Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 104136
Eingetragen
28.12.2020
Branche
Erbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungErbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienVermittlungstätigkeiten für medizinische, zahnärztliche und andere Gesundheitstätigkeiten
Gegenstand
die Organisation, Durchführung und Auswertung von Point-of-Care-Testing (patientennahe Labordiagnostik), insbesondere Covid19-Diagnostik, und damit im Zusammenhang stehende Gesundheitsvorsorge.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tom Vadakinathu Thomas
seit 28.12.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

HCC Investment GmbH
Germany
15.000 €
60.00%
NIGHTLIFE Management GmbH
Germany
5.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stay Safe GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht zum Abschluss des Geschäftsjahres 2022

der Stay Safe GmbH, Köln

1. Geschäftsmodell

Die Geschäftstätigkeit der Stay Safe GmbH, Köln besteht in der Organisation, Durchführung und Auswertung von Point-of-Care-Testing (patientennahe Labordiagnostik), insbesondere Covid19-Diagnostik, und damit im Zusammenhang stehende Gesundheitsvorsorge.

Menschen mit Verdacht auf COVID-19 müssen schnell wissen, ob sie infiziert sind, damit sie sich selbst isolieren, sich behandeln lassen und Kontaktpersonen informieren können. Der Standard-Labortest, RT-PCR genannt, erfordert spezielle Ausrüstung und dauert in der Regel mindestens 24 Stunden, bis ein Ergebnis vorliegt.

Point-of-Care-Testing (POCT), auch als patientennahe Sofortdiagnostik bezeichnet, kann eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Labordiagnostik darstellen und spielt somit eine wichtige Rolle bei der Patientenversorgung. POCTs, können ein Ergebnis innerhalb von zwei Stunden nach der Probenentnahme liefern. Das Ergebnis kann Infizierten helfen, sich frühzeitig zu isolieren und die Ausbreitung der Infektion einzudämmen. POCT wird in der Regel ohne Probenvorbereitung und als Einzelprobenmessung vorgenommen. Bei den zu untersuchenden Materialien handelt es sich zumeist um Vollblut, Urin oder Speichel. Um eine gute zeitnahe Diagnostik zu gewährleisten, müssen die Geräte und Reagenzien einfach zu bedienen und das Personal nachweislich in die Handhabung eingewiesen sein.

Neben den von der Stay Safe betriebenen Testzentren wird auch ein Franchise-System aufgebaut, wodurch andere, externe Testzentren das Know-how und die Organisationshilfen der Stay Safe nutzen können.

2. Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft war im Jahr 2022 durch eine Vielzahl von Unsicherheiten geprägt. Der russische Einmarsch in die Ukraine, die stark gestiegenen Energiepreise, die hohe Inflation sowie die restriktive Geldpolitik der Zentralbanken wirken sich belastend auf das globale Wachstum aus. Die chinesische Null-COVID-Strategie hat die globalen Lieferketten 2022 zudem stark unter Druck gesetzt. Insgesamt hat sich das globale Wachstum deutlich abgekühlt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2022 deswegen nur noch mit einem Wachstum von 3,2 % (2021: 6,0 %).1

