DEX eG

Hamm

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm GnR 112
Vorher
Dachdecker-Einkauf West eGDEG Dach-Fassade-Holz eG
Eingetragen
24.3.1947
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzGroßhandel mit FlachglasGroßhandel mit sonstigen Holzhalbwaren sowie Bauelementen aus Holz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nunmehr: Groß- und Einzelhandel mit Bedachungs-, Fassaden- und Holzmaterialien inklusive komplementärer Produkte, sowie alle Geschäfte, die dem Förderungsauftrag nach § 2 Abs. 1 dienlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Rainer Brunkhorst
seit 4.11.2024
Prokura
Martin Weniger
seit 22.8.2024
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Christian Kus
seit 31.5.2019
Prokura
Markus Piel
seit 3.1.2017
Prokura
Jörg Lecke
seit 2.1.2015
Vorstandsmitglied
Manfred Brambrink
seit 9.5.2012
Prokura
Dirk Bollhorst
seit 9.5.2012
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DEX eG (vormals: DEG Dach-Fassade-Holz eG)

Hamm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Wirtschaftspolitisches Umfeld und Rahmenbedingungen

Der Bausektor ist eine lokal ausgerichtete zyklische Branche. Die Entwicklung des Wirtschaftszweiges ist stark abhängig von der gesamtkonjunkturellen Lage. Der Staat nimmt wesentlichen Einfluss durch Änderungen der Rahmenbedingungen, Förderprogramme, steuerlichen Anreize und eigene Nachfrage.

Die Branche der Dachdecker und Zimmerer ist geprägt von sehr kleinen bis mittleren Unternehmen. Es gibt so gut wie keinen Konzentrationsprozess.

Innerhalb eines Kalenderjahres können im gesamten Wirtschaftszweig gravierende Abhängigkeiten von der Jahreszeit festgestellt werden. Wie die Monats- und Quartalsauswertungen des statistischen Bundesamtes zeigen, stellt die Jahreswende zwischen Dezember und Februar des Folgejahres den größten Bruch in der Umsatzentwicklung dar.

Der demografische Wandel beeinflusst die Gesamtwirtschaft und somit auch die Branche mehrfach. Nach Schätzungen des Institutes für Mittelstandsforschung stehen jährlich 38.000 Unternehmen zur Übergabe an. Die betriebliche Nachfolgeregelung ist somit eine riesige Herausforderung. Daneben bleibt es weiterhin schwer, geeignete Bewerber um Ausbildungsplätze als Dachdecker bzw. Zimmerer zu finden und für das Handwerk zu begeistern.

Positiv können sich dagegen die Zuwanderung aus dem Ausland und die bevorstehende Vererbungswelle beim Wohneigentum auswirken. Häufig sind damit Sanierungs- und Ausbauwünsche verbunden. Der große Anteil an Altbauten, sinkende Haushaltsgrößen, Gebäudeumwidmungen und der umfangreiche energetische Sanierungsbedarf bietet Chancen, von denen das Dachdecker- und Zimmerergewerbe profitieren kann. Von den ca. 19 Millionen Wohngebäuden in Deutschland sind rd. 51 Prozent teilsaniert und rd. 36 Prozent unsaniert. Die Sanierungsquote liegt derzeit bei unter einem Prozent.

Risiken liegen für alle Segmente des Bausektors vornehmlich in Konjunkturabschwüngen und in der Veränderung staatlicher Maßnahmen. Derzeit belasten insbesondere die hohen Zinsen und der auch inflationsbedingte Anstieg der Baukosten sowie der Fachkräftemangel die Investitionstätigkeiten. Erschwerend kommt außerdem hinzu, dass es keine Planbarkeit hinsichtlich Fördergelder, Baustandards und Kompetenzen gibt. Von der Politik gibt es häufig unterschiedliche Signale, die zu einer großen Verunsicherung führen. Daneben herrscht in der Branche eine hohe Wettbewerbsintensität, geprägt durch einen starken Preiskampf, besonders häufig bei Standardbauleistungen.

Die Digitalisierung wird durch eine Erhöhung der Effizienz und eine Reduzierung von Fehlerquellen sowie Redundanzen auf lange Sicht auch das Bauen verändern. Ziel ist es, dass am Ende alle am Bau Beteiligten digital miteinander kommunizieren. Aber noch sieht die Realität anders aus. Zunächst stehen hohe Investitionen an. Auch die Schnittstellenprobleme aufgrund einer Vielzahl von Softwarelösungen müssen gelöst werden.

Geschäftstätigkeit

Die Geschäftstätigkeit der Genossenschaft umfasst den Handel und den Verkauf des gesamten Sortiments von Bedachungsmaterialien sowie Produkten für die Fassade und für den Holzbau inklusive komplementärer Produkte.

Durch die Eröffnung des Schneidbetriebes in Münster im Herbst 2023 haben wir unser Produktportfolio im Bereich Fassade weiter ausgebaut. Dadurch stehen nun zur Durchführung der Geschäftstätigkeit 23 Standorte, ein Zentrallager, vier Kantbetriebe, ein Schneidbetrieb sowie der 12er-Service zur Verfügung. Die Zweigniederlassungen in Fuldabrück, in Wuppertal, in Münster und in Paderborn sind kombinierte Dach- und Holzstandorte. Das Geschäftsgebiet erstreckt sich auf Nordrhein-Westfalen, nördliches Hessen, südöstliches Niedersachsen und westliches Thüringen.

Das enge Zweigstellennetz ermöglicht den Mitgliedern im gesamten Verkaufsgebiet durch kurze Wege den Bezug der Waren. Diese geografische Kundennähe hilft Zeit zu sparen und Transportkosten zu minimieren sowie auf die lokalen Anforderungen einzugehen.

Der gesamte Fuhrpark der Genossenschaft, bestehend u.a. aus 133 LKW und 172 Gabelstaplern, ist auf die Bedürfnisse der Mitglieder bzw. der Branche zugeschnitten. Durch diese klare Spezialisierungsstrategie ist die Genossenschaft in der Lage, hochwertige Logistikdienstleistungen anzubieten.

Die DEG Dach-Fassade-Holz eG nimmt im Bereich des Bedachungs- und Holzbausortiments eine bedeutende Marktstellung ein. Neben dem kompletten Dach-, Fassaden- und Holzsegment bietet die Genossenschaft ihren Mitgliedern viele Service- und Dienstleistungen an.

Marktstellung und Wettbewerbssituation

Der Warenumsatz in Höhe von 338,3 Mio. EUR (vor Erlösschmälerungen) bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 8,0 Prozent. Wie in der gesamten Branche machten sich hier die Vorzieheffekte im Geschäftsjahr 2022 und die Preisrückgänge in vielen Segmenten bemerkbar.

Die unverändert gute Auftragslage im Handwerk hat, klammert man das besondere Geschäftsjahr 2022 aus, dazu geführt, dass wir den positiven Umsatztrend der letzten Jahre fortsetzen konnten.

Wir stehen weiterhin im starken Wettbewerb mit langjährigen Marktbegleitern in einigen Regionen unseres Verkaufsgebietes.

Die DEG Dach-Fassade-Holz eG kann sich in diesem Wettbewerb behaupten und ihre Marktstellung weiter festigen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Allgemeine konjunkturelle Lage

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist in 2023 um 0,3 Prozent geschrumpft, während andere große Volkswirtschaften wachsen. Ursächlich sind die zum Teil gegenüber anderen Ländern deutlich höheren Inflationsraten und Energiepreise. Dieses belastet insbesondere die Industriefirmen, die in der Bundesrepublik einen deutlich höheren Anteil am Bruttoinlandsprodukt haben als in anderen großen Volkswirtschaften. Darüber hinaus sorgen höhere Zinsen dafür, dass viele Bürger und Unternehmen Baupläne verschieben oder stornieren, was die Konjunktur zusätzlich belastet. Auch auf den Konsum, der ein wichtiger Pfeiler der Wirtschaft ist, wirkt sich die Inflation dämpfend aus. So erhöhte sich die Sparquote aufgrund der starken wirtschaftspolitischen Unsicherheit im Jahr 2023 deutlich.

Branchenentwicklung

Bauwirtschaft

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) prognostiziert einen Rückgang der Baukonjunktur in 2023 von 5,3 Prozent. Verantwortlich ist der Wohnungsbau, der um 11,0 Prozent einbricht. Statt der von der Bundesregierung geplanten 400.000 neuen Wohneinheiten wurden nur 271.000 fertiggestellt. Der Wirtschaftshochbau wurde durch die Zins- und Energiepreisentwicklung ebenfalls deutlich eingebremst. Beim Öffentlichen Hochbau rechnet der ZDB für 2023 mit einem Plus von 4,0 Prozent.

