Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 138107
Vorher
RM 2121 Vermögensverwaltungs GmbH
Eingetragen
16.7.2001
Branche
Vermietung von SchienenfahrzeugenBau von BahnverkehrsstreckenBetrieb von Verkehrswegen für Schienenfahrzeuge
Gegenstand
Vorhalten, Kaufen, Betreiben und Entwickeln von Maschinen zur Erstellung von Bauleistungen, insbesondere in Bezug auf Maschinen der sog. Hochleistungstechnik für den Bahnbau; Bau von Eisenbahnverkehrsanlagen im In- und Ausland; gleisgebundener Tief- und Oberbau sowie Vermietung von Maschinen und Geräten an andere Unternehmen hierfür.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Robin Schlautmann
seit 7.11.2019
Geschäftsführer
Norbert Midl
seit 7.11.2019
Geschäftsführer
Jürgen Schemel
seit 30.1.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Knapc Gruppe Holding GmbH
50.00%
Swietelsky AGAUT
50.00%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Knape Gruppe Holding GmbH
Germany
2.000.000 €
40.00%
Swietelsky AG
Austria
2.000.000 €
40.00%
Knapc Gruppe Holding GmbH
Germany
500.000 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EURAILPOOL GmbH

Ismaning

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023/2024

der EURAILPOOL GmbH, Ismaning

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die EURAILPOOL GmbH (EURAILPOOL) ist ein deutsch-österreichisches Gemeinschaftsunternehmen, gegründet 2001. Gesellschafter sind die Knape Gruppe Holding GmbH, Sitz in Poing und die Swietelsky AG, Sitz in Linz, Österreich. Der Hauptsitz der Gesellschaft ist in Ismaning bei München. Es besteht eine Zweigniederlassung in Fischamend, Österreich. EURAILPOOL betreibt vier Spezialmaschinen zur Planumsverbesserung und über 130 MFS-Einheiten (MFS = Materialförder- und Siloeinheiten). EURAILPOOL ist europaweit tätig. Die Gesellschaft beschäftigt ca. 150 Mitarbeiter.

EURAILPOOL bietet Komplettbaumaßnahmen mit Planumsverbesserung an und arbeitet als Nachunternehmer in komplexen Bauvorhaben. MFS-Wagen werden bei den Gesellschaftern und fremden Unternehmen eingesetzt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Die Weltwirtschaft ist im vergangenen Jahr um 3,1 % gewachsen. Für 2024 wird ein Wachstum der weltweiten Wirtschaft um 2,9 % prognostiziert. Die Risiken aufgrund des Krieges in der Ukraine sind weiterhin vorhanden. Ebenso ist die Entwicklung der Krise in Nahost und die daraus entstehenden Auswirkungen auf die Märkte für Energie und Rohstoffe nicht absehbar.

Nach zwei Jahren mit hohen Inflationsraten in Europa in 2022 von 9,2 % und 2023 von 6,4 % geht man für das Jahr 2024 noch von einer Inflation von 3 % aus, die Prognose für 2025 liegt in der EU bei 2,5 % (Quelle: EU-Kommission, International Monetary Fund-World Economic Outlook).

In unseren Kernmärkten in Europa ist die Wirtschaft im Jahr 2023 noch um 0,5 % gewachsen, in Deutschland schrumpfte sie um 0,3 %.

Für 2024 geht man in Deutschland von einer Veränderung des BIP um +0,3 % aus. Eine Rezession wird knapp vermieden. In Österreich schrumpfte die Wirtschaft im Jahr 2023 um 0,7 %. Die Prognosen für 2024 gehen von einem Wachstum von 0,6 % aus (Quelle: siehe oben).

Die Zahlen sind im Februar 2024 aktualisiert. Aufgrund der Unsicherheit über die Entwicklung in der Ukraine und in Nahost sowie der politischen Entscheidungen in den einzelnen Ländern und der EU können sich die Zahlen noch verändern.

Die Inflation im Euroraum konnte mittlerweile durch Zinserhöhungen der EZB gesenkt werden.

Wie sich die Veränderung der Parteienlandschaft in Europa auf die zukünftige Gesetzgebung und somit auf die Investitions- und Konsumbereitschaft auswirkt, ist unsicher.

