Bauer Fleisch GmbH
Dammer Weg 60, 63773 Goldbach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
David Walter Bauer seit 2.9.2022 | Geschäftsführer |
Alexandra Katharina Nau seit 2.9.2022 | Geschäftsführer |
Susanne Wüst-Bauer seit 2.1.2012 | Geschäftsführer |
Jürgen Bauer seit 25.6.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.50% | |
| 25.50% | |
J***** B**** | 24.50% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bauer Fleisch GmbHGoldbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen der GesellschaftDie Bauer Fleisch GmbH betreibt am Standort in Goldbach eine Fleischmanufaktur und -großhandel mit angeschlossenem Direktverkauf. Unser Familienunternehmen ist ein Mittelständler in der deutschen Fleischbranche. Wir haben nach unserer Einschätzung eine gute Marktposition und Akzeptanz sowie einen überregional bekannten Namen für unsere Flexibilität, Zuverlässigkeit und Produktqualität. Als Lieferant von Schweinefleisch und Rindfleisch an Handelspartner im In- und Ausland sind in unserem Unternehmen sowohl internationale als auch nationale privatwirtschaftliche Qualitätsstandards implementiert. Wir sind zertifiziert nach IFS Global Markets Food, Qualität und Sicherheit (QS), Initiative Tierwohl (ITW) und Rindfleischetikettierungsverordnung. Im Rahmen von Auditierungen wird die Einhaltung dieser Standards vor allem hinsichtlich Produktsicherheit, Qualitätsanforderungen und Produktkonformität durch externe Zertifizierungsgesellschaften sichergestellt. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Überblick über die gesamtwirtschaftlichen und branchenwirtschaftlichen Rahmenbedingungena) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Gemäß Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) vom 31. Dezember 2023 war die deutsche Wirtschaft im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands laut einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts (Destatis) vom 24. Mai 2024 rund 4,12 Billionen Euro, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. b) Branchenentwicklung Die Fleischproduktion in Deutschland ist im Jahr 2023 erneut deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer Pressemitteilung vom 7. Februar 2024 mitteilt, produzierten die gewerblichen Schlachtunternehmen 2023 nach vorläufigen Ergebnissen 6,8 Millionen Tonnen Fleisch. Das waren 4,0% oder 280 200 Tonnen weniger als im Vorjahr. Damit sank die inländische Fleischproduktion seit ihrem Höchststand im Jahr 2016 (8,25 Millionen Tonnen) im siebten Jahr in Folge. Nach leichten Rückgängen ab 2017 war die Fleischproduktion im Jahr 2022 um 8,1% gegenüber dem Vorjahr gesunken, nun ging die Fleischproduktion im Jahr 2023 nochmals deutlich zurück. Insgesamt wurden 2023 in den Schlachtbetrieben 47,9 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 702,2 Millionen Hühner, Puten und Enten geschlachtet. Mit 43,8 Millionen geschlachteten Tieren im Jahr 2023 ging die Zahl der geschlachteten Schweine gegenüber dem Vorjahr um 7,0% oder 3,3 Millionen zurück. Dabei verringerte sich die Zahl der geschlachteten Schweine inländischer Herkunft um 7,7% auf knapp 42,3 Millionen Tiere. Die Zahl importierter Schweine, die in deutschen Betrieben geschlachtet wurden, stieg dagegen um 19,5% auf 1,5 Millionen Tiere. Insgesamt produzierten die Schlachtunternehmen 2023 rund 4,2 Millionen Tonnen Schweinefleisch. Das waren 6,8% oder 306 500 Tonnen weniger als 2022. Im Vergleich zum Rekordjahr 2016 wurden 2023 etwa 1,4 Millionen Tonnen weniger Schweinefleisch erzeugt, was einem Rückgang von gut einem Viertel (-25,1%) entspricht. Ein Grund für die sinkende Schweinefleischproduktion sind die bis Mai 2023 ebenfalls rückläufigen Schweinebestände in Deutschland. Die Zahl der im Jahr 2023 gewerblich geschlachteten Rinder sank gegenüber 2022 um 0,3% auf 3,0 Millionen Tiere. Da die durchschnittlichen Schlachtgewichte in allen Rinderkategorien zunahmen, stieg die Schlachtmenge mit +0,6% allerdings leicht auf 992 900 Tonnen Rindfleisch. Die Menge an erzeugtem Geflügelfleisch stieg im Jahr 2023 gegenüber 2022 um 1,4% auf 1,6 Millionen Tonnen. Grund für den Anstieg ist insbesondere die um 1,1% auf 1,1 Millionen Tonnen gestiegene Erzeugung von Jungmasthühnerfleisch. Die Produktion von Putenfleisch (Truthahnfleisch) stieg um 2,7% auf 417 000 Tonnen. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmensa) Ertragslage Die Schweinepreise sind im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr volatil gewesen und die Preise gingen im Jahresverlauf wiederum stark nach oben. Der Schweinepreis hat eine direkte Auswirkung auf unsere Umsatzerlöse und den Materialeinkauf. Wir konnten unsere Umsatzerlöse im Berichtsjahr um 17% steigern. Korrespondierend zur Umsatzsteigerung stieg der Materialeinkauf um 19%; die Materialeinsatzquote bezogen auf die Umsatzerlöse lag bei 85% (Vorjahr: 84%). Die verkaufte Menge ist um 6% gesunken. Der Personalaufwand hat sich um 11% erhöht. Dies ist unter anderem auf allgemeine Lohnsteigerungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 1% gesunken. Während die Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Gas, Strom und Wasser sowie Instandhaltungen gestiegen sind, sind die Aufwendungen für Rückvergütungen und Verpackungsmaterial gesunken. Schlussendlich endet das Berichtsjahr mit einem Jahresüberschuss von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 104) b) Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme erhöhte sich von TEUR 2.091 auf TEUR 2.172 um TEUR 81 oder 4%. Dies ist unter anderem auf einen Anstieg der Bestände, Forderungen und des Anlagevermögens zurückzuführen. Das Anlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen durch Investitionen in die Betriebsausstattung, Maschinen und Büroeinrichtung. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen aufgrund erhöhter Forderungen aus dem Factoring-Programm sowie erhöhter Forderung aus Umsatzsteuer gestiegen. Die Finanzierung findet im Wesentlichen über Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Factoring und dem operativen Cash Flow statt. Unser Factoring-Limit betrug für das Jahr 2023 TEUR 1.300. Der Wert der verkauften Forderungen beträgt zum Stichtag TEUR 1.003. Wir konnten unsere Eigenkapitalquote auf 43% der Bilanzsumme erhöhen (Vorjahr: 37%). Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr und ist darüber hinaus jederzeit in der Lage ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. c) GesamtaussageDie geordnete Vermögens- und Finanzlage ermöglicht es uns, das Unternehmen in Zukunft erfolgreich fortzuführen. Unter Berücksichtigung der vorstehend gemachten Angaben ist die wirtschaftliche Lage der Bauer Fleisch GmbH als gut zu bezeichnen. Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf sehr zufrieden. Wie im Lagebericht des Jahresabschlusses 2022 prognostiziert, konnten wir unsere Umsatzerlöse steigern, jedoch im geringeren Umfang als im Vorjahr. Die Prognose des Jahresüberschusses konnten wir deutlich übertreffen. 3. Chancen- und Risikoberichta) Berichterstattung über Risiken Die Geschäftsführung verfügt über ein der Größe des Unternehmens angepasstes Informations- und Steuerungssystem zur Identifizierung, Analyse und Überwachung vorhandener Risiken. Neben den volatilen Fleischpreisen, insbesondere denen für Schweinefleisch, stellen die allgemeinen Marktpreisentwicklungen für Rohstoffe, Energie, Personal und Transporte weitere Risiken dar. Wir begegnen dem durch zeitnahe Kalkulationen und Preisgesprächen mit unseren Kunden. Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, dem steigenden Anteil von Vegetariern und Veganern an der Gesamtbevölkerung, dem Kaufkraftverlust durch die gestiegene Inflation kommt es zu einem Rückgang des Pro-Kopf-Verbrauchs von Rind- und vor allem Schweinefleisch. Gleichzeitig legen immer mehr Verbraucher Wert auf hochwertige und nachhaltig produzierte Lebensmittel. Die Bauer Fleisch GmbH setzt voll auf Qualität und Nachhaltigkeit. Wir zerlegen fast ausschließlich Schweine nach Initiative Tierwohl Haltungsform 2 und gehen durch neue Produkte auf aktuelle Trends und das veränderte Verbraucherverhalten ein. Ein weiteres Risiko stellt der Fachkräftemangel in Deutschland dar. Es besteht das Risiko, dass wir unsere Produktionsmenge aufgrund von zu wenig Personal reduzieren müssen. Diesen begegnen wir durch Recruiting von geeignetem Personal direkt aus dem europäischen Ausland und einer ansprechenden Ausgestaltung der Arbeitszeit- und Vergütungsmodellen. Produktionsausfälle durch IT-Risiken wie einem Ausfall unserer IT-Infrastruktur begegnen wir durch eine mehrfache Sicherung unserer IT-Systeme. Im Notfall ist es uns möglich unsere IT-Infrastruktur innerhalb kurzer Zeit rückzusichern. Für den Fall einer Krise - z.B. Tierseuchen, Kontaminierung von Futtermitteln - können unverzüglich alle zuständigen Personen - Geschäftsleitung, Qualitätsmanagement, Technik und Veterinärbehörden, etc. - zusammengerufen werden, um Maßnahmen zur Krisenbewältigung beschließen und ergreifen zu können. b) Berichterstattung über Chancen Unsere Gesellschaft zeichnet sich durch Flexibilität, Kundennähe und einen Fokus auf eine hohe Produktqualität aus. Unser angeschlossener Direktverkauf ermöglicht es uns, die Kundenakzeptanz der in unserem Hause neu entwickelten Produkte kurzfristig zu testen und auf ein verändertes Verbraucherverhalten schnell zu reagieren. So ist es uns möglich, auch aktuelle Trends im Fleischbereich anzubieten. Weiterhin können wir durch Handelswaren zusätzliche Erlöse durch neue Produkte aus neuen Segmenten wie z.B. Seafood, Fisch und Geflügel generieren. Durch unseren eigenen Fuhrpark sind wir weitgehend unabhängig von externen Spediteuren. Damit einhergehend und durch den direkten Kontakt zu unseren Kunden können wir individuell und flexibel auf die Wünsche dieser eingehen. Unsere Kunden haben ein aus unserer Sicht hohes Maß an Vertrauen in unsere Firma und unsere Produkte. c) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir daher eine konservative Risikopolitik. Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Factoring, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Wir haben grundsätzlich einen solventen Kundenstamm und sichern Erst- und Auslandsgeschäft oft durch eine Warenkreditversicherung ab. Vollständige Forderungsausfälle sind eher die Ausnahme. Zur Minimierung der Ausfallrisiken verfügen wir über ein adäquates Debitorenmanagement, Warenkreditversicherungen und wir informieren uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung regelmäßig über die Bonität des potenziellen Kunden. Das Zahlungsverhalten unserer Kunden wird täglich geprüft und somit Unregelmäßigkeiten zeitnah erkannt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur maximalen Ausnutzung von Lieferantenskonti werden Verbindlichkeiten möglichst innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Zinsänderungsrisiken. d) Gesamtaussage Die Gesamtrisikosituation setzt sich aus den oben beispielhaft dargestellten Einzelrisiken der Gesellschaft zusammen. Die Gesellschaft sieht sich keinen bestandsgefährdenden Geschäftsentwicklungen ausgesetzt. 4. Prognoseberichta) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Erwartungen Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2024 gegenüber dem 4. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2% gestiegen. Trotz nachlassender Inflation blieb eine Erholung der privaten Konsumausgaben im 1. Quartal 2024 aus. Diese sanken preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,4% im Vergleich zum Vorquartal, da unter anderem die Konsumausgaben für Nahrungsmittel und Bekleidung zurückgingen. Auch die staatlichen Konsumausgaben waren um 0,4% niedriger als im Vorquartal. Das ifo Institut (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.) erwartet in der Konjunkturprognose Frühjahr 2024 vom 06. März 2024, stagnierende Zahlen. Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Es wird eine Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen aufgrund von einem geringen Auftragsbestand, einem hohen Krankenstand und andauernden Streiks erwartet. Alles in allem dürfte die Wirtschaftsleistung im laufenden 2. Quartal 2024 ihren Rückgang zunächst fortsetzen und um 0,1% im Vergleich zum Vorquartal sinken. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,5% zulegen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich um 0,7 Prozentpunkte herabgesetzt und für das Jahr 2025 leicht um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein. Die konjunkturelle Schwäche wird den Beschäftigungsaufbau verlangsamen und die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen. Die Arbeitslosenquote wird in diesem Jahr mit durchschnittlich 5,9% um 0,2 Prozentpunkte höher liegen als noch im Jahr 2023. Erst im Jahr 2025 dürfte die Quote wieder auf 5,6% zurückgehen. Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen von durchschnittlich 5,9% im vergangenen Jahr auf 2,3% in diesem und 1,6% im kommenden Jahr. Insbesondere die Gas- und Strompreise werden für die Verbraucher günstiger werden. Daher dürfte die Energiekomponente im Prognosezeitraum den Preisauftrieb senken. Die Kerninflationsrate (also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie) wird sich langsamer zurückbilden und in diesem und im kommenden Jahr mit 2,8% und 2,2% über der Gesamtinflationsrate liegen. Insbesondere die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird nur langsam zurückgehen, weil steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten. Das Thema Fleischverzehr wird sowohl in den Medien als auch von unserer Bundesregierung eher negativ kommentiert. Es kann derzeit noch keine Abschätzung über die langfristigen Auswirkungen auf Branche und Gesellschaft getroffen werden. Gemäß Pressemitteilung des Verbands der Fleischwirtschaft e.V. (VdF) vom 16. Mai 2024 sind nach vorliegenden Daten für gewerbliche Schlachtungen im Zeitraum von Januar bis März 2024 die Schweineschlachtzahlen in den Schlachtbetrieben im Vergleich mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres leicht (um 0,2%) gestiegen. Mit insgesamt gut 11,1 Mio. Schweinen wurden rund 22.000 Tiere mehr als im ersten Quartal des Vorjahres zur Schlachtung gebracht. Dabei ist allerdings anzumerken, dass wir in diesem Jahr aufgrund des Schaltjahres einen Arbeitstag mehr im Februar haben als 2023. Im März waren die Schweineschlachtungen um rund 8% unter dem Vorjahresmonat. Aufgrund des gestiegenen durchschnittlichen Schlachtgewichts um gut 0,8 kg auf 96,1 kg je Schwein ist die Schweinefleischerzeugung im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut 1% bzw. rund 11.000 t auf etwa 1,1 Mio. t gestiegen. b) Prognose über die weitere Entwicklung der Gesellschaft Die allgemein schwächere Nachfrage nach Fleisch betrifft unsere Gesellschaft nur in geringerem Umfang. Die bisherige Entwicklung im Jahr 2024 läuft positiv, weil wir eine sehr breit gefächerte Kundenstruktur aus unterschiedlichen Segmenten bedienen. Wir gehen davon aus, dass wir unsere Absatzmenge im Jahr 2024 wieder steigern können. Unsere Vertriebsbemühungen für unseren Direktverkauf sowie in einzelne Segmente werden weiter ausgebaut. Damit einhergehend rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit wiederum steigenden Umsatzerlösen, jedoch in moderaterem Umfang als im Geschäftsjahr 2023. Unsere Gesellschaft ist in der Lage, steigende Rohstoffpreise in der Regel sehr kurzfristig an unsere Kunden weiterzugeben. Vor dem Hintergrund des zufriedenstellenden Jahres 2023 sind wir weiterhin optimistisch und erwarten für das Geschäftsjahr 2024 einen Jahresüberschuss auf dem Niveau des Vorjahres.
