Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 8660
Vorher
ALSTOM Power AGALSTOM Deutschland AG
Eingetragen
20.12.2000
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von TurbinenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Beteiligung an Industrieunternehmen, der An- und Verkauf und die Vermietung von Industriegrundstücken sowie die Durchführung von Holdingaufgaben für den GE-Konzern in Deutschland. Gegenstand des Unternehmens ist ferner die Planung, Entwicklung, Projektierung, Herstellung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und der Service von Kraftwerken, Kraftwerkleitsystemen, Turbinen, Generatoren, sonstigen Kraftwerkskomponenten und sonstiger Anlagen und Nebenanlagen zur Stromerzeugung, sowie der Betrieb derartiger Anlagen für eigene oder fremde Rechnung. Zum Service gehören insbesondere Diagnosen, Wartung, Instandhaltung, Revisionen, Reparaturen und Fertigung von Teilen für Turbinen, Generatoren und sonstigen Anlagen und Nebenanlagen zur Stromerzeugung, insbesondere der verfahrenstechnischen Systeme, der Kessel sowie der umwelttechnischen Systeme. Weiterhin ist Gegenstand des Unternehmens die Planung, Entwicklung, Konstruktion, der Bau und Verkauf sowie die Montage von Anlagen und Einrichtungen der Verfahrenstechnik für den industriellen Bereich und die Überlassung von Arbeitnehmern innerhalb des Konzerns zu dem die Gesellschaft gehört aber auch an fremde Dritte, zum Beispiel Kunden und Lieferanten.

Historie

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Management

NameRolle
Steffen Enzmann
seit 20.2.2018
Prokura
Stefan Weimer
seit 20.2.2018
Prokura
Roman Strecker
seit 10.8.2017
Prokura
Thomas Brunn
seit 2.6.2017
Vorstandsmitglied
Frank-Dieter Wolf
seit 31.5.2017
Prokura
Christian Hahn
seit 31.5.2017
Vorstandsmitglied
Stefan Thurnher
seit 8.4.2016
Prokura
Zoltan Hetenyi
seit 17.2.2016
Prokura
Christian Owczarek
seit 26.3.2015
Prokura
Bernd Hermann Meixner
seit 26.3.2015
Prokura
Dirk Lücke
seit 26.3.2015
Prokura
Bernd-Rainer Müller
seit 26.3.2015
Prokura
Matthias Gantner
seit 26.3.2015
Prokura
Prokura
Max Konrad Burger
seit 26.3.2015
Prokura
Prokura
Helmut Rüdiger
seit 26.3.2015
Prokura
Michael Hecking
seit 26.3.2015
Prokura
Mark Daniel Schlatter
seit 26.3.2015
Prokura
Huascar Lorini
seit 26.3.2015
Prokura
Alf Henryk Wulf
seit 4.5.2012
Vorstandsmitglied
Thomas Bittlingmaier
seit 21.3.2011
Prokura
Tobias Neldner
seit 12.12.2007
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

GE Power AG

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz zum 31. Dezember 2016

der GE Power AG, Mannheim

Aktiva

31.12.2015 31.12.2016
EUR EUR
A. Anlagevermögen 445.906.163,79 367.868.017,14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 217.641,80 93.028,24
II. Sachanlagen 137.154.216,70 112.968.040,15
III. Finanzanlagen 308.534.305,29 254.806.948,75
B. Umlaufvermögen 1.994.390.765,53 1.773.070.186,44
I. Vorräte 1.408.810.102,78 1.296.135.546,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 583.054.634,95 476.932.612,49
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.393.876,95 36.680.776,19
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 545.835.566,99 426.592.743,77
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.825.191,01 13.659.092,53
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.526.027,80 2.027,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.116.074,42 9.752.805,73
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 222.146.338,71
Bilanzsumme 2.451.413.003,74 2.372.837.348,02

Passiva

   
  31.12.2015 31.12.2016
  EUR EUR
A. Eigenkapital 437.263.190,29 -
I. Gezeichnetes Kapital 6.011.258,65 6.011.258,65
II. Kapitalrücklage 59.824.381,46 59.824.381,46
III. Gewinnrücklagen 345.464.229,86 371.427.550,18
IV. Bilanzverlust (i.Vj. Bilanzgewinn) 25.963.320,32 -659.409.529,00
davon nicht gedeckt 0 222.146.338,71
B. Rückstellungen 317.946.855,10 578.856.950,37
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 57.241.959,00 59.313.463,00
2. Sonstige Rückstellungen 260.704.896,10 519.543.487,37
C. Verbindlichkeiten 1.696.202.958,35 1.793.980.397,65
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.561.185.468,36 1.380.636.411,33
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.258.239,22 9.399.574,76
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 109.528.079,91 390.827.336,79
4. Sonstige Verbindlichkeiten 7.231.170,86 13.117.074,77
Bilanzsumme 2.451.413.003,74 2.372.837.348,02

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 1. Januar 2016 - 31. Dezember 2016

der GE Power AG, Mannheim

(in EUR) 01.04.2015 - 31.12.2015 01.01.2016 - 31.12.2016
1. Umsatzerlöse 704.934.509,77 796.930.270,19
2. Bestandsveränderung -104.275.208,92 -92.533.835,30
3. Sonstige betriebliche Erträge 112.478.762,16 76.016.325,52
4. Gesamtleistung 713.138.063,01 780.412.760,30
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -214.578.485,51 -267.915.579,32
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -90.972.788,94 -90.690.411,88
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -143.557.129,75 -171.105.670,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen f. Altersversorgung und für Unterstützung -23.313.666,63 -30.765.926,32
(davon für Altersversorgung) (-2.974.696,66) (-4.303.665,92)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -10.470.020,69 -35.540.288,05
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -179.686.521,12 -470.099.464,66
(davon Aufwendungen n. Art 67 (1. u. 2.) EGHGB) (-699.395,00) (-692.343,00)
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 35.142.340,06
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 87.363.922,57 0,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.228,73 13.470,66
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -51.150.000,00
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme -67.590.807,11 -355.129.110,02
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -17.891.800,68 -2.279.303,12
(davon Aufwendungen aus Aufzinsungen) (-12.947.496,00) (-2.164.624,73)
15. Ergebnis nach Steuern 52.442.993.88 -659.107.182,80
16. Sonstige Steuern -516.353,24 -302.346,20
17. Jahresfehlbetrag (i.Vj. Jahresüberschuss) 51.926.640,64 -659.409.529,00
18. Einstellung in Gewinnrücklage -25.963.320,32 0,00
19. Bilanzverlust (i.Vj. Bilanzgewinn) 25.963.320,32 -659.409.529,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

Mit Wirkung zum 2. November 2015 wurden die Power- und Grid-Aktivitäten von ALSTOM an die General Electric Company Inc., Fairfield, USA veräußert.

Mit Wirkung zum 30. November 2015 hat die General Electric International (Benelux) B.V., Breda, Niederlande, sämtliche Aktien an der GE Power AG von der ALSTOM B.V., Breda Niederlande, erworben. Es wurde kein Ergebnisabführungsvertrag mit der neuen Muttergesellschaft vereinbart.

Mit notarieller Urkunde (UR 1122) vom 30. August 2016 wurde die GE T&D GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2016 auf die GE Power AG verschmolzen.

Allgemeine Hinweise

Die GE Power AG, Boveristraße 22, 68309 Mannheim, hat ihren Sitz in Mannheim und wird beim Amtsgericht Mannheim unter der Handelsregisternummer HRB8660 geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden erstmalig die Regelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) angewendet. Die bisherige Form der Darstellung und die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Jahresabschluss und Lagebericht wurden insoweit angepasst. Da keine Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgte, werden im Anhang Erläuterungen zur besseren Vergleichbarkeit gemacht.

Durch die erstmalige Anwendung der Vorschriften des BilRUG für das Geschäftsjahr 2016 ist eine Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse, der sonstigen betrieblichen Erträge und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr nur eingeschränkt gegeben.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir entsprechend § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderliche Angaben wurden größtenteils in den Anhang übernommen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert dargestellt.

Die Angaben im Anhang erfolgen in TEUR, dadurch können Rundungsdifferenzen entstehen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Sachanlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert der immateriellen Vermögensgegenstände über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Dabei wird die wirtschaftliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Diese beträgt für "Grundstücksgleiche Rechte und Bauten" (einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken) 17 bis 33 Jahre, "Technische Anlagen und Maschinen" 10 bis 20 Jahre und für "Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung" 3 bis 13 Jahre. Mietereinbauten und Baucontainer auf Baustellen werden über den Zeitraum der Mietdauer bzw. der Baustellentätigkeit linear abgeschrieben.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert der Gegenstände des Sachanlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen werden auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft angesehen wird. Zuschreibungen auf Grund des Wertaufholungsgebotes werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind grundsätzlich zu Anschaffungspreisen bzw. zu den niedrigeren Tageswerten bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird die Durchschnittsmethode angewendet. Den in den Warenvorräten enthaltenen Risiken, die aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit resultieren, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen.

Die Herstellungskosten der bestellten Anlagen in Arbeit (Vorräte) enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten, den Werteverzehr des Anlagevermögens sowie Aufwendungen für soziale Leistungen, soziale Einrichtungen und betriebliche Altersversorgung. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In die Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen einbezogen.

Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit und gegebenenfalls durch Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste berücksichtigt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer bzw. geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die erhaltenen Anzahlungen werden nicht von den Vorräten abgesetzt, sondern bei den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt grundsätzlich zu ihrem Nennwert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristadäquaten Marktzins auf den Barwert diskontiert.

Zweifelhafte Forderungen werden mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Alle übrigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt, wobei erkennbare Risiken durch entsprechende Abschläge berücksichtigt werden.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Latente Steuern werden grundsätzlich auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens zum 31. Dezember 2016. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre (Vorjahr: der vergangenen sieben Geschäftsjahre) nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von 4,00 Prozent (Vorjahr: 3,89 Prozent) verwendet. Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Absatz 6 Satz 1 HGB zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt zum Bilanzstichtag 1.933 TEUR. Der Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Die rechnerisch angesetzten langfristig zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen 2,75 % p.a. Ein Karrieretrend wird dabei als prozentualer Zuschlag berücksichtigt. Die langfristige Rentendynamik wurde mit 1,65 % p.a. (Vorjahr 1,65 %) und die biometrischen Annahmen mit den Richttafeln "2005 G" von Klaus Heubeck angesetzt.

Die versicherungsmathematische Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Der Rechnungszins wurde mit 3,94 % (Vorjahr: 3,89 %) bestimmt. Die rechnerisch angesetzten langfristig zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen unverändert zum Vorjahr 2,75 % p.a. Die biometrischen Annahmen wurden mit den Richttafeln "2005 G" von Klaus Heubeck angesetzt.

Die versicherungsmathematische Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Der Rechnungszins wurde unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen pauschalen Restlaufzeit von drei Jahren zum Inventurstichtag 30. November 2016 mit 2,4 % (Vorjahr: 2,4 %) bestimmt. Die rechnerisch angesetzten langfristig zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen unverändert zum Vorjahr 2,75 % p.a. Die biometrischen Annahmen wurden mit den Richttafeln "2005 G" von Klaus Heubeck angesetzt.

Das Deckungsvermögen ist mit dem beizulegenden Zeitwert unabhängig von der Anschaffungskostenrestriktion angesetzt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dabei grundsätzlich dem Marktpreis (§ 255 Abs. 4 HGB). Die sich im Rahmen der Zeitwertbewertung ergebenden Wertunterschiede werden ergebniswirksam erfasst. Das Vermögen wird durch Towers Watson Treuhand e.V. treuhänderisch verwaltet. Die an den Towers Watson Treuhand e.V. übertragenen liquiden Mittel stehen im juristischen Eigentum des Treuhänders. Im Falle der Insolvenz der Gesellschaft besteht keine Zugriffsmöglichkeit der Gesellschaft auf diese Mittel.

