. Daher ist vor allem im Winter eine optimale und hocheffiziente Temperaturregelung sehr wichtig, um hierfür möglichst wenig Energie aus der Batterie zu verwenden. Hier helfen auch Elmos Motor Control ICs. Durch intelligente Klimaklappen und Lüftungsschlitze kann der Luftstrom im Interieur sehr präzise gesteuert werden. Individuelle Klimazonen ermöglichen jedem Insassen eine persönliche Wohlfühltemperatur, ohne dass die gesamte Fahrzeugkabine klimatisiert werden muss und unnötig Energie verbraucht wird. Die innovativen Applikationen von Elmos im Bereich Thermal Management unterstützen den Ausbau der Elektromobilität, ermöglichen eine Reduzierung der Emissionen von Fahrzeugen und leisten somit einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz. Sensor ICs (inkl. Battery Management)Elmos Sensor ICs sind die wichtige Schnittstelle zwischen der analogen und digitalen Welt. Seit mehr als 25 Jahren setzen Elmos Sensor ICs Standards beispielsweise für die Messung von Druck und Temperatur in Fahrzeugen. In E-Fahrzeugen überwachen Elmos Halbleiter für Batteriemanagementsysteme (BMS) den Betriebs- und Ladezustand des Batteriesystems, steuern den Lade- und Entladeprozess sowie die Leistungsabgabe an die verschiedenen Verbraucher und halten Spannung und Betriebstemperatur der Batterie im optimalen Bereich. Damit wird die Sicherheit, Performance und Lebensdauer der Batterie erhöht. Brake-by-Wire-Systeme unterstützt durch Elmos BremsdruckSensor ICs ersetzen sukzessive herkömmliche Bremstechnologien in Fahrzeugen. Im Vergleich zu klassischen mechanischen Bremssystemen bieten sie optimale Kontrolle und eine deutlich schnellere Reaktionszeit. Darüber hinaus ermöglichen sie eine maßgeschneiderte Abstimmung des Bremsverhaltens nach den individuellen Anforderungen des Fahrers. Basierend auf bewährter Technologie haben wir neue vollintegrierte Regensensoren für die Windschutzscheibe entwickelt, welche die Erkennungsqualität von Wasser und Verunreinigungen auf ein neues Niveau heben. Ein einwandfrei funktionierender Regensensor hat in Zeiten des automatisierten Fahrens eine wichtige Aufgabe, nämlich die freie Sicht der zentral montierten Frontkamera zu gewährleisten, und natürlich ist auch hier die funktionale Sicherheit ein Muss. Power Management (inkl. eFuse)Durch den Wechsel auf E/E-Zonenarchitekturen, welche für das autonome Fahren, den Umstieg auf ein 48 Volt Bordnetz sowie zunehmende Digitalisierung und Software-definierte Fahrzeuge essenziell sind, steigt die Nachfrage nach neuartigen und intelligenten Lösungen für elektronische Sicherungen. Moderne Fahrzeugarchitekturen erfordern eine hohe und sichere Verfügbarkeit der Energieversorgung, vor allem bei Elektro- oder Hybridfahrzeugen. Mit der neuen eFuse-Produktfamilie können klassische Schmelzsicherungen schon heute ersetzt werden. Im Gegensatz zu klassischen Schmelzsicherungen reagieren elektronische Sicherungen extrem schnell und zuverlässig. Dazu sind eFuses nachhaltiger, da sie im Gegensatz zu Schmelzsicherungen nach der Auslösung nicht ausgetauscht werden müssen. Elektronische Sicherungssysteme ermöglichen zudem den Aufbau von flexiblen und Software-definierten Fahrzeugsystemarchitekturen und unterstützen durch eine Reduzierung der Anzahl der Kabelbäume im Fahrzeug so die Gewichtseinsparung. CybersecurityDa die Bedrohungen der Cybersicherheit aufgrund des rasanten Anstiegs von KI und Quantencomputing zunehmen, wächst der Bedarf an sicherer und robuster Verschlüsselung stark an. Auch die zunehmende Vernetzung, Digitalisierung und Software-Updates in modernen Fahrzeugen erhöhen die Anforderungen an Datenschutz und Cybersecurity. Elmos entwickelt hierfür den kleinsten Quantenzufallszahlengenerator-IC (QRNG) der Welt. Der auf quantenmechanischen Prinzipien basierende QRNG-IC ermöglicht echte Zufallszahlengenerierung und schützt so effektiver vor Cyber-Angriffen aller Art. Der Elmos QRNG-IC lässt sich in unterschiedliche Anwendungen wie IoT, Automotive und Car-to-X-Kommunikation einfach integrieren, was die Vielseitigkeit der Einsatzmöglichkeiten des QRNG-ICs unterstreicht. Non-Automotive Anwendungen (Umsatzanteil im GJ 2024: 8%)Auch außerhalb des Automotive-Bereichs tragen Elmos ICs zu mehr Umweltschutz, Sicherheit und Komfort bei. Smart HomeMit Halbleiter-Applikationen für die intelligente Installations- und Gebäudetechnik macht Elmos Immobilien sicherer und energieeffizienter. Dank moderner Halbleitertechnologie können unterschiedlichste Funktionen in Wohnräumen oder Gebäuden vernetzt und mit dem Smartphone oder Tablet ganz einfach zentral gesteuert werden. Eine moderne Bewegungs- und Anwesenheitserkennung mit dem Elmos PIR (Passive Infra Red) Smart Sensor hilft den Stromverbrauch von Gebäuden zu senken oder warnt vor unerwünschten Eindringlingen. Für die Klimatisierung von Gebäuden kommen Elmos Halbleiter beispielsweise in Heizungssystemen oder Klimaanlagen zum Einsatz, um die Raumtemperatur möglichst effizient und energieschonend zu steuern. Industrial AutomationElmos Halbleiter ermöglichen den Wandel der industriellen Automatisierung hin zur Industrie 4.0. Durch digitale Lösungen und die Vernetzung von Maschinen werden industrielle Prozesse immer effizienter und flexibler, die Produktivität und Qualität steigen. Gleichzeitig können Kosten, Energieverbrauch und Emissionen gesenkt werden. Elmos Halbleiter kommen in verschiedenen Anwendungsbereichen wie beispielsweise bei der Temperatur- und Drucküberwachung, der Stromversorgung oder der Vernetzung von Maschinen und industriellen Prozessen zum Einsatz. ESG Highlights 2024 bei Elmos als Fabless-UnternehmenNachhaltigkeit ist ein elementarer Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und unser Anspruch an ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit ist fest in unserem Unternehmen verankert.
NachhaltigkeitZugleich nichtfinanzieller Konzernbericht (Zusammengefasster nichtfinanzieller Bericht der Elmos Semiconductor SE und des Konzerns)Allgemeine InformationenAllgemeine Angaben (ESRS 2) Grundlagen für die ErstellungAllgemeine Grundlagen für die Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts (BP-1) Die vorliegende nichtfinanzielle Erklärung (im Folgenden Nachhaltigkeitsbericht) dient der Erfüllung der Berichtspflichten gemäß §§ 315b und 315c HGB i.V.m. §§ 289b bis 289e HGB sowie Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 (Taxonomie-Verordnung). Bei dem vorliegenden Bericht handelt es sich um einen konsolidierten Konzernnachhaltigkeitsbericht, welcher erstmalig in Übereinstimmung mit den Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) bzw. den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) erstellt worden ist. Da die CSRD bisher nicht in deutsches Gesetz umgesetzt wurde, findet sich dieser Nachhaltigkeitsbericht außerhalb des Lageberichts. Er wurde vom Aufsichtsrat, aber nicht vom Wirtschaftsprüfer geprüft. Ausgehend von dem Ende 2024 vollzogenen Verkauf der Waferfertigung in Dortmund an Littelfuse, Inc. repräsentiert der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht in erster Linie die organisatorische Struktur von Elmos als Fabless-Unternehmen ohne eigene Waferfertigung. Im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse wird die gesamte Wertschöpfungskette berücksichtigt. In dem vorliegenden Bericht genannte Konzepte, Maßnahmen und Ziele beziehen sich in erster Linie auf den Elmos Konzern mit Schwerpunkt auf dem einzigen Produktionsstandort in Dortmund. Da die Wertschöpfungskette der Halbleiterindustrie hochkomplex ist, decken die dargestellten Datenpunkte vorwiegend die eigenen Tätigkeiten sowie die vorgelagerte Wertschöpfungskette ab, hier beispielsweise in Form der vorgelagerten Emissionen in der Treibhausgasbilanz. Unsere Produkte können in einem breiten Anwendungsbereich eingesetzt werden. Als Tier-2-Lieferant liegen uns keine verlässlichen Informationen zu nachgelagerten Prozessen wie der weiteren Verarbeitung oder der Nutzung unserer Produkte vor. Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen (BP-2)Ausgangsbasis der vorliegenden Datenpunkte sind Primärdaten. Wo nötig, wurden diese Primärdaten mit Schätzungen, Annahmen oder Sekundärdaten kombiniert. Dies betrifft vor allem die Treibhausgasbilanz, beispielsweise die Scope 3 Emissionen zur Mobilität der Mitarbeitenden. Es sind keine wesentlichen Messunsicherheiten bekannt. Vorausschauende Informationen beruhen auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Elmos. Wir können nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. GovernanceDie Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane (GOV-1)Der Vorstand bestand im Berichtsjahr aus drei Mitgliedern. Gemeinsam trägt der Vorstand die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung nach Maßgabe der Satzung, der Geschäftsordnung und der relevanten Gesetze. Ab dem Geschäftsjahr 2025 besteht der Vorstand aus zwei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat besteht insgesamt aus sechs Mitgliedern - bei zweien davon handelt es sich um Arbeitnehmervertreter. Darüber hinaus hat die Elmos Semiconductor SE einen eigenen Betriebsrat. Innerhalb der Elmos Gruppe gibt es fünf weitere Betriebsräte und einen Gesamtbetriebsrat. Detaillierte Informationen zur Rolle der Organe der Elmos Semiconductor SE sowie eine Qualifikationsmatrix der Mitglieder des Aufsichtsrats finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung sowie im Bericht des Aufsichtsrats im vorliegenden Geschäftsbericht. Die dort in der Qualifikationsmatrix genannten Kompetenzen werden auch von den Vorstandsmitgliedern vorausgesetzt. Alle im Berichtsjahr im Amt tätigen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind männlich (100%). Vier der sechs Mitglieder des Aufsichtsrats werden von Elmos als unabhängig angesehen. Der Prozentsatz der unabhängigen Mitglieder des Aufsichtsorgans liegt damit bei 67%. Die übergeordnete Verantwortung des Nachhaltigkeitsbereichs liegt beim Vorstandsvorsitzendenden der Elmos Semiconductor SE. Auf diese Weise wird das Thema Nachhaltigkeit fest in der Organisation des Unternehmens verankert. Neben dem Vorstandsvorsitzenden setzt sich das Leitungsorgan bei Elmos im Berichtsjahr zusätzlich aus einem Vorstand für Produktion und einem Vorstand für Entwicklung und Vertrieb zusammen. Die Gesamtverantwortung der Überwachung der Auswirkungen, Risiken und Chancen (impacts, risks and opportunities, kurz: IROs) obliegt dem Vorstand. Im Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE werden Nachhaltigkeitsthemen im Gesamtgremium behandelt. Dazu zählen auch die Diskussion der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens, die Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie wesentliche ESG-Ziele. Der Aufsichtsrat ist zudem für die Überwachung der Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie für die Prüfung des Nachhaltigkeitsberichts zuständig. Risiken werden durch die jeweiligen Risk Owner über das konzernweite Risikomanagementsystem (RMS) überwacht. Die Gesamtverantwortung für das RMS obliegt dem Vorstand. Hierzu hat der Vorstand einen Risikomanagementprozess initiiert und organisatorisch im Rahmen eines Risikomanagement-Teams im Unternehmen verankert. Die Bewertung, das Monitoring sowie das Reporting der Risiken erfolgen auf operativer Ebene durch das RMS-Team, welches regelmäßig an den Vorstand berichtet. Das RMS-Team prüft im engen Austausch mit internen Fachexperten mindestens jährlich die im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse vorgenommenen Einschätzungen und teilt die Erkenntnisse mit dem Vorstandsvorsitzenden. Das Risikomanagement-Team setzt sich aus Vertretern der einzelnen Gesellschaften und den Bereichsleitern bzw. den benannten Risk Managern zusammen. Das Team ist für die zentrale Koordination innerhalb des Unternehmens, das Risiko-Reporting und die Berichterstattung an den Vorstand zuständig. Die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagementsystems werden regelmäßig durch interne und externe Kontrollen überprüft. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat mindestens einmal jährlich, bei Bedarf auch regelmäßiger, über Auswirkungen, Risiken und Chancen. Zu Beginn eines Jahres definieren die Vorstände gemeinsam mit den jeweiligen Bereichsleitern der Fachabteilungen Jahresziele. Ein Großteil dieser Zielsetzungen zielt direkt oder indirekt auf wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen ab. Im Verlauf des Jahres wird die Zielerreichung überwacht und auf jährlicher Basis ausgewertet. In den themenspezifischen Standards wird näher auf den Zusammenhang zwischen IROs und Zielen eingegangen. Sämtliche Mitglieder in Vorstand und Aufsichtsrat verfügen, auch aufgrund ihrer langjährigen Berufserfahrung, über nachhaltigkeitsbezogenes Fachwissen. Darüber hinaus haben sie Zugriff auf interne Experten (hinsichtlich ESG-Themen vor allem in den Bereichen Facility Management, Human Resources sowie Investor Relations, Public Relations & ESG) und externes Fachwissen (vor allem durch Messen, Veranstaltungen, Kundenkontakte, Berater etc.). Im Rahmen der Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen bringen die Organe ihre Fähigkeiten und Sachkenntnisse in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte ein. Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen (GOV-2)Der Vorstand wurde im Berichtsjahr regelmäßig vom Investor Relations, Public Relations & ESG Team über wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen, die Umsetzung der Sorgfaltspflicht im Bereich Nachhaltigkeit und die Ergebnisse und Wirksamkeit der Konzepte, Maßnahmen, Kennzahlen und Ziele informiert. Der Vorstand wiederum unterrichtet den Aufsichtsrat mindestens einmal jährlich über die genannten Themen. Vorstand und Aufsichtsrat berücksichtigen die Auswirkungen, Risiken und Chancen, in dem die identifizierten Themen als Bestandteil der Unternehmensstrategie von Elmos und unserer täglichen Arbeit etabliert werden. Kompromisse im Zusammenhang mit wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen waren im Berichtsjahr nicht zu tätigen. Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme (GOV-3)Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder der Elmos Semiconductor SE besteht ausschließlich aus festen Vergütungsbestandteilen in bar. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der Elmos Semiconductor SE setzt sich aus einer festen Vergütung (Grundgehalt, Nebenleistungen und Versorgungszusagen) und einer variablen Vergütung (variable nicht aktienkursbezogene Vergütungskomponenten und variable aktienkursbezogene Vergütungskomponenten) zusammen. Eine Komponente der nicht aktienkursbezogenen Vorstandsvergütung bilden zielbezogene Tantieme. Ein Baustein dabei ist die Weiterentwicklung der Gesellschaft bezüglich Nachhaltigkeit (ESG). Innerhalb dieses Bausteins werden auch Klimaziele abgebildet. Die Erreichung der vergütungsrelevanten Ziele basiert dennoch überwiegend auf energie- und ressourcenrelevanten Themen bzw. auf deren positiver Entwicklung im Unternehmen und damit indirekt auch auf Emissionen und einer entsprechenden Emissionsreduktion. Der Anteil der nachhaltigkeitsbezogenen Vergütung ist flexibel und wird jährlich für jedes Vorstandsmitglied individuell neu festgelegt. Im Berichtsjahr lag er bei zwischen 3% und 5% der zielbezogenen Tantieme. Das Vergütungssystem wird vom Aufsichtsrat ausgearbeitet und von der Hauptversammlung beschlossen. Erklärung zur Sorgfaltspflicht (GOV-4)Elmos orientiert sich an den internationalen Instrumenten der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen und damit auch an den in den Rahmenwerken genannten Prozessen zur Sorgfaltspflicht. Die wichtigsten Aspekte und Schritte der Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht werden in dem vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht näher beschrieben. Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung (GOV-5)Das interne Kontrollsystem (IKS) und das Risikomanagementsystem (RMS) von Elmos bestehen aus einer Reihe von Strukturen, Prozessen und Maßnahmen zur Steuerung sowie Überwachung von zentralen Geschäftsprozessen und von Managemententscheidungen. Ziel ist es, Risiken zu erkennen sowie bekannte Risiken zu begrenzen und somit einen reibungslosen Geschäftsverlauf sicherzustellen - auch in Bezug auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Hierzu werden insbesondere Freigabeprozesse und ein Mehraugenprinzip strikt eingehalten. Im Rahmen des Risikomanagementsystems (RMS) werden Risiken, einschließlich nachhaltigkeitsbezogener Risiken, nach den beiden Kriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit gibt an, wie wahrscheinlich mit dem Eintreten des Schadensereignisses zu rechnen ist. Die Schadenshöhe gibt an, mit welchen Auswirkungen bei Eintreten des Schadensereignisses zu rechnen ist. Die Schadenshöhe soll dabei möglichst quantitativ bewertet werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bestimmte Risiken besonders hervorzuheben, indem ihnen die Priorität 1 zugewiesen wird. Diese Bewertung ergibt sich aus der Schadenshöhe, der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Einschätzung des Risikoverantwortlichen. Priorität-1-Risiken werden gesondert aufgeführt und verfolgt bzw. gesteuert. In Bezug auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung wurde im Rahmen des RMS die Nichteinhaltung bzw. unzureichende Umsetzung der steigenden Governance- und ESG-Publizitätsanforderungen als potenzielles Risiko ermittelt, jedoch nicht als wesentlich bewertet. Die Verantwortung der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts liegt im Bereich Investor Relations, Public Relations & ESG. In Vorbereitung auf die Erfüllung der Anforderungen der CSRD/ESRS hat Elmos 2024 in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsprüfern ein Audit Readiness Assessment durchlaufen. Das innerhalb des Teams bereits vorliegende Fachwissen wird durch die regelmäßige Teilnahme an Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen ausgebaut. Fachlichen Input für den Bericht liefern die einzelnen Fachabteilungen, hier vor allem Facility Management, Human Resources, Finance und Purchasing. Durch den intensiven Austausch mit den Wirtschaftsprüfern sowie den internen Fachabteilungen können potenzielle Risiken in Zusammenhang mit der Berichterstattung reduziert und bestenfalls eliminiert werden. Der Nachhaltigkeitsbericht wird von den relevanten Fachabteilungen begutachtet, vom Vorstand freigegeben und vom Aufsichtsrat geprüft. StrategieStrategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette (SBM-1)Elmos entwickelt, produziert und vertreibt Mixed-Signal Halbleiterlösungen, vornehmlich für automobile Applikationen für den Einsatz in Kraftfahrzeugen und in geringem Maße auch für nichtautomobile Applikationen für den Einsatz in der Industrie. Unsere Bausteine kommunizieren, messen, regeln sowie steuern Sicherheits-, Komfort-, Antriebs- und Netzwerkfunktionen. Weitere Informationen hierzu finden sich im vorliegenden Lagebericht im Abschnitt "Geschäftsmodell und Strategie". Nachhaltigkeit ist ein elementarer Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und unser Anspruch an soziale, ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit ist fest in unserem Unternehmen verankert. Wir verstehen nachhaltige Wertschöpfung in einem umfassenden Sinn und als integralen Bestandteil unserer Strategie, Steuerungsprozesse und Ziele sowie unseres Geschäftsmodells. Wir richten den Erfolg unserer Geschäftstätigkeit nicht nur an finanziellen Kennzahlen aus, sondern wollen diesen mit gesellschaftlicher Akzeptanz, hohem ökologischen Bewusstsein und korrektem ethischen Handeln verbinden. Wir definieren und denken Nachhaltigkeit ganzheitlich und beziehen bei unserer Betrachtung alle drei Säulen der Nachhaltigkeit ein: Ökologie, Soziales und Ökonomie. Deshalb geht bei Elmos Wachstum und Nachhaltigkeit Hand in Hand, um langfristig profitables Wachstum zusammen mit einem positiven Beitrag für die Umwelt und die Gesellschaft zu realisieren. Mit dem Halbleitergeschäft gibt es im Elmos Konzern nur ein einziges Geschäftssegment. Die Herstellung von Halbleitern als ein elektronisches Bauelement wird in der Statistischen Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft ("NACE") mit dem Code C.26 erfasst. Hier belief sich der Gesamtumsatz im Berichtsjahr auf 581,1 Mio. Euro. Seit 40 Jahren ermöglichen Elmos-Innovationen neue Funktionen, machen die Mobilität weltweit sicherer, komfortabler sowie energieeffizienter und tragen somit wesentlich zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und damit zum Klimaschutz bei. Elmos Produkte leisten einen wesentlichen Beitrag zu mehr Umweltschutz und Effizienz, Sicherheit und Gesundheit sowie Komfort und Wohlbefinden. Einen Beitrag zu mehr Umweltschutz und Effizienz leisten vor allem Applikationen im Bereich Motor Control & Thermal Management sowie Smart Home. Einen Beitrag zu mehr Sicherheit und Gesundheit leisten insbesondere Applikationen in den Bereichen Airbag, Exterior-Lighting und Ultraschall Umfelderfassung. Zu mehr Komfort und Wohlbefinden tragen vornehmlich die Applikationen Ambient-Lighting, Optical ICs, Ultraschall Umfelderfassung und Smart Home bei.
Eine Analyse unserer Produktapplikationen zeigt, dass mehr als 69% des Konzernumsatzes maßgeblich zu mehr Umweltschutz und höherer Effizienz beitragen. Mehr als 77% erhöhen die Sicherheit oder die Gesundheit im Verkehr, zuhause oder bei industriellen Prozessen. Darüber hinaus steigern über 60% des Umsatzes den Komfort und das Wohlbefinden der Endverbraucher. Im Rahmen dieser Umsatzanalyse werden für einen maßgeblichen Beitrag alle Applikationen mit hohem oder mittlerem Einfluss berücksichtigt, während Applikationen mit niedrigem oder keinerlei Einfluss keine Berücksichtigung finden. Elmos Halbleiterlösungen machen also schon heute unsere Welt grüner, sicherer und komfortabler. Da ein Großteil unserer Produkte gleichzeitig mehreren Zwecken (Umweltschutz, Sicherheit und Komfort) dienen kann, ist es allerdings nur schwer möglich, hier konkrete Ziele zu definieren. Dennoch wollen wir unser Produktportfolio und die Entwicklung von neuen Halbleiter-Applikationen in Zukunft noch stärker auf die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz ausrichten, um weitere innovative Lösungen für die maßgebliche Reduzierung von Treibhausgasemissionen in unseren Produktsegmenten anbieten zu können. Dies hängt allerdings maßgeblich von der Durchsetzung der relevanten Applikationen durch Kunden und Endkunden im Endmarkt ab, welche von Elmos nicht beeinflussbar ist. Elmos gliedert ihre Märkte in folgende Regionen: EU-Länder, Asien/Pazifik, Amerika und Sonstige. Weitere Informationen finden sich im Wirtschaftsbericht unter dem Abschnitt "Umsatzentwicklung". Die Zahl der Beschäftigten zum 31. Dezember 2024 nach geografischen Gebieten gliedert sich für Elmos als Fabless-Unternehmen wie folgt: 1.206 Beschäftigte in Europa, 72 Beschäftige in Asien/Pazifik und 11 Beschäftigte in Amerika. Interessen und Standpunkte der Stakeholder (SBM-2)Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse unterscheidet Elmos sechs wesentliche Stakeholder: Mitarbeitende, Kunden, Lieferanten, Investoren, die Gesellschaft und den Gesetzgeber. Mitarbeitende sind interne Stakeholder, wohingegen es sich bei den übrigen fünf Gruppen um externe Stakeholder handelt. Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette werden über die Stakeholdergruppe der Lieferanten erfasst. Diese wird wiederum in drei Gruppen unterteilt: Zulieferer und Dienstleister in der vorgelagerten Wertschöpfungskette (in erster Linie Foundry- und OSAT-Partner), Arbeitskräfte von Fremdfirmen, die Arbeiten auf dem Firmengelände verrichten sowie Dienstleister in der nachgelagerten Wertschöpfungskette (z.B. Logistikdienstleister). Bei der Weiterentwicklung unserer Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie und unseres Geschäftsmodells beziehen wir auch die Interessen der sechs Stakeholdergruppen mit ein. Wir sind mit allen unseren Stakeholdern über verschiedene Kommunikationskanäle im Austausch. Mit unseren Investoren treten wir beispielsweise im Rahmen der Hauptversammlung sowie auf Roadshows und Konferenzen in Kontakt. Unsere Kunden treffen wir unter anderem auf Fachmessen sowie bei individuellen Workshops und Kundenterminen. Ein Austausch mit der Gesellschaft ergibt sich durch die Elmos Stiftung sowie durch Kooperationen mit Hochschulen und Universitäten. Detaillierte Informationen zum Austausch mit unseren Beschäftigten finden sich im vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht im Abschnitt Arbeitskräfte des Unternehmens (ESRS S1). Zweck unserer intensiven Kommunikation ist die Erfüllung der Interessen und Anforderungen der einzelnen Stakeholdergruppen und die Weiterentwicklung des Unternehmens in Nachhaltigkeitsthemen. Über die in der Tabelle dargestellten Kommunikationskanäle zugetragene Anregungen werden von den betroffenen Fachabteilungen gesammelt und bewertet. Sollten Anpassungen vorzunehmen sein, werden diese in Abstimmung mit dem Management umgesetzt und anschließend an die relevante Stakeholdergruppe kommuniziert. Die Interessen und Standpunkte der Stakeholder können durch den intensiven Kontakt mit den genannten Gruppen sehr gut nachvollzogen werden. Gesetzliche Anforderungen, freiwillige Selbstverpflichtungen, kundenspezifische Anforderungen und gesellschaftliche Fokusthemen sind Elmos bekannt und wo sinnvoll in unseren Nachhaltigkeitsaktivitäten berücksichtigt. Im Zuge des regulären und regelmäßigen Austauschs werden die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane von den Fachverantwortlichen über die Standpunkte der Stakeholder informiert. Dies umfasst auch nachhaltigkeitsbezogene Themen.
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell (SBM-3)
Im Zuge der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurden rund 100 IROs (impacts, risks and opportunities) identifiziert. 22 davon wurden als wesentlich für Elmos bewertet. Damit ergibt sich für Elmos eine Berichtspflicht nach den in der Tabelle dargestellten vier themenspezifischen Standards (ESRS). Die weiteren sechs themenspezifischen Standards (ESRS) sind für Elmos unwesentlich und damit im Sinne der CSRD nicht berichtspflichtig. Detailangaben zu den identifizierten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen folgen bei den themenspezifischen Angaben. Die im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten IROs waren Elmos bereits bekannt und Maßnahmen entsprechend implementiert. Daher ergeben sich aus der Analyse keine wesentlichen Änderungen für das Geschäftsmodell. Auf Basis der Gesamtbeurteilung der Risiken lässt sich feststellen, dass aus heutiger Sicht und auf Basis der Risikotragfähigkeitsanalyse keine Risiken vorliegen, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Darüber hinaus ist die Unternehmensleitung der Elmos zuversichtlich, dass die Ertrags- und Innovationskraft des Konzerns eine solide Basis für die künftige Geschäftsentwicklung darstellt und für die nötigen Ressourcen sorgt, um die dem Konzern zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen. Sämtliche Angaben fallen unter die Angabepflichten gemäß ESRS. Es werden keine zusätzlichen unternehmensspezifischen Angaben gemacht. Management der Auswirkungen, Risiken und ChancenBeschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO-1)Ausgangsbasis der Wesentlichkeitsanalyse sind die Unterthemen der ESRS. Bei der angewandten Methodik zur Bestimmung der Wesentlichkeit der insgesamt 37 Unterthemen ist zwischen positiven und negativen Auswirkungen sowie Risiken und Chancen zu unterscheiden. Wesentliche Annahme ist der Fortbestand der Elmos in ihrer aktuellen Form. Für die Bewertung der Auswirkungen wurde folgendermaßen vorgegangen: Wie im Zuge der Stakeholderanalyse erläutert, unterscheidet Elmos zwischen internen und externen Stakeholdern. Im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse wurden als interne Stakeholder neben den Mitarbeitenden auch das Compliance Committee sowie relevante Fachbereiche identifiziert. Externe Stakeholder sind Kunden, Lieferanten, Investoren, die Gesellschaft und der Gesetzgeber. Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurde die Perspektive der Stakeholder über entsprechende Vertreter in Form von internen Fachexperten eingenommen. Dafür wurden Gespräche mit den Experten geführt, in denen die Unterthemen der ESRS beleuchtet und in Hinblick auf ihre Wesentlichkeit bewertet wurden. In Ergänzung dazu wurden für die Perspektive der Lieferkette die Nachhaltigkeitsberichte wesentlicher Lieferanten, hier vor allem vorliegende Wesentlichkeitsanalysen, berücksichtigt. Parallel wurde stets ein Abgleich zwischen den Themenfeldern der ESRS und der bereits vorhandenen ESG-Berichterstattung, vor allem den auf der Webseite unter www.elmos.com im Bereich Nachhaltigkeit veröffentlichten ESG Richtlinien und ESG KPIs, durchgeführt. Für die Bestimmung der Wesentlichkeit von Auswirkungen werden das Ausmaß, der Umfang sowie bei negativen Auswirkungen auch die Unabänderlichkeit in einer vierstufigen Punkteskala bewertet. Hieraus ergibt sich der Schweregrad einer Auswirkung. Bei potenziellen Auswirkungen wird zusätzlich noch die Eintrittswahrscheinlichkeit zur Bewertung hinzugezogen. Für die Bewertung der Risiken und Chancen ist auf das bereits vorhandene konzernweite Risikomanagementsystem (RMS) zurückgegriffen worden. Die im Rahmen des RMS identifizierten Risiken wurden hierfür auf für die Wesentlichkeitsanalyse potenziell relevante Risiken untersucht. Relevante Risiken wurden samt ihrer im RMS hinterlegten Bruttobewertung in die Wesentlichkeitsanalyse übernommen. Chancen ergeben sich für Elmos im Wesentlichen aus der Geschäftstätigkeit selbst, also aus dem Verkauf der entwickelten Produkte. Für die Bestimmung der Wesentlichkeit von Risiken und Chancen werden der Effekt sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit in einer vierstufigen Punkteskala bewertet. In der zuvor beschriebenen Bewertungsmethodik auf Basis einer vierstufigen Punkteskala kann die Spanne der aggregierten Auswirkungen, Risiken und Chancen von 1 bis 4 reichen. Als Grenzwert für die Wesentlichkeit wurde >2,5 festgelegt und damit die obere Hälfte der möglichen Spanne. Die Quantifizierung der betrachteten Kriterien ist in erster Linie in Abstimmung mit internen Fachexperten erfolgt. Bei der Bewertung des Kriteriums "Ausmaß" wurde sich an den auf der Webseite veröffentlichten ESG KPIs orientiert. Dabei wurde beispielsweise die Größenordnung der einzelnen Kennzahlen oder auch ihre Entwicklung im Zeitverlauf berücksichtigt. Es handelt sich um den ersten auf CSRD bzw. ESRS basierenden Nachhaltigkeitsbericht der Elmos. Eine Überprüfung der Bewertung der Wesentlichkeit erfolgt mindestens alle drei Jahre sowie anlassbezogen. In ESRS enthaltene von dem Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten (ESRS 2 IRO-2)Es handelt sich um einen vollumfänglichen Bericht nach ESRS. Die abgedeckten Angabepflichten werden aus den verwendeten Überschriften ersichtlich. Die in dem vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht dargelegten Informationen wurden im engen Austausch mit diversen Fachabteilungen gesammelt. Wo immer möglich, wurden Informationen aus auf zertifizierten Managementsystemen basierenden Programmen verwendet. Konzepte zum Umgang mit wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten (MDR-P)Die folgenden Ausführungen sind für alle themenspezifischen Standards relevant. Um Informationsbedarfe zu decken und einen einheitlichen Handlungsrahmen für alle Stakeholder zu setzen, veröffentlicht Elmos bereits seit vielen Jahren verschiedene Dokumente mit Nachhaltigkeitsbezug auf der Webseite des Konzerns unter www.elmos.com im Bereich Nachhaltigkeit, so auch ausgewählte ESG Richtlinien, jeweils in deutscher und englischer Sprache. Übergeordnetes Dokument mit Nachhaltigkeitsbezug ist die ESG-/Nachhaltigkeitsstrategie, in welcher sich Elmos zur ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit verpflichtet. Die Strategie greift die Aspekte Vision, Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmensstrategie, Kommunikation, Organisation, Wesentlichkeitsanalyse und Risikoanalyse auf. Richtlinien mit Bezug zu themenspezifischen Standards werden im weiteren Verlauf des Nachhaltigkeitsberichts erläutert. Der Anwendungsbereich der einzelnen ESG Richtlinien ist in jedem Dokument angegeben. Ausgewählte Richtlinien betreffen lediglich den einzigen Produktionsstandort in Dortmund. Im Regelfall ist der Geltungsbereich aber der Elmos Konzern. Alle ESG Richtlinien werden vom Investor Relations, Public Relations & ESG Team verfasst, von den jeweiligen Fachbereichen freigegeben und vom Vorstand verabschiedet. Die Aktualität der Dokumente wird mindestens jährlich überprüft. Verantwortlich für die Umsetzung der ESG Richtlinien sind alle Stakeholder, in erster Linie die Mitarbeitenden sowie die Geschäftspartner. Kennzahlen und ZieleNachverfolgung der Wirksamkeit von Konzepten und Maßnahmen durch Zielvorgaben (MDR-T)Vor allem im Rahmen der bei Elmos implementierten ISO-Managementsysteme, aber auch darüber hinaus, hegen bereits verschiedene Ziele mit Nachhaltigkeitsbezug innerhalb des Elmos Konzerns vor. Im Zuge der Nachhaltigkeitsberichterstattung werden einige ausgewählte Ziele mit Bezug zu den wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen vorgestellt. Die Gesamtverantwortung der Zielfestlegung hegt beim Vorstand. Die Umsetzung von Maßnahmen und das Monitoring der Zielerreichung erfolgt durch die jeweiligen Fachbereiche. Ergänzende PflichtangabenAuf konkrete Maßnahmen und Mittel in Bezug auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte (MDR-A) wird in den themenspezifischen Standards eingegangen. Die Angabe der Kennzahlen in Bezug auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte (MDR-M) erfolgt in den themenspezifischen Standards. Da den Interessen und Standpunkten der Stakeholder bereits Rechnung getragen wird, sind im Berichtsjahr keine wesentlichen Änderungen von Strategie oder Geschäftsmodell hinsichtlich nachhaltigkeitsbezogener Themen erfolgt. Für IROs, welche die Produkte betreffen, wird ein langfristiger Zeithorizont (> 5 Jahre) angesetzt. Für alle anderen IROs wird ein kurzfristiger Zeithorizont (1 Jahr) angesetzt. Von der Option, Informationen, die sich auf geistiges Eigentum, Know-how oder die Ergebnisse von Innovationen beziehen, auszulassen, wurde nicht Gebrauch gemacht. In dem vorliegenden Bericht wurden keine Informationen mittels externem Verweis aufgenommen. Verweise innerhalb des Berichts sind an den jeweiligen Stellen entsprechend gekennzeichnet. Elmos finanziert sich durch Eigenkapital, Schuldscheindarlehen und Bankdarlehen. Operative Ausgaben (OpEx) und/oder Investitionsausgaben (Ca-pEx) für wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte abseits der Berichterstattung nach der EU-Taxonomie sind im Verhältnis zu den Gesamtausgaben vernachlässigbar. UmweltinformationenKlimawandel (ESRS E1)StrategieWesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell (ESRS 2 SBM-3)Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im Bereich Klimawandel
Im Zuge der durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse wurden die in der Tabelle dargestellten zwei wesentlichen positiven Auswirkungen, zwei wesentlichen Chancen und vier wesentlichen negativen Auswirkungen im Bereich Klimawandel identifiziert. Damit sind im Bereich Klimawandel die Unterthemen Klimaschutz und Energie wesentlich. Für die Bewertung der Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells und unserer Strategie in Bezug auf Umweltaspekte verlangt die CSRD die Durchführung einer Resilienzanalyse. Diese setzt sich aus unserem im Compliance Management System (CMS) verankerten konzernweiten Risikomanagementsystem (RMS) und einer separaten Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse für den einzigen Produktionsstandort von Elmos in Dortmund zusammen. Die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette wird dabei im RMS berücksichtigt. Im Rahmen des RMS werden regelmäßig Risiken, einschließlich klimabezogener Risiken, identifiziert und ihre Auswirkungen auf die Ziele und den Fortbestand des Unternehmens analysiert. Jedes im RMS identifizierte Risiko wird bewertet und entsprechende Gegenmaßnahmen festlegt. Die Einhaltung der Maßnahmen und deren Wirksamkeit wird überwacht. In einem standardisierten Prozess berichten die Risk Manager einmal jährlich über den aktuellen Stand der wesentlichen Risiken an das Risikomanagement-Team. Auf Basis der RMS-Liste überprüfen die Risk Manager die Bewertung aller bestehenden Risiken in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und fügen bei Bedarf neue Risiken hinzu. Darüber hinaus bittet das Risikomanagement-Team die Bereichsverantwortlichen um vierteljährliche Aktualisierungen. Ad-hoc-Risiken und eingetretene Schäden werden bei Dringlichkeit unverzüglich kommuniziert. Weiterführende Informationen zum Risikomanagementsystem (RMS) finden sich im Abschnitt "Chancen und Risiken" im vorliegenden Geschäftsbericht. Zur Identifizierung tatsächlicher und potenzieller klimabedingter physischer Risiken, chronischer wie akuter, wurde für den einzigen Produktionsstandort in Dortmund mit der Produktion als wesentlichem Systemelement eine Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse durchgeführt. Detaillierte Informationen hierzu finden sich in der ESG Richtlinie "Umweltschutz und -management" auf www.elmos.com im Bereich Nachhaltigkeit. Die Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse hat gezeigt, dass der Produktionsstandort in Dortmund dank der vorteilhaften Lage weder aktuellen noch zukünftigen materiellen Klimagefahren ausgesetzt ist. Damit ergeben sich aus der Resilienzanalyse für Elmos keine wesentlichen klimabezogenen physischen, weder chronische noch akute, Risiken. In Ergänzung wurden klimabedingte Übergangsrisiken, auch transitorische Risiken genannt, analysiert. Diese werden über das bestehende Risikomanagementsystem (RMS) erfasst und wurden entsprechend in der Wesentlichkeitsanalyse berücksichtigt. Beispiele sind die Verschärfung von Umweltauflagen, erhebliche Energiekostensteigerungen oder die Nichteinhaltung bzw. unzureichende Umsetzung steigender Governance- und ESG-Publizitätsanforderungen. Keines der betrachteten Risiken wurde als wesentlich eingestuft. Management der Auswirkungen, Risiken und ChancenKonzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel (E1-2)Elmos verfügt über verschiedene ESG Richtlinien im Umweltbereich, unter anderem über eine übergeordnete ESG Richtlinie zum Thema "Umweltschutz und -management". Außerdem hat Elmos das separate Dokument "Klimaziele" sowie ein Dokument zur "Treibhausgasbilanz" veröffentlicht. Darin verpflichten wir uns zu den weiter unten dargestellten Klimazielen. Auch entlang der Lieferkette setzt sich Elmos für Klimaschutz ein. So fordern wir in unserem Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner aktiven Umweltschutz, beispielsweise durch die Minimierung von Energieverbräuchen und die Reduktion von Treibhausgasen. Durch unsere innovativen Halbleiter ermöglichen wir Energieeffizienz in erster Linie durch unsere Produkte. Aber auch im Produktionsprozess setzen wir auf Energieeffizienz. So ist Elmos Teil der deutschlandweiten Initiative "Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke", welches sich zu einem der erfolgreichsten Instrumente des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) entwickelt hat. Hiermit unterstützt Elmos aktiv die Energieeffizienzziele der Bundesregierung. Prozesse und Abläufe in der Produktion werden stetig auf mögliche Effizienzsteigerungen analysiert. Die folgenden Konzepte stehen in direktem Zusammenhang zu den im Bereich Klimawandel identifizierten wesentlichen IROs. Relevante Konzepte im Bereich Klimawandel
Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten (E1-3)Nennenswerte Maßnahmen mit Dekarbonisierungshebel, welche im Berichtsjahr implementiert wurden, betreffen vor allem die Bereiche Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Wir haben uns für den Ansatz investieren statt kompensieren entschieden. Daher werden wir durch den Kauf von Herkunftsnachweisen sukzessive den externen Strombezug vollständig auf erneuerbare Energie umstellen sowie in den Aufbau von Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern von Gebäuden an unserem Standort in Dortmund investieren. Außerdem wurde im Berichtsjahr die Heizungsanlage an unserem Logistikstandort ausgetauscht, womit eine Einsparung von Erdgas einhergeht. Darüber hinaus investieren wir in die Wartung und Optimierung des Blockheizkraftwerks (BHKW), welches immer noch eine hocheffiziente Technologie zur Stromerzeugung darstellt. Neben diesen größeren Maßnahmen setzen wir auch eine Vielzahl an kleineren Maßnahmen zur Energieeinsparung um, wie den Einsatz von Hocheffizienzpumpen, die Optimierung der Kälteerzeugung und den Austausch von Leuchtstofflampen gegen moderne LEDs. Diese Aktivitäten werden im Rahmen unseres nach ISO 50001 zertifizierten Energiemanagementsystems sowie unseres nach ISO 14001 zertifizierten Umweltmanagementsystems umgesetzt. Die Zertifizierungen werden jährlich überprüft bzw. in Wiederholungsaudits bestätigt. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr im Zuge einer Ortsbegehung des Hauptstandortes in Dortmund eine Energieeffizienzanalyse von einem externen Dienstleister durchgeführt. Die im Abschlussbericht zusammengetragenen Ergebnisse bestätigen die Wirksamkeit unserer Energie- und Umweltmanagementsysteme, da Elmos demnach bereits sämtliche nennenswerte Potenziale im Bereich der Energieeffizienz gehoben und implementiert hat. Durch die Umsetzung der zuvor genannten Maßnahmen konnte Elmos im Geschäftsjahr 2024 die Scope 1 und 2 Emissionen um 20,4% gegenüber dem Basisjahr 2022 reduzieren und ist damit auf bestem Wege, die eigenen ambitionierten Klimaziele, welche im folgenden näher erläutert werden, zu erreichen. Kennzahlen und ZieleZiele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel (E1-4)Übergeordnetes Klimaziel ist die Reduktion der von Elmos verursachten Treibhausgasemissionen. Dabei liegt der Fokus auf einer Einsparung der direkt von Elmos verursachten und verantworteten Emissionen, also der Scope 1 und 2 Emissionen. Im November 2023 wurden daher folgende Klimaziele für Elmos als Fabless-Unternehmen ohne eigene Waferfertigung verabschiedet. Klimaziel 1 ist eine stufenweise Reduktion der Scope 1 und 2 Emissionen um 40% gegenüber dem Basisjahr 2022 bis zum Jahr 2026 - also eine jährliche Reduktion um 10%. Klimaziel 2 ist die vollständige Klimaneutralität im Scope 1 und 2 bis zum Jahr 2035 - also eine Reduktion der Scope 1 und 2 Emissionen um 100%. Zur Berechnung der Scope 2 Emissionen für die Zielerreichung wird die marktbasierte Methode verwendet. Ein THG-Emissionsreduktionsziel für Scope 3 wurde aufgrund der hochkomplexen und globalen Lieferkette sowie der geringen Einflussmöglichkeit durch Elmos auf die wesentlichen Verursacher der Treibhausgasemissionen aktuell noch nicht verabschiedet. Die angestrebten Einsparungen beziehen sich auf das Basisjahr 2022. Die Emissionen für 2022 liegen im Scope 1 bei 4.470 t CO 2 e und im Scope 2 bei 3.321 t CO 2 e. Bei der Zielsetzung wurden keine Leitlinien oder ähnliches hinzugezogen und die Ziele wurden auch nicht extern validiert. Ausgehend von dem Ende Dezember 2024 vollzogenen Verkauf der Waferfertigung in Dortmund an Littelfuse Inc. basieren die Elmos Klimaziele wie auch unsere Treibhausgasbilanz auf der organisatorischen Struktur von Elmos als Fabless-Unternehmen ohne eigene Waferfertigung. Anderweitige potenzielle zukünftige Entwicklungen wurden bei der Festlegung der Klimaziele außen vorgelassen. Da der Produktionsstandort in Dortmund aktuell und auch in Zukunft voraussichtlich ausreichend ausgelastet sein wird, sind derzeit keine künftigen Entwicklungen mit wesentlichem Einfluss auf den Status Quo zu erwarten. Basierend auf der Technical Summary "Pathways to Net-Zero" der Science Based Targets Initiative (SBTi) von Oktober 2021 werden sektorübergreifende Reduktionspfade von 42% bis 2030 und 90% bis 2050 gegenüber dem Basisjahr 2020 angegeben. Für Elmos ergibt sich hierdurch mit dem Basisjahr 2022 ein Emissionsbudget von 4.519 t CO 2 e für 2030 und ein Emissionsbudget von 779 t CO 2 e für 2050. Die ambitionierten Klimaziele von Elmos erfüllen bzw. übererfüllen diese Grenzwerte. Daraus lässt sich ableiten, dass die von Elmos angestrebten Emissionseinsparungen für Scope 1 und 2 mit dem 1,5°-Ziel vereinbar sind. Klimaziel 1 wird insbesondere durch den bereits genannten sukzessiven Kauf von Herkunftsnachweisen, Investitionen in den Klimaschutz (z.B. eigene Photovoltaikanlagen) sowie weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung erreicht. Alle dafür notwendigen Maßnahmen wurden seit Zielsetzung erfolgreich implementiert. Klimaziel 2 wird anschließend durch die mittelfristige Umstellung des Blockheizkraftwerks (BHKW) erreicht. Tragbare Optionen bzw. Alternativen für das BHKW werden in den kommenden Jahren analysiert und spätestens zum Zeitpunkt der angestrebten Zielerreichung implementiert. In Frage kommen beispielsweise die Umstellung des Energieträgers auf Biogas oder Wasserstoff oder der Umstieg auf eine klimafreundliche Technologie, wie beispielsweise Wärmepumpen. Für die zukünftige Energieversorgung des Standorts spielt auch die kommunale Wärmeplanung der Stadt Dortmund eine zentrale Rolle, die zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht verabschiedet wurde.
