Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 9318 HL
Eingetragen
20.7.2009
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Gegenstand
Das Gebäudemanagement sowie die Koordination und Ausführung aller damit in Verbindung stehender infrastruktureller und technischer Leistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marco Adomat
seit 6.11.2018
Prokura
Dieter Lenuweit
seit 27.7.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
PHM Group OyFIN
100.00%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Axel Schultz
Schloßgarten 30, 22041 Hamburg
74.60%
Peter Schirmer
Witts Allee 11, 22587 Hamburg
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schultz IGM GmbH

Lübeck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Schultz IGM GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Gesellschaftszweck besteht im Gebäudemanagement sowie die Koordination und Ausführung aller damit in Verbindung stehenden infrastrukturellen und technischen Leistungen.

Wir stehen im ständigen Dialog mit unseren Hauptlieferanten, um über umweltfreundliche, moderne sowie innovative Reinigungsgeräte, Reinigungsverfahren und Reinigungschemie informiert zu werden.

Wichtige Themen hierbei sind die weiterentwickelten und umweltschonenden Produkte im Hinblick auf ein umweltfreundliches Handeln und Produzieren, gute biologische Abbaubarkeit und Recyclingfähigkeit.

Aufgrund unserer Zertifizierung nach DIN ISO EN 14001 haben wir uns zur kontinuierlichen Substitutionsprüfung von Reinigungsmaschinen, Reinigungsgeräten und Reinigungschemie verpflichtet. Unser dauerhaftes Ziel ist es, unsere Leistungserbringung umwelt- und materialschonend, energieeffizient, wasser- und chemiereduziert durchzuführen.

Dieses bauen wir stetig durch den ständigen Dialog mit unseren Mitarbeitern, Lieferanten und Auftraggebern aus.

Die Schultz IGM GmbH ist Teil der Schultz Gruppe.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Konjunkturentwicklung wurde auch in diesem Jahr von der Corona-Pandemie geprägt. Die deutsche Wirtschaft hat sich zwar etwas erholt, der Aufschwung blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Nach ersten Berechnungen des Statischen Bundesamtes (Destatis) ist das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2,7 (-4,7) Prozent gestiegen. Im Vergleich mit den anderen EU-Staaten verzeichnet die deutsche Wirtschaft aber den geringsten Zuwachs aller EU-Staaten.

Weiterhin ermittelte das Statische Bundesamt, daß in 2021 durchschnittlich 44,9 Mio. Menschen erwerbstätig waren. Das waren in etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Im Vergleich mit dem Vorkrisenniveau 2019 aber deutlich weniger Erwerbstätige. Die größten Beschäftigungszuwächse gab es im Bereich der öffentlichen Dienstleister, Information und Kommunikation sowie im Baugewerbe. Im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe kam es dagegen wie schon im Vorjahr zu Beschäftigungsverlusten.

2. Branchenbezogene Entwicklung

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben Hygiene und Sauberkeit eine größere Bedeutung und Wertschätzung erfahren. Unternehmen und öffentliche Auftraggeber haben erkannt, das gute Reinigung zum Gesundheitsschutz ihrer Beschäftigten beiträgt. Gerade in den sensiblen Bereichen wie Klinken und Pflegeheimen wurde Reinigungsintervalle erhöht. Öffentliche Auftraggeber (Schulen) und Unternehmen haben zusätzliche Desinfektionsreinigungen beauftragt.

Das Gebäudereiniger-Handwerk zählt als eines der beschäftigungsstärksten und am schnellsten wachsenden Handwerke der letzten Jahre.

Aus dem Branchenreport des Gebäudereiniger-Handwerks läßt sich entnehmen, dass es in Deutschland 2021 rd. 29.500 (27.400) Gebäudereinigungsbetriebe gab, die einen Umsatz von 20,5 (19,3) Mrd. Euro erwirtschaftet haben.

Die Branche lässt sich dabei in 3 Größenklassen einteilen. Kleinbetriebe unter 500 TEUR Jahresumsatz (81 Prozent) realisieren 13 Prozent des Branchenumsatzes. Mittlere Betriebe, zwischen 0,5 und 5 Mio. Euro Jahresumsatz (17 Prozent) realisieren 33 Prozent und die Großunternehmen, ab 5 Mio. Euro Jahresumsatz (2 Prozent) realisieren 54 Prozent des Branchenumsatzes.

