Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 2412
Vorher
Herbert Saier GmbH Elektrische Steuerungen
Eingetragen
15.2.1982
Branche
Herstellung von elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb elektrischer und elektronischer Regel- und Steuergeräte. Die Gesellschaft kann gleichartige oder ähnliche Unternehmen erwerben, sich an solchen beteiligen, deren Vertretung und Verwaltung übernehmen und Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Strobel
seit 28.6.2018
Prokura
Volker Otto Brunner
seit 28.6.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Freiburg im Breisgau
141.950 €
90.99%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Herbert Saier GmbH (vormals: Herbert Saier GmbH Elektrische Steuerungen)

Freiburg im Breisgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1 Marktposition, Geschäftsmodell, Marktbearbeitung

1.1 Marktpositionierung

Die Herbert SAIER GmbH gehört zu den führenden Herstellern in Europa von Dosiertechnik für flüssige Medien und entwickelt und vertreibt zudem elektronische Steuerungen zur Dosierung von Feststoffen (Pulver). Die Erzeugnisse finden Einsatz in vielfältigen Branchen und Anwendungsfeldern. Die SAIER-Lösungen umfassen ein Portfolio aus vorwiegend eigenentwickelten Hardware-Produkten wie Dosierpumpen, Sensorik und vielfältigem Zubehör mit elektronischer Steuer- und Regelungstechnik (Elektronik). Basierend auf unseren Softwarekompetenzen wurde eine professionelle Daten-Cloud-Lösung entwickelt und im Jahr 2022 im Feld eingeführt, welche SAIER und seinen Kunden ermöglicht, die Kosten durch z. B. die Vermeidung von kosten- und zeitintensiver vor-Ort-Einsätze zu senken. Die Grundlage dafür sind die traditionellen Schlüsselkompetenzen des Unternehmens in der Steuerungs- und Regelungstechnik.

Das Unternehmen setzt seine Aktivitäten im Ausbau der internationalen Verkaufs- und Marketingaktivitäten fort. Im Zuge dessen wurde die SAIER Inc. in den USA gegründet.

1.2 Geschäftsmodell, Marktstrategie

Das Geschäftsmodell zielt im Wesentlichen auf zwei Haupt-Kundenzielgruppen ab.

Das sind einerseits die Hersteller von Maschinen (gewerbliche Wasch-, Reinigungs- Geschirrspülmaschinen). Die Pumpen werden entweder als Einbaulösung direkt eingebaut (Einbaupumpen) oder als die Maschine ergänzende Anlage bezogen (Zubehör).

Die zweite Hauptkundengruppe sind Hersteller von Reinigungs- und Desinfektionschemie, welche für ihre Endkunden neben dem Eigenprodukt der Reinigungsmittel die dazu geeignete Dosiertechnik von SAIER zur Verfügung stellen, um eine auf die Chemie optimal abgestimmte Komplettlösung zur Verfügung stellen zu können. Die Dosiertechnik ist für die Kundengruppe Mittel zum Zweck, die hergestellte Chemie in den richtigen Mengen zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu liefern.

Seit wenigen Jahren besteht zusätzlich eine dritte Kundengruppe. Dies sind ausgewählte Fachhändler, die sodann die Endanwender bedienen.

SAIER profitiert von der Vielfalt seiner Branchen und Segmente. So können Marktabhängigkeiten vermieden und Schwankungen in Märkten besser ausgeglichen werden (Risiko-Management).

Die Strategie der Produkt- und Leistungsentwicklung zielt stets auf den Ausbau der Marktposition in den Hauptsegmenten: (1) Textiles Waschen, (2) Gastronomie- und Spültechnik, (3) Schwimmbadtechnik und (4) Wasseraufbereitung. Eine zunehmend bedeutsame Rolle spielen die Segmente (5) Medizinische Reinigungstechnik und (6) Landtechnik. Ein modular gestalteter Produktbaukasten ermöglicht schnelle Adaptionen für eine Vielfalt weiterer Anwendungen und Branchen.

SAIER bietet seinen Kunden aufeinander abgestimmte Komplettlösungen aus Hardware, Software, Zubehör und mit der SAIER-Cloud nun auch von Datenlösungen.

Das gesamte Produkt- und Leistungsspektrum ist darauf ausgerichtet, den Ziel-Kunden einen Mehrwert zu bieten, der ihnen entscheidende Vorteile in ihrer Branche oder ihrem Markt verschafft.

2 Forschung, Entwicklung, Innovation

Die Herbert SAIER GmbH entwickelt, insbesondere Pumpen, Sensorik, Zubehör und Dosiersysteme für flüssige Medien. Dabei verlagert sich der Fokus entlang den Bedürfnissen der Haupt-Kundenzielgruppen zunehmend hin zu komplexeren digital angebundenen bzw. vernetzten Dosieranlagen.

