Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 570023
Eingetragen
19.3.1969
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Erzeugnissen auf dem Gebiete der Elektronik, insbesondere von elektrischen Lötbädern und Lötmaschinen sowie elektrischen Kunststoffverarbeitungswerkzeugen mit Zubehör, sowie der Import und Export von Maschinen.

Historie

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Management

NameRolle
Christian Diehm
seit 16.1.2025
Prokura
Geschäftsführer
Rainer Krauss
seit 5.6.2013
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Kurtz Ersa Holding GmbH
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

ERSA GmbH

Wertheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Inhaltsverzeichnis

Anlage 1: Bilanz zum 31. Dezember 2015
Anlage 2: Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2015
Anlage 3: Anhang für das Geschäftsjahr 2015
Anlage 4: Unterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB
Anlage 5: Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015
Anlage 6: Bestätigungsvermerk
Anlage 7: Datum der Feststellung

Bilanz zum 31. Dezember 2015

Aktivseite

31.12.2015
EUR
31.12.2014
TEUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2.402.123,00 2.718
II. Sachanlagen    
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.891,00 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 982.776,00 836
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 811.238,00 855
4. Geleistete Anzahlungen 148.911,65 42
  1.958.816,65 1.733
  4.360.939,65 4.451
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.376.657,70 5.173
2. Unfertige Erzeugnisse 2.676.152,15 2.188
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.843.635,88 1.562
4. Geleistete Anzahlungen 289.571,05 481
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -756.265,06 -494
  11.429.751,72 8.910
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.234.802,72 5.747
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 105.394,20 EUR (Vj.: 20 TEUR)    
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.824.070,01 14.744
3. Sonstige Vermögensgegenstände 373.074,93 709
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 40.925,79 EUR (Vj.: 240 TEUR)    
  19.431.947,66 21.200
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 19.951,89 94
  30.881.651,27 30.204
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.768,57 22
  35.278.359,49 34.677

Passivseite

   
  31.12.2015
EUR
31.12.2014
TEUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 2.556.000,00 2.556
II. Gewinnrücklagen 6.767.000,00 6.767
III. Gewinnvortrag 17.531.183,21 17.531
  26.854.183,21 26.854
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 80.349,00 69
2. Steuerrückstellungen 0,00 736
3. Sonstige Rückstellungen 5.225.587,20 3.875
  5.305.936,20 4.680
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 125.472,10 375
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.023.695,88 1.588
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 372.507,11 571
4. Sonstige Verbindlichkeiten 596.564,99 609
  3.118.240,08 3.143
  35.278.359,49 34.677

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2015

EUR Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse   87.016.488,34   76.352
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   1.778.583,04   433
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   946.550,00   935
4. Sonstige betriebliche Erträge   1.608.210,98   1.227
5. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -32.489.683,26   -28.086  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.063.037,77 -40.552.721,03 -7.070 -35.156
6. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -19.826.741,20   -17.222  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -3.309.453,42 -23.136.194,62 -2.920 -20.142
- davon für Altersversorgung 6.171,49 EUR (Vj.: 4 TEUR)        
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -993.786,44   -985
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -16.944.414,10   -14.289
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   0,00   8
- davon aus verbundenen Unternehmen: 0,00 EUR (Vj.: 8 TEUR)        
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   719.155,95   844
- davon aus verbundenen Unternehmen: 678.141,64 EUR (Vj.: 831 TEUR)        
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -244.193,63   -214
- davon an verbundene Unternehmen: 17.453,67 EUR (Vj.: 158 TEUR)        
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   10.197.678,49   9.013
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   4.401,67   803
14. Sonstige Steuern   -12.349,00   -11
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne   -10.189.731,16   -9.805
16. Jahresüberschuss   0,00   0

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

I. Allgemeine Angaben

1. Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie gemäß § 42 GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

2. Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bleibt gegenüber dem Vorjahr unverändert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das bisher angewendete Gesamtkostenverfahren beibehalten.

1. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringenden Vermerke insgesamt im Anhang aufgeführt. Die Vermerke zu den Verbindlichkeiten sind ebenfalls im Anhang aufgenommen.

II. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Rahmen der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, unter Beachtung ergänzender Vorschriften für große Kapitalgesellschaften stetig angewendet:

Aktivseite

1. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

2. Das abnutzbare Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare oder degressive Abschreibungen angesetzt. Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 150,00 EUR nicht übersteigen, werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150,00 EUR aber nicht 1.000,00 EUR übersteigen, werden in einen Sammelposten eingestellt und über die Dauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

3. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu gleitenden Durchschnittspreisen bewertet.

4. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse beinhalten die Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die Waren sind zu Anschaffungskosten aktiviert.

5. Soweit ein niedrigerer Wert der Vorräte vorliegt, der diesen Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, sind Abschreibungen gem. § 253 Abs. 4 HGB vorgenommen.

6. Die geleisteten Anzahlungen sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennbetrag angesetzt und werden offen von den Vorräten abgesetzt.

7. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Ansprüche aus einer Überschussbeteiligung und Zeitkontenrückdeckung sind zum Aktivwert bilanziert. Der Auszahlungsanspruch auf das Körperschaftsteuerguthaben ist mit dem Barwert aktiviert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

8. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bilanziert.

Passivseite

9. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten Übergangsgelder an Angehörige im Todesfall eines Beschäftigten. Sie sind nach versicherungsmathematischen Verfahren nach der projected unit credit-method ("PUCM", sog. Anwartschaftsbarwertmethode) bewertet, unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 3,9 % (bei einer Laufzeit von 15 Jahren entsprechend der Veröffentlichung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank) und der Richttafeln Heubeck 2005 G. Die Fluktuation wurde mit 3,9 % berücksichtigt und der Einkommenstrend mit 2,5 %.

10. Der Aktivwert der Zeitkontenrückdeckung für Altersteilzeit aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 211 TEUR ist mit dem Erfüllungsbetrag der Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von 375 TEUR verrechnet worden. Die unter Beachtung des Niederstwertprinzips fortgeführten Anschaffungskosten und damit der beizulegende Zeitwert i.S.d. § 255 Abs. 4 S. 4 HGB entsprechen dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zuzüglich einer etwa unwiderruflich zugeteilten Überschussbeteiligung (Aktivwert). Die Ermittlung der Rückstellung für Altersteilzeit erfolgte auf Basis eines Zinssatzes von 2,2 % und unter Einbeziehung der Richttafeln nach Klaus Heubeck 2005 G.

11. Die übrigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr entsprechend ihrer Restlaufzeit mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre lt. Abzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank abgezinst.

12. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

13. Der Jahresabschluss enthält Posten, denen Beträge zu Grunde liegen, die auf fremde Währung lauten. Die Umrechnung in EUR (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB) erfolgt bei Valutaforderungen und -verbindlichkeiten nach Maßgabe des Devisenkassamittelkurses am Bilanzstichtag gem. § 256 a HGB.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Aktivseite

1. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im nachstehenden Anlagenspiegel dargestellt.

2. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit 2.006 TEUR (Vj.: 5.766 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen und betreffen mit 7.818 TEUR (Vj.: 8.978 TEUR) Forderungen gegen Gesellschafter.

3. Zur Sicherstellung der Rücknahme- und Entsorgungsverpflichtungen aus dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz sind aktivierte Bankguthaben in Höhe von 14 TEUR (Vj.: 14 TEUR) treuhänderisch hinterlegt.

Entwicklung des Anlagevermögens in der Bilanz zum 31.12.2015

(Anlagenspiegel) in EUR

Posten Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2015 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 4.920.059,39 93.325,60 0,00 0,00 5.013.384,99
II. Sachanlagen          
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 16.913,50 0,00 0,00 16.913,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.700.372,54 1.043.504,48 25.840,00 -877.237,00 2.892.480,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.148.042,55 201.244,86 0,00 0,00 5.349.287,41
4. Geleistete Anzahlungen 41.801,00 132.950,65 -25.840,00 0,00 148.911,65
  7.890.216,09 1.394.613,49 0,00 -877.237,00 8.407.592,58
  12.810.275,48 1.487.939,09 0,00 -877.237,00 13.420.977,57
Posten Abschreibungen
01.01.2015 Zugänge Abgänge 31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2.202.357,39 408.904,60 0,00 2.611.261,99
II. Sachanlagen        
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.022,50 0,00 1.022,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.864.292,54 338.247,48 -292.836,00 1.909.704,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.292.437,55 245.611,86 0,00 4.538.049,41
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  6.156.730,09 584.881,84 -292.836,00 6.448.775,93
  8.359.087,48 993.786,44 -292.836,00 9.060.037,92
Posten Buchwerte
31.12.2015 31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2.402.123,00 2.717.702,00
II. Sachanlagen    
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.891,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 982.776,00 836.080,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 811.238,00 855.605,00
4. Geleistete Anzahlungen 148.911,65 41.801,00
  1.958.816,65 1.733.486,00
  4.360.939,65 4.451.188,00

Passivseite

2. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Verpflichtungen aus Gewährleistungen, aus ausstehenden Rechnungen sowie Verpflichtungen gegenüber dem Personal.

3. Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Posten bis zu 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 125 0 0 125
(Vorjahr) (250) (125) (0) (375)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 756 0 0 756
(Vorjahr) (494) (0) (0) (494)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.024 0 0 2.024
(Vorjahr) (1.588) (0) (0) (1.588)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 372 0 0 372
(Vorjahr) (571) (0) (0) (571)
Sonstige Verbindlichkeiten 597 0 0 597
(Vorjahr) (609) (0) (0) (609)
- davon aus Steuern 368 0 0 368
(Vorjahr) (334) (0) (0) (334)
Gesamt 3.874 0 0 3.874
(Vorjahr) (3.512) (125) (0) (3.637)

4. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit 357 TEUR (Vj.: 556 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsätze

Die Umsatzerlöse teilen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:

2015
TEUR
2014
TEUR
Werkzeuge 16.949 15.976
Maschinen 70.530 60.727
Erlösschmälerungen -463 -351
  87.016 76.352

Die Umsatzerlöse teilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

2015
TEUR
2014
TEUR
Inland 20.643 22.312
Ausland 66.836 54.391
Erlösschmälerungen -463 -351
  87.016 76.352

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die Position enthält Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 746 TEUR (Vj.: 328 TEUR).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus Anpassungen an eine steuerliche Außenprüfung mit 0 TEUR (Vj.: 116 TEUR), aus der Anpassung von Einzelwertberichtigungen mit 0 TEUR (Vj.: 42 TEUR) und aus der Auflösung von Rückstellungen mit 75 TEUR (Vj.: 84 TEUR) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Position enthält Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 150 TEUR (Vj.: 94 TEUR).

4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Position enthält Zinserträge aus Abzinsungen in Höhe von 2 TEUR (Vj.: 0 TEUR).

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Position enthält Zinsaufwand aus der Aufzinsung in Höhe von 24 TEUR (Vj.: 22 TEUR). Der Zinsaufwand aus der Altersteilzeitverpflichtung betrug 8 TEUR (Vj.: 11 TEUR) und wurde mit den korrespondierenden Erträgen des Deckungsvermögens von 0 TEUR (Vj.: 2 TEUR) verrechnet.

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit 0 TEUR latente Steuererträge (Vj.: 703 TEUR).

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer im Quartalsdurchschnitt:

Jahresdurchschnitt 2015
Gewerbliche Arbeitnehmer Produktion 153
Angestellte Verwaltung und Vertrieb 168
Gesamt 321

2. Haftungsverhältnisse

2015
TEUR
2014
TEUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 8.241 9.992
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 11.183 22.153
  19.424 32.145

Die Inanspruchnahme aus Gewährleistungsverträgen und den Bürgschaften schätzen wir auf Grund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Hauptschuldner als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 a HGB

TEUR
Gesamt 1.851
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 970

4. Konzernabschluss

Die ERSA GmbH ist verbundenes Unternehmen der Kurtz Holding GmbH & Co. Beteiligungs KG, Kreuzwertheim - Wiebelbach, entsprechend § 271 Abs. 2 HGB und in deren Konsolidierungskreis mit einzubeziehen.

Die Offenlegung erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

5. Abschlussprüferhonorare

Die ERSA GmbH verzichtet auf diese Angaben gemäß § 285 Nr. 17 letzter Halbsatz HGB. Die Angaben über die Abschlussprüferhonorare werden im Konzernabschluss der Kurtz Holding GmbH & Co. Beteiligungs KG vorgenommen, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

6. Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2015 gehörte der Geschäftsführung an:

Herr Dipl.-Ing. Rainer Kurtz, Geschäftsführer

Unterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB

 

Wertheim/Main, 07. März 2016

Dipl.-Ing. Rainer Kurtz

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

ERSA GmbH

A. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2015

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ERSA GmbH ist Bestandteil des Kurtz Ersa-Konzerns und bietet hierbei Produkte und Leistungen im Business Segment Electronics Production Equipment an. Für weitere Ausführungen hierzu verweisen wir auf den Konzernlagebericht der Kurtz Holding GmbH & Co. Beteiligungs KG.