Die Schultz IGM GmbH positioniert sich mit ihrem Jahresumsatz von 14,7 (12,9) Mio. Euro in dieser Branche bei den Großunternehmen ein.

3. Analyse des Geschäftsverlaufs

Im Geschäftsjahr 2021 waren die infrastrukturellen Dienstleistungen der Schultz IGM GmbH trotz der Corona-Pandemie unverändert. Diese Entwicklung entspricht nicht der allgemeinen Konjunkturentwicklung in Deutschland.

Die Schultz IGM GmbH konnte Ausschreibungen für sich entscheiden und damit im infrastrukturellem Bereich neue Bestandskunden gewinnen. Des Weiteren wirkten sich auch in diesem Jahr die erforderlichen Hygiene- und Desinfektionsreinigungen positiv aus.

Die im November 2020 aufgestellte Prognose für das Berichtsjahr 2021 wurde bestätigt, Umsatz und Jahresüberschuss fielen höher als ursprünglich geplant aus.

4. Ertragslage

a. Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2021 setzte die Schultz IGM GmbH ihren Umsatzzuwachs fort. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14,32 Prozent auf 14,78 (12,92) Mio. Euro.

Im Bereich der infrastrukturellen Regelleistungen bei der Gebäudereinigung konnte im Vergleich zum Vorjahr der Umsatz von 11,22 Mio. Euro um 10,98 Prozent auf 12,46 Mio. Euro gesteigert werden.

Die weltweit seit 2019 herrschende Covid-19-Pandemie führte im Bereich der infrastrukturellen Spotaufträge auch in diesem Jahr zu einer weiteren Umsatzsteigerung. Durch weiterhin außerordentlich angeforderte Desinfektionsreinigungen durch Bestandskunden von im Vorjahr 1,70 Mio. Euro konnte sich dieser Bereich um 35,60 Prozent auf 2,32 Mio. Euro im Berichtsjahr verbessern.

b. Ergebnisentwicklung

Die Umsatzerlöse, welche im Wesentlichen aus dem infrastrukturellem Gebäudemanagement bestehen, steigerten sich von 12,93 Mio. Euro um 14,3 Prozent auf 14,78 Mio. Euro.

Der Materialaufwand iHv. 2,86 (3,03) Mio. Euro setzt sich aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe iHv. 0,22 (0,25) Mio. Euro und Aufwendungen für bezogene Leistungen iHv. 2,64 (2,77) Mio. Euro zusammen.

Der Personalaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 8,09 (7,15) Mio. Euro. Der Personalaufwand betrifft Aufwendungen für Löhne und Gehälter iHv. 6,58 (5,83) Mio. Euro sowie Aufwendungen für Sozialabgaben iHv. 1,51 (1,32) Mio. Euro.

Die Personalaufwandsquote veränderte sich um 0,53 Prozentpunkte auf 54,78 (55,31) Prozent. Die Schultz IGM GmbH hat in 2021 im Durchschnitt 664 (598) Mitarbeiter beschäftigt.

Die sonstigen Aufwendungen beinhalten insbesondere Versicherungskosten iHv. 0,092 (0,059) Mio. Euro, Kosten für die betriebliche Fahrzeugflotte iHv. 0,24 (0,22) Mio. Euro Verwaltungskosten iHv. 1,17 (1,14) Mio. Euro sowie periodenfremde Aufwendungen iHv. 0,12 (0,005) Mio. Euro.

Das Jahresergebnis stieg von 0,98 Mio. Euro in 2020 um 29,0 Prozent auf 1,26 Mio. Euro im Berichtsjahr und ist damit erwartungsgemäß positiv ausgefallen. Der im November 2020 prognostizierte positive Ausblick auf das Jahr 2021 wurde bestätigt.

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich von 3,90 Mio. Euro auf 4,46 Mio. Euro.

Das Anlagevermögen ist auch wie in den Vorjahren von geringer Bedeutung. Es besteht zum Großteil aus geringwertigen Wirtschaftsgütern, die im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben werden.

Das Umlaufvermögen beträgt im Berichtsjahr 4,44 (3,86) Mio. Euro.

Das Vorratsvermögen beträgt wie im Vorjahr 0,01 Mio. Euro.

