Les Papillons e. K.
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulrike Otten seit 14.8.2024 | Prokura |
Hans Christian Kammler seit 10.6.2022 | Geschäftsführer |
Uwe Berger seit 8.10.2020 | Geschäftsführer |
Carsten Scherhag seit 4.7.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Refinitiv UK (Rest of World) Holdings Limited | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Thomson Reuters (Markets) Deutschland GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht für das Geschäftsjahr 20171. Entwicklung der Gesellschaft und der wirtschaftlichen LageDas globale Wirtschaftswachstum verzeichnete in 2017 einen kräftigen Anstieg auf etwa 3,7%, und trotz weiterhin herausfordernden geopolitischen Rahmenbedingungen konnten die Finanzmärkte sich generell gut behaupten. An den Aktienmärkten wurden neue Rekorde verzeichnet, u.a. auch getrieben von dem weiterhin sehr niedrigen Zinsniveau. Auch Deutschland konnte mit rd. 2,2% Wachstum des Bruttoinlandsproduktes einen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren verzeichnen. Die Inflationsrate war mit rd. 1,8% weiterhin gering. In diesem wirtschaftlich stabilen Umfeld befindet sich der Banken- und Finanzmarkt besonders in Deutschland jedoch weiterhin in der Konsolidierung und unterliegt starken strukturellen Veränderungen. Auch in 2017 war die deutsche Bankenlandschaft wieder von Zusammenschlüssen geprägt, im genossenschaftlichen Sektor (z.B. der Zusammenschluss der Zentralinstitute), bei den Landesbanken (NordLB übernahm die Bremer Landesbank) und Sparkassen, wie auch im Bereich der privatwirtschaftlichen Bankhäuser. Die extrem hohe Anzahl an Finanzinstituten in Deutschland wird dem Trend folgend weiterhin rückläufig gesehen. Die Finanzindustrie agierte weiterhin in einem herausfordernden Umfeld stärkerer Regulierung, und beschäftigte sich in 2017 u.a. mit den Vorbereitungen auf die Wirksamkeit der MiFID II Vorschriften zu Beginn des Jahres 2018. Höhere regulatorische Anforderungen führten zu zusätzlichen Investitionen besonders in die Bereiche Compliance und Risikomanagement, Erträge waren weiterhin beeinflusst von dem Umfeld der Nullzinspolitik bzw. von Negativzinsen. Der u.a. hierdurch bedingte Kostendruck führte in vielen Fällen zu Umstrukturierungen mit Personalabbaumaßnahmen und den o.g. Konsolidierungen, wodurch zumindest bei vielen Häusern eine Stabilisierung der Rentabilität erreicht werden konnte. Der Schwerpunkt der Vertriebstätigkeit von Thomson Reuters in Deutschland liegt im Bereich der Produkte und Lösungen für "Financial & Risk", womit zu einem Großteil Kunden innerhalb des Finanzmarktes bedient werden, sowie Finanzbereiche in Unternehmen aus Industrie und Handel. Die zuvor beschriebenen Entwicklungen wirkten sich daher auch auf die Geschäftstätigkeit von Thomson Reuters in Deutschland aus. Besonders der Zusammenschluss verschiedener Häuser und Personalabbaumaßnahmen bei unseren Kunden führten insgesamt zu einem Rückgang an verkauften Einzelanwenderlizenzen. In dem sich sehr dynamisch entwickelnden Umfeld des Finanzmarktes und der Informationsanbieter-Branche hat auch der Wettbewerbsdruck weiterhin zugenommen. Immer mehr Häuser überprüfen ihre Ausstattung mit Informationssystemen und Datenversorgung auf möglichst effiziente und effektive Nutzung, was in vielen Fällen auch zu Konsolidierung der Informations- und Handelsplattformen führte. Das Geschäft mit Datenfeeds und Enterpriselösungen blieb stabil, konnte jedoch nicht so stark ausgebaut werden wie erwartet. Das neu aufgestellte Vertriebsteam für "Governance, Risk und Compliance"- Produkte konnte erste Erfolge vorweisen, und wird im kommenden Geschäftsjahr darauf aufbauen. Weiterhin wurde gutes Wachstum und Neugeschäft im Firmenkundensegment (vor allem im deutschen Mittelstand) verzeichnet. Insgesamt blieb das Geschäft in 2017 stabil, die Umsätze mit Kunden konnten leicht ausgebaut werden. Die Umstellung unserer Kunden von veralteten System und technischer Infrastruktur auf die aktuellen Plattformen ist weiter vorangeschritten und konnte in 2017 fast vollständig abgeschlossen werden. Dies wird Thomson Reuters und den Kunden Vorteile ermöglichen. Der strukturelle Wandel des Finanzmarkets und der Bankenlandschaft konnte auch in 2017 anhand neu in den Markt eintretender Anbieter für Dienstleistungen im Finanzsektor deutlich beobachtet werden. Die Branche wird stark vom allgemeinen Trend zur Digitalisierung geprägt und muss sich an verändertes Kundenverhalten und neue Kundenanforderungen anpassen. Während jedoch in den Vorjahren der Eintritt von "Fintechs" in den Markt eher als Bedrohung der Branche angesehen wurde, haben mittlerweile viele Häuser die daraus entstehenden Chancen für sich entdeckt. Es entwickelt sich ein Trend zur verstärkten Zusammenarbeit mit Fintechs, um die traditionellen Banken auf dem Weg zur Digitalisierung zu begleiten. Im Rahmen der Strategie 2022 zum Ausbau als "Plattformanbieter" hat Thomson Reuters in Deutschland im vergangenen Jahr sehr erfolgreich begonnen, das lokale Partnernetzwerk weiter auszubauen, um unsere Produkte als Plattform im Finanzmarkt zu etablieren: Kunden und Drittanbieter können eigene Inhalte und Analysen über die Thomson Reuters Plattformen zur Verfügung stellen, und somit die Angebotspalette in "Financial & Risk" ergänzen. Zum Ende des Jahres 2017 wurde begonnen, auch in ersten Schritten den Geschäftsbereich Tax & Accounting lokal aufzubauen. Erste Kundenumsätze werden im nächsten Geschäftsjahr erwartet. 2. GeschäftsverlaufDas Geschäft der Thomson Reuters Corporation, Ontario / Kanada entwickelte sich 2017 im Konzern in einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld stabil. Thomson Reuters erzielte im Konzern aus globaler Sicht im vergangenen Jahr im fortlaufenden Geschäft ein Umsatzplus vor Währungseinflüssen von 1%. Die operative Gewinnmarge (underlying operating profit margin) des Konzerns erhöhte sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 um 38%. Bei einer Eliminierung der Abfindungskosten beträgt das Wachstum des EBITDA's 3% von 2016 auf 2017. Der Thomson Reuters Konzern generiert im Geschäftsbereich Financial & Risk, dem die Thomson Reuters (Markets) Deutschland GmbH angehört, den Großteil der Umsätze durch den Vertrieb von elektronischen Inhalten und Dienstleistungen an Finanzmarktteilnehmer auf Basis von Abonnement-Verträgen. Die Umsätze von Financial & Risk stiegen weltweit um 1%, was aber wieder gezeichnet war durch den Rückgang der sogenannten Recovery Umsätze, welche im Vorjahresvergleich konzernweit um 6% fielen. 