2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Europa ist weiterhin unumgänglich. Eine stärkere Verlagerung der Verkehre auf die Schiene ist notwendig und wird angestrebt. In Deutschland ist hierfür ist der Ausbau und die Modernisierung der Eisenbahnstrecken dringend notwendig. Der jahrelange Sparkurs zeigt sich nun in Verspätungen, überfüllten Zügen, zu wenig Gütertransport sowie zu schlechten Verbindungen und Taktungen. Die strukturellen Probleme bei der DB AG sind nicht mehr zu kaschieren, Planungen und Ressourcen zur Verbesserung der Infrastruktur fehlen.

Die Deutsche Bahn hat nun einen Sanierungsplan für das Hochleistungsnetz vorgestellt. Bis zum Jahr 2030 sollen rund 4.000 Streckenkilometer generalsaniert werden. Begonnen wird in 2024 mit der Vollsperrung der Riedbahn, die Strecke Hamburg-Berlin und Emmerich-Oberhausen soll in 2025 folgen. Zusätzlich zu den Generalsanierungen stehen parallel weiter die notwendigen Sanierungen an. (Quelle: Deutsche Bahn AG, "Auf dem Weg zum Hochleistungsnetz" vom März 2024)

Wie die geplanten Maßnahmen, insbesondere der Hochlauf der zu bearbeitenden Korridorstrecken in den Jahren 2026-2030, umsetzbar sind, bleibt abzuwarten.

In unserem Marktsegment der Planumsverbesserung in Deutschland erwarten wir ebenfalls ein steigendes Volumen.

2.3 Geschäftsverlauf

Das abgelaufene Geschäftsjahr verlief gut. Sämtliche Bauvorhaben wurden zur besten Zufriedenheit unserer Auftraggeber abgearbeitet. Das Personal war stets gut ausgelastet. Die Preissituation in Deutschland verbesserte sich leicht. Die MFS-Einzelvermietung lief gut.

Aufgrund von zusätzlichen Aufträgen im ersten Quartal 2024 konnte die Leistung sowie der Gewinn gesteigert werden. Die im letzten Geschäftsjahr abgegebene Prognose der finanziellen Leistungsindikatoren (deutlich geringerer Umsatz und leicht geringeres positives Jahresergebnis) wurden bezüglich des Jahresergebnisses deutlich übertroffen. Der Umsatz lag leicht über den Erwartungen.

Durch die hohe Leistung in Deutschland, dem starken MFS-Geschäft und der Bereinigung des Maschinenparks konnte das Ergebnis vor Steuern auf 9,3 Mio. EUR erhöht werden.

2.4 Lage der Gesellschaft

2.4.1 Ertragslage

2021/2022 2022/2023 2023/2024
Gesamtleistung in TEUR
Ergebnis vor Steuern 40.776 4.713 56.838
6.826 49.153 9.370
Jahresübeschuss 3.547 4.938 6.941

Das Ergebnis hat sich trotz der Verringerung der Bauleistung aufgrund der Bereinigung des Maschinenparks, der daraus resultierenden Einsparungen in der Instandhaltung sowie der Realisierung von Nachträgen erhöht.

Das Ergebnis vor Steuern stieg um 2.544 TEUR, der Jahresüberschuss um 2.003 TEUR.

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Berichtszeitraum stark auf 220 TEUR. Dies ist auf die allgemeine Zinssituation zurückzuführen, die zu deutlich höheren Zinserträgen führte bei gleichzeitig geringeren Aufwendungen für Darlehenszinsen.

2.4.2 Finanzlage

Jahresüberschuss 6.941 TEUR
(VJ: 4.938 TEUR)
Abschreibungen 2.969 TEUR
(VJ: 2.749 TEUR)
Vereinfachter operativer Cash-Flow 9.910 TEUR
(VJ: 7.687 TEUR)

Im Berichtsjahr wurden planmäßig Bankdarlehen in Höhe von 2.010 TEUR zurückgeführt. Neue Darlehen wurden nicht aufgenommen.

Im Geschäftsjahr wurden Gewinnausschüttungen an Gesellschafter in Höhe von insgesamt 6.000 TEUR vorgenommen.

Die Barmittel der Gesellschaft erhöhten sich um 2.500 TEUR und betrugen zum Bilanzstichtag 9.201 TEUR. Die Gesellschaft verfügt zusätzlich über einen Kontokorrentrahmen in Höhe von 2.000 TEUR für die kurzfristige Liquiditätsdisposition, der zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde. Die Gesellschaft ist damit jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

2.4.3 Vermögenslage

Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 233 TEUR (Vorjahr 3.297 TEUR). Hierbei handelt es sich Ersatzinvestitionen im Bereich Fuhrpark und Hardware.

