Enpal Customer Care GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Timothy Kyle Allen seit 19.6.2025 | Geschäftsführer |
Christian Thomas Baier seit 5.9.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 12.90% | |
| 12.90% | |
| 12.40% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Babbel GmbHEigenbeteiligung | 0.00% |
Babbel Group GmbHEigenbeteiligung | 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
12 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 12 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Babbel Group GmbH (vormals: Babbel Group AG)BerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des KonzernsA. Allgemeine Informationen und Geschäftsmodell Die Babbel Group AG und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend "Babbel Gruppe" oder "Gruppe" genannt) entwickeln und betreiben weltweit eine Web- und Mobile-App zum Erlernen von Fremdsprachen unter der Marke Babbel. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der Entwicklung von Produkten für Privatkunden (nachfolgend "B2C" genannt), die einer breiten Zielgruppe online über Browser und Mobile-Apps angeboten werden. Neben dem Kerngeschäft mit Privatkunden liegt der Fokus auch auf Geschäftskunden (nachfolgend "B2B" genannt), die ihren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, Fremdsprachen online als Weiterbildungsprogramm zu erlernen. Um den Kunden ein verbessertes Lernerlebnis zu bieten, hat die Babbel Group ein Lernökosystem geschaffen, das eine Reihe verschiedener Lernmethoden umfasst, um Lernergebnisse und Engagement zu verbessern. Zu diesen Produkten gehört neben der Selbstlern-App auch Babbel Live, dass im Februar 2021 für Privatkunden eingeführt wurde und virtuelle Live-Kurse mit Gruppen von bis zu sechs Teilnehmern anbietet, die die Möglichkeit haben, die erlernten Fähigkeiten anzuwenden. Weitere Elemente des Ökosystems sind preisgekrönte Podcasts in ausgewählten Sprachen, Videos in ausgewählten Sprachen sowie Spiele. Das Geschäftsmodell für B2C und B2B ist abonnementbasiert, d. h. Kunden nutzen das Produkt auf Basis eines klaren und transparenten Preismodells. Zusätzlich zum Abonnement können B2B-Kunden ein Paket mit Babbel Live- und Intensivkursen zusammenstellen, um Mitarbeiter je nach Bedarf optimal zu unterstützen. Dieses Geschäftsmodell ermöglicht es ihnen, eine oder mehrere Sprachen in ihrem eigenen Lerntempo zu nutzen. Babbel verkauft diese Abonnements für Privatkunden sowohl auf ihrer Website als auch in den App Stores von Google Play und Apple. Geschäftsabonnements werden über ein eigenes Vertriebsteam verkauft. Die Babbel Group ist dem erfolgreichen Sprachenlernen verpflichtet. Erfolg bedeutet für Babbel, dass Lernende sich ausdrücken und andere verstehen können und, dass sie Freude daran haben, sich in einer zweiten Sprache kompetent zu fühlen - nicht nur auf fortgeschrittenem Niveau, sondern bereits nach den ersten Unterrichtsstunden. B. Struktur der Gruppe Im Geschäftsjahr 2023 umfasste die Babbel-Gruppe folgende Unternehmen:
Die Babbel AG fungiert als Holdinggesellschaft der Babbel-Gruppe. Die Babbel GmbH ist die operative Einheit der Gruppe. Die Babbel Inc. wurde für die Anstellung der US-Mitarbeiter gegründet und fungiert als lokale und überregionale Marketing-Einheit für den nord- und südamerikanischen Markt. Strategische und operative Entscheidungen werden stets im Interesse der gesamten Gruppe getroffen. C. Unternehmensstrategie Die Babbel-Gruppe strebt danach, ihre marktführende Position 1 in Europa und den USA weiter auszubauen und weltweit eine führende Marktposition im Bereich des onlinebasierten Sprachenlernens zu erreichen, sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich. Indem Babbel den Erfolg seiner Selbstlern-App durch zusätzliche Lernmethoden ergänzt, möchte das Unternehmen sowohl seinen Markt erweitern als auch das Lernerlebnis seiner Nutzer verbessern. Dies soll zu größeren Lernerfolgen und einer längeren Verweildauer mit Babbel-Produkten führen. Die Babbel-Gruppe ist ständig bestrebt, den Lernerfolg ihrer Nutzer mit Hilfe eines integrierten Ökosystems zu steigern. Die Unternehmensstrategie wird von vier strategischen Säulen getragen, die somit Schwerpunktbereiche für das Unternehmen darstellen: Monetarisierung des Ökosystems: Ein integriertes Ökosystem macht jede einzelne Lernerfahrung von Babbel (z. B. App, Live, Podcasts) noch effektiver und die verschiedenen Lernanreize bieten den Lernenden Abwechslung, um die Motivation zu steigern. Die Vorteile für die Lernenden werden sich in erhöhten Monetarisierungsmöglichkeiten und höheren Customer Lifetime Values niederschlagen. Effizienz: Die Babbel Group strebt eine Steigerung der Effizienz im gesamten Unternehmen an, indem sie die Marketing- und Vertriebseffizienz sowie verschiedene Betriebsprozesse verbessert. Engagement: Die Babbel Group wird sich darauf konzentrieren, das Kundenengagement zu verbessern, um den Lernerfolg zu steigern, beispielsweise indem sie das Lernerlebnis personalisiert und es den Lernenden ermöglicht, eine Lerngewohnheit aufzubauen. Künstliche Intelligenz (KI) untermauert alle Bemühungen in den strategischen Säulen. Der geografische Fokus liegt vorerst weiterhin auf den Kernmärkten von Babbel (Europa, Amerika). Die Ausweitung des Ökosystems auf neue Lernerlebnisse oder in Zukunft auf geografische Märkte kann organisch oder durch Akquisitionen erfolgen. D. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung sind für die Babbel-Gruppe weiterhin äußerst wichtig, um sowohl das Engagement der Lernenden kontinuierlich zu verbessern als auch die Lerneffizienz zu steigern; beides stellt sicher, dass die Babbel-Gruppe ihre Führungsposition behält. Daher stellen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung neben den Vertriebs- und Marketingkosten einen wesentlichen Kostenfaktor dar. Die Produktpalette wurde im Laufe des Geschäftsjahres weiter ausgebaut, mit dem klaren Ziel, die führende Position von Babbel als Qualitätsanbieter (gemessen an Umsatz und Kundenrezensionen) unter den App-basierten Sprachlerndiensten zu festigen. Das im Februar 2021 für Privatkunden gestartete Babbel Live, dass in die Babbel-App integriert wurde, steht weiterhin im Mittelpunkt der Entwicklungsanstrengungen von Babbel. Im B2B-Bereich konzentrierte sich Babbel auf die Verbesserung des Reportings für Kunden sowie auf die Erweiterung der verfügbaren Inhalte für verschiedene Lernmethoden. Babbel erforscht und entwickelt weiterhin neue Funktionen, die Sprachlernherausforderungen für ihre Verbraucher lösen, indem neue Technologien wie KI genutzt werden. Neben größeren Entwicklungen wurden mehrere kleinere Anpassungen an der App vorgenommen, um die Benutzerführung zu verbessern, die Minuten, die ein Lernender pro Tag mit der App verbringt, zu erhöhen und das allgemeine Kundenengagement und den Lernerfolg zu steigern. Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf 52.062 TEUR (2022: 37.898 TEUR). Diese Kosten betreffen hauptsächlich Personalkosten und werden vollständig in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zum 31. Dezember 2023, beschäftigte Babbel 472 Mitarbeiter in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen (zum 31. Dezember 2022: 383). Aufgrund der allgemeinen Expansion und weiterer Investitionen in die Produktentwicklung von Babbel Live und B2B wird die Mitarbeiterzahl im Jahr 2024 voraussichtlich leicht steigen. Software-as-a-Service-Käufe sind bei Babbel Gegenstand der Betrachtung. Bei diesen Käufen könnten Kosten für die Konfiguration oder Anpassung der Anwendungssoftware eines Lieferanten aktivierungspflichtig sein. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine F&E-Projekte identifiziert, die gemäß IAS 38 für die Erfassung als immaterielle Vermögenswerte in Frage kommen. Neue Entwicklungsaktivitäten könnten zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr 2024 für die Erfassung als immaterielle Vermögenswerte in Frage kommen. II. WirtschaftsberichtA. Makroökonomische und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2023 war ein Jahr, das von einer Vielzahl von Herausforderungen geprägt war: Viele Volkswirtschaften erholen sich noch immer von der COVID-Pandemie, dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, dem Konflikt im Gazastreifen, geopolitischen Spannungen und daraus resultierenden Lieferkettenproblemen sowie anhaltender Inflation und hohen Zinssätzen. Infolgedessen sank das weltweite BIP-Wachstum im Jahr 2023 auf 3,1 %. Die Inflation war mit einem Jahresdurchschnitt von 6,8 % erhöht, wenn auch niedriger als der Höchststand im Jahr 2022. In den Vereinigten Staaten hat die amerikanische Notenbank, um dem Inflationsdruck entgegenzuwirken, die Zinssätze auf 5,5 % angehoben, den höchsten Satz seit 2007, und andere Zentralbanken sind diesem Beispiel gefolgt. 2 3 Die Aussichten für 2024 sehen jedoch besser aus, da die globale Inflation voraussichtlich auf 5,8 % sinken wird, was wiederum zu einer Stabilisierung oder sogar Senkung der Zinssätze führen könnte, was in vielen Teilen der Welt zu einem geringfügigen Anstieg des verfügbaren Einkommens führen würde (siehe Fußnote 2 für Referenz). Die Eurozone, einer der bedeutendsten Märkte für Babbel, wird sich voraussichtlich bis 2024 leicht vom Krieg in der Ukraine und den hohen Energiepreisen erholen und eine Wachstumsrate um 0,4 Prozentpunkten von 0,5 % im Jahr 2023 auf 0,9 % im Jahr 2024 erreichen. 4 Darüber hinaus wird erwartet, dass die EZB ihren Leitzins senkt, der derzeit bei 4,5 % liegt. 5 Die Erholung in der Eurozone wird voraussichtlich nicht auf die USA, Babbels derzeit größten Einzelmarkt, übergreifen. Dort wird das Wachstum voraussichtlich von 2,5 % auf 2,1 % im Jahr 2024 zurückgehen. Dies ist eine verzögerte Reaktion auf die hohen Inflationsraten, die im kommenden Jahr voraussichtlich nicht zurückgehen werden, was wahrscheinlich dazu führen wird, dass die Federal Reserve die Leitzinsen im Jahr 2024 nicht senken wird. Im Vergleich zur Eurozone liegt die Wachstumsrate der USA immer noch deutlich darüber (siehe Fußnote 4 für Referenz). Abgesehen vom Druck, den die inflationäre Wirtschaftslage auf das verfügbare Einkommen ausübt, sieht das Management keine größeren Auswirkungen auf den Sprachlernmarkt. Die durch die Pandemiebeschränkungen ausgelösten Trends bei der Digitalisierung der Bildung werden die negativen Auswirkungen auf das verfügbare Einkommen höchstwahrscheinlich überwiegen. Dies wird auch durch die Wachstumsrate des fakturierten Umsatzes von 20 % untermauert, die Babbel im Jahr 2023 erzielen konnte. Der Wert des globalen Marktes für Sprachenlernen wurde 2019 auf etwa 50 Mrd. EUR geschätzt 6 und soll bis 2025 auf bis zu 115 Mrd. EUR ansteigen 7 . Der Großteil dieses Marktes verlagert sich stärker vom Offline-Lernen (Printmedien und Schulen) zum digitalen Lernen. Das digitale Segment ist während der Pandemie jährlich um 20 % gewachsen 8 und wächst in den Jahren nach der Pandemie weiter. Der Gesamtmarkt umfasst zwischen 1,0 und 1,8 Mrd. EUR Sprachenlerner weltweit 9 , von denen etwa die Hälfte eine der derzeit 14 Anzeigesprachen von Babbel spricht (die primären Referenzsprachen, die in den Anwendungen von Babbel verwendet werden). Aufgrund der anhaltend volatilen Entwicklung dieses Marktes ist es nicht möglich, eine Aussage über die genaue Geschwindigkeit des Übergangs vom Offline- zum Online-Sprachenlernen zu treffen. Angesichts der erwarteten Beschleunigung der Marktexpansion ist das Management von Babbel der Ansicht, dass Babbel mit seinen Millionen von Abonnenten in einer hervorragenden Position für zukünftiges Wachstum in bedeutenden Märkten ist. Seit Jahrhunderten werden Sprachen in einem physischen Klassenzimmer mit einem menschlichen Lehrer und gedruckten Arbeitsbüchern und Papier unterrichtet. Die jüngste Digitalisierung der Branche bietet neuen Unternehmen die Chance, das Sprachenlernen neu zu definieren. Die Nutzung digitaler Endgeräte und der Konsum digitaler Inhalte sind im Alltag immer stärker verbreitet - nicht nur bei jüngeren Menschen. Gleichzeitig bieten diese Möglichkeiten den Kunden die Möglichkeit, Produkte auch in Krisenzeiten (z.B. Corona) kontinuierlich und ohne Einschränkungen zu nutzen. Der Markt für privates Online-Lernen ist daher sowohl auf Anbieter- als auch auf Kundenseite auf hohem Niveau geblieben. Einerseits werden etablierte Lerndienste durch Apps und Online-Produkte verdrängt. Andererseits führt die breite Akzeptanz von Apps in Verbindung mit geringeren Eintrittsbarrieren in deren Ökosysteme zu einer steigenden Nachfrage. Während kleine lokale Sprachschulen und Verlage den Großteil der Branche ausmachen, gibt es nur eine Handvoll globaler Akteure, darunter Babbel. Babbel ist seit 2009 auf dem Markt und war eine der ersten großen Sprach-Apps, die als Abonnementmodell mit einer Produktvorschau und nicht als kostenloses oder Freemium-Modell begann. Seine Rolle als Pionier verschafft dem Unternehmen einen erheblichen Vorteil. Aufgrund der Entwicklung auf dem Markt haben Angebot und Nachfrage nach reinen Sprachlernprodukten zugenommen, wodurch ein stark segregierter Markt entstanden ist, der in den kommenden Jahren wahrscheinlich Formen der Konsolidierung erleben wird. Diese Konsolidierung begann bereits mit der Übernahme von Rosetta Stone durch IXL im März 2021 und Busuu durch Chegg im November 2021 und beschleunigte sich 2022 mit der Übernahme von Mondly durch Pearson, der Übernahme von Curiosity Media durch IXL learning und der Übernahme von Enguru durch Open English, um nur einige zu nennen. Im Bereich des Online-Sprachlernens ist Babbel eines der ganz wenigen Online-Unternehmen, das sich gleichermaßen an Privat- und Geschäftskunden richtet. Es bietet sich daher die Möglichkeit, zahlreiche Monetarisierungsmöglichkeiten zu nutzen und von einer starken Markenbekanntheit und Kostensynergien zu profitieren. 2023 war ein Jahr, das von technologischen Fortschritten und der zunehmenden Nutzung generativer KI geprägt war, nicht nur für kommerzielle, sondern auch für geschäftliche Zwecke, was die Digitalisierung in vielen Bereichen, einschließlich des Sprachenlernens, weiter vorangetrieben hat. In den kommenden Jahren werden Bildungseinrichtungen wahrscheinlich KI einsetzen, um das Bildungsniveau und die Effizienz zu steigern, so wie dies auch bei Babbel der Fall sein wird. Der Ersatz von persönlichen Tutoren durch KI-Tutoren dürfte den gesamten adressierbaren Markt im Bereich des Sprachenlernens weiter vergrößern. B. Geschäftsverlauf Im Jahr 2023 setzte sich der Wachstumstrend der Vorjahre fort und die Umsatzerlöse gemäß IFRS stiegen von 206.070 TEUR auf 253.140 TEUR, was einem Wachstum von 23 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Wachstum der gesamten fakturierten Umsätze (siehe Abschnitt F.) betrug im Jahresvergleich 20 % (im Vergleich zu 30 % im Vorjahr, das ein starkes Wachstum zeigte, da das Unternehmen den pandemiebedingten Wachstumsschub des Jahres 2020 überwinden konnte). In beiden wichtigen Leistungsindikatoren lag die Babbel-Gruppe moderat unter dem Vorjahresziel. Die Babbel-Gruppe ist in mehreren geografischen Märkten aktiv und bedient sowohl B2C- als auch B2B-Kunden, wobei der B2C-Bereich 95 % des Geschäfts ausmacht (96 % im Jahr 2022). Innerhalb von B2C gibt es im Jahr 2023 eine klare Trennung zwischen dem US und Global Segment, wobei das Segment Global von etablierten Märkten in Europa wie Deutschland und Frankreich dominiert wird. Da das Geschäft in diesen Märkten bereits gut etabliert ist, sind die Umsatzwachstumsraten niedriger als auf dem US-Markt, der für die Babbel Group nach wie vor ein Wachstumsmarkt ist. Im B2C-Segment unterteilt die Babbel Group die geografische Segmententwicklung auf Basis der fakturierten Umsätze. Bei fakturierten Umsätzen handelt es sich um eine Non-IFRS-Kennzahl, die den Kunden im Berichtszeitraum in Rechnung gestellten Umsätze widerspiegelt und sich eng an den Zahlungseingängen orientiert. Die fakturierten Umsätze im Segment Global stiegen 2023 um 13 % (gegenüber 13 % im Jahr 2022). Das Segment Global ist ein stabiler und profitabler Wachstumstreiber für die Babbel Gruppe, mit sehr starker Unit Economics aufgrund niedrigerer Kundenakquisitionskosten, hohem Monetarisierungspotenzial und sehr hoher Markenbekanntheit. Auf dem US-Markt sind die fakturierten Umsätze um 25 % gestiegen (gegenüber 56 % im Vorjahr) und machen nun 49 % des gesamten B2C-Umsatzes aus. Der US-Markt ist der größte geografische Einzelmarkt innerhalb der Gruppe, wobei die Umsätze zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Jahresabschlusses weiter steigen. In beiden B2C-Segmenten der Babbel-Gruppe bleibt die Monetarisierung eine große Chance. Der Preis für Abonnements von Selbstlern-Apps wurde nach umfangreichen Tests in allen Märkten erhöht, wobei Faktoren wie Preiswettbewerb, Zahlungsbereitschaft und relative Preise zwischen den Abonnementarten berücksichtigt wurden. Der durchschnittliche Preis, der bei der ersten Transaktion gezahlt wurde, stieg im Laufe des Jahres 2023 um 18 %, was neben den Preiserhöhungen auch auf einen höheren Anteil an Verkäufen von längerfristigen Abonnements zurückzuführen war. Die Babbel Gruppe hat Babbel Live im Februar 2021 eingeführt. Zunächst wurde es auf Preisbasis pro Unterricht angeboten, im September 2021 wurde es dann auf ein Abonnementformat für unbegrenzte Unterrichtsstunden umgestellt. Mit Babbel Live-Abonnements können die Benutzer über eine Videokonferenzplattform zusammen mit einem zertifizierten Sprachlehrer und bis zu sechs Teilnehmern an Live-Unterricht teilnehmen. Babbel Live ist weitergewachsen und hat im Laufe des Jahres 2023 über 10.564 TEUR an fakturierten Umsätzen generiert, mit starkem Upselling durch die Selbstlern-App und begrenzten direkten Marketingausgaben. Das B2B-Geschäft wurde der fakturierte Umsatz im Jahr 2023 um 50 % gesteigert (gegenüber 80 % im Jahr 2022). Dieses Segment weist ein enormes Potenzial auf, da es 30 % des globalen Sprachlernmarktes 10 darstellt, obwohl es nur 5 % der fakturierten Umsätze der Gruppe insgesamt ausmacht. Die Markenbekanntheit von Babbel war ein Faktor, der dieses Wachstum beschleunigte, ohne im Laufe des Geschäftsjahres hohe Investitionen in Marketing tätigen zu müssen. Es wird erwartet, dass das B2B-Wachstum auf seinem starken Wachstumskurs bleibt. Die Babbel-Gruppe investierte im Laufe des Geschäftsjahres über 52.062 TEUR, um die Lernplattform weiterzuentwickeln und den Wert des Ökosystems zu steigern. Der Ausbau des Ökosystems in Form von Babbel Live und weiteren Produkten wie Podcasts und Videos soll das Engagement der Nutzer erhöhen und den Umsatz im Laufe der Zeit kontinuierlich steigern. Trotz weiterer Investitionen lag der erzielte Cash Contribution Marge im Jahr 2023 leicht unter den Erwartungen. Da die Vertriebskosten im Einklang mit den abgerechneten Umsätzen im Jahr 2023 gestiegen sind, ist die Abweichung zur Erwartung des Cash Contribution Marge mit der Abweichung bei den abgerechneten Umsätzen vergleichbar. Das negative Gesamtergebnis der Babbel-Gruppe in Höhe von 32.702 TEUR wurde maßgeblich durch die weitere Expansion im B2B- sowie B2C-Segment und die Entwicklung neuer Produkte beeinflusst. Erhöhte Aufwendungen für Marketing, Forschung und Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr sind die Haupttreiber für den Anstieg der Gesamtaufwendungen der Babbel-Gruppe um 34.868 TEUR. Da Marketinginvestitionen in der Periode verbucht werden, in dem sie ausgegeben werden, Umsatzerlöse jedoch im Laufe der Abonnementlaufzeit erfasst werden, besteht eine zeitliche Verzögerung zwischen Marketinginvestitionen und Umsatzrealisierung. Daher werden Vorteile aus Marketingausgaben während des Zeitraums nur teilweise realisiert, insbesondere in Zeiten starken zugrunde liegenden Wachstums. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 38.610 TEUR linear als abgegrenzter Umsatz erfasst. Aufgrund der Phasenverschiebung zwischen Aufwendungen und Erträgen wird der Konzern in den kommenden Jahren Erträge aus diesen Investitionen erzielen. 1. Finanzierungsmaßnahmen Aufgrund des starken operativen Cashflows und des weiterhin hohen Bestands an liquiden Mitteln wurden im Geschäftsjahr 2023 keine Finanzierungsmaßnahmen durchgeführt. 2. Mitarbeiterentwicklung Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl stieg von 697 Mitarbeitern im Jahr 2022 auf 890 Mitarbeiter im Jahr 2023. Die Aufschlüsselung der Mitarbeiterzahl nach Funktionsbereichen war wie folgt:
C. Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Babbel-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 253.140 TEUR und übertraf damit die Umsatzerlöse des Vorjahres (206.070 TEUR) um 23 %. Die gesamten fakturierten Umsätze stiegen um 20 % von 245.918 TEUR auf 294.581 TEUR, so dass die Veränderung der Umsatzabgrenzung, im Vergleich zum Vorjahr, deutlich von 39.207 TEUR auf 41.441 TEUR anstieg. Das Unternehmen hat seine Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung der Umsatzerlöse des Vorjahres nicht voll erfüllt. Der Anstieg der fakturierten Umsätze, sowie der Anstieg der Umsatzerlöse, im Geschäftsjahr 2023 liegt moderat unter dem Vorjahresziel. Die Umsatzkosten umfassen hauptsächlich App-Store-Provisionen, beinhalten aber auch Gebühren für Zahlungsdienstleister oder Reseller, die beim Verkauf eines Produkts anfallen, sowie Lehrerkosten für das Produkt Babbel Live. Die Entwicklung der Kosten für App-Stores und Zahlungsdienstleister entspricht der Entwicklung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr. Die Reseller-Kosten stiegen im Geschäftsjahr 2023 aufgrund höherer Umsätze über Reseller-Plattformen deutlich an. Die Kosten für Lehrer stiegen im Laufe des Geschäftsjahres und im Einklang mit den jeweiligen Umsatzerlösen an. In den Umsatzkosten sind wie im Vorjahr auch Aufwendungen für die Darstellung von Risiken aus der Umsatzsteuer enthalten. Im Laufe des Geschäftsjahres begann das Unternehmen auch, die Verkaufsprovisionen für das B2B-Geschäft innerhalb der Vertriebskostenposition auszuweisen, was ebenfalls ein Grund für den Gesamtanstieg im Geschäftsjahr ist. Die Marketingaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr um 14 % und damit langsamer als das Umsatzwachstum. Während die Gruppe hinsichtlich ihrer Marketingeffizienz effektiver war, zeigten die Sachaufwendungen im Geschäftsjahr insgesamt einen höheren Anstieg als das Wachstum der Marketingaufwendungen. Die Personalaufwendungen stiegen im Jahr 2023 nur geringfügig an, was hauptsächlich auf den Rückgang der Rückstellungen für anteilsbasierte Vergütungsprogramme zurückzuführen ist. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr um 37 %. Dies war hauptsächlich auf höhere Personalaufwendungen (Gehälter) zurückzuführen. Es gab einen gegenläufigen Effekt bei den Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen (siehe auch oben). Die Verwaltungsaufwendungen sanken im Jahr 2023 um 10 %, was hauptsächlich auf die deutlich geringeren Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungsprogramme zurückzuführen war. Die sonstigen Personalkaufwendungen stiegen nur um 17 %, wobei die Sachaufwendungen (hauptsächlich Gebühren und sonstige Dienstleistungen) deutlicher anstiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind hauptsächlich von der Entwicklung der Effekte aus Fremdwährungsumrechnungen betroffen. Insgesamt sind die Positionen im Jahr 2023 durch Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von 589 TEUR (im Jahr 2022 1.382 TEUR) negativ beeinflusst (und infolgedessen auch das gesamte Konzernergebnis). Das Finanzergebnis im Geschäftsjahr war im Wesentlichen durch Zinseffekte aus der Anwendung von IFRS 16, insbesondere für den Leasingvertrag in Berlin, beeinflusst. Darüber hinaus erzielte das Unternehmen höhere Zinserträge aus kurz- und langfristigen Finanzanlagen, was zu einem Gesamtrückgang des Finanzergebnisses führte. Die Position Ertragssteuern betrifft hauptsächlich Steueraufwendungen aus den USA. Die vorgenannten Effekte führen zu einem Gesamtverlust des Konzerns in Höhe von 32.702 TEUR (2022: Verlust von 36.948 TEUR). D. Finanzlage Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente waren im Geschäftsjahr jederzeit ausreichend, so dass die Gruppe jederzeit in der Lage war ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.
Das Geschäftsjahr endete mit einem positiven Gesamt-Cashflow in Höhe von 6.582 TEUR, der hauptsächlich durch einen positiven operativen Cashflow von 10.798 TEUR getrieben wurde. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird hauptsächlich durch das Premium-Abonnement-Geschäftsmodell des Unternehmens bestimmt. Sowohl im B2C als auch im B2B-Geschäft zahlen die Kunden den vollen Betrag zu Beginn des Abonnementzeitraums, so dass Barmittel vor der Umsatzrealisierung generiert werden und vertragliche Verbindlichkeiten gemäß IFRS 15 aufgelaufen sind. Diese Komponente des Geschäftsmodells sowie die Erfassung von nicht zahlungswirksamen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung, insbesondere im Zusammenhang mit der besonderen Struktur des bis 2021 aufgelegten Programm zur anteilsbasierten Vergütung (EVOP), führen zu einer erheblichen Abweichung zwischen dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit und dem Konzerngesamtergebnis. Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr waren durch Investitionen in Hardware und erworbene Software getrieben. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16. E. Vermögenslage Aktiva
Im Geschäftsjahr verringerte sich das Anlagevermögen um 3.539 TEUR aufgrund der Abschreibungen auf bestehende Vermögenswerte, vor allem aber aufgrund der Abschreibung von Nutzungsrechten aus dem Mietvertrag des Berliner Büros der Babbel-Gruppe. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte verringerten sich aufgrund geringerer Rückzahlungsansprüchen, die die Gesellschaft gegenüber bestimmten Aktionären im Zusammenhang mit dem EVOP I-V zurückbehält. Wie in den Vorjahren sehen wir einen Anstieg der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im B2B-Bereich, was im Verhältnis zum Wachstum der fakturierten Umsätze zu erwarten ist. Im B2C-Bereich gibt es zum Berichtsstichtag auch einen Anstieg aufgrund des Auszahlungszyklus eines der größten Zahlungsdienstleisters. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich Sicherheitseinbehalte von Zahlungsdienstleistern, geleistete Vorauszahlungen und Rechnungsabgrenzungsposten. Höhere Sicherheitseinbehalte wurden mit niedrigeren geleisteten Vorauszahlungen und Rechnungsabgrenzungen saldiert, daher bleibt die Position im Geschäftsjahr stabil. Aufgrund steigender Umsätze verlangen Zahlungsdienstleister höhere Sicherheitseinbehalte. Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird im Abschnitt zur Finanzlage der Babbel-Gruppe erläutert. Die Eigenkapitalquote der Babbel-Gruppe beträgt zum 31. Dezember 2023 -65 % (31.12.2022: -36 %). Die negative Entwicklung dieser Quote im Geschäftsjahr war durch das negative Gesamtergebnis des laufenden Jahres und der Vorjahre beeinflusst. Aufgrund des oben beschriebenen Charakters des Geschäftsmodells der Babbel-Gruppe wird die Generierung von ausreichend Liquidität nicht als gefährdet angesehen. Die Zusammensetzung des Gesamtergebnisses und die Zuweisung zu den Rücklagen sind in der konsolidierten Aufstellung der Veränderungen des Eigenkapitals dargestellt Langfristige Rückstellungen stellen die Rückstellungen für die EVOP Programme I-V und das 2022 aufgelegte Programm dar. Eine niedrigere Bewertung der Verpflichtungen gegenüber den Begünstigten führt zu einem niedrigeren Rückstellungsbetrag. Die wesentlichen Bewertungsparameter haben sich auch im Jahr 2023 geändert (siehe hierzu auch den Abschnitt im Konzernanhang). Die langfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 63.716 TEUR, hauptsächlich aufgrund der Tilgung der Leasingverbindlichkeit. Die Vertragsverbindlichkeiten im Sinne von IFRS 15 (ausgewiesen unter sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten) erhöhten sich insgesamt um 38.610 TEUR. Dies ist eine direkte Folge des Geschäftsmodells des Unternehmens, bei dem die Kunden den gesamten Transaktionspreis überwiegend im Voraus bezahlen und das Unternehmen daher das Geld zu Beginn des Abonnements einnimmt. Die Leistungserbringung und damit die Umsatzrealisierung erfolgt jedoch über die Laufzeit des Abonnements, sodass sich die Vertragsverbindlichkeiten im Laufe der Zeit auflösen. Der Verschuldungsgrad des Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2023 76 % (31.12.2022: 73 %). Aufgrund seines Geschäftsmodells weist die Babbel-Gruppe einen hohen Bestand der Vertragsverbindlichkeiten aus. Dieser Posten führt nicht zu finanziellen Schulden. Vielmehr stellt er nur eine künftige nicht-finanzielle Leistungsverpflichtung dar. Daher wurde der Posten zur Ermittlung der Quote von den kurzfristigen Verbindlichkeiten getrennt. F. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen Leistungsindikatoren des Konzerns sind unverändert zum Vorjahr: Fakturierte Umsätze, Umsatzerlöse nach IFRS 15 und Cash Contribution Marge. Die fakturierten Umsätze sind definiert als der volle Betrag, der den Kunden in der Periode, vor Kürzung um die Veränderung der passiven Rechnungsabgrenzung, in Rechnung gestellt wurde. Unter Berücksichtigung der Veränderung des Vertragsverbindlichkeiten erhält man die Kennzahl Umsatzerlöse gemäß IFRS 15. Die Cash-Deckungsbeitrag ist definiert als Fakturierter Umsatz abzüglich Kosten des fakturierten Umsatzes und Marketingkosten (ohne allokierte Sach- und Personalaufwendungen, anteilige Abschreibungen, inklusive IFRS 16, sowie allokierte anteilsbasierte Vergütungen). G. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Angesichts der allgemeinen Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr beurteilt das Management die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns als positiv. Angesichts der Unsicherheiten in Bezug auf Inflationsrisiken und Kundenverhalten wirken sich mehrere Risiken und Herausforderungen auf das Geschäft der Babbel-Gruppe aus, beeinträchtigen jedoch nicht die insgesamt positive Entwicklung. Die Umsatzerlöse der Babbel-Gruppe gemäß IFRS sowie die fakturierten Umsätze erzielten im Vergleich zum Vorjahr erneut zweistellige Wachstumsraten, wobei die Prognose sowohl für fakturierte Umsätze als auch für Umsatzerlöse nicht ganz erreicht wurde. Die Position der Vertragsverbindlichkeiten in der Bilanz stieg um 35 % auf 147.446 TEUR und deutet auf ein anhaltendes Umsatzwachstum in den kommenden Jahren hin. Die Cash Contribution Marge von 39 % im Jahr 2023 stieg im Vergleich zum Vorjahr (38 %) ebenfalls um 1 Prozentpunkt. III. Risiko- und ChancenberichtA. Analyse der Risiken Alle in diesem Bericht beschriebenen Risiken stellen Risiken dar, die direkt oder indirekt die finanzielle Leistungsfähigkeit der Babbel-Gruppe negativ beeinflussen können. Der Risikobericht stellt die Geschäftsrisiken dar, denen die Babbel-Gruppe im Geschäftsjahr 2023 bzw. zum Zeitpunkt der endgültigen Aufstellung des Konzernabschlusses unterliegt. Der Prognosezeitraum umfasst mindestens ein Jahr. B. Externe Faktoren Das Unternehmen unterliegt externen Risikofaktoren, die überwiegend außerhalb des Einflussbereichs der Babbel-Gruppe liegen. Für einige Risiken können Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, um die Auswirkungen abzumildern oder zu minimieren. 1. Gesamtwirtschaft, Markt & Wettbewerb Der Erfolg des Unternehmens hängt in erheblichem Maße von den Konsumausgaben ab, die von einer Reihe von Faktoren, wie der allgemeinen Wirtschaftslage, der Inflation und dem Vertrauen der Verbraucher beeinflusst werden. Eine längere Phase schwacher wirtschaftlicher Entwicklung und weiterer ungünstiger Trends können zu einem Rückgang der Verbraucherausgaben führen, was den Umsatz und die Rentabilität des Unternehmens beeinträchtigen könnte. Ein wesentlicher Rückgang der Nachfrage war im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht zu beobachten, so dass die Auswirkungen der wirtschaftlichen Folgen als gering eingeschätzt werden. Wesentliche Risiken aus makroökonomischer Sicht ergeben sich aus den anhaltenden geopolitischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft. Insbesondere ist hier die Auswirkung auf den Beschaffungsmarkt durch Inflationseffekte zu nennen. Diese Effekte können zu Preissteigerungen bei der für die Babbel-Gruppe wichtigen, IT- oder Marketingdienstleistungen führen, was wiederum die Gewinnmarge schmälern könnte. Maßnahmen, um die Auswirkungen für die Gruppe abzumildern, umfassen Marktbeobachtungen, um Trends frühzeitig zu erkennen, Diversifikation bei Anbietern von Dienstleistungen und die Absicherung von Einkaufspreisen. Die globale wirtschaftliche Erholung von der COVID-19-Pandemie im Jahr 2023, der Invasion Russlands in der Ukraine und der Lebenshaltungskostenkrise erweist sich als überraschend widerstandsfähig. Die Inflation sinkt von ihrem Höchststand im Jahr 2022 schneller als erwartet und hat geringere Auswirkungen auf Beschäftigung und Konjunktur als erwartet. Dies ist auf günstige Angebotsentwicklungen und eine straffere Geldpolitik der Zentralbanken zurückzuführen, die die Inflationserwartungen niedrig gehalten hat. Gleichzeitig wird erwartet, dass hohe Zinssätze zur Bekämpfung der Inflation und ein Rückzug der fiskalischen Unterstützung angesichts der hohen Verschuldung das Wachstum im Jahr 2024 belasten werden. 11 Babbel könnte als kostenpflichtiges Premiumprodukt unter dem geringeren verfügbaren Einkommen seiner potenziellen Kunden leiden, falls sich der inflationäre Abwärtstrend nicht fortsetzt. Im vergangenen Geschäftsjahr war kein nennenswerter Rückgang der Verbrauchernachfrage aufgrund von Inflationsdruck zu beobachten, sodass die Auswirkungen als gering eingeschätzt werden. Als weltweit tätiges Unternehmen ist die Babbel-Gruppe auch potenziellen globalen oder lokalen Risiken wie Währungsschwankungen, steigenden Zinssätzen oder Finanzkrisen ausgesetzt. Um Währungsschwankungen ausgleichen zu können, nutzt die Babbel-Gruppe die Möglichkeiten durch Natural Hedging. Differenzen zwischen Ein- und Ausgaben in den anteilsmäßig größten Währungen EUR und USD sollen so möglichst klein gehalten werden, so dass Wechselkurseffekte minimiert werden. Monitoring relevanter Kapitalmärkte und Informationen von Bankpartnern unterstützen die Verantwortlichen Abteilungen der Babbel-Gruppe bei der Früherkennung von Zinsänderungen. Sollten Risiken nicht frühzeitig erkannt werden, könnten Finanzierung- oder Liquiditätsengpässe auftreten. Eine weitere Beurteilung wird in Abschnitt C1 vorgenommen. Die Babbel Gruppe sieht im Wettbewerbsumfeld ein hohes Risiko. Marktrisiken gehen von Wettbewerbern aus, die bereits auf den Märkten tätig sind, auf die sich Babbel konzentriert, oder von Wettbewerbern, die in Zukunft in diese Märkte eintreten werden. Dies kann sich auf die Kosten für Kundenakquise, auf die Premium-Markenpositionierung und die Preissetzungsmacht von Babbel im Markt, auswirken. Die Beurteilung und Reaktion auf Marktrisiken werden durch die kontinuierliche Überwachung relevanter KPIs, wie z. B. Suchmaschinen-Rankings und iOS- und Android-Rankings von Downloads, ermöglicht. Durch die regelmäßige Beobachtung des Kundenverhaltens, d. h. der Lernminuten und des Engagements der Lernenden, sowie des externen Marktumfelds ist die Babbel-Gruppe in der Lage, schnell auf Veränderungen des Marktes zu reagieren. Des Weiteren investiert die Babbel-Gruppe substanziell in weitere Lernerfahrungen, um sich mit seinem Öko-System Ansatz dauerhaft am Markt zu differenzieren. Da das Angebot der Babbel-Gruppe auch in App Stores (insbesondere derer von Apple und Google) vertrieben wird, besteht ein Vertriebsrisiko z.B. durch Änderungen der Spezifikationen oder Kriterien, mit denen die Rankings für den jeweiligen Store ermittelt werden. Dadurch könnte die Sichtbarkeit der Angebote von Babbel leiden. Der enge Kontakt zu den jeweiligen Partnern und die Diversifizierung der Vertriebskanäle minimieren dieses Risiko. Die Auswirkungen des Risikos werden als gering eingeschätzt. 