Vermietung von Luftfahrzeugen
inter.PAL GmbH
Auf der Liet 1, 59519 Möhnesee, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Hillebrand seit 5.1.2026 | Prokura |
Robert Oevermann seit 6.11.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Dilasso Holding 7 Sà r.l. | 75.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
inter.PAL GmbHMöhneseeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lageberichtinter.PAL GmbH, MöhneseeI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die inter.PAL GmbH ist ein seit 2012 am Markt agierender Dienstleister im Ladungsträgermanagement (u.a. Europaletten) und unterstützt die Warenlogistik von Unternehmen in Deutschland und Europa. Als ein technologiefokussiertes Unternehmen der Branche bietet inter.PAL seinen Verwendern - insbesondere Transport- und Logistikdienstleistern, Produzenten und Handelsunternehmen - neben passgenauen Poolingsystemen digitale Produkte zur Unterstützung bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. Dazu gehört die digitale Palettenbuchhaltung, mit der Verwender einfach und sicher Transparenz über ihre Ladungsträgerbewegungen und -bestände erhalten und ihre Geschäftspartner einfach und transparent einbinden können. Bei allen inter.PAL-Lösungen steht das Senken der Verwendungskosten von Ladungsträgern, geringe Kapitalbindung, das Minimieren von Transportkilometern und das Senken von CO 2 -Emissionen im Vordergrund. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das konjunkturelle Umfeld in Deutschland war in 2023 im Wesentlichen durch die Auswirkungen des Angriffskriegs in der Ukraine und das sich verschlechternde Konsumklima, vor allem in Deutschland, geprägt. Die allgemeine Inflation der Verbraucherpreise und das stark gestiegene Zinsumfeld, haben die Konjunktur in Deutschland negativ beeinflusst. Insgesamt ist das BIP preisbereinigt in Deutschland in 2023 um 0,3 % gesunken. (Quelle: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 - Statistisches Bundesamt www.destatis.de) Davon blieb auch das allgemeine Konsumklima und in der Folge die allgemeine Paletten-Nachfrage nicht unbeeinträchtigt. Insbesondere in der rohstoffintensiven Industrieproduktion und der Baubranche haben das hohe Zinsniveau und die stark gestiegenen Rohstoffpreise zu einem starken Einbruch geführt. Im Logistikumfeld sind die Transportvolumen mit Beginn der zweiten Jahreshälfte deutlich zurückgegangen und lagen nach Aussage einzelner relevanter Marktteilnehmer bis zu 12% hinter den Vorjahresvolumen. Erwähnenswert ist die von Seiten der Gesellschaft im Gesamtmarkt wahrzunehmende bestehende massive Überverfügbarkeit von gebrauchten Europaletten, die der Gesellschaft von den relevanten Marktteilnehmern bestätigt wurde. Diese ist im Wesentlichen auf zwei Sachverhalte zurückzuführen. 1. Im Zuge des Angriffskrieges in der Ukraine und die damit extremen Preissteigerungen, haben viele Verwender von Europaletten hohe zusätzliche Sicherheitsbestände in 2022 aufgebaut. Die Bestände sind im Verlauf des Jahres 2023 von den Verwendern genutzt worden. 2. Gleichzeitig ist der allgemeine Bedarf aufgrund des Rückgangs des BIP deutlich zurückgegangen. Die vorgenannten Gründe sind maßgeblich für den deutlichen Bedarfsrückgang bei der Europalette und die massiven Überbestände bei den Verwendern. Sie begründen gleichzeitig den Rückgang des allgemeinen Preisniveaus auf Vorkrisenniveau. 2. Geschäftsverlauf In der ersten Hälfte des Berichtsjahres haben sich die Abwicklungsmengen zunächst positiv entwickelt. Diese Tendenz konnte mit der sich verschlechternden konjunkturellen Gesamtlage in der zweiten Jahreshälfte nicht fortgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 856 erzielt. Ergänzend beträgt der wesentliche finanzielle Leistungsindikator, das EBITDA, zum 31.12.2023 T€ 1.269 nach T€ 2.375 im Vorjahr. Anzumerken ist, dass - wie auch im Vorjahr - quasi keine Zinsen und lediglich T€ 46 (Vorjahr T€ 42) an Abschreibungen anfallen. Der im Vorjahr prognostizierte leicht moderate Anstieg des EBITDA konnte daher aufgrund der bestehenden konjunkturellen Rahmenbedingungen nicht realisiert werden. Dennoch haben wir aus Sicht der Geschäftsführung im Berichtsjahr ein positives Ergebnis in einem insgesamt schwierigen konjunkturellen Umfeld erzielt. 