Leipziger Pelzmode GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Brinkhaus seit 23.4.2025 | Prokura |
Elso Bernhard Balsters seit 16.3.2020 | Prokura |
Iven Kurz seit 25.9.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 5.29% | |
| 5.23% | |
| 4.51% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Evergreen Ventures UG (haftungsbeschränkt)Eigenbeteiligung | 13.30% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
5 von 12 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Evergreen GmbHLeipzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023JAHRESBILANZ zum 31. Dezember 2023der Evergreen GmbHLeipzigAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Evergreen GmbHLeipzigAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft würde grundsätzlich den Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 HGB unterliegen, wegen ihrer Einstufung als Wertpapierinstitut im Sinne des § 2 Nr. 1 Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) hat die Gesellschaft aber auf ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 grundsätzlich die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde demnach nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG sowie den ergänzenden Bestimmungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Bilanz ist nach Formblatt 1, die Gewinn- und Verlustrechnung nach Formblatt 3 (in Staffelform) der RechKredV aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden wurden zu Nominalwerten erfasst. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Von der steuerlichen Bewertungsfreiheit für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wurde, sofern vorhanden, Gebrauch gemacht (§ 6 Abs. 2 EStG). Diese Vermögensgegenstände wurden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und zugleich wurde ihr Abgang unterstellt. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten erfasst. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigung berücksichtigt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten wird der zukünftige Geschäftsjahre betreffende Aufwand aktiviert bzw. Ertrag passiviert. Die Abgrenzung erfolgt zeitanteilig entsprechend der Fälligkeit und Laufzeit. Die sonstigen Rückstellungen betreffen ungewisse Verbindlichkeiten und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Forderungen Sämtliche Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten "Anlagenspiegel zum 31.12.2023" ersichtlich. Selbst geschaffene immaterielle Anlagewerte In den selbst geschaffenen immateriellen Anlagewerten sind Aufwendungen aus bezogenen Leistungen sowie eigene Entwicklungsleistungen für die Herstellung des Evergreen Portfoliomanagement-Tools sowie des Evergreen Web-Portal enthalten. Kosten für die Entwicklung von zusätzlichen Features wurden als Erweiterung der bestehenden Software ebenfalls aktiviert. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr Aufwendungen aus bezogenen Leistungen und eigene Entwicklungsleistungen für neu entwickelte Module (Evergreen App, Fondsshop, VL-Sparen, GreenImpact Strategien, ZinsPocket, FirmenZinsPlus) aktiviert. Die planmäßige Abschreibung erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren. Die Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Wirtschaftsgüter führt zu einer Ausschüttungssperre i.S. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 528.388,54 EUR. Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 81.530,68 EUR, Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 5.445,50 EUR sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 1.206,60 EUR. Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31.12.2023 wie folgt zusammen:
Die Rückstellungen für Personalaufwand betreffen im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen. Eigenkapital Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert und betrug zum 31.12.2023 44.731,00 EUR (Vorjahr: 39.420,00 EUR). Von den Gesellschaftern wurden im Geschäftsjahr Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von 571.558 EUR (Vorjahr: 149.040,00 EUR) vorgenommen. Darüber hinaus wurden bereits im Vorjahr geleistete Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von 1.078.460,00 EUR, welche zum 31.12.2022 als zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen ausgewiesen wurden, zum Bilanzstichtag unter der Position Kapitalrücklage berücksichtigt. Die Kapitalrücklage betrug somit zum 31.12.2023 insgesamt 6.978.022,62 EUR (Vorjahr: 5.331.624,62 EUR). Latente Steuern Aufgrund von Unterschieden zwischen handels- und steuerbilanziellem Ergebnis (handelsrechtliche Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Wirtschaftsgütern) hätte die Gesellschaft gem. § 274 HGB passive latente Steuer in Höhe von 169 TEUR zu bilanzieren. Diese wurden mit den aktiven latenten Steuern in Höhe von 2.000 TEUR, welche aufgrund der steuerlichen Verlustvorträge entstehen, saldiert. Der sich ergebende aktive Steuerüberhang wurde gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht bilanziert. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte mit dem für die Gesellschaft gültigen Steuersatz von 31,9%. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 64 TEUR (VJ: 50 TEUR). Sie ergeben sich vor allem aus dem Mietvertrag für die Büroräume sowie dem Vertrag mit Bloomberg Finance LP über den Abruf von Finanzmarktdaten. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Provisionserträge resultieren in Höhe von 263.475,21 EUR (Vorjahr: 204.934,71 EUR) aus der Anlageberatung für eine inländische Kapitalverwaltungsgesellschaft. Darüber hinaus sind Erlöse aus Gebühren für die Vermögensverwaltung in Höhe von 3.872,43 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) sowie Erlöse aus der Weiterberechnung von Transaktionskosten an Kunden in Höhe von 869,51 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen eigene Personalaufwendungen für die Entwicklung des Evergreen Analysetool sowie des Evergreen Web-Portal sowie für die neu entwickelten Module enthalten. Diese wurden in Höhe von 172.888,94 EUR (Vorjahr: 325.473,03 EUR) ertragswirksam aktiviert. Des Weiteren sind periodenfremde Erträge in Höhe von 17.392,33 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Diese resultieren aus einer nicht korrekt gestellten Rechnung eines Kreditors aus dem Vorjahr. Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 67,82 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) enthalten. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen enthalten neben Personalkosten im Wesentlichen die Kosten für Werbemaßnahmen und Marketing in Höhe von 156.778,34 EUR (Vorjahr: 538.690,77 EUR). Weiterhin resultieren die anderen Verwaltungsaufwendungen u.a. aus Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von 50.985,90 EUR (Vorjahr: 46.192,76 EUR) sowie aus Aufwendungen für Fondgebühren in Höhe von 47.256,02 EUR (Vorjahr 19.699,63 EUR). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 162,69 EUR (Vorjahr: 370,31 EUR) enthalten. Sonstige Angaben Gegenüber Dritten erbrachte Dienstleistungen Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ausschließlich Dienstleistungen der Anlageberatung und der Finanzportfolioverwaltung erbracht. Besicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten sind unbesichert. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten ist die Gesellschaft nicht eingegangen. Jahresergebnis Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von 1.387.650,31 EUR (Vorjahr: 1.531.960,65 EUR) ab. Vermögensgegenstände/Schulden in Fremdwährung Zum Abschlussstichtag bestehen keine Vermögensgegenstände oder Schulden in Fremdwährungen i.S.d. § 35 Abs. 1 Nr. 6 RechKredV. Mitarbeiter Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt:
Organe Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:
Auf die Angabe der Organbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar gem. § 285 Nr. 17 HGB beträgt 33.920,00 EUR. Davon entfallen 23.744,00 EUR auf Abschlussprüfungsleistungen und 10.176,00 EUR auf andere Bestätigungsleistungen. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Leipzig, den 21. August 2024 Unterschrift Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Evergreen GmbHInhaltsverzeichnis 1 Geschäftsmodell 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2 Geschäfts- und Rahmenbedingungen (Kapitalmarktentwicklung) 2.3 Geschäftsverlauf 3 Lage des Unternehmens 3.1 Vermögens- und Finanzlage 3.2 Ertragslage 3.3 Gesamteinschätzung 3.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 4 Risikobericht 4.1 Risikomanagementsystem Ertrags- und Liquiditätsrisiken Indirekte Marktpreisrisiken Haftungsrisiken Reputationsrisiken Adressenausfallrisiken Operationelle Risiken 4.2 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage 5 Chancenbericht Professionalität und Nachhaltigkeit: B Corp-Zertifizierung und nachhaltige Fonds: Embedded Finance: Evergreen App: Vermögenswirksame Leistungen: FirmenzinsPlus 6 Prognosebericht Lagebericht Geschäftsjahr 20231 Geschäftsmodell Die Evergreen GmbH (nachfolgend kurz Evergreen oder Gesellschaft) ist eine B Corp und ein unabhängiger, nachhaltiger Fondsmanager mit digitaler Vermögensverwaltung, mit Sitz in Leipzig. Das Unternehmen erstellt und verwaltet risikooptimierte, global diversifizierte Portfolios zum