Elmos Klimaziele
Über 2035 hinaus soll die Klimaneutralität in den eigenen Aktivitäten selbstverständlich beibehalten, also die Emissionen im Scope 1 und 2 konstant auf 0 gehalten werden. Neben den übergeordneten Klimazielen investieren wir kontinuierlich in kleinere und größere Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, welche letztlich zu einer zusätzlichen Emissionsreduktion beitragen. Weiteres Ziel im Bereich Klimawandel
Übergangsplan für den Klimaschutz (E1-1)Als Übergangsplan für den Klimaschutz versteht Elmos ihre Klimaziele, welche von Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedet wurden. Bezogen auf unsere eigenen Aktivitäten ist das Thema Energie der wichtigste Dekarbonisierungshebel. Daher werden wir bis zum Jahr 2035 den gesamten Energiebezug auf Energie aus erneuerbaren Quellen umstellen. Bezogen auf die Produkte ist Elmos in erster Linie "Enabler". Elmos Halbleiter tragen auf unterschiedliche Weise zum Umweltschutz und zur Energieeinsparung bei, sowohl in den Produkten selbst als auch in den Anwendungen, in denen sie eingesetzt werden. Daher stehen bei der Entwicklung von Elmos Halbleitern Energieeffizienz und Umweltschutz im Fokus. So versuchen wir kontinuierlich die Umweltwirkung unserer Produkte durch Innovationen zu reduzieren. Dies zeigt sich beispielsweise in kleineren Strukturgrößen, welche mit weniger Materialbedarf einhergehen, oder einer Steigerung der Energieeffizienz der Produkte und einem damit sinkenden Energiebedarf. Zu nennende Vermögenswerte in Bezug auf potenziell eingeschlossene Treibhausgasemissionen sind im Wesentlichen unsere Testanlagen und unser Blockheizkraftwerk (BHKW). Ein Teil der Testanlagen steht bei unseren OSAT-Partnern. Entsprechende Emissionen dieser Anlagen werden im Scope 3 erfasst und kommen an dieser Stelle nicht zum Tragen. Da eine erhebliche Reduktion des Energiebedarfs der Testmaschinen nur schwer realisierbar ist, strebt Elmos stattdessen eine Reduktion der entstehenden Emissionen über den Kauf von Herkunftsnachweisen für Strom aus erneuerbaren Quellen an. Darüber hinaus halten wir durch entsprechende Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten die Effizienz der Anlagen stets auf dem aktuellen Stand der Technik. Gemäß unserer Treibhausgasbilanz wurde die Scope-3-Kategorie "Verwendung verkaufter Produkte" nicht als wesentlich eingestuft. Somit sind keine eingeschlossenen Treibhausgasemissionen auf Produktebene zu nennen. Energieverbrauch und Energiemix (E1-5)Ausgehend von dem Ende 2024 vollzogenen Verkauf der Waferfertigung in Dortmund an Littelfuse Inc. basieren die Energieverbräuche auf der organisatorischen Struktur von Elmos als Fabless-Unternehmen ohne eigene Waferfertigung. Bei den dargestellten Zahlen handelt es sich um Energiebezüge. Ein Großteil des bezogenen Erdgases wird vor Ort umgewandelt. So wird mit Hilfe des BHKWs Strom produziert. Zur Vermeidung einer Doppelzählung wird die Energieerzeugung durch das BHKW nicht weiter differenziert.
Die Herstellung von Halbleitern als ein elektronisches Bauelement wird in der Statistischen Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft ("NACE") mit dem Code C.26 erfasst. Damit zählt die Halbleiterindustrie zu den klimaintensiven Sektoren. Elmos ist ausschließlich im Bereich Halbleiter aktiv. Sämtliche Nettoerlös werden diesem Sektor zugeordnet. Der Energiebezug von Elmos als Fabless-Unternehmen lag im Berichtsjahr bei 36,1 GWh. Die Nettoerlös lagen bei 581,1 Mio. Euro. Somit liegt die Energieintensität bei 0,062 GWh / Mio. Euro.
Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen (ESRS 2 IRO-1)Eine Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen erfolgt ausführlich im ESRS 2. Da die Treibhausgasbilanz die Grundlage der Maßnahmen- und Zieldefinition im Bereich Klimawandel bildet, folgt an dieser Stelle eine Beschreibung ihrer Berechnungsmethodik. Die Elmos Treibhausgasbilanz (Corporate Carbon Footprint, CCF) wird intern vom Investor Relations, Public Relations & ESG Team in Zusammenarbeit mit den relevanten Fachbereichen ohne externe Unterstützung erstellt. Rahmenwerk ist das international anerkannte Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol). Es unterscheidet drei Bereiche:
Ausgehend von dem Ende Dezember 2024 vollzogenen Verkauf der Waferfertigung in Dortmund an Littelfuse Inc. basiert unsere Treibhausgasbilanz auf der organisatorischen Struktur von Elmos als Fabless-Unternehmen ohne eigene Waferfertigung. Die innerhalb der Waferfertigung im Zusammenhang mit der Herstellung der Halbleiter stehenden Emissionen finden sich somit in Scope 3, wie auch die der externen Foundries. Für die Berechnung der Treibhausgasbilanz wurden Daten des gesamten Elmos Konzerns als Fabless-Unternehmen, also - je nach Datenverfügbarkeit - die Emissionen aller Standorte berücksichtigt. In Abstimmung mit den relevanten Fachabteilungen wurden zahlreiche Aktivitäts- und Verbrauchsdaten erhoben. Von Energie- und Wasserverbräuchen, über Abfallmengen bis hin zu Rohmaterialien und Transportwegen. Somit basiert die Bilanzierung überwiegend auf Primärdaten. An ausgewählten Stellen, wie beispielsewise im Bereich der Mitarbeitermobilität, waren Annahmen und Schätzungen zu tätigen. Für die Berechnung der Emissionen haben wir Emissionsfaktoren aus verschiedenen nationalen und internationalen Datenbanken sowie ausgewählte lieferantenspezifische Emissionsfaktoren verwendet. Durch die Berechnung konnten die für Elmos tatsächlichen und potenziell künftigen Treibhausgasemissionsquellen identifiziert werden. THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen (E1-6)Die Scope-1-THG-Bruttoemissionen belaufen sich für das Berichtsjahr auf 4.854 t CO 2 e. Wesentlicher Treiber im Scope 1 sind die im Blockheizkraftwerk (BHKW) durch die Nutzung von Erdgas entstehenden Emissionen. 270 t CO 2 e entfallen auf den Fuhrpark. Durch den Einsatz von Holzpellets an unserem Standort in Dresden entstehen zusätzlich 6 t CO 2 e an biogenen Emissionen. Die Scope-2-THG-Bruttoemissionen belaufen sich für das Berichtsjahr auf 1.344 t CO 2 e marktbezogen und 4.850 t CO 2 e standortbezogen. Die Differenz zwischen den marktbezogenen und den standortbezogenen Scope 2 Emissionen resultiert aus dem Kauf von Herkunftsnachweisen mit denen wir aktiv in den Ausbau von Wind- und Wasserkraftanlagen investieren. Die Scope 2 Emissionen sind nahezu ausschließlich auf eingekauften Strom zurückzuführen. Dampf, Kälte und ein Großteil der Wärme werden mit dem an unserem Hauptstandort vorhandenen Blockheizkraftwerk erzeugt und daher nicht separat erfasst. Einige ausgewählte Standorte heizen elektrisch. Sie machen 26 t CO 2 e der genannten Scope 2 Emissionen aus (sowohl marktbezogen als auch standortbezogen). Die Scope 1 und 2 Emissionen berücksichtigen den gesamten Elmos Konzern mit wenigen Ausnahmen (vereinzelte Standorte mit unwesentlichen Treibhausgasemissionen). Im Scope 3 sind sieben der insgesamt 15 Kategorien berücksichtigt - mit Fokus auf der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Die übrigen Kategorien sind entweder irrelevant, unwesentlich oder es liegen derzeit keine validen Daten vor. In Summe belaufen sich die Scope-3-THG-Bruttoemissionen für das Berichtsjahr auf 110.878 t CO 2 e. Im Scope 3 ist der Großteil der Emissionen den eingekauften Waren und Dienstleistungen (Kategorie 1) inkl. den Treibhausgasen der Waferfertigung in Dortmund zuzuschreiben. Alle Anlagen in der Waferfertigung in Dortmund sind mit äußerst effizienten Abgaswäschern ausgestattet, wodurch ein Großteil der theoretisch entstehenden Emissionen eliminiert wird. So wird ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Bei den weiteren eingekauften Waren schlagen vor allem die prozessierten Wafer der Foundries sowie Kunststoffe und Verpackungsmaterialien zu Buche. Weiterer Treiber ist die Transportlogistik (Kategorie 4: Transport und Distribution -vorgelagert). Die THG-Gesamtemissionen belaufen sich für das Berichtsjahr auf 117.077 t CO 2 e (marktbezogen) bzw. 120.756 t CO 2 e (standortbezogen).
Erwartete finanzielle Effekte wesentlicher physischer Risiken und Übergangsrisiken sowie potenzieller klimabezogener Chancen (E1-9)Im Rahmen der Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse wurden weder wesentliche klimabezogene physische Risiken noch wesentliche klimabezogene Übergangsrisiken identifiziert. Daher sind keine erwarteten finanziellen Auswirkungen zu berichten. Wesentliche Chancen im Bereich Klimawandel (ESRS E1) sind eine Umsatzgenerierung durch klimafreundliche Produkte sowie durch energieeffiziente Produkte. Diese lassen sich jedoch aufgrund zahlreicher Einflussfaktoren nicht abschließend quantifizieren. Hierzu zählen u.a. der Erfolg der Elmos und unserer Kunden, Marktveränderungen oder Portfolioverschiebungen bei unseren Kunden, aber auch Marktturbulenzen bspw. durch geopolitische oder ökonomische Unsicherheiten. Insgesamt schätzt Elmos jedoch die mittel- und langfristigen Wachstumsaussichten für die Automobilelektronik positiv ein. Der vermehrte Einsatz von Elektronik in Fahrzeugen wird durch zahlreiche Trends bestimmt, z.B. Fortschritte bei Fahrerassistenzsystemen bis hin zum autonomen Fahren, Elektrifizierung des Antriebsstranges, Digitalisierung, neuartige System-Architekturen sowie steigende Anforderungen an Sicherheits- und Komfortapplikationen. Ergänzende PflichtangabenAngaben zur EU-Taxonomie finden sich im entsprechenden Kapitel des Berichts. Sie umfassen in erster Linie unsere innovativen Produkte. Diese stehen allerdings nicht in Verbindung mit unseren Klimazielen. Es gibt keinen CapEx-Plan zur EU-Taxonomie. Elmos ist nicht in den Bereichen Kohle, Öl oder Gas aktiv. Elmos fällt nicht unter die EU-Verordnung 2016/1011. Da in der Klimarisikoanalyse und der damit verbundene Betrachtung verschiedener Klimaszenarien keine wesentlichen Risiken identifiziert wurden, war die Analyse für die Festlegung der Klimaziele nicht relevant. Die für Klimaschutzmaßnahmen eingesetzten finanziellen Mittel im Geschäftsjahr 2024 abseits der Berichterstattung nach der EU-Taxonomie sind im Vergleich zu den Gesamtinvestitionen bzw. gesamten Aufwendungen des Unternehmens unwesentlich und damit vernachlässigbar. Elmos ist weder am europäischen noch am deutschen Emissionshandelssystem beteiligt. Die Entnahme von Treibhausgasen und Projekten zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO 2 -Gutschriften, wurde im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse nicht als wesentlich identifiziert. Elmos hat im Berichtsjahr weder innerhalb noch außerhalb seiner vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette Projekte für den Abbau und die Speicherung von Treibhausgasen entwickelt oder finanziert. Eine interne CO 2 -Bepreisung wurde im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse nicht als wesentlich identifiziert. Elmos wendet kein internes CO 2 -Bepreisungssystem an. Angaben nach Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 (Taxonomie-Verordnung)Ermittlung der relevanten Umweltziele und Wirtschaftstätigkeit von Elmos im Rahmen der EU-TaxonomieHalbleiterlösungen für die Automobilindustrie leisten einen signifikanten Beitrag zur Reduktion des globalen CO 2 -Flottenausstoßes. Elmos trägt dazu mit unterschiedlichsten Automotive-Komponenten bei, beispielsweise mit ICs spezifisch für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, effiziente LED Beleuchtung, hocheffiziente Steuerung für Klimaanlagen, Aerodynamikoptimierung sowie das Temperatur- und Wärmemanagement, Sensoren für automatisches Licht und hocheffiziente Heizungssysteme. Wie bei den allgemeinen Angaben (ESRS 2) bereits erläutert ist Elmos ausschließlich im Bereich Halbleiter aktiv. Die Herstellung von Halbleitern als ein elektronisches Bauelement wird in der Statistischen Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft ("NACE") mit dem Code C.26 erfasst. Es bestehen darüber hinaus keine weiteren relevanten Taxonomie-Aktivitäten bzw. Geschäftssegmente im Elmos-Konzern. Im Anhang der technischen Bewertungskriterien der Delegierten Verordnung vom 4. Juni 2021 zur Ergänzung der EU-Taxonomie-Verordnung wurde der für Elmos relevante NACE Code C.26 unter anderem dem Abschnitt 3.6 ("Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien") zugeordnet. Gemäß den Beschreibungen im Abschnitt 3.6 zielt die "Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien" auf eine erhebliche Verringerung der Treibhausgasemissionen in anderen Wirtschaftssektoren ab. Sie ermöglicht ("Enabling") anderen Wirtschaftssektoren einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung von Umweltzielen bzw. eine erhebliche Verringerung der Treibhausgasemissionen. Die relevante Wirtschaftstätigkeit der EU-Taxonomie, für welche die Elmos Technologien einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung von Umweltzielen erbringen, ist die Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen (Abschnitt 3.5). Mit der Erweiterung der delegierten Verordnung vom 27. Juni 2023 kann der automobile Anteil der Wirtschaftsaktivität von Elmos Abschnitt 3.18 ("Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten") zugeordnet werden. Abschnitt 3.18 umfasst die Herstellung von Mobilitätskomponenten für die Bereitstellung und Verbesserung der Umweltleistung von emissionsfreien Fahrzeugen. Auch hierbei handelt es sich um eine ermöglichende ("Enabling") Tätigkeit. Denn mit der Herstellung von Halbleitern für die Automobilindustrie, insbesondere für hocheffiziente Systeme und Applikationen, für emissionsarme Antriebskonzepte oder für Hybrid- oder E-Fahrzeuge, leistet Elmos einen Beitrag zur Herstellung von CO 2 -armen Verkehrstechnologien (Abschnitt 3.3). Somit werden die nicht-automobilen Applikationen der Aktivität 3.6 zugeordnet, während die automobilen Anwendungen der Aktivität 3.18 zugeordnet werden. Die Analyse der wirtschaftlichen Aktivitäten anhand der Vorgaben der EU-Taxonomie hat ergeben, dass die Produkte von Elmos einen wesentlichen Beitrag zum Umweltziel 1 (Klimaschutz) leisten. Zu den weiteren Umweltzielen 2 (Anpassung an den Klimawandel), 3 (Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen), 4 (Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft), 5 (Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung) und 6 (Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme) leisten die Aktivitäten von Elmos keinen wesentlichen Beitrag. Ermittlung der taxonomiefähigen Umsätze von Elmos im Rahmen der EU-TaxonomieFür das Berichtsjahr 2024 erfolgt die Identifizierung der taxonomiefähigen Umsätze anhand der Elmos ESG Produktmatrix. Diese ist bei den allgemeinen Angaben (ESRS 2) im Abschnitt Strategie zu finden. Im Rahmen der Umsatzanalyse für die EU-Taxonomie werden für einen wesentlichen Beitrag zu Umweltziel 1 (Klimaschutz) alle Applikationen mit hohem oder mittlerem Einfluss auf mehr Umweltschutz und Effizienz berücksichtigt, während Applikationen mit niedrigem oder keinerlei Einfluss keine Berücksichtigung finden. Einen wesentlichen Beitrag zu mehr Umweltschutz und Effizienz leisten im Elmos-Konzern alle Umsatzerlöse mit Halbleitern, die durch Effizienzsteigerung, direkte oder indirekte Verbrauchsreduzierung oder Reduktion des CO 2 -Ausstoßes eines Fahrzeugs bzw. einer Gebäudeausrüstung einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung von Umweltzielen ermöglichen könnten (z.B. ICs für die energieschonende LED-Steuerung im Ambiente- und Rücklicht, ICs für eine optimierte und effizientere Motorsteuerung sowie für das Thermalmanagement, Halbleiter für ein effizientes Power- und Batteriemanagement sowie Lösungen für Hausautomatisierung und Automatisierung in der Industrie). Alle übrigen Umsatzerlöse mit Produkten für Applikationen mit keinem oder nur niedrigem Beitrag zu mehr Umweltschutz und Effizienz werden gemäß den Bewertungskriterien der EU-Taxonomie als nicht-taxonomiefähig klassifiziert, obwohl beispielsweise der Einsatz von Parkassistenzsystemen den urbanen Parkverkehr deutlich verringert und somit auch indirekt zur CO 2 -Reduktion beiträgt. Als Basis für den Umsatz sind die Umsatzerlöse nach IAS 1 bzw. die nach IFRS 15 bilanzierten Umsatzerlöse im Konzernabschluss herangezogen worden. Im Ergebnis konnten so 69,1% der Konzernumsätze von Elmos als taxonomiefähig identifiziert werden. Ermittlung der taxonomiefähigen Investitionsausgaben (CapEx) von Elmos im Rahmen der EU-TaxonomieEine eindeutige Aufschlüsselung der Investitionsausgaben (CapEx) anhand von ökologisch nachhaltigen Kriterien ist für unser Unternehmen nicht möglich, da beispielsweise auf einer Testmaschine alle Arten von Halbleitern getestet werden, also auch solche, die möglicherweise nicht-taxonomiefähig sind. Die taxonomiefähigen und nicht-taxonomiefähigen Investitionen ermitteln wir daher näherungsweise je nach Art der Investition entweder auf Basis des taxonomiefähigen Umsatzes oder auf Basis der abgesetzten Stückzahlen aller taxonomiefähigen Produkte. Investitionen in Grund, Boden und Gebäude beispielsweise wurden auf Basis der abgesetzten Stückzahlen der taxonomiefähigen Produkte aufgeschlüsselt, da diese Investitionen einer eher wertneutralen, umlagebasierten Aufteilung folgen und der Wert oder die Komplexität eines Produkts keinen Einfluss auf die Nutzung dieser Art von Investitionen hat. Für Investitionen in Sachanlagen, die direkt im Produktionsprozess eingesetzt werden (z.B. technische Anlagen für den Testprozess oder Testmaschinen) hingegen haben wir den Umsatz zur Ermittlung der taxonomiefähigen Investitionen angesetzt, um die unterschiedliche Beanspruchung der Produktionsmaschinen durch die verschiedenen Arten unserer Halbleiter je nach Komplexität anhand eines wertbasierten Ansatzes zu berücksichtigen. Höherwertige ("teurere") Halbleiter laufen beispielsweise tendenziell länger auf den Testmaschinen bzw. durchlaufen komplexere Testprogramme als einfache ("günstigere") Halbeiter. Höherwertige Produkte nutzen die Testmaschinen daher länger bzw. beanspruchen die technischen Anlagen mehr als einfache Produkte, sodass in diesen Fällen eine wertbasierte Ermittlung nach Umsatz einer wertneutralen Aufschlüsselung nach Stückzahlen vorzuziehen ist. Das Gleiche gilt für produktnahe bzw. projektnahe aktivierte Entwicklungsleistungen und damit maßgeblich für die immateriellen Vermögenswerte, da höherwertige bzw. komplexere Projekte in der Regel auch mehr Entwicklungsressourcen benötigen und damit auch ein höherer Anteil der Entwicklungsleistungen aktiviert werden kann als bei weniger komplexen, einfacheren Halbleiterentwicklungen. Als Basis für die Gesamtinvestitionsausgaben (taxonomiefähig und nicht-taxonomiefähig) wurden die Zugänge an Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten gemäß dem Konzernabschluss herangezogen. Nach dieser Analyse sind 69,6% der Investitionsausgaben (CapEx) des Elmos Konzerns als taxonomiefähig zu klassifizieren. Ermittlung der taxonomiefähigen Betriebsausgaben (OpEx) von Elmos im Rahmen der EU-TaxonomieAuch bei den Betriebsausgaben (OpEx) ist eine konkrete und eindeutige Aufteilung in taxonomiefähige und nicht-taxonomiefähige Ausgaben nicht möglich und hat aus unserer Sicht auch nur eine sehr geringe Aussagekraft. Daher haben wir auch für die Ermittlung der OpEx-Kennzahl näherungsweise entweder den Umsatz oder die abgesetzten Stückzahlen je nach Kostenart herangezogen. Für alle relevanten Aufwendungen auf Basis der EU-Taxonomie, die direkt mit der Entwicklung von Produkten in Verbindung stehen, haben wir den Anteil analog dem Umsatzanteil unserer definierten taxonomiefähigen Aktivitäten angesetzt, da höherwertige Produkte tendenziell auch höhere Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, insbesondere mehr Personalressourcen, benötigen. Andere, nicht produktentwicklungsbezogene Aufwendungen, wie beispielsweise für die Wartung und Instandhaltung von Gebäuden, haben wir wie typische Umlagen behandelt und nach den abgesetzten Stückzahlen der taxonomiefähigen Produkte aufgeteilt. Gemäß der EU-Taxonomie wurden als Basis für die gesamten, also taxonomiefähigen und nicht-taxonomiefähigen Betriebsausgaben, direkte, nicht kapitalisierte Kosten, die sich auf Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges Leasing, Wartung und Reparatur beziehen, herangezogen. Darüber hinaus wurden sämtliche andere direkte Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens durch das Unternehmen oder Dritte, an die Tätigkeiten ausgelagert werden, die notwendig sind, um die kontinuierliche und effektive Funktionsfähigkeit dieser Vermögenswerte sicherzustellen, berücksichtigt. Demnach liegt der Anteil der taxonomiefähigen Betriebsausgaben (OpEx) des Elmos Konzerns bei 69,3%. Ermittlung der taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivitäten von Elmos im Rahmen der EU-TaxonomieDie Ermittlung der taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivitäten für die Elmos ist zweigeteilt, einerseits für die Produkte nach Tätigkeit 3.6 und andererseits für die Produkte nach Tätigkeit 3.18. Bezogen auf Tätigkeit 3.6 mussten wir erkennen, dass die Erfüllung der sehr komplexen technischen Bewertungskriterien und somit der Nachweis der Taxonomiekonformität unserer Produkte nur mit einem enorm großen Aufwand zu erfüllen wäre. Die erforderliche vollständige Lebenszyklusanalyse zum Nachweis der Einsparungen an THG-Emissionen verifiziert durch einen unabhängigen Dritten wäre mit einem unverhältnismäßig hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand für das Unternehmen verbunden. Darüber hinaus müsste solch eine Analyse auf vielen ungesicherten Annahmen beruhen. Danach müsste gemäß den technischen Bewertungskriterien zusätzlich geprüft werden, ob das jeweilige Produkt tatsächlich die im Markt verfügbare leistungsfähigste Technologie darstellt. Das heißt, ein Zulieferer müsste nachweisen, dass seine Produkte bzw. Lösungen in Bezug auf die Emissionseinsparung besser sind als alle im Markt verfügbaren Wettbewerbsprodukte. Es ist unschwer zu erkennen, dass dieser Nachweis in der Praxis überhaupt nicht möglich ist, da die dazu benötigten detaillierten Informationen über alle relevanten Wettbewerbsprodukte nicht verfügbar sind. Aufgrund dieser extrem komplexen Vorgaben der technischen Bewertungskriterien für die Wirtschaftsaktivität 3.6, die entweder gar nicht oder nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand zu erfüllen wären, berichtet Elmos im Berichtsjahr 0% für taxonomiekonforme Umsätze, CapEx und OpEx für die Aktivität 3.6. Im Gegensatz hierzu ist es möglich, taxonomiekonforme Produkte in der Kategorie 3.18 auszuweisen. Dafür haben wir unsere Aktivitäten einer Prüfung basierend auf den in Anhang I EU 2023/2485 definierten technischen Bewertungskriterien unterzogen. Nahezu alle automobilen Halbleiter von Elmos können sowohl in Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (ICE), in Hybrid-Fahrzeuge (HEV/PHEV) als auch in sogenannte Zero Emission Vehicles, also Elektrofahrzeuge (BEV) und Fahrzeuge mit einer Brennstoffzelle (FCV) eingebaut werden. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass Elmos in der Regel nicht bekannt ist, in welchen Modellen oder Plattformen und in welcher Stückzahl die ICs konkret eingesetzt werden. Aus diesem Grund wird der Anteil der Elmos-Halbleiter in Zero Emission Vehicles (BEV & FCV) anhand der Daten zur globalen Automobilproduktion in 2024 ermittelt. Laut S&P Global (S&P Global Mobility Automotive Powertrain Production - Januar 2025) sind im Jahr 2024 weltweit insgesamt rund 89,5 Mio. Fahrzeuge produziert worden, davon 14,7% Zero Emission Vehicles mit elektrischem Antriebsstrang (BEV) oder mit einer Brennstoffzelle (FCV). Hybrid-Modelle bleiben hierbei unberücksichtigt, da die Fahrzeuge gemäß der EU-Taxonomie für die Taxonomiekonformität keine direkten CO 2 -Abgasemissionen verursachen dürfen. Neben dem wesentlichen Beitrag zu einem Klimaziel setzen die technischen Bewertungskriterien für die Taxonomiekonformität außerdem die Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen ("Do no significant harm") der weiteren Umweltziele voraus. Für die Einhaltung der DNSH Kriterien für das EU-Umweltziel 2. Anpassung an den Klimawandel hat Elmos den Hauptstandort in Dortmund, welcher im Elmos Konzern der einzige Produktionsstandort weltweit ist, einer ausführlichen Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse unterzogen. Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass dank der Lage des Produktionsstandortes für Elmos weder aktuelle noch zukünftige materielle Klimagefahren identifiziert werden konnten. Die Kriterien für das Umweltziel 3. Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen beziehen sich vorwiegend auf behördliche und gesetzliche Vorgaben, zu deren Einhaltung Elmos insbesondere an dem einzigen Produktionsstandort in Dortmund ohnehin verpflichtet ist. Eine detaillierte Beschreibung findet sich in unserer ESG Richtlinie zum Thema Wassermanagement, welche unter www.elmos.com im Bereich Nachhaltigkeit zu finden ist. Darüber hinaus ist das Umweltmanagementsystem der Elmos nach der anspruchsvollen ISO 14001 zertifiziert. In diesem Zusammenhang identifiziert und bewertet Elmos potenzielle Risiken für die Umwelt. Im Ergebnis zeigt diese Risikoanalyse, dass das dritte Umweltziel der EU durch die Wirtschaftsaktivität von Elmos nicht beeinträchtigt wird. Bei den DNSH Kriterien für Umweltziel 4. Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft stehen vorwiegend generelle Vorgaben im Fokus, wie bspw. ein Produktdesign für lange Haltbarkeit, Recycling im Produktionsprozess sowie die Bereitstellung von Informationen über bedenkliche Stoffe. Grundsätzlich sind Elmos Halbleiter auf Langlebigkeit und Haltbarkeit ausgelegt. Der durchschnittliche Produktzyklus der Produkte liegt bei 6 bis 10 Jahren, in der Regel angelehnt an die Laufzeit eines Automodells, wobei die eigentliche Lebensdauer und Funktionsfähigkeit der ICs normalerweise um ein Vielfaches höher liegt. Darüber hinaus ist bei Elmos ein umfassendes Abfallmanagement mit Fokus auf Transparenz, Umweltschutz, Ressourcenkreisläufen, Arbeitssicherheit sowie Dekontaminierung implementiert. So kann Elmos stets eine Abfallverwertungsquote von über 90% vorweisen. Bzgl. der Bereitstellung von Informationen über bedenkliche Stoffe wird an dieser Stelle auf unsere Erklärungen zu Konfliktmineralien, ELV, REACH und RoHS verwiesen, welche unter www.elmos.com verfügbar sind. Hinsichtlich des EU-Umweltziels 5. Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung liegen keine Anhaltspunkte vor, dass Elmos gegen die von der EU-Taxonomie geforderten Vorgaben verstößt. Elmos hält die erforderlichen Verordnungen und Richtlinien ein und somit kann ausgeschlossen werden, dass besonders besorgniserregende Stoffe im Sinne der EU-Taxonomie von Elmos verwendet, hergestellt oder in Verkehr gebracht werden. Im Hinblick auf das EU-Umweltziel 6. Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme möchten wir auf unsere ESG Richtlinie zum Thema Biodiversität verweisen, welche unter www.elmos.com im Bereich Nachhaltigkeit zu finden ist. Die dort beschriebene Risikoanalyse auf Basis der Key Biodiversity Areas im Biodiversity Risk Filter der WWF Risk Filter Suite des World Wide Fund For Nature (WWF) zeigt, dass dieses Umweltziel nicht durch die Wirtschaftsaktivität von Elmos beeinträchtigt wird. Zusammenfassend kann also festgehalten werden, dass die Voraussetzungen zur Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen bzw. die Einhaltung der "Do no significant harm" (DNSH) Kriterien der übrigen EU-Umweltziele erfüllt sind. Zusätzlich zu den technischen Bewertungskriterien haben wir für die Ermittlung der taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivitäten unsere Prozesse einer Prüfung der Einhaltung der Vorgaben zum sozialen Mindestschutz (Minimum Safeguards) der EU-Taxonomie unterzogen. Hierzu ist eine Gap-Analyse durchgeführt worden, um sicherzustellen, dass die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen und die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, einschließlich der Grundprinzipien und Rechte aus den acht Kernübereinkommen, die in der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit festgelegt sind, und aus der Internationalen Charta der Menschenrechte, befolgt werden. Im Fokus stehen hierbei u.a. Menschen- und Arbeitsrechte, Bestechung und Korruption, die Besteuerung und ein fairer Wettbewerb sowie der verantwortungsbewusste Umgang mit Wissenschaft, Technologie und Innovation. Bei Elmos erfolgt die Sicherstellung der Vorgaben zum Mindestschutz durch eine Nutzung der bestehenden und umfassenden Compliance Management Strukturen. Hierzu zählen u.a. das konzernweite Compliance Management System (CMS), die Verhaltensrichtlinien für Mitarbeitende sowie Lieferanten und Geschäftspartner, die Grundsatzerklärung für Menschenrechte, die Erklärungen zu Konfliktmineralien sowie zu ELV, REACH und RoHS und zahlreiche Richtlinien bzgl. sozialen Themen und zur Unternehmensführung, welche unter www.el-mos.com im Bereich Nachhaltigkeit bzw. Corporate Governance eingesehen werden können. Im Rahmen der Gap-Analyse konnten daher keine wesentlichen Lücken identifiziert werden, sodass auch die Einhaltung der Minimum Safeguards als gegeben angesehen wird. Im Ergebnis konnte Elmos die taxonomiekonformen Anteile über alle drei KPIs (Umsätze, CapEx, OpEx) hinweg gegenüber dem Vorjahr leicht steigern. Die Anteile der taxonomiekonformen Umsätze sowie der taxonomiekonformen Betriebsausgaben (OpEx) der Elmos lagen jeweils bei 9,0%. Der Anteil der taxonomiekonformen Investitionsausgaben (CapEx) betrug 8,9%. Erläuterungen zu den Angaben im Rahmen der EU-TaxonomieAlle Angaben beziehen sich auf den Berichtszeitraum 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 (Vorjahr: 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023). Im Einklang mit dem Konzernabschluss der Elmos Semiconductor SE wurden die finanziellen Kennzahlen nach IFRS ermittelt und in Mio. Euro angegeben. Die finanziellen Kennzahlen im Rahmen der EU-Taxonomie-Berichtspflicht (Umsatz, CapEx, OpEx) basieren auf Daten des Konzernabschlusses der Elmos Semiconductor SE zum 31. Dezember 2024 und wurden gemäß den Vorgaben und Definitionen im Anhang I (KPI von Nicht-Finanzunternehmen) der Delegierten Verordnung vom 6. Juli 2021 ermittelt und nach den Vorgaben im Anhang V der Delegierten Verordnung vom 27. Juni 2023 berichtet. Anteil des Umsatzes aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind - Offenlegung für das Jahr 2024
CapEx-Anteil aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind - Offenlegung für das Jahr 2024
OpEx-Anteil aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind - Offenlegung für das Jahr 2024
SozialinformationenArbeitskräfte des Unternehmens (ESRS S1)StrategieWesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell (ESRS 2 SBM-3)Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im Bereich Arbeitskräfte des Unternehmens
Im Zuge der durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse wurden für den Bereich Arbeitskräfte des Unternehmens die in der Tabelle dargestellten sieben wesentlichen IROs, davon sechs positive Auswirkungen und ein Risiko, identifiziert. Diese wesentlichen IROs betreffen sämtliche bei Elmos angestellte Arbeitnehmende und ergeben sich direkt aus der Unternehmensphilosophie der Elmos. Damit sind im Bereich Arbeitskräfte des Unternehmens die Unterthemen Arbeitsbedingungen, Gleichstellung und Chancengleichheit für alle und Sonstige arbeitsbezogene Rechte wesentlich. Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens (S1-1)Nennenswerte Richtlinien und Dokumente im Zusammenhang mit den identifzierten wesentlichen IROs im Bereich Arbeitskräfte des Unternehmens sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Sie alle decken sämtliche Arbeitskräfte des Unternehmens ab. Relevante Konzepte im Bereich Arbeitskräfte des Unternehmens
Elmos ist sich ihrer Sorgfaltspflicht für die Einhaltung von Menschenrechten bewusst und fordert diese im Verhaltenskodex für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Alle unsere Mitarbeitenden weltweit werden regelmäßig zum Verhaltenskodex geschult. Darüber hinaus steht bei Elmos für anonyme Meldungen gegen Verstöße das Hinweisgebersystem (Whistleblower-System) unternehmensweit zur Verfügung. Für den Fall von eingehenden Meldungen, werden diese durch den Chief Compliance Officer untersucht und wesentliche Verstöße gegen geltende Arbeitsstandards und Menschenrechte dem Vorstand berichtet. Elmos orientiert sich in ihrem unternehmerischen Handeln an internationalen Standards und Prinzipien wie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN Declaration of Human Rights), den grundlegenden Prinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organisation; ILO), den Prinzipien des UN Global Compact, den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen (OECD Guidelines for Multinational Enterprises) und den UN Zielen für nachhaltige Entwicklung (17 Sustainable Development Goals). Sowohl in der Menschenrechtserklärung als auch im konzernweit gültigen Verhaltenskodex und in der ESG Richtlinie zur Einhaltung der Menschenrechte wird explizit auf die Themen Menschenhandel, Zwangsarbeit und Kinderarbeit eingegangen. Bei Elmos möchten wir allen Beschäftigten weltweit ein Arbeitsumfeld bieten, das frei von jeglicher Form der Diskriminierung und Benachteiligung ist. Wir dulden nicht, dass Mitarbeitende, Geschäftspartner oder Dritte diskriminiert, schikaniert oder beleidigt werden. Wir respektieren die persönliche Würde, Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte eines jeden Einzelnen. Daher greifen unter anderem die ESG Richtlinien "Anti-Diskriminierung" sowie "Beschäftigtenvielfalt und Chancengleichheit" die genannten Aspekte auf. Niemand darf aufgrund des Geschlechts, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der Nationalität, der Religion, der Weltanschauung, der politischen Einstellung, einer Behinderung, des Alters, des Familienstands sowie der sexuellen Identität oder Orientierung benachteiligt, angegriffen, belästigt oder ausgegrenzt werden. Das beginnt bereits im Auswahlprozess, wo den Themen Chancengleichheit und Anti-Diskriminierung eine besondere Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Jede Form von sexueller und nicht-sexueller Belästigung, körperlicher Züchtigung und Nötigung wird nicht toleriert. Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen (S1-2)Elmos legt großen Wert auf einen aktiven Austausch zwischen Management und Mitarbeitenden. Aus diesem Grund verfolgt Elmos eine ausgeprägte Beschäftigtenkommunikation über unterschiedlichste Kommunikationskanäle. Betriebsversammlungen bieten beispielsweise die Möglichkeit, einen offenen und konstruktiven Dialog zu führen. Zudem findet ein reger Austausch zwischen Management und Betriebsrat in zahlreichen Ausschüssen statt. Für die weitergehende Kommunikation mit den Beschäftigten werden vom Vorstand mehrmals pro Jahr deutsche und englische Videobotschaften sowie anlassbezogene Mitteilungen an die Arbeitskräfte zu aktuellen und wichtigen Themen gesendet. Darüber hinaus veröffentlicht Elmos mindestens zweimal pro Jahr ein Mitarbeitendenmagazin in deutscher und englischer Sprache. Rund einmal pro Woche werden relevante Kurzinformationen per E-Mail und im Intranet geteilt. Weiterhin stehen wesentliche Informationen, Hilfestellungen und Dokumente im Elmos Intranet zur Verfügung. An verschiedenen Stellen im Unternehmen werden aktuelle Meldungen und Informationen zusätzlich über große Monitore dargestellt. Über das Betriebliche Vorschlagswesen können die Mitarbeitenden jederzeit Vorschläge, Änderungswünsche und Optimierungspotenziale kommunizieren. Darüber hinaus wählen die Arbeitskräfte alle fünf Jahre zwei Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE. Zur Wahrung und Steigerung der Zufriedenheit der Beschäftigten werden jährlich Mitarbeitendenbefragungen durchgeführt. Mindestens einmal im Jahr finden Beschäftigtengespräche zwischen den Mitarbeitenden und ihren direkten Vorgesetzten statt, in denen den Mitarbeitenden Feedback hinsichtlich ihrer Arbeitsergebnisse und ihres Arbeitsverhaltens gegeben wird. In den Gesprächen erhalten die Vorgesetzten von ihren Mitarbeitenden aber auch Feedback zum Führungsverhalten und zum Teamzusammenhalt. Verbesserungsvorschläge, Wünsche und Anregungen der Mitarbeitenden an ihre Vorgesetzten werden ebenfalls diskutiert. Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können (S1-3)Die Einhaltung von geltendem Recht und Gesetz sowie aller internen Regeln und Richtlinien hat für Elmos oberste Priorität. Wir verfolgen eine strikte Null-Toleranz-Politik in Bezug auf Compliance-Verstöße und verfügen dazu über ein konzernweites Compliance Management System (CMS). Ein wesentliches Element unseres CMS ist die Bereitstellung eines Hinweisgebersystems mit verschiedenen Meldekanälen, bei Bedarf auch vollständig anonym. Hinweisgebende haben die Möglichkeit eine Meldung beispielsweise per Brief, per E-Mail oder über ein webbasiertes Hinweisgeber-Portal abzugeben. Das Portal steht auf Deutsch und Englisch zur Verfügung. Das Hinweisgebersystem von Elmos erfüllt die Vorschriften des deutschen Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG), der EU-Whistleblower-Richtlinie (2019/1937) und ist konform mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Elmos verpflichtet sich, jeden eingehenden Hinweis vertraulich zu behandeln, gewissenhaft zu prüfen und notwendige Maßnahmen einzuleiten. Die Hinweisgebenden erhalten so schnell wie möglich, spätestens innerhalb von drei Monaten, eine Rückmeldung zu ihrem Bericht. Die Hinweisgebenden werden bei Bedarf auch über geplante oder bereits ergriffene Folgemaßnahmen und die Gründe für diese Folgemaßnahmen (wie etwa interne Nachforschungen oder Ermittlungen) informiert. Die Mitarbeitenden werden im Rahmen der regelmäßigen Schulungen zum Verhaltenskodex über das Hinweisgebersystem informiert. Das Whistleblower-System ist sowohl über die Elmos Website als auch über das Intranet erreichbar. Elmos legt höchsten Wert auf Vertraulichkeit und Integrität. Niemand, der in gutem Glauben einen vermuteten Compliance-Verstoß meldet, muss Nachteile oder Repressalien befürchten, selbst wenn sich der vermutete Verstoß als ungerechtfertigt herausstellen sollte. Wir dulden keine Vergeltungsmaßnahmen gegen Hinweisgebende, sondern schützen sie entschlossen. Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen (S1-4)Neben den bereits bestehenden Maßnahmen und etablierten Prozessen, wie bspw. der Teilnahme an Berufs- und Karrieremessen und einem umfangreichen Schulungs- und Weiterbildungsangebot, wurden im Berichtsjahr folgende Maßnahmen umgesetzt, um die positiven Auswirkungen weiter zu steigern. Als Treffpunkt für gemeinsame Pausen und inspirierende Gespräche wurde an unserem Hauptstandort in Dortmund ein Barista Café eröffnet. Zur Messung der Zufriedenheit der Beschäftigten wurde eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Das Kursangebot in unserem firmeneigenen Fitnessstudio wurde erweitert und es wurde an verschiedenen Firmenläufen teilgenommen. Darüber hinaus wurden neue Ersthelfende ausgebildet. Die Präsenz in den sozialen Medien, wie LinkedIn und Instagram, wurde gestärkt. Und zahlreiche Teams haben verschiedene Team-Events organisiert, wie ein Besuch des BVB-Stadions, Bogenschießen, einen Ausstellungsbesuch und gemeinsame Abendessen. Sonstige Leistungen, die über das normale Maß hinausgehen, sind am Hauptstandort in Dortmund u.a. eine eigene Kantine, ein Parkhaus mit gesonderten Fahrradstellplätzen, E-Ladesäulen für EBikes und Dienstwagen, ein kostenfreies eigenes Fitnessstudio mit einem umfangreichen Kursprogramm, das Angebot von Massagen sowie kostenloses Obst und Wasser. Des Weiteren ermöglicht ein internes Gesundheitsteam bestimmte medizinische Untersuchungen oder auch Schutzimpfungen für die Mitarbeitenden. Die Verantwortung der Überprüfung der Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen liegt in den jeweiligen Fachbereichen, hier vor allem in der Personalabteilung. Kennzahlen und ZieleZiele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen (S1-5)Ausgehend von dem Ende 2024 vollzogenen Verkauf der Waferfertigung in Dortmund an Littelfuse Inc. basieren die Personalkennzahlen auf der organisatorischen Struktur von Elmos als Fabless-Unternehmen ohne eigene Waferfertigung.
