softgarden e-recruiting GmbH

Tauentzienstraße 14, 10789 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 114159
Vorher
Careerme GmbHCareerMee GmbHHR New Media GmbH
Eingetragen
26.6.2008
Branche
Erbringung von sonstigen gärtnerischen DienstleistungenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieVermittlung von Arbeitskräften
Gegenstand
Entwicklung, der Betrieb und der Vertrieb einer Online-Recruiting Plattform sowie der Verkauf von Stellenanzeigen und aller damit im Zusammenhang denkbaren Dienstleistungen über die Plattform.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Heuermann
seit 1.8.2023
Geschäftsführer
Kirill Mankovski
seit 4.7.2023
Geschäftsführer
Theresa Zschieschow
seit 6.12.2022
Prokura
Sophia Jenkner
seit 6.12.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Grupa Pracuj S.A.POL
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Spoonbill Holding GmbH
Germany
446.113 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

softgarden e-recruiting GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Zugehörigkeit zu anderen Posten und bilanzielle davon-Vermerke ebenfalls im Anhang gemacht. Davon-Vermerke bezüglich der Gewinn- und Verlustrechnung wurden direkt in dieser ausgewiesen.

II. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma softgarden e-recruiting GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 114159 B eingetragen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten angesetzt und ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung linear und zeitanteilig nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 8 oder 10 Jahren abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen zurechenbare Einzelkosten sowie anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Die angemessenen Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung werden im Geschäftsjahr 2023 erstmalig aktiviert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, linear und zeitanteilig nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Entgeltlich erworbene Lizenzen ohne festgelegte Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten angesetzt und nicht abgeschrieben.

In den geleisteten Anzahlungen werden Eigen- und Fremdleistungen auf noch nicht fertiggestellte immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Mit der Fertigstellung werden diese als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen zeitanteilig vermindert.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter 800,00 EUR wurden im Geschäftsjahr wie im Vorjahr voll abgeschrieben. Der Abgang wird im Jahr des Zugangs unterstellt.

Mietereinbauten werden linear über die Laufzeit der Mietverträge abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten angesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden, soweit abnutzbar, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die im Wesentlichen den steuerlichen Abschreibungstabellen entspricht, abgeschrieben. Die planmäßige lineare Abschreibung erfolgt über eine voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer zwischen zwei und 15 Jahren.

Außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen werden vorgenommen, wenn bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Im Geschäftsjahr war keine außerplanmäßige Abschreibung vorzunehmen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Voraussichtlich nicht mehr einbringbare Forderungen werden außerplanmäßig auf den beizulegenden Wert abgeschrieben.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen worden, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind unter Berücksichtigung zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, werden mit dem von der Bundesbank ermittelten maßgebenden Zinssatz abgezinst Die Verbindlichkeiten wurden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

In Fremdwährung eingegangene Verbindlichkeiten und Forderungen wurden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Voraus bezahlte SaaS-Lizenzen deren Leistung nach dem Bilanzstichtag erbracht werden.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Mit der Ausübung des Wahlrechts nach § 288 Abs. 2 HGB wird auf die Angabe der latenten Steuern im Anhang verzichtet.

IV. Erläuterungen zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden im Jahr 2023 in Höhe von 1.480.518,00 EUR (Vj.: 443.761,11 EUR) aktiviert. Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2023 keine Forschungskosten. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Entwicklungskosten in Höhe von 3.144.649,18 EUR (Vj.: 3.974.353,73 EUR) an.

Angaben zum Anteilsbesitz

softgarden e-recruiting GmbH hat im August 2021 100% der Anteile an der absence.io GmbH, München, erworben. Es wurden insgesamt Anschaffungskosten in Höhe von 5.711.075,88 EUR gem. § 255 Abs. 1 HGB aktiviert. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 87.461,20 EUR. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 beträgt 285.480,57 EUR.

Vorräte (Anzeigenkontingente)

Unter diesem Posten wird im Wesentlichen der Stand der zum Bilanzstichtag noch verfügbaren Anzeigenkontingente aufgrund bereits abgeschlossener und noch nicht verbrauchter Rahmenverträge ausgewiesen. Es handelt sich um immaterielle Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, die mit der Schaltung der Anzeigen in das von der softgarden e-recruiting GmbH angebotene Produkt mit eingehen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert.

Im Berichtsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung der abgelaufenen Anzeigenkontingente in Höhe von EUR 445.940,19 vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 14.251,24 EUR mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die weiteren Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 350.000,00 EUR betreffen ein im Jahr 2022 ausgegebenes Darlehen an das Tochterunternehmen absence.io GmbH mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024.

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von 188.294,46 EUR (Vorjahr 188.294,46 EUR). Die verbleibenden sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 699.665,52 EUR (Vorjahr 234.554,04 EUR) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und resultieren im Wesentlichen aus Rückvergütungen von Jobbörsen in Höhe von 525.132,00 EUR und aus künftigen Vorsteuererstattungen in Höhe von 67.921,58 EUR.

Eigenkapital

Im Berichtsjahr hat sich das Stammkapital nicht verändert.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 2.972.903,00 EUR.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
Personal 2.361.054,13 1.364.515,91
Ausstehende Publisher-Rechnungen 698.749,32 404.000,00
Sonstige ausstehende Rechnungen 170.779,98 278.457,26
Rückstellungen für Rechtsrisiken 145.976,46 0,00
Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 107.000,00 0,00
Jahresabschluss- und -prüfungskosten 53.000,00 61.725,00
Aufbewahrungspflichten 6.000,00 6.000,00
Summe 3.542.599,89 2.114.698,17

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen enthalten Anzahlungen von Kunden für noch nicht abgerufene Kontingente für Stellenanzeigen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlich aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der absence.io GmbH.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Voraus bezahlte SaaS-Lizenzen deren Leistung nach dem Bilanzstichtag erbracht werden.