Die Restrukturierungsrückstellung betrifft insbesondere sämtliche erwarteten personalbezogenen Verpflichtungsbeträge aus der im Januar 2016 kommunizierten und während des Geschäftsjahrs 2016 zwischen Vertretern der Arbeitnehmerseite und der Arbeitgeberseite detailliert verhandelten Restrukturierung der Gesellschaft. Die Restrukturierung betrifft einen wesentlichen Teil der Belegschaft und setzt sich aus verschiedenen Komponenten (insbesondere Abfindungszahlungen sowie Finanzierung einer Transfergesellschaft) zusammen. Die formale Einigung wurde im Rahmen des Interessenausgleichs und Sozialplans am 6. Februar 2017 erreicht.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Wesentliche Fremdwährungsverbindlichkeiten werden kursgesichert und sind mit dem Sicherungskurs bewertet. Bei Auftragseingängen in Fremdwährungen wird eine Kurssicherung vorgenommen. Erhaltene Anzahlungen in Fremdwährungen werden mit den jeweiligen Sicherungskursen bewertet.

Fremdwährungsverbindlichkeiten, die nicht kursgesichert sind, sind mit dem amtlichen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Besondere Rechnungslegungsvorschriften für Energieversorgungsunternehmen:

Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) verpflichtet Energieversorgungsunternehmen zur Entflechtung gem. §§ 6 bis 10 EnWG. Durch den Betrieb von Elektrizitätsverteilungsnetzen und die Erzeugung von Elektrizität an ihrem Standort Mannheim ist die Gesellschaft gemäß § 3 Nr. 38 EnWG grundsätzlich als ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen anzusehen. Das zum 31. Dezember 2016 betriebene Elektrizitätsversorgungsnetz der GE Power AG ist nach Auffassung der Gesellschaft als Objektnetz gem. § 110 Abs. 1 EnWG einzustufen.

Der Vorstand vertritt die Rechtsauffassung, dass die Gesellschaft trotz Vorliegens der formalen Voraussetzungen der §§ 3 Nr. 18 und Nr. 38 EnWG, aufgrund des überwiegenden Transports von Energie innerhalb des eigenen Unternehmens, nicht zur Einhaltung der Pflichten zur internen Rechnungslegung nach § 6b EnWG verpflichtet ist (§ 110 Abs. 1 EnWG).

Die Rechtsauffassung der Gesellschaft wurde im Vorjahr durch das Gutachten eines von ihr beauftragten Sachverständigen bestätigt. Als Betreiber einer Kundenanlage im Sinne des § 3 Nr. 24a EnWG ist die GE Power AG kein Energieversorgungsunternehmen im Sinne der Entflechtungsregeln.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Für die Liegenschaften mit Produktionsstandorten wurde im Zuge der Restrukturierung der beizulegende Zeitwert durch einen externen Bewertungsexperten ermittelt. Dies führte zu einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von TEUR 12.012.

Auf Grund geplanter Restrukturierungsmaßnahmen an verschiedenen Standorten wurden auch die Restnutzungsdauern von verschiedenen Anlagen der tatsächlichen Nutzungsdauer angepasst. Dies führt zu weiteren Abschreibungen in Höhe von TEUR 9.561.

2. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Werte der Position "Immaterielle Vermögensgegenstände" betreffen im Wesentlichen Software-Lizenzen.

3. Finanzanlagen

3.1. Anteile an verbundenen Unternehmen

Im aktuellen Geschäftsjahr hat die Unternehmensleitung für alle Beteiligungen der Gesellschaft geprüft, ob Anhaltspunkte für eine dauerhafte Wertminderung vorliegen. Hierbei kam es zu einer Abwertung in Höhe von TEUR 51.150. Grund hierfür ist, dass die Beteiligungen an der GE Carbon Capture GmbH sowie der GE Power Systems GmbH unter Berücksichtigung der tiefgreifenden Restrukturierung, der Aufgabe bestimmter Geschäftsbereiche sowie der Neubewertung von Risiken nicht mehr als werthaltig angesehen werden. Für die ebenfalls restrukturierte deutsche Tochtergesellschaft GE Boiler Deutschland GmbH geht die Unternehmensleitung dagegen davon aus, dass aus dem eigenen Projekt- und Servicegeschäft sowie aus innerkonzernlichen Aufträgen bereits mittelfristig positive Erträge erzielt werden können.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die nachfolgend aufgeführten Tochtergesellschaften (Anteilsbesitz).

Name und Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital
31.12.2016
Jahresergebnis
2016
in % Mio. EUR Mio. EUR
1. Unmittelbar gehaltene Anteile:      
GE Power Systems GmbH, Mannheim 100 46,6 -297,3 *
GE Power Sp. z o.o., Elblag, Polen 100 85,7 15,3
GE Boiler Deutschland GmbH, Stuttgart 100 27,5 -34,6 *
GE Carbon Capture GmbH, Mannheim 100 5,2 -23,3 *
2. Mittelbar gehaltene Anteile:      
NTCP-GE Power Services Private Ltd. (NASL), Neu Delhi, Indien 50 1,9 0,1

* Jahresergebnis vor Gewinnabführung / Verlustausgleich

3.2. Sonstige Finanzanlagen

Die sonstigen Finanzanlagen bestehen aus einer Ausleihung an den Towers Watson Treuhand e.V. in Höhe von TEUR 19 (VJ: TEUR 4) und aus langfristigen Ausleihungen an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 29 (VJ: TEUR 61).

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2016 Zugänge Umbuchungen Umgliederungen Abgänge 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.868 16 0 0 1.382 3.502
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 15 0 3 0 18
  4.868 31 0 3 1.382 3.520
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 136.182 268 252 960 9.653 128.008
2. Technische Anlagen und Maschinen 72.845 11.956 1.772 6.040 3.881 88.731
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.371 1.918 5 -6.997 7.393 41.903
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.119 4.772 -2.029 -3 353 4.506
  265.517 18.914 0 -1 21.280 263.149
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 367.826 0 0 0 2.560 365.265
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 65 15 0 0 32 48
  367.891 15 0 0 2.592 365.313
  638.276 18.959 0 2 25.255 631.981
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2016 Abschreibungen Wertminderung/
außerplanm. Abschreibung
Umbuchungen Abgänge 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.651 142 0 0 1.366 3.427
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
  4.651 142 0 0 1.366 3.427
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.236 4.066 12.012 0 3.108 76.206
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.274 4.782 9.561 0 3.494 40.122
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.852 5.031 0 0 7.031 33.851
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
  128.362 13.878 21.573 0 13.633 150.179
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 59.357 0 51.150 0 0 110.507
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
  59.357 0 51.150 0 0 110.507
  192.370 14.020 72.723 0 14.999 264.113
Buchwerte
01.01.2016 31.12.2016
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 218 75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 18
  218 93
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 72.946 51.801
2. Technische Anlagen und Maschinen 43.571 48.609
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.519 8.051
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.119 4.506
  137.154 112.968
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 308.469 254.759
2. Beteiligungen 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 65 48
  308.534 254.807
  445.906 367.868

4. Vorräte

Auf Grund der großen Bedeutung unseres Anlagengeschäfts wird anstelle der vom Gesetzgeber verwendeten Bezeichnung "unfertige Leistung" die in diesem Geschäft übliche Bezeichnung "Bestellte Anlagen in Arbeit" verwendet und als gesonderte Position des Vorratsvermögens ausgewiesen. Auf Vorräte dieser Position wurden erhebliche Kundenanzahlungen geleistet, die nicht beim Vorratsvermögen abgezogen wurden.

31.12.2015 31.12.2016
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.525 15.365
Bestellte Anlagen in Arbeit 1.365.447 1.275.384
Geleistete Anzahlungen 25.838 5.387
(davon an verbundene Unternehmen) (21.148) (1.689)
  1.408.810 1.296.136

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2015 31.12.2016
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.394 36.681
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr (773) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 545.836 426.593
davon aus Lieferung und Leistung (54.090) (74.923)
davon aus Finanzverkehr (122.089) (351.670)
davon Sonstiges (369.655) (0)
-davon aus Gewinnabführung (87.364) (0)
-davon gegen Gesellschafter aus Anteilsverkauf (282.291) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 2.825 13.659
davon gegenüber dem Finanzamt (0) (12.881)
  583.055 476.933

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Sie enthalten vornehmlich Steuervorauszahlungen (aus Umsatzsteuer), Vorschüsse an Belegschaftsmitglieder sowie debitorische Kreditoren.

6. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

31.12.2015 31.12.2016
TEUR TEUR
Kassenbestand 4 2
Guthaben bei Kreditinstituten 2.522 0
  2.526 2

7. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft in Höhe von TEUR 9.356 die Vermietung eines Gebäudes an die GE Power AG. Den Mietzins hatte die Gesellschaft im Voraus bezahlt.

8. Eigenkapital

Alleinige Gesellschafterin ist die General Electric International (Benelux) B.V., Breda, Niederlande. Das gezeichnete Kapital beträgt 6.011.258,65 EUR. Es ist eingeteilt in 3.005.629 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Die Kapitalrücklage der GE Power AG enthält die Einstellung des Aufgeldes aus den von den Gesellschafterversammlungen am 21. Juni 1999 und am 16. November 1999 beschlossenen Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage.

Die Gewinnrücklagen bestehen aus Rücklagen vorangegangener Geschäftsjahre. Bestandteil der Gewinnrücklage ist ein der Ausschüttungssperre unterliegender Betrag in Höhe von TEUR 32.699 aus dem Unterschiedsbetrag des Zeitwertes der zu verrechnenden Vermögensgegenstände aus Altersversorgung in Höhe von TEUR 76.946 und der dazugehörigen Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 44.247.

Der im laufenden Geschäftsjahr erzielte Verlust übersteigt das vorhandene Eigenkapital, so dass ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag ausgewiesen wird. Die Gesellschaft ist buchmäßig überschuldet. Der Jahresabschluss ist dennoch unter Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt worden, da die Gesellschaft in den GE Konzern integriert ist und somit jederzeit in der Lage war, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Vorstand schätzt die Unternehmensfortführung nach den Umständen als überwiegend wahrscheinlich ein. Die nach dem Ablauf des Geschäftsjahres 2016 durchgeführte Kapitalerhöhung wird im Nachtragsbericht erläutert.

9. Rückstellungen

Der gutachterlich nach handelsrechtlichen Vorgaben ermittelte Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung nach Verrechnung mit dem Deckungsvermögen beträgt TEUR 59.313. Der Marktwert der Anteile vom Deckungsvermögen beträgt zum 31. Dezember 2016 TEUR 76.946 und lag somit über den historischen Anschaffungskosten von TEUR 44.247.

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. April 2010 (BilMoG - Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Erhöhungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. März 2010 von TEUR 10.511.

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (TEUR 10.511) linear über einen Zeitraum von 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2016 wurden TEUR 699 als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die aus diesem Sachverhalt resultierende Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen auf TEUR 5.606.

In den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen sind auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, wie zum Beispiel Übergangsgelder und Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre, erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vorwiegend noch zu erwartende Kosten für abgerechnete Aufträge in Höhe von TEUR 185.339 (VJ: TEUR 172.653). Hierin sind Rückstellungen für noch fehlende Belastungen, Gewährleistungsrückstellungen und Rückstellungen für sonstige auftragsbezogene Verpflichtungen enthalten. Darüber hinaus sind in den sonstigen Rückstellungen auch Rückstellungen enthalten für Jubiläums- und Tantiemezahlungen an Mitarbeiter und für noch abzugeltende Urlaubsansprüche i.H.v. insgesamt TEUR 19.194 (VJ: TEUR 19.862) sowie für Altersteilzeit von insgesamt TEUR 12.786 (VJ: TEUR 21.322). Die übrigen sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem Rückstellungen für die Berufsgenossenschaft sowie fehlende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 12.754 (VJ: TEUR 15.645).