Gleichzeitig belastet ein erheblicher Inflationsdruck die Weltwirtschaft. Die Ursachen sind, je nach Region, zwar unterschiedlich, doch die geld- und finanzpolitische Antwort war auf beiden Seiten des Atlantiks beherzt. So leiteten die großen Notenbanken zum Jahresbeginn sehr straffe geldpolitische Maßnahmen ein. Die US-Notenbank Fed hat die Leitzinsen bis Ende 2022 auf ein Band von 4,25 % bis 4,5 % erhöht, die Europäische Zentralbank (EZB) den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte auf 2,5 %. Zwar begannen die Inflationsraten in der Welt bereits im Jahr 2021 anzuziehen, als konjunkturbedingt die Energierohstoffpreise stiegen und die überhitzte Güternachfrage mit Lieferengpässen und hohen Transportkosten zusammenkam. Aber erst mit dem Angriffskrieg Russlands und den in Folge explodierenden Energiepreisen erreichten sie bis zum Herbst die höchsten Werte seit 40 Jahren. Die zur Inflationsbekämpfung initiierten geld- und finanzpolitischen Maßnahmen von Zentralbanken und Regierungen haben zudem zu einer Verschärfung der Finanzierungskonditionen geführt und die Wechselkursrelationen der großen Währungen verändert. Vor allem die Leitzinserhöhungen der US-Notenbank wirken sich negativ auf die Finanzierungslage von Entwicklungs- und Schwellenländern aus. Riskante Investitionen und Anlagen geraten dadurch zunehmend unter Druck. Die angespannte wirtschaftliche Lage der großen Wirtschaftsräume, allen voran der USA und der EU, strahlt auch auf die wirtschaftliche Aktivität in den Entwicklungs- und Schwellenländern aus. Das Wachstum der US-Wirtschaft hat sich deutlich verlangsamt. Unter Berücksichtigung der Rezession im zweiten Quartal, weiterer Anpassungen der Geldpolitik und einer geringeren Kaufkraft der Haushalte prognostiziert der IWF in den USA für 2022 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,6 % (2021: 5,7 %). Auch für die Eurozone hat der IWF seine Wachstumsprognose im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 3,1 % reduziert (2021: 5,2 %). Die Inflation erreicht in der Eurozone mit voraussichtlich 8,3 % im Jahr 2022 ihren höchsten Wert seit der Euro-Einführung. Haupttreiber dieser Entwicklung sind vor allem die durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine stark angestiegenen Energiepreise.

3. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.713,9 (Vorjahr: TEUR 5.482,2) erzielt. Der Geschäftsverlauf der Stay Safe GmbH im Geschäftsjahr 2022 spiegelt den Verlauf der COVID-19 Pandemie in Deutschland wider.

Zum Beginn des Jahres 2022 war die Lage in Deutschland von der Verbreitung der Omikron-Virusvariante und einer damit verbundenen Zunahme der Neuinfektionen geprägt. Die Infektionszahlen stiegen im Januar wieder auf den Wert von vor Weihnachten 2021. Zwischen Mitte Februar und Anfang März war ein Absinken der Fallzahlen zu beobachten, die deutschlandweite 7-Tage-Inzidenz blieb jedoch stets im vierstelligen Bereich. Im Juli hielt der Anstieg der Corona-Neuinfektionen an. Die Zahl der auf Intensivstationen behandelten COVID-19-Patienten stieg dabei ebenfalls wieder an. Erst gegen Ende des Monats war ein Absinken der 7-Tage-Inzidenz zu verzeichnen, am 3. August 2022 sank der bundesweite Wert wieder unter die Marke von 500. Dieser Trend hielt den kompletten August an, zum Monatsende lag die Inzidenz unter dem Wert von 250. In den ersten Septemberwochen stabilisierte sie sich auf diesem Niveau. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle pro Tag blieb im niedrigen dreistelligen Bereich. Gegen Ende September nahm das Infektionsgeschehen wieder verstärkt zu, im Oktober stieg die bundesweite 7-Tage-Inzidenz wieder über den Wert von 500. Die Zahl der Todesfälle hatte bis Anfang Oktober nicht signifikant zugenommen. Dieser Anstieg hielt jedoch nur über einen kurzen Zeitraum von wenigen Wochen an, ab dem 28. Oktober sank die bundesweite 7-Tage-Inzidenz wieder kontinuierlich unter den Wert von 500. Ab Ende November stagnierte die Zahl. Anfang April 2023 wurde die Corona-Pandemie in Deutschland für beendet erklärt.

Im Geschäftsjahr 2022 lag der Umsatz mit TEUR 27.635,9 um TEUR 15.520,3 T€ (- 36,0 %) unter Vorjahresniveau. (Vorjahr: TEUR 43.156,2). Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist bei der Gesellschaft eng mit dem Verlauf der COVID-19 Pandemie in Deutschland verbunden. Aufgrund des im Geschäftsjahr 2022 beschriebenen Infektionsgeschehens und hiermit verbundenen dem Auslaufen der Corona-Schutzmaßnahmen nahm die Anzahl der durchgeführten POCTs im Vorjahresvergleich deutlich ab. In der Folge verschlechterte sich das Jahresergebnis auf TEUR 1.713,9 (Vorjahr: TEUR 5.482,2).