systematischen Vermögensaufbau. Dabei kommen die nach strengen Nachhaltigkeitskriterien von Evergreen gemanagten Publikumsfonds sowie Fonds von Drittanbietern in der Vermögensverwaltung zum Einsatz. Auf evergreen.de können Menschen ihre finanzielle Situation analysieren, ihre finanzielle Zukunft planen und mit den Evergreen-Anlageprodukten in die Realität umsetzen. Evergreen unterstützt die Nutzer bei der Umsetzung ihrer Ziele mit fairen, transparenten und flexiblen Möglichkeiten zur Geldanlage. Evergreen stellt Partnerunternehmen seine digitale Vermögensverwaltung als Schnittstelle oder API ("Application Programming Interface") zur Verfügung. Ferner bietet Evergreen seine Leistungen als Asset Manager in Form von White-Label- Fonds und Spezialfonds an. Evergreen erhielt am 30. Oktober 2019 die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Finanzdienstleister gemäß § 32 Abs. 1 des Kreditwesengesetzes (KWG). Seit dem 26. Juni 2021 gilt diese Genehmigung gemäß § 15 des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG). Mit dieser Erlaubnis wurde die Evergreen zu einem Wertpapierdienstleister. Die Erlaubnis erstreckt sich auf die Anlagevermittlung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG, die Anlageberatung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG, die Abschlussvermittlung gemäß § 2 Abs. Nr. 5 WpIG sowie die Finanzportfolioverwaltung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG. Zusammen mit der deutschen Fondsservice-Plattform Universal-Investment-Gesellschaft mbH als Kapitalverwaltungsgesellschaft werden fünf Publikumsfonds vermarktet. 2 Wirtschaftsbericht Als Wertpapierinstitut hat Evergreen eine Vielzahl von aufsichtsrechtlichen Vorgaben inkl. Verlautbarungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu beachten. In Anbetracht des Erhaltes der Erlaubnis zur Erbringung von Wertpapierdienstleistungen wurden diese Vorgaben im Unternehmen implementiert und regelmäßig auf ihre Aktualität geprüft. 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die weltwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 wurde von Inflations- und Zinsspekulationen geprägt. Während die massentaugliche Verbreitung von "Künstlicher Intelligenz" in Form sogenannter Large Language Models die Börsenplätze in Euphorie versetzte, eskalierten weitere geopolitische Konflikte. Die hohe Inflationsrate aus dem Vorjahr kam im Laufe des Jahres 2023 deutlich zurück. Die durchschnittliche Inflationsrate im Jahr 2023 lag in Deutschland bei 5,9% und damit weiterhin über dem Zielniveau. Mit einer durchschnittlichen monatlichen Teuerungsrate von unter 4% lag das vierte Quartal 2023 jedoch bereits deutlich unter den vorangegangenen Quartalen. Im Jahr 2022 lag die durchschnittliche Inflationsrate noch bei 6,9%. Im Vergleich zum Vorjahr kam die Inflation weniger aus den Energiepreisen, sondern hauptsächlich aus den Nahrungsmitteln. Dies ist ein Indikator dafür, dass externe Effekte zunehmend weniger ins Gewicht fallen und stattdessen Zweitrundeneffekte einer der Haupttreiber der anhaltend hohen Inflation sind. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland schrumpfte im Jahr 2023 um 0,3% Experten sehen Deutschland beim Wirtschaftswachstum auch in den kommenden Jahren als Schlusslicht unter den Industriestaaten. Der Leitzins in der Eurozone wurde von 2% zu Jahresbeginn bis Oktober 2023 schrittweise auf bis zu 4% angehoben. Damit deckt sich die Intensität der Zinserhöhungen mit der der Federal Reserve. Abseits des Inflationsgeschehens sandten die drastisch gestiegenen Zinsen Schocks durch das Bankensystem. Die Abwertung von festverzinslichen Portfolios führte zum Ausfall der Silicon Valley Bank in den USA. Während Bankenausfälle in den USA auf kleinere Banken beschränkt blieben, zwangen die Unruhen im Bankensektor die Europäische Aufsicht zur Zwangsfusion der Credit Suisse. Der schnelle Niedergang des Schweizer Traditionshauses warf Fragen hinsichtlich der Stabilität des Europäischen Bankensektors auf. Geopolitisch hält der Konflikt in der Ukraine weiterhin an. Auch im Nahen Osten eskalierten die bestehenden Konflikte im Jahr 2023 weiter. Ausgelöst durch einen Angriff der Hamas auf israelischem Boden im Oktober 2023 eskaliert die humanitäre Krise im Gazastreifen. 