Es bestehen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände iHv. 2,29 (2,39) Mio. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 2,24 (2,32) Mio. Euro. Hintergrund für das Absinken ist die Verringerung der Laufzeit der Forderungen von im Vorjahr durchschnittlich 65 Tagen auf im Berichtsjahr durchschnittlich 55 Tage. Die Forderungsquote beträgt 50,2 (59,4) Prozent. Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken von 0,07 Mio. Euro auf 0,05 Mio. Euro. Die größte Position iHv. 0,02 (0,05) Mio. Euro sind dabei Forderungen gegenüber der Bundesagentur für Arbeit.

Die kurzfristig freien flüssigen Mittel haben sich um 46,6 Prozent von im Vorjahr 1,46 Mio. Euro auf 2,13 Mio. Euro erhöht.

Das Eigenkapital erhöhte sich auf 2,56 (1,79) Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 57,3 (45,9) Prozent und stellt damit eine solide Basis für eine gute zukünftige Entwicklung dar.

Steuerrückstellungen bestehen iHv. 0,14 (0,33) Mio. Euro. Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf 0,72 (0,87) Mio. Euro. Rückstellungen für Personalkosten nehmen dabei mit 0,47 (0,43) Mio. Euro die größte Position ein.

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 1,05 (0,91) Mio. Euro. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen iHv. 0,40 (0,32) Mio. Euro. Die Laufzeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hat sich von im Vorjahr 38 Tagen auf im Berichtsjahr 48 Tage erhöht, die Quote dieser Verbindlichkeiten beträgt 9,0 (8,3) Prozent. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen im Berichtsjahr nicht, im Vorjahr beliefen sich diese noch auf 0,03 Mio. Euro. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten 0,65 (0,57) Mio. Euro handelt es sich im Wesentlichen um Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten iHv. 0,39 (0,37) Mio. Euro für den Abrechnungszeitraum Dezember 2021 sowie um Umsatzsteuerzahlungsverpflichtungen für den Veranlagungszeitraum 2021 iHv. 0,19 (0,15) Mio. Euro.

6. Finanzlage

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Innenfinanzierungskraft aus der operativen Tätigkeit ausreichend, um den bestehenden Zahlungsverpflichtungen vollständig und fristgerecht nachzukommen.

Die Finanzlage der Schultz IGM GmbH ist nicht beeinflusst durch Inanspruchnahme von Corona-Hilfen jeglicher Art.

Fremdmittel und eingeräumte Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen und es besteht auch für die Zukunft keine Notwendigkeit zur Aufnahme von Bankkrediten.

Die Geschäftsführung erachtet die wirtschaftliche Situation des Unternehmens als insgesamt zufriedenstellend.

C. Risiko- und Chancenbericht

1. Kontrollsysteme

Die Geschäftsführung der Schultz IGM GmbH sorgt für eine funktionsfähige Unternehmensorganisation. Insbesondere muss in der Schultz IGM GmbH gewährleistet sein, dass Schadensfälle und Gesetzesverstöße zwingend verhindert werden. Eine sorgfältige und ordnungsgemäße Aufbau- und Ablauforganisation ist notwendig und muss einer ständigen Überprüfung standhalten, sodass jederzeit ein Organisationsverschulden vermieden wird. Für die fortwährende Prüfung und erforderlichenfalls Verbesserung der Funktionsfähigkeit der Schultz IGM GmbH ist eine wesentliche Aufgabe des internen Kontroll- und Überwachungssystems mit seinen Kernbereichen Innenrevision, Controlling und Unternehmensrichtlinien.

Voraussetzung sind klare Aufgabenzuweisungen, eine ausreichende Dokumentation und funktionierende Berichtssysteme sowie die gebotene Sorgfaltspflicht der Geschäftsleitung.

Das Risikomanagementsystem der Schultz IGM GmbH setzt sich zum einen aus dem Risikofrüherkennungssystem (Risikoidentifizierung, Risikoanalyse, Risikokommunikation) und zum anderen aus dem Risikoüberwachungssystem (Kontrolle, interne Revision und Überwachung) zusammen. Ziele des Systems sollten nicht nur die rechtzeitige Früherkennung von existenzgefährdenden Einflussgrößen sein, sondern auch eine Möglichkeit bieten, uns positiv gegenüber Markt- und Situationsgeschehnissen auszurichten.

