Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 3392 NO
Eingetragen
14.12.2004
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Verbundkunststoffen, Handel mit Kunststoffrohstofffen sowie deren Lagerung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Tenne
seit 4.10.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
K.D. Feddersen Stiftung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
RECO GmbH
Germany
5.113.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PolyComp GmbH

Norderstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Unternehmensgegenstand der PolyComp GmbH sind am Produktionsstandort in Norderstedt die Herstellung und der Vertrieb von Verbundkunststoffen. Die produzierten Kunststoffe werden dabei im Wege der Lohnfertigung für die Auftraggeber hergestellt.

Die PolyComp GmbH ist innerhalb der Feddersen-Gruppe der Spezialist für die Herstellung in Lizenz und Lohnaufbereitung von Polyolefin-Compounds sowie von biobasierten und/oder biologisch abbaubaren Kunststoff-Compounds. Hinzu kommt die Lohnfertigung von technischen Kunststoffen, welche gezielt ausgebaut wird. Die hierauf speziell ausgerichtete Prozesstechnologie garantiert durch kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen eine gleichbleibend hohe Qualität für die Kundschaft.

II. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

a) Gesamtwirtschaftliche konjunkturelle Entwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam in demselben Zeitraum im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der zuletzt zu beobachtenden Preisreduzierungen immer noch hohen Notierungen auf allen Wirtschaftsstufen dämpften im Berichtszeitraum die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen, sehr hohe Energiepreise über den gesamten Jahresverlauf und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 jedoch um 0,7 % höher.

b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Umsatz der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland ging in einem wirtschaftlich unruhigen Umfeld im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um fast sechs Prozent zurück und lag bei rund 72,5 Milliarden Euro. Grund hierfür waren einerseits Kostenreduzierungen durch sinkende Rohstoffpreise, aber auch die Konsumausgaben der Verbraucher gingen seit dem ersten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahr zurück. Ursächlich war die Sorge vieler privater Haushalte vor steigenden Energiepreisen. Im Jahresverlauf wurde deutlich, dass sich auch die anziehenden Zinsen dämpfend auf Ausgaben für Konsum und Kredite auswirkten.

Anlass zur Sorge bereiteten vielen Kunststoffverarbeitern die teilweise drastisch gestiegenen Kosten, insbesondere für Energie und Löhne. Den meisten Unternehmen gelang es 2023 nur teilweise, die Kosten an ihre Kunden weiterzugeben.

Angesichts der beschriebenen Rahmenbedingungen und der bereits geschilderten Unsicherheiten im Industrieland Deutschland, haben viele Kunststoffverarbeiter 2023 ihre Investitionen reduziert. 35 % der Unternehmen investierten weniger als noch im Vorjahr. Auch 2024 sind wenig Impulse bei den Investitionen zu erwarten. Die Umsatzerwartungen bei einem prognostizierten Umsatzrückgang von ca. 8 % für das Jahr 2024 sind verhalten.

Das Angebot an Fachkräften und Auszubildenden bleibt knapp und bereitet den Unternehmen Sorgen. Sofern sich bei den Rahmenbedingungen keine Änderungen ergeben, muss mit der Abwanderung von Unternehmen ins Ausland gerechnet werden mit der Folge, dass der Industrie- und Wirtschaftsstandort Deutschland zunehmend an Bedeutung verliert.

III. Ertragsentwicklung

Die Gesamtleistung ist im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 27.378 (-21,0 Prozentpunkte) gefallen. Die verkaufte Menge reduzierte sich um knapp 2.200 t. Aufgrund einer überproportionalen Reduzierung des Materialaufwands verringerte sich der Rohertrag lediglich um 17,1 Prozentpunkte auf T€ 6.113. Die Rohertragsmarge verbessert sich leicht um 1,1 Prozentpunkte.