3. Umsatzentwicklung und GeschäftssteuerungDie Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im Jahr 2017 leicht auf € 261,5 Mio. von € 262,8 Mio. in 2016 gefallen. Diese Reduktion der Umsätze ist durch geringere Dienstleistungserträge im Konzern bedingt. Die Kundenumsätze sind demgegenüber um 2% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, obwohl auch auf Ebene der Gesellschaft die sogenannten Recoveries um 6% gefallen sind. Die Abonnementumsätze sind jedoch gegenüber dem Vorjahr mit € 4,7 Mio. weniger als im Vorjahr mit € 6,9 Mio. gewachsen. Die Dienstleistungserträge und Provisionserlöse aus Verkaufsunterstützung, die mit Konzernunternehmen erzielt werden, sind um € 4,7 Mio. gefallen (VJ € 1,6 Mio. Anstieg). Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2017 resultieren mit € 218,9 Mio. (VJ € 215,8 Mio.) aus dem laufenden Abonnementgeschäft und mit € 4,7 Mio. (VJ € 4,4 Mio.) aus Einmalgeschäften mit Kunden (z.B. nutzungsabhängige Entgelte, Erlöse aus dem Projektgeschäft). Daneben wurden noch Dienstleistungserträge und Provisionserlöse aus Verkaufsunterstützung in Höhe von € 38,0 Mio. (VJ € 42,7 Mio.) mit verbundenen Unternehmen erzielt. Ohne den Rückgang der Recoveries waren die Umsätze mit Kunden im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr höher, was aus der Steigerung der Abonnementumsätze erfolgen konnte. Zudem konnten weiter Preissteigerungen durchgesetzt werden. Das operative Geschäft wird neben der Beobachtung des Umsatzes anhand von Kennzahlen wie operative Marge (Ergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse) und EBITDA geleitet. 4. Entwicklung der Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme ist um € 7,6 Mio. von € 62,8 Mio. auf € 55,2 Mio. gefallen, was im Wesentlichen durch gesunkene Forderungen gegen verbundene Unternehmen bedingt ist, welche von € 45,2 Mio. auf € 31,5 Mio. gefallen sind. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von € 21,9 Mio. auf € 15,0 Mio. gesunken. Infolge von Investitionen in die Infrastruktur der Netzwerke und dem Ausbau der Hauptstadt Redaktion ist das Anlagevermögen im Geschäftsjahr stark gestiegen und in der niedrigeren Bilanzsumme ist der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von 4,6 % im Vorjahr auf 17 % im Geschäftsjahr 2017 gestiegen. Investitionen erfolgten in Höhe von € 8,3 Mio. in die technische Geschäftsausstattung und Mietereinbauten. Das Umlaufvermögen wird von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (€ 31,5 Mio. - Vorjahr € 45,2 Mio.), welche mit € 30,9 Mio. (Vorjahr 44,8 Mio.) hauptsächlich Forderungen aus Konzern-Treasury enthalten, und den sonstigen Vermögensgegenständen (€ 11,9 Mio. - Vorjahr € 11,5 Mio.) geprägt. Die niedrigeren Konzern-Treasury-Forderungen sind auf den niedrigeren Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zurückzuführen, was durch die Auszahlungen von Restrukturierungsausgaben und die Investitionen bedingt ist. Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände werden insbesondere die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen (€ 11,6 Mio. - Vorjahr € 11,0 Mio.) ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von € 3,2 Mio. auf € 2,3 Mio. gefallen, was aus den niedrigeren Einmalumsätzen resultiert. Wesentlicher Posten der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit € 15,0 Mio. gegenüber € 21,9 Mio. des Vorjahres. Diese bestehen mit € 3,3 Mio. gegenüber der Gesellschafterin aufgrund der Ergebnisabführung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017. Daneben betreffen sie verschiedene Konzerngesellschaften. Die Pensionsrückstellungen in Höhe von € 24,8 Mio. (VJ € 20,9 Mio.) sind um € 3,9 Mio. stark gestiegen, was auf den niedrigeren Rechnungszinssatz in der Bewertung zum 31. Dezember 2017 zurückzuführen ist. Die sonstigen Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag € 8,8 Mio. (VJ €13,2 Mio.). Die Reduktion ist im Wesentlichen auf die niedrigeren Rückstellungen für Abfindungen und Gehaltsfortzahlungen in der Freistellungsphase zurückzuführen. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus der Lohnsteuerverbindlichkeit von € 1,5 Mio. (Vj € 1,0 Mio.). Das Eigenkapital besteht überwiegend aus dem gezeichneten Kapital von € 2,1 Mio. und mit € 0,4 Mio. aus einer freien Rücklage. Die Eigenkapitalquote beträgt 4,5% (Vj 3,9%). Zur Finanzierung wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Die Bonität und Liquidität waren zu jeder Zeit gegeben. Die durchgängig überschüssige Liquidität wurde konzernintern angelegt, da die Gesellschaft am weltweiten Cash Pooling teilnimmt. Die Gesellschaft verfügt über ein Konzern-Treasury Guthaben von € 30,9 Mio. (VJ € 44,7 Mio.). 5. Entwicklung der ErtragslageDas Jahresergebnis 2017 beträgt vor Ergebnisabführung € 3,3 Mio. (Vorjahr: € 8,6 Mio.) und wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags an die Thomson Reuters Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, abgeführt. Das Ergebnis vor Steuern hat sich von € 9,2 Mio. im Vorjahr auf € 2,8 Mio. im Geschäftsjahr 2017 verschlechtert. Die steigenden Kundenumsatzerlöse wurden durch geringere Dienstleistungserträge im Konzern und höhere Aufwendungen für bezogene Leistungen überdeckt. Die Löhne und Gehälter sind infolge des Personalabbaus im letzten Jahr um € 6,2 Mio. gefallen. Infolge der Änderung des durchschnittlichen Marktzinssatzes zur Bewertung der Pensionsrückstellungen nach Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHBG n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. sind die Pensionsrückstellungen stark angestiegen. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind um 2,0 Mio. gestiegen, insbesondere aufgrund der höheren Aufwendungen für Altersversorgung. Insgesamt ist der Personalaufwand um € 4,1 Mio. gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr von € 8,4 Mio. auf € 9,3 Mio. gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene Kosten für die Miete und die Instandhaltung von Büroräumen zurückzuführen. 6. Finanzielle LeistungsindikatorenBei Erstellung des Lageberichts 2016 haben wir eine stabile Entwicklung bei Umsatz und Ertrag erwartet. Während sich die Umsätze nahezu erwartungsgemäß entwickelt haben und insbesondere die Fremdumsätze aufgrund einer höheren Nachfrage leicht gestiegen sind, ist der Ertrag deutlich zurückgegangen. Die operative Marge (Ergebnis vor Steuern/ Umsatzerlöse) betrug im Geschäftsjahr 2017 1,1 %, während sie sich im Vorjahr auf 3,5% belief. Das EBITDA der Gesellschaft ist von T€ 11.644 auf T€ 6.515 gefallen. Verantwortlich für die unerwartete Verschlechterung der Ertragslage waren vor allem höhere bezogene Leistungen im Verhältnis zum Kundenumsatz und die gestiegenen Kosten für die Altersversorgung. Das Vorsteuerergebnis wurde auch durch die gestiegenen Zinsaufwendungen für Pensionen aufgrund des Ansatzes eines niedrigeren Rechnungszinses belastet. 7. Entwicklung der MitarbeiterzahlIm Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich 304 Mitarbeiter (VJ 311 bei der Gesellschaft beschäftigt. Zum Jahresende betrug die Anzahl der Mitarbeiter 291 (VJ 314). Die Belegschaft wird durch einen Betriebsrat vertreten. Die betrieblichen Sozialleistungen bestehen aus betrieblicher Altersversorgung sowie Jubiläumsleistungen. 8. Chancen und Risiken der künftigen GeschäftsentwicklungAm 30. Januar 2018 hat Thomson Reuters Corp. einen endgültigen Vertrag mit einem Private Equity Funds abgeschlossen, welcher von Blackstone Group LP gemanagt wird und in welchen Blackstone Group LP, Canada Pension Plan Investment Board und Zeichner von kanadischen Guaranteed Investment Certificates investiert haben. Teil dieser Transaktion ist der Verkauf des Financial & Risk Geschäftsbereichs durch Thomson Reuters Corp. an den Private Equity Funds, an welchem Thomson Reuters Corp. zu 45% beteiligt sein wird. Die Transaktion soll zu Beginn der zweiten Hälfte des Jahres 2018 abgeschlossen sein und muss von den Regulierungsbehörden genehmigt werden. Im Zuge dieser Transaktion wird die Gesellschaft ihre Geschäftsbereiche, welche nicht zu Financial & Risk gehören, an eine andere deutsche Thomson Reuters Gesellschaft übertragen. Dieser Vorgang wird im Geschäftsjahr 2018 die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen. Die Geschäftsbereiche Tax & Accounting, Legal sowie das Nachrichtengeschäft verbleiben in vollem Umfang bei Thomson Reuters. Von derzeit global rund 46.000 Mitarbeitern gehen voraussichtlich etwa 22.000 Mitarbeiter mit "Financial & Risk" zu den neuen Mehrheitsgesellschaftern über. Die Umsätze mit Kunden am Standort Deutschland sind seit jeher vornehmlich dem Financial & Risk Bereich zuzuordnen. Knapp die Hälfte aller Beschäftigten in Deutschland arbeitet im redaktionellen Bereich (Nachrichtenagentur Reuters). Im Rahmen der strategischen Partnerschaft wird es einen Vertrag auf 30 Jahre geben, der die neue Firma "Financial & Risk" dazu berechtigen wird, von Reuters weiterhin Nachrichten und Inhalte zu beziehen, und diese in den "Financial & Risk" Produkten ihren Kunden zur Verfügung zu stellen. Auch die Marke "Reuters" kann in Produkten und dem Namen der neuen Firma geführt werden. Die Details dazu sind in einem globalen Lizenzvertrag zu bestimmen. Die strategische Partnerschaft mit Blackstone soll es dem Geschäftsbereich Financial & Risk ermöglichen, sich mit neuen Impulsen und einer verbesserten, sowie effizienteren strategischen Ausrichtung im Geschäft mit Daten und Informationen für den Finanzmarkt aufzustellen. Blackstone als Investor ist sehr erfahren im Finanzmarkt, kennt den Markt sehr gut und wird in strategisch wichtige Bereich investieren. Thomson Reuters wird in der verschlankten Organisation mit einem klaren Fokus auf das weitere Wachstum der Geschäftsbereiche Tax & Accounting und Legal agieren, und weiterhin in u.a. technologische Entwicklungen investieren. Der Nachrichtenteil wird in Europa ein Kerngeschäft sein. Das Geschäft der Gesellschaft kann insbesondere von den nachfolgenden internen und externen Faktoren beeinflusst werden:
Mit der strategischen Partnerschaft mit Blackstone werden viele positive Entwicklungen erwartet, die es der Gesellschaft ermöglichen sollen, effizienter, fokussierter und ertragreicher zu agieren, z.B. durch Investitionen in strategische Bereiche wie beispielsweise den voranschreitenden Ausbau automatisierter Prozesse, die Weiterentwicklung strategisch wichtiger Produkte, den Ausbau des Partnernetzwerkes etc. Die Trennung der Bereiche mit einem neuen Mehrheitsgesellschafter für Financial & Risk und die Führung dieses Bereichs als eigenständigem Unternehmen birgt auch Risiken. Die Teilung von Vermögensgegenständen, Verträgen mit Kunden, Lieferanten und Partnern, die räumliche Trennung der beiden Einheiten an allen Standorten etc. bringen hohen zusätzlichen zeitlichen wie auch finanziellen Aufwand mit sich. Die extremst professionelle Herangehensweise beider Firmen (Thomson Reuters und Blackstone) in Bezug auf die Vorbereitung und Umsetzung der Trennung lassen uns jedoch dieses Risiko als gering einschätzen und die positiven Faktoren daraus als deutlich überwiegend. Weiterhin ist es in diesem Zusammenhang sehr wichtig, dass der Bereich "Financial & Risk" auch während des Transformationsprozesses weiterhin fokussiert und zielorientiert an der Erreichung der Ziele für das Jahr 2018 arbeitet, ohne sich von strukturellen Veränderungen ablenken zu lassen. Eine klare Kommunikation zu unseren Kunden und die schnelle Etablierung der neuen Marke / Firma als weiterhin zuverlässigen Partner für die Kunden sind dabei ebenfalls essentiell.