Wichtige Identifizierungen für die Schultz IGM GmbH sind Umfeld- und Branchenrisiken, unternehmensstrategische Risiken, leistungswirtschaftliche Risiken, Personalrisiken, Qualitätsrisiken, informationstechnische Risiken sowie finanzwirtschaftliche Risiken.

2. Identifizierte Risiken

a. Operationelle Risiken

Operationelle Risiken bezeichnen mögliche Verluste aufgrund menschlichen oder technischen Versagens, fehlerhafter Systeme oder Prozesse sowie externer Ereignisse. Um solche Risiken zu begrenzen, entwickelt die Schultz IGM GmbH ihre Systeme kontinuierlich weiter, überprüft regelmäßig alle Prozesse und passt sie gegebenenfalls an.

Um durch Mitarbeiter begründete Risiken zu minimieren, werden kontinuierlich Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt.

b. Marktrisiken

Die Schultz IGM GmbH legt mit ihren infrastrukturellen Dienstleitungen ihr Haupttätigkeitsfeld auf den Bereich der Gebäudereinigung. Regelmäßige 2- bis 3- jährige Lohntarifverhandlungen zwischen den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverband führen unweigerlich zu Preisanpassungen, welche bei den Auftraggebern durch vertragliche Regelungen oder im Verhandlungsverfahren durchgesetzt werden. Durch diese Preisveränderungen kommt es teilweise zu Neuausschreibungen, Marktabfragen, Vertragskündigungen oder Leistungsreduzierungen.

Da wir unsere Auftraggeber gut begleiten und kennen, können wir Preisänderungsrisiken gut einschätzen und konnten diese in der Vergangenheit gut bewältigen.

c. Finanzrisiken

Ausfall- und Liquiditätsrisiken bedeuten in der Schultz IGM GmbH eine untergeordnete Rolle, da wir zum einen ein gutes Forderungsmanagement leben und zum anderem einen solventen Auftragsbestand haben.

Aufgrund der sehr guten Liquiditätslage der Schultz IGM GmbH können Forderungszahlungsschwankungen derzeit gut kompensiert werden.

d. Rechtsrisiken

Rechts- oder Haftungsrisiken können aus vertraglichen Vereinbarungen, die nicht im Sinne der Schultz IGM GmbH sind oder aus (veränderten) rechtlichen Rahmenbedingungen resultieren. Zur Begrenzung dieser Risiken werden sämtliche Verträge vor Abschluss intensiv durch Mitarbeiter des Unternehmens und/ oder externe Rechtsberater überprüft.

Für Risiken aus Elementarschäden und daraus folgender Betriebsunterbrechung sowie Gewährleistung- und Produkthaftpflicht besteht ein Versicherungsschutz. Der bestehende Versicherungsumfang wird regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Gleichzeitig wird die Prozesssicherheit kontinuierlich kontrolliert und wenn notwendig optimiert. Zusätzlich hat die Schultz IGM GmbH auch aufgrund ihrer Zertifizierung nach DIN ISO EN 14001 umfangreiche Maßnahmen zur Qualitätssicherung implementiert.

3. Identifizierte Chancen

Zunehmende Sichtbarkeit von Reinigungsleistungen (z.B. Daytime-Cleaning) kann die Wertschätzung für die Tätigkeit und damit die Preisbereitschaft erhöhen.

Eine weitere Digitalisierung und Automatisierung kann eine Verbesserung in den Vertriebs- und Kundenmanagementprozessen ermöglichen sowie eine Optimierung der Arbeitsabläufe.

Soweit es möglich ist, können sich Chancen aus der Optimierung von Arbeitsabläufen für standardisierte Tätigkeiten durch den Einsatz von Putzrobotern ergeben.

Weitere Chancen können aus zusätzlichen Dienstleistungen resultieren, die den Gedanken der Nachhaltigkeit beinhalten, u.a. die Verwendung von CO 2 -reduzierten Reinigungsmitteln und aus recycelbarem Material hergestellte Reinigungswagen.

4. Gesamtaussage

Über die genannten Risiken hinaus sind wesentliche Risiken, die den Fortbestand der Schultz IGM GmbH gefährden, nicht erkennbar. Es liegen der Gesellschaft keine weiteren wirtschaftlichen, rechtlichen oder sonstigen Gefahren vor welche maßgeblich Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hätten.

Um die sich bietenden Chancen nutzen und drohende Risiken abwenden zu können, müssen vorhandene Stärken gezielt eingesetzt und ausgebaut werden.