Der durchschnittliche Personalbestand erhöhte sich von 58 auf 62 Mitarbeitende. Der Personalaufwand hat sich im Berichtszeitraum aufgrund von Gehaltsanpassungen und Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie um insgesamt 3,8 Prozentpunkte erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im beschriebenen Zeitraum um T€ 314, wobei dem Anstieg bei den Holding-Umlagen (+T€ 123), den Fort- und Weiterbildungs- (+T€ 28) und Leasingaufwendungen (+T€ 9) im Wesentlichen Rückgänge bei den Instandhaltungsaufwendungen (-T€ 266), Rechts- und Beratungsaufwendungen (-T€ 57), Versicherungsaufwendungen (-T€ 26) und den Aufwendungen für Zeitarbeitskräfte (-T€ 66) gegenüberstanden.

Die beschriebene Entwicklung hatte zur Folge, dass sich das EBIT (bereinigt um Beteiligungserträge und außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge) im Vergleich zu Vorjahr um T€ 1.140 auf -T€ 196 verschlechtert hat und damit unter der Planung für das Geschäftsjahr 2023 lag.

IV. Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen wird überwiegend durch das Eigenkapital finanziert. Die für den Geschäftsbetrieb erforderliche Liquidität wird aus Eigenmitteln oder von Banken, überwiegend im Rahmen eines Gesamtengagements für die Unternehmen der Feddersen-Gruppe, zur Verfügung gestellt.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit und dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wird von dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit getragen. Die Differenz führt zu einem um T€ 258 verbesserten Finanzmittelbestand.

V. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmensstrategie begleitend wurden geeignete Kennzahlen als Steuerungsgrößen definiert. Von zentraler Bedeutung ist dabei das EBIT (bereinigt um Beteiligungserträge und außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge).

VI. Risiken und Chancen zukünftiger Entwicklungen

a) Risikobericht

Die PolyComp GmbH erhält von der als Dienstleisterin tätigen K.D. Feddersen Holding GmbH Steuerungsinstrumente zur strategischen Unternehmensplanung. Neben dem monatlichen Berichtswesen ist die Gesellschaft in das Risikomanagement der Firmengruppe eingebunden, um Ausfallrisiken und anderen nicht auszuschließenden wirtschaftlichen Risiken entgegenzuwirken.

Kontinuierlich zugenommen hat in den vergangenen Jahren der Einfluss geopolitischer Krisen auf die Geschäftstätigkeit. Die sich verschärfenden Spannungen zwischen China und den USA wirken sich durch Handelsbeschränkungen bereits heute auf die Weltwirtschaft aus. Das wirtschaftliche und politische Umfeld bleibt, nicht zuletzt aufgrund des Fortdauerns des Kriegs in der Ukraine, fragil und beanspruchend.

Die hohe Kerninflation und die damit verbundenen höheren Zinsen schmälern die Kauflust in Europa und den USA nachhaltig. Die von den Notenbanken zur Bekämpfung der Inflation vorgenommenen Erhöhungen der Leitzinsen führen wiederum zu einem Anstieg der Finanzierungskosten bei privaten Haushalten und Unternehmen, was bei Letzteren auch die Neubewertung von Investitionsvorhaben zur Folge haben kann. Die europäische Industrie leidet zudem unter sich verschlechternden Rahmenbedingungen.

Ein zunehmendes Problem ist der Mangel an ausgebildeten Fachkräften und Auszubildenden, der sich vor dem Hintergrund der anstehenden, demografisch bedingten Ruhestandswelle noch verschärfen dürfte. Die Unternehmensleitung erwartet deshalb für die Zukunft einen weiteren Anstieg des Personalaufwands.

b) Chancenbericht

Durch die Akquise von Neukunden, deren Produkte zur Anlagentechnik der PolyComp GmbH passen, konnte die Abhängigkeit von einer geringen Anzahl an Kunden weiter reduziert werden. Mit Investitionen in moderne Anlagentechnik wird die vorhandene verbessert und die Produktionskapazität erhöht. Das Risiko von Anlagenausfällen wird nach Einschätzung der Geschäftsführung verringert und die Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Damit kann eine gleichbleibend hohe Qualität langfristig gewährleistet werden. Eine nachhaltige Investition in erneuerbare Energie macht das Unternehmen ein stückweit unabhängig von den hohen Marktpreisen.