Thomson Reuters und künftig "Financial & Risk" bieten in Deutschland ein umfangreiches Portfolio an Informationsdiensten für die Finanzindustrie und Finanzbereiche von Unternehmen an, die primär durch wiederkehrende Subskriptionsverträge verrechnet werden. Dies ermöglicht ein stabiles, langfristig orientiertes Geschäftsmodell. Um einen kontinuierlichen Ausbau und stabiles Wachstum zu ermöglichen, ist es erforderlich, dass es dem Unternehmen gelingt, den stetigen Wandel unseres Marktumfeldes aktiv zu begleiten. Die Strukturen in der Finanzindustrie ändern sich weiterhin mit hohem Tempo, stark geprägt durch technologische wie auch strukturelle Innovationen durch FinTechs, zunehmende Automatisierung und Digitalisierung. Für unsere Kunden eröffnen diese Neuerungen interessante Möglichkeiten, um besonders in personalintensiven Bereichen effizienter zu werden und Kosten zu sparen. Sollte es uns nicht oder nicht schnell genug gelingen, die passenden Produkte und Lösungen für die neuen Anforderungen unserer Kunden weiter zu entwickeln, würde dies ein Risiko für den Erhalt und Ausbau unseres Geschäftes darstellen. Die strategische Neuausrichtung der neuen "Financial & Risk" Firma global wie auch in Deutschland mit dem weiteren Ausbau unseres Plattformgeschäftes berücksichtigt diese Faktoren, und wir sind zuversichtlich, diese positiv nutzen zu können. In Folge der Übernahme der Mehrheitsanteile durch einen von Blackstone verwalteten Private Equity Fund, erwarten wir einerseits im globalen Umfeld straffere Organisationsformen und andererseits steigende Investitionen in strategisch wichtige Produkte und technische Neuausrichtungen. Die hohen Regulierungsanforderungen an die Kreditinstitute, Vermögensverwalter und Versicherungswirtschaft haben ein Wachstum der Investitionen in hochwertige Datenversorgungen und Anwendungen bedingt. Vielfältige Vergleichspreise zur Sicherstellung der "Best Execution" und hochwertige Bewertungskurse waren und sind auch künftig Wachstumsthemen. Mit unseren Datendiensten und Lösungen im Bereich "GRC" - Governance, Risk & Compliance" z.B. zur Kontrolle von Geldwäsche, Sanktionslisten und Due Dilligence von Kunden und Lieferanten, haben eine verstärkte Nachfrage gefunden und zu Umsatzwachstum geführt. In diesem Bereich sehen wir auch weiterhin für 2018 gutes Wachstumspotential. Personenbezogene Dienste sind durch die fortdauernde Konsolidierung von Handelsabteilungen, erhöhten Kostendruck durch Regulierungsanforderungen und hohe Eigenkapitalanforderungen im Handel und dadurch reduzierte Handelsaktivtäten negativ betroffen. Die Endbenutzerplattform Thomson Reuters Eikon hat sich in einem konsolidierenden Marktumfeld gut etabliert und auch gegen Wettbewerbssysteme durchsetzen können. Die Ablösung von Konkurrenzsystemen konnte jedoch nicht die Konsolidierungsdynamik in den Handelsbereichen ausgleichen. Unsere Wachstumsstrategie beinhaltet die Entwicklung von neuen Produkten, Entwicklung und weitere Integration von Transaktionsplattformen, Dienstleistungen, Anwendungen und Funktionalitäten, um den Bedarf unserer Kunden nach intelligenten, integrierten und offenen Informationslösungen zu decken. Unsere Konkurrenzfähigkeit hängt von der Entwicklung und erfolgreichen Einführung solcher Lösungen ab, um auch neue Kunden gewinnen zu können.
Die Banken stehen weiterhin vor gewaltigen Herausforderungen. Sie müssen höhere Kapitalpuffer vorhalten, und sich auf ein strengeres und komplexeres regulatorisches Umfeld einstellen, das ihnen in einigen Fällen eine Umstellung der Geschäftsmodelle abverlangt und sie zwingt, sich an ein dauerhaft geringeres Profitabilitätsniveau anzupassen. Die weiterhin andauernde Niedrigzinsphase und die Einführung sogar von Negativzinsen haben u.a. einen Rückgang der Handelsaktivitäten und eine Reduzierung der Gewinnmargen zur Folge. In diesem herausfordernden Umfeld sind fortlaufende Kosteneinsparungsprogramme an der Tagesordnung. Ein negativer Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der neuen "Fiancial & Risk" Unternehmung ist diesbezüglich nicht auszuschließen, sodass das Risiko zurzeit als mittel eingestuft wird. Viele Banken wurden zu hohen Strafen und Vergleichszahlungen für nicht markt- und regelkonformes Verhalten verurteil. Diese Strafen und hohe Auflagen an die Compliance reduzieren ebenfalls die operativen Margen und führen zu Schließungen von Geschäftsfeldern. Die erhöhten Anforderungen führen allerdings auch zu erhöhter Nachfrage nach Diensten zur Sicherstellung und Automatisierung von Compliance-Prozessen (GRC-Lösungen).