Positive Signale mit Umsatzsteigerungen kamen vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte.

Dachdecker- und Zimmererhandwerk

Bei den Dachdeckern werden Umsätze auf dem Niveau des Vorjahres prognostiziert. Demgegenüber wird für den Holzbau ein Umsatzwachstum von 4,0 Prozent erwartet.

2.2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die DEG Dach-Fassade-Holz eG verwendet folgende Kennzahlen zur Steuerung und Überwachung:

- Umsatzerlöse je Zweigniederlassung und Produktbereich

- Handelsspanne und Rohertrag je Zweigniederlassung und Produktbereich

- Betriebsergebnis vor Warenrückvergütung und Ertragsteuern

- Eigenkapitalquote

- Lagerumschlag je Zweigniederlassung

Diese Leistungskennzahlen unterliegen einer kontinuierlichen Überwachung und Optimierung. Bedeutsame Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das Betriebsergebnis und die Eigenkapitalquote.

2.3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Unternehmenswert der DEG Dach-Fassade-Holz eG wird neben den finanziellen Kennzahlen maßgeblich auch durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Sie betreffen die Beziehungen des Unternehmens zu den eigenen Mitarbeitern und Mitgliedern sowie gesellschaftliche Belange.

Die ca. 500 Vertragslieferanten garantieren ein großes Sortimentsspektrum. Durch diese breite Produktpalette sind wir auch künftig in der Lage, unsere Marktstellung weiter auszubauen.

Durch die Zweigniederlassungsstruktur und die auf die speziellen Bedürfnisse der Branche zugeschnittene Logistik sind die Voraussetzungen für die geografische Kundennähe und die Optimierung der Transportkosten sowie die Erfüllung spezieller lokaler Bedürfnisse geschaffen.

Zusammen mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden wir weiterhin um eine hohe Akzeptanz bei den Kunden bemüht sein.

Personalwesen

Die Beschäftigtenzahl beträgt durchschnittlich:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Geschäftsjahr 2022 2023 2022 2023
Kaufmännische Mitarbeiter /-in 283 290 37 36
Gewerbliche Mitarbeiter /-in 270 277 11 11
Gesamt 553 567 48 47

Außerdem sind im Jahr 2023 insgesamt durchschnittlich 41 (Vorjahr 43) Auszubildende beschäftigt.

Den Entwicklungen innerhalb der Corona Pandemie folgend hat die DEG Dach-Fassade-Holz eG im Jahr 2023 eine umfangreiche Mobile Office Richtlinie erstellt. Diese regelt im Wesentlichen, unter welchen Bedingungen und in welchen Situationen mobiles Arbeiten erfolgen kann.

Das (teilweise) mobile Arbeiten führt bei den kaufmännischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu einer Flexibilisierung in ihrem Arbeitsumfeld und einer damit verbundenen, höheren Effizienz. Insbesondere Anfahrzeiten zu Präsenzmeetings entfallen unter diesen Bedingungen und ermöglichen eine größere Arbeitseffektivität. Extrem wichtig ist hierbei im gesamten Umfeld der DEG Dach-Fassade-Holz eG, dass die sehr gut zusammenarbeitenden Teams im engen persönlichen Austausch bleiben und weiterhin effizient und fachlich versiert im Sinne unserer Mitglieder und Kunden agieren. Dieser Anforderung entsprechend werden alle Führungskräfte regelmäßig geschult.

Die technische Ausstattung mit den entsprechenden digitalen Endgeräten erfolgt bereits zu Beginn einer Ausbildung bei der Genossenschaft. Somit werden die Auszubildenden in ihrem schulischen und betrieblichen Umfeld bereits sehr früh auf die zukünftigen Arbeitsanforderungen vorbereitet.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f Abs. 4 HGB

Der Vorstand strebt grundsätzlich die Besetzung von Stellen auf der zweiten Führungsebene (Niederlassungs- und Abteilungsleiter) auch mit Frauen an. Zurzeit sind zwei dieser Stellen mit einer weiblichen Führungskraft besetzt. Der Aufsichtsrat hat eine Zielquote für die Besetzung des Aufsichtsrats und des Vorstands mit weiblichen Kandidaten noch nicht festgelegt. Zurzeit ist eine von 12 Mitgliedern des Aufsichtsrats eine Frau (8,3 Prozent).

Die Positionen des Vorstandes sind ausschließlich mit männlichen Personen besetzt. Für die nächsten fünf Jahre steht absehbar keine Neu- bzw. Nachbesetzung im Vorstand an.

Mitgliederwesen

Die räumliche Nähe und der Kontakt zu den Mitgliedern sowie die Ausweitung des Dienstleistungsangebotes stehen weiterhin im Fokus der Tätigkeit der DEG Dach-Fassade-Holz eG. Zum 31. Dezember 2023 gehören der Genossenschaft 2.248 Mitglieder aus den Bereichen des Dachdecker-, Klempner- und Zimmerhandwerks sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als investierende Mitglieder an. Der positive Trend kann fortgeführt werden.

2.4. Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

2022
TEUR
2023
TEUR
Gesamtumsatz Warengeschäft 367.716 338.329
abzüglich Skonto 11.302 10.078
abzüglich Warenrückvergütung 11.668 9.722
Umsatz Warengeschäft nach Erlösschmälerungen 344.746 318.529

In den ersten sechs Monaten blieb der Umsatz unter dem jeweiligen Vorjahresmonat. Im ersten Quartal bedeutet dies insgesamt einen Umsatzrückgang von 12,5 Mio. EUR und im zweiten Quartal von weiteren 13,2 Mio. EUR. Der Umsatz im Juli bleibt auf Vorjahresniveau. Weitere Umsatzrückgänge in den Monaten August und September führten zu einem Umsatzrückgang im dritten Quartal von 5,7 Mio. EUR. Im vierten Quartal konnte der negative Trend mit einem Umsatzzuwachs von 2,0 Mio. EUR gestoppt werden.

Somit ging der Gesamtumsatz im Warengeschäft vor Erlösschmälerung gegenüber dem Vorjahr deutlich um 29,4 Mio. EUR bzw. 8,0 Prozent (Vorjahr: Anstieg um 15,1 Prozent) zurück. Den für das Jahr 2023 geplanten Umsatz von 335,0 Mio. EUR hat die Genossenschaft um 3,3 Mio. EUR übertroffen.

Der Umsatz in den einzelnen Produktbereichen entwickelt sich wie folgt:

2022
TEUR
Anteil
in %
2023
TEUR
Anteil
in %
Steildach 43.178 11,7 33.962 10,0
Befestigung, Verbrauchsmaterial 9.547 2,6 9.329 2,8
Photovoltaik 5.926 1,6 10.237 3,0
Werkzeug, Maschinen 11.656 3,2 14.454 4,3
Flachdach, Dämmung 114.693 31,2 104.928 31,0
Metalle, Entwässerung 52.368 14,2 49.390 14,6
Holz 48.544 13,3 37.322 11,0
Fassade 18.078 4,9 16.147 4,8
Rauch- u. Wärmeabzugsanlagen 9.462 2,6 10.058 3,0
Trapezblech & Hallenbau 8.861 2,4 7.342 2,2
Belichtung 40.925 11,1 41.181 12,2
Sonstige 4.478 1,2 3.979 1,1
Umsatz Warengeschäft 367.716 100,0 338.329 100,0

Der Produktbereich "Flachdach, Dämmung" ist mit 31 Prozent Anteil weiterhin das umsatzstärkste Segment.

Steildach

Es war ein sehr schwieriges Jahr für die Steildachbranche. Hohe Vorkäufe im Jahr 2022 und noch höhere Preise, getrieben durch die Energiekrise, sorgten dafür, dass die Nachfrage an Steildachprodukten um über ein Drittel des Vorjahres eingebrochen ist. Viele Tonziegelwerke standen still bzw. haben Kurzarbeit angeordnet. Bedingt durch die Vorzieheffekte im Vorjahr bei Produkten, die sowohl liefertechnisch schwer zu bekommen und dazu noch sehr teuer waren, wurde ab dem 1. Quartal 2023 damit begonnen, die Läger bei den Verarbeitern, den Großhändlern und der Industrie abzubauen und nicht sofort wieder nachzubestellen. Eine spürbar deutliche Nachfrage an Steildachprodukten kam im Laufe des Jahres 2023 nicht mehr auf.

