Stammdaten

Register
Amtsgericht Landshut HRB 9869
Vorher
Ostermaier Mühldorf Beteiligungs GmbH
Eingetragen
21.1.2015
Branche
BeteiligungsgesellschaftenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Gegenstand
Erwerb und Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen sowie Betrieb eines Autohauses.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Oliver Henche
seit 15.10.2024
Geschäftsführer
Dirk Weißner
seit 15.10.2024
Geschäftsführer
Verena Deliano
seit 29.1.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Landshut
13.000 €
50.00%
Geisenhausen
6.500 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RENT.OS GmbH

Vilsbiburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die RENT.OS GmbH, Vilsbiburg befasst sich mit der Vermietung von Kraftfahrzeugen. Die Gesellschaft bietet an den Standorten der Auto-Familie Ostermaier moderne, hochwertige und umfassende Mobilitätsdienstleistungen an. Das Autovermietungsgeschäft spielt die zentrale Rolle neben den damit zusammenhängenden Geschäften (Kauf und Verkauf sowie Handel mit gebrauchten Kraftfahrzeugen). Die Geschäftsfelder gliedern sich in folgende Segmente:

Vermietung von Werkstattersatz- und Unfallersatzfahrzeugen an Kunden der Autohaus Ostermaier GmbH

Freie Kurzzeit-Fahrzeugvermietung

Langzeitvermietung an Privat-/Gewerbe- und Großkunden sowie Bereitstellung von Überbrückungsmobilität

Betrieb der ARAL-Tankstelle samt Shop und Bistro in Vilsbiburg

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2023 durch globale Krisen belastet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (=BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 0,3 v.H. niedriger als im Vorjahr. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 v.H. höher.

Im Jahr 2023 wurden insgesamt 2,84 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Das sind 7,3 v.H. mehr als im Jahr 2022. Der Anteil der benzinbetriebenen Fahrzeuge lag mit 34,4 v.H. über dem Vorjahresniveau (32,6 v.H.), der Anteil der dieselbetriebenen Fahrzeuge belief sich auf 17,1 v.H. (Vorjahr 17,8 v.H.). Bei den alternativen Antriebsarten fielen die Jahresergebnisse unterschiedlich aus. Die hybridangetriebenen Fahrzeuge erreichten einen Anteil von 29,5 v.H. (+1,6 v.H.), Elektro-PKW wiesen einen Anteil von 18,4 v.H. (+11,4 v.H.) auf. Die Nutzfahrzeuge schlossen das Jahr 2023 ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab.

Die Jahresbilanz des Gebrauchtfahrzeugmarktes schloss mit mehr als 6,03 Millionen Besitz-umschreibungen bei PKW (+6,9 v.H. ggü. dem Vorjahr).

Nachdem das Jahr 2022 noch von einer knappen Verfügbarkeit an Fahrzeugen geprägt war, entspannte sich diese Situation im Geschäftsjahr 2023. Zum Jahresende 2023 erhöhte sich der am Gesamtmarkt zugelassene Bestand an Mietfahrzeugen auf 311.696 (Vorjahr 256.437).

2. Geschäftsverlauf und Lage

2.1 Umsatzentwicklung

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr stiegen die Gesamtumsatzerlöse mit EUR 17,03 Mio. gegenüber dem Vorjahr mit EUR 13,47 Mio. um EUR 3,56 Mio., dies entspricht einem Anstieg von 26,4 %.

Aufgegliedert nach Erlösen stellt sich die Umsatzveränderung wie folgt dar:

in v.H.
Vermietung +9,1
Verkauf von Fahrzeugen +31,3
Übrige +48,6
Gesamt 26,4

2.2 Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR v.H.
Umsatzerlöse 17.032,0 13.473,5 3.558,5 26,4
Materialaufwand -15.058,9 -11.757,5 -3.301,4 28,1
Rohergebnis 1.973,1 1.716,0 257,1 15,0
Sonstige Erträge 1.496,9 1.213,3 283,6 23,4
normale Abschreibungen -1.371,4 -1.770,4 399,0 -22,5
Betriebliche Steuern (ohne Ertragsteuern) -112,8 -92,5 -20,3 22,0
Sonstige Sachaufwendungen -1.053,5 -645,3 -408,2 63,3
Betriebsergebnis 932,3 421,1 511,2 121,4
Zinserträge 2,2 0,0 2,2 --
Zinsaufwendungen -827,3 -308,9 -518,4 167,8
Finanzergebnis -825,1 -308,9 -516,2 167,1
Neutrale Aufwendungen -11,2 -0,7 -10,5 --
Neutrales Ergebnis -11,2 -0,7 -10,5 --
Ergebnis vor Ertragsteuern 96,0 111,5 -15,5 -13,9
Ertragsteuern -33,4 -12,9 -20,5 158,9
Jahresüberschuss 62,6 98,6 -36,0 -36,5

2.3 Finanzlage

Das Eigenkapital erhöht sich um das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 62,7 auf TEUR 370,8. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 1,5 % (Vj. 2,6 %), negativ beeinflusst durch die deutlich gestiegene Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 77,2 % (Vj. 77,8%) der Bilanzsumme und enthalten ausschließlich Fahrzeuge der Einkaufsfinanzierung mit der Volkswagen Bank GmbH. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung i. H. v. TEUR 5.202 enthalten mit TEUR 5.101 von der Volkswagen AG noch im Dezember gelieferte Fahrzeuge.

Die Gesellschaft hat zusammen mit der Autohaus Ostermaier GmbH in Vilsbiburg bei der Volkswagen Bank GmbH einen Rahmenkreditvertrag abgeschlossen, über welchen die Finanzierung der Fahrzeugankäufe für die Mietwagenflotte erfolgt.

Die flüssigen Mittel haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 102,4 auf TEUR 212 (Vj. TEUR 110) erhöht. Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs ist über den Rahmenkreditvertrag mit der Volkswagen Bank GmbH sowie weiterer Kontokorrentlinien anderer Banken gesichert. Die eingeräumten Kreditlinien waren stets ausreichend.

2.4. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ergibt sich wie folgt:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR v.H. TEUR v.H. TEUR v.H.
AKTIVA
Anlagevermögen
Sachanlagen 17.557,3 71,3 10.905,9 94,0 6.651,4 61,0
17.557,3 71,3 10.905,9 94,0 6.651,4 61,0
Umlaufvermögen
Vorräte 154,1 0,6 0,0 0,0 154,1 0,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 459,9 1,9 391,8 3,4 68,1 17,4
Sonstige Vermögensgegenstände 6.239,3 25,3 189,0 1,6 6.050,3 o. A.
Flüssige Mittel 212,0 0,9 109,6 0,9 102,4 93,4
Kurzfristig gebundenes Vermögen 7.065,3 28,7 690,4 5,9 6.374,9 o. A.
Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0 9,3 0,1 -9,3 o. A.
Summe 24.622,6 100,0 11.605,6 100,0 13.017,0 112,2
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR v.H. TEUR v.H. TEUR v.H.
PASSIVA
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 326,0 1,3 326,0 2,8 0,0 0,0
Gewinn-/Verlustvortrag -17,9 -0,1 -116,4 -1,0 98,5 o. A.
Jahresüberschuss 62,7 0,3 98,5 0,8 -35,8 o. A.
Eigenkapital 370,8 1,5 308,1 2,6 62,7 20,4
Rückstellungen 29,6 0,2 19,9 0,2 9,7 48,7
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 19.014,2 77,2 9.026,5 77,8 9.987,7 110,7
Lieferantenverbindlichkeiten 5.201,7 21,1 1.008,2 8,7 4.193,5 o. A.
Sonstige Verbindlichkeiten 6,3 0,0 1.242,9 10,7 -1.236,6 -99,5
Verbindlichkeiten 24.222,2 98,3 11.277,6 97,2 12.944,6 114,8
Summe 24.622,6 100,0 11.605,6 100,0 13.017,0 112,2

Die Zunahme des Anlagevermögens um TEUR 6.651 beruht im Wesentlichen auf den Mietfahrzeugen. Unplanmäßig musste die Gesellschaft Mitte Dezember 69 VW PKW mit einen Wert von TEUR 2.551 aus den Abnahmeverpflichtungen aktivieren.