Unsere Vision "Unser Technologievorsprung optimiert die Herstellungsprozesse unserer Kunden" ist die Grundlage für unser Geschäftsmodell.

Unser Programm unterteilt sich in die Geschäftsbereiche "Ersa Maschinen" und "Ersa Werkzeuge". Unter der Marke "Ersa" werden vor allem Lötmaschinen, Reworksysteme, Inspektionssysteme, Werkzeuge und sonstiges Zubehör rund um das Thema Löten hergestellt und international vertrieben. Ein Schulungsprogramm für Anwender rundet das Angebotsspektrum ab. Wir bieten in diesem Segment weltweit das breiteste Produktspektrum an. Im Bereich Selektivlöten gelten wir als Weltmarktführer.

Für unsere Kunden wollen wir überall auf der Welt der beste Partner zur Lösung von produktionstechnischen Herausforderungen sein. Entscheidungen bei ERSA berücksichtigen langfristige Aspekte. Deswegen suchen wir stets die dauerhaft angelegte Geschäftsbeziehung mit unseren Kunden und Partnern.

Der Vertrieb unserer Produkte erfolgt über weltweite Vertretungen. In den Ländern China, USA, Mexiko und Frankreich ist der Kurtz Ersa-Konzern mit eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften präsent. Am Standort Zhuhai, China wird eine Produktionsstätte zur Herstellung bzw. Montage von Maschinen unterhalten.

2. Forschung und Entwicklung

Seit Firmengründung im Jahr 1921 haben wir mit unserem Streben nach Innovation vielfältige entscheidende technische Neuerungen realisiert. Die zahlreichen erworbenen Patente und Auszeichnungen im Laufe der Unternehmensgeschichte belegen dies deutlich. Heute sind wir durch die erfolgreichen Entwicklungen in der Vergangenheit in vielen Bereichen bereits Technologie- und Weltmarktführer. Bei der Ersa GmbH sind heute rd. 15% der Gesamtbelegschaft als erfahrene Ingenieure und Techniker mit der Erarbeitung innovativer Konzepte und Lösungen befasst. Darüber hinaus werden viele Projekte mit externer Unterstützung entwickelt.

Bei der Entwicklung neuer Lötwerkzeuge und -maschinen nimmt dabei die Energieeffizienz einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Im Geschäftsjahr 2015 konnten zahlreiche Neu- bzw. Weiterentwicklungen auf den internationalen Messen dem Fachpublikum präsentiert werden.

Auf der Leitmesse productronica in München wurden im November zahlreiche Innovationen vorgestellt. Unter dem Schlagwort Industrie 4.0 fand der kollaborative Ersa ROBOPLACE große Beachtung. Mit ihm können einzelne THT-Bauteile automatisiert bestückt werden. Der ROBOPLACE markiert einen wichtigen und richtigen Schritt in Richtung "Vollautomatisierung Gesamtprozess Selektivlöten".

Ebenfalls neu ist das Flaggschiff VERSAFLOW 4: Die neueste Generation der High-End-Selektivlötanlagen ist besonders für die Automotive-Industrie interessant - und hier speziell für Hybridfahrzeug-Batterien.

Mit dem VERSAPRINT 3D Schablonendrucker mit integrierter 3D-Inspektionskamera werden Schablonendruck und 3D-Lötpasteninspektion in einem System vereint. Damit ermöglicht er eine komplette Automatisierung des Prozessschrittes Schablonendruck und gewährleistet eine konstante und weitestgehend bedienerunabhängige Qualität des Prozesses.

Die Reflowlötanlage HOTFLOW 3/20 VOIDLESS ermöglicht nahezu lunkerfreies Inline-Reflowlöten mit hohem Durchsatz und geringen Betriebskosten.

Beim Rework-Prozess reicht die neue Palette vom "Rework out of the Box"-Einsteigermodell HR 200 über die neue Hybrid-Rework-Plattform HR 550 mit computerunterstützter Bauteilplatzierung bis hin zu den High-End-Geräten HR 600/2. Hinzu kam der Hochleistungs-Lötkolben i-TOOL HIGH POWER mit seiner gewaltigen 250-Watt-Power.