Maschinen und Werkzeuge sowie Befestigungsmittel, Verbindungstechnik und Verbrauchsmaterial

Die Investitionen unserer Mitglieder in modernste Technologien im Bereich Maschinen und Werkzeuge waren auch im Jahr 2023 von großer Bedeutung. Durch die fortschreitende Automatisierung in der Abkanttechnik sowie verkürzte Lieferzeiten im Großmaschinensektor konnte der Umsatz auf 14,5 Mio. Euro gesteigert werden. Die Umsätze im Bereich der Befestigungsmittel, Verbindungstechnik und Verbrauchsmaterialien lagen 2023 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Zusätzlich zum 12er Service erweitern wir in unseren Zweigniederlassungen kontinuierlich das Produktangebot in diesem Segment.

Photovoltaik

Der PV-Markt in Deutschland war im Jahr 2023 eine Herausforderung. Die erste Jahreshälfte war geprägt von Nachlieferungen aus dem Vorjahr sowie einer starken Nachfrage, die aber dann abrupt Anfang der zweiten Jahreshälfte nachgelassen hat. Dies führte zu starken Preisreduzierungen, insbesondere im Bereich der PV-Module. Ausgehend von der Leistung der verkauften Wechselrichter schätzt die Genossenschaft, dass rd. 85 Prozent der gelieferten PV-Anlagen auf das Segment Eigenheim, somit auf PV-Kleinanlagen bis 12 kWp entfielen. Diese waren jedoch hochwertig mit allen elektronischen Bauteilen vom Wechselrichter über den Heimspeicher bis hin zur Wallbox ausgestattet. Wir konnten den Umsatz in der Hauptwarengruppe Solar gegenüber dem Vorjahr um fast 73 Prozent auf 10,2 Mio. Euro steigern.

Flachdach, Dämmung

Die Hauptwarengruppe Flachdach und Wärmedämmung konnte sich im Jahr 2023 auch bei herausfordernden Marktbedingungen behaupten.

Der Umsatz für das Jahr 2023 liegt zwar etwas unter dem des Vorjahres, was hauptsächlich auf Rückgänge im Neubausektor und geringfügige Mengenrückgänge zurückzuführen ist. Im Vergleich zum Jahr 2022 war das Jahr 2023 jedoch weniger von Lieferengpässen geprägt. Dies machte sich in einer verbesserten Verfügbarkeit aufgrund deutlich kürzerer Lieferzeiten bemerkbar, die wiederum aufgrund der leicht rückläufigen Nachfrage zu Preisanpassungen nach unten führte.

Obwohl das Jahr 2023 durch die genannten Herausforderungen geprägt war, konnte im Vergleich zum Jahr 2021 ein Umsatzplus von 12,9 Prozent erzielt werden. Während in den Bereichen Kunststoffbahnen und Bitumen Mengenrückgänge verzeichnet wurden, konnten die Bereiche Flüssigkunststoff-Abdichtungen und PU-Dämmung ein Umsatz- und Mengenwachstum erzielen.

Insgesamt ist es uns gelungen, trotz des Angebotsüberschusses und der Preissenkungen im Jahr 2023, den Mengenabsatz in dem Bereich Flachdach und Dämmung als Gesamtes relativ stabil zu halten.

Metalle, Entwässerung

Bedingt durch Zinserhöhungen und einer zunehmenden Inflation nahmen die Bauaktivitäten ab, was zu einer entsprechenden rückläufigen Nachfrage führte. Dem versuchten die Industriepartner durch häufige Preisreduzierungen zu begegnen.

Der Zinkpreis erreichte seinen Höchststand zu Beginn des Jahres 2023 bei 3.500 US-Dollar je Tonne. Aufgrund eines Angebotsüberschusses an Zink fiel der Preis bis Mitte des Jahres stetig und betrug Ende Mai etwa 2.200 US-Dollar je Tonne. Im weiteren Verlauf des Jahres bewegte sich der Preis zwischen 2.300 und 2.600 US-Dollar je Tonne und schloss das Jahr bei etwa 2.450 US-Dollar je Tonne ab.

Ein Material, das zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist Aluminium. Obwohl der Preis pro Tonne im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, stieg die weltweite Produktion von Aluminium deutlich und beläuft sich auf etwa 69 Millionen Tonnen.

Der Absatz von Kupfer stieg im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr wieder. Dies ist wahrscheinlich auf die Null-Covid-Strategie Chinas im Jahr 2022 und den daraus resultierenden geringeren Absatz zurückzuführen. Der Preis für Kupfer lag zu Beginn des Jahres bei 9.450 US-Dollar je Tonne und fiel kontinuierlich bis Oktober 2023 auf etwa 8.000 US-Dollar je Tonne. Seit Anfang November gab es leichte Preiserhöhungen, der Kupferpreis bewegt sich seit dem zwischen 8.400 und 8.500 US-Dollar je Tonne.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entwickelte sich der Absatzanteil der hochwertigen Zinkoberflächen bei DEG Dach-Fassade Holz eG leicht rückläufig. Gleichzeitig zeigte sich ein leichter Anstieg des Aluminiumanteils im Vergleich zum Vorjahr, während der Kupferanteil weiterhin auf einem stabilen, niedrigen Niveau verblieb.

Holz

Nach zwei außergewöhnlichen Jahren mit volatilen Preisen und einem wellenförmigen Bestellverhalten hat sich der Holzmarkt 2023 wieder etwas beruhigt. Verarbeitungsbetriebe und auch der Handel haben ihre Holzprodukte mehr auftragsbezogen bestellt und die Lagerbestände niedrig gehalten. Die Holzindustrie hat entsprechend der niedrigeren Abnahmemengen ihre Produktionskapazitäten nach unten angepasst.

Die Umsätze im Holzbereich konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Grund von niedrigeren Einkaufspreisen nicht bestätigt werden. Die Holzbausortimente waren von Ende März bis Anfang Dezember ständigem Preisdruck ausgesetzt, was zu immer weiter fallenden Holzpreisen geführt hat. Der Umsatz von 37,3 Mio. Euro lag um ca. 23 Prozent unter dem des Vorjahres. Die Absatzseite im Holzbereich zeigte sich in unserem Unternehmen mit einem leichten Rückgang von ca. 2 Prozent fast unverändert zum Vorjahr. In den konstruktiven Bereichen wie KVH und BSH mussten wir mit jeweils minus 11 Prozent die größten Mengenverluste verzeichnen. Den Verlust begründen wir durch fehlende Neubauten im Ein- und Zweifamilienhausbau.

Bei den Produktgruppen der CE Dachlatten, den Holzweichfaserprodukten und den OSB Platten konnten wir die Vorjahresmengen sogar weiter steigern.

Fassade

In der Hauptwarengruppe Außenwandbekleidung vereinigen sich die Produktgruppen klein-, mittel und großformatige Außenwandbekleidung aus Naturschiefer, Faserzement, Steinfaser, Aluminium-Verbundplatten, Kunststoff- und Schichtstoffplatten.

Weiter gehören Metall-Unterkonstruktionen für diverse Außenwandbekleidungen inkl. deren Befestigungsmittel zum Portfolio.

Den bis August 2023 leicht rückgängigen Umsätzen steht ein stark gestiegenes Anfrage- und Auftragsvolumen im vierten Quartal entgegen. Die Preise sind unterjährig stabil geblieben. Die vorgehängte und hinterlüftete Fassade (VHF) gewinnt bei Planern und Bauherren weiter an Akzeptanz. Dies lässt sich primär auf bauphysikalische Vorteile, den Brandschutz und die gestalterischen Möglichkeiten zurückführen. Die Realisierung vieler Projekte verzögerte sich in vielen Fällen aus Gründen der Unsicherheit, in was will oder muss ich vorrangig investieren (neue Heizung - erneuerbare Energie / nachhaltige und Umweltfreundliche Mobilität - E-Auto).

Wir sind der Auffassung, dass unser Angebot, individuell gefertigte Fassadenelemente zugeschnitten an die Baustelle zu liefern, sehr gut angenommen wird und den Verlegern enorme Vorteile bietet.

Belichtung mit Rauch- und Wärmeabzug

In dieser Hauptwarengruppe vereinigen sich die Produktgruppen Dachflächenfenster und deren Zubehör sowie Lichtkuppeln, Aufsatzkränze, Lichtbänder und Lüftungseinrichtungen. Hauptsächlich behaupten sich im Bereich der Wohndachfenster und dem dazugehörigen Zubehör die beiden Industriepartner Roto und Velux. Das Produktsegment befindet sich weiterhin in einem ausgeprägten Wettbewerb.

Der Fokus im Wohnraumfenster-Bereich liegt nach wie vor auf dem Renovierungsmarkt. Trotz eines rückläufigen Absatzes steigerten wir wiederholt den Umsatz im Bereich Belichtung gegenüber dem Vorjahr.