Die Investitionen wurden aus dem Cash-Flow finanziert.

Die Abschreibungen betrugen 2.969 TEUR (Vorjahr 2.749 TEUR).

Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr stark auf 2.155 TEUR (Vorjahr 243 TEUR) erhöht. Dies ist größtenteils auf einen zum kurzfristigen Verkauf stehenden Bestand an Maschinen (MFS) zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 3.009 TEUR gesunken (Vorjahr 5.337 TEUR). Dies ist auf eine geringere Leistung im März 2024 im Vergleich zum März 2023 zurückzuführen.

Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Der Erhöhung um den laufenden Jahresüberschuss in Höhe von 6.941 TEUR stehen Ausschüttungen in Höhe von 6.000 TEUR gegenüber. Aufgrund der leicht gesunkenen Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote im Ergebnis auf 54,8 % erhöht (Vorjahr 48,5 %).

Die Rückstellungen für Steuern sind zum Vorjahr aufgrund des höheren Ergebnisses vor Ertragsteuern stark angestiegen.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 4.764 TEUR gesunken (Vorjahr 7.130 TEUR). Der Hauptgrund hierfür sind die geringeren Rückstellungen im Bereich der unterlassenen Instandhaltung sowie geringere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen wird durch finanzielle Kennzahlen gesteuert. Diese werden periodisch ermittelt und mit den Planzahlen abgeglichen. Hier wird insbesondere Umsatz und Ergebnis vor Steuern mit den Planzahlen verglichen.

2.6 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Personal

Der Mitarbeiterstand setzt sich zum Geschäftsjahresende aus 126 gewerbliche Mitarbeitern und 20 Angestellten zusammen, davon 59 gewerbliche und 5 Angestellte in Österreich. Im gewerblichen Bereich wurden Neueinstellungen aufgrund von Abgängen vorgenommen. Im Jahre 2024 sind weitere Neueinstellungen geplant.

Die Mitarbeiter der Gesellschaft werden ständig weitergebildet. Ein Schwerpunkt der Mitarbeiterschulung liegt in der Mehrfachqualifikation unserer gewerblichen Mitarbeiter sowie in der ständigen Verbesserung der Arbeitsqualität für unsere Auftraggeber. Auch im Bereich Instandhaltung und ECM wurde Personal weitergebildet. Weiterhin wird stark in Arbeitssicherheit geschult.

Qualitätsmanagement

Es besteht ein durch den TÜV Süd zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2015. Interne Audits werden in allen Bereichen des Unternehmens durchgeführt. Audits durch den TÜV erfolgen jährlich. Die Sicherheitsbescheinigung des Eisenbahnbundesamtes (EBA) wurde im Mai 2021 erfolgreich neu verlängert und läuft bis Juli 2026. Hierzu wurde das Sicherheitsmanagementsystem (SMS) überarbeitet und an die neuen Vorschriften angepasst.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

In der Planung gehen wir für das Geschäftsjahr 2024/2025 von einem guten Geschäftsverlauf aus. Der Umsatz wird voraussichtlich leicht über dem des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen. Das Ergebnis vor Steuern wird deutlich unter dem des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen, aber deutlich positiv ausfallen. Dies ist hauptsächlich durch deutlich höher erwartete Aufwendungen für die Instandhaltung des Maschinenparks begründet.

3.2 Chancenbericht

Aufgrund der Verfügbarkeit von vier Großmaschinen zur Untergrundsanierung sind wir sehr gut auf die Anforderungen der Auftraggeber eingestellt. Der Maschinenpark ist technisch in sehr gutem Zustand, was die Verfügbarkeit auf unseren Baustellen sicherstellt. Somit sind wir in der Lage, flexibel und kurzfristig auf die Ausschreibungen von Auftraggebern im In- und Ausland zu reagieren.

Durch die Flexibilität unseres Maschinenparks, insbesondere der PM 1000-URM sowie der großen Anzahl an MFS-Fahrzeugen, sind wir jederzeit in der Lage, unseren Auftraggebern maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.

3.3 Risikobericht

Es gelten weiterhin die typischen vom Absatzmarkt ausgehenden Risiken. Die Gesellschaft muss sich verschärften Wettbewerbsbedingungen bei der Auftragsvergabe stellen, die zu Umsatz- und Leistungseinbußen führen können.