Bei der Stay Safe ist sind als wesentliche Erfolgsgröße insbesondere die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie des Betriebsergebnisses (EBITs) von Bedeutung.

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 27.635,9 und haben sich somit gegenüber dem Vorjahr TEUR 43.156,2 deutlich verringert. Das Betriebsergebnis hat sich aufgrund der geringen Umsatzlöse sowie gestiegener Aufwendungen von TEUR 8.085,3 im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 2.408,0 verschlechtert.

Die Geschäftsleitung beurteilt die Geschäftsentwicklung - trotz der deutlichen Verringerung der Umsatzerlöse und hiermit einhergehend des Jahresergebnisses im Geschäftsjahr 2022 - als günstig.

4. Lage des Unternehmens

4.1 Ertragslage

Die Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 43.156,2 um - 36,0 % auf TEUR 27.635,9 im Geschäftsjahr 202 gesunken. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist maßgeblich bedingt durch die im Vergleich zum Vorjahr deutlich abnehmenden Fallzahlen an Neuinfektionen und hiermit verbunden einer Verringerung der durchgeführten POCTs.

Die Materialaufwandsquote hat sich von 48,7 % im Geschäftsjahr 2021 auf 45,3 % im Geschäftsjahr 2022 verringert. Ursächlich für diese Entwicklung waren die im Vergleich zum Vorjahr deutlich abnehmenden Fallzahlen an Neuinfektionen und hiermit verbunden eine Verringerung der durchgeführten POCTs.

Die Personalaufwandsquote hat sich von 10,1 % im Geschäftsjahr 2021 auf 22,7 % im Geschäftsjahr 2022 aufgrund von Neueinstellungen erhöht. Die Abschreibungen verringerten sich von TEUR 320,8 im Geschäftsjahr 2021 um TEUR 95,6 auf TEUR 225,2. Die im Vorjahresvergleich geringeren Abschreibungen sind auf eine im Geschäftsjahr 2021 vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 155,4 zurückzuführen.

Der Saldo aus Sonstigen betrieblichen Erträgen und Sonstigen betrieblichen Aufwendungen hat sich von TEUR 9.382,1 im Geschäftsjahr 2021 um TEUR - 3.162,1 auf TEUR 6.220,0 im Geschäftsjahr 202 verringert. Dabei stiegen die Sonstigen betrieblichen Erträge infolge einer Schadensersatzzahlung von TEUR 5,3 in 2021 auf TEUR 98,6 im Geschäftsjahr 2022 an. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich von TEUR 9.387,4 im Geschäftsjahr 2021 um TEUR - 3.068,9 auf TEUR 6.318,6 im Geschäftsjahr 2022. Die im Vergleich zur Entwicklung der Gesamtleistung unterproportionale Verringerung der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (- 32,7%) lässt sich durch die Entwicklung/Verringerung (Haupt-)Kosten-Treiber - Werbekosten (TEUR - 290,8), Verkaufsgebühr (TEUR - 452,7), Rechts- und Beratungskosten (TEUR - 797,3), Mieten für unbewegliche Wirtschaftsgüter (TEUR - 150,2), Sonstiger Betriebsbedarf (TEUR - 266,4) sowie Verwaltungsgebühren 3,5 % (TEUR - 341,9) im Vorjahresvergleich erklären.

Das Finanzergebnis hat sich von TEUR 4,1 im Geschäftsjahr 2021 um TEUR 134,0 auf TEUR 138,1 im Geschäftsjahr 2022 erhöht. Die Erhöhung des Finanzergebnisses ist maßgeblich auf die Erhöhung der Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge aufgrund der an die Gesellschafter bzw. die Geschäftsführer der HCC Investment GmbH ausgegebenen Darlehen zurückzuführen.

Insgesamt hat sich das Jahresergebnis von TEUR 5.482,2 im Geschäftsjahr 2021 um TEUR - 6.509,0 auf TEUR 1.713,9 im Geschäftsjahr 2022 verringert.