Auch im Bereich der Lichtbänder, Lichtkuppeln sowie den Rauch- und Wärmeabzugsanlagen stand einmal mehr das Sanierungsgeschäft im Fokus. Insbesondere große Objekte standen im Mittelpunkt. Weiterhin waren verstärkt Produkte aus Echtglas gefragt, auch auf Grund der gegebenen Durchsturzsicherheit. Zusätzlich fragten Käufer verstärkt Produkte zum Thema nachträglichen Einbau von Durchsturzsicherungen nach.

Trapezblech & Hallenbau

Nach dem Rekordjahr 2022 waren die Prognosen für 2023 insgesamt nicht gerade erfolgsversprechend. Dies hat sich in unserem Bereich Trapezblech & Hallenbau teilweise widergespiegelt.

Die Energiekrise, eine schwache Konjunktur, immer knapper werdende Ressourcen haben unseren Markt ein wenig ins Schwanken gebracht. Die Materialpreise haben sich zwar wieder relativiert, aber auch diese Branche wurde vom Bausektor beeinflusst, sodass auch hier ein Rückgang im Privatbereich deutlich erkennbar war. Im Wirtschaftsbau war der Rückgang nicht ganz so gravierend, deshalb konnte hier das Potential gehalten werden.

Das Verhältnis von Lager- zu Streckenumsatz (vor Erlösschmälerungen) entwickelte sich wie folgt:

2022
TEUR
Anteil
in %
2023
TEUR
Anteil
In %
Lagerumsatz 254.431 69,2 237.777 70,2
Streckenumsatz 113.285 30,8 100.552 29,8
Umsatz Warengeschäft 367.716 100,0 338.329 100,0

Der Anteil des Lagerumsatzes am Gesamtumsatz bleibt auf dem Niveau der Vorjahre.

Das Verhältnis von Mitgliederumsatz zu Nichtmitgliederumsatz (vor Erlösschmälerungen) entwickelt sich in den letzten drei Geschäftsjahren wie folgt:

2022
TEUR
Anteil
in %
2023
TEUR
Anteil
In %
Mitgliederumsatz 333.385 90,7 303.819 89,9
Nichtmitgliederumsatz 34.331 9,3 34.510 10,1
Gesamtumsatz 367.716 100,0 338.329 100,0

Den Anteil des Mitgliederumsatzes am Gesamtumsatz kann die Genossenschaft auf dem Niveau der Vorjahre stabilisieren.

Investitionen

In 2023 wurde mit dem An- bzw. Erweiterungsbau in Solingen begonnen. Ebenfalls starteten die ersten Baumaßnahmen für den Neubau des DEG Campus an der Hauptverwaltung. In Mülheim wurde die angrenzende Grundstücksfläche befestigt und somit nutzbar gemacht.

Bei den Technischen Anlagen und Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgen die notwendigen Ersatz- sowie auch Neuinvestitionen.

Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Zur Finanzierung der Baumaßnahmen in Mülheim, Solingen und an der Hauptverwaltung hat die Genossenschaft langfristige Bankdarlehen aufgenommen.

Die Tilgung der langfristigen Bankdarlehen geschieht planmäßig.

Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Wichtige Vorgänge haben sich im Geschäftsjahr nicht ereignet.

Beurteilung des Geschäftsverlaufes durch den Vorstand

Während das Jahr 2022 noch durch stark steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie die schwierige Verfügbarkeit geprägt war, stand das Jahr 2023 im Zeichen der Konsolidierung.

Der für das Geschäftsjahr 2023 geplante Umsatz wurde leicht übertroffen. Aufgrund der stabil gehaltenen Personalkosten und einem gezielten Kostenmanagement bei den Sachaufwendungen ist das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend. Durch die vorgesehenen Gewinnverwendung wird es möglich, das Eigenkapital sowie die Eigenkapitalquote weiter zu steigern. Der Eigenkapitalanteil (wirtschaftlich) von 52,4% ist sehr zufriedenstellend.

Die seit Jahren konsequent verfolgte Strategie der Marktdurchdringung hat die Umsatz- und Ertragslage nachhaltig stabilisiert. Darüber hinaus zahlen sich die Anstrengungen bei der Mitgliedergewinnung und -bindung weiterhin aus.

2.5. Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Die wichtigsten Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage entwickeln sich wie folgt:

2022
%
2023
%
Sachanlagenintensität 51,2 54,1
Eigenkapitalanteil (wirtschaftlich) 48,8 52,4
Anlagendeckung 137,9 120,0
Liquidität 2. Grades 71,5 63,8

Die Sachanlagenintensität ist gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben.

Der Anteil des wirtschaftlichen Eigenkapitals (ohne Berücksichtigung der Geschäftsguthaben ausscheidender Mitglieder und der vorgesehenen Dividende) kann in 2023 deutlich gesteigert werden.

Das Anlagevermögen ist weiterhin durch das gestiegene wirtschaftliche Eigenkapital, langfristige Rückstellungen sowie mittel- und langfristige Bankverbindlichkeiten finanziert.

Bei der Kennzahl Liquidität 2. Grades handelt es sich um das Verhältnis kurzfristige Forderungen und liquide Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten und kurzfristigen Rückstellungen.

Der Cash-Flow zeigt folgende Entwicklung:

2022
TEUR
2023
TEUR
Jahresüberschuss 8.513 5.260
Zahlungsunwirksame Aufwendungen 5.602 6.238
Zahlungsunwirksame Erträge 1.391 21
Cash-Flow 12.724 11.477

Der Cash-Flow bleibt gegenüber dem Vorjahr konstant.

Der Genossenschaft stehen unverändert zum Stichtag 31. Dezember 2023 Kontokorrentkreditlinien von 27,5 Mio. EUR zur Verfügung. Die Inanspruchnahme dieser Linien ging gegenüber dem Vorjahresstichtag in Höhe von 5,0 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 zurück.

Durch das Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital sowie dem Mix von kurz-, mittel- und langfristigen Mitteln ist eine ausgewogene Finanzierungssituation gegeben.

Unter Berücksichtigung der auch in den Vorjahren getätigten erheblichen Neu- und Ersatzinvestitionen sowie der umfangreichen Instandhaltungs- und Renovierungsmaßnahmen ist die Vermögens- und Finanzlage weiterhin geordnet.

Ertragslage

2022
TEUR
2023
TEUR
Rohgewinn 77.507 70.664
Ordentliche Aufwendungen -56.342 -55.646
Finanzergebnis 250 329
Betriebsergebnis 21.415 15.347
Gewährte Warenrückvergütung -11.668 -9.722
Ergebnis nach Warenrückvergütung 9.747 5.625
Sonstiges / außerordentliches Ergebnis 2.220 1.443
Steuern vom Einkommen und Ertrag -3.454 -1.808
Jahresüberschuss 8.513 5.260

Der Rohgewinn ging umsatzbedingt um 6,8 Mio. EUR zurück.

Die Personalkosten konnten auf dem Vorjahresniveau stabilisiert werden.

Die Abschreibungen stiegen infolge der Investitionstätigkeiten an.

Aufgrund der in der Vergangenheit umfangreich durchgeführten Instandhaltungsmaßnahmen war im Jahr 2023 weniger Renovierungsbedarf vorhanden.

Das Finanzergebnis hat sich in der Struktur gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Das Betriebsergebnis lässt eine Warenrückvergütung für das Jahr 2023 in Höhe von 9,7 Mio. EUR bzw. 3,2 Prozent vom Mitgliederumsatz zu (2021: 3,5 Prozent; 2022: 3,5 Prozent).

Das sonstige bzw. außerordentliche Ergebnis beinhaltet das Ergebnis der Forderungsbewertung sowie periodenfremde Erträge und Aufwendungen.

Die Genossenschaft hat das für 2023 geplante Betriebsergebnis von rund 4,1 Mio. EUR um 11,3 Mio. EUR übertroffen. Ursächlich sind im Wesentlichen ein gegenüber der Planung höherer Rohgewinn, geringere Personalkosten aufgrund nicht notwendiger Tariferhöhungen sowie Einsparungen bei den Sachkosten.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht - Ausblick 2024

Für 2024 fallen die Prognosen über das Wirtschaftswachstum sehr unterschiedlich aus. Ein echter Aufschwung ist nicht in Sicht, wohl aber eine konjunkturelle Erholung möglich. Begründet wird dies durch eine nachlassende Teuerungswelle, die für einen wachsenden Konsum sorgen könnte. Auch die Lohnerhöhungen werden sich bemerkbar machen. Trotz der rückläufigen Wirtschaftsentwicklung beabsichtigt die Bundesregierung die Ausgaben zu kürzen. Inwieweit sich jedoch die von der Bundesregierung trotz Rezession beabsichtigte Ausgabenkürzung auf die Wirtschaftsleistung auswirkt, bleibt abzuwarten. Insgesamt wird die Unsicherheit über die zukünftige Ausrichtung der Fiskal- und Klimapolitik das Wirtschaftsleben belasten. Auch die Risiken aufgrund der gestörten weltweiten Handelsrouten für Containerschiffe können die zaghafte Erholung gefährden.

