Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 215544
Vorher
BalaBit IT Security Deutschland GmbH
Eingetragen
12.4.2007
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Unternehmens- und EDV-Beratung ohne Rechts- und Steuerberatung, Entwicklung und der Vertrieb von Software und Hardware, Datenverarbeitung und Erstellung sowie Betrieb von Datenbanken

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Todd Kristofer Hanna
seit 21.10.2025
Geschäftsführer
Matthias Bauer
seit 19.11.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
One Identity Software International Designated Activity CompanyIRL
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
One Identity Software International Designated Activity Company
Ireland
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

One Identity GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2023 bis zum 31.01.2024

Bilanz zum 31. Januar 2024

AKTIVA

31.01.2024 31.01.2023
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.097.788,35 262.227,33
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 160.000,00 160.000,00
1.257.788,35 422.227,33
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.030.774,74 3.487.369,04
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.896.975,82 2.607.693,26
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 599.887,38 1.355.765,00
8.527.637,94 7.450.827,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 115.563,95 0,00
9.900.990,24 7.873.054,63

PASSIVA

31.01.2024 31.01.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 225.000,00 225.000,00
II. Gewinnvortrag 5.889.698,53 4.751.403,53
III. Jahresüberschuss 947.913,04 1.138.295,00
7.062.611,57 6.114.698,53
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 136.191,17
2. Sonstige Rückstellungen 2.240.001,14 1.005.871,68
2.240.001,14 1.142.062,85
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 226.392,52 214.848,24
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 70.544,85
3. Sonstige Verbindlichkeiten 371.985,01 330.900,16
- davon aus Steuern: € 371.985,01 ; Vorjahr: € 330.900,16
598.377,53 616.293,25
9.900.990,24 7.873.054,63

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024

01.02.2023 - 31.01.2024 01.02.2022 - 31.01.2023
1. Umsatzerlöse 18.467.776,07 14.949.169,59
2. Sonstige betriebliche Erträge 20.695,63 192.948,83
- davon Erträge aus Währungsumrechnung: € 20.695,63 (Vorjahr: € 0,00)
3. Personalaufwand -11.054.909,46 -9.775.432,38
a) Löhne und Gehälter -10.133.979,13 -8.952.006,91
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -920.930,33 -823.425,47
4. Abschreibungen auf Sachanlagen -127.070,92 -44.588,53
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.464.465,06 -3.680.375,59
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: € 0,00 (Vorjahr: € 76.218,42) -
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -3.699,59
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -894.113,22 -499.727,33
8. Ergebnis nach Steuern =
9. Jahresüberschuss 947.913,04 1.138.295,00

Anhang zum Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024 der One Identity GmbH mit Sitz in Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg (Berlin) unter HRB 215544, ist unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt.

Zur Klarheit der Darstellung wurden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben erläuternde Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang enthalten sein können, im Anhang gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde Gebrauch gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung sowie abzüglich notwendiger außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die geschätzte betriebsübliche Nutzungsdauer betrug je nach Anlagegegenstand zwischen 1 und 7 Jahren. Es haben sich keine Anhaltspunkte ergeben, dass die gewählten Nutzungsdauern von den betriebsindividuellen Nutzungsdauern deutlich abweichen.

Die Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei voraussichtlich nur vorübergehenden Wertminderungen werden keine Abschreibungen auf den Buchwert vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen betrifft die Anteile an der One Identity Hungary Kft, Budapest, Ungarn. Sie sind im Berichtsjahr mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Bei den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 wurde ein Sammelposten mit einem Abschreibungszeitraum von fünf Jahren gebildet. Bei den geringwertigen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 ist von der steuerlichen Vereinfachungsregelung durch Sofortabschreibung im Jahr des Zugangs Gebrauch gemacht worden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen angemessen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Vom Wahlrecht zum Ansatz des Überhangs aktiver latenter Steuern aufgrund von Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Rückstellungen wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die hätten abgezinst werden müssen, liegen zum 31. Januar 2024 wie im Vorjahr nicht vor.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

III. Erläuterungen von Posten der Bilanz

1. Sachanlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen im Geschäftsjahr wird im als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Von den sonstigen Vermögensgegenstände weisen TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin sind unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen und betragen EUR 6 Mio. (Vorjahr EUR 3,5 Mio.). Sie betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Dienstleistungen.