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Nr. 4 HGB nach Tätigkeitsbereichen ist nachfolgend dargestellt:

Geschäftsjahr- Vorjahr-
TEUR TEUR
Multiposting 40.254 33.795
SaaS 17.279 12.366
Sonstige 221 1.777
Summe 57.754 47.938

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 302.870,49 EUR (Vj.: 149.252,15 EUR) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (214.361,62 EUR; Vj.: 78.814,44 EUR) sowie verrechnete Sachbezüge (53.702,42 EUR; Vj.: 41.107,08 EUR). Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 5.265,57 EUR (Vj.: 1.771,37 EUR) und periodenfremde Erträge in Höhe von 13.061,55 EUR (Vj.: 8.404,35 EUR) angefallen.

Personalaufwand

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Durch die Übernahme durch Grupa Pracuj S.A. (Warschau, Polen) im Geschäftsjahr 2022 haben sich Zahlungsverpflichtungen aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in Höhe von 4,9 Mio. EUR ergeben, die im Geschäftsjahr nicht mehr angefallen sind.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für die Restrukturierung enthalten, die im Rahmen der Umorganisation der Gesellschaft angefallen sind.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2.394,43 EUR (Vj.: 21.8189,05 EUR) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 9.498,12 EUR (Vj.: 21.229,15 EUR) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von 2.508.757,01 EUR.

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Mietobjekte 673.558,08 EUR 1.601.010,02 EUR 0,00 EUR
Leasing 96.261,87 EUR 137.926,73 EUR 0,00 EUR
Summe 769.819,96 EUR 1.738.937,05 EUR 0,00 EUR

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bzw. waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Stefan Heinz Schüffler, CTO - Chief Technical Officer, Saarbrücken

Kirill Mankovski, CEO - Chief Executive Officer, Berlin (ab 15. Mai 2023)

Christian Heuermann, CFO - Chief Financial Officer, Ratingen (ab 1. August 2023)

Mathias Heese, CEO - Chief Executive Officer, Berlin (bis 6. Februar 2023)

Hinsichtlich der Angabe von Geschäftsführerbezügen wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Mitarbeiter nach § 285 Nr. 7 HGB:

Geschäftsjahr Vorjahr
Inland 147 141
Ausland 9 11
Summe 156 152

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 2.569.652,90 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der softgarden e-recruiting GmbH wird in den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen in den Konzernabschluss der Grupa Pracuj S.A. (Warschau, Polen) einbezogen. Der Konzernabschluss ist abrufbar unter der Homepage der Grupa Pracuj S.A. (https://grupapracuj.pl).

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr 2023 sind Honorare des Abschlussprüfers in Höhe von 49 TEUR bilanziert worden. Hiervon entfallen 45 TEUR auf Abschlussprüfungsleistungen und 4 TEUR auf sonstige Leistungen.

 

Berlin, 26. April 2024

Stefan Heinz Schüffler, Geschäftsführer

Kirill Mankovski, Geschäftsführer

Christian Heuermann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.037.085,74 471.806,53 542.178,46 7.966.713,81
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 296.910,76 0,00 0,00 296.910,76
Geleistete Anzahlungen 70.000,00 1.008.711,47 0,00 1.078.711,47
8.403.996,50 1.480.518,00 542.178,46 9.342.336,04
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.336.652,12 471.263,88 70.040,76 1.737.875,24
1.336.652,12 471.263,88 70.040,76 1.737.875,24
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.711.075,88 0,00 0,00 5.711.075,88
5.711.075,88 0,00 0,00 5.711.075,88
15.451.724,50 1.951.781,88 612.219,22 16.791.287,16
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.695.236,74 840.752,53 542.178,46 4.993.810,81
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 218.987,46 0,00 0,00 218.987,46
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.914.224,20 840.752,53 542.178,46 5.212.798,27
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 919.828,11 314.206,88 51.217,76 1.182.817,23
919.828,11 314.206,88 51.217,76 1.182.817,23
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
5.834.052,31 1.154.959,41 593.396,22 6.395.615,50
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.972.903,00 3.341.849,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 77.923,30 77.923,30
Geleistete Anzahlungen 1.078.711,47 70.000,00
4.129.537,77 3.489.772,30
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 555.058,01 416.824,01
555.058,01 416.824,01
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.711.075,88 5.711.075,88
5.711.075,88 5.711.075,88
10.395.671,66 9.617.672,19

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die softgarden e-recruiting GmbH, Berlin

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der softgarden e-recruiting GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der softgarden e-recruiting GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

. entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 26. April 2024

LTM Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Merl Bittner, Wirtschaftsprüfer

Stefan Aufseß-Gut, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.972.903,00 3.341.849,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 77.923,30 77.923,30
3. Geleistete Anzahlungen 1.078.711,47 70.000,00
4.129.537,77 3.489.772,30
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 555.058,01 416.824,01
555.058,01 416.824,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.711.075,88 5.711.075,88
5.711.075,88 5.711.075,88
10.395.671,66 9.617.672,19
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Anzeigenkontingente 3.371.888,22 3.318.113,10
2. Geleistete Anzahlungen 45.000,00 48.500,00
3.416.888,22 3.366.613,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.106.590,28 3.478.300,85
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 373.850,77 536.181,77
3. Sonstige Vermögensgegenstände 887.959,98 422.848,50
4.368.401,03 4.437.331,12
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.045.039,54 3.009.500,04
17.830.328,79 10.813.444,26
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 523.008,33 262.087,88
28.749.008,78 20.693.204,33

