Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 131261
Eingetragen
19.5.2000
Branche
Großhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Business Development Distributor für Informationstechnologie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tomé Spasov
seit 15.9.2006
Geschäftsführer
Herbert Eichinger
seit 9.10.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

74.66% identifiziert25.34% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
37.33%
37.33%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Ruth-und-Hermann-Schumacher Stiftung
25.34%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Herbert Eichinger
Hohenbrunn
57.120 €
37.33%
Tomé Spasov
Vaterstetten
57.120 €
37.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ectacom GmbH

Hohenbrunn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Ectacom GmbH, Hohenbrunn

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Ectacom GmbH ist ein sog. Business Development Distributor bzw. Großhändler für den Vertrieb, die Beratung sowie Inbetriebnahme von Cybersicherheits- und Identitätmanagementlösungen bei Fachhandelspartnern. Komplexere technische Expertise, Produktevaluierungen, Installation, Konfigurations- und Einrichtungs-Services sowie Support-Dienstleistungen runden unser Business Development Profil ab. Im Einzelnen:

• Professionelle Beratung von Fachhändlern und Systemhäuser

• Erstellung und Erarbeitung von Lösungskonzepten für verschiedene Anforderungen im Cybersicherheits- und Identitätsmanagementumfeld

• Durchführung von technischen Produktpräsentationen durch Ectacom eigenes Technikteam

• Installation, Konfiguration und Inbetriebnahme der verkauften Lösungen

• Durchführung von umfassende Marketingmaßnahmen für Fachhandelspartner

• Eigenes Callcenter für die Generierung von Geschäftsanbahnungsterminen bei Geschäftskunden

Als Business Development Distributor agiert Ectacom als Dienstleister für Hersteller und Fachhandelspartner, generiert aktiv Umsatz für die Hersteller und setzt viele Marketingkampagnen um, um Hersteller bekannter im Markt zu machen.

Die Ectacom GmbH hat den Firmensitz in Hohenbrunn und eine Zweigniederlassung in Wien und beschäftigte 2022 durchschnittlich 20 feste Mitarbeiter und einen freiberuflichen Mitarbeiter.

II. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wachstum 2,0 %. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, war das BIP preisbereinigt um 0,7 % höher. Die deutsche Wirtschaft hat sich damit weiter vom tiefen Einbruch im ersten Corona-Krisenjahr erholt.

Quelle:www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2023/bip2022/statement-bip.pdf?__blob=publicationFile

Die ITK-Marktzahlen (Zeitreihe zu den ITK-Ausgaben in Deutschland) werden halbjährlich aktualisiert und schließen eine Prognose für das Jahr 2024 ein. Letzter Stand ist Januar 2024.

Im laufenden Jahr werden die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2023 um 4,4 Prozent wachsen und voraussichtlich ein Volumen von 224,3 Milliarden Euro erreichen.

In der Informationstechnik wird für 2024 ein Umsatz von 151,5 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2023 ein Wachstum um 6,1 Prozent. Die Ausgaben für Software werden in diesem Segment mit voraussichtlich 9,4 Prozent auf 45,4 Milliarden Euro das größte Wachstum verzeichnen. Die IT-Hardware wird mit einem Volumen von 54,4 Milliarden Euro (+4,6 Prozent) auch im Jahr 2024 noch vor den IT-Services den größten Anteil des IT-Marktes abbilden. Die Ausgaben für IT-Services steigen im laufenden Jahr um 4,8 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro.

Quelle: https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland

III. Geschäftsverlauf und Lage

Für die Bewertung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Lenkung des Unternehmens zieht die Ectacom-Geschäftsführung gängige Leistungsindikatoren finanzieller Art, wie die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern heran. Der prognostizierte Umsatz für 2022 konnte zwar übertroffen werden, der prognostizierte Gewinn nicht, aufgrund von Einzelwertberichtigungen, Wertberichtigungen im Vorratsbestand und Rückstellungen für Sozialversicherungsbeiträge nach einer Prüfung durch die Deutsche Rentenversicherung. Die Ectacom GmbH hat im Geschäftsjahr 2022 deshalb einen Verlust in Höhe von T€ 458 ausgewiesen. Der Umsatzstieg im Vergleich zum Vorjahr um 43,3 % auf T€ 26.087.

Das Geschäftsjahr in Zahlen
(TEUR)
2022 (Tsd.
€)
2021 (Tsd.
€)
Umsatz 26.087 18.203
Ergebnis vor Steuern -485 -1.782
Jahresfehlbetrag -481 -1.779

1. Ertragslage

Der Jahresfehlbetrag vor Steuern beträgt T€ -485 (Vj. Jahresfehlbetrag T€ -1.782) und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Rohertrag stieg von T€ 2.041 im Vorjahr um T€ 181 auf T€ 2.222 (8,8 %). Beim Personalaufwand war im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Erhöhung von 6,7 % zu verzeichnen. Die Sachkosten haben sich im Vergleich zum Vorjahr gesenkt.

Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter zum Vorjahr hat sich zum Bilanzstichtag reduziert. Ursächlich für die deutlich negative Ertragslage sind die Wertberichtigungen, die auf den Vorratsbestand, aufgrund Umstrukturierung mit neuer Zielrichtung und Strategie, vorgenommen werden mussten.

Durch die Umstrukturierung in das hochvolumige Projektgeschäft und die rasante Entwicklung einiger Hersteller aus unserem Portfolio konnte zwar der Umsatz gesteigert werden, aber in Folge verschiedener Faktoren (Rückstellungen in der Sozialversicherung, Wertberichtigung Vorratsbestand und Einzelwertberichtigungen) entstand ein Jahresfehlbetrag. Der höhere Personalaufwand, trotz Reduzierung der Mitarbeiter, ist auf die Rückstellung für nachzuentrichtende Sozialversicherungsbeiträge zurückzuführen. Angesichts dieser Faktoren konnte die Prognose aus 2021, die von einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 58 ausgegangen war, nicht erfüllt werden.

2. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch die Anteilseigner der Ectacom GmbH, Herbert Eichinger, Tomé Spasov und der Schumacher Vermögensverwaltungs GmbH, sowie über einen Rahmenkreditvertrag und war im Geschäftsjahr sichergestellt. Im Berichtsjahr war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu jeder Zeit gegeben. Es bestehen zum Stichtag Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 165 (Vj.: TEUR 355).

Der Finanzmittelbestand setzt sich zusammen 2022 (Tsd.
€)
2021 (Tsd.
€)
Bankguthaben abzgl. Kontokorrentverbindlichkeiten -81 991
Summe -81 991

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag T€ 13.213 (im Vorjahr: T€ 12.711). Die Veränderung der Bilanzposten auf der Aktivseite resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 9.637) (Vorjahr T€ 8.761). Der Buchwert des Anlagevermögens hat sich auf T€ 11 (Vj. T€ 6) erhöht. Bei den Vorräten wurde im Geschäftsjahr eine weitere Teilabwertung von 15 % vorgenommen, so dass wenig gängige Bestände insgesamt mit 90 % wertberichtigt sind. Des Weiteren sind der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten (T€ 85) im Vergleich zum Vorjahr (T€ 1.346) wesentlich niedriger. Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 783 Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag eine bilanzielle Überschuldung in Höhe von T€ 2.456 aus (Vj.: T€ 1.976). Bezüglich der Überschuldung und die mögliche Bestandsgefährdung verweisen wir an dieser Stelle auf die ausführliche Darstellung im Anhang (Nachtragsbericht).

IV. Chancen- und Risikobericht

Die Bedrohung durch Cyberkriminalität nimmt nach wie vor weltweit zu und birgt hohes Schadenspotenzial für Unternehmen. Wir optimieren deshalb bedarfsorientiert unsere CyberSecurity-Lösungen um den aktuellen und sich ständig wechselnden komplexen Cyberbedrohungen gerecht zu werden und um unsere Fachhändler bedarfsgerecht bedienen zu können. Aufgrund unseres aktuellen Produktportfolios haben wir einen Wettbewerbsvorteil und zusätzliche wirtschaftliche Chancen durch die Fokussierung auf das Großprojektgeschäft.

Trotz der stabilen wirtschaftlichen Lage unterliegen wir Risiken im Bereich der Konsolidierung von Herstellern und Systemhäusern. Hier ist ein Trend zu erkennen, in dem überregionale Player lokale Spezialisten integrieren. Durch die hohe Qualität unserer Value Added Services, enge Bindungen zu Kunden und Herstellern sowie unserer breiten Aufstellung im Markt ist es uns allerdings bislang gelungen, auch nach solchen Prozessen mit den neu entstandenen Konstellationen im Geschäft zu bleiben und ggfs. sogar zu profitieren.

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona- und Ukraine-Krise sind Ereignisse, die Prognosen hinfällig machen könnten und die Konjunktur nachhaltig negativ beeinträchtigen.

Die Nachwirkungen der hohen Inflation stellen ein mittelfristiges Kostenrisiko dar, da Auswirkungen auf die Gehaltssteigerungen der Ectacom in 2023 unumgänglich waren. In 2024 gehen wir davon aus das sich dies entschärfen wird.

Maßgebliche Faktoren für die erfolgreiche Entwicklung von Ectacom sind insbesondere die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter. Der zunehmende Fachkräftemangel in der IT-Branche beschäftigt Ectacom nach wie vor. Das Unternehmen geht davon aus, dass es zukünftig gelingen muss, die ambitionierten Wachstumspläne ohne proportionalen Aufbau der Personalressourcen umzusetzen. Losgelöst von Kosten- und Ertragsaspekten und angesichts der Personalsituation in der IT-Branche wird es immer schwerer, qualifizierte und passende Mitarbeiter zu finden.