2.2 Geschäfts- und Rahmenbedingungen (Kapitalmarktentwicklung) Die globalen Aktienmärkte entwickelten sich im Berichtszeitraum 2023 deutlich positiv. Trotz der gestiegenen Finanzierungskosten konnten insbesondere Technologieunternehmen im Rahmen des verstärkten Aufkommens von Large Language Models deutlich zulegen. Sowohl Softwareunternehmen als auch Unternehmen der Halbleiterindustrie erfuhren einen enormen Umsatzschub. Abseits des Technologiesektors war das Jahr 2023 deutlich ruhiger, aber ebenfalls positiv. Im März erfuhren die Aktienmärkte aufgrund der Unruhen im Bankensektor einen Rücksetzer. Im zweiten und dritten Quartal stiegen die Aktienmärkte sehr konstant. Im Oktober gaben die Aktienmärkte aufgrund der gestiegenen globalen Unsicherheit deutlich ab, bevor die Aktienmärkte zur Jahresendrally ansetzten. Die globalen Anleihemärkte entwickelten sich im Berichtszeitraum 2023 leicht positiv. Das Inflations- und Zinsgeschehen waren dabei richtungsgebend für die Anleihenmärkte. Die Anleihen gaben aufgrund des anhaltenden Zinserhöhungszyklus der Zentralbanken bis Ende Oktober 2023 konstant ab. Zum Jahresende konnten die Anleihen jedoch deutlich zulegen. Auslöser war die Aussicht auf ein zeitnahes Ende der Zinserhöhungen. Die Kurse von kurzfristigen staatsnahen und besicherten Geldmarktanlagen verzeichneten innerhalb des Berichtszeitraumes eine konstante Abwärtsbewegung. Aufgrund des weiter steigenden Zinsumfeldes (Referenzzinssätze EURIBOR 12M, LIBOR USD 12M, LIBOR GBP 12M) verzeichneten Geldmarktpapiere bis zum Ende des Berichtszeitraums weitere Bewertungsverluste. Die Zinsbewegungen trafen dabei besonders das kurzfristige Ende der Zinskurve, was die Invertierung der Zinskurve weiter verstärkte. Die Währungsentwicklung im Berichtszeitraum 2023 im Euroraum war konstant. Der EUR / USD-Kurs entwickelte sich von 1,07 zu Jahresbeginn auf 1,10 zum Ende des Berichtszeitraumes. 2.3 Geschäftsverlauf Unter Berücksichtigung der zuvor beschriebenen Rahmenbedingungen entspricht die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft den Erwartungen der Geschäftsleitung. Mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1388 TEuro (Vorjahr 1532 TEuro) wurde das erwartete Ergebnisniveau erreicht. Evergreen befindet sich weiterhin in der Aufbauphase. Insofern ist das Ergebnis in erster Linie durch Investitionen in Personal, Softwareentwicklung für die Internetplattform, Büromiete sowie Maßnahmen zur weiteren Kundengewinnung gekennzeichnet. 3 Lage des Unternehmens 3.1 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme beträgt zum Berichtsstichtag 1449 TEuro (Vorjahr 2379 TEuro). Die Aktivseite besteht im Wesentlichen aus täglich fälligen Einlagen bei Kreditinstituten 730 TEuro (Vorjahr 1393 TEuro) sowie den immateriellen Vermögensgegenständen 536 TEuro (Vorjahr 766 TEuro). Die Passivseite der Bilanz ist neben den Sonstigen Verbindlichkeiten 88 TEuro (Vorjahr 217 TEuro) und Rückstellungen 57 TEuro (Vorjahr 66 TEuro) vor allem durch das Eigenkapital 1281 TEuro (Vorjahr 2096 TEuro) geprägt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war stets gewährleistet. Die Gesellschaft gab im Geschäftsjahr 2023 die Meldungen der Eigenmittel und Kapitalquoten gemäß Artikel 54 IFR sowie die Meldungen zu den Finanzinformationen nach § 66 Abs. 2 WpIG ab. Die Gesellschaft gab im Geschäftsjahr 2023 die Meldung der Eigenmittel auf Basis der fixen Gemeinkosten gemäß Art. 13 IFR sowie für das Vorhalten von permanenten Mindestkapital nach Art. 14 IFR ab. Es wurden während des Geschäftsjahres weder wesentliche Investitionsverpflichtungen eingegangen noch getätigt. 3.2 Ertragslage Die Gesellschaft generiert Einnahmen durch ihre Funktion als Vermögensverwalter und als Berater der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG). Die Höhe dieser Vergütungen ist abhängig vom Volumen der betreuten Vermögenswerte. Aufgrund der wachsenden Kundenbasis und des Anstiegs des verwalteten Vermögens erhöhten sich die Erträge im Geschäftsjahr 2023 auf 268 TEuro (Vorjahr: 205 TEuro). Die prognostizierten Erträge von 378 TEuro wurden jedoch nicht erreicht, da das Wachstum der Assets under Management geringer ausfiel als erwartet. Ein zunehmender Anteil der operativen Kosten konnte durch die Einnahmen gedeckt werden. Diese Kosten setzen sich hauptsächlich aus Personalkosten in Höhe von 856 TEuro (Vorjahr: 914 TEuro) und anderen Verwaltungskosten in Höhe von 475 TEuro (Vorjahr: 831 TEuro) zusammen. Weitere Details sind im Anhang zu finden. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 1388 TEuro (Vorjahr: 1532 TEuro) entspricht, unter Berücksichtigung der zuvor beschriebenen Entwicklung der Assets under Management, den Erwartungen. 3.3 Gesamteinschätzung Die Kapitalausstattung sowie die Liquidität der Gesellschaft sind zu jedem Zeitpunkt als geordnet zu bezeichnen. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die einzelnen Kapitalquoten wurden in 2023 jederzeit eingehalten. 3.