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 446.113,00 446.113,00
II. Kapitalrücklage 14.248.387,27 14.248.387,27
III. Verlustvortrag -10.055.311,42 -7.322.034,77
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2.569.652,90 -2.733.276,65
7.208.841,75 4.639.188,85
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 289.603,10 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.542.559,89 2.114.698,17
3.832.162,99 2.114.698,17
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.225.056,87 4.005.242,98
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.928.967,76 3.476.159,18
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 59.500,81 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 474.762,20 592.417,54
- davon aus Steuern: EUR 429.304,96 (Vorjahr: EUR 588.501,51)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 15.591,82 (Vorjahr: EUR 0,00)
9.688.287,64 8.073.819,70
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 8.019.716,40 5.865.497,61
28.749.008,78 20.693.204,33

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 57.754.294,11 47.937.844,63
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 297.779,39 443.761,11
3. Sonstige betriebliche Erträge
a) Andere sonstige betriebliche Erträge 302.870,49 149.252,15
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 5.265,57 (Vorjahr: EUR 1.771,37)
302.870,49 149.252,15
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -29.981.406,18 -24.166.036,03
-29.981.406,18 -24.166.036,03
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.811.581,03 -17.094.932,75
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.218.713,72 -1.849.558,99
- davon für Altersversorgung: EUR 69.100,40 (Vorjahr: EUR 91.039,63)
-17.030.294,75 -18.944.491,74
6. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.154.959,41 -1.504.987,93
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -445.940,19 0,00
-1.600.899,60 -1.504.987,93
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Andere sonstige betriebliche Aufwendungen -6.887.983,47 -6.610.253,41
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 2.394,43 (Vorjahr: EUR 21.819,05 )
-6.887.983,47 -6.610.253,41
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.895,70 8.111,63
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3.091,89 (Vorjahr: EUR 3.577,24)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -553,00 -21.585,13
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -295.159,79 -25,00
11. Ergebnis nach Steuern 2.570.542,90 -2.708.409,72
12. Sonstige Steuern -890,00 -24.866,93
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2.569.652,90 -2.733.276,65

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlegende Informationen über das Unternehmen

A. Allgemeines und Geschäftsmodell

Die softgarden e-recruiting GmbH, im Folgenden auch softgarden genannt, ist eine der führenden europäischen HR-Tech-Lösungen für innovatives Recruiting und gehört laut Fosway 9-GridTM Recruiting Report 2023 zu den Core Leadern unter den europäischen Anbietern von Talent Acquisition Suites. Arbeitgeber sämtlicher Branchen und Größen gewinnen mithilfe der cloudbasierten Suite von softgarden die besten Kandidaten: Sie umfasst Bewerbermanagement (ATS) ebenso wie eine suchmaschinen-optimierte Karriereseite, automatisch generierte Arbeitgeberbewertungen und ein Tool für Mitarbeiterempfehlungen. Als Ergebnis verkürzen Arbeitgeber ihre Time-to-Hire und erhöhen Qualität sowie Quantität der eingehenden Bewerbungen. So erreichen sie die notwendige Geschwindigkeit im Recruiting, um stark umworbene Talente in einem immer schwieriger werdenden Marktumfeld erfolgreich einzustellen. Dank der Akquisition von absence.io im Jahr 2021 bietet softgarden seinen Kunden auch Lösungen für interne HR-Prozesse, wie Tools für transparente Urlaubsplanung, Fehlzeitenmanagement, die digitale Personalakte sowie Zeiterfassung. softgarden ist im DACH-Raum sowie in Frankreich aktiv.

Die softgarden e-recruiting GmbH ist seit dem Geschäftsjahr 2022 eine Konzerngesellschaft der Grupa Pracuj S.A. (Warschau, Polen), die die Anteile der softgarden über die Spoonbill Holding GmbH, Berlin hält.

Grupa Pracuj ist ein polnisches Tech-Unternehmen. Das Portfolio umfasst derzeit die Jobbörsen "Pracuj.pl", "the: protocol", "Dryg.pl" und "Robota.ua" u.a. sowie Systeme zur Unterstützung von Arbeitgebern bei der Rekrutierung und Entwicklung von Mitarbeitern nach dem SaaS-Modell (Software as a Service): "eRecruiter" und "Worksmile", eine Plattform für Benefits.

Die Gesellschaft hat neben ihrem Hauptstandort in Berlin und dem Standort in Saarbrücken noch eine Niederlassung in Nizza, Frankreich.

B. Forschung und Entwicklung

Neue Produkte und der Ausbau des technischen Vorsprungs zählen zu Wettbewerbsvorteilen im Recruiting Markt. Daher spielt die Entwicklung neuer Produkte sowie die Weiterentwicklung bestehender Lösungen für softgarden eine wichtige Rolle. Ihre Funktionalität und Modernität sind ebenso entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg wie die Nutzung gemeinsamer Entwicklungsplattformen und die Erweiterung um neue Funktionalitäten.

Das Produktmanagement wurde deutlich verstärkt, um die kontinuierliche Verbesserung des Produktportfolios mit dem ebenfalls verstärkten Entwicklungsteam umsetzen zu können.