3. Eigenkapital

Die Gesellschaft verfügt über ein vollständig eingezahltes Stammkapital in Höhe von TEUR 225.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Abfindungen (EUR 1 Mio.; Vorjahr: EUR 0 Mio.), Provisionszahlungen (EUR 0,3 Mio.; Vorjahr: EUR 0,3 Mio.), Rückstellungen für Bonuszahlungen (EUR 0,3 Mio.; Vorjahr: EUR 0,3 Mio.) und Rückstellungen für Resturlaubsansprüche (EUR 0,1 Mio.; Vorjahr: EUR 0,04 Mio.) zusammen.

5. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.Die Verbindlichkeiten waren nicht durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrafen im Vorjahr den laufenden Verrechnungsverkehr mit der Gesellschafterin.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 372 (Vorjahr: TEUR 331).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden wie folgt gegliedert:

Feb. 2023 - Jan. 2024 Feb.2022 - Jan.2023
EUR EUR
Consulting 6,7 Mio. 4,4 Mio.
R&D 5,7 Mio. 4,9 Mio.
Provisionsvertreter-Dienstleistungen 6,0 Mio. 5,5 Mio.
Lizenzen & Support 0,0 Mio. 0,1 Mio.
Summe 18,4 Mio. 14,9 Mio.

Wie im Vorjahr fielen sämtliche Umsatzerlöse und Dienstleistungen in Deutschland an. Bei den oben dargelegten Umsatzerlösen handelt es sich - bis auf Lizenzen & Support - ausschließlich um Umsatzerlöse aus konzerninternen Dienstleistungen.

2. Personalaufwand

Gliederung des Personalaufwands nach § 275 Abs. 2 HGB

Feb. 2023 - Jan. 2024 Feb. 2022 - Jan. 2023
EUR EUR
Gehälter 10,1 Mio. 9,0 Mio.
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 0,9 Mio. 0,8 Mio.
Summe 11 Mio. 9,8 Mio.

3. Steueraufwand

Der angefallene Steueraufwand betrifft das Geschäftsjahr 2023/2024. Außerdem sind TEUR 325 resultierend aus Kontenbereinigungen aus früheren Perioden angefallen.

Aktive latente Steuern wurden gemäß dem bilanzorientierten Temporary-Konzept auf temporäre Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz berechnet. Es fielen keine latenten Steuerverbindlichkeiten aufgrund von Abweichungen zwischen der Handels- und Steuerbilanz an. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß § 274 HGB wurde der resultierende Überhang auf der Vermögensseite nicht ausgewiesen.

Zum Geschäftsjahresende wurden keine steuerlichen Verluste vorgetragen.

4. Außergewöhnliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 1.029 betreffend die Zuführung zu Rückstellungen für Abfindungen enthalten. Zudem wird auf die Ausführung im Abschnitt "IV. 5. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge" verwiesen.

5. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Periodenfremde Erträge sind im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen.

Im Berichtsjahr sind TEUR 325 Steueraufwendungen resultierend aus Kontenbereinigungen in Verbindung mit Steuererstattungsansprüchen aus früheren Perioden angefallen. Diese waren unter den sonstigen Vermögensgegenständen und Forderungen ausgewiesen. Die Aufwendungen stellen sowohl außergewöhnliche Aufwendungen im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB als auch periodenfremde Aufwendungen im Sinne des § 285 Nr. 32 HGB dar.

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt TEUR 877 (Vorjahr: TEUR 1.125). Sie betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit unterschiedlichen Vertragslaufzeiten.

2. Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 84 (Vorjahr: 81).

Abteilung 2023/2024 2022/2023
PSO 15 15
Sales 22 19
R&D 47 47
Summe 84 81

3. Haftungsverhältnisse und andere finanzielle Verpflichtungen

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse bestanden wie im Vorjahr nicht.

4. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Bradley Haque, Seattle, Washington, USA, Senior Vice President Legal und General Counsel

Matthias Bauer, Berlin, Softwareingenieur

Die Angabe der Bezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

5. Gesellschafter

Alleinige Gesellschafterin ist die One Identity Software International DAC, Dublin, Irland.