4.2 Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt für das Geschäftsjahr 2022 TEUR - 2.336,9 (Vorjahr: TEUR 7.585,2). Dieser resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.713,9 (Vorjahr: TEUR 5.485,2) sowie negative Liquiditätseffekte aus dem Working Capital in Höhe von TEUR - 4.276,0 (Vorjahr: TEUR 1.782,3). Dem stehen nicht-liquiditätswirksame Abschreibungen in Höhe von TEUR 225,2 (Vorjahr: TEUR 320,8) gegenüber. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR -156,0 (Vorjahr: TEUR - 800,2). Der Cashflow aus dem Finanzierungsgeschäft lag im Saldo bei TEUR -1.558,7 (Vorjahr: TEUR 1.447,7) und ist geprägt durch die Ausgabe neuer Darlehen an die Gesellschafter.

Insgesamt ergibt sich im Berichtsjahr ein Abfluss an liquiden Mitteln in Höhe von TEUR - 4.051,7 (Vorjahr: TEUR 5.337,3).

Aufgrund des Bestands an liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 1.298,1 (Vorjahr: TERU 5.349,8) ist die Gesellschaft fähig seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

4.3 Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen verringert sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 gegenüber dem Vorjahr um TEUR -54,9 auf TEUR 424,5. Ursächlich für die Verringerung des Sachanlagevermögens ist neben dem im Berichtsjahr getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 171,0 (Vorjahr: TEUR 800,2) die jährliche Abschreibung in Höhe von TEUR 225,1 (Vorjahr: TEUR 320,8).

Die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände ist im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 5.349,8) um TEUR - 4.051,7 auf TEUR 1.298,1 gesunken.

Die Sonstigen Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr (6.854,4) um TEUR 180,0 auf TEUR 7.034,4 erhöht.

Das Eigenkapital erhöht sich durch den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 auf TEUR 7.206,5 (Vorjahr TEUR 5.492,6). Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit 43,3 % (Vorjahr 28,2 %) verbessert.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die für die Stay Safe bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich für das Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Leistungsindikatoren in 2022 2021
Eigenkapitalquote % 43,3 28,2
Eigenkapitalrentabilität % 23,8 99,8
Umsatz TEUR 27.635,9 43.156,2
EBIT TEUR 2.408,0 8.085,3
EBIT-Marge % 8,7 18,7

6. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die COID-19-Pandemie hat das Wachstum auf dem globalen POC-Diagnostikmarkt aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach COVID-19-Diagnostika vorangetrieben. Der plötzlich Anstieg der COVID-19-Fälle und das Fehlen eine wirksame Behandlung dagegen erhöhten die Nachfrage nach Diagnostika gegen das Virus, um seine Ausbreitung wirksam einzudämmen. Darüber hinaus haben zunehmende Regierungsinitiativen wie die Finanzierung der schnellen Entwicklung von POC-Testkits in Verbindung mit der wachsenden Nachfrage nach solchen Geräten inmitten der COVID-19-Pandemie zu einem erheblichen Anstieg der Einnahmen des Herstellers geführt und damit zu einem erheblichen Marktwachstum für das Geschäftsjahr 2021 und darüber hinaus beigetragen.

Der globale POC-Diagnostikmarkt wird voraussichtlich von USD 36,37 Mrd. im Jahr 2022 auf USD 51,94 Mrd. im Jahr 2029 wachsen, bei einer CAGR von 5,2 % p.a. Dabei umfasst die POC-Diagnostik abgesehen von COVID-19-Diagnostika Glukoseüberwachungskits, Schwangerschafts- und Fruchtbarkeitstestkits, Testkits für Infektionskrankheiten, Urinanalyse-Testkits, Hämatologie-Testkits, Kits zur kardiometabolischen Überwachung und andere Testgeräte. Dieser Art der Diagnostik wird in Krankenhäusern, Fachkliniken und zu Hause eingesetzt.

Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen POC-Diagnosekits steigt mit akuten und chronischen Erkrankungen weltweit rapide an. Laut dem Bericht des Journal of Hepatology waren im Jahr 2020 zwischen 257 bis 291 Mio. Menschen chronisch mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) infiziert und hatten das Risiko einer Zirrhose und eines hepatozellulären Karzinoms (HCC). Das Ausmaß der Zirrhose aufgrund HBV ist weltweit unterschiedlich. Weltweit ist HBV mit einem Drittel der Todesfälle aufgrund von HCC assoziiert. In Anbetracht der beschriebenen Entwicklung des globalen POC- Diagnostikmarkts wir die Nachfrage der Patienten nach Diagnoseprodukten in den kommenden Jahren voraussichtlich zunehmen und damit das Marktwachstum von 2022 bis 2029 ankurbeln. Darüber hinaus haben technische Entwicklungen bei Diagnosekits zu weniger manuellen Fehlern geführt und sich zu einem herausragenden Antriebsfaktor für den Markt entwickelt. Dies wird voraussichtlich die Akzeptanz von POC-Diagnosekits weiter vorantreiben.

Die Chancen und Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung der Stay Safe werden im Wesentlichen von der Anzahl des durchzuführenden POC-Diagnostiktests determiniert.

Chancen

Die Chancen der Stay Safe bestehen darin, das aufgebaute Geschäftsmodell durch die fortlaufende Coronapandemie weiter auszubauen und am Markt zu etablieren, um nicht nur weiterhin eigene Testungen durchzuführen, sondern auch speziell den Franchise-Bereich durch die eingespielten Strukturen weiter zu expandieren.

Risiken

Die Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung bestehen hauptsächlich darin, dass die Coronapandemie endet und somit keine Testungen mehr erforderlich sind, wodurch der Hauptunternehmenszweck wegfallen würde. Daneben bestehen Risiken den sich dauerhaft ändernde Gesetzeslagen laufend anzupassen, um bei etwaigen Detailprüfungen durch die Kassenärztlichen Vereinigungen keine Rückzahlungen zu befürchten.

7. Prognosebericht 2023

Die Stay Safe GmbH erwartet für das Geschäftsjahr 2023 des Endes der COVID-19-Pandemie in Deutschland einen Jahresfehlbetrag aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, da hiermit keine nennenswerten Umsatzerlöse erzielt werden können. Es wird versucht werden, weitere Geschäftsfelder für die Zukunft durch die vorhandenen Strukturen aufzubauen und die noch offenstehenden Forderungen aus den Vorjahren einzutreiben und die damit in Zusammenhang stehenden Arbeiten abzuschließen.

 

Köln, den 10. Mai 2024

Die Geschäftsführung

1 Die Analyse basiert auf den Schätzwerten des IWF aus dem ökonomischen Wachstumsausblick vom Oktober 2022.

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 424.547,00 479.425,26
I. Sachanlagen 424.547,00 479.425,26
1. technische Anlagen und Maschinen 170.214,00 121.857,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 254.333,00 357.568,26
B. Umlaufvermögen 16.213.584,50 18.976.969,88
I. Vorräte 499.544,06 542.421,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.415.901,01 13.084.744,04
1. Forderungen gegen Gesellschafter 3.006.447,91 1.447.743,75
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.591.878,47 1.447.743,75
2. sonstige Vermögensgegenstände 11.409.453,10 11.637.000,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr -455.307,36 726.463,81
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.298.139,43 5.349.804,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 15.842,10
Aktiva 16.638.131,50 19.472.237,24

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 7.206.514,10 5.492.588,99
I. eingefordertes Kapital 12.500,00 12.500,00
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
2. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -12.500,00 -12.500,00
II. Gewinnvortrag 5.480.088,99 -2.103,75
III. Jahresüberschuss 1.713.925,11 5.482.192,74
B. Rückstellungen 7.454.985,92 9.461.546,38
C. Verbindlichkeiten 1.976.431,48 4.518.101,87
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.976.431,48 4.518.101,87
D. Rechnungsabgrenzungsposten 200,00
Passiva 16.638.131,50 19.472.237,24