Im Jahr 2023 wurde an dem Shop 2.0 sowie an der Onboarding Solution gearbeitet. Im Berichtsjahr wurden keine Produkte fertiggestellt. Die Onboarding Solution wurde plangemäß am 1. Februar 2024 gelauncht.

Im Bereich der Zusatzmodule wurde ChatGPT in die Karriereseite Pro integriert. Es wurden unter anderem neue Templates für die Stellenanzeigen programmiert, integriertes Reporting auf Basis von Matomo geschaffen, die Unterstützung für Google Analytics 4 ermöglicht. Weitere Zusatzmodule wurden auch im Applicant Tracking System (kurz ATS) geschaffen: unter anderem künstliche Intelligenz für E-Mail-Vorlagen, Integration von ChatGPT und Benachrichtigungscenter.

Die Aufwendungen der softgarden für die Entwicklung betragen insgesamt 4,6 Mio. Euro (direkt als Aufwand erfasste Kosten von 3,1 Mio. Euro und aktivierte Softwareentwicklungskosten von 1,5 Mio. Euro). Forschungskosten sind im Geschäftsjahr 2023 nicht angefallen. Im Berichtsjahr sind in den Entwicklungskosten Fremdleistungen in Höhe von 0,3 Mio. Euro enthalten. Im Geschäftsjahr erfolgten Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 0,8 Mio. Euro.

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das reale deutsche Bruttoinlandprodukt (BIP) ist im Geschäftsjahr 2023 inflationsbedingt um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die Rekordinflation kam es im Jahr 2023 zu einer Rezession.

Laut dem DIHK-Fachkräftereport 2023 können 50% der befragten deutschen Unternehmen offene Stellen nicht besetzen, weil sie keine passenden Arbeitskräfte finden. Der Fachkräftemangel ist ein enormes Problem der deutschen Wirtschaft - die Hälfte von knapp 22.000 Unternehmen geben an, nicht alle offenen Stellen besetzen zu können. Nach einer Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gab es im vierten Quartal 2023 bundesweit insgesamt 1,73 Millionen offene Stellen. Dies sind 260.000 bzw. 13% weniger als im vierten Quartal des Vorjahres, jedoch bewegen sich die Fachkräfteengpässe trotz wirtschaftlicher Stagnation auf hohem Niveau.

Die Rezession schlägt zurzeit nur langsam auf den Arbeitsmarkt durch. Im dritten Quartal 2023 gab es erstmals mehr als 46 Million Erwerbstätige in der Bundesrepublik Deutschland.

Beide Faktoren wirken sich positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten aus und sorgen für insgesamt hervorragende Rahmenbedingungen.

B. Geschäftsverlauf

Die wesentlichen Steuerungsgrößen für softgarden sind Umsatzerlöse, EBITDA und Jahresergebnis.

1. Umsatzentwicklung

Der Umsatz von softgarden ist im Jahr 2023 um 20,48 % von 47,9 Mio. EUR auf 57,8 Mio. EUR gestiegen. Die Umsätze resultieren zu 29,92 % aus dem Geschäftsbereich SaaS, zu 69,70 % aus dem Geschäftsbereich Multiposting und aus sonstigen Leistungen in Höhe von 0,38 %. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus der Neuakquise von Kunden über unterschiedliche Marketing- und Vertriebskanäle, dem Ausbau von bestehenden Kundenbeziehungen durch Produkte der softgarden sowie aus der erhöhten Nachfrage nach Anzeigen im Bereich Multiposting. Im Bereich Multiposting gab es auch externe Preisanpassungen, die ebenfalls zu einem höheren Wert beigetragen haben. Im SaaS Bereich wurden Preiserhöhungen bei Bestandskunden durchgesetzt, die gleichfalls zu einem höheren Umsatz beigetragen haben.

Die Planwerte für 2023 im Multiposting-Geschäft wurden deutlich überschritten, im Software-Geschäft ist ebenfalls eine Steigerung gegenüber der Planung eingetreten.

2. Mitarbeiterentwicklung

Personalentwicklung und Qualifizierung von Mitarbeitern sind für die Weiterentwicklung und das geplante Wachstum von softgarden von entscheidender Bedeutung. Die hohe Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter stellen für einen spezialisierten Softwareanbieter wie softgarden einen entscheidenden Erfolgsfaktor dar.

Aufgrund des großen Personalbedarfs investiert softgarden viel in aktives Bewerbermanagement und Präsenz auf diversen Karriereportalen. Insbesondere für die Softwareentwicklung setzt softgarden verstärkt auf Bewerber aus dem außereuropäischen Ausland und unterstützt diese. softgarden gelingt es, im Wesentlichen unterstützt durch Nutzung der eigenen Softwareprodukte, qualifizierte Mitarbeiter einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Die Fluktuationsrate ist niedrig. Die Vergütungsstruktur beinhaltet leistungs- und ergebnisorientierte Komponenten.

Im Rahmen der Expansionsbestrebungen wurden im Geschäftsjahr 2023 weitere Mitarbeiter in Deutschland und Frankreich eingestellt. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl stieg von insgesamt 152 Mitarbeitern im Jahr 2022 auf 156 Mitarbeiter im Jahr 2023.