Schlüsselpositionen im Unternehmen wurden mit hochqualifizierten Mitarbeitenden neu besetzt und die Organisation in Teilen neu aufgestellt. Die Altersstruktur des Personals wurde in allen Bereichen verbessert, wodurch sich das Unternehmen langfristig zukunftsorientiert aufgestellt hat. Das Thema Berufsausbildung wird im Unternehmen gezielt weiterverfolgt, um dem allgegenwärtigen Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

VII. Prognosebericht

a) Grundsätzliches

Die Geschäftsführung erwartet ein weiterhin schwieriges Marktumfeld, das von geopolitischen Konflikten mit steigenden Frachtkosten, allenfalls zögerlich erfolgenden Zinssenkungen und einer anhaltend gedrückten Konsumstimmung in Europa geprägt wird.

Die anhaltend hohen Gas- und Strompreise schätzt die Geschäftsführung als gravierenden Wettbewerbsnachteil für in Deutschland produzierende Unternehmen ein. Dies kann unter Umständen zur temporären oder dauerhaften Stilllegung einzelner Produktionsanlagen in Deutschland führen. Auch kann mittelfristig die Abwanderung energieintensiver Industriezweige in das Ausland nicht ausgeschlossen werden, was wiederum zu einer Verschiebung von Produktionen in Absatzmärkte führen kann, die außerhalb der Marktpräsenz der PolyComp GmbH liegen.

b) Zusammenfassung

Die Geschäftsführung rechnet für das Geschäftsjahr 2024 vor dem Hintergrund des vorstehend beschriebenen Marktumfelds mit einem Jahresüberschuss von ca. T€ 170. Es wird hierbei von einem (bereinigtem) EBIT von T€ 172 ausgegangen.

Sämtlichen Planungen der Geschäftsführung liegt dabei die Annahme zugrunde, dass sich die konjunkturellen Fundamentaldaten nicht grundlegend verändern und die vorstehend beschriebenen Risiken nicht oder nur vereinzelt eintreten.

 

Norderstedt, im April 2024

PolyComp GmbH

Marc Tenne

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen 6.090.978,56 6.223
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 153.375,00 215
II. Sachanlagen 3.292.093,07
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.025.687,68 2.036
2. Technische Anlagen und Maschinen 950.789,66 1.048
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 251.038,47 226
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 64.577,26 113
III. Finanzanlagen 2.645.510,49
1. Genossenschaftsanteile 50,00 0
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 2.645.460,49 2.585
B. Umlaufvermögen 7.749.394,84 7.925
I. Vorräte 2.432.277,64 3.318
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.701.055,87 4.249
davon gegen verbundene Unternehmen: € 3.914.205,80 (Vorjahr: T€ 3.499)
davon gegen Gesellschafter: € 7.704,74 (Vorjahr: T€ 0)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 616.061,33 358
C. Rechnungsabgrenzungsposten 126.909,00 64
13.967.282,40 14.212

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital 4.554.960,89 4.719
I. Gezeichnetes Kapital 5.113.000,00 5.113
II. Kapitalrücklage 255.645,94 256
III. Verlustvortrag -649.343,33 -1.344
IV. Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss -164.341,72 694
B. Rückstellungen 8.568.661,00 8.543
1. Rückstellungen für Pensionen 7.611.084,00 7.652
2. Steuerrückstellungen 240.268,00 240
3. Sonstige Rückstellungen 717.309,00 651
C. Verbindlichkeiten 843.660,51 950
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: € 1.863,54 (Vorjahr: T€ 82)
davon gegenüber Gesellschaftern: € 0,00 (Vorjahr: T€ 31)
13.967.282,40 14.212

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
T€
1. Rohergebnis 6.215.846,76 7.563
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.813.446,40 -2.664
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -580.988,76 -605
davon für Altersversorgung: € -7.915,08 (Vorjahr: T€ 41) -3.394.435,16
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -578.240,27 -535
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.423.084,35 -2.743
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 185.730,65 93
davon aus verbundenen Unternehmen: € 178.147,03 (Vorjahr: T€ 72)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -158.057,31 -163
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -240
8. Ergebnis nach Steuern -152.239,68 706
9. Sonstige Steuern -12.102,04 -12
10. Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss -164.341,72 694

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

(Amtsgericht Kiel, HRB 3392 NO)

A. Anwendung des Handelsgesetzbuches

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs-, Bewertungs- und sonstigen Angabevorschriften gemäß §§ 242 - 288 HGB sowie der ergänzend zu berücksichtigenden Vorschriften zur Bilanz gemäß § 42 GmbHG erstellt.