Die Aufwendungen für selbst erstellte Entwicklungsleistungen werden bei uns nicht aktiviert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaftliches Umfeld

Die weltwirtschaftliche Dynamik blieb 2015 schwach. Wie schon in den Vorjahren wurden die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung nicht erfüllt. Prognosen wurden daher sukzessive nach unten angepasst - gesamtwirtschaftlich sowie in wichtigen Industriebranchen. War der Internationale Währungsfonds (IWF) im Oktober 2014 noch von einem globalen Wachstum von preisbereinigt 3,8 Prozent ausgegangen, dürfte der tatsächliche Zuwachs nur 3,1 Prozent betragen haben. In den Schwellen- und Entwicklungsländern hat sich das Wachstum voraussichtlich auf 4,0 Prozent abgeschwächt. In den Industrieländern erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt um durchschnittlich 1,9 Prozent.

Quelle: BIP-Zahlen: IMF World Economic Outlook Update January 2016

Weitere, detailliertere Informationen: VDMA Konjunktur International, Dezember 2015

Wichtige Kundenmärkte

Im Euro-Raum hat sich die Wirtschaft im Laufe des Jahres 2015 weiter erholt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um real 1,5 Prozent. Die Wirtschaft profitierte insbesondere von der Erhöhung der privaten Konsumausgaben. Trotz historisch niedriger Zinsen und einer leicht verbesserten Unternehmensstimmung entwickelten sich die Investitionen weiter schwach. Die Exportwirtschaft hatte leichten Rückenwind durch einen schwächeren Euro-Wechselkurs. Der gesamtwirtschaftliche Erholungsprozess machte in Irland, Portugal, Spanien und Italien weiter Fortschritte.

Die abermalige Zuspitzung der Krise in Griechenland war 2015 ein dominantes Thema. Die griechische Wirtschaft rutschte abermals in die Rezession.

Die US-Wirtschaft entwickelte sich 2015 weiter robust. Das Wachstum der Wirtschaftsleistung um real 2,5 Prozent war wieder in starkem Maße konsumgetrieben. Die Arbeitslosenquote sank auf 5 Prozent. Zum Jahresende erhöhte die US-Notenbank erstmals nach sieben Jahren geringfügig den Leitzins.

Japans Wirtschaftsleistung konnte trotz expansiver Finanzpolitik nur um 0,6 Prozent erhöht werden. Der private Konsum war schwach und auch die Exporte belasteten das gesamtwirtschaftliche Ergebnis.

Die Schwellen- und Entwicklungsländer lieferten 2015 ein sehr uneinheitliches Konjunkturbild. Viele von den Rohstoffexporten abhängige Länder mussten aufgrund verminderter Einnahmen ihre Ausgaben kürzen. Brasilien und Russland hat dies zusammen mit einem Mix weiterer Negativfaktoren sogar in die Rezession geführt. Sorgen bereitete 2015 immer wieder die schwächelnde Konjunktur in China. Der von der chinesischen Regierung betriebene Prozess des "new normal", d.h. weniger export- und investitionsgetriebenes Wachstum stattdessen mehr Wachstum durch Konsum und Dienstleistungen, wurde fortgesetzt und führte abermals zu einem geringeren gesamtwirtschaftlichen Zuwachs. Nach offiziellen Angaben expandierte die chinesische Wirtschaft um 6,9 Prozent. Das ist immer noch klar über dem Weltdurchschnitt, allerdings weit entfernt von früheren Zuwachsraten und geht mit einem deutlich verminderten Zuwachs bei der Industrieproduktion einher. Dynamischer entwickelte sich Indien (+7,3 Prozent), das unter dem neuen Regierungschef Modi einen Aufschwung erlebt.

Quelle: BIP-Zahlen: IMF World Economic Outlook Update January 2016

Weitere, detailliertere Informationen: VDMA Konjunktur International, Dezember 2015

Deutsche Konjunktur

Mit einem stabilen Jahresauftakt startete die deutsche Konjunktur in das Jahr 2015. Das Wirtschaftswachstum verlief bis zum Ende des Jahres stetig, sodass das Bruttoinlandsprodukt insgesamt im Jahresdurchschnitt real um 1,7 Prozent wuchs. Auch in 2015 kamen die stärksten Impulse vom Konsum. Die privaten Haushalte steigerten ihre Ausgaben um 1,9 Prozent, die staatlichen Konsumausgaben waren um 2,8 Prozent höher als im Vorjahr.