Resultierend aus unsere Fachhändlerstruktur besteht für einen Forderungsausfall einzelner Kunden ein geringes Risiko. Forderungsausfälle werden über unseren Warenkreditversicherer Allianz Trade (ehemals Euler Hermes) abgefedert.

Aufgrund von teilweisen Warenbezug in US-Dollar können sich aufgrund von Währungsschwankungen Veränderungen im Ergebnis ergeben, begründet aus Schwankungen der Wechselkurse zwischen Euro und US-Dollar. Aus diesem Grund werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen, um das Risiko aus Währungskursänderungen zu minimieren.

V. Prognosebericht

Der IWF erwartet, dass das Wachstum des Welthandels von 5,1 % im Jahr 2022 auf 0,9 % im Jahr 2023 zurückgeht, bevor es 2024 auf 3,5 % ansteigt. Damit läge das Handelswachstum deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 2000-2019 von 4,9 %. Der prognostizierte Rückgang im Jahr 2023 spiegelt die Entwicklung der globalen Nachfrage wider, aber auch die Verschiebung ihrer Zusammensetzung hin zu inländischen Dienstleistungen. Weitere Faktoren sind die verzögerten Auswirkungen der Dollaraufwertung, die den Handel aufgrund der weit verbreiteten Fakturierung von Produkten in Dollar verlangsamt, sowie zunehmende Handelsschranken.

Quelle:https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Infografiken/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/12/14-konjunktur-weltwirtschaft-download.pdf?__blob=publicationFile&v=4

Die Anforderungen des Marktes an CyberSecurity- und IT-Security-Lösungen steigen, aber erneut qualitativ deutlich stärker, aufgrund immer komplexer werdender Angriffsszenarien.

Deshalb wollen wir unsere Stellung im Markt der Distributoren für CyberSecurity- und IT-Security weiter festigen und ausbauen.

Mit Urkunde des Notars Dr. Georg Westermeier vom 25.05.2023 (UVZ-Nr. 682/2023 W) hat die HETO Investment GmbH, mit Sitz in Hohenbrunn, ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung zu Buchwerten auf die Ectacom gemäß §§ 2 Nr. 1, 46 ff. UmwG übertragen (Verschmelzung durch Aufnahme). Die HETO Investment GmbH war Eigentümerin des durch die Ectacom mittels Mietvertrages genutzten Grundbesitzes, weshalb neben der Übernahme der stillen Reserven der HETO Investment GmbH in Höhe von rd. TEUR 1.450 auch die Mietkosten der Ectacom entfallen.

Zudem hat im Rahmen der Urkunde Notars Dr. Georg Westermeier vom 25.05.2023 (UVZ-Nr. 682/2023 W) mit Barkapitalerhöhungsbeschluss vom 25.05.2023 die Schumacher Vermögensverwaltungs GmbH ihre Darlehensforderung gegen die Gesellschaft vom 30.06.2017, die einschließlich aufgelaufener und nicht ausbezahlter Zinsen auf EUR 550.000,00 valutierte, sowie die Darlehensforderung der Ruth-und-Herrmann-Schumacher-Stiftung gegen die Gesellschaft vom 30.06.2017, die einschließlich aufgelaufener und nicht ausbezahlter Zinsen auf EUR 175.000,00 valutierte und an die Schumacher Vermögensverwaltungs GmbH abgetreten wurde, gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage der Gesellschaft durch Umwandlung eingestellt, sodass neben der Erhöhung des Eigenkapitals auch der Aufwand für Zinsen reduziert wird.

Zur weiteren Reduzierung der Verbindlichkeiten sowie Entlastung der Zinsaufwendungen wurde mit Gesellschafterbeschluss der Gesellschafter der Ectacom vom 28.12.2023 zudem die Darlehensforderung von Herrn Herbert Eichinger gegenüber der Gesellschaft gemäß Darlehensvertrag vom 30.12.2021, die zum 31.12.2023, einschließlich aufgelaufener und nicht ausbezahlter Zinsen, in Höhe von insgesamt EUR 269.060,00 valutierte, sowie die Darlehensforderung von Herrn Tomé Spasov gegenüber der Gesellschaft gemäß Darlehensvertrag vom 01.02.2022, die zum 31.12.2023, einschließlich aufgelaufener und nicht ausbezahlter Zinsen, in Höhe von insgesamt EUR 270.880,00 valutierte, gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB durch Umwandlung in die Kapitalrücklage eingestellt.

