AVL Schrick Performance Components GmbH

Walter-Freitag-Straße 19, 42899 Remscheid, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 12325
Vorher
Dr. Schrick Holding GmbH
Eingetragen
27.8.2003
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung von Personenkraftwagen und Personenkraftwagenmotoren
Gegenstand
Die Herstellung und Bearbeitung sowie der Vertrieb von mechanischen Bauteilen und Systemen unterschiedlicher Materialien für Fahrwerks-, Verbrenner-, Elektro- und Wasserstoffmotoren sowie sonstige Antriebskonzepte und andere Komponenten insbesondere in der Automobilindustrie und Schwerlastbereichen der Industrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bernd Martin Watermann
seit 12.10.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AVL List GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.200 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AVL Schrick Performance Components GmbH

Remscheid

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht

1. Vorstellung des Unternehmens

Die AVL Schrick Performance Components GmbH ist spezialisiert auf die zerspanende Fertigung komplizierter, hochpräziser Komponenten, insbesondere für die Automobilindustrie und deren Entwicklungsumfeld. Mit über 50 Jahren Erfahrung in der Produktion von Nockenwellen und umfassender Expertise in der Fräsbearbeitung von Komponenten für elektrische Motoren wie Gehäuse und Statoren unterstützt die AVL Schrick Performance Components die Entwicklung der Mobilität der Zukunft. Zu den Kunden gehören Unternehmen aus den Bereichen Hypercar, Automotive-OEMs, die Industrie sowie der Racing- und Tuningmarkt. Der Schwerpunkt liegt auf der flexiblen Fertigung anspruchsvoller Prototypen, Einzelteile und Kleinserien. Im Jahr 2002 wurde das Unternehmen in den AVL-Konzern integriert, welcher als weltweit größter unabhängiger Anbieter für die Entwicklung von Antriebssystemen mit Verbrennungsmotoren und alternativen Antriebskonzepten, Simulationssoftware und - methoden sowie Mess- und Prüftechnik tätig ist. Die AVL-Gruppe besteht derzeit aus über 45 Niederlassungen und ist mit mehr als 12.000 Mitarbeitern in über 20 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertreten. Die AVL Schrick Performance Components war bis zum 31.12.2022 als Fertigung ein Geschäftsbereich der AVL Schrick GmbH. Seit dem 1.1.2023 sind beide Gesellschaften eigenständig. Der AVL-Konzern gehört zu den führenden Unternehmen im Bereich der E-Mobilität. Die AVL Schrick Performance Components GmbH nutzt das weltweite Know-how der Gruppe und fertigt Bauteile für Testsysteme oder Vorserien für die Aktivitäten der Gruppe.

1.1. Entwicklung der Automobilbranche (OEM)

Der weltweite Automobilabsatz stieg 2024 um 0,8%, bleibt jedoch 4% unter dem Niveau von 2019. In Deutschland wurden 2024 insgesamt 2,8 Millionen neue PKWs zugelassen, was einem Rückgang von 1% gegenüber dem Vorjahr und 21% gegenüber 2019 entspricht (laut VDA). Gründe für die niedrigeren Verkaufszahlen im Vergleich zu 2019 sind:

• hohe Endverkaufspreise,

• schwindende Kaufkraft durch hohe Inflation,

• geopolitische Disruptionen (Ukraine und Russland),

• reduzierte Förderung von Elektrofahrzeugen (27,4% weniger BEVZulassungen).

• Allgemeine Verunsicherung der Konsumenten 2024 schwächte sich der Trend zur E-Mobilität in Deutschland ab. Der BEV-Marktanteil sank auf 13,5%. Steigende Zinsen und rückläufige Förderungen trafen auf ein fehlendes Angebot an günstigen BEVs.