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als wachsendes Unternehmen können Leistungsindikatoren (KPIs oder Key Performance Indicator) nicht nur rein finanzieller Natur sein. Die stetige Erhöhung des positiv besetzten Bekanntheitsgrades insbesondere eine starke Präsenz in sozialen Netzwerken, Fachzeitschriften, Onlinemedien, sowie die Sicherung einer zweifelsfreien Reputation durch die hochqualifizierte und transparente Dienstleistung gehören ebenso zu den nicht finanziellen KPIs, wie die Sicherung der Qualität und Belastbarkeit der operationellen und informationstechnologischen Infrastruktur. Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt anhand der Erträge aus den Vergütungen für die betreuten Assets under Management (AuM). Die verwalteten AuM stellen zwar keinen primären finanziellen Leistungsindikator dar, sie beeinflussen jedoch indirekt die Erträge der Gesellschaft. Aus diesem Grund handelt es sich bei den betreuten Assets under Management um eine zentrale Kenngröße. Im Fokus stehen zudem klassische Performancekennzahlen wie das Kundenvermögen, die Kundenanzahl als auch die Kosten der Neukundengewinnung. 4 Risikobericht 4.1 Risikomanagementsystem Die Gesellschaft hat ein System zur Risikoüberwachung und -steuerung implementiert. Ein elementarer Bestandteil des Risikomanagements ist neben dem internen Kontrollsystem die Risikoinventur. Dabei werden die wesentlichen Risiken der Gesellschaft identifiziert und deren finanzielle Auswirkungen auf die Gesellschaft analysiert. Im Rahmen des Risikomanagements wird die Bewertung dieser wesentlichen Risiken regelmäßig von der Geschäftsleitung überprüft. Im Zuge des Risikomanagements wird somit geprüft, ob die der Evergreen GmbH zur Verfügung stehenden Mittel die wesentlichen Risiken laufend abdecken können. Die Risiken werden durch geeignete Instrumente (insbesondere Geschäfts- und Kapitalplanung, KPIs und Kostenkontrolle) gesteuert, überwacht und regelmäßig kommuniziert. Aufgrund der noch nicht kostendeckenden Erträge steht eine ausreichende Eigenmittelzufuhr im Fokus der Gesellschaft. Neben der Risikocontrollingfunktion sind eine interne Revision sowie Beauftragte für Compliance, Geldwäsche- und Betrugsprävention, Datenschutz, Informationssicherheit sowie Auslagerungsmanagement implementiert. Die Gesellschaft ist nicht berechtigt, Eigengeschäfte oder Eigenhandel zu tätigen, was sich risikomindernd auswirkt. Mit Hilfe des in der Gesellschaft implementierten Risikomanagementsystems sollen wesentliche Risiken frühzeitig sichtbar gemacht, ein ordnungsgemäßer Geschäftsablauf für die Kunden sichergestellt und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und Verlautbarungen der BaFin gewährleistet werden Ertrags- und Liquiditätsrisiken Das primäre Ertragsrisiko besteht darin, eine solide Kundenbasis aufzubauen und das Volumen der Assets under Management (AuM) kontinuierlich zu steigern. Eng verknüpft mit den Schwankungen der Kapitalmärkte, kann ein Rückgang der Märkte das verwaltete Vermögensvolumen reduzieren, was wiederum die Beratervergütungen mindert und die Ertragslage direkt beeinträchtigt. Zusätzlich zu den Markteinflüssen ist das Ertragsrisiko auch von den Nettomittelzuflüssen abhängig, welche durch KPIs fortlaufend überwacht und bewertet werden, um die finanzielle Gesundheit und Stabilität des Unternehmens zu gewährleisten. Das Liquiditätsmanagement der Evergreen zielt darauf ab, die jederzeitige Zahlungsbereitschaft sicherzustellen. Die Liquiditätsplanung umfasst einen Zeitraum von 12 Monaten, wobei prognostizierte Mittelzuflüsse den erwarteten Mittelabflüssen gegenübergestellt werden. Diese Planung basiert auf monatlichen Buchungsabschlüssen. Eine zusätzliche Mittelfristplanung über fünf Jahre dient der genauen Prognose zukünftiger Mittelbewegungen. Geschäftsleitung und Controlling analysieren regelmäßig die Gewinn- und Verlustrechnungen sowie die Liquiditätsberichte und Meldungen an die Deutsche Bundesbank. Evergreen legt großen Wert auf ausreichende Mittelversorgung. Im Berichtszeitraum wurde die Liquidität ausschließlich in Form von Kontoguthaben bei einem inländischen Kreditinstitut gehalten. Die Finanzierung erfolgt nicht über Kredite, sondern durch Gesellschafterzuführungen und den laufenden Betrieb. Im Dezember 2022 und August 2023 wurden Kapitalerhöhungen beschlossen, letztere mit Unterstützung der Sächsischen Aufbaubank im Rahmen des "Business Angel Bonus"Förderprogramms. Der Bewilligungsbescheid hierfür wurde im März 2024 erteilt. Die Geschäftsleitung ist überzeugt, dass durch die geplanten und verfügbaren Liquiditätsmittel die zukünftige Zahlungsfähigkeit gesichert ist und beabsichtigt, weitere