Die Aufstellung und Offenlegung des Konzernabschlusses im Sinne des § 285 Nr. 14a HGB für den kleinsten Kreis von Unternehmen erfolgt durch die One Identity Software International DAC, Dublin, Irland. Der Konzernabschluss ist erhältlich unter der Adresse Companies Registration Office, Bloom House, Gloucester Place Lower, Dublin 1. Oberste Muttergesellschaft ist die Odyssey Intermediate Investment Holdings LLC .

Der Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen wurde von der Odyssey Intermediate Investment Holdings LLC , zum Bilanzstichtag erstellt. Der Konzernabschluss ist erhältlich unter der Adresse Clearlake Capital Group LP, 233 Wilshire Blvd, Suite 800, Santa Monica CA.

6. Besitz von Anteilen

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr an der One Identity Hungary Kft, Budapest, Ungarn zu 93,98% am Kapital beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt THUF 1.526 (TEUR 3.976) und das Ergebnis des Geschäftsjahres beläuft sich auf THUF 111 (TEUR 290). Die Umrechnung der Beträge in Euro erfolgt für das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs, für das Ergebnis des Geschäftsjahres mit dem Durchschnittskurs.

7. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 948 auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Gesellschafterversammlung fasste am 29. Februar 2024 den Beschluss, den im Jahresabschluss zum 31. Januar 2023 ausgewiesenen Gewinnvortrag von TEUR 4.751 in Höhe von TEUR 2.000 an die Gesellschafterin auszuschütten.

Darüber hinaus sind keine übrigen Ereignisse mitzuteilen.

 

Berlin, 18. Dezember 2024

Bradley Haque

Matthias Bauer

Anlagenspiegel zum 31. Januar 2024

Historische Anschaffungswerte
Stand 31.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.1.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 438.967,71 962.631,94 0,00 1.401.599,65
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 160.000,00 0,00 0,00 160.000,00
598.967,71 962.631,94 0,00 1.561.599,65
Kumulierte Abschreibungen
Stand 31.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.1.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 176.740,38 127.070,92 0,00 303.811,30
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
176.740,38 127.070,92 0,00 303.811,30
Buchwerte
Stand 31.1.2024 31.1.2023
EUR EUR
I. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.097.788,35 262.227,33
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 160.000,00 160.000,00
1.257.788,35 422.227,33

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024

A. Geschäftstätigkeit und Organisationsstruktur

Die One Identity GmbH ("das Unternehmen") ist die deutsche Tochtergesellschaft der One Identity Software International DAC ("OISIDAC") mit Sitz in Dublin, Irland.

Die Hauptniederlassung der Gesellschaft befindet sich in Berlin, mit einer Filiale in Dresden. Die eingetragene Geschäftsanschrift lautet: Fasanenstraße 33, 10719 Berlin.

Die One Identity GmbH ist in den Bereichen Vertriebs- und Marketingdienstleistungen (Selling & Marketing), professionelle Dienstleistungen (Professional Services) sowie Forschung und Entwicklung (Research & Development) für deutsche Kunden im Auftrag der direkten Muttergesellschaft OISIDAC tätig. Die im Berichtsjahr erzielten Umsatzerlöse resultieren nahezu ausschließlich aus diesen Bereichen.

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Geschäftsführung der One Identity GmbH sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern (EBT).

Zu den nicht-finanziellen Kennzahlen zählen die Kompetenzen unserer Mitarbeiter. Das Talentmanagement ist ein integraler Bestandteil des Geschäfts der One Identity GmbH. Die Gesellschaft möchte für Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber sein und fördert sie durch Schulungsprogramme sowie Entwicklungsprogramme für Führungskräfte. Eine weitere nichtfinanzielle Kennzahl ist unsere Innovationstätigkeit. Die Gruppe investiert laufend in Forschung und Entwicklung und wird von den verbundenen Unternehmen eine garantierte Marge für ihre Dienstleistungen erhalten. Die unternehmerische Zielsetzung besteht darin, auf strategische Weise Innovationen zu schaffen, um zu einem führenden Anbieter in der Softwarebranche zu werden.

B. Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf

Der deutsche Softwaremarkt ist nach Großbritannien (18,6%) gefolgt von Frankreich (13,6%) mit einem Marktanteil von etwa 25% der größte innerhalb Europas. Dies wird sich so bald nicht ändern, da der aktuelle Wachstumstrend auch in 2024 anhalten wird. Daher liegt der Fokus analog zum Vorjahr weiterhin auf dem Einsatz von Software zur Optimierung der bestehenden Hardware-Infrastruktur. Um das Geschäft weiter voranzutreiben und zu erweitern, wird darüber hinaus in die Cloud und vergleichbare Angebote investiert.

(Quelle: https://www.gtai.de/en/invest/industries/digital-economy/software#75630)

Die One Identity GmbH ist im Rahmen eines Provisionsvertretervertrags tätig. In dieser Funktion übernimmt die One Identity GmbH Marketing und Verkaufsförderung der Softwareprodukte der Muttergesellschaft One Identity Software International Designated Activity Company, Irland und erbringt Supportleistungen für den Vertrieb und die Kundenakquise, um den Absatz von Produkten und Services der One Identity Software International Designated Activity Company hauptsächlich auf dem deutschen Markt vorzubereiten.

Alle Vertriebs- und Marketingkosten in Zusammenhang mit deutschen Vertriebsaktivitäten werden an OISIDAC weiterbelastet. Die Gesellschaft erhält eine Vergütung auf Provisionsbasis in Höhe von 3 % für jeden Verkauf in Deutschland, der im Jahresabschluss von OISIDAC erfasst wird. Alle Kosten in Zusammenhang mit Forschungs- und Entwicklungskosten werden OISIDAC mit einem Zuschlag von 7% (EUR 5,7 Mio.) und alle Kosten in Zusammenhang mit freiberuflichen Dienstleistungen werden OISIDAC mit einem Zuschlag von 10 % (EUR 6,7 Mio.) weiterbelastet.

Der durchschnittliche Personalbestand während des Geschäftsjahres 2023 /2024 lag bei 84 Mitarbeitern. Im Vorjahr lag der durchschnittliche Personalbestand bei 81 Mitarbeitern.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 hat die Gesellschaft keine wesentlichen Investitionen in Höhe von T€ 963getätigt.

Diese betreffen hauptsächlich Mietereinbauten.

C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Ende des Geschäftsjahres

Tatsächliche Entwicklung im Vergleich zur Vorjahresprognose

Die prognostizierte Steigerung der Umsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich ist im Geschäftsjahr 2023/2024 mit einer Steigerung um 24% übertroffen worden. Der prognostizierte Anstieg des EBT in derselben Größenordnung ist trotz des Wegfalls des Umsatzes aus technischen Supportleistungen aufgrund von gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen eingetreten.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft kennzeichnen folgende Aspekte:

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Stichtag um EUR 2,0 Mio. auf EUR 9,9 Mio.

Das Anlagevermögen ist im Wesentlichen aufgrund von Mietereinbauten von EUR 0,3 Mio. auf EUR 1,1 Mio. angestiegen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,5 Mio. auf EUR 6 Mio. gestiegen. Diese betreffen fast ausschließlich Forderungen aus Provisionsvertreterverträgen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen EUR 1,9 Mio. und setzen sich insbesondere aus Steuervorauszahlungen zusammen.

Die liquiden Mittel sanken von EUR 1,4 Mio. im Vorjahr auf EUR 0,6 Mio. im Berichtsjahr.

Durch den erzielten Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023/2024 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von EUR 7,1 Mio. aus. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 71,3 %.

Die Gesellschaft unterhält keine Kreditlinien bei Kreditinstituten oder Lieferanten.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen beruht insbesondere auf der Zuführung zu einer Restrukturierungsrückstellung in Höhe von EUR 1 Mio.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weisen ein im Vergleich zum Vorjahr konstantes Niveau in Höhe von EUR 0,2 Mio. auf.

Der Bestand an flüssigen Mitteln hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag durch die Investitionen in das Anlagevermögen sowie den Aufbau der Forderungen verringert. Gegenläufig haben sich die Erhöhungen von Rückstellungen ausgewirkt. Im übrigen konnte der Liquiditätsbedarf aus dem operativen Cashflow des Unternehmens gedeckt werden.