Die Rückstellungen für Gewährleistungs- bzw. Garantie-Aufwendungen unterteilen sich in pauschale Vorsorgen für die Garantiezeit, welche auf Basis des historischen Garantieaufwandes bemessen werden, sowie in Einzelgarantie-Rückstellungen für bekannte projektspezifische Risiken.

Die Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe von TEUR 251.045 (VJ: TEUR 15.473) enthalten ausschließlich personalbezogene Komponenten (Sozialplan, Frühpensionierung und Umstrukturierung). Ein wesentlicher Teil der Rückstellung entfällt auf Abfindungszahlungen an Mitarbeiter sowie Kosten der Transfergesellschaft aufgrund der im Geschäftsjahr kommunizierten Restrukturierung der Gesellschaft.

10. Verbindlichkeiten

31.12.2015
TEUR
31.12.2016
TEUR
RLZ
bis zu 1 Jahr
RLZ
1 bis 5 Jahre
RLZ
mehr als 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.561.185 1.380.636 255.924 1.124.712 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.258 9.400 9.400 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 109.528 390.827 390.827 0 0
davon aus Lieferungen und Leistungen (32.412) (35.768) (35.768) (0) (0)
davon Sonstige (einschl. Verlustübernahme) (77.116) (355.006) (355.006) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 7.231 13.117 13.117 0 0
davon aus Steuern (4.225) (5.739) (5.739) (0) (0)
Verbindlichkeiten 1.696.203 1.793.980 669.268 1.124.712 0

Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2016 wie im Vorjahr nicht.

11. Haftungsverhältnisse

Es bestehen branchenübliche Bietungs-, Anzahlungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften bzw. -garantien aus dem laufenden Geschäft in Form von Avalen. Bankbürgschaften sind das übliche Instrument zur Absicherung von Geschäftsbeziehungen im Anlagenbau. Die ausgegebenen Bürgschaften der GE Power AG, Mannheim in Höhe von TEUR 882.084 betreffen im Wesentlichen Vertragserfüllungsbürgschaften. Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2016 Haftungsverhältnisse für Altersteilzeit-Insolvenzsicherung in Höhe von insgesamt TEUR 37.088. Das Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird von der Unternehmensleitung derzeit, auch aus der Erfahrung vergangener Jahre, als gering eingeschätzt.

Bei den Verbindlichkeiten, die Warenlieferungen betreffen, bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2016 keine weiteren Haftungsverhältnisse.

12. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2016
TEUR
fällig im Geschäftsjahr 2017 367.656
fällig im Geschäftsjahr 2018 5.200
fällig im Geschäftsjahr 2019 1.284
nach dem Geschäftsjahr 2019 fällig 2.193

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten ein kundenauftragsbezogenes Bestellobligo in Höhe von TEUR 355.670. Des Weiteren bestehen mit TEUR 6.357 auch Zahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus bestehenden Mietverträgen.

Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen die Gebäude der Gesellschaft für den Standort Berlin, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten.

Ferner bestehen branchenübliche, teilweise gesamtschuldnerische Haftungen aus Konsortialverträgen im Rahmen der Durchführung von Projekten.

Zwecks Risikobegrenzung sichert die Gesellschaft grundsätzlich Währungsrisiken größer TEUR 50 resultierend aus Forderungen, Verbindlichkeiten sowie aus schwebenden Geschäften in Fremdwährungen mittels Devisentermingeschäften ab.

Mit Devisentermingeschäften wurden Währungsrisiken mit einem Nominalbetrag zum Geschäftsjahresende in Höhe von TEUR 18.283 abgesichert.

Der positive Marktwert der Devisentermingeschäfte beträgt zum 31. Dezember 2016 TEUR 328, der negative Marktwert beträgt TEUR 1.244 und wurde mit einer Drohverlustrückstellung in gleicher Höhe bilanziert. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgte mit Hilfe eines internen Bewertungsmodells unter Verwendung aktueller Marktparameter.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist wegen dem letztjährigen Rumpfgeschäftsjahr und der erstmaligen Umsetzung der Ausweisregelungen gemäß BilRUG im Geschäftsjahr 2016 nur eingeschränkt gegeben.

13. Umsatzerlöse

01.04.2015 - 31.12.2015 01.01.2016 - 31.12.2016
Aufgliederung nach Regionen TEUR TEUR
Inland 348.904 478.771
Ausland 356.030 318.159
Europa (192.373) (123.260)
Nordamerika (14.871) (22.733)
Asien (20.353) (37.059)
Sonstige (128.433) (135.107)
  704.935 796.930
Aufgliederung nach Bereichen TEUR TEUR
Turbomaschinen 420.463 352.879
Fertigung 80.075 58.563
Service 181.105 343.356
Vermietung & Verpachtung 12.440 21.275
IT-Leistung 10.851 20.857
  704.935 796.930

Die Neudefinition der Umsatzerlöse gem. HGB i.d.F. des BilRUG führt zu höheren Umsatzerlösen. Bei fiktiver Anwendung der Vorschriften des BilRUG bereits auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 (Rumpfgeschäftsjahr) hätten sich die Umsatzerlöse von TEUR 704.935 auf TEUR 742.600 erhöht.

14. Sonstige betriebliche Erträge

01.04.2015 - 31.12.2015 01.01.2016 - 31.12.2016
TEUR TEUR
Erträge aus Konzerndienstleistungen 37.665 0
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 933 11.778
Erträge aus Anlagenabgängen 7.560 2.542
Erträge aus Währungsumrechnung 12.623 10.130
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 15.000 121
Erträge aus Schuldübernahmen 0 49.046
Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen 38.122 0
Restliche betriebliche Erträge 576 2.399
  112.479 76.016

Die Ausweitung der Umsatzdefinition gemäß der Anwendung des HGB i.d.F. des BilRUG führt gleichermaßen zu einer Reduktion der sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2016, da vormals sonstige betriebliche Erträge aus bestimmten innerkonzernlichen Leistungsaustauschen nunmehr weit überwiegend den Umsatzerlösen zuzuordnen sind. Aufgrund von Kaufpreisanpassungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der GE Grid GmbH und der GE Messwandler GmbH an die GE Energy Germany GmbH wurden die Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme für das Geschäftsjahr 2015 durch die neue Eigentümerin übernommen.

15. Materialaufwand

01.04.2015 - 31.12.2015 01.01.2016 - 31.12.2016
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 214.578 267.916
Aufwendungen für bezogene Leistungen 90.973 90.690
  305.551 358.606

Bei Anwendung der Vorschriften des BilRUG bereits auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 (Rumpfgeschäftsjahr) hätten sich die Materialaufwendungen von TEUR 305.551 auf TEUR 333.247 erhöht.

16. Personalaufwand

01.04.2015 - 31.12.2015 01.01.2016 - 31.12.2016
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 143.557 171.106
Sozialversicherungsbeiträge/Personalnebenkosten 23.314 30.766
(davon Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung) (2.975) (4.304)
  166.871 201.872

17. Angabe der Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

01.01.2016 - 31.12.2016
Angestellte und Arbeiter 2.223
Auszubildende 100
  2.324

Zum 31. Dezember 2016 waren 2.013 Angestellte und Arbeiter sowie 88 Auszubildende beschäftigt.

18. Sonstige betriebliche Aufwendungen

01.04.2015 - 31.12.2015 01.01.2016 - 31.12.2016
TEUR TEUR
Restrukturierung 718 296.411
Bildung auftragsbezogener Rückstellungen 32.488 37.124
Forschung & Entwicklung 24.649 30.617
Vertriebsaufwendungen 22.008 25.424
Sonstige Personalkosten 11.916 14.203
IT-Leistungen, EDV-Kosten, etc. 11.114 13.090
Reise-, Repräsentations- und Bewirtungskosten 9.269 11.513
Aufwand aus Währungsumrechnung 11.700 11.307
Mieten, Gebäude- und Reinigungskosten 5.265 5.269
Instandhaltungsaufwendungen 2.869 4.498
Post- und Telefonkosten 2.165 2.138
Gebühren und Beiträge 1.835 1.957
Rechts- und Beratungskosten 844 1.434
Versicherungsaufwendungen 2.541 921
Verlust aus Abgang Anlagevermögen 1.457 809
Büromaterial 208 251
Werbeaufwendungen 248 114
Verkaufsprovisionen 305 86
Lizenzaufwand 182 3
Aufwand aus Konzernumlagen 27.696 0
Aufwand aus Kartellverfahren 3.035 0
Restliche betriebliche Aufwendungen 6.475 12.931
  178.987 470.099

Bei Anwendung der Vorschriften des BilRUG bereits auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 (Rumpfgeschäftsjahr) wären die Aufwendungen aus innerkonzernlichem Leistungsaustauch (TEUR 27.696) dem Materialaufwand (Aufwand für bezogene Leistungen) zugeordnet worden.

19. Beteiligungs- und Zinsergebnis

01.04.2015 - 31.12.2015 01.01.2016 - 31.12.2016
TEUR TEUR
Erträge aus Beteiligungen 0 35.142
(davon verbundene Unternehmen) (0) (35.142)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.653 13
(davon verbundene Unternehmen) (7.653) (0)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.542 2.279
(davon verbundene Unternehmen) (7.244) (0)
(davon aus Rückstellungen) (18.297) (2.165)
  -17.889 32.876

Im Zinsergebnis sind wie im Vorjahr auch Effekte aus der Diskontierung der langfristigen personalbezogenen Rückstellungen (insbesondere Pensionsrückstellungen) enthalten, die mit den Erträgen aus dem Planvermögen saldiert ausgewiesen werden. Die wesentlichen Effekte im Geschäftsjahr 2016 betrafen die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR -4.996), die Erträge aus dem Planvermögen (TEUR 1.979) und einen Ertrag in Höhe von TEUR 1.933 aus der Anpassung an den 10-Jahresdurchschnittszinssatz (§ 253 Abs. 2 HGB).

20. Ergebnisverwendung / nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Ein Beherrschungs- und Verlustausgleichsvertrag mit der Muttergesellschaft besteht nicht. Ein Teilbetrag des Bilanzverlusts übersteigt die Summe des Eigenkapitals und wird als nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Zu der im Jahr 2017 erfolgten Kapitalerhöhung vgl. den Nachtragsbericht.

Sonstige Angaben

1. Aufsichtsrat

Anteilseignervertreter

Dr. Carlos Jimenez Härtel CTO GE Europe, Director European Technology Center (Vorsitzender AR)
Gerrit Schneider Executive Finance Functional Mangement bis 01.10.2017
Eran Gartner Senior Vice President Strategy & Business Development  
Dr. Hannes Meckel General Counsel Global Growth Organization bis 01.10.2017
Andreas Lusch Senior Vice President Steam  
Dr. Jochen Schwarz Geschäftsführer GE Grid GmbH  
Marcel Mueller Vice President Steam Product Line bis 31.01.2017
Erwin Lebon Senior HR Manager - GE Germany & Europe bis 14.03.2016
Sebastien Rouge Senior Executive Finance bis 31.03.2016
Gerhard Seyrling Vice President CEER Region Grid bis 02.02.2016

Arbeitnehmervertreter

Elisabeth Möller Vorsitzende des Konzernbetriebsrats (stellvertretende Vorsitzender AR)
Falk Hoinkis Betriebsratsvorsitzender; Mönchengladbach bis 28.04.2017
Thomas Bittlingmaier Senior FP&A Operations Staff Manager bis 01.10.2017
Toralf Brandt Betriebsratsvorsitzender; Berlin seit 17.05.2017, bis 01.10.2017
Reinhold Götz 2. Bevollmächtigter IG Metall Mannheim seit 14.06.2016, bis 01.10.2017
Jochen Homburg Bevollmächtigter IG Metall Darmstadt bis 03.06.2016
Kai Müller Betriebsratsvorsitzender; Bexbach bis 01.10.2017
Klaus Stein 1. Bevollmächtigter IG Metall Mannheim bis 01.10.2017
Rainer Schäfle Vorsitzender des Betriebsrats am Standort Stuttgart ab 01.10.2017

Vorstände

Alf Henryk Wulf Stuttgart
Country President Germany
Vorstandsvorsitzender
Dr. Thomas Brunn Kelkheim
Human Resources Executive
seit 28.04.2017
Joachim Gessner Krombach
Country Finance Director Germany
bis 31.12.2016
Christian Hahn Fernwald
Global Operations Finance Leader - Germany
seit 13.03.2017
Dr. Rolf Jeckel Landau
Executive - Business Operations
seit 01.04.2017
Erwin Lebon Oirschot, Niederlande
Jurist, Arbeitsdirektor
bis 13.03.2017
Adolf Roesch Viernheim
Managing Director Thermal Services Germany
bis 31.03.2017
Dr. Jochen Schwarz Mönchengladbach
Geschäftsführer GE Grid GmbH
bis 31.01.2017

2. Gesamtbezüge des Vorstands

Die Mitglieder des Vorstands erhielten im abgelaufenen Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 1.067 von der Gesellschaft. An ehemalige Vorstände der Gesellschaft betrugen die Zahlungen TEUR 562 und es wurden TEUR 374 zu den Pensionsverpflichtungen hinzugeführt.

3. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats sowie ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2016 wurden an die Mitglieder des Aufsichtsrates Aufsichtsratsvergütungen gemäß § 7 Abs. 6 des Gesellschaftsvertrages in Höhe von TEUR 111 gezahlt.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung / des Vorstandes, des Aufsichtsrates sowie deren Hinterbliebenen sind in der gesetzlich vorgegebenen Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf TEUR 8.490. Darüber hinaus bestanden zum 31. Dezember 2016 keine weiteren Verpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung / des Vorstands oder des Aufsichtsrates.

4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das gemäß § 285 Nr. 17 HGB anzugebende Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers beträgt TEUR 345 und betrifft ausschließlich Prüfungsleistungen.

5. Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt und in den der Jahresabschluss der GE Power AG einbezogen wird, ist die General Electric Company Inc., Fairfield, Connecticut, USA.

Die GE Power AG stellt selbst keinen Konzernabschluss auf, da sie die Befreiungsvorschrift nach § 292 HGB in Anspruch nimmt. Der Konzernabschluss 2016 der General Electric Company Inc., Fairfield, Connecticut, USA, in den die Gesellschaft einbezogen ist, soll gemäß § 292 HGB in deutscher Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

6. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2016 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts ist folgender Vorgang von besonderer Bedeutung für die Lage der Gesellschaft eingetreten:

Nach Ablauf des Geschäftsjahrs hat die alleinige Gesellschafterin General Electric International (Benelux) B.V., im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung zum 11. September 2017 zunächst eine Glättung (Kapitalherabsetzung um 0,65 EUR) des gezeichneten Kapitals auf 6.011.258,00 EUR beschlossen und hat sodann am gleichen Tag eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 400.000.000,00 EUR beschlossen. Gemäß Beschluss steigt das gezeichnete Kapital auf 406.011.258,00. Die neu begebenen 200.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien sind ab 1. Januar 2017 gewinnberechtigt. Die Bareinlage wurde mittels einer Banküberweisung zum 13. September 2017 in voller Höhe erbracht. Die Kapitalerhöhung soll zu allgemeinen Finanzierungszwecken der Gesellschaft verwendet werden.

Am 7. Dezember 2017 hat der Vorstand der Gesellschaft die Mitarbeiter über Planungen informiert, die Gesellschaft wie auch deren Tochterunternehmen innerhalb des GE-Konzerns neu auszurichten um dem weiteren Rückgang des Kraftwerkgeschäftes aufgrund von weiterhin bestehenden Überkapazitäten im Markt Rechnung zu tragen und mit diesen Maßnahmen die fehlende Profitabilität zu verbessern. Neben dem operativen Geschäftsbereichen sind auch die Verwaltung von den Restrukturierungsmaßnahmen betroffen.

 

Mannheim, 29. Januar 2018

GE Power AG

Alf Henryk Wulf

Dr. Thomas Brunn

Christian Hahn

Dr. Rolf Jeckel

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

GE Power AG, Mannheim

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die GE Power AG gehört über ihre Mutter General Electric International (Benelux) BV, Breda (Niederlande), zum GE Konzern, einem weltweit agierenden Technologie-, Service- und Finanzkonzern, welcher in den Bereichen Energie, Gesundheit, Infrastruktur, Transport & Verkehr sowie Finanzierung tätig ist.

Die GE Power AG als Mutterunternehmen der deutschen Power-Gesellschaften des ehemaligen Alstom Power Sektors stellt Kunden im Energiesektor ein breites Angebot wie den Bau von Kraftwerken oder Teilprojekten sowie die Erbringung von Serviceleistungen für Kraftwerksbetreiber zur Verfügung. Darüber hinaus hält die Gesellschaft Beteiligungen an Industrieunternehmen im Bereich des Kraftwerkbaus im In- und Ausland, für die sie auch Holdingaufgaben erbringt, und sie erzielt Erträge aus der Vermietung und dem Verkauf von Industriegrundstücken.

Im Detail zählt zur Geschäftstätigkeit die Planung, Entwicklung, Projektierung, Herstellung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und der Service von Kraftwerken, Kraftwerksteilsystemen, Turbinen, Generatoren, sonstiger Kraftwerkskomponenten und sonstiger Anlagen und Nebenanlagen zur Stromerzeugung sowie der Betrieb derartiger Anlagen für eigene oder fremde Rechnung. Zum Service gehören insbesondere Diagnosen, Wartung, Instandhaltung, Revisionen, Reparaturen und Fertigung von Teilen für Turbinen, Generatoren und sonstigen Anlagen und Nebenanlagen zur Stromerzeugung, insbesondere der verfahrenstechnischen Systeme, der Kessel sowie der umwelttechnischen Systeme.

Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt der Gesellschaft ist die Vermietung und Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden innerhalb der GE-Power-Gruppe als auch gegenüber fremden Dritten. Darüber hinaus erbringt die GE Power AG Dienstleistungen inkl. Holdingfunktionen für verbundene Unternehmen und überlässt diesen, aber auch im Bedarfsfall fremden Dritten, eigene Arbeitnehmer.

Die GE Power AG hält unmittelbar drei Beteiligungen im Inland und eine Beteiligung im Ausland. Mit den drei inländischen Tochterunternehmen hat die GE Power AG Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen.

Die GE Power AG hat ihren Sitz in Mannheim. Weitere Standorte befinden sich zum 31. Dezember 2016 in Berlin, Bergisch Gladbach, Bexbach, Nürnberg, Peitz und Stuttgart. Der Standort Neumark wurde am 24. Mai 2016 und der Standort Essen am 6. Dezember 2016 veräußert.

Im Vorjahr wurde das Geschäftsjahr der Gesellschaft auf das Kalenderjahr angepasst, wodurch sich für den Zeitraum 1. April bis 31. Dezember 2015 ein Rumpfgeschäftsjahr ergab. Darüber hinaus ist teilweise die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr auch dadurch eingeschränkt, dass erstmalig zum 31. Dezember 2016 das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz [BilRUG] angewendet wird, aus dem sich einige Ausweisänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben.

Aufgrund der im Vorjahr erfolgten Veräußerung der GE Power AG durch die ALSTOM B.V., Ridderkerk (Niederlande), an die General Electric International (Benelux) B.V., Breda (Niederlande), wurde der bestehende Beherrschungsvertrag zum 31. Dezember 2015 beendet.

Die GE T&D GmbH, Mannheim, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2016 auf die Muttergesellschaft GE Power AG, Mannheim, und zum gleichen Zeitpunkt die mittelbare Tochtergesellschaft GE Zweite Verwaltungs-GmbH, Mannheim, auf die GE Power Systems GmbH, Mannheim, verschmolzen.

2. Neuausrichtung des Unternehmens

Am 13. Januar 2016 hat der Vorstand der Gesellschaft die Mitarbeiter über Planungen informiert, die Gesellschaft wie auch deren Tochterunternehmen innerhalb des GE-Konzerns neu auszurichten. Diese Überlegungen sind einerseits darauf ausgerichtet, dem Rückgang des Kraftwerkgeschäftes sowie dem Verlust an Volumen durch die aufgrund von EU-Auflagen erzwungene Aufgabe des Geschäfts im Bereich der Gasturbinenfamilien GT26 und GT36 Rechnung zu tragen und die unter anderem dadurch fehlende Profitabilität zu verbessern. Andererseits sollen auch die bereits bestehenden Strukturen des GE-Konzerns an anderen Standorten im Bereich des Dienstleistungsgeschäfts sowie der Shared Services genutzt werden, um Kostensynergien zu erreichen. Zudem ist für den Service-Bereich eine Regionalisierung bzw. Lokalisierung der Leistungserbringung geplant.

Die Umsetzung entsprechender Maßnahmen geht mit einem signifikanten Arbeitsplatzabbau von mehr als 1.000 Mitarbeitern der Gesellschaft einher. Sie beinhaltet auch die Schließung von Fertigungseinheiten und Shared-Service- bzw. Holding-Funktionen. Die Restrukturierungen wurden im Laufe des Jahres 2016 beschlossen, detailliert geplant und mit den Mitarbeitern sowie dem Betriebsrat verhandelt. Die Verhandlungen zwischen dem Vorstand und dem Konzernbetriebsrat wurden mit einem Sozialplan und einem Interessenausgleich abgeschlossen.

3. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurden 30,6 Mio. EUR (VJ: 24,6 Mio. EUR) für Forschung und Entwicklung aufgewendet.

Diese Aufwendungen stellen den Beitrag der Gesellschaft für Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Thermal Power Sektors des General Electric Konzerns weltweit dar. Der durch die Gesellschaft zu leistende Beitrag ist abhängig vom Anteil am Umsatzvolumen des Thermal Power Sektors.

Erbringt die Gesellschaft eigene Leistungen im Zusammenhang mit anerkannten Entwicklungsprojekten, so werden diese von verbundenen Unternehmen erstattet.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft befand sich im Jahr 2016 in einer moderaten Erholungsphase. Diese Entwicklung wurde getragen von der konjunkturellen Erholung der Industrieländer, insbesondere im Euro-Raum, den USA und Japan, welche durch eine zunehmende Beschäftigung im Jahr 2016 und den daraus resultierenden Einkommenszuwächsen geprägt war.

Die konjunkturelle Lage in den Schwellenländern entwickelte sich im Jahr 2016 positiv, was vor allem - bedingt durch die Stabilisierung der Rohstoffpreise - auf die robuste Expansion der Wirtschaft in China und Indien sowie einer Verbesserung der Situation in Russland und Lateinamerika zurückzuführen ist.

Im Europäischen Wirtschaftsraum war im Jahr 2016 die positive konjunkturelle Entwicklung nach wie vor durch eine expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank sowie einer wenig restriktiven Fiskalpolitik beeinflusst. In 2016 nahm die Binnennachfrage weiter zu, welche auch durch den Ölpreisverfall getragen wurde, und der Arbeitsmarkt erholte sich weiter. Insgesamt ergab sich somit für den Euro-Raum für das Jahr 2016 ein Wachstum von 1,8 % (2015: +1,6 %). Jedoch ist weiterhin eine Heterogenität der Entwicklung in den einzelnen Mitgliedsstaaten zu beobachten.

Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2016 ihren soliden und stetigen Wachstumskurs fortsetzen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % (2015: + 1,7 %) und liegt damit weiterhin über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (1,4 %). Dies ist vor allem auf die starke Binnennachfrage zurückzuführen.