C. Ertragslage

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 57.754 100% 47.938 100%
Andere aktivierte Eigenleistungen 298 1% 444 1%
Sonstiger betrieblicher Ertrag 303 1% 149 0%
Betrieblicher Aufwand -55.501 -96% -51.226 -107%
Beteiligungs- und Finanzergebnis 11 0% -13 0%
Ergebnis vor Steuern 2.866 5% -2.708 -6%
Jahresergebnis 2.570 4% -2.733 -6%
Veränderung
TEUR %
Umsatzerlöse 9.816 20%
Andere aktivierte Eigenleistungen -146 -33%
Sonstiger betrieblicher Ertrag 154 103%
Betrieblicher Aufwand -4.275 8%
Beteiligungs- und Finanzergebnis 25 -184%
Ergebnis vor Steuern 5.574 -206%
Jahresergebnis 5.303 -194%

Gesamtleistung stark gestiegen

Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr um 9,8 Mio. EUR von 47,9 Mio. EUR auf 57,8 Mio. EUR gestiegen. Die aktivierten Eigenleistungen sind im Berichtsjahr von 444 TEUR um 146 TEUR auf 298 TEUR gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtsjahr um 154 TEUR von 149 TEUR auf 303 TEUR gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen.

Aufwand leicht gestiegen

Der Aufwand für bezogene Leistungen (Materialaufwendungen für die Schaltung von Stellenanzeigen) stieg im Jahr 2023 um 5,8 Mio. EUR von 24,2 Mio. EUR auf 30,0 Mio. EUR. Die Erhöhung ist auf das kontinuierlich steigende Multiposting-Geschäft zurückzuführen (die Umsatzerlöse im Multiposting-Bereich im Berichtsjahr sind um 6,5 Mio. EUR gestiegen). Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Materialaufwand bezieht sich ausschließlich auf die Umsätze des Multiposting-Bereichs.

Der Personalaufwand ist um 1,8 Mio. EUR von 18,8 Mio. EUR auf 17,0 Mio. EUR gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf VSOP-Auszahlungen in Höhe von 4,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen, die den Vorjahrespersonalaufwand entsprechend erhöht haben. Bereinigt um diesen einmaligen Effekt ist der Personalaufwand um 3,1 Mio. EUR angestiegen. Dieser Anstieg ist neben allgemeinen Gehaltsanpassungen auf höhere Provisionen im Vertrieb aufgrund eines zunehmenden Neugeschäfts sowie die Erhöhung der Mitarbeiteranzahl zurückzuführen. In den Personalaufwendungen sind des Weiteren Urlaubsrückstellungen sowie Aufwendungen im Rahmen der Umstrukturierung im Geschäftsjahr 2023 enthalten.

Die Abschreibungen der selbsterstellten Software sind im Vergleich zum Vorjahr um 149 TEUR gestiegen. Im Berichtsjahr sind die Abschreibungen in Summe (1,2 Mio. EUR) geringer als im Vorjahr (1,5 Mio. EUR). Dies resultiert aus der im Vorjahr vorgenommene außerplanmäßigen Abschreibung der Career Rocket App in Höhe von 0,5 Mio. EUR.

Das Vorratsvermögen wurde im Geschäftsjahr 2023 außerplanmäßig in Höhe von 0,4 Mio. EUR abgeschrieben. Die Abschreibung betrifft ausschließlich nicht mehr genutzte Eigenkontingente aufgrund von Vertragsänderungen mit Jobbörsen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr leicht um 0,3 Mio. EUR gestiegen. Dies ist insbesondere auf die gestiegenen Einzelwertberichtigung der Forderungen sowie gestiegenen Reisekosten zurückzuführen.

Jahresergebnis

Softgarden konnte das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von knapp 2,6 Mio. EUR abschließen. Im Jahr 2022 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 2,7 Mio. EUR. Das schlechtere Jahresergebnis 2022 war durch die Auszahlung von VSOP-Anteilen in Höhe von 4,9 Mio. EUR belastet, die durch den Verkauf der Geschäftsanteile ausgelöst wurde.

D. Finanzlage

Einen Überblick über die Herkunft und die Verwendung der finanziellen Mittel der Gesellschaft gibt die nachstehende Kapitalflussrechnung, in der die Zahlungsströme in die drei Bereiche operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt sind.

Cashflow in TEUR 2023 2022
aus operativer Geschäftstätigkeit 8.689 -472
aus Investitionstätigkeit -1.653 -1.003
aus Finanzierungstätigkeit 0 -28
Total 7.036 -1.503
Finanzmittelfonds in TEUR 2023 2022
Zum Beginn der Periode 3.009 4.512
Zum Ende der Periode 10.045 3.009
Veränderung 7.036 -1.503

Investitionsschwerpunkte der Gesellschaft im Berichtsjahr waren die Weiterentwicklung der Produkte sowie der Ausbau des Geschäfts in Frankreich. Beides konnte aus dem operativen Geschäft finanziert werden. Dabei setzt softgarden sowohl bei der Internationalisierung als auch bei der Entwicklung neuer Produkte und Funktionalitäten auf große Pilotkunden und zuverlässige Partnerschaften.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 9.161 TEUR, insbesondere aufgrund der positiven Auftrags- und Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2023. Eine weitere Ursache für den hohen Anstieg ist die Tatsache, dass im Vorjahr die VSOP-Auszahlung in Höhe von 4,9 Mio. EUR in dem operativen Cashflow enthalten war und diesen belastet hat.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jeder Zeit gegeben und es waren ausreichende liquide Mittel für die Finanzierung der Geschäftstätigkeiten vorhanden. Zur Finanzierung des laufenden Geschäfts verfügte softgarden am 31. Dezember 2023 über keine Kredite oder Kreditlinien bei Banken. softgarden war im Geschäftsjahr 2023 zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

E. Vermögenslage

Vermögen in TEUR 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Anlagevermögen 10.396 9.618 778
Vorräte 3.417 3.367 50
Kurzfristige Forderungen 4.368 4.437 -69
Flüssige Mittel 10.045 3.010 7.036
Übrige Aktiva 523 262 261
Summe Aktiva 28.749 20.693 8.056
Kapital in TEUR 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Eigenkapital 7.209 4.639 2.570
Rückstellungen 3.832 2.115 1.717
Erhaltene Anzahlungen 5.225 4.005 1.220
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.928 3.476 452
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 60 0 60
Sonstige Verbindlichkeiten 475 592 -118
Rechnungsabgrenzungsposten 8.020 5.865 2.154
Summe Passiva 28.749 20.693 8.056

Die Bilanzsumme von softgarden erhöhte sich im Jahr 2023 um 38,93 %.