Die Gliederung der Bilanz zum 31. Dezember 2023 erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert worden.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und die Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

B. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen und gehen von einer Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren aus.

Das Sachanlagevermögen wird mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- / Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Vermögensgegenstände bis € 800,00 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Die Anlagengegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über Nutzungsdauern von drei bis 13 Jahren linear abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen werden mit dem Deckungskapital bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Dem Risiko geminderter Verwendbarkeit wird durch entsprechende Wertabschläge Rechnung getragen. Der Ansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe entspricht dem gleitenden Durchschnitt aus Anschaffungskosten oder den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten. Die Fertigerzeugnisse werden zu Herstellungskosten bilanziert. Die verlustfreie Bewertung wird beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Soweit erforderlich, werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und auf sonstige Forderungen Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus wird für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,3% (Vorjahr: 1,3%) auf alle nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen, wurden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,0% bei den Renten ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,83% (Vorjahr: 1,78%). Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wurde das bestehende Deckungsvermögen in Höhe von € 1.292.000,00 mit der korrespondierenden Pensionsrückstellung verrechnet.

Durch die Änderung der handelsrechtlichen Vorschriften zur Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen besteht ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB n.F. in Höhe von € 131.202,00.

Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherung) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 S. 3 HGB und besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

C. Bilanzerläuterungen

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- / Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 760.230,89 43.075,47 0,00 0,00 803.306,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.501.345,65 9.039,45 0,00 67.573,30 6.577.958,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.293.935,62 203.659,77 0,00 0,00 11.497.595,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.858.001,79 109.841,15 17.670,85 0,00 1.950.172,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 112.608,49 19.542,07 0,00 -67.573,30 64.577,26
19.765.891,55 342.082,44 17.670,85 0,00 20.090.303,14
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 50,00 0,00 0,00 0,00 50,00
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 2.584.974,92 60.485,57 0,00 0,00 2.645.460,49
2.585.024,92 60.485,57 0,00 0,00 2.645.510,49
23.111.147,36 445.643,48 17.670,85 0,00 23.539.119,99
Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 544.762,89 105.168,47 0,00 649.931,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.465.316,97 86.953,75 0,00 4.552.270,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.245.756,96 301.048,77 0,00 10.546.805,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.631.735,19 85.069,28 17.670,85 1.699.133,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
16.342.809,12 473.071,80 17.670,85 16.798.210,07
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
16.887.572,01 578.240,27 17.670,85 17.448.141,43
Netto-Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 153.375,00 215.468,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.025.687,68 2.036.028,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 950.789,66 1.048.178,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 251.038,47 226.266,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 64.577,26 112.608,49
3.292.093,07 3.423.082,43
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 50,00 50,00
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 2.645.460,49 2.584.974,92
2.645.510,49 2.585.024,92
6.090.978,56 6.223.575,35

(Alle Angaben in €)

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Pensionsrückstellungen

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB:

31.12.2023
Pensionsverpflichtung 8.903.084
Deckungsvermögen (Anschaffungskosten) -1.292.000
Pensionsrückstellung 7.611.084

Der aus dem Deckungsvermögen resultierende Zinsertrag wurde in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 2) mit dem Zinsaufwand der Pensionsrückstellungen saldiert.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Periodenfremde Erträge liegen in Höhe von T€ 18 (Vorjahr: T€ 3) vor.

Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen T€ 18 (Vorjahr: 27).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 24 (Vorjahr: T€ 29).

Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung belaufen sich auf T€ 6 (Vorjahr: T€ 23).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Der Zinsanteil des Aktivwertes des Rückdeckungsvermögens beträgt T€ 8 (Vorjahr: T€ 13).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsanteil der Pensionsrückstellung ist in Höhe von T€ 157 (Vorjahr: T€ 163) enthalten.