Da die Investitionstätigkeit und Finanzierungskraft unserer Auftraggeber stark politisch abhängig ist, kann dadurch ein erhöhter Wettbewerbsdruck mit anderen, aber nicht gleichwertigen Verfahren entstehen.

Die Chancen durch die Verfügbarkeit einer Vielzahl von Maschinen birgt das finanzielle Risiko bei geringer Auslastung.

Technische Risiken werden über das SMS (Sicherheitsmanagementsystem) minimiert.

Durch das SMS und das Managementsystem werden Risiken laufend überwacht und bei Bedarf gegengesteuert.

Aufgrund von steigenden Energie- und Materialpreisen bestehen Kostenrisiken bei längerfristigen Verträgen.

3.4 Risikobericht in Bezug auf Finanzinstrumente

Die EURAILPOOL GmbH hat ein lang,- mittel,- und kurzfristiges Reporting-System. Somit wird sichergestellt, dass Liquiditätsabflüsse aufgrund von Investitionen, Ausschüttungen und Mittelzu- und -abflüsse aus dem allgemeinen Geschäftsbetrieb frühzeitig erkannt und gesteuert werden.

Erbrachte Leistungen werden zeitnah abgerechnet und deren Geldeingang überwacht. Die Gesellschaft hält immer einen ausreichenden Bodensatz an Liquidität vor, um Engpässe zu vermeiden. Ebenso sind Kontokorrentkreditlinien zur Risikominimierung eingeholt werden.

Neue Geschäftskunden werden stets auf Bonität geprüft und risikobehaftete Forderungen werden entsprechend wertberichtigt.

Fremdwährungsrisiken bestehen nicht, sämtliche Aufträge werden in EUR angeboten und abgerechnet.

 

Ismaning, 20. Juni 2024

EURAILPOOL GmbH

Robin Schlautmann, Geschäftsführer

Norbert Midl, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 13.450.423,53 16.188.388,74
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 58.016,00 79.772,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.016,00 79.772,00
II. Sachanlagen 13.392.407,53 16.108.616,74
1. technische Anlagen und Maschinen 12.853.262,71 15.584.464,92
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 539.144,82 524.151,82
B. Umlaufvermögen 15.774.651,09 14.868.807,43
I. Vorräte 2.155.000,00 243.000,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 297.000,00 243.000,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 108.000,00 0,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.750.000,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.418.719,14 7.925.174,88
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.008.877,43 5.336.823,48
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 152.069,64
davon aus Lieferungen und Leistungen 0,00 152.069,64
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.409.841,71 2.436.281,76
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.200.931,95 6.700.632,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.682,00 49.057,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 29.238.756,62 31.106.253,17

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 16.029.026,71 15.088.522,48
I. gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.645.200,00 2.645.200,00
1. andere Gewinnrücklagen 2.645.200,00 2.645.200,00
III. Bilanzgewinn 8.383.826,71 7.443.322,48
B. Rückstellungen 5.882.859,79 7.613.292,45
1. Steuerrückstellungen 1.118.777,62 482.800,00
2. sonstige Rückstellungen 4.764.082,17 7.130.492,45
C. Verbindlichkeiten 7.326.870,12 8.404.438,24
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.617.053,92 5.627.474,30
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.099.541,00 2.099.541,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.517.512,92 3.527.933,30
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.593.568,83 855.295,99
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.593.568,83 855.295,99
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 616.405,58 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 616.405,58 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.499.841,79 1.921.667,95
davon aus Steuern 624.839,13 992.491,24
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 364.363,58 383.715,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.499.841,79 1.921.667,95
Bilanzsumme, Summe Passiva 29.238.756,62 31.106.253,17

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 49.154.411,19 56.867.239,09
2. Veränderung des Bestandes an in Arbeit befindlicher Aufträge und in Ausführung befindlciheer Bauaufträge 108.000,00 -29.000,00
3. sonstige betriebliche Erträge 516.656,20 255.695,00
4. Materialaufwand 13.129.260,55 19.189.407,82
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.376.349,14 7.716.179,54
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.752.911,41 11.473.228,28
5. Personalaufwand 13.945.899,94 13.512.431,70
a) Löhne und Gehälter 10.672.720,36 10.331.429,87
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.273.179,58 3.181.001,83
davon für Altersversorgung 24.106,14 23.108,56
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.969.087,79 2.749.427,89
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.584.904,12 14.699.311,49
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 330.315,46 44.062,59
davon aus Abzinsung 20.090,00 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 110.283,05 161.468,54
davon aus Abzinsung 0,00 21.090,00
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.415.800,17 1.876.212,30
11. Ergebnis nach Steuern 6.954.147,23 4.949.736,94
12. sonstige Steuern 13.643,00 12.158,00
Jahresüberschuss 6.940.504,23 4.937.578,94