1.2. Entwicklung der Hypercar Branche

Im Jahr 2024 erzielte der globale Markt einen Umsatz von ungefähr 25 Milliarden USD und verzeichnete in den letzten zehn Jahren ein kontinuierliches Wachstum. Aufgrund einer steigenden Anzahl Menschen mit großen Vermögen und des damit verbundenen wachsenden Marktpotentials wird eine Fortsetzung dieses Trends erwartet. Prognosen gehen von einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 31,27 % von 2025 bis 2034 aus. 1 Die Prognosen der verfügbaren Studien schwanken stark. Es herrscht aber Einigkeit darüber, dass dieser Markt stark wächst. Obwohl viele Hypercars weiterhin mit fossilen Verbrennungsmotoren betrieben werden, nimmt die Anzahl der Fahrzeuge mit Hybridantrieben zu und erste vollelektrische Fahrzeuge (BEVs) werden angeboten. Die markenspezifischen Verbrennungsmotoren gelten aber als Differenzierungsmerkmal in diesem Markt, weshalb es möglich ist, dass Verbrennungsmotoren - gegebenenfalls mit E-Fuels - hier länger beibehalten werden als im konventionellen PKW-Markt. Langfristig wird jedoch eine vergleichbare Entwicklung hin zu Hybrid- und Elektroantrieben erwartet. Wesentlichen Einfluss werden die politischen Rahmenbedingungen haben. Daher sehen wir weiterhin Potenzial für die Belieferung der Kunden mit Bauteilen aller Antriebskonzepte mit Serienprodukten sowie für die Unterstützung der Entwicklungsaktivitäten unserer Hypercar-Kunden mit Prototypen für Testzwecke neuer Antriebsstränge.

1.3. Entwicklung Racing

In den letzten Jahren wurde der Rennsport kontrovers diskutiert, wobei die gesellschaftliche Akzeptanz von Motorsport aufgrund steigender Nachhaltigkeitsaspekte zurückgegangen zu sein scheint. Daher wurden zunehmend bestehende Rennserien teil elektrifiziert oder neue Formate eingeführt. Die Umsatzentwicklung des Marktes zeigt sich jedoch weitgehend unbeeindruckt von diesen Veränderungen. Auch die Verschlechterung der Gesamtwirtschaft und die angespannte Lage der Automobilindustrie haben bislang keinen negativen Einfluss auf das Segment Racing gezeigt. Unabhängig von der Quelle variieren die quantitativen Einschätzungen des Marktes, jedoch prognostizieren alle ein Wachstum. Für die AVL Schrick Performance Components GmbH bedeutet dies eine ähnliche Marktentwicklung wie im HypercarSegment. Im Gegensatz zum konventionellen PKW-Bereich finden im Racing weiterhin Entwicklungen an Verbrennungsmotoren statt, die Bauteilbedarfe erzeugen. Wir verzeichnen bei unseren Racing Kunden Bedarfe an Prototypen und Kleinserien sowohl im klassischen ICE- als auch im BEV- und Hybridsegment. Derzeit erweitern wir unser Portfolio im Racing auf Komponenten außerhalb des Antriebsstrangs.

1.4. Entwicklung Tuning

Bereinigt man den Tuning Markt um positive Effekte durch die Corona-Pandemie, so zeigt er sich in den letzten Jahren stabil. Die Produkte der AVL Schrick Performance Components GmbH, wie Nockenwellen, sind für klassische Verbrennungsmotoren gedacht. Da diese Fahrzeuge lange im Markt bleiben, erwarten wir für diese Produkte über Jahre hinweg stabile Verkaufszahlen. Wenn sich OEMs vom After-Sales-Geschäft zurückziehen, könnte dies langfristig positive Effekte haben.

1.5. Entwicklung Industrie

Die Industrie umfasst verschiedene Geschäftsmodelle, Rahmenbedingungen und somit Prognosen. Daher sind keine einheitlichen Aussagen möglich und es ist wichtig die Kunden zu akquirieren, die gut zu unserem Angebot passen und sich entwickelt. Ein Sektor der Industrie ist der Maschinen- und Anlagenbau, der wiederum gut bewertet werden kann. Dieser hat in Deutschland zu Beginn der Corona-Pandemie deutlich an Umsatz verloren, konnte sich bis 2023 mit 262 Milliarden € aber wieder über das Niveau von 2019 von 228,7 Milliarden € steigern2 . Doch die Zahlen lassen ein vermeintlich besseres Bild ableiten, als es angemessen wäre. Denn tatsächlich befindet sich die Umsatzprognose seit zwei Jahren im Abwärtstrend und ist gegenüber der Schätzung aus dem Vorquartal um weitere 1,6 Prozentpunkte gesunken. Personalfreistellungen in dieser Branche bestätigen dies. So niedrig war die Prognose seit dem Corona-Jahr 2020 nicht mehr. Die Prognosen für den Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2025 sind also pessimistisch. Laut PwC Deutschland wird eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage erwartet. Die Umsatzprognose wurde auf -5,6 % korrigiert. Hauptgründe sind hoher Kostendruck, schwache Nachfrage und geopolitische Konflikte. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet einen Rückgang der Jahresproduktion um zwei Prozent.

Die Restrukturierung hat eine schlanke und effiziente Organisation hervorgebracht, der es allerdings an eigenen Strukturen, Prozessen, Verantwortlichkeiten und einer strategischen Ausrichtung fehlte. Diese wurden im letzten Jahr eingebracht. Wesentliche externe Forderungen an den Organisationsgrad und Prozesse des Unternehmens werden durch die ISO 9001, Vorgaben und Richtlinien der AVL zentral sowie Kundenforderungen gestellt. Diese mussten nach der Restrukturierung neu aufgebaut und etabliert werden. Das ist mit großem Aufwand verfolgt und erfolgreich abgeschlossen worden. Eine eigene, abweichungsfreie Rezertifizierung nach ISO 9001 liegt ebenso vor wie ein hoher Erfüllungsgrad der AVL-Konzernvorgaben. Da es auch im letzten Jahr Steigerungen bei den Kosten gab, mussten die Preise grundsätzlich nochmal angepasst werden. Außerdem konnte man sich bei betriebswirtschaftlich relevanten Artikeln mit Kunden auf neue Preise verständigen oder in einem Einzelfall aber hohem Umsatzanteil, dass die Artikel nicht mehr gefertigt werden. Nachdem im vorherigen Jahr die Organisation des Vertriebes neu aufgestellt und die Produktstrategie definiert wurde, wurde diese im letzten Jahr weiter optimiert, die personellen Ressourcen genauer zugeschnitten und die Prozesse weiter geschärft. Außerdem wurden Adaptionen der Produktstrategie vorgenommen. Die Auslastung durch die Belieferung eines Serienkunden hat im laufenden Jahr zu Lieferzeitproblemen bei anderen Kunden geführt. Mit dem Abschluss des Projekts dieses Jahr können wir die allgemeine Lieferzuverlässigkeit verbessern. Alles in allem ist die AVL Schrick Performance Components GmbH nach der Restrukturierung gut aufgestellt, strukturiert und auf den Markt eingestellt worden. Die Weiterentwicklung und Erweiterung des Produktportfolios und der Durchlaufzeiten steht im Fokus der der Aktivitäten.

3. Ertrags- Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung insgesamt positiv beurteilt.

3.1. Ertragslage

Nachdem das Vorjahr in besonderem Maße durch die konzerninterne Veräußerung der Anteile an der AVL Schrick GmbH, Remscheid mit einem Buchgewinn von 7,1 Mio. € beeinflusst war, sind vergleichbare außerordentliche Sachverhalte im Geschäftsjahr 2024 nicht zu verzeichnen. Das Geschäftsjahr 2024 endet demnach mit einem Ergebnis vor Gewinnabführung von 0,8 Mio. € ggü. 7,2 Mio. € im Vorjahr. Der Umsatz stieg von 15,9 Mio. € im Vorjahr 17,2 Mio. € im Jahr 2024 an. Zusammen mit den Bestandsveränderungen, ergab sich eine Gesamtleistung von 17,0 Mio. €. (Vorjahr 16,5 Mio. €). Die Bestände nahmen über das Jahr deutlich zu, konnten zum Jahresende aber wieder unter das Niveau am Jahresbeginn zurückgeführt werden. Der Materialaufwand sank von 7,8 Mio. € im Vorjahr auf 6,2 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Sein Anteil an der Gesamtleistung sank von 47,3% im Vorjahr auf nunmehr 36,7%. Das Vorjahr war noch teilweise durch die konzerninterne Reorganisation der Fertigung beeinflusst. Der Personalaufwand stieg vor dem Hintergrund der gestiegenen Beschäftigung und vergütungsbedingt von 5,7 Mio. € im Vorjahr auf 6,7 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 3,0 Mio. € leicht über dem Vorjahrswert von 2,7 Mio. €. Die Steigerungen betreffen vor allem Leasingaufwendungen. Der Auftragsbestand per Dezember verringert sich deutlich auf 9,3 Mio. € (Vorjahr 20,9 Mio. €) im Wesentlichen durch ein mehrjähriges Seriengeschäft, dessen Bestand über das Jahr abgearbeitet wurde und zum Ende des Jahres auslief.

3.2. Entwicklung des Unternehmens

Das vergangene Jahr war das erste Jahr nach der Trennung der Entwicklungsaktivitäten und der Fertigung in zwei Gesellschaften, welches vollständig eigenständig verlaufen ist. Zur Erläuterung: Die Fertigung wurde im Rahmen eines Carve out zum ersten Januar 2023 in eine eigene Gesellschaft, die AVL Schrick Performance Components GmbH überführt. Die Entwicklung firmiert weiterhin unter AVL Schrick GmbH. Dadurch ist eine Fokussierung beider Gesellschaften auf die Kernkompetenzen ihrer Geschäftsmodelle besser möglich. Im ersten Jahr 2023 galt es noch buchhalterische Vorgänge und prozessuale Themen auszulösen. Ausgenommen davon sind Dienstleistungen wie HR, Finance und Facility Management, die geplant auch weiterhin von uns bei der AVL Schrick GmbH bezogen werden.

Die Restrukturierung hat eine schlanke und effiziente Organisation hervorgebracht, der es allerdings an eigenen Strukturen, Prozessen, Verantwortlichkeiten und einer strategischen Ausrichtung fehlte. Diese wurden im letzten Jahr eingebracht. Wesentliche externe Forderungen an den Organisationsgrad und Prozesse des Unternehmens werden durch die ISO 9001, Vorgaben und Richtlinien der AVL zentral sowie Kundenforderungen gestellt. Diese mussten nach der Restrukturierung neu aufgebaut und etabliert werden. Das ist mit großem Aufwand verfolgt und erfolgreich abgeschlossen worden. Eine eigene, abweichungsfreie Rezertifizierung nach ISO 9001 liegt ebenso vor wie ein hoher Erfüllungsgrad der AVL-Konzernvorgaben. Da es auch im letzten Jahr Steigerungen bei den Kosten gab, mussten die Preise grundsätzlich nochmal angepasst werden. Außerdem konnte man sich bei betriebswirtschaftlich relevanten Artikeln mit Kunden auf neue Preise verständigen oder in einem Einzelfall aber hohem Umsatzanteil, dass die Artikel nicht mehr gefertigt werden. Nachdem im vorherigen Jahr die Organisation des Vertriebes neu aufgestellt und die Produktstrategie definiert wurde, wurde diese im letzten Jahr weiter optimiert, die personellen Ressourcen genauer zugeschnitten und die Prozesse weiter geschärft. Außerdem wurden Adaptionen der Produktstrategie vorgenommen. Die Auslastung durch die Belieferung eines Serienkunden hat im laufenden Jahr zu Lieferzeitproblemen bei anderen Kunden geführt. Mit dem Abschluss des Projekts dieses Jahr können wir die allgemeine Lieferzuverlässigkeit verbessern. Alles in allem ist die AVL Schrick Performance Components GmbH nach der Restrukturierung gut aufgestellt, strukturiert und auf den Markt eingestellt worden. Die Weiterentwicklung und Erweiterung des Produktportfolios und der Durchlaufzeiten steht im Fokus der der Aktivitäten.

3. Ertrags- Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung insgesamt positiv beurteilt.

3.1. Ertragslage

Nachdem das Vorjahr in besonderem Maße durch die konzerninterne Veräußerung der Anteile an der AVL Schrick GmbH, Remscheid mit einem Buchgewinn von 7,1 Mio. € beeinflusst war, sind vergleichbare außerordentliche Sachverhalte im Geschäftsjahr 2024 nicht zu verzeichnen. Das Geschäftsjahr 2024 endet demnach mit einem Ergebnis vor Gewinnabführung von 0,8 Mio. € ggü. 7,2 Mio. € im Vorjahr. Der Umsatz stieg von 15,9 Mio. € im Vorjahr 17,2 Mio. € im Jahr 2024 an. Zusammen mit den Bestandsveränderungen, ergab sich eine Gesamtleistung von 17,0 Mio. €. (Vorjahr 16,5 Mio. €). Die Bestände nahmen über das Jahr deutlich zu, konnten zum Jahresende aber wieder unter das Niveau am Jahresbeginn zurückgeführt werden. Der Materialaufwand sank von 7,8 Mio. € im Vorjahr auf 6,2 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Sein Anteil an der Gesamtleistung sank von 47,3% im Vorjahr auf nunmehr 36,7%. Das Vorjahr war noch teilweise durch die konzerninterne Reorganisation der Fertigung beeinflusst. Der Persalaufwand stieg vor dem Hintergrund der gestiegenen Beschäftigung und vergütungsbedingt von 5,7 Mio. € im Vorjahr auf 6,7 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 3,0 Mio. € leicht über dem Vorjahrswert von 2,7 Mio. €. Die Steigerungen betreffen vor allem Leasingaufwendungen. Der Auftragsbestand per Dezember verringert sich deutlich auf 9,3 Mio. € (Vorjahr 20,9 Mio. €) im Wesentlichen durch ein mehrjähriges Seriengeschäft, dessen Bestand über das Jahr abgearbeitet wurde und zum Ende des Jahres auslief.

3.2. Vermögenslage und Investitionen

Die Bilanzsumme zeigt sich mit 7,7 Mio. € deutlich gegenüber dem Vorjahr (15,0 Mio. €) reduziert. Während im Anlagevermögen (1,4 Mio. €; Vj. 1,0 Mio. €) durch Zugänge bei den technischen Anlagen und Maschinen eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war, gingen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund der Begleichung einer offenen Forderung aus dem carve out und einem damit verbundenen Asset deal. von 8,3 Mio. € im Vorjahr auf nunmehr 0,5 Mio. € zurück. Parallel dazu gingen auf der Passivseite die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 7,5 Mio. € im Vorjahr auf 1,0 Mio. € zum Bilanztag zurück. Das nominal unveränderte Eigenkapital von 4,9 Mio. € entspricht aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme einer deutlich gestiegenen Eigenkapitalquote von 63,8% (Vorjahr 32,5%).

3.3. Finanzlage

Der bereits im Vorjahr etablierte Prozess zur Senkung offener Forderung wurde konsequent aufrechterhalten. Die offenen Forderungen wurden im zweiten Jahr in Folge reduziert. Der konzerninterne Liquiditätsausgleich wird durch den Cash-Pool abgewickelt, dem die Gesellschaft als Teil des Konzerns ebenfalls unterliegt. Da der Konzern damit als strategische Einheit agiert, ist die Überwachung und Steuerung der Liquidität weiterhin sichergestellt und die Gesellschaft profitiert generell von einer besseren finanziellen Leistungsfähigkeit der AVL-Gruppe. Die laufende Finanzierung ist somit unverändert abgesichert.

4. Mitarbeiterentwicklung

Die personellen Ressourcen wurden nur marginal verändert und situativ geringfügig angepasst. Die Personalstärke ist trotz des gestiegenen Umsatzes nicht wesentlich erweitert worden. Die Optimierung von Prozessen zu mehr Effizienz steht vor der Erweiterung der Personaldecke im Vordergrund. Geplant war ein minimaler Personalaufbau von 6 Mitarbeitern. Tatsächlich wurden nur drei Mitarbeiter aufgebaut, sodass sich die Personalstärke von 87 Mitarbeitern und Auszubildenden zu Beginn des Geschäftsjahrs auf 90 Mitarbeiter und Auszubildende am Geschäftsjahresende änderte. Auszubildene konnten übernommen werden. Es werden auch dieses Jahr wieder Ausbildungsplätze angeboten. Während im Jahr der Restrukturierung kaum Mitarbeiterentwicklungsmaßnahmen durchgeführt werden konnten, wurde diese in den letzten beiden Jahren wieder gezielt aufgenommen und verfolgt. Sie werden auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen.

5. Umweltschutz, Qualitätsmanagement und Informationssicherheit

Die Geschäftsprozesse der AVL Schrick Performance Components GmbH werden entsprechend der Kundenvorgaben und unter Beachtung der internationalen Standards DIN EN ISO 9001 weiterentwickelt. Durch die weitrechenden Veränderungen der Organisation durch die Restrukturierung und Abspaltung von der AVL Schrick GmbH sind umfangreiche Anpassungen des Qualitäts- und Managementsystems nötig geworden. Diese Anpassungen wurden 2023 begonnen und im letzten Jahr konsequent umgesetzt. Eine abweichungsfreie Rezertifizierung nach DIN ISO 9001 bestätigt objektiv die Wirksamkeit dieser Arbeit. Gleiches gilt für die Vorgaben des integrierten QES-Managementsystems, welche mit den globalen Vorgaben der AVL-Gruppe harmonisiert wurden. Die Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften sowie der Gruppen- und Firmenvorgaben wurde durch interne Audits in den Fachbereichen überprüft und Verbesserungsmöglichkeiten abgeleitet. Darüber hinaus erfolgten konzerninterne Audits des Managementsystems. Aufgedeckte Verbesserungspotenziale und daraus abgeleitete Maßnahmen wurden in Auditberichten dokumentiert, eingeleitet und umgesetzt sowie deren Wirksamkeit überprüft. Auf diese Weise wurde die kontinuierliche Verbesserung der Unternehmensleistung in allen drei Bereichen des integrierten Managementsystems ermöglicht und überwacht. Die Erstellung eines auf die Gesellschaft zugeschnittenen Rechtskatasters sicher die Einhaltung aller relevanten gesetzlichen Forderungen. Die gesetzlichen Vorgaben an Unternehmen für gewerbliche Abfälle wurden durch den Abfallbeauftragten des Gebäudemanagements überwacht und durch das Umweltmanagement kontrolliert. Eine Begutachtung des Standortes durch das zuständige Umweltamt wurde ohne Beanstandungen absolviert.

6. Prognosebericht, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

6.1. Prognosebericht

Aufgrund der niedrigen Nachfrage nach BEVs haben einige Automobilhersteller ihre Strategie in den letzten Monaten überarbeitet. Einige setzen wieder stärker auf Verbrenner und möchten diese länger als geplant im Programm behalten. Andere haben Modelle, die als reine Elektrofahrzeuge geplant waren, ergänzend oder stattdessen als Verbrenner umgeplant.4 Die Märkte sind allerding regional sehr unterschiedlich. Allein in Europa streut der Anteil an BEV an den Gesamtverkäufen 2024 von 3% in Italien bis 88% in Norwegen.5 Wir gehen nicht davon aus, dass dies zu Neuentwicklungen im Bereich des Verbrennungsmotoren für PKW führt. Bestehende Motoren können weiter genutzt werden und ohne großen Entwicklungsaufwand auf EURO-7 Abgasnorm gebracht werden. Bei Herstellern von Nutzfahrzeugen stellt es sich anders dar, da Konzepte von Wasserstoff im Verbrennungsmotor für Langstreckenfahrzeuge genauso wie andere Konzepte verfolgt werden und Entwicklungsaktivitäten zu sehen sind, wovon wir bereits profitieren. Dasselbe gilt bei Motoren für Bau- und Landmaschinen, wo Wasserstoff als Energieträger für den Verbrennungsmotor ebenfalls umgesetzt wird. Im Bereich der Hypercars und Rennfahrzeuge werden hingegen vorerst weiterhin Entwicklungen an Verbrennungsmotoren - meist Hybridsysteme - vorgenommen. Aufgrund der positiven Wachstumsprognosen dieser Märkte ist von steigenden Bedarfen an anspruchsvollen und qualitativ hochwertigen Bauteilen auszugehen. Wie sich die Verteilung dieser Bauteile auf Elektrofahrzeuge und Hybridfahrzeug verteilt, bleibt abzuwarten, aber es ist von Wachstum auszugehen. Insbesondere der Markt für Hypercars und Racing trotzt der allgemein schlechten Wirtschaftslage im Automarkt. Die Entwicklungsaktivitäten aller OEMs haben sich vom Verbrenner über Hybride Antriebsstränge hin zur E-Mobilität weiterentwickelt und es ist zukünftig von fortlaufenden Entwicklungsaktivitäten für viele Jahre auszugehen, da der elektrische Antriebsstrang sich erst am Beginn seiner Entwicklungszeit befindet. Somit gehen wir davon aus, dass wir im Bereich Hypercars und Racing auch zukünftig Bauteile für Verbrennungsmotoren produzieren werden und den Anteil derer für elektrische oder teilelektrische weiterhin erhöhen können, auch im OEM Bereich.

Da im Jahr 2025 ein langjähriger Serienauftrag planmäßig ausläuft und dieser einen großen Anteil am Umsatz ausmacht, gehen wir nicht davon aus, diesen im direkten Anschluss vollständig kompensieren zu können. Wir rechnen insofern mit einem vorübergehenden Umsatzrückgang für die nächsten zwei Jahre und mit nennenswert reduzierten Jahresergebnissen. Die allgemein angespannte Wirtschaftslage und getrübten Erwartungen der Automobilindustrie sorgen für einen anspruchsvollen Wettbewerb und Preisdruck durch freie Kapazitäten. Wir erwarten diesbezüglich keine Entspannung im kommenden Jahr und insgesamt schwierigere Rahmendbedingungen für die Auftragsakquise.

6.2. Chancenbericht

Die AVL Schrick Performance Components GmbH ist gut am Markt positioniert, hat eine ausgewiesene Expertise und genießt wieder einen guten Ruf bei den Kunden. Als Experte in der Fertigung von anspruchsvollen Prototypen und Kleinserien ist es sehr erfolgreich gelungen, die Kenntnisse für neue Anwendungen zu nutzen und profitable Projekte namhafter Kunden zu akquirieren. Wir sehen Chancen

• in der weiteren Vernetzung innerhalb der AVL-Gruppe. Durch eine konsequente Nutzung der gesamten Wertschöpfungskette kann die Gruppe von der Entwicklung über die Produktion bis hin zum Testing alles anbieten und den Kunden einen Mehrwert durch einen One-stop-shop bieten.

• in der Elektrifizierung der Automobilindustrie. Wir fertigen bereits für verschiedene Kunden Bauteile für BEVs und sehen mehr Potential, welches wir vertrieblich fokussieren werden.

• in dem wachsenden Racing und Hypercarmarkt, für den wir mit unserem Profil sehr gut aufgestellt sind. Hier können wir unser Wissen dazu nutzen unser Produktportfolio auf andere Bereiche des Fahrzeugs zu erweitern, da die Anforderungen des Marktes auch dort gut zu unserem Profil passen.

• in der schlechter werdenden Versorgung des automotiven After Sales Marktes von bestehenden Verbrennungsmotoren im Feld, die wir decken können.

• In der sehr stabilen Nachfrage nach Tuningkomponenten, von denen wir aufgrund frei gewordener Kapazität etwas mehr verkaufen können

• in der konsequenten vertrieblichen Nutzung unseres Fertigungswissens für neue Kunden und neue Produkte auch im Industriesektor

6.3. Risikobericht

Die wesentlichen Risiken sehen wir

• In der Verfügbarkeit von Fachkräften und der steigenden Herausforderung diese zu halten.

• In der schwierigen Situation der Automobilindustrie, die zu harten Wettbewerbsbedingungen führt. Die versicherbaren Risiken wie z. B. Elementar- bzw. Haftungsschäden sind durch entsprechende Versicherungen ausreichend abgedeckt. Eine entsprechende Überprüfung findet jährlich statt.

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 1.391.824,34 962.273,06
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.683,56 42.928,68
II. Sachanlagen 1.383.140,78 919.344,38
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 59.325,99 78.123,85
2. technische Anlagen und Maschinen 933.988,07 431.505,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 389.826,72 408.994,94
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 720,00
B. Umlaufvermögen 6.247.286,56 14.023.162,84
I. Vorräte 4.153.416,18 4.297.528,87
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 38.671,29 37.746,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.091.861,32 9.717.569,93
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 525.435,06 8.252.513,41
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.566.426,26 1.465.056,52
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 13.428,63
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.009,06 8.064,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.210,23 12.881,79
Summe Aktiva 7.650.321,13 14.998.317,69

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 5.715.879,11 4.877.361,91
I. Gezeichnetes Kapital 50.200,00 50.200,00
II. Kapitalrücklage 4.832.295,44 4.832.295,44
III. Verlustvortrag 5.133,53 5.133,53
IV. Jahresüberschuss 838.517,20 0,00
B. Rückstellungen 1.267.449,34 1.488.131,99
C. Verbindlichkeiten 666.992,68 8.632.823,79
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 358,04 423,72
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 358,04 423,72
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.297.894,18
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.297.894,18
3. sonstige Verbindlichkeiten 666.634,64 1.334.505,89
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 665.464,64 1.334.505,89
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.170,00
Summe Passiva 7.650.321,13 14.998.317,69

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 10.930.864,53 16.063.792,11
2. Personalaufwand 6.728.351,03 5.652.654,58
a) Löhne und Gehälter 5.583.302,13 4.623.976,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.145.048,90 1.028.678,46
davon für Altersversorgung 114.920,78 100.183,48
3. Abschreibungen 374.018,87 342.341,51
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 374.018,87 342.341,51
davon außerplanmäßige Abschreibungen 13.435,24
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.035.035,85 2.661.441,59
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62.802,07 916,41
davon aus verbundenen Unternehmen 62.802,07 916,41
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17.126,65 172.353,14
7. Ergebnis nach Steuern 839.134,20 7.235.917,70
8. sonstige Steuern 617,00
9. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 7.235.917,70
10. Jahresüberschuss 838.517,20 0,00

Anhang 2024

1 . Allgemeine Angaben

Die AVL Schrick Performance Components GmbH mit Sitz in Remscheid ist beim Amtsgericht Wuppertal im Handelsregister unter HRB 12325 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB sowie unter der teilweisen Anwendung der Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Da das Geschäftsjahr 2023 in besonderem Maße durch die Erträge aus der Veräußerung der AVL Schrick GmbH, Remscheid und teilweise noch durch die konzerninterne Restrukturierung der Fertigung beeinflusst war, sind die Zahlen des Geschäftsjahrs 2024 nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

2 . Bilanzierungs-/ Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare und, sofern erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Bemessung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer erfolgt grundsätzlich in Anlehnung an die amtlichen AfA-Tabellen.

In der Regel sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe des Umlaufvermögens mit den Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Entsprechend ihrem Fertigungsgrad werden die unfertigen und fertigen Erzeugnisse mit ihren Herstellungskosten bewertet. Die Bemessungsgrundlagen beinhalten die Materialkosten zuzüglich der Materialgemeinkosten und die Fertigungslöhne einschließlich der Fertigungsgemeinkosten. Teile der Herstellungskosten (Stundensätze) wurden durch Eliminierung der in ihnen kalkulierten Vertriebskosten, nicht aktivierbaren Verwaltungskosten und der Gewinnzuschläge retrograd ermittelt Gemäßdem Niederstwertprinzip wurden alleerkennbaren Risikenin den Vorräten,die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, durch angemessene Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Die geleisteten Anzahlungen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Erhaltene Anzahlungen werden auf der Aktivseite der Bilanz mit den Vorräten verrechnet und zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. Barwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Deckung weiterer Ausfallrisiken wurde eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen vorgenommen.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle nach dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3 . Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

In dem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang ist die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten die Cash Pool Finanzierung (484 TEUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (40 TEUR) und sonstige Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (1 TEUR).

Bei den sonstigen Rückstellungen sind hauptsächlich die folgenden Rückstellungen ausgewiesen: Rückstellungen für Vergütungsansprüche an Arbeitnehmer und Restrukturierung (702 TEUR), ausstehende Rechnungen (320 TEUR) sowie übrige (245 TEUR).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr

Die Bilanzposition Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthält kurzfristigeZahlungsverpflichtungenausLieferungen undLeistungen(154 TEUR)und sonstige Verbindlichkeiten (838 TEUR). In Höhe von 838 TEUR bestehen sie gegenüber Gesellschaftern

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 91 TEUR

Personalaufwand

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2024 bei einem Personalstand von durchschnittlich 86 (VJ 83) Mitarbeitenden (31 Angestellte, 55 gewerbliche Arbeitnehmer; ohne Auszubildende) insgesamt 6.718 TEUR (VJ 5.653 TEUR).

4 . Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von 2.009 EUR. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Fälligkeit in 2025 805 TEUR
- davon verbundene Unternehmen 576 TEUR
Fälligkeit in 2026 606 TEUR
- davon verbundene Unternehmen 576 TEUR
Fälligkeit in 2027 595 TEUR
- davon verbundene Unternehmen 576 TEUR
Fälligkeit in 2028/2029 3 TEUR
- davon verbundene Unternehmen 0 TEUR 5

Sonstige Angaben

Konzernzugehörigkeit

Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die AVL Schrick Performance Components GmbH mit einbezogen ist, wird von dem Mutterunternehmen, der AVL List GmbH, Graz, Österreich, aufgestellt. Der Konzernabschluss der AVL List GmbH ist beim Firmenbuchgericht Graz/Österreich offenzulegen.

Mitglieder der Geschäftsführung

Während des Berichtszeitraums lag die Geschäftsführung bei

- Herrn Dipl.-Ing. Bernd Martin Watermann, Solingen Geschäftsführer

Die Schutzklausel gem. § 286 (4) HGB in Verbindung mit § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstaben a und b HGB wird in Anspruch genommen.

6. Ergebnisabführung

Der erwirtschaftete Gewinn des Geschäftsjahres 2024 wird aufgrund des mit der AVL Holding Deutschland GmbH, Remscheid, abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt.

7. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Remscheid, 06. Februar 2025

Die Geschäftsführung der AVL Schrick Performance Components GmbH

Bernd Martin Watermann

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.02.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AVL Schrick Performance Components GmbH, Remscheid

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AVL Schrick Performance Components GmbH, Remscheid - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AVL Schrick Performance Components GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.“

 

Bruchsal, den 4. März 2025

Benz & Gunzenhäuser Partnerschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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