SOS Software Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Sebastian Tobias Wacker seit 19.6.2025 | Geschäftsführer |
Philipp Alexander Niemann seit 19.6.2025 | Geschäftsführer |
Marc-Dominik Gloning seit 26.11.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SOS Software Service GmbHAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SOS Software Service GmbH, Augsburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SOS Software Service GmbH, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SOS Software Service GmbH, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 2. Dezember 2024 HSA
Frankfurt GmbH
Veronika Leja, Wirtschaftsprüferin Ulrike Antosch , Wirtschaftsprüferin Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. Bilanz zum 30. Juni 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 30. Juni 2024Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der SOS Software Service GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Anlagespiegel ist als Anlage beigefügt. Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zunächst zu Anschaffungskosten aktiviert und am Bilanzstichtag nach dem gemilderten Niederstwertprinzip ggfs. zum niedrigeren Marktwert bewertet. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt und zwischenzeitlich weitgehend eingegangen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Stammkapital ist zum Nennwert bewertet und beträgt zum Bilanzstichtag € 58.934,00. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten wie Urlaub, Gewährleistung, Tantiemen, Jahresabschlusskosten u.ä. gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Tagesmittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Am Abschlussstichtag werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen. Ein Beschluss hierzu wird auf einer gesonderten Gesellschafterversammlung gefasst. Sonstige Pflichtangaben Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Marc Gloning, Kaufmann Joaquim Moreira dos Santos , Dipl.-Informatiker Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug im Berichtsjahr 59 Mitarbeiter (VJ 57).
Augsburg, 02. Dezember 2024 Marc Gloning Joaquim Moreira dos Santos Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
Lagebericht WJ 2023/2024SOS Software Service GmbHAugsburgInhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Zweigniederlassungsbericht IV. Prognosebericht V. Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die SOS Software Service GmbH ist seit 1987 als Distributor für Softwarelizenzen am Markt tätig. Wir beschaffen auftragsbezogen Softwarelizenzen direkt vom Hersteller oder auch von anderen Händlern und liefern diese an gewerbliche Wiederverkäufer, Systemintegratoren und IT-Lösungsanbieter. Die Kunden unserer Kunden sind gewerbliche Kunden jeglicher Couleur, vom KMU bis zum weltweite tätigen Großkonzern. Unsere Hersteller/Lieferanten finden sich weltweit, unsere Kundenbasis hat den Schwerpunkt vermehrt in Europa, ursprünglich im deutschsprachigen Raum. Die gelieferten Lizenzen setzten sich zusammen aus Neuanschaffungen, Updates, Wartungsverträgen und deren Verlängerungen, Abonnements (Subskription-Lizenzen) und auch Abrechnung von genutzten Clouddiensten. Der Hauptsitz ist in Augsburg (Bayern), eine unselbständige Niederlassung wird in Herrenberg (Baden-Württemberg) betrieben. Die 100-prozentige Tochtergesellschaft SOS Software Service AG mit Sitz in Frauenfeld, (Thurgau, Schweiz) betreut die Schweizer Kunden. Im Berichtszeitraum wurden im Schnitt 59 Mitarbeitende beschäftigt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das WJ 2023/2024 war weiterhin geprägt von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Unsicherheiten. Die im Februar 2022 von Russland begonnene Invasion in die Ukraine und die daraus resultierenden Verwerfungen an den Energiemärkten, den weltweiten Warenflüssen und der europäischen politischen Agenda sorgen weiterhin für große Planungsunsicherheit und eine unkalkulierbare Mischung aus inflationären und gleichzeitig rezessiven Tendenzen. Ausgehend von diesen Verwerfungen entwickelt sich global eine dynamische Preissteigerung in nahezu allen wirtschaftlichen Segmenten. Restriktive Zinspolitik seitens der Notenbanken sorgte im Berichtszeitraum für einen unerwartet schnellen und auch hohen Zinsanstieg. Die deutlich gestiegenen Refinanzierungskosten sorgten unserer Wahrnehmung nach in nahezu allen Industrien für vorsichtigere Budgetplanung und auch Investitionszurückhaltung, speziell ab dem Frühjahr 2023. Grundsätzlich blieb die Investitionsbereitschaft in IT-Produkte und Software seitens der europäischen Industrie hoch, allerdings wurde spürbar kritischer geplant, hinterfragt und auch bei der Beschaffung härter um Preisvorteile verhandelt. Weiterhin bleibt der anhaltende Fachkräftemangel eine der größten Herausforderungen für die IT-Branche. Insbesondere der deutsche Markt ist geprägt von politischer Unsicherheit und nicht besonders belastbaren politischen Entscheidungen. Beispielsweise Heizungsgesetz, Förderung nachhaltige Energien, Elektromobilität und dann doch ständige und unvorhersehbare Richtungswechsel sorgen bei unseren Endkunden, der deutschen Industrie, nicht für beherzte Richtungsentscheidungen mit klaren Investitionsentscheidungen. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Geschäftsverlauf war am unteren Ende der Planungen zufriedenstellend. Der Umsatz konnte von 49,7 MioEUR in 2021/2022 auf 57,2 MioEUR im WJ 2022/2023 gesteigert werden. Im Berichtszeitraum 2023/2024 sank der Umsatz leicht auf 55,4 MioEUR. Ausschlaggebend war die oben angeführte Investitionszurückhaltung der Industrie, so dass das Wachstum im Neugeschäft leicht unter den Erwartungen blieb. Ein weiterer Grund ist im starken Vorjahr begründet, dort wurden bei zwei wichtigen Herstellern mehrjährige Wartungsverträge im Millionenbereich verkauft, die im Berichtszeitraum nicht zur Verlängerung anstanden. Die Entwicklung über Kunden und Hersteller hinweg war ansonsten gleichmäßig, ohne besondere Veränderungen. Generell stellen viele unserer Hersteller von Kauf- auf Subskription-Lizenzen um, was vertraglich zwar positiv für unsere Sales Pipeline ist, sich kurzfristig aber in Umsatzverschiebungen bemerkbar macht. a) Ertragslage Die Ertragslage war positiv. Der bilanzielle Jahresüberschuss entwickelte sich von 1.065 TEUR im WJ 2021/2022 auf 812 TEUR im WJ 2022/2023 und auf 1.093 TEUR im Berichtszeitraum. Die in den Vorjahren getätigten Investitionen in Mitarbeiter und Systeme zeigen positive Ergebnisse. b) Finanzlage Die Finanzlage ist weiterhin solide, der Cashbestand zum WJ Ende lag bei 2,2 MioEUR. Ein Teil des Vermögens, ca. 4,67 MioEUR, wurde zur Generierung zusätzlicher Erträge als Darlehen ausgeliehen oder am Kapitalmarkt investiert. Diese Anlagen wären kurzfristig liquidierbar, sollen aber mittelfristig der Unternehmensfinanzierung dienen. Zur Risikodiversifizierung wurden zwei externe Manager mit der Verwaltung beauftragt. Die Gewinne der letzten Jahre wurden immer auf neue Rechnung vorgetragen und nicht ausgeschüttet. Möglichkeiten zur Skontierung oder Verhandlung besserer Einkaufspreise wurden immer in Anspruch genommen. c) Vermögenslage Die Vermögenslage deckt sich mit der Finanzlage, da kein besonders umfangreiches Anlagevermögen und nur ein kleiner Lagerbestand vorhanden ist. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 12,9 MioEUR und summiert sich aus den wesentlichen Blöcken. Aktiv:
Passiv:
3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die komplette Unternehmung unterliegt einem sehr engmaschigen Steuerungs- und Controllingsystem. Der wesentliche Leistungsindikator ist der Umsatz, gemessen auf zwei Arten. Zum einen planen und analysieren wir den Umsatz auf Herstellerebene, dies zeigt uns unsere Positionierung innerhalb der Vertriebsstruktur des Herstellers. Zum anderen planen und analysieren wir den Umsatz generell auf Kundenseite und speziell bei unseren größten Kunden, um unsere Positionierung im und gegen den Wettbewerb zu verstehen. Die Ergebnisse dieser Analysen bestimmen dann die daraus resultierende Vertriebs- und Preispolitik. Der komplette Betriebsablauf ist digitalisiert und jederzeit auswertbar. Angebote und Aufträge können nur innerhalb systemisch vorgegebener Prozesse und Richtwerte erstellt werden. Freigabeschleifen und Reviewprozesse sind standardisiert. Täglich werden alle Angebote und Aufträge ausgelesen und in automatisierten Reports den Fachabteilungen zur Verfügung gestellt. Monatliche Gesamtreports inkl. Nachkalkulation sind am 2ten Werktag nach Monatswechsel verfügbar und werden intern nach Umsatz, Deckungsbeitrag, Entwicklung, Verschiebung und Risiko ausgewertet und analysiert. Auf dieser Basis wird mit wesentlichen Kunden und Lieferanten ein monatliches Review Gespräch geführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die im Prognosebericht des Vorjahres angekündigte Umsatzkonsolidierung erfüllt. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist konstant positiv. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Von Lieferanten angebotene Skontozahlung wurde immer an Anspruch genommen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. III. Zweigniederlassungsbericht Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Augsburg unverändert über eine inländische Niederlassung in Herrenberg, Baden-Württemberg. Insgesamt beschäftigen wir außerhalb Augsburgs im Schnitt 9 Mitarbeitende. IV. Prognosebericht Wir haben eine solide Positionierung im Markt und sind bei Kunden und Lieferanten als langjähriger und verlässlicher Geschäftspartner geschätzt. Aus diesem Umfeld erwarten wir für die nächsten Jahre weiterhin ein konstantes Wachstum. Für das WJ 2024/2025 und auch die Folgejahre gehen wir trotz aller gesamtwirtschaftlichen Schwierigkeiten von überdurchschnittlichen Umsatzzuwächsen aus. Der Umstieg auf Subskriptionsmodelle und die damit einhergehenden Preisadjustierungen sorgen für intrinsisches Umsatzwachstum bei grundlegend gleichem Arbeitsaufwand. Der Gewinnung neuer Distributionsverträge wird durch eine gut aufgestellte Vendor Alliance Abteilung Rechnung getragen, die Vertriebsmannschaft gewinnt regelmäßig neue Kunden. Grundsätzlich bleibt das Thema Automatisierung und Digitalisierung eine wesentliche, verpflichtende Herausforderung für die europäische Wirtschaft und Verwaltung, wovon wir weiter profitieren sollten. Personaltechnisch sind wir breit und zukunftsfähig aufgestellt, unsere internen Prozesse und Werkzeuge sind hochmodern und unterliegen einer ständigen Optimierung. Sollten keine unvorhersehbaren Störungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Abläufe auftreten, kann mit Zuversicht in die Zukunft geplant werden. Wir erwarten für das laufende WJ eine Steigerung im Umsatz, die prozentuale Handelsmarge wird leicht steigen. Der wesentliche Kostenblock, die Personalkosten, werden aufgrund der angespannten Personalsituation und steigender Anforderung an das KnowHow von Mitarbeitern überdurchschnittlich wachsen. Bei Erfüllung unserer Prognosen erwarten wir einen Jahresüberschuss vor Steuern von ca. 2,20 MioEUR. V. Chancen und Risikobericht Chancen und Risiken in unserem Geschäft sind ausgewogen und rühren aus derselben Quelle: dem Herstellervertrag. Gewinnen wir als Großhändler einen neuen, volumenstarken Herstellervertrag, wird sich unser Geschäft "automatisch" positiv entwickeln, solange wir dafür auch ordentlich arbeiten. Verlieren wir solch einen Vertrag, sind Umsätze und Kunden am Tag der Vertragsbeendigung "automatisch" weg und ziehen zur dann neuen/anderen Bezugsquelle. Diese Chancen / diese Risiken sind latent, aber von uns nur schwer prognostizierbar. Entscheidungen fallen bei Geschäftsleitungen im Ausland, durch Fusionen, Übernahmen, Einstellung von Geschäftsbereichen oder Reorganisationen von Gebieten, Strukturen oder Vertriebswegen. Grundsätzlich sind wir breit aufgestellt und verarbeiten erfahrungsgemäß negative Veränderungen, solange diese nicht schlagartig und vermehrt auftreten. Der von Herstellern forcierte Verkauf von Mehrjahresverträgen und auch der Umstieg von Kauf- auf Subscriptionslizenzen verschiebt die fakturierten Umsätze teilweise gewaltig und über mehrere Jahre. Dies macht uns die Umsatzplanung und Prognose momentan außerordentlich schwer, grundsätzlich sehen und begleiten wir diesen Prozess positiv, da sich daraus langfristig stabilere und auch höhere Umsätze ergeben.
Augsburg, 02. Dezember 2024 Marc Gloning, Geschäftsführer Joaquim Moreira dos Santos, Geschäftsführer |
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