Merkmale der Arbeitskräfte des Unternehmens (S1-6)
Zahlen zum 31. Dezember 2024 in Personenzahl. Zahlen beinhalten Auszubildende, Studierende und Leiharbeitnehmende. Die Mitarbeiterfluktuation lag im Berichtsjahr bei 2,5%, gemessen an freiwilligen Austritten von Vollzeit- und Teilzeitkräften im Verhältnis zum durchschnittlichen Personalbestand. Merkmale der Fremdarbeitskräfte des Unternehmens (S1-7)Zur Steigerung der Flexibilität, beispielsweise um Bedarfsspitzen abzudecken, beschäftigt Elmos in Ausnahmefällen auch Freelancer und Leiharbeiter, meist über Drittfirmen. Durch diese Instrumente werden kurzfristige und flexible Reaktionen auf die Anforderungen des sich zunehmend schneller ändernden Marktumfelds ermöglicht. Ihr Einsatz kann einen Beitrag zur Optimierung unserer Wettbewerbsfähigkeit und somit zur allgemeinen Beschäftigungssicherung leisten. Elmos ist bestrebt, den Einsatz von nicht direkt Angestellten, insbesondere von Leiharbeitenden, so weit wie möglich zu reduzieren. Der weitaus überwiegende Teil der Elmos Beschäftigten befindet sich allerdings schon heute in einem direkten und unbefristeten Vertragsverhältnis. Zum 31. Dezember 2024 gab es bei Elmos lediglich 5 Leiharbeiter (2 Frauen und 3 Männer). Diversitätskennzahlen (S1-9)Im Berichtsjahr waren 237 Beschäftigte (18%), davon 58 Frauen und 179 Männer, unter 30 Jahren, 672 Beschäftigte (52%), davon 174 Frauen und 498 Männer, zwischen 30 und 50 Jahren und 380 Beschäftigte (29%), davon 74 Frauen und 306 Männer, über 50 Jahre alt. Das Durchschnittsalter lag bei 42 Jahren. Angaben zur Geschlechterverteilung der obersten Führungsebene finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung im vorliegenden Geschäftsbericht. Angemessene Entlohnung (S1-10)In unserem Unternehmen sind weibliche, männliche und diverse Beschäftigte grundsätzlich gleichgestellt. Es gibt keine bekannten Unterschiede bei Löhnen und Gehältern, die allein auf das Geschlecht zurückgehen. Elmos entlohnt alle Beschäftigten fair und angemessen und gewährleistet mindestens gesetzlich festgelegte Mindestlöhne, geltende Arbeitszeitregelungen und Überstundenregelungen sowie gesetzliche und freiwillige Sozialleistungen. Darüber hinaus gewährt Elmos auch variable Vergütungskomponenten und Sonderzahlungen, bspw. in Form von Zielvereinbarungen oder in Abhängigkeit vom Unternehmenserfolg. Soziale Absicherung (S1-11)93% der Arbeitskräfte sind in Deutschland beschäftigt und genießen dadurch einen umfassenden gesetzlich geregelten Sozialschutz insbesondere hinsichtlich Krankheit, Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfällen und Erwerbsunfähigkeit, Elternzeit und Ruhestand. Auch alle anderen Mitarbeitenden des Elmos Konzerns sind in Ländern beschäftigt, die einen Mindeststandard an Sozialschutz bieten. Darüber hinaus bietet Elmos ihren Mitarbeitenden zahlreiche freiwillige Sozialleistungen und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung an. Kennzahlen für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung (S1-13)Exzellent geschulte Fachkräfte sind für Elmos als innovatives Unternehmen der Halbleiterbranche von besonderer Bedeutung. Um eine kontinuierliche Weiterentwicklung aller Mitarbeitenden zu gewährleisten und sie auch auf neue Herausforderungen vorzubereiten, bietet Elmos zahlreiche Schulungen und Weiterbildungen auf allen Ebenen an. Alle unsere Mitarbeitenden werden unabhängig des Geschlechts auf Grundlage ihrer Qualifikation und ihrer Fähigkeiten gefördert. Elmos Mitarbeitende in Führungspositionen und im Management absolvieren zusätzlich zum regulären Schulungsprogramm spezifische Führungskräfte- und Management-Trainings. Wichtige Schulungen zu zentralen Themen (z.B. Compliance, Code of Conduct, Cyber-Security, Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Energiemanagement) sind von allen Mitarbeitenden in regelmäßigen Abständen zu wiederholen und erfolgreich zu bestehen. Je nach Aufgabengebiet durchlaufen die Mitarbeitenden weitere fachspezifische Schulungen und Fortbildungen. Der konkrete Schulungsbedarf wird im Rahmen der jährlichen Beschäftigtengespräche ermittelt. Darüber hinaus engagiert sich Elmos stark in der Ausbildung und betrachtet diese als wichtige Investition in die Zukunft. Elmos bietet an den deutschen Standorten, vornehmlich am Hauptstandort in Dortmund, insgesamt 11 verschiedene Ausbildungsberufe und Duale Studiengänge an. Die hochqualitative Ausbildung bei Elmos ist auf unsere Bedürfnisse als innovatives High-Tech Unternehmen abgestimmt und bietet jungen Menschen eine hervorragende Basis für ihre berufliche Zukunft. Ein Großteil der Beschäftigten nimmt regelmäßig an den weiter oben beschriebenen Leistungs- und Laufbahnbeurteilungen teil. Im Berichtsjahr haben 60% das Angebot des jährlichen Feedbackgesprächs in Anspruch genommen. Die durchschnittliche Zahl der Schulungsstunden lag im Berichtsjahr bei 19 Stunden pro Person. Für Frauen lag die Zahl bei 21 Stunden, für Männer bei 19 Stunden. Beschäftigte der Kategorie Management haben im Berichtsjahr durchschnittlich 25 Schulungsstunden absolviert, dabei Frauen 30 Stunden und Männer 24 Stunden. Beschäftigte der Kategorie Fachkräfte haben durchschnittlich 18 Schulungsstunden absolviert, dabei Frauen 20 Stunden und Männer 18 Stunden. Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit (S1-14)Wir setzen auf höchste Standards bei der Arbeitssicherheit. Daher ist das Elmos Arbeitsschutz-Managementsystem für den Hauptstandort in Dortmund nach den strengen Anforderungen der ISO 45001 zertifiziert. Das System deckt 83% der Beschäftigten ab. Bei den übrigen Elmos Standorten handelt es sich um Entwicklungs- oder Vertriebsbüros ohne eigene Produktion. Für diese Standorte ist das Unfallrisiko sehr gering. Im Berichtsjahr hat es keine Todesfälle gegeben. Am Hauptstandort in Dortmund gab es im Berichtsjahr 6 meldepflichtige Arbeitsunfälle und 7 meldepflichtige Wegeunfälle. Letztere fallen nicht direkt in den Verantwortungsbereich von Elmos und können nur bedingt von uns beeinflusst werden. Die Quote meldepflichtiger Arbeitsunfälle pro 1.000.000 am Hauptstandort in Dortmund geleisteter Arbeitsstunden lag im Berichtsjahr bei 5,8. Elmos liegen keine Informationen zu meldepflichtigen arbeitsbedingten Erkrankungen vor. Kennzahlen für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben (S1-15)Elmos unterstützt eine ausgewogene Work-Life-Balance sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit zahlreichen Maßnahmen und Angeboten für alle Beschäftigten. Diese umfassen neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie Mutterschutz und Elternzeit, unter anderem eine Regelung zum Arbeiten im Remote Office, welche den Beschäftigten viel Flexibilität bietet, Gleitzeit- sowie Vertrauensarbeitszeitmodelle zur flexiblen Einteilung der Arbeitszeit, individuelle Teilzeitmodelle, um private Verpflichtungen wie bspw. die Pflege von Angehörigen und Beruf in Einklang zu bringen und bezahlten Sonderurlaub bspw. für Hochzeit, Dienstjubiläum, Geburt, Umzug oder Trauerfall. Im Berichtsjahr haben 5% der Beschäftigten familienbedingte Freistellungen für Mutterschutz, Elternzeit oder Pflegezeit in Anspruch genommen, davon waren 47% Frauen und 53% Männer. Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten (S1-17)Übergeordnete Zahlen zu Compliance Vorfällen werden im Abschnitt zur Unternehmensführung (ESRS G1) berichtet. Im Berichtsjahr sind keine Meldungen über das Hinweisgebersystem eingegangen. Insgesamt gab es keine, weder schwerwiegende noch wesentliche, Vorfälle oder Beschwerden in Bezug auf Menschenrechte im Zusammenhang mit den Beschäftigten der Elmos, insbesondere nicht im Bereich Diskriminierung. Da es keine Vorfälle gab, hat es auch keine damit im Zusammenhang stehende Zahlungen gegeben. Ergänzende PflichtangabenEs besteht kein Zusammenhang zwischen den im Bereich Arbeitskräfte des Unternehmens identifizierten IROs und den Klimazielen. Es werden keine Angaben zu den verfügbaren und verwendeten Mitteln zur Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens gemacht. Bei Elmos gibt es keine besonders gefährdeten Personengruppen. Daher sind spezifische politische Verpflichtungen in Bezug auf Inklusion oder Fördermaßnahmen zugunsten von Menschen aus gefährdeten Gruppen für Elmos nicht wesentlich. Die Themen tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog wurden im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse nicht als wesentlich identifiziert. Denn die Elmos Semiconductor SE und ihre Tochtergesellschaften unterliegen keiner Tarifbindung. Darüber hinaus ist Deutschland das einzige EWR-Land, in dem Elmos eine erhebliche Zahl von Beschäftigten hat. Abgesehen von den Beschäftigten der Online Engineering GmbH sind sämtliche in Deutschland Beschäftigte dem Management gegenüber durch Betriebsräte vertreten. Weitergehende Informationen finden sich auf unserer Webseite. Im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse wurde das Thema Menschen mit Behinderungen nicht als wesentlich identifiziert. Aus rechtlichen Gründen darf Elmos bei den Beschäftigten keine Abfragen zum Behindertenstatus machen. Dennoch haben wir zur Sicherstellung der Gleichberechtigung von Beschäftigten mit Behinderung eine Schwerbehindertenvertretung eingerichtet. Vergütungskennzahlen wurden im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse nicht als wesentlich identifiziert. Es gibt keine bekannten Unterschiede bei Löhnen und Gehältern, die allein auf das Geschlecht zurückgehen. Weitergehende Informationen finden sich im Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit im vorliegenden Geschäftsbericht. Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette (ESRS S2)StrategieWesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell (ESRS 2 SBM-3)Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im Bereich Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
Im Zuge der durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse wurden die in der Tabelle dargestellten Themen als wesentlich identifiziert. Alle Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette können von den drei identifizierten wesentlichen potenziellen negativen Auswirkungen betroffen sein. Die im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten Auswirkungen stehen im unmittelbaren Zusammenhang mit der komplexen und internationalen Branche, in der Elmos tätig ist und damit auch mit dem Geschäftsmodell von Elmos. Wesentliche Risiken und Chancen sind im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse nicht identifiziert worden. Entlang der Lieferkette werden Regelungen zu Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Diskriminierung sowie Menschenrechten beispielsweise in unserem Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner definiert. Die Einhaltung des Code of Conducts ist in unseren Allgemeinen Einkaufsbedingungen vorgeschrieben. Neben ihrer Einhaltung erwarten wir von unseren Geschäftspartnern mindestens die Einhaltung der nationalen Gesetzgebung. Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, die von den im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten Auswirkungen betroffen sein können, lassen sich in drei Gruppen einteilen: Die erste Gruppe umfasst unsere Zulieferer und Dienstleister der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Im Wesentlichen geht es hier um unsere Foundry- sowie unsere OSAT-Partner (Outsourced Semiconductor Assembly and Test). Hierbei ist festzuhalten, dass es sich bei den Hauptlieferanten von Elmos um große und etablierte Hightech-Unternehmen handelt, welche in der Regel auch börsennotiert und damit von öffentlichem Interesse sind. Diese Lieferanten verfügen gemeinhin über moderne und etablierte Strukturen, Prozesse und Richtlinien, um negative Auswirkungen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette möglichst zu minimieren. Die zweite Gruppe umfasst Arbeitskräfte von Fremdfirmen, die Arbeiten auf dem Firmengelände verrichten. Dies betrifft in erster Linie den Hauptstandort in Dortmund und handwerkliche Tätigkeiten wie Gebäudereinigung, Grünpflege oder Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie sonstige externe Dienstleister für Verwaltung, Vertrieb oder Entwicklung. Die dritte Gruppe umfasst Dienstleister in der nachgelagerten Wertschöpfungskette, beispielsweise Logistikdienstleister. In den bisher durchgeführten Analysen, auch mit externer Unterstützung, wurde kein erhebliches Risiko für Kinder- oder Zwangsarbeit in unserer direkten Lieferkette identifiziert. Bedingt durch die Geschäftstätigkeit der Elmos und dem Tätigkeitsschwerpunkt im asiatischen Raum kann dieses Risiko in der indirekten vorgelagerten Lieferkette auf Grund von Branchen- und Länderrisiken allerdings nicht ausgeschlossen werden. So werden der Elektroindustrie u.a. durch den produktbedingten Einsatz von Konfliktmineralien pauschal Risiken zugeschrieben. Gleiches gilt, basierend auf dem ITUC Global Rights Index, für ausgewählte Länder im asiatischen Raum, wie beispielsweise China, Indien, Korea, Malaysia oder Thailand. Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden im Bereich Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette also die Unterthemen Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle und Sonstige arbeitsbezogene Rechte als wesentlich identifiziert. Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette (S2-1)In Zusammenhang mit den identifizierten IROs ist vor allem der Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner, dessen Einhaltung in den allgemeinen Einkaufsbedingungen vorgeschrieben wird, zu nennen. Darüber hinaus sind mit Bezug auf die identifizierten wesentlichen IROs im Bereich Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette folgende in der Tabelle zusammengestellte Dokumente relevant. Relevante Konzepte im Bereich Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
Neben der Einhaltung des Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner erwarten wir von unseren Geschäftspartnern mindestens die Einhaltung der nationalen Gesetzgebung sowie die Beachtung der unserem Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner zugrundeliegenden Erklärungen, Leitlinien und Empfehlungen. Zur Einhaltung der geltenden Menschenrechte fordern wir daher zusätzlich eine Wahrung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN Declaration of Human Rights) sowie der grundlegenden Prinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO), der Prinzipien des UN Global Compact, der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen (OECD Guidelines for Multinational Enterprises) und der UN Ziele für nachhaltige Entwicklung (17 Sustainable Development Goals). Nennenswerte ESG Richtlinien sind zudem die Dokumente zum "Hinweisgebersystem" und "Lieferkettenmanagement". Das im Abschnitt Arbeitskräfte des Unternehmens (ESRS S1) vorgestellte Hinweisgebersystem ist auch für die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zugänglich. Auf diese Weise können und sollen potenzielle Verstöße identifiziert und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Die genannten Dokumente legen einen besonderen Fokus auf die Arbeitskräfte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette, also auf die Lieferanten. Die Dokumente sind in deutscher sowie englischer Sprache auf der Unternehmenswebseite öffentlich verfügbar. Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf Auswirkungen (S2-2)Elmos erwartet von ihren Lieferanten und Geschäftspartnern die Einhaltung und Sicherstellung der im Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner beschriebenen Grundsätze oder vergleichbarer (Mindest-)Standards. Die Lieferanten und Geschäftspartner haben im Rahmen des ihnen Möglichen dafür Sorge zu tragen, dass auch ihre Unterlieferanten entsprechende Standards einhalten. Es bleibt den Lieferanten und Geschäftspartnern unbenommen, für sich und ihre Mitarbeiter weitergehende Verhaltensrichtlinien mit höheren Anforderungen an ethisches und soziales Handeln einzuführen. Die Lieferanten und Geschäftspartner verpflichten sich, ihren Beschäftigten die in dem Code of Conduct geregelten Inhalte und die sich daraus ergebenden Verpflichtungen bekannt zu machen. Sie verpflichten sich, insbesondere durch Gestaltung und ggf. Anpassung von Richtlinien und Prozessen darauf hinzuwirken, dass das Handeln des Unternehmens den Grundsätzen des Elmos Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner entspricht. Bei der Aus- und Überarbeitung des Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner wirkt die Arbeitsgruppe zur Lieferkette (u.a. mit den Abteilungen Purchasing, Quality, Human Resources und Legal) mit und berücksichtigt dabei auch Aspekte unserer Lieferanten und Geschäftspartner. Damit wird indirekt auch die Sichtweise dieser Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette berücksichtigt. Für die Verabschiedung des Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner ist der Vorstand verantwortlich. Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über welche die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können (S2-3)Elmos hat ein digitales Hinweisgebersystem eingerichtet, welches auf der Unternehmenswebseite frei zugänglich ist. Das Hinweisgebersystem besteht aus zwei Modulen. Neben Hinweisen innerhalb des Unternehmens (Compliance-Modul) gibt es ein weiteres Modul speziell für Meldungen in der Lieferkette. Wir verweisen unter anderem in unserem Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner auf dieses von Elmos eingerichtete digitale Hinweisgebersystem. An dieser Stelle verweisen wir auf die bereits im Abschnitt Arbeitskräfte des Unternehmens (ESRS S1) gemachten Angaben zum Hinweisgebersystem. Dort wird auch der Prozess für den Umgang mit eingehenden Meldungen beschrieben. Darüber hinaus stehen weitere Hinweiskanäle, wie E-Mail, Telefon oder der Postweg, zur Verfügung. Im Berichtsjahr sind keine Meldungen über die verschiedenen Kanäle eingegangen. Bisher wurden weder wesentliche negative Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette verursacht noch war es notwendig, Abhilfemaßnahmen zu schaffen. Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen (S2-4)Bevor eine Geschäftsbeziehung mit einem neuen Lieferanten eingegangen werden kann, wird dieser systematisch untersucht und bewertet. Dafür werden Vorabbefragungen, auch zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards, durchgeführt. Außerdem erfolgt eine Abfrage zur finanziellen Stabilität. Für mehr Transparenz unserer Wertschöpfungskette und zur Erfüllung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) haben wir in Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister im Berichtsjahr einen neuen Prozess zum Risikomanagement unserer Lieferanten eingeführt. Basierend auf Informationen zu Branchen- und Länderrisiken, aber auch öffentlich verfügbaren Meldungen, werden alle Lieferanten in den vier Bereichen Arbeitsrechte, Menschenrechte, Gesundheit und Sicherheit sowie Umwelt hinsichtlich eventuell vorliegender Risiken bewertet. In Verbindung mit unserer Einflussmöglichkeit, welche sich aus unserem Einkaufsvolumen bei den Lieferanten ergibt, berechnet sich eine Gesamtbewertung. Diese Bewertung unterscheidet vier Klassen; keine Priorität, niedrige Priorität, mittlere Priorität und hohe Priorität. Produkt-relevante Lieferanten und Dienstleister, denen eine mittlere oder hohe Priorität zugeschrieben wird, werden anschließend von Elmos genauer betrachtet. Diesen Lieferanten werden Fragebögen zu den Themen zugesandt, in denen Risiken identifiziert wurden. Falls notwendig, werden nach Bearbeitung der Fragebögen Lieferanten-spezifische Maßnahmen identifiziert, implementiert und kontrolliert. Die Analyse wird mindestens jährlich wiederholt. Im Rahmen unserer IATF-Zertifizierung können ausgewählte Lieferanten bei Bedarf bzw. selektiv auch vor Ort in einem Prozessaudit überprüft werden. ZieleZiele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen (S2-5)
Ergänzende PflichtangabenEs gibt keine Arbeitskräfte, die im Betrieb eines Gemeinschaftsunternehmens oder einer Zweckgesellschaft mit Beteiligung des berichterstattenden Unternehmens tätig sind. Es gibt keine Arbeitskräfte, die aufgrund ihrer inhärenten Merkmale oder besonderer Umstände besonders anfällig für negative Auswirkungen sind. Es gibt keine Arbeitskräfte, die durch bestimmte Merkmale, ein bestimmtes Arbeitsumfeld oder die Ausführung bestimmter Tätigkeiten stärker gefährdet sein können. Es wurden keine Fälle der Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, der Erklärung der IAO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit oder der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, an denen Arbeitskräfte der Wertschöpfungskette beteiligt sind, in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette gemeldet. Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse sind keine wesentlichen tatsächlichen negativen Auswirkungen identifiziert worden, sondern nur wesentliche potenzielle negative Auswirkungen. Somit mussten bisher keine gezielten Maßnahmen implementiert werden. Positive Auswirkungen ergeben sich aus der Geschäftstätigkeit von Elmos. Wesentliche positive Auswirkungen im Bereich Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette sind allerdings nicht identifiziert worden. Daher gibt es keine gezielten Maßnahmen. Bisher wurden keine schwerwiegenden Probleme oder Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten innerhalb der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette gemeldet. Angaben zu verfügbaren und/oder verwendeten Mitteln zum Management wesentlicher Auswirkungen werden nicht getätigt. Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse sind weder wesentliche Risiken noch wesentliche Chancen mit Bezug zu Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette (ESRS S2) identifiziert worden. Governance-InformationenUnternehmensführung (ESRS G1)Management der Auswirkungen, Risiken und ChancenBeschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen (ESRS 2 IRO-1)Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im Bereich Unternehmensführung
Im Zuge der durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse wurden insgesamt vier IROs als wesentlich identifiziert, davon zwei positive Auswirkungen und zwei finanzielle Risiken. Damit sind im Bereich Unternehmensführung die Unterthemen Unternehmenskultur sowie Korruption und Bestechung wesentlich. Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung (G1-1)Nennenswerte Richtlinien und Dokumente im Zusammenhang mit den identifizierten wesentlichen IROs im Bereich Unternehmensführung sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Relevante Konzepte im Bereich Unternehmensführung
Für Aufsichtsrat und Vorstand der Elmos bedeutet Corporate Governance die Umsetzung einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Unternehmensführung mit einer angemessenen Transparenz in allen Bereichen des Konzerns. Aufsichtsrat und Vorstand beschäftigen sich hierzu regelmäßig mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Im Rahmen der Entsprechenserklärung zum DCGK berichtet Elmos über die Unternehmensführung. Über das Hinweisgebersystem können auch Fälle zu Korruption und Bestechung gemeldet werden. Ausführliche Informationen hierzu finden sich im Abschnitt Arbeitskräfte des Unternehmens (ESRS S1). Meldungen werden nach dem dort beschriebenen Verfahren bearbeitet. Für neue Mitarbeitende ist u.a. eine Schulung zum Code of Conduct verpflichtend. Darüber hinaus werden alle Beschäftigten alle zwei Jahre zum Code of Conduct geschult. Zusätzlich finden für Mitarbeitende in den relevanten Bereichen Vertiefungsschulungen statt, bspw. zu den Themen Trade Compliance und Korruptionsprävention, Wettbewerbs- und Kartellrecht. Hierbei liegt der Fokus insbesondere auf Mitarbeitenden, welche an Verbandstreffen und an Treffen von Förderprojekten teilnehmen oder im Vertrieb arbeiten. Die Vermittlung des erforderlichen Grundwissens erfolgt bei Elmos durch Onlineschulungen und Präsenzschulungen. Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung (G1-3)Elmos verurteilt jede Form von Korruption und Bestechung und toleriert keinerlei Handlungen, um bei Geschäften einen unlauteren Vorteil zu erlangen. Die Einhaltung unserer Unternehmensethik bzw. des Elmos Verhaltenskodex und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung verfolgen wir aktiv im Unternehmen. Hierzu verfügt Elmos über ein konzernweites Compliance Management System (CMS) und eine eigene Anti-Korruptions-Richtlinie. Folgende Regelungen werden im Unternehmen konsequent umgesetzt: Verbot von Bestechung und Korruption, Höchstgrenzen für Geschenke und den Umgang mit Einladungen, Verpflichtung zur korrekten Rechnungslegung, Verpflichtung zur Geheimhaltung von vertraulichen Informationen und Verbot von wettbewerbswidrigem Verhalten. Der Vorstand hat dem Chief Compliance Officer die Verantwortung für die Einhaltung der Compliance im Unternehmen übertragen. Er ist zuständig für die zeitnahe, effiziente und adäquate Umsetzung des CMS. Der Chief Compliance Officer handelt eigenverantwortlich und unabhängig. Die erforderlichen Kompetenzen sind ihm dafür vom Vorstand übertragen worden. Darüber hinaus führt die Interne Revision nicht-anlassbezogene Prüfungen in verschiedenen Unternehmensbereichen durch. Die Evaluierung der Prüfberichte dient der Verbesserung und Weiterentwicklung des CMS. Elmos hat das Ziel, die Compliance innerhalb des Konzerns stetig zu verbessern und als integralen Bestandteil der Elmos-Kultur weiter auszubauen. Der Chief Compliance Officer berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und informiert den Gesamtvorstand regelmäßig, mindestens einmal pro Quartal. Der Vorstand berichtet einmal jährlich an den Aufsichtsrat und an den Prüfungsausschuss über die Compliance. Dazu werden die Quartalsberichte des Chief Compliance Officers zusammengefasst und aufbereitet. Elmos hat bereits 2022 die Angemessenheit und Implementierung ihres Compliance Management Systems (CMS) von einer externen, unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach dem IDW Prüfungsstandard "Grundsätze ordnungsmäßiger Prüfung von Compliance Management Systemen (IDW PS 980)" prüfen lassen. Darüber hinaus hat Elmos die Compliance Prüfung gemäß IDW PS 980 mit der Wirksamkeitsprüfung im Geschäftsjahr 2024 erfolgreich abgeschlossen. Lieferanten und Geschäftspartnern werden die relevanten Dokumente, wie unsere Einkaufsbedingungen und der Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner, im Zuge des Vertragsabschlusses zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus sind sämtliche im vorliegenden Bericht genannten Dokumente, wie die ESG Richtlinien, jeweils in deutscher und englischer Sprache auf der Nachhaltigkeits-Webseite der Elmos verfügbar und somit für alle Stakeholder frei und öffentlich zugänglich. Der Verhaltenskodex wird allen neuen Beschäftigten in gedruckter Form mit den Einstellungsunterlagen ausgehändigt. Er ist ebenfalls auf der Webseite und samt Begleitinformationen zusätzlich im firmeninternen Intranet verfügbar. Es gibt keine besonders risikobehafteten Funktionen. Alle Beschäftigten müssen Compliance-Schulungen absolvieren, die auf die verschiedenen Aspekte der Compliance eingehen und Handlungsanweisungen für die jeweiligen Arbeitsfelder geben. Die Gesellschaft informiert und unterstützt die Mitglieder des Aufsichtsrats regelmäßig bezüglich neuer Gesetze und aktueller Rechtsprechung zu relevanten Themen. Darüber hinaus besteht ein regelmäßiger Austausch, mindestens einmal pro Jahr, zwischen dem Aufsichtsrat und dem Wirtschaftsprüfer über neue gesetzliche und regulatorische Anforderungen in den Themen Compliance, Internal Control, Risk Management und Corporate Governance sowie zur Rechnungslegung, Finanzberichterstattung und Nachhaltigkeitsberichterstattung. KennzahlenKorruptions- und Bestechungsfälle (G1-4)Im Berichtszeitraum lagen keine bestätigten Korruptions- und Bestechungsfälle vor. Somit waren auch keine Geldstrafen zu zahlen. Da keine Vorfälle vorlagen, waren keinerlei Maßnahmen zu ergreifen. Ergänzende PflichtangabenDas Management der Beziehungen zu Lieferanten, einschließlich Zahlungspraktiken, wurde im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse nicht als wesentlich identifiziert. Allerdings fördert die Verankerung der Anforderungen hinsichtlich Menschenrechte, Arbeitssicherheit und ökologischer Nachhaltigkeit in unserem Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner sowie in der Grundsatzerklärung für Menschenrechte im Rahmen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) die Wirksamkeit unseres Supply Chain Managements, da wir so die Transparenz entlang der Wertschöpfungskette erhöhen, potentielle Risiken identifizieren und geeignete Maßnahmen einleiten. Weitergehende Informationen zu unserem Lieferantenmanagement finden sich im Abschnitt Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette (ESRS S2). Politische Einflussnahme und Lobbytätigkeiten wurden im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse nicht als wesentlich identifiziert. Außerhalb von Verbandstätigkeiten nimmt Elmos keine direkte politische Einflussnahme auf Gesetzentscheidungen und leistet selbst keine aktive bzw. offensive Lobbyarbeit. Als führendes Unternehmen der Halbleiterbranche steht Elmos allerdings in einem regelmäßigen Informations-, Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit Mitgliedern aus Industrie, Politik und Gesellschaft. Weitergehende Informationen finden sich auf unserer Webseite. Elmos arbeitet weder mit lebenden Tieren noch mit tierischen Erzeugnissen und verfügt daher nicht über entsprechende Richtlinien zum Tierschutz. Bericht zur Gleichstellung und EntgeltgleichheitElmos legt hohen Wert auf Chancengleichheit sowie Beschäftigtenvielfalt und fördert eine Unternehmenskultur, die auf Wertschätzung, Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt basiert. In unserem Unternehmen sind weibliche, männliche und diverse Beschäftigte grundsätzlich gleichgestellt. Alle unsere Mitarbeitenden werden auf Grundlage ihrer Qualifikation und ihrer Fähigkeiten eingestellt und wir setzen unternehmensweit auf eine geschlechterunabhängige Förderung. Wir bevorzugen oder benachteiligen keine Person weder aufgrund des Geschlechts, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der Nationalität, der Religion, der Weltanschauung, der politischen Einstellung, einer Behinderung, des Alters, des Familienstands noch der sexuellen Identität oder Orientierung. Es gibt keine bekannten Unterschiede bei Löhnen und Gehältern, die allein auf das Geschlecht zurückgehen. Daher existieren im Unternehmen keine Maßnahmen, um eine etwaige Ungleichbehandlung zu beenden. Anfragen zur Entgeltgleichheit werden entsprechend der gesetzlichen Vorgaben unter Berücksichtigung der Rechte der Arbeitnehmenden sowie des Arbeitgebers bearbeitet. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | Elmos Semiconductor SE
Zusammengefasster LageberichtIm zusammengefassten Lagebericht analysieren wir den Geschäftsverlauf, sowie die Lage des Elmos-Konzerns und der Elmos Semiconductor SE im Berichtsjahr. Weitere Informationen zur Elmos Semiconductor SE sind in einem eigenen Abschnitt mit HGB-Angaben enthalten. Geschäftsmodell und StrategieDer Elmos Konzern mit der Elmos Semiconductor SE als Muttergesellschaft (nachfolgend "Elmos") ist ein weltweit agierender Anbieter von Mixed-Signal-Halbleitern, vornehmlich für Kunden aus der Automobilindustrie. Als Systemlösungs-Spezialist ist es unser Ziel, das elektronische System zu verbessern und so Leistung, Effizienz und Sicherheit der Anwendungen zu erhöhen, was für den Kunden u.a. Vorteile in Bezug auf die Produktion, Kosten, Performance oder auch Zuverlässigkeit bedeutet. Seit 40 Jahren ist Elmos als Spezialist für Mixed-Signal-Halbleiter etabliert mit dem Ziel, kontinuierlich die nächsten Innovationen zu entwickeln, die einen Mehrwert für unsere Kunden und die Endverbraucher bieten. Unsere Produkte bieten innovative Lösungen für die globalen automobilen Megatrends: Elmos Halbleiter unterstützen Fahrerassistenzsysteme bis hin zum autonomen Fahren, elektrische Antriebskonzepte, Digitalisierung und Softwaredefinierte Fahrzeuge, neuartige System-Architekturen und ermöglichen in allen Fahrzeugen mehr Sicherheit, Komfort und Wohlbefinden. Unser Ziel ist es, mit unseren zukunftweisenden Produkten vom strukturellen Marktwachstum im automobilen Halbleitermarkt und von der zunehmenden Elektrifizierung aller Systeme und Funktionen im Fahrzeug nachhaltig zu profitieren. Wir wollen in unseren Applikationsfeldern weiter profitabel wachsen und so die positive Entwicklung des gesamten Unternehmens weiter fortsetzen. Innovatives Produktportfolio mit hoher QualitätAls Anbieter von Mixed-Signal-Halbleitern für Automobilelektronik beliefert Elmos derzeit mehrere Hundert Kunden weltweit, darunter alle großen Automobilzulieferer. Der Umsatz mit Automobilkunden betrug im Berichtsjahr 92% des Konzernumsatzes. Für den Industrie- und Konsumgüterbereich liefert Elmos Produkte z.B. für Anwendungen in intelligenter Installations- und Gebäudetechnik, Haushaltsgeräten, sowie Maschinensteuerungen. Der Umsatzanteil dieser Produkte belief sich im Berichtsjahr auf 8%. Das Produktportfolio ist in sogenannte Business Lines (Geschäftsfelder) gegliedert. Die Struktur der Business Lines orientiert sich an den Produkten der Zielapplikationen. Die Business Lines vermarkten kundenspezifische Halbleiter (ASICs = Application Specific Integrated Circuits) und applikationsspezifische StandardChips (ASSPs = Application Specific Standard Products). Die ASICs werden nach Kundenspezifikationen entwickelt und für jeweils einen Kunden produziert. Bei ASSPs erfolgt die Definition durch Elmos. Die ASSP-Produktentwicklungen sind an Marktbedürfnissen ausgerichtet. Dabei priorisiert Elmos verschiedene Produktideen und berücksichtigt u.a. erwartete Stückzahlen, Wettbewerbsinformationen und technische Machbarkeit. Umgesetzt werden nur Projekte, die hinsichtlich Markterwartung, Margenpotenzial und strategischer Ausrichtung die Zielsetzungen der Gesellschaft erfüllen. Im Berichtsjahr machten ASSPs rund 72% des Konzernumsatzes aus. Die weiteren rund 28% wurden mit ASICs erzielt. Ein Großteil der in Entwicklung befindlichen Produkte sowie des gewonnenen Neugeschäftes (Design-Wins) sind ASSPs. Elmos erzielt ein hohes Qualitätsniveau sowohl in ihren Produkten als auch in ihren Geschäfts-, Produktions- und Supportprozessen. So ist das Elmos Qualitätsmanagementsystem nach dem Automobilindustrie-Standard IATF 16949 an den relevanten Standorten zertifiziert. Das Rezertifizierungsaudit im Jahr 2024 bestätigt das hohe Niveau des Qualitätsmanagementsystems. Darüber hinaus ist Elmos konzernweit nach ISO 26262 (Funktionale Sicherheit) zertifiziert. Des Weiteren unterhält Elmos ein nach ISO/SAE 21434 zertifiziertes Automotive Cybersecurity Management System (ACSMS), um cybersichere Produkte zu entwickeln und die Cybersicherheit über die gesamte Produktlebensdauer zu erhalten. Forschung und EntwicklungDer Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten liegt auf dem wettbewerbsfähigen und termingerechten Design der Produkte, um das innovative Produktportfolio von Elmos weiter auszubauen und die Serienentwicklung der zahlreichen Neuprojekte zu sichern. Dabei stehen ein starkes Systemverständnis in unseren Kernapplikationen mit einer ausgeprägten Innovationskultur im Vordergrund. Insgesamt arbeiteten im Jahresdurchschnitt 467 Mitarbeitende im Bereich Forschung und Entwicklung. Das sind rund 34% der gesamten Belegschaft des Elmos Konzerns. Die Business Lines arbeiten eng mit der Forschungs- und Entwicklungsabteilung zusammen. Bei Bedarf werden auch externe Entwicklungsdienstleistungen in Anspruch genommen. OrganisationsstrukturDie Elmos-Organisation orientiert sich an den Zielmärkten, den Kunden-Bedürfnissen sowie an internen Anforderungen. Dabei steht für Elmos die Nähe zum Kunden (Tier 1s) und zu den Automobilherstellern (OEMs) im Vordergrund, um ihre aktuellen Anforderungen zu erfüllen und zukünftige spezifischen Anforderungen frühzeitig zu erkennen. Nur so können wir die komplexen Systeme in unseren Kernapplikationen in der Tiefe verstehen, um auch in Zukunft wettbewerbsfähige Produkte mit entsprechenden Alleinstellungsmerkmalen anbieten zu können. Der Elmos Konzern hat zum 1. Januar 2025 eine neue Konzernstruktur implementiert mit einer Konzernholding (Elmos Semiconductor SE) als Konzernobergesellschaft und vier neuen operativen GmbHs. Diese neue Konzernstruktur ist gezielt auf unsere langfristige internationale Wachstumsstrategie ausgerichtet. Der Verwaltungssitz der Elmos Semiconductor SE ist zum 1. Januar 2025 innerhalb Nordrhein-Westfalens von Dortmund nach Leverkusen verlegt worden. Der größte Standort der Elmos mit den vier operativen GmbHs und dem Großteil der Beschäftigten befindet sich unverändert in Dortmund. Verschiedene Niederlassungen, Tochter- und Partnerfirmen an mehreren Standorten, im Wesentlichen in Deutschland (Berlin, Bruchsal, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt/ Oder), USA (Detroit) und Asien (u.a. in Seoul, Singapur, Shanghai, Shenzhen, Tokio, Taipeh und Pune), dienen der Vertriebs- und Applikationsunterstützung sowie der Produktentwicklung. Des Weiteren gründete die Elmos Semiconductor SE im ersten Halbjahr 2024 - mittelbar über ihre Tochtergesellschaft Elmos Semiconductor Singapore Pte. Ltd., Singapur - die JiWeiCheng Semiconductor Shanghai Co. Ltd., China. Über JiWeiCheng werden die Kunden in China mit einer lokalen Marke und einem lokalen Management mit Halbleitern bedient, die mit einem zunehmenden Anteil an chinesischer Wertschöpfung hergestellt werden. Die Elmos Semiconductor SE und Littelfuse, Inc., USA, ein diversifiziertes, industrielles Technologieunternehmen, haben am 28. Juni 2023 einen Vertrag zum Verkauf der Waferfertigung von Elmos am Standort Dortmund an Littelfuse unterzeichnet, welcher zum Jahreswechsel am 31. Dezember 2024 vollzogen worden ist. Alle anderen Aktivitäten, einschließlich des Testbetriebs, sind bei Elmos verblieben. Zudem haben Elmos und Littelfuse eine langfristige Liefervereinbarung mit einer anfänglichen Laufzeit bis zum Jahr 2029 abgeschlossen, nach der Elmos bestimmte Mengen der in der Fab gefertigten Wafer kaufen wird. Diese langfristige Vereinbarung ergänzt die weiteren Liefervereinbarungen mit den anderen Foundry-Partnern von Elmos und sichert für Elmos die notwendigen Kapazitäten für die Erfüllung der geplanten Kundenbedarfe. Die kartellrechtliche Freigabe ohne Auflagen erfolgte durch das Bundeskartellamt im Juli 2023. Im August 2023 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) die außenwirtschaftsrechtliche Freigabe für den Verkauf der Waferfertigung von Elmos an Littelfuse ohne Auflagen erteilt. Mit dem Vollzug der Transaktion ist die Transformation von Elmos im Frontend-Bereich der Wertschöpfungskette ohne eigene Fertigung hin zu einem sogenannten Fabless-Unternehmen abgeschlossen. Neben der Kooperation mit Partnern bei der Waferprozessierung im Frontend-Bereich, arbeitet Elmos auch im Backend mit Partnern im Testbereich (sog. OSAT - Outsourced Semiconductor Assembly and Test) vor allem in Asien zusammen. Ziel ist dabei, eine dauerhaft hohe Auslastung des eigenen Testbereichs in Dortmund zu erreichen und das Wachstum jenseits der Kapazitäten in Dortmund durch die Kooperation mit externen Partnern umzusetzen. SteuerungssystemSteuerungsgrößenDas Elmos Steuerungssystem basiert auf vier wesentlichen Elementen: Umsatz, EBIT bzw. EBIT-Marge, Investitionen und Free Cashflow (bereinigt). Diese Kennzahlen sind unsere bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren für den Elmos Konzern sowie für die Elmos Semiconductor SE und bilden eine wesentliche Grundlage für die operativen und strategischen Managemententscheidungen. Sie dienen dazu, die Zielerreichung und den Unternehmenserfolg zu messen sowie die ergebnisbezogene variable Vergütung für den Vorstand festzulegen. Jede Kennziffer wird sowohl isoliert als auch in Kombination mit den anderen betrachtet und analysiert. Als wachstumsorientiertes und innovatives Unternehmen misst Elmos der profitablen Steigerung des Umsatzes hohe Bedeutung bei. Als Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern reflektiert das EBIT (englisch: Earnings before Interest and Taxes) bzw. die EBIT-Marge die Ergebnisqualität. Der Investitionsbedarf leitet sich aus der mittelfristigen Absatzplanung und den daraus resultierenden Anforderungen an Fertigungs- und Testkapazitäten sowie wirtschaftlichen Überlegungen ab. Investitionen außerhalb des Budgets finden nur nach zusätzlicher Prüfung statt. Der bereinigte Free Cashflow ist definiert als Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit, abzüglich Investitionen in/zuzüglich Abgänge von immaterielle/n Vermögenswerte/n und Sachanlagen (inklusive Veränderungen des Konsolidierungskreises). Berichtswesen des SteuerungssystemsDer Vorstand wird mindestens monatlich in Form von standardisierten Berichten detailliert über den operativen Geschäftsverlauf informiert. Dieses Berichtswesen wird bei Bedarf durch Ad-hoc-Analysen in schriftlicher Form oder in persönlichen Gesprächen ergänzt. Die durch das konzernweite Berichtswesen generierten Ist-Daten werden mit den Plandaten abgeglichen. Zielabweichungen werden analysiert, erläutert und geplante Gegenmaßnahmen dargestellt. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie großen weltweiten Automobilmärkte haben sich hinsichtlich der Pkw-Produktionszahlen im Jahr 2024 unterschiedlich entwickelt. So ist laut S&P Global die Anzahl der neu produzierten Fahrzeuge weltweit im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 1,1% leicht gesunken. Auf regionaler Sicht konnte China (+3,8%) ein Wachstum verbuchen, während Europa (-4,7%) und Nordamerika (-1,4%) Rückgänge verzeichnen mussten.
