Ideal Standard Holdings (BC) Germany GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kirsten Koob seit 17.3.2026 | Prokura |
Esther Lea Jehle seit 17.3.2026 | Prokura |
Peter Krämer seit 27.8.2025 | Geschäftsführer |
Frank Steenbock seit 27.8.2025 | Prokura |
Jörg Niggel seit 27.8.2025 | Geschäftsführer |
Sabine Brauner seit 9.5.2022 | Prokura |
Hans-Arno Schäfer seit 9.5.2022 | Prokura |
Udo Jakob Schmitz seit 8.5.2007 | Prokura |
Robert Fröhlich seit 8.12.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ideal Standard GmbHBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäftsbereich, Organisation und rechtliche StrukturDie Ideal Standard GmbH am Standort Bonn vertreibt Sanitärprodukte aller Art, insbesondere der Herstellermarke Ideal Standard. Die Gesellschaft erbringt neben der Vertriebsfunktion verschiedene Dienstleistungen für Schwesterunternehmen im europäischen In- und Ausland. Die Ideal Standard GmbH fungiert als Vertriebsorganisation der Ideal Standard International NV (ISI), Brüssel/Belgien. Die Gesellschaft hat als "Limited Risk Distributor" mit der ISI einen Vertriebsvertrag geschlossen, in dem sich die Ideal Standard GmbH verpflichtet, den Vertrieb von Sanitärprodukten der ISI in Deutschland und anderen, vertraglich festgelegten Ländern zu übernehmen. Für diese durch die Gesellschaft erbrachten Dienstleistungen erhält die Ideal Standard GmbH eine vertraglich vereinbarte Gewinnmarge. 2. Wirtschaftsberichta) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Im Jahr 2023 wurde die deutsche Wirtschaft weiterhin von anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen begleitet. Der Konsum legte zwar leicht zu, jedoch waren die Investitionen dagegen rückläufig. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist um 0,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt belief sich der Rückgang auf 0,1% (Quelle: Statistisches Bundesamt, Beitrag: Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023). Die konjunkturelle Entwicklung wurde im Jahresverlauf durch nach wie vor hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen gedämpft. Ein weiterhin krisengeprägtes Umfeld durch geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland sowie hinzukommende ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, führten zu einer Unterbrechung der wirtschaftlichen Erholung (Quelle: Statistisches Bundesamt, Beitrag: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% gesunken - Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024). b) Entwicklung der Bauindustrie Der Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2023 preisbereinigt um 5,0% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die nominal schwachen Zuwächse wurden durch starke Materialpreissteigerungen aufgezehrt (Quelle: Die Bauindustrie, Beitrag: Prognosen bestätigt: Schwaches Baujahr 2023). Der Rückgang der Baukonjunktur resultiert im Wesentlichen aus dem Wohnungsbau, der ein Minus von real 11,0% zu verzeichnen hatte. Stark gestiegene Bau- und Finanzierungskosten haben den Wohnungsbau im abgelaufenen Geschäftsjahr belastet und zur Fertigstellung von lediglich 270.000 Wohneinheiten geführt. Das von der Bundesregierung angestrebte Ziel von 400.000 Wohneinheiten wurde damit deutlich verfehlt. Der Einbruch im Wohnungsbau führte zu einer Unterauslastung der Kapazitäten und nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus von rund plus 220.000 Beschäftigten auf rund 926.700 im Jahr 2022, ist im Jahr 2023 ein Rückgang auf rund 920.000 Beschäftigte zu verzeichnen. Die Baubranche befindet sich in einem Dilemma, denn einerseits besteht das Erfordernis nach mehr Fachkräften, andererseits drohen Kurzarbeit und Kündigungen aufgrund der schwierigen Auftragslage. Dabei sind die Baubedarfe weiterhin vorhanden. Im Wirtschaftsbau belief sich das reale Umsatzminus auf 2%, während der öffentliche Hochbau ein Umsatzzuwachs von real knapp 4% erzielen konnte (Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Beitrag: Baukonjunktur 2023/2024: Zwischen Fachkräftemangel und Kurzarbeit). c) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Das SHK-Handwerk (Sanitär-, Heizung und Klimatechnik) erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 einen Jahresumsatz in Höhe von Mrd. € 61,7. Trotz nachlassender Konjunktur und sinkender Neubautätigkeit konnte die Branche ein Umsatzplus von Mrd. € 4,2 erzielen. Während die erste Jahreshälfte noch vom Nachfrageboom der Wärmepumpen profitieren konnte, löste die zweite Jahreshälfte eine politisch ausgelöste Verunsicherung hinsichtlich künftiger Fördermaßnahmen seitens der Bundesregierung aus. Im Bereich der Heizungsmodernisierung konnte das SHK-Handwerk ein deutliches Plus verzeichnen. Die Installationsleistung bei Bädern ist hingegen mit einem Minus von rund 200.000 auf knapp 1 Millionen neu gebauter oder sanierter Bäder zurückgegangen (Quelle: Zentralverband Sanitär Heizung Klima, Beitrag: SHK-Branche 2023: Umsatz gesteigert). d) Arbeitsmarktentwicklung Die schwache Konjunktur des abgelaufenen Jahres hatte negative Auswirkungen auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Jahresdurchschnitt erstmals seit dem Ende der Pandemie im Vergleich zum Vorjahr um 191.000 auf 2.609.000 Menschen, welches einer Arbeitslosenquote von 5,7% und somit einem Anstieg von 0,4% entspricht. Der Arbeitsmarkt ist gemessen am Ausmaß der Belastungen und Unsicherheiten jedoch nach wie vor gut aufgestellt, was auch aus dem Einsatz von Kurzarbeit resultiert. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit verringerte sich nun schon das dritte Jahr in Folge. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Beitrag: Jahresrückblick 2023 - Schwache Konjunktur beeinträchtigt die Entwicklung am Arbeitsmarkt). e) Geschäfts- und Konsumklima Trotz anhaltender Inflation sowie weltweiter Krisen und Kriege stabilisiert sich das Konsumklima auf niedrigem Niveau. Derzeit ist mit einer nachhaltigen Erholung des Konsumklimas nicht zu rechnen (Quelle: Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Beitrag: Konsumklima-Herber Rückschlag zum Jahresbeginn). Zwar hellt sich die Verbraucherstimmung zu Beginn des Jahres 2024 leicht auf, jedoch sind die Konsumenten stark verunsichert und sehen keine Anzeichen für eine nachhaltige Erholung der deutschen Wirtschaft. Auch die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose 2024 von ursprünglich 1,3% auf nur noch 0,2% reduziert. Fehlender Zukunftsoptimismus, Verunsicherung aufgrund der schlechten Konjunkturaussichten und der dadurch mangelnden Planungssicherheit vor allem bei größeren Anschaffungen, haben zu einer Sparneigung der Konsumenten auf einen neuen Höchststand seit August 2008 geführt. Es ist eine steigende Bereitschaft zu erkennen nachhaltige Produkte zu erwerben. Die Konsumenten kaufen aktuell lieber weniger, aber dafür qualitätsbewusster und zeigen somit eine Preisbereitschaft bei Produkten mit einem Mehrwert. Auch die Nachhaltigkeit kann ein solcher Mehrwert sein (Quelle: Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Beiträge: Stabilisierung auf niedrigem Niveau - Preisbereitschaft für nachhaltigen Konsum steigt). 3. UmsatzentwicklungDie Gesellschaft hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Mio. € 107,1 einen Umsatzrückgang um 12,3% gegenüber dem Vorjahr (Mio. € 122,1) zu verzeichnen. Die Weiterbelastungen an Konzerngesellschaften aus verschiedenen Dienstleistungs- und Serviceverträgen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 0,4 auf Mio. € 6,6. Der Umsatz in Höhe von Mio. € 107,1 entfiel in Höhe von Mio. € 93,3 auf das Inland und in Höhe von Mio. € 13,8 auf das Ausland. Das Kerngeschäft mit dem Umsatz aus Sanitärprodukten verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 14,6 auf Mio. € 100,5. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld war im abgelaufenen Jahr geprägt vom weiterhin andauernden Ukraine-Krieg, hohen Energiepreisen, Fachkräftemangel sowie einem hohen Zinsniveau. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen führten zu Verunsicherungen in der Wirtschaft und werden als Geschäftsrisiko eingestuft. Als Folge dieses konjunkturellen Umfeldes hat sich der seit dem Jahr 2021 negative Trend fortgesetzt. Der Umsatz mit Sanitärprodukten reduzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 12,7% gegenüber dem Vorjahr, nachdem bereits im Vorjahr ein Rückgang in Höhe von Mio. € 7,3 gegenüber dem Vergleichszeitraum zu verzeichnen war. Während noch im ersten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres das Vorjahresniveau mit einem Minus von 4,4% annähernd bestätigt werden konnte, setzte ab dem zweiten Quartal der negative Trend verstärkt ein. Im zweiten Quartal verringerte sich der Umsatz mit 23,0% gegenüber dem Vorjahresquartal, im zweiten Halbjahr belief sich das Minus auf 14,3% gegenüber dem Vergleichszeitraum. Eine mittel- und langfristige Umsatzprognose ist derzeit wegen den schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen mit großer Unsicherheit behaftet. 4. ErtragslageDie Ideal Standard GmbH erwirbt Sanitärprodukte von der Ideal Standard International NV zu jährlich festgelegten Transferpreisen, die die Kosten decken und zum Jahresende eine vertraglich fixierte Marge garantieren. Ein deutlicher Rückgang war im Jahr 2023 bei den Umsatzerlösen um Mio. € 15,0 auf Mio. € 107,1 ebenso wie bei dem Bruttoergebnis um Mio. € 2,9 auf Mio. € 21,6 (Vorjahr Mio. € 24,5) zu verzeichnen. Der Saldo aus Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 3,0 auf Mio. € 17,4. Wesentliche Ursache für die Verringerung resultiert aus geringeren Pensionsaufwendungen in Höhe von Mio. € 2,7. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken gegenüber dem Vorjahr aufgrund von geringeren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen um Mio. € 0,7. Ebenso verringerten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr um Mio. € 0,8. Dies resultierte im Wesentlichen aus Restrukturierungsaufwendungen des Vorjahres welche im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht mehr angefallen sind. Die Zinserträge in Höhe von Mio. € 2,6 betrafen die Verzinsung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen (Intercompany Darlehen) und des Cash-Pool Guthabens gegenüber der Ideal Standard International NV, welche aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus und der höheren Darlehensbestände um Mio. € 0,9 angestiegen sind. Die Zinsaufwendungen in Höhe von Mio. € 1,1 stiegen um Mio. € 0,3 gegenüber dem Vorjahr (Mio. € 0,8) und betreffen hauptsächlich die Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen. Das Ergebnis nach Steuern konnte von Mio. € 3,3 um Mio. € 0,9 auf Mio. € 4,2 gesteigert werden. Die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag weisen im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Saldo von TEUR 8 aus. Der Steueraufwand entfällt ausschließlich auf die Betriebsstätte in Österreich. Die Ideal Standard GmbH hat mit steuerlicher Wirkung zum 1. Januar 2008 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Ideal Standard Holdings (BC) Germany GmbH, Bonn, geschlossen. 5. Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von Mio. € 55,4 um Mio. € 0,8 auf Mio. € 54,6 verringert. Die Ursache liegt im Wesentlichen in geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (- Mio. € 0,8) sowie einer Verminderung der Guthaben bei Kreditinstituten um Mio. € 0,6. Demgegenüber stehen höhere kurzfristigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (+ Mio. € 0,8). Die konzerninternen Forderungen aus Darlehen gegenüber der Ideal Standard International NV verringerte sich in Summe leicht um Mio. € 0,2 von Mio. € 40,7 auf Mio. € 40,5. Die konzerninternen Darlehensforderungen resultieren aus einer Vereinbarung aus 2011, wonach die überschüssigen Finanzmittel der Gesellschaft der ISI zur Verfügung gestellt werden. Ein Teil dieser Forderungen wurde im Jahr 2022 erstmalig in ein langfristiges Darlehen (Laufzeit bis April 2025 bei einer Verzinsung von 6,1 % p.a.) umgewandelt und unter den Finanzanlagen in den Ausleihungen an verbundene Unternehmen ausgewiesen. Die Forderungen aus Dienstleistungsverträgen gegenüber der Ideal Standard International NV verringerten sich leicht um Mio. € 0,2 auf Mio. € 1,4. Gleichzeitig haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber der Ideal Standard International NV aus dem Bezug von Waren um Mio. € 0,8 auf Mio. € 3,6 gegenüber dem Vorjahr verringert. Die saldierte Darstellung der Forderungen mit den Verbindlichkeiten ergibt somit im Saldo eine Erhöhung der Forderungen gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 0,6. Das gezeichnete Kapital blieb mit TEUR 25 konstant gegenüber dem Vorjahr. Das Eigenkapital beläuft sich mit Mio. € 3,1 in unveränderter Höhe aufgrund des im Jahr 2008 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages. Die Rückstellungen verringerten sich insgesamt von Mio. € 47,7 um Mio. € 1,2 auf Mio. € 46,5. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sanken leicht von Mio. € 35,5 um Mio. € 0,2 auf Mio. € 35,3. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich von Mio. € 12,2 um Mio. € 1,0 auf Mio. € 11,2. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Rückstellungen für Kundenboni (Mio. € - 0,4), für Mitarbeiterboni (Mio. € - 0,3), sowie für Restrukturierungsmaßnahmen (Mio. € - 0,2). Die Verbindlichkeiten erhöhten sich von Mio. € 4,6 um Mio. € 0,4 auf Mio. € 5,0. Die Gesellschaft hat wie in den Vorjahren keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. 6. Finanzielle und nicht-finanzielle LeistungsindikatorenDie Ideal Standard GmbH als Vertriebsgesellschaft ist im Konzern Teil der operativen Ebene. Die interne Steuerung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen basierend auf Mengen, Umsatz- und Ergebnisgrößen. Die operative Geschäftsentwicklung unterliegt einem permanenten Monitoring durch eine fortlaufende Analyse Soll versus Ist. Dies dient vor allem als Steuerungsinstrument zur Früherkennung wirtschaftlicher Risiken ebenso wie zur Identifizierung von weiteren Potentialen. Darauf basierend unterliegen die Zielparameter einer dauerhaften Überprüfung und Aktualisierung. Als wichtigste finanzielle Steuerungskennzahlen (nach IFRS) werden folgende Messgrößen verwendet:
Als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren nehmen die Belange der Kunden, der Umwelt und Ressourcen wie die der Mitarbeiter(innen) eine besondere Bedeutung für die interne Steuerung ein. 7. PersonalbereichDie Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag 154 Mitarbeiter (Vorjahr 165) beschäftigt, davon 153 (Vorjahr 164) Angestellte und 1 Auszubildenden (Vorjahr 1). Im Jahr 2004 erklärte die Gesellschaft den Austritt aus der Fachgruppe Metall des örtlichen Arbeitgeberverbandes. Damit wurde die Bindung an die tariflichen Bestimmungen für die Beschäftigten in der Metallindustrie aufgegeben. Seitdem abgeschlossene Arbeitsverträge werden ohne Bezugnahme auf eine tarifliche Regelung abgefasst. Grundlage der Entlohnung sind demnach die Verhältnisse zum Zeitpunkt des Austritts aus der Fachgruppe und deren Fortschreibung sowie einzelvertragliche Regelungen im außertariflichen Bereich. 8. Investitionen / AbschreibungenDer Wert des Netto-Anlagevermögens verringerte sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 32 auf TEUR 48. Wesentliche Investitionen betreffen die Büro- und Geschäftsausstattung (TEUR 19), denen Abschreibungen in Höhe von TEUR 51 gegenüberstehen. 9. Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklunga) Konzernverbund Die Ideal Standard GmbH gehört zum Konzern der Ideal Standard International S.A., Luxemburg. Der Vertrieb von Sanitärprodukten ist aufgrund der globalen Absatzmärkte und der Marktstellung des Unternehmens einer Vielzahl von unternehmerischen Risiken ausgesetzt. Im Rahmen der Vertriebsfunktion der Gesellschaft im europäischen Konzernverbund der ISI reduziert sich das kurzfristige Risiko der Gesellschaft auf die Verantwortung der eigenen Marktstellung in den bedienten Märkten. b) Risiken aus der Entwicklung der Bauindustrie Das von der Bundesregierung im Jahr 2021 ausgerufene Ziel, jährlich 400.000 neue Wohnungen an den Markt zu bringen, ist bereits in den Jahren 2022 und 2023 deutlich verfehlt worden. Für das Jahr 2024 wird die Fertigstellung von rund 200.000 Wohnungen prognostiziert. Die weitere Verschärfung der energetischen Standards bei gleichzeitiger Kürzung der Neubauförderung erschweren die Zielerreichung. Die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen führen derzeit nicht zu einer signifikanten Ankurbelung der Neubauten. Ein weiteres anhaltendes Problem stellt das hohe Zinsniveau dar. Der Zinssatz verdreifachte sich von Januar 2022 bis Dezember 2023 von 1,3% auf 4,1%. Die hohen Finanzierungskosten beeinträchtigen die Renditeerwartungen im Wohnungsbau. Gleichzeitig stellt es potenzielle Eigenheimbauer vor Finanzierungsprobleme. Weiterhin belastend wirken steigende Materialpreise bei energieintensiven Produkten (Zement, Bitumen) sowie der Mangel an Arbeitskräften. Die realen Umsätze im Wohnungsneubau verringerten sich im Jahr 2023 um 11,5% gegenüber dem Vorjahr, für das Jahr 2024 wird ein weiterer Rückgang von 12% erwartet (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Beitrag: Baukonjunkturelle Lage: Weiterer Umsatzrückgang für 2024 erwartet). Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung führte nach einem Beschäftigungsaufbau über das letzte Jahrzehnt im Jahr 2023 erstmals wieder zu einem, wenn auch leichten, Rückgang der Beschäftigten. Die wesentliche Ursache liegt an fehlenden Aufträgen, obwohl der Bedarf an zusätzlichen Wohnungen vorhanden ist. Es ist ein kritischer Punkt erreicht, an dem Unternehmen inzwischen dazu tendieren Arbeitsplätze abzubauen (Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Beitrag: Baukonjunktur 2023/2024: Zwischen Fachkräftemangel und Kurzarbeit). Langfristig besteht daher das Problem des Fachkräftemangels im Falle eines Anspringens der Nachfrage, dass vor allem den Wohnungsbau betrifft (Quelle: Die Bauindustrie, Beitrag: Prognosen bestätigt: Schwaches Baujahr 2023). Derzeit sind die Prognosen für das Jahr 2024 wenig zuversichtlich. Es besteht dringender Bedarf nicht nur den Klimaschutz in den Vordergrund zu stellen, sondern darüber hinaus politische Rahmenbedingungen für ein gutes Investitionsklima zu sorgen, damit die Baukonjunktur wieder an Fahrt gewinnt (Quelle: IKZ / Sanitär / Heizung, Beitrag: Bange Blicke auf 2024). c) Bisherige Risiken aus der Konzernfinanzierung Die auf Ebene der Muttergesellschaft, der Ideal Standard International S.A., Luxemburg, (am 29. Februar 2024 umbenannt in Phoenix Legacy S.A.) bestehende externe Konzernfinanzierung wird üblicherweise durch die diversen verbundenen Ideal Standard Unternehmen besichert. Am 27. März 2018 haben die Ceramo (Lux) S.