Unternehmensfördermöglichkeiten zu nutzen. Indirekte Marktpreisrisiken Obwohl direkte Marktpreisrisiken aktuell nicht bestehen, da die Anlage eigener Mittel ausschließlich in laufenden Guthaben erfolgt, könnten indirekte Risiken entstehen. Ein Rückgang der Marktpreise an den Kapitalmärkten könnte die Vermögen der Kunden und somit AuM als Berechnungsbasis für die Beratungsvergütungen reduzieren. Zudem könnten niedrigere Notierungen die Neukundenakquisition erschweren und potenziell die Kosten für rechtliche Auseinandersetzungen mit unzufriedenen Kunden erhöhen. Diese indirekten Marktrisiken sind vor allem Teil der Ertragsrisikosteuerung. Durch kontinuierliches Marktmonitoring wird die Kursentwicklung fortlaufend überwacht, um jederzeit mögliche Handlungsoptionen prüfen zu können. Haftungsrisiken Haftungsrisiken können insbesondere in der Vermögensverwaltung gegenüber Kunden entstehen. Die Gesellschaft legt großen Wert auf die Erfüllung der Kundenanforderungen und bietet individualisierte Kunden- und Risikoprofile an. Diese berücksichtigen langfristige Anlageziele, die entsprechende Risikoaffinität und die gewünschte Anlagestrategie. Die Risikoaffinität wird regelmäßig überprüft, und Verlustschwellen werden kontinuierlich überwacht. Es bestehen ein Beschwerdemanagement und eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Reputationsrisiken Evergreen versteht unter Reputationsrisiko die Gefahr, dass durch Fehlverhalten die öffentliche oder kundenbezogene Wahrnehmung der Kompetenz oder Integrität beeinträchtigt wird, was negative wirtschaftliche Folgen haben kann. Das Vertrauen der Kunden ist für die Erbringung Wertpapierdienstleistungen unerlässlich. Zweifelhaftes Geschäftsgebaren kann die Geschäftstätigkeit nachhaltig beeinträchtigen. Evergreen steuert das Reputationsrisiko durch strikte Einhaltung von Compliance-Vorgaben, aufsichtsrechtlichen Anforderungen und sonstigen rechtlichen Vorschriften. Die Mitarbeiter sind ebenfalls verpflichtet, diese Compliance-Vorgaben einzuhalten, um Reputationsrisiken vorzubeugen. Adressenausfallrisiken Adressenausfallrisiko bezeichnet das Risiko, dass ein Vertragspartner nicht oder nicht fristgerecht leistet bzw. seine Verbindlichkeiten gegenüber Evergreen nicht vollständig bedient. Zum Bilanzstichtag sehen wir dieses Risiko hauptsächlich durch die Anlage eigener Gelder in Tages- und/oder Festgeldern. Diese Risiken werden als gering eingestuft, da alle wesentlichen Bankverbindungen staatlicher Aufsicht unterliegen, die Forderungen kurzfristig fällig sind und die wesentlichen Vermögensteile bei der Leipziger Volksbank eG hinterlegt sind. Die Forderungen bestehen hauptsächlich gegenüber der Kapitalverwaltungsgesellschaft, die Evergreen als zahlungsfähig einstuft, weshalb keine wesentlichen Risiken erwartet werden. Zudem werden anfallende Gebühren bei den Kunden der Vermögensverwaltung per Lastschrift eingezogen, was das Adressenausfallrisiko weiter reduziert. Operationelle Risiken Operationelle Risiken sind Gefahren und Verluste, die durch interne Prozess- und Systemmängel, menschliches Fehlverhalten oder externe Ereignisse entstehen. Diese Risiken betreffen die Gesellschaft vor allem durch Personalrisiken. Die fachliche Qualifikation der Mitarbeiter sowie klare Kompetenz- und Vertretungsregelungen tragen wesentlich zur Risikominderung bei. Neue Mitarbeiter werden erst nach eingehender Überprüfung ihrer Zuverlässigkeit eingestellt. Jährliche Mitarbeitergespräche evaluieren fortlaufend die Zuverlässigkeit, Qualifikation und Sachkunde jedes Mitarbeiters. Diese Bewertungen werden in den Personalakten vermerkt, wobei Fachwissen, besondere Fähigkeiten, Weiterbildung, Auffassungsgabe, Urteilsfähigkeit, Einsatzbereitschaft und Belastbarkeit berücksichtigt werden. Evergreen schafft attraktive Arbeitsbedingungen, um zuverlässige und talentierte Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden. Technische Systeme und IT-basierte Kontrollmaßnahmen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Reduzierung operationeller Risiken im betrieblichen Ablauf. Datenschutz hat dabei zentrale Bedeutung, und detaillierte Notfallpläne im IT-Bereich wirken Risiken aus Cyber-Kriminalität entgegen. Die interne Revision prüft regelmäßig die Funktionsfähigkeit der internen Kontrollmechanismen und -systeme, was eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Anpassung ermöglicht. Zum Bereich der operativen Risiken zählt auch das Auslagerungsrisiko. Evergreen hat einige Geschäftsprozesse ausgelagert, darunter die interne Revision, Finanzbuchhaltung sowie die Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärung. Es wurden keine Anzeichen dafür festgestellt, dass beauftragte Auslagerungsunternehmen ihren Verpflichtungen nicht nachkommen könnten. Daher sieht Evergreen derzeit keine Notwendigkeit, bestehende Auslagerungsverhältnisse aufgrund von Vertragsverletzungen oder anderen Mängeln zu beenden. Leistungen der Auslagerungsunternehmen werden regelmäßig nach festgelegten Kriterien bewertet und überwacht, was die Risiken in diesem Bereich weiter reduziert. 