3. Lage Vermögenslage Durch den starken Preisverfall und den leichten Volumenrückgang unseres operativen Geschäftes ist auch die Bilanzsumme auf nunmehr T€ 5.990 (Vorjahr T€ 9.147) gesunken. Anteil daran hatten u.a. die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Palettenforderungen und -verbindlichkeiten sowie korrespondierend die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Das Eigenkapital hat sich ausschüttungsbedingt auf T€ 1.931 verringert (Vorjahr T€ 4.112). Die Eigenkapitalquote beläuft sich somit auf 32,2 % nach 45,0 % im Vorjahr. Das Unternehmen nimmt nach wie vor kein Fremdkapital in Anspruch, was die stabile Lage bestätigt und die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Geschäftsmodells, auch bei zukünftigem Wachstum untermauert. Eingangsrechnungen werden regelmäßig vor Fälligkeit beglichen, während auf der Kundenseite übliche Zahlungsziele gewährt und genutzt werden. Als Folge dessen betragen die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung zum Bilanzstichtag T€ 450, während die Forderungen aus Lieferung und Leistung mit T€ 1.132 in der Bilanz zum 31.12.2023 stehen. Als weiteres Stabilitätsmerkmal übersteigen die Palettenforderungen anhaltend die entsprechenden -verbindlichkeiten. Finanzlage Die Finanzlage ist geprägt durch Bankguthaben in Höhe von T€ 1.515 ohne bestehende Bankverbindlichkeiten. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein um rund T€ 840 geringerer Wert. Aufgrund der Höhe der liquiden Mittel und des positiven Cash-Flows bestehen keine Finanzierungsengpässe. Es ergibt sich hierzu nachfolgende vereinfachte operative Cash-Flow-Rechnung.
Ertragslage Der ausgewiesene Umsatz beträgt T€ 24.313 (Vorjahr T€ 48.157), so dass im Geschäftsjahr ein Umsatzrückgang von 50 % zu verzeichnen ist, welcher maßgeblich auf das veränderte Preisniveau der Europalette zurückzuführen ist. Der Materialaufwand ist daher in 2023 ebenso in vergleichbarer Höhe zurückgegangen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Das im Geschäftsverlauf erzielte EBITDA beträgt im Geschäftsjahr 2023 T€ 1.269 (Vorjahr T€ 2.375). III. Prognosebericht Angesichts der beschriebenen wirtschaftlichen Gesamtlage und der daraus resultierenden gedämpften allgemeinen Gesamtnachfrage, ist die künftige Geschäftspolitik weiterhin auf den Gewinn zusätzlicher Marktanteile bei Europaletten und weiterer Marktanteile im digitalisierten Ladungsträgermanagement ausgerichtet. Im Bereich der Digitalisierung von Ladungsträgermanagementprozesse von Großverwendern der Europalette im offenen Tauschpool sehen wir das erwartete Wachstumspotential. Im Ausbau unseres Dienstleistungsangebots für die Europalette sehen wir zukünftig zusätzliche Wachstumsimpulse. Die Weiterentwicklung und der Ausbau, um unsere Online-Plattform für immer mehr Verwender im Sinne der Effizienzgewinne nutzbar zu machen, werden ausgebaut. So sollen weitere Kundenbeziehungen geschlossen und ausgebaut, sowie weitere Grundlagen für ein digitales Ladungsträgermanagement von Seiten der Marktteilnehmer gelegt werden. Auch für Geschäfte mit weiteren Ladungsträgerarten sehen wir perspektivisch gute Marktchancen. Vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Gesamtlage - vor allem in Deutschland - und der daraus resultierenden geringen Nachfrage und des allgemeinen Preisniveaus, erwarten wir ein EBITDA auf deutlich niedrigerem Niveau. IV. Chancen- und Risikobericht Die vergangenen drei Krisenjahre und die daraus resultierenden Entwicklungen, maßgeblich durch stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise beeinflusst, haben zunächst Chancen durch hohe Marktpreisveränderungen ergeben. Die Preisentwicklung im Bereich der Holzpaletten hat sich im Verlauf des Jahres 2023 jedoch normalisiert. Aus dieser Entwicklung ergibt sich ein neutrales Bild, welches weder durch überdurchschnittliche Chancen oder Risiken gezeichnet ist. 1. Risikobericht Allgemeine branchenspezifische Risiken Wirtschaftsforschungsinstitute sagen für Deutschland (Quelle: Bundesregierung gem. Statista.com Feb.2024) 0,2 % Wirtschaftswachstum für 2024 voraus. Die Unsicherheit in Bezug auf die wirkliche wirtschaftliche Erholung könnte das Konsumklima auch weiterhin belasten. Damit einhergehende geringe verbrauchte Konsumgüter und damit auch der benötigten Ladungsträgermengen, könnten zu einer geringeren Umsatz- und Ergebniserholung führen. Ertragsbezogene Risiken Wir sehen in unserer Dienstleistung für die Verwender Kosten- und Wettbewerbsvorteile. Dennoch haben die extremen Preisentwicklungen der letzten Jahre eine gestiegene Preissensibilität bei den Verwendern zur Folge. Drüber hinaus wurden Überkapazitäten geschaffen, die die Wettbewerbssituation für die Hersteller von Holzpaletten und Anbieter von Ladungsträgerdienstleistungen verschärft hat. Die Gewinnung weiterer Marktanteile könnte mit sprungfixen Zusatzkosten verbunden sein. Finanzwirtschaftliche Risiken Wachstum in den bisherigen Geschäftsbereichen lässt sich ceteris paribus ohne nennenswerte erforderliche Finanzierungsmittel gestalten. Erkenntnisse darauf, dass sich dies ändern könnte, haben wir derzeit nicht. Gleichwohl können neue Geschäftsbereiche andere Erfordernisse - auch in puncto Finanzierung - mit sich bringen. Die dafür ausreichende eigene Bonität und die Möglichkeit, Finanzierungskosten in die Kalkulation der Leistungen in neuen Geschäftsbereichen einzupreisen, lassen das Risiko in den Hintergrund treten. 2. Chancenbericht Wir sehen für unser Geschäftsmodell in 2024 und darüber hinaus weiterhin sehr gute Marktchancen. Mit Einsetzen einer klaren konjunkturellen Belebung und der sukzessive abnehmenden Überverfügbarkeiten, darüber hinaus Spielraum für zusätzliches Wachstum unserer Gesellschaft. Die Erfordernis unserer Kunden, Effizienzverbesserungen zu erreichen, um gestiegenen Personal-, Energie- und Investitionskosten zu begegnen, wird die Digitalisierungstendenz eher noch verstärken. 3. Gesamtaussage Wir sehen für 2024 und die Folgejahre die Rückkehr zu einer Geschäftsausweitung im angestammten Marktsegment und perspektivisch auch darüber hinaus. Die durch die Corona und Ukraine Krisen begründeten Preisextreme sind vorerst vorbei und das neue/alte Preisniveau begründet letztlich auch die Rückkehr zu marktüblichen Margen. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Banken. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Ausfälle bleiben in einem sehr überschaubaren Rahmen; mit vielen Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Das Unternehmen finanziert sich aus Eigenkapital und dem eigenen Cash Flow. Kurz-, mittel- und langfristige Kredite, z.B. von Banken, werden nicht in Anspruch genommen. Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist, die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jedweder Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. VI. Forschung und Entwicklung Mit dem selbstentwickelten inter.PAL - Online-Portal unterstützen wir Unternehmensprozesse und bieten eine Abwicklungs- und Informationsfunktion für die inter.PAL - Verwender. Die responsive Plattform konnte auch in 2023 mit weiteren Features ausgebaut werden. Ziel ist es, durch intensive, fortlaufende Weiterentwicklung den Technologievorsprung zu halten und für Zwecke des Ladungsträgermanagements der relevante Partner für Unternehmen, Institutionen und Plattformen in der europaweiten Logistik zu sein, um die Weiterentwicklung der Branche zu unterstützen.