Die Kundenforderungen (TEUR +68,1) haben sich stichtagsbedingt erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände TEUR 6.239 (Vj. TEUR 189) enthalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber der Autohaus Ostermaier GmbH sowie aus Forderungen ggü. der Finanzkasse aus Umsatzsteuerguthaben mit TEUR 842.

Die Rückstellungen haben sich um TEUR 9,7 erhöht, davon TEUR 1,7 aus Ertragssteuern.

Die Zunahme der Lieferantenverbindlichkeiten um TEUR 4,193 ist ebenfalls stichtagsbedingt verursacht.

Die Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag EUR 24,6 Mio. und lag damit um EUR 13,0 Mio. höher als im Vorjahr.

III. Prognosebericht

Die Geschäftsführung beurteilt die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft zum gegenwärtigen Zeitpunkt wie folgt:

Die Nachfrage im Vermietgeschäft gegenüber den End- und Firmenkunden wird sich wieder auf einem ähnlichen Niveau wie im abgelaufenen Jahr einpendeln, bei tendenziell stabilen Vermietraten. Jedoch können Vermietraten auch kurzfristig nachgeben, um beispielsweise auf Trends innerhalb des Wettbewerbsumfelds zu reagieren.

Für den Bereich der WKZ-Erwirtschaftung wird mit stabilen Umsatz- und Ertragszahlen gerechnet, da für das Jahr 2024 ähnliche Volumen der WKZ-berechtigten Fahrzeuge wie im Vorjahr geplant sind.

Im Bereich Fahrzeughandel (reines Buy back Geschäft mit den Schwestergesellschaften Autohaus Ostermaier GmbH und AUT.OS GmbH) ist von steigenden Umsätzen auszugehen, da die Lieferfähigkeit der Hersteller für den Mietwagenbereich weitestgehend wieder gewährleistet ist. Die Gesellschaft wird die Mietwagen planmäßig austauschen und somit zum Buchwert an die Schwestergesellschaften zurück verkaufen.

Die Geschäftsführung erwartet unter Zugrundelegung der genannten Faktoren und Rahmenbedingungen auch für das Jahr 2024 ein positives Ergebnis nach Steuern, das gegenüber dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 deutlich gesteigert wird.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Gesellschaft verfügt über geeignete organisatorische Strukturen, um Planabweichungen frühzeitig erkennen zu können. Der Geschäftsbetrieb wird monatlich im Hinblick auf Plan- und Vorjahresabweichung analysiert. Hierbei werden die Ursachen und das Ausmaß der Planabweichungen für die einzelnen Bereiche festgestellt. Auf dieser Basis werden bei negativen Planabweichungen Maßnahmen eingeleitet, die geeignet sind, Risiken zu begrenzen, zu verlagern oder zu eliminieren.

Die im Rahmen des Risikomanagements identifizierten Einzelrisiken werden nach der Wahrscheinlichkeit des Risikoeintritts und nach dem finanziellen Ausmaß bewertet.

Als zentrale Risikofelder sind die markt- und finanzwirtschaftlichen Risiken sowie die Abhängigkeit zu dem einzigen Lieferanten für WKZ-fähige Neuwagen, dem VW-Konzern, hinsichtlich der Liefertreue wie auch Marken-Image, Produktqualität, Preispolitik und Lieferzeiten zu nennen.

Die Refinanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über die Einkaufsfinanzierung von Mietfahrzeugen. Möglichen Zinsänderungsrisiken aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtlage unterliegt auch die Gesellschaft, da die aktuelle Zinsentwicklung auf die Finanzierung des Fahrzeugbestandes Einfluss nimmt.

Ferner kommt der in allen Geschäftsbereichen eingesetzten Informationstechnologie erhebliche Bedeutung zu. Risiken bestehen hier insbesondere im Hinblick auf die Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. IT-Risiken werden laufend überwacht und minimiert. Die Weiterentwicklung von Sicherungsmaßnahmen, auch durch externe Partner, treiben wir stets voran (u. A. Cyber-Versicherung).

2. Chancenbericht

Das markenübergreifende Angebot der attraktiven VW-Konzern Marken für den Vermietbereich spricht sowohl den gewerblichen Bereich als auch den Endkunden im Werkstatt-/Unfallersatz und der freien Vermietung umfassend an.