Das Anlagevermögen stieg von 9,6 Mio. EUR auf 10,4 Mio. EUR. Der Anstieg resultiert vor allem aus der Aktivierung selbsterstellter immateriellen Vermögensgegenstände. Die flüssigen Mittel sind im Berichtsjahr um 7,0 Mio. EUR gewachsen, was auf die gestiegene Auftrags- und Umsatzentwicklung zurückzuführen ist. Das übrige Umlaufvermögen im Geschäftsjahr 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend konstant geblieben.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Mio. EUR. Die bilanzielle Eigenkapitalquote erhöhte sich um 2,66 %-Punkte von 22,42 % auf 25,08 %. Die Rückstellungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund gestiegener Rückstellungen für Personalkosten, ausstehende Rechnungen sowie Steuerzahlungen. Die erhaltenen Anzahlungen sind um 1,2 Mio. EUR aufgrund der positiven Entwicklung des Geschäftsfeldes Multiposting gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 118 TEUR und passive Rechnungsabgrenzungsposten stiegen um 2.154 TEUR. Der Anstieg der passiven Rechnungsabgrenzung steht im Zusammenhang mit den steigenden Umsätzen aus dem SaaS-Lizenzgeschäft. Sämtliche Verbindlichkeiten sind kurzfristiger Natur.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Seit der Integration in den Konzernverbund der Grupa Pracuj S.A. (Warschau, Polen) haben sich für softgarden die nachfolgend aufgeführten finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren (auch KPIs) etabliert. Zu den finanziellen Leistungsindikatoren zählen Umsatz, EBITDA, MRR sowie Neukunden und Churn. Alle Kennzahlen sind klar definiert, quantifizierbar und vergleichbar. Diese Kennzahlen dienen der Geschäftsleitung zur Identifizierung von Chancen und Risiken sowie der Ableitung kurzfristiger und langfristiger Maßnahmen zur Unternehmenssteuerung.

Zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren zählen Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterengagement sowie Fluktuation. Die ersten zwei Kennzahlen werden durch Umfragen ermittelt und gemessen. Die Fluktuationsrate wird durch die Personalabteilung ermittelt und in kurzen Zeitabständen an die Unternehmensleitung reportet. Die Ergebnisse werden durch das Management Team analysiert, Handlungsmaßnahmen werden abgeleitet.

Gesamtbeurteilung Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertragslage der Gesellschaft hat sich durch den positiven Verlauf des Geschäftsjahres weiter verbessert. Dies ist insbesondere auf die hohe Anzahl an Neukunden, den Ausbau des Bestandskundengeschäftes und den deutlichen Anstieg an Multipostings sowie des Zuwachses der SaaS Umsätze zurückzuführen.

Auf Grund der durchweg positiven Geschäftsentwicklung hat sich der Finanzmittelfonds stark erhöht sowie die allgemeine Finanzlage der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr stark verbessert.

Im Gesamtbild hat sich die Vermögenslage der softgarden gegenüber dem Vorjahr stark verbessert.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die im Folgenden in Rangfolge abnehmender Bedeutung dargestellt sind. Die nachfolgenden Ausführungen beinhalten Risiken, die zum Bilanzstichtag identifiziert wurden. Im Geschäftsjahr wurden keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken genutzt.

A. Markt- und Wettbewerbsrisiken

Externe Faktoren können dazu führen, dass die Nachfrage nach softgarden Produkte sinkt. Die Schwächung der Konjunktur, aufgrund globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten könnte zu einem Rückgang der Aufträge und der Umsätze mittelständischer Unternehmen führen. Auch die anhaltende geopolitische Spannung, wie der Krieg in der Ukraine sowie der Krieg in Israel und Gaza könnten auch zu geringeren Auftragseingängen führen. Beide Kriege haben bereits enorme Auswirkung auf die deutsche Wirtschaft: steigende Zinsen, hohe Inflation, unvorhersehbare Risiken. softgarden hat sich auf Kunden aus dem Segment Mittelstand spezialisiert. Gerade diese Kunden sind durch die momentan vorliegende Polykrise der vorgenannten geopolitischen Spannungen stark betroffen. Dementsprechend sind diese Unternehmen gezwungen Reserven aufzubauen, kurzfristige Pläne aufzusetzen und Ausgaben zu senken. Dies könnte sich auf die Nachfrage der softgarden Produkte auswirken.

Der größte Anteil der Kundenverträge in den Geschäftsbereichen Multiposting und SaaS haben eine Laufzeit von 12 Monaten. Dies bietet der softgarden die Möglichkeit auf Auftragsrückgänge mit einer entsprechenden Vorlaufzeit zu reagieren und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im Jahr 2023 gab es keinen Rückgang in der Auftragslage. Zudem wird die Besetzung von offenen Stellen bei Unternehmen als existenziell wesentlich angesehen. Eine auf Grund von zunehmenden geopolitischen Spannungen vorzunehmende Kostenreduktion bei unseren Kunden wird aller Voraussicht nach nicht den Bereich Personal Recruiting betreffen, sondern eher andere Bereiche.