Dafür sind im Bereich der Forschung & Entwicklung zum Stichtag 31.12.2023 samt technischer Geschäftsführung 14 Mitarbeiter tätig, bzw. unter Berücksichtigung der anteilig in anderen Bereichen (außerhalb des Engineerings) ausgeführten Tätigkeiten 14 FTE. Insgesamt setzt SAIER somit zum genannten Stichtag 18,9% des Personals ein.

Zudem innoviert und verfügt SAIER über diverse Patente, die weiteres Potenzial für neue Anwendungsfälle bieten.

II. Wirtschaftsbericht

1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach 3,5 % Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2022 stieg das globale BIP im Jahr 2023 um 2,9 %. Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war zum ersten Mal seit drei Jahren nicht mehr wesentlich von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geprägt. Auch in China wurde die restriktive Eindämmungspolitik aufgegeben. Die Lieferketten entspannten sich jedoch nur allmählich. Die europäische Wirtschaft leidet weiter unter den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Die Wachstumsschwäche in der Eurozone ist vor allem im Vergleich zu den Vereinigten Staaten von Amerika offenkundig. Insbesondere Deutschland blieb hinter den Erwartungen zurück und verzeichnete als einziges G7-Land ein negatives Wachstum. Auch die politischen Risiken bewirken ein verändertes Investitionsklima deutscher Unternehmen mit Blick auf den chinesischen Markt.

Der weltweite Warenhandel blieb mit einem geschätzten Wachstum von 0,8 % deutlich unter den Erwartungen. Gegenüber den Vorjahren markiert dies eine deutlich schwächere Entwicklung, so wuchs der Welthandel im Jahr 2021 noch um 9,6 % und 2022 um 3,0 %. Die Entwicklung ist nicht allein auf die pandemiebedingten Verzerrungen, sondern zusätzlich auf neue Handelshemmnisse zurückzuführen. Insbesondere im Hinblick auf den Güterhandel wuchsen die protektionistischen Bestrebungen auf breiter Front. Insgesamt lässt sich aber weniger die Diagnose einer De-Globalisierung, sondern vielmehr die einer Regionalisierung von Lieferketten stellen.

Angesichts der Knappheit auf den Güter-, Energie- und Arbeitsmärkten einerseits und der staatlichen Konjunkturpakete andererseits, wurde das Inflationsziel der EZB von 2 % erneut verfehlt. Durch die Anhebung des Leitzinses auf 4,5 % konnte jedoch eine deutliche Reduktion der Inflation in der Eurozone erreicht werden.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 %. Somit verzeichnet Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften im Euroraum. Die Entwicklung im industriellen Sektor trug maßgeblich zu diesem Ergebnis bei. Der industrielle Sektor, ausgenommen das Baugewerbe, verzeichnete einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,0 %, wobei die Energieversorgung besonders betroffen war. Auch die verarbeitende Industrie, die fast 85 % des industriellen Sektors ausmacht, verzeichnete einen preisbereinigten Rückgang um 0,4 %. Insbesondere in energieintensiven Industriezweigen, wie der Chemie- und Metallindustrie, fielen Produktionsleistung und Wertschöpfung erneut, nachdem diese Bereiche bereits 2022 stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatten. Hohe Kosten verursachten der Stopp der Erdgaslieferungen aus Russland sowie das Ende der Kernkraft. Im internationalen Vergleich lagen die Preise für Energie und Strom in Deutschland jedoch teilweise ein Vielfaches über dem internationalen Niveau, was nicht zuletzt auch SAIERs energie-intensive Haupt- Kundengruppen der Maschinen- und Chemiehersteller bemühte.

Das Jahr 2024 endete für die chemisch-pharmazeutische Industrie mit einem empfindlichen Rückschlag. Nicht nur, dass die konjunkturelle Erholung sowohl für die deutsche als auch die europäische Industrie ausblieb. Vielmehr setzte sich der Abwärtstrend in vielen Chemie- Branchen fort. Mit der Folge, dass die Nachfrage nach Chemie "made in Europe" schwächelt. Die Produktion brach wie über das Gesamtjahr auch im vierten Quartal 2024 kräftig ein.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hält an der Prognose für das Geschäftsjahr 2025 fest: Die Produktion von chemischen Erzeugnissen wird sich rückläufig entwickeln. Das Minus in der Chemiebranche wird gem. Prognose -2 Prozent betragen. Einen wirtschaftlichen Aufschwung erwartet die Branche frühestens 2026.

