Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 112965
Eingetragen
22.5.1996
Branche
Vermietung von LuftfahrzeugenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.Betrieb von Flughäfen und Landeplätzen für Luftfahrzeuge
Gegenstand
Betrieb eines Luftfahrtunternehmens sowie Vermietung von Luftfahrzeugen. Handel, Vermittlung und sonstige Dienstleistungen in der Luft- und Raumfahrt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Lorenz Fassl
seit 18.3.2026
Geschäftsführer
Florian Haffa
seit 18.3.2026
Prokura
Olga Früchtel
seit 9.9.2011
Prokura
Thomas Haffa
seit 2.9.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

München
25.800 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Air Independence GmbH

Weßling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Air Independence GmbH wurde 1998 als deutsches Luftfahrtunternehmen im Bereich der Privat- und Geschäftsluftfahrt mit Hauptsitz in München gegründet. Zur Stärkung des Unternehmenskapitals beteiligten sich im selben Jahr zwei natürliche Personen als stille Gesellschafter nach § 230 ff. HGB. Die stillen Gesellschafter nehmen an Gewinnen und Verlusten teil.

Die Gesellschaft operiert unter den Standards der European Union Aviation Safety Agency (EASA) Operating Standards (OPS) und ist weltweit im Einsatz.

Die Flugzeugflotte besteht aus 4 Challenger 604, einem Challenger 650 und zwei PC-12 NG. Bis auf eine im Eigentum der Gesellschaft stehende PC-12 sind die übrigen Flugzeuge angemietet.

Alle Flugzeuge werden gemäß EASA Air OPS betrieben. Die Continuing Airworthiness Management Organisation nach Part CAMO der Air Independence GmbH überwacht die Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit und vergibt Aufträge an die Partner - Wartungsbetriebe welche die Instandhaltungsarbeiten unter Aufsicht der Air Independence CAMO ausführen.

Auch die Besatzungen unterliegen den strengen Sicherheits- und Trainingsstandards der Luftfahrtbehörden und absolvieren regelmäßige Schulungs- und Trainingsprogramme.

II. Wirtschaftliche Lage

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Spuren der Corona-Pandemie und der Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Deutschland verzeichnet im Vergleich zu anderen Volkswirtschafen des Euro-Raumes das geringste Wachstum seit Beginn der Corona-Pandemie. Die deutsche Wirtschaft entwickelte sich während der Energiekrise nur sehr schwach (vgl. Sachverständigenrat: Jahresgutachten 2023/24, S.1).

Für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist zum Ende des Jahres 2023 mit einem Rückgang von 0,4 % zu rechnen. Bis Ende 2024 ist aufgrund von steigenden Einkommen zwar eine Erholung des BIP zu erwarten, aufgrund der schleppenden Erholung der Weltwirtschaft wird prognostiziert, dass sich das BIP nur leicht erholt und das Wachstum 0,7 % beträgt (vgl. Sachverständigenrat: Jahresgutachten 2023/24, S.4).

Der Ölmarkt hat sich im Jahr 2023 nach den starken Verwerfungen im Vorjahr etwas entspannt. Nachdem die Preise für Rohöl seit August 2022 zurückgegangen sind, si.

Im Vergleich zum Vorkrisenniveau im Geschäftsjahr 2019 lagen die verkauften Passagierkilometer global um 6 % niedriger. Fluggesellschaften aus Europa wiesen einen Rückgang um 5 % gegenüber dem Vorkrisenniveau auf. Die Durchschnittserlöse im globalen Passagierverkehr stiegen gemäß Schätzungen der IATA im Geschäftsjahr 2023 um 6,2 % (Vorjahr: 9,5 %). Damit lagen die Durchschnittserlöse im Geschäftsjahr 2023 um 11,0 % über Vorkrisenniveau. nd sie seit Sommer 2023 wieder leicht gestiegen. Der Preisanstieg ist auf eine höhere Nachfrage, insbesondere aus China und gefallene Lagerbestände zurückzuführen. Nach den Terrorangriffen der Hamas aus Israel am 7. Oktober 2023 hat sich die Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung des Ölpreises zwar erhöht, nach Einschätzung des Sachverständigenrates kann der Preisanstieg auf eine höhere Nachfrage zur Sicherung von Vorräten zurückzuführen sein, da es sich bei Israel um kein erdölproduzierendes Land handelt, sollten die Auswirkungen auf den Ölpreis begrenzt bleiben, sofern sich der Konflikt nicht auf erdölproduzierende Länder ausweitet (vgl. Sachverständigenrat: Jahresgutachten 2023/24, S.27).