Auf Grund des Technologiefortschritts sowie immer weiter ansteigender Anforderungen an Datenschutz und Compliance im Bereich Personal geht das Management von einer zunehmenden Nachfrage nach softgarden Produkten aus, unabhängig von veränderten Markt- und Wettbewerbsrisiken.

Markt- und Wettbewerbsrisiken werden vom Management als gering eingeschätzt.

B. Finanzielle- und Liquiditätsrisiken

Zur Finanzierung des operativen Geschäfts nutzt die softgarden Instrumente, die im Wesentlichen aus Leistungsforderungen und liquiden Mitteln bestehen. Die wichtigsten Risiken sind hierbei Ausfall-, Liquiditäts- und Zeitwertrisiken. Ausfall- und Liquiditätsrisiken werden gesteuert, indem Kontrollverfahren verwendet werden. Für die Gesellschaft besteht keine Konzentration des Ausfallrisikos bei einzelnen oder einer Gruppe von Vertragspartnern. softgarden ist bestrebt, über ausreichende Liquidität zu verfügen, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Signifikant erhöhte Forderungsausfälle, geprägt durch die wirtschaftliche Entwicklung im Zusammenhang mit den Kriegen in der Ukraine sowie in Israel und Gaza, erwartet die Geschäftsführung nicht. softgarden tätigt überwiegend Geschäfte, die in Euro abgeschlossen werden. Zukünftig ist auch mit Geschäften in fremder Währung, aufgrund der Internationalisierung, zu rechnen.

Aufgrund der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschafteten positiven operativen Ergebnisse, war eine wesentliche Verbesserung des Finanzmittelfonds zu verzeichnen. Daher schätzen wir die Finanz- und Liquiditätsrisiken für die Gesellschaft als gering ein.

C. Internationalisierung

Im Mittelpunkt der softgarden-Strategie für die nächsten Jahre stehen das weitere Wachstum in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) durch den weiteren Ausbau der Leistungen für die Kunden durch neue Produkte und die weitere Optimierung der zur Verfügung gestellten Funktionen. Mittel- und langfristig entstehen zusätzliche Risiken aus der Internationalisierung. Die Risiken bestehen insbesondere darin, dass der Markteintritt nicht gelingt und somit Umsätze zukünftig nicht, wie geplant, realisiert werden können.

D. Technische Risiken

Ein technisches Risiko stellt ein Ausfall der Plattform dar. Dieses Risiko wird durch das Outsourcing des Hostingservers reduziert. Das Hosting wird extern betrieben, sodass das entsprechende Kapazitätsmanagement, das kontinuierliche Monitoring und die Verbesserung der Server- Infrastruktur sowie die regelmäßige Sicherung aller relevanten Daten sichergestellt sind.

Ein weiteres technisches Risiko sind Cyber-Attacken oder Phishing (Social-Engineering). Diesen Risiken begegnet softgarden mit dem Datenschutz- und Sicherheits-Team, welches entsprechende Prozesse dokumentiert und notwendige Sensibilisierungsmaßnahmen plant und umsetzt. Eine Schulung der Mitarbeiter wird jährlich durchgeführt.

Um die softgarden Softwareplattform zu schützen, wird jährlich ein Penetration Test (Pentest) durch eine externe Firma durchgeführt. Bei dem Pentest handelt es sich um einen geplanten, simulierten Angriffsversuch auf die IT-Systeme. Somit wird die IT-Sicherheit auf Schwachstellen geprüft, damit diese identifiziert und behoben werden können, bevor echte Angreifer Schaden anrichten können. softgarden konnte alle Tests erfolgreich bestehen. Es wurden keine Schwachstellen identifiziert.

Die oben genannten technischen Risiken könnten zu erhöhten Aufwendungen bzw. Umsatzausfällen aufgrund von Betriebsunterbrechungen führen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine der oben genannten Angriffe registriert.

E. Gesamtrisiko

Es bestehen derzeit weder unternehmenskritische noch sonstige die Gesellschaft beeinträchtigende Risiken. Die oben bezeichneten Risiken könnten beim Eintritt negative Auswirkungen auf die Leistungsindikatoren haben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen der softgarden keine Anhaltspunkte vor, dass einzelne Risiken oder die Zusammenfassung aller Risiken im Berichtszeitraum (kommende zwölf Monate) den Bestand der Gesellschaft gefährden.

Zum Stichtag bestehen keine weiteren wesentlichen Risiken, wie zum Beispiel aus den Kategorien Wettbewerb oder die technische Entwicklung neuer und Weiterentwicklung bestehender Produkte. Eine Abhängigkeit von Großkunden besteht nicht, sodass wir auch dieses Risiko als unwahrscheinlich einstufen. Steuerliche oder rechtliche Risiken werden als gering eingeschätzt.

F. Chancenbericht

Die Gesellschaft nutzt Chancen, die im Folgenden in Rangfolge abnehmender Bedeutung dargestellt sind. softgarden konnte auch im Jahr 2023 den Auftragseingang und Umsatz deutlich steigern. Die Entwicklung hat gezeigt, dass der Markt für das digitale Recruiting stark wächst. softgarden sieht sich in den kommenden Jahren in der Lage, die optimale Lösung für eine Vielzahl von Unternehmen bieten zu können. Dies soll zu weiteren Steigerungen der Umsatzerlöse führen.