à.r.l., (verwaltet und beraten durch die Anchorage Capital Group, LLC) sowie die CVC Credit Partners Global Enhanced Loan S.à.r.l. (verwaltet und beraten durch die CVC Credit Partners) die vollständige Kontrolle über den Ideal Standard International S.A.-Konzern erlangt. Sie sind alleinige Anteilseigner des Konzerns. Am 23. Juli 2021 hat Ideal Standard International S.A. als Emittentin von Senior Secured Notes vorrangig besicherte Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von ursprünglich bis zu € 325 Mio. nach New Yorker Recht ("Indenture") ausgegeben. Die Senior Secured Notes wurden unter anderem von der Emittentin der Senior Secured Notes und ihrer Tochtergesellschaften besichert. Darüber hinaus wurde mit Datum vom 23. Juli 2021 ein "Revolving Credit Facility Agreement" über eine Kreditlinie bis zu € 15 Mio. (Laufzeit bis 2026, Zinssatz 3,5 % über Euribor) zwischen Ideal Standard International S.A., Luxemburg sowie der Ideal Standard International NV, Belgien und der Credit Suisse (Deutschland) Aktiengesellschaft abgeschlossen. Das Gesamtvolumen der Kreditlinie wurde seit dem 31. Dezember 2022 voll in Anspruch genommen. Die deutschen Ideal Standard Gesellschaften haben ebenso wie weitere Ideal Stand Gesellschaften ihren Beitritt zu den obengenannten Verträgen als Garantin erklärt und eine gesamtschuldnerische Haftung übernommen. Die von der Gesellschaft am 25. August 2021 eingeräumten Sicherheiten beliefen sich zum Bilanzstichtag wie folgt:
Die Ideal Standard (Holdings) BC Germany GmbH hat darüber hinaus der Verpfändung von sämtlichen Geschäftsanteilen an der Ideal Standard GmbH ("Share Pledge Agreement") zugestimmt. Es besteht eine direkte Abhängigkeit von der finanziellen Lage des Konzerns und dessen Bedienung der ausstehenden Verbindlichkeiten. Die Anteile an der Ideal Standard Gruppe wurden am 29. Februar 2024 von der Anchorage Capital Group LLC, New York, und der CVC Credit Partners Global Enhanced Loan S.à.r.l., Luxemburg, an die Villeroy & Boch AG, Mettlach, verkauft. Mit Vertragsabschluss wurden die Senior Secured Notes und die Verbindlichkeiten aus dem "Revolving Credit Facility Agreement" im Februar 2024 zurückgezahlt und alle damit verbundenen Sicherheitenverträge aufgehoben. Eine Inanspruchnahme aus den zuvor eingegangenen Haftungsverhältnissen ist nicht erfolgt. d) Risikomanagement Unser Unternehmen ist weiterhin bestrebt die Marktpositionierung zu stärken und weiter auszubauen. Ein qualitativ hochwertiges Berichtswesen sichert die frühzeitige Erkennung negativer Entwicklungen und konjunkturellen Schwankungen. Die kontinuierliche Überwachung von Arbeitsabläufen, eine strukturierte Prozessorganisation sowie das Anpassen der organisatorischen Strukturen an die Erfordernisse des Marktes dienen der Risikofrüherkennung sowie deren antizipativen Gegensteuerung. 10. Ausblick und Chancena) Gesamtwirtschaftliche Wachstumschancen Das wirtschaftliche Umfeld ist zum Jahresbeginn 2024 geprägt von einer Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, einem geringen Auftragsbestand, einem hohen Krankenstand sowie andauernden Streiks. Das weiterhin hohe Zinsniveau, Preissteigerungen, die Sparbeschlüsse der Bundesregierung sowie die Konsum-Zurückhaltung wirken dämpfend auf die Konjunktur. Eine spürbare gesamtwirtschaftliche Erholung dürfte erst in der zweiten Jahreshälfte eintreten. Für das Jahr 2024 wird lediglich ein leichter Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandproduktes von 0,2% gegenüber dem Vorjahr erwartet. Der Beschäftigungsaufbau wird sich als Folge der konjunkturellen Schwäche verlangsamen und die Arbeitslosigkeit ansteigen lassen. Insbesondere die Gas- und Strompreise sollten weiter fallen und somit den Preisauftrieb der Energie für das anstehende Jahr 2024 senken. Die Inflationsrate wird voraussichtlich von durchschnittlich 5,9% auf 2,3% weiter zurückgehen. Allerdings ist eine Prognose der Entwicklung der Energiepreise für Rohöl, Strom und Erdgas aufgrund der geopolitischen Krisenherde mit großer Unsicherheit behaftet. Diese können sich jederzeit ändern und die konjunkturelle Entwicklung beeinflussen. Die derzeitige Finanz- und Wirtschaftspolitik stellt ein weiteres Risiko dar. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Haushaltslage und die Diskussionen um die Einhaltung der Schuldenbremse könnten dringend nötige Reformen auf die lange Bank geschoben werden. Der Stillstand und die Unsicherheit über wichtige wirtschaftspolitische Weichenstellungen wirken belastend auf die Konjunktur und hemmen langfristiges Wachstum, da Konsum- und Investitionsausgaben zurückgehalten werden (Quelle: Ifo-Institut, Beitrag: Lage der deutschen Wirtschaft). b) Chancen aus der Entwicklung der Bauindustrie Steigende Baustoffpreise, Baumaterialknappheit und Fachkräftemangel einhergehend mit der unsicheren weltwirtschaftlichen Lage machen eine Prognose für die Baukonjunktur für das Jahr 2024 sehr schwierig. Positive Impulse setzen könnten die Maßnahmen der Bundesregierung für zusätzliche Investitionen in den Bau von bezahlbarem und klimagerechten Wohnraum und zur Stabilisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft. Allerdings werden all diese Programme nicht dazu führen, das angestrebte Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr zu erreichen. Derzeit wird die Fertigstellung von lediglich 200.000 Wohnungen für das Jahr 2024 prognostiziert. Der Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe wird mit real 3% prognostiziert. Insbesondere der Wohnungsbau leidet unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingen und muss daher einen erheblichen Umsatzrückgang befürchten (Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Beitrag: Baubranche 2024: Entwicklung & Prognose für die Zukunft). Der Bedarf nach Wohnraum ist gerade in den Städten immens. Die Immobilienpreise sind gesunken und ein grundlegender Wandel der Wohnungsbaupolitik mit besseren Förderungs- und Abschreibungsbedingungen für Hausbauer sowie einfachere Bauvorhaben für die Branche sind dringend erforderlich (Quelle: Manager Magazin, Beitrag: Baugewerbe Wohnungsbaukrise-Krise wird sich 2024 wohl verschärfen). c) Branchenspezifische Wachstumschancen