Im Zuge der Rahmenvereinbarung über die Bereitstellung von Ersatzwagen nach Vorgabe der Volkswagen AG mit den Standorten der Ostermaier Gruppe ist eine gute Auslastung des Fuhrparks gewährleistet.

Durch konsequentes Forderungsmanagement versuchen wir, Ausfallrisiken bei Kundenforderungen möglichst gering zu halten. Am Bilanzstichtag bestehende Risiken sind durch Wertberichtigungen im Jahresabschluss berücksichtigt.

Aufgrund der stabilen Finanzlage unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft sind ausreichend Kreditlinien vertraglich vereinbart.

Gesamtaussage

Die Belastungen durch Produktionsstörungen, Klimawandel und die Zins- und Preiseffekte sind ein globales Phänomen und dämpfen die weltwirtschaftliche Dynamik auch im Jahr 2024. Hinzu kommt die angespannte geopolitische Lage. Die weiteren Auswirkungen der globalen militärischen Eskalation in der Ukraine wie auch in Israel sind schwer kalkulierbar. Die direkten ökonomischen Effekte für Deutschland, wie ausfallende Lieferanten, wegfallende Kunden und Einschränkungen von eigener Produktion vor Ort, erscheinen noch überschaubar.

Die Bundesrepublik befindet sich aktuell in einer angespannten politischen Situation. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum fehlt und der Fachkräftemangel sorgt weiterhin für Kapazitätsprobleme in vielen personalintensiven Bereichen, z.B. den Kfz-Werkstätten. Gleichzeitig streicht die Bundesregierung diverse Förderprogramme aus dem Haushalt, u.a. auch die Förderung der Elektromobilität. Aufgrund der knappen Verfügbarkeit und der hohen Preise der Neufahrzeuge stellen einige Industriebetriebe bereits auf ein Mobilitätsbudget anstelle eines Dienstwagens um.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Derivative Finanzinstrumente werden von der Gesellschaft nicht eingesetzt.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Größtenteils ist dieser geprägt durch eine langjährige und vertrauensvolle Geschäftsbeziehung.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend mittels Lieferantenkrediten und Krediten aus der Fahrzeugfinanzierung. Infolgedessen besteht grundsätzlich aufgrund der Inanspruchnahme von Krediten sowie der Anpassung von Kreditkonditionen ein Zinsrisiko für die Gesellschaft. Zahlungsstromschwankungen aus dem Kundengeschäft kann die Gesellschaft durch die zur Verfügung gestellten Mittel ausgleichen. In diesem Zusammenhang besteht zudem ein Zinsänderungsrisiko, dem die Gesellschaft ausgesetzt ist, wobei derzeit von einem weiterhin hohen Zinsniveau ausgegangen wird.

Im Allgemeinen verfolgt die Gesellschaft eine konservative Risikostrategie. Durch ein konsequentes Finanz- und Risikomanagementsystem, verbunden mit einer laufenden Überwachung des Kapitaldienstes, versucht sich die Gesellschaft gegen finanzielle Risiken abzusichern.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfälle drohen, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Ein gut funktionierendes Debitorenmanagement vermindert die Ausfallrisiken. Vor der Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird die Bonität durch Einholung adäquater Auskünfte überprüft.

Registergericht Landshut, HRB 9869

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen 17.557.266,93 10.905.894,85
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 154.102,12 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.699.245,29 580.746,81
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 211.976,47 109.603,72
7.065.323,88 690.350,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 9.320,00
24.622.590,81 11.605.565,38

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 300.000,00 300.000,00
III. Verlustvortrag -17.896,88 -116.400,94
IV. Jahresüberschuss 62.284,59 98.504,06
370.787,71 308.103,12
B. Rückstellungen 29.621,50 19.898,00
C. Verbindlichkeiten 24.222.181,60 11.277.564,26
24.622.590,81 11.605.565,38

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 3.469.948,56 2.929.340,53
2. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.371.369,62 -1.770.408,72
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.064.652,33 -646.050,53
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.237,54 0,00
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -827.280,71 -308.933,23
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -33.379,85 -12.898,00
7. Ergebnis nach Steuern 175.503,59 191.050,05
8. Sonstige Steuern -112.819,00 -92.545,99
9. Jahresüberschuss 62.684,59 98.504,06

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Bilanzierungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne §§ 264 ff HGB sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt wurde.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich im Anhang gemacht.

II. Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde nach den Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen.

Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Miet- und Vorführfahrzeuge werden - trotz überwiegend kurzer Verweildauer im Vermögen der Gesellschaft - im Anlagevermögen ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren abgeschrieben. Vorführfahrzeuge und Mietfahrzeuge, die während des Geschäftsjahres erworben und wieder veräußert werden, werden aus Vereinfachungsgründen nicht im Anlagevermögen erfasst, sondern im Umlaufvermögen abgebildet. Die Veräußerungserlöse sind in den Umsatzerlösen, die Restbuchwerte bzw. Anschaffungskosten sind im Materialaufwand ausgewiesen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR werden aus Vereinfachungsgründen in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG auch handelsrechtlich im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Waren werden zu Anschaffungskosten oder einem niedrigeren beizulegenden Wert unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem Allgemeinen Kredit- und Ausfallrisiko wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zu Nominalwerten angesetzt und entspricht der Satzung sowie dem Eintrag im Handelsregister.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist ausgehend von den historischen Anschaffungskosten dargestellt.

2. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gehen aus nachstehendem Verbindlichkeiten-Spiegel hervor.

bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre Sicherheiten
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.014.176,48 0,00 0,00 Sicherungsübereignung TEUR 19.014
(Vorjahr) (9.026.471,36) (0,00) (0,00)
2. Übrige Verbindlichkeiten 5.208.005,12 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.251.092,90) (0,00) (0,00)
- davon aus Steuern: EUR 0,00 (Vorjahr EUR 309.080,95)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00)
24.222,181,60 0,00 0,00
(Vorjahr) (11.277.564,26) (0,00) (0,00)

IV. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

TEUR
31.12.2023
Gewährleistungsverträge 33.863,4

Die Inanspruchnahme aus den Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen schätzen wir nach unseren Erkenntnissen als niedrig ein. Die Mithaftungsverpflichtungen und somit der Haftungsverbund aus Gewährleistungsverträgen besteht gegenüber einer finanzierenden Bank, die laufend über die Geschäftsentwicklung der Gruppe informiert wird und die wirtschaftliche Situation der Gesamtgruppe betrachtet.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

01.01.2024 bis 31.12.2024 01.01.2025 bis 31.12.2028 ab 01.01.2029
TEUR TEUR TEUR
Miete und Pachten für Grundstücke und Gebäude 36,0 144,0 180,0
Mietverträge Mobilien/ Sonstige Dauerschuldverhältnisse 134,4 73,1 0,0
170,4 217,1 180,0

3. Anzahl der Arbeitnehmer

Es wird kein eigenes Personal beschäftigt.

4. Angaben zu Geschäftsführerorganen

Alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr Herr Klaus Schroff, Kfz-Betriebswirt.

Von der Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB für die Angabe nach § 285 Nr. 9a HGB wurde Gebrauch gemacht.

 

Vilsbiburg, 14. Mai 2024

gez. Klaus Schroff, Geschäftsführer

Bruttoanlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.039,72 15.463,62 0,00 20.503,34
2. Miet- und Vorführfahrzeuge 12.743.929,01 17.815.773,62 11.518.348,54 19.041.354,09
12.748.968,73 17.831.237,24 11.518.348,54 19.061.857,43
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahrs Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.298,72 7.782,62 0,00 11.081,34
2. Miet- und Vorführfahrzeuge 1.839.775,16 1.363.587,00 1.709.853,00 1.493.509,16
1.843.073,88 1.371.369,62 1.709.853,00 1.504.590,50
Buchwert
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.422,00
2. Miet- und Vorführfahrzeuge 17.547.844,93
17.557.266,93

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RENT.OS GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RENT.OS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RENT.OS GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermögliche, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu-treffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser/e Prüfungsurteil/e zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Wörishofen, 14. Mai 2024

Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte

Neubacher, Wirtschaftsprüfer

Lutz, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 3. Juni 2024 festgestellt.

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