2. Arbeitsmarkt Im Jahr 2023 hat sich der Markt für Talente weiterhin, aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Lage in Europa, als weniger volatil erwiesen. Qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und hochqualifizierte Mitarbeiter zu halten, ist für Babbel wie für andere Unternehmen, insbesondere im europäischen Technologiesektor, eine ständige Herausforderung. Sollte es Babbel nicht gelingen, die Zahl seiner Mitarbeiter schnell genug zu erhöhen, könnte dies zu einem erhöhten Risiko für die gesetzten Wachstumsziele führen oder die Innovationskraft des Unternehmens könnte darunter leiden. Babbels starke Markenbekanntheit hat schon immer eine große Zahl von Bewerbern angezogen. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die tatsächliche Einstellungsquote (Verhältnis Anzahl Bewerber zu Einstellungen) kontinuierlich verbessert (82% der Angebote für eine Position bei Babbel wurden angenommen). Dies wurde durch Investitionen in Prozessverbesserungen, Babbels Investitionen in die Employer-Branding-Kommunikation und durch Impact-Aktivitäten (z. B. der Aufbau einer Produkt-Community in Berlin, Partnerschaft für ein Mentoring-Programm mit der Syrian Youth Association und Careery, Zusammenarbeit mit Seawatch beim Produkt) sowie einen klaren unternehmensweiten Fokus auf Einstellungs- und Mitarbeiterbindung erreicht. Dennoch hat sich gezeigt, dass Talente knapp bleiben, insbesondere in Schlüsselbereichen des Unternehmens, wie z. B. bei Entwicklern und Spezialisten für Datensysteme. Die regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Vergütungspakete für Talente ist ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens geworden. Weitere Triebfedern im Jahr 2023 waren die Stabilität des Unternehmens in unbeständigen Zeiten sowie Babbels Bekanntheit als Arbeitgeber. Die Investition in ein vielfältiges und integratives Umfeld und der kontinuierliche Aufbau eines Lernumfelds, das mit dem Produkt und dem Unternehmenszweck verbunden ist, ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, um Talente zu halten und anzuziehen. 3. Rechtliche Risiken Die Babbel-Gruppe ist in allen Ländern, in denen sie tätig ist, Änderungen von Gesetzen und Vorschriften im Zusammenhang mit ihrem Geschäft ausgesetzt. Die jüngsten Änderungen der Verbraucherschutzgesetze in Bezug auf Abonnements weltweit können sich auf das Kundenverhalten auswirken. So könnten beispielsweise US-amerikanische und Deutsche Gesetzesänderungen zu Abonnements der vergangenen Jahre zu einer geringeren Verlängerungsrate führen, da die Kunden regelmäßig Erinnerungen erhalten. Insbesondere besteht für Babbel das Risiko, dass der Abschluss von Abonnements für die Kunden weniger attraktiv wird, da die gesetzlichen Anforderungen zunehmen und damit die Kundenfreundlichkeit sinkt. Babbel hat klare Schritte unternommen, um diesen Veränderungen Rechnung zu tragen und ihnen zu begegnen. Des Weiteren sind Änderungen in der Umsatzbesteuerung als wesentliches Risiko zu benennen. Unzutreffend ausgewiesene oder nicht ausgewiesene und abgeführte Umsatzsteuer infolge unzutreffender Bestimmung des Orts der Steuerbarkeit bei grenzüberschreitenden Liefer- und Leistungsbeziehungen oder sog. Reverse Charge-Umsätzen, können Auswirkungen auf die Finanzlage der Babbel-Gruppe haben. Die Auslegung neu eingeführter Gesetze ist vielfach noch in Klärung. Die Babbel-Gruppe prüft die jeweilige Auslegung und Anwendung. Bei Bedarf erfolgen entsprechende Registrierungen sowie das Abführen von Umsatzsteuer. Für mögliche Zahlungsverpflichtungen sind Rückstellungen in der Bilanz erfasst. Auch die Datenschutzbestimmungen sind für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens von großer Bedeutung und bergen potenzielle hohe Risiken in Bezug auf den Ruf oder die finanzielle Haftung. Das Unternehmen betreibt derzeit aktives Marketing in 16 verschiedenen Ländern, was sowohl die Überwachung als auch die Einhaltung der sich ständig weiterentwickelnden gesetzlichen Rahmenbedingungen erschwert. Eine besondere Herausforderung ist die Tatsache, dass die GmbH die einzige weltweit operierende Einheit ist und daher in verschiedenen Märkten gleichzeitig unterschiedliche Gesetze einhalten muss. 4. Lieferanten/Dienstleister Die Babbel-Gruppe ist von bestimmten Dienstleistern abhängig, um ihren Service auf höchstem Niveau anbieten zu können. Der Grad der Abhängigkeit von einzelnen Anbietern hängt von der Wettbewerbslandschaft im Bereich der jeweiligen Dienstleistung ab. Eine der größeren Abhängigkeiten besteht in Bezug auf die App-Stores, insbesondere die iOS- und Android-App-Stores, über die eine beträchtliche Anzahl Kunden die App herunterladen und Babbel- Abonnements erwerben. Sollte Babbel der Zugang zu diesen App-Stores nicht mehr möglich sein, würde dies zu einem Rückgang der App-Downloads und möglicherweise auch der Käufe führen. Da die Mehrheit der Mobiltelefonnutzer iOS- oder Android-Telefone besitzt, gibt es auf dem Markt kaum Alternativen zu diesen App-Stores, über die Kunden auf mobile Apps zugreifen können. Das Risiko wird dadurch verringert, dass die Mehrheit der Kunden die Abonnements über die Website von Babbel und nicht über den App-Store erwirbt. Eine weitere Abhängigkeit besteht durch die Nutzung von Amazon Web Services (AWS). Die Technologiestruktur und das Hosting des Contents von Babbel erfolgen über AWS. Dies hat Babbel geholfen, die IT-Struktur kostengünstig mit dem Umsatzwachstum zu skalieren. Durch diese Struktur ergibt sich ein wesentliches Betriebsausfallrisiko, sollte der Service von AWS nicht erreichbar sein. Im Falle eines Ausfalls von AWS könnten die Kunden von Babbel nicht auf Lerninhalte zugreifen. Neben AWS gibt es weitere große Hosting-Anbieter, die als Alternative zu AWS in Frage kommen. Eine Migration zu einem alternativen Hosting-Provider könnte im Falle eines längeren Ausfalls von AWS in Betracht gezogen werden, wäre aber mit sehr hohen Kosten verbunden, da die gesamte Technologie auf AWS basiert. Aufgrund dieser Abhängigkeit sieht Babbel in der Abhängigkeit von AWS-Diensten ein erhebliches Risiko, das sich auf den Geschäftsbetrieb auswirken oder zu einer Unterbrechung der angebotenen Dienste führen kann. Babbel hat interne Prozesse eingerichtet, um solche Störungen zu vermeiden und so schnell wie möglich zu beheben. Babbel schätzt die Wahrscheinlichkeit eines längerfristigen Ausfalls oder der Einstellung von AWS-Diensten als gering ein. Alle wichtigen Dienstleister, von denen das operative Geschäft abhängt, sind finanzstarke Unternehmen, die ihre Dienste einer Vielzahl internationaler Konzerne anbieten und bei einem Ausfall ihres Systems einen großen Imageschaden erleiden würden. Daher haben diese Unternehmen einen sehr hohen IT-Sicherheitsstandard, von dem Babbel profitiert. Vor dem Abschluss langfristiger Verträge mit Dienstleistern, die das operative Geschäft von Babbel unterstützen, werden mehrere Alternativen im Hinblick auf Sicherheit, Leistung und Kosten verglichen. C. Finanzielle Risiken Die Babbel-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2023 Termingeldkonten genutzt, um die Zinsgewinne auf überschüssige Barmittel zu erhöhen. Die Laufzeiten liegen zwischen zwei Wochen und einem Monat, um bei der Verwendung der Barmittel flexibel zu sein und entsprechend der Treasury-Policies der Gruppe zu handeln. Es wurde im Berichtszeitraum nicht in andere Finanzinstrumente investiert und es bestand zu keinem Zeitraum eine Gefährdung der Liquidität. 1. Fremdwährungsrisiko Das Unternehmen unterliegt einem Wechselkursrisiko, da im Geschäftsjahr 2023 knapp über 50% des Umsatzes im Laufe des Geschäftsjahres in Nicht-Euro-Währungen erzielt wurden. Die am zweithäufigsten verwendete Währung für Babbel-Kunden ist der US-Dollar. Die Volatilität der Fremdwährungskurse kann zu Abweichungen bei den ausgewiesenen Umsätzen führen. Um das mit den Wechselkursen verbundene Liquiditätsrisiko zu mindern, werden Fremdwährungskonten eröffnet, wenn der Umsatz in der jeweiligen Währung erheblich ist. Dies ermöglicht Babbel eine operative Absicherung, d. h. die Bezahlung von Dienstleistungen in der jeweiligen Währung und den Transfer zwischen den Währungen nach Bedarf. Die Wechselkurse werden regelmäßig überwacht. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Finanzinstrumente zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos eingesetzt. 2. Ausfallrisiken Bei einzelnen Forderungen besteht ein Ausfallrisiko, insbesondere wenn Zahlungsmittel nicht gedeckt sind oder falsche Daten übermittelt werden. Aufgrund höherer Verkaufsaktivitäten im B2B-Geschäft besteht das Risiko, dass ein Teil der Forderungen nicht bezahlt wird. Im Privatkundenbereich (B2C) besteht das Risiko, dass Geschäftspartner, vor allem Zahlungsdienstleister, ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Dies könnte zu einem Verlust für die Babbel-Gruppe führen. Darüber hinaus besteht nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Babbel-Gruppe für 14 Tage das Risiko, dass Kunden eine Rückerstattung für die erbrachte Leistung verlangen. Diese Geldrückerstattungen werden mit den Zahlungen der Sicherheitsleistungen bei den Zahlungsdienstleistern verrechnet. Der Anteil der Rückerstattungen kann jedoch als unwesentlich eingestuft werden. Das Management schätzt das Ausfallrisiko, aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit, des Geschäftsmodells (Privatkunden zahlen grundsätzlich im Voraus und die Forderungen bestehen gegenüber renommierten Zahlungsdienstleistern mit Top-Ratings namhafter Rating-Agenturen) und der kontinuierlichen Überwachung der Forderungsentwicklung bei B2B-Rechnungskäufen als gering ein. 3. Berichtete Finanzdaten der Gruppe Die negative Eigenkapitalposition in der Bilanz hat Auswirkungen auf das wahrgenommene Kreditrisiko des Unternehmens, was sich auf die Beziehungen zu einigen Lieferanten oder Finanzierungsmöglichkeiten auswirken könnte. Das Insolvenzrisiko der negativen Eigenkapitalposition ist minimal, da die Mehrheit der Verbindlichkeiten in der Bilanz keinen Barausgleich durch das Unternehmen erfordert. D. Operatives Risiko 1. Rechtliche und Compliance-Risiken Zum Schutz vor rechtlichen Risiken und anderen potenziellen Schäden hat die Babbel-Gruppe eine Reihe von Compliance-Richtlinien und -Verfahren eingeführt und umgesetzt. Ein weiterer Ausbau der Verfahren ist vorgesehen, um künftige Fälle von unerlaubten Praktiken, Rechtsverstöße, Korruption, Betrug oder andere nachteilige Folgen der Nichteinhaltung von Vorschriften innerhalb der Organisation zu verhindern. Jedes Versäumnis bei der Einhaltung von Vorschriften könnte dem Ruf von Babbel schaden und erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, die Finanzlage, das Betriebsergebnis und die Zukunftsaussichten haben. Wesentliche Transaktionen werden von der Geschäftsleitung und den zuständigen externen Sachverständigen geprüft. Die mit diesen Transaktionen verbundenen Risiken werden durch mehrfache Überprüfungs- und Genehmigungsverfahren minimiert. Im Laufe des Geschäftsjahres 2023 bestand der Aufsichtsrat aus 5 Finanz- und Branchenexperten . Wichtige Entscheidungen, die das Unternehmen betreffen und je nach ihrem Umfang klassifiziert sind, müssen vom Aufsichtsrat genehmigt werden. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind keine nennenswerten Rechtsstreitigkeiten anhängig. 2. IT-Risiken Die Erbringung der Dienstleistungen der Babbel-Gruppe hängt von der kontinuierlichen Entwicklung und Pflege der Plattform der Babbel-Gruppe und der damit verbundenen Technologien ab. Die Entwicklung dieser Plattform wurde auch im Jahr 2023 weiter vorangetrieben, um das aktuelle und künftige Wachstum durch einer wachsenden Nutzerbasis und einer Ausweitung der Lernangebote, zu unterstützen. Technische Risiken können sich in Form einer längeren Unterbrechung dieser Plattform und/oder eines Datenverlusts ergeben. Diese Risiken werden durch die häufige Sicherung aller relevanten Daten, durch die kontinuierliche Überwachung der Plattform auf deren Verfügbarkeit der Anwendungen und Dienste, minimiert. Zu diesem Zweck wurde ein technischer Bereitschaftsdienst eingerichtet, der auf mögliche Ausfälle, auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten, reagieren kann. Die Babbel-Gruppe ist zur Erzielung von Umsätzen und zur Erbringung ihrer Dienstleistungen in erheblichem Maße von der Funktionsfähigkeit, Sicherheit und Stabilität verschiedener Dienstleister sowie weiterer Systeme und Komponenten abhängig. Ausfälle und Störungen würden unmittelbar zu Umsatzeinbußen und möglichen Serviceunterbrechungen führen. Darüber hinaus könnte dies mittelfristig dem Ruf der Gruppe schaden. Die internen Kontrollen und Verfahren der Babbel-Gruppe werden regelmäßig überprüft, und es werden schrittweise Kontrollen implementiert, um den Best-Practice-Status zu erhalten. Daher ist die Abschwächung von Informationssicherheitsrisiken eine Priorität für Babbel. Die Babbel-Gruppe begegnet den Risiken der Informationssicherheit durch die Einführung eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) und trifft dementsprechend Entscheidungen und Maßnahmen nach einem Konzept der kontinuierlichen Verbesserung. Zu diesen Maßnahmen gehören verschiedene Initiativen zur Sensibilisierung für die Informationssicherheit, Richtlinien, das Management von Drittanbietern sowie Praktiken des Änderungsmanagements, wie z. B. Vier-Augen-Prüfungen für größere Änderungen am Produktionssystem. Durch Schwachstellenmanagement identifiziert, validiert, priorisiert und behebt Babbel Schwachstellen. Dazu gehört auch die kontinuierliche Durchführung von Penetrationstests sowie ein Programm zu deren verantwortungsvoller Offenlegung. Um auf potenzielle Vorfälle im Bereich der Informationssicherheit besser vorbereitet zu sein, hat Babbel die Erkennungsmöglichkeiten und -kapazitäten sowie die entsprechenden Reaktionspläne und Richtlinien verbessert und entwickelt sie weiter, um eine schnellere Eindämmung zu erreichen und die möglichen Auswirkungen für Babbel, seine Kunden und Aktionäre zu begrenzen. In diesem Zusammenhang hat die Babbel-Gruppe das Informationssicherheitsteam erweitert und baut es weiter aus. 3. Risiken aus Nutzerzufriedenheit (User experience) Babbel ist stolz auf die Qualität und die Effizienz seines Ökosystems für Lernerfahrungen, das sich laut Selbsteinschätzung, auf einem hohen Niveau befindet. Ein zufriedener und loyaler Kundenstamm ist entscheidend für das weitere Wachstum der Gruppe. Die Qualität der auf der Plattform angebotenen Inhalte und Dienstleistungen sowie die technische Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit der App müssen sich daher entsprechend den Bedürfnissen und Vorlieben der Sprachschüler weiterentwickeln und verbessern. Eine geringere Kundenzufriedenheit und eine Schädigung des Rufs der Babbel-Gruppe könnten sich negativ auf die Kundenakquise und die Kundenbindung auswirken, die beide für den Erfolg der Gruppe von zentraler Bedeutung sind. Ein effektiver Kundenservice ist erforderlich, um sicherzustellen, dass Kundenbeschwerden zeitnah und zur Zufriedenheit des Kunden bearbeitet werden. Im Gegensatz zu Unternehmen, welche hauptsächlich Offline agieren, fehlt Babbel der direkte persönliche Kontakt mit Kunden. Die direkte Online-Interaktion mit Kunden über das Kundenservice-Team ist daher für die Aufrechterhaltung kontinuierlicher Kundenbeziehungen entscheidend. Die Babbel-Gruppe reagiert auf Kundenwünsche und -anfragen über E-Mail, Chat, soziale Medienkanäle, App-Stores und über eine gebührenfreie Hotline. Jedes tatsächliche oder vermeintliche Versagen oder jede unbefriedigende Reaktion des Kundendienstes könnte sich negativ auf die Kundenzufriedenheit und -loyalität sowie auf den Ruf des Unternehmens auswirken. Die Babbel-Gruppe investiert in hohem Maße in die Ausbildung der Kundendienstmitarbeiter, bietet eine Reihe von Kontaktzeiten an. Bewertungsplattformen wie Trustpilot, die auf den Kundenservice spezialisiert sind, werden ständig überprüft, um Feedback zu erhalten und mögliche Trends zu erkennen. Die aktuelle Trustpilot-Bewertung für Babbel ist "großartig" (ENG "great"), was auf ein sehr hohes Serviceniveau und eine hohe Kundenzufriedenheit hindeutet. Ein weiteres Risiko besteht in der Einführung neuer Lernerfahrungen für das Ökosystem der Babbel- Gruppe. Es kann nicht zugesichert werden, dass zukünftige Funktionen oder Erweiterungen erfolgreich sein werden. Der Erfolg einer Erweiterung oder eines neuen Features hängt von mehreren Faktoren ab, darunter das Verständnis der Marktnachfrage, die rechtzeitige Umsetzung, die erfolgreiche Einführung und die Marktakzeptanz. Die Babbel-Gruppe führt umfangreiche Tests durch und nutzt eine breite Palette von Marktforschungsansätzen, um die mit der Entwicklung neuer Produkte oder Funktionen verbundenen Risiken zu minimieren. Insbesondere wird der Einsatz von A/B-Tests innerhalb der App genutzt, um sicherzustellen, dass neue Funktionen dazu beitragen, die Lernerfahrung und das Engagement der Sprachschüler zu optimieren. E. Gesamtrisikoeinschätzung Die Risiken im Geschäftsjahr 2023 werden im Wesentlichen als begrenzt eingestuft, da der Eintritt eines Risikos mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Ertrags- oder Finanzlage der Babbel-Gruppe nicht wahrscheinlich ist. Auf hohe Risiken, aufgrund des Wettbewerbes, im IT oder rechtlichen Bereich, reagiert die Babbel-Gruppe mit risikominimierenden Prozessen. Trotz der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage hat sich die Risikosituation für die Babbel-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr nicht verschlechtert. F. Chancen Die fortschreitende Digitalisierung der Bildung und insbesondere des Sprachenlernens bietet den führenden Marktteilnehmern weiterhin enorme Chancen. Die Zahlungsbereitschaft für erfolgreiches Sprachenlernen ist sowohl bei Privatkunden als auch bei Unternehmen hoch und wird nach Ansicht von Marktbeobachtern in den kommenden Jahren weiter steigen. 