Aufgrund unseres aktuellen Produktportfolios haben wir in 2023 einen Umsatz von TEUR 23.681 erzielt und erwarten aktuell auf Basis des vorläufigen Abschlusses ein Ergebnis von TEUR 300 bis TEUR 400, dass allerdings durch Sondereffekte positiv beeinflusst wurde.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird nach derzeitigem Kenntnisstand ein Ergebnis von TEUR 200 bis TEUR 250 erwartet. Die Erwartung beim Umsatz liegt bei EUR 25 Mio.

Sollte es zu wesentlichen negativen Planabweichungen kommen, wäre die Gesellschaft gegebenenfalls in ihrem Bestand gefährdet. Es wird auf die Ausführungen im Anhang unter V. 3. Vorgänge von besonderer Bedeutung (Nachtragsbericht) verwiesen.

Die in diesem Lagebericht enthalten zukunftsbezogene Aussagen basieren auf Grundlage von Erwartungen und Einschätzungen über künftige, die Ectacom GmbH betreffende Ereignisse. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen könnten, dass die tatsächlichen Ergebnisse abweichen oder schlechter ausfallen.

 

Hohenbrunn, den 29. Mai 2024

gez. Herbert Eichinger

gez. Tomé Spasov

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 10.681,52 5.797,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2,50
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2,50
II. Sachanlagen 10.681,52 5.794,52
1. technische Anlagen und Maschinen 5.127,00 0,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.554,52 5.794,02
B. Umlaufvermögen 10.741.227,41 10.725.994,04
I. Vorräte 879.592,92 415.000,00
1. fertige Erzeugnisse und Waren 879.592,92 415.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.776.942,15 8.965.361,17
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.636.675,62 8.761.354,08
2. sonstige Vermögensgegenstände 140.266,53 204.007,09
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 84.692,34 1.345.632,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.364,89 2.924,69
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.456.632,41 1.976.089,17
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.212.906,23 12.710.804,92

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Bilanzverlust 2.606.632,41 2.126.089,17
III. nicht gedeckter Fehlbetrag 2.456.632,41 1.976.089,17
B. Rückstellungen 404.252,32 257.912,93
1. Steuerrückstellungen 190.264,74 150.264,74
2. sonstige Rückstellungen 213.987,58 107.648,19
C. Verbindlichkeiten 12.808.653,91 12.452.891,99
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 165.207,48 354.770,11
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.388.982,01 9.606.266,41
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.104.656,25 875.156,25
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.149.808,17 1.616.699,22
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.212.906,23 12.710.804,92

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 3.055.306,71 2.512.804,90
2. Personalaufwand 1.448.034,72 1.357.411,97
a) Löhne und Gehälter 1.109.622,55 1.133.372,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 338.412,17 224.039,19
davon für Altersversorgung 16.796,21 14.900,22
3. Abschreibungen 318.789,45 1.381.273,72
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.680,80 10.878,67
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 313.108,65 1.370.395,05
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.679.842,40 1.457.976,79
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 355.694,52 307.600,10
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 665,84 232,51
davon aus Abzinsung 478,84 232,51
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 94.040,08 86.493,74
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -6.377,14 6.101,84
8. Ergebnis nach Steuern -478.356,96 -1.776.220,65
9. sonstige Steuern 2.186,78 2.971,00
Jahresfehlbetrag 480.543,74 1.779.191,65

Ergebnisverwendung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Jahresfehlbetrag 480.543,74 1.779.191,65
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 2.126.088,67 346.897,52
3. Bilanzverlust 2.606.632,41 2.126.089,17

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Ectacom GmbH, Hohenbrunn

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Ectacom GmbH, Hohenbrunn, zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften und unter Beachtung ergänzender Regelungen im Gesellschaftsvertrag bzw. der Satzung erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Ectacom GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hohenbrunn, Landkreis München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht München
Register-Nr.: 131261 (Abteilung B)

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert worden. Die planmäßige Nutzungsdauer beträgt drei Jahre.

2. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten bzw. Herstellungskosten (gem. § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) angesetzt.

Die Abschreibungen sind nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände planmäßig vorgenommen. Neuzugänge werden linear abgeschrieben, für bewegliche Wirtschaftsgüter, die vor dem 1. Januar 2011 angeschafft wurden, fand auch die degressive Abschreibung Anwendung. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgte in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führte. Die planmäßigen Nutzungsdauern liegen zwischen 5 und 33 Jahren.

3. Vorräte

Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger oder Gängigkeitsabschläge erforderlich waren, sind die niedrigeren beizulegenden Werte angesetzt.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Auf fremde Währung lautende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschussstichtag gem. § 256a HGB bewertet.

5. Liquide Mittel

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

6. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

7. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Satzung sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt.

8. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe der erwarteten Abschlusszahlungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die voraussichtlichen Kostensteigerungen bis zum jeweiligen Erfüllungstag berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit von Rückstellung am Bilanzstichtag mehr als ein Jahr betrug, erfolgte eine Abzinsung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrages wurden die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätze verwendet.

9. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

10. Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen sind mit dem Kurs am Tag ihrer Entstehung bzw. dem niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Für Fremdwährungsverbindlichkeiten kommt grundsätzlich der Umrechnungskurs im Zeitpunkt der Entstehung oder der höhere Stichtagskurs zur Anwendung. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden das Anschaffungskosten-, das Vorsichts- sowie das Realisationsprinzip nicht beachtet.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf einem gesonderten Blatt als Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Eigenkapital

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 2.456.632,41 aus. Es wird auf die nachfolgenden Ausführungen unter V.3. Vorgänge von besonderer Bedeutung (Nachtragsbericht) verwiesen.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 57) sowie Beiträge zur Rentenversicherung (TEUR 144).

4. Verbindlichkeiten

Die Laufzeit der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Gesamtbetrag 31.12.2022
EUR
bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
größer 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 165.207,48 165.207,48 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.388.982,01 10.388.982,01 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.104.656,25 1.104.656,25 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.149.808,17 1.149.808,17 0,00 0,00
12.808.653,91 12.808.653,91 0,00 0,00
31.12.2021
EUR
bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
größer 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 354.770,11 354.770,11 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.606.266,41 9.606.266,41 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 875.156,25 875.156,25 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.616.699,22 1.616.699,22 0,00 0,00
12.452.891,99 12.452.891,99 0,00 0,00

Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen selbstschuldnerische Bürgschaften von zwei Gesellschaftern in Höhe von insgesamt TEUR 1.500. Des Weiteren besteht eine Abtretungserklärung sämtlicher Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 475.

Die Personalaufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 107.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 356.

Im Berichtsjahr mussten Vorräte außerplanmäßig in Höhe von TEUR 313 abgeschrieben werden.

V. Sonstige Angaben

1. Personal

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 20 Arbeitnehmer gem. § 285 Nr. 7 HGB beschäftigt.

2. Organe der Gesellschaft

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Herbert Eichinger (Finanzen)
Geschäftsführer: Tomé Spasov (Vertrieb)

3. Vorgänge von besonderer Bedeutung (Nachtragsbericht)

Die Ectacom GmbH hat in den Geschäftsjahren 2020, 2021 und 2022 - entgegen den Prognosen - jeweils einen Verlust erwirtschaftet. 2020 lag dieser bei TEUR 192, in 2021 bei TEUR 1.779. Durch notwendige Wertberichtigungen auf den Vorratsbestand der Ectacom GmbH in Höhe von rd. TEUR 1.370 hat sich der Verlust in 2021 auf insgesamt rd. TEUR 1.779 kumuliert. Im Geschäftsjahr 2022 beträgt der Verlust TEUR 481, unter Berücksichtigung weiterer außerplanmäßiger Abschreibungen auf einzelne Vorratsbestände in Höhe von TEUR 313.

Folge der Verluste ist eine massive bilanzielle Überschuldung der Ectacom GmbH, die sich zum 31.12.2022 auf TEUR 2.457 kumuliert und welche durch zum Stichtag bestehende Rangrücktritte und/oder stille Reserven der Ectacom GmbH nicht beseitigt wird.

Da sich aus der bilanziellen Überschuldung eine erhebliche Bestandsgefährdung und eine wesentliche Unsicherheit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ergibt, wurden im Geschäftsjahr 2023 zur Stabilisierung des Eigenkapitals umfangreiche Gesellschaftermaßnahmen durchgeführt.

Die Gesellschaftermaßnahmen im Einzelnen:

(1) Verschmelzung der HETO Investment GmbH auf die Ectacom GmbH

• Mit Urkunde des Notars Dr. Georg Westermeier, Notariat Dr. Rumpf/Dr. Westermeier, München, UVZNr.: 682/2023 W, vom 25.05.2023 wurde die HETO Investment GmbH, eingetragen in Abteilung B des Handelsregisters des Amtsgerichts München unter der Registernummer 214255, steuerlich zu Buchwerten auf die Ectacom GmbH gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten verschmolzen. Zu diesem Zweck wurde das Stammkapital der Ectacom GmbH TEUR 3 erhöht.

• Nach § 24 UmwG wird die Verschmelzung im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Ectacom GmbH zum 31.12.2023 zu Verkehrswerten und damit unter Aufdeckung der stillen Reserven bilanziert, wodurch das Eigenkapital der Ectacom GmbH, trotz einzustellender passiver latenter Steuern, sichtbar gestärkt wird.

• Alleinige Gesellschafter der HETO Investment GmbH waren Herr Tomé Spasov und Herr Herbert Eichinger zu je 50 %. Das Bezugsrecht aus der vorgenannten Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 2 wurde deshalb Herrn Herbert Eichinger zu TEUR 1 und Herrn Tomé Spasov ebenfalls zu TEUR 1 zugeordnet.