Möhnesee, 08.04.2024 gez. Robert Oevermann, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Die Firma ist beim Amtsgericht Arnsberg unter der Nr. HRB 12376 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Möhnesee. Der Jahresabschluss der inter.PAL GmbH wurde auf der Grundlage der für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie der Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen des § 276 HGB und § 288 HGB wurden zutreffend in Anspruch genommen. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden unter Inanspruchnahme des HGB-Wahlrechtes nach § 248 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibung wird über eine Laufzeit von 7 Jahren linear vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,-- wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Der Anlagespiegel liegt dem Anhang als Anlage bei. Forderungen und Wertpapiere wurden mit dem Nennwert bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3 % auf die Nettoforderungen Rechnung getragen. Ladungsträgerkonten werden unter Beachtung des Saldierungsverbotes (§ 246 Abs. 2 Satz 1 HGB) getrennt nach Forderungen (Sachdarlehensforderungen) und Verbindlichkeiten (Sachdarlehensverbindlichkeiten) ausgewiesen. Da die Sachdarlehensforderungen wie auch die Sachdarlehensverbindlichkeiten gemäß § 608 Abs. 2 BGB stets dieselbe Fälligkeit besitzen, erfolgt im vorliegenden Jahresabschluss in Anlehnung an IDW RS HFA 34 (Einzelfragen zur handelsrechtlichen Bilanzierung von Verbindlichkeitsrückstellungen) sowie IDW RS HFA 35 (Handelsrechtliche Bilanzierung von Bewertungseinheiten) aufgrund historisch gestreuter Zugangswerte eine kompensatorische Bewertung mit einem einheitlichen Verrechnungspreis. Die Bewertung dessen erfolgt grundsätzlich zum Zugangswert unter Berücksichtigung der Altersstruktur der entsprechenden Zugangswerte der Sachdarlehensforderungen und -verbindlichkeiten sowie dem aktuell beizulegenden Marktwert. Die kompensatorische Bewertung erfolgt nur insoweit, wie die aus den Sachdarlehensverbindlichkeiten geschuldeten Mengen die aus den Sachdarlehensforderungen zu erhaltenden Mengen von Ladungsträgern nicht übersteigen. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die passiven Rechnungsabgrenzungspo sten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen wurden gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Verbindlichkeiten wurden gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB zum Erfüllungsbetrag angesetzt. In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 96.468,89 (im Vorjahr EUR 1.419,82) enthalten. 3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge i. S. § 268 Abs. 8 HGB beträgt EUR 108.451,15 (Bilanzposten der selbstgeschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlicher Rechte und Werte in Höhe von EUR 126.216,00 zuzüglich des Bilanzpostens der aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 19.162,95 abzüglich des Bilanzpostens passiver latenter Steuern in Höhe von 36.927,80). Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die ausgewiesenen Verbindlichkeiten und sonstigen Verbindlichkeiten haben insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Sachdarlehensforderungen aus Ladungsträgerkonten in Höhe von EUR 2.965.875,00 (Vorjahr: EUR 3.588.064,00). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Sachdarlehensverbindlichkeiten aus Ladungs- trägerkonten in Höhe von EUR 2.771.197,00 (Vorjahr: EUR 2.874.320,00). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten und ausstehende Rechnungen. Latente Steuern Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung gem. § 249 HGB in Höhe von EUR 62.706,00 ergeben sich gem. § 274 HBG aktive Steuerlatenzen von EUR 19.162,95. Aufgrund der bereits vorliegenden passiven Latenzen waren diese grundsätzlich in die Betrachtung einzubeziehen. Aufgrund der handelsrechtlichen Aktivierung selbst erstellter, immaterieller Vermögensgegenstände, bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die sich daraus ergebende Steuerbelastung in Höhe von EUR 36.927,80 ist gemäß § 274 HGB in der Bilanz als "passive latente Steuern" angesetzt worden. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von rd. 30,60 %. 4. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind (Miet- bzw. Leasingverpflichtungen) beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 277 TEUR (Vorjahr TEUR 371). Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestand ein Haftungsverhältnis aus einer Bürgschaft für die Mehrheitsgesellschafterin über TEUR 4.000. Aufgrund der gegenwärtige Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten schätzen wir die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme des vorgenannten Haftungsverhältnisses als gering ein. Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Geschäftsführer: Markus Kirchhoff (bis 31.10.2023) ausgeübter Beruf: Kaufmanm Robert Oevermann (ab 01.11.2023) ausgeübter Beruf: Kaufmanm Kai Elsermann (ab 01.11.2023 bis 15.03.2024) ausgeübter Beruf: Kaufmanm Die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unterlassen, da von der Befreiungsvorschrift gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht wird. Mitarbeiterzahl Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 15. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte.
Möhnesee, den 08.04.2024 Robert Oevermann, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die inter.PAL GmbH, Möhnesee Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der inter.PAL GmbH, Möhnesee, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der inter.PAL GmbH, Möhnesee, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Dortmund, 8. April 2024 audalis
Treuhand GmbH
durch Andreas Beyer, Wirtschaftsprüfer Kristian Suur-Nuuja, Wirtschaftsprüfer |
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