1. Markttrends Der Markt für Sprachunterricht / Sprachenlernen kann auf viele Arten segmentiert werden und weist eine große Bandbreite an Schätzungen über die Marktgröße auf. Unabhängig von der Segmentierung ist der weltweite private Sprachlernmarkt groß, wobei die jüngsten Studien (HolonIQ-2022 Global Education Outlook-Studie und OC&C-Digital Language Market Study 2021-Bericht) ihn für 2019 auf rund 50 Mrd. EUR geschätzt haben. Zwar weichen diese beiden Studien in Bezug auf den Umfang und die Marktdefinition voneinander ab (der OC&C Bericht konzentriert sich nur auf den Markt für Erwachsene, einschließlich B2B, während die HolonIQ-Studie ausschließlich den B2C-Markt abdeckt, einschließlich K-12 und institutionellem Lernen), dennoch stellt der Sprachlernmarkt zweifellos eine große Chance für Babbel dar. Für die im Zeitraum 2019 bis 2025 wird eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 4-11 % erwartet. Beide Studien erwarten auch einen bedeutenden Sprung in der digitalen Marktdurchdringung im Vergleich zur Marktdynamik vor den COVID Jahren 2019-20. Es wird erwartet das Online-Lösungen bis 2025 einen Marktanteil von mehr als 40 % erreichen werden. Die Studie von Holon IQ schätzt die Größe des gesamten Sprachlernmarktes bis 2025 sogar auf 115 Mrd. EUR. Diese Entwicklung bietet Babbel eine große Chance, die Gesamtzahl seiner Kunden zu erhöhen und die Rentabilität im Laufe der Zeit zu steigern. Wie beschrieben hat sich die COVID-19-Pandemie erheblich auf den Sprachlernmarkt ausgewirkt und vor allem zu einem starken Rückgang des Offline-Marktes im Jahr 2020 geführt, da viele Sprachschulen schließen oder ihren Betrieb einstellen mussten. Dies hat wiederum zu einem schrittweisen Anstieg der digitalen Durchdringung in der gesamten Branche geführt. Aus dem OC&C-Bericht 12 geht klar hervor, dass dies eine strukturelle Veränderung ist, die bis 2025 anhalten sollte. Der Einfluss der Unterscheidung zwischen Offline- und Online-Sprachunterricht wird weiter abnehmen, da Offline-Akteure eine weitere Digitalisierung ihrer Produkte anstreben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Babbel durch die Entwicklung mit einer Vergrößerung des adressierbaren Marktes rechnen kann. Der Sprachlernmarkt ist stark fragmentiert, sowohl in Bezug auf die Methoden als auch auf die Akteure. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Sprachen zu lernen, sowohl offline als auch online (Nachhilfeunterricht, Gruppenunterricht, Apps zum Selbststudium, Lehrbücher, Spiele, Audio-Lernen und Sprachreisen). Bei all diesen Methoden konzentrieren sich die Anbieter in der Regel nur auf eine bestimmte Sprachlernaktivität, und es gibt kein Unternehmen, das alle Lernmethoden abdeckt. Aus diesem Grund gibt es zwar eine Vielzahl von Anbietern, aber keinen, der eine beherrschende oder bedeutende Rolle spielt. Indem die Strategie verfolgt wird, ein Lernökosystem anzubieten, sieht Babbel eine große Chance, weitere Marktanteile zu gewinnen. Die Gesamtlandschaft ist gekennzeichnet durch eine begrenzte Anzahl von Anbietern mit einer beträchtlichen etablierten Präsenz, gefolgt von einer Vielzahl regionaler und Nischenanbieter, die nur auf einen ganz bestimmten Markt oder eine bestimmte Lernmethode abzielen. Die Art der Marktfragmentierung bietet der Babbel-Gruppe erhebliche Vorteile für das Umsatzwachstum und stellt darüber hinaus eine bedeutende Chance für eine Konsolidierung des Marktes dar. 2. Operative Chancen Die Babbel-Gruppe sieht sich gut positioniert, um die aktuellen Markttrends zu nutzen und seine Marktanteile im wachsenden Sprachlern-Markt zu vergrößern. Der Bekanntheitsgrad und die Qualitätswahrnehmung der Babbel-Gruppe haben dafür gesorgt, dass der Abonnentenstamm und der Marktanteil in 2023 weiter ausgebaut werden konnte, insbesondere auf dem US-amerikanischen Markt, wo Lernende nach qualitativ hochwertigen, intuitiven und flexiblen Sprachlernprodukten suchen. Die Babbel-Gruppe arbeitet weiter an der Ausweitung ihrer Marktanteile in 2023 mit der Erweiterung des Babbel Live Produktes, das 2021 eingeführt wurde. Durch die Integration des Live-Tutoring-Produkts in das Produkt-Ökosystem wurde Babbel in die Lage versetzt, Lernende auf eine neue Art und Weise mit einem höherwertigen Angebot anzusprechen. Dies half dabei die Kundenakquisekosten zu senken. Das Management erwartet, dass die Monetarisierung und die Steigerung des Kundenwertes aufgrund der Erweiterung der Produktangebote weiter zunehmen werden. Das B2B-Geschäft ist weiterhin ein Wachstumstreiber. Angetrieben durch die Expansion in den bereits etablierten Märkten und insbesondere in den USA. Trotz des makroökonomischen Gegenwinds, mit dem die Kunden im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen konfrontiert sind, sieht das Management der Gruppe eine weiter zunehmende Bedeutung der Weiterbildung von Mitarbeitern, um den Trends der Digitalisierung und Globalisierung zu begegnen. Da Babbel sein Produktangebot und die Vertriebskapazitäten weiter verbessern wird, ist davon auszugehen, dass zukünftig auch größere Unternehmen im B2B-Segment angesprochen werden können. Dies kann im Jahr 2024 und darüber hinaus zu weiterem Umsatzwachstum führen. 3. Strategische Chancen Neben dem organischen Wachstum der verschiedenen Geschäftsbereiche kann die Babbel-Gruppe die starke Fragmentierung in der Sprachlernbranche nutzen, um Unternehmen zu erwerben, die einen Mehrwert für das operative Geschäft des Unternehmens darstellen. Dies kann in Form von zusätzlichen Lernmethoden, durch die Akquisition kleinerer Spezialisten in bestimmten Bereichen oder durch die Beschleunigung der Entwicklung von Entwicklungstools und Umsätzen insbesondere im B2B-Markt geschehen. Im Geschäftsjahr 2023 erwarb Babbel Toucan, eine kostenlose Webbrowser-Erweiterung, die Menschen beim Surfen auf verschiedenen Websites hilft, neue Sprachen zu lernen. G. Prognosebericht Das Management geht weiterhin davon aus, dass der Markt für lernbasierte Technologien weiter wachsen wird und die Gruppe (wie in Abschnitt I.B definiert) ihre Marktposition weltweit ausbauen kann und gleichzeitig die Abonnentenbasis im Kerngeschäft B2C wächst. 2023 entwickelte sich die Art und Weise, wie Kunden digital Sprachen lernen, positiv weiter. Die Babbel-Gruppe profitiert weiterhin von diesem positiven Trend und ist gut positioniert, um bei der Weiterentwicklung und dem weiteren Wachstum des Sektors eine führende Rolle zu spielen. Das Management erwartet ein kontinuierliches Wachstum des B2B-Segments durch die Kombination der App für das Selbststudium und Babbel Live. Die Untersuchungen von Babbel bestätigen, dass einzelne Nutzer mehrere Lernkontaktpunkte benötigt, um bessere Lernergebnisse zu erzielen. Um das Wachstum im B2C- und B2B-Bereich weiter zu steigern, plant die Gruppe, seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung und in geringerem Maße auch für Vertrieb und Marketing zu erhöhen. Das Management erwartet eine Steigerung des fakturierten Umsatzes mit einem etwas geringeren Umfang als das Wachstum, welches im Jahr 2023 erreicht wurde. Es wird erwartet, dass sich die Umsatzerlöse nach IFRS in gleichem Maße wie die fakturierten Umsätze entwickeln werden. Durch Investitionen in ein integriertes Ökosystem wird Babbel seinen adressierbaren Markt vergrößern und gleichzeitig die Produkte sinnvoll ergänzen, um den Lernerfolg zu steigern. Die geplanten Maßnahmen werden daher zu einer deutlichen Steigerung der Cash Contribution Marge im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr führen. Trotz fortgesetzter Investitionen in Vertrieb & Marketing, sowie in Forschung & Entwicklung, welche im Einklang mit der Wachstumsstrategie der Gruppe stehen, erwartet das Management einen moderaten Rückgang des negativen Konzerngesamtergebnisses im Jahr 2024. Das Management der Gruppe beurteilt die Entwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren als sehr positiv und geht für das kommende Geschäftsjahr von einem weiteren Wachstum aus.
Berlin, 3. Mai 2024 Babbel Group AG Arne Schepker, CEO Dr. Christian Baier, CFO
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https://www.occstrategy.com/media/2917/digital-language-market-study_published_vfinal-web.pdf
Konzernabschluss31. Dezember 2023INHALTSVERZEICHNIS I. Konzernbilanz II. Konzerngesamtergebnisrechnung III. Konzerneigenkapitalsveränderungsrechnung IV. Konzernkapitalflussrechnung V. Anhang zum Konzernabschluss A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss 1. Grundlagen des Konzerns 2. Grundlagen der Rechnungslegung des Konzernabschlusses nach IFRS B. Konsolidierungskreis C. Angaben zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3. Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 5. Latente Ertragsteuern 6. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7. Eigenkapital 8. Rückstellungen 9. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 10. Vertragsverbindlichkeiten 11. Sonstige nicht-finanzielle Schulden D. Angaben zur Konzerngesamtergebnisrechnung 1. Umsatzerlöse 2. Umsatzkosten 3. Marketingaufwendungen 4. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 6. Sonstige betriebliche Erträge 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8. Finanzergebnis 9. Ertragsteuern E. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung F. Sonstige Angaben 1. Anteilsbasierte Vergütung - IFRS 2 2. Finanzinstrumente 3. Kapitalmanagement 4. Erläuterungen zum Umsatzkostenverfahren 5. Anzahl der Mitarbeiter 6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers 7. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 8. Leasingnehmerverhältnisse 9. Anteilsbesitzliste 10 Vorstand 11. Aufsichtsrat 12. Audit and Risk Committee G. Rechnungslegungsmethoden 1. Konsolidierungsmethoden 2. Fremdwährungsumrechnung 3. Ertrags- und Aufwandsrealisierung 4. Sachanlagen 5. Immaterielle Vermögenswerte 6. Leasingverhältnisse 7. Ertragsteuern 8. Finanzinstrumente 9. Leistungen für Arbeitnehmer 10. Rückstellungen 11. Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes 12. Ermessensentscheidungen und Verwendung von Schätzungen H. Neuerungen der internationalen Rechnungslegung nach IFRS I. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag I. KonzernbilanzAktiva
II. Konzerngesamtergebnisrechnung
III. Konzerneigenkapitalsveränderungsrechnung
IV. Konzernkapitalflussrechnung
V. Anhang zum KonzernabschlussA. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss1. Grundlagen des Konzerns Die Babbel Group AG (im Folgenden auch "Babbel" oder "die Gesellschaft" genannt) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland. Sitz und Hauptverwaltung der Gesellschaft ist die Andreasstraße 72 in 10243 Berlin. Die Gesellschaft ist im Handelsregister unter der Nummer HRB 228641 registriert Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, der Betrieb und der Vertrieb einer Web- und Mobile-App für das Erlernen von Fremdsprachen, die sich sowohl an Privatkunden als auch an Geschäftskunden richtet. Das Produkt wird als Abonnement verkauft und wird kontinuierlich verbessert, um den Bedürfnissen der Sprachlernenden gerecht zu werden. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr. Die Babbel Group AG stellt den Konzernabschluss des Babbel-Konzerns auf. Für die Tochtergesellschaft Babbel GmbH sind die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB erfüllt. Auf die Offenlegung des Jahresabschlusses der Babbel GmbH wird daher verzichtet. Die Bekanntmachung erfolgt im Bundesanzeiger. 2. Grundlagen der Rechnungslegung des Konzernabschlusses nach IFRS Der Konzernabschluss der Babbel-Gruppe wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedet und veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf der Grundlage der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in Verbindung mit § 315e Abs. 3 HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss folgt den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Bei der Darstellung in der Konzernbilanz wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden. Vermögenswerte und Schulden, die innerhalb eines Jahres fällig sind, werden als kurzfristig klassifiziert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Gesamtergebnisrechnung sowie der Bilanz zusammengefasst worden. Diese Posten werden im Anhang erläutert. Der Konzernabschluss wurde in Euro erstellt, die Werte in den Erläuterungen sind jedoch auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen gegenüber den exakten mathematischen Werten auftreten. Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Schätzungen und Bewertungen durch das Management. Bei einem größeren Bewertungsumfang oder wenn Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung betroffen sind, werden die jeweiligen Positionen im Anhang näher erläutert. Der Konzernabschluss wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt. Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 3. Mai 2024 vom Vorstand für den Aufsichtsrat freigegeben. B. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis umfasst zum Bilanzstichtag die Muttergesellschaft Babbel Group AG, Berlin, die 100 %ige direkte Tochtergesellschaft Babbel GmbH, Berlin, sowie die Babbel Inc. mit Sitz in Wilmington, Delaware (USA), eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Babbel GmbH. C. Angaben zur Konzernbilanz1. Anlagevermögen Die Zugänge im Geschäftsjahr 2023 betreffen im Wesentlichen den Erwerb von IT-Hardwareausstattung. Weitere Investitionen betrafen hauptsächlich den Erwerb externer Technologien. Die Aufwendungen für die planmäßige Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten und des Sachanlagevermögens werden den drei Funktionsbereichen (Marketing, Forschung und Entwicklung, allgemeine Verwaltung) zugeordnet. Der Gesamtbetrag der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist in der nachfolgenden Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt. Die Abschreibungen für Geleistete Anzahlungen und alle Anlagen im Bau starten erst dann, wenn sie bei Erreichen der Betriebsbereitschaft in die entsprechende Bilanzposition umgebucht worden sind. Sachanlagen werden aus der Entwicklung des Anlagevermögens entfernt, wenn sie veräußert werden oder wenn kein künftiger Nutzen aus der weiteren Nutzung der Sachanlage zu erwarten ist. Das Anlagevermögen hat sich wie folgt entwickelt:
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Forderungen der Gruppe:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen gegenüber Zahlungsdienstleistern aus dem B2C-Geschäft (9.992 TEUR) and to B2B customers (900 TEUR). Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
Bei der Beurteilung des Ausfallrisikos für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden die Bestimmungen des IFRS 9 und die allgemeinen Wesentlichkeitsgrundsätze beachtet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wurde auf der Grundlage historischer Daten ermittelt und wurde durch prognostizierte zukünftige Bedingungen angereichert. Angemessene Prozesse zur Steuerung von Zahlungsausfallrisiken sind implementiert. Ein relevantes Ausfallrisiko für den Privatkundenbereich (B2C) besteht nicht. Die Kunden zahlen für alle angebotenen Produkte grundsätzlich im Voraus und die laufenden Forderungen bestehen gegenüber führenden Zahlungsanbietern (insbesondere Apple, Google, Adyen und PayPal), die alle ein Top-Rating von renommierten Ratingagenturen besitzen. Probleme mit Forderungsausfällen sind im Zusammenhang mit diesen Zahlungsdienstleistern nicht aufgetreten. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses waren keine der zum Dezember 31, 2023 fälligen Forderungen gegen die Zahlungsdienstleister noch ausstehend. Private Endkunden haben die Möglichkeit, eine finanzielle Rückerstattung zu beantragen. Gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen beträgt die entsprechende Widerrufsfrist 14 Tage. Diese Rückerstattungen werden mit den Zahlungen der Sicherheitsleistungen der Zahlungsdienstleister verrechnet, die unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Der Anteil der Rückerstattungen kann jedoch als unwesentlich eingestuft werden. Das finanzielle Ausfallrisiko im B2B-Bereich ergibt sich aus der Tatsache, dass Firmenkunden die Möglichkeit haben, auf Rechnung zu kaufen. Das übliche Zahlungsziel beträgt 30 Tage. Zur Risikominimierung und zum Management offener Forderungen sind qualifizierte Prozesse etabliert. Für überfällige Forderungen aus dem B2B-Bereich wurden angemessene pauschalisierte Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Während des gesamten 2023 Geschäftsjahres wurden Forderungen in Höhe von 1.220 TEUR (2022: 650 TEUR) einzelwertberichtigt. Aus Gründen der Wesentlichkeit wurde darauf verzichtet, die Anpassungen in der Gesamtergebnisrechnung in einem eigenen Posten auszuweisen. 3. Sonstige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind wie folgt strukturiert:
Die Erstattungsansprüche gegen Gesellschafter resultieren aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm EVOP I - V. Für weitere Einzelheiten siehe F.1.a). Der Posten Sicherheitseinbehalte umfasst die von den Zahlungsdienstleistern gemäß ihren Verträgen einbehaltenen Sicherheiten. Diese Kautionen werden als Prozentsatz des Umsatzes berechnet und für einen Zeitraum von 60 oder 180 Tagen (abhängig vom Zahlungsanbieter) einbehalten. Sie ergeben sich aus den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Zahlungsdienstleister und stellen kein erhöhtes Forderungsausfallrisiko dar (Weitere Einzelheiten siehe Abschnitt C.2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Der Posten Mietkautionen bezieht sich auf Kautionen für die Büroräume in Berlin und New York. 4. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte sind wie folgt strukturiert:
Der Posten Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Marketing- und andere Dienstleistungen, die noch nicht erbracht wurden. Der Leistungszeitraum und die genaue Höhe der Aufwendungen sind bereits bekannt. 5. Latente Ertragsteuern Aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge und abzugsfähige temporäre Differenzen werden nur in dem Maße angesetzt, in dem die Realisierung des Steuervorteils durch zukünftige steuerliche Gewinne wahrscheinlich ist. Das Minimum hierfür ist jedoch der Betrag, der für Passive latente Steuern angesetzt wurde. Die temporären Differenzen des Konzerns zum 31. Dezember 2023 beliefen sich auf 58.648 TEUR (31.12.2022: 65.404 TEUR) und resultieren im Wesentlichen aus der Anwendung von IFRS 16 und EVOP-Rückstellungen. Zum Bilanzstichtag bestehen inländische gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 110.196 TEUR (31.12.2022: 82.991 TEUR) sowie inländische körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 112.603 TEUR (31.12.2022: 83.887 TEUR). Die Gruppe hat sowohl aktive als auch passive latente Steuern berechnet. Die aktiven latenten Steuern sind höher als die passiven latenten Steuern und alle passiven latenten Steuern wurden mit den aktiven latenten Steuern verrechnet. Über den Saldierungsbetrag hinaus gehende aktive latente Steuern wurden in der Bilanz, wegen der anhaltenden Verlustsituation des Konzerns, nicht angesetzt. Dieser Nichtansatz der aktiven latenten Steuern resultiert aus einer erheblichen Planungsunsicherheit in Bezug auf die Ergebnisentwicklung in den Folgejahren, die das Management veranlasst hat, auf eine Aktivierung zu verzichten. Die nicht bilanzierten aktiven latenten Steuern entfallen ausschließlich auf die Babbel GmbH. Die gewerbesteuerlichen und körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar. Der Betrag der nicht bilanzierten aktiven latenten Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 33.632 TEUR (31.12.2022: 25.184 TEUR). Da die aktiven latenten Steuern nur in Höhe des Betrags der passiven latenten Steuern angesetzt wurden, ergeben sich keine Auswirkungen auf die Konzerngesamtergebnisrechnung des Geschäftsjahres. Die Beträge der aktiven und passiven latenten Steuern, die sich auf die Posten der Konzernbilanz und der Konzerngesamtergebnisrechnung beziehen, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
Die Babbel Inc. erwirtschaftet aufgrund des Cost-Plus-Vertrages mit ihrer Muttergesellschaft, der Babbel GmbH, einen Nettogewinn. Dadurch werden in den USA keine Verlustvorträge geltend gemacht. 6. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind wie folgt strukturiert:
Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente während des Berichtszeitraums wird in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt. Zu den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten gehören zum Bilanzstichtag auch elektronische Guthaben. 7. Eigenkapital Die Veränderung der Eigenkapitalkomponenten ist in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Im Geschäftsjahr 2021 wurde eine Umstrukturierung des Konzerns ("Rechtliche Reorganisation") durchgeführt. Die Babbel Group AG löste mit Wirkung zum 19. August 2021 die Babbel GmbH als Mutterunternehmen des Konzerns ab. Die Erstkonsolidierung unter der Babbel Group AG als neue Muttergesellschaft des Babbel-Konzerns erfolgte im August 2021, nachdem die Babbel Group AG durch eine Sacheinlage Mutterunternehmen der Babbel GmbH wurde. Die Transaktion führte zu einer Erhöhung des gezeichneten Kapitals, der Kapitalrücklage und der sonstigen Rücklagen. Die Veränderung der Eigenkapitalkomponenten im laufenden Geschäftsjahr ist in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. a) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von 37.873.913 EUR ist eingeteilt in 37.873.913 Aktien im Nennwert von je einem Euro und wird in der Bilanz ausgewiesen und ist im Handelsregister eingetragen. 961.717 EUR sind eigene Anteile. 353.535 EUR davon stammen aus einer Barkapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2021, durch die die Babbel GmbH Anteile an der Gesellschaft hält. Diese Aktien sollen zukünftig am Kapitalmarkt veräußert und die daraus erzielten Erlöse zur Unterstützung, Umsetzung und Förderung von CSR-Zielen (Corporate Social Responsibility) verwendet werden ("CSR-Pledge"). Da das Unternehmen derzeit keinen Zugang zum Kapitalmarkt hat, verbleibt die Position bis zur tatsächlichen Veräußerung in der Bilanz. Bei den weiteren 608.182 EUR handelt es sich um eigene Aktien der Babbel Group AG, die aus einer Übertragung von Aktien der Gesellschaft durch verschiedene Aktionäre an die Babbel Group AG stammen. In der Bilanz werden die eigenen Anteile offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. In der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung werden das gezeichnete Kapital und die eigenen Anteile saldiert ausgewiesen (36.912 TEUR). Die vorgenannten Anteile haben keinen Vorrang bei der Verteilung der Erlöse. Alle Anteile sind auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit identischer Dividendenberechtigung. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital bis zum 6. September 2026 einmalig oder mehrmals um bis zu 18.936.956,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. (Genehmigtes Kapital 2021/I). Das Grundkapital ist um bis zu 15.149.565,00 EUR (Bedingtes Kapital 2021/I) und um bis zu 3.787.390,00 EUR (Bedingtes Kapital 2021/II) bedingt erhöht. b) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage hat sich im Geschäftsjahr nicht verändert. Der Posten stellt den von den Aktionären erhaltenen Wert dar, der den Betrag des gezeichneten Kapitals übersteigt. c) Gewinnrücklagen und sonstige Rücklagen Die Gewinnrücklagen und die sonstigen Rücklagen beinhalten den Verlustvortrag zu Beginn der Periode, den Verlust der Berichtsperiode, den Effekt aus der Veränderung der Forderung gegenüber Gesellschaftern für den Ausgleichsanspruch aus der aktienbasierten Vergütung im Rahmen der "Employee Virtual Ownership Plans I-V" (im Folgenden "EVOP I-V") sowie eigene Aktien der Babbel Group AG. Die Veränderung im Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Verlust im vorangegangenen Berichtszeitraum. Die EVOP-Rücklage ist nur mit den EVOP I-V Programmen verknüpft und hat sich im Geschäftsjahr aufgrund geänderter Bewertungsparameter verändert. d) Rücklage für Währungsumrechnung Die Währungsumrechnungsrücklage der Gruppe umfasst das sonstige Ergebnis der Periode (Other Comprehensive Income - OCI). Das sonstige Ergebnis der Periode enthält Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen des ausländischen Konzernunternehmen. Dieser Wert wird in der Konzernbilanz und in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung gesondert ausgewiesen. 8. Rückstellungen Der Rückgang der Rückstellungen im Jahr 2023 resultiert insbesondere aus der Auflösung der Rückstellung für anteilsbasierten Vergütungen. Siehe hierzu auch den Abschnitt V.F.1 Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Rückstellungen und ihre Aufteilung nach Fälligkeit.
Anteilsbasierte Vergütungen Die Berechtigten aus den Programmen zur aktienbasierten Vergütung EVOP I - V und EVOP 2022 haben einen vertraglichen Anspruch auf Auszahlung eines Baräquivalents der von der Gesellschaft ausgegebenen Anteilen. Bei wesentlichen Änderungen in der Gesellschafterstruktur ("Exit") oder bei einem Börsengang der Gesellschaft (IPO) werden die entsprechenden Ansprüche sofort fällig. Die Bewertung der anteilsbasierten Vergütung der Mitarbeiter erfolgte mittels eines Optionspreismodells (Black-Scholes Methode), auf Basis des Wertes einer Call-Option auf die Unternehmensanteile. Die hierzu herangezogenen Volatilitäten wurden anhand einer einheitlich verwendeten Peer Group abgeleitet. Die Laufzeit der Optionen wurde mit Exit zum 30.06.2026 unterstellt. Die Marktpreise wurden mit Hilfe einer DCF-basierten Bewertung ermittelt. Folglich wird geschätzt, dass die Auszahlungen zu diesem Exit-Datum fällig werden. Für weitere Informationen zur aktienbasierten Vergütung wird auf Abschnitt F.1. des Anhangs verwiesen. Personalrückstellungen Die Personalrückstellungen umfassen im Wesentlichen Abfindungen und ausstehende Zahlungen für Bonusansprüche. Die Inanspruchnahme wird für das folgende Geschäftsjahr erwartet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich solche für Risiken im Zusammenhang mit der Umsatzsteuer im Ausland. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des jeweiligen Erfüllungsbetrags. Die Inanspruchnahme wird für das folgende Geschäftsjahr erwartet. 9. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
10. Vertragsverbindlichkeiten Vertragsverbindlichkeiten im Sinne von IFRS 15 beziehen sich auf die Abgrenzung von Umsatzerlösen und entstehen aus dem Verkauf von Abonnements an B2C- und B2B-Kunden. Alle kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Abgrenzung von Umsatzerlösen, welche zum 31. Dezember 2022 in der Bilanz separat ausgewiesen wurden, wurden im Jahr 2023 in Bezug auf B2C-Kunden und B2B-Kunden als Umsatzerlöse realisiert. Innerhalb des Geschäftsjahres 2024 wird das Unternehmen weniger Vertragsverbindlichkeiten aus dem vorangegangenen Stichtag (hier: zum 31. Dezember 2023) auflösen und als Umsatzerlöse verbuchen. Der Hauptgrund dafür ist, dass das Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 ein höheres Volumen an Lifetime-Abonnements verkauft hat. Diese Lifetime-Abonnements werden über eine Laufzeit von 36 Monaten verbucht. Für den Großteil der verkauften Abonnements beträgt die maximale Laufzeit weiterhin 12 Monate. Die Vertragsverbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz in kurz- und langfristig aufgeteilt. Langfristige Vertragsverbindlichkeiten resultieren aus den verkauften Lifetime-Abonnements (ausschließlich B2C-Geschäft), welche eine Restlaufzeit des Abonnements von mehr als einem Jahr haben. Die Bestimmung eines Transaktionspreises ist für jeden Verkauf aufgrund der übersichtlichen Preisstruktur der Gesellschaft eindeutig möglich. Wir verweisen hier auf die weiteren Ausführungen zur Bestimmung des Transaktionspreises unter Abschnitt V.G.3. Für die Summe der abgegrenzten Umsatzerlöse ist zum Bilanzstichtag ebenfalls eine Bestimmung des Transaktionspreises pro laufendes Abonnement sowie ein durchschnittlicher Transaktionspreis über alle abgegrenzten Umsätze möglich. Die Verbindlichkeiten aus der Abgrenzung von Umsatzerlösen haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 35 % erhöht. 11. Sonstige nicht-finanzielle Schulden Die sonstigen Schulden setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Schulden aus Steuern und Abgaben betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer. Die sonstigen Schulden gegenüber Arbeitnehmern beinhalten im Wesentlichen Ansprüche der Mitarbeiter aus zum Bilanzstichtag noch nicht genommenen Urlaub. D. Angaben zur Konzerngesamtergebnisrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse haben sich wie folgt entwickelt:
Im B2C-Geschäft stiegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr in beiden Segmenten Global und US sowie im App-Abonnements zum Selbststudium und bei Babbel Live-Abonnements. Insgesamt stiegen die B2C-Umsätze um 21 %. Die positive Umsatzentwicklung war vor allem auf das Wachstum der Durchschnittspreise pro Abonnement in beiden Regionen sowie einen starken Anstieg der Verkaufszahlen in den USA (+20 % vs. 2022) zurückzuführen. Der Abonnement-Mix der Neuverkäufe folgt dem Trend der Vorjahre hin zu länger laufenden Abonnements (6-12 Monate oder lebenslang). Im B2B-Geschäft profitierte die Babbel-Gruppe von Verbesserungen durch Kundenerfolgsinitiativen und der weiteren Gewinnung neuer Kunden. Insgesamt stiegen die B2B-Umsätze um 67 %. Die Babbel-Gruppe hat im Laufe des Geschäftsjahres einen hohen Betrag investiert, um die Lernplattform weiterzuentwickeln und den Wert des Ökosystems zu steigern. Auch dies wirkte sich positiv auf die erzielten Umsatzerlöse aus. 2. Umsatzkosten Die Umsatzkosten gliedern sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse für die App-Abonnements zum Selbststudium (B2C und B2B) sind im Laufe des Geschäftsjahres deutlich gestiegen. Die Entwicklung der Kosten für App-Stores und Zahlungsdienstleister im Geschäftsjahr hat sich im Einklang mit den Umsatzerlösen im Geschäftsjahr erhöht. Die Lehrerkosten für das Produkt Babbel Live sind im Laufe des Geschäftsjahres deutlich und im Einklang mit den Umsatzerlösen gestiegen. Die Kosten für Wiederverkäufer (Reseller) stiegen schneller als die entsprechenden einmaligen Verkaufserlöse. Allerdings repräsentieren die Kosten für Wiederverkäufer (Reseller) nur 7% der gesamten Umsatzkosten. Sowohl die Kosten für Lehrkräfte als auch für Wiederverkäufer sind in der obigen Tabelle in den sonstigen Umsatzkosten enthalten. Die sonstigen Umsatzkosten enthalten ebenfalls Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen für Risiken im Zusammenhang mit der Umsatzsteuer im Ausland und Verkaufsprovisionen für das B2B-Vertriebsteam. Marketingausgaben, bei denen ein direkter Zusammenhang zwischen den Ausgaben und den Umsatzerlösen hergestellt werden kann, werden als Umsatzkosten erfasst. Enthalten die Aufwendungen nur Kosten für die Platzierung von Marketinginhalten und kann kein direkter Zusammenhang zwischen den Aufwendungen und den Umsatzerlösen hergestellt werden, werden diese Kosten als Marketingaufwendungen erfasst. 3. Marketingaufwendungen Die Marketingaufwendungen gliedern sich wie folgt:
Bei den Sachaufwendungen handelt es sich hauptsächlich um Werbekosten für Online- und Offline-Marketingkampagnen sowie für TV-Werbung. Hinsichtlich der Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen (EVOP) wird auf Abschnitt F.1 verwiesen. Der Abschreibungsaufwand resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung von Nutzungsrechten an Gebäuden gemäß IFRS 16. Die Abschreibungsaufwendungen auf diese Nutzungsrechte stellen im Wesentlichen den Wertverlust des Nutzungsrechts durch die Vertriebsmitarbeiter dar. 4. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung ergeben sich aus den folgenden Kostengruppen:
Hinsichtlich der Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen (EVOP) wird auf Abschnitt F.1 verwiesen. Der Sachaufwand umfasst hauptsächlich Aufwendungen für freie Mitarbeiter und Lizenzgebühren. Der Abschreibungsaufwand resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung von Nutzungsrechten an Gebäuden gemäß IFRS 16. Die Abschreibungsaufwendungen auf diese Nutzungsrechte stellen im Wesentlichen den Wertverlust für das Nutzungsrecht der Mitarbeiter in Forschung & Entwicklung dar. Da es sich bei der Weiterentwicklung von Software und Produkt um einen heuristischen Ansatz handelt, der ex-ante nicht determiniert ist, kann eine verbindliche quantifizierte Aufteilung in die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Instandhaltung und Erweiterung der jeweiligen Systeme nicht vorgenommen werden. Aus diesem Grund wird keine Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen vorgenommen. 5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen Die allgemeinen Verwaltungskosten gliedern sich wie folgt:
Der Abschreibungsaufwand resultiert aus der Aktivierung von Nutzungsrechten gemäß IFRS 16. Die Abschreibungsaufwendungen auf diese Nutzungsrechte stellen im Wesentlichen den Wertverlust für das Nutzungsrecht der Verwaltungsmitarbeiter dar. Die Büro- und IT-Kosten betreffen hauptsächlich Server- und Lizenzgebühren. Hinsichtlich der Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen (EVOP) wird auf Abschnitt F.1 verwiesen. 6. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
8. Finanzergebnis Das Finanzergebnis gliedert sich wie folgt:
9. Ertragsteuern Der Aufwand bzw. Ertrag für Ertragsteuern in der Konzerngesamtergebnisrechnung entfällt ausschließlich auf tatsächliche Ertragsteuern. Ausgehend vom Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern und der erwarteten Ertragsteuer gestaltet sich die Überleitung auf den tatsächlichen Ertragssteueraufwand wie folgt:
Der für die Ermittlung des erwarteten Ertrags aus Ertragsteuern anzuwendende Steuersatz entspricht dem Steuersatz des Mutterunternehmens und setzt sich aus dem Körperschaftsteuersatz einschließlich Solidaritätszuschlag von 15,825 % für eine Gesellschaft mit Sitz in Deutschland und dem Gewerbesteuersatz von 14,35 % für eine Gesellschaft mit Sitz in Berlin, Deutschland, zusammen. Die Unterschiede im Konzernsteuersatz ergeben sich aus der unterschiedlichen Steuerbelastung der Tochtergesellschaft Babbel Inc. in den USA. Der gesetzliche Steuersatz in den USA auf Gesamtlandesebene beträgt 21 %. Die tatsächliche Steuerquote liegt aufgrund von lokalen Steuern geringfügig höher. Die Steuereffekte aus dem Nichtansatz von aktiven latenten Steuern auf temporäre Unterschiede resultieren insbesondere aus der abweichenden steuerlichen Behandlung der Verbindlichkeit zum Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (16.778 TEUR), für Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 (11.320 TEUR) sowie aus weiteren körperschaft- und einkommensteuerrechtlichen Unterschieden in der Steuerbilanz. Die Steuereffekte aus nicht steuerbaren Erträgen resultieren aus der abweichenden steuerlichen Behandlung der Ausgleichsforderung im Zusammenhang mit dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm. Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge werden nicht über den Betrag der passiven latenten Steuern hinaus angesetzt. Die oben angegebene Änderung zeigt den fiktiven Ansatz dieser latenten Steueransprüche auf der Grundlage der Änderung der steuerlichen Verlustvorträge für Körperschafts- und Einkommensteuer sowie des die passiven latenten Steuern übersteigenden Betrags. E. Angaben zur KonzernkapitalflussrechnungDie Konzernkapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7 erstellt und zeigt die Kapitalzu- und -abflüsse während des Berichtsjahres. Die Zahlungsströme werden aufgeteilt in Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit, Cashflow aus Investitionstätigkeit sowie Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit wird nach der indirekten Methode nach IAS 7.18 (b) ermittelt. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit werden jeweils nach der direkten Methode nach IAS 7.21 ermittelt. Die Abschreibungen der Nutzungsrechte der nach IFRS 16 bilanzierten Gebäude werden im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen, ebenso wie nach IFRS 16.59 (b) der Zinsanteil der Auszahlungen für die Leasingverbindlichkeit auf der Grundlage des Bilanzierungswahlrechts nach IAS 7.33. Die Auszahlungen für den Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeit werden nach IFRS 16.50 (a) im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit dargestellt. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds entspricht der Position der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz, also Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Es wird auf die Konzernbilanz im Abschnitt I. verwiesen. Der Finanzmittelfonds beträgt zum 31. Dezember 2023 54.021 TEUR (Vj. 47.439 TEUR) und unterliegt keinen Verfügungsbeschränkungen. F. Sonstige Angaben1. Anteilsbasierte Vergütung - IFRS 2 a) Anteilsbasierte Vergütung EVOP I-V Seit 2013 unterhält die Babbel GmbH Programme zur anteilsbasierten Vergütung, um die Führungskräfte an der Wertentwicklung des Unternehmens zu beteiligen und ihren Beitrag zum nachhaltigen Erfolg der Babbel-Gruppe im Vergleich zum Wettbewerb zu honorieren. Der Kreis der Bezugsberechtigten umfasst die oberen Führungsebenen von Babbel und der verbundenen Unternehmen des Babbel-Konzerns. EVOP: Beschreibung der Programme Die Babbel GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt) unterhält fünf Programme (Employee Virtual Share Program, EVOP I -V). Die letzten Programme EVOP IV und V wurden im Geschäftsjahr 2019 aufgelegt. Nach derzeitiger Planung wird es keine weitere Ausgabe von Aktien im Rahmen dieser Programme geben. Auf der Grundlage individueller Verträge sind die Mitarbeiter berechtigt, von der Gesellschaft ganz oder teilweise den Gegenwert der ausgegebenen Anteile oder der ausgeschütteten Dividende in bar zu erhalten. Bei Eintritt einer vertraglich definierten Exit-Situation ("Exit-Event") würden die jeweiligen Ansprüche aus den zuvor gewährten virtuellen Anteilen sofort fällig. Ein Exit-Ereignis ist definiert als ein Ereignis, bei dem mehr als 50 % aller Aktien der Gesellschaft verkauft, getauscht oder erworben werden, was einem Tausch oder einem Erwerb durch einen Dritten im Rahmen einer einzelnen Transaktion oder von Transaktionen in unmittelbarer zeitlicher Abfolge oder einer Übertragung aller Vermögenswerte der Gesellschaft (und einer gleichzeitigen Auszahlung der erzielten Mittel an die Aktionäre), einer Liquidation der Gesellschaft oder dem Ereignis eines Börsengangs (IPO) entspricht. Im Jahr 2021 wurden Änderungsvereinbarungen geschlossen, um die ursprüngliche Definition des Begriffs "Liquiditätsereignis" auf einen Börsengang der Aktien der Babbel Group AG zu erweitern. Im Falle eines Börsengangs ist Babbel berechtigt, etwaige Zahlungsansprüche ganz oder teilweise in Aktien der Babbel Group AG zu begleichen. Entscheidet sich Babbel für eine Teilabgeltung in Aktien, so erhält der Begünstigte eine dem Teilauszahlungswert entsprechende Anzahl von Aktien der Babbel Group AG auf Basis des Wertes je Aktie zum Zeitpunkt des Börsengangs. Die Unverfallbarkeit (Vesting) der gewährten virtuellen Aktien bleibt auch nach dem Börsengang gemäß dem festgelegten Vesting-Plan unverändert, allerdings wird nun erwartet, dass die Lieferung zumindest teilweise in Aktien erfolgt. Die Anzahl der gewährten Aktien wird in den vertraglichen Vereinbarungen individuell festgelegt. Der Andienungszeitraum und die Unverfallbarkeitskriterien werden einheitlich nach dem vorgegebenen Standard festgelegt. Die in den Programmen vereinbarten Ausgabepreise ("Strike Prices") variieren in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Ausgabe der Bezugsrechte entsprechend der unten dargestellten Spanne. Die Anteile der einzelnen Programme sind wie folgt aufgeteilt am 31. Dezember 2023:
Sowie am 31 Dezember 2022:
Zum 1. Januar 2023 betrug die Anzahl der gewährten Anteile 7.880. Im Jahr 2023 wurden keine neuen Anteile gewährt und keine Anteile wurden zurückgenommen. 28 Anteile sind im Jahr 2023 verfallen (EVOP IV). Zwei weitere Sachverhalte haben zu Korrekturen in 2023 geführt: 38 Anteile (EVOP I) sind bereits in Vorjahren verfallen, wurden jedoch in den Vorjahren zu hoch ausgewiesen. Zusätzlich sind 50 Anteile (EVOP IV) bereits im Jahr 2022 verfallen. Es wurden keine Optionen ausgeübt. Zum 31. Dezember 2023 wurden 7.880 Anteile gewährt, ohne Berücksichtigung der verfallenen Anteile. Die Gesamtzahl der verfallenen Anteile belief sich auf 2.055, so dass sich der Nettogesamtbetrag der gewährten Anteile zum 31. Dezember 2023 auf 5.825 belief. Dieser Betrag liegt immer noch unter der maximalen Anzahl der gewährten Anteile, die am 31. Dezember 2023 7.351 beträgt. Es gibt keine Anteile, die vor dem oben erwähnten Exit Event ausgeübt werden können. Die EVOPs enden am 31. Dezember 2040 bzw. am 31. Oktober 2029 (für EVOP V). Im Falle einer Kündigung der Verträge vor oder zum 31. Dezember 2040 ist das Unternehmen verpflichtet, eine Ausgleichszahlung zu leisten. Alle Steuern, sonstigen Abgaben oder Gebühren, die mit der Gewährung von virtuellen Anteilen oder Barzahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen verbunden sind, sind von den berechtigten Personen zu zahlen und können von der Gesellschaft einbehalten und von den Zahlungen im Rahmen der jeweiligen Vereinbarung abgezogen werden. Arbeitgeberbeiträge wurden nicht berücksichtigt, da die Gesellschaft davon ausgeht, dass alle anspruchsberechtigten Personen zum Zeitpunkt der Auszahlung über der Beitragsbemessungsgrenze liegen. EVOP: Unverfallbarkeitsfrist Der vertragliche Erdienungszeitraum ("Vesting Period") erstreckt sich über 48 Monate, sofern in den einzelnen vertraglichen Vereinbarungen nichts anderes festgelegt ist. Eine zusätzliche Sperrfrist ("Cliff") von bis zu 24 Monaten kann zwischen der Gesellschaft und der berechtigten Person vereinbart werden. Diese Cliffs wirken sich auf die Unverfallbarkeit aus, indem sie die anfängliche Unverfallbarkeit der Anteile verzögern. Endet das Arbeits- oder Vertragsverhältnis während dieser Sperrfrist, verfallen alle virtuellen Anteile, unabhängig vom Grund für die Beendigung des Arbeits- oder Vertragsverhältnisses. Mitarbeiter, die aus bestimmten Gründen aus dem Unternehmen ausscheiden ("Bad Leaver"), haben in der Regel keinen Anspruch auf virtuelle Anteile. Lediglich das EVOP III enthält eine Klausel, die besagt, dass nur 20 % der bereits unverfallbar gewordenen Anteile verfallen, wenn die betreffende Person den Arbeitsvertrag kündigt. Die Bewertung der anteilsbasierten Vergütung für die Mitarbeiter erfolgt mittels eines Optionspreismodells (Black-Scholes-Methode), das auf dem Wert einer Call-Option auf die Gesellschaftsanteile der Babbel GmbH basiert. Für die Bewertung sind beide anteilsbasierten Vergütungsprogramme in einem gemeinsamen Bewertungsmodell zu berücksichtigen. Zu diesem Zweck wurden die für das neue anteilsbasierte Vergütungsprogramm (EVOP 2022) ermittelte Aktienzahlen sowie der Ausübungspreis auf die äquivalenten Beträge auf Ebene der Babbel GmbH umgerechnet. Die dabei verwendete Volatilität, die aus einer einheitlich ausgewählten Peer Group abgeleitet wurde, liegt bei 80,2 %. Die Laufzeit der Optionen basiert auf der Annahme eines Exit-Datums am 30. Juni 2026. Der zugrunde liegende Ausübungspreis entspricht dem oben genannten Basispreis. Der zugrunde liegende risikolose Zinssatz beträgt 2,75 %. Zur Ableitung des zugrunde liegenden Unternehmenswertes wurde eine DCF-basierte Unternehmensbewertung für das Jahr 2023 durchgeführt, die auf der Unternehmensplanung und der Bilanz zum Stichtag basiert. Die für die Diskontierung der Kapitalrückflüsse verwendeten Parameter sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Die auf der Grundlage dieser Parameter vorgenommene Bewertung ist nachstehend dargestellt. Änderungen in der Bewertung der Rückstellungen für anteilsbasierte Vergütungen werden im Gewinn/Verlust der jeweiligen Periode erfasst.
Nach Erreichen des Cliffs wird die Vesting Period in volle Monate aufgeteilt. Folglich kommt eine gestaffelte Unverfallbarkeit ("graded vesting") zur Anwendung. Aufgrund ihrer unterschiedlichen vertraglichen Verpflichtungen unterliegen der vollständige EVOP V einer linearen Unverfallbarkeit. EVOP: Entsprechende Forderungen an die Gesellschafter Um die Babbel-Gruppe von unmittelbaren finanziellen Belastungen, die sich aus dem Employee Virtual Ownership Plan ergeben können, zu entlasten, haben die Gesellschafter das Programm mit Gesellschaftsanteilen unterlegt, die im Falle eines Exit-Ereignisses direkt in Anspruch genommen werden. Daher weist die Babbel-Gruppe eine Forderung gegenüber den Gesellschaftern in Höhe dieses Betrages aus. Abweichungen können sich aus vorgezogenen Zahlungen der Gesellschaft an Berechtigte ergeben, die noch nicht von den Gesellschaftern beglichen wurden. b) Anteilsbasierte Vergütung EVOP 2022 Im Geschäftsjahr 2022 hat der Konzern ein weiteres anteilsbasiertes Vergütungsprogramm aufgelegt. Bei dem Programm handelt es sich um einen virtuellen Optionsplan, der als Anreiz für Führungskräfte des Babbel-Konzerns dient, den Wert und die Nachhaltigkeit des Unternehmens positiv zu beeinflussen. Das Programm ersetzt nicht die bestehenden aktienbasierten Vergütungsprogramme EVOP I-V. Neue Aktien werden jedoch nur noch über das Programm ausgegeben. Der Kreis der Berechtigten umfasst die oberen Führungsebenen des Babbel-Konzerns. Das Programm wurde von der Babbel GmbH aufgelegt. Die Babbel GmbH beauftragt die Babbel Group AG mit dem Abschluss von Vereinbarungen mit den teilnehmenden Mitarbeitern sowie mit der Feststellung und Abwicklung der Erfüllung der Ansprüche der teilnehmenden Mitarbeiter. Da alle Mitarbeiter (mit Ausnahme des CEO und des CFO, die bei der Babbel Group AG angestellt sind) bei der Babbel GmbH beschäftigt bleiben, wurde für die Abwicklung des Programms eine Intercompany Vereinbarung aufgesetzt. EVOP: Beschreibung des Programms Bei dem anteilsbasierten Vergütungsprogramm handelt es sich um ein virtuelles Programm, d.h. die Berechnungsgrundlage für das Programm sind Aktien der Babbel Group AG (in diesem Abschnitt weiter als "Gesellschaft" bezeichnet). Die Mitarbeiter erhalten auf der Grundlage von Einzelverträgen keine tatsächlichen Aktien der Gesellschaft, die mit Stimm- und Dividendenrechten verbunden sind, es sei denn, die Gesellschaft beschließt, die Mitarbeiter im Falle eines Börsengangs in Aktien zu bezahlen. Stattdessen erhalten die teilnehmenden Mitarbeiter als Standardmethode Bargeld. Daher wird das Programm als Transaktion mit Barausgleich eingestuft. Im Gegensatz zu den Programmen EVOP I - V gibt es für das Programm EVOP 2022 keine Ausgleichsforderung gegen die Gesellschafter der Gruppe. Bei Eintritt eines vertraglich definierten Ausübungsfalles ("Exercise-Event") würden die jeweiligen Ansprüche aus den zuvor gewährten virtuellen Aktien sofort fällig werden. Als Ausübungsereignis gilt (a) die Veräußerung und Übertragung sämtlicher Anteile an der Babbel Group AG oder an der Babbel GmbH durch Verkauf, Verschmelzung, Zusammenlegung, Anteilstausch oder sonstigen Unternehmenszusammenschluss der Babbel Group AG mit einer börsennotierten Zweckgesellschaft (SPAC) sowie jede andere vergleichbare Transaktion gleich welcher Art, die jeweils dazu führt, dass die bisherigen Gesellschafter nicht mehr (direkt oder indirekt) stimmberechtigt an der Gesellschaft oder die Babbel Group AG nicht mehr (direkt oder indirekt) stimmberechtigt an der Babbel GmbH beteiligt sind (jeweils ein "Share Deal Exit"), (b) eine Veräußerung oder Übertragung von mehr als 50 % aller Anteile an der Babbel Group AG oder an der Babbel GmbH im Rahmen einer oder mehrerer miteinander verbundener Transaktionen (jeweils ein "Partial Share Exit"), (c) die Veräußerung oder Übertragung aller oder der Mehrheit der materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände der Gesellschaft im Rahmen einer oder mehrerer miteinander verbundener Transaktionen (jeweils ein "Asset Deal Exit"), (d) die Liquidation der Gesellschaft ("Liquidationsereignis") und (e) die Notierung der Aktien der Babbel Group AG an einer Börse auf Antrag der Babbel Group AG ("IPO Exit"). Im Falle eines Partial Share Deal Exit kann nur derjenige Teil der gesamten Virtuellen Optionen des Optionsinhabers ausgeübt werden, der dem Anteil der im Rahmen des Partial Share Deal Exit erworbenen Aktien an der Babbel Group AG bzw. an der Babbel GmbH entspricht. Virtuelle Optionen, die zum Zeitpunkt des Ausübungsereignisses noch nicht unverfallbar sind, verfallen nicht, sondern bleiben weiterhin unverfallbar. Die Optionsbedingungen gelten auch nach dem Ausübungsereignis für solche Virtuellen Optionen weiter, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist. Die Ausgabepreise ("Strike Prices") und die Anzahl der gewährten Aktien werden in den vertraglichen Vereinbarungen individuell festgelegt. Der Angebotszeitraum und die Unverfallbarkeitskriterien werden einheitlich nach dem vorgegebenen Standard festgelegt.
Zum 1. Januar 2023 wurden 1.260.100 Anteile gewährt. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden 1.252.500 neue Anteile gewährt. Im Jahr 2023 sind 178.562 Anteile verfallen. Weitere 500 Anteile wurden im Jahr 2022 fälschlicherweise als verfallen ausgewiesen. Es wurden keine Optionen ausgeübt. Bis zum 31. Dezember 2023 wurden 2.512.600 Anteile gewährt, ohne verfallene Anteile zu berücksichtigen. Die Gesamtzahl der verfallenen Anteile belief sich auf 260.375, sodass sich der Gesamtnettobetrag der gewährten Anteile zum 31. Dezember 2023 auf 2.252.225 beläuft. Diese Zahl liegt immer noch unter der maximalen Anzahl an Anteile, die die derzeitigen Gesellschafter für das Programm genehmigt haben und die zum 31. Dezember 2023 2.272.097 beträgt. Alle Steuern, sonstigen Abgaben oder Gebühren, die mit der Gewährung von virtuellen Aktien oder Barzahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen verbunden sind, sind von den begünstigten Personen zu zahlen und können von der Gesellschaft einbehalten und von den Zahlungen im Rahmen der jeweiligen Vereinbarung abgezogen werden. Arbeitgeberbeiträge wurden nicht berücksichtigt, da die Gesellschaft davon ausgeht, dass alle begünstigten Personen zum Zeitpunkt der Auszahlung oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen. EVOP: Unverfallbarkeitsfrist Der vertragliche Erdienungszeitraum ("Vesting Period") erstreckt sich bei allen einzelvertraglichen Vereinbarungen über 48 Monate. Die zusätzliche Sperrfrist ("Cliff") beträgt für alle einzelvertraglichen Vereinbarungen zwischen der Gesellschaft und der begünstigten Person 12 Monate. Diese Cliffs wirken sich auf die Unverfallbarkeit aus, indem sie die anfängliche Unverfallbarkeit der Anteile verzögern. Endet das Arbeits- oder Vertragsverhältnis während dieser Sperrfrist, verfallen alle virtuellen Aktien unabhängig vom Grund für die Beendigung des Arbeits- oder Vertragsverhältnisses. Die anteilsbasierte Vergütung für Mitarbeiter wird anhand eines Optionspreismodells (Black-Scholes-Methode) bewertet, das auf dem Wert einer Kaufoption basiert. Für die Bewertung müssen beide anteilsbasierten Vergütungsprogramme in einem gemeinsamen Bewertungsmodell berücksichtigt werden. Zu diesem Zweck wurden die für das neue anteilsbasierte Vergütungsprogramm 2022 ermittelte Aktienzahlen sowie der Ausübungspreis auf die äquivalenten Beträge auf Ebene der Babbel GmbH umgerechnet. Die dabei verwendete Volatilität, die aus einer einheitlich ausgewählten Peer Group abgeleitet wurde, liegt bei 80,2 %. Die Laufzeit der Optionen basiert auf der Annahme eines Exit-Datums am 30. Juni 2026. Der zugrunde liegende Ausübungspreis entspricht dem oben genannten Basispreis. Der zugrunde liegende risikolose Zinssatz beträgt 2,75 %. Zur Ableitung des zugrunde liegenden Unternehmenswertes wurde eine DCF-basierte Unternehmensbewertung für das Jahr 2023 durchgeführt, die auf der Unternehmensplanung und der Bilanz zum Stichtag basiert. Die für die Diskontierung der Kapitalrückflüsse verwendeten Parameter sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Die auf der Grundlage dieser Parameter vorgenommene Bewertung ist nachstehend dargestellt. Änderungen in der Bewertung der Rückstellungen für aktienbasierte Vergütungen werden im Gewinn/Verlust der jeweiligen Periode erfasst.