Im Berichtsjahr ist der Passagierluftverkehr nach der Pandemie in Deutschland weitergewachsen. Dabei bleibt Deutschland deutlich hinter anderen europäischen Ländern zurück. Die Passagierzahlen an den deutschen Flughäfen sind um 20 % auf 197,2 Millionen gestiegen. Das Sitzplatzangebot an den deutschen Flughäfen erreichte 79 % des Vor-Corona-Niveaus. Dagegen liegt die Entwicklung des Luftverkehrs in den übrigen europäischen Ländern mit 96 % des Angebotes von 2019 deutlich darüber und hat damit den pandemiebedingten Einbruch des Luftverkehrs nahezu überwunden. Die zurückbleibende Entwicklung in Deutschland ist auf die seit 2020 massiv gestiegenen staatlichen Standortkosten zurückzuführen, die inzwischen deutlich über den Kosten an anderen europäischen Standorten liegen (vgl. BDL: Pressemitteilung v. 07.02.2024).

Im Vergleich zum Vorkrisenniveau im Geschäftsjahr 2019 lagen die verkauften Passagierkilometer global um 6 % niedriger. Fluggesellschaften aus Europa wiesen einen Rückgang um 5 % gegenüber dem Vorkrisenniveau auf. Die Durchschnittserlöse im globalen Passagierverkehr stiegen gemäß Schätzungen der IATA im Geschäftsjahr 2023 um 6,2 % (Vorjahr: 9,5 %). Damit lagen die Durchschnittserlöse im Geschäftsjahr 2023 um 11,0 % über Vorkrisenniveau (vgl.IATA Air Passenger Monthly Analysis - December 2023, S. 1).

Insgesamt stieg der weltweite Absatz (verkaufte Passagierkilometer) im Berichtsjahr gemäß Berechnungen der International Air Transport Association (IATA) gegenüber Vorjahr um 37 % (Vorjahr: 65 %). Den größten Zuwachs verzeichneten Fluggesellschaften aus der Region Asien/Pazifik mit 96 % (Vorjahr: 32 %), gefolgt von Fluggesellschaften aus Afrika mit 36 % (Vorjahr: 84 %). Fluggesellschaften aus Europa erzielten einen Zuwachs von 20 % (Vorjahr: 104 %) (vgl.IATA Air Passenger Monthly Analysis - December 2023, S. 1).

Der globale Markt für Luftfracht normalisierte sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zu den Rekordniveaus während der Corona-Pandemie, blieb aber weiterhin auf einem im historischen Vergleich hohen Niveau. So sank das weltweite Luftfrachtaufkommen (gemessen in verkauften Fracht- Tonnenkilometern) gemäß Angaben der IATA im Jahr 2023 gegenüber Vorjahr um 2 % (Vorjahr: Rückgang um 8 %). Europäische Anbieter verzeichneten einen Rückgang um 4 % (Vorjahr: Rückgang um 12 %) (vgl. IATA Air Cargo Market Analysis - December 2023, S.5).

Die Durchschnittserlöse im globalen Luftfrachtverkehr sanken gemäß Schätzungen der IATA um 32,2 % gegenüber Vorjahr (Vorjahr: Anstieg um 7,2 %), beeinflusst durch das größere Angebot an Belly-Frachtkapazitäten in den Passagierflugzeugen und die weltweit schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Damit lagen die Durchschnittserlöse jedoch weiterhin um 41,3 % über Vorkrisenniveau (vgl. IATA Industry Statistics Fact Sheet (12/2023).

Für die weltweite Airline-Industrie wird im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der positiven Entwicklung im Passagierverkehr ein deutlicher Anstieg des Gewinns gegenüber Vorjahr erwartet. So prognostiziert die IATA für das Geschäftsjahr 2023 einen branchenweiten Nettogewinn in Höhe von 23 Mrd. USD (Vorjahr: Nettoverlust von 4 Mrd. USD). Vor Ausbruch der Corona-Krise erzielte die Airline-Industrie im Geschäftsjahr 2019 einen Nettogewinn in Höhe von 26 Mrd. USD. In der regionalen Betrachtung wird der höchste Gewinn für Nordamerika in Höhe von 14 Mrd. USD erwartet (Vorjahr: 9 Mrd. USD). Für die europäischen Fluggesellschaften wird ein Gewinn in Höhe von 8 Mrd. USD prognostiziert (Vorjahr: 4 Mrd. USD) (vgl. IATA Industry Statistics Fact Sheet (12/2023).

2. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft konnte an die gute Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr in der Gesamtbetrachtung zwar gesunken, die Qualität der Umsatzerlöse hat sich jedoch erhöht, denn im Berichtsjahr sind die gewöhnlichen Erlöse der Gesellschaft (Chartererlöse) angestiegen, während die einmaligen Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind.

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr insgesamt leicht rückläufig, was im Wesentlichen auf folgende Punkte zurückzuführen ist: Im Vorjahr waren einmalige Umsatzerlöse auf der Vermietung eines Flugzeugs zu Forschungszwecken enthalten. Außerdem sind im Vorjahr größere Instandhaltungen an Charterflugzeugen durchgeführt worden, welchen den Flugzeugbesitzern weiterbelastet wurden. Im Berichtsjahr, verglichen mit dem Vorjahr, konnten von der Gesellschaft ca. 100 Flugstunden mehr verchartert werden, was zu höheren Chartererlösen führte und bei der Gesamtbetrachtung als positiv eingeschätzt werden kann. Die im Vorjahr prognostizierten Umsätze in Höhe von 20 Mio. Euro konnte die Gesellschaft mit Umsatzerlösen in Höhe von 22,7 Mio. übertreffen und somit einen mit dem Vorjahr vergleichbaren Umsatz erzielen.

Bedingt durch die Normalisierung des Marktes wurden bei der Air Independence GmbH im Berichtsjahr weniger Flüge als im Vorjahr storniert, so dass ebenfalls ein Rückgang der Umsatzerlöse für Stornierungen zu verzeichnen ist, was wiederum zur dargestellten Erhöhung der Charterlöse führte.

Die Erholung der Nachfrage nach Flugreisen - insbesondere grenzüberschreitender - nach der Corona-Pandemie setzte sich weiter fort. Die aufgrund der höheren Flugstunden und Inflation gestiegenen Kosten vorrangig im Bereich des operativen Personalaufwands und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten bei den Umsatzerlösen aus Charterverkäufen aufgefangen werden. Gleichzeitig war die Gesellschaft im Berichtsjahr von einem größeren Forderungsausfall und höheren Flugzeugreparaturkosten, welche die Gesellschaft direkt belasten, betroffen, was das EBIT (T€ -489,9) der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr deutlich (EBIT T€ 94,3) verschlechterte.

Der Anstieg der vercharterten Flugstunden hat entsprechend zu höheren Preisen bei der Anmietung von Fremdflugzeugen für die Gesellschaft geführt. Zudem sind höhere Kosten bei Flughafengebühren angefallen. Die durchschnittlichen Kosten für Kerosin waren im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr zwar niedriger, konnten die Differenz jedoch nicht ausgleichen.

Das niedrigere Ergebnis im Berichtsjahr (vor Gewinnabführung an den stillen Gesellschafter) im Vergleich zum Vorjahr, resultiert hauptsächlich aus den Forderungsausfällen i. H. v. T€ 117 und den höheren Flugzeugreparaturkosten am Challenger OE-ITH i. H. v. T€ 1.230 (im Vorjahr T€ 458,7). Zusätzlich sind die Reisekosten für Crewmitglieder um 16%, das Flugnavigationsmaterial um 17% sowie die Kosten für höheren Flugpersonalbedarf um 97% angestiegen. Weitere laufenden Flugbetriebs- und Handlingskosten sind im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich gestiegen. In Ihrer Vorjahresprognose rechnete die Gesellschaft bereits mit höheren Kosten für die Überholung eines Luftfahrzeuges, der deutlich inflationär bedingte Anstieg der weiteren Kosten des Unternehmens und der hohe Forderungsausfall konnten jedoch nicht vorausprognostiziert werden.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass im folgenden Jahr die Kosten im administrativen Bereich inflationsbedingt weiter ansteigen werden. Aufgrund der weiterhin starken Nachfrage im Flugcharterbereich und zum Ende des Jahres geplanten Erweiterung der Flugzeugflotte durch die Anmietung von 2 weiteren Flugzeuge des Typs PC12 wird für das kommende Jahr mit einem positiven Ergebnis gerechnet.

Der Gewinn der Gesellschaft konnte aufgrund der Verlustübernahme des atypisch stillen Gesellschafters im Berichtsjahr mit T€ 6,0 nicht ganz auf dem Vorjahresniveau in Höhe von T€ 25,8 gehalten werden. Damit wurde die Vorjahresprognose der Gesellschaft erreicht, da ein leicht positives Jahresergebnis erzielt werden konnte.

3. Ertrags-, Finanz-und Vermögenslage

3.1 Ertragslage

Im Überblick hat sich die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

01.01. bis 31.12.2023 01.01. bis 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr
in
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 22.771,2 100,0 23.271,1 100,0 -499,9
+ sonst.betriebl.Erträge 671,7 2,9 647,1 2,8 24,6
- Materialaufwand 17.864,2 78,5 18.204,4 78,2 -340,2
- Personalaufwand 4.338,8 19,1 4.006,1 17,2 332,7
- Abschreibungen 410,1 1,8 436,5 1,9 -26,4
- sonst.betriebl.Aufwand 1.319,6 5,8 1.176,8 5,1 142,8
+ Finanzerträge 11,5 0,1 0,1 0,0 11,4
- Finanzaufwand 28,0 0,1 32,7 0,1 -4,7
- EE-Steuern 4,8 0,0 4,9 0,0 -0,1
Ergebnis nach Steuern -511,2 -2,2 56,8 0,2 -568,0
- sonstige Steuern 3,2 0,0 1,2 0,0 2,0
+- Erträge aus Verlustübernahme/abgeführte Gewinne 520,4 2,3 -29,8 -0,1 550,2
Jahresergebnis 6,0 0,0 25,8 0,1 -19,8

a) Umsatzerlöse

IDie Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr T€ 22.771 im Vergleich zum Vorjahr T€ 23.271 insgesamt um T€ -500 oder -2,1% leicht rückläufig. Dies ist im Wesentlichen auf folgende Punkte zurückzuführen: Im Vorjahr waren einmalige Umsätze für die Vermietung eines Flugzeugs zu Forschungszwecken in Höhe von T€ 420 enthalten. Außerdem wurde im Vorjahr aufgrund der Weiterbelastung einer großen Reparatur eines Charterflugzeugs an den Eigentümer um ca. T€ 926 höhere Umsatzerlöse erzielt. Im Berichtsjahr konnte die Gesellschaft ca. 100 Flugstunden mehr verchartern, was zu einem Anstieg der Umsatzerlöse von ca. T€ 727 führte. Außerdem konnte die Gesellschaft ein Wachstum bei Inlandsflügen verzeichnen und Ihre Umsatzerlöse in diesem Geschäftsfeld um T€ 133 steigern.

b) Sonstige betrieblichen Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich leicht von T€ 647 um T€ 25 auf T€ 672. Der Anstieg ist vorrangig auf die Auflösung von nicht verbrauchten Rückstellungen sowie der PKW-Nutzung durch Mitarbeiter zurückzuführen.

c) Flugbetriebskosten/Kosten Anmietung der Flugzeuge/ Reparaturen/

Landegebühren

Die Kosten für den Betrieb, der Anmietung und der Reparaturen der Flugzeuge, Typ Challenger, verzeichnen einen leichten Rückgang von T€ 18.204,4 auf T€ 17.864,2. Dies entspricht einer Verminderung von 1,9 %.

Die Kosten für die Anmietung der Flugzeuge, hängen direkt mit dem Charterbetrieb und den Chartereinnahmen zusammen und sind aufgrund des Anstieges der vercharterten Flugstunden und höheren Chartererlösen, entsprechend um ca. 12,98 % angestiegen.

Kosten für die Versicherung der Flugzeuge waren im Berichtsjahr um 8,4 % höher als im Vorjahr.

d) Personalaufwand

Der Personalaufwand stieg von T€ 4.006 auf T€ 4.338. Dies entspricht einem Zuwachs von T€ 332 oder 8,3 %. Grund für die höheren Kosten sind die gestiegenen Bruttogehälter, u.a. aufgrund der Neuanstellungen und Gehaltserhöhungen. Die Personalkosten für die festangestellten Mitarbeiter stiegen im Berichtsjahr um 5,5% im Vergleich zum Vorjahr an. Die Kosten für die freiberuflichen Piloten sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 87 % angestiegen (von T€ 108,6 auf T€ 203,3).

e) Abschreibungen

Die Abschreibungen verminderten sich von T€ 436 um T€ 26 auf T€ 410.

Grund hierfür ist vorrangig die Einsparung bei geringwertigen Wirtschaftsgütern im Berichtsjahr.

f) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um T€ 143 von T€ 1.177 auf T€ 1.320. Dies ist insbesondere auf einen im Berichtsjahr eingetretenen Forderungsverlust in Höhe von T€ 117 zurückzuführen.

g) Finanzergebnis

Der Saldo aus Zinsaufwendungen und Zinserträgen betrug ca. T€ 16 (Vorjahr T€ -33). Grund hierfür sind Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen deren Laufzeit über einem Jahr liegt.

h) Geschäftsergebnis

In 2023 wurde ein Ergebnis vor Gewinnabführung und Steuern von T€ -506 erzielt, während sich im Vorjahr ein Ergebnis vor Gewinnabführung und Steuern von T€ + 62 ergeben hat. Nach Verlustübernahme des atypisch stillen Gesellschafters in Höhe von T€ 520 (Vorjahr Gewinnabführung T€ 30), verblieb der Gesellschaft nach Steuern ein Gewinn von T€ 6,0 (Vorjahr T€ 25,8).

3.2 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 abgeleitete Darstellung der Vermögenslage der Gesellschaft lässt sich im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag folgendermaßen darstellen:

AKTIVA

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr
in
TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielles Anlagevermögen 19,7 0,3 28,6 0,4 -8,9
Sachanlagen 3.554,0 58,7 3.684,9 49,4 -130,9
Forderungen 184,5 3,0 285,1 3,8 -100,6
Sonstige Vermögensgegenstände 416,0 6,9 433,5 5,8 -17,5
Flüssige Mittel/Wertpapiere 1.518,0 25,1 2.699,4 36,2 -1.181,4
Rechnungsabgrenzungsposten 367,2 6,1 333,2 4,5 34,0
Summe Aktiva 6.059,5 100,0 7.464,7 100,0 -1.405,2

Die Bilanzsumme hat sich in 2023, verglichen mit dem Vorjahr, von T€ 7.465 um T€ 1.405 auf T€ 6.059 vermindert. Im Wesentlichen haben sich auf der Aktivseite die flüssigen Mittel der Gesellschaft um T€ 1.182 vermindert.

Die aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 abgeleitete Darstellung der Kapitalstruktur der Gesellschaft lässt sich im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag folgendermaßen darstellen:

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr
in
TEUR % TEUR % TEUR
PASSIVA
Eigenkapital 411,0 6,8 405,0 5,4 6,0
Rückstellungen 305,7 5,0 278,2 3,7 27,5
Lieferverbindlichkeiten 1.080,0 17,8 1.577,7 21,1 -497,7
Gesellschafterverbindlichkeiten 3.459,1 57,1 4.374,4 58,6 -915,3
Sonstige Verbindlichkeiten 803,6 13,3 829,4 11,1 -25,8
Summe Passiva 6.059,5 100,0 7.464,7 100,0 -1.405,2

Auf der Passivseite haben sich im Wesentlichen folgende Positionen verändert:

Lieferverbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zuzüglich erhaltene Anzahlungen) haben sich um T€ 498 vermindert. Davon entfallen T€ 161 auf erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und T€ 337 auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um T€ 26 vermindert, dies resultiert hauptsächlich aus der Begleichung von Kreditkartenabrechnungen.

3.3 Finanzlage

Die Finanzlage ist durch den Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von T€ 1.518 (Vorjahr T€ 2.699) gekennzeichnet und war während des gesamten Berichtsjahres ausgeglichen. Bankkredite wurden nicht in Anspruch genommen. Die liquiden Mittel haben sich im Berichtsjahr von T€ 2.699 auf T€ 1.518, also um T€ 1.181 vermindert.

Der Cash-Flow der laufenden Geschäftstätigkeit betrug T€ -887 und ist insbesondere durch die Zunahme der Lieferverbindlichkeiten beeinflusst.

Das Anlagevermögen, das fast ausschließlich aus dem in 2019 angeschafften Flugzeug, Typ PC 12 NG besteht, ist durch ein Gesellschafterdarlehen finanziert. Das Darlehen verzinst sich mit 1% p.a.

Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ -266, da hierin im Berichtsjahr hauptsächlich Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen geleistet wurden.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit setzt sich nur aus den gezahlten Zinsen in Höhe von T€ 28 zusammen.

Durch diese Finanzlage war die Gesellschaft stets in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zu den wichtigsten nichtfinanziellen Leistungsfaktoren gehört die Flugsicherheit der Passagiere. Seit Bestehen der Air Independence gab es noch keinen Vorfall, der negative Auswirkungen auf die Flugsicherheit hatte. Unabhängige Fachleute überprüfen alle zwei Jahre die geltenden Sicherheitsstandards in einem IATA Operation Safety Audit (IOSA).

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Zufriedenheit der Kunden, wobei die Ansprüche der Kunden in dem hochpreisigen Business-Jet Segment besonders hoch sind. Die Gesellschaft erfüllt den Anspruch durch modernste und luxuriöse Flugzeuge, ausgezeichneten Service an Bord und ausgesuchtes und geschultes Personal.

Ferner ist die Abflugpünktlichkeit für die Kunden häufig von großer Bedeutung. Diesem Anspruch wird durch sorgfältige Flugvorbereitung Rechnung getragen.

Neben den Kundenbelangen gehört besonders das Personal zu den wichtigen Leistungsfaktoren. Bei der Auswahl des Personals wird deshalb besonders auf Erfahrung, laufende Fortbildung und Training Wert gelegt. Ferner bemüht sich die Geschäftsführung durch regelmäßige persönliche Kontakte auf die persönlichen Bedürfnisse und Sorgen der Mitarbeiter einzugehen, um dadurch die Arbeitgeberattraktivität zu stärken.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 2023

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr 2023 wie auch im Vorjahr wesentliche Fortschritte bei der Bewältigung der Corona Krise gemacht. Die Vorjahresprognose wurde von der Gesellschaft erfüllt, da die Gesellschaft einen mit dem Vorjahr vergleichbaren Umsatz erzielen konnte. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr angestiegenen Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die auf gestiegene Gehälter und allgemeine inflationäre Kostensteigerungen zurückzuführen sind, konnte anders als prognostiziert, auch wegen einem größeren Forderungsausfall nur durch die Verlustübernahme des atypisch stillen Gesellschafters ein leicht positives Ergebnis erzielt werden. Der Verlust vor Übernahme durch den atypisch stillen Gesellschafter ist im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr auf T€ -514,3 (Vorjahr Gewinn T€ +55,6) gesunken.

III. Chancen- und Risikobericht

Für die globale Airline-Industrie mit ihrer hohen Dynamik bieten sich Chancen sowohl von außen, zum Beispiel durch neue Kundenwünsche, Marktstrukturen, fortschreitende Konsolidierung oder Veränderung regulatorischer Rahmenbedingungen, als auch von innen, durch neue Produkte, Innovationen, Qualitätsverbesserungen und weitere Wettbewerbsdifferenzierungen.

Das Management von Chancen und Risiken ist in alle Geschäftsprozesse der Air Independence GmbH integriert. Risiken werden frühzeitig identifiziert, proaktiv gesteuert und überwacht. Chancen werden gezielt genutzt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Air Independence GmbH identifizieren Chancen und Risiken im Rahmen der täglichen Prozesse und Marktbeobachtungen. Chancen, die im Rahmen einer Gesamtbetrachtung für die Entwicklung der Air Independence GmbH als vorteilhaft erachtet werden, werden mittels gezielter Maßnahmen verfolgt und umgesetzt.

Die Prognose der Gesellschaft für das Jahr 2024 basiert auf der Erwartung, dass die künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Entwicklung insbesondere der Luftfahrtbranche der Darstellung im Prognosebericht entsprechen. Sollte sich die Gesamtwirtschaft schlechter als prognostiziert entwickeln, wird dies auch die Geschäftsentwicklung der Air Independence GmbH voraussichtlich negativ beeinflussen. Die erzielten Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss könnten in diesem Fall die aktuelle Prognose unterschreiten.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr, trotz Krisen und der Inflation, eine positive Entwicklung bei den Umsatzerlösen erzielt, da diese auf dem Vorjahresniveau gehalten werden konnten. Die Nachfrage bei der Gesellschaft nach internationalen Flügen bleibt weiterhin hoch, nicht nur im europäischen, sondern auch im arabischen Raum.

Im Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft auf Basis der Prognosen von Global Insight mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 2,3 %. Für die europäische Wirtschaft wird mit einem Wachstum von 0,7% gerechnet. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 wird davon abhängen, inwieweit die ersten Erfolge bei der Inflationsbekämpfung zu Zinssenkungen führen und wie sich der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und der Nahostkonflikt weiterentwickeln (vgl.Global Insight World Overview 15.01.2024).

Die finanzwirtschaftlichen Entwicklungen stellen für die Gesellschaft auch Chancen dar, so können vorteilhafte Entwicklungen der Treibstoffpreise, Devisenkurse oder Zinsen die Erträge der Gesellschaft erhöhen oder Verbindlichkeiten reduzieren.

Ein Risiko liegt weiterhin in den Treibstoffpreisänderungen. Der Konflikt im Gazastreifen und in Israel könnte weiter eskalieren und auf die gesamte Region übergreifen, aus der etwa 35 % der weltweiten Ölexporte und 14 % der Gasexporte stammen (vgl.BMWK: Schlaglichter der Wirtschaftspolitik 03/24, S 39).

Der Ölpreis lag in 2023 im Durchschnitt 17% niedriger als im Vorjahr und gilt weiterhin als volatil angesichts des Ukraine-Kriegs und der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten. Gleichzeitig ist die Preisdifferenz zwischen Rohöl und Kerosin, der sogenannte Jet Fuel Creck unverändert auf hohem Niveau, auch wenn die Preisdifferenz im Vergleich zu 2022 zurückgegangen ist. Es geht hierbei um Schwankungsbreiten, die direkten Einfluss auf die Flugzeugkosten haben. Dadurch, dass die Treibstoffkosten in einem 2-wöchigen Turnus fix bekannt sind, ist es der Gesellschaft jedoch möglich die Mehrkosten sofort an Kunden weiter zu geben.

Der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie der Konflikt im Nahostgebiet bringt weitere Risiken hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Lage mit sich. Die dadurch ausgelösten stark ansteigenden Energiekosten sowie konjunkturelle Risiken bestehen fort und werden im Euroraum weiterhin durch Lieferengpässe begleitet. Durch den Krieg ausgelöste Sanktionen, inklusive eventueller Gegenmaßnahmen haben weiterhin Auswirkungen auf die Entwicklung der Weltwirtschaft. Ein potenzieller finanzieller Schaden kann durch Primäreffekte wie der Ausfall einzelner Zielgebiete, aber auch durch signifikante Sekundäreffekte wie einen Passagierrückgang, hohe Versicherungsprämien, Mehraufwand für Treibstoff wegen Luftraumsperrungen oder durch höhere Kosten aufgrund der Verknappung der Energie- und Rohstoffversorgung entstehen.

Das Risiko für Pandemien und Epidemien steigt unter anderem aufgrund von zunehmender Urbanisierung, dem Klimawandel und Migrationsbewegungen an. Durch epidemische, pandemische oder sonstige Ausbreitungsmuster wie Bioterrorismus drohen hohe Krankheitsraten in verschiedenen Ländern, Regionen oder Kontinenten. Dies kann kurz-, mittel- und langfristig dazu führen, dass das Fluggastaufkommen im Luftverkehr aus Angst vor Ansteckung drastisch sinkt, wie im Jahr 2020 aufgrund der pandemischen Ausbreitung des Corona Virus in dramatischer Ausprägung erkennbar war. Ferner ist es möglich, dass Mitarbeitende aus Angst vor einer Ansteckung nicht bereit sind, in betroffene Länder zu fliegen und dass Mitarbeitende vor Ort diese Länder verlassen wollen. Durch hohe Krankheitsraten der Mitarbeitenden kann der operative Betrieb gefährdet sein. Ebenso können behördliche Reiserestriktionen aus Angst vor der Einschleppung von Krankheitserregern zu operativen Einschränkungen führen.

IV. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 wird gemäß den Daten vom IWF ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1 % erwartet. Für Europa soll das Wachstum bei 0,9 % liegen (vgl. BMWK: Schlaglichter der Wirtschaftspolitik 03/24, S 37). Nach Einschätzung des IWF ist in 2024 auch mit sinkenden Inflationsraten zu rechnen. Sollte das gesetzliche Ziel von 2% sichtbar werden, wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank durch Anpassung des Leitzinses die Geldpolitik wieder lockern wird.

Die International Air Transport Association (IATA) erwartet für den globalen Passagierverkehr in der Luftfahrt - gemessen an den weltweit verkauften Passagierkilometern - für das kommende Jahr 2024 ein Wachstum von 10 % verglichen mit 2023 (vgl. IATA Industry Statistics (12/2023). In ihrer Prognose für 2024 erwartet die IATA dabei deutliche regionale Wachstumsunterschiede. Der stärkste Zuwachs wird mit 13 % für die Region Asien/Pazifik erwartet, gefolgt von Europa mit 10 %. Für Afrika und Lateinamerika wird ein Wachstum von jeweils 7 % und für Nordamerika und dem Nahen Osten von jeweils 6 % prognostiziert. Damit würde die Branche im Jahr 2024 den Prognosen zufolge erstmalig nach der Corona-Pandemie wieder das Vorkrisenniveau übertreffen. Die vorherrschenden branchenweiten Einschränkungen, wie beispielsweise fehlendes Personal an Flughäfen und der Flugsicherung können sich positiv für das Geschäftsfeld der Air Independence GmbH auswirken. Neben der anhaltend starken Nachfrage nach touristischen Reisen wird für das Geschäftsjahr 2024 auch mit einer weiteren Erholung des Geschäftsreiseverkehrs gerechnet.

Hinsichtlich der Entwicklung der Durchschnittserlöse rechnet die IATA für das Jahr 2024 mit einem Anstieg von 1,8 % gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: 6,2%) (vgl. IATA Industry Statistics (12/2023).

Die Flugsicherheit wird regelmäßig überprüft. Dabei überprüfen unabhängige Fachleute im Abstand von regelmäßig die geltenden Sicherheitsstandards in einem IATA Operation Safety Audit (IOSA). Das Ergebnis der letzten Prüfung verlief ohne Beanstandungen.

Durch das regelmäßige Kundenfeedback und die laufende Umsetzung der Anregungen der Kunden wird eine hohe Kundenzufriedenheit erzielt.

Um Kundenzufriedenheit zu erreichen, muss Qualität in allen Leistungsbereichen geliefert werden. Dazu gehört unter anderem die Abflugpünktlichkeit. Die hohen Ansprüche der Kunden wurden in den vergangenen Jahren und werden in den kommenden Jahren weiterhin von der Gesellschaft erfüllt.

Um das bestehende erfahrene Personal weiter zu halten, bemüht sich die Gesellschaft auch in 2024 darum auf die persönlichen Bedürfnisse und Sorgen der Mitarbeiter einzugehen, um dadurch die Arbeitgeberattraktivität zu stärken.

Aufgrund des bisherigen Verlaufs der Umsätze und Ergebnisse in den ersten 4 Monaten des laufenden Jahres 2024 und aufgrund des geplanten Einsatzes von zwei zusätzlichen Flugzeugen des Typs PC 12 zum Jahresende 2024, geht die Gesellschaft davon aus, dass es ihr im laufenden Geschäftsjahr gelingen wird einen mit dem Vorjahr vergleichbaren Umsatz von über 20 Mio. Euro zu erzielen. Ebenso rechnet die Gesellschaft damit ihr EBIT wieder zu steigern und ein ausgeglichenes, leicht positives Jahresergebnis zu erzielen.

 

München, 29.07.2024

Thomas Haffa, Geschäftsführer

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.573.728,24 3.713.440,23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 19.725,09 28.560,09
II. Sachanlagen 3.554.003,15 3.684.880,14
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.297,72 35.061,20
2. technische Anlagen und Maschinen 6.150,00 7.050,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.518.555,43 3.642.768,94
B. Umlaufvermögen 2.118.544,83 3.418.026,70
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 600.544,67 718.626,01
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.518.000,16 2.699.400,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 367.178,38 333.189,55
Aktiva 6.059.451,45 7.464.656,48

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 410.983,76 405.018,66
I. Gezeichnetes Kapital 25.800,00 25.800,00
II. Bilanzgewinn 385.183,76 379.218,66
davon Gewinnvortrag 379.218,66 353.384,49
B. Rückstellungen 305.674,25 278.168,70
C. Verbindlichkeiten 5.342.793,44 6.781.469,12
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.459.144,24 4.374.368,09
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 759.144,24 1.274.368,09
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.700.000,00 3.100.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.883.649,20 2.407.101,03
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.383.649,20 1.907.101,03
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 500.000,00 500.000,00
Passiva 6.059.451,45 7.464.656,48

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.578.635,21 5.713.730,76
2. Personalaufwand 4.338.803,27 4.006.126,22
a) Löhne und Gehälter 3.750.003,23 3.442.516,07
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 588.800,04 563.610,15
davon für Altersversorgung 1.904,79 1.583,79
3. Abschreibungen 410.099,91 436.538,41
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 410.099,91 436.538,41
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.319.610,99 1.176.760,05
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.481,61 73,86
davon Erträge aus Abzinsung 7.155,75
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27.966,66 32.727,77
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.834,58 4.857,12
8. Ergebnis nach Steuern -511.198,59 56.795,05
9. sonstige Steuern 3.212,24 1.179,97
10. Erträge aus Verlustübernahme 520.375,93
11. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 29.780,91
12. Jahresüberschuss 5.965,10 25.834,17
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 379.218,66 353.384,49
14. Bilanzgewinn 385.183,76 379.218,66

Anhang

A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname: Air Independence GmbH
Firmensitz: Oberpfaffenhofen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: 112965

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 654 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die unmittelbar mit den Umsatzerlösen zusammenhängenden Kosten, wie Fremdleistungen und Materialaufwand, wurden aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Position Materialaufwand umgegliedert. Diese Umgliederung verbessert den Einblick in die Ertragslage des Unternehmens.

3. Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 I 1, III HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden linear und degressiv abgeschrieben.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gem. § 256a II HGB bewertet (§ 284 II Nr. 2 HGB).

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB).

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I 2 HGB).

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend im Anlagenspiegel dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 II HGB).

2. Forderungen gegen Gesellschafter (§ 42 III GmbHG) bestehen am Abschlussstichtag keine.

3. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im wesentlichen vorausbezahlte Kosten für Flugzeugversicherungen, Wartungsgebühren, Software und Nutzung von Datenbanken.

4. Die sonstigen Rückstellungen betreffen Flugabgaben (T€ 183), LBA-Gebühren (T€ 29), Jahresabschluss-und Prüfungskosten (T€ 35) und Archivierungskosten (T€ 12) und Sonstige (T€ 47).

5. In den sonstigen Verbindlichkeiten von T€ 4.262 ist ein Darlehen des Gesellschafters zum Erwerb eines Flugzeuges von T€ 2.700 (Vorjahr T€ 3.100) und Darlehen des atypisch stillen Gesellschafters von T€ 1.259 (Vorjahr T€ 1.744) enthalten.

6. Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt T€ 2.138 (Vorjahr T€ 3.181).

7. Der Betrag Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt T€ 3.200 (Vorjahr T€ 3.600).

8. Der Betrag Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer als fünf Jahre beträgt T€ 0 (Vorjahr T€ 0).

Anlagenspiegel vom 01.01.2023 - 31.12.2023 Immaterielle Wirtschaftsgüter
Euro
Sachanlagen
Euro
Gesamt
Euro
Anschaffungskosten
01.01.2023 111.001,92 5.076.021,89 5.187.023,81
Zugänge 0,00 270.387,92 270.387,92
Abgänge 0,00 -1.847,05 -1.847,05
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00
Zuschreibungen 0,00 0,00 0,00
31.12.2023 111.001,92 5.344.562,76 5.455.564,68
Abschreibungen
01.01.2023 82.441,83 1.391.141,75 1.473.583,58
Zugänge 8.835,00 401.264,91 410.099,91
Abgänge 0,00 -1.847,05 -1.847,05
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00
31.12.2023 91.276,83 1.790.559,61 1.881.836,44
Buchwerte
31.12.2023 19.725,09 3.554.003,15 3.573.728,24
31.12.2022 28.560,09 3.684.880,14 3.713.440,23

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Umsatzerlöse Flüge waren fast ausschließlich grenzüberschreitend.

2. Die Erträge aus Verlustübernahme betreffen die Verlustbeteiligung des atypisch stillen Gesellschafter in Höhe von T€ 520 (Vorjahr Aufwendungen aus Gewinnabführung T€ 30).

D. Sonstige Angaben

1. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betrugen zum Bilanzstichtag T€ 762.

2. Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Thomas Haffa, Kaufmann geführt. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird von der Anwendung der Schutzklausel Gebrauch gemacht.

3. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren bei der Gesellschaft 52 Mitarbeiter (Vorjahr 49) beschäftigt. Die Mitarbeiter gliedern sich wie folgt auf:

2023 2022
Verwaltung 6 6
Vertrieb 7 7
Technik 4 3
Flugpersonal 33 33
Summe 52 49

Davon 6 leitende Angestellte (Vorjahr: 7) und 44 Angestellte (Vorjahr: 42).

4. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit dem Gesellschafter vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen

 

München, 29.07.2024

Thomas Haffa, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Air Independence GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Air Independence GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Air Independence GmbH für das Geschäftsjahr vom

1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Landsberg a. Lech, 29. Juli 2024

Jeannette Lichtenstern, Wirtschaftsprüferin

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