Kurz- und mittelfristig wird softgarden durch die in Deutschland weiterhin herrschende Personalknappheit profitieren. Durch die personellen Engpässe steigt die Nachfrage nach Fachkräften. Somit geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Nachfrage nach Multiposting und nach Softwarelösungen für Bewerbermanagement steigen wird.

Langfristig will softgarden zusätzliches Geschäftspotenzial durch die Ausweitung des internationalen Geschäfts und durch zusätzlichen Umsatz im bestehenden Kundenstamm erschließen. Hilfreich hierbei wird auch die Internationalisierungsstrategie unserer neuen Gesellschafter sein. Lediglich durch mögliche Übernahmen im Rahmen der Internationalisierung kann sich der Bedarf an Vorfinanzierungen und Barkrediten ergeben, wobei ggf. erforderliche Finanzierungen mit Grupa Pracuj S.A. strukturiert würden. Analog können die Chancen beim Eintritt eine positive Auswirkung auf die Leistungsindikatoren haben.

Mit der Übernahme von 100% der Anteile an softgarden durch die Grupa Pracuj S. A. in 2022 haben sich weitere Chancen ergeben. Grupa Pracuj hat eine Wachstumsstrategie hin zu einem der führenden HR-Tech Unternehmen in Europa. softgarden ist ein integraler Bestandteil dieser Strategie, woraus das große Wachstumspotential aus der Kombination der Erfahrung von Grupa Pracuj und dem Know-how von softgarden erwartet wird.

G. Prognosebericht

Der Trend zur weiteren Digitalisierung der Geschäftsprozesse im Recruiting hat sich 2023 fortgesetzt weiter verstärkt. Weitere wichtige Treiber sind die zunehmend unter Employer Branding-Aspekten ausgestaltete Personalsuche der Unternehmen und der damit einhergehende Trend zur Kombination der klassischen Leistung des Bewerbermanagementsystems mit der onlinemarketinggerechten Ausgestaltung der Karriereseite sowie der Einführung einer seriösen Feedback-Komponente für Bewerber.

In Deutschland wird laut der aktuellen Prognose der Europäischen Kommission das reale BIP im Jahr 2024 um rund 0,3 Prozent steigen, nachdem es im Jahr 2023 um geschätzt rund 0,3 Prozent gesunken ist. Trotz der schwachen Konjunktur und den durchwachsenen wirtschaftlichen Aussichten ist der Arbeitsmarkt weiterhin stabil. Jedoch wird nach einer Prognose des ifo-Instituts die Zahl der Arbeitslosen im Jahr 2024 gegenüber dem Jahr 2023 ansteigen, von 2,61 Millionen Arbeitslosen auf 2,7 Millionen Arbeitslose. Im Jahr 2025 rechnet das ifo-Institut wiederum mit 2,57 Millionen Arbeitslosen, also sogar 0,04 Millionen weniger Arbeitslosen als im Jahr 2023.

Im Mittelpunkt der Planung für 2024 stehen die Weiterentwicklung des Produktangebots und die Internationalisierung des Geschäfts unter Einstellung von zusätzlichem Personal.

Aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Produktangebotes, dem Ausbau und der Weiterentwicklung der Marketing- und Vertriebskapazitäten sowie der aktiven Bearbeitung anderer europäischer Märkte, geht softgarden für das kommende Geschäftsjahr weiterhin davon aus, eine deutliche Umsatzsteigerung verzeichnen zu können.

Der Umsatzplan für das Geschäftsjahr 2024 sieht eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse und des EBITDA vor. In den ersten beiden Monaten im Berichtsjahr 2024 wurde eine Steigerung des Umsatzes ggü. Vorjahr von 17% erzielt und das progostizierte Wachstum damit entsprechend erreicht.

Der neue MRR soll sich im Geschäftsbereich SAAS voraussichtlich zwischen 10 % und 15 % steigen. Ebenso wird ein Anstieg zwischen 5 % und 10 % des churned MRR erwartet. Insgesamt soll die Anzahl der Neukunden deutlich steigen.

Dadurch wird ein deutlicher Anstieg des Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 erwartet. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein positives Jahresergebnis prognostiziert und auch erreicht.

 

Berlin, 26. April 2024

Stefan Heinz Schüffler, Geschäftsführer

Kirill Mankovski, Geschäftsführer

Christian Heuermann, Geschäftsführer

Gesellschafterbeschluss der softgarden e-recruiting GmbH

Einzige Gesellschafterin der

softgarden e-recruiting GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg (Berlin) unter HRB 114 159 B, (die "Gesellschaft")

ist die von mir,

Przemyslaw Gacek, geboren 12.03.1974, geschäftsansässig bei der Gesellschaft, Tauentzienstraße 14, 10789 Berlin, als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer

vertretene

Spoonbill GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg (Berlin) unter HRB 230294 B.

Hiermit fasst die Spoonbill GmbH in ihrer Eigenschaft als Gesellschafterin der softgarden e-recruiting GmbH nachfolgende Gesellschafterbeschlüsse:

1.

Zum Abschlussprüfer für das am 31.12.2024 endende Wirtschaftsjahr der Gesellschaft wird ernannt: LTM Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Candidplatz 13/1, 81543 München.

2.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft auf den 31.12.2023, der mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.569.652,90 abschließt, wird festgestellt.

3.

Ein Ergebnisverwendungsbeschluss ist nicht zu verfassen, da der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 2.569.652,90 vollständig mit Verlustvorträgen zu verrechnen ist.

4.

Der Geschäftsführung wird Entlastung erteilt.

 

Berlin, den 28/6.2024

Przemyslaw Gacek

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