Nach Erreichen des Cliffs wird der Erdienungszeitraum in volle Monate aufgeteilt. Folglich wird eine gestaffelte Unverfallbarkeit angewandt. 2. Finanzinstrumente Angaben zu den Finanzinstrumenten In der folgenden Tabelle werden die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf der Grundlage der Bewertungskategorien und -klassen des IFRS 9 dargestellt:
Die Buchwerte der Sicherheitseinbehalte, Anzahlungen, Mietkautionen, sonstigen finanziellen Vermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten haben überwiegend Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. Der beizulegende Zeitwert all dieser Posten entspricht im Wesentlichen dem Buchwert. a) Risikomanagement Der Babbel-Konzern sieht sich im Rahmen seines operativen Geschäfts Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken ausgesetzt. Ausfallrisiken beziehen sich insbesondere auf einzelne Forderungen, insbesondere wenn diese nicht verbrieft sind. Darüber hinaus ist der Konzern aufgrund verschiedener Zahlungsmöglichkeiten auch Betrugsrisiken ausgesetzt (Fraud & Fake). Babbel überwacht und steuert diese Risiken proaktiv im Rahmen eines effektiven Risikomanagementsystems. Die Risikomanagementfunktion ist in das Konzerncontrolling integriert. b) Ausfallrisiko Die Babbel-Gruppe überwacht und steuert das Kreditrisiko aktiv durch Bonitätsprüfungen und Optimierung der Zahlungsprozesse. Das Kredit- oder Ausfallrisiko bezieht sich auf das Risiko, dass Geschäftspartner, hauptsächlich Zahlungsdienstleister, ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Dies könnte zu einem Verlust für den Babbel-Konzern führen. Für das B2C-Geschäft besteht gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für 14 Tage das Risiko, dass Endkunden eine Rückerstattung für die erbrachte Leistung verlangen. Diese monetären Rückerstattungen werden mit den Zahlungen der Sicherheitsleistungen bei den Zahlungsdienstleistern verrechnet. Diese Risiken betreffen vor allem die laufenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Abgesehen von der Rückerstattungsmöglichkeit sieht sich der Babbel-Konzern keinen wesentlichen Kreditrisiken im Zusammenhang mit einem einzelnen Kunden ausgesetzt, da die Zahlung im Voraus erfolgt. Aufgrund des Geschäftsmodells, bei dem die Kunden die Produkte in der Regel im Voraus bezahlen und die Forderungen gegenüber renommierten Zahlungsdienstleistern mit Ratings namhafter Ratingagenturen bestehen, ist das Ausfallrisiko insgesamt als gering anzusehen. Für das B2B-Geschäft arbeitet die Babbel-Gruppe mit renommierten und zuverlässigen Auskunfteien zusammen. Zur Risikominimierung und zum Management offener B2B-Forderungen sind qualifizierte Prozesse etabliert. In diesem Zusammenhang entspricht das höchstmögliche Ausfallrisiko dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte. Hinsichtlich des Ausfallrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf den gesonderten Abschnitt unter Ziffer C.2. Zu den sonstigen finanziellen Vermögenswerten gehören vor allem Sicherheitseinbehalte bei Adyen und PayPal, die beide von renommierten Rating-Agenturen ein Top-Rating erhalten haben, sowie Anzahlungen und Mietkautionen. Hinsichtlich des Ausfallrisikos bei den Sicherheitseinbehalten verweisen wir auch auf die Abschnitte C.2 und C.3. Forderungsausfälle im Zusammenhang mit Anzahlungen und Mietkautionen sind bisher nicht aufgetreten. Bei den Finanzanlagen und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen zum Bilanzstichtag keine Anhaltspunkte vor, dass sich dies ändern wird. Ein quantifizierbares Ausfallrisiko für die Erstattungsansprüche gegen Gesellschafter im Zusammenhang mit dem Employee Virtual Ownership Program EVOP I-V besteht nicht, da die zugrunde liegenden Gesellschafteranteile in einer Exit-Situation verwertet werden können und die Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Gesellschaft aus dem Exit-Erlös bedient würden. Wir verweisen auf unsere weiteren Ausführungen unter G.1.c). Die folgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der finanziellen Vermögenswerte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum Bilanzstichtag noch nicht fällig und überfällig, aber nicht wertberichtigt waren. Bei der Beurteilung des Ausfallrisikos wurden die Vorschriften des IFRS 9 und allgemeine Wesentlichkeitsgrundsätze beachtet.
c) Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsmanagement des Babbel-Konzerns stellt die Verfügbarkeit von liquiden Mitteln durch eine entsprechende Budgetplanung sicher. Darüber hinaus wird die Finanzierung des operativen Geschäfts durch einen stets ausreichenden Bestand an liquiden Mitteln sichergestellt. Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (nicht abgezinsten) Zins- und Tilgungsverpflichtungen für nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten:
d) Marktrisiken Der Babbel-Konzern erzielt einen wesentlichen Teil seiner Umsatzerlöse in Fremdwährungen. Zahlungen aus Verkäufen werden in den folgenden Währungen empfangen: EUR, USD, GBP, CHF, SEK, AUD, CAD, PLN. Bezogen auf das Transaktionsvolumen werden die meisten Geschäftstransaktionen in EUR und USD abgewickelt. Der größte Teil der in Fremdwährungen getätigten Transaktionen wird in USD abgewickelt. Der Babbel-Konzern ist grundsätzlich bestrebt, Aufwendungen und Erträge sowie Zahlungseingänge und -ausgänge in denselben funktionalen Währungen zu generieren, um das Währungsrisiko zu reduzieren. Dennoch ist der Babbel-Konzern einem Währungsrisiko ausgesetzt, wenn Transaktionen abgeschlossen werden und die daraus resultierenden Zahlungsströme nicht auf die funktionale Währung der jeweiligen Gesellschaft lauten. Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen auf die Konzerngesamtergebnisrechnung, die sich ergeben hätten, wenn die maßgebliche Fremdwährung (USD) zum Bilanzstichtag um 10 % aufgewertet bzw. um 10 % abgewertet gewesen wäre.
Darüber hinaus ist der Babbel-Konzern über die Beteiligung an der US-Tochtergesellschaft einem geringen Währungsrisiko ausgesetzt, das sich aus der Umrechnung des Nettovermögens ergibt. Dieses Umrechnungsrisiko stellt jedoch kein Währungsrisiko im Sinne von IFRS 7 dar. Die übrigen Fremdwährungen (GBP, CHF, SEK, AUD, CAD, PLN) sind von untergeordneter Bedeutung. Die in diesen Währungen gehaltenen Barguthaben - umgerechnet in EUR - machten im Durchschnitt etwa 15 % der gesamten liquiden Mittel der Gruppe zum Jahresende aus. Barguthaben in diesen Währungen können in EUR umgerechnet werden, um weitere Bargeldtransaktionen durchzuführen. Das Unternehmen führt nur wenige Bargeldtransaktionen mit diesen Guthaben durch und ist daher nur einem geringen Marktrisiko ausgesetzt. 3. Kapitalmanagement Die fortlaufenden Ziele des Kapitalmanagements des Babbel-Konzerns sind in erster Linie darauf ausgerichtet, die Wachstumsstrategie des Konzerns zu finanzieren und die mit der Anlage der liquiden Mittel verbundenen Risiken zu minimieren. Diese ganzheitliche Strategie des Kapitalmanagements ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben. Die Gruppe unterliegt keinen externen Kapitalanforderungen. Die Eigenkapitalquote des Babbel-Konzerns liegt bei -65 % zum 31. Dezember 2023. Dies ist im Wesentlichem im Geschäftsmodell der Gruppe begründet. Die Kunden zahlen immer im Voraus, die Umsatzerlöse werden jedoch erst über die Laufzeit des Abonnements realisiert. Der Posten für abgegrenzte Umsatzerlöse weist zum 31. Dezember 2023 einen Betrag von 147.446 TEUR aus und enthält keine zukünftigen finanziellen Leistungsverpflichtungen. Die Kapitalstruktur wird auf der Grundlage eines prognostizierten Liquiditätsniveaus gesteuert. Der Liquiditätsgrad ist definiert als das Verhältnis zwischen kurzfristigen Verbindlichkeiten und liquiden Mitteln (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente). Der Verschuldungsgrad hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
* Aufgrund ihres Geschäftsmodells weist die Gruppe einen hohen Posten für abgegrenzte Umsatzerlöse aus. Dieser Posten führt jedoch nicht zu einer Finanzschuld. Stattdessen stellt er lediglich eine zukünftige nicht-finanzielle Leistungsverpflichtung dar. Daher wurde Posten für abgegrenzte Umsatzerlöse für die Ermittlung des Verschuldungsgrades von den kurzfristigen Verbindlichkeiten herausgelöst, da dies die tatsächliche Kapitalstruktur bzw. den Verschuldungsgrad des Konzerns besser abbildet. 4. Erläuterungen zum Umsatzkostenverfahren Die Angaben zum Umsatzkostenverfahren können der folgendenTabelle entnommen werden:
5. Anzahl der Mitarbeiter Der Babbel-Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 890 Mitarbeiter (Vorjahr: 697 Mitarbeiter). Die Aufteilung nach Mitarbeitergruppen ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Honorare des Abschlussprüfers verteilen sich auf die folgenden Leistungen:
7. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen a) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen Zu den der Gruppe nahestehenden Unternehmen im Sinne von IAS 24 gehören Unternehmen, die von der Gruppe maßgeblich beherrscht werden oder einen maßgeblichen Einfluss auf die Gruppe ausüben. Darüber hinaus gilt dies für Unternehmen, die von dem Unternehmen nahestehenden Personen maßgeblich beeinflusst werden. Für weitere Informationen zur Definition der nahestehenden Personen verweisen wir auf die nachfolgenden Erläuterungen. Im Folgenden werden die Auswirkungen der Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen auf die Konzerngesamtergebnisrechnung zusammengefasst:
Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen, die bis zum Ende des Berichtszeitraums zu einer Bilanzposition geführt haben (wie im Vorjahr). Die Aufwendungen im Zusammenhang mit nahestehenden Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 sind auf Beratungs- und Interim-Managementleistungen eines C-Level-Mitglieds zurückzuführen. b) Beziehungen zu nahestehenden Personen In Übereinstimmung mit den Bestimmungen von IAS 24 legt die Gruppe ihre Beziehungen zu nahestehenden Personen offen. Aufgrund ihres maßgeblichen Einflusses auf den Konzern im Geschäftsjahr 2023 werden die Mitglieder des Vorstands der Babbel Group AG, der Geschäftsführung der Babbel GmbH sowie der ersten Führungsebene (C-Level) als Schlüsselpositionen im berichtenden Unternehmen definiert. Weitere nahestehende Personen im Sinne des IAS 24 sind die Mitglieder des Aufsichtsrates der Babbel Group AG. Als nahestehende Personen gelten auch die nahen Familienangehörigen dieser Personen. Zu den nahen Familienangehörigen zählen die Kinder und Ehegatten bzw. Lebenspartner dieser Personen sowie die Kinder der Ehegatten bzw. Lebenspartner dieser Personen und schließlich die Angehörigen der Personen bzw. deren Ehegatten oder Lebenspartner. Zu den meldepflichtigen Transaktionen gehören unter anderem der Abschluss von Darlehens- und Mietverträgen, Vereinbarungen über Garantien sowie die Erbringung und Abrechnung von Dienstleistungen sowie die Ausgabe oder Wertänderung von Anteilen aus den EVOP-Programmen, soweit diese Leistungen zwischen einer nahestehenden Person und der Gruppe oder einem nahestehenden Unternehmen ausgetauscht wurden. Es wurden keine neuen Rechtsgeschäfte mit Personen in Schlüsselpositionen oder ihnen nahestehenden Personen abgeschlossen, die die im Rahmen ihrer Tätigkeit für das Unternehmen gezahlten Vergütungen übersteigen würden. Der Vorstand der Babbel Group AG und die Geschäftsführung der Babbel GmbH erhielten die folgenden Vergütungen:
Die Mitglieder der ersten Führungsebene (C-Level) erhielten die folgenden Vergütungen:
Aufgrund der Auflösung der Rückstellung für anteilsbasierte Vergütungen wurden im Geschäftsjahr 2023, wurden in der Position der anteilsbasierten Vergütung Erträge erfasst. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr laufende Bezüge in Höhe von 275.000 EUR (Vorjahr: 260.002 EUR). Für die Angabe der Vorstandsvergütung wird die Schutzklausel gem. § 315e Abs. 1 iVm. §314 Abs. 3 und § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Die Zusammensetzung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus den EVOP-Programmen für aktuell nahestehende Personen ist im Abschnitt V.G.1. angegeben. Die Rückstellungen für Anteile aus den EVOP-Programmen an ehemalige Mitglieder der o. g. Organe belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 5.907 (Vorjahr TEUR 2.933). 8. Leasingnehmerverhältnisse Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand der Gruppe zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und als entsprechende Leasingverbindlichkeit erfasst. Die Gruppe mietet verschiedene Bürogebäude. Hierbei handelt es sich um die Büromietverträge der Babbel GmbH in Berlin und der Babbel Inc. in New York. Die Büroräume der Babbel GmbH in Berlin werden auch von der Babbel Group AG genutzt. Das Nutzungsrecht aus dem Büromietvertrag der Babbel GmbH wird gemäß IFRS 16 bilanziert. Für diesen Mietvertrag wurden folgende Werte zum 31. Dezember 2023 ausgewiesen: 34.335 TEUR (Nutzungsrecht) und 36.556 TEUR (Leasingverbindlichkeit). Der Vermieter hat die einseitige Option, die Miete für diesen neuen Büromietvertrag ab dem 1. April 2028 zu erhöhen. Diese Option ist an den in Deutschland geltenden amtlichen statistischen Index gekoppelt. Derzeit liegt die von der Europäischen Zentralbank für 2027 prognostizierte Inflationsrate bei 2,1 % 1 , und die Gruppe geht nicht davon aus, dass der amtliche statistische Index die erforderliche Schwankungsbreite erreicht, um eine Mieterhöhung auszulösen (Inflationsrate von mehr als 10 %). Darüber hinaus gibt es für denselben Mietvertrag drei Verlängerungsoptionen von jeweils fünf Jahren im Anschluss an die Grundmietzeit. Aufgrund der langen Grundmietzeit ist es derzeit nicht möglich, eine hinreichend aussagekräftige Aussage darüber zu treffen, ob diese Option in Anspruch genommen wird, allerdings gibt es keine eindeutigen Indikatoren, die für eine Inanspruchnahme der Verlängerungsoption sprechen. Daher werden die Mieterhöhungs- und Verlängerungsoptionen bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit nicht berücksichtigt. Das Nutzungsrecht für die Büroräume der Babbel Inc. wird ebenfalls nach IFRS 16 bilanziert und beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 814 TEUR für das Nutzungsrecht und 958 TEUR für die Leasingverbindlichkeit. Es besteht eine einmalige Verlängerungsoption von drei Jahren nach Ablauf der fünfjährigen Grundmietzeit. Zum Bilanzstichtag ist der Konzern hinreichend sicher, dass diese Verlängerungsoption nicht in Anspruch genommen werden wird. Sie wird daher bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit nicht berücksichtigt. Neben den Büromietverträgen gab es keine weiteren aktivierungspflichtigen Leasingverhältnisse im Sinne von IFRS 16, bei denen Babbel als Leasingnehmer auftritt. Die Leasingverbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Eines der Nutzungsrechte (im Zusammenhang mit dem Berliner Büro in der Andreasstr. 72) wurde 2023 teilweise auf Grundlage kurzfristiger Untermietverträge, die als Operating-Leasingverträge zu qualifizieren sind, untervermietet. Die Gesamteinnahmen aus der Untervermietung im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf EUR 495.119 EUR. a) In der Konzernbilanz erfasste Beträge Die Buchwerte der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Nutzungsrechte und die Summe der Zugänge im Geschäftsjahr 2023 sind der Entwicklung des Anlagenvermögens zu entnehmen. Die Konzernbilanz weist folgende Beträge für die erfassten Leasingverbindlichkeiten aus:
b) In der Gesamtergebnisrechnung erfasste Beträge Die Abschreibungen auf die Nutzungsrechte betrugen im Geschäftsjahr 3.346 TEUR (Vorjahr: 3.346 TEUR). Die Zinsaufwendungen beliefen sich auf insgesamt 1.067 TEUR (Vorjahr: 1.164 TEUR). Aus kurzfristigen und geringwertigen Leasingverträgen resultieren im Berichtsjahr Aufwendungen von < 5 TEUR (Vorjahr < 1 TEUR) in der Konzerngesamtergebnisrechnung. Aus der Untervermietung von Flächen im Büro der Babbel GmbH, die mit dem Nutzungsrecht verbunden ist, wurden Einnahmen in Höhe von 495 TEUR (Vorjahr: 265 TEUR) erzielt. c) In der Konzernkapitalflussrechnung erfasste Beträge Die Gesamtzahlungen für Leasing im Zeitraum 2023 betrugen 4.247 TEUR (Vorjahr: 4.261 TEUR). Darin enthalten ist die Zinskomponente in Höhe von 1.067 TEUR als Teil des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit und die Zahlungen für den Tilgungsanteil in Höhe von 3.180 TEUR , die in der Finanzierungstätigkeit enthalten ist. 9. Anteilsbesitzliste Zum Stand 31. Dezember 2023, hält die Babbel Group AG Anteile an der Babbel GmbH sowie indirekt (über sie Anteile an der Babbel GmbH) an der Babbel Inc. Der Anteilsbesitz hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert. Die folgende Tabelle zeigt den Aktienbesitz zum 31. Dezember 2023:
10. Vorstand Dem Vorstand gehörten im Berichtszeitraum die folgenden Personen an:
Alexander Koch war in der Zeit vom 5. Juli 2022 bis zum 14. April 2023 als Interims-CFO tätig, ohne offizielles Mitglied des Vorstands zu sein. 11. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehörten im Berichtsjahr folgende Mitglieder an:
In seiner Eigenschaft als Vorsitzender gibt die Stimme von Markus Witte bei Stimmengleichheit den Ausschlag. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats haben jeweils eine Stimme. Alle Abschlüsse der Gruppe werden dem Aufsichtsrat zur Genehmigung und Freigabe vorgelegt. 12. Audit and Risk Committee Das Audit- and Risk Committee von Babbel setzte sich im Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern zusammen:
G. RechnungslegungsmethodenDie Abschlüsse der Babbel Group AG und ihrer beiden Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Dabei wurden die Grundsätze für alle im Konzernabschluss dargestellten Perioden und Stichtage einheitlich angewendet. In der Regel werden alle Vermögenswerte nach dem Anschaffungskostenprinzip bilanziert. 1. Konsolidierungsmethoden Die Babbel Group AG stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, die als Tochterunternehmen zum Mutterunternehmen gehören. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Die Babbel Group AG und ihre Tochtergesellschaften Babbel GmbH und Babbel Inc. (indirektes Tochterunternehmen über die Babbel GmbH) werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss des Babbel-Konzerns einbezogen. Die Erstkonsolidierung mit der Babbel Group AG als neue Muttergesellschaft des Babbel-Konzerns erfolgte im August 2021, nachdem die Babbel Group AG durch Sacheinlage Muttergesellschaft der Babbel GmbH wurde. Bis Juli 2021 erfolgte die Konsolidierung noch auf der Ebene der Babbel GmbH. Die Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften erfolgte zu dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung durch die Babbel Group AG erlangt wurde. Die Babbel Group AG beherrscht eine Beteiligung, wenn sie schwankenden Renditen aus dem Engagement ausgesetzt ist und die Fähigkeit besitzt, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt zu beeinflussen. Das jeweilige Tochterunternehmen wird entkonsolidiert, wenn die Babbel Group AG nicht mehr in der Lage ist, die Beteiligung zu beherrschen. Erworbene Unternehmen werden nach der Erwerbsmethode bilanziert, d.h. die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile werden mit dem anteiligen Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein sich aus der Verrechnung ergebender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Ein sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebender negativer Geschäfts- oder Firmenwert wird sofort aufgelöst und im Gewinn/Verlust ausgewiesen. Wenn der Konzern nicht mehr in der Lage ist, ein Tochterunternehmen zu beherrschen, werden die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens einschließlich aller zugehörigen nicht beherrschenden Anteile und sonstigen Eigenkapitalbestandteile ausgebucht. Ein daraus resultierender Gewinn oder Verlust wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Jeder zurückbehaltene Anteil an dem ehemaligen Tochterunternehmen wird mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung bewertet. Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen sowie Zwischenergebnisse aus konzerninternen Transaktionen werden eliminiert. 2. Fremdwährungsumrechnung Die Fremdwährungsumrechnung basiert auf dem Konzept der funktionalen Währung. Die funktionale Währung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist die jeweilige Landeswährung. Der Konzernabschluss wird in Euro (Berichtswährung) erstellt. Geschäftsvorfälle, die ein konsolidiertes Unternehmen in einer anderen Währung als seiner funktionalen Währung abschließt (Fremdwährungstransaktionen), werden mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung des jeweiligen Unternehmens umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste, die aus der Abwicklung solcher Transaktionen sowie aus der Bewertung von monetären Vermögenswerten und Schulden zum Stichtagskurs entstehen, werden erfolgswirksam erfasst. Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, rechnen ihre in Landeswährung aufgestellten Abschlüsse zum Zwecke der Einbeziehung in den Konzernabschluss der Babbel Group AG wie folgt in die Berichtswährung Euro um:
Für die Währungsumrechnung wurden die folgenden Wechselkurse (gerundet) verwendet:
3. Ertrags- und Aufwandsrealisierung Aufwendungen und Erträge werden nicht saldiert, es sei denn, die IFRS-Rechnungslegungsvorschriften erlauben oder verlangen die Saldierung von Aufwendungen und Erträgen. a) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß IFRS 15 erfasst und bilanziert. Im Allgemeinen werden Umsatzerlöse erfasst, wenn die Kontrolle über das Produkt oder die Dienstleistung auf den Kunden übertragen wird. Dies kann zu einem bestimmten Zeitpunkt oder periodenbezogen sein. Die Umsatzerlöse werden dann mit dem Betrag ausgewiesen, der als Gegenleistung für die übertragenen Produkte oder Dienstleistungen erwartet wird. Das Modell basiert auf fünf Schritten:
Die IFRS definieren einen Vertrag als eine Vereinbarung zwischen zwei oder mehreren Parteien, die zu rechtlich durchsetzbaren Rechten und Pflichten führt. Verträge können schriftlich, mündlich oder stillschweigend auf der Grundlage der üblichen Geschäftspraktiken geschlossen werden. Unter bestimmten Umständen müssen mehrere Verträge gemeinsam beurteilt werden. In einem zweiten Schritt identifiziert der Babbel-Konzern die einzelnen Leistungsverpflichtungen und ermittelt anschließend den Transaktionspreis, der der Gegenleistung für die übertragenen Produkte und Dienstleistungen entspricht. Aufgrund der klaren Preisstruktur kann für jede Transaktion ein genauer Transaktionspreis (nach Abzug von Rabatten) ermittelt werden. In der Regel leisten die Kunden ihre Zahlungen an den Babbel-Konzern unmittelbar nach Erhalt der Leistung über angeschlossene Zahlungsanbieter. Im Privatkundenbereich (B2C) leisten die Kunden ihre Zahlungen an den Babbel-Konzern über angebundene Payment-Provider im Voraus, bevor sie die Leistung in Anspruch nehmen. Im Geschäftskundenbereich (B2B) ist der Kauf auf Rechnung möglich, wobei das übliche Zahlungsziel 30 Tage nach Rechnungsstellung beträgt, so dass der Betrag der Leistung nicht an den Zeitwert des Geldes angepasst werden muss. Die Verträge mit den Kunden erhalten in der Regel nur ein gesondertes Schuldverhältnis. Daher ist es nicht erforderlich, den Transaktionspreis aufzuteilen. Umsätze werden erfasst, wenn die Leistungsverpflichtung erfüllt ist. Hinsichtlich der Aktivierung von Auftragskosten wird von der Vereinfachungsregelung des IFRS 15.94 Gebrauch gemacht, da die Verträge aufgrund des Geschäftsmodells eine Laufzeit von nicht mehr als einem Jahr gehabt hätten. Die Babbel-Gruppe hat zwei Arten von Verträgen: Verkauf von Abonnements an Privatkunden (B2C): Die Babbel-Gruppe erzielt Umsätze aus dem Verkauf von Nutzungsrechten ("Software as a Service") für Sprachlernsoftware an private Endkunden. Die Software kann auf mobilen Endgeräten und auf Browsern genutzt werden. Der Verkauf der Software erfolgt im Rahmen von Abonnements mit einer Laufzeit zwischen einem und zwölf Monaten. Der Verkauf an den Endkunden kann über die Babbel-interne Webplattform oder über die von Apple und Google bereitgestellten Verkaufsplattformen abgewickelt werden. Der Babbel-Konzern hat als Auftraggeber bei allen Verkaufsgeschäften festgestellt, dass er bei allen Verkaufsgeschäften als Auftraggeber auftritt, einen gewissen Handlungsspielraum bei der Preisgestaltung hat und das Bestands- und Kreditrisiko trägt. Ein Kreditrisiko ergibt sich entweder daraus, dass der Zahlungsdienstleister seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt oder dass Privatkunden eine Rückerstattung der erbrachten Leistungen verlangen. Umsätze aus Lifetime-Abonnements werden durch den Verkauf von Zugangsrechten für Sprachlernsoftware an private Endkunden erzielt. Genau wie die Nutzungsrechte kann die Software auf mobilen Endgeräten und auf Browsern genutzt werden. Der Zugang wird in Form von Abonnements ohne festes Enddatum verkauft. Der Verkauf an den Endkunden kann ausschließlich über die Babbel-interne Webplattform abgewickelt werden. Der Babbel-Konzern hat als Auftraggeber bei allen Verkaufsgeschäften festgestellt, dass er als Auftraggeber auftritt, einen gewissen Handlungsspielraum bei der Preisgestaltung hat und das Bestands- und Kreditrisiko trägt. Ein Kreditrisiko ergibt sich entweder daraus, dass der Zahlungsdienstleister seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt oder dass Privatkunden eine Rückerstattung der erbrachten Leistungen verlangen. Weitere Umsätze erzielt der Konzern aus dem Verkauf von virtuellen Live-Kursen an B2C-Privatkunden ("Babbel Live"). Der virtuelle Live-Unterricht wird im Rahmen von Abonnements mit einer Laufzeit von einem bis zwölf Monaten verkauft. Während der Laufzeit des Abonnements hat der Kunde unbegrenzten Zugang zum Live-Unterricht. Das Abonnement beinhaltet auch den Zugang zur klassischen Sprachlernsoftware. Der Verkauf an den Endkunden kann ausschließlich über die interne Webplattform von Babbel abgewickelt werden. Die Babbel-Gruppe hat als Auftraggeber bei allen Verkaufsgeschäften festgestellt, dass sie bei allen Verkaufsgeschäften als Auftraggeber auftritt, einen gewissen Handlungsspielraum bei der Preisgestaltung hat und das Bestands- und Kreditrisiko trägt. Ein Kreditrisiko ergibt sich entweder daraus, dass der Zahlungsdienstleister seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt oder dass Privatkunden eine Rückerstattung der erbrachten Leistungen verlangen. Für alle drei oben genannten Dienste (Abonnements, Lifetime, Babbel Live) werden die Umsatzerlöse nach dem Prinzip der periodengerechten Leistungserbringung erfasst. Die Bestimmung der periodengerechten Leistungserbringung basiert auf der Länge des Leistungszeitraums. Bei Lifetime-Verkäufen werden die Umsatzerlöse linear über einen Zeitraum von drei Jahren erfasst. Aus diesen von den Kunden geleisteten Vorauszahlungen ergeben sich Vertragsverbindlichkeiten. Sie werden als abgegrenzte Umsatzerlöse in der konsolidierten Bilanz ausgewiesen (siehe C.10). Eine Anpassung an die Nomenklatur von IFRS 15 wurde nicht vorgenommen. Verkauf von Abonnements an Geschäftskunden (B2B): Die Gruppe erzielt Umsätze aus dem Verkauf von Nutzungsrechten ("Software as a Service") für Sprachlernsoftware an Geschäftskunden. Die Geschäftskunden können diese Nutzungsrechte dann ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Die Software wird im Rahmen von Abonnements mit einer Laufzeit von einem bis zwölf Monaten verkauft. Die Verkäufe werden entweder über die Babbel-eigene Webplattform oder durch eigene Vertriebsmitarbeiter abgewickelt. Die Babbel-Gruppe hat als Auftraggeber bei allen Verkaufsgeschäften festgestellt, dass sie bei allen Verkaufsgeschäften als Auftraggeber auftritt, einen gewissen Handlungsspielraum bei der Preisgestaltung hat und das Bestands- und Kreditrisiko trägt. Das Kreditrisiko besteht darin, dass die Geschäftskunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Umsatzerlöse mit B2B-Kunden werden ebenfalls periodengerecht erfasst, sobald der Kunde durch die Aktivierung des Produkts die Verfügungsgewalt über das Abonnement erhalten hat. Virtuelle Live-Kurse werden auch an B2B-Kunden verkauft. Die Software wird in Form von Abonnements für einen Zeitraum von einem bis zwölf Monaten verkauft. Während der Laufzeit des Abonnements hat der Kunde unbegrenzten Zugang zum Live-Unterricht. Das Abonnement beinhaltet auch den Zugang zur klassischen Sprachlernsoftware. Der Verkauf an den Endkunden kann nur über die Babbel-interne Webplattform abgewickelt werden. Aus diesen von Kunden geleisteten Vorauszahlungen ergeben sich Vertragsverbindlichkeiten. Sie werden in der konsolidierten Vermögensübersicht als abgegrenzte Umsatzerlöse ausgewiesen (siehe C.10). b) Zinsen und ähnliche Erträge Zinserträge werden als Ertrag verbucht, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ein wirtschaftlicher Nutzen entsteht, und wenn die Höhe der Erträge zuverlässig bestimmt werden kann. c) Aufwendungen Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, sobald die zugrunde liegenden Leistungen erbracht wurden. 4. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen die Anschaffungsnebenkosten abzüglich Preisnachlässen. Die Abschreibung erfolgt linear über die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden werden zu jedem Berichtszeitpunkt überprüft. Die erforderlichen geschätzten Änderungen werden prospektiv berücksichtigt. Im Berichtsjahr wurden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Weitere Informationen zu den Nutzungsrechten und deren Laufzeiten, die nach IFRS 16 bilanziert werden, enthält der gesonderte Abschnitt zu den Leasingverhältnissen. Darüber hinaus wurden Verfahren eingeführt, um den Anforderungen von IAS 36 im Hinblick auf weitere Wertminderungen von Vermögenswerten Rechnung zu tragen. Die Restbuchwerte sowie die geschätzten Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft, um Ereignisse zu identifizieren, die zu einer Änderung der Bewertung führen würden. Liegt der Buchwert einzelner Vermögenswerte über dem erzielbaren Betrag, werden zusätzliche Wertminderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wenn die Voraussetzungen für Wertminderungen in späteren Jahren nicht mehr gegeben sind, werden die früheren Anpassungen rückgängig gemacht. Instandhaltungskosten werden in dem Zeitraum erfasst, in dem sie anfallen. Signifikante neue Funktionen und Verbesserungen werden aktiviert. 5. Immaterielle Vermögenswerte Von Dritten erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Da unsere Software- und Produktentwicklungsaktivitäten nach einem heuristischen Ansatz erfolgen, dessen Erfolg nicht ex ante bestimmt werden kann, ist eine verbindliche und quantifizierte Zuordnung zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie der Wartung und Erweiterung der jeweiligen Systeme nicht möglich. Eine Aktivierung von selbst entwickelter Software und Produkten wird daher weiterhin nicht vorgenommen. Entwicklungskosten werden nur dann aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt oder Verfahren sowohl technisch als auch wirtschaftlich geeignet ist, ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus dem Produkt oder Verfahren wahrscheinlich ist und der Konzern die Absicht hat (und über die erforderlichen Ressourcen verfügt), die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Sonstige Entwicklungskosten werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aktivierte Entwicklungskosten werden abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungen bewertet. Aufwendungen für Forschungstätigkeiten werden bei ihrem Anfall ergebniswirksam erfasst. Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung (d. h. zum Erwerbszeitpunkt) mit dem Betrag angesetzt, um den Punkt a) Punkt b) übersteigt:
Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben. Der Babbel-Konzern überprüft jährlich den Geschäfts- oder Firmenwert, um einen eventuellen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf gemäß IAS 36 zu identifizieren. Dabei wird beurteilt, ob Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf vorliegen. Ist dies der Fall, wird der erzielbare Betrag für den jeweiligen Vermögenswert ermittelt, der dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert entspricht. Die Abzinsung erfolgt auf der Grundlage von Marktsätzen vor Steuern. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden analog zum Sachanlagevermögen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear über die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswertes. Die erwartete Nutzungsdauer, die Restwerte und die Abschreibungsmethoden werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Die erforderlichen geschätzten Änderungen werden prospektiv berücksichtigt. Es gibt keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer. Für die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte im Berichtsjahr wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Da die Weiterentwicklungsaktivitäten für Software und Produkte nach einem heuristischen Ansatz erfolgen, dessen Erfolg nicht ex ante bestimmbar ist, ist eine verbindliche und quantifizierte Zuordnung zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie der Wartung und Erweiterung der jeweiligen Systeme nicht möglich. Eine Aktivierung von Entwicklungskosten gemäß den Anforderungen des IAS 38 erfolgt daher weiterhin nicht. 6. Leasingverhältnisse IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis und die Informationspflichten in Bezug auf Leasingverhältnisse für beide Vertragsparteien, d.h. für den Leasingnehmer und den Leasinggeber. Im Geschäftsjahr 2023 trat die Gruppe sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber auf. In Übereinstimmung mit den Bestimmungen von IFRS 16 werden Leasingvereinbarungen zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand der Gruppe zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und als entsprechende Leasingverbindlichkeit erfasst. Der Konzern hat beschlossen, den modifizierten retrospektiven Ansatz für die erstmalige Anwendung der Bestimmungen von IFRS 16 ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden. Gemäß den oben genannten Ausnahmeregelungen für die erstmalige Anwendung wird für das Nutzungsrecht ein Betrag in Höhe der entsprechenden Leasingverbindlichkeit angesetzt. Die Nutzungsrechte werden in der Bilanz als Sachanlagen ausgewiesen, und die Leasingverbindlichkeiten werden als Teil des Postens "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten" erfasst. Insgesamt hat die Gruppe im Rahmen dieser Erstanwendung von den folgenden Ausnahmen Gebrauch gemacht:
Die Verträge können sowohl Leasing- als auch Nicht-Leasing-Komponenten enthalten. Zu diesem Zeitpunkt wird die Gruppe von dem Wahlrecht Gebrauch machen, nicht zwischen Leasing- und Nicht-Leasing-Komponenten zu unterscheiden - sofern es welche gibt - und stattdessen die Vereinbarung als Ganzes zu erfassen. Kurzfristige Leasingverhältnisse (mit einer Vertragslaufzeit =< bis zu 12 Monate) und geringwertige Leasingverhältnisse (Neuwert von max. 5.000 $ gemäß IASB-Erläuterungsbericht, umgerechnet von Babbel zum jeweiligen Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Bereitstellung des Leasingverhältnisses) unterliegen nicht der Ansatzpflicht. Da die oben genannten Ausnahmeregelungen nur im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung gelten, können Nutzungsrechte, die im Laufe des Berichtsjahres hinzukommen, nicht auf die gleiche Weise als Leasingverbindlichkeiten erfasst werden. Stattdessen sind die folgenden Aufwendungen zu erfassen:
Die Abschreibung der Nutzungsrechte erfolgt nach dem Anschaffungskostenmodell linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Dabei werden die Vorschriften des IAS 16 beachtet. Das Nutzungsrecht endet mit dem früheren der beiden folgenden Ereignisse: (a) dem Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder (b) der Nutzungsdauer der Nutzungsrechte. Die erwarteten Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden sowie die Bewertung der entsprechenden Leasingverbindlichkeit werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Die erforderlichen geschätzten Änderungen werden prospektiv berücksichtigt. Für die planmäßige Abschreibung der Nutzungsrechte wurden im Berichtsjahr folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Die Nutzungsrechte werden jährlich oder bei Vorliegen eines auslösenden Ereignisses daraufhin untersucht, ob eine außerplanmäßige Wertminderung nach IAS 36 vorzunehmen ist. Dabei wird geprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung aufgrund von Änderungen in den Vertragsverhältnissen vorliegen. Ist dies der Fall und liegt der erzielbare Betrag unter dem aktuellen Buchwert, wird eine Wertminderung vorgenommen. Leasingverbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem Barwert der künftigen, vertraglich vereinbarten, aber noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet, abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggeber dem Leasingnehmer den Vermögenswert zur Nutzung überlässt. Der Grenzfremdkapitalzinssatz kann sich während der Laufzeit der Nutzung des Vermögenswertes ändern. Die Grenzfremdkapitalzinssätze, die zum 31. Dezember 2023 für die beiden Leasingvereinbarungen angewandt wurden, betrugen 2,7 % und 4,8 %. Variable Leasingzahlungen, Restwertgarantien oder Kündigungsoptionen sind nicht für alle relevanten Leasingvereinbarungen geregelt. Daher umfasst die Bewertung der Leasingverbindlichkeit nur feste Mietzahlungen. Nach der erstmaligen Erfassung bewertet der Konzern die Leasingverbindlichkeiten wie folgt:
Eines der Nutzungsrechte (im Zusammenhang mit dem Berliner Büro in der Andreasstr. 72) wurde teilweise im Jahr 2023 befristet untervermietet, wobei eine Verlängerungsoption für eine Reihe von Monaten (mit Kündigungsfrist) bis zum Ende des Hauptmietvertrags besteht. Als Leasinggeber (in Bezug auf Untermietverträge) klassifiziert die Babbel-Gruppe jedes ihrer Untermietverhältnisse als entweder:
Da es sich bei dem Hauptleasingvertrag um einen langfristigen Vertrag handelt, ist der Babbel-Gruppe bewusst, dass die Unterleasingverträge unter Bezugnahme auf das Nutzungsrecht am Vermögenswert klassifiziert werden sollten. Ob es sich bei einem Leasingverhältnis um ein Finanzierungsleasing oder ein Operating-Leasingverhältnis handelt, hängt von der Substanz der Transaktion und nicht von der Form des Vertrags ab. Beispiele für Situationen, die einzeln oder in Kombination dazu führen würden, dass ein Leasingverhältnis normalerweise als Finanzierungsleasing eingestuft wird, sind:
Bei der Bewertung der Art des Leasingvertrags wurden zusätzliche Indikatoren berücksichtigt:
Auf der Grundlage der Analyse der oben genannten Indikatoren ist der Babbel-Konzern der Ansicht, dass alle drei Untermietverträge die Voraussetzungen für ein Operating-Leasingverhältnis erfüllen. 7. Ertragsteuern Die Ertragsteuern der Periode umfassen die Summe der tatsächlichen und der latenten Ertragsteuern. Sie werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich direkt auf das Eigenkapital oder auf Posten, die im sonstigen Gesamtergebnis erfasst werden. In diesem Fall werden die Ertragsteuern ebenfalls direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Gesamtergebnis erfasst. a) Tatsächliche Ertragsteuern Der tatsächliche Ertragsteueraufwand wird unter Anwendung der zum Bilanzstichtag geltenden Steuervorschriften der Länder, in denen der Babbel-Konzern tätig ist und in denen das zu versteuernde Einkommen erzielt wird, ermittelt. Für die Bewertung der Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten müssen teilweise Schätzungen vorgenommen werden. Dabei kann eine abweichende steuerliche Beurteilung durch die jeweiligen Finanzