Boskalis Offshore GmbH
Selbe AdresseBau von Schiffen und schwimmenden Vorrichtungen für zivile Zwecke, ohne Boots- und Yachtbau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anne Jan Fokkema seit 10.10.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Boskalls Offshore Contracting B.V. | 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Heinrich Hirdes EOD Services GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Anwendung der handelsrechtlichen Vorschriften Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. HGB. Die Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. 2. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Heinrich Hirdes EOD Services GmbH mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 118118 eingetragen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Sachanlagen bewerten wir zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer und außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Nutzungsdauer wird nach den amtlichen Tabellen des Bundeministeriums der Finanzen angesetzt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Alle Anschaffungen für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von mehr als Netto EUR 800,00, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden einzeln erfasst und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer zeitanteilig abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. II. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen haben, wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.231 (i. Vj. TEUR 2.455) betreffen mit TEUR 3.007 (i. Vj. TEUR 2.450) das gruppeninterne Verrechnungskonto im Rahmen des Cashmanagements sowie mit TEUR 224 (i. Vj. TEUR 5 ) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 2. Eigenkapital Das in der Bilanz mit EUR 51.129,19 ausgewiesene gezeichnete Kapital entspricht dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Wert. 3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen insbesondere für ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 482; i. Vj. TEUR 3.725), Steuerberatungs- und Prüfungskosten (TEUR 47; i. Vj. TEUR 32) sowie für Personalaufwendungen (TEUR 155; i. Vj. TEUR 129). 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 593 (i. Vj. TEUR 408) Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten beinhalten mit TEUR 3.572 (i. Vj. TEUR 952) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin und resultieren aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 2.552 (i. Vj. TEUR 469), der Umsatzsteuerverbindlichkeit gegenüber dem Organträger in Höhe von TEUR 511 (i. Vj. TEUR 119) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 509 (i. Vj. TEUR 364). Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 5. Umsatzerlöse/Bauleistungen Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen die abgerechneten Bauleistungen eigener Baustellen in Deutschland. 6. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 224; i. Vj. TEUR 48), sowie realisierte Gewinne aus Kursdifferenzen (TEUR100, i. Vj. TEUR130) enthalten. III. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 58 (i. Vj. TEUR 65). Davon haben TEUR 30 (i. Vj. TEUR 36) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 28 (i. Vj. TEUR 29) eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren. 2. Konzernverbund Die Gesellschaft ist ein Unternehmen der Koninklijke (Royal) Boskalis B.V ., Papendrecht, Niederlande, welche seit Juli 2022 Teil der HAL Group, Hamilton, Bermuda, ist. HAL Trust, Hamilton, Bermuda, ist ein an der Euronext Amsterdam gehandeltes Unternehmen (Ticker: HAL NA). Ab Juli 2022 wird das Unternehmen in den Konzernabschluss von HAL Trust, Hamilton, Bermuda, und HAL Holding N.V ., Willemstadt, Curacao aufgenommen, welche den Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen aufstellt und unter www. halholding. com verfügbar macht. Darüber hinaus wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Boskalis Offshore Contracting B.V., Papendrecht, aufgenommen (stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen auf), welcher in den Niederlanden offengelegt ist und unter www.KvK.nl verfügbar gemacht wird. Der Gewinn des Geschäftsjahres 2023 wird aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags an die Heinrich Hirdes GmbH, Bremen, abgeführt. Zu dieser Gesellschaft besteht körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft. 3. Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge Ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht mit der Heinrich Hirdes GmbH, Hamburg. Mit diesem Unternehmen besteht seit dem 1. Januar 2009 eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft. 4. Personal Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 17 (i. Vj. 17) Angestellte, davon drei weibliche und 14 männliche Angestellte. 5. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird hauptberuflich wahrgenommen von
Der Geschäftsführer hat für seine Tätigkeit von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten.
Hamburg, den 16.12.2024 Die Geschäftsführung Jan Paulsen Anlagenspiegel per 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlage des Unternehmens Die Heinrich Hirdes EOD Services GmbH, Hamburg, (Heinrich Hirdes EOD) hat sich mit ihren Arbeitsausführungen und Dienstleistungen auf das Auffinden, Klassifizieren und Bergen von Kampfmitteln im Offshore-Bereich und in Flachwasserzonen konzentriert. Die Kampfmittelfreiheit ist insbesondere für die Entwicklung und den Bau von Offshore-Windparkflächen und der dazugehörigen Kabeltrassen erforderlich. Das Betätigungsfeld liegt hierbei in Deutschland sowie der europäischen Nord- und Ostsee. Der Leistungsschwerpunkt liegt allerdings in den deutschen Meeresgewässern. Das Leistungsspektrum umfasst die computergestützte Sondierung von Offshore-Wasserflächen, Bergung konventioneller und chemischer Kampfstoffe in Meeresgewässern sowie Räumung und Sprengung von marinen Kampfmitteln. Dazu werden jegliche Unterwasseruntersuchungen, die u. a. für den Bau, den Betrieb sowie für Wartungsarbeiten von Offshore-Windparks und Offshore-Kabeltrassen notwendig sind, durchgeführt. Tätigkeiten im Rahmen der Forschung und Entwicklung (F&E) konzentrierten sich in der Vergangenheit auf die Weiterentwicklung von Sondier- und Bergungstechnik sowie Auswertungsverfahren. Wirtschaftsbericht 2023 - Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung der Gesamtwirtschaft Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ging das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt im Jahr 2023 um 0,3 % zurück. Preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %. Während die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen 2023 stagnierte, war die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal rückläufig. 1 Die weiterhin hohen Preise sowie steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur. In den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief die Entwicklung sehr unterschiedlich. Auf der einen Seite konnten die meisten Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftlichen Aktivitäten ausweiten und damit die Gesamtwirtschaft stützen. Dabei fiel das Wachstum allerdings geringer aus als in den Jahren 2021 und 2022. Auf der anderen Seite ging die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe deutlich um 2,0 % zurück. Vorrangig war hierfür eine niedrigere Produktion im Bereich der Energieversorgung entscheidend. Das Verarbeitende Gewerbe (ohne Bau) lag im Jahr 2023 um 0,4 % unter dem Vorjahresniveau. Das Baugewerbe konnte insgesamt preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 % verzeichnen. 2 Vor dem Hintergrund der hohen Verbraucherpreise nahm der private Konsum preisbereinigt um 0,8 % gegen- über dem Vorjahr ab. Der Staat reduzierte ebenfalls die Konsumausgaben um - 1,7 %, da die staatlich finanzierten Corona-Maßnahmen wegfielen. Die Bauinvestitionen gingen preisbereinigt um 2,1 % zurück. Andererseits nahmen die Ausrüstungsinvestitionen (in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge) preisbereinigt um 3,0 % zu. Der Außenbeitrag fiel ebenfalls positiv aus und stützte das BIP. Denn während die Exporte um preisbereinigt 1,8 % sanken, nahmen die Importe preisbereinigt um 3,0 % ab. 3 Die Zahl der Beschäftigten nahm insbesondere durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Im Jahr 2023 erbrachten durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätige mit Arbeitsort in Deutschland die Wirtschaftsleistung. Dies entspricht einem Anstieg um 0,7 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung nahm zu. Der Beschäftigungsaufbau fand fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. 4 In den Jahren 2022 und 2023 setzte sich die in 2021 begonnene negative Entwicklung hoher Inflationsraten fort. Im Jahresdurchschnitt 2023 haben sich die Verbraucherpreise um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Die Inflationsrate fiel damit zwar geringer aus als in 2022 (+ 6,9 %), bewegt sich aber weiter auf einem hohen Niveau. Ursächlich für die hohen Inflationsraten waren insbesondere die hohen Preisanstiege für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Krieges in der Ukraine und gestiegene Kosten für den Transport von Gütern. Zeitweise konnten die Preissteigerungen durch Entlastungsmaßnahmen abgemildert werden (wie beispielsweise dem Wegfall der EEG-Umlage, 9-Euro-Ticket, Tankrabatt, Deutschlandticket). Im Dezember 2023 lag die Inflationsrate bei + 3,7 % gegenüber Dezember 2022. 5 Nach insgesamt acht Jahren mit Finanzierungsüberschüssen verzeichnete der deutsche Staat seit 2020 ein Finanzierungsdefizit. In 2023 lag das Finanzierungsdefizit nach vorläufigen Berechnungen bei 82,7 Milliarden Euro und damit um 14 Milliarden Euro unter dem Defizit des Vorjahres. In 2022 führten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und zur Stützung der deutschen Wirtschaft zu hohen Ausgaben. Auch in 2023 erfolgten hohe Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse. Auf der anderen Seite entfielen jedoch die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. 6 Entwicklung des Marktes Offshore-Kampfmittelräumung
2 Vgl. Statistisches Bundesamt (2024):
Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken,
Pressemitteilung Nr. 019, 15.01.2024
In den hauptsächlich für Heinrich Hirdes EOD relevanten Märkten der Offshore-Windindustrie wird der Ausbau in Europa weiter vorangetrieben. Im Zuge der geopolitischen Entwicklungen sind die Ausbauziele europaweit ambitioniert nach oben angepasst worden. Am 1. Januar 2023 trat in Deutschland die Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) zur Erhöhung der Ausbauziele für die Offshore-Windenergie in Kraft. Die erhöhten Ziele sehen vor, dass die installierte Leistung von Offshore-Windenergieanlagen, die an das Netz angeschlossen werden, bis zum Jahr 2030 auf insgesamt mindestens 30 GW, bis zum Jahr 2035 auf mindestens 40 GW und bis zum Jahr 2045 auf mindestens 70 GW gesteigert wird. 7 Die installierte Leistung per Ende 2023 betrug dabei knapp 8,5 GW. Bezuschlagte bzw. mit einem Netzanbindungsanspruch versehene Projekte haben einen Umfang von ca. 11,7 GW. 8 Die Novelle des WindSeeG, die zum Jahresbeginn 2023 in Kraft getreten ist, sieht für die Ausschreibungen ab 2023 ein geändertes Ausschreibungssystem vor. Neben den durch das BSH zentral voruntersuchten Flächen werden auch nicht zentral voruntersuchte Flächen ausgeschrieben. Je nach Fläche unterscheidet sich das Vergabeverfahren. Im Juni 2023 fand die erste Ausschreibungsrunde für vier nicht zentral voruntersuchte Flächen mit einem Ausschreibungsvolumen von insgesamt 7 GW statt. Für alle Flächen reichten mehrere Bieter 0-Cent-Gebote ein, sodass erstmals die Durchführung des dynamischen Gebotsverfahrens erforderlich war. Die Bieter mit der jeweils höchsten Zahlungsbereitschaft erhielten den Zuschlag. Bei der Ausschreibungsrunde im August 2023 wurden neben finanziellen Kriterien auch nicht finanzielle Kriterien (u. a. Beitrag zur Dekabonisierung) berücksichtigt. 9 In der Ausschreibungsrunde Mitte 2024 wurden weitere Flächen im dynamischen Gebotsverfahren im Wert von 3 Mrd. Euro bezuschlagt. 10 Im europäischen Umfeld sind ebenfalls ambitionierte Ausbauziele definiert und über politische Kooperationen formuliert. Sowohl die Ostsee- als auch die Nordseeanrainerstaaten haben verschiedene Initiativen begonnen. Exemplarisch hierfür ist die Nordsee-Initiative mit der sogenannten Ostende-Erklärung. 11 Insgesamt erwarten wir für die kommenden Jahre ein attraktives Marktumfeld. Die Ausbauziele forcieren die Anzahl kommender Projekte (Windparks und Kabeltrassen). Dies sowohl in Deutschland wie auch in Europa. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre leiten wir allerdings weiterhin ab, dass der Markt durch Volatilität und eine größere Schwankungsbreite geprägt sein wird. Kritisch beobachten wir eine zunehmende Lücke zwischen politisch getriebenen Ausbauzielen vs. in der Industrie faktisch vorhandenen Umsetzungskapazitäten. Dies wird voraussichtlich zu Verzögerungen in der Ausführung der Projekte führen. - Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 profitierte die Gesellschaft insbesondere von Arbeiten auf mehreren Export-Kabeltrassen in der Deutschen Nord- und Ostsee, durch die Entwicklung der Offshore-Windparks Borkum Riffgrund 3, Godewind 3, Bard 1 und Dogger Bank.
7 Vgl. Bundesregierung vom 20.01.2023,
https://www.bundesregierung.de/breg-de/schwerpunkte/klimaschutz/windenergie-auf-see-gesetz-2022968
Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 lagen mit EUR 25 Mio. (Vorjahr EUR 24 Mio.) über den Erwartungen in Höhe von EUR 19 Mio., die Ergebnisbeiträge aus den Projekten leicht oberhalb der gesetzten Erwartung. Der Unterschied zu den erwartenden Umsatzerlösen resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Akquisitions- und Ausführungsvolumen. Im Rahmen des Projektgeschäftes sind Projektvolumina volatil, so dass sich die erbrachte Leistung innerhalb einer normalen Schwankungsbreite bewegt. Das Ergebnis vor Steuern für 2023 beläuft sich auf EUR 2,6 Mio. und ist im Vergleich mit dem Vorjahr um EUR 2,1 Mio. höher als der Vorjahreswert von EUR 0,5 Mio. Der Unterschied zwischen dem prognostizierten (EUR 1,8 Mio.) und dem realisierten Ergebnis vor Steuern (EUR 2,6 Mio.) in Höhe von EUR 0,8 Mio. resultiert im Wesentlichen aus der gestiegenen Geschäftstätigkeit. Die Ergebnisbeiträge aus den Projekten lagen durchweg auf einem guten Niveau leicht oberhalb des erwarteten Wertes. Effizientere Ausführungsphasen bilden hierfür die Basis. Dies führte insgesamt zu einer Steigerung des Ergebnisses vor Steuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen von 2% im Jahr 2022 auf 10% im Jahr 2023. Insgesamt gesehen waren die Wettbewerbssituation und die Marktlage im abgelaufenen Geschäftsjahr auskömmlich und kompetitiv. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 0 Mio. (Vorjahr EUR 10 Mio.). Arbeitsunfälle, die mit einem längeren Arbeitsausfall verbunden gewesen wären, waren 2023 nicht zu verzeichnen. Zu diesem positiven Stand hat auch das konzerneigene Arbeitssicherheitsprogramm NINA (No Injuries - No Accidents) beigetragen. Die Inhalte dieses Programmes werden ständig weiterentwickelt und die Mitarbeiter entsprechend geschult und eingewiesen. Die Einsatz- bzw. und die Auslastungslage des eigenen wie auch des angemieteten Geräteparks waren in 2023 nicht zufriedenstellend. Es waren längere Stillstandszeiten zu verzeichnen. Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über die finanziellen Kennzahlen Umsatz sowie Ergebnis vor Steuern, nicht finanzielle Kennzahlen stehen bei der Steuerung nicht im Vordergrund. Der Geschäftsverlauf 2023 wird insgesamt als zufriedenstellend bewertet. - Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Umsatzerlöse belaufen sich auf EUR 25,0 Mio. und sind damit um EUR 1,3 Mio. höher als der Vorjahreswert in Höhe von EUR 23,7 Mio. Sonstige betriebliche Erträge in Höhe von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr EUR 0,2 Mio.) konnten insbesondere durch die Auflösung von Rückstellungen und Währungsumrechnung realisiert werden. Das Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2023 beträgt EUR 2,6 Mio. (Vorjahr EUR 0,5 Mio.). Die Materialaufwendungen einschließlich der bezogenen Leistungen haben sich im Rahmen projektbasierter Schwankungen auf EUR 19,2 Mio. reduziert (Vorjahr EUR 19,7 Mio.). Die Personalaufwendungen in Höhe von EUR 1,5 Mio. sind im Vergleich zum Vorjahreswert von ebenfalls EUR 1,5 Mio. stabil. Die Bilanzsumme der Gesellschaft in Höhe von EUR 5,0 Mio. hat sich um EUR 4,1 Mio. reduziert (Vorjahr EUR 9,1 Mio.). Die Veränderung ist dabei über die einzelnen Bilanzposten unterschiedlich ausgeprägt. Auf der Aktivseite der Bilanz ist das Anlagevermögen in Höhe von EUR 0,1 Mio. gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von EUR 0,1 Mio. unverändert. Wesentliche Posten der Aktivseite sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1,6 Mio. (Vorjahr EUR 6,4 Mio.). Die Veränderung resultiert aus den üblichen Schwankungen im Projektgeschäft. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, hauptsächlich gruppeninterner Verrechnung im Rahmen des Cash-Managements mit einer Konzerngesellschaft, betragen zum Stichtag EUR 3,2 Mio. (Vorjahr EUR 2,5 Mio.). Wesentliche Posten der Passivseite bilden die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr EUR 3,9 Mio.) sowie die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 4,3 Mio. (Vorjahr EUR 5,1 Mio.), davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 0,1 Mio. (Vorjahr EUR 2,7 Mio.), gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 0,6 Mio. (Vorjahr EUR 0,4 Mio.) und gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 3,6 Mio. (Vorjahr EUR 1,0 Mio.). Die Reduzierung der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus einem niedrigeren Wert für ausstehenden Lieferantenrechnungen auf Grund geringer Projektaktivität zum Ende des Jahres. Der Investitionsumfang belief sich auf EUR 0,0 Mio. (Vorjahr EUR 0,1 Mio.). Die Liquidität des Unternehmens war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert. Zudem nimmt das Unternehmen am Cash-Management-System des Konzerns teil. Der Zahlungsmittelbestand inklusive Guthaben innerhalb des Cash-Management-Systems hat sich negativ entwickelt und ist im Berichtszeitraum um EUR 2 Millionen gesunken. Wesentlicher Effekt ist dabei die Gewinnabführung an die Gesellschafterin des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von EUR 2.6 Millionen. Die Bereitstellung von Krediten war im Jahr 2023 zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die Lage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wird als zufriedenstellend beurteilt. Der durchschnittliche Personalbestand 2023 bleibt konstant bei 17 Mitarbeitenden (Vorjahr 17 Mitarbeitende). Zusätzlicher Personalbedarf, überwiegend für die Ausführung der Projekte, wurde mit Freelancer-Verträgen und Subunternehmern abgedeckt. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Unter Berücksichtigung des Auftragsbestandes am Jahresende 2023 in Höhe von EUR 0 Mio. (Vorjahr EUR 10 Mio.), ist für das Geschäftsjahr 2024 eine Leistung (Umsatzerlöse) in Höhe von knapp EUR 15 Mio. geplant. Damit soll ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von ca. EUR 0,5 Mio. (3 %) realisiert werden. Inwieweit sich die durch die Politik ambitioniert formulierten Ausbauziele kurzfristig am Markt materialisieren, bleibt abzuwarten. Insofern ist der Markt von einer gewissen Volatilität geprägt und beinhaltet Chancen für zusätzliches Geschäftsvolumen. Eine höhere Nachfrage in Kombination mit limitierten Ressourcen könnte sich positiv auf die Preisbildung auswirken. Dementgegen steht das Risiko zusätzlicher Wettbewerber aufgrund einer gestiegenen Marktattraktivität. Fakt ist jedoch auch, dass bevor Offshore-Windparks errichtet werden können und die dazugehörigen Kabelnetze entstehen, eine Kampfmittelsondierung und -bergung unerlässlich ist. In den Seegewässern der Nord- und Ostsee werden noch eine große Menge an konventionellen wie auch chemischen Kampfstoffen vermutet, überwiegend aus der Verklappung von Munition nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Eine Reihe potenzieller Projekte im In- und Ausland, die nicht in Verbindung mit Offshore-Windparks stehen, eröffnen weitere Chancen. Hinsichtlich der Finanzplanung werden keine nennenswerten Veränderungen erwartet. Räumstellenfinanzierungen größerer Projekte können jedoch immer wieder zu erhöhtem Finanzbedarf führen, der durch die vorhandenen Eigenmittel über das konzerninterne Cash-Poolguthaben abgedeckt wird. Die Investitionsplanung geht von einer kontinuierlichen Durchführung von Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Sondier- und Räumtechnik aus. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für Deutschland ein Wirtschaftswachstum in 2024 von 0,5 % und für das Jahr 2025 ein Plus von 1,6 %· 12 Der Sachverständigenrat rechnet in seinem Jahresgutachten mit einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 0,7 % für 2024. Allerdings hat das Gremium in seiner Mai-Prognose das Wachstum bereits auf 0,2% nach unten revidiert. Die deutsche Bundesregierung hält im Jahreswirtschaftsbericht 2024 fest, dass die Aussichten für das laufende Jahr deutlich schlechter seien als noch in der Herbstprojektion erwartet worden war. Sie geht nun davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt um real 0,2 % zunimmt. Im Herbst 2023 wurde noch mit einem Plus von 1,2 % gerechnet. Für 2025 prognostiziert sie ein Wirtschaftswachstum in Höhe von einem Prozent. 