Das Badezimmer hat sich zu einem der komplexesten Räume im Haus entwickelt. Wasseranwendungen, Hygieneanforderungen, Heizung sowie Klima- und Haustechnik mit dem Anspruch nach Wohnlichkeit und Geborgenheit treffen hier zusammen. Darüber hinaus gehören die körperliche und emotionale Regeneration zu den wichtigsten Funktionen des Badezimmers, ebenso wie der Wohnwert als nachhaltiger Faktor mit wichtiger sozialer Funktion. Nachhaltigkeit findet auf allen Ebenen statt. Produktentwicklungen folgen Konzepten wie den ganzheitlichen Ansatz für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft mit dem Ziel der Abfallvermeidung sowie Umsetzung eines "Sustainable Designs", welches die Facetten wie Klima, Gesellschaft, Umwelt, soziale Gerechtigkeit, Wiederverwendbarkeit von Produkten und die Kompatibilität zu modernen Kreislaufwirtschaftssystemen in den Mittelpunkt rückt. Als weitere Konzepte für nachhaltige Badezimmer sind die Müllvermeidung, der schonende Umgang mit den Ressourcen Wasser und Energie sowie die Sicherstellung für wohngesundes Raumklima ohne Schadstoffe durch nachhaltige (Bad-) Architektur zu nennen (Quelle: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V., Beitrag: Die 7 Basics zur Entwicklung nachhaltiger Konzepte für das Bad). Der Bedarf an Wohnraum und das Sanierungspotential in deutschen Bädern ist weiterhin enorm (Quelle: IKZ / Sanitär / Heizung - Planung, Bau und Betrieb, Beitrag: Bange Blicke auf 2024). Dem schwierigen konjunkturellen Umfeld zum Trotz gilt der Markt für Sanitärprodukte als Wachstumsmarkt. Auf jedes vierte Bad wartet eine Modernisierungsmaßnahme und für rund 10 Millionen private Badezimmer besteht Renovierungsbedarf (Quelle: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V., Beitrag: Tag des Bades 2024 ist der 21. September). d) Unternehmensspezifische Wachstumschancen Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Jahr das Umsatzniveau bei den Sanitärprodukten mit einem Minus von 12,7 % gegenüber dem Vorjahr abgeschlossen. Als Folge des konjunkturellen Umfeldes hat sich der seit dem Jahr 2021 negative Trend fortgesetzt. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einer weiterhin volatilen Marktentwicklung der Sanitärbranche. Unsere Marketing- und Vertriebsaktivitäten sind weiterhin darauf ausgerichtet den Markenumsatz durch einen verbesserten Produktmix bestmöglich zu optimieren. Unsere Markenphilosophie "Together for a better Future" fand auch im abgelaufenen Jahr ihre konsequente Fortsetzung mit dem alles überspannenden Thema Nachhaltigkeit. Zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres veröffentlichte Ideal Standard seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht. Die Publikation beschreibt unter anderem den Weg des Unternehmens hin zur Kohlenstoffneutralität sowie die Ansätze in den Bereichen Abfallwirtschaft und nachhaltige Verpackung. Sämtliche Ziele orientieren sich eng an den Nachhaltigkeitsprinzipien des UN Global Compact, dem das Unternehmen 2022 beigetreten ist. Die Unternehmensführung bekennt sich zum verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Neben Nachhaltigkeitsthemen werden auch 2024 innovative Technologien und Designkompetenz im Fokus der Strategie von Ideal Standard stehen. Das Geschäftsjahr 2024 planen wir mit neuen Produkteinführungen wie beispielsweise die Erweiterung der Atelier Collections um Solos, Solos Showering und La Dolce Vita. Unser "Singular"-Ansatz sowie der darauf basierende Singular-Konfigurator helfen uns dabei, Planern und Kunden eine Vielzahl inspirierender Lösungen anzubieten und gleichzeitig sicherzustellen, dass sämtliche Produkte perfekt aufeinander abgestimmt sind. Auch in den Segmenten eCommerce und Do-it-Yourself (DIY) sehen wir weiterhin deutliche Potenziale für ein dynamisches Wachstum. Über alle Vertriebskanäle hinweg bildet unser differenziertes und umfangreiches Produkt- und Lösungsportfolio eine gute Basis, unsere Position auch in einem schwierigen Umfeld verbessern und ausbauen zu können. Das abgelaufene Jahr stellte uns vor große Herausforderungen. Globale Krisen und eine weiterhin hohe Inflation trübten die Nachfrage im Baugewerbe. Eine Entwicklung, die sich aller Voraussicht nach auch im Jahr 2024 fortsetzen wird und vermutlich erst zum Jahresende positivere Perspektiven erwarten lässt. Als nachhaltig orientiertes Unternehmen mit einem differenzierten Produkt- und Lösungsportfolio blicken wir dennoch optimistisch in die Zukunft. Der Bedarf im Bausektor ist nach wie vor enorm und wir erwarten mittelfristig eine Wiederbelebung der Nachfrage. 11. PrognoseberichtDer Umsatz im Bauhauptgewerbe sank im Jahr 2023 um real 5% zum Vorjahr. Das war nun das dritte Jahr infolge mit deutlich realen Verlusten. Für das 2024 ist mit einem weiteren Rückgang von real 3% zu rechnen. Im Wohnungsbau führte das anhaltend hohe Zinsniveau zu einer deutlichen Verminderung der Immobilienkredite. Weiterhin wirken das immer noch hohe Preisniveau bei Bauleistungen sowie die hohen Lebenshaltungskosten bremsend auf die Investitionsbereitschaft nach Wohnraum und neuen Bädern. Das schwierige wirtschaftliche Umfeld hat die Gesellschaft und die Sanitärbranche vor enorme Herausforderungen gestellt. Die Bauindustrie war als Folge der schwierigen Rahmenbedingungen mit immer noch hohen Baumaterialpreisen, Stornierungen von Bauprojekten sowie einem Rückgang der Baugenehmigungen konfrontiert. Infolgedessen war ein Umsatzrückgang mit Sanitärprodukten von rund 12,7% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten konnten um 15% reduziert werden. Das Ergebnis nach Steuern mit Mio. € 4,2 erhöhte sich um Mio. € 0,9 gegenüber 2022. Wesentliche Ursache hierfür war der Anstieg der Zinserträge um Mio. € 0,9. Die Umsatzerwartungen im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024 haben wir erfüllt. Die Fokussierung auf das Markengeschäft und die Verbesserung der Profitabilität bilden den Kernbestandteil unserer Vertriebs- und Marketingaktivitäten. Der Ausblick ist wegen des derzeit schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeldes mit großer Unsicherheit belastet und erschwert eine verlässliche Prognose. Derzeit gehen wir für 2024 von einem Umsatz- und Ergebnisniveau (EBITDA) aus, welches auf dem des Vorjahres liegt. Mit Wirkung zum 29. Februar 2024 hat die Villeroy & Boch AG, Mettlach, den Erwerb aller operativen Gesellschaften der Ideal Standard-Gruppe abgeschlossen.