Ergebnisverwendung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Jahresüberschuss 6.940.504,23 4.937.578,94
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.443.322,48 2.505.743,54
3. Bilanzgewinn 8.383.826,71 7.443.322,48

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

der EURAILPOOL GmbH, Ismaning

I. zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der EURAILPOOL GmbH mit Sitz in Ismaning ist nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft, eingetragen beim Amtsgericht München unter HRB 138107, wurde nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Die Gliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den gesetzlichen Vorschriften und wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses gelten die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibung erfolgt über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode auf der Basis der Baugeräteliste 2015 (BGL), bei Spezialmaschinen der Hochleistungstechnik auf der Basis einer Nutzungsdauer von sechs bis sechzehn Jahren. Übriges Anlagevermögen wird auf der Basis einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen zwei und vierzehn Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Für nicht werthaltige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Zins- und Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des um Einzelwertberichtigungen und ggf. Umsatzsteuer bereinigten Forderungsbestands berücksichtigt.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag des Kassenbestandes und der Bankguthaben angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Hierunter werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Eigenkapital

Das Stammkapital ist zum Nennwert angesetzt, beträgt unverändert TEUR 5.000 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Andere Gewinnrücklagen

Aus dem Übergang der Gesellschaft zum BilMoG zum 1. April 2010 resultierten unterschiedliche handels- und steuerrechtliche Wertansätze (Rückstellungen für Hauptuntersuchungen sowie steuerliche Verlustvorträge betreffend die deutsche Betriebsstätte). Der sich hieraus ergebende aktive Überhang an latenten Steuern wurde gemäß Art. 66 EGHGB in die Gewinnrücklage eingestellt.

Rückstellungen

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt und berücksichtigen alle nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen.

Die Forderungsen aus Lieferungen und Leistungen wurde in einer Saldenliste zum Bilanzstichtag erfasst. Für Forderungen, deren Zahlungseingang in der abgerehneten Höhe zweifelhaft ist (z. B. durch gestellt, aber noch nicht genehmigte Nachträge), wurden in angemessenem Umfang Einzelwertberichtigungen gebildet.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten im Umfang von TEUR 22 (Vj.: TEUR 0).

Der Bilanzgewinn hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

TEUR
Stand 01.04.2023 7.443
Ausschüttung (6.000)
Jahresüberschuss 2023/2024 6.941
Stand 31.03.2024 8.384

Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich im Berichtszeitraum wie folgt:

Stand Stand 01.04.2023
TEUR
Verbrauch
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
31.03.2024
TEUR
Garantieverpflichtungen 994 194 77 0 723
Personalverpflichtungen 1.622 1.405 0 1.510 1.727
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 92 92 0 92 92
unterlassene Instandhaltungen 2.582 2.582 0 872 872
ausstehende Rechnungen 1.840 1.491 86 1.087 1.350
Summe 7.130 5.764 163 3.561 4.764

Die Garantieverpflichtungen wurden pauschal mit 0,5 % (Deutschland) bzw. 1,0 % (Österreich) der Umsätze über den Gewährleistungszeitraum berechnet. Darüber hinaus wurde für eine Mängelbeseitigung ein Betrag in Höhe von TEUR 14 zurückgestellt.

Die Personalverpflichtungen berücksichtigen im Wesentlichen die zum Stichtag noch bestehenden Urlaubsansprüche, die bewerteten Gleitzeitüberhänge, anteiliges Weihnachtsgeld, Tantiemen der Geschäftsführer sowie Prämien der Mitarbeiter.

Die Rückstellung für Jahresabschluss- und Prüfungskosten wurde für den voraussichtlichen Aufwand aus der Erstellung (interne Arbeiten), der externen Abschlussprüfung sowie der Erstellung der betrieblichen Steuererklärungen gebildet.

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen betrifft zum Stichtag noch offene Leistungsabrechnungen von Subunternehmern.