Die Informations- und Nachrichtenbranche ist weiterhin sehr wettbewerbsintensiv und unterliegt einem schnellen Wandel mit sich permanent verändernden Kundenanforderungen. Viele unserer grössten Mitbewerber besitzen beträchtliche finanzielle Ressourcen, anerkannte Marken, technologische Expertise und Markterfahrung. Unsere Mitbewerber verbessern genau wie wir ständig ihr Angebot, entwickeln neue Produkte und Dienstleistungen und investieren in Technologie, um die Bedürfnisse ihrer Kunden besser bedienen zu können und neue Kunden zu gewinnen. Auch in 2017 haben Mitbewerber fusioniert oder Zusammenschlüsse angekündigt, und könnten somit ein breiteres Spektrum an Produkten und Services aus einer Hand anbieten, mit verbesserter Dienstleistungstiefe und Marktdurchdringung. Weitere Zusammenschlüsse und Übernahmen sind wahrscheinlich. Viele Börsenbetreiber bauen ihre Marktdatenservices und Transaktionsplattformen weiter aus und könnten öfter mit "Fiancial & Risk" in Wettbewerb treten. Einige unserer Wettbewerber vermarkten ihre Produkte und Dienstleistungen als Alternative mit niedrigeren Preisen. Diese könnten im Vergleich zu unseren Produkten und Dienstleistungen als kosteneffektiver angesehen werden und somit den relativen Wert einiger unserer Produkte mindern, was Preisreduzierungen unsererseits erfordern würde. Wenn wir zu solchen Anpassungen nicht in der Lage sind oder diese ablehnen, könnten wir Marktanteile verlieren und unsere Finanzzahlen negativ beeinflusst sehen. Zudem könnte sich die Konkurrenz durch Internet-Dienstleistungen, Anbieter von Suchportalen und FinTech/App Provider verstärken. Die strukturelle Änderung des Finanzmarktes gepaart mit innovativen Technologien führt zu einem erweiterten Kreis an Mitbewerbern, speziell auch kleinerer Häuser, die besonders in Nischen-Themen unter Umständen schneller und flexibler in der Entwicklung von Produkten agieren können. Da Thomson Reuters und "Financial & Risk" im Rahmen der "Open-Plattform"-Strategie vermehrt Partnerschaften mit Drittanbietern eingeht, um flexibel agieren zu können, wird dieses Risiko derzeit als gering eingestuft. Grundsätzlich sollte die Plattformstrategie diese Tendenzen im Finanzmarkt eher positiv unterstützen und uns die Möglichkeit geben, unsere Kunden bei dieser Transformation des Markets zu begleiten.
In den vergangenen Jahren ist die Verfügbarkeit von öffentlichen Quellen an kostenlosen oder relativ preisgünstigen Informationen, insbesondere über das Internet, ständig gewachsen. Dieser Trend hat sich über eine zunehmende Digitalisierung beschleunigt. Die Markteintrittsbarrieren wurden in einigen Geschäftsbereichen reduziert und der Wettbewerb intensiviert. Dies kann die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen reduzieren. Das Risiko wird aber derzeit als mittel eingestuft. Die zunehmende Digitalisierung der Finanzwirtschaft und der Trend z.B. von der physischen Filiale zu Internetportalen und Robo-Advisory wird die Nachfrage nach höherwertigen Informationsangeboten erhöhen und kann zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten für die Internetdienste von Thomson Reuters und später "Financial & Risk" eröffnen.
Die Integrität unserer Marken und unsere Reputation sind eine wesentliche Grundlage für das Vertrauen, welches uns unsere Kunden als Anbieter von Information und Nachrichten entgegenbringen. Negative Presse oder Diskussionen in der Öffentlichkeit gegenüber unserem Unternehmen oder unseren Produkten und Dienstleistungen könnten sich auf die Beziehung zu unseren Kunden auswirken. Fehler beim Schutz unserer Marken oder Verletzung der Thomson Reuters "Trust Principles" könnte die Glaubwürdigkeit und damit das Geschäft von Thomson Reuters und ebenso das der neuen Firma "Financial & Risk" als Anbieter von Finanzinformationen, Systemen und Dienstleistungen negativ beeinflussen. Das Risiko wird aber derzeit als gering eingestuft. Besonders in Zeiten von "Fake News", "alternativen Fakten", Social Media Bots, Skandalen um die unberechtigte Nutzung privater Daten, und von einer breiten Öffentlichkeit geführten Diskussionen in Social Media mit teilweise nicht eindeutig bestimmbaren Informationsquellen, legen unsere Kunden zunehmend Wert auf Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit von Information und insbesondere Nachrichten. In diesem Zusammenhang stellt diese Situation für Thomson Reuters durchaus auch eine Chance dar, da unsere Marke national wie international eng mit diesen Attributen verknüpft wird. Die Lizenzvereinbarung im Rahmen der strategischen Partnerschaft zwischen Thomson Reuters und Blackstone zur Nutzung der "Reuters" Marke auf 30 Jahre stellt eine wichtige Voraussetzung dar, um auch weiterhin mit einer starken Marke und Reputation für Informationen im Finanzmarkt agieren zu können.
Wir besitzen die Fähigkeit, sehr schnell beträchtliche Mengen an Daten auf unseren computerbasierten Netzwerken zu bewegen. Daher sind wir von der Verlässlichkeit und Sicherheit unserer elektronischen Auslieferungssysteme und des Internets abhängig. Ein signifikanter Zusammenbruch oder jede Unterbrechung dieser Systeme - inklusive der operativen Dienstleistungen, die fehlende Unterstützung durch Dritte, Sabotage, Cyber-Security, Einbrüche, terroristische Aktivitäten, menschliche Fehler, Naturkatastrophen, der Ausfall von Strom- oder Verschlüsselungssystemen und Angriffe mit Computerviren - könnten unsere Systeme dazu bringen, langsamer zu arbeiten oder schlimmstenfalls für eine gewisse Zeit auszufallen. Stark steigende Update-Raten aufgrund hoher Volatilitäten, neuer Märkte und Handelsplattformen, neuer Instrumente oder des weiter zunehmenden Hochfrequenz-Handels können die Performance unserer Produkte und Netzwerke negativ beeinflussen. Während wir weiterhin Kapazitäts-Management-Initiativen implementieren, gibt es keine Garantie, dass wir und unsere Netzwerk-Provider jederzeit in der Lage sein werden, dem beschleunigten Wachstum der Spitzenlasten Rechnung zu tragen oder Störungen zu vermeiden. Dies könnte einen starken Effekt auf unser Geschäft und unser Betriebsergebnis haben. Zur Überwachung dieser Risiken ist die Gesellschaft in das globale Risikofrüherkennungssystem von Thomson Reuters integriert. Das Risiko für die Geschäftsentwicklung in Deutschland wird derzeit als gering eingestuft.
Die Umsetzung und Ausführung unserer Strategien hängt von der Fähigkeit ab, hoch qualifiziertes Management und Mitarbeiter für Schlüsselpositionen zu rekrutieren, zu motivieren und zu halten. Wir konkurrieren mit vielen Unternehmen, die nach gut ausgebildeten, engagierten Fachkräften mit Erfahrungen im Finanzmarkt, Technologie oder Vertrieb suchen. Das Risiko wird aber derzeit als gering eingestuft.