Bonn, 7. Juni 2024 Ideal Standard GmbH Michael Wester, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine HinweiseDie Ideal Standard GmbH, Bonn, (eingetragen in das HR B Nr. 9403 im Handelsregister des Amtsgerichts Bonn) ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Die Gliederungen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. I. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenA. Allgemeine Angaben Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (going concern) aufgestellt. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die bestehende Konzernfinanzierung sichergestellt. Die Gesellschaft ist mittel- und langfristig weiterhin auf die Finanzierung durch die Gruppe angewiesen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewandt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. B. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Softwarelizenzen. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 5 Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern belaufen sich auf 4 bis 10 Jahre. Die Anlagengüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden für Zugänge ab dem 1. Januar 2008 im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand € 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 250 und bis zu € 1.000 betragen, wird seit dem Geschäftsjahr 2008 ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Vermögensgegenstand vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Der Wert des Sammelpostens für geringwertige Vermögensgegenstände ist von untergeordneter Bedeutung. Bei den Finanzanlagen werden die Ausleihungen an verbundene Unternehmen mit ihrem vertraglich vereinbarten Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bilanziert. Die Wertberichtigungen auf Forderungen werden wie in den Vorjahren aufgrund des Vertriebsvertrages als Limited Risk Distributor von Ideal Standard International NV getragen. Für eine Pensionszusage besteht eine Rückdeckungsversicherung. Das zugehörige Deckungsvermögen wird zum Zeitwert bewertet (TEUR 201). Die historischen Anschaffungskosten beliefen sich im Jahr 2003 auf TEUR 137. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 HGB belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 5. Die Pensionsrückstellung wird mit dem entsprechenden Vermögensgegenstand saldiert. Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden die im Geschäftsjahr 2023 geleisteten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. C. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen kommt die Projected Unit Credit Method zur Anwendung. Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienen die "Heubeck-Richttafeln- 2018G". Der angesetzte Rechnungszins beträgt 1,83 % und wurde aus dem von der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB für November 2023 veröffentlichtem Wert nach Maßgabe des in der Rückstellungsabzinsungsverordnung vorgegebenen Verfahrens bei einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren auf Dezember 2023 fortgeschrieben. Der Rechnungszins beruht auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Der im Dezember 2023 veröffentlichte Zinssatz beträgt 1,82 %. Der für die Vergleichsberechnung gemäß § 253 Abs. 6 HGB benötigte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf gleiche Weise und beträgt im Dezember 2023 1,74 %. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des 7-jährigen und 10-jährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 381. Es wurden ein Lohn- und Gehaltstrend von 3,00 % p.a. sowie ein Rententrend von 3,75 % p.a. (bzw. 1,00 % bei Zusagen mit garantierter Rentenanpassung) angenommen. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung (Zeitwert TEUR 201) - es handelt sich um eine wertpapiergebundene Versorgungszusage - wird mit der Pensionsrückstellung saldiert. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Für die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen kommt das Teilwertverfahren zur Anwendung. Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienen die "Heubeck-Richttafeln-2018G". Der angesetzte Rechnungszins beträgt 1,75 % und wurde aus dem von der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB für November 2023 veröffentlichtem Wert nach Maßgabe des in der Rückstellungsabzinsungsverordnung vorgegebenen Verfahrens bei einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren auf Dezember 2023 fortgeschrieben. Der im Dezember 2023 veröffentlichte Zinssatz beträgt 1,74 %. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungspositionen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden auf Grund der Organschaft mit der Ideal Standard Holdings (BC) Germany GmbH, Bonn, bei der Ideal Standard GmbH nicht berücksichtigt. II. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die ausgewiesenen Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen ein Darlehen gegenüber der Ideal Standard International NV in Höhe von TEUR 36.129. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis April 2025 bei einer Verzinsung von 6,1 % p.a. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 173 (Vj.: TEUR 991) stammen überwiegend aus der Veräußerung von Waren an Endkunden im Inland. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten überwiegend Forderungen gegen die Schwestergesellschaften Ideal Standard Produktions-GmbH in Höhe von TEUR 15.585 (Vj.: TEUR 15.131) und die Ideal Standard International NV in Höhe von TEUR 2.152 (Vj.: TEUR 1.782). Die Forderungen gegenüber der Ideal Standard Produktions-GmbH resultieren überwiegend aus einer Darlehensforderung über TEUR 15.585. Die Forderungen gegenüber der Ideal Standard International NV setzen sich wie folgt zusammen: Darlehensforderung TEUR 4.375 zzgl. Forderungen aus Dienstleistung TEUR 254 abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 2.477. Die gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die Bestandteile der sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen debitorische Kreditoren, gestellte Kautionen sowie Spesenvorauszahlungen für Außendienstmitarbeiter. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 8 (Vj.: TEUR 10) enthalten. Guthaben bei Kreditinstituten Ausgewiesen werden ausschließlich im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs frei verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Zu bestehenden Verpfändungen verweisen wir auf die Haftungsverhältnisse. Eigenkapital Das Eigenkapital stellt sich wie folgt dar:
Rückstellungen für Pensionen In den Pensionsrückstellungen sind sämtliche bis zum Stichtag aus unmittelbaren Zusagen aufgelaufenen Pensionsansprüche und -anwartschaften enthalten. Grundlagen der Pensionszusagen sind Versorgungsordnungen von 1996 und 2006 und die Übergangsregelung von der VO 1996 auf die VO 2006. Für die Mitarbeiter, die von der VO 1996 in die VO 2006 gewechselt sind, gelten eine Reihe von Sonderregelungen gemäß den Besitzstandsregelungen im Rahmen der Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung vom 4. April 2007. Darüber hinaus bestehen Einzelzusagen mit Sonderkonditionen. Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von TEUR 6.073. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Der Zuführungsbetrag des Geschäftsjahres 2023 (TEUR 405) ist gesondert als "davon-Vermerk" in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als "Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB" erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen auf TEUR 405. Der volle Verpflichtungsumfang gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB beträgt TEUR 36.269. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen die Ertragsteuern der österreichischen Betriebsstätte. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen solche für Kundenboni (TEUR 9.766; Vj.: TEUR 10.200), Kundenbindungsmaßnahmen (TEUR 305; Vj.: TEUR 358), Sonderzahlungen an Mitarbeiter (TEUR 230; Vj.: TEUR 578), Jubiläen (TEUR 112; Vj.: TEUR 119), Retouren (TEUR 105; Vj.: TEUR 80), Resturlaubsansprüche (TEUR 91; Vj.: TEUR 54), ausstehende Rechnungen (TEUR 87; Vj.: TEUR 113), ausstehende Gutschriften an Kunden (TEUR 70; Vj.: TEUR 76) und Werbung (TEUR 38; Vj.: TEUR 54). Die im Jahre 2022 beschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen für den Standort Bonn wurden im August 2023 planmäßig beendet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 150 (Vj.: TEUR 156). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 53 (Vj.: TEUR 76). Es werden Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter Ideal Standard Holdings (BC) Germany GmbH in Höhe von TEUR 4.534 (Vj.: TEUR 3.967) ausgewiesen. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Gewinnabführung in Höhe von TEUR 4.114 (Vj.: TEUR 3.227). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern sowohl aus Lohn- und Kirchensteuern, als auch aus der Umsatzsteuer Österreich enthalten. Die noch abzuführende Lohn- und Kirchensteuer und Umsatzsteuer Österreich betragen insgesamt TEUR 269 (Vj.: TEUR 358). Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen TEUR 14 (Vj.: TEUR 11). Die Verbindlichkeiten sind wie folgt fällig:
Keine der Verbindlichkeiten ist durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert. III. HaftungsverhältnisseDie auf Ebene der Muttergesellschaft, der Ideal Standard International S.A., Luxemburg, (am 29. Februar 2024 umbenannt in Phoenix Legacy S.A.) bestehende externe Konzernfinanzierung wird üblicherweise durch die diversen verbundenen Ideal Standard Unternehmen besichert. Am 27. März 2018 haben die Ceramo (Lux) S.à.r.l., (verwaltet und beraten durch die Anchorage Capital Group, LLC) sowie die CVC Credit Partners Global Enhanced Loan S.à.r.l. (verwaltet und beraten durch die CVC Credit Partners) die vollständige Kontrolle über den Ideal Standard International S.A.-Konzern erlangt. Sie sind alleinige Anteilseigner des Konzerns. Am 23. Juli 2021 hat Ideal Standard International S.A. als Emittentin von Senior Secured Notes vorrangig besicherte Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von ursprünglich bis zu € 325 Mio. nach New Yorker Recht ("Indenture") ausgegeben. Die Senior Secured Notes wurden unter anderem von der Emittentin der Senior Secured Notes und ihrer Tochtergesellschaften besichert. Darüber hinaus wurde mit Datum vom 23. Juli 2021 ein "Revolving Credit Facility Agreement" über eine Kreditlinie bis zu € 15 Mio. (Laufzeit bis 2026, Zinssatz 3,5 % über Euribor) zwischen Ideal Standard International S.A., Luxemburg sowie der Ideal Standard International NV, Belgien und der Credit Suisse (Deutschland) Aktiengesellschaft abgeschlossen. Das Gesamtvolumen der Kreditlinie wurde seit dem 31. Dezember 2022 voll in Anspruch genommen. Die deutschen Ideal Standard Gesellschaften haben ebenso wie weitere Ideal Stand Gesellschaften ihren Beitritt zu den obengenannten Verträgen als Garantin erklärt und eine gesamtschuldnerische Haftung übernommen. Die von der Gesellschaft am 25. August 2021 eingeräumten Sicherheiten beliefen sich zum Bilanzstichtag wie folgt:
Die Ideal Standard (Holdings) BC Germany GmbH hat darüber hinaus der Verpfändung von sämtlichen Geschäftsanteilen an der Ideal Standard GmbH ("Share Pledge Agreement") zugestimmt. Es besteht weiterhin eine direkte Abhängigkeit von der finanziellen Lage des Konzerns und dessen Bedienung der ausstehenden Verbindlichkeiten. Die Anteile an der Ideal Standard Gruppe wurden am 29. Februar 2024 von der Anchorage Capital Group LLC, New York, und der CVC Credit Partners Global Enhanced Loan S.à.r.l., Luxemburg, an die Villeroy & Boch AG, Mettlach, verkauft. Mit Vertragsabschluss wurden die Senior Secured Notes und die Verbindlichkeiten aus dem "Revolving Credit Facility Agreement" im Februar 2024 zurückgezahlt und alle damit verbundenen Sicherheitenverträge aufgehoben. Eine Inanspruchnahme aus den zuvor eingegangenen Haftungsverhältnissen ist nicht erfolgt. IV. Sonstige finanzielle VerpflichtungenSonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 2.820 aus Miet- und Leasingverträgen für Geschäftsgebäude, Fahrzeuge sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2026. Neben diesen dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die die Kapitalbindung minimieren sollen, existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. V. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Definition des § 277 Abs. 1 HGB gliedern sich wie folgt:
Die Dienstleistungen und übrigen Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Erlöse aus Weiterbelastungen an Konzerngesellschaften aus Dienstleistungs- und Serviceverträgen. Herstellungskosten Die Herstellungskosten beinhalten im Wesentlichen die der Gesellschaft durch die Ideal Standard International NV, Brüssel, in Rechnung gestellten Produkte und waren aufgrund der geringeren Umsatzerlöse um ca. 12,1 Mio. € rückläufig. Vertriebskosten Die Vertriebskosten beinhalten alle im Zusammenhang mit Vertrieb, Marketing und Kundendienst stehenden Aufwendungen. Durch geringeren Pensionsaufwand im Vergleich zum Vorjahr waren die Vertriebskosten um 2 Mio. € rückläufig. Allgemeine Verwaltungskosten Zu den allgemeinen Verwaltungskosten zählen im Wesentlichen die Aufwendungen der Geschäftsführung, des Rechnungswesens, der EDV-Abteilung sowie der Personalabteilung. Auch in den Verwaltungskosten sank der Pensionsaufwand. Ebenso fiel aufgrund der geringeren Umsätze weniger Delcredereaufwand an. Dadurch waren die Verwaltungskosten insgesamt um 1,1 Mio. € rückläufig. Materialaufwand Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren wurden fast ausschließlich von der Ideal Standard International NV, Brüssel, bezogen. Personalaufwand Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:
Gestiegene Löhne und Gehälter resultieren im Wesentlichen aus einer Gehaltserhöhung aufgrund der hohen Inflation. Zu den Aufwendungen für Altersversorgung vgl. auch die Anmerkungen zu Zinsen und ähnlichen Aufwendungen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von TEUR 987 in 2022 auf TEUR 310 in 2023 reduziert und enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 261 (Vj.: TEUR 655), sonstige Erträge in Höhe von TEUR 45 (Vj.: TEUR 49) sowie Schadenerstattungen in Höhe von TEUR 3 (Vj.: TEUR 19). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.904 (Vj.: TEUR 2.721) betreffen bis auf TEUR 2 die laufende Periode und enthalten als wesentliche Posten IT-Kosten in Höhe von TEUR 841 (Vj.: TEUR 778), Aufwendungen für Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 511 (Vj.: TEUR 529) sowie unverändert Aufwendungen aus der Aufstockung der Pensionsrückstellungen von TEUR 405 nach Art. 67 Abs.1 und 2 EGHGB. Die Abnahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus Restrukturierungskosten die in 2022 aber nicht mehr in 2023 angefallen sind. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinserträge belaufen sich auf TEUR 2.630 (Vj.: TEUR 1.758) und resultieren aus der Verzinsung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen und des Cash-Pool Guthabens. Der Grund für die Erhöhung sind die stark gestiegenen Zinssätze sowie höhere Bestände des Cash-Pool Guthaben im Vergleich zum Vorjahr. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Zinsaufwand setzt sich vor allem aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 633 (Vj.: TEUR 615) sowie aus Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 81 (Vj.: TEUR 74) zusammen. Steuern vom Einkommen und Ertrag Als Steuern vom Einkommen und Ertrag wird die Körperschaftsteuer für die österreichische Betriebsstätte ausgewiesen. Das globale Mindestbesteuerungsgesetz findet aktuell keine Anwendung und die daraus resultierenden Auswirkungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Jahresabschluss. Sonstige Steuern Bei den sonstigen Steuern handelt es sich um im Geschäftsjahr angefallene Verbrauchssteuern. VI. Sonstige AngabenGeschäftsführung und Vertretung Geschäftsführer der Ideal Standard GmbH während des Geschäftsjahres war: Peter-Michael Wester, Vertriebsdirektor, wohnhaft in Köln. Herr Peter-Michael Wester ist hauptberuflich als Geschäftsführer der Gesellschaft tätig. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB wahr und verzichtet auf die Angabe der Gesamtbezüge für den alleinigen Geschäftsführer sowie für die früheren Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebenen, da sich aus diesen Angaben die Bezüge einzelner Mitglieder der Geschäftsführung ergeben würden. Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 156 (Vj.: 167) Mitarbeiter (Angestellte) beschäftigt, davon 8 (Vj.: 7) Mitarbeiter in der österreichischen Betriebsstätte. Darüber hinaus beschäftigt die Gesellschaft 1 (Vj.: 1) Auszubildende. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Zum Abschlussstichtag belief sich das vom Abschlussprüfer in Rechnung gestellte Gesamthonorar auf TEUR 64 und betraf ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Während des Geschäftsjahres gab es keine Geschäfte mit nahestehenden Personen. Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Konzernverhältnisse Die Ideal Standard GmbH, Bonn, gehört zum Konzern der Ideal Standard Holdings (BC) Germany GmbH, Bonn, auf kleinster Ebene und zum Konzern der Ideal Standard International S.A., Luxembourg, auf oberster Ebene. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Munsbach erhältlich und wird zudem in deutscher Sprache im deutschen Bundesanzeiger veröffentlicht. Gewinnverwendung Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Ideal Standard Holdings (BC) Germany GmbH, Bonn, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter ist erfasst. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Mit Wirkung zum 29. Februar 2024 hat die Villeroy & Boch AG, Mettlach den Erwerb aller operativen Gesellschaften der Ideal Standard-Gruppe abgeschlossen. Sowohl die Senior Secured Notes wie auch der Revolving Credit wurden nach Abschluss der Verkaufstransaktion mit der Villeroy & Boch AG, Mettlach, am 29. Februar 2024 vollständig zurückgezahlt. Die durch die Gesellschaft gewährten Sicherheiten sind dadurch entfallen.
Bonn, den 7. Juni 2024 Ideal Standard GmbH M. Wester, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ideal Standard GmbH, Bonn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ideal Standard GmbH, Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ideal Standard GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 7. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Clivia Döll, Wirtschaftsprüferin ppa. Klaus Mosko, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 25. September 2024 festgestellt. |
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