Die Rückstellung für unterlassene Instandhaltung berücksichtigt die voraussichtlich in den ersten drei Monaten des Folgejahres an fallen den Kosten aus aufgestautem Reparaturbedarf.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen von Großmaschinen besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch marktübliche Eigentumsvorbehaltsrechte gesichert.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:

- Erträge aus Anlagenabgängen: TEUR 134 (Vj.: TEUR 20)
- Erträge aus Versicherungsentschädigungen: TEUR 87 (Vj.: TEUR 72)
- Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 163 (Vj.: TEUR 66)

Angaben gemäß § 285 Nr. 4 HGB (Umsatzaufgliederung nach Ländern):

(Vorjahr)
TEUR
TEUR
Deutschland/Österreich 39.305 46.463
sonstige EU 9.646 10.404
Drittstaaten 203 0
49.154 56.867

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Erwartete Großreparaturen (Aufwendungen für Hauptuntersuchungen) im Bereich der Hochleistungstechnik: jährlich durchschnittlich TEUR 3.009 über einen Zeitraum von 12 Jahren.

Bis ein Jahr
TEUR
mehr als ein Jahr
TEUR
Büromiete 60 225

Bestellobligo gemäß § 285 Nr. 3a HGB für Investitionen: TEUR 808 (Vj.: TEUR 804).

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt: 126 (Vj.: 131) gewerbliche Mitarbeiter, 19 (Vj.: 16) Angestellte.

Die Berichtsgesellschaft wird zu 50 % im Wege der Quotenkonsolidierung gemäß § 310 HGB in den Konzernabschluss (Offenlegung im elektronischen Unternehmensregister) der Knape Gruppe Holding GmbH, Poing, sowie nach der Equity-Methode gemäß § 312 HGB in den Konzernabschluss (Offenlegung im elektronischen Firmenbuch) der Swietelsky AG, Linz, einbezogen.

Angaben über das Honorar des Abschlussprüfers:

- für Prüfungstätigkeit: TEUR 27
- für Steuerberatung: TEUR 5
- für sonstige Leistungen TEUR 2

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 6.941. Der sich unter Verrechnung des Gewinnvortrages und unter Abzug im Berichtszeitraum durchgeführter Gewinnausschüttungen in Höhe von TEUR 6.000 ergebende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 8.384 soll nach dem Vorschlag der Geschäftsführung auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtszeitraum:

- Herr Peter Gebhardt (ausgeübter Beruf: kaufmännischer/technischer Geschäftsführer Deutschland, beigestellt von der Knape Gruppe Holding GmbH, Poing bis 30.11.2023)

- Herr Robin Schlautmann (ausgeübter Beruf: kaufmännischer/technischer Geschäftsführer Deutschland) sowie

- Herr Norbert Midl (ausgeübter Beruf: kaufmännischer/technischer Geschäftsführer Österreich, beigestellt von der Swietelsky AG, Linz)

Herr Gebhardt ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

 

Ismaning, den 20. Juni 2024

EURAILPOOL GmbH

Robin Schlautmann, Geschäftsführer

Norbert Midl, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Entwicklung der Anschaffungskosten
Stand 01.04.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.03.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 116.230,00 0,00 0,00 116.230,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen 90.911.999,43 7.300,00 -145.000,00 90.774.299,43
2. andere Anlagen, BGA 1.814.795,05 225.668,73 -49.397,60 1.991.066,18
92.726.794,48 232.968,73 -194.397,60 92.765.365,61
Summe 92.843.024,48 232.968,73 -194.397,60 92.881.595,61
Entwicklung der Abschreibungen
Stand 01.04.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.03.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.458,00 21.756,00 0,00 58.214,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen 75.327.534,51 2.738.502,21 -145.000,00 77.921.036,72
2. andere Anlagen, BGA 1.290.643,23 208.829,58 -47.551,45 1.451.921,36
Summe 76.654.635,74 2.969.087,79 -192.551,45 79.431.172,08
Restbuchwerte
Stand 31.03.2023
EUR
Stand 31.03.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 79.772,00 58.016,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen 15.584.464,92 12.853.262,71
2. andere Anlagen, BGA 524.151,82 539.144,82
16.108.616,74 13.392.407,53
Summe 16.188.388,74 13.450.423,53

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. R. Schlautmann

gez. Norbert Midl

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die EURAILPOOL GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EURAILPOOL GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EURAILPOOL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ulm, 28. Juni 2024

SGP Schneider Geiwitz GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

signiert von Käfferlein, Wirtschaftsprüfer

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