• Im alleinigen Eigentum der HETO Investment GmbH stand das Geschäftsgebäude der Ectacom GmbH in Hohenbrunn.

• Die HETO Investment GmbH weist im Erstellungsbericht des Steuerberaters Thomas Vellante vom 27.04.2023 zum 31.12.2022 ein positives Eigenkapital von rd. TEUR 213 aus. Das Grundstück Hohenbrunn mit aufstehendem Gebäude war mit rd. TEUR 1.200 bilanziert (Buchwert). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, vorliegend der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, beliefen sich dabei auf rd. TEUR 1.012.

• Die stillen Reserven des Anwesens Hohenbrunn wurden auf Basis einer Preisabschätzung der PlanetHome zu Vermarktungszwecken, die einen Wert des Objektes zwischen TEUR 2.550 und TEUR 2.700 ergibt, auf rd. TEUR 1.450 geschätzt.

• Zwischenzeitlich liegt eine Bewertung der Immobilie durch einen sachverständigen und vereidigten Gutachter, der HERCOG Immobilienbewertung, Grasbrunn, vom 15.09.2023 zur Validierung der obigen Einschätzung vor. Das Gutachten weist einen Wert des Anwesens von TEUR 2.190 aus und liegt damit um TEUR 360 unter der bisherigen Erwartung, wonach sich auch die stillen Reserven von TEUR 1.450 auf TEUR 990 reduzieren. Hintergrund für die Abweichung der stillen Reserven ist im Wesentlichen der Umstand, dass eine Teilparzelle des Grundstücks - entgegen der Erwartung der Geschäftsleitung - grundbuchrechtlich nicht der HETO Investment GmbH zugeordnet ist, sondern noch den damaligen Verkäufer als Eigentümer ausweist.

• Es besteht das Risiko, dass aus der Verschmelzung der HETO Investment GmbH auf die Ectacom GmbH Grunderwerbsteuer ausgelöst wird, die durch die Ectacom GmbH zu tragen ist. Das maximale Risiko wird seitens der Geschäftsleitung auf rd. TEUR 90 geschätzt.

Durch die Verschmelzung der HETO Investment GmbH und die dadurch übergehenden stillen Reserven, welche nach § 24 UmwG in der Handelsbilanz aufgedeckt werden, wird von einer Stärkung des Eigenkapitals in Höhe TEUR 2.213 ausgegangen, die sich aus den Darlehen Herbert Eichinger und Tomé Spasov TEUR 554, Darlehen Schumacher Vermögensverwaltungs GmbH TEUR 725 und der Verschmelzung der HETO Investment GmbH in die ectacom GmbH von TEUR 934 zusammensetzt.

(2) Umwandlung Darlehen in Eigenkapital/Rangrücktritt

• Mit gleicher Urkunde des Notars Dr. Georg Westermeier, Notariat Dr. Rumpf/ Dr. Westermeier, München, UVZNr.: 682/2023 W, vom 25.05.2023, hat die Mitgesellschafterin der Ectacom GmbH, die Schumacher Vermögensverwaltungs GmbH, ihr Darlehen an die Ectacom GmbH (TEUR 550) sowie das an sie abgetretene Darlehen der Schumacher Stiftung (TEUR 175), zusammen TEUR 725, unter Barkapitalerhöhung um TEUR 1 zur Stärkung der Eigenkapitalsituation in die Kapitalrücklage durch Umwandlung eingelegt. Durch die Barkapitalerhöhung werden die Beteiligungsverhältnisse gewahrt und durch die Umwandlung der Darlehen paritätische Einlagen durch die drei Gesellschafter zur Stärkung des Eigenkapitals zur Verfügung gestellt.

• Die beiden Gesellschafter Tomé Spasov und Herbert Eichinger haben der Ectacom GmbH jeweils ein Darlehen in Höhe von TEUR 300, zusammen also TEUR 600 gewährt, welche zum 30.04.2023 mit TEUR 278 und TEUR 276, zusammen mit rd. TEUR 554 valutierten. Mit Vereinbarung jeweils vom 22.05.2023 haben die Gesellschafter Tomé Spasov und Herbert Eichinger mit der Ectacom GmbH einen qualifizierten Rangrücktritt auf diese Darlehen vereinbart. Danach sind die beiden Gesellschafter u.a. in einem etwaigen Insolvenzverfahren über das Vermögen der Ectacom GmbH mit ihren rangrücktrittsbehafteten Forderungen im Rang hinter sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen der Insolvenzgläubiger gegen den Darlehensnehmer im Sinne des § 39 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 InsO zurückgetreten. Die Bedienung dieser Darlehen (Zins und Tilgung) im Jahre 2023 wurde in diesem Zug als Forderung gegenüber den Gesellschaftern eingestellt.