Um die zuvor beschriebenen kontinuierlichen Veränderungen im Finanz- und Informationsmarkt und der Technologie-Landschaft für unsere Kunden zufriedenstellend begleiten zu können und im Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben, ist eine regelmäßige Überarbeitung der Produkt-Strategie und Anpassungen in der Organisationsstruktur notwendig. Unsere Wachstumsstrategie kann nur dann entsprechend erfolgreich sein, wenn es uns gelingt, solche globalen Maßnahmen auch im lokalen Markt möglichst reibungslos umzusetzen, ohne negative Auswirkungen auf Mitarbeiter-Motivation und Engagement zu haben, oder Produktivitätsrückgang aufgrund operationaler Ineffizienzen zu verursachen. Ebenso könnte es negativen Einfluss auf das operative Ergebnis der Gesellschaft haben, falls erwartete Effekte und Investitionen aus der Trennung des "Financial & Risk" Bereiches bei der Umsetzung wider Erwarten nicht ausgeschöpft werden sollten. Wie oben bereits beschrieben, wird dieses Risiko allerdings aus jetziger Sicht als gering erachtet. Chancen der künftigen Entwicklung ergeben sich durch die weitere Stärkung unseres Kerngeschäftes anhand der fortlaufenden Produktentwicklungen und möglichen künftigen Akquisitionen, aber auch durch die Aktivitäten zur operativen Kostenreduzierung und Konzentration auf Kernkompetenzen seitens unserer Kunden speziell im Bereich Regulierung, Hosting von Applikationen, von Datafeed-Anbindungen und von Daten-Distributionssystemen. Ferner können sich attraktive Geschäftsmöglichkeiten durch unsere Inhalte und Dienstleistungen zur Überwachung, zur Risikosteuerung und zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen ergeben. Insbesondere unsere Services in den Bereichen GRC - Governance, Risk & Compliance - und "Know Your Customer" / Client On-Boarding, "Know Your Supply Chain" und Integration operativer Compliance Lösungen, bieten passende Antworten auf die gestiegenen Anforderungen in diesem Segment der Regulatorik und Risikomanagement. Auch der Bereich "Financial & Risk" wird an der Weiterentwicklung unserer offenen Plattformen und der hiermit verbundenen Ergänzungen dieser Lösungen mit neuen kundenbezogenen Funktionalitäten und Applikation festhalten, um bestehende aber auch neue Kunden und Marktbereiche anzusprechen. Dies bietet uns ausgezeichnete Möglichkeiten, unsere gegenwärtige Marktstellung zu festigen und auszubauen. Eine enge Kooperation mit Partnerunternehmen vervollständigt unser Angebot. Erhöhte regulatorische Anforderungen, erweitertes Reporting, sowie die verfeinerten Erfordernisse von Risikomanagementsystemen als Nachwirkungen der Finanzkrise können wie oben dargestellt auch zu einer verstärkten Nachfrage nach Unternehmensdaten, validierten Zeitreihen und damit zu positiven Auswirkungen auf unsere Umsatzerlöse führen. 9. Ausblick und Prognose 2018Im Geschäftsjahr 2018 legen wir erneut einen starken Fokus auf den Bereich der Preis- und Referenzdaten sowie den Ausbau des Geschäftes mit Lösungen für das Risiko- und Compliance-Management (aus der "GRC" - Produkt-Sparte). Das Wirksamwerden der MiFID II Vorschriften in 2018 bietet weiterhin Möglichkeiten, Kunden mit unseren Lösungen im Bereich des Reportings und der Transparenz in der Handelsaktivität zu unterstützen, u.a mit unseren regulierten Handelsplattformen FX Trading, FX All, Matching und Tradeweb. Die Umstellung der Endanwender von veralteten Plattformen auf neue Systeme ist mittlerweile bis auf wenige abgeschlossen. Nur eine geringe Anzahl ausstehender Migrationen von Datastream auf Thomson Reuters Eikon oder von Eikon for Wealth Management auf Eikon Core stehen für das kommende Jahr an. Diese Migrationen sind Bestandteil der weltweiten Bemühungen, die Anzahl an technisch und inhaltlich unterschiedlich gestalteten Produkten zu reduzieren und auf unsere strategische Plattform Thomson Reuters Eikon zu konzentrieren. Die Produktkonsolidierungen können in den kommenden Jahren zu weiteren Kosteneinsparungen bei Thomson Reuters und "Financial & Risk" führen, da die alte Infrastruktur der Vorgänger-Produkte nach erfolgreicher Migration aller Nutzer abgeschaltet werden kann. Für unsere Kunden birgt die Umstellung von mehreren auf letztendlich nur ein System gutes Kosteneinsparungspotential. Auch in 2018 erwarten wir weitere strukturelle Veränderungen des Bankgeschäftes, hohen Kostendruck und damit verbundene Mitarbeiterreduzierungen in den Banken, besonders, aber nicht nur, im Handel und in handelsnahen Bereichen. Diese Entwicklung könnte sich auch weiterhin negativ auf unsere Umsätze mit Einzelplatz-Lizenzen auswirken. Für andere Marktbereiche wie z.B. die Vermögensanlage/-verwaltung, institutionelle Investoren, Compliance und Risikomanagement/-controlling sowie das Geschäft mit Unternehmenskunden in Abteilungen wie Finanzen und Einkauf (Supply-Chain) mit hohen Anforderungen an Nachrichten, Markt-Informationen und Transaktionsplattformen, sehen wir gutes Potential, das Geschäft weiter auszubauen und zu insgesamt stabilen Umsätzen mit Einzelanwender-Lizenzen in Deutschland beizutragen. Großen Fokus werden wir im kommenden Jahr auf die schnell voranschreitende Automatisierung und Digitalisierung im Finanzmarkt legen, und in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnerunternehmen diese Transformation aktiv mit innovativen Lösungen zu begleiten versuchen. Unsere Services im Bereich der Managed-Services, Hosting und Analysen aus der Cloud (auf der Thomson Reuters Elektron Platform) gehören zu den Kernbereichen für Investitionen und Weiterentwicklung. Das lokale und internationale Partnernetzwerk wird weiterhin ausgebaut. In Abstimmung mit der globalen Strategie legt auch "Financial & Risk" in 2018 einen starken Fokus auf die weitere Erhöhung der Kundenzufriedenheit mit unseren Produkten und Service-Leistungen vor Ort. Interne Prozesse werden kontinuierlich überarbeitet, um unsere Kunden schneller und besser bedienen zu können. Intern liegt ein klarer Schwerpunkt auf dem Erhalt der guten Mitarbeiterzufriedenheit, der Motivation und fachlichen Weiterbildung, um eine erhöhte Profitabilität zu erreichen, während weiterhin mit hoher Kostendisziplin gewirtschaftet wird. Trotz des weiterhin zu erwartenden schwierigen Umfeldes, blicken wir den kommenden 24 Monaten mit Optimismus entgegen. Auch wenn wir in Kernbereichen unseres Geschäftes in Deutschland mit weiteren Konsolidierungen und Reduzierung der Marktteilnehmer rechnen, insbesondere im Sparkassen- und Genossenschaftsbankensektor, sehen wir in anderen Bereichen gutes Wachstumspotential, um insgesamt stabile Umsätze erreichen zu können. Die zu erwartende Anpassung der strategischen Ausrichtung mit klarer Priorisierung von Investitionen in Wachstumsbereiche im Rahmen der Trennung von "Fiancial & Risk" und die Steuerung durch den neuen