Quellen: 1 S&P Global Mobility Light Vehicle Production Forecast (Stand: Januar 2025), 2 WSTS (Stand: Dezember 2024), 3 S&P Global Mobility Automotive Semiconductor Tracker (veröffentlicht im Dezember 2024) Der Halbleitermarkt konnte im Jahr 2024 insbesondere aufgrund einer deutlich stärkeren Nachfrage nach Speicher-ICs ein signifikantes Wachstum verzeichnen. Laut dem Branchenverband WSTS (World Semiconductor Trade Statistics) sind im Jahr 2024 die gesamten Halbleiterumsätze weltweit um +19,0% auf 627 Mrd. USD gestiegen. Im Gegensatz dazu konnte laut S&P Global der automobile Halbleitermarkt im Jahr 2024 mit +1,6% nur leicht wachsen. Prognose-Ist-VergleichElmos hat die Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr erstmalig im Februar 2024 abgegeben und im Prognosebericht des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 bestätigt. Im November 2024 hat Elmos neben der Bekanntgabe von finanziellen Mittelfristzielen den Ausblick für 2024 hinsichtlich Umsatz und bereinigten Free Cashflow konkretisiert, wie in folgender Tabelle dargestellt wird. Mit einem Umsatz von 581,1 Mio. Euro (+1,1% ggü. Vorjahr), einer operativen EBIT-Marge von 25,1%, Investitionen in Höhe von 7,6% vom Umsatz und einem bereinigten Free Cashflow von 5,1 Mio. Euro hat Elmos ihre Prognose aus November 2024 erfüllt. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen abzüglich aktivierten Entwicklungsleistungen konnten gegenüber dem hohen Vorjahresniveau deutlich reduziert werden. Mit 7,6% vom Umsatz lagen die Investitionen aufgrund des niedrigeren Wachstums und unserer Aktivitäten zur operativen Exzellenz und Testzeitoptimierung unterhalb der Prognose von rund 12% ± 2%-Punkte, sodass hinsichtlich dieser Steuergröße die Prognose unterschritten bzw. nicht erfüllt wurde.
1 Ohne Sondereffekte (Verkauf der Waferfertigung
sowie Restrukturierungsaufwendungen und Beratungsaufwand im
Zusammenhang mit konzerninterner Umstrukturierung).
Geschäftsverlauf und LageAbschluss nach IFRSDer Konzernabschluss der Elmos Semiconductor SE für das Geschäftsjahr 2024 wurde gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU angewendet werden, erstellt. Mit dem Halbleitergeschäft gibt es im Elmos Konzern nur ein einziges Geschäftssegment. Am 28. Juni 2023 haben die Elmos Semiconductor SE und Littelfuse, Inc., USA einen Vertrag zum Verkauf der Waferfertigung von Elmos am Standort Dortmund an Littelfuse unterzeichnet. Elmos hat ihre eigene Waferfertigung zu einem Nettokaufpreis in Höhe von insgesamt rund 93,9 Mio. Euro verkauft. Der Vollzug der Transaktion wurde zum 31. Dezember 2024 wirksam. Nach dem Vollzug der Transaktion kann Elmos im Frontend-Bereich der Wertschöpfungskette ohne eigene Fertigung als sogenanntes Fabless-Unternehmen agieren und prozessierte Wafer ausschließlich von externen Foundries beziehen, inklusive von Littelfuse Inc. im Rahmen einer langfristigen Liefervereinbarung. UmsatzentwicklungNach dem Ende der globalen Versorgungsengpässe befindet sich der automobile Halbleitermarkt seit Anfang 2024 in einer Normalisierungsphase, die insbesondere durch Bestandsoptimierungen der Automobilkunden gekennzeichnet ist. Der Lagerabbau und konjunkturelle Unsicherheiten, vor allem in Europa, haben sich spürbar auf die Umsatzentwicklung im Berichtsjahr ausgewirkt und die hohen Wachstumsraten der vergangenen drei Jahre haben sich erwartungsgemäß verlangsamt. Trotzdem konnte Elmos im abgelaufenen Geschäftsjahr den Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr erneut leicht um 6,1 Mio. Euro oder 1,1% auf 581,1 Mio. Euro steigern und so den Rekordumsatz des Vorjahres nochmals übertreffen (2023: 575,0 Mio. Euro). Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung
1 Vorschlag für die Hauptversammlung am 15.
Mai 2025.
Umsatz nach Regionen: Im Berichtsjahr konnte allein die Region Europa (Länder der Europäischen Union) eine positive Umsatzentwicklung von +6,9% auf 210,7 Mio. Euro (2023: 197,2 Mio. Euro) verzeichnen. Mit 308,3 Mio. Euro erreichte der Umsatz in der Region Asien/Pazifik (APAC) nahezu das hohe Vorjahresniveau (2023: 308,9 Mio. Euro) und stellt mit 53,0% (2023: 53,7%) weiterhin den größten regionalen Umsatzanteil im Elmos Konzern dar. Die Umsätze mit direkten Kunden in der Region Amerika lagen im Geschäftsjahr 2024 bei 39,1 Mio. Euro oder 6,7% am Konzernumsatz und damit ebenfalls nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (2023: 39,6 Mio. Euro bzw. 6,9%).
Umsatz nach Kunden und Produktgruppen: In 2024 lag der Umsatzanteil der zehn größten Kunden bei rund 55% (2023: 54%), der Anteil der zehn umsatzstärksten Produktgruppen lag im Berichtsjahr bei rund 46% (2023: 41%). Ein Kunde bezieht in der Regel mehrere Produkte, die sich in verschiedenen Phasen ihrer Lebenszyklen befinden, und setzt diese oft in verschiedenen Modellen, Marken und Märkten ein. Aufgrund der Vielzahl an Kundenbeziehungen entsteht eine hohe Diversität. Auftragsbestand: Auftragseingang und -lage reflektieren typischerweise die laufende Geschäftsentwicklung bzw. das aktuelle Bestellverhalten der Kunden. Hierfür kann die Kennziffer Book-to-Bill - berechnet als Verhältnis des Auftragsbestands der kommenden drei Monate zum Umsatz der vergangenen drei Monate - eine Indikation geben. Aufgrund der Normalisierung der Halbleiter-Kapazitätsengpässe und der damit verbundenen Reduzierung der Lagerbestände haben die Kunden ihr Beststellverhalten entsprechend angepasst. Darüber hinaus bestellen die Kunden aktuell sehr kurzfristig, was eine genaue Vorhersage der Geschäftsentwicklung für das laufende Jahr erschwert. Die temporär niedrigeren Auftragsvolumina und die Kurzfristigkeit der Bestellungen wirken sich damit auch auf das Book-to-Bill-Verhältnis aus. Aus diesem Grund liegt das Book-to-Bill-Verhältnis aktuell bei unter eins. Der Auftragsbestand wird üblicherweise bei Erhalt der Kundenbestellung erfasst, kann sich jedoch zwischen diesem Zeitpunkt und der Lieferung aufgrund verschiedener Faktoren verändern. Es gibt keine Garantie dafür, dass aus dem Auftragsbestand stets Umsatz wird. Neuprojekte (Design-Wins): Alle Business Lines waren - wie auch schon in den Vorjahren - im Berichtsjahr hinsichtlich der gewonnenen Neuprojekte wiederum sehr erfolgreich und es konnte erneut eine Vielzahl von neuen Projekten erfolgreich akquiriert werden. Erwartungsgemäß lag die Anzahl der ASSPs bei den Design-Wins auch im Jahr 2024 sehr deutlich über der Anzahl der ASICs. Design-Wins benötigen in der Regel zwei bis fünf Jahre, bis sie in Serienproduktion starten und zum Umsatz beitragen. Mit diesem sehr erfreulichen Ergebnis beim gewonnenen Neugeschäft stärken wir das Fundament für unser zukünftiges Wachstum. ErtragslageBruttoergebnis: Das Bruttoergebnis vom Umsatz (Gross Profit) reduzierte sich gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahres aufgrund der verhaltenen Umsatzentwicklung, inflationärer Kostensteigerungen sowie Bestandsabwertungen auf 254,5 Mio. Euro (2023: 271,3 Mio. Euro). Die Bruttomarge verringerte sich entsprechend auf 43,8% (2023: 47,2%). Forschungs- und Entwicklungskosten: Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung reduzierten sich im Geschäftsjahr 2024 um 9,7 Mio. Euro auf insgesamt 59,1 Mio. Euro (2023: 68,8 Mio. Euro), im Wesentlichen durch eine höhere Aktivierung von Entwicklungsleistungen und höhere Fördermittel. Mit einem Anteil am Umsatz von 10,2% (2023: 12,0%) lagen die Forschungs- und Entwicklungskosten weiterhin auf einem soliden Niveau. Damit verfügen wir in allen unseren Anwendungsbereichen über ausreichend Entwicklungskapazitäten, um innovative Lösungen für unsere Kunden entwickeln zu können. Vertriebskosten: Die Vertriebskosten haben sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr aufgrund höherer Beratungsleistungen leicht um 1,8 Mio. Euro auf 24,8 Mio. Euro erhöht (2023: 23,0 Mio. Euro). Verwaltungskosten: Mit 32,2 Mio. Euro lagen die Verwaltungskosten im Jahr 2024 um 0,7 Mio. Euro geringfügig über dem Vorjahr (2023: 31,5 Mio. Euro). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus höheren Personalaufwendungen. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen: Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 48,8 Mio. Euro an (2023: 4,9 Mio. Euro). Der Anstieg ist primär in dem Gewinn in Höhe von 43,5 Mio. Euro (2023: 0,0 Mio. Euro) aus dem Abgang des Tochterunternehmens Dortmund Semiconductor GmbH nach dem Vollzug des Verkaufs der Waferfertigung begründet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von -17,1 Mio. Euro (2023: -3,7 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Umsetzung von Personalmaßnahmen im Rahmen von Programmen für operative Exzellenz und zur Kostenreduzierung in Höhe von 14,4 Mio. Euro (2023: 0,0 Mio. Euro). Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT): Das EBIT im Geschäftsjahr 2024 konnte vor allem aufgrund der oben beschriebenen operativen Entwicklungen und den Sondereffekten in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen deutlich gegenüber dem Vorjahr um 22,0 Mio. Euro oder 14,6% auf 172,6 Mio. Euro gesteigert werden (2023: 150,7 Mio. Euro). Die EBIT-Marge inklusive der Sondereffekte stieg entsprechend auf 29,7% (2023: 26,2%). Das operative EBIT, also ohne die beschriebenen Sondereffekte im sonstigen betrieblichen Ergebnis (Verkauf der Waferfertigung und Kostenoptimierungsprogramme) in Höhe von insgesamt 26,8 Mio. Euro (2023: 0,0 Mio. Euro), erreichte im Berichtsjahr 145,8 Mio. Euro und lag damit nur leicht unterhalb des Rekordwertes des Vorjahres (2023: 150,7 Mio. Euro). Die operative EBIT-Marge lag bei 25,1% (2023: 26,2%) und damit im Rahmen der Gesamtjahresprognose für das Geschäftsjahr 2024. Zusatzinformationen zur Ermittlung des operativen EBIT
Konzernjahresüberschuss, Ergebnis je Aktie: Nach Abzug der Finanzierungserträge und -aufwendungen sowie von Steuern und Minderheitsanteilen erzielte Elmos im Geschäftsjahr 2024 einen auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Konzernjahresüberschuss von 128,7 Mio. Euro (2023: 99,1 Mio. Euro). Der Konzernjahresüberschuss entspricht einem unverwässerten Ergebnis je Aktie von 7,51 Euro (2023: 5,79 Euro). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr im Konzernjahresüberschuss bzw. beim Ergebnis je Aktie resultierte im Wesentlichen aus den oben beschriebenen Sondereffekten. Vorschlag zur Gewinnverwendung: Der Jahresüberschuss der Elmos Semiconductor SE gemäß HGB (weitere Einzelheiten im HGB-Abschluss) beträgt 134,5 Mio. Euro (2023: 78,7 Mio. Euro). Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beläuft sich auf 269,8 Mio. Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 15. Mai 2025 vor, aus dem Bilanzgewinn 2024 der Elmos Semiconductor SE in Höhe von 404,4 Mio. Euro eine gegenüber dem Vorjahr um 17,6% höhere Dividende von 1,00 Euro je Aktie (2023: 0,85 Euro je Aktie) auszuschütten. Die Gesamtausschüttung würde damit 17,1 Mio. Euro betragen, basierend auf 17.142.187 dividendenberechtigten Aktien per 31. Dezember 2024. FinanzlageVerkürzte Kapitalflussrechnung
1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
Vorräte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen.
Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit: Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2024 bei 16,3 Mio. Euro (2023: 102,6 Mio. Euro). Die deutliche Reduzierung gegenüber dem Vorjahr resultierte primär aus den erwarteten Steuerzahlungen (Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer) in Höhe von insgesamt -123,0 Mio. Euro (2023: -16,3 Mio. Euro). Die hohen Steuerzahlungen ergaben sich aus den deutlichen Gewinnsteigerungen der letzten drei Geschäftsjahre, die bis dahin in den vorläufigen Steuerbescheiden noch nicht vollständig berücksichtigt waren. Cashflow aus der Investitionstätigkeit: Nach dem Ausbau des Testbereichs vor allem in Ostasien im vergangenen Jahr hat das Unternehmen im Berichtsjahr erwartungsgemäß deutlich weniger investiert. Insgesamt summierten sich die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Berichtsjahr auf -67,0 Mio. Euro (2023: -127,2 Mio. Euro). Einzahlungen im Zusammenhang mit Abgängen im Konsolidierungskreis im Rahmen des Vollzugs des Verkaufs der Waferfertigung zum Jahresende 2024 betrugen 55,4 Mio. Euro (2023: 37,2 Mio. Euro). Im Berichtsjahr sind außerdem Wertpapiere (Anleihen und Schuldscheinanlagen) in Höhe von 10,0 Mio. Euro abgegangen (2023: 16,0 Mio. Euro). Insgesamt belief sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit auf -1,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2024 (2023: -73,8 Mio. Euro) und lag damit sehr deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit: Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei -22,6 Mio. Euro gegenüber 22,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Neben der Dividendenzahlung in Höhe von -14,6 Mio. Euro (2023: -12,8 Mio. Euro) war der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gegenüber dem Vorjahr maßgeblich von höheren Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt -16,1 Mio. Euro (2023: -2,1 Mio. Euro) und niedrigeren Einzahlungen von insgesamt 9,9 Mio. Euro (2023: 40,0 Mio. Euro) durch die Aufnahme neuer Finanzverbindlichkeiten beeinflusst. Der bereinigte Free Cashflow lag im Geschäftsjahr 2024 inklusive der Einzahlung aus dem Verkauf der Waferfertigung bei 5,1 Mio. Euro (2023: 12,9 Mio. Euro) und damit wie erwartet im positiven Bereich. Der operative bereinigte Free Cashflow (ohne Effekte aus dem Verkauf der Elmos Waferfertigung an Littelfuse) lag vor allem aufgrund der hohen Steuerzahlungen mit -50,3 Mio. Euro unter dem Vorjahr (2023: -24,3 Mio. Euro). Liquide Mittel: Der Bestand an Zahlungsmitteln und -äquivalenten lag zum 31. Dezember 2024 bei 80,8 Mio. Euro und damit aufgrund der oben beschriebenen Veränderungen um 7,4 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (31. Dezember 2023: 88,2 Mio. Euro). Finanzierungssituation: Elmos finanziert sich durch Eigenkapital, Schuldscheindarlehen und Bankdarlehen. Zum 31. Dezember 2024 standen der Gesellschaft verschiedene kurzfristige Kreditrahmen in Höhe von 100,0 Mio. Euro zur Verfügung, die zum 31. Dezember 2024 in Höhe von 9,9 Mio. Euro in Anspruch genommen wurden. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Elementen der Finanzierungssituation finden sich im Konzernanhang. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements: Das vorrangige Ziel der Kapitalsteuerung des Elmos Konzerns besteht darin, ein angemessenes Bonitätsrating, die jederzeitige Sicherstellung der Liquidität bei hoher finanzieller Flexibilität sowie eine solide Kapitalstruktur zu gewährleisten. Dies soll die Geschäftstätigkeit und deren langfristige Fortführung unterstützen sowie die Interessen der Anteilseigner, Mitarbeiter und sonstiger Stakeholder wahren. Elmos verfolgt die Strategie einer kontinuierlichen, nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Die Kapitalstruktur des Elmos Konzerns wird vom Vorstand aktiv gesteuert und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Risiken aus den zugrundeliegenden Vermögenswerten, sofern notwendig, angepasst. Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe der absoluten Höhe der Nettoverschuldung bzw. dem Nettobarmittelbestand und der Eigenkapitalquote. Der Nettobarmittelbestand umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Wertpapiere abzüglich kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote setzt das Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Angaben zu außerbilanziellen Finanzierungsinstrumenten: Neben den aufgeführten Finanzinstrumenten finanziert die Gesellschaft ihre Investitionen zum Teil auch durch Leasing-, Miet- und Dienstleistungsverträge. Es besteht jeweils ein ausgewogenes, in der Ausgestaltung marktübliches Verhältnis von Vorteilen und Risiken. Die hieraus bestehenden Rückzahlungsverpflichtungen bilden sich in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ab. Am 31. Dezember 2024 betrugen diese 39,0 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 37,8 Mio. Euro). Aus erteilten Investitionsaufträgen besteht ein Bestellobligo in Höhe von 0,3 Mio. Euro (2023: 11,4 Mio. Euro). VermögenslageVerkürzte Bilanz
1 aLuL: aus Lieferungen und Leistungen.
Die Bilanzsumme hat sich zum Stichtag 31. Dezember 2024 um 12,6 Mio. Euro auf 799,8 Mio. Euro verringert (31. Dezember 2023: 812,4 Mio. Euro). Auf der Aktivseite ergeben sich die folgenden wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahresstichtag: Zunahme bei den immateriellen Vermögenswerten (+26,3 Mio. Euro) durch die Aktivierung von Entwicklungsleistungen aufgrund der gestiegenen Projektaktivitäten, Abnahme der langfristigen Wertpapiere (-13,2 Mio. Euro), Zunahme der Vorräte (+17,7 Mio. Euro), niedrigere sonstige Forderungen (-5,0 Mio. Euro), höhere Ertragsteueransprüche (+20,3 Mio. Euro), niedrigere liquide Mittel (-4,8 Mio. Euro) sowie die Entkonsolidierung von Vermögenswerten durch den Vollzug des Verkaufs der Waferfertigung zum 31. Dezember 2024 (-54,7 Mio. Euro). Wesentliche Veränderungen auf der Passivseite betreffen die folgenden Bilanzpositionen: Anstieg des Eigenkapitals aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung (+115,2 Mio. Euro), Zunahme bei den latenten Steuerschulden (+10,9 Mio. Euro), Erhöhung der Rückstellungen vor allem für Kostenoptimierungsprogramme (+18,7 Mio. Euro), Abnahme der Ertragsteuerverbindlichkeiten nach den Steuerzahlungen im vierten Quartal 2024 (-71,6 Mio. Euro), Rückgang bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-40,1 Mio. Euro) sowie Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten (-36,7 Mio. Euro), primär im Zusammenhang mit der vollzogenen Veräußerung der Waferfertigung. Ermittlung des RoIC
1 basierend auf dem operativen EBIT.
Renditekennzahl: Zur Messung der Rendite des investierten, operativ genutzten Kapitals ermittelt Elmos die Renditekennzahl Return on Invested Capital (RoIC). Somit wird ein Zusammenhang zwischen der Profitabilität und dem investierten, operativ genutzten Kapital hergestellt. Der RoIC dient damit auch als Indikator für den Wertbeitrag. Aufgrund des höheren investierten Kapitals lag der RoIC in 2024 mit 28,7% leicht unter dem Wert des Vorjahres (2023: 29,1%). Auf Basis des operativen EBITS ohne Sondereffekte errechnet sich ein RoIC für das Geschäftsjahr 2024 von 24,2%. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageIm Geschäftsjahr 2024 hat sich der Elmos Konzern in einem herausfordernden geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld verbunden mit schrumpfenden Automobilmärkten und Lagerbereinigungen bei den Kunden gut behauptet und erneut erfreulich entwickelt. Die positive wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 war nach dem Ende der Halbleiterallokation erwartungsgemäß etwas weniger dynamisch als in den Vorjahren. Trotzdem konnte der Konzernumsatz gegenüber dem Rekordwert des Vorjahres erneut leicht gesteigert und die Umsatzprognose erfüllt werden. Auch die operative EBIT-Marge ohne Sondereffekte lag im Geschäftsjahr mit 25,1% auf dem hohen Zielniveau. Inklusive der Sondereffekte lag das EBIT sogar deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Ebenso lagen der Konzernjahresüberschuss sowie das Ergebnis je Aktie über dem Vorjahr, was sich auch in einem gegenüber dem Vorjahr höheren Gewinnverwendungsvorschlag niederschlägt. Neben der positiven operativen Entwicklung wurden im Berichtsjahr wichtige strukturelle Projekte initiiert bzw. erfolgreich umgesetzt, um den Elmos Konzern noch besser im internationalen Wettbewerb zu positionieren. Mit dem Vollzug des Verkaufs der eigenen Waferfertigung zum Jahresende ist die Transformation zu einem Fabless-Unternehmen abgeschlossen und Elmos kann von nun an noch flexibler auf moderne Technologien der Fertigungspartner zugreifen. Darüber hinaus haben wir die Konzernorganisation mit der Elmos Semiconductor SE als Konzernholding mit Sitz in Leverkusen gezielt an das starke internationale Wachstum angepasst. Für die operative Exzellenz und Kostenreduzierung in allen Bereichen hat das Unternehmen zudem wichtige Optimierungsmaßnahmen gestartet, um auch zukünftig im verstärkten globalen Wettbewerb erfolgreich agieren und die hohen Profitabilitätsziele erreichen zu können. Die hohe Akzeptanz und Attraktivität der innovativen Mobilitätslösungen von Elmos spiegeln sich in der erfolgreichen Akquise von Neugeschäft wider. Auch im Jahr 2024 konnte Elmos mit neuen Design-Wins eine Vielzahl von Projekten mit bestehenden und neuen Kunden in allen Produktsegmenten und in allen Regionen akquirieren. Elmos Semiconductor SE (HGB-Einzelabschluss)Die Elmos Semiconductor SE ist die Muttergesellschaft des Elmos Konzerns. Der Vorstand der Elmos Semiconductor SE ist für die Leitung der Gesellschaft und des Konzerns verantwortlich. Die Elmos Semiconductor SE ist zudem von den Geschäftsentwicklungen ihrer direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen beeinflusst. Neben der Verantwortung des operativen Geschäfts ist die Konzernmuttergesellschaft im Rahmen der übergeordneten Konzernfunktionen, vertreten durch ihre Vorstände, für die Ausrichtung des Konzerns zuständig und legt somit die Unternehmensstrategie fest. Die Elmos Semiconductor SE stellt ihren Jahresabschluss im Gegensatz zum Konzernabschluss nicht nach den IFRS, sondern nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) auf. Der vollständige Abschluss wird separat veröffentlicht. Der Jahresabschluss ist mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehen. Er wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht, ist beim Unternehmensregister hinterlegt, kann als Sonderdruck angefordert werden und ist auf der Internetseite www.elmos.com verfügbar. Geschäftsverlauf 2024Die Geschäftsentwicklung und -lage der Elmos Semiconductor SE bestimmt im Wesentlichen die geschäftliche Entwicklung des Konzerns. Infolgedessen gelten die getätigten Erläuterungen in den Abschnitten "Geschäftsmodell und Strategie" und "Wirtschaftsbericht " sowohl für den Elmos Konzern als auch für die Elmos Semiconductor SE. Die nachfolgende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bezieht sich auf den Jahresabschluss der Elmos Semiconductor SE nach HGB. Umsatz- und ErtragsentwicklungVerkürzte Gewinn- und Verlustrechnung (HGB)
Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Elmos Semiconductor SE spiegelt sich aufgrund ihrer Verflechtungen mit den Konzerngesellschaften und ihres Gewichts im Konzern im Wesentlichen in der Entwicklung des Elmos Konzerns wider. Seit Anfang 2024 befindet sich der automobile Halbleitermarkt in einer Normalisierungsphase, die insbesondere durch Bestandsoptimierungen der Automobilkunden gekennzeichnet ist. Der Lagerabbau und konjunkturelle Unsicherheiten haben sich auch spürbar auf die Umsatzentwicklung der Elmos Semiconductor SE im Berichtsjahr ausgewirkt und so ein möglicherweise größeres Wachstum verhindert. Die Umsatzerlöse sind im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen um 1,2% auf 582,0 Mio. Euro (2023: 575,3 Mio. Euro) daher nur leicht gestiegen. Das Betriebsergebnis war aufgrund der verhaltenen Umsatzentwicklung, inflationären Kostensteigerungen bei Material und Personal sowie durch die Rückstellung für die Restrukturierungsaufwendungen und durch den Beratungsaufwand im Zusammenhang mit der konzerninternen Umstrukturierung beeinflusst. Die Steigerung im Geschäftsjahr 2024 auf 165,5 Mio. Euro (2023: 148,4 Mio. Euro) resultierte im Wesentlichen aus dem Gewinn durch den Verkauf der Dortmund Waferfertigung an Littelfuse. FinanzlageVerkürzte Kapitalflussrechnung (HGB)
1 Inklusive Ertragsteuerzahlungen.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2024 bei -23,7 Mio. Euro (2023: 133,9 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen durch die Ertragsteuerzahlungen im vierten Quartal 2024 und die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie auf die Zunahme der Vorräte und Forderungen zurückzuführen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit erreichte 35,8 Mio. Euro (2023: -108,4 Mio. Euro) und war insbesondere durch niedrigere Investitionen sowie durch den Verkauf der Dortmunder Waferfertigung beeinflusst. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei -20,2 Mio. Euro (2023: 26,8 Mio. Euro). Die Finanzierung der Elmos Semiconductor SE ist sichergestellt, im Wesentlichen durch Eigenkapital, Schuldscheindarlehen und Bankdarlehen. VermögenslageVerkürzte Bilanz (HGB)
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 2,6% von 753,1 Mio. Euro auf 733,3 Mio. Euro per 31. Dezember 2024 leicht gesunken. Auf der Aktivseite ist die Veränderung vor allem auf die Reduktion des Finanzanlagevermögens aufgrund des Verkaufs der Anteile an der Dortmund Semiconductor GmbH (Dortmunder Waferfertigung) zurückzuführen, während die Vorräte sowie die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände geschäftsbedingt gestiegen sind. Auf der Passivseite ist die Entwicklung im Wesentlichen in deutlich gesunkenen Rückstellungen aufgrund der Ertragsteuerzahlungen sowie der Erhöhung der sonstigen Rückstellungen für Personalmaßnahmen im Rahmen der Kostenoptimierungsprogramme sowie niedrigeren Verbindlichkeiten begründet, während das Eigenkapital erheblich zugenommen hat. Durch diese Entwicklungen ist auch die Eigenkapitalquote der Elmos Semiconductor SE mit 71,1% zum 31. Dezember 2024 gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen (31. Dezember 2023: 53,2%). Bilanzgewinn und GewinnverwendungsvorschlagDie rechtliche Basis für eine Ausschüttung bildet der nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ermittelte Bilanzgewinn der Elmos Semiconductor SE. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 404,4 Mio. Euro (2023: 284,4 Mio. Euro) aus. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 15. Mai 2025 vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2024 für die Ausschüttung einer gegenüber dem Vorjahr um 17,6% höheren Dividende von 1,00 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Teil auf neue Rechnung vorzutragen. Voraussichtliche Entwicklung 2025 und wesentliche Chancen und RisikenDie Erwartungen für die Elmos Semiconductor SE spiegeln sich aufgrund ihrer Verflechtungen mit den Konzerngesellschaften und ihres Gewichts im Konzern in der Prognose des Konzerns wider. Auch die voraussichtliche Entwicklung der Elmos Semiconductor SE im Geschäftsjahr 2025 hängt wesentlich von der Entwicklung des Gesamtkonzerns sowie dessen Chancen- und Risikolage ab. Diese ist Gegenstand des Chancen- und Risikoberichts sowie der Prognose des Konzerns. Soweit gelten die dort gemachten Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung und der Chancen- und Risikolage des Konzerns auch für die künftige Entwicklung und die Chancen- und Risikolage der Elmos Semiconductor SE. Die nach § 289 Abs. 4 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess für die Elmos Semiconductor SE erfolgt im Abschnitt "Chancen und Risiken". Als Muttergesellschaft des Konzerns erhält die Elmos Semiconductor SE auch Erträge von ihren Beteiligungsgesellschaften. Demnach sollte sich die für 2025 erwartete Geschäftsentwicklung im Konzern auch auf das Ergebnis der Elmos Semiconductor SE, welche die wesentlichste Einheit im Konzern darstellt, auswirken. Insgesamt erwarten wir für 2025 bei der Elmos Semiconductor SE einen Bilanzgewinn, der es weiterhin ermöglicht, unsere Aktionäre angemessen an der Ergebnisentwicklung des Konzerns zu beteiligen. NachtragsberichtMit Wirkung zum 1. Januar 2025 wurden gemäß Verschmelzungsvertrag zwischen der Elmos Semiconductor SE, Dortmund, der Elmos Semiconductor Sales & Solutions GmbH, Dortmund und der Online Engineering GmbH, Dortmund die Online Engineering GmbH, Dortmund auf die Sales & Solutions GmbH, Dortmund verschmolzen. Sowohl die im Geschäftsjahr 2024 gegründete Elmos Semiconductor Sales & Solutions GmbH, Dortmund als auch die Online Engineering GmbH, Dortmund sind Tochterunternehmen der Elmos Semiconductor SE, Dortmund. Darüber hinaus gab es nach Ende des Geschäftsjahres 2024 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, welche in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bzw. der Konzern-Bilanz nicht bereits berücksichtigt sind. Chancen und RisikenChancenDie Unternehmensführung und Steuerung in der Elmos Semiconductor SE und im Elmos Konzern ist darauf ausgerichtet, den Unternehmenswert systematisch und nachhaltig zu steigern. Chancen werden im Konzern und für die Elmos Semiconductor SE identifiziert und analysiert. Eine Quantifizierung der Chancen ist nicht immer durchgängig durchführbar, weil diese in der Regel durch externe Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren sowie komplexe Wechselbeziehungen bestimmt sind, welche durch Elmos nur begrenzt oder gar nicht beeinflussbar sind. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische ChancenGesamtwirtschaftliche Chancen eröffnen sich für Elmos durch die zunehmende Internationalisierung und den Zugang zu Wachstumsmärkten, vor allem in Asien. Hierzu zählt insbesondere der chinesische Automobilmarkt, der ein unverändert hohes Wachstumspotential aufweist und seine führende Rolle bei der Elektromobilität weiter ausbauen könnte. Gleichzeitig behaupten wir in etablierten Märkten unsere gute Position mit automobilen Halbleitern in bestimmten Applikationen und nehmen auch hier nachhaltige Wachstumschancen wahr. Branchenspezifische Chancen eröffnen sich für uns durch den Wandel der automobilen Mobilität, insbesondere durch folgende Megatrends im Automobilbereich: Fahrerassistenzsysteme bis hin zum autonomen Fahren, Elektromobilität, neuartige System-Architekturen und Software-definierte Fahrzeuge sowie höhere Anforderungen an Sicherheit, Konnektivität, Komfort und Wohlbefinden, oft ermöglicht durch intelligente elektronische Applikationen. Da das Produktportfolio von Elmos nicht von einer bestimmten Antriebstechnologie abhängig ist, bieten sich in allen unseren Applikationsfeldern Chancen durch die steigende Anzahl von Halbleitern infolge der zunehmenden Digitalisierung und Elektrifizierung aller Systeme und Funktionen im Fahrzeug. Die Nachfrage nach Halbleitern war im Geschäftsjahr 2024 durch einen temporären Bestandsabbau unserer Kunden nach dem Ende der Allokation spürbar beeinflusst, lag aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Mittel- und langfristig wird erwartet, dass der Halbleiteranteil pro Fahrzeug aufgrund der oben beschrieben Trends weiter zunehmen wird. Für die Folgejahre wird daher unverändert mit einem strukturellen und nachhaltigen Anstieg der Nachfrage nach Halbleitern gerechnet. Produktspezifische ChancenProduktspezifische Chancen eröffnen sich für Elmos durch Innovationen. Unsere Business Lines wollen die Chancen bei Kunden durch innovative oder weiterentwickelte und qualitativ hochwertige Produkte kontinuierlich steigern. Neben unserem Geschäft mit ASICs bieten sich weiterhin vermehrt Chancen durch die Entwicklung und den Vertrieb von ASSPs. Neben der konsequenten Weiterentwicklung unserer Halbleiter, bauen wir unsere Kompetenz und Organisation im Bereich Software weiter aus, um zukünftig unsere innovativen Halbleiter mit zusätzlichen Software-Funktionalitäten anzureichern und auch verstärkt eigene Software-Entwicklungen für unsere Kunden voranzutreiben. Des Weiteren nutzen wir diese Chancen, indem wir konsequent in die Forschung und Entwicklung investieren und die Prozesse unserer Foundry-Partner nutzen können, um damit Zugang zu modernen Prozesstechnologien zu erlangen. Hierbei wird uns insbesondere auch die Transformation von Elmos zu einem Fabless-Unternehmen nach dem Vollzug des Verkaufs der Waferfertigung in Dortmund helfen, um zukünftig noch flexibler agieren zu können. Sollten wir in unserer Entwicklung bessere Fortschritte machen als derzeit erwartet, könnte dies dazu führen, dass mehr neue und verbesserte Produkte auf den Markt gebracht werden. Zudem sieht Elmos eine Chance in der Erweiterung des Produktportfolios. Dies kann auch durch sinnvolle Akquisitionen von Drittfirmen bzw. Technologien oder durch Partnerschaften erfolgen. Elmos vermarktet ihre Produkte nach Applikationen, Regionen und Branchen. Innerhalb der Regionen konzentrieren wir unsere Vertriebskapazitäten auf die Märkte mit dem größten Geschäfts- und Umsatzpotenzial. Wir investieren in die Weiterentwicklung und Internationalisierung unseres Vertriebs- und Applikations-Supports in der Nähe des Kunden, um unsere Lösungen effektiv zu vertreiben und unsere Kundenbeziehungen zu intensivieren. Das gilt vor allem auch für die Wachstumsregionen in Asien. Mit der Gründung einer lokalen Marke in China und dem Ausbau der lokalen Wertschöpfungskette rechnen wir uns auch zukünftig gute Chancen aus, am Wachstum im chinesischen Halbleitermarkt für automobile Applikationen partizipieren zu können. Sonstige ChancenWir arbeiten permanent an der Optimierung unserer Prozesse und Organisation entlang der gesamten Wertschöpfungskette u.a. in den Bereichen Entwicklung, Testing, Technologie, Qualität, Administration sowie Supply Chain und Logistik und investieren konzernweit in Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und operativen Exzellenz und haben umfassende Maßnahmen zur Kostenoptimierung initiiert. Die neue Konzernstruktur zum 1. Januar 2025, mit einer Konzernholding (Elmos Semiconductor SE) als Konzernobergesellschaft und vier neuen operativen GmbHs, ist gezielt auf unsere langfristige internationale Wachstumsstrategie ausgerichtet. Gesamtbeurteilung der Chancen durch die UnternehmensleitungDie Unternehmensleitung ist zuversichtlich, dass die Ertrags- und Innovationskraft des Elmos Konzerns und der Elmos Semiconductor SE eine solide Basis für die künftige Geschäftsentwicklung darstellt und für die nötigen Ressourcen sorgt, um die dem Konzern zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen. Mit der abgeschlossenen Transformation zu einem Fabless-Unternehmen ohne eigene Waferfertigung kann das Unternehmen noch flexibler als bisher auf modernsten Technologien seiner Fertigungspartner zugreifen. Darüber hinaus stärken die neue Konzernstruktur und die initiierten Programme für operative Exzellenz und zur Kostenreduzierung die Ertragskraft und Resilienz des Unternehmens. Sollten wir mit diesen Maßnahmen und Methoden bessere Fortschritte machen als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unseren Ausblick und unsere mittelfristigen Perspektiven übertreffen. Dabei haben vor allem die gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen und produktspezifischen Chancen das Potenzial, einen positiven Beitrag für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu leisten. RisikenDie folgenden Ausführungen beinhalten den erläuternden Bericht zu wesentlichen Merkmalen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems gemäß § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB. Um erfolgreich am Markt agieren und unternehmerische Chancen nutzen zu können, müssen bestimmte Risiken bewusst eingegangen werden. Aus dem bewussten oder ohnehin unabdingbaren Eingehen eines Risikos einen Mehrwert zu generieren ist ein wichtiger Aspekt eines Risikomanagements. Elmos hat ein Risikomanagementsystem eingerichtet, das darauf ausgerichtet ist, den Bestand des Unternehmens zu sichern. Das Risikomanagement bei Elmos umfasst alle Maßnahmen für die Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken sowie eine transparente Risikoberichterstattung. Es entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikomanagementsystem gemäß § 91 Abs. 3 AktG. Die Gesamtverantwortung hierfür obliegt dem Vorstand. Hierzu hat der Vorstand einen Risikomanagementprozess initiiert und organisatorisch im Rahmen eines Risikomanagement-Teams im Unternehmen verankert. Das Risikomanagement-Team setzt sich aus den Bereichsleitern, Vertretern der Tochtergesellschaften sowie den ernannten Risikomanagern zusammen und ist verantwortlich für die zentrale Koordination im Unternehmen, das Risiko-Reporting sowie für die Berichterstattung an den Vorstand. Jedem Risiko werden sogenannte Risk Owner zugeordnet. Diese identifizieren und bewerten gemeinsam mit den Risikomanagern die Risiken und legen geeignete Gegenmaßnahmen fest. Risk Owner und Risikomanager überwachen die Einhaltung und Wirksamkeit der Maßnahmen. Risiken für die Elmos Semiconductor SE und im Konzern werden regelmäßig identifiziert und deren Einfluss auf die Unternehmensziele analysiert. Wo das Unternehmen die entsprechenden Kompetenzen besitzt, werden bestimmte Risiken eingegangen, wenn gleichzeitig ein angemessener Ertrag zu erwarten ist. Darüber hinaus werden größere Risiken möglichst vermieden. Risiken, die im Unternehmen bekannt sind, werden analysiert und überprüft. Soweit möglich werden geeignete Gegenmaßnahmen entwickelt.