• Mit Gesellschafterbeschluss der Gesellschafter der Ectacom GmbH vom 28.12.2023 wurden die rangrücktrittbehafteten Darlehensforderungen der Herren Eichinger und Spasov, welche zu diesem Zeitpunkt einschließlich aufgelaufener und nicht ausbezahlter Zinsen, in Höhe von insgesamt rd. TEUR 554 valutierten, wiederum zur Stärkung der Eigenkapitalsituation gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB durch Umwandlung in die Kapitalrücklage eingestellt. Zur Berücksichtigung der Einlage der Darlehen in die Kapitalrücklage wurden den Gesellschaftern Eichinger und Spasov mit Urkunde des Notars a.D. Thomas Haasen, als amtlich bestellter Vertreter für Dr. Sebastian Franck, Notariat Dr. Basty/Dr. Franck, München, UVZNr. F 6607/2023, vom 28.12.2023 Geschäftsanteile der Mitgesellschafterin Schumacher Vermögensverwaltungs GmbH in Höhe von jeweils nominal EUR 6.120,00 gewährt.

Durch die Umwandlung der Darlehen "Schumacher" in Höhe von rd. TEUR 725 sowie der Umwandlung der Darlehen "Eichinger" und "Spasov" in Höhe von rd. TEUR 554, welche in die Kapitalrücklage eingestellt werden, wird das Eigenkapital der Ectacom GmbH mit rd. TEUR 1.279 deutlich gestärkt.

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Ectacom GmbH - entgegen der im Zuge der Erstellung eines IBR für die finanzierende Bank erstellten Unternehmensplanung - ebenfalls einen operativen Verlust in Höhe von rd. TEUR 219 erwirtschaftet. Die Planung aus dem IBR vom 26.07.2023 wurde insbesondere bei den Umsätzen signifikant verfehlt.

Nur durch die Korrektur von in 2022 eingestellten Einzelwertberichtigungen, positiven Währungsdifferenzen sowie insbesondere auch durch die Wertaufholung bei in 2023 veräußerten Vorratsbeständen, welche in 2022 der Wertberichtigung unterlagen, konnte der operative Verlust kompensiert und wird ausweislich der vorläufigen Abschlusszahlen vss. ein positives Erergebnis in Höhe von rund TEUR 300 bis TEUR 400 erzielt werden.

Unter Berücksichtigung der oben genannten Kapitalmaßnahmen sowie des vss. in 2023 insbesondere aufgrund der beschriebenen Sondereffekte erwirtschafteten Ergebnisses weist die Ectacom GmbH zum 31.12.2023 ein positives Eigenkapital von rd. TEUR 178 aus. Das Stammkapital in Höhe von TEUR 153 bleibt erhalten.

Da die Erstellungsarbeiten zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 noch nicht vollständig abgeschlossen sind und somit auch die erforderliche Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 noch nicht erfolgen konnte, kann nicht ausgeschlossen werden, dass noch erforderliche Abschlussbuchungen und Feststellungen des Abschlussprüfers dazu führen, dass das Eigenkapital in seiner Höhe gemindert wird und ggf. auch eine Überschuldungssituation entsteht, die dann möglicherweise zu einer Bestandsgefährdung des Unternehmen führt. Auf Basis des derzeitigen Kenntnisstandes geht die Geschäftsführung aber davon aus, dass zum Ende des Jahres 2023 keine bilanzielle Überschuldung entsteht und sich die Eigenkapitalsituation vor dem Hintergrund der derzeitigen Erwartungshaltung für die geschäftliche Entwicklung im Jahr 2024 stabilisiert. Sollten sich die Erwartungen für das 2024, wie bereits für das Jahr 2023, entgegen den Erwartungen allerdings nicht erfüllen (vgl. auch die Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "Prognosebericht"), wird dies dazu führen, dass sich das Eigenkapital vermindert und die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährdet ist.

Die Geschäftsleitung hat für das Jahr 2024 und auf Basis der bisherigen Ergebnisse und der Erkenntnisse aus den Vorjahren für das Jahr 2024 eine Planung aufgestellt. Nach derzeitiger Abschätzung werden für 2024 Ergebnisse von rd. TEUR 200 bis TEUR 250 erwartet. Dadurch wären u.a. auch etwaige Grunderwerbsteuerzahlungen aus der Verschmelzung der HETO Investment GmbH abgedeckt. Vor diesem Hintergrund geht die Geschäftsführung derzeit von der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.

Die Planung der Geschäftsleitung wurde zwar konservativ vorgenommen, beinhaltet aber dennoch - wie die vergangenen Jahre gezeigt haben - Unsicherheiten. Die Erzielung eines operativ positiven Ergebnisses ist nur möglich, wenn die Planung konsequent eingehalten und nachgehalten wird, um ggf. frühzeitig durch Maßnahmen gegensteuern zu können. Weitere Gesellschaftermaßnahmen sind nicht ersichtlich.

