J. Müller AktiengesellschaftLiquidiert

26919 Brake (Unterweser), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 202523
Eingetragen
4.9.2008
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenGüterbeförderung in der Hochsee- und KüstenschifffahrtGüterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Gegenstand
Seehafenumschlag, Lagerung von Gütern, Spedition, Binnenschiffsreederei, Erbringung logistischer Dienstleistungen sowie Vornahme aller damit in unmittelbarem und mittelbarem Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Beteiligungen

NameAnteil
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

J. Müller Aktiengesellschaft

Brake/Unterweser

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bericht des Aufsichtsrates

der J. Müller Aktiengesellschaft, Brake (Unterweser),
(Amtsgericht Oldenburg, HRB 202523) gemäß § 171 Abs. 2 AktG

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und wurde durch den Vorstand regelmäßig schriftlich in Form von Vorstandssitzungsprotokollen, Monats- und Sonderberichten sowie mündlich über die Geschäfte und über die Lage, die Risikosituation und das Risikomanagement, die kurz- und mittelfristige Planung, die Investitionen sowie über die organisatorischen Maßnahmen und verfolgten Strategien des Unternehmens und der Unternehmensgruppe unterrichtet. Im Falle akuter Themen - diesjährig insbesondere im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie; Unsicherheiten aufgrund des Ukraine Krieges mit Auswirkungen u. a. auf die Getreide- und Futtermittelmärkte/das Krisenmanagement zur Sicherstellung/Einhaltung von diesbezüglichen öffentlich-rechtlichen Sanktionsmaßnahmen; dem frühzeitigen Erkennen von Unternehmensrisiken und -chancen bei sich nach den jeweiligen äußeren Umständen ändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (gestörte Warenströme, Wertschöpfungsverluste, veränderte Lieferketten und Nahrungs-/Futtermittel-Substitute, Preisvolatilitäten, etc.) - erfolgte eine laufende Information. Der Aufsichtsrat hat die wesentlichen Geschäftsvorfälle mit dem Vorstand besprochen sowie diesen überwacht und beraten. Bei Vorgängen von Bedeutung stand der Vorsitzende des Aufsichtsrates per Telefon und per E-Mail in Kontakt mit seinen Aufsichtsratskollegen und dem Vorstandsvorsitzenden; ebenso wurden verschiedentlich ad-hoc Sitzungen des Aufsichtsrates per Videokonferenz abgehalten.

Der Aufsichtsrat hat an folgenden Terminen mit dem Vorstand ordentliche Präsenzsitzungen abgehalten:

61. Aufsichtsratssitzung 22.03.2022

62. Aufsichtsratssitzung 20.05.2022

63. Aufsichtsratssitzung 07.09.2022

64. Aufsichtsratssitzung 06.12.2022

Zu jeder der vorgenannten Aufsichtsratssitzungen, an der sämtliche Vorstandsmitglieder und die Geschäftsführung der J. Müller Weser GmbH & Co. KG teilnahmen, wurde seitens des Vorstandes eine umfangreiche Vorlage - enthaltend die Informationen und Erklärungen zu jedem Tagesordnungspunkt - ausgehändigt. Der Aufsichtsrat hat in diesen vier ordentlichen Sitzungen ausführlich die Geschäftsentwicklung und die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erörtert sowie über Fragen der Wirtschafts-, Finanz-, Investitions- und Personalplanung des Unternehmens und der Unternehmensgruppe beraten. Laufend waren auch die Entwicklung bei Großkunden der einzelnen Geschäftsbereiche, Anforderungen aus Betrieb, Technik und IT, wesentliche Investitionen sowie Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen einschließlich der Chancen und Risiken in neuen Geschäftsbereichen Gegenstand der Beratungen. Die erheblichen Anpassungen der Aufbau- und Ablauforganisation infolge des Wechsels eines Liniendienstes des Großreeders G20cean von Bremen nach Brake mit geplanten sechs Abfahrten pro Monat und der Geschäftsausweitung mit dem Reeder Ultrabulk sowie deren Auswirkungen auf sächliche und personelle Betriebsmittel und Investitionen wurden laufend erörtert und nachgehalten. Über die Sitzungen wurden Protokolle verfasst, die dem Aufsichtsrat und dem Vorstand zugestellt wurden.

Der Aufsichtsrat beschäftigte sich mit strategischen Schwerpunkten, die im Rahmen von Investitionsentscheidungen und bei der Vorstellung wichtiger Projekte durch den Vorstand thematisiert wurden und beschloss und begleitete Projekte und Investitionen einschließlich deren Finanzierungen, insbesondere

Neubau des Kaffeesilos und Aufstockung des Bürogebäudes im Betrieb Bremen,

Lagerplatzerweiterung auf dem Niedersachsenkai für den erweiterten Platzbedarf durch die neu akquirierten Kunden,

Installation von Photovoltaikanlagen auf diversen Hallendächern,

Rückbau der Altkrane und Beschaffung von Neukränen,

Einführung des ERP-Systems für Agrar- und Schüttgut in Vollumstellung

technische Investitionen im Zuge der Ertüchtigung GVA-Bremen.