Die deutschen Exporte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,2%, während die Importe um 0,6 % gestiegen sind. Dies führte dazu, dass die Außenhandelsbilanz im Jahr 2016 mit dem bisher höchsten Überschuss von EUR 252,9 Mrd. abschloss. Die Auftragseingänge der deutschen Industrieunternehmen haben sich im Jahr 2016 stabil entwickelt.

Die Inflationsrate in Deutschland lag in 2016 bei 0,5% und ist damit im Vorjahresvergleich um 0,2%-Punkte gestiegen. Für die weiterhin geringe Inflationsrate war im Wesentlichen die Entwicklung der Energiepreise maßgeblich, welche sich im Durchschnitt im Vergleich gegenüber dem Vorjahr verringerten.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

a) Sektor Thermal Power [Service, Steam]

Viel mehr als die allgemeinen Rahmenbedingungen waren für die Gesellschaft und deren Tochterunternehmen folgende Einflussfaktoren relevant:

Weiterer Preisverfall bei fossilen Brennstoffen auf den Weltmärkten, insbes. Erdöl:

Zwar stützt diese Entwicklung die Konjunktur in vielen erdölimportierenden Ländern, sie senkt jedoch die Investitionsfreudigkeit in Energieinfrastruktur in den rohstoffreichen Ländern, wovon insbesondere Russland und der Nahe und Mittlere Osten zu den Hauptmärkten der GE Power AG und deren Tochterunternehmen zählen.

UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015:

Als Ergebnis dieser Konferenz hat sich die Staatengemeinschaft mit insges. 195 Staaten verpflichtet, in ihren jeweiligen Ländern weitergehende Maßnahmen zur Begrenzung der globalen Erwärmung zu treffen. Das hat vor allem in Europa und in den USA die bereits bestehenden Bestrebungen verstärkt, den Bau von konventionellen Kraftwerken in diesen Ländern kaum noch zuzulassen. In Verbindung mit den im November 2015 geänderten Regeln der OECD für Exportkredite für Kohlekraftwerke ist darüber hinaus die Finanzierung dieser Stromerzeugungstechnologie in Schwellen- oder Entwicklungsländern weiter eingeschränkt worden bzw. mit deutlich höheren Auflagen versehen. Gegenläufig dazu ist aber weltweit mit deutlich erhöhter Investitionsnachfrage in Stromerzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien wie auch in die Netzinfrastruktur zu rechnen. Diese Entwicklung dürfte verschiedenen anderen Unternehmen im GE-Konzern wie auch den veräußerten Tochterunternehmen der Gesellschaft im Bereich Stromübertragung zu Gute kommen, nicht jedoch der Gesellschaft selbst.

Gesetzliche Rahmenbedingungen in Deutschland:

Die seit Jahren auch in gesetzliche Formen eingebettete Energiewende wurde auch 2016 konsequent weiterentwickelt. Sie wird zwar einen signifikanten Ausbau der Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energie nach sich ziehen, jedoch auch den Neubau von Kraftwerken auf Basis fossiler Brennstoffe weiter erschweren bzw. unmöglich machen.

Gleichzeitig ist der Widerstand in der Bevölkerung gegen die erhebliche Verteuerung des Endverbraucherpreises für Strom eher rückläufig. Auch die Entscheidung, geplante Nord-Süd-Stromübertragungstrassen im Wesentlichen mit der deutlich teureren unterirdischen Kabeltechnologie zu realisieren, wurde in der Öffentlichkeit eher positiv wahrgenommen.

Damit haben sich die allgemeinen Rahmenbedingungen in 2016 für den Neubau von thermischen Kraftwerken weiter verschlechtert. Dies gilt insbesondere für den Heimatmarkt der Gesellschaft, Deutschland, in dem nur noch vereinzelt mit dem Neubau von größeren Gaskraftwerken bzw. mit einigen Projekten im Bereich kleinerer und flexibler Gaskraftwerke gerechnet werden kann. Zudem ist der Neubau von Kohlekraftwerken derzeit unwahrscheinlich.

Auch im Bereich des Service sieht die Gesellschaft in Deutschland einen in den nächsten Jahren weiter leicht zurückgehenden Markt für bestehende Gas- und Kohlekraftwerke. Als Folge der Energiewende in Deutschland ist eine deutliche Zurückhaltung bei der Beauftragung von Modernisierungsmaßnahmen zu verzeichnen. Eine teilweise Kompensierung ist durch eine leicht erhöhte Nachfrage nach Flexibilisierungsmaßnahmen, aber auch bei der Instandhaltung von Kraftwerken, die der sog. Kaltreserve zugeordnet wurden, erkennbar. Aufgrund der führenden Positionierung der Gesellschaft im Wettbewerb ist sie heute und auch in absehbarer Zukunft gut aufgestellt, um auch am sich verändernden Service-Markt spürbar zu partizipieren.

Auf dem Weltmarkt für thermische Kraftwerke haben die veränderten Rahmenbedingungen unterschiedliche Auswirkungen. So ist insbesondere in Indien von einem Nachfragerückgang für Kohlekraftwerke noch nicht viel zu spüren. In China ist jedoch mit geringeren Ausbauvolumina zu rechnen als noch vor wenigen Jahren prognostiziert. Auch hat sich in den USA eine eigene Konjunktur zum Bau von Gaskraftwerken entwickelt, die durch den Schiefergasboom mitbefördert wurde. Beide Regionen zählen jedoch aus Wettbewerbsgründen nicht zu dem für europäische Anbieter erreichbaren Weltmarkt. Dieser zeigt aufgrund der dargestellten Entwicklungen eine eher rückläufige Tendenz. Damit werden die bestehenden Überkapazitäten weiter verstärkt bzw. die Wettbewerbssituation weiter verschärft. Dies betrifft zunächst insbesondere den Bereich des Baus von Kohlekraftwerken. Aber auch im Service-Segment kann eine verschärfte Wettbewerbssituation beobachtet werden, die auf das Auftragsvolumen wie auch auf das Preisniveau drückt.

3. Wesentliche Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren hat die Gesellschaft den Auftragseingang, die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (definiert als das Ergebnis vor Zinsen und Steuern) festgelegt.

Da die Gesellschaft in allen Geschäftsbereichen von der Hereinnahme bzw. dem Ausbleiben von Großaufträgen abhängig ist, ist der Auftragseingang ein wesentlicher Indikator zur Bestimmung der Lage der Gesellschaft. Zwar ergeben sich aus der Struktur der langlaufenden Projekte schon im Zeitpunkt des Auftragseingangs relativ sichere Vorhersagen bzgl. der Generierung der Umsatzerlöse. Die eigenständige Verfolgung der Umsatzerlöse als finanzieller Leistungsindikator ist jedoch unerlässlich, da die Umsatzlegung auch von anderen Faktoren abhängig ist. Dazu gehört die Fähigkeit, die großen Anlageprojekte gemäß Planung zu Ende zu bringen, also die Umsätze so zu realisieren, wie sie zum Zeitpunkt des Auftragseingangs geplant wurden.

Das operative Ergebnis wird zwar durch die Umsatzrealisierung maßgeblich beeinflusst, jedoch zeigt sich hier, wie sehr die Gesellschaft in der Lage ist, erwartete Deckungsbeiträge aus den Projekten tatsächlich realisieren zu können und nicht projektbezogene Kosten im Griff zu behalten.

4. Geschäftsverlauf

Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres 1. April - 31. Dezember 2015 besteht eine Einschränkung der Vergleichbarkeit der Finanzzahlen mit dem aktuellen Geschäftsjahr 2016.

Der Auftragseingang beträgt im Geschäftsjahr 2016 544 Mio. EUR und liegt damit deutlich über dem Niveau des Rumpfgeschäftsjahres April - Dezember 2015.

Jan-Dez 2016
Mio. EUR
Apr-Dez 2015
Mio. EUR
Service 191 189
Steam 170 11
Fertigung 175 48
Sonstiges 8 13
Summe 544 261

Der Anstieg des Auftragseingangs ist im Wesentlichen auf Großaufträge, die sich vor allem im Bereich Steam zeigen, sowie auf Fertigungsaufträge der Mannheimer Fabrik zurückzuführen.

Im Service-Bereich konnte sich die Auftragseingangssituation im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erholen. Im Gegenteil, es war auch hier ein weiterer Rückgang des Auftragseingangsvolumens im Vergleich zu den Vorjahren zu beobachten. Die Gründe liegen nach wie vor im weiteren Rückgang des Servicevolumens bei Dampf- und Gaskraftwerken als Folge der Energiewende in Deutschland, was sich auch in spürbarer Zurückhaltung bei der Beauftragung von Upgrades und Retrofits durch die Stromversorger widerspiegelt. Auch die finanzielle Situation der Energieversorgungsunternehmen (EVUs) führt nach wie vor zu einem spürbar gebremsten Investitionsverhalten. Zu diesem Einfluss kam ein gewisser Rückgang der weltweiten Nachfrage sowie ein erhöhter Preisdruck durch den zunehmenden Wettbewerb.

Der Auftragsbestand der GE Power AG beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2016 2.244 Mio. EUR (VJ: 2.356 Mio. EUR) und gliedert sich wie folgt:

Jan-Dez 2016
Mio. EUR
Apr-Dez 2015
Mio. EUR
Service 564 668
Steam 1.456 1.582
Fertigung 183 70
Sonstiges 41 36
Summe 2.244 2.356

Der Umsatz der GE Power AG beträgt im Geschäftsjahr 2016 797 Mio. EUR (VJ: 705 Mio. EUR).

Jan-Dez 2016
Mio. EUR
Apr-Dez 2015
Mio. EUR
Service 343 181
Steam 353 421
Fertigung 59 80
Sonstiges 42 23
Summe 797 705

Unter Berücksichtigung des Rumpfgeschäftsjahres im Vorjahr sind die Umsätze rückläufig, trotz Finalisierung und Abrechnung eines größeren Projekts, des Gas- und Dampf-Kombikraftwerks in Köln-Niehl. Dies entspricht der Umsatzprognose im letzten Jahr, die ein eher zurückgehendes Umsatzvolumen über alle Geschäftsfelder (insgesamt) in Aussicht gestellt hatte.

Für den Steam-Bereich (Turbomaschinen) sanken die Umsatzerlöse deutlich, dies war auch in unserer Prognose im Vorjahr so erwartet worden. Im Servicebereich war dagegen beim Umsatz ein temporär positiver Trend zu verzeichnen, der sich durch die Fertigstellung und Abrechnung diverser Aufträge erklären lässt. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2016 einer lediglich leichten Steigerung der Umsatzerlöse wurde hier sogar übertroffen.

Die Umsatzprognosen für den Bereich Fertigung (Prognose im Vorjahr: fehlende Auslastung und unter 100 Mio. EUR Umsatz) sowie für sonstige, nicht zum Kerngeschäft zählende Aktivitäten (Prognose im Vorjahr: positive Umsatzentwicklung) haben sich insgesamt als zutreffend erwiesen.

Die deutliche Verschlechterung des operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr resultiert weit überwiegend aus den hohen Aufwendungen für Restrukturierung und der Verlustübernahme für die drei deutschen Tochtergesellschaften.

Eine Dividendenausschüttung unserer Tochtergesellschaft in Polen hat dagegen einen positiven Ergebnisbeitrag geliefert. Im Berichtszeitraum entwickelten sich die wesentlichen Unternehmensbeteiligungen der GE Power AG im Inland wie folgt 1.

1 Es sei darauf hingewiesen, dass die dargestellten Beteiligungsgesellschaften ebenso wie die GE Power AG ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. Dezember 2015 hatten, wodurch die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen auch hier eingeschränkt wird.