In der Baubranche ist und bleibt der Hoffnungsschimmer im Bereich Sanierung und Modernisierung. Die Auftragsbücher der Dachdecker und Zimmerer sind gut gefüllt. Insbesondere die energetische Dachsanierung mit PV-Anlagen sorgt für Aufträge. Auch die Zimmerer sind positiv gestimmt. Besonders die Holzbauquote bei Mehrfamilienhäusern nimmt deutlich zu. Auch wird das serielle Sanieren und modulare Bauen im Holzbau eine immer größere Rolle spielen. Dabei gibt es gerade bei der Dachaufstockung große räumliche Reserven, vor allen in den Großstädten. Obwohl vieles für die Aufstockung im Bestand spricht, fehlt es hier weiterhin an dem politischen Willen in Sachen Rahmenbedingungen und Förderung.

Die DEG Dach-Fassade-Holz eG wird im laufenden Geschäftsjahr in der Niederlassung in Solingen die Baumaßnahme abschließen und dann in der Lage sein, die stetig steigenden Anforderungen in diesem Geschäftsgebiet zu erfüllen.

Aufsichtsrat und Vorstand haben in der gemeinsamen Sitzung am 22. November 2023 beschlossen, Sondierungsgespräche mit der Schwestergenossenschaft DENW eG, Weyhe über die Möglichkeiten einer Verschmelzung zu führen. Ziel ist die Verbesserung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit sowie die langfristige Existenzsicherung der beiden Genossenschaften zu einer noch leistungsstärkeren, führenden überregionalen Einkaufsgenossenschaft für das Dachdecker- und Zimmererhandwerk mit einem Geschäftsgebiet, das sich über Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen und darüber hinaus in die angrenzenden Bundesländer erstreckt, ohne deren bisherige Orts-, Mitglieder- und Kundenähe zu beeinträchtigen.

Unter Berücksichtigung der zu erwartenden positiven Entwicklung am neuen Standort in Paderborn und des Ende 2023 eröffneten Schneidbetriebes in Münster streben wir für das Jahr 2024 bei normalen Witterungsbedingungen einen Umsatz vor Erlösschmälerungen von rd. 358 Mio. EUR an. Insbesondere unter Berücksichtigung der zu erwartenden tariflichen Belastungen im Personalbereich planen wir ein Betriebsergebnis (vor Warenrückvergütung, neutralem Ergebnis und Ertragsteuern) von rd. 11 Mio. EUR.

Die Bilanzstruktur wird sich nicht wesentlich verändern. Die Genossenschaft ist solide finanziert. Die bilanzielle Eigenkapitalquote von derzeit rd. 52 Prozent wird sich nicht nennenswert verändern. Aufgrund der dargestellten Entwicklungen wird erwartet, dass die betriebliche Innenfinanzierungskraft unverändert dazu geeignet ist, finanzielle Möglichkeiten für notwendige Ersatzinvestitionen und Kapitaldienste zu eröffnen.

3.2. Chancenbericht

Der Bausektor stützt weiterhin die gesamte deutsche Konjunktur. Die wirtschaftliche Erholung muss mit effektivem Klimaschutz einhergehen. Diese Transformation ist eine historische Herausforderung und eine Chance. Ein zentraler Bereich wird hier die finanzielle Förderung und Ausweitung der energetischen Sanierung des gesamten Gebäudebestandes sein. Das nachhaltige Bauen rückt immer mehr in den Fokus. Holz ist und bleibt dabei der Werkstoff der Zukunft. Die Segmente Photovoltaik und Gründach ergänzen diesen Trend.

Der mit der demografischen Entwicklung einhergehende Bedeutungszuwachs der älteren Generation kann dem Wirtschaftszweig "Dachdeckerei und Zimmerei" ebenfalls zugutekommen. Die Errichtung von neuen Wohngebäuden und Wohnparks für Senioren sowie altersgerechte Wohnlösungen im gesamten Wohnungsbau wird für alle damit verbundenen Gewerke wesentlich an Bedeutung gewinnen.

Das Dachdeckerhandwerk verfügt mittlerweile über ein breitgefächertes Aufgabengebiet. Wesentliche Tätigkeitsbereiche sind nach wie vor die konventionelle Dachziegel- und Dachsteineindeckung an geneigten Dächern, die Abdichtung von Flachdächern oder ganzen Bauwerken, die Außenwandbekleidung, das Erstellen von Holzkonstruktionen für Dachstühle und Bauklempnerarbeiten. In den letzten Jahren hat sich das Anforderungsprofil jedoch stark erweitert. So gehören auch die Montage von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, das Anbringen von modernen Wärmedämmstoffen und Dachbegrünungen zum Arbeitsfeld des Dachdeckers. Als Komplettanbieter trägt das Dachdeckerhandwerk dazu bei, dass das Dach statt der bislang fast ausschließlichen Schutz- mehr und mehr eine Nutzfunktion für das Gebäude erfüllt. Das entspricht dem Trend, dass Auftraggeber gerne alle Leistungen aus einer Hand erhalten wollen und damit gewerkübergreifende Kompetenz gefragt ist.

Auch das Leistungsspektrum der Zimmerer hat sich im Laufe der Zeit ständig ausgeweitet. Neben dem klassischen Dachstuhlbau bieten die Betriebe die Herstellung einzelner Holzbauteile, den Ausbau von Dachgauben, Dachstühlen, Balkonen, den Bau von Carports, Wintergärten und Vordächern, Fassadenverkleidungen und die Übernahme diverser Innenausbauten an. Der Klimaschutz ist ein großes Thema in der Branche. In Zeiten der Nachhaltigkeit boomt der Werkstoff Holz.

Die für das Dachdecker- und Zimmerergewerbe relevanten bauwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürften somit auch künftig eine mindestens solide Auftragslage für den Handwerkerzweig sicherstellen.

Von diesen Entwicklungen profitiert auch die Genossenschaft. Dabei wird sie auch künftig ihre Anstrengungen zur weiteren Marktdurchdringung durch eine gezielte Marktbearbeitung in den einzelnen Geschäftsgebieten der Zweigniederlassungen fortsetzen. Die verstärkten Aktivitäten in den Bereichen Holz und Fassade bieten Chancen. Aber auch in anderen Produktbereichen wird durch Bündelung von Know-how die Qualität der Beratung gesteigert.

Der Optimierung der Geschäftsabläufe wird weiterhin die notwendige Bedeutung beigemessen. Hauptaugenmerk wird auf die Logistik, insbesondere bei den Arbeitsabläufen innerhalb der Zweigniederlassungen, aber auch zwischen den Standorten, liegen. Digitale Unterstützung wird es hierfür durch ein Transportmodul und ein Lagerverwaltungssystem geben. Beide Projekte werden nach und nach eingeführt.

3.3. Risikobericht

Risikomanagement

Die DEG Dach-Fassade-Holz eG ist als regional agierendes Unternehmen Risiken ausgesetzt, die mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Um diesen Risiken angemessen zu begegnen, hat die Genossenschaft ein umfassendes Risikomanagementsystem als integralen Bestandteil der Geschäftsprozesse sowie der Planungs- und Kontrollprozesse eingerichtet. In einem speziellen Software-Tool werden alle Risiken dokumentiert, überwacht und bewertet. Die Summe aller Einzelrisiken stellt ein vergleichsweises beherrschbares operationelles Risikopotential dar.

Durch die implementierten Software-Programme entwickelt die DEG Dach-Fassade-Holz eG die vorhandenen Früherkennungssysteme zur Risikoerkennung weiter. Hierzu gehören insbesondere die laufende Kontrolle der Warenbestandsentwicklung und die Forderungsüberwachung.

Ziel ist, die im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit entstehenden potenziellen Risiken mit einem genügend großen zeitlichen Vorlauf zu identifizieren und zu überwachen, damit diese durch geeignete Steuerungsmaßnahmen begrenzt werden können. Gleichzeitig verfolgt die Genossenschaft das Ziel, sich bietende Chancen konsequent zu nutzen, um auch weiterhin eine angemessene Förderung der Mitglieder zu realisieren. Strategische Entscheidungen werden weiterhin mit dem notwendigen Augenmaß beschlossen.

Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotenziale

Mit den genannten organisatorischen Regelungen sind Maßnahmen getroffen, damit den Fortbestand des Unternehmens gefährdende und sonstige wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung früh erkannt werden. Nach den vorliegenden Informationen aus diesem System haben sich keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ergeben.