4.2 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Die Geschäftsleitung von Evergreen hat zur Begrenzung von Risiken die erforderlichen organisatorischen Maßnahmen bezüglich Risikosteuerung und Risikoüberwachung getroffen. Dazu zählen insbesondere die schriftlich fixierte Dokumentation zum Risikomanagement sowie die Umsetzung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement. Unter Berücksichtigung der Geschäftsstrategie und der Risikotragfähigkeit wurden die Risiken bewertet. Auf dieser Basis wurden entsprechende Analysen, Methoden und Kennzahlen zur Messung und Überwachung der Risiken entwickelt und implementiert. Während des Geschäftsjahres 2023 sowie zum Bilanzstichtag waren die Risikoverhältnisse insgesamt geordnet. 5 Chancenbericht Im Geschäftsjahr 2024 ergeben sich für die Evergreen GmbH vielfältige Chancen für weiteres Kundenwachstum, auch unter Berücksichtigung des aktuell herausfordernden Marktumfeldes. Folgende Features und Weiterentwicklungen des Geschäftsmodells von Evergreen, sollen entscheidend dazu beitragen die vorhandenen Potenziale zu heben: Professionalität und Nachhaltigkeit: Evergreen hat sich als professioneller Vermögensverwalter etabliert, der seine Kunden durch Transparenz, Fairness und einen ansprechbaren Service überzeugt. In einer Zeit, in der die Unsicherheit im Markt steigt, erwartet Evergreen, dass sich mehr Menschen dazu entscheiden, ihre Vermögensverwaltung einem vertrauenswürdigen Partner anzuvertrauen. Dies könnte insbesondere für Familien und Einzelpersonen mit wenig Erfahrung in der Geldanlage gelten. B Corp-Zertifizierung und nachhaltige Fonds: Seit dem Erhalt der B Corp-Zertifizierung hat Evergreen seine Position als Pionier in der nachhaltigen digitalen Vermögensverwaltung weiter gefestigt. Die neuen Artikel-9-Fonds, Evergreen Sustainable World Stocks und Evergreen Sustainable World Bonds, erhöhen die Anzahl der eigenen Publikumsfonds auf insgesamt fünf und schärfen damit die strategische Ausrichtung weiter. Diese Entwicklungen, unterstützt durch ein starkes Nachhaltigkeitsprofil und effektive Marketingstrategien, stärken das Vertrauen der Kunden und fördern die Gewinnung neuer Kunden in einem zunehmend nachhaltigkeitsorientierten Markt. Embedded Finance: Im Geschäftsjahr 2022 hat Evergreen sein Leistungsspektrum strategisch erweitert, indem es seine Vermögensverwaltungslösung für Fintechs, Neo-Banken, Versicherungsunternehmen und auch Unternehmen außerhalb des Finanzsektors geöffnet hat. Durch die Einführung einer eigenen API-Lösung ermöglicht Evergreen seinen Geschäftskunden und Kooperationspartnern erstmals die Erstellung und Anpassung spezialisierter digitaler Produkte auf Basis der bewährten Evergreen-Vermögensverwaltung. Diese Integration gewährleistet eine nahtlose Einbindung und verbessert das Kundenerlebnis erheblich. Die APIs decken u.a. digitales Onboarding, virtuelle Unterdepots, Kontoeröffnungsprozesse sowie sämtliche erfolgreich implementierten Anlagefunktionen von Evergreen ab. Diese Flexibilität bietet einen deutlichen Wettbewerbsvorteil, indem sie es unseren Partnern ermöglicht, umfassende digitale Produkte schnell bereitzustellen. Seit der Einführung der API-Lösung hat Evergreen ein sein attraktives Dienstleistungsportfolio weiter entwickelt, das sowohl Fintechs als auch Partner außerhalb der Finanzbranche anspricht. Unsere innovativen Lösungen unterstützen Partner dabei, ihr Geschäft auszubauen und das Angebot an innovativen Finanzdienstleistungen kontinuierlich zu erweitern. Evergreen App: Seit ihrer Einführung ist die Evergreen App für Evergreen unverzichtbar geworden. Seit Januar 2023 wurden kontinuierlich neue Funktionen und Verbesserungen eingeführt. Sie bleibt eine führende Plattform für digitale Investitionen, die Anlegern eine einfache und effektive Finanzverwaltung ermöglicht. Die hohe Benutzerfreundlichkeit der App hat signifikant zur Kundenzufriedenheit beigetragen und die Bindung der Anleger ans Unternehmen gestärkt. Durch regelmäßige Updates und einen starken Fokus auf die Nutzererfahrung bleibt die App ein wesentlicher Bestandteil unseres Erfolgs. Vermögenswirksame Leistungen: Seit der Einführung im zweiten Quartal 