Im historischen Vergleich spiegelten die Ausrüstungsinvestitionen mit plus 3,6 Prozent eine wenig dynamische Entwicklung in Anbetracht der guten Konjunktur und der niedrigen Zinsen wider.

Die Zahl der Erwerbstätigen ist bedingt durch Zuwanderung sowie einem leichten Abbau der Arbeitslosigkeit gestiegen und erreichte im Jahresdurchschnitt mit rund 43 Millionen Personen (plus 0,8 Prozent) einen erneuten Höchststand.

Quelle: Sachverständigenrat Jahresgutachten 2015/2016, Statistisches Bundesamt

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Das Jahr 2015 blieb für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau hinter den ursprünglich gehegten Erwartungen zurück. Statt des noch im Herbst 2014 von den VDMA-Volkswirten prognostizierten realen Produktionswachstums in der Größenordnung von zwei Prozent konnte die Produktion ihr Vorjahresniveau lediglich halten, was der im Sommer 2015 revidierten Prognose entspricht. Der nicht preisbereinigte Produktionswert beläuft sich für 2015 auf rund 199 Mrd. Euro, der nicht preisbereinigte Umsatz kommt auf 218 Mrd. Euro.

Die Exporte von Maschinen und Anlagen erreichten ein Volumen von 155 Mrd. Euro. Das entspricht einem nominalen, also nicht preisbereinigten Plus von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Einen Zuwachs gab es für die Exporte in die EU-Partnerländer (+7 Prozent), in den Nahen- und Mittleren Osten (+1 Prozent), nach Zentral- und Südasien (+11 Prozent), nach Nordamerika (+11 Prozent) sowie nach Lateinamerika (+9 Prozent). Die Maschinenausfuhren ins Sonstige Europa (-10 Prozent), nach Afrika (-4 Prozent), nach Ostasien (-3 Prozent), nach Südostasien (-8 Prozent) und nach Australien (-6 Prozent) waren dagegen rückläufig.

Die Zahl der Beschäftigten betrug im Dezember rund 1.012.000 Personen. Das entspricht einem Plus von 0,4 Prozent oder einem Zuwachs von rund 4.000 Beschäftigten im Vergleich zum Dezember 2014.

Der Auftragseingang übertraf 2015 sein Vorjahresniveau um real ein Prozent. Dieser Zuwachs gilt gleichermaßen für die Inlands- sowie für die Auslandsnachfrage. Bei den Auslandsorders gab es eine starke Spreizung: Während die Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern ihr Vorjahresniveau um drei Prozent verfehlten, konnten die Aufträge aus den Euro-Partnerländern um 15 Prozent zulegen.

Quelle: VDMA Statistik, VDMA Konjunkturbulletin

2. Geschäftsverlauf

Der Markt für die elektronikverarbeitende Industrie ist zyklisch, wächst aber im langfristigen Mittel dauerhaft um rund 7 %. Unser Geschäft zog in 2015 im Vergleich zum Vorjahr um rund 14 % an.

Wir konnten auch bedingt durch die Akquisition großer Aufträge unsere Position am Markt weiter stärken. Insgesamt beurteilen wir den Geschäftsverlauf in 2015 als sehr gut.

3. Lage

a. Ertragslage

Die Umsatzerlöse erhöhten sich von 76,4 Mio. Euro um 10,6 Mio. Euro auf 87,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr. Das entspricht einem Wachstum von 14 %. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) verbesserte sich von 9,2 Mio. Euro um 1,2 Mio. Euro auf 10,4 Mio. Euro.

Die Umsatzrentabilität (Betriebsergebnis/Umsatzerlöse) lag bei 10,4 % (Vj.: 9,9 %).

Die Auftragseingänge und der Auftragsbestand lagen im Geschäftsjahr über unseren Erwartungen.

Der Personalaufwand (ohne Leiharbeitnehmer) hat sich absolut von 20,1 Mio. Euro um 3,0 Mio. Euro auf 23,1 Mio. Euro erhöht. Neben dem Anstieg der Belegschaftsstärke von 298 um 23 auf 321 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (Angestellte und Gewerbliche Arbeiter ohne Auszubildende) wirken sich innerhalb dieser Position auch die tariflichen Lohn- und Gehaltsteigerungen sowie höhere Aufwendungen für Erfolgsbeteiligungen aus. Aufgrund eines proportionalen Anstiegs der Gesamtleistung verändert sich die Personalaufwandsquote (ohne Leiharbeitnehmer) nur geringfügig im Vorjahresvergleich von 25,9 % auf 25,8 % in 2015.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen absolut von 14,3 Mio. Euro auf 16,9 Mio. Euro, jedoch verbleiben durch das höhere Geschäftsvolumen die Aufwendungen im Verhältnis zur Gesamtleistung mit 18,9 % (Vj.: 18,4 %) auf Vorjahresniveau. Das Zinsergebnis beläuft sich auf 0,5 Mio. Euro (Vj.: 0,6 Mio. Euro).