Am 19.05.2022 wurde ein Strategieworkshop mit sämtlichen Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern sowie sämtlichen Geschäftsführern der J. Müller Weser GmbH & Co. KG abgehalten mit dem Ziel des Erkennens langfristig relevanter Entwicklungen und deren Einbeziehung in die Unternehmenspolitik zur Sicherung der Kontinuität, positiven Ertragsentwicklung sowie Stabilität und Resilienz des Unternehmens. Die bestehende Strategie ist - jeweils mit Marktführeranspruch - auf die Produkte Agrar, Kaffee und spezifische Breakbulkladung an den Standorten Brake und Bremen gerichtet. Die Analyse der Chancen und Risiken dieser Bestandsstrategie unter den verschiedensten prognostizierten Einflüssen wurde ebenso erörtert wie daraus abzuleitende Auswirkungen auf die Unternehmensausrichtung. Nach weiterer Detailierung wäre aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen vom Vorstand eine "Strategie J. MÜLLER 2050" zu entwickeln und wären daraus sich ergebende Grundsatzfragen zur Unternehmensausrichtung ggf. auch mit den Aktionären zu erörtern und einzelne priorisierte Kernfelderderart weiter in ihren unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen zu analysieren, dass daraus Konsequenzen für die zukunftsorientierte Unternehmenspolitik gezogen werden können. Dieses Projekt soll im Verlauf des Jahres 2023 zu einem (Zwischen-)Ergebnis geführt werden.

Zur Steigerung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit und der Behandlung komplexer Sachverhalte hat der Aufsichtsrat entsprechend § 107 Abs. (3) S. 1 AktG und GS 14 Deutscher Corporate Governance Kodex (i. d. F. vom 28.04.2022) Ausschüsse gebildet, die ihre Arbeit bedarfsbezogen durchgeführt haben:

Bilanz- und Risikoausschuss (Prüfungsausschuss i. S. d. GS 15, D.3 des DCGK)

Personalausschuss (Vorstandsverträge, Tantiemen, Geschäftsordnung usw.)

Investitionsausschuss (Intensivprüfung von Investitionen >3 Mio. EUR)

Nominierungsausschuss (Vorauswahl von AR-Kandidaten)

IT- und Digitalisierungsausschuss

Folgende Jahresabschlüsse zum 31.12.2022 wurden von Treuhand Weser-Ems GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Oldenburg, geprüft bzw. einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk bzw. mit einer Bescheinigung über die Aufstellung in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung versehen:

J. Müller Aktiengesellschaft Konzernabschluss

J. Müller Aktiengesellschaft

BS Braker Stauereigesellschaft mbH

J. Müller Weser GmbH & Co. KG, Brake

LogServ Logistik-Services GmbH & Co. KG

Die jeweiligen Komplementärgesellschaften wurden im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einem Review unterzogen.

Am 05.04.2023 wurde in einer hybrid (präsent und telekommunikativ) abgehaltenen Sitzung des Bilanz- und Risikoausschusses des Aufsichtsrates unter Leitung des Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Dipl.-Kfm. Dr. Hans-Dieter Kleinhückelskoten, Essen, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der J. Müller AG sowie der zusammengefasste Lagebericht der J. Müller AG und des Konzerns eingehend erörtert. An dieser Sitzung nahmen ferner teil Frau Manuela Drews (GF JM Weser), Herr Jan Müller (CEO/CFO Vorstand), Herr Stefan Leihsa (ZF), von der J. Müller-Gruppe sowie die Herren Schürmann und Dettmers von der abschlussprüfenden Treuhand Weser-Ems GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Oldenburg. Seitens des Bilanz- und Risikoausschusses gab es keine Beanstandungen; er empfiehlt dem Aufsichtsrat, den Jahresabschluss der J. Müller Aktiengesellschaft im Umlaufbeschluss gemäß § 172 AktG festzustellen und deren Konzernabschluss zu billigen.

Der Aufsichtsrat hat sich den Ausführungen des Bilanz- und Risikoausschusses angeschlossen und durch Umlaufbeschluss den Jahresabschluss der AG für das Geschäftsjahr 2022 festgestellt, deren Konzernabschluss gebilligt sowie den Beschlussvorschlägen für die 15. ordentliche Hauptversammlung der J. Müller AG am 22.05.2023 zugestimmt.

Das Geschäftsjahr 2022 war für die J. Müller Aktiengesellschaft ein sehr erfolgreiches Jahr mit einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr des Umsatzes um 36 % und des Konzernjahresüberschusses um ca. 44 %. Ursache für diese Steigerungen war neben den hohen Lagergeldeinnahmen im Geschäftsbereich Agri insbesondere die Akquisition eines neuen sowie die Geschäftsausweitung mit einem weiteren Großkunden im Breakbulk-Bereich und die erfolgreiche Bewältigung der damit verbundenen Umsatzausweitung inkl. Neuausrichtung von Flächen- und Hallennutzungen sowie Anwerbungen und Schulungen von ca. 100 neuen Mitarbeitern. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand ebenso wie den Geschäftsführungen der mit der AG verbundenen operativen Gesellschaften dafür seine Anerkennung und seinen besonderen Dank aus,

Der Aufsichtsrat dankt im Übrigen den Aktionären für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.

 

Essen, den 14.04.2023

Dr. Hans-Dieter Kleinhückelskoten, Aufsichtsratsvorsitzender

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