Zur Beteiligung an der GE Power Systems GmbH, Mannheim, ist folgendes anzumerken:

Die GE Power Systems GmbH ist an den Standorten Mannheim und Stuttgart auf dem Gebiet der Stromerzeugungsanlagen und -komponenten tätig. Der Fokus der Geschäftstätigkeit liegt auf dem Dampferzeuger- und Mühlengeschäft. Dabei werden im Dampferzeugerbereich nur noch im Auftragsbestand befindliche Projekte abgewickelt und nur im Mühlenbereich Neugeschäft akquiriert. Umsatz und operatives Ergebnis sind elementar von den Entwicklungen im Dampferzeugerprojektgeschäft beeinflusst. So belaufen sich die Umsatzerlöse in diesem Jahr auf nur noch 303,9 Mio. EUR (VJ: 694,9 Mio. EUR). Das Jahresergebnis (vor Verlustübernahme) wurde neben den Restrukturierungsaufwendungen erheblich durch die Risikovorsorge für ein Projekt belastet, so dass der Verlust -297 Mio. EUR (VJ: 16,7 Mio. EUR Gewinn) betrug. Es sei hier darauf verwiesen, dass die GE Power AG auch zukünftig an dem Gewinn- und Verlustabführungsvertrag festhalten will.

Zur Beteiligung an der GE Boiler Deutschland GmbH, Stuttgart, ist folgendes anzumerken:

Die GE Boiler Deutschland GmbH ist am Standort Stuttgart auf dem Gebiet der Dampferzeugeranlagen tätig. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte die Gesellschaft einen Auftragseingang im Bereich Großdampferzeuger in Höhe von 295,0 Mio. EUR (VJ: 8,0 Mio. EUR). Aufgrund von fehlenden Projektfertigstellungen im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz auf 16,4 Mio. EUR (VJ: 926 Mio. EUR) zurückgegangen. Neben der stark rückläufigen Gesamtleistung wurde das Ergebnis durch die Restrukturierung belastet, so dass sich ein negatives Ergebnis (vor Verlustübernahme) von -34,4 Mio. EUR (VJ: 88,2 Mio. EUR) ergab. Es sei hier darauf verwiesen, dass die GE Power AG auch zukünftig an dem Gewinn- und Verlustabführungsvertrag festhalten will.

Zur Beteiligung an der GE Carbon Capture GmbH, Mannheim, ist anzumerken:

Der durch diese Gesellschaft anvisierte Markt des Carbon Capture Storage (Kohlendioxidabscheidung und -speicherung) hat keine positive Entwicklung genommen, was sich in sehr schwachen Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr widerspiegelt. Es gab keinen nennenswerten Auftragseingang, der Umsatz betrug nur 2,9 Mio. EUR (VJ: 1,3 Mio. EUR) und das negative Ergebnis vor Verlustübernahme betrug -23,3 Mio. EUR (VJ: -18,4 Mio. EUR). Das operative Ergebnis wurde erheblich durch die Restrukturierung der Gesellschaft belastet. Es sei hier darauf verwiesen, dass die GE Power AG auch zukünftig an dem Gewinn- und Verlustabführungsvertrag festhalten will.

4. Lage

Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres 1. April - 31. Dezember 2015 besteht eine Einschränkung der Vergleichbarkeit der Finanzzahlen mit dem aktuellen Geschäftsjahr. Darüber hinaus wird erstmalig zum 31. Dezember 2016 das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz [BilRUG] angewendet.

a) Ertragslage

Die GE Power AG weist für das Geschäftsjahr 2016 einen Verlust in Höhe von -659,4 Mio. EUR (VJ: Gewinn in Höhe von 51,9 Mio. EUR) auf. Damit hat sich die Ertragslage gegenüber dem Vorjahr wie auch den davorliegenden Geschäftsjahren deutlich verschlechtert. Die aktuell schlechte Ertragslage ist zu großen Teilen auf Aufwendungen für die Verlustübernahmen der drei deutschen Tochtergesellschaften sowie die höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Restrukturierung und den Wertminderungen auf zwei Beteiligungen zurückzuführen.

Bei der Entwicklung der Umsatzerlöse und des Materialaufwands ist festzustellen, dass der Materialaufwand in ähnlicher Weise wie die Umsatzerlöse leicht angestiegen ist. Neben dem Servicegeschäft kam es auch zur Realisierung von Umsatzerlösen aus der Fertigstellung einzelner langfristiger Projekte.

Der Personalaufwand ist trotz eines im Jahresverlauf 2016 bereits leicht rückläufigen Personalbestands gestiegen, dies ist jedoch bedingt durch den Vergleich mit 2015 als Rumpfgeschäftsjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich stark erhöht. Dies ist vor allem auf die gebildeten Rückstellungen für die Restrukturierung zurückzuführen.

Für das Geschäftsjahr 2016 ergeben sich folgende Jahresergebnisse der inländischen Tochtergesellschaften:

Carbon Capture GmbH mit einem Verlust i.H.v. -23,3 Mio. EUR (VJ: Verlust i.H.v. -18,4 Mio EUR).

GE Power Systems GmbH mit einem Verlust i.H.v. -297,3 Mio. EUR (VJ: Gewinn i.H.v. 16,7 Mio. EUR)

GE Boiler Deutschland GmbH mit einem Verlust i.H.v. -34,6 Mio. EUR (VJ: Gewinn i.H.v. 88,2 Mio. EUR)

Von der GE Power Sp. z o.o., Polen, wurde im Geschäftsjahr eine Dividende von 35,1 Mio. EUR vereinnahmt (VJ: 0 Mio. EUR). Das Zinsergebnis resultiert im Wesentlichen aus Zinserträgen und -aufwendungen von verbundenen Unternehmen und den Zinskosten aus den Pensionsverpflichtungen.

b) Finanzlage

Die Finanzierung der GE Power AG erfolgt durch den GE-Konzern mit der Einbindung der Gesellschaft in das Cash Pooling. Die GE Power AG hat zum Bilanzstichtag dementsprechend ihre überschüssigen liquiden Mittel an die GE Energy International Cooperatief U.A. abgeführt. Aufgrund des Bestehens des Cash-Poolings wird die Finanzlage von der Unternehmensleitung als grundsätzlich unproblematisch eingestuft.

Aufgrund eines Factoring Vertrages mit einer GE Gesellschaft werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu einem großen Teil veräußert. Im Rahmen dieses Vertrages wurde auch die Debitorenbuchhaltung an die Factoringgesellschaft übertragen.

Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen in Euro. Das bestehende Risikomanagement für Forderungen, u. a. bestehend aus der Vergabe von Kreditlimits, Beobachtung der Altersstruktur der Forderungen sowie den damit zusammenhängenden Bewertungsmaßnahmen, wird nach den konzerneinheitlichen Vorgaben umgesetzt.

c) Vermögenslage

Das Anlagevermögen der GE Power AG besteht im Wesentlichen aus Finanzanlagen in Höhe von 254,8 Mio. EUR (VJ: 308,5 Mio. EUR) sowie Sachanlagen in Höhe von 113 Mio. EUR (VJ: 137,2 Mio. EUR).

Der Rückgang bei den Finanzlagen ist hauptsächlich durch die Abwertung der gehaltenen Beteiligungen in Höhe von 51,1 Mio. EUR zu erklären.

Der Rückgang bei den Sachanlagen ist wesentlich beeinflusst durch außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 21,6 Mio. EUR.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen waren mit 19 Mio. EUR relativ gering.

Das Umlaufvermögen ist mit 1.773,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (1.994,4 Mio. EUR) um 221,3 Mio. EUR gesunken.

Während die Vorräte im Zusammenhang mit der Reduzierung der Bestände an angearbeiteten Aufträgen um 113 Mio. EUR zurückgegangen sind, sind die Forderungen auch um 106 Mio. EUR zurückgegangen. Hier gab es wesentliche gegenläufige Effekte. So ist die Forderung aus dem Cash-Pooling gegenüber Vorjahr um rund 230 Mio. EUR gestiegen. Dagegen bestand zum Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2015) noch die Forderung aus dem Verkauf der zwei deutschen Grid-Beteiligungen in Höhe von 282,3 Mio. EUR sowie die Forderung aus der Gewinnabführung gegenüber der GE Boiler Deutschland GmbH in Höhe von 87,4 Mio. EUR.

Auf der Passivseite hat sich der zurückgehende Bestand an laufenden Projekten, insbesondere in Bezug auf Großprojekte, unter anderem durch den Rückgang von erhaltenen Anzahlungen in den Verbindlichkeiten bemerkbar gemacht. Es sind weit mehr ältere Anzahlungen bei der Endabrechnung von Projekten verrechnet worden, als neue Anzahlungen hinzugekommen sind. Dies hat einen Rückgang des Bestands an Anzahlungen von 1.561 Mio. EUR im Vorjahr auf 1.381 Mio. EUR zum 31. Dezember 2016 verursacht.

d) Mitarbeiter

Zum Ende des Geschäftsjahres 31. Dezember 2016 beschäftigte die Gesellschaft 2.013 Mitarbeiter, von denen 88 Auszubildende waren. Die Marktsituation hat sich in den Geschäftsbereichen Service, Steam und Kraftwerkskomponenten im Vergleich zum vorhergehenden Geschäftsjahresende nicht verbessert. Am 13. Januar 2016 hat der Vorstand daher die Grundzüge eines weitreichenden Restrukturierungsprogramms veröffentlicht, das die Aufgabe von Geschäftsfeldern oder Standorten, Strategieanpassungen und den Abbau von mehr als 1.000 Arbeitsplätzen vorsieht.

Die konkreten Restrukturierungspläne sind während des Jahres 2016 detailliert mit den gesetzlich vorgeschriebenen Gremien verhandelt und am 6. Februar 2017 formal abgeschlossen worden. Für die restrukturierungsbedingten Kosten aus dem Sozialplan und Interessenausgleich (unter anderem Abfindungszahlungen, Kosten der Transfergesellschaft) wurde bilanzielle Vorsorge getroffen.

e) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft

Der schwache Auftragseingang, der bereits mehrere Jahre in Folge anhält, wie auch die schwachen Marktaussichten bei gleichzeitig eher zunehmendem Wettbewerb sowie den schon bestehenden Problemen bezüglich der Profitabilität hat die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens deutlich eingetrübt. Es hat sich zudem gezeigt, dass die Einbindung in den GE-Konzern vorerst nur sehr begrenzt neue Absatzmöglichkeiten für die spezifischen Produkte und Services der Gesellschaft mit sich bringt.

Frühere Auftragseingänge mit langer Laufzeit haben die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr noch gestützt. Das operative Jahresergebnis wurde erheblich durch die Restrukturierung und damit verbundenen Abwertungen auf das Anlagevermögen belastet. Gegenläufig konnte man die Belastungen durch Dividendenerträge teilweise auffangen.

Aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge wurden die negativen Jahresergebnisse der Tochtergesellschaften an die GE Power AG abgeführt, aufgrund dessen entstand ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag. Die Ergebnisse der Tochtergesellschaften waren ebenfalls durch die Restrukturierung sowie durch die Neubewertung von Projektrisiken und rechtlichen Risiken erheblich belastet.

Trotz der erheblichen Belastungen des Eigenkapitals durch den Jahresverlust, die erst im neuen Geschäftsjahr (2017) durch eine Kapitalerhöhung ausgeglichen wurden, war die Gesellschaft nach Auffassung der Unternehmensleitung nicht in ihrem Bestand gefährdet, da ausreichende liquide Mittel zur Verfügung standen. Es bestand zudem ein uneingeschränkter Zugriff auf den GE Cash Pool.

III. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2016 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Lage der Gesellschaft eingetreten:

Nach Ablauf des Geschäftsjahrs hat die alleinige Gesellschafterin General Electric International (Benelux) B.V. im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung zum 11. September 2017 zunächst eine Glättung (Kapitalherabsetzung um 0,65 EUR) des gezeichneten Kapitals auf 6.011.258,00 EUR beschlossen, und hat sodann am gleichen Tag eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 400.000.000,00 EUR beschlossen. Gemäß Beschluss steigt das gezeichnete Kapital auf 406.011.258,00. Die neu begebenen 200.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien sind ab 1. Januar 2017 gewinnberechtigt. Die Bareinlage wurde mittels einer Banküberweisung zum 13. September 2017 in voller Höhe erbracht. Die Kapitalerhöhung soll zu allgemeinen Finanzierungszwecken der Gesellschaft verwendet werden.