Der Zinsanteil aus der Aufzinsung sonstiger Rückstellungen beläuft sich auf T€ 1 (Vorjahr: T€ -8).

E. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB sind der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen. Sie bestehen gegenüber Dritten für die Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Hauptschuldner als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor.

31.12.2023 Vorjahr
T€ T€
Eventualverbindlichkeiten aus gesamtschuldnerischer Haftung 4.137 2.826

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB sind der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:

T€
Aus Miet- und Leasingverträgen zahlbar:
im Jahr 2024 343
in den nachfolgenden vier Jahren 625
nach fünf Jahren 41
1.009

Derivative Finanzinstrumente

Am Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente:

Diverse Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken im Nominalwert von T€ 71 mit einem negativen Marktwert von insgesamt € 1.442,26.

Der Zeitwert entspricht der Einschätzung des Marktwertes durch die Banken, die eigene Wertberechnungen aufgrund der ihnen vorliegenden Marktfaktoren unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren vorgenommen haben. Die Währungssicherungsgeschäfte wurden in Bewertungseinheiten einbezogen.

Bewertungseinheiten

Im Geschäftsjahr 2023 wurde folgende Bewertungseinheit gebildet:

Grundgeschäft / Sicherungsgeschäft Risiko / Art der Bewertungseinheit Einbezogener Betrag Höhe des abgesicherten Risikos
Einkaufs- und Verkaufskontrakte von Waren / Devisentermingeschäfte Währungsrisiko / micro hedge T€ 71 € 1.442,26

Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet. Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich für das Währungsrisiko bis zum Ende des ersten Quartals 2024 (Sicherungszeitraum) voraussichtlich aus.

Außerbilanzielle Geschäfte

Sale-and-lease-back / Leasing

Die Leasinggeschäfte dienen der Verbesserung der Eigenkapitalquote und der Erhöhung der Liquidität. Die frei gewordene Liquidität eröffnet der Gesellschaft die Chance zum weiteren strategischen Unternehmenswachstum. Risiken bestehen in der Vertragsbindung, da ein möglicherweise eintretender wesentlicher technischer Fortschritt nicht durch Neuanschaffungen kompensiert werden kann.

Aufgliederung der Beschäftigtenzahlen

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres Beschäftigten - getrennt nach Gruppen - beträgt:

Gewerbliche Arbeitnehmer 47
Angestellte 15
62

Honorare Abschlussprüfer

T€
Abschlussprüfung 10
Andere Beratungsleistung 3
Steuerberatung 3
16

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer

Herr Marc Tenne, Niederzissen, Ingenieur

Aufsichtsrat

Herr Dr. Matthias von Rönn Vorsitzender; Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwalt
Herr Prof. Dr. Peter Rawert stellvertretender Vorsitzender; Notar
Herr Rüdiger Ehrenberg Kaufmann
Herr Olaf Meuser Kaufmann
Frau Annette Schroeder-Smakman Kauffrau

Gewährte Gesamtbezüge der tätigen Organmitglieder

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB erfolgt keine Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung. Die für 2023 gewährten Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betragen T€ 10.

Konzernzugehörigkeit

Die PolyComp GmbH ist ein verbundenes Unternehmen der K.D. Feddersen Holding GmbH, Hamburg, und wird in deren Konzernabschluss, der in elektronischer Form beim Betreiber des Bundesanzeigers unter HRB 35316, Amtsgericht Hamburg, offengelegt wird, einbezogen.

 

Norderstedt, den 3. April 2024

PolyComp GmbH

Geschäftsführung

Marc Tenne

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde am 3. Mai 2024 festgestellt.

Der Jahresabschluss wurde wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PolyComp GmbH, Norderstedt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PolyComp GmbH, Norderstedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PolyComp GmbH, Norderstedt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 3. April 2024

TREUHANSA GmbH Doctores Völschau
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bert Schiersmann, Wirtschaftsprüfer

Rolf Rosenkranz, Wirtschaftsprüfer

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