Corden Pharma International GmbH
Selbe AdresseHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karsten Sternberg seit 1.10.2025 | Geschäftsführer |
Oliver Schinzinger seit 11.7.2017 | Prokura |
Jürgen Nauert seit 11.7.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Corden Pharma GmbHPlankstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021A. GrundlagenDie Corden Pharma GmbH (nachfolgend CordenPharma) ist seit 2008 ein Unternehmen der International Chemical Investors Group. Seit mehr als 25 Jahren entwickelt die Gesellschaft (bzw. Ihre Vorgängergesellschaften) am Standort Plankstadt Arzneimittel und stellt feste Darreichungsformen gemäß internationaler Standards sowohl für weltweite Märkte (z. B Europa, USA, Brasilien, Japan) als auch für klinische Studien (Phase I bis Phase III) her. CordenPharma agiert als renommierter Spezialist für die Entwicklung und Herstellung von Tabletten und Kapseln mit hochwirksamen Molekülen, sowie für die Verpackung von festen Arzneiformen. Ein hoher Lieferservice, die Betreuung seiner Kunden und die hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards in allen Bereichen prädestinieren CordenPharma als CDMO (Contract Development and Manufacturing Organization) der ersten Wahl. Kundenzufriedenheit und Patientenbedürfnisse stehen dabei stets gleichermaßen im Vordergrund. Die Erfahrung und Expertise aller Mitarbeiter/-innen auf dem Gebiet der hochpotenten Wirkstoffe wird dazu eingesetzt, anvertraute Kundenprojekte und -produkte erfolgreich zu entwickeln, in hochmodernen Produktionsanlagen herzustellen und in vorgegebener Zeit weltweit auszuliefern. Im Verbund mit anderen Werken der ICIG (International Chemical Investors Group) bietet CordenPharma von der Formulierung bis hin zur fertigen Packung alles aus einer Hand. Hierauf basiert die Erfolgsstrategie des Unternehmens für die kommenden Jahre, die kontinuierlich auf- und ausgebaut wird. B. Wirtschaftsbericht1. Rahmenbedingungen Die pharmazeutische Industrie blieb bereits im Jahr 2020 von den Auswirkungen der pandemischen Entwicklung nicht unbeeindruckt. Zu diesem Fazit sind die beiden Autoren Jasmina Kirchhoff und Simon Schumacher in Ihrem Ausblick des zu Beginn des Jahres 2021 veröffentlichten IW-Report 3/2021 "Pharmaindustrie unter Pandemie-Bedingungen stabil: Konjunkturelle Entwicklung der pharmazeutischen Industrie im Jahr 2020" gelangt. Gegenüber anderen Branchen erwies sie sich in 2020 aber deutlich robuster und verblieb, wie schon in vergangenen Krisen, in allen konjunkturellen Indikatoren auf ihrem stabilen Wachstumspfad der Vorjahre, was sich auch in 2021 nicht ändern sollte. Als Wachstumsgarant sind für Kirchhoff/Schumacher zwei entscheidende Argumente anzuführen: Zum einen sind in einer medizinischen Krise Wirkstoffe und Arzneimittel unabdingbar, zum anderen orientiert sich die pharmazeutische Industrie vor allem am medizinischen Bedarf und ist dadurch grundsätzlich weniger abhängig von konjunkturellen Schwankungen als andere Branchen. 2021 sind die Umsätze der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Baden-Württemberg deutlich gestiegen. Die Branche erzielte allein einen Umsatzzuwachs von +15,5% auf 25,7 Mrd. Euro. Im Inlandsgeschäft wuchsen die Umsätze um +18,0%, aber auch die Auslandsumsätze wurden im zweistelligen Prozentbereich gesteigert (+13,9%). Die Beschäftigtenzahl gegenüber dem Vorjahr legte um +2,2 % zu. Für 2022 gehen die Chemieverbände des Landes von einem moderaten Produktionswachstum aus, da sie die Branche grundsätzlich als gut aufgestellt sehen. Allerdings werden die Zuwächse gegenüber 2021 deutlich abgeschwächter ausfallen und der Druck auf die Gewinne aufgrund zahlreicher Unsicherheiten und zunehmender Kostenproblematik weiter zunehmen. Optimistisch fällt auch die Prognose des vfa (Verband der forschenden Pharma-Unternehmen) für das Jahr 2022 aus: erwartet wird die Neuzulassung von mehr als 45 neuer Medikamente unterschiedlicher Medikation. Nicht überraschend wird dabei der Fokus auf Medikamente mit neuen Wirkstoffen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie liegen, aber auch die Entwicklung von Krebspräparaten zur Eindämmung onkologischer Erkrankungen wird nach Verbandsausblick einen Schwerpunkt bilden. 2. Steuerungsrelevante Leistungsindikatoren Das Management steuert die Gesellschaft sowohl nach den Umsatzerlösen als auch dem EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) nach IFRS. Die Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt unter "3. Geschäftsverlauf und Ertragslage". 3. Geschäftsverlauf und Ertragslage Für das Geschäftsjahr 2021 rechnete die Geschäftsleitung erneut mit Umsatzzuwächsen nach IFRS im höheren zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zu 2020. Entsprechend der Budgetplanung für 2021 wurde das EBITDA nach IFRS deutlich übetroffen. CordenPharma hat die operativen Ziele im Geschäftsjahr mit einem Umsatzzuwachs nach IFRS von 31,5% auf 80,4 Mio. EUR (Vorjahr: 61,1 Mio. EUR) und einem EBITDA nach IFRS von +32,0 Mio. EUR (Vorjahr: +17,0 Mio. EUR) übererfüllt. Der Anstieg gegenüber dem prognostizierten EBITDA resultiert im Wesentlichen aus der Etablierung einer kommerziellen Produktion eines Brustkrebspräparates. Die EBITDA-Marge bezogen auf den Umsatz nach IFRS beträgt +39,8% (Vorjahr +27,8%). Die Überleitung der Steuerungsgröße EBITDA nach IFRS zur Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB ergibt sich aus folgender Tabelle:
Die Steuerungsgröße Umsatzerlöse nach IFRS unterscheidet sich von den Umsatzerlösen nach HGB im Wesentlichen durch die nach HGB in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Beträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen i.H.v. TEUR 7.693 (Vorjahr TEUR 7.298). CordenPharma hat im Laufe des Geschäftsjahres seine Mitarbeiterzahl auf 337 Mitarbeiter (Vorjahr 314) erhöht. Geschuldet ist dieser Umstand hauptsächlich der gesteigerten Produktionsleistung und den dafür zusätzlich notwendigen Personalressourcen sowohl in den Produktionsbereichen als auch bei produktionsnahen Supportfunktionen. Der Umsatz nach HGB im Geschäftsjahr 2021 lag mit 73,0 Mio. EUR erneut deutlich über Vorjahresniveau (53,8 Mio. EUR). Die starke Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Produktion eines Brustkrebspräparates und der Ramp-up-Phase (Hochlauf und signifikante Erhöhung des Produktionsniveaus) im Rahmen einer zwischenzeitlich etablierten Vetärinärproduktion am Standort. Vom Gesamtumsatz entfallen ca. 29% auf die Tablettenherstellung, 21% auf Entwicklungsleistungen im Kundenauftrag, 18% auf das Verpackungsgeschäft und 32% auf die Anlaufphase der Veterinärarzneimittelproduktion und sonstige Umsätze. Die Umsatzerlöse nach HGB gliedern sich geografisch nach Auftraggebern wie folgt:
Das Rohergebnis der Gesellschaft beträgt für das Geschäftsjahr 2021 68,7 Mio. EUR und hat sich bedingt durch das gestiegene Umsatzvolumen gegenüber Vorjahr (50,1 Mio. EUR) wesentlich verändert (+37,1%). Der Materialaufwand ist von 11,3 Mio. EUR auf 13,9 Mio. EUR gestiegen. Ursächlich hierfür ist vor allem der gegenüber Vorjahr gestiegene Umsatz der Produktionsbereiche Tablettenherstellung und Verpackungsgeschäft mit hohen Materialanteilen. Bei Entwicklungsleistungen werden die einzusetzenden Materialien überwiegend kundenseitig beigestellt, so dass in diesen Fällen der Materialaufwand unwesentlich ist. Der Anstieg des Personalaufwandes um 3,0 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus Neueinstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 1,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (12,6 Mio. EUR) angewachsen. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen der gestiegene Bedarf an externer Unterstützung und die Bildung einer Rückstellung zur Rückzahlung bereits geleisteter Zahlungen im Rahmen eines Kundenprojektes aufgrund einer vorzeitigen Vertragskündigung durch CordenPharma. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Mio. EUR gestiegen, wovon ein Anstieg in Höhe von 3,6 Mio. EUR auf die latenten Steuern zurückzuführen ist. Das Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Jahr 2021 beträgt +15,9 Mio. EUR (Vorjahr +8,4 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss beträgt +15,8 Mio. EUR (Vorjahr +8,3 Mio. EUR). 4. Finanz- und Vermögenslage a) Finanzlage Des Jahresüberschusses des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von insgesamt 15,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2021 beseitigt die bilanzielle Überschuldung des Vorjahres (-1,5 Mio. EUR). Die Gesellschaft war in 2021 jederzeit liquide. Überschüssige Finanzmittel aus der operativen Geschäftstätigkeit konnten zudem dazu genutzt werden, sowohl gruppeninterne Darlehen als auch externe Bankdarlehen auf geringere Volumen zurückzuführen. Der Begleichung aller eingegangenen Verpflichtungen wird weiterhin höchste Priorität eingeräumt, um ein stabiles Verhältnis zu Lieferanten und Dienstleistern sicherzustellen und die Bewertung durch externe Agenturen weiterhin positiv zu gestalten. Das Investitionsvolumen des Jahres 2021 in das Sachanlagevermögen und in die immateriellen Vermögensgegenstände betrug 10,2 Mio. EUR gegenüber 5,2 Mio. EUR im Vorjahr. Der Großteil der Investitionen floss plangemäß in den Ausbau neuer Entwicklungskapazitäten. Weitere wesentliche Investitionen wurden im Bereich Tablettenherstellung sowie in die Gebäude- und Netzwerkinfrastruktur getätigt. Dazu kam eine Reihe kleinerer Investitionen zur weiteren Sicherstellung der Betriebsbereitschaft und zur Erweiterung unseres Leistungsspektrums. b) Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt 77,9 Mio. EUR (Vorjahr 72,1 Mio. EUR). Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen ein gegenüber dem Vorjahr höherer Bestand im Anlagevermögen (+5,5 Mio. EUR), der Anstieg von Kundenforderungen infolge von Umsatzzuwächsen (+4,3 Mio. EUR) auf der Aktivseite der Bilanz und die Zunahme der Rückstellungen (+7,3 Mio. EUR) auf der Passivseite. Gegenläufige Effekte im Vergleich zum Vorjahr resultieren aus der Rückzahlung von gruppeninternen als auch externen Darlehen (-10,0 Mio. EUR) und der Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten (-8,0 Mio. EUR). Die Aktivseite der Bilanz verteilt sich zu 70,5% auf das Anlagevermögen, zu 29,5% auf das Umlaufvermögen. Die Entwicklung auf der Aktivseite ist gleichermaßen durch die Zunahme des Anlagevermögens um 5,5 Mio. EUR als auch des Umlaufvermögens, hier von allem durch den höheren Bestand an Kundenforderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, bedingt (+6,0 Mio. EUR). Die liquiden Mittel sind zum Stichtag gegenüber Vorjahr um -2,5 Mio. EUR gesunken. Die Vorräte sind nahezu unverändert (-0,1 Mio. EUR). Der Ausweis der Positionen latente Steuern (-1,8 Mio. EUR) und der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag (-1,5 Mio. EUR) aus dem Vorjahr entfällt im laufenden Geschäftsjahr. Die Rückstellungen auf der Passivseite der Bilanz in Höhe von 41,0 Mio. EUR (Vorjahr 33,6 Mio. EUR) dominieren mit 52,6% die Bilanzsumme. Die Rückstellungen beinhalten vor allem Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 32,5 Mio. EUR (Vorjahr 28,9 Mio. EUR), sonstige Rückstellungen in Höhe von 4,8 Mio. EUR (Vorjahr 4,3 Mio. EUR) und Steuerrückstellungen in Höhe von 3,6 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. Euro). Der entstandene Jahresüberschuss im Geschäftsjahr in Höhe von 15,8 Mio. EUR führt durch Eliminierung des Postens nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag (Vorjahr 1,5 Mio. EUR) zu einem positiven Eigenkapital in Höhe von 14,3 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 16,7 Mio. EUR reduziert. Wesentlich trägt hierzu die Rückführung von gruppeninternen, als auch externen Darlehen bei (2,0 Mio. EUR bzw. 8,0 Mio. EUR). Die planmäßige Reduzierung der aktivierten erhaltenen Kundenzuschüsse für das Großprojekt im Bereich der Veterinärarzneimittelproduktion durch Abschreibung tragen vor allem im Bereich der sonstigen Verbindlichkeiten zu einer Reduzierung in Höhe von 8,0 Mio. EUR bei. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 1,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Demgegenüber sind die erhaltenen Anzahlungen um 0,5 Mio. EUR angestiegen, zudem sind passive latente Steuern in Höhe von 0,8 Mio. EUR auszuweisen (Vorjahr aktive latente Steuern in Höhe von 1,8 Mio. EUR). Die Gesellschaft verfügt durch Rückzahlung im Geschäftsjahr noch über das folgende Bankdarlehen:
Die Laufzeit des Bankdarlehens beträgt mittlerweile ein Vierteljahr. Im Geschäftsjahr fällig gewesene Bankdarlehen wurden zurückgeführt (2,0 Mio. EUR) und reduziert (6,0 Mio. EUR) bzw. durch weitere Zinszahlungen prolongiert. Eine Prolongation der Bankverbindlichkeit im Drei-Monats-Rhythmus war Anfang Februar 2022 möglich und ist auch erfolgt. Das gewährte gruppeninterne Darlehen über 10,5 Mio. EUR aus dem Vorjahr wurde in 2021 auf 8,5 Mio. EUR reduziert. Es wird mit 2,5% verzinst und ist spätestens am 30. November 2022 fällig. Aufgrund des wachsenden operativen Geschäftes und der guten Ertragslage plant die Gesellschaft die teilweise Reduzierung der Darlehen im Geschäftsjahr 2022 und geht von einer Prolongation der verbleibenden Darlehensbeträge aus. C. Risiken- und ChancenberichtWie jedes Unternehmen ist CordenPharma Risiken in unterschiedlichen Bereichen ausgesetzt. Neben den drei Säulen Herstellung, Verpackung und pharmazeutischer Entwicklung für Humanmedizin erwirtschaftet der Standort einen erheblichen Umsatzanteil im Bereich Veterinär-Medizin. Eine strategische Investition im Entwicklungsbereich, die Mitte 2023 vollständig in Betrieb gehen soll, wird auch im kommerziellen Bereich für zusätzliche Kapazitäten sorgen. Die bereits erzielte Diversifikation in der Vergangenheit - sowohl auf Geschäftsfeldebene, als auch bei der Kundenstruktur selbst - und deren weiteren Ausbau in der Zukunft tragen dazu bei, dass die Gesellschaft breit aufgestellt bleibt und weiterhin nicht von der Entwicklung eines einzelnen Geschäftsfeldes abhängig ist. Im Rahmen unserer jährlichen Budgetplanung werden in allen Unternehmensbereichen Chancen und Risiken systematisch identifiziert und analysiert. Hierzu gehören wirtschaftliches Umfeld, (potenzielle) Kunden, Wettbewerber, aber auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Im Rahmen des Budgetgenehmigungsverfahrens werden die Risiken und Chancen auch mit dem Gesellschafter diskutiert. Risikoüberwachung bedeutet bei CordenPharma auch, dass der Controlling-Prozess bezüglich der Instrumente zur Risikoanalyse und Risikosteuerung unterjährig weiter verfeinert wird. Seit Ende 2013 hat der Gesellschafter ein übergeordnetes IT-gestütztes weltweites Controlling-System eingeführt, das monatlich gepflegt wird. Das monatliche Reporting-System wird mit Plausibilitätskontrollen abgesichert. Die Ergebnisse werden regelmäßig von der Geschäftsleitung und dem Leitungskreis der Gesellschaft besprochen und mit der genehmigten Planung abgeglichen. Risiken Die von der Geschäftsführung identifizierten Risiken sind in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft in absteigender Reihenfolge dargestellt: Die Auswirkungen des Corona-Virus (SARS-CoV-2) prägen das öffentliche Leben weiterhin maßgeblich. Das Aufkommen neuer Virusvarianten führen immer wieder zu massiven Einschränkungen mit mittlerweile sehr kurzfristig zur Umsetzung getroffenen Entscheidungen durch die Bundesregierung. Das Wirtschaftswachstum wird neben den Staatsfinanzen nachhaltig beeinflusst werden. CordenPharma hat als Pharma-Zulieferer einen Grundversorgungsauftrag, so dass sich Produktions- und die Absatzrisiken zunächst auf funktionierende Vorlieferketten beschränken. Beeinträchtigungen bestanden in 2021 und bestehen zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts nicht. Vermessen wäre es natürlich, das Risiko, dass erkrankte Mitarbeiter eine ungewollte Unterbrechung des Betriebes verursachen können, zu unterschätzen. Die Unternehmensleitung hat zur Vermeidung dieser Fälle geeignete Maßnahmen installiert und sieht sich deshalb gegenüber solchen Herausforderungen gewappnet. Die Vorgaben der Bundesregierung, aber auch der Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen sind eingeführt und werden umgesetzt. Nach dem Einmarsch russischer Streitkräfte in die Ukraine am 24. Februar 2022 verhängte eine Vielzahl demokratischer Staaten scharfe Sanktionen gegen Russland. Die Dauer und der weitere Verlauf der Auseinandersetzung sowie die daraus resultierenden Folgen für die Gesellschaft sind derzeit nur schwer abschätzbar. Die CordenPharma tätigt keine direkten Umsätze in den Krisenregionen. Es besteht jedoch das Risiko zusätzlicher Belastungen aufgrund steigender Energie- und Rohstoffpreise. Die Marktversorgung von benötigtem Equipment im Bereich von Investitionsgütern erschwert eine kurzfristige Reaktion auf Kunden- oder auch GMP-Erfordernisse (Good Manufacturing Practise). Vor allem im Anlagenbereich sind Lieferzeiten einzelner Lieferanten, die vor der Pandemie zwischen drei und sechs Monaten lagen, auf mittlerweile 18 Monate und mehr angewachsen. Strategische Investitionen, die CordenPharma für Kunden noch attraktiver machen sollen, können unter striktem Monitoring des Realisierungsfortschrittes aller Gewerke somit größtenteils erst in 2023 in Betrieb gehen. Abhängig vom weiteren Verlauf der Pandemie und den damit einhergehenden Unwägbarkeiten auch bei unseren Lieferanten sind aber Verzögerungen bei der geplanten Inbetriebnahme nicht in voller Gänze auszuschließen. Als produzierendes Unternehmen ist CordenPharma überwiegend von externen Energieversorgern abhängig, um maschinelle Anlagen betreiben zu können. Der allgemeine Anstieg der Energiekosten zur Mitte des Jahres 2021 blieb aufgrund geschlossener Versorgungsverträge zu festen Konditionen zunächst ohne Wirkung, allerdings trugen Neuabschlüsse am Ende des Geschäftsjahres zu einer Kostensteigerung bei. Aufgrund der gegebenen Marktsituation ist nicht von einer schnellen Preisreduktion auszugehen, weshalb CordenPharma gemeinsam mit externen Dienstleistern unter anderem die Entwicklung des Strompreises genau beobachtet, um so zu möglichen Bestkonditionen neuerliche Vertragsbindungen einzugehen und ein effizientes Kostenmanagement auch unter erschwerten Rahmenbedingen zu gewährleisten. Die Gesellschaft hat darüber hinaus in 2021 keine neuen erwähnenswerten Risiken im Vergleich zum Vorjahr identifiziert. Die weiterhin vorhandenen Preisrisiken konnten im kommerziellen Bereich der Tablettenherstellung und Verpackung aufgrund von neu abgeschlossenen langfristigen Lieferverträgen während der Vertragslaufzeiten weitestgehend ausgeschlossen werden. Beim Entwicklungsgeschäft ergibt sich aufgrund der kurzen Vertragslaufzeiten und der Vielzahl der geschlossenen Verträge kein Risiko aus Preissenkungen. Weiterhin werden Großkunden nach Ablauf der Vertragslaufzeiten sinkende Preise erwarten. Qualität und kundenbezogener Service sind geeignet künftige Preisdiskussionen zu entspannen, wenn den Kunden durch maßgeschneiderte Lösungen ein echter Mehrwert angeboten werden kann. CordenPharma stellt sich diesem Marktumfeld auch künftig mit einer schlanken Personalstruktur und effektivem Kosten- und Projektmanagement. Das installierte Liquiditätsmanagement stellt die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit sicher. Trotz teilweiser Rückzahlung von gruppeninternen als auch externen Darlehen im zweiten bzw. vierten Quartal, sowie einem ambitionierten Investitionsprogramm war die Gesellschaft im Geschäftsjahr jederzeit liquide. Der bestehende Finanzierungsrahmen und das wachsende operative Geschäft sorgen auch in Zukunft für eine ungefährdete Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft. Aufgrund der in 2021 deutlich verbesserten Gesamtsituation, nebst Überwindung eines noch negativen Eigenkapitals aus 2020, mit einer Vielzahl von laufenden Entwicklungsprojekten, einer erfolgreichen Neukundenakquise im kommerziellen Fertigungsbereich sowie der stabilen Finanzierungslage geht die Geschäftsführung von keinem bestandsgefährdenden Risiko aus. Die Geschäftsführung erwartet mittelfristig weiter positive Jahresergebnisse. Chancen Die von der Geschäftsführung gesehenen Chancen werden im Folgenden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben. Der globale Pharmamarkt wird umsatz- und mengenmäßig in den kommenden Jahren weiterwachsen. Die Bevölkerung wird insgesamt älter und kränker. Die Zahl der behandelbaren akuten und chronischen Krankheiten nimmt zu. Darüber hinaus wird die Erreichbarkeit der Bevölkerung für Arzneimittel in Schwellen- und Entwicklungsländern weiterhin größer werden. Neue Arzneimittelwirkstoffe kommen verstärkt aus dem Bereich der hochwirksamen Wirkstoffe (highly-potent APIs [Active Pharmaceutical Ingredients]). Auf diese spezielle Gruppe der Wirkstoffe ist die CordenPharma spezialisiert und wird daher in besonderer Weise vom global wachsenden Arzneimittelmarkt profitieren können. Im Geschäftsjahr 2022 werden die kommerzielle Bereiche Tablettierung und Verpackung weiter an Volumen zulegen. Bestandskunden nutzen die Möglichkeit konsequenter, ihre am Standort produzierte Bulkware auch durch CordenPharma in Teilen verpacken zu lassen. Das daraus resultierende Zusatzgeschäft, sowie der sich im Ausbau befindliche Entwicklungsbereich werden mittelfristig zu weiterem Wachstum beitragen. Produkte des Alteigentümers AstraZeneca werden nach einer Übergangsfrist in 2021 als Generika für Neukunden weiterhin am Standort produziert. Die vorhandene Infrastruktur und das Know-how der Produktionsprozesse waren hier ein entscheidender Erfolgsfaktor in der Bevorzugung vor Mit-Konkurrenten. Zum Ende des Berichtszeitraumes wurden weit über 20 Projekte in der pharmazeutischen Entwicklung bearbeitet. Die Kundenprojekte befinden sich zum Großteil in der klinischen Entwicklung. Nach erfolgreicher Entwicklung von Produkt und Analytik durch die Gesellschaft soll zukünftig die kommerzielle Fertigung am Standort durchgeführt werden. Eine strategische Investition im Bereich der Entwicklung wird ab 2023 dafür sorgen, dass auch Losgrößen in größerem Maßstab (bis 60 kg) unter GMP-Bedingungen nicht mehr wie bisher in kommerziellen Bereichen produziert werden müssen, sondern direkt im Entwicklungsbereich hergestellt werden können. Dies hat den Vorteil, dass sowohl kommerzielle Bereiche Ressourcen besser und ohne Unterbrechung für etablierte Kundenprodukte nutzen können. Des Weiteren wird der jetzige Entwicklungsbereich um mehr als 30% Ressourcen dazu erhalten, die mit modernem Equipment (u.a. einer Maschine zur Abfüllung von Kapseln) Kunden ansprechen wird, die solche Technologien in der Verarbeitung hochpotenter Wirkstoffe händeringend suchen. Zusammengefasst überwiegen die Chancen die Risiken. Mit dem weiteren zu erwartenden Neugeschäft wird der Umsatz auch 2022 planmäßig erneut wachsen. Die Geschäftsleitung verfolgt dabei neben dem Ausbau der am Standort vorhandenen Produktions- und Verpackungskapazitäten vor allem die Strategie, den leistungsfähigen Entwicklungsbereich für Neu- und Bestandskunden konsequent zu erweitern. Die aufgeführten Maßnahmen werden auch weiterhin zu einer positiven Entwicklung der Gesellschaft beitragen. Prognosebericht Für 2022 rechnet die Geschäftsleitung mit neuerlich wachsenden Umsätzen im zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zu 2021, trotz weiterhin vorhandener Unsicherheit aufgrund der Implikation aus der Corona-Pandemie und der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine. Gegenwärtig sind keine erwähnenswerten Ausstrahlungen zu verzeichnen, die weitere Entwicklung aufgrund noch unbekannter Virusvarianten ist jedoch ebenso schwer vorhersehbar wie der weitere Verlauf des Krieges in der Ukraine. Nach der vorliegenden Budgetplanung soll ein operatives EBITDA bereinigt um den Finanzierungseffekt aus Anlagenzugängen leicht über Vorjahr erzielt werden.
Plankstadt, den 12. April 2022 Corden Pharma GmbH Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021A. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Corden Pharma GmbH mit Sitz in Plankstadt, nachfolgend "CordenPharma" genannt, ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim, HRB 709385 und ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss der CordenPharma wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert zum Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die CordenPharma steht zu 100 % im Eigentum der International Chemical Investors IV GmbH, Frankfurt am Main. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Die Budgetplanung für die kommenden zwölf Monate zeigt einen positiven Cash Flow. B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie ausschließlich entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern über 3 bis 5 Jahre. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern angesetzt. Technische Anlagen und Maschinen werden 10 Jahre, andere Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 5 Jahre abgeschrieben, Bauten und Bauten auf fremden Grundstücken 15 bis 25 Jahre. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Bei selbsterstellten Sachanlagen werden die Herstellungskosten entsprechend den bei dem Posten Vorräte erläuterten Bewertungsgrundsätzen ermittelt. Falls erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennwert bilanziert. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt anhand des gleitenden Durchschnittsverfahrens. Der Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse liegen die Herstellungskosten zugrunde. In die Herstellungskosten werden neben den direkten Kosten auch angemessene Fertigungs-, Material- sowie anteilige Verwaltungsgemeinkosten einschließlich anteiliger Abschreibungen einbezogen. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte wurden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Forderungen in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Sämtliche kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden am Bilanzstichtag zum Devisenmittelkurs umgerechnet. Allen risikobehafteten Posten innerhalb der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist in der Höhe der Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage werden zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method = projizierte Einmalbeitragsmethode) auf der Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G bewertet. Dabei wurden folgende Annahmen der Bewertung zugrunde gelegt, in Klammern Vorjahreswerte:
Für die Rechnungszinssätze wurde eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB angenommen. Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und Überbrückungsgeld werden ebenfalls auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method = projizierte Einmalbeitragsmethode) auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G und basierend auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 1,35 % p.a. (Vorjahr 1,60 %) bewertet. Dabei wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,00 % (Vorjahr 2,25 %) zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von 5,00 % p.a. (Vorjahr 5,00 %) unterstellt. Die Steuerrückstellungen und übrigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Sämtliche kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden am Bilanzstichtag zum Devisenmittelkurs umgerechnet. Erhaltene Anzahlungen werden zu Nennbeträgen angesetzt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,1 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,25 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen. C. Erläuterungen zum JahresabschlussI. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2. Vorräte Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte wurden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Bei den Vorräten besteht der branchenübliche Eigentumsvorbehalt. 3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sämtliche zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind, wie zum Bilanzstichtag des Vorjahres, innerhalb eines Jahres fällig. 4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Hierbei handelt es sich um Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr gegen Konzerngesellschaften. In diesen Forderungen sind, wie auch zum Bilanzstichtag des Vorjahres, keine Forderungen gegen Gesellschafter enthalten. Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen, wie im Vorjahr, nicht. 5. Sonstige Vermögensgegenstände Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie zum Bilanzstichtag des Vorjahres, alle innerhalb eines Jahres fällig. 6. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt. Die Anteile am Stammkapital hält unverändert die International Chemical Investors IV GmbH, Frankfurt am Main. 7. Pensionsrückstellungen Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren beträgt TEUR 4.334 (Vorjahr: TEUR 5.356) und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre. 8. Sonstige Rückstellungen Sie beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen (Gewinnbeteiligungen, Jubiläumszuwendungen, Urlaubs- und Freizeitansprüche und andere), Rückstellungen für Energiekosten und Rückstellungen für sonstige ausstehende Kostenbelastungen. Die sonstigen Rückstellungen haben sich in 2021 folgendermaßen entwickelt: -in TEUR-
9. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Alle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Eine Prolongation sämtlicher Bankverbindlichkeiten im Drei-Monats-Rhythmus ist im Februar 2022 erfolgt. Zum Bilanzstichtag des Vorjahres hatten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 10. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind, wie zum Bilanzstichtag des Vorjahres, alle innerhalb eines Jahres fällig. 11. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.555 (Vorjahr: TEUR 10.751) beinhalten ein Darlehen in Höhe von TEUR 8.519 (Vorjahr: TEUR 10.519) gegen die Corden Pharma Holding SE. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie zum Bilanzstichtag des Vorjahres aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. In den Verbindlichkeiten sind, wie auch zum Bilanzstichtag des Vorjahres, keine Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter enthalten. Die Darlehensverbindlichkeit zum 31. Dezember 2021 ist ebenso wie die Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr per 31. Dezember 2021 innerhalb eines Jahres fällig. 12. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie zum Bilanzstichtag des Vorjahres eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 13. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Passivüberhang der latenten Steuern in Höhe von TEUR 839 (Vorjahr Aktivüberhang TEUR 1.828). Unsaldiert betragen die aktiven latenten Steuern TEUR 6.001 - resultierend im Wesentlichen aus temporären Differenzen bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen - und die passiven latenten Steuern TEUR 6.840 - resultierend im Wesentlichen aus unterschiedlichen Abschreibungsdauern beim Sachanlagevermögen. Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2021 sind nachfolgend dargestellt:
II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: Nach Tätigkeitsbereichen:
Nach geografisch bestimmten Märkten:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge von außerordentlicher Größenordnung aus der erfolgswirksamen Vereinnahmung von Investitionszuschüssen i.H.v. TEUR 7.693 (Vorjahr: TEUR 7.298). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten ferner periodenfremde Erträge i.H.v. TEUR 664 (Vorjahr: TEUR 779). Diese resultieren größtenteils aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 195 (Vorjahr: TEUR 289), der Erstattung aus Energieabrechnungen i.H.v. TEUR 218 (Vorjahr: TEUR 0) und aus der Erstattung von Stromsteuer für das Jahr 2020 i.H.v. TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 170). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen i.H. von TEUR 1.092 (Vorjahr TEUR 134). Darin enthalten sind Aufwendungen für die Bildung einer Rückstellung zur Rückzahlung bereits erhaltener Zahlungen im Rahmen eines Kundenprojektes aufgrund einer vorzeitigen Vertragskündigung durch CordenPharma in Höhe von TEUR 717. 4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag handelt es sich um Steueraufwendungen für das Jahr 2021 in Höhe von TEUR 3.669 und latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.667. 5. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. III. Sonstige Angaben1. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten
2. Geschäftsführung der Gesellschaft:
Die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung werden gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. 3. Außerbilanzielle Geschäfte Außerbilanzielle Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB bestanden im Geschäftsjahr 2021 keine. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf TEUR 5.508. 5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 beträgt TEUR 97 und entfällt vollumfänglich auf Abschlussprüfungsleistungen. 6. Haftungsverhältnisse Es bestanden zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse. 7. Ausschüttungsgesperrte Beträge (§§ 253 Abs. 6 HGB) Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:
8. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss der International Chemical Investors S.E., Luxembourg, einbezogen (kleinster und gleichzeitig größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird am Ort der International Chemical Investors S.E., Luxembourg, veröffentlicht. IV. Ereignisse nach dem AbschlussstichtagNach dem Einmarsch russischer Streitkräfte in die Ukraine am 24. Februar 2022 verhängte eine Vielzahl demokratischer Staaten scharfe Sanktionen gegen Russland. Die Dauer und der weitere Verlauf der Auseinandersetzung sowie die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind derzeit nur schwer abschätzbar. Es ist jedoch abzusehen, dass die Ertragslage des Geschäftsjahres 2022 durch steigende Preise für Rohstoffe, Energien und Dienstleistungen zusätzlich belastet werden wird. Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine weiteren Ereignisse mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ereignet.
Plankstadt, den 12. April 2022 Dr. Lutz Henkel Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Corden Pharma GmbH, Plankstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Corden Pharma GmbH, Plankstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Corden Pharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 12. April 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Martin Flür, Wirtschaftsprüfer ppa. Christopher Finke, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 25.4.2022 festgestellt. |
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