Nach dem Bilanzstichtag sind zudem die Vorstände Adolf Roesch (31. März 2017), Dr. Jochen Schwarz (31. Januar 2017) und Erwin Lebon (13. März 2017) ausgeschieden. Dr. Thomas Brunn wurde am 28. April 2017 zum Arbeitsdirektor, Dr. Rolf Jeckel (13. März 2017) und Christian Hahn (01. April 2017) wurden zu Vorständen bestellt.

Der Vorstand hat das Statusverfahren über die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gem. §97 Aktiengesetz (AktG) eingeleitet, so dass der Aufsichtsrat zukünftig gemäß §§ 96 Abs.1 Alt.4, 101 Abs.1 AktG in Verbindung mit §§1 Abs.1 Nr.1, 4 Drittelbeteiligungsgesetz zusammengesetzt sein wird.

Am Dezember 2017 hat der Vorstand der Gesellschaft die Mitarbeiter über Planungen informiert, die Gesellschaft wie auch deren Tochterunternehmen innerhalb des GE-Konzerns neu auszurichten um dem weiteren Rückgang des Kraftwerkgeschäftes aufgrund von weiterhin bestehenden Überkapazitäten im Markt Rechnung zu tragen und mit diesen Maßnahmen die fehlende Profitabilität zu verbessern. Neben den operativen Geschäftsbereichen sind auch die Verwaltung von den Restrukturierungsmaßnahmen betroffen.

IV. Prognosebericht

Der Jahresabschluss 2017 ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht erstellt worden.

Aufgrund der am 7. Dezember 2017 bekannt gegebenen geplanten Restrukturierungsmaßnahmen wird das Jahresergebnis 2017 erheblich durch die Kosten für die Restrukturierung belastet werden. Trotz der anstehenden Maßnahmen wird für den operativen Bereich aufgrund der Abrechnung von Großprojekten im Prognosezeitraum mit positiven operativen Ergebnisbeiträgen gerechnet. Die Einschätzung der Geschäftsentwicklung der nächsten 1-2 Jahre fällt je Geschäftsbereich unterschiedlich aus:

Service:

Die finanzielle Situation der EVUs wird sich nach Einschätzung des Vorstands auch in der nächsten Zukunft nicht wesentlich verbessern. Darüber hinaus besteht für Modernisierungsmaßnahmen nicht die notwendige längerfristige Investitionssicherheit im Kohle Kraftwerksbereich. Eine deutliche Erholung der Auftragseingangszahlen der Gesellschaft ist somit nicht zu erwarten. Der Kostendruck wird durch den Rückgang der Instandhaltungsbudgets der Kunden weiter zunehmen und zwingt die Gesellschaft zu erheblichen Kostenreduktionen. In allen Geschäftsbereichen des Service wird es zu einem Verdrängungswettbewerb kommen. Die Fortführung und Erweiterung der Kostenreduktionsinitiativen wird deswegen hohe Priorität haben. Die im Rahmen dieses Programms in die Wege geleiteten Verbesserungsmaßnahmen zeigen die ersten Erfolge. So konnten z.B. bei Revisionen trotz des starken Verdrängungswettbewerbes der Marktanteil und die Margen auch bei erheblich tieferem Preisniveau gehalten werden. Der von der anhaltenden Investitionszurückhaltung der Kunden stark betroffene Retrofitmarkt konnte durch neue Produktinnovationen und Lösungen für einen flexibleren Anlagenbetrieb teilweise kompensiert werden. Darüber Hinaus wurde das Produktportfolio erweitert um die erforderlichen Maßnahmen für die seit 2017 geltende neue europäische Umweltrichtlinie BREF/BAT abzudecken.

Die weiter voranschreitende Regionalisierung des Service-Bereiches wird zudem zu einem Rückgang der Auftragseingangszahlen der Gesellschaft im internationalen Geschäft führen. Die budgetierten Auftragszahlen für den Servicebereich werden daher in Summe aufgrund des geringeren internationalen Geschäfts zurückgehen. Im deutschen Markt wird eine weitgehende Stabilisierung auf niedrigem Niveau erwartet.

Die bereits erwähnten Restrukturierungsmaßnahmen sollen auch im Bereich Service stattfinden, um durch eine verbesserte Kostenstruktur dem zunehmenden Preisdruck auf den Märkten zu begegnen. So soll unter anderem die Möglichkeit genutzt werden, auf günstigere Kosten in globalen Centern des GE-Konzerns oder in den Absatzmärkten zurückgreifen zu können. Auch der Fokus auf Regionalisierung macht eine Anpassung der Strukturen notwendig.

Um Lastschwankungen besser ausgleichen zu können ist geplant den Fieldservice mit den Ressourcen von Granite Services zu verschmelzen. Granite führt Serviceleistungen für andere GE Geschäftsbereiche, wie Wind, Oil & Gas und Jenbacher aus. Die Fieldservice Mitarbeiter sollen auf ein breiteres Portfolio ausgebildet werden. Dieser Schritt soll Unterlast im Fieldservice Bereich ausgleichen können.

Für das Folgejahr wird erwartet, dass der Umsatz trotz der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen konstant gehalten werden kann, da man bereits größere Aufträge für das Geschäftsjahr gewinnen konnte. Jedoch rechnet man mit einem rückläufigen operativen Ergebnis aufgrund von rückläufigen Margen am Markt.

Steam (Turbomaschinen):

Die aktuelle Auftragslage, die letztlich die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten Jahre bestimmt, stellt sich als schwierig dar. Dies resultiert aus einem quasi nicht mehr vorhandenen deutschen Markt für den Neubau von Dampfkraftwerken, aber auch aus einem schwierigen Umfeld in früher erfolgreich bearbeiteten Märkten in Europa, im Mittleren Osten und Afrika. Nicht nur die dadurch möglichen Auftragsvolumina erscheinen begrenzt, auch das Preis- und Ertragsniveau bei den Anbietern solcher Anlagen, welche vermehrt auch aus China kommen, belasten die zukünftigen Möglichkeiten zur Gewinnerzielung.

Aufgrund des aktuellen sowie mittelfristig schwierigen Marktumfelds, wird es in 2018/2019 im Bereich Steam eine Anpassung des operativen Geschäfts an die Marktsituation erfolgen. Entsprechend werden die bestehenden Aufträge in den nächsten beiden Jahren mit positiven Auswirkungen auf den Umsatz sowie das operative Ergebnis abgearbeitet. Jedoch wird über das Geschäftsjahr 2018 hinaus mit keinem wesentlichen Auftragseingang für den Geschäftsbereich gerechnet.

Fertigung (Mannheim und Bexbach):

Der Auftragsbestand in Bexbach war Mitte 2017 abgearbeitet, die Fertigung wird an diesem Standort nicht weitergeführt.

Die Fertigung in Mannheim wird aller Voraussicht nach noch bis Ende 2017 aufrechterhalten werden können, dies hängt allerdings davon ab, ob die letzten 9 GT26 Gasturbinen in Mannheim komplett gefertigt werden. Ein Teil der Belegschaft wurde schon über Altersteilzeitregelungen in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet, für den anderen bisher noch verbleibenden Teil der Mitarbeiter wurde mit dem Sozialplan und Interessenausgleich eine sozialverträgliche Vereinbarung gefunden. Der Vorstand geht für diesen Geschäftsbereich somit von einem weiteren erheblichen Verlust in 2017 aus.

Shared Services und Holding-Funktionen:

Diese Bereiche (dazu gehören bspw. Finance Shared Services, rechtliche Services, Immobilien-, Personal- und IT-Services) sind für den Umsatz von untergeordneter Bedeutung und sind in der Regel als Cost Center geführt. Durch die Möglichkeit, für diese Funktionen auf bestehende Strukturen des GE-Konzerns zurückgreifen zu können wie aber auch durch die Notwendigkeit, sich zurückgehender Geschäftstätigkeit anzupassen, ist hier mit einer deutlichen Personalreduzierung und einer Verlagerung vieler Funktionen innerhalb des GE Konzerns - beispielsweise auch zu dem neuen Shared Service Center in Belfort, Frankreich, zu rechnen.

Sonstiges / Gasturbinenprojekte:

Der Geschäftsbereich Gasturbinen gehört nicht zum Kerngeschäft der Gesellschaft, bearbeitete aber ein großes Kraftwerksprojekt in Deutschland. Die Umsatzerlöse und die Ergebnisauswirkung waren in 2016 insofern begrenzt, da die Projektsteuerung und Hauptverantwortung bei der Schweizer Schwestergesellschaft liegt. Dieses Projekt ist in 2016 zur Abnahme gekommen und hat damit den Umsatz positiv beeinflussen können. Die Ergebnisauswirkung ist aufgrund der Risikoverteilung im Projekt nur relativ gering.

Ein neuerlicher Auftragseingang in diesem Segment ist nicht zu erwarten.

Über alle Geschäftsfelder geht der Vorstand davon aus, dass sich der Auftragseingang in den nächsten Geschäftsjahren zwischen 160 Mio. EUR - 250 Mio. EUR einpendeln wird und damit auf einem im langfristigen Vergleich auf sehr niedrigen Niveau liegen wird. Trotz der erfolgreichen Abarbeitung von einigen Großaufträgen plant die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 mit einem leichten Umsatzrückgang. Für das Folgejahr schlägt sich der niedrigere Auftragseingang aus den Vorjahren in den Umsatzerlösen nieder, entsprechend wird mit einem starken Umsatzrückgang für das Geschäftsjahr 2018 gerechnet. Aufgrund der Fertigstellung und Abrechnung von Großaufträgen sowie unter Berücksichtigung der umgesetzten Strukturmaßnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr ist für die Geschäftsjahre 2017 sowie 2018 mit insgesamt positiven Ergebnisbeiträgen aus dem operativen Geschäft der GE Power AG (ohne Tochtergesellschaften) zu rechnen. Das Jahresergebnis 2017 wird erheblich durch die Restrukturierung belastet werden.

Für die Beteiligungen mit Sitz in Deutschland ist festzuhalten, dass auch im Jahr 2017 aufgrund der geplanten Restrukturierung mit negativen Ergebnisbeiträgen aus operativem Geschäft gerechnet wird. Da die bestehenden Ergebnisabführungsverträge auch für das Jahr 2017 fortgelten, müssen die hieraus zu erwartenden Ergebnisse mit in die Gesamtprognose eingebracht werden.

Der positive Ergebnisbeitrag aus operativer Tätigkeit der GE Power AG reicht in 2017 voraussichtlich nicht aus um die Restrukturierungskosten als auch die negativen Ergebnisse der deutschen Tochtergesellschaften zu kompensieren.

Durch das Umsetzen aller Maßnahmen auch jene die aus der am 7. Dezember 2017 bekannt gegebenen Restrukturierung sollen spätestens im Geschäftsjahr 2019 die negativen Belastungen auf das Ergebnis signifikant geringer werden und die Tochtergesellschaften insgesamt einen leicht positiven Ergebnisbeitrag leisten. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2018 weiterhin ein negatives operatives Ergebnis.

Zusammenfassende Darstellung der Prognose für die GE Power AG:

Leistungsindikator Prognose
Umsatzerlöse 2017 leichter Rückgang, 2018 deutlicher Rückgang
Auftragseingang ca. 160-250 Mio. EUR jährlich 2017 und 2018
Operatives Ergebnis 2017 erhebliche negatives Ergebnis (Verlust erwartet), 2018 negatives operatives Ergebnis

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Allgemeine Betriebsrisiken

Prozessrisiken, Kostenrisiken, Fraud-Risiken und IT-Risiken stellen allgemeine Betriebsrisiken der Gesellschaft und deren Tochterunternehmen dar. Zur Prävention dieser Risiken haben die Gesellschaften umfassende integrierte Kontrollen, Prüfungen der internen Revision und ständige Analysen der Kostenstruktur installiert. Ein umfangreiches Regelwerk steuert in Notfällen die Vorgehensweise. Realisierten Risiken stehen zum Zwecke der Schadensbegrenzung verschiedene Versicherungsabschlüsse gegenüber.

Die durch den ALSTOM-Konzern etablierten Instrumente in diesem Bereich wurden entweder fortgeführt bzw. durch entsprechende GE-Tools ersetzt.

Operationelle Risiken

Die Unsicherheiten der zukünftigen Entwicklung resultieren insbesondere aus der operativen Tätigkeit. Sofern sich geplante Auftragseingänge verzögern oder ausfallen, schlagen sich diese unter Umständen mit zeitlichem Verzug im Ergebnis der GE Power AG nieder. Dieses Risiko hat sich in der derzeitigen Entwicklung der Auftragslage in einigen Bereichen schon materialisiert und hat somit zu den Plänen der Neuausrichtung der Gesellschaft geführt. Jedoch basieren auch diese Pläne auf Annahmen bezüglich der Höhe zukünftiger Auftragseingänge, die eine Voraussetzung sind, um nach der Neuausrichtung wieder positive Ergebnisse erzielen zu können.

Weiterhin ist die Umsetzung von Aufträgen im langfristigen Anlagenbau wegen der Notwendigkeit, Teilprozesse langfristig vorausplanen zu müssen, vom Risiko der Planabweichung durch externe oder interne Störfaktoren betroffen. Zwar hat die Gesellschaft alle relevanten Instrumente zur Minimierung solcher Risiken eingesetzt (z.B. Instrumente zur detaillierten Risikoanalyse und -bewertung in der Ausschreibungsphase), vollständig ausschließen lassen sich diese aber nicht.

Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen im Sektor Power sind in mehrere, meistens auftragsbezogene Rechtsverfahren eingebunden. Diese vertraglichen Auseinandersetzungen für Verzögerungen in der Leistungserbringung oder für zusätzliche Arbeiten sind üblich für die Geschäftsfelder der Power-Gruppe, insbesondere bei Projekten mit langer Laufzeit. In einigen Fällen sind die Ansprüche, die von diesen anderen Parteien gegenüber der Gesellschaft oder Tochtergesellschaften geltend gemacht werden, sehr signifikant.

In manchen Auseinandersetzungen sind die eingeforderten Beträge zu Beginn des Verfahrens nicht näher aufgeführt. Eingeforderte Geldbeträge für Projekte, die sich noch in der Abwicklung befinden, werden bei der Bewertung der Anlagen in Arbeit und für Projekte, die bereits erstellt wurden, in Form einer Rückstellung oder als sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme zuverlässig abgeschätzt werden kann. Die tatsächlich angefallenen Kosten können die abgeschätzten Kosten überschreiten, da viele Faktoren, die einer Rechtsstreitigkeit innewohnen, das Ergebnis beeinflussen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der GE-Gruppe eingebunden, welches nach Auffassung der Unternehmensleitung mit geeigneten Instrumenten Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Rechnung trägt.

In den Bereichen Service, Steam und Kraftwerkskomponenten können aufgrund unserer internationalen Geschäftsbeziehungen und der damit einhergehenden Fakturierung in Fremdwährung Wechselkursschwankungen entstehen. Gemäß den Konzernrichtlinien werden diese Fremdwährungsgeschäfte mittels Devisentermingeschäften konzernintern kursgesichert.

Die Sicherstellung des Fortbestands der Gesellschaft hängt wesentlich von der Aufrechterhaltung der Bereitstellung finanzieller Mittel durch Konzerngesellschaften der General Electric-Gruppe, Boston, USA, ab. Die Sicherstellung der Finanzierung der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften hängt dabei wesentlich von der Bereitstellung finanzieller Mittel im Rahmen des Cash Poolings durch die GE-Gruppe ab. Hieraus ergibt sich das Risiko einer Abhängigkeit der Konzerngesellschaften vom US-Mutterkonzern. Auf Grund des aktuell sehr robusten finanziellen Ratings des GE-Konzerns geht der Vorstand davon aus, dass auch in Zukunft die Bereitstellung finanzieller Mittel durch den Konzern und damit die Finanzierung der GE-Power AG sichergestellt ist.

Darüber hinaus hat die General Electric International (Benelux) B.V. im Geschäftsjahr 2017 die Eigenkapitalsituation der GE Power AG mittels einer Erhöhung des Eigenkapitals um 400 EUR Mio. gestärkt und somit das negative Eigenkapital ausgeglichen. Das Mutterunternehmen der GE Power AG, General Electric International (Benelux) BV, Breda (Niederlande), hat zugunsten der GE Power AG eine Erklärung mit zeitlicher Befristung abgegeben, dass es für künftige Belastungen einstehen will.

2. Chancenbericht

Die Einbindung der GE-Gesellschaften in den deutschen Konzernverbund sowie die enge weltweite Verknüpfung der GE-Gesellschaften stellt die wichtigste Chance der GE Power AG dar. Die Struktur des globalen GE-Konzerns befindet sich weltweit permanent in der Weiterentwicklung und bietet so Chancen im Hinblick auf Wachstum und Stabilität der einzelnen Tochtergesellschaften. Durch die breite Diversifizierung ist die GE-Gruppe in der Lage, Schwankungen in der Geschäftsentwicklung der einzelnen Bereiche sowie Risiken und Verluste auszugleichen.

Über die interne Finanzierungstätigkeit (Cash Pooling) werden Risiken der Fremdfinanzierung reduziert. GE-Gesellschaften können aufgrund der unverändert guten Bonität des US-amerikanischen Mutterkonzerns jederzeit schnell auf entsprechende Finanzierungsmittel zugreifen. Dies sichert die Zukunft der operativen Gesellschaften und gibt Möglichkeiten für den Ausbau von wichtigen Geschäftsbereichen.

Auch können im Bereich gleichartiger Dienstleistungen (Shared Services) zusätzliche Größenvorteile genutzt und damit die Kostenstrukturen der Gesellschaft GE Power AG verbessert werden.

Die im Bereich Service eingeschlagene Wachstumsstrategie im "other OEM" Bereich wurde im Berichtsjahr erfolgreich fortgeführt und wird auch in den Folgejahren als wichtiger Wachstumsbereich angesehen. Neben den Fähigkeiten im Dampfturbinen- und Generatoren Service sowie dem Kessel- und Umwelttechnologiebereich wurden die Fähigkeiten mittlerweile auch auf bestimmte Gasturbinentypen von anderen Herstellern erweitert. Die im Jahr 2017 verschärfte Europäische Gesetzgebung zum Umweltschutz (BREF) für Großkraftwerke wird darüber hinaus für den Implementierungszeitraum von vier Jahren für zusätzliche Chancen im Abgas Reinigungs-Upgrade sorgen (NOx, SOx, Quecksilber). Für den anschließenden Zeitraum bis 2025 werden derzeit Entscheidungen zur Produkterweiterung für die Abgasreinigung im Industriekessel-Bereich getroffen, um damit die Chancen für Aufträge aus der Implementierung der Europäischen Umweltrichtlinie MCPD für kleinere Kessel zu wahren.

Generell soll der Bereich "Mehrjahresverträge" ausgebaut werden, zum Beispiel für die Verschleißteillieferung. Dabei soll die reine Ersatzteillieferung mit der neu entwickelten digitalen Optimierungssoftware und gegebenenfalls Upgrades kombiniert werden. Dieses Produktangebot schafft über die Kohleverbrauchs-Optimierung die Möglichkeit, billigere Kohle mit geringerer Qualität zu verbrennen, einen sehr kurzen Amortisationszeitraum auf Kundenseite und steigert GE's Chancen, diesen Geschäftsbereich auszubauen, erheblich.

Ab 2018 ist geplant, alle Fieldservice Bereiche in einer neuen GE-Gesellschaft zusammenzulegen. Mit dieser Maßnahme werden die Power Service Aktivitäten auf die Bereiche Windservice und Service an Gasmotoren erweitert. Auslastungsschwankungen im traditionellen Geschäft können durch diese Maßnahme zukünftig besser kompensiert werden.

Im Bereich Steam hat man sich im Markt durch die in 2015 erzielten Rekorde bezüglich der Effizienz bei der Energieausbeute sowie bei der Qualität der durchgeführten Projekte und der damit zusammenhängenden Kundenzufriedenheit international einen guten Namen gemacht. Dies steht aber einigen technischen Problemen in den ersten Betriebsjahren der neuen Generation von Dampfturbinen mit erhöhten Dampfparametern gegenüber. Die Nachfrage nach den Technologien der Gesellschaft ermöglicht es der GE Power AG, in diesem Segment bei internationalen Ausschreibungen erfolgreich sein zu können, dies insbesondere in asiatischen Märkten als Komponentenlieferant in enger Zusammenarbeit mit chinesischen Generalunternehmen - allerdings konfrontiert mit der Forderung nach einem hohen chinesischen Lieferanteil, da viele dieser Projekte China-finanziert sind.

Im Bereich Fertigung (Mannheim) wird für das Geschäftsjahr 2017 ein Sondereffekt zum Tragen kommen: Die Ansaldo-Gruppe hat bei der Übernahme des ALSTOM-Konzerns durch General Electric aufgrund der EU-Auflagen mehrere Aufträge im Gasturbinensegment GT26 erhalten. Da die entsprechenden Fertigungskapazitäten dort auch nicht in 2017 zur Verfügung stehen, hat die GE Power AG einen Auftrag zur Produktion mehrerer Gasturbinen erhalten. Dies verbessert die Auslastung der Fertigung und damit auch die Ergebnissituation vorübergehend. Nach dem Restrukturierungsplan wird die Fabrik in Mannheim zum 31. Dezember 2017 geschlossen. Ab diesem Zeitpunkt werden dann alle noch verbliebenen Mitarbeiter in die Transfergesellschaft wechseln.

3. Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen

Die Ausführungen zur voraussichtlichen Entwicklung stellen eine Prognose dar, die auf Annahmen beruht und naturgemäß Unsicherheiten unterliegt. Die tatsächliche Entwicklung kann wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält Zweigneiderlassungen an den Fertigungsstandorten in Mannheim und Bexbach.

VII. Festlegungen zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der GE Power AG

Am 24. April 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. Bei der GE Power AG wird der § 36 GmbHG, wie folgt umgesetzt: Als Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat wurde gemeinsam für beide Seiten, Arbeitnehmerseite und Arbeitgeberseite eine Zielgröße von 16,66% (1 Sitz) festgelegt. Um den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, aber gleichsam in der Personalpolitik für alle Mitarbeiter flexibel zu sein, wurden als Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand eine Zielgröße von 0% (0 Sitze) festgelegt, und für den Frauenanteil auf den beiden Führungsebenen unterhalb vom Vorstand der GE Power AG wurden ebenso 0% festgelegt. Die Frist zur Erreichung dieser Zielgrößen ist nun der 30. September 2022.

VIII. Schlusserklärung des Abhängigkeitsberichts

Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklärt der Vorstand der GE Power AG: Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in denen die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Es sind der Gesellschaft auch keine Nachteile dadurch entstanden, dass Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen.

 

Mannheim, 29. Januar 2018

GE Power AG

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GE Power AG, Mannheim für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GE Power AG. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "Risikobericht" hin. Dort wird dargestellt, dass die Sicherstellung des Fortbestands der Gesellschaft wesentlich von der Aufrechterhaltung der Bereitstellung finanzieller Mittel durch Konzerngesellschaften der General Electric-Gruppe, Boston, USA, abhängt.

 

Frankfurt am Main, den 29. Januar 2018

KPMG AG
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Kunz, Wirtschaftsprüfer

Dr. Kaiser, Wirtschaftsprüfer

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