Goldbach, den 14.06.2024 Die Geschäftsführung der Bauer Fleisch GmbH BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung Registerdaten zum Unternehmen Die Bauer Fleisch GmbH hat ihren Sitz in Goldbach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg unter HRB 5781 eingetragen. Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren § 275 (2) HGB angewendet. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Gemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Bestandsrisiken aus Lagerdauer und Gängigkeit der Erzeugnisse wurden angemessen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen sowie einer Pauschalwertberichtigung bewertet. Die Gesellschaft hat zum 20. April 2020 die Factoring-Vereinbarung mit der VR FACTOREM GmbH neu gefasst. Mit dem Verkauf der Forderungen geht das Delkredererisiko auf den Factor über. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 wurden Forderungen in Höhe von 1.003 TEUR (Vorjahr: 937 TEUR) nicht mehr bei der Gesellschaft bilanziert. Diese Maßnahme dient der Verbesserung der Liquidität. Dem Liquiditätsvorteil stehen Finanzierungskosten gegenüber. Die Bilanzierung der abgetretenen, aber vom Factor noch nicht gezahlten Forderungen, erfolgt unter "sonstige Vermögensgegenstände" in Höhe von 169 TEUR per 31. Dezember 2023 (Vorjahr: 104 TEUR). Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft wurde zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden gem. § 274 HGB für temporäre Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen latente Steuern gebildet, sofern sich diese Unterschiede in künftigen Geschäftsjahren voraussichtlich umkehren und die Steuerabgrenzung nach § 274 Abs. 1 HGB verpflichtend vorzunehmen ist. Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. B. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben grundsätzlich wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt 300.000,00 € und ist vollständig eingezahlt. Angaben und Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 104.270,40 EUR (Vorjahr: 178.925,33 EUR), für Aufbewahrungsverpflichtungen in Höhe von 10.200,00 EUR (Vorjahr: 10.200,00 EUR), für ausstehende Rechnungen in Höhe von 16.440,94 EUR (Vorjahr: 31.518,50 EUR) sowie für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von 31.700,00 EUR (Vorjahr: 38.500,00 EUR) bilanziert. Angabe zu Verbindlichkeiten und Restlaufzeit Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sowie deren Besicherung ergeben sich wie folgt:
Der unter dem Posten "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind teilweise durch Sicherheitsübereignung von Waren abgesichert. Latente Steuern Der Saldo der latenten Steuern beträgt am Ende des Geschäftsjahres 6.646,02 EUR und wurde erfolgswirksam erfasst (Vorjahr: 6.625,94 EUR). C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betrieblichen Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 16 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) und aus der Auflösung von Rückstellungen 4 TEUR (Vorjahr: 3 TEUR) erfasst. Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" sind Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 41 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR) enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz erschienene sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:
Zweck und Vorteil dieser Miet- bzw. Leasingvereinbarungen sind die Reduzierung von Kapitalbindung. D. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt im Jahr 2023: 56 (Vorjahr: 59), davon sind 5 Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich (Vorjahr: 6) und 51 im gewerblichen Bereich (Vorjahr: 53) tätig. Organe der Gesellschaft Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Geschäftsführer: Herr Jürgen Bauer ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Geschäftsführerin: Frau Susanne Wüst-Bauer ausgeübter Beruf: Geschäftsführerin Geschäftsführer: Herr David Bauer ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Geschäftsführerin: Frau Alexandra Nau ausgeübter Beruf: Geschäftsführerin Die Bezüge der Geschäftsführung für das abgelaufene Geschäftsjahr betrugen 528 TEUR. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 nebst Gewinnvortrag in das neue Geschäftsjahr vorzutragen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Goldbach, den 14. Juni 2024 gez. Jürgen Bauer, Geschäftsführer gez. Susanne Wüst-Bauer, Geschäftsführerin gez. David Bauer, Geschäftsführer gez. Alexandra Nau, Geschäftsführerin Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 14.06.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bauer Fleisch GmbH, Goldbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bauer Fleisch GmbH, Goldbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bauer Fleisch GmbH, Goldbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Aschaffenburg, den 14. Juni 2024 FLORIG
& SÖHNE GMBH
gez. Dr. Hans-Georg Florig, Wirtschaftsprüfer gez. ppa. Benedikt Goldschmidt, Wirtschaftsprüfer |
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