Ertragslage

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Umsatzerlöse von EUR 14,9 Mio. auf EUR 18,5 Mio. erhöht. Dazu beigetragen haben insbesondere die Umsatzerlöse aus "Consulting" mit einer Erhöhung um EUR 2,3 Mio. Durch den Personalaufbau erhöhten sich auch die Aufwendungen der Gesellschaft, wodurch eine höhere Provisionsvergütung erzielt wurde.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich von EUR 0,2 Mio. auf EUR 0,02 Mio.

Die Personalaufwendungen stiegen um EUR 1,3 Mio. auf EUR 11 Mio. Diese Entwicklung ist neben der höheren durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl (84 Mitarbeiter; Vorjahr: 81 Mitarbeiter) auf gestiegene umsatzabhängige Personalaufwendungen zurückzuführen.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Anstieg in Höhe von EUR 1,8 Mio. auf EUR 5,5 Mio. zu verzeichnen. Dieser resultiert insbesondere aus der Zuführung zur Restrukturierungsrückstellung in Höhe von EUR 1 Mio. Zudem sind die Aufwendungen für Beratungsleistungen im Vergleich zum Vorjahr um etwa EUR 0,8 Mio. gestiegen.

Gesamtaussage

Die Geschäftsführung schätzt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens insgesamt als stabil ein und rechnet mit einer positiven Entwicklung, die durch mehrere Schlüsselfaktoren untermauert wird.

Umsatzwachstum

Im Geschäftsjahr sind die Umsatzerlöse aufgrund der im Abschnitt "Ertragslage" beschriebenen Erhöhung der Aufwendungen, die an OISIDAC weiterbelastet werden, gestiegen. Insgesamt weist die One Identity GmbH ein stetiges Umsatzwachstum auf, welches eine hohe Marktnachfrage nach den angebotenen Produkten und Dienstleistungen impliziert. Dieser Wachstumstrend ist vielversprechend und lässt auf effektive Vertriebs- und Kundenbindungsstrategien schließen.

Profitabilität

Das EBT ist trotz der zuvor beschrieben Kostenentwicklung im Geschäftsjahr insgesamt gestiegen. Es können nachhaltige Gewinnmargen erzielt und operationelle Effizienzen gehoben werden. Die Fähigkeit, trotz gesamtwirtschaftlicher Schwankungen, die Rentabilität aufrechtzuerhalten, unterstreicht die strengen Maßnahmen zur Kostenkontrolle sowie den Wettbewerbsvorteil.

Liquidität und Cashflow

Das Unternehmen verfügt über eine insgesamt stabile Liquidität. Der positive operative Cashflow weist darauf hin, dass die One Identity GmbH in der Lage ist, kurzfristige Verpflichtungen zu erfüllen und in Wachstumschancen zu investieren.

Marktposition

Die Positionierung von One Idenity GmbH ist in ihrer Branche und Ihre Fähigkeit, sich an ändernde Verbraucherpräferenzen oder externe Schocks anzupassen, ist ein entscheidender Faktor für die Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Lage.

D. Prognose, Chancen- und Risikobericht

Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

Die One Identity GmbH ist ein Anbieter von Cloud-Diensten und im Zuge der gestiegenen Nachfrage nach Cloud-Diensten ist zu erwarten, dass das Unternehmen auch in Zukunft profitabel sein wird. Darüber hinaus trägt das Provisionsvertretermodell zur zukünftigen Profitabilität der Gesellschaft bei. Diese resultiert insbesondere aus den Leistungen im Vertrieb und der Kundenakquise, die auf dem deutschen Markt für die One Identity Software International DAC erbracht werden.

Risiken und Unsicherheiten

Die primäre Tätigkeit der Gesellschaft als Vertriebshändler für OISIDAC ist mit begrenzten Risiken verbunden.

Die Ergebnisentwicklung ist abhängig von der Fähigkeit der Gesellschaft zur effektiven Steuerung der Betriebskosten sowie der im Auftrag von OISIDAC erwirtschafteten Umsatzerlöse.