Es sind verbindliche Vorgaben und Regeln zur Risikoerfassung formuliert. In einem standardisierten Prozess informieren die Bereiche in Reviewgesprächen mit abgestuften Schwellenwerten über den aktuellen Status von bedeutenden Risiken. Ad-hoc-Risiken und eingetretene Schäden werden bei Eilbedürftigkeit unabhängig von den normalen Berichtswegen unmittelbar an das RMS-Team und bei Bedarf an den Vorstand kommuniziert. Einzelne Risiken werden in Risikogruppen zusammengefasst. Für diese Risikogruppen wird die Risikobewertung als Gesamteinschätzung der Einzelrisiken dargestellt. Gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und voraussichtlichen Schadenshöhe bezogen auf Geschäftstätigkeit und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden die Risiken gemäß der dargestellten Matrix klassifiziert und mit "sehr gering", "gering", "gering bis mittel ", "mittel", "mittel bis hoch", "hoch " und "sehr hoch" bewertet. Zu jedem Risiko werden Maßnahmen zur Reduzierung oder Vermeidung aufgeführt, die auch unter Hinzuziehung von Frühwarnindikatoren regelmäßig mit den Verantwortlichen erörtert werden. Internes Kontrollsystem, Compliance- und RisikomanagementsystemDas interne Kontrollsystem (IKS) besteht aus einer Reihe von Strukturen, Prozessen und Maßnahmen zur Steuerung sowie Überwachung von zentralen Geschäftsprozessen und von Managemententscheidungen in der Elmos Semiconductor SE und im Elmos Konzern. Ziel ist es, Risiken zu erkennen sowie bekannte Risiken zu begrenzen und somit einen reibungslosen Geschäftsverlauf sicherzustellen. Im Fokus des IKS liegt unter anderem der Rechnungslegungsprozess sowie die Finanzberichterstattung zur Überwachung und Sicherstellung einer ordnungsgemäßen und angemessenen Rechnungslegung und einer transparenten Darstellung der tatsächlichen Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns und der Elmos Semiconductor SE. Es umfasst die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind. Weiterführende Informationen zur Compliance und dem Compliance Management System (CMS) sind im Abschnitt Compliance in der Erklärung zur Unternehmensführung in diesem Geschäftsbericht erläutert. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der Elmos Semiconductor SE mit den einbezogenen Unternehmen und des gesamten Konzerns sind Strukturen und Prozesse implementiert mit dem Ziel, die Ordnungsmäßigkeit des Einzel- und Konzernabschlusses sicherzustellen. Die Grundsätze, Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in der Elmos Semiconductor SE und konzernweit in allen Tochtergesellschaften durch entsprechende Richtlinien, Arbeitsanweisungen und Verantwortlichkeiten geregelt, die bei Bedarf an aktuelle interne und externe Entwicklungen angepasst werden. Wesentliche Merkmale des auf den Rechnungslegungsprozess bezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind (i) die Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den konzernweiten Rechnungslegungsprozess, (ii) Kontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und dessen Ergebnisse, (iii) präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen und den Bereichen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Einzel- und des Konzernabschlusses generieren, inklusive definierter Genehmigungsprozesse in relevanten Bereichen, (iv) Maßnahmen und Zugriffsregelungen zur ordnungsgemäßen EDV-gestützten Verarbeitung von konzernrechnungslegungs- und jahresabschlussbezogenen Sachverhalten und Daten sowie (v) die Regelung von Verantwortlichkeiten bei der Einbeziehung externer Spezialisten. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess für den Jahresabschluss der Elmos Semiconductor SE sowie den Konzernabschluss. Aussagen zur Wirksamkeit der Governance-Systeme 1Für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung sind angemessene und wirksame Governance-Systeme implementiert. Im Rahmen der Überwachung und Steuerung des Unternehmens hat der Vorstand im Geschäftsjahr 2024 regelmäßig Berichte zu den einzelnen Governance Systemen erhalten. Auf Basis dieser Berichte sowie Informationen aus dem Bereich Interne Revision sind dem Vorstand keine Umstände bekannt, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements (RMS), des internen Kontrollsystems (IKS) sowie dem Compliance Management System (CMS) sprechen würden. Zusätzlich werden die Systeme auch regelmäßig durch interne und externe Kontrollen überprüft. Ökonomische, politische,
gesellschaftliche und regulatorische Risiken
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| Bruttoinlandsprodukt 1 | Prognose 2025 |
| Weltweit | +3,3% |
| Europa | +1,0% |
| Deutschland | +0,3% |
| China | +4,6% |
| USA | +2,7% |
| Pkw-Produktionszahlen 2 | |
| Weltweit | -0,5% |
| Europa | -3,0% |
| China | +0,3% |
| Nordamerika | -2,2% |
Quellen: 1 IWF (Stand: Januar 2025), 2 S&P Global Mobility Light Vehicle Production Forecast (Stand: Januar 2025)
Die Prognose des Unternehmens orientiert sich neben der aktuellen Geschäfts- und Auftragslage auch an den zuvor genannten Erwartungen und Annahmen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung und den spezifischen Branchen- und Marktentwicklungen. Da die Elmos Semiconductor SE die wesentlichste Einheit im Konzern darstellt, bezieht sich die für 2025 erwartete Geschäftsentwicklung im Konzern auch auf die erwartete Entwicklung der Elmos Semiconductor SE. Das laufende Geschäftsjahr wird von anhaltenden Bestandsbereinigungen der Kunden und geopolitischen sowie konjunkturellen Unsicherheiten geprägt sein. Die Gesamtjahresprognose spiegelt die aktuelle Situation in den für das Unternehmen relevanten Kernmärkten sowie die geringe Visibilität wider. Im Jahresverlauf 2025 rechnet Elmos mit einer stärkeren Entwicklung im zweiten Halbjahr gegenüber den ersten sechs Monaten. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet Elmos einen Umsatz von 580 Mio. Euro ± 30 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 23% ± 3%-Punkte vom Umsatz. Der Prognose liegt ein Wechselkursverhältnis von 1,05 Euro/US-Dollar zu Grunde.
Elmos rechnet für das Geschäftsjahr 2025 mit Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte abzüglich aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von rund 7% ± 2%-Punkte des Umsatzes. Für 2025 erwartet Elmos einen positiven bereinigten Free Cashflow von 7% ± 2%-Punkte des Umsatzes und damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2024: 0,9% vom Umsatz). Auch die erwartete Entwicklung bei den Investitions- und Liquiditätszielen bezieht sich sowohl auf den Konzern als auch auf die Elmos Semiconductor SE.
| Umsatz | 580 Mio. Euro ± 30 Mio. Euro |
| EBIT-Marge | 23% ± 3%-Punkte in % vom Umsatz |
| Investitionen 1 | 7% ± 2%-Punkte in % vom Umsatz |
| Bereinigter Free Cashflow 2 | 7% ± 2%-Punkte in % vom Umsatz |
| Angenommener Ø-Wechselkurs | 1,05 EUR/USD |
1 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte abzgl. aktivierten
Entwicklungsleistungen.
2 Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit,
abzüglich Investitionen in/zuzüglich Abgänge
von immaterielle/n Vermögenswerte/n und Sachanlagen.
Die freie Liquidität soll teils zur Zahlung einer Dividende verwendet werden. Aufgrund der Unternehmens- und Ergebnisentwicklung werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung im Mai 2025 eine Dividende in Höhe von 1,00 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,85 Euro) vorschlagen.
Elmos schätzt die mittel- und langfristigen Wachstumsaussichten für die Automobilelektronik positiv ein. Der vermehrte Einsatz von Elektronik in Fahrzeugen wird durch zahlreiche Trends bestimmt: z.B. Fortschritte bei Fahrerassistenzsystemen bis hin zum autonomen Fahren, Elektrifizierung des Antriebsstranges, Digitalisierung, neuartige System-Architekturen bis hin zum Software-definierten Fahrzeug sowie steigende Anforderungen an Sicherheits- und Komfortapplikationen.
Eine positive Entwicklung für Elmos setzt den Erfolg unserer heutigen und zukünftigen Kunden sowie unsere Fähigkeit voraus, Produkte bei diesen zu platzieren. Der internationale Markt der Automobilzulieferer unterliegt einem intensiven Wettbewerb. Effekte, die sich daraus ergeben, wie z.B. Marktveränderungen oder Portfolioverschiebungen bei unseren Kunden, lassen sich nur schwer vorhersagen. Der Ausblick basiert u.a. auf den dargestellten Prämissen der konjunkturellen Entwicklung sowie den Hinweisen im Chancen- und Risikobericht. Die Erwartungen können insbesondere durch geopolitische Ereignisse, durch verschärfte Sanktionen und Handelsbeschränkungen sowie durch konjunkturelle, branchen- und marktspezifische Entwicklungen und Kostenschwankungen beeinflusst werden.
Im Folgenden sind die nach §§ 289a, 315a HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 31. Dezember 2024 dargestellt (zugleich erläuternder Bericht nach § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG). Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals sowie die Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, finden sich unter Textziffer 22 im Konzernanhang.
Gesetzliche Beschränkungen des Stimmrechts von Aktien können sich insbesondere aus den Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) oder des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) ergeben. Beispielsweise unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen nach § 136 AktG einem Stimmverbot. Diese Voraussetzungen sind bspw. eigene Entlastungen, Befreiung von einer Verbindlichkeit oder ein Anspruch der Gesellschaft gegen den Aktionär. Weiter stehen der Elmos Semiconductor SE gemäß § 71b AktG aus eigenen Aktien keine Rechte zu, auch kein Stimmrecht. Auch können aufgrund von Verstößen gegen kapitalmarktrechtliche Mitteilungspflichten nach Maßgabe des § 44 WpHG Rechte aus Aktien, wie z.B. das Stimmrecht, zumindest zeitweise nicht bestehen.
Aktienbasierte Vergütungsbestandteile von Vorstand und Mitarbeitern sehen teilweise zeitliche Verfügungsbeschränkungen, wie z.B. Haltefristen, vor. Des Weiteren bestehen vorsorgliche, zeitlich begrenzte Handelsbeschränkungen für Aufsichtsrat, Vorstand und einzelne Mitarbeiter.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben.
Am Kapital der Elmos Semiconductor SE beteiligte Arbeitnehmer üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.
Wir verweisen auf die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften für die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands (§§ 84, 85 AktG, Art. 9 Abs. 1, 39 Abs. 2, 46 SE-VO) sowie für die Änderung der Satzung (Art. 59 SE-VO, § 179 AktG). Ergänzende Bestimmungen ergeben sich aus der Satzung.
Nach der Satzung besteht der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Mitgliedern (§ 4 Abs. 1 der Satzung). Der Aufsichtsrat ist zuständig für die Bestellung, die Abberufung und den Abschluss der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Er kann einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Auch ein Sprecher des Vorstands und stellvertretende Vorstandsmitglieder können ernannt werden (§ 4 Abs. 2 der Satzung). Die Bestellung der Vorstandsmitglieder erfolgt für einen Zeitraum von höchstens sechs Jahren. Wiederbestellungen sind zulässig (§ 4 Abs. 3 der Satzung).
Für Beschlüsse der Hauptversammlung zu Satzungsänderungen bedarf es, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften oder die Satzung eine andere Mehrheit vorschreiben, einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen bzw., sofern mindestens die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist, der einfachen Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen (§ 13 Abs. 2 Satz 3 der Satzung). Zur Vornahme von Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist der Aufsichtsrat befugt (§ 179 Abs. 1 AktG, § 9 Abs. 9 der Satzung).
Die nachfolgenden Erläuterungen zu den Befugnissen des Vorstands zur Ausgabe von Aktien basieren auf der Höhe des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Ermächtigung durch die Hauptversammlung am 22. Mai 2020 (20.103.513,00 Euro). Das Grundkapital zum 31. Dezember 2024 beträgt nach der zweimaligen Einziehung von eigenen Aktien im Laufe des Geschäftsjahres 2021 17.700.000,00 Euro.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 21. Mai 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 10.051.756,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020).
Wird das Grundkapital gegen Bareinlagen erhöht, ist den Aktionären ein Bezugsrecht zu gewähren. Die Aktien können von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats dieses Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
| ― |
wenn die neuen Aktien zu einem Preis ausgegeben werden, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10% des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese 10%-Grenze ist die Veräußerung eigener Aktien anzurechnen, sofern sie während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt. Ferner sind auf diese Grenze diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen (einschließlich Gewinnschuldverschreibungen) mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen bzw. die Gewinnschuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben wurden; |
| ― |
soweit es erforderlich ist, um den Gläubigern der von der Gesellschaft oder ihren Konzerngesellschaften ausgegebenen Schuldverschreibungen (einschließlich Gewinnschuldverschreibungen) mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung einer Wandlungspflicht zustünde; |
| ― |
im Falle der Durchführung einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zur Ausgabe an Mitarbeiter und Führungskräfte der Gesellschaft, Mitarbeiter verbundener Unternehmen sowie freie Mitarbeiter; |
| ― |
zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende ("Scrip Dividend"), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch ganz oder teilweise als Sacheinlage zum Bezug neuer Aktien in die Gesellschaft einzubringen; |
| ― |
für Spitzenbeträge. |
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen.
Die Summe der nach dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gegen Bar- und Sacheinlagen ausgegebenen Aktien darf einen anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2.010.351,30 Euro nicht übersteigen; auf diese Grenze ist die Veräußerung eigener Aktien anzurechnen, sofern sie während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts erfolgt. Ferner sind auf diese Grenze diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen (einschließlich Gewinnschuldverschreibungen) mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen bzw. die Gewinnschuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben wurden. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
Das Grundkapital ist um bis zu 10.000.000,00 Euro, eingeteilt in bis zu 10.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2020). Die bedingte Kapitalerhöhung wird durch Ausgabe von bis zu 10.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 22. Mai 2020 von der Elmos Semiconductor SE oder durch eine Konzerngesellschaft der Gesellschaft im Sinne von § 18 AktG bis zum 21. Mai 2025 begeben werden, von ihrem Wandlungs-/Optionsrecht Gebrauch machen, ihrer Wandlungs-/Optionspflicht genügen oder Andienungen von Aktien erfolgen und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zudem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses in den Schuldverschreibungs- bzw. Optionsbedingungen jeweils zu bestimmenden Wandlungs-/Optionspreisen.
Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil; abweichend hiervon kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festlegen, dass die neuen Aktien vom Beginn des Geschäftsjahres an, für das im Zeitpunkt der Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teilnehmen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Der Vorstand ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 11. Mai 2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Mai 2027 eigene Aktien in Höhe von bis zu insgesamt 10% des Grundkapitals zu erwerben. Zusammen mit den gegebenenfalls auch aus anderen Gründen erworbenen eigenen Aktien, die sich jeweils im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zu keinem Zeitpunkt 10% des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, für einen oder mehrere Zwecke im Rahmen der vorgenannten Beschränkung ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder durch einen Ankauf von einzelnen Aktionären aufgrund individueller Vereinbarung; jedoch nicht von natürlichen oder juristischen Personen, die Aktien halten, deren Stimmrechte zum Zeitpunkt des Aktienerwerbs nach dieser Ermächtigung einem Mitglied des Vorstands und/oder des Aufsichtsrats nach den §§ 34 ff. WpHG (oder etwaiger Nachfolgevorschriften) zuzurechnen sind sowie Personen, die nach Art. 19 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über Marktmissbrauch ("Marktmissbrauchsverordnung", und etwaiger Nachfolgevorschriften) ohne Berücksichtigung der Ausnahme nach Art. 19 Abs. 8 und 9 Marktmissbrauchsverordnung (und etwaiger Nachfolgevorschriften) meldepflichtig sind. Zu den einzelnen Erwerbsarten enthält die Ermächtigung differenzierende Anforderungen, vor allem hinsichtlich des zulässigen Kaufpreises. Die auf der Grundlage des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 22. Mai 2020 bestehende und bis zum 21. Mai 2025 befristete Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien wurde mit Wirksamwerden der neuen Ermächtigung aufgehoben.
Zum 31. Dezember 2024 hielt die Gesellschaft insgesamt noch 557.813 eigene Aktien bzw. 3,15% des Grundkapitals. Hinsichtlich der Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG verweisen wir auf den Abschnitt "Eigenkapital" im handelsrechtlichen Anhang bzw. auf die Textziffer 22 im Konzernanhang.
Diverse Vereinbarungen, insbesondere einige Kreditverträge, Lieferverträge, Lizenzverträge, Patentlizenzaustauschverträge, Beteiligungsverträge, Kooperationsverträge, Softwareverträge, Entwicklungsverträge sowie Förderverträge bzw. -bescheide enthalten "Change of Control"-Klauseln. Diese räumen dem Vertragspartner bei wesentlichen Änderungen der Eigentumsverhältnisse bei Elmos insbesondere die Möglichkeit ein, das Vertragsverhältnis vorzeitig enden zu lassen und/oder Schadensersatzansprüche geltend zu machen , was Auswirkungen auf die weitere Geschäftsentwicklung sowie die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben könnte. Derartige Klauseln sind im Markt weit verbreitet.
Die Vorstandsmitglieder sind im Falle eines Kontrollwechsels jeweils berechtigt, ihren Dienstvertrag innerhalb von 3 bis 6 Monaten nach Eintritt des Kontrollwechsels mit einer Frist von 3 bis 6 Monaten zum Monatsende zu kündigen und ihre Ämter zum Zeitpunkt der Beendigung ihres Dienstvertrages niederzulegen. Für den Fall der Ausübung dieses Kündigungsrechts steht den Vorstandsmitgliedern jeweils eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresvergütungen, höchstens aber in Höhe der für die Restlaufzeit ihres Dienstvertrages noch zu zahlenden Vergütung zu. Maßgeblich ist dabei die im zuletzt abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlte Vergütung. Zudem leistet die Gesellschaft für nachvertragliche Wettbewerbsverbote Karenzentschädigung und kann außergewöhnliche Sonderzahlungen leisten. Außerdem wurden teilweise Regelungen zu Aktienhaltefristen, aktienkursbezogener Vergütung (mit der Gewährung des bis zu Dreifachen der im Rahmen der aktienkursbezogenen Tantieme zu gewährenden Aktien) sowie zur Altersversorgung getroffen.
Der zusammengefasste nichtfinanzielle Bericht nach §§ 289b, 315b HGB ist im Abschnitt "Informationen für unsere Aktionäre" des Geschäftsberichts, der auf der Internetseite der Elmos Semiconductor SE (www.elmos.com/ueber-elmos/investor/finanzberichte) öffentlich zugänglich ist, enthalten.
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB ist im Abschnitt "Informationen für unsere Aktionäre" des Geschäftsberichts, der auf der Internetseite der Elmos Semiconductor SE (www.elmos.com/ueber-elmos/investor/finanzberichte) öffentlich zugänglich ist, enthalten.
Dortmund, 6. März 2025
Dr. Arne Schneider
Dr. Jan Dienstuhl
Aktiva
| in Tsd. Euro | Anhang | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 14 | 67.065 | 40.757 |
| Sachanlagen | 15 | 288.525 | 292.132 |
| Wertpapiere | 16 | 237 | 13.422 |
| Anteile | 16 | 1 | 1 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 21 | 7.060 | 8.927 |
| Latente Steueransprüche | 17 | 960 | 656 |
| Langfristige Vermögenswerte | 363.848 | 355.895 | |
| Vorratsvermögen | 18 | 209.201 | 191.526 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 19 | 94.577 | 91.018 |
| Wertpapiere | 16 | 10.434 | 6.748 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 21 | 4.262 | 5.524 |
| Sonstige Forderungen | 21 | 16.154 | 21.110 |
| Ertragsteueransprüche | 20.541 | 212 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 20 | 80.813 | 85.629 |
| Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | 5 | 0 | 54.736 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 435.982 | 456.503 | |
| Bilanzsumme | 799.830 | 812.398 | |
|
Passiva |
|||
| in Tsd. Euro | Anhang | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Grundkapital | 22 | 17.700 | 17.700 |
| Eigene Anteile | 22 | -558 | -579 |
| Kapitalrücklage | 22 | 20.247 | 19.613 |
| Gewinnrücklagen | 102 | 102 | |
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | 22 | 239 | -254 |
| Bilanzgewinn | 524.987 | 410.857 | |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | 562.718 | 447.439 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 467 | 504 | |
| Eigenkapital | 563.184 | 447.943 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 25 | 98.275 | 99.879 |
| Latente Steuerschulden | 17 | 20.683 | 9.814 |
| Langfristige Schulden | 118.958 | 109.693 | |
| Rückstellungen | 24 | 41.482 | 22.735 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 26 | 199 | 71.839 |
| Finanzverbindlichkeiten | 25 | 14.924 | 18.807 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 27 | 57.521 | 97.598 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 26 | 3.563 | 40.304 |
| Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten | 5 | 0 | 3.480 |
| Kurzfristige Schulden | 117.688 | 254.763 | |
| Schulden | 236.646 | 364.455 | |
| Bilanzsumme | 799.830 | 812.398 |
| in Tsd. Euro | Anhang | GJ 2024 | GJ 2023 |
| Umsatzerlöse | 6 | 581.105 | 575.013 |
| Umsatzkosten | 7 | -326.564 | -303.698 |
| Bruttoergebnis | 254.541 | 271.316 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 7 | -59.059 | -68.774 |
| Vertriebskosten | 7 | -24.754 | -23.000 |
| Verwaltungskosten | 7 | -32.173 | -31.480 |
| Betriebsergebnis vor sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-)/Erträgen | 138.555 | 148.061 | |
| Wechselkursgewinne | 10 | 2.418 | 1.459 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 11 | 48.766 | 4.905 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 11 | -17.105 | -3.743 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 172.634 | 150.682 | |
| Finanzierungserträge | 9 | 1.102 | 1.226 |
| Finanzierungsaufwendungen | 9 | -3.399 | -2.890 |
| Ergebnis vor Steuern | 170.337 | 149.019 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -41.677 | -49.996 | |
| davon laufende Ertragsteuer | 12 | -31.054 | -66.547 |
| davon latente Steuern | 12 | -10.624 | 16.551 |
| Konzernjahresüberschuss | 128.660 | 99.023 | |
| davon entfallen auf Anteilseigner des Mutterunternehmens | 128.697 | 99.148 | |
| davon entfallen auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -37 | -125 | |
| Ergebnis je Aktie | Euro | Euro | |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie | 13 | 7,51 | 5,79 |
| in Tsd. Euro | Anhang | GJ 2024 | GJ 2023 |
| Konzernjahresüberschuss | 128.660 | 99.023 | |
| Posten, die in künftigen Perioden in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, inklusive deren Steuereffekte | |||
| Fremdwährungsanpassungen ohne latenten Steuereffekt | 187 | -219 | |
| Marktwertveränderungen von zum Marktwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 22 | 546 | 748 |
| darauf latente Steuern | 22 | -187 | -237 |
| Posten, die nicht in künftigen Perioden in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, inklusive deren Steuereffekte | |||
| Versicherungsmathematische Verluste (-)/ Gewinne aus Pensionsplänen | 22 | -78 | 34 |
| darauf latente Steuern | 22 | 26 | -11 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 493 | 315 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 129.153 | 99.338 | |
| davon entfallen auf Anteilseigner des Mutterunternehmens | 129.190 | 99.463 | |
| davon entfallen auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -37 | -125 |
| in Tsd. Euro | Anhang | GJ 2024 | GJ 2023 |
| Konzernjahresüberschuss | 128.660 | 99.023 | |
| Abschreibungen | 8 | 37.464 | 42.270 |
| Verluste aus Anlagenabgängen | 1.730 | 514 | |
| Ergebnis aus der Veräußerung eines Tochternunternehmens | -43.453 | 0 | |
| Finanzergebnis | 2.297 | 1.664 | |
| Sonstiger nicht liquiditätswirksamer Aufwand/Ertrag (-) | 4.751 | -16.551 | |
| Laufende Ertragsteuer | 12 | 31.054 | 66.547 |
| Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching | 656 | 908 | |
| Veränderung der Pensionsrückstellungen | 64 | 0 | |
| Veränderungen im Netto-Umlaufvermögen: | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 19 | -3.559 | -23.251 |
| Vorräte | 18 | -11.861 | -91.999 |
| Sonstige Vermögenswerte | 21 | 3.767 | -5.833 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 27 | -29.236 | 45.720 |
| Sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten | 19.259 | 704 | |
| Ertragsteuerzahlungen | -123.023 | -16.303 | |
| Gezahlte Zinsen | 9 | -3.403 | -1.996 |
| Erhaltene Zinsen | 9 | 1.102 | 1.226 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 16.268 | 102.643 | |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | 14 | -33.875 | -18.179 |
| Investitionen in Sachanlagen | 15 | -33.168 | -109.014 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 442 | 291 | |
| Einzahlungen im Zusammenhang mit zukünftigen Abgängen im Konsolidierungskreis | 0 | 37.200 | |
| Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis | 55.444 | 0 | |
| Einzahlungen aus Zugängen im Konsolidierungskreis | 3 | 0 | |
| Abgang von Wertpapieren | 16 | 10.046 | 16.029 |
| Auszahlungen für langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 21 | 0 | -77 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -1.108 | -73.750 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 25 | 9.915 | 40.000 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | 25 | -16.052 | -2.051 |
| Dividendenausschüttung | 36 | -14.567 | -12.839 |
| Tilgung Verbindlichkeiten aus Mietkauf | 0 | -565 | |
| Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten | -1.574 | -1.444 | |
| Tilgung von sonstigen Finanzverbindlichkeiten | -280 | -280 | |
| Sonstige Veränderungen | -4 | 115 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -22.562 | 22.936 | |
| Abgang (-)/Zunahme der Zahlungsmittel und -äquivalente | -7.402 | 51.829 | |
| Effekt aus Wechselkursänderungen der Zahlungsmittel und -äquivalente | 40 | -295 | |
| Zahlungsmittel und -äquivalente zu Beginn der Berichtsperiode | 20 | 88.175 | 36.641 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente am Ende der Berichtsperiode | 20 | 80.813 | 88.175 |
| davon Zahlungsmittel und -äquivalente der Veräußerungsgruppe | 5 | 0 | 2.546 |
| in Tsd. Euro | Anhang | Aktien Tsd. Stück | Grundkapital |
| Stand zum 01.01.2023 | 17.700 | 17.700 | |
| Konzernjahresüberschuss | |||
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 22 | ||
| Gesamtergebnis | |||
| Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile | 22 | ||
| Ausschüttung Dividende | |||
| Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching | 22 | ||
| Sonstige Veränderungen | |||
| Stand zum 31.12.2023 | 17.700 | 17.700 | |
| Stand zum 01.01.2024 | 17.700 | 17.700 | |
| Konzernjahresüberschuss | |||
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 22 | ||
| Gesamtergebnis | |||
| Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile | 22 | ||
| Ausschüttung Dividende | |||
| Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching | 22 | ||
| Stand zum 31.12.2024 | 17.700 | 17.700 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | |||
| in Tsd. Euro | Eigene Anteile | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen |
| Stand zum 01.01.2023 | -581 | 18.707 | 102 |
| Konzernjahresüberschuss | |||
| Sonstiges Ergebnis der Periode | |||
| Gesamtergebnis | |||
| Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile | 2 | -2 | |
| Ausschüttung Dividende | |||
| Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching | 908 | ||
| Sonstige Veränderungen | |||
| Stand zum 31.12.2023 | -579 | 19.613 | 102 |
| Stand zum 01.01.2024 | -579 | 19.613 | 102 |
| Konzernjahresüberschuss | |||
| Sonstiges Ergebnis der Periode | |||
| Gesamtergebnis | |||
| Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile | 21 | -21 | |
| Ausschüttung Dividende | |||
| Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching | 656 | ||
| Stand zum 31.12.2024 | -558 | 20.247 | 102 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | |||
| in Tsd. Euro | Sonstige Eigenkapitalbestandteile | ||
| Rücklage für zum Marktwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | Währungsumrechnungen | Unrealisierte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) | |
| Stand zum 01.01.2023 | -1.282 | 894 | -181 |
| Konzernjahresüberschuss | |||
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 511 | -219 | 23 |
| Gesamtergebnis | 511 | -219 | 23 |
| Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile | |||
| Ausschüttung Dividende | |||
| Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching | |||
| Sonstige Veränderungen | |||
| Stand zum 31.12.2023 | -772 | 675 | -158 |
| Stand zum 01.01.2024 | -772 | 675 | -158 |
| Konzernjahresüberschuss | |||
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 359 | 187 | -52 |
| Gesamtergebnis | 359 | 187 | -52 |
| Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile | |||
| Ausschüttung Dividende | |||
| Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching | |||
| Stand zum 31.12.2024 | -413 | 862 | -210 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | |||
| in Tsd. Euro | Bilanzgewinn | Gesamt | Gesamt |
| Stand zum 01.01.2023 | 324.433 | 359.792 | 629 |
| Konzernjahresüberschuss | 99.148 | 99.148 | -125 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 315 | ||
| Gesamtergebnis | 99.148 | 99.463 | -125 |
| Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile | 0 | ||
| Ausschüttung Dividende | -12.839 | -12.839 | |
| Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching | 908 | ||
| Sonstige Veränderungen | 115 | 115 | |
| Stand zum 31.12.2023 | 410.857 | 447.439 | 504 |
| Stand zum 01.01.2024 | 410.857 | 447.439 | 504 |
| Konzernjahresüberschuss | 128.697 | 128.697 | -37 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 493 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 128.697 | 129.190 | -37 |
| Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile | 0 | ||
| Ausschüttung Dividende | -14.567 | -14.567 | |
| Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching | 656 | ||
| Stand zum 31.12.2024 | 524.987 | 562.718 | 467 |
| Konzern | |
| in Tsd. Euro | Gesamt |
| Stand zum 01.01.2023 | 360.421 |
| Konzernjahresüberschuss | 99.023 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 315 |
| Gesamtergebnis | 99.338 |
| Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile | 0 |
| Ausschüttung Dividende | -12.839 |
| Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching | 908 |
| Sonstige Veränderungen | 115 |
| Stand zum 31.12.2023 | 447.943 |
| Stand zum 01.01.2024 | 447.943 |
| Konzernjahresüberschuss | 128.660 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 493 |
| Gesamtergebnis | 129.153 |
| Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile | 0 |
| Ausschüttung Dividende | -14.567 |
| Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching | 656 |
| Stand zum 31.12.2024 | 563.184 |
Die Elmos Semiconductor SE ("der Konzern", "die Gesellschaft" oder "Elmos") hat ihren Satzungssitz in 44227 Dortmund, Heinrich-Hertz-Straße 1 (Deutschland) und ist dort beim Amtsgericht im Handelsregister, Abteilung B, unter Nr. 31940 eingetragen. Die aktuelle Satzung der Elmos gilt seit der Umwandlung zum 1. Juli 2020 und wurde letztmals im Mai 2023 geändert. Auf Basis dieser Anpassung ist der Vorstand bis zum 9. Mai 2028 ermächtigt, die Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre oder ihrer Bevollmächtigten am Ort der Hauptversammlung abzuhalten (virtuelle Hauptversammlung). Der Verwaltungssitz der Elmos Semiconductor SE ist zum 1. Januar 2025 innerhalb Nordrhein-Westfalens von Dortmund nach Leverkusen verlegt worden.
Der Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von mikroelektronischen Bauelementen und Systemteilen (Application Specific Integrated Circuits oder kurz: ASICs bzw. Application Specific Standard Products oder kurz: ASSPs) sowie von funktionsverwandten technologischen Einheiten. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Geschäftszweck mittelbar oder unmittelbar zu dienen geeignet sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten, Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art zu erwerben oder zu pachten und sich an solchen zu beteiligen sowie alle Geschäfte vorzunehmen, die dem Gesellschaftszweck dienlich sind. Die Gesellschaft ist befugt, Geschäfte im Inland wie im Ausland zu betreiben. Die Gesellschaft hat neben den inländischen auch Vertriebsgesellschaften und Standorte in Europa, Asien und den USA und kooperiert in der Entwicklung und Herstellung von Halbleiter-Chips mit anderen deutschen und internationalen Unternehmen. Die Gesellschaft ist börsennotiert, ihre Aktien werden im Prime Standard in Frankfurt am Main gehandelt.
Vor dem Hintergrund geopolitischer Konflikte wie dem andauernden Krieg in der Ukraine, dem Nahost-Konflikt, Sanktionen und Handelsbeschränkungen, Engpässen in den weltweiten Lieferketten, steigender Preise und potentiellen Engpässen für Energie, Material, Dienstleistungen und Personal wurden die diesbezüglich kritischen Sachverhalte immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräte einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die in "Tsd. Euro" angegebenen Werte sind entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro auf- oder abgerundet worden.
Der Konzernabschluss der Elmos wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der Elmos angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen.
Die Konzernbilanz, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Kapitalflussrechnung und die Entwicklung des konsolidierten Eigenkapitals sind in Übereinstimmung mit IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" aufgestellt. Einzelne Posten sind zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; die Posten werden im Anhang erläutert.
Der Abschluss wurde mit Beschluss des Vorstands vom 6. März 2025 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert. Über die nachfolgend dargestellten Bereiche hinaus sind Annahmen und Einschätzungen zudem für Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, Vorräte sowie für Eventualschulden und sonstige Rückstellungen erforderlich. Änderungen von Schätzungen werden nach IAS 8 - Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Obwohl diese Schätzungen und Annahmen nach bestem Wissen des Managements, basierend auf den gegenwärtigen Ereignissen und Maßnahmen, erfolgen, kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen von diesen Schätzungen kommen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der weiterhin bestehenden geopolitischen Risiken, insbesondere durch die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, welche zu Preiserhöhungen und Verknappung von Energie und Rohstoffen führen können und den Konflikt um Taiwan. Auch können steigende Inflation und höhere Zinsen zu einem deutlichen Konsumrückgang führen. Zollstreitigkeiten wie auch Handelsbeschränkungen zwischen führenden Industrienationen können den globalen Handel und damit die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen. Die Entwicklungen in diesen weltpolitischen Konflikten sind auch weiterhin sehr dynamisch, so dass nicht auszuschließen ist, dass die tatsächlichen Ergebnisse deutlich von denen im Rahmen dieses Konzernabschlusses getroffenen Schätzungen und Annahmen abweichen bzw. in künftigen Perioden eine Anpassung der getroffenen Schätzungen und Annahmen erforderlich sein wird und dies einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögen-, Finanz- und Ertragslage im Elmos-Konzern haben könnte.
Aktive latente Steuern werden neben den Bilanzunterschieden aus dem IFRS und dem Steuerbilanzansatz auch für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 17 dargestellt.
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Weitere Einzelheiten hierzu sind in der Anhangangabe 24 zu finden.
Entwicklungskosten werden entsprechend der in der Anhangangabe 3 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode nach bestmöglicher Schätzung aktiviert. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 14 dargestellt.
Sachanlagen werden entsprechend der in der Anhangangabe 3 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode nach bestmöglicher Schätzung aktiviert. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 15 dargestellt.
Die Bewertung der Nutzungsrechte sowie der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen erfordert neben der Festlegung eines angemessenen Kapitalisierungszinssatzes auch das Treffen von Annahmen hinsichtlich weiterer Parameter bzw. der Wahrscheinlichkeiten und Zeitpunkte des Eintritts bzw. der Ausübung. Der Konzern kann den dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz im Einzelfall nicht ohne Weiteres bestimmen. Daher verwendet er zur Bewertung von Leasingverbindlichkeiten auch seinen Grenzfremdkapitalzinssatz. Dies ist der Zinssatz, den der Konzern zahlen müsste, wenn er für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit die Mittel aufnehmen würde, die er in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld für einen Vermögenswert mit einem dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert benötigen würde. Einige Leasingverhältnisse beinhalten Kaufoptionen/Verlängerungsoptionen, die vor Ablauf der unkündbaren Vertragslaufzeit vom Konzern ausübbar sind. Der Konzern beurteilt am Bereitstellungsdatum, ob die Ausübung dieser Optionen wahrscheinlich sind. In Abhängigkeit von dieser Beurteilung bemisst sich die dem Leasingverhältnis zugrundeliegende Nutzungsdauer. Weitere Einzelheiten zum Leasing sind in den Anhangangaben 3 und 15 dargestellt.
Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Eine Ausnahme bildeten die nachfolgend aufgelisteten Änderungen von Standards, die erstmals ab dem Geschäftsjahr 2024 verpflichtend anzuwenden waren.
| Änderungen von Standards | Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB | Auswirkung auf Elmos |
| Änderungen an IAS 1 - Darstellung des Abschlusses: Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig | 01.01.2024 | Unwesentlich |
| Änderungen an IAS 1 - Darstellung des Abschlusses: Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig, Verschiebung des Stichtags | 01.01.2024 | Unwesentlich |
| Änderungen an IAS 1 - Darstellung des Abschlusses: Langfristige Verbindlichkeiten mit Kreditvereinbarungsklauseln | 01.01.2024 | Unwesentlich |
| Änderungen an IFRS 16 - Leasing: Leasingverbindlichkeiten bei Sale und Lease-Back Transaktionen | 01.01.2024 | Unwesentlich |
| Änderungen an IAS 7 - Kapitalflussrechnung und Änderungen an IFRS 7 - Finanzinstrumente Angaben: Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen | 01.01.2024 | Unwesentlich |
Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Änderungen von Standards veröffentlicht, welche bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen wurden, aber im Geschäftsjahr 2024 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Der Konzern wendet diese Änderungen von Standards nicht vorzeitig an.
| Änderungen von Standards | Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB | Auswirkung auf Elmos |
| Änderungen an IAS 21 - Auswirkungen von Wechselkursänderungen: Fehlende Umtauschbarkeit | 01.01.2025 | Unwesentlich |
Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Änderungen von Standards veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2024 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Änderungen von Standards wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden vom Konzern daher nicht angewandt.
| Standards/Änderungen von Standards | Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB | Auswirkung auf Elmos |
| Änderungen an IFRS 9 - Finanzinstrumente und IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben; Änderungen in Bezug auf die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten und Änderungen in Bezug auf Verträge mit naturabhängiger Elektrizität | 01.01.2026 | Unwesentlich |
| IFRS 18 - Darstellung und Angaben im Abschluss | 01.01.2027 | Siehe Erläuterung unterhalb der Tabelle |
| IFRS 19 - Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht | 01.01.2027 | Keine |
| Jährliche Verbesserungen der IFRS-Rechnungslegungsstandards (Band 11) | 01.01.2026 | Unwesentlich |
IFRS 18 enthält für alle Unternehmen, die IFRS anwenden, Anforderungen an die Art der Darstellung und Offenlegung von Informationen in Abschlüssen. IFRS 18 ersetzt IAS 1 "Darstellung des Abschlusses". Der neue Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen. Elmos wird im laufenden Geschäftsjahr beginnen zu evaluieren, welche quantitativen und qualitativen Auswirkungen die Anwendung des IFRS 18 auf den Konzernabschluss hat, kann deren Umfang aber noch nicht verlässlich abschätzen.