13 Die Bundesbank rechnet mit Inflationsraten von + 2,7 % für 2024, + 2,5 % für 2025 sowie + 2,2 % für 2026. Zudem wird ein stabiles, hohes Beschäftigungsniveau erwartet. Mit dem Einsetzen einer wirtschaftlichen Erholung dürfte sich der Arbeitsmarkt im Verlauf des Jahres 2024 beleben. Das Beschäftigungsniveau ist allerdings bereits sehr hoch und der Mangel an Fachkräften dürfte weiter zunehmen. Daher rechnet die Bundesbank für 2025 und 2026 mit einem deutlich angespannteren Arbeitsmarkt. Das Arbeitsangebot dürfte in den kommenden Jahren zunehmend der begrenzende Faktor am Arbeitsmarkt sein. 15 Die Bundesregierung weist in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 insbesondere auf den bestehenden starken Anpassungsdruck für den Wirtschaftsstandort Deutschland hinsichtlich der vom russischen Gas abhängigen energieintensiven Industrie, des demographisch bedingten Arbeitskräftemangels sowie der bestehenden geopolitischen Risiken und des Wettbewerbsdrucks für Unternehmen hin. Um das Wachstum wirtschaftspolitisch zu stützen, sollen steuerliche Anreize im Wachstumschancengesetz verankert (insbesondere für nachhaltige Investitionen), Bürokratieabbau vorangetrieben, schnellere staatliche Entscheidungen getroffen und die (Verkehrs-)Infrastruktur mit Hilfe öffentlicher Investitionen modernisiert werden. 16 Zusammenfassend bewerten wir das Marktumfeld gut aber nach wie vor in einer Spannungslage zwischen den wesentlichen Risiken (in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung) Volatilität, Wettbewerbsdruck, geopolitische Entwicklungen und den Chancen aus dem (politisch) forcierten Ausbau der Offshore-Windenergie in den kommenden Jahren. Neben externen Risiken, die sich aus der schwankenden Marktnachfrage der Windparkerrichter und anderer Marktteilnehmer ergeben und die sich im Auftragseingangsniveau widerspiegeln, resultieren weitere Risiken aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, insbesondere aus der Auftragsauswahl, der Auftragsabwicklung und der schwankenden Auslastungsmöglichkeit unserer Mitarbeiter. Marktrisiken wird durch die fortwährende Beobachtung des Marktes sowie durch Investitionen in fortschrittliche Technologien begegnet. Zur Früherkennung, Vermeidung und Reduktion unternehmensgefährdender Risiken und möglicher Fehlentwicklungen wird das in den vergangenen Jahren installierte und fortentwickelte Controlling-System auch zukünftig eingesetzt. Um den Kostendruck bei fehlender Auslastung zu verringern, werden außerdem Großgeräte wie Basisschiffe für die Kampfmittelbergung nur temporär und projektbezogen von dritter Seite angemietet.
12 Vgl. IWF (2024): World Economic Outlook
Update, Moderating Inflation and Steady Growth Open Path to
Soft Landing, January 2024
[https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlookupdate-january-2024].
Die zukunftsbezogenen Aussagen über erwartete Entwicklungen basieren auf Einschätzungen und sind mit Unsicherheiten behaftet. Die sich tatsächlich ergebenden Entwicklungen können von den getroffenen Einschätzungen abweichen.
Hamburg, den 16.12. 2024 Die Geschäftsführung Jan Paulsen Zur Begegnung von Compliance-Risiken (Einhaltung aller relevanten Gesetze und Vereinbarungen) hat das Unternehmen Compliance-Richtlinien bereits im Jahr 2016 als verbindlichen Orientierungsrahmen eingeführt und festgelegt. Die Mitarbeiter wurden mit einem entsprechenden Schulungsprogramm eingewiesen, um die geltenden Rechtsrahmen klarzustellen und ein sicheres Gespür für Konfliktsituationen zu entwickeln. Aus den oben genannten Rahmenbedingungen ergeben sich zusammenfassend, in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung, folgende wesentliche Chancen, für die wir im kurz- bis mittelfristigen Zeithorizont eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit sehen:
Die Einschätzung der Risikosituation ist das Ergebnis der Betrachtung aller wesentlichen zuvor aufgeführten Einzelrisiken. Die Risikolage hat sich dabei im Vergleich zum Vorjahr strukturell nicht wesentlich verändert. Nach unserer heutigen Einschätzung gibt es für die Gesellschaft keine wirtschaftlichen oder rechtlichen bestandsgefährdenden Risiken. Alle derzeit erkennbaren Risiken sind mit kaufmännischer Vorsicht ausreichend in der Bilanz berücksichtigt. Die Ertragslage wird sich aus derzeitiger Sicht nicht bestandsgefährdend verschlechtern. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Heinrich Hirdes EOD Services GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Heinrich Hirdes EOD Services GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heinrich Hirdes EOD Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 17. Dezember 2024 KPMG
AG
Björn Kniese, Wirtschaftsprüfer Tobias Falke, Wirtschaftsprüfer |
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