Marktrisiken

Marktbedingungen

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind in hohem Maße abhängig von der Nachfrage nach den Computerprodukten der direkten Muttergesellschaft One Identity Software International DAC. Die Nachfrage schwankt in Abhängigkeit von der Art des Produkts und den üblichen Nachfragetreibern für IT-Lösungen (u.a. allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Volatilität, Zinssätze, Unternehmens-/Verbrauchervertrauen, Arbeitslosigkeit, Bevölkerungswachstum). Die Gesellschaft ist ein Mitglied der Odyssey Intermediate Investment Holdings LLC Group. Die Geschäftsstrategie des Konzerns basiert auf der Bereitstellung von End-to-End-Lösungen zur Deckung entsprechender Kundenbedürfnisse. Dabei handelt es sich um eine wesentliche Säule des Risikominderungskonzepts der Gesellschaft.

Informationstechnologie und Geschäftskontinuität

Die Gesellschaft nutzt IT- und -Entscheidungsunterstützungssysteme für die Bereitstellung von wesentlichen Dienstleistungen, Kontrollverfahren und im Rahmen des Finanzmanagements. Diese Systeme werden regelmäßig geprüft und aktualisiert, um sie entsprechend an die Bedürfnisse der Gesellschaft anpassen zu können. Die Geschäftskontinuitäts- und Notfallwiederherstellungsplanung unterliegt regelmäßigen Prüfungen und Tests, um eine ausreichende Mittelausstattung und ein angemessen stabiles Geschäftsumfeld zu gewährleisten. Dies umfasst auch präventive Maßnahmen gegen Cyberkriminalität.

Personal

Das Mitarbeiter-, Team- und Talentmanagement ist ein integraler Bestandteil des Geschäfts der One Identity GmbH und entscheidend für eine positive Geschäftsentwicklung. In der Branche herrscht ein intensiver Wettbewerb um Mitarbeitende. Die Gesellschaft gewinnt und bindet Mitarbeitende durch die Schaffung von kontinuierlichen Aufstiegs- und Schulungsmöglichkeiten sowie durch die laufende Ermittlung von aufstrebenden Führungskräften innerhalb der Gesellschaft, insbesondere durch Talentmanagement-Initiativen und Rekrutierungsprogramme an Hochschulen.

Finanzielle Risiken

Kreditrisiken

Zu den Haupttätigkeiten der Gesellschaft zählt der Vertrieb von Softwareprodukten im Rahmen einer Operating-Margin-Vereinbarung mit der One Identity Software International DAC (direkte Muttergesellschaft). Gemäß dieser Vereinbarung liegt das Eigentum an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch den Vertrieb dieser Produkte sowie alle damit verbundenen Risiken bei der One Identity Software International DAC.

Zins- und Liquiditätsrisiken

Aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft als Vertriebs- und Marketingunternehmen sowie konzerninterner Kreditvereinbarungen ist die Gesellschaft keinen wesentlichen Zins- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden ebenfalls frühzeitig durch die Liquiditätsplanung erkannt. Risiken hieraus sind ebenso wie Fremdwährungsrisiken nur von untergeordneter Bedeutung.

Besteuerung

Die Gesellschaft ist Änderungen der deutschen Steuersätze oder der einschlägigen Rechtsprechung ausgesetzt, die zu einer Erhöhung des effektiven Steuersatzes der Gesellschaft führen können.

Die Gesamtbewertung der Risikolage führt zu dem Ergebnis, dass keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken erkennbar sind.

Geschäftschancen

Die Gesellschaft wird voraussichtlich auch in Zukunft weiter profitabel sein. Wichtige Schwerpunkte sollen dabei auf der Steuerung der betrieblichen Aufwendungen sowie der Erfüllung von Vertriebszielen liegen, um eine Steigerung der Umsatzerlöse zu erreichen.

Mit Blick auf die Zukunft ist davon auszugehen, dass die Gesellschaft weiterhin Umsatzerlöse aus Vertriebs- und technischen Supportleistungen, professionellen Dienstleistungen sowie Forschung- und Entwicklungsaktivitäten erzielen wird.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird eine Steigerung der Umsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich erwartet. Aufgrund der Provisionsvertretervereinbarung gehen wir davon aus, dass sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) in derselben Größenordnung wie die Umsatzerlöse erhöhen wird.

 

Berlin, 18. Dezember 2024

Bradley Haque

Matthias Bauer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die One Identity GmbH, Berlin

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der One Identity GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der One Identity GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, 18. Dezember 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Rosien, Wirtschaftsprüfer

Sinning, Wirtschaftsprüfer

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