Unser Jahresergebnis wurde durch den 2013 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag an unseren Gesellschafter, die Kurtz GmbH, abgeführt.

b. Finanzlage

Die Finanzierung unserer Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über die Konzernmutter, die Kurtz Holding GmbH & Co. Beteiligungs KG, mit der wir ein Cashpooling betreiben. Von dieser wird zentral ein konzernweites Cash-Management betrieben. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 5,7 % der Bilanzsumme.

Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Konzernabschluss.

c. Vermögenslage

Das wirtschaftliche Eigenkapital beläuft sich, unter Einbezug der Forderungen gegen Gesellschafter von 7,8 Mio. EUR, auf 19,0 Mio. EUR (Vj.: 17,9 Mio. EUR). Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote beträgt 69,3 % (Vj.: 69,6 %). Durch die Gewinnabführung sind die Forderungen gegenüber unserer Gesellschafterin entsprechend reduziert; das bilanzielle Eigenkapital bleibt unverändert bei 26,9 Mio. EUR.

Bei dieser wirtschaftlichen Eigenkapitalquote ist die vollständige Abdeckung des Anlagevermögens mehrfach übertroffen.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung unseres Geschäfts verwenden wir verschiedene Kennzahlen, über die wir im monatlichen Turnus berichten. Abweichungen zu den Planwerten werden farblich hervorgehoben. Die Entwicklung der Ertragslage verfolgen wir über das EBIT, die Umsatzerlöse, den Auftragseingang und die Entwicklung der Deckungsbeiträge. Daneben wird die Kennzahl Book-to-bill als Indikator der kurzfristigen Entwicklung des Geschäftsvolumens herangezogen.

Die Umlauffinanzierung wird durch die Kennzahlen Warenumschlag und Forderungslaufzeit gemessen.

Das Konzernreporting unserer Muttergesellschaft wurde 2012 in der Kategorie "Großer Mittelstand" mit dem Preis "Beste Finanzkommunikation im Mittelstand 2012" ausgezeichnet.

Die Kennzahlen zur Ertragslage sind umsatz- und auftragsseitig positiv zu beurteilen. Die Deckungsbeiträge werden grundsätzlich als im Durchschnitt zufriedenstellend eingruppiert.

Die Kennzahlen zur Umlauffinanzierung werden grundsätzlich ebenfalls als zufriedenstellend beurteilt.

Auf Konzernebene wird über die freie Liquidität und den Break-Even-Punkt berichtet.

Die Messung der Personalqualifizierung erfolgt über ein Punktesystem als Ergebnis aus der Beurteilung von Mitarbeitern.

III. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zu erwähnen.

IV. Prognosebericht

Die VDMA-Volkswirte rechnen für 2016 damit, dass das Produktionsniveau des Vorjahres trotz vieler negativer Einflüsse seitens der weltweiten Nachfrage gehalten werden kann. Der Verfall vieler Rohstoffpreise kurbelt zwar die Konjunktur in den Verbraucherländern an. Doch die Preise sind inzwischen so stark gefallen, dass viele der Förderländer inzwischen mit massiven Problemen kämpfen und die Investitionsgüter-nachfrage aus diesen Ländern daher stark geschrumpft ist. Die starke Abwertung des Euro hat in der Eurozone zunächst zwar ebenfalls wie ein Konjunkturpaket gewirkt. Allmählich haben sich aber die Warenströme an die veränderten Wechselkursverhältnisse angepasst und eine der Kehrseiten der Medaille wird sichtbar:

So ächzt das Verarbeitende Gewerbe in den USA unter dem hohen Dollarkurs. Das gilt nicht nur für deren Exporte, sondern auch für den Absatz auf dem amerikanischen Markt. Das trübt die Investitionsfreude der US-amerikanischen Industrie.