In dem für das Geschäftsjahr 2024 aufgestellten Konzernabschluss sind neben der Elmos Semiconductor SE alle Gesellschaften einbezogen, bei denen Elmos unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt oder aufgrund sonstiger Rechte ein Beherrschungsverhältnis im Sinne von IFRS 10 - Konzernabschlüsse besteht. Der Kapitalkonsolidierung liegt die Erwerbsmethode zugrunde. Dabei werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem anteiligen Saldo der zum beizulegenden Zeitwert erworbenen identifizierten Vermögenswerte und Schulden aufgerechnet. Zum Zeitpunkt des Erwerbs werden die identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden vollständig mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Der Saldo eines verbleibenden aktiven Unterschiedsbetrags ist als Geschäftswert ausgewiesen. Zu dem Zeitpunkt, ab dem Elmos ein Unternehmen nicht mehr beherrscht, wird dieses entkonsolidiert. Ab diesem Zeitpunkt sind die Vermögenswerte und Schulden sowie die Erträge und Aufwendungen Elmos nicht mehr zuzurechnen.
Die Jahresabschlüsse der in den Elmos-Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Aufwendungen und Erträge sowie Transaktionen zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden im Konzernabschluss eliminiert.
Eine Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen befindet sich in der Anhangangabe 33.
Im Konzernabschluss bestehen keine wesentlichen Anteile nicht beherrschender Gesellschafter.
Die wesentlichen funktionalen Währungen sind der Euro für die Elmos Semiconductor SE und die europäischen Tochtergesellschaften sowie der US-Dollar für die Elmos N.A. Inc. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Auf Fremdwährung lautende Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Für Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung die lokale Währung des jeweiligen Landes ist, in dem diese Gesellschaft ihren Sitz hat, werden Aktiva und Passiva, die in Fremdwährung in den Bilanzen der ausländischen wirtschaftlich selbstständigen Tochtergesellschaften bilanziert werden, zu dem jeweiligen Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Erlös- und Aufwandspositionen werden zu den durchschnittlichen Fremdwährungskursen während des zugrundeliegenden Zeitraums umgerechnet. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung des Eigenkapitals zum historischen Kurs und zum Stichtagskurs ergibt, wird als erfolgsneutrale Veränderung des Eigenkapitals innerhalb der sonstigen Eigenkapitalbestandteile ausgewiesen.
Die Gesellschaft geht von Zeit zu Zeit Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte zur Absicherung von Transaktionen in Fremdwährungen ein, die auf den Zeitraum beschränkt sind, in dem das Risiko besteht. Diese Kurssicherungsgeschäfte reduzieren die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf die Ertragslage der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist nicht an Spekulationsgeschäften beteiligt. Zu den insgesamt realisierten und unrealisierten Kursgewinnen bzw. -verlusten aus Währungssicherungsgeschäften im Geschäftsjahr 2024 siehe Anhangangabe 30.
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Finanzmittelfonds, der identisch mit dem Konzernbilanzposten ist) im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert haben. Die Auswirkungen von Akquisitionen, Desinvestitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind berücksichtigt.
In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, aus dem Investitionsbereich und aus dem Finanzierungsbereich unterschieden. Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Finanzierungsaufwendungen und -erträge entsprechen im Wesentlichen den gezahlten Beträgen.
Die Gesellschaft erzielt im Wesentlichen Umsatzerlöse aus dem Verkauf von ASICs und ASSPs sowie aus deren Entwicklung. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen.
Die Umsatzrealisierung erfolgt bei Versendung der Produkte an den Kunden bzw. bei Gefahrenübergang auf den Kunden, das heißt, wenn der Kunde die Fähigkeit besitzt, die Nutzung der übertragenen Güter oder Dienstleistungen zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen daraus zieht. Im Rahmen von Konsignationslagervereinbarungen erfolgt die Umsatzrealisierung entweder bei Entnahme des Kunden oder bereits bei Bestückung des Konsignationslagers in Abhängigkeit vom Zeitpunkt des Gefahrenüberganges. Die Umsatzrealisation erfolgt somit bei allen Produktlieferungen zeitpunktbezogen, bei Umsätzen aus Entwicklungstätigkeit ebenfalls zeitpunktbezogen jeweils mit Erreichen der vertraglich vereinbarten Milestones. Die Umsatzerlöse entsprechen dem Transaktionspreis, zu dem Elmos voraussichtlich berechtigt ist. Variable Gegenleistungen sind im Transaktionspreis enthalten, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es nicht zu einer signifikanten Rücknahme der Umsatzerlöse kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht.
Es gibt keine signifikante Finanzierungskomponente, da ein marktübliches Zahlungsziel von 30 bis 60 Tagen vereinbart ist.
Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmensakquisitionen werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Darüber hinaus wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt, sofern besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen anzeigen, dass der Marktwert einer Berichtseinheit unter ihren Buchwert gefallen sein könnte. Zum Erwerbszeitpunkt wird der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die erwartungsgemäß von den erzielten Synergien aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren wird.
Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. "Cash Generating Unit" (CGU), auf die sich der Geschäftswert bezieht, bestimmt. Liegt der erzielbare Betrag der CGU unter ihrem Buchwert, ist ein Wertminderungsaufwand auf den Geschäfts- oder Firmenwert erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten ("Fair value less cost to sell") und Nutzungswert ("Value in use").
Alle Geschäfts- oder Firmenwerte werden den entsprechenden CGUs zugeordnet. Dabei stellen die Tochtergesellschaften im Regelfall jeweils eine CGU dar.
Die Ermittlung des erzielbaren Betrags der CGU basiert auf dem Nutzungswert ("Value in use"). Für jede CGU werden auf Basis einer Mehrjahresplanung die zukünftigen Cashflows ermittelt. Die detaillierte Mehrjahresplanung erfolgt über einen Zeitraum von fünf Jahren. Anschließend wird durch Diskontierung der Barwert dieser zukünftigen Cashflows errechnet.
Aus der Entwicklung entstehende immaterielle Vermögenswerte werden entsprechend IAS 38 nur aktiviert, wenn es u.a. (a) hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und (b) die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bemessen werden können. Diese Kriterien treffen für die aktivierten Entwicklungsprojekte im Zusammenhang mit der Entwicklung von ASICs zu. Die Aktivierung findet auch für Projekte statt, denen noch keine Kundenaufträge gegenüberstehen (ASSPs), für die es aber auf Basis unserer Erfahrungen einen entsprechenden Kundenbedarf gibt. Ihre Werthaltigkeit wird jährlich durch die Gesellschaft überprüft. Mit der Abschreibung wird nach Abschluss der Entwicklungsphase bzw. bei Beginn der Vorserienfertigung begonnen.
Die Aktivierung der Entwicklungskosten erfolgt, nachdem die technologische Durchführbarkeit bzw. Realisierbarkeit hergestellt ist (sog. QB1-Status). Die Kosten werden ab Produktionsstart (sog. QB3-Status) auf einer linearen Grundlage über die geschätzte Nutzungsdauer von drei bis sieben Jahren amortisiert. Aufwendungen für die Eigenentwicklung von Design- und Prozesstechnologie werden aktiviert, soweit alle Voraussetzungen gemäß IAS 3 8 erfüllt sind. Aktivierte Aufwendungen werden unter Verwendung der linearen Methode über die jeweils kürzere geschätzte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von Technologien, die Schutzfrist bei Patenten oder die Vertragsdauer, aber maximal über 20 Jahre, abgeschrieben. Entgeltlich Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren abgeschrieben.
Die Abschreibungen/Wertminderungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst (siehe Anhangangabe 8). Weder im Geschäftsjahr 2024 noch im Geschäftsjahr 2023 gab es sonstige immaterielle Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer.
Sachanlagen werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Sachanlagen werden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt linear abgeschrieben:
| ― |
Gebäude: 25 bis 50 Jahre |
| ― |
Einbauten: 8 bis 10 Jahre |
| ― |
Technische Anlagen und Maschinen/Betriebs- und Geschäftsausstattung: 5 bis 15 Jahre |
Im Falle, dass der Buchwert den voraussichtlich erzielbaren Betrag übersteigt, wird entsprechend IAS 36 eine Wertminderung auf diesen Wert vorgenommen.
Bei Verkauf oder Abgang von Sachanlagevermögen werden die entsprechenden Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie die dazugehörige kumulierte Abschreibung/Wertminderung aus den entsprechenden Konten entfernt. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen werden als sonstige betriebliche Erträge oder Aufwendungen gezeigt. Wartung oder Instandhaltung werden in der Periode in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst in der sie angefallen sind.
Der Konzern beurteilt bei Vertragsabschluss, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Verfügungsgewalt eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu übertragen. Der Konzern erfasst das Recht auf Nutzung des zugrundeliegenden Vermögenswerts und Verbindlichkeiten zur Leistung von Leasingzahlungen.
Nutzungsrechte: Der Konzern erfasst Nutzungsrechte zum Bereitstellungsdatum, d.h. zu dem Zeitpunkt, an dem der zugrundeliegende Leasinggegenstand zur Nutzung bereitsteht. Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Kosten von Nutzungsrechten beinhalten die erfassten Leasingverbindlichkeiten, die entstandenen anfänglichen direkten Kosten sowie die bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen abzüglich aller etwaigen Leasinganreize. Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrundeliegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern über oder in den Kosten des Nutzungsrechts ist berücksichtigt, dass der Konzern eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes abgeschrieben, welche nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeiten angepasst. In der Konzernbilanz weist der Konzern Nutzungsrechte, die nicht die Definition einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie erfüllen, in den Sachanlagen aus.
Leasingverbindlichkeiten: Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern die Leasingverbindlichkeiten zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen, abgezinst mit dem den Leasingverhältnissen zugrundeliegenden Zinssatz oder, wenn sich dieser nicht ohne Weiteres bestimmen lässt, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns. Die Leasingzahlungen beinhalten feste Zahlungen und umfassen ferner den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn hinreichend sicher ist, dass der Konzern sie auch tatsächlich wahrnehmen wird, Leasingzahlungen für eine Verlängerungsoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, diese auszuüben, sowie Strafzahlungen für eine vorzeitige Kündigung des Leasingverhältnisses, es sei denn, der Konzern ist hinreichend sicher, nicht vorzeitig zu kündigen. Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die zukünftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder Zinssatzänderung verändern, wenn der Konzern seine Schätzung zu den voraussichtlichen Zahlungen im Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, wenn der Konzern seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert. In der Konzernbilanz werden die Leasingverbindlichkeiten unter den lang- bzw. kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse werden nicht angesetzt. Der Konzern erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Aufwand (siehe hierzu auch Anhangangabe 32).
Als Anteile werden Anteile an Unternehmen ausgewiesen, bei denen Elmos keine Kontrolle und keinen maßgeblichen Einfluss besitzt. Als Eigenkapitalinstrumente werden Anteile, für die ein notierter Markt preis vorliegt, als "Erfolgsneutral zum Marktwert (kein Recycling)" klassifiziert und zu diesem Wert bilanziert. Anteile, für die kein aktiver Markt existiert, werden ebenfalls als "Erfolgsneutral zum Marktwert (kein Recycling)" klassifiziert und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Hierbei wird angenommen, dass der Buchwert dem Marktwert entspricht.
Ein Finanzinstrument gemäß IFRS 9 ist ein Vertrag, der einen finanziellen Vermögenswert bei einer Einheit und eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument bei einer anderen Einheit begründet. Finanzinstrumente werden unter Berücksichtigung ihrer Wesensart in folgende Klassen unterteilt:
| ― |
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten |
| ― |
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Bei regulären Erwerben und Verkäufen erfolgt die Einbuchung zum Erfüllungstag. |
Mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bewertet Elmos beim erstmaligen Ansatz einen finanziellen Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung richtet sich nach dem Geschäftsmodell, dem die finanziellen Vermögenswerte oder finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet sind, sowie der Eigenschaft der vertraglichen Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten:
| ― |
Halten und Verkauf |
| ― |
Halten |
| ― |
Handel |
| ― |
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| ― |
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
Die bilanzierten Finanzinstrumente bei Elmos enthalten u.a. liquide Mittel, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Devisentermingeschäfte sowie übrige Fremdfinanzierungen.
Elmos klassifiziert finanzielle Vermögenswerte für die Folgebewertung als zu fortgeführten Anschaffungskosten, als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese Klassifizierung erfolgt auf Grundlage des Geschäftsmodells von Elmos zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte sowie der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts.
Sofern der finanzielle Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und die Vertragsbedingungen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, wird der finanzielle Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Elmos bewertet einen finanziellen Vermögenswert erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis, wenn beide folgenden Bedingungen erfüllt sind: Die Zielsetzung des finanziellen Vermögenswerts besteht sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte und die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.
Alle anderen finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Elmos bewertet die finanziellen Verbindlichkeiten - mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente - unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Bei den finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten hat der Konzern von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu designieren (Fair Value Option), bislang keinen Gebrauch gemacht.
Elmos setzt derivative Finanzinstrumente wie Devisenoptions-/Devisentermingeschäfte ein, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern. Derartige derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der derivativen Finanzinstrumente werden ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren realisierbaren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Dabei werden fixe Gemeinkosten auf Grundlage der Normalauslastung der Produktionsanlagen berücksichtigt. Kosten der nicht genutzten Produktionskapazitäten (Leerkosten) werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den Kosten der umgesetzten Leistung ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Vorräte werden vorgenommen, soweit die Anschaffungs- oder Herstellungskosten über den erwarteten Nettoveräußerungserlösen liegen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Forderungen werden grundsätzlich zum Nennbetrag unter Berücksichtigung angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst in erheblichem Maße Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf die Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle auf Portfoliobasis beruhen.
Liquide Mittel umfassen Kassenbestände, Schecks und Bankguthaben und werden bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert und in Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Rückstellungen werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen, die ihren Ursprung in der Vergangenheit haben, dann gebildet, wenn es wahrscheinlich ist, dass die hinreichend zuverlässige Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Konzernressourcen führt und eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann.
Die periodischen Netto-Pensionsaufwendungen unter IAS 19 setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die verschiedene Aspekte der finanziellen Vereinbarungen des Unternehmens sowie die Kosten der von den Arbeitnehmern bezogenen Leistungen widerspiegeln. Diese Komponenten werden unter Anwendung der versicherungsmathematischen Kostenmethode bestimmt und basieren auf versicherungsmathematischen Annahmen, die in der Anhangangabe 24 angegeben sind.
Die Bilanzierungsgrundsätze sehen vor:
| ― |
in der geplanten Leistungsverpflichtung alle Leistungsverbesserungen widerzuspiegeln, zu denen das Unternehmen ab dem aktuellen Bewertungsdatum verpflichtet ist, |
| ― |
versicherungsmathematische Gewinne und Verluste direkt erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zu erfassen. |
Rückstellungen für Garantieleistungen und Produkthaftung werden für Einzelfälle nach erfolgter Risikoeinschätzung sowohl der vertrieblichen als auch der juristischen Konsequenzen in angemessener Höhe gebildet. Eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen wird erfasst, sobald der Vorstand einen detaillierten und formalen Restrukturierungsplan genehmigt hat und somit eine faktische Verpflichtung seitens Elmos besteht, Restrukturierungsmaßnahmen entweder begonnen haben oder öffentlich angekündigt wurden.
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und frühere Periode(n) werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der Konzern tätig ist und zu versteuerndes Einkommen erzielt.
Latente Steuern werden mit Hilfe der Verbindlichkeitsmethode (liability method) ermittelt. Latente Ertragsteuern spiegeln den Nettosteueraufwand/-ertrag temporärer Unterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld in der Bilanz und deren Steuerwert wider. Die Bemessung latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt anhand der Steuersätze, die erwartungsgemäß für die Periode gelten, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld beglichen wird. Die Bewertung latenter Steueransprüche und -schulden berücksichtigt die steuerlichen Konsequenzen, die daraus resultieren, in welcher Art und Weise ein Unternehmen zum Bilanzstichtag erwartet, den Buchwert seiner Vermögenswerte zu realisieren oder seine Schulden zu begleichen.
Latente Steueransprüche und -schulden werden unabhängig von dem Zeitpunkt erfasst, an dem sich die temporären Buchungsunterschiede voraussichtlich umkehren. Latente Steueransprüche und -schulden werden nicht abgezinst und werden in der Bilanz als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen.
Ein latenter Steueranspruch wird für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das der temporäre Unterschied verwendet werden kann. Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt das Unternehmen nicht bilanzierte latente Steueransprüche neu. Das Unternehmen setzt einen bislang nicht bilanzierten latenten Steueranspruch in dem Umfang an, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches gestatten wird. Umgekehrt vermindert sich der Buchwert eines latenten Steueranspruches in dem Umfang, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, um vom Nutzen des latenten Steueranspruches - entweder zum Teil oder insgesamt - Gebrauch zu machen.
Tatsächliche Steuern und latente Steuern werden unmittelbar dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben, wenn sich die Steuern auf Posten beziehen, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.
In dem Umfang, wie nicht ausgeschüttete Gewinne ausländischer Beteiligungen auf unabsehbare Zeit in diesem Unternehmen investiert bleiben sollen, fallen keine latenten Steuerschulden an. Eine latente Steuerschuld wird für alle zu versteuernden temporären Differenzen ausgewiesen, soweit die latente Steuerschuld nicht aus dem Geschäftswert resultiert, für den eine Abschreibung zu Steuerzwecken nicht möglich ist.
Es sind keine latenten Steuerschulden beim erstmaligen Ansatz von Geschäfts- oder Firmenwerten aus Unternehmenszusammenschlüssen anzusetzen. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge und Steuerguthaben (Tax Credits) in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.
Erträge, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst. Eine Ausnahme bilden folgende Fälle:
| ― |
Wenn die beim Kauf von Vermögenswerten oder der Inanspruchnahme von Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von der Steuerbehörde zurückgefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst |
| ― |
Forderungen und Verbindlichkeiten werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt. |
Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde zu erstatten oder an diese abzuführen ist, wird in der Bilanz unter den sonstigen Forderungen bzw. Verbindlichkeiten erfasst.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und dass das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden in der Bilanz als Minderung der Anschaffungs-bzw. Herstellungskosten erfasst. Weitere Einzelheiten finden sich in Anhangangabe 31.
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden für sämtliche qualifizierten Vermögenswerte, bei denen der Bau oder die Herstellung am oder nach dem 1. Januar 2009 aufgenommen wurde, als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen.
Die Gruppe weist Vermögenswerte und Schulden als Veräußerungsgruppe aus, wenn diese als Gruppe in einer Transaktion verkauft oder auf andere Weise abgegeben werden sollen und insgesamt die in IFRS 5 "Non-current Assets held for Sale and Discontinued Operations" definierten Kriterien erfüllen. Die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe werden in der Bilanz gesondert in den Zeilen "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" und "Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" ausgewiesen. Die Aufwendungen und Umsätze einer Veräußerungsgruppe sind bis zur Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten enthalten, es sei denn, die Veräußerungsgruppe qualifiziert sich für die Berichterstattung als eine "Nicht fortgeführte Aktivität" (Discontinued Operation).
Bei erstmaliger Einstufung als zur Veräußerung gehalten werden langfristige Vermögenswerte zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, eine planmäßige Abschreibung wird nicht mehr vorgenommen. Eine Veräußerungsgruppe wird zunächst nach den für sie einschlägigen IFRS-Standards bewertet und danach wird der sich daraus ergebende Buchwert der Gruppe dem Nettozeitwert gegenübergestellt, um den niedrigeren anzusetzenden Wert zu bestimmen. Wertminderungen aufgrund der erstmaligen Einstufung als zur Veräußerung gehalten werden ebenso wie spätere Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungen bis zur Höhe des kumulierten Wertminderungsaufwands in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Das geografische Gebiet "Sonstige EU-Länder" umfasst grundsätzlich alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union zum aktuellen Berichtszeitpunkt. Die europäischen Länder, die derzeit nicht Mitglied der Europäischen Union sind, sind Teil des Gebiets "Sonstige".
Die Verteilung der Umsatzerlöse mit externen Kunden erfolgt nach den Lieferstandorten der Kunden.
|
Erlöse aus Geschäften mit externen Kunden |
in Tsd. Euro |
GJ 2024 | GJ 2023 |
| Deutschland | 111.470 | 93.178 |
| Sonstige EU-Länder | 99.210 | 103.978 |
| Amerika | 39.090 | 39.555 |
| Asien/Pazifik | 308.252 | 308.886 |
| Sonstige | 23.082 | 29.417 |
| Umsatzerlöse | 581.1051 | 575.013 2 |
1 Hiervon Hongkong mit einem Umsatz von 82.888
Tsd. Euro (14,3% des Gesamtumsatzes) und Japan mit einem
Umsatz von 72.677 Tsd. Euro (12,5% des Gesamtumsatzes)
2 Hiervon Hongkong mit einem Umsatz von 109.526
Tsd. Euro (19,0% des Gesamtumsatzes)
Im Geschäftsjahr 2024 gibt es einen Kunden, der einen Umsatzanteil von mehr als 10% (60,8 Mio. Umsatz des Kunden) an den Konzernumsätzen hat (2023: kein Kunde mit Umsatzanteil von mehr als 10 %).
|
Geografische Verteilung langfristiger
Vermögenswerte |
in Tsd. Euro |
31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Deutschland | 223.093 | 213.023 |
| Sonstige EU-Länder | 852 | 980 |
| Amerika | 172 | 225 |
| Asien/Pazifik | 131.711 | 132.084 |
| Langfristige Vermögenswerte 1 | 355.828 | 346.312 |
1 Ausgenommen sonstige finanzielle
Vermögenswerte und latente Steuern
Im Elmos-Konzern gibt es nur ein einziges Segment und dieses umfasst das Halbleitergeschäft.
Die Elmos Semiconductor SE und Littelfuse, Inc., haben am 28. Juni 2023 einen verbindlichen Vertrag zum Verkauf der Waferfertigung ("Fab") von Elmos am Standort Dortmund an Littelfuse unterzeichnet. Elmos verkauft ihre Waferfertigung, die Bestandteil des Halbleitergeschäfts ist, zu einem vorläufigen Kaufpreis in Höhe von insgesamt rund 93.931 Tsd. Euro. Im Rahmen der Vereinbarung hat Littelfuse die Dortmunder Waferfertigung mit einem Technologie-Team von etwa 223 Mitarbeitenden übernommen. Alle anderen Aktivitäten, einschließlich des Testbetriebs verbleiben bei Elmos. Der Vollzug der Transaktion wurde mit Ablauf des 31. Dezember 2024 wirksam. Bis zum Vollzugstermin behielt Elmos die volle operative Kontrolle über die Waferfertigung. Der Käufer hat im Geschäftsjahr 2023 eine Zahlung an die Elmos Semiconductor SE in Höhe von rund 37.200 Tsd. Euro getätigt. Der restliche (vorläufige) Kaufpreis in Höhe von 56.731 Tsd. Euro wurde dann zum Vollzug der Transaktion Ende des Geschäftsjahres 2024 gezahlt. Im Zuge der Veräußerung zum 31. Dezember 2024 sind Zahlungsmittel in Höhe 1.287 Tsd. Euro aus dem Konzern abgegangen. Eine finale Kaufpreisermittlung auf Basis vertraglich festgelegter variabler Kaufpreisbestandteilen, insbesondere zu den Beständen an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und zum Working-Capital zum Zeitpunkt des Vollzugs der Transaktion mit Ablauf des 31. Dezember 2024 mit voraussichtlich nur geringfügigen Anpassungen, erfolgt bis Mitte Mai 2025.
Nach Entkonsolidierung sind zum 31. Dezember 2024 keine zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte und Schulden mehr in der Konzern-Bilanz enthalten.
Nach Entkonsolidierung sind zum 31. Dezember 2024 keine zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte und Schulden mehr in der Konzern-Bilanz enthalten. Zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung hatten Vermögenswerte und Schulden folgende Buchwerte:
| in Tsd. Euro | 31.12.2024 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 474 |
| Sachanlagen | 18.405 |
| Aktive latente Steuern | 16.012 |
| Vorräte | 17.913 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 486 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.287 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 30 |
| Sonstige Aktiva | 438 |
| Summe Vermögenswerte | 55.045 |
| Rückstellungen | 1.708 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.632 |
| Finanzverbindlichkeiten | 14 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 116 |
| Summe Schulden | 4.470 |
In der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023 waren folgende Bilanzpositionen in den zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten und Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten enthalten:
| in Tsd. Euro | 31.12.2023 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 307 |
| Sachanlagen | 15.854 |
| Aktive latente Steuern | 17.249 |
| Vorräte | 18.353 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 41 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.546 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 23 |
| Sonstige Aktiva | 363 |
| Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | 54.736 |
| Rückstellungen | 1.577 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.714 |
| Finanzverbindlichkeiten | 38 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 151 |
| Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten | 3.480 |
Wertminderungen bei Vermögenswerten aufgrund von Differenzen hinsichtlich des niedrigeren Werts aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten waren in der Veräußerungsgruppe nicht zu verzeichnen.
Ebenso waren keine kumulativen Erträge oder Aufwendungen, die in Verbindung mit der Veräußerungsgruppe stehen, im sonstigen Ergebnis enthalten.
Die Gesellschaft erzielt Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Halbleitern sowie aus deren Entwicklung (siehe hierzu auch die geografische Segmentierung unter der Anhangangabe 4).
| in Tsd. Euro | GJ 2024 | GJ 2023 | Veränderung |
| Umsatzerlöse | 581.105 | 575.013 | 6.092 |
Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden haben sich gegenüber dem Vorjahr um 1,1% erhöht. Der automobile Halbleitermarkt ist im Geschäftsjahr 2024 getrieben von der zunehmenden Digitalisierung und Elektrifizierung von Systemen und Funktionen in Fahrzeugen sowie dem Ausbau der Elektromobilität erneut leicht gewachsen.
Die Umsatzkosten enthalten die Kosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen. Neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten enthalten sie auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Des Weiteren enthalten die Umsatzkosten die Bestandsveränderung an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und haben sich wie folgt entwickelt:
| in Tsd. Euro | GJ 2024 | GJ 2023 |
| Materialaufwand | -242.616 | -267.912 |
| Personalaufwand | -48.829 | -44.659 |
| Sonstige Gemeinkosten | -55.881 | -55.391 |
| Bestandsveränderung | 20.762 | 64.264 |
| Umsatzkosten | -326.564 | -303.698 |
Lohn- und Gehaltserhöhungen und erhöhte Mitarbeiterzahlen spiegeln sich gegenüber dem im Vorjahresvergleich um 4.170 Tsd. Euro gestiegenen Personalaufwand wider. Fast unverändert im Vorjahresvergleich sind mit 55.881 die sonstigen Gemeinkosten (2023: 55.391 Tsd. Euro). Die Bestandserhöhung von 20.762 Tsd. Euro basiert im Wesentlichen auf einer deutlichen Erhöhung der Fertigen Erzeugnisse (siehe auch die Anhangangabe 18).
Bedeutsame Aufwendungen fallen regelmäßig im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten an, die in Erwartung auf zukünftige Erlöse durchgeführt werden. Forschungsaufwendungen werden entsprechend dem Anfall der Arbeiten ergebnismindernd berücksichtigt. Entwicklungsaufwendungen werden je nach Projekt aktiviert und dann planmäßig abgeschrieben bzw. - sofern die Aktivierungsvoraussetzungen nicht erfüllt sind - ergebnismindernd gebucht. Im Geschäftsjahr 2024 wurden Ausgaben in Höhe von 59.059 Tsd. Euro (2023: 68.774 Tsd. Euro) als Aufwand gebucht.
Zu den Vertriebskosten in Höhe von 24.754 Tsd. Euro (2023: 23.OO0 Tsd. Euro) gehören im Wesentlichen Aufwendungen für Personal, Reisekosten, Beratungen und Abschreibungen.
Zu den Verwaltungskosten in Höhe von 32.173 Tsd. Euro (2023: 31.480 Tsd. Euro) zählen neben den Kosten des im Verwaltungsbereich tätigen Personals auch anteilige Personalkosten des Vorstands. Wesentliche Posten sind weiter Aufwendungen aus Abschreibungen, Wartungskosten, Versicherungskosten sowie Rechts- und Beratungskosten.
Im Rahmen der Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in Form des Umsatzkostenverfahrens erfolgt die Zuordnung der Aufwendungen nach Funktionsbereichen. In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie den Kosten für Forschung und Entwicklung waren die nachstehend aufgeführten Kostenarten wie folgt enthalten:
Die Materialaufwendungen betrugen im Berichtsjahr 258.027 Tsd. Euro und sind gegenüber dem Vorjahr um 24.356 Tsd. Euro gesunken (2023: 282.383 Tsd. Euro). Sie setzen sich zusammen aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Leistungen.
Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 14.356 Tsd. Euro. Die Anzahl der Mitarbeiter ist - gemessen als durchschnittlicher Beschäftigungsquotient - von 1.282 im Geschäftsjahr 2023 auf 1.372 im Geschäftsjahr 2024 gestiegen (+7,0%). Der Anstieg der Personalkosten ist neben den erhöhten Mitarbeiterzahlen durch Lohn- und Gehaltsanpassungen begründet. Weitergehende Angaben zu den Beschäftigten finden sich unter der Anhangangabe 39.
| in Tsd. Euro | GJ 2024 | GJ 2023 |
| Löhne und Gehälter | -111.998 | -100.568 |
| Aufwendungen der sozialen Sicherheit | -19.651 | -16.723 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -84 | -86 |
| Personalaufwand | -131.733 | -117.377 |
Die Aufgliederung der Abschreibungen ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (siehe hierzu Anhangangaben 14 und 15).
Die planmäßigen Abschreibungen sowie Wertminderungen betrugen im Berichtsjahr 37.464 Tsd. Euro (2023: 42.270 Tsd. Euro), welches einem Rückgang von 4.806 Tsd. Euro (u.a. aufgrund der im Vorjahr in Höhe von 1.923 Tsd. Euro höheren Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte) entspricht. Bedingt durch das Umsatzkostenverfahren sind die Abschreibungen für Sachanlagegüter und immaterielle Vermögenswerte in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auf die Positionen Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Vertriebskosten und Verwaltungskosten verteilt worden.
| in Tsd. Euro | GJ 2024 | GJ 2023 |
| Zinserträge | 1.102 | 1.226 |
| Sonstige Finanzierungserträge | 0 | 0 |
| Finanzierungserträge | 1.102 | 1.226 |
| Zinsaufwand für Leasingverbindlichkeiten | -127 | -131 |
| Sonstiger Zinsaufwand | -3.272 | -2.639 |
| Sonstige Finanzierungsaufwendungen | 0 | -120 |
| Finanzierungsaufwendungen | -3.399 | -2.890 |
Der Anstieg der sonstigen Zinsaufwendungen resultiert aus erhöhten Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Schuldscheindarlehen in Höhe von 40.000 Tsd. Euro im zweiten Halbjahr 2023.
Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Finanzierungserträge und -aufwendungen entsprechen im Wesentlichen den gezahlten Beträgen.
Die Gesamtbeträge der Zinserträge und Zinsaufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, stellen sich wie folgt dar:
| in Tsd. Euro | GJ 2024 | GJ 2023 |
| Zinsertrag | 1.102 | 1.226 |
| Zinsaufwand | -3.272 | -2.639 |
| Zinsergebnis | -2.170 | -1.413 |
Die erfolgswirksam erfassten Wechselkursgewinne aus Umrechnungsdifferenzen betragen im Geschäftsjahr 2024: 2.418 Tsd. Euro (2023: 1.459 Tsd. Euro). Fremdwährungsbeträge werden zum aktuellen Stichtagskurs (EUR/USD: 1,0444; EUR/KRW: 1.539,13; EUR/SGD: 1,4166; EUR/CNY: 7,6234; EUR/JPY: 164,57; EUR/TWD: 34,1967; EUR/INR: 89,0441) bzw. zum gleitenden Durchschnittskurs (EUR/USD: 1,0820; EUR/KRW: 1.474,9767; EUR/SGD: 1,4456; EUR/CNY: 7,7867; EUR/JPY: 163,7899; EUR/ TWD: 34,9208; EUR/INR: 89,1861) in Euro umgerechnet.
Die den Gesellschaftern des Mutterunternehmens kumuliert zurechenbaren erfolgsneutral erfassten Umrechnungsdifferenzen belaufen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 862 Tsd. Euro (2023: 675 Tsd. Euro) unter Berücksichtigung der darauf entfallenden latenten Steuern. Weitergehende Angaben zu den erfolgsneutral erfassten Umrechnungsdifferenzen stehen unter der Anhangangabe 22.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 48.766 Tsd. Euro (2023: 4.905 Tsd. Euro) umfassen mit 43.453 Tsd. Euro (2023: 0 Tsd. Euro) primär den Entkonsolidierungsgewinn aus dem Abgang des Tochterunternehmens Dortmund Semiconductor GmbH (siehe hierzu auch Anhangangabe 5) und mit 2.064 Tsd. Euro (2023: 0 Tsd. Euro) Erträge im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung der Donum Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH. Zusätzlich werden hier unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 963 Tsd. Euro (2023: 2.450 Tsd. Euro), Erlöse aus der PKW-Nutzung in Höhe von 925 Tsd. Euro (2023: 831 Tsd. Euro), Gewinne aus dem Verkauf von Vermögenswerten in Höhe von 60 Tsd. Euro (2023: 121 Tsd. Euro), sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von 221 Tsd. Euro (2023: 315 Tsd. Euro), Versicherungserstattungen in Höhe von 96 Tsd. Euro (2023: 229 Tsd. Euro) sowie diverse Einzelkomponenten ausgewiesen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 17.105 Tsd. Euro (2023: 3.743 Tsd. Euro) enthalten im Wesentlichen mit 13.985 Tsd. Euro (2023: 0 Tsd. Euro) Restrukturierungsaufwendungen (siehe hierzu auch Anhangangabe 24). Neben diesen Aufwendungen enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Grundbesitzabgaben in Höhe von 421 Tsd. Euro (2023: 342 Tsd. Euro), sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 84 Tsd. Euro (2023: 139 Tsd. Euro), Buchverluste aus Anlagenabgängen in Höhe von 1.790 Tsd. Euro (2023: 637 Tsd. Euro) sowie diverse Einzelkomponenten. Im Vorjahr waren zusätzlich Aufwendungen aufgrund der Wertminderung eines Geschäfts- oder Firmenwertes im Konzern (siehe hierzu auch Anhangangabe 14) zu berücksichtigen.
Als Ertragsteuern sind sowohl die gezahlten oder geschuldeten laufenden Steuern auf Einkommen und Ertrag als auch die entsprechenden latenten Steuern ausgewiesen.
| in Tsd. Euro | GJ 2024 | GJ 2023 |
| Laufende Ertragsteuer | -31.054 | -66.547 |
| Deutschland | -30.967 | -66.387 |
| Ausland | -87 | -160 |
| davon Steuern aus Vorjahren | -179 | 0 |
| Latente Steuern | -10.624 | 16.551 |
| Deutschland | -10.627 | 16.549 |
| Ausland | 3 | 2 |
| davon Steuern aus Vorjahren | 0 | 0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -41.677 | -49.996 |
Latente Steuern sind nach der sogenannten Verbindlichkeits-Methode gemäß IAS 12 berechnet worden. Für Deutschland wurde der kombinierte Ertragsteuersatz von 32,805% (2023: 32,805%) angewandt. Dieser kombinierte Steuersatz der Gesellschaft berücksichtigt den Gewerbesteuerhebesatz von 485% (2023: 485%), den Körperschaftsteuersatz von 15,0% (2023: 15,0%) sowie den Solidaritätszuschlag von 5,5% (2023: 5,5%). Bei den ausländischen Gesellschaften wurden für die Berechnung der latenten Steuern die jeweils länderspezifischen Steuersätze verwendet.
Latente Steuern werden gebildet auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Aktiva und der Passiva im Konzernabschluss und der Steuerbilanz der Einzelabschlüsse. Die Abgrenzung latenter Steuern zeigt die Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten, die durch Angleichung der Buchwertunterschiede im Zeitablauf entstehen. Wesentliche Bestandteile der aktiven und passiven latenten Steuern der Gesellschaft sind unter der Anhangangabe 17 dargestellt.
Im Zuge der Entkonsolidierung der Dortmund Semiconductor GmbH sind zum 31. Dezember 2024 aktive latente Steuern in Höhe von 16.012 Tsd. Euro abgegangen und ergebniswirksam im Entkonsolidierungsgewinn ausgewiesen worden.
Die Unterschiede zwischen dem gesetzlichen Nominalsteuersatz und dem im Konzern zur Anwendung gelangenden effektiven Steuersatz stellen sich wie folgt dar:
| in % | GJ 2024 | GJ 2023 |
| Gesetzlicher Nominalsteuersatz | 32,81 | 32,81 |
| Unterschiedsbetrag aus ausländischen Steuersätzen | -0,05 | 0,07 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 0,84 | 0,06 |
| Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen | 0,12 | 0,10 |
| Permanente Differenzen | 0,00 | 0,16 |
| Steuern Vorjahre | -0,11 | 0,00 |
| Entkonsolidierung Dortmund Semiconductor GmbH | -8,91 | 0,00 |
| Sonstige | -0,23 | 0,36 |
| Effektiver Steuersatz | 24,47 | 33,56 |
Das unverwässerte Ergebnis je Stammaktie wird auf Grundlage der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der sich im jeweiligen Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Stammaktien berechnet. Das verwässerte Ergebnis je Stammaktie wird auf Grundlage der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien zuzüglich aller Aktienoptionen mit verwässerndem Charakter nach der sogenannten Treasury Stock Method berechnet.
| Abstimmung der Aktien | in Stück | GJ 2024 | GJ 2023 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien | 17.132.965 | 17.119.902 |
| Aktienoptionen mit verwässerndem Charakter(Berechnung gemäß IAS 33.45 ff.) | 0 | 0 |
| Berechnung des Ergebnisses je Aktie | in Euro | ||
| Konzernjahresüberschuss, der auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfällt | 128.697.308 | 99.148.242 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | 7,51 | 5,79 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | 7,51 | 5,79 |
In der gewichteten durchschnittlichen Aktienanzahl 2024 und 2023 ist jeweils der gewichtete durchschnittliche Effekt der Änderungen aus Transaktionen mit eigenen Anteilen enthalten.
In den Geschäftsjahren 2024 und 2023 gab es keinen Verwässerungseffekt mehr, da sämtliche Aktienoptionsprogramme in 2019 ausgelaufen sind. Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses hat Elmos keine Aktienrückkäufe getätigt.
| in Tsd. Euro | Geschäfts- oder Firmenwert | Entwicklungsprojekte | |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Eigenleistung | Kauf | |
| 31.12.2022 | 7.405 | 41.223 | 5.688 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 53 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 777 | 1.864 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2023 | 7.405 | 42.053 | 7.552 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 2.205 | 1.270 |
| Umbuchungen | 0 | 6.730 | 2.230 |
| Abgänge | 0 | -5.102 | -376 |
| 31.12.2024 | 7.405 | 45.886 | 10.676 |
| Abschreibungen/Wertminderungen | |||
| 31.12.2022 | 5.482 | 30.368 | 1.834 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 1.923 | 5.748 | 1.679 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2023 | 7.405 | 36.116 | 3.513 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 3.143 | 1.525 |
| Abgänge | 0 | -5.055 | -376 |
| 31.12.2024 | 7.405 | 34.204 | 4.662 |
| Buchwert 31.12.2023 | 0 | 5.937 | 4.039 |
| Buchwert 31.12.2024 | 0 | 11.682 | 6.014 |
| in Tsd. Euro | Software und Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte | Geleistete Anzahlungen und in der Entwicklung befindliche Projekte | |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Eigenleistung | Kauf | Eigenleistung |
| 31.12.2022 | 7.562 | 26.914 | 12.653 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | -1 | 0 |
| Zugänge | 0 | 1.068 | 9.545 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | -777 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | 0 | -950 | 0 |
| 31.12.2023 | 7.562 | 27.031 | 21.421 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | 1 | 0 |
| Zugänge | 0 | 1.180 | 17.377 |
| Umbuchungen | 0 | 384 | -6.730 |
| Abgänge | 0 | -8.873 | 0 |
| 31.12.2024 | 7.562 | 19.723 | 32.068 |
| Abschreibungen/Wertminderungen | |||
| 31.12.2022 | 7.562 | 23.406 | 869 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | -1 | 0 |
| Zugänge | 0 | 1.525 | 3.026 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | 0 | -697 | 0 |
| 31.12.2023 | 7.562 | 24.233 | 3.895 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | 1 | 0 |
| Zugänge | 0 | 1.172 | 496 |
| Abgänge | 0 | -8.652 | 0 |
| 31.12.2024 | 7.562 | 16.754 | 4.391 |
| Buchwert 31.12.2023 | 0 | 2.798 | 17.526 |
| Buchwert 31.12.2024 | 0 | 2.969 | 27.677 |
| in Tsd. Euro | Geleistete Anzahlungen und in der Entwicklung befindliche Projekte | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kauf | |
| 31.12.2022 | 4.332 | 105.777 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | -1 |
| Zugänge | 8.693 | 19.359 |
| Umbuchungen | -1.864 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | -52 | -1.002 |
| 31.12.2023 | 11.109 | 124.133 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | 1 |
| Zugänge | 11.473 | 33.505 |
| Umbuchungen | -2.583 | 31 |
| Abgänge | 0 | -14.351 |
| 31.12.2024 | 19.999 | 143.319 |
| Abschreibungen/Wertminderungen | ||
| 31.12.2022 | 0 | 69.521 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | -1 |
| Zugänge | 652 | 14.553 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | 0 | -697 |
| 31.12.2023 | 652 | 83.376 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | 1 |
| Zugänge | 624 | 6.960 |
| Abgänge | 0 | -14.083 |
| 31.12.2024 | 1.276 | 76.254 |
| Buchwert 31.12.2023 | 10.457 | 40.757 |
| Buchwert 31.12.2024 | 18.723 | 67.065 |
In 2024 wurden Aufwendungen im Zusammenhang mit Produktentwicklungen in Höhe von 22.707 Tsd. Euro (2023: 12.134 Tsd. Euro) als Entwicklungsprojekte und in der Entwicklung befindliche Projekte aktiviert. Es ergibt sich damit ein Verhältnis der aktivierten Entwicklungskosten zu den im Konzern insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten von ca. 27,8% (2023: 15,0%). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungen betrugen in 2024 5.788 Tsd. Euro (2023: 11.105 Tsd. Euro), davon außerplanmäßig 1.120 Tsd. Euro bei Projekten, die nicht wie ursprünglich geplant, realisiert werden konnten (2023: 5.677 Tsd. Euro). Der Buchwert der aktivierten Entwicklungsleistungen (einschließlich der in der Entwicklung befindlichen Projekte) beträgt zum 31. Dezember 2024 48.721 Tsd. Euro (2023: 31.802 Tsd. Euro).