Aufgrund der schleppenden Vorlage der Jahresabschlüsse der Ectacom GmbH für die Jahre 2019 bis 2022 ist das Verhältnis der Ectacom GmbH mit der finanzierenden Stadtsparkasse München derzeit als sehr angespannt zu bezeichnen. Angesichts dessen und der Ergebnissituation der Jahre 2019 bis 2022 besteht das latente Risiko, dass der Rahmenkreditvertrag zwischen der Ectacom GmbH und der Stadtsparkasse München vom 03.04.2019 in 2024 nicht in der bisherigen Weise und Höhe fortgesetzt wird. Die Stadtsparkasse München hat der Ectacom GmbH u.a. einen Kontokorrentrahmen in Höhe von TEUR 1.500 gewährt, der aktuell mit rd. TEUR 1.299 (Stand 27. Mai 2024) beansprucht ist. Der Rahmenkreditvertrag wurde jedoch in 2023 u.a. durch die Gewährung einer Grundschuld in Höhe von TEUR 1.500 auf dem Objekt der HETO Investment GmbH in Hohenbrunn nach der finanzierenden Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg (nach-)besichert. Die Sicherheitenposition der Stadtsparkasse München hat sich hierdurch und auch durch die Verschmelzung nach unserer Auffassung demnach eher verbessert, als verschlechtert.

Sofern der Rahmenkreditvertrag nicht in der bestehenden Weise fortgesetzt werden sollte, besteht aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtumstände das Risiko, dass eine Anschlussfinanzierung der Ectacom GmbH nicht erreicht werden kann, wonach u.a. den beanspruchte Kontokorrent kurzfristig vollständig oder teilweise zurückzuführen wäre. Hierdurch kann eine Liquiditätssituation entstehen, welche möglicherweise zur Zahlungsunfähigkeit der Ectacom GmbH führen kann. Ein weiteres Risiko besteht, wenn, wie ausgeführt, die tatsächliche Entwicklung bei Umsatz und insbesondere beim Wareneinsatz hinter den Erwartungen zurückbleibt und die prognostizierten Gewinne auf Basis einer deutlichen Margenverbesserung nicht erreicht werden. Auch dann besteht das Risiko der Zahlungsunfähigkeit und damit eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft.

4. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen die KFZ Leasingraten und belaufen sich derzeit auf TEUR 84 p. a.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hohenbrunn, den 29.Mai 2024

gez. Herbert Eichinger

gez. Tomé Spasov

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.300,77 0,00 0,00 22.300,77 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 22.300,77 0,00 0,00 22.300,77 0,00 0,00
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 8.798,48 5.657,65 0,00 0,00 0,00 14.456,13
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 175.609,63 4.928,65 0,00 113.589,32 0,00 66.948,96
Summe Sachanlagen 184.408,11 10.586,30 0,00 113.589,32 0,00 81.405,09
Summe Anlagevermögen 206.708,88 10.586,30 0,00 135.890,09 0,00 81.405,09
kumulierte Abschreibungen 01.01.2022
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.298,27 0,00 0,00 22.298,27 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 22.298,27 0,00 0,00 22.298,27 0,00 0,00
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 8.797,98 531,15 0,00 0,00 0,00 9.329,13
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 169.815,61 5.149,65 0,00 113.570,82 0,00 61.394,44
Summe Sachanlagen 178.613,59 5.680,80 0,00 113.570,82 0,00 70.723,57
Summe Anlagevermögen 200.911,86 5.680,80 0,00 135.869,09 0,00 70.723,57
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 2,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 2,50
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.127,00 0,50
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 5.554,52 5.794,02
Summe Sachanlagen 0,00 10.681,52 5.794,52
Summe Anlagevermögen 0,00 10.681,52 5.797,02

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ectacom GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ectacom GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ectacom GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen unter V. 3. im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt V. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Eigenkapital- und Liquiditätssituation befindet. Die gesetzlichen Vertreter gehen davon aus, dass aufgrund der voraussichtlichen weiteren Entwicklung der Gesellschaft in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 die Zahlungsfähigkeit gegeben ist und sich die Eigenkapitalsituation verbessert. Sollten diese Ziele verfehlt werden oder Kreditgeber von Ihrem Kündigungsrecht Gebrauch machen, wäre die Gesellschaft auf die Zuführung weiterer finanzieller Mittel durch die Gesellschafter oder andere Kreditgeber angewiesen. Wie in Angabe V. 3 des Anhangs und Abschnitt V. des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

München, den 29. Mai 2024

BTR Beratung Treuhand Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Lothar Ponzer, Wirtschaftsprüfer

gez. Ralph-Peter Scholz, Wirtschaftsprüfer

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