Mehrheitseigentümer Blackstone, lässt uns positiv in die Zukunft schauen. Für die Ertragslage erwarten wir entsprechend der Entwicklung der Umsatzerlöse ebenfalls eine stabile Entwicklung für 2018. Neue Herausforderungen könnten sich aus allgemeinen geopolitischen Entwicklungen ergeben. Hohe Unsicherheiten im Zusammenhang mit den derzeit angespannten globalen Handelsbeziehungen (z.B. zwischen USA, China, Russland), die unklare Zukunft der Europäischen Union mit dem Austritt Großbritanniens (Brexit), der noch nicht abbrechende Flüchtlingsstrom nach Europa und Deutschland, eine zunehmende Anzahl terroristischer Angriffe und ein weiterhin instabiles politisches Umfeld in Krisen- / Kriegsgebieten wie z.B. Syrien, können die Finanz- und Weltmärkte weiterhin stark verunsichern und aus jetziger Sicht schwer vorhersehbare Auswirkungen haben. In diesem Umfeld erwarten wir, das vertrauensvolle Verhältnis zu unseren Kunden weiter ausbauen zu können, um sie weiterhin zuverlässig mit Daten, Analysen und Informationen als Grundlage für ihre Geschäftsentscheidungen versorgen zu können. Auf Basis des 30-jährigen Lizenzvertrages mit Thomson Reuters werden wir mit der Trennung von "Financial & Risk" von den anderen Geschäftsbereichen der Gesellschaft unseren Kunden wie gewohnt in unseren Produkten hochqualitative, ausgezeichnete Nachrichten für den Finanzmarkt und die Wirtschaft bereitstellen.
Frankfurt am Main, den 25. Juni 2018 Johanna Brühl, Geschäftsführerin Frank Jeßberger, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017I. Allgemeine AngabenDer vorliegende Jahresabschluss für die Thomson Reuters (Markets) Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 35198 wurde gemäß den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet. II. Angaben zur BilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der nachfolgend beigefügt ist. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Software wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von drei bis fünf Jahren vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Entgeltlich erworbene Kundenverträge werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Dabei wurde die planmäßige Abschreibung auf der Basis einer Nutzungsdauer von 5 Jahren für die Kundenbeziehungen angenommen, wobei die 5 Jahre aus Erfahrungssätzen aus Bewertungen resultieren. Sachanlagen Erworbene Gegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten über € 1.000,00 (netto) werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Den anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung wird je nach Anlagengruppe eine Nutzungsdauer zwischen drei und 14 Jahren zugrunde gelegt. Mietereinbauten werden über acht Jahre oder - sofern kürzer - über die Restlaufzeit des Mietvertrages abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen wurden mit dem Nennwert aktiviert und nicht abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 (netto) wird ein Sammelposten gebildet, der linear über fünf Jahre abgeschrieben wird. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten weniger als € 150,00 (netto) betragen, werden im Zugangszeitpunkt aufwandswirksam erfasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden mit dem durch die Versicherungsgesellschaft bestätigten garantierten Aktivwert angesetzt und die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden bei Erstbewertung mit dem jeweils gültigen Umrechnungskurs und zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Dem Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 31.473, Vorjahr: T€ 45.154) enthalten Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 534, Vorjahr: T€ 338) sowie Cash-Pooling Forderungen (T€ 30.939, Vorjahr: T€ 44.731). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von T€ 30.994 (Vorjahr: T€ 44.750) enthalten. Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 11.645 (Vorjahr: T€ 10.979) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Vorauszahlungen für Gebühren, die pro rata temporis abgegrenzt werden. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Zur Bewertung verweisen wir auf die Ausführungen zu den Rückstellungen für Pensionen. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Vorjahr unverändert. Das Jahresergebnis wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die Thomson Reuters Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, abgeführt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Durch den Übergang auf BilMoG im Geschäftsjahr 2010 wurden die Rückstellungen unter Anwendung der "Projected Unit Credit" Methode, dem Zinssatz nach § 253 HGB für eine Restlaufzeit von 15 Jahren sowie unter Einbezug von Gehalts- und Rententrends bei Zugrundelegung einer alters- und geschlechtsspezifischen Fluktuation neu bewertet. Im Übergangszeitpunkt belief sich die zusätzlich notwendige Zuführung nach BilMoG auf T€ 1.519. Da die Gesellschaft vom Übergangswahlrecht nach Art. 67 EGHGB Gebrauch macht, führt sie daher wie im Vorjahr 1/15 (T€ 101) im Geschäftsjahr 2017 zu. Zum Jahresende beträgt die Unterdeckung demnach noch T€ 709. Zum Jahresende wurde die Verpflichtung mittels der projizierten Einmalbeitragsmethode unter Zugrundelegung eines Diskontierungssatzes von 3,68% (Vorjahr: 4,01%) sowie Gehaltssteigerungsraten von 3,25 % (Vorjahr: 3,25%) und einem Rententrend von 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) unter Berücksichtigung einer alters- und geschlechtsspezifischen Fluktuation ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen dienen die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre wie im Vorjahr bewertet worden. Der Rechnungszinssatz p.a. von 3,68% wurde dementsprechend im 10-Jahres-Durchschnitt ermittelt. Im 7-Jahres-Durchschnitt ergibt sich ein Rechnungszinssatz p.a. von 2,80%, was zu einem Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB i.H.v. T€ 5.047 führt, welcher der Ausschüttungssperre unterliegt. Es wurden T€ 164 der Pensionsverpflichtungen mit T€ 186 Deckungsvermögen zum 31. Dezember 2017 zu einem aktiven Unterschiedsbetrag von T€ 22 aufgerechnet. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte Überschussbeteiligung). Dies entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Sonstige Rückstellungen Bei Bildung der sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Hierbei wird der Erfüllungsbetrag, d.h. künftige Preis- und Kostenänderungen werden berücksichtigt, der Ermittlung zugrunde gelegt. Langfristige Rückstellungen werden entsprechend § 253 HGB abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen (T€ 8.826, Vorjahr: T€ 13.203) betreffen personalbezogene Rückstellungen - insbesondere für Abfindungen, Boni, nicht genommenen Urlaub und Überstunden (T€ 4.828, Vorjahr: T€ 9.788) und übrige Rückstellungen - insbesondere für Mieten, Drohverluste aus Mietverträgen, Mietglättung, Gutschriften und ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 3.997, Vorjahr: T€ 3.415). Jubiläumsrückstellungen werden mittels projizierter Einmalbeitragsmethode mit einem Zinssatz entsprechend § 253 HGB von 2,80% (Vorjahr 3,23%) bei gegenüber dem Vorjahr unveränderten Gehaltsteigerungsraten von 3,25 % ermittelt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden bei Erstbewertung mit dem jeweils gültigen Umrechnungskurs und zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 15.042, Vorjahr: T€ 21.911) enthalten Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 11.762, Vorjahr: T€ 13.298) sowie Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungen (T€ 3.280, Vorjahr: T€ 8.612). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 3.280 (Vorjahr: T€ 8.612) enthalten. Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen erhaltene Vorauszahlungen aus vertragsgemäß abgerechneten, zeitraumbezogenen Leistungen, die die Gesellschaft im Folgejahr an Kunden zu erbringen hat. III. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2017 entfallen auf die folgenden Bereiche:
Die Umsatzerlöse in 2017 wurden für Leistungen erzielt, die fast ausschließlich im Inland erbracht wurden. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Fremdwährungsbewertung in Höhe von T€ 410 (Vorjahr: T€ 106). Periodenfremde Erträgen waren keine gegeben, denn Auflösungen von Rückstellungen fanden nicht statt (Vorjahr: T€ 110). Sonstige betriebliche Aufwendungen Innerhalb des Postens sind Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung in Höhe von T€ 163 (Vorjahr: T€ 117) ausgewiesen. Aufgrund der Inanspruchnahme des Übergangswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB bei der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des BilMoG im Geschäftsjahr 2010 ergaben sich im Zusammenhang mit der Neubewertung der Pensionsverpflichtungen Aufwendungen in Höhe von T€ 101 aus der jährlichen Zuführung von 1/15 des Übergangsbetrags im Umstellungszeitpunkt. Zinsaufwand Innerhalb des Zinsaufwands sind T€ 2.182 (Vorjahr: T€ 854) Aufwand aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen ausgewiesen. Insgesamt wurden T€ 2.178 Aufwendungen aus der Verpflichtung aus Aufzinsung aus Pensionsverpflichtungen und T€ 4 aus der Aufzinsung von Jubiläumsverpflichtungen ausgewiesen. Der Ertrag aus dem Deckungsvermögen von T€ 15 (Vorjahr: T€ 11) wurde mit dem Zinsaufwand aus der Aufzinsung aus Pensionsverpflichtungen saldiert. Im Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen werden erstmals nicht nur die laufenden Aufzinsungen des Jahres ausgewiesen, sondern auch der Betrag der Auswirkung der Änderung der Zinssätze auf die Bewertung. Damit wird die Auswirkung der Änderung des Rechnungszinssatzes und für bestimmte Aufwendungen und Erträge aus dem Deckungsvermögen entsprechend dem bestehenden Wahlrecht als Zinsaufwand und nicht mehr im Personalaufwand ausgewiesen. Hintergrund dieses anderen Ausweises ist die klarere Darstellung der Ertragslage. Sonstige Steuern Diese Position enthält die Erstattung der im Vorjahr selbstzutragenden Umsatzsteuer (Vorjahr T€ - 552). IV. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen setzen sich wie folgt zusammen:
Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt T€ 71. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der Umsätze sind T€ 37.982 Dienstleistungserträge und Provisionserlöse aus Verkaufsunterstützung für verbundene Unternehmen vereinnahmt worden. Ferner wurden Zinserträge in Höhe von T€ 185 vereinnahmt. Die Aufwendungen aus Gewinnabführung beliefen sich auf T€ 3.280. Der Materialaufwand umfasst im Wesentlichen Bezüge innerhalb des Konzerns (T€ 194.422). Mitarbeiterzahl Im Jahresdurchschnitt wurden 304 (Vorjahr: 311) Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesellschaft beschäftigt ausschließlich Angestellte. Nachtragsbericht Am 30. Januar 2018 hat Thomson Reuters Corp. einen Vertrag mit einem Private Equity Funds abgeschlossen, welcher von Blackstone Group LP verwaltet wird und in welchen Blackstone Group LP, Canada Pension Plan Investment Board und Zeichner von kanadischen Guaranteed Investment Certificates investiert haben. Teil dieser Transaktion ist der Verkauf des Financial & Risk Geschäftsbereichs durch Thomson Reuters Corp. an den Private Equity Funds, an welchem Thomson Reuters Corp. Mit 45% beteiligt sein wird. Die Transaktion soll zu Beginn der zweiten Hälfte des Jahres 2018 abgeschlossen sein und muss von den Regulierungsbehörden genehmigt werden. Im Zuge dieser Transaktion wird die Gesellschaft ihre Geschäftsbereiche, welche nicht zu Financial & Risk gehören, an eine andere deutsche Thomson Reuters Gesellschaft übertragen. Dieser Vorgang wird im Geschäftsjahr 2018 die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen. Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2017 waren:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge für die Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2017 wurde unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Gesamtbezüge für frühere Organmitglieder und deren Hinterbliebene Die Gesamtbezüge für frühere Organmitglieder und Hinterbliebene von früheren Organmitgliedern betrugen im Geschäftsjahr 2017 T€ 72 (Vorjahr: T€ 202). Für frühere Organmitglieder und Hinterbliebene bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 4.162 (Vorjahr: T€ 3.290). Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Thomson Reuters Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, mit der ein Gewinnabführungsvertrag besteht. Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, wird durch die Thomson Reuters Corporation, Ontario/Kanada, aufgestellt. Der Konzernabschluss ist auf Anfrage bei dieser Gesellschaft (http://ir.thomsonreuters.com /phoenix.zhtml?c=76540&p=irol-reportsAnnual) erhältlich. Gewinnverwendung Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von T€ 3.280 wird aufgrund des mit der Thomson Reuters Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, bestehenden Gewinnabführungsvertrags in voller Höhe an diese abgeführt.
Frankfurt am Main, den 25. Juni 2018 Johanna Brühl Frank Jessberger Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagengitter)
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Thomson Reuters (Markets) Deutschland GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Thomson Reuters (Markets) Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Thomson Reuters (Markets) Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 25. Juni 2018 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thomas Heck, Wirtschaftsprüfer ppa. Roland Kandziora, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 06.07.2018 festgestellt. |
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