Den Jahresabschluss hat die Genossenschaft unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Anhängige Gerichts- oder Aufsichtsverfahren gegen das Unternehmen, die zu Ansprüchen führen könnten, die wahrscheinlich nicht erfüllbar sind, bestehen nicht.

Stellungnahme zu den einzelnen Risiken

Absatz- und Preisänderungsrisiken

Absatz- und Preisrisiken überwacht die Genossenschaft anhand einer zweigniederlassungsbezogenen Rentabilitäts- und Kostenrechnung sowie eines Systems ausgewählter Kennzahlen. Weiterhin erstellt sie zur Unternehmenssteuerung vorausschauende Planungs- und Liquiditätsrechnungen.

Ausfallrisiken

Die Gefahr, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommt und dadurch finanzielle Verluste für die Genossenschaft verursacht werden, ist durch eine zeitnahe und konsequente Überwachung der Geschäfte und der Größenstruktur der Forderungen begrenzt. Die Forderungen werden mit Hilfe eines EDV-gestützten Limitsystems gesteuert und überwacht.

Liquiditätsrisiken

Das Risiko, benötigte Finanzmittel nicht oder nicht rechtzeitig zur Begleichung fälliger Verpflichtungen vorhalten bzw. beschaffen zu können, besteht nicht. Aufgrund einer soliden Finanzierungsstruktur und den eingeräumten Kreditlinien bei Banken und Lieferanten ist die Zahlungsfähigkeit zu jeder Zeit sichergestellt.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Aufgrund der Struktur der bilanzierten Finanzinstrumente und des implementierten Überwachungssystems sieht die Genossenschaft derartige Risiken nicht.

Marktrisiken

Den nachfragestimulierenden Faktoren stehen knappes Bauland und geringe Baukapazitäten, vor allem durch Fachkräftemangel, gegenüber. Auch begrenzte Personalkapazitäten in Bundesbehörden und kommunalen Bau- und Planungsämtern sowie Bürokratie behindern das Wachstum. Viele Vorschriften und neue Anforderungen machen das Bauen immer teurer.

Um dem Fachkräftemangel im Dachdecker- und Zimmererhandwerk entgegen zu treten, arbeiten die Genossenschaften der ZEDACH-Gruppe eng mit den berufsständischen Organisationen zusammen, um insbesondere die Auszubildenden vom Handwerksberuf zu überzeugen.

Durch den regelmäßigen Informationsaustausch innerhalb des ZEDACH-Verbundes sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit - sowohl mit den berufsständischen Organisationen des Dachdeckerhandwerks als auch mit Industriepartnern - ist das Unternehmen in der Lage, Marktentwicklungen und Trends (z.B. Produktinnovationen) frühzeitig zu erkennen.

Zinsänderungsrisiken

Durch mittelfristige Betriebsmitteldarlehen hat die Genossenschaft das Zinsänderungsrisiko weiter begrenzt. Die Zinsentwicklung wird laufend beobachtet, um mit weiteren Absicherungen mögliche Risiken in einem kalkulierbaren Rahmen begrenzen zu können.

Risiken durch den Russland-Ukraine-Krieg und andere geopolitischen Konflikte

Durch die geopolitischen Konflikte (Russland-Ukraine-Krieg, Krieg im Gazastreifen, Angriffe der Huthi-Rebellen) können sich weiterhin nachhaltige Belastungen für die gesamte Volkswirtschaft und damit auch auf die Entwicklung der Genossenschaft ergeben. In welchem Umfang sich die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur sehr schwer abzuschätzen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist zu erwarten, dass die negativen Folgen für unsere operative Geschäftstätigkeit umso größer werden, je länger die Konflikte anhalten. Wir analysieren laufend mögliche Auswirkungen und ergreifen bei Bedarf geeignete Maßnahmen.

4. Gesamtaussage

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage der DEG Dach-Fassade-Holz eG zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts positiv.

Die Genossenschaft ist mit ihrem Leistungsportfolio und ihrem Finanzprofil gut im Markt aufgestellt. Im laufenden Geschäftsjahr starten wir aufgrund der Witterungsbedingungen mit einer leicht rückläufigen Umsatzentwicklung.

Eine verlässliche Prognose ist aufgrund der vielfältigen Unsicherheiten sehr schwer möglich. Trotzdem bestehen jedoch aus heutiger Sicht gute Voraussetzungen für ein solides und zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2024.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit im Berichtszeitraum 2024 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens- und Substanzsituation der Genossenschaft gegeben.

Mit den strategischen Weichenstellungen und den nennenswerten Investitionen der vergangenen Jahre hat die Genossenschaft ihre Position in einem anspruchsvollen Marktumfeld gefestigt. Auf die traditionell enge Partnerschaft mit den Mitgliedern und Kunden wird auch zukünftig größten Wert gelegt.

Die Genossenschaft setzt den Wachstumskurs fort. Die hierzu notwendigen personellen sowie logistischen Kapazitäten sind vorhanden und werden kontinuierlich angepasst. Die DEG Dach-Fassade-Holz eG hat in den vergangenen Jahren gute Ergebnisse erzielt, stets vorsichtig bilanziert und konservativ finanziert, das Eigenkapital systematisch gestärkt und das Controlling zur strategischen und operativen Steuerung des Unternehmens weiter ausgebaut. Die Bilanzstrukturen sollen mit Blick auf Mittelfristziele weiterhin kontinuierlich verbessert werden.

Die Liquiditätslage ist gut.

Aufgrund der insgesamt stabilen Entwicklung im gesamten Sanierungsbereich, der anhaltenden Nachfrage nach Handwerksleistungen und der damit verbundenen hohen Auslastung der Kapazitäten, blickt der Vorstand unverändert zuversichtlich in die Zukunft.

Sollte sich das Umfeld ändern oder sollten Risiken - wie beispielsweise im Risikobericht erläutert - eintreten, kann die tatsächliche Entwicklung von den angenommenen Prognosen abweichen. Der Vorstand wird dann unverzüglich geeignete unternehmerische Maßnahmen ergreifen, um die Genossenschaft auf Kurs zu halten.

 

Hamm, den 19. Februar 2024

DEG Dach-Fassade-Holz eG
Oberster Kamp 6, 59069 Hamm

Der Vorstand

Andreas Hauf

Jörg Lecke

Bilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

Geschäftsjahr
EUR
EUR Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.247,00 374.666,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 72.247,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 65.224.652,00 64.989.828,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.493.701,00 735.172,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.001.429,00 10.922.325,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.399.532,32 82.119.314,32 1.657.089,69
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 815.012,37 815.012,37
2. Beteiligungen 1.153.714,57 1.153.714,57
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 412.235,00 412.235,00
5. Sonstige Ausleihungen 97.034,24 2.477.996,18 108.880,35
Anlagevermögen insgesamt 84.669.557,50 81.168.922,98
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.222,82 23.959,67
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 35.045.358,75 35.062.581,57 42.154.684,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.024.218,86 13.152.446,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.950.000,00 6.099,68
4. Sonstige Vermögensgegenstände 14.098.282,60 29.072.501,46 14.344.394,55
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.846.890,19 2.057.497,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 59.681,12 72.049,89
Summe der Aktivseite 151.711.211,84 152.980.054,77

Passivseite

EUR Geschäftsjahr
EUR
EUR Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Geschäftsguthaben
1. der verbleibenden Mitglieder 19.434.582,02 18.749.259,59
2. der ausscheidenden Mitglieder 496.187,19 359.336,29
3. aus gekündigten Geschäftsanteilen 35.000,00 19.965.769,21 68.500,00
Rückständige fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile 2.300,00 (8.400,00)
II. Ergebnisrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 9.032.618,47 8.502.618,47
davon aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr eingestellt 530.000,00 (860.000,00)
2. Andere Ergebnisrücklagen 46.535.577,04 55.568.195,51 40.100.934,59
davon aus Bilanzgewinn Vj. eingestellt 5.904.642,45 (3.803.288,30)
davon aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr eingestellt 530.000,00 (860.000,00)
III. Bilanzgewinn
1. Jahresüberschuss 5.260.371,27 8.512.749,33
2. Einstellung in Rücklagen -1.060.000,00 4.200.371,27 -1.720.000,00
Eigenkapital insgesamt 79.734.335,99 74.573.398,27
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.936.352,00 2.992.608,00
2. Steuerrückstellungen 410.175,92 1.659.022,00
3. Sonstige Rückstellungen 5.834.741,84 9.181.269,76 6.732.600,83
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.381.785,47 43.675.617,71
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.139.247,89 5.958.038,36
3. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 11.044,34 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.560,75 12.216,47
5. Sonstige Verbindlichkeiten 15.257.967,64 62.795.606,09 17.376.553,13
davon aus Steuern 2.956.645,56 (2.859.982,84)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.300,21 (155,00)
Summe der Passivseite 151.711.211,84 152.980.054,77