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 15.214.022,18 22.139.357,80
2. Personalaufwand 6.262.270,05 4.345.886,50
a) Löhne und Gehälter 5.173.105,61 3.826.600,86
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.089.164,44 519.285,64
3. Abschreibungen 225.164,07 320.753,49
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 225.164,07 320.753,49
davon außerplanmäßige Abschreibungen 115.357,74
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.318.573,48 9.387.444,16
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 145.994,10 14.514,92
davon aus verbundenen Unternehmen 145.994,10 14.514,92
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.924,62 10.450,50
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 832.158,95 2.607.145,33
8. Ergebnis nach Steuern 1.713.925,11 5.482.192,74
9. Jahresüberschuss 1.713.925,11 5.482.192,74

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Stay Safe GmbH, Köln

Sitz Registergericht: Köln

Handelsregisternummer: 104136

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Stay Safe GmbH, Köln zum 31. Dezember 2022 wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Nach den im § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

2.1 Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibung vermindert. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen nach der linearen Methode. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben.

2.2 Vorratsvermögen

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

2.3 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Bei zweifelhaften Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. In der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

2.4 Kassenbestand und Bankguthaben

Der Kassen- und Bankbestand entspricht den Nennwerten.

2.5 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

2.6 Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde mit dem Nominalwert angesetzt.

2.7 Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen in angemessenen Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bei der Bewertung der Rückstellungen werden Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, die sich bis zum voraussichtlichen Erfüllungszeitpunkt der Verpflichtung ergeben. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem restlaufzeitentsprechenden durch schnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (sonstige Rückstellungen) abgezinst.

2.8 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.9 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden in einem passiven Rechnungsabgrenzungsposten zeitlich abgegrenzt und mit dem Nennwert bilanziert.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz zum 31. Dezember 2022

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagengitter (vgl. S. 4).

3.2 Vorratsvermögen

Das Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 EUR 499.544,06 (Vorjahr: EUR 542.421,49) und besteht ausschließlich aus fertigen Erzeugnissen und Waren.

3.3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegenüber Gesellschafter bzw. den Geschäftsführern des Gesellschafters HCC Investment GmbH in Höhe von EUR 7.778.156,25. Den Forderungen liegen Darlehensverträge zugrunde. Die an die Gesellschafter ausgegebenen endfällige Darlehen haben eine Laufzeit von 5 Jahren und werden mit 2,5 % p.a. verzinst.

3.4 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00 (Vorjahr: EUR 25.000,00). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 bestehen nicht eingeforderte ausstehende Einlagen in Höhe von EUR 12.500,00 (Vorjahr: EUR 12.500,00).

3.5 Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 EUR 7.034.401,05. Sie haben sich somit gegenüber dem Vorjahr um EUR 180.000,00 erhöht. Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Rückstellungen Betrag
[in EUR]
Partnerabrechnungen 1.000.000,00
Prozessrisiken 675.000,00
Betriebsprüfungen 175.000,00
Provisionsabrechnungen 900.000,00
RST KV- Abrechnungen 2.700.000,00
Aufbewahrungspflichten 400.000,00
Rückstellungen für Personalkosten 1.124.401,05
Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten 60.000,00
Summe 7.034.401,05

Für den Veranlagungszeitraum 2022 wurde eine Steuerrückstellung für die Gewerbesteuer und die Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 420.584,87 (Vorjahr: EUR 2.607.145,33) gebildet.

3.6 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 EUR 1.976.431,48 (Vorjahr: 4.518.101,87).

Die Verbindlichkeiten setzen sich aus den Positionen Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von EUR 0,0 (Vorjahr: EUR 235.272,76), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.278.993,77 (Vorjahr: EUR 3.186.776,02) sowie Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 697.437,71 (Vorjahr: EUR 1.096.053,10) zusammen und sind vollständig kleiner ein Jahr.

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind kreditorische Debitoren in Höhe von EUR 360.858,04 (Vorjahr: 648.355,49) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsnehmern EUR 331.540,43 (Vorjahr: EUR 440.400,95) enthalten.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 bestehen ebenso wie im Vorjahr gegenüber Gesellschaftern keine Verbindlichkeiten.

3.7 Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind vor dem Bilanzstichtag eingegangene Einzahlungen auszuweisen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Betrag in Höhe von EUR 200,0 angegrenzt. Dieser Betrag betrifft einen Zufluss von Miete für den Leistungszeitraum 2023.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 27.635.926,03 (Vorjahr: EUR 43.156.188,23) enthalten im Wesentlichen Umsätze aus der Durchführung und Auswertung von Point-of-Care-Testing, insbesondere Covid19-Diagnostik, und damit im Zusammenhang stehende Gesundheitsvorsorge.

Die Umsatzerlöse der Stay Safe GmbH werden ausschließlich im Inland erwirtschaftet. Dabei verteilen sich die Umsatzerlöse maßgeblich auf folgende Tätigkeitsbereiche:

Die Durchführungen von einen Schnell- und PCR-Tests in eigens betriebenen Testzentren erwirtschaftet einen Umsatz von EUR 22.288.483 Durch den Aufbau einen Franchise-Systems wird ein Umsatz aus erhaltenen Franchise-Gebühren in Höhe von EUR 4.145.222 erzielt. Zusätzlich wird durch den Verkauf von Coronatests und weiteren Verbrauchsgegenständen wie Coronamasken oder Hygieneartikeln ein Umsatz in Höhe von EUR 1.219.236 erreicht.

4.2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Im Posten "Sonstige betriebliche Erträge" sind Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind (periodenfremde Erträge) in Höhe von EUR 0,0 (Vorjahr: EUR 320,80). enthalten. Die periodenfremden Erträge im Vorjahr resultierten aus der Auflösung einer Rückstellung.

Im Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" sind keine Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind (periodenfremde Aufwendungen).

4.3. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge außergewöhnliche Erträge in Höhe von EUR 87377,70 (Vorjahr: EUR 0,0) enthalten. Diese stehen im Zusammenhang mit einem Schadensfall.

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von EUR 5.865,29 (Vorjahr: EUR 9.629,97) enthalten. Diese stehen im Zusammenhang mit einem Schadensfall.

4.4. Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2022 wurde keine außerplanmäßige Abschreibung auf Sachanlagen (Vorjahr: EUR 115.357,74) vorgenommen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen enthalten auch Abschreibungen, die sich aufgrund einer Klassifizierung einzelner Vermögensgegenstände als geringwertige Wirtschaftsgüter ergeben haben.

4.5. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 17.924,50 (Vorjahr: EUR 10.450,50) enthalten im Wesentlichen Zinsen für steuerliche Nebenleistungen.

Die Sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von EUR 145.994,10 (Vorjahr: EUR 14.514,92) bestehen vollständig gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund von ausgegebenen Darlehen.

5. Sonstige Angaben

5.1 Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2021 beträgt 1.112. Dabei verteilen sich die Mitarbeiter wie folgt:

Anzahl Mitarbeiter
Leitende Angestellte 13
Angestellte 999
Summe 1.112

5.2 Angaben zur Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Name: ausgeübter Beruf:
Tom Vadakinathu Thomas Kaufmann

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

5.3 Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse:

5.4 Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von rd. EUR 126.306,50 finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Art der Verträge Verpflichtung RLZ < 1 Jahr Verpflichtung RLZ 1 - 5 Jahre Summe
in EUR
Mietverträge 92.946,50 € 33.360,00 € 126.306,50 €

5.5 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr auf neue Rechnung vorzutragen.

5.6 Abschlussprüferhonorar

Für das Geschäftsjahr 2022 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von EUR 12.000,00 berechnet. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen EUR 10.000,00 und auf sonstige Leistungen EUR 2.000,00.

5.7 Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr 2021 und 2022 wurden Darlehen an die Gesellschafter bzw. an die Geschäftsführer eines Gesellschafters (HCC Investment GmbH) ausgegeben. Die endfälligen Darlehen haben eine Laufzeit von 5 Jahren und werden mit einem Zinssatz von 2,5 % p.a. verzinst.

5.8. Vorgänge mit besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind haben sich nicht ergeben.

 

Köln, den 10. Mai 2024

Die Geschäftsführung

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Tom Thomas, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Stay Safe GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht Stay Safe GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ,,Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Stay Safe GmbH, Köln.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen."

 

Bonn, den 31. Mai 2024

sgpartner Advisory GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Harmann, Wirtschaftsprüfer

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