In 2024 wurden wie im Vorjahr keine Aufwendungen für Prozesstechnologie aktiviert. Die Abschreibungen betrugen in 2024 155 Tsd. Euro (2023: 207 Tsd. Euro). Bis zum 31. Dezember 2024 beliefen sich die Buchwerte für als Vermögenswerte des Anlagevermögens aktivierte Prozesstechnologie auf 0 Tsd. Euro (31. Dezember 2023: 155 Tsd. Euro).
Die Kosten, die mit Forschungs- und Entwicklungsprojekten verbunden sind, werden - sofern sie die Aktivierungskriterien des IAS 38.57 nicht erfüllen - entsprechend ihres Anfalls als Aufwand gebucht. Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 4.250 Tsd. Euro wurden in 2024 von Kunden vergütet (2023: 5.114 Tsd. Euro) und unter den Umsatzerlösen des Konzerns ausgewiesen.
| in Tsd. Euro | Grund und Boden | Gebäude und Einbauten | Gebäude und Einbauten -Nutzungsrecht |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
| 31.12.2022 | 5.896 | 51.150 | 10.012 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 202 | 812 |
| Umbuchungen | 0 | 141 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | 0 | -4.996 | 0 |
| 31.12.2023 | 5.896 | 46.497 | 10.824 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 183 | 11.229 | 1.760 |
| Umbuchungen | 0 | 1.567 | 0 |
| Abgänge | 0 | -7.495 | -381 |
| 31.12.2024 | 6.079 | 51.798 | 12.203 |
| Abschreibungen/Wertminderungen | |||
| 31.12.2022 | 0 | 26.763 | 756 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 1.620 | 465 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | 0 | -3.675 | 0 |
| 31.12.2023 | 0 | 24.708 | 1.221 |
| Fremdwährungsanpassungen | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 5.259 | 519 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | -7.291 | -381 |
| 31.12.2024 | 0 | 22.676 | 1.359 |
| Buchwert 31.12.2023 | 5.896 | 21.789 | 9.603 |
| Buchwert 31.12.2024 | 6.079 | 29.122 | 10.844 |
| in Tsd. Euro | Technische Anlagen und Maschinen/ Betriebs- und Geschäftsausstattung | Technische Anlagen und Maschinen/ Betriebs- und Geschäftsausstattung -Nutzungsrecht | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
| 31.12.2022 | 314.535 | 8.647 | 21.735 |
| Fremdwährungsanpassungen | -35 | -22 | 0 |
| Zugänge | 97.956 | 455 | 19.211 |
| Umbuchungen | 21.226 | 0 | -21.367 |
| Abgänge | -8.250 | -342 | 0 |
| Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | -77.189 | -1.494 | -356 |
| 31.12.2023 | 348.243 | 7.244 | 19.223 |
| Fremdwährungsanpassungen | 12 | 29 | 0 |
| Zugänge | 13.445 | 815 | 8.134 |
| Umbuchungen | 10.294 | 0 | -11.892 |
| Abgänge | -35.123 | -1.149 | -2.225 |
| 31.12.2024 | 336.871 | 6.939 | 13.240 |
| Abschreibungen/Wertminderungen | |||
| 31.12.2022 | 161.967 | 3.238 | 0 |
| Fremdwährungsanpassungen | -30 | -12 | 0 |
| Zugänge | 24.572 | 1.177 | 0 |
| Umbuchungen | 191 | -191 | 0 |
| Abgänge | -6.202 | -339 | 0 |
| Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | -63.926 | -579 | 0 |
| 31.12.2023 | 116.572 | 3.294 | 0 |
| Fremdwährungsanpassungen | 14 | 18 | 0 |
| Zugänge | 27.107 | 979 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | -32.647 | -766 | 0 |
| 31.12.2024 | 111.046 | 3.525 | 0 |
| Buchwert 31.12.2023 | 231.671 | 3.950 | 19.223 |
| Buchwert 31.12.2024 | 225.825 | 3.414 | 13.240 |
| in Tsd. Euro | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |
| 31.12.2022 | 411.975 |
| Fremdwährungsanpassungen | -57 |
| Zugänge | 118.636 |
| Umbuchungen | 0 |
| Abgänge | -8.592 |
| Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | -84.035 |
| 31.12.2023 | 437.927 |
| Fremdwährungsanpassungen | 41 |
| Zugänge | 35.566 |
| Umbuchungen | -31 |
| Abgänge | -46.373 |
| 31.12.2024 | 427.130 |
| Abschreibungen/Wertminderungen | |
| 31.12.2022 | 192.724 |
| Fremdwährungsanpassungen | -42 |
| Zugänge | 27.834 |
| Umbuchungen | 0 |
| Abgänge | -6.541 |
| Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | -68.180 |
| 31.12.2023 | 145.795 |
| Fremdwährungsanpassungen | 32 |
| Zugänge | 33.864 |
| Umbuchungen | 0 |
| Abgänge | -41.085 |
| 31.12.2024 | 138.606 |
| Buchwert 31.12.2023 | 292.132 |
| Buchwert 31.12.2024 | 288.525 |
Die hohen Zugänge im Geschäftsjahr 2023 resultierten aus dem Ausbau des Testbereichs vor allem in Ostasien, um über ausreichende Testkapazitäten für die zukünftige Umsatzentwicklung zu verfügen.
In den Zugängen der Technischen Anlagen und Maschinen/Betriebs- und Geschäftsausstattung sind in Höhe von 3.899 Tsd. Euro (31. Dezember 2023: 14.406 Tsd. Euro) Erwerbsvorgänge für das Geschäftsjahr 2024 (2023) enthalten, bei denen der Zahlungsmittelabfluss erst in 2025 (2024) erfolgt(e). Im Geschäftsjahr 2024 und im Vorjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert.
In den Abschreibungen/Wertminderungen auf Technische Anlagen und Maschinen/Betriebs- und Geschäftsausstattung sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1.053 Tsd. Euro (2023: 66 Tsd. Euro) enthalten.
Aus Untermietverhältnissen hat der Konzern im Geschäftsjahr 2024 (2023) keine wesentlichen Einnahmen erzielt. Die zukünftigen Mindestzahlungen aus unkündbaren Untermietverhältnissen sind ebenfalls von untergeordneter Bedeutung.
Die Gesellschaft hat Immobilienleasingverträge für Verwaltungsgebäude sowie das Parkhaus abgeschlossen, deren Laufzeiten sich bis Ende 2026 erstrecken. Diese werden als Nutzungsrechte an Gebäuden und Einbauten ausgewiesen. Weitere Nutzungsrechte bestehen an technischen Anlagen, Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die Gesellschaft hat Wertpapiere (Anleihen und Schuldscheinanlagen) bei unterschiedlichen Banken erworben. Soweit die Restlaufzeit der Wertpapiere mehr als ein Jahr beträgt, ist eine Zuordnung als langfristiger Vermögenswert vorgenommen worden (237 Tsd. Euro, 2023: 13.422 Tsd. Euro). Bei den innerhalb eines Jahres fälligen Wertpapieren erfolgt die Zuordnung zu den kurzfristigen Vermögenswerten (10.434 Tsd. Euro, 2023: 6.748 Tsd. Euro).
Die Gesellschaft ist an folgenden weiteren Unternehmen beteiligt:
| in Tsd. Euro | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Epigone | 1 | 1 |
| Anteile | 1 | 1 |
Elmos hält zum 31. Dezember 2024 unverändert zum Vorjahr 6% der Anteile.
|
Gesellschaft |
in Tsd. |
Währung | Bilanzsumme | Schulden | Erträge | Periodenergebnis |
| Epigone 1 2024 | Euro | - | - | - | - |
| Epigone 2 2023 | Euro | 7.391 | 6.780 | 889 | 292 |
1 Es liegt derzeit kein Jahresabschluss der
Gesellschaft vor.
2 Die vorgelegten Zahlen beruhen auf dem
ungeprüften Abschluss zum 31. Dezember 2023
| in Tsd. Euro | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Latente Steueransprüche | 960 | 656 |
| Wertpapiere | 199 | 392 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2 | 2.094 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 133 |
| Pensionsrückstellungen | 152 | 124 |
| Sonstige Rückstellungen | 539 | 506 |
| Finanzverbindlichkeiten | 2.815 | 2.117 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 344 |
| Verlustvorträge | 578 | 297 |
| Sonstige | 39 | 0 |
| Zwischensumme | 4.324 | 6.008 |
| Saldierung | -3.364 | -5.352 |
| Latente Steuerschulden | -20.683 | -9.814 |
| Immaterielle Vermögenswerte | -15.869 | -10.289 |
| Sachanlagevermögen | -5.431 | -4.110 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -304 | -296 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -683 | -2 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | -552 | 0 |
| Vorräte | -367 | -34 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -684 | -393 |
| Sonstige | -157 | -42 |
| Zwischensumme | -24.047 | -15.166 |
| Saldierung | 3.364 | 5.352 |
| Netto-Betrag latenter Steuern | -19.723 | -9.158 |
Die ausgewiesenen Saldierungen wurden gemäß IAS 12.74 a) und b) vorgenommen, d.h. aktive und passive latente Steuern wurden miteinander saldiert, wenn Ansprüche bzw. Verbindlichkeiten gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und die steuerliche Einheit das Recht hat, tatsächliche Steueransprüche mit Steuerschulden aufzurechnen.
Die latenten Steuerschulden enthalten auch Steuereffekte aus erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen. Die Veränderung des Netto-Betrags der latenten Steuern in Höhe von 10.565 Tsd. Euro setzt sich im Wesentlichen aus latenten Steuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 10.624 Tsd. Euro (Aufwand) sowie erfolgsneutralen Veränderungen in Höhe von 59 Tsd. Euro (Erhöhung des Eigenkapitals) zusammen (siehe hierzu auch Anhangangabe 22). Die Aktivierung latenter Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge erfolgt auf Basis der mittelfristigen Unternehmensplanungen der betroffenen Gesellschaften. Bei den Elmos-Gesellschaften bestehen zum 31. Dezember 2024 latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 578 Tsd. Euro (im Vorjahr 297 Tsd. Euro steuerliche Verlustvorträge).
| in Tsd. Euro | 31.12.2024 | 31.12.20223 |
| Rohstoffe | 56.283 | 60.305 |
| Unfertige Erzeugnisse | 104.284 | 98.146 |
| Fertige Erzeugnisse | 48.634 | 33.075 |
| Vorratsvermögen | 209.201 | 191.526 |
Die Vorräte haben sich im Geschäftsjahr 2024 um ca. 9,2 % (17.675 Tsd. Euro) erhöht.
Die Wertminderung von Vorräten, die als Aufwand erfasst worden ist (Umsatzkosten), beläuft sich auf 16.819 Tsd. Euro (2023: 16.363 Tsd. Euro). Hierbei handelt es sich u.a. um Vorratsbestände, bei denen eine zukünftige Veräußerung unwahrscheinlich ist und infolgedessen vollständig abgewertet wurden.
| in Tsd. Euro | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 93.854 | 92.005 |
| Wertberichtigung/Fremdwährungsbewertung | 723 | -987 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 94.577 | 91.018 |
Die Elmos-Gruppe bewertet laufend die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden und verlangt in der Regel keine Sicherheiten. Mögliche Forderungsausfälle werden gemäß Schätzungen und Beurteilungen durch das Management wertberichtigt. Nachfolgend sind die Veränderungen der Wertberichtigung/Fremdwährungsbewertung auf den Bestand an kurz- und langfristigen Forderungen dargestellt:
| in Tsd. Euro | 2024 | 2023 |
| Wertberichtigung/Fremdwährungsbewertung am 01.01. | -987 | -519 |
| Zuführungen im Berichtszeitraum (Aufwand für Wertberichtigungen) | 0 | 0 |
| Verbrauch | 0 | 0 |
| Auflösungen (Wertaufholungen auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen) | 0 | 0 |
| Fremdwährungsbewertung | 1.710 | -468 |
| Wertberichtigung/Fremdwährungsbewertung am 31.12. | 723 | -987 |
Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden größtenteils auf Wertberichtigungskonten erfasst. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt davon ab, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls geschätzt wird. Die Elmos-Gruppe hat unter Berücksichtigung der Historie und kontinuierlicher Kreditwürdigkeitsprüfung in den Geschäftsjahren 2024 und 2023 keine wesentlichen Wertberichtigungen im Sinne von IFRS 9 aufgrund signifikanter Erhöhungen des Ausfallrisikos oder objektiver Hinweise auf eine Wertminderung vornehmen müssen. Wenn Forderungen als uneinbringlich eingestuft werden, wird der entsprechende wertgeminderte Vermögenswert ausgebucht. Ausbuchungen von Forderungen gab es im Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 276 Tsd. Euro (3 Tsd. Euro im Vorjahr).
Die folgende Tabelle gibt Informationen für das in den finanziellen Vermögenswerten enthaltene Kreditrisiko:
| in Tsd. Euro | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Übrige finanzielle Vermögenswerte | |||
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | ||
| Zum Stichtag weder wertgemindert noch überfällig | 82.609 | 75.271 | 11.322 | 14.451 | |
| Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in folgenden Zeitbändern überfällig | < 30 Tage | 8.355 | 10.174 | 0 | 0 |
| 30-60 Tage | 1.248 | 1.200 | 0 | 0 | |
| 61-90 Tage | 827 | 521 | 0 | 0 | |
| 91-180 Tage | 240 | 1.626 | 0 | 0 | |
| 181-360 Tage | 5 | 1.792 | 0 | 0 | |
| >360 Tage | 16 | 372 | 0 | 0 | |
Die Gesellschaft behandelt alle Kapitalanlagen mit hoher Fungibilität mit einer Fälligkeit von bis zu drei Monaten zum Zeitpunkt des Erwerbs als Barvermögen. Für den Zweck des Konzernabschlusses umfassen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kassenbestände, Bankguthaben und Schecks.
| in Tsd. Euro | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen (Epigone) | 6.709 | 6.709 |
| Mieterdarlehen | 0 | 1.803 |
| Sonstige Ausleihungen | 15 | 15 |
| Aktivischer Unterschiedsbetrag Pensionen | 337 | 400 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 7.060 | 8.927 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 4.262 | 5.524 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 4.262 | 5.524 |
| Sonstige Steueransprüche | 11.518 | 16.744 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 3.933 | 3.439 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 703 | 928 |
| Sonstige Forderungen | 16.154 | 21.110 |
Aufgrund der Verlängerung der Immobilienleasingverträge zwischen Elmos und Epigone in 2021 werden Forderungen der Elmos gegenüber dem Beteiligungsunternehmen Epigone zum 31. Dezember 2024 weiterhin unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen (siehe hierzu auch Anhangangabe 15).
Grundkapital: Das in der Bilanz zum 31. Dezember 2024 aus 17.700.000 (31. Dezember 2023: 17.700.000) auf den Inhaber lautenden, nennwertlosen Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 Euro am Grundkapital, bestehende Grundkapital in Höhe von 17.700 Tsd. Euro (31. Dezember 2023: 17.700 Tsd. Euro) ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Im Geschäftsjahr 2021 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, dass unter Ausnutzung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 22. Mai 2020 das Grundkapital der Gesellschaft von 20.103.513 Euro um insgesamt 2.403.513 Euro auf 17.700.000 Euro durch Einziehung von 2.403.513 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie herabzusetzen (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 6 AktG).
Eigene Anteile: Zum 31. Dezember 2024 hält die Gesellschaft 557.813 (31. Dezember 2023: 579.274) eigene Anteile ohne Nennwert mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von insgesamt 558 Tsd. Euro (31. Dezember 2023: 579 Tsd. Euro). Die eigenen Anteile haben sich in den Geschäftsjahren 2024 und 2023 durch die Ausgabe von Aktien im Rahmen aktienbasierter Vergütung vermindert. Am Tag der Hauptversammlung von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien sind weder stimm- noch dividendenberechtigt.
| in Tsd. Euro | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Aufgelder | 11.109 | 11.130 |
| Gratisaktien/Share Matching | 9.139 | 8.483 |
| Kapitalrücklage | 20.247 | 19.613 |
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Aufgelder aus Kapitalerhöhungen und der Ausgabe von Aktien der Elmos Semiconductor SE. In 2024 verminderte sich der Posten durch aktienbasierte Vergütung und hiermit im Zusammenhang stehender Ausgabe eigener Anteile um 21 Tsd. Euro (2023: Verminderung um 2 Tsd. Euro).
Der Anteil für Gratisaktien und Share Matching erhöhte sich in 2024 um die Höhe des Aufwands aus der Ausgabe von Gratisaktien/Share Matching (656 Tsd. Euro, 2023: 908 Tsd. Euro).
| in Tsd. Euro | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Fremdwährungsanpassungen | 862 | 675 |
| darauf latente Steuern | 0 | 0 |
| Zum Marktwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | -614 | -1.160 |
| darauf latente Steuern | 201 | 388 |
| Versicherungsmathematische Verluste | -417 | -341 |
| darauf latente Steuern | 207 | 183 |
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | 239 | -254 |
Die Fremdwährungsanpassungen enthalten Differenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen.
Die zum Marktwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte erfassen Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von ausgewählten Finanzinstrumenten (siehe Anhangangaben 29 und 30).
Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste bilden Gewinne oder Verluste, die sich aus Änderungen der versicherungsmathematischen Rechnungsgrundlagen zur Bestimmung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung und/oder des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens ergeben, ab.
Die Entwicklung der den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbaren erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals für die Jahre 2024 und 2023 ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
| in Tsd. Euro | 2024 | 2023 |
| Saldo zum 01.01. | -254 | -569 |
| Währungsveränderungen | 187 | -219 |
| darauf latente Steuern | 0 | 0 |
| Veränderungen zum Marktwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 546 | 748 |
| darauf latente Steuern | -187 | -237 |
| Veränderungen versicherungsmathematische Verluste | -78 | 34 |
| darauf latente Steuern | 26 | -11 |
| Saldo zum 31.12. | 239 | -254 |
Im Geschäftsjahr 2023, nicht jedoch im aktuellen Geschäftsjahr, hat die Gesellschaft Anleihen vor Fälligkeit veräußert. Für diese Anleihen sind bis zum Veräußerungszeitpunkt erfolgsneutrale Anpassungen im Eigenkapital vorgenommen worden. Gemäß IAS 1.92 sind diese erfolgsneutral erfassten Beträge zum Zeitpunkt der Realisierung als Umgliederungsbetrag ("Recycling") anzugeben. In diesem Zusammenhang waren im Geschäftsjahr 2024 vorher erfolgsneutral erfasste Beträge in Höhe von 0 Tsd. Euro ergebniswirksam in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern (Vorjahr: 268 Tsd. Euro). Weitere Transaktionen, welche ein "Recycling" von erfolgsneutralen Eigenkapitalkomponenten erfordert hätten, gab es im Berichtsjahr und im Vorjahr nicht.
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |||
| in Tsd. Euro | % | in Tsd. Euro | % | |
| Weyer Beteiligungsgesellschaft mbH, Schwerte | 3.664 | 20,7 | 3.664 | 20,7 |
| Jumakos Beteiligungsgesellschaft mbH, Dortmund | 3.016 | 17,0 | 3.016 | 17,0 |
| ZOE-VVG GmbH, Duisburg | 2.659 | 15,0 | 2.659 | 15,0 |
| Eigene Aktien | 558 | 3,3 | 579 | 3,3 |
| Aktionäre <10% Anteilsbesitz | 7.804 | 44,0 | 7.782 | 44,0 |
| Grundkapital | 17.700 | 100,0 | 17.700 | 100,00 |
Unter Berücksichtigung der nahestehenden Personen beträgt der Anteil der "Weyer Beteiligungsgesellschaft mbH und verbundene Parteien" 22,9% bzw. der Anteil der "ZOE-VVG GmbH und verbundene Parteien" 16,3% zum 31. Dezember 2024 (31. Dezember 2023: 22,9% bzw. 16,3%).
| Genehmigtes Kapital | 2020: 10.051.756 Euro | bis 21.05.2025 | |
| Bedingtes Kapital | 2020: 10.000.000 Euro | Options- oder Wandelschuldverschreibungen | bis 21.05.2025 |
| Rückkauf eigener Aktien | bis 10% des Grundkapitals | bis 10.05.2027 |
Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, den die Elmos Semiconductor SE in ihrem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss (Einzelabschluss) ausweist. Im Geschäftsjahr 2024 (2023) schüttete die Elmos Semiconductor SE aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 (2022) eine Dividende in Höhe von 0,85 Euro (0,75 Euro) je Aktie aus.
Die aktienkursbezogene Vergütung für Vorstandsmitglieder besteht aus der Zusage, unter bestimmten Bedingungen Aktien der Gesellschaft zugeteilt zu bekommen. Die Zusage orientiert sich am nachhaltigen Erreichen einer maßgeblich erhöhten Unternehmensbewertung und stellt daher auf den gleitenden Durchschnittskurs der Aktie der Gesellschaft über längere Zeiträume ab. Im Geschäftsjahr 2024 sind dem Konzern Aufwendungen in Höhe von 167 Tsd. Euro (2023: 371 Tsd. Euro) für die aktienkursbasierte Vergütung für Vorstandsmitglieder entstanden. Neue Vergütungsprogramme für Vorstandsmitglieder sind im aktuellen Geschäftsjahr nicht abgeschlossen worden. Der Rückgang der Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr basiert im Wesentlichen aufgrund der Beendigung der Vertragslaufzeit eines Vorstandsmitgliedes zum 31. Dezember 2024.
| in Tsd. Euro | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Barwert der Pensionsverpflichtungen | 1.217 | 1.203 |
| Zeitwert Rückdeckungsversicherungen | -1.554 | -1.603 |
| Bilanzierter aktivischer Unterschiedsbetrag | -337 | -400 |
Die Gesellschaft unterhält eine betriebliche Altersversorgung für Mitglieder des Vorstandes der Elmos Semiconductor SE (auch ehemalige) und z.T. für Mitglieder der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften. Die Vergütung basiert auf individueller vertraglicher Vereinbarung. Von der Gesellschaft wurden Rückdeckungsversicherungen für die Pensionszusagen abgeschlossen, deren Ansprüche an die Anspruchsberechtigten abgetreten wurden.
Das versicherungsmathematische Gutachten basiert wie im Vorjahr auf einer Rentenanpassung von 1,5% p.a. Die erwarteten Gehaltssteigerungen werden unverändert mit 0,0% angesetzt. Die Bewertung erfolgt nach IAS 19. Der Rechnungszinsfuß betrug zum 31. Dezember 2024: 3,06% p.a. (31. Dezember 2023: 3,65% p.a.). Als versicherungsmathematische Annahmen für das Sterbe- und Berufsunfähigkeitsrisiko wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet.
Die Pensionsaufwendungen werden den Personalkosten der einzelnen Funktionsbereiche zugeordnet und teilen sich wie folgt auf:
| in Tsd. Euro | GJ 2024 | GJ 2023 |
| Dienstzeitaufwand | 0 | 0 |
| Zinsen | 42 | 39 |
| Pensionsaufwand (netto) | 42 | 39 |
Die Änderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen und des Zeitwertes der Rückdeckungsversicherungen stellen sich wie folgt dar:
| in Tsd. Euro | 2024 | 2023 |
| Barwert Pensionsverpflichtungen zum 01.01. | 1.203 | 1.297 |
| Pensionsaufwand (netto) | 42 | 39 |
| Leistungen an Rentner | -92 | -92 |
| Versicherungsmathematische Verluste/Gewinne (-) aufgrund Veränderungen finanzieller Annahmen | 64 | -41 |
| Barwert Pensionsverpflichtungen zum 31.12. | 1.217 | 1.203 |
| Zeitwert Rückdeckungsversicherungen zum 01.01. | 1.603 | 1.653 |
| Erträge des Fondsvermögens | 57 | 50 |
| Leistungen aus Rückdeckungsversicherungen | -93 | -93 |
| Versicherungsmathematische Verluste aufgrund Veränderungen finanzieller Annahmen | -13 | -7 |
| Zeitwert Rückdeckungsversicherungen zum 31.12. | 1.554 | 1.603 |
Die leistungsorientierten Pensionspläne sind primär Risiken aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen, wie z.B. dem Rechnungszins, ausgesetzt. Ein niedriger Abzinsungsfaktor führt zu höheren Pensionsverpflichtungen.
Die Erträge aus der Rückdeckungsversicherung betragen 44 Tsd. Euro (2023: 43 Tsd. Euro) inklusive der Leistungen aus der Auszahlung im Todesfall. Beiträge wurden in Höhe von 0 Tsd. Euro (2023: 0 Tsd. Euro) gezahlt. Für 2025 werden ebenso keine Beitragszahlungen erwartet.
Des Weiteren bestehen für Mitglieder (auch ehemalige) des Vorstands der Elmos Semiconductor SE mittelbare Pensionszusagen über eine Unterstützungskasse. Zur vollständig kongruenten Abdeckung ihrer Verpflichtungen hat die Unterstützungskasse entsprechende Rückdeckungsversicherungen in genau der zugesagten Beitragshöhe abgeschlossen. In 2024 betrugen die Beiträge für diese Pensionspläne 106 Tsd. Euro (2023: 107 Tsd. Euro).
Die für Arbeitnehmer gezahlten Rentenbeiträge des Arbeitgebers zur Sozialversicherung in 2024 betrugen 7.873 Tsd. Euro (2023: 6.943 Tsd. Euro). Die Beiträge zu Direktversicherungen für Arbeitnehmer betrugen in 2024 526 Tsd. Euro (2023: 351 Tsd. Euro).
| in Tsd. Euro | GJ 2024 | GJ 2023 | GJ 2022 | GJ 2021 | GJ 2020 |
| Pensionsverpflichtung | 1.217 | 1.203 | 1.297 | 1.752 | 1.818 |
| Zeitwert Rückdeckungsversicherung | -1.554 | -1.603 | -1.653 | -1.700 | -1.747 |
| Überdeckung/Unterdeckung (-) | 337 | 400 | 356 | -52 | -71 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen der Planschulden | 0 | 0 | 1 | 1 | -8 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Einer der wesentlichen Bewertungsparameter ist der verwendete Diskontierungszinssatz. Dieser ist gemäß IAS 19.83 laufzeit- sowie währungskongruent und unter Bezugnahme auf die Zinssätze qualitativ hochwertiger Unternehmensanleihen zu wählen. Eine Veränderung von 1%-Punkt bei der Annahme des Rechnungszinsfußes hätte sich im Berichtsjahr (Vorjahr) wie folgt ausgewirkt:
| in Tsd. Euro | Erhöhung um 1%-Punkt | Rückgang um 1%-Punkt | ||
| GJ 2024 | GJ 2023 | GJ 2024 | GJ 2023 | |
| Auswirkungen auf leistungsorientierte Verpflichtung | -99 | -94 | 114 | 116 |
Zu beachten ist, dass die Sensitivitäten eine Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung nur für die jeweilige konkrete Größenordnung der Änderungen von Annahmen (beispielsweise hier 1,0%-Punkt) widerspiegeln. Wenn sich die Annahmen in einer anderen Größenordnung ändern, hat dies nicht notwendigerweise eine lineare Auswirkung auf die Verpflichtung.
Auf Basis der durchgeführten Sensitivitätsanalysen ergeben sich wie im Vorjahr keine signifikanten Auswirkungen auf den Pensionsaufwand. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf Sensitivitätsanalysen für weitere Parameter verzichtet.
| in Tsd. Euro | 2024 | 2025 | 2026 | 2027 | 2028 | 2029 |
| GJ 2024 | n/a | 92 | 92 | 91 | 90 | 88 |
| GJ 2023 | 92 | 92 | 91 | 90 | 89 | n/a |
Die durchschnittliche Laufzeit der wesentlichen Versorgungszusagen beträgt 7,9 Jahre (2023: 8,0 Jahre).
| in Tsd. Euro | 01.01.2024 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2024 |
| Urlaubsrückstellung | 1.517 | -1.482 | 0 | 1.139 | 1.174 |
| Tantiemerückstellung | 2.787 | -2.745 | -42 | 2.950 | 2.950 |
| Berufsgenossenschaft | 455 | -362 | -94 | 532 | 531 |
| Garantieleistungen und Produkthaftung | 5.400 | -182 | -1.000 | 23 | 4.241 1 |
| Lizenzen | 995 | -281 | -459 | 371 | 626 |
| Sonstige Personalrückstellungen | 9.934 | -7.255 | -49 | 13.343 | 15.973 |
| Übrige Rückstellungen | 1.646 | -1.031 | 0 | 976 | 1.591 |
| Restrukturierungsrückstellungen | 0 | 0 | 0 | 14.396 | 14.396 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 22.735 | -13.338 | -1.644 | 33.730 | 41.482 |
1 Hiervon mit 4.100 Tsd. Euro die Elmos
Semiconductor SE betreffend.
Die Rückstellung für Restrukturierung steht im Zusammenhang mit einem Vorstandsbeschluss vom 16. Dezember 2024. Aufgrund geänderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, der Verlagerung wesentlicher Testkapazitäten nach Asien sowie den Verkauf der Waferfertigung am Standort Dortmund, ist die Organisation an die veränderten Marktbedingungen anzupassen. Die Höhe der Rückstellung wurde auf Basis der aktuellen Schätzung bezüglich der mit dem Personalabbau einhergehenden Kosten (im Wesentlichen für Abfindungs- und Freistellungsleistungen) festgelegt.
Die Rückstellungen für Garantieleistungen und Produkthaftung werden im Wesentlichen auf Basis bekannter Einzelrisiken entsprechend der erfolgten Risikoeinschätzung am Bilanzstichtag gebildet. Es handelt sich um einzelne Gewährleistungsfälle, bei denen zum Bilanzstichtag Unsicherheiten bzgl. der Inanspruchnahme bestehen. Die Rückstellung für Lizenzen beinhaltet die Zahlungsverpflichtung an die internen und externen Erfinder. Die Grundlage für die Berechnung der Rückstellung bilden die bestehenden Vergütungsverträge. In den sonstigen Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Bonusverpflichtungen, Abfindungen, Überstunden und Prämien enthalten. Die übrigen Rückstellungen betreffen unterschiedliche erkennbare Einzelrisiken und ungewisse Verpflichtungen. Die als kurzfristig eingestuften Rückstellungen werden voraussichtlich innerhalb des nachfolgenden Geschäftsjahres in Anspruch genommen.
| in Tsd. Euro | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Schuldscheindarlehen | 79.000 | 79.000 |
| KfW-Darlehen | 11.794 | 13.846 |
| Miet- und Leasingverpflichtungen | 7.160 | 6.433 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 320 | 600 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 98.275 | 99.879 |
Das in 2017 begebene Schuldscheindarlehen in Höhe von 40.000 Tsd. Euro ist in drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren mit jeweils einer festen Verzinsung aufgeteilt. Zum aktuellen Bilanzstichtag werden hiervon noch 14.000 Tsd. Euro unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Das in 2021 begebene Schuldscheindarlehen in Höhe von 25.000 Tsd. Euro ist in drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, acht und zehn Jahren mit jeweils einer festen Verzinsung aufgeteilt. Das in 2023 begebene Schuldscheindarlehen in Höhe von 40.000 Tsd. Euro ist in drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren mit jeweils einer festen Verzinsung aufgeteilt.
Bei dem KfW-Darlehen handelt es sich um eine im ersten Quartal 2022 aufgenommene Darlehenssumme im Nennwert von 20.000 Tsd. Euro, die bis zum Jahr 2031 in Höhe von jährlich 2.051 Tsd. Euro zu tilgen ist.
Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich um bedingte Zahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit dem Anteilserwerb an der Online Engineering GmbH, Dortmund im Geschäftsjahr 2021.
Zum 31. Dezember 2024 standen der Gesellschaft verschiedene kurzfristige Kreditrahmen in Höhe von 100 Mio. Euro (2023: 75 Mio. Euro) zur Verfügung. Per 31. Dezember 2024 wurden diese Kreditfazilitäten in Höhe von 718 Tsd. Euro als Sicherheiten gestellt (2023: 742 Tsd. Euro). Bei den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (31. Dezember 2024: 14.924 Tsd. Euro; 31. Dezember 2023: 18.807 Tsd. Euro) handelt es sich im Wesentlichen mit 9.915 Tsd. Euro (2023: 0 Tsd. Euro) um in Anspruch genommene Kreditlinien, mit 2.051 Tsd. Euro (2023: 2.051 Tsd. Euro) um den in 2025 (2024) zu tilgenden Anteil des KfW-Darlehens und mit 1.640 Tsd. Euro um den kurzfristigen Anteil der Miet- und Leasingverpflichtungen (2023: 1.312 Tsd. Euro).
Die effektiven Zinssätze der Darlehen liegen unverändert wie im Vorjahr zwischen 0,55% p.a. und 4,84% p.a.
Die folgende Tabelle zeigt alle bis zum 31. Dezember 2024 bzw. 31. Dezember 2023 vertraglich fixierten Auszahlungen (in der folgenden Tabelle positiv dargestellt) für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten. Diese werden mit den undiskontierten Zahlungsströmen inkl. Zinszahlungen für die nächsten Geschäftsjahre angegeben. Einbezogen sind auch alle Zahlungsströme aus derivativen Finanzinstrumenten mit positivem und negativem beizulegenden Zeitwert.
|
31.12.2024 |
in Tsd. Euro |
2025 | 2026-2029 | ab 2030 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 | 14.441 | 55.333 | 46.102 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 57.521 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.345 | 320 | 0 |
| Miet- und Leasingverpflichtungen 2 | 1.783 | 6.200 | 1.428 |
1 Schuldscheindarlehen, KfW-Darlehen, in
Anspruch genommene Kreditlinien.
2 Betrifft Sachanlagen, über die nicht frei
verfügt werden kann.
Die zukünftigen Finanzierungsaufwendungen der Miet- und Leasingverpflichtungen betragen 584 Tsd. Euro (2023: 379 Tsd. Euro).
|
31.12.2023 |
in Tsd. Euro |
2024 | 2025-2028 | ab 2029 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 | 18.622 | 48.260 | 57.701 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 97.598 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 874 | 600 | 0 |
| Miet- und Leasingverpflichtungen 2 | 1.425 | 6.234 | 490 |
1 Schuldscheindarlehen, KfW-Darlehen.
2 Betrifft Sachanlagen, über die nicht frei
verfügt werden kann.
Der Darstellung der Liquiditätsanalyse liegen folgende Annahmen zugrunde: Bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten erfolgt die Aufstellung der zukünftigen Zinszahlungen auf Basis des Fixings zum aktuellen Stichtag. Fremdwährungsbeträge wurden zum jeweils aktuellen Stichtagskurs umgerechnet (31.12.2024: EUR/USD: 1,0444; EUR/KRW: 1.539,13; EUR/SGD: 1,4166; EUR/CNY: 7,6234; EUR/JPY: 164,57; EUR/TWD: 34,1967; EUR/INR: 89,0441; 31.12.2023: EUR/USD: 1,1050; EUR/KRW: 1.433,66; EUR/ SGD: 1,4591; EUR/CNY: 7,8509; EUR/JPY: 156,33), der resultierende Betrag wurde für die Ermittlung der zukünftigen Zahlungen verwendet.
| in Tsd. Euro | 01.01.2024 | Zahlungswirksame Veränderungen | Nicht zahlungswirksame Veränderungen | 31.12.2024 | ||
| Einzahlung | Auszahlung | Umgliederung | Zinsen/Miet- und Leasingverpflichtungen | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 99.879 | 0 | 0 | -3.212 | 1.609 | 98.275 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 18.807 | 9.915 | -17.906 | 3.212 | 896 | 14.924 |
| 118.686 | 9.915 | -17.906 | 0 | 2.505 | 113.199 | |
| in Tsd. Euro | 01.01.2023 | Zahlungswirksame Veränderungen | Nicht zahlungswirksame Veränderungen | 31.12.2023 | ||
| Einzahlung | Auszahlung | Umgliederung | Zinsen/Miet- und Leasingverpflichtungen | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 76.436 | 40.000 | 0 | -17.218 | 661 | 99.879 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 4.521 | 0 | -4.340 | 17.218 | 1.408 | 18.807 |
| 80.957 | 40.000 | -4.340 | 0 | 2.069 | 118.686 | |
Die sonstigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr zum Stichtag ausschließlich kurzfristig und belaufen sich auf 3.563 Tsd. Euro (31. Dezember 2023: 40.304 Tsd. Euro). Bei den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich u.a. um Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer, aus noch abzuführenden Sozialversicherungsbeiträgen, erhaltenen Anzahlungen, und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Der Rückgang im Vorjahresvergleich basiert primär auf gegenüber dem Vorjahr verminderten Anzahlungen im Zusammenhang mit der vollzogenen Veräußerung eines Tochterunternehmens. So hatte die Elmos Semiconductor SE - gemäß den vertraglichen Vereinbarungen - bereits im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 einen Betrag in Höhe von 37.200 Tsd. Euro zahlungswirksam vereinnahmt. Im Zuge der Veräußerung der Konzerngesellschaft mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 bestehen diese erhaltenen Anzahlungen zum Bilanzstichtag nicht mehr.
Die Ertragsteuerverbindlichkeiten belaufen sich auf 199 Tsd. Euro (31. Dezember 2023: 71.839 Tsd. Euro) und beinhalten zum 31. Dezember 2024 mit 0 Tsd. Euro (31. Dezember 2023: 71.689 Tsd. Euro) Verbindlichkeiten der Elmos Semiconductor SE und in Höhe von 199 Tsd. Euro (31. Dezember 2023: 150 Tsd. Euro) Verbindlichkeiten einzelner inländischer und ausländischer Tochtergesellschaften. Der Rückgang im Vorjahresvergleich basiert somit im Wesentlichen auf den geleisteten Ertragsteuerzahlungen der Elmos Semiconductor SE im Geschäftsjahr 2024.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen hauptsächlich den Bezug von Sachmitteln und Dienstleistungen zum Unterhalt der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in voller Höhe innerhalb eines Jahres fällig.
Elmos hat im Geschäftsjahr 2024 diverse währungsbezogene Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Hierbei handelt es sich um Devisentermingeschäfte für die Währung US-Dollar, wobei die korrespondierenden Erträge bzw. Aufwendungen unter der Position Wechselkursgewinne ausgewiesen worden sind (siehe Anhangangabe 29). Der Marktwert für die Devisentermingeschäfte wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Währungskurse auf Basis der Marktbewertungen der korrespondierenden Kreditinstitute bewertet.
Die Gesellschaft hat sich bzgl. der Klassenbildung von Finanzinstrumenten an die Bewertungskategorien nach IFRS 9 angelehnt, da die Risikoverteilung innerhalb dieser Bewertungskategorien ähnlich ist.
Der Buchwert von Finanzinstrumenten wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht aufgrund der kurzfristigen Fälligkeiten dieser Finanzinstrumente im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. Die Buchwerte der dem Geschäftsmodell "Halten und Verkauf" zugeordneten kurz- und langfristigen Wertpapiere entsprechen dem Marktwert. Die Bewertung wurde anhand der von den involvierten Banken zur Verfügung gestellten Kurswerte zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die als "Halten" ausgewiesenen Wertpapiere wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Marktwert der Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte (siehe Anhangangabe 30) wird anhand der von den involvierten Banken zur Verfügung gestellten Devisenkurswerte zum Bilanzstichtag ermittelt. Der Marktwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde basierend auf den für dieselben oder vergleichbare Begebungen angesetzten Marktpreisen sowie auf den der Gesellschaft aktuell angebotenen Zinssätzen ermittelt.
| Wertansatz nach IFRS 9 | ||||
| in Tsd. Euro | Geschäftsmodell | Buchwert | Fortgeführte Anschaffungskosten | Erfolgswirksam zum Marktwert |
| 31.12.2024 | ||||
| Anteile | Halten und Verkauf | 1 | 0 | 0 |
| Wertpapiere (langfristig) | Halten | 0 | 0 | 0 |
| Wertpapiere (langfristig) | Halten und Verkauf | 237 | 0 | 0 |
| Wertpapiere (kurzfristig) | Halten | 0 | 0 | 0 |
| Wertpapiere (kurzfristig) | Halten und Verkauf | 10.434 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Halten | 94.577 | 94.577 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Halten | 80.813 | 80.813 | 0 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (kurzfristig) | Halten | 4.262 | 4.262 | 0 |
| Sonstige Ausleihungen und Vermögenswerte (langfristig) | Halten | 7.060 | 7.060 | 0 |
| Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte | Handel | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe | Halten | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 197.384 | 186.712 | 0 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Finanz. Verbindl. zu fortg. AK | 57.521 | 57.521 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 | Finanz. Verbindl. zu fortg. AK | 103.799 | 103.799 | 0 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten | Finanz. Verbindl. zu fortg. AK | 1.665 | 1.665 | 0 |
| Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte | Finanz. Verbindl. erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 | 0 | 0 |
| Miet- und Leasingverpflichtungen | Finanz. Verbindl. zu fortg. AK | 8.800 | 8.800 | 0 |
| Finanzielle Schulden der Veräußerungsgruppe | Finanz. Verbindl. zu fortg. AK | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 171.785 | 171.785 | 0 | |
| Aggregiert nach dem Geschäftsmodell | ||||
| Halten und Verkauf | 10.672 | 0 | 0 | |
| Halten | 186.712 | 186.712 | 0 | |
| Handel | 0 | 0 | 0 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 171.785 | 171.785 | 0 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 | 0 | 0 | |
| Wertansatz nach IFRS 9 | ||
| in Tsd. Euro | Erfolgsneutral zum Marktwert | |
| ohne Recycling | mit Recycling | |
| Anteile | 1 | 0 |
| Wertpapiere (langfristig) | 0 | 0 |
| Wertpapiere (langfristig) | 0 | 237 |
| Wertpapiere (kurzfristig) | 0 | 0 |
| Wertpapiere (kurzfristig) | 0 | 10.434 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (kurzfristig) | 0 | 0 |
| Sonstige Ausleihungen und Vermögenswerte (langfristig) | 0 | 0 |
| Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 1 | 10.671 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 | 0 | 0 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 |
| Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte | 0 | 0 |
| Miet- und Leasingverpflichtungen | 0 | 0 |
| Finanzielle Schulden der Veräußerungsgruppe | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 |
| Aggregiert nach dem Geschäftsmodell | ||
| Halten und Verkauf | 1 | 10.671 |
| Halten | 0 | 0 |
| Handel | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 | 0 |
| Wertansatz nach IFRS 9 | ||||
| in Tsd. Euro | Fair Value | Buchwert | Fortgeführte Anschaffungskosten | Erfolgswirksam zum Marktwert |
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |||
| Anteile | 1 | 1 | 0 | 0 |
| Wertpapiere (langfristig) | 0 | 3.000 | 3.000 | 0 |
| Wertpapiere (langfristig) | 237 | 10.422 | 0 | 0 |
| Wertpapiere (kurzfristig) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertpapiere (kurzfristig) | 10.434 | 6.748 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 94.577 | 91.018 | 91.018 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 80.813 | 85.629 | 85.629 | 0 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (kurzfristig) | 4.262 | 5.524 | 5.524 | 0 |
| Sonstige Ausleihungen und Vermögenswerte (langfristig) | 7.060 | 8.927 | 8.927 | 0 |
| Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe | 0 | 2.610 | 2.610 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 197.384 | 213.879 | 196.708 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 57.521 | 97.598 | 97.598 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 | 101.175 | 110.062 | 110.062 | 0 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.665 | 1.474 | 1.474 | 0 |
| Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Miet- und Leasingverpflichtungen | 8.800 | 7.744 | 7.744 | 0 |
| Finanzielle Schulden der Veräußerungsgruppe | 0 | 1.752 | 1.752 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 169.161 | 218.630 | 218.630 | 0 |
| Aggregiert nach dem Geschäftsmodell | ||||
| Halten und Verkauf | 10.672 | 17.171 | 0 | 0 |
| Halten | 186.712 | 196.708 | 196.708 | 0 |
| Handel | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 169.161 | 218.630 | 218.630 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertansatz nach IFRS 9 | ||
| in Tsd. Euro | Erfolgsneutral zum Marktwert | |
| ohne Recycling | mit Recycling | |
| Anteile | 1 | 0 |
| Wertpapiere (langfristig) | 0 | 0 |
| Wertpapiere (langfristig) | 0 | 10.422 |
| Wertpapiere (kurzfristig) | 0 | 0 |
| Wertpapiere (kurzfristig) | 0 | 6.748 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (kurzfristig) | 0 | 0 |
| Sonstige Ausleihungen und Vermögenswerte (langfristig) | 0 | 0 |
| Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 1 | 17.170 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 | 0 | 0 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 |
| Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte | 0 | 0 |
| Miet- und Leasingverpflichtungen | 0 | 0 |
| Finanzielle Schulden der Veräußerungsgruppe | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 |
| Aggregiert nach dem Geschäftsmodell | ||
| Halten und Verkauf | 1 | 17.170 |
| Halten | 0 | 0 |
| Handel | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 | 0 |
| Wertansatz nach IFRS 9 | |
| in Tsd. Euro | Fair Value |
| 31.12.2023 | |
| Anteile | 1 |
| Wertpapiere (langfristig) | 3.000 |
| Wertpapiere (langfristig) | 10.422 |
| Wertpapiere (kurzfristig) | 0 |
| Wertpapiere (kurzfristig) | 6.748 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 91.018 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 85.629 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (kurzfristig) | 5.524 |
| Sonstige Ausleihungen und Vermögenswerte (langfristig) | 8.927 |
| Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe | 2.610 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 213.879 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 97.598 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 | 105.292 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.474 |
| Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte | 0 |
| Miet- und Leasingverpflichtungen | 7.744 |
| Finanzielle Schulden der Veräußerungsgruppe | 1.752 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 213.860 |
| Aggregiert nach dem Geschäftsmodell | |
| Halten und Verkauf | 17.171 |
| Halten | 196.708 |
| Handel | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 213.860 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 |
1 Schuldscheindarlehen, KfW-Darlehen, in
Anspruch genommene Kreditlinien.
| in Tsd. Euro | 01.01. | Zugang | Abgang | Umbuchung | Marktbewertung | |
| Langfristige | 2024 | 10.422 | 0 | 0 | -11.034 | 849 |
| Wertpapiere 1 | 2023 | 30.241 | 0 | -13.712 | -7.046 | 939 |
| Kurzfristige | 2024 | 6.748 | 0 | -7.046 | 11.034 | -302 |
| Wertpapiere 1 | 2023 | 2.210 | 0 | -2.317 | 7.046 | -191 |
| in Tsd. Euro | 31.12. |
| Langfristige | 237 |
| Wertpapiere 1 | 10.422 |
| Kurzfristige | 10.434 |
| Wertpapiere 1 | 6.748 |
| in Tsd. Euro | 01.01. | Zugang | Abgang | Marktbewertung | 31.12. | |
| Devisentermin-/ | 2024 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Devisenoptionsgeschäfte | 2023 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| in Tsd. Euro | 01.01. | Zugang | Abgang | 31.12. | |
| Anteile | 2024 | 1 | 0 | 0 | 1 |
| 2023 | 1 | 0 | 0 | 1 |
| in Tsd. Euro | 01.01. | Zugang | Ausbuchung | 31.12. | |
| Call- | 2024 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Optionen | 2023 | 10 | 0 | -10 | 0 |
Die folgende Tabelle stellt die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -Verluste von Finanzinstrumenten dar.
|
Gewinne/Verluste (-) |
in Tsd. Euro |
GJ 2024 | GJ 2023 |
| Halten | 6.147 | -273 |
| Handel | 287 | 586 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | -4.060 | 1.729 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 | 0 |
Elmos erfasst Wertberichtigungen/Forderungsverluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die der Kategorie "Halten" zuzurechnen sind, unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Gewinne aus der Währungsumrechnung von den dem Geschäftsmodell "Halten" zugeordneten finanziellen Vermögenswerten resultieren überwiegend aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Nettogewinne und -verluste enthalten im Wesentlichen Wertberichtigungen, Währungsumrechnungseffekte sowie Forderungsausfälle. Die dem Geschäftsmodell "Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten" zuzuordnenden Aufwendungen bzw. Erträge resultieren aus den Währungsdifferenzen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Geschäftsmodell "Handel" werden im Zusammenhang mit währungsbezogenen Sicherungsgeschäften Kursgewinne in Höhe von 299 Tsd. Euro und Kursverluste in Höhe von 12 Tsd. Euro (2023: Kursgewinne 621 Tsd. Euro und Kursverluste 35 Tsd. Euro) ausgewiesen. Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen (siehe Anhangangabe 9).
Die generellen Grundlagen zum Umgang mit Risiken im Elmos-Konzern werden im zusammengefassten Lagebericht (Chancen und Risiken) umfangreich erläutert.
Elmos unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, geplanten Transaktionen und bestehenden Verpflichtungen (firm commitments) insbesondere Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse und Zinssätze sowie sonstigen Preisrisiken. Ziel der finanzorientierten Risikoerfassung ist es, diese Marktrisiken im Rahmen eines kontinuierlichen Prozesses sowie in enger Zusammenarbeit mit den operativen Konzerneinheiten rechtzeitig zu identifizieren, zu bewerten und bei Bedarf durch Maßnahmen zu begrenzen. So werden z.B. Zins- und Währungsrisiken durch geeignete derivative Instrumente gesteuert bzw. begrenzt. Elmos geht dabei Devisentermingeschäfte und -optionen zur Absicherung von Transaktionen in Fremdwährungen ein, die auf den Zeitraum beschränkt sind, in dem das Risiko besteht. Diese Derivatgeschäfte zur Devisenkurssicherung dienen dazu, Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf die Ertragslage zu reduzieren. Elmos setzt diese Sicherungsinstrumente ausschließlich für nicht-spekulative, risikobegrenzende Zwecke in Zusammenhang mit Grundgeschäften ein.
Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist der Konzern ggfs. Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute bzw. Emittenten ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Elmos steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung der Produkte und Transaktionskontrahenten. Die Anlage liquider Mittel erfolgt unter Berücksichtigung hoher Flexibilität und Diversifikation, u.a. bzgl. der Bankpartner bzw. Emittenten. Ein substantieller Teil des Gesamtportfolios ist einlagensicherungsgeschützt bei Banken mit hoher Bonität angelegt (u.a. Tages- und Termingeldanlagen, strukturierte Termingeldanlagen). Darüber hinaus werden die liquiden Mittel in börsennotierte Anleihen (u.a. Unternehmensanleihen, strukturierte Anleihen mit Bonitätskomponente) sowie in kleinerem Umfang zur Beimischung in Schuldscheinanlagen investiert. Der Schwerpunkt der Emittentenratings liegt weiterhin im Investment Grade-Segment. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen hauptsächlich durch Umsätze mit mikroelektronischen Bauelementen, Sensoren, Systemteilen und Entwicklungsdienstleistungen. Die Kunden sind überwiegend Automobilzulieferer, zu einem kleineren Teil Unternehmen der Industrie-, Konsumgüter-, Medizintechnik- sowie sonstiger Branchen. Die Außenstände werden fortlaufend überwacht; Ausfallrisiken wird soweit erforderlich mittels Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Über die Laufzeit erwartete Kreditverluste waren für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht zu berücksichtigen. Die Zahlungsbedingungen spiegeln die historische Geschäftsentwicklung mit den jeweiligen Kunden wider, deren Einhaltung fortlaufend überwacht wird. Zusätzlich werden bei Neukunden präventiv Bonitätsinformationen eingeholt und bei Bedarf Kreditlimits festgelegt. Das Geschäft mit Großkunden unterliegt gesonderter Ausfallrisikoüberwachung. Insgesamt verfolgt Elmos eine stringente Kreditpolitik. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Vor dem Hintergrund der andauernden globalen Unsicherheiten werden ausstehende Forderungen im Sinne eines kontinuierlichen operativen Prozesses kritisch überwacht und verfolgt.
Das Liquiditätsrisiko besteht für Elmos darin, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen, z.B. die Tilgung von Finanzschulden, Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen sowie Verpflichtungen aus Leasingverträgen, bei Fälligkeit zu erfüllen. Damit sich dieses Risiko nicht materialisiert und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sichergestellt ist, hält Elmos eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln, Anlagen mit hoher Fungibilität und Liquidierbarkeit sowie in angemessenen Umfang verfügbaren, freien Betriebsmittelkreditlinien vor. Darüber hinaus wird die Liquidität des Konzerns im Rahmen einer kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung laufend überwacht. Die Liquiditätsversorgung der in- und ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt neben deren Innenfinanzierungskraft über Konzernkreditlinien und -darlehen sowie durch Kreditinstitute. Die Zahlungsströme aus Finanzverbindlichkeiten sind in Anhangangabe 25 dargestellt.
Elmos ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftsaktivitäten Marktpreisrisiken aus Änderungen von Wechselkursen (im Wesentlichen gegenüber dem US-Dollar), Zinssätzen und Rohstoffen (z.B. Gold) ausgesetzt. Ferner bestehen Marktpreisrisiken im Rahmen der mittelfristigen Absicherung der Strom- und Erdgaszulieferung. Diese Marktpreisrisiken können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.
Die Währungskursrisiken resultieren aus operativer Tätigkeit (Umsätze, Einkauf) und Investitionen. Durch den gestiegenen Einkauf von Leistungen in US-Dollar, insbesondere Assembly- und Foundry-Dienstleistungen aus Asien, hat sich das Währungsexposure des Konzerns ausgeweitet. Grundsätzlich strebt Elmos perspektivisch weiterhin das Natural Hedging an, d.h. den Ausgleich von US-Dollar Zahlungseinnahmen und -ausgaben, und verfolgt konzernübergreifend Maßnahmen, um das Exposure zu begrenzen. Der nicht durch Natural Hedging abgedeckte Überhang wird - sofern dies vom Management als notwendig erachtet wird - aktiv, u.a. durch den Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten zur Kurssicherung, gesteuert.
Elmos war am Abschlussstichtag Währungskursrisiken ausgesetzt. Im Geschäftsjahr 2024 hat Elmos durch ausgeführte US-Dollar Sicherungsgeschäfte Kursgewinne in Höhe von 299 Tsd. Euro (2023: 621 Tsd. Euro) und Kursverluste in Höhe von 12 Tsd. Euro (2023: 35 Tsd. Euro) in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Wechselkursgewinne realisiert.
Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar zum 31. Dezember 2024 in Bezug auf die monetären Finanzinstrumente um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, würde sich das Ergebnis (vor Steuern) um 3.578 Tsd. Euro verringern (4.372 Tsd. Euro erhöhen) (2023: um 1.830 Tsd. Euro verringern (2.236 Tsd. Euro erhöhen)). Der Konzern-Eigenkapitaleffekt ergäbe sich in gleicher Höhe über die Ergebnisauswirkung unter Berücksichtigung anfallender Ertragsteuern.
Das Zinsänderungsrisiko von Elmos zum Bilanzstichtag resultiert aus den als "Halten und Verkauf" klassifizierten Wertpapieren. Bei einem um 100 Basispunkte höheren (niedrigeren) Marktzinsniveau ergäbe sich eine Reduzierung des Eigenkapitals um 35 Tsd. Euro (Erhöhung des Eigenkapitals um 41 Tsd. Euro) (2023: Reduzierung (Erhöhung) des Eigenkapitals um 156 (157) Tsd. Euro). Auf diese Beträge wären zudem latente Steuern zu berücksichtigen.
Elmos unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich im Euroraum. Der Vorstand beschließt im Rahmen von Finanzierungsentscheidungen über den Zielmix aus fest bzw. variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Daraus wird die Finanzierungsstruktur abgeleitet und umgesetzt. Langfristige Finanzierungsvorhaben werden zur Absicherung einer Kalkulationsbasis in der Regel festverzinslich vereinbart. Gegebenenfalls werden zur Umsetzung auch Zinsderivate eingesetzt. Zur Sicherung der langfristigen Finanzierung finden sich weitere Ausführungen unter Anhangangabe 25.
Das vorrangige Ziel der Kapitalsteuerung des Elmos-Konzerns besteht darin, ein angemessenes Bonitätsrating, jederzeitige Sicherstellung der Liquidität bei hoher finanzieller Flexibilität sowie eine solide Kapitalstruktur zu gewährleisten. Die Kapitalstruktur des Elmos-Konzerns wird vom Vorstand aktiv gesteuert sowie unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Risiken aus den zugrundeliegenden Vermögenswerten ggf. angepasst. Ziel ist es, die operative Liquidität sicherzustellen sowie ausreichende Robustheit bei wirtschaftlichen Schwankungen zu gewährleisten ohne strategische Handlungsfähigkeit einzubußen. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur können beispielsweise Dividenden an die Anteilseigner gezahlt oder neue Anteile ausgegeben werden. Zum 31. Dezember 2024 bzw. 31. Dezember 2023 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen. Der Konzern überwacht sein Kapital grundsätzlich mithilfe der absoluten Höhe der Nettoverschuldung bzw. dem Nettobarmittelbestand sowie der Eigenkapitalquote. Die Nettoverschuldung bzw. der Nettobarmittelbestand umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (für 2023: inklusive die der Veräußerungsgruppe, siehe hierzu auch Anhangangabe 5) sowie Wertpapiere abzüglich kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote setzt das Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme.
| GJ 2024 | GJ 2023 | |
| Nettoverschuldung | -21,7 Mio. Euro | -10,4 Mio. Euro |
| Eigenkapitalquote | 70,4% | 55,1% |
Die Gesellschaft erhält Fördermittel der öffentlichen Hand, die zur Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten verwendet werden. Für Forschungs- und Entwicklungsprojekte verwendete Fördermittel wurden unter den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen aufwandsmindernd erfasst (7.946 Tsd. Euro in 2024, 4.398 Tsd. Euro in 2023). Zu den Fördermitteln für Investitionen in das Anlagevermögen siehe Anhangangabe 15.
Zukünftige Mindestzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingzahlungen, Wartung, Versicherungsprämien, diverse Abnahmeverpflichtungen, etc. mit ursprünglichen Laufzeiten oder Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr sind zum 31. Dezember 2024 bzw. 31. Dezember 2023 wie folgt:
| in Tsd. Euro | 2024 | 2025 | 2026 | 2027 | 2028 | 2029 |
| 31.12.2024 | n/a | 28.027 | 6.238 | 4.624 | 35 | 35 |
| 31.12.2023 | 24.963 | 11.270 | 658 | 544 | 409 | 0 |
| in Tsd. Euro | Folgejahre | Summe |
| 31.12.2024 | 0 | 38.959 |
| 31.12.2023 | 0 | 37.844 |
Die Gesamtaufwendungen für die Miet- und Leasingverträge betrugen 3.000 Tsd. Euro in 2024 und 2.753 Tsd. Euro in 2023.
Wesentliche Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Aufwendungen für Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert waren in den Geschäftsjahren 2024 und 2023 nicht zu verzeichnen. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betragen 1.574 Tsd. Euro (2023: 1.444 Tsd. Euro) für Tilgungsverpflichtungen und 127 Tsd. Euro (2023: 131 Tsd. Euro) für Zinszahlungen.
Aus erteilten Investitionsaufträgen besteht ein Bestellobligo in Höhe von 264 Tsd. Euro (2023: 11.375 Tsd. Euro).
Für ein im Geschäftsjahr 2019 veräußertes verbundenes Unternehmen besteht noch (voraussichtlich) übergangsweise eine Garantie in Höhe von 6.767 Tsd. USD. Aus heutiger Sicht rechnet Elmos mit keiner Inanspruchnahme.
In den vorliegenden Konzernabschluss sind das Mutterunternehmen und die nach IFRS 10 beherrschten Tochterunternehmen einbezogen worden. Die Kapitalanteile an den Unternehmen sind unverändert zum Vorjahr.
Folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis waren in den Geschäftsjahren 2024 und 2023 zu verzeichnen:
Die Elmos SE hat mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2024 100 % der Anteile an der Donum Grundstücksverwaltungsgeselslchaft mbH, Dortmund, übernommen. Die Donum Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH ist auf die Verwaltung von Grundbesitz spezialisiert. Das Unternehmen wurde im Jahr 1982 gegründet und hat derzeit eine Mitarbeiterin (Geschäftsführerin). Mit dem Erwerb der Anteile verfügt die Elmos SE über die Möglichkeit, Kontrolle i. S. d. IFRS 3 über die Donum Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH auszuüben. Somit wird ab dem 1. Januar 2024 die Donum Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Elmos SE einbezogen.
Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Donum Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH stellen sich zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung wie folgt dar:
| in Tsd. Euro | |
| Vermögenswerte | |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 6.900 |
| Zahlungsmittel | 49 |
| 6.949 | |
| Schulden | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | -17 |
| Verbindlichkeiten aus Mieterdarlehen | -1.804 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -2.000 |
| Passive latente Steuern aufgrund der Neubewertung | -1.018 |
| -4.839 | |
| = Summe des identifizierbaren Nettovermögens zum beizulegenden Zeitwert | 2.110 |
| abzüglich Badwill aus dem Unternehmenserwerb | -2.064 |
| = Übertragene Gegenleistung | 46 |
| Aufgliederung des Zahlungsmittelzuflusses aufgrund der Erlangung der Beherrschung: | |
| Mit dem Übergang auf den Status als Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel (enthalten im Cashflow aus der Investitionstätigkeit) | 49 |
| Abfluss von Zahlungsmitteln | -46 |
| Zahlungsmittelzufluss aufgrund des Unternehmenserwerbs im Geschäftsjahr 2024 | 3 |
Für den Erwerb der Gesellschaft sind keine wesentlichen Transaktionskosten angefallen.
Die Donum Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH hat seit dem Erwerbszeitpunkt 0 Tsd. Euro zu den Umsatzerlösen und 1.965 Tsd. Euro zum Periodenergebnis des Konzerns beigetragen. Im Einzelnen handelt es sich hier um Erträge in Höhe von 2.064 Tsd. Euro im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung der Gesellschaft und sonstiges Ergebnis in Höhe von -99 Tsd. Euro. Der Ertrag aus der Erstkonsolidierung basiert auf der Neubewertung von Grundstücken und ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2024 gründete die Elmos Semiconductor SE die Elmos Semiconductor Taiwan Ltd., Taiwan. Mit dieser Gesellschaft sollen die Vertriebsaktivitäten in Asien erleichtert und vorangetrieben werden.
Im Geschäftsjahr 2024 gründete die Elmos Semiconductor SE - mittelbar über ihre Tochtergesellschaft Elmos Semiconductor Singapore Pte. Ltd., Singapur - die Elmos Semiconductor JiWeiCheng Semiconductor Shanghai Co. Ltd., China. Die Neugründung ist ein weiterer Schritt seitens der Elmos Semiconductor SE zum Ausbau der flächendeckenden Präsenz in Asien.
Im Geschäftsjahr 2024 gründete die Elmos Semiconductor SE (20 % der Anteile unmittelbar der Elmos SE zuzurechnen, 80 % der Anteile mittelbar über ihre Tochtergesellschaft Elmos Semiconductor Singapore Pte. Ltd., Singapur) die Elmos Semiconductor India Private Limited, Indien. Mit dieser Gesellschaft sollen die Vertriebsaktivitäten in Indien erleichtert und vorangetrieben werden.
Im Geschäftsjahr 2024 gründete die Elmos Semiconductor SE die Elmos Semiconductor Dortmund Operations GmbH, Dortmund. Diese Neugründung steht im Zusammenhang mit der Etablierung der neuen Holding-Struktur, die mehr Flexibilität im finanziellen und steuerlichen Umfeld ermöglichen soll.
Im Geschäftsjahr 2024 gründete die Elmos Semiconductor SE die Elmos Semiconductor Business Services GmbH, Dortmund. Diese Neugründung steht im Zusammenhang mit der Etablierung der neuen Holding-Struktur, die mehr Flexibilität im finanziellen und steuerlichen Umfeld ermöglichen soll.
Im Geschäftsjahr 2024 gründete die Elmos Semiconductor SE die Elmos Semiconductor Technology & Engineering GmbH, Dortmund. Diese Neugründung steht im Zusammenhang mit der Etablierung der neuen Holding-Struktur, die mehr Flexibilität im finanziellen und steuerlichen Umfeld ermöglichen soll.
Im Geschäftsjahr 2024 gründete die Elmos Semiconductor SE die Elmos Semiconductor Sales and Solutions GmbH, Dortmund. Diese Neugründung steht im Zusammenhang mit der Etablierung der neuen Holding-Struktur, die mehr Flexibilität im finanziellen und steuerlichen Umfeld ermöglichen soll.
Insgesamt ist festzustellen, dass durch diese Neugründungen im Geschäftsjahr 2024 die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss des Vorjahres im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht wesentlich beeinträchtigt ist.
Durch den Verkauf der Waferfertigung in Dortmund an das US-Technologieunternehmen Littelfuse, Inc. ist die Transformation der Elmos Semiconductor SE zu einem Fabless-Unternehmen abgeschlossen. Mit dem Vollzug der Transaktion, die am 31. Dezember 2024 um Mitternacht (MEZ) wirksam wurde, erwirbt der neue Eigentümer Littelfuse die Dortmund Semiconductor GmbH - die ausgegliederte Einheit der Elmos Waferfertigung. Der rechtliche Übergang der Anteile und damit der Verlust der Beherrschung erfolgte somit am 31. Dezember 2024. Zu diesem Stichtag erfolgte dann auch die Entkonsolidierung des Tochterunternehmens (siehe hierzu auch die Anhangangaben 5 und 11).
Das Tochterunternehmen European Semiconductor Assembly (eurasem) B.V., Nijmegen/Niederlande ist im vierten Quartal 2023 im Wege einer Liquidation aus dem Konsolidierungskreis des Elmos-Konzerns ausgeschieden. Wesentliche Ergebniseffekte aus der Entkonsolidierung ergaben sich nicht.
Das Tochterunternehmen Elmos Design Center LLC, St. Petersburg/Russland ist im vierten Quartal 2023 im Wege einer Liquidation aus dem Konsolidierungskreis des Elmos-Konzerns ausgeschieden. Wesentliche Ergebniseffekte aus der Entkonsolidierung ergaben sich nicht.
| in
Tsd. oder
% |
Währung | Beteiligung | Eigenkapital | Ergebnis | Beziehung |
| Mutterunternehmen: Elmos Semiconductor SE, Dortmund | |||||
| Inland | |||||
| DMOS Dresden MOS Design GmbH, Dresden | EUR | 74,8% | 938 | -4831 | Tochterunternehmen |
| Epigone Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz | EUR | 6,0% | - | - 4 | Anteile |
| Area 21 Software GmbH, Dortmund | EUR | 100,0% | 88 | 2781 2 | Tochterunternehmen |
| Mechaless Systems GmbH, Bruchsal | EUR | 100,0% | 678 | -78 1 | Tochterunternehmen |
| Online Engineering GmbH, Dortmund | EUR | 100,0% | 2.358 | 252 1 | Tochterunternehmen |
| Donum Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbh, Dortmund | EUR | 100,0% | 49 | 241 | Tochterunternehmen |
| Elmos Semiconductor Dortmund Operations GmbH, Dortmund | EUR | 100,0% | 465 | 0 1 | Tochterunternehmen |
| Elmos Semiconductor Business Services GmbH, Dortmund | EUR | 100,0% | 24 | -1 1 | Tochterunternehmen |
| Elmos Semiconductor Technology & Engineering GmbH, Dortmund | EUR | 100,0% | 51 | 0 1 | Tochterunternehmen |
| Elmos Semiconductor Sales & Solutions GmbH, Dortmund | EUR | 100,0% | 25 | 0 1 | Tochterunternehmen |
| Ausland | |||||
| Elmos Services B.V., Nijmegen (NL) | EUR | 100,0% | 2.244 | 511, 2 | Tochterunternehmen |
| Elmos N.A. Inc., Plymouth (USA) | USD | 100,0% | 2.185 | 217 1 | Tochterunternehmen |
| Elmos Korea Co. Ltd., Seoul (Korea) | KRW | 100,0% | 737.858 | 173.953 1 | Tochterunternehmen |
| Elmos Semiconductor Singapore Pte. Ltd., Singapur | SGD | 100,0% | 762 | 831 | Tochterunternehmen |
| Elmos Semiconductor Technology (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai (China) | CNY | 100,0% | 6.014 | 1.0051 2 | Tochterunternehmen |
| Elmos Japan K.K., Tokyo (Japan) | JPY | 100,0% | 50.457 | 5.568 1 | Tochterunternehmen |
| Elmos Semiconductor Taiwan Ltd. (Taiwan) | TWD | 100,0% | 7.620 | 2.620 1 | Tochterunternehmen |
| JiWeiCheng Semiconductor.Shanghai Co. Ltd., Shanghai (China) | CNY | 100,0% | 961 | -2.875 1 2 | Tochterunternehmen |
| Elmos Semiconductor India Private Limited, Pune (Indien) | INR | 100,0% | 11.382 | -3.568 1 3 | Tochterunternehmen |
1 Die vorgelegten Zahlen beruhen auf
vorläufigen, ungeprüften Abschlüssen zum 31.
Dezember 2024.
2 Es handelt sich um mittelbaren Anteilsbesitz
der Elmos Semiconductor SE, Dortmund.
3 Es handelt sich sowohl um unmittelbaren als
auch um mittelbaren Anteilsbesitz der Elmos Semiconductor
SE, Dortmund.
4 Es liegt derzeit kein Jahresabschluss der
Gesellschaft vor.
| in
Tsd. Euro oder
% |
Anteile | Vermögenswerte | Schulden | |||
| Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | |||
| Für nicht beherrschende Anteile an Tochterunternehmen (IFRS 12 B10) | ||||||
| DMOS, | 2024 | 25,2% | 2.575 | 1.469 | 2.220 | 9 |
| Dresden | 2023 | 25,2% | 1.070 | 2.904 | 1.989 | 22 |
| in
Tsd. Euro oder
% |
Umsatzerlöse | Zugewiesene Dividende |
| Für nicht beherrschende Anteile an Tochterunternehmen (IFRS 12 B10) | ||
| DMOS, | 9.243 | 0 |
| Dresden | 8.241 | 0 |
| in Tsd. Euro | Kurzfristig fällige Leistungen | Anteilsbasierte Vergütungen | ||
| Fixe Bezüge | Variable Bezüge | Aktienzusage | ||
| Vorstand | GJ 2024 | 1.154 | 2.745 | 0 |
| GJ 2023 | 1.350 | 2.567 | 0 | |
| Aufsichtsrat | GJ 2024 | 480 | 0 | 0 |
| GJ 2023 | 450 | 0 | 0 | |
Für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bestehen für Mitglieder des Vorstands mittelbare Pensionszusagen, für die aufgrund der vollständigen kongruenten Rückdeckung durch eine Rückdeckungsversicherung keine Pensionsrückstellungen zu bilden sind. Im Geschäftsjahr 2024 beliefen sich die Beiträge für diese Pensionspläne auf 90 Tsd. Euro (2023: 90 Tsd. Euro), die im fixen Bestandteil der Bezüge enthalten sind.
Die von der Gesellschaft geleisteten Bezüge für frühere Vorstandsmitglieder bzw. ihre Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 2024 393 Tsd. Euro, davon fixe Bezüge 393 Tsd. Euro und variable Bezüge 0 Tsd. Euro (2023: 392 Tsd. Euro, davon fixe Bezüge 392 Tsd. Euro und variable Bezüge 0 Tsd. Euro). Ferner wurden für diese Versicherungsprämien in Höhe von 16 Tsd. Euro (2023: 17 Tsd. Euro) entrichtet. Diesen Beträgen stehen Erstattungen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 393 Tsd. Euro (2023: 393 Tsd. Euro) gegenüber. Die Höhe der Pensionsrückstellungen für gegenwärtige und frühere Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen zum 31. Dezember 2024 betrug 1.109 Tsd. Euro (31. Dezember 2023: 1.110 Tsd. Euro).
Am 31. Dezember 2024 hatten keine amtierenden Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien.
| in Tsd. Euro | GJ 2024 | GJ 2023 |
| Abschlussprüfungsleistungen | 2971 | 3382 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 0 |
| Honorare Konzernabschlussprüfer | 297 | 338 |
1 Davon 0 Tsd. Euro für das Vorjahr
2 Davon 0 Tsd. Euro für das Vorjahr
In 2024 und 2023 beinhalteten die Abschlussprüfungsleistungen das Honorar für die gesetzliche Jahres- und Konzernabschlussprüfung und für die prüferische Durchsicht des Halbjahreskonzernabschlusses der Elmos. Zudem ist das Honorar in Höhe von 10 Tsd. Euro für die formelle Prüfung des Vergütungsberichts des Geschäftsjahres 2024 (im Vorjahr 10 Tsd. Euro) in den Abschlussprüfungsleistungen enthalten. Gegenüber dem Vorjahr nicht mehr enthalten ist der Aufwand aus der Prüfung des im Geschäftsjahr 2024 entkonsolidierten Tochterunternehmens Dortmund Semiconductor GmbH, Dortmund.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung im Mai 2025 die Ausschüttung einer Dividende von 1,00 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2024 aus dem Bilanzgewinn 2024 der Elmos Semiconductor SE in Höhe von 404,4 Mio. Euro vor. Die Gesamtausschüttung würde damit 17,1 Mio. Euro betragen, basierend auf 17.142.187 dividendenberechtigten Aktien per 31. Dezember 2024.
Die Meldungen von Managers' Transactions gemäß Art. 19 Abs. 1 Marktmissbrauchsverordnung im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 stehen unter www.elmos.com zur Verfügung.
Nach IAS 24 "Related Party Disclosures" müssen Personen bzw. Unternehmen, die den Elmos-Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht werden, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss des Elmos-Konzerns einbezogen werden. Beherrschung liegt vor, wenn ein Aktionär mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der Elmos Semiconductor SE hält oder kraft Satzungsbestimmungen oder vertraglicher Vereinbarungen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik des Managements des Elmos-Konzerns zu steuern. Darüber hinaus erstreckt sich die Angabepflicht nach IAS 24 auf Geschäfte mit assoziierten Unternehmen sowie Geschäfte mit Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Elmos-Konzerns ausüben, einschließlich naher Familienangehöriger oder zwischengeschalteter Unternehmen. Ein maßgeblicher Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Elmos-Konzerns kann hierbei auf einem Anteilsbesitz an der Elmos Semiconductor SE von 20% oder mehr, einem Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE oder einer anderen Schlüsselposition im Management beruhen. Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.
Neben den unter der Anhangangabe 34 (Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat) genannten Bezügen des Vorstandes und Aufsichtsrates, die das Management in Schlüsselpositionen im Elmos-Konzern darstellen, hat kein Vorstand- und Aufsichtsratsmitglied im Zeitraum ihrer Mandatstätigkeit für persönlich erbrachte Beratungsleistungen Vergütungen in den Geschäftsjahren 2024 und 2023 bezogen.
| Ø Mitarbeiter | GJ 2024 | GJ 2023 |
| Produktion | 578 | 546 |
| Vertrieb | 97 | 106 |
| Verwaltung | 184 | 171 |
| Qualitätswesen | 46 | 44 |
| Forschung und Entwicklung | 467 | 415 |
| Gesamt | 1.372 | 1.282 |
Mit Wirkung zum 1. Januar 2025 wurden gemäß Verschmelzungsvertrag zwischen der Elmos Semiconductor SE, Dortmund, der Elmos Semiconductor Sales & Solutions GmbH, Dortmund und der Online Engineering GmbH, Dortmund die Online Engineering GmbH, Dortmund auf die Sales & Solutions GmbH, Dortmund verschmolzen. Sowohl die im Geschäftsjahr 2024 gegründete Elmos Semiconductor Sales & Solutions GmbH, Dortmund als auch die Online Engineering GmbH, Dortmund sind Tochterunternehmen der Elmos Semiconductor SE, Dortmund.
Darüber hinaus gab es nach Ende des Geschäftsjahres 2024 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, welche in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bzw. der Konzern-Bilanz nicht bereits berücksichtigt sind.
Vorstand und Aufsichtsrat der Elmos haben die Erklärung nach § 161 AktG im Mai 2024 abgegeben und unter www.elmos.com dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
Dortmund, 6. März 2025
Dr. Arne Schneider
Dr. Jan Dienstuhl
An die Elmos Semiconductor SE, Dortmund
Wir haben den Konzernabschluss der Elmos Semiconductor SE, Dortmund, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich wesentlicher Informationen zu den Rechnungslegungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns) der Elmos Semiconductor SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen IFRS Accounting Standards (im Folgenden "IFRS Accounting Standards"), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben den folgenden Sachverhalt als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt, der in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen ist:
Am 28. Juni 2023 haben die Elmos Semiconductor SE und Littelfuse Inc., USA, einen Vertrag zur Veräußerung der Waferfertigung am Standort Dortmund an Littelfuse Inc. geschlossen, die durch Übertragung sämtlicher Anteile an der Dortmund Semiconductor GmbH vollzogen wird. Im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurden die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte und Schulden gemäß den Vorschriften des IFRS 5 als Veräußerungsgruppe ausgewiesen. Die Freigabe der Transaktion durch das Bundeskartellamt sowie die außenwirtschaftliche Freigabe durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz erfolgten ohne Auflage bereits im Geschäftsjahr 2023. Die Übertragung der Anteile wurde mit Ablauf des 31. Dezember 2024 24:00 Uhr u. a. durch die Zahlung des Restbetrags des vorläufigen Kaufpreises durch Littelfuse Inc., abgeschlossen. Der vertragliche Kaufpreis enthält variable Bestandteile, die insbesondere von der Höhe des Working Capitals und dem Bestand an unfertigen und fertigen Aufträgen zum Zeitpunkt des Vollzugs abhängig sind.
Die Entkonsolidierung der Waferfertigung der Dortmund Semiconductor GmbH führte zur Ausbuchung von Vermögenswerten und Schulden in Höhe von EUR 55,0 Mio. bzw. EUR 4,5 Mio. sowie zur Erfassung eines Ertrags in Höhe von EUR 43,5 Mio. Aufgrund der insgesamt wesentlichen betragsmäßigen Auswirkung der Entkonsolidierung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Verbindung mit den variablen Kaufpreisbestandteilen war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zum Verkauf und der Übertragung der Anteile an der Dortmund Semiconductor sowie zur Ermittlung und zum Ausweis des Veräußerungsertrags sind in den Abschnitten "5. Veräußerungsgruppe/Entkonsolidierung" sowie "11. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen" des Konzernanhangs enthalten.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir beurteilt, ob die im Kaufvertrag vorgesehenen Bedingungen für den Vollzug der Transaktion erfüllt wurden. Zu diesem Zweck haben wir u. a. den Erhalt der Kaufpreiszahlung durch Einsichtnahme in die Kontoauszüge untersucht. Darüber hinaus haben wir die vorläufige Ermittlung der variablen Kaufpreisbestandteile, insbesondere in Bezug auf das Working Capital und den Bestand an unfertigen und fertigen Aufträgen, nachvollzogen.
Anhand der Abschlussunterlagen der Dortmund Seminconductor GmbH haben wir geprüft, dass die Vermögenswerte und Schulden der veräußerten Waferfertigung zutreffend im Rahmen der Entkonsolidierung ausgebucht wurden.
Des Weiteren haben wir untersucht, ob sämtliche hiermit in Zusammenhang stehenden Entkonsolidierungsbuchungen vollständig und richtig berücksichtigt wurden.
Darüber hinaus haben wir die Ermittlung des Ertrags aus der Entkonsolidierung sowie die Vollständigkeit und Richtigkeit der Anhangangaben zum Veräußerungsvorgang geprüft.
Insgesamt konnten wir uns davon überzeugen, dass die Entkonsolidierung sachgerecht durchgeführt wurde und die damit zusammenhängenden Angaben und Erläuterungen im Konzernanhang angemessen sind.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
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den gesondert veröffentlichten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht auf den in Abschnitt "Zusammengefasster nichtfinanzieller Bericht" des zusammengefassten Lageberichts verwiesen wird |
| ― |
die gesondert veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung, auf die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des zusammengefassten Lageberichts verwiesen wird |
| ― |
die im zusammengefassten Lagebericht enthaltenen, lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben, welche die "Aussagen zur Wirksamkeit der Governance-Systeme" im Abschnitt "Chancen und Risken" betreffen |
| ― |
die übrigen Teile des Geschäftsberichts mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks |
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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planen wir die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns einzuholen als Grundlage für die Bildung der Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht der für Zwecke der Konzernabschlussprüfung durchgeführten Prüfungstätigkeiten. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei "ELMOS_KAP_2024.zip" enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen der IDW Qualitätsmanagementstandards, die die International Standards on Quality Management des IAASB umsetzen, angewendet.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. |
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gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben. |
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beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d. h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt. |
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beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen. |
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beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht. |
Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 25. November 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2023 als Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der Elmos Semiconductor SE tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere sind der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Marcus Falk.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Elmos Semiconductor SE zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Dortmund, 6. März 2025
Dr. Arne Schneider
Dr. Jan Dienstuhl
| Finales Ergebnis 20241 | 20. März 2025 |
| Quartalsergebnis Q1/20251 | 6. Mai 2025 |
| Hauptversammlung | 15. Mai 2025 |
| Quartalsergebnis Q2/20251 | 31. Juli 2025 |
| Quartalsergebnis Q3/20251 | 4. November 2025 |
Ralf Hoppe | Investor Relations
Telefon: + 49 (0) 2171 / 40 183-14
invest@elmos.com
Elmos Semiconductor SE, Leverkusen
kukune mediendesign, Freising
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichten wir im Geschäftsbericht auf geschlechtsspezifische Formulierungen. Die gewählte männliche Form steht stellvertretend für alle Geschlechter.
Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Elmos beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u.a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführungen von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Elmos ist weder geplant noch übernimmt Elmos die Verpflichtung dazu.
Elmos Semiconductor SE
Werkstättenstraße 18
51379 Leverkusen | Deutschland
Telefon: +49 (0) 2171 / 40 183-0
info@elmos.com | www.elmos.com
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