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

EUR Geschäftsjahr
EUR
EUR Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 320.064.708,85 346.337.128,54
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.207.459,67 323.272.168,52 4.050.871,49
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 259.410.981,70 280.786.279,76
Rohergebnis 63.861.186,82 69.601.720,27
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 30.102.650,04 31.048.556,13
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.170.148,34 36.272.798,38 5.805.393,24
davon für Altersversorgung 182.583,46 (134.715,17)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.182.390,88 5.601.953,63
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.674.696,72 19.857.087,60 14.607.894,89
Zwischensumme 7.731.300,84 12.537.922,38
7. Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben 954.601,00 843.539,33
davon aus verbundenen Unternehmen 265.381,49 (241.535,44)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.876,55 3.618,93
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 550.147,48 321.373,93
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 (0,00)
davon aus der Abzinsung 0,00
Zwischensumme (7.-9.) 1.507.625,03 1.168.532,19
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.178.287,89 918.292,58
davon aus der Aufzinsung 51.329,00 (56.044,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.388.465,07 3.795.682,14
12. Ergebnis nach Steuern 5.672.172,91 8.992.479,85
13. Sonstige Steuern 411.801,64 479.730,52
14. Jahresüberschuss 5.260.371,27 8.512.749,33
15. Einstellung in Rücklagen 1.060.000,00 1.720.000,00
16. Bilanzgewinn 4.200.371,27 6.792.749,33

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die DEG Dach-Fassade-Holz eG mit Sitz in Hamm ist beim Amtsgericht Hamm unter der Nummer GnR 112 im Genossenschaftsregister eingetragen.

Die Genossenschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Genossenschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften für Genossenschaften (§§ 336 ff. HGB) aufgestellt.

Von dem mit Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB eingeräumten Wahlrecht zur Fortführung von niedrigeren Wertansätzen von Vermögensgegenständen, die auf Abschreibungen nach § 253 Abs. 4 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung beruhten, wurde unverändert in Höhe von 2.700.000 EUR Gebrauch gemacht.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die Zugänge zum Anlagevermögen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen wurden planmäßig nach der degressiven und linearen Methode vorgenommen. Dabei wurden die amtlichen Afa-Tabellen zu Grunde gelegt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis von 800 EUR sind voll abgeschrieben und im Anlageverzeichnis als Abgang behandelt worden.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte in der Regel zu Anschaffungskosten. In einzelnen Fällen waren Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich. Anschaffungspreisminderungen wurden berücksichtigt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Abschreibungen nach kaufmännischer Beurteilung nach § 253 Abs. 4 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung bestehen in Höhe von 600.000 EUR (Vorjahr: 600.000 EUR).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Die bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Umfang gedeckt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde pauschal berücksichtigt. Abschreibungen nach kaufmännischer Beurteilung nach § 253 Abs. 4 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung bestehen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.500.000 EUR (Vorjahr: 1.500.000 EUR) sowie bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 600.000 EUR (Vorjahr: 600.000 EUR).

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgte zum Nennwert.

Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden.

Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis der "Richttafel 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck nach dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Als Parameter wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB für den Rechnungszins 1,82 Prozent und für die Rentendynamik 2,00 Prozent verwendet. Für die Abzinsung wurde eine Restlaufzeit von 15 Jahre angenommen. Der Unterschiedsbetrag aus dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre beträgt 25.775 EUR. Hierfür gilt eine Ausschüttungssperre in gleicher Höhe.

Die Steuerrückstellungen und Sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Für die Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen, sind latente Steuern nach § 274 HGB unter Berücksichtigung des unternehmensindividuellen Steuersatzes von 32,3 Prozent ermittelt worden. Wesentliche aktive latente Steuern ergaben sich in den Posten des Sachanlagevermögens, den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den sonstigen Vermögensgegenständen, den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen. Passive latente Steuern resultieren aus dem Sachanlagevermögen und sonstigen Rückstellungen. Insgesamt werden die passiven latenten Steuern durch aktive Steuerlatenzen überkompensiert, so dass in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB für den Überhang keine aktiven latenten Steuern bilanziert werden.

Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses nach § 268 Absatz 1 i.V.m. § 270 Absatz 2 HGB aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 01.01.23
EUR
+ Zugänge
EUR
+/- Umbuchungen
EUR
- Abgänge
EUR
Stand zum 31.12.23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.565.951,98 17.466,23 1.583.418,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
1.565.951,98 17.466,23 0,00 0,00 1.583.418,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 110.156.058,95 2.255.813,37 216.769,62 112.628.641,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.131.343,18 949.352,30 -35.342,34 3.045.353,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.172.650,73 3.564.129,36 24.800,00 -1.649.122,95 39.112.457,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.657.089,69 2.984.012,25 -241.569,62 4.399.532,32
151.117.142,55 9.753.307,28 0,00 -1.684.465,29 159.185.984,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 815.012,37 815.012,37
2. Beteiligungen 1.153.714,57 1.153.714,57
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 412.235,00 412.235,00
5. Sonstige Ausleihungen 108.880,35 11.152,09 -22.998,20 97.034,24
2.489.842,29 11.152,09 0,00 -22.998,20 2.477.996,18
Anlagevermögen insgesamt 155.172.936,82 9.781.925,60 0,00 -1.707.463,49 163.247.398,93
Kumulierte Abschreibungen
Stand zum 01.01.23
EUR
+ Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
- Abgänge Geschäftsjahr
EUR
-Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Stand zum 31.12.23
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.191.285,98 319.885,23 1.511.171,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
1.191.285,98 319.885,23 0,00 0,00 1.511.171,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 45.166.230,95 2.237.758,99 47.403.989,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.396.171,18 189.908,30 -34.427,34 1.551.652,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.250.325,73 3.434.838,36 -1.574.135,95 28.111.028,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
72.812.727,86 5.862.505,65 -1.608.563,29 0,00 77.066.670,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen insgesamt 74.004.013,84 6.182.390,88 -1.608.563,29 0,00 78.577.841,43
Buchwerte
Buchwert Vorjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 374.666,00 72.247,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
374.666,00 72.247,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 64.989.828,00 65.224.652,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 735.172,00 1.493.701,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.922.325,00 11.001.429,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.657.089,69 4.399.532,32
78.304.414,69 82.119.314,32
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 815.012,37 815.012,37
2. Beteiligungen 1.153.714,57 1.153.714,57
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 412.235,00 412.235,00
5. Sonstige Ausleihungen 108.880,35 97.034,24
2.489.842,29 2.477.996,18
Anlagevermögen insgesamt 81.168.922,98 84.669.557,50

D. Angaben zur Bilanz

1. Die Genossenschaft besitzt Kapitalanteile gemäß § 271 Abs. 1 HGB an nachstehenden Unternehmen:

1. Betriebs- und Steuerberatungsgesellschaft mbH, Münster

2. DEBAU GmbH, Hamm

3. CC GmbH, Münster

4. DE Vermögens- & Verwaltungs GmbH, Hamm

5. Dach + Fassaden-Handel Neuenkirchen GmbH, Neuenkirchen

6. Dachmarketing GmbH, Kiel

7. ZEDACH eG & Co. KG, Hamm

8. DEG Nachhaltigkeits GmbH, Hannover

Auf weitergehende Angaben wird entsprechend § 286 Abs. 3 HGB verzichtet.

2. Von den Forderungen haben eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr:

31.12.2022
EUR
31.12.2023
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 379.522 348.494
Sonstige Vermögensgegenstände 12.788 2.109

3. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind keine Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen enthalten.

4. In den Positionen "Sonstige Vermögensgegenstände" und "Sonstige Verbindlichkeiten" sind antizipative Posten (Bonus und Steuern) enthalten.

5. Unter Sonstige Rückstellungen sind vor allem Rückstellungen für Berufsgenossenschaft, Urlaubsrückstände, Erfolgsprovisionen und Prämienzahlungen sowie für Instandhaltungen enthalten.

6. Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2022 Art EUR < 1 Jahr EUR 1 - 5 Jahre EUR > 5 Jahre EUR Summe
gegenüber Kreditinstituten 10.722.058 26.824.700 6.128.860 43.675.618
aus Lieferungen und Leistungen 5.958.038 0 0 5.958.038
ggüber Beteilungsunternehmen 12.217 0 0 12.217
Sonstige Verbindlichkeiten 17.376.553 0 0 17.376.553
Summe 34.068.866 26.824.700 6.128.860 67.022.426
31.12.2023 Art EUR < 1 Jahr EUR 1 - 5 Jahre EUR > 5 Jahre EUR Summe
gegenüber Kreditinstituten 23.668.585 12.826.140 4.887.060 41.381.785
aus Lieferungen und Leistungen 6.139.248 0 0 6.139.248
ggüber verbundenen Unternehmen 11.044 0 0 11.044
ggüber Beteilungsunternehmen 5.561 0 0 5.561
Sonstige Verbindlichkeiten 15.257.968 0 0 15.257.968
Summe 45.082.406 12.826.140 4.887.060 62.795.606

7. Von den Verbindlichkeiten sind durch Grundpfandrechte gesichert: 23.801.410 EUR (Vorjahr 24.356.460 EUR) Sie bestehen gegenüber Kreditinstituten.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

E. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2022
EUR
2023
EUR
Lagerumsatz 254.431.332 237.776.822
Streckenumsatz 113.285.151 100.552.520
Gesamtumsatz 367.716.483 338.329.342
abzgl. Skonto 11.302.154 10.077.847
abzgl. Warenrückvergütung 11.668.474 9.722.208
Umsatz Warengeschäft 344.745.855 318.529.287
sonstige Umsatzerlöse 1.591.274 1.535.422
Umsatz lt. G.u.V.-Rechnung 346.337.129 320.064.709

2. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (505.921 EUR) und Wertberichtigungen (509.832 EUR) sowie Bonuserträge für Vorjahre (117.543 EUR).

F. Sonstige Angaben

1. Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 290 36
Gewerbliche Mitarbeiter 277 11
Summe 567 47

Außerdem wurden durchschnittlich 41 Auszubildende beschäftigt.

2. Mitglieder des hauptamtlichen Vorstandes

Andreas Hauf

Jörg Lecke

3. Mitglieder des Aufsichtsrates

Markus Happe (Vorsitzender)

Ulrich Ehrhardt (stellv. Vorsitz.)

Karl-Heinz Ester

Diana Hartmann

Torsten Kaufmann (ab 28.04.2023)

Marco Klaßen

Mathias Koch (ab 28.04.2023)

Arnd Neubauer (ab 28.04.2023)

Julia Ottensmann (bis 28.04.2023)

Peter Schmücker

Mike Sternkopf

Andreas Zinn

Renè Zörner

Werner Zultner (bis 28.04.2023)

4. Am Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen gegenüber Mitgliedern des Vorstandes. Forderungen gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrates bestanden in Höhe von 92.564 EUR.

5. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:

Die Tochtergesellschaft DE Vermögens- & Verwaltungs GmbH, Hamm, hat in 2002 ein Verwaltungsgebäude errichtet. Für diese Investition hat sie langfristige Darlehen bei der Sparkasse Hamm aufgenommen, die zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 44.220 EUR (Vorjahr 80.312 EUR) valutieren und in voller Höhe durch Grundschulden abgesichert sind. Die Genossenschaft ist zusammen mit der DE Vermögens- & Verwaltungs GmbH Gesamtschuldner dieser Darlehen.

6. Finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 HGB:

Es bestehen nicht in der Bilanz ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3 a HGB aus sonstigen Verträgen von jährlich 1.131.000 EUR. In diesen Zahlungsverpflichtungen werden keine wesentlichen Risiken gesehen. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

7. Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der DEG Dach-Fassade-Holz eG schlagen der Generalversammlung vor, den nach Abzug der Warenrückvergütung von 3,2 Prozent und der Vorwegzuweisung in die Ergebnisrücklagen verbleibenden Bilanzgewinn von 4.200.371,27 EUR wie folgt zu verwenden:

Zuweisung zu den anderen Ergebnisrücklagen 3.262.908,24 EUR

Ausschüttung einer Dividende von 5,00 Prozent 937.463,03 EUR

8. Mitgliederbewegung

Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile
Anfang 2023 2.224 42.417
Zugang 2023 113 2.565
Abgang 2023 89 1.714
Ende 2023 2.248 43.268

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr um 685.322 EUR vermehrt.

Die Höhe eines Geschäftsanteils beträgt 500 EUR.

Eine Nachschusspflicht der Mitglieder besteht nicht.

9. Name und Adresse des Prüfungsverbandes:

Genoverband e.V.

Ludwig-Erhard-Allee 20

40227 Düsseldorf

 

Hamm, den 19. Februar 2024

DEG Dach-Fassade-Holz eG

Der Vorstand

Andreas Hauf

Jörg Lecke

Der Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 26.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DEG Dach-Fassade-Holz eG, Hamm

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DEG Dach-Fassade-Holz eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts: die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG i. V. mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Genossenschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 18. April 2024

Genoverband e.V.

Ralph Kuhn, Wirtschaftsprüfer

Dorothee Böhmer, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023

In der ordentlichen Generalversammlung vom 28. April 2023 wurden die turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates Ulrich Ehrhardt und Karl-Heinz Ester wieder gewählt. Neu in das Gremium wurden die Herren Mathias Koch und Arnd Neubauer gewählt.

In der anschließenden konstituierenden Sitzung wählte der Aufsichtsrat Herrn Markus Happe wieder zu seinem Vorsitzenden. Herr Ulrich Ehrhardt wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Das Amt des Schriftführers übernahm Herr Klaßen.

Der Aufsichtsrat der DEG Dach-Fassade-Holz eG hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

In fünf gemeinsamen Sitzungen hat er sich mit dem Vorstand eingehend über die Lage und die Entwicklung der Genossenschaft informiert. Dies geschah durch schriftliche und mündliche Berichte über folgende Schwerpunktthemen:

- Analyse der wirtschaftlichen Planungen und der Zwischenabschlüsse; quartalsmäßig erfolgten umfangreiche Informationen über die Entwicklung der Umsatz-, Ertrags- und Vermögenslage sowie der Finanz- und Liquiditätslage

- Einzelanalyse der Zweigniederlassungen und Produktbereiche

- Wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften

- Optimierung der logistischen Prozesse

- Erörterung der bemerkenswerten Debitoren, insbesondere gemäß § 49 Genossenschaftsgesetz

- Entwicklung der Mitgliedschaften

- Strategische Ausrichtung der ZEDACH eG und ihrer Einzelgenossenschaften

- Diskussion und Bewertung der konjunkturellen und strukturellen Veränderungen im gesamten Baubereich, speziell beim Dachdecker- und Zimmererhandwerk

- Erweiterung des Produktportfolios durch die Eröffnung des Fassaden-Schneidbetriebes in Münster

- Gedanken über anstehende Nachfolgeregelungen in Vorstand und Geschäftsleitung ́

- Erörterung des Prüfungsberichtes mit dem Genoverband e.V., Frankfurt am Main

Aufsichtsrat und Vorstand haben über die Möglichkeiten einer strategischen Zusammenarbeit mit der Schwestergenossenschaft DENW eG, Weyhe gesprochen. Dabei gab es auch gemeinsame Gespräche mit Vertretern der Gremien aus Weyhe. In der gemeinsamen Sitzung am 22. November 2023 hat der Aufsichtsrat den Vorstand beauftragt, entsprechende Sondierungsgespräche zu führen.

Darüber hinaus wurden die nach Gesetz und Satzung notwendigen Beschlüsse gefasst.

Neben den gemeinsamen Sitzungen fanden noch Sitzungen des Personal- und des Bauausschusses statt. Der Bauausschuss befasste sich mit der Überwachung der baulichen Maßnahmen, im Wesentlichen für Erweiterung am Standort Solingen und das Neubauprojekt "DEG Campus" an der Hauptverwaltung in Hamm.

Der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter nahmen an den regelmäßigen Vorstandssitzungen teil.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstandes. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Genoverband e.V., Frankfurt am Main hat im Rahmen der jährlichen gesetzlichen Prüfung den Jahresabschluss per 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Prüfung hat, wie aus der Zusammenfassung des Prüfungsergebnisses hervorgeht, keine Einwände ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt.

Im Namen des Aufsichtsrates bedanke ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DEG Dach-Fassade-Holz eG für das erneut hohe Engagement und die herausragenden Leistungen im Geschäftsjahr 2023. Ebenfalls gilt der Dank unseren Mitgliedern und Kunden für die Verbundenheit und das entgegengebrachte Vertrauen. Trotz erheblicher Zusatzbelastungen aufgrund der weltpolitischen Lage und den dadurch verbundenen großen gesellschaftlichen Herausforderungen hat unsere Genossenschaft die seit Jahren erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung fortgesetzt.

 

Hamm, im April 2024

Der Aufsichtsrat

Markus Happe

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