D. Prognosebericht

Zurzeit besteht in Deutschland eine beherrschbare Corona-Infektionsrate, welche das Risiko einer weiteren saisonal bedingten ansteigenden Infektionswelle nicht außer Acht lassen darf.

Ein starker Anstieg der Infektionszahlen könnte die konjunkturelle Erholung wieder einbrechen lassen, insbesondere wenn die Industrie stark von Einschränkungen und Betriebsschließungen betroffen wäre.

Auch der anhaltende Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Widrigkeiten auf dem Weltmarkt und die damit einhergehenden und nicht überschaubaren Risiken wirken sich verhalten auf die deutsche Wirtschaft aus.

Die Wertschöpfung, die derzeit vor allem im Dienstleistungsbereich weiterhin zögerlich stattfindet, dürfte sich nach wie vor verhalten auf eine Wachstumssteigerung im Jahresverlauf 2022 und 2023 auswirken.

Grundsätzlich ist die Nachfrage im deutschen Facility-Managementmarkt weiterhin gegeben. Die Chancen des Wirtschaftszweigs Facility Management werden maßgeblich beeinflusst durch die Neigung von Unternehmen sekundäre bzw. tertiäre Prozesse auszulagern, um sich einerseits auf das jeweilige Kerngeschäft zu konzentrieren, andererseits Flexibilität zu gewinnen und Kosten zu sparen.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wird sich dieser Trend fortsetzen, so dass sich der Facility-Managementmarkt vergrößern wird. An Bedeutung gewinnt eine Diversifizierung des Angebotsspektrums durch integrierte Services bzw. gebündelte Leistungen, wie etwa technische Dienstleistungen in der Gebäudebetreuung und Lösungen aus einer Hand im Rahmen von Facility Services bzw. Facility Management.

Auch der Megatrend Nachhaltigkeit spielt zunehmend eine Rolle, wobei es neben Umweltschutz und Ressourcenschonung auch um Energieeffizienz im Sinne von Kostenreduktionen geht.

Aufgrund der ausgeprägten Konjunkturabhängigkeit des Wirtschaftszweigs Facility Management besteht das größte Risiko in einem Konjunktureinbruch bzw. einer nachlassenden Konjunktur. Dann sparen die Kunden bei der Beauftragung entsprechender Dienstleistungen, etwa indem Intervalle vergrößert oder Preise nachverhandelt werden.

In dieser Situation würde sich auch der ohnehin intensive Wettbewerb weiter verschärfen, mit der Folge eines weiteren Kostendrucks. Neben der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung und dem Wettbewerb stellt auch der Mangel an qualifiziertem Personal ein Risiko dar, das sich Prognosen zufolge in Zukunft weiter verschärfen wird.

Für die Schultz IGM GmbH ist der Ausblick auf den weiteren Jahresverlauf 2022 und 2023 in Hinblick auf die Gesamtleistung und das Ergebnis vor Steuern insgesamt leicht steigend positiv. Ursächlich für diese Einschätzung ist, dass der Hauptmarkt, der Betrieb von öffentlichen Immobilien, nicht oder nur sehr mittelbar von den globalen wirtschaftlichen Trends betroffen ist.

Das Jahr 2022 wird für die Schultz IGM GmbH insbesondere durch die weiterhin umfangreichere Fortführung von Facility Managementleistungen bei den bereits bestehenden Auftraggebern bestimmt werden.

Unter dem Einfluss der Corona-Pandemie und der Situation in der Ukraine sind die Dienstleistungsaktivitäten der Schultz IGM GmbH derzeit nahezu unverändert. Nach dem aktuellen Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass sich mittelfristig keine signifikanten Auswirkungen auf die Abwicklung der Dienstleistungsaufträge ergeben werden.