2023 hat sich das VL-Angebot von Evergreen als erfolgreich erwiesen. Kunden schätzen die Möglichkeit, ihre Gelder renditeorientiert anzulegen und gleichzeitig einen positiven Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft auszuüben. Das VL-Konto entwickelt sich zu einer wichtigen Säule im Produktportfolio von Evergreen, indem es den Kunden ermöglicht, bis zu 40 Euro monatlich nachhaltig in einen Fondssparplan einzuzahlen. Die positive Resonanz der Kunden sowie das kontinuierliche Wachstum der VL-Konten bestärken Evergreen darin, sein Engagement für innovative und nachhaltige Geldanlagen weiter fortzusetzen. FirmenzinsPlus Im Rahmen unserer fortwährenden Bemühungen, innovative Finanzprodukte zu entwickeln, die den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen, hat Evergreen GmbH das Produkt FirmenzinsPlus eingeführt. Dieses Produkt ist darauf ausgelegt, Unternehmen aller Größen eine effektive und profitable Möglichkeit zur Verwaltung ihrer Liquidität zu bieten. Durch die Anlage im Geldmarkt kombiniert FirmenzinsPlus Rentabilität mit Flexibilität und Sicherheit, was es zu einer vorteilhaften Alternative zu herkömmlichen Tagesgeldkonten macht. Die Besonderheit von FirmenzinsPlus liegt in der Anlagestrategie, die das Firmenkapital in einem rechtlich unabhängigen Depot als Sondervermögen sichert. Diese Struktur gewährleistet einen vollständigen Schutz der Gelder im Falle einer Bankeninsolvenz und bietet somit eine zusätzliche Sicherheitsebene, die über die regulären Sicherungsgrenzen hinausgeht. Die Einführung von FirmenzinsPlus repräsentiert eine strategische Erweiterung unseres Produktportfolios und eröffnet neue Chancen für das Unternehmen, indem sie auf die sich wandelnden Anforderungen im Markt reagiert und zusätzliche Sicherheit für die Anlagen unserer Kunden bietet. 6 Prognosebericht Die Entwicklungsaussichten der Evergreen GmbH für das kommende Jahr werden wesentlich von einer Kombination interner und externer Faktoren beeinflusst. Zu den externen Herausforderungen gehören anhaltende geopolitische Spannungen, insbesondere der fortbestehende Konflikt in der Ukraine, sowie Risiken durch globale Inflation und Zinsänderungen. Diese Faktoren könnten sich negativ auf die Finanzmärkte auswirken, was wiederum Schwankungen im Kundenvermögen zur Folge haben und unsere Ertragsbasis beeinträchtigen könnte. Intern stützt sich unser optimistischer Ausblick auf eine stabile Belegschaft und die strategische Erweiterung unserer Dienstleistungspalette. Die kontinuierliche Diversifikation unseres Portfolios und die Erweiterung unserer Geschäftsaktivitäten bilden die Grundpfeiler unserer Wachstumsstrategie. Unsere fortschrittliche IT-Infrastruktur ermöglicht dabei effizientes und flexibles Arbeiten, was insbesondere im Zuge des Trends zur dezentralen Arbeit von Vorteil ist und uns einen entscheidenden Vorteil im aktuellen Marktumfeld bietet. Das Jahr 2023 war trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten von Wachstum im Kundenstamm und einem Anstieg des verwalteten Vermögens gekennzeichnet. Diese positive Tendenz setzt sich auch zu Beginn des Jahres 2024 fort, vor allem durch Erfolge in den Bereichen B2B und B2C. Wir erwarten, dass sich dieser positive Trend bei den Assets under Management weiterhin fortsetzt und zu einer Steigerung der Provisionseinnahmen führt. Gleichzeitig rechnen wir mit einem moderaten Anstieg der Betriebskosten. Für das Geschäftsjahr 2024 prognostizieren wir einen mittleren zweistelligen prozentualen Anstieg des verwalteten Vermögens. Aufgrund geplanter Abschreibungen auf getätigte Investitionen sowie der Kosten für unsere Marketingaktivitäten und Personalaufwendungen wird jedoch ein negatives Jahresergebnis erwartet. Trotz der Herausforderungen, die durch die externe Marktlage und notwendige Investitionen entstehen, sind wir zuversichtlich, dass Evergreen hervorragend positioniert ist, um sich in diesem schnelllebigen Marktumfeld erfolgreich zu behaupten. Unsere Fähigkeit, uns an veränderte Bedingungen anzupassen und proaktiv auf Kundenbedürfnisse zu reagieren, wird entscheidend sein, um auch zukünftig erfolgreich zu sein.
Leipzig, den 21.08.2024 Geschäftsführung der Evergreen GmbH Iven Kurz Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Evergreen GmbH, Leipzig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Evergreen GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Evergreen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 23. August 2024 Mazars
GmbH & Co KG
gez. Markus Morfeld, Wirtschaftsprüfer gez. Lars Arndt, Wirtschaftsprüfer |
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