Von den weiterhin niedrigen Zinsen erhofft sich der VDMA keine expansiven Effekte für die Investitionen mehr. Viele geopolitische Unruhen und Krisenherde sowie das Fehlen eines klaren Wachstumstrends sorgen für eine vorsichtige Haltung vieler potenzieller Investoren weltweit. Einer ganzen Reihe bedeutender Entwicklungs- und Schwellenländer, die in den vergangenen Jahren für ein hohes Exportwachstum im deutschen Maschinen- und Anlagenbau gesorgt haben, ist die Puste ausgegangen. Hier ist sogar mit weiteren Minusraten zu rechnen. Von den BRIC-Staaten traut der VDMA beispielweise nur noch Indien zunehmende Maschinenimporte aus Deutschland zu.

Quelle: VDMA Maschinenbau Konjunktur aktuell

Auf Basis unseres zum Bilanzstichtag vernünftigen Auftragsbestandes und dem gedämpften wirtschaftlichen Gesamtumfeld erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr eine Seitwärtsbewegung beim Umsatz. Aufgrund zu erwartendem erhöhten Margendruck planen wir für 2016 konservativ.

Wir rechnen deshalb mit einem niedrigeren Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gegenüber dem Geschäftsjahr 2015.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Unsere Gesellschaft ist weltweit tätig und damit vielfältigen Risiken ausgesetzt.

Unsere Kunden sind überwiegend in der Investitionsgüterindustrie (b2b-Segment) tätig. Die Branchenkonjunktur bspw. in der elektronikverarbeitenden Industrie kann die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Aufgrund der uns heute vorliegenden Prognosen über die Entwicklung des konjunkturellen Umfeldes in unseren wesentlichen Märkten sehen wir für die nähere Zukunft grundsätzlich keine konkreten Risiken.

Die Markteinführung neuer Produkte sowie die Angebotskalkulationen für unsere Produkte bergen das Risiko von nachlaufenden Kosten bzw. Verpflichtungsüberschüssen aus der Abarbeitung der Aufträge. Nach unserer Beurteilung haben wir hierfür Rückstellungen in ausreichender Höhe gebildet.

Die Absicherung von Leistungsforderungen erfolgt - soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll - über Warenkreditversicherungen. Sämtliche Engagements bei Kunden werden regelmäßig im Rahmen unseres Debitorenmanagements verfolgt. Für erkennbare Risiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unserer Konzernmutter sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Bindung der Kredite und Kontokorrentlinien an so genannte Financial Covenants ist 2013 entfallen.

Die Entwicklung der Liquidität überwacht der Konzern über eine 13-Wochen-Liquiditätsvorschau, die wöchentlich aktualisiert wird. Zur weiteren Professionalisierung wurde in 2012 ein SAP-basiertes Liquiditätsplanungstool eingeführt.

Der gegebenenfalls höhere Bedarf für die Umlauffinanzierung aufgrund des geplanten Wachstums wird bei der Planung der künftigen Kapitalstruktur des Konzerns berücksichtigt.

Aufgrund der zurzeit günstigen Rahmenbedingungen sehen wir zurzeit keine weiteren Risiken, über die zu berichten wäre.

2. Chancenbericht

Marktseitig sehen wir in allen Absatzmärkten unseres Unternehmens gute Entwicklungschancen für die nähere Zukunft.

3. Gesamtaussage

Aus heutiger Sicht überwiegen die Chancen der künftigen Entwicklung die damit verbundenen Risiken.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Cash-Pool-Konten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Die langfristige Finanzierung unserer Konzernmutter basiert teilweise auf Krediten mit variablen Zinssätzen. Das Risiko aus Zinssatzänderungen wurde mit Volumen- und laufzeitkongruenten SWAP-Geschäften abgesichert. Zu den Einzelheiten verweisen wir auf unsere Angaben im Konzernabschluss.

Kurssicherungsgeschäfte über vereinnahmte bzw. verausgabte Zahlungen in fremder Währung werden zurzeit nicht abgeschlossen. Vielmehr bietet die positive Entwicklung des Wechselkurses zum Dollar auf Grund des höheren internen Plankurses deutliches Ergebnispotenzial.

 

Wertheim, den 07.03.2016

Dipl.-Ing. Rainer Kurtz, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ERSA GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Erlangen, 07. März 2016

ETH Erlanger Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bail, Wirtschaftsprüfer

Bei der Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

Datum der Feststellung

Der Jahresabschluss der ERSA GmbH zum 31.12.2015 wurde am 10.06.2016 festgestellt.

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