 

Hamburg, 15.12.2022

Dieter Lenuweit, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 299,00 0,991
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.059,61 0,0
2. fertige Erzeugnisse und Waren 11.664,34 13,4
13.723,95 13,4
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.241.515,97 2.320,1
2. Sonstige Vermögensgegenstände 46.253,76 75,5
2.287.769,73 2.395,6
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.133.536,17 1.455,7
4.435.029,85 3.864,8
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.323,90 42,0
4.461.652,75 3.907,7

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25,0
II. Kapitalrücklage 86.346,25 86,3
III. Gewinnvortrag 1.183.497,71 705,2
IV. Jahresüberschuss 1.261.780,24 978,3
2.556.624,20 1.794,8
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 140.508,91 326,9
2. Sonstige Rückstellungen 717.272,64 868,3
857.781,55 1.195,2
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 401.106,43 322,7
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 401,1 T€ (Vorjahr: 322,7 T€)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 28,0
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 0,0 T€ (Vorjahr: 28,0 T€)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 646.140,57 567,0
- davon aus Steuern: 222,7 T€ (Vorjahr: 184,1 T€)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 5,3 T€ (Vorjahr: 12,2 T€)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 646,1 T€ (Vorjahr: 567,0 T€)
1.047.247,00 917,7
4.461.652,75 3.907,7

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 14.778.076,03 12.928,5
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands 2.059,61 0,0
3. Sonstige betriebliche Erträge 97.361,41 510,7
14.877.497,05 13.439,2
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 222.206,82 - 258,35
b) Aufwendungen für bezogene Waren - 2.641.322,49 - 2.771,99
- 2.863.529,31 -3.030,3
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 6.586.080,36 - 5.830,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
-davon für Altersversorgung T€ 1.346,0 (Vorjahr: T€ 1.201,2) - 1.510.952,84 - 1.320,59
- 8.097.033,20 -7.151,2
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 30.034,60 -22,3
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 2.029.398,10 -1.799,3
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15,00 0,0
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 887,19 -0,3
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 592.034,87 -451,5
11. Ergebnis nach Steuern 1.264.594,78 984,4
12. Sonstige Steuern - 2.814,54 -6,1
13. Jahresüberschuss 1.261.780,24 978,3

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Schultz IGM GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§242ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie den Vorgaben des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Schultz IGM GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Amtsgericht Lübeck
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Lübeck
Register-Nr.: HRB 9318

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3.1. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

3.2. Vorräte und Forderungen

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

3.3. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in der Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu ihrer Erfüllung notwendig ist.

3.4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

5. Angaben zur Bilanz

5.1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen.

Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

5.2. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus Personalkosten (TEUR 368,4), Urlaubsrückstellungen (TEUR 98,6), Schwerbehindertenabgabe (TEUR 43,9), Verwaltungskosten (TEUR 85,0), ungewisse Verbindlichkeiten (TEUR 70,0), Berufsgenossenschaft (TEUR 17,3) und Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 34,0) zusammen.

6. Sonstige Angaben

6.1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 648,75
Angestellte 13,00
leitende Angestellte 3,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 664,75
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 41,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 623,75

Namen der Geschäftsführer

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft wurde durch den Beschluss der Gesellschafterversammlung Herr Betriebswirt, Dieter Lenuweit bestellt. Herr Lenuweit ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen belaufen sich auf rd. TEUR 175,5 und betreffen Leasingverträge zu Reinigungsgeräten. Davon sind innerhalb eines Jahres TEUR 98,9 fällig.

 

Lübeck, den 15.12.2022

Dieter Lenuweit, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 4. Januar 2023 festgestellt.

Als Ergebnisverwendungsbeschluss wurde der Jahresüberschuss in Höhe von 1.261.780,24 EUR auf neue Rechnung vorgetragen.

Anlagengitter zum 31. Dezember 2021

Entwicklung der Anschaffungs-, Herstellungswerte
Stand 1. Jan. 2021 Zugänge Abgänge Stand 31. Dez. 2021
A. Anlagevermögen:
I. Sachanlagen:
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.581,02 29.362,60 -40.989,25 12.954,37
24.581,02 29.362,60 -40.989,25 12.954,37
Entwicklung der Abschreibungen
Stand 1. Jan. 2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Entnahme für Abgänge Stand 31. Dez. 2021
A. Anlagevermögen:
I. Sachanlagen:
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.590,02 30.034,60 -40.969,25 12.655,37
23.590,02 30.034,60 -40.969,25 12.655,37
Buchwerte
Stand 31. Dez. 2021 Stand 31. Dez. 2020
A. Anlagevermögen:
I. Sachanlagen:
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 299,00 991,00
299,00 991,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schultz IGM GmbH, Lübeck:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schultz IGM GmbH, Lübeck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schultz IGM GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben,

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft,

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 16. Dezember 2022

NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Sven Ole Raap, Wirtschaftsprüfer

Dr. Julius André, Wirtschaftsprüfer

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