Die Geschäfte der deutschen Chemiebranche liefen insbesondere am Jahresende im Inland schlecht. Der Inlandsumsatz brach ein und erreichte nur 19,5 Milliarden Euro, das Vorjahr wurde um 4 Prozent verfehlt. Stabilisiert wurden die schleppenden Umsätze wie bereits erwähnt vom etwas besseren Auslandsgeschäft. Der Auslandsumsatz stieg in der Chemiebranche um 1,4 Prozent auf 33,6 Milliarden Euro. Wichtig dabei: Treiber waren die außereuropäischen Märkte. Besonders kräftig fiel der Zuwachs am Jahresende in Nordamerika aus. Hier legte der Umsatz mit Chemieprodukten deutlich zu.

Die Preise für chemische und pharmazeutische Erzeugnisse fielen. Im Vergleich zum Vorjahr waren Chemie- und Pharmaprodukte insgesamt rund 0,2 Prozent günstiger.

Während in Anbetracht von Material- und Lohninflation höhere Kosten der Erzeuger zu verzeichnen sind, konnten diese aufgrund Überkapazitäten und gesteigertem Verdrängungswettbewerb nicht an Kunden weitergegeben werden.

Im Anwendungsbereich des Textilen Waschens wirken sich die nach wie vor hohen Energiekosten aus.

Im Segment Gewerbliches Geschirrspülen ist kein Nachholeffekt mehr wie im Vorjahr durch Corona-bedingte Investitionsstau im Bereich Hotellerie und Gastronomie zu verzeichnen.

Die Schwimmbadtechnikbranche stagniert. Der Trend geht hin zu günstigen und einfachen technischen Lösungen, während der Anteil an Premium-Lösungen für das gehobene Segment wegen einer Sättigung stark zurück geht.

Durch die Spezialisierung von SAIER auf hochwertige branchenspezifische Dosiersysteme und beratungsintensive, passgenaue Kundendosierlösungen aus einer Hand ist der konkurrierende Wettbewerb von Niedrigpreisanbietern aus Fernost für SAIER noch weniger bedeutend, nimmt aber zu.

Die Internationalisierung der Vertriebsaktivitäten erfolgt zunehmend durch Aktivitäten direkt in den Zielregionen (u.a. Nordamerika, Südamerika).

2 Geschäftsverlauf und Lage

Im Berichtsjahr 2023 konnte ein Betriebsergebnis in Höhe von T€ 2.261 verwirklicht werden. Ebenso wurden eine gute Liquidität und eine weiter positive Entwicklung bei der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erreicht.

Die prognostizierte Steigerung des Rohertrages um 5% konnte im Berichtsjahr 2023 mit ca. 12,4% deutlich übertroffen werden. Der Umsatz 2023 stieg im Vergleich zum Vorjahr (19,7%) im Berichtsjahr 2023 immerhin noch um insgesamt 11,0%.

Das Marktsegment Gastronomie (Gewerbliches Geschirrspülen) wuchs im Jahr 2023 deutlich. Hier bewährt sich die Stärkung des Vertriebs, Umsätzen mit Neukunden, neuer Projekte mit Bestandskunden. Die Digitalisierung der Produkte und Innovationskraft bewirken hier eine starkes und SAIER-spezifisches Wachstum, welches nicht der allgemeinen Marktentwicklung entspricht.

Die Branchen Wasseraufbereitung und Schwimmbad hingegen stagnieren. Der Trend zu günstigen und einfachen Lösungen sowie einem durch Sondereffekt (Post-Corona) im Premium-Bereich, wo SAIER tätig ist, führte zu einem Rückgang in diesem Marktsegment.

Im Anwendungsbereich Textiles Waschen setzte sich mit dem innovativen MPX ® -System und dem konsequenten Erweitern der Produktlinie um neue Varianten der erfolgreiche Wachstumsweg fort (Vorjahr + 55%). In diesem Segment wurden vorwiegend neue internationale gewonnen.

Stetig wurde weiter insbesondere in den personellen Ausbau der Bereiche Vertrieb (mit Support und Marketing) und Entwicklung investiert.

a) Ertragslage

Das Betriebsergebnis im Jahr 2023 beläuft sich auf T€ 2.261. Der Anstieg um T€ 802 im Vergleich zum Vorjahr (2022: T€ 1.459) ist im Wesentlichen auf folgende Aspekte zurückzuführen:

Umsatzsteigerung: Höhere Umsatzerlöse um T€ 1.450 auf T€ 14.674 im Vergleich zum Vorjahr (T€ 13.224) insbesondere durch die Optimierung des Produktmix zu intelligenteren (wertigeren) Dosiersystemen (MPX ® ) statt ,einfachen' Pumpen und durch den Ausbau des Vertriebs im internationalen Markt.

Effizienter Personaleinsatz: Geringfügig höherer Personalaufwand auf T€ 4.730 (2022: T€ 4.687) im Vergleich zur stärker gestiegenen Gesamtleistung. Dadurch sank der Anteil des Personalaufwands im Berichtsjahr auf 32,0% der Gesamtleistung statt den 34,8% im Vorjahr.

Optimierung Materialnutzung: Geringfügig höherer Materialaufwand auf T€ 5.206 (2022: T€ 4.961) im Vergleich zur höheren Gesamtleistung in Höhe von T€ 14.772 (2022: T€ 13.450). Dadurch ist der Anteil des Materialaufwands im Berichtsjahr weiter auf 35,2% der Gesamtleistung gesunken (2022: 36,9%)

Der "sonstige Betriebsaufwand" erhöhte sich - bedingt durch die höheren Aufwände durch externe Dienstleister sowie wichtige Instandhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen an Gebäude und Betriebsmitteln - um T€ 173 auf T€ 2.203 weiter.

Das Jahresergebnis erhöht sich im Berichtsjahr auf T€ 1.627 (2022: T€ 1.025).

b) Finanzlage

Das Eigenkapital ist im Berichtsjahr auf T€ 7.486 (2022: T€ 5.859) gestiegen und macht mit einer Eigenkapitalquote in Höhe von 78,3% weiter den größten Anteil des Gesamtkapitals aus (2022: 74,4 %). Damit erreichen wir eine Anlagendeckung in Höhe von 427,75 % (2022: 351,07 %).

Die Rückstellungen betragen 12,8% der Bilanzsumme (2022: 13,2%), die Verbindlichkeiten 8,9% (2022: 12,5 %).

Die Laufzeit der Forderungen aus LuL hat sich im Berichtsjahr insbesondere durch ausgewählte kundenspezifische Vereinbarungen auf 28,95 erhöht (2022: 14,33), während die Laufzeit der Verbindlichkeiten aus LuL auf 19,39 sank (2022: 35,68). Die damit einhergehende Belastung unserer kurzfristigen Liquidität konnten wir mit unserem Finanzmittelfonds (am Ende des Berichtsjahres: T€ 1.644) gut tragen.

Der operative Cashflow (= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit) belief sich im Berichtsjahr 2023 wieder auf ein positives Ergebnis; auf T€ 548 (2022: T€ -289), sodass alle laufenden Zahlungen durch die eigenen Einnahmen gedeckt werden konnten.

Die Cashflows aus (a) der Investitionstätigkeit und aus (b) der Finanzierungstätigkeit sind weiterhin leicht negativ, was (a) auf unser Wachstum bzw. insbesondere unsere Investition in Sachanlagen und (b) auf die Tilgung unserer Kredite zurückzuführen ist.

Insgesamt erreichen wir zum Ende des Berichtsjahrs ein Finanzmittelfonds (= liquide Mittel) in Höhe von T€ 1.644 (+ T€ 14 im Vergleich zum Vorjahr). Damit sind wir weiterhin auf einem guten Niveau, sodass allen finanziellen Verpflichtungen nachgekommen werden kann und die Finanzlage insgesamt als stabil zu beurteilen ist.

c) Vermögenslage

Die Vermögensstruktur bleibt auch im Berichtsjahr 2023 erhalten, wobei das Umlaufvermögen im Vergleich zum Anlagevermögen weiterhin leicht stärker steigt. Die Anlagenintensität beläuft sich damit noch auf 18,30 % (2022: 21,2).

Der größte Vermögensanteil (Vorratsintensität = 48 %) besteht mit T€ 4.592 aus Vorräten. Das weitere Vermögen verteilt sich mit ähnlichen Anteilen wie im Vorjahr auf in Anlagevermögen (T€ 1.750), flüssige Mittel (T€ 1.644), Forderungen (T€ 1.544) und Rechnungsabgrenzung (T€ 32).

Neu dazu kamen in diesem Jahr Forderungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 201 (= 2,1% der Bilanzsumme).

3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Rohertrag

Betriebsergebnis

Cashflow

Liquide Mittel

Der Rohertrag stieg im Vergleich zum Jahr 2022 um T€ 1.059 auf T€ 9.600. Zum Stichtag 31.12.2023 waren insgesamt 88 Mitarbeiter bzw. 77,21 FTE (inklusive Geschäftsführung und Auszubildende / Duale Studenten) tätig. Der Rohertrag pro Mitarbeiter beträgt im Jahr 2023 T€ 109,09.

Das Betriebsergebnis (in Relation zur Gesamtleistung) ist im Vergleich zum Vorjahr weiter auf 15,4% gestiegen (2022: 10,8 %). Trotz der erhöhten Ausgaben für Material und Personal ist es gelungen ein deutlich positives Ergebnis zu erwirtschaften.

Der Cashflow ist zum Ende des Berichtsjahres 2023 leicht positiv. Während der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen ist (auf T€ 548), erreichen der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (T€ -467) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (T€ -67) leicht negative Ergebnisse, was insbesondere auf die Investitionen in Anlagevermögen und auf die weitere Tilgung der Kredite zurückzuführen ist.

Die liquiden Mittel sind am Ende des Berichtsjahres mit T€ 1.644 (2022: T€ 1.630) weiterhin auf einem sehr guten Niveau.

4 Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden als insgesamt gesund und gut eingeschätzt.

SAIERs Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist in Anbetracht des wirtschaftlichen Gesamtumfeldes in Europa ausgesprochen positiv.

Die Strategie, sich auf die Markt- und Qualitätsführerschaft in den Kerngeschäftsfeldern zu konzentrieren, führt zu überdurchschnittlichen Ergebnissen. Kerngeschäftsfelder sind zunehmend auch Zielmärkte (Regionen). Auch hier wird durch gezielten Fokus auf die für SAIER als wichtigsten erachteten Märkte gezielt investiert.

Investitionen in Innovationen, langlebige und service-arme Produkte, zunehmend digital angebundene Anlagen und die Stärkung der Vertriebs- und Kunden-Supportfunktionen zeigen weiter positive Wirkung.

Auch das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Im Berichtsjahr konnten Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen stets mit Skontoabzügen realisiert werden.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager mehr als gedeckt. Der Stand der liquiden Mittel ermöglicht wichtige Zukunftsinvestitionen in allen für SAIER derzeit wichtigen Investitionsfeldern: in Neuprodukte und zugehörige Werkzeugausgaben, in Kostensenkungsmaßnahmen (Umstellung Verfahren, Werkzeuge) und in ausgewählte Ersatzinvestitionen (vor allem im Fertigungsbereich, in IT- Systeme und Prozesse).

III Prognosebericht

Die Weltwirtschaft erlebt derzeit eine Phase der Verlangsamung. Der IWF prognostiziert für das Jahr 2024 ein Wachstum von 3,1 %. Diese Zahl liegt unter dem historischen Durchschnitt von 3,8 % für die Jahre 2000 bis 2019.

Eine der größten Herausforderungen für die globale Wirtschaft bleibt die hohe Inflation. Der IWF schätzt, dass die globale Inflation von 8,7 % im Jahr 2022 auf 6,9 % im Jahr 2023 und 5,8 % im Jahr 2024 fallen wird. Die Kerninflation wird voraussichtlich langsamer sinken, wobei eine Rückkehr zur Zielinflation erst für 2025 erwartet wird. Der weltweite Warenhandel bleibt ein wichtiger Wachstumsmotor, zeigt jedoch ebenfalls Anzeichen einer Verlangsamung. Aufgrund der anhaltenden Lieferkettenstörungen und geopolitischen Spannungen sind Unsicherheiten im Handel nach wie vor präsent. Zu den Hauptunsicherheitsfaktoren gehören die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, geopolitische Konflikte, insbesondere der Krieg in der Ukraine, und die Gefahr einer weiteren Verschärfung der Geldpolitik in großen Volkswirtschaften. Diese Faktoren könnten die Erholung der Weltwirtschaft weiter behindern.

Zur Begutachtung der deutschen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung betont der Sachverständigenrat für Wirtschaft in seinem Jahresgutachten darüber hinaus strukturelle Probleme. Arbeitskräftemangel, stagnierende Produktivität und ein veralteter Kapitalstock wirken sich negativ auf das Potenzialwachstum aus. Zusätzlich leidet die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft unter anderen Standortfaktoren wie der Bürokratie und der hohen Steuerlast. Für das Jahr 2024 wird nach eine zunächst prognostiziert verhaltenen Erholung der deutschen Wirtschaft von +0,7% nun ein Rückgang des BIP um -0,1 % prognostiziert (Mai 2025).

Die Branchenentwicklung war auf Kunden- und Wettbewerberseite durch eine weitere Konsolidierung der Wettbewerber gekennzeichnet. Es wird auch in Zukunft mit einer sich fortsetzenden Konzentration weltweit auf immer weniger Mitwettbewerber, weniger Kunden und weniger Zulieferer zu rechnen sein. Dies birgt Chancen und Risiken, wobei SAIER durch die Ausrichtung des Vertriebs insbesondere bei Neukunden und Konsolidierungen zugewinnen und profitieren kann.

In der Kundengruppe Chemiehersteller werden angesichts des Kostendrucks und gleichzeitigen Fachkräftemangels Chancen gesehen. Mit SAIERs modernen Cloud-Lösungen könnten diese Kunden außerordentlich profitieren.

In der Kundengruppe Maschinenbau besteht ein Bedarf an günstigen Einbau-Komponenten, auch für integrierte, einfache Dosierpumpen.

In den Hauptmarktsegmenten wird die internationale Markterweiterung eine zentrale Rolle der Strategie einnehmen. Dies ist ein Schwerpunkt der künftigen Aktivitäten und Investitionen. So wurde die Gründung einer eigenen Vertriebs- und Servicefirma (SAIER Inc.) in den USA realisiert, welche sich erfolgversprechend entwickelt.

Der wichtige Markt der Wasseraufbereitung ist ein dauerhafter, nachhaltiger Trend. Er dürfte sich mit gezielten Investitionen in das Produkt-Portfolio langfristig positiv entwickeln.

Für 2025 wird trotz zunehmend schwierigem Umfeld mit einem moderaten Wachstum mit Bestands- und vor allem Neukunden erwartet, welches zu einer leichten Verbesserung des Betriebsergebnis führen dürfte, auch in Angesicht anhaltender Material- und Lohnkosten. Damit rechnet SAIER mit einem stabilen Cashflow und sehr guter Liquidität auch mit einer weiter positiven Entwicklung der Vermögenslage, sowie eine wieder erstarkte Finanz- und Ertragslage. SAIER plant für das Folgejahr neuerlich eine Steigerung des Rohertrags um 3 bis 5%.

IV Chancen- und Risikobericht

1 Risikobericht

Die große Herausforderung Materialversorgungssicherheit war auch im Jahr 2023 eine Herausforderung. Sie hat sich aber etwas entspannt.

Durch den Ukraine-Russland-Krieg haben sich die Versorgungsrisken nicht sehr verschärft. Allerdings hat die Krise auf ausgewählte Kunden erhebliche Einflüsse, die nennenswerte Umsätze in der Vergangenheit mir Russland und der Ukraine hatten.

Ein erhebliches Risiko stellt weiterhin die aktuelle Materialteuerung dar. SAIER wird wie im Jahr 2022 seinen Weg fortsetzen, die Materialinflation nur in dem Maße an Kunden im Rahmen von Preisanpassungen vorzunehmen, wie es unvermeidbar und nötig ist. SAIER positionierte sich mit seinem Verhalten von ausgesprochen späten und sehr maßvollen Anpassungen und, auch dem wertschätzenden Feedback von Kunden nach, als besonders fairer und vertrauensvoller Partner. Das ist ein bewusster Ansatz und ein klares Ziel von SAIER.

Die aktuell weiter hohe Inflation auf die Lohnentwicklung und damit die Produktionskosten sind ein erhebliches Risiko. Ziel ist es, die SAIER Lohn- und Gehaltsanpassungen (Lohninflation) stets durch entsprechende Produktivitätsfortschritte auszugleichen. Hier ist ein sehr hohes Maß an Produktivität erreicht, weshalb dies in Zukunft aller Voraussicht nach nicht mehr kompensiert werden kann.

Die Einkäufe und Umsätze von SAIER erfolgen in Euro. Das Währungsrisiko beschränkt sich Stand heute auf den Ausfall des Euro als Währung.

Moderne Prozesse auf Kundenseite (Wertgrenzen offener Posten, Mahnwesen, automatische Lieferstopps und Kreditauskünfte) verhindern nennenswerte Zahlungsausfälle uneinbringlicher Forderungen wirksam.

SAIER ging durch die letzten Krisen gestärkt hervor und wird sich weiter so ausrichten, sich auch kurzfristigen Herausforderungen sehr gut anpassen und diese meistern zu können.

2 Chancenbericht

Die Märkte, in denen SAIER tätig ist, sind vielfältig und sehr diversifiziert. Schwankungen und Schwächen in einer Kundengruppe oder einem Marktsegment werden in aller Regel durch Entwicklungen in anderen Segmenten kompensiert. Von Wachstum in neuen Märkten in Europa, vor allem aber auch Nordamerika und zunehmend Südamerika, erwartet SAIER nicht nur weiteres Wachstum, sondern auch eine weitere Diversifizierung und folglich Risikostreuung.

SAIER setzt stark auf Werte, Menschen, sowie eine Führung und Prozesse, welche die zunehmende Komplexität beherrschbar machen. Die bestehenden Kompetenzen (Personal) werden bewusst um solche Menschen bei Neueinstellungen ergänzt, welche die für die jetzt anstehende nächste Unternehmensphase wichtigen Erfahrungen aus anderen, größeren und internationalisierten Unternehmen mitbringen. Auch bezüglich der Mitarbeiter- und Organisationsentwicklung befindet sich SAIER auf einem guten Weg.

Die Produktions- bzw. die Wertschöpfungsteams in unseren Werken unterstützen das übergeordnete Ziel "zu wachsen (im Umsatz) ohne zu wachsen (im Personal)."

Der Mitarbeitereinsatz und -bedarf kann durch das Angebot flexibler und ausgewogener Arbeitszeitmodelle sowie einer regional bekanntermaßen attraktiven Firmenkultur als Arbeitgeber aufrechterhalten werden. Der ebenfalls sehr attraktive Standort Gundelfingen bzw. Freiburg wird auch künftig ermöglichen, sehr qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen (Akademiker, Facharbeiter).

SAIERs führende Rolle am Markt wird auch in Zukunft durch Neuentwicklungen und Patente abgesichert.

3 Gesamtaussage

Vor dem Hintergrund der wirksam verfolgten Strategie, und der zugehörigen Organisations- und Personalentwicklung, ist SAIER weiter auf gutem Weg und deutlich besser gerüstet für die Herausforderungen der Zukunft als noch vor wenigen Jahren.

Die finanzielle Stabilität, verlässliche und unternehmerisch im Management agierende Gesellschafter, welche mit Weitsicht in die Weiterentwicklung des Unternehmens investieren und keine kurzfristige Gewinnoptimierung fordern, werden die Fortsetzung des Erfolgsweges ermöglichen. Mit neuen externen Krisen wird SAIER umgehen können, und wiederum als Chancen begreifen, Marktanteile zu gewinnen.

SAIER sieht keine Risiken, welche die erfolgreiche Entwicklung stark beeinträchtigen oder gar dessen Lebensfähigkeit gefährden.

V Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

SAIER setzt als Finanzinstrumente ausschließlich liquide Mittel in Form von Bankguthaben, Forderungen gegen Kunden sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Lieferanten ein.

SAIER verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind bisher nicht eingetreten. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Laufende Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist ausgeglichen, Skontomöglichkeiten werden stets genutzt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

 

Gundelfingen, 16.05.2025

Herbert SAIER GmbH

Geschäftsführung

Michael Saier

Volker Brunner

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 1.750.061,25 1.668.775,64
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 52.291,00 28.502,00
II. Sachanlagen 1.697.770,25 1.640.273,64
1. technische Anlagen und Maschinen 805.957,00 775.812,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 789.305,00 653.568,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 102.508,25 210.893,64
B. Umlaufvermögen 7.780.124,63 6.183.927,01
I. Vorräte 4.591.641,13 3.898.109,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.544.706,24 655.855,47
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 201.069,84
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.343.636,40 655.855,47
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.643.777,26 1.629.961,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.806,03 25.549,92
Summe Aktiva 9.561.991,91 7.878.252,57

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 7.485.846,50 5.858.530,42
I. Gezeichnetes Kapital 156.000,00 156.000,00
II. Gewinnvortrag 5.702.530,42 4.677.075,10
III. Jahresüberschuss 1.627.316,08 1.025.455,32
B. Rückstellungen 1.227.168,52 1.039.815,80
C. Verbindlichkeiten 848.976,89 976.775,35
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 140.625,00 203.125,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 62.500,00 62.500,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 78.125,00 140.625,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 708.351,89 773.650,35
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 501.278,69 566.577,15
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 207.073,20 207.073,20
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 3.131,00
Summe Passiva 9.561.991,91 7.878.252,57

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 9.600.604,52 8.540.623,77
2. Personalaufwand 4.730.049,05 4.686.793,68
a) Löhne und Gehälter 3.967.337,70 3.956.887,73
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 762.711,35 729.905,95
davon für Altersversorgung 31.502,95 13.364,66
3. Abschreibungen 406.517,77 364.654,37
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 406.517,77 364.654,37
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.203.153,50 2.029.753,85
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.396,46
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.170,50 43,75
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.914,45 8.019,57
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 2.419,49 2.491,61
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 627.026,87 426.149,01
8. Ergebnis nach Steuern 1.628.113,38 1.025.297,04
9. sonstige Steuern 797,30 -158,28
10. Jahresüberschuss 1.627.316,08 1.025.455,32

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen:

Firmenname laut Registergericht: Herbert Saier GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Gundelfingen (Breisgau)
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Freiburg
Register-Nr.: HRB 2412

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechnebaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d.h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigieren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen vonhandelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und zum Nennwert angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck verwendet.

Der Zinssatz für die Rückstellungsberechnung wurde auf Basis einer zehnjährigen Durchschnittsbildung ermittelt. Im Berichtsjahr wird ein von der deutschen Bundesbank vorgegebener Marktzinssatz von 1,82 % (Vj. 1,78 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt.

Der Ausweis der Pensionsverpflichtung erfolgt durch Verrechnung gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit dem Anspruch aus der Rückdeckungsversicherung.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 6.734,00 (Vj. Euro 31.105,00). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen werden gesondert zum Finanzergebnis erläutert.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zu Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Buchwert 01.01.2023 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Imaterielle WG 28.502,00 38.194,00 1.740,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 28.502,00 38.194,00 1.740,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 775.812,00 209.955,06
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 653.568,00 165.985,52 10.694,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 210.893,64 161.450,09 233.129,44
Summe Sachanlagen 1.640.273,64 537.390,67 243.823,44
Summe Anlagevermögen 1.668.775,64 575.584,67 245.563,44
Umbuchungen Abschreibungen Zuschreibungen- Buchwert 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Imaterielle WG 12.665,00 52.291,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 12.665,00 52.291,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 179.810,06 805.957,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und 194.488,19 214.042,71 789.305,00
Geschäftsausstattung 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -36.706,04 102.508,25
Summe Sachanlagen 157.782,15 393.852,77 1.697.770,25
Summe Anlagevermögen 157.782,15 406.517,77 1.750.061,25

2. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden in der vorliegenden Bilanz wie folgt angesetzt.

Pensionsverpflichtungen 679.275,00 Euro
Rückdeckungsversicherung - 190.981,88 Euro
488.293,12 Euro

Die Zeitwerte der Rückdeckungsversicherungen entsprechen den Anschaffungskosten.

Im Finanzergebnis wurden folgende Beträge verrechnet:

Erträge aus Erhöhung Rückdeckungsvermögen -9.454,51 Euro
Zinsaufwand aus Abzinsung 11.874,00 Euro
Zinsergebnis (Ausweis im Zinsaufwand) 2.419,49 Euro

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Tantiemen, Instandhaltungen, Gewährleistungsverpflichtungen, Jahresabschlusskosten, Überstunden und Berufsgenossenschaft.

4. Aufgliederung der Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
< 1 Jahr 2-5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Euro VJ Euro Euro VJ Euro Euro
1. Kreditinstituten 62.500,00 62.500,00 78.125,00 140.625,00 0,00
2. Lieferungen und Leistungen 270.533,39 491.706,13 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 254.021,80 74.871,02 207.073,20 207.073,20 0,00
- davon aus Steuer 212.444,13 50.248,41 0,00 0,00 0,00
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 31.398,56 19.599,10 0,00 0,00 0,00
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 587.055,19 629.077,15 285.198,20 347.698,20 0,00

Für die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten bestehen Buchgrundschulden mit persönlicher Haftungsübernahme zu Gunsten der Gesellschaft durch die Vermieter des Betriebsgrundstücks.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 Euro (Vorjahr: 76.693,78 Euro). Diese resultieren vollumfänglich aus sonstigen Verbindlichkeiten.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

<1 Jahr 2-5 Jahre > 5 Jahre
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Euro Euro Euro
aus Miet- und Leasingverträgen 491.187,82 481.423,60 0,00

6. Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger (bei Aktivposten) oder höher waren (bei Passivposten).

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

V. Erläuterungen zur GuV

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten keine Erträge aus Währungsdifferenzen (Vorjahr: 1.396,46 Euro).

2. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 31.248,55 Euro (Vorjahr: 12.525,12Euro) erhalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine Aufwendungen aus Währungsdifferenzen (Vorjahr: 1.381,44 Euro).

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In Höhe 11.874,00 Euro (Vorjahr 13.086,00 Euro) sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten.

VI. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 52
Angestellte 33
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 85

2. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß §286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Michael Saier, technischer Geschäftsleiter

Volker Brunner, kaufmännischer Geschäftsführer

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag sind nicht eingetreten.

 

Gundelfingen, 16. Mai 2025

Herbert Saier GmbH

Geschäftsführung

Michael Saier

Volker Brunner

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.05.2025 festgestellt.

Angaben zum Unterzeichner

 

Gundelfingen, den 16.05.2025

gez.

Michael Saier

Volker Brunner

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Herbert Saier GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Herbert Saier GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Herbert Saier GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)

festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Villingen-Schwenningen, 16. Mai 2025

Wirtschaftsrevision Süd GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pfeifer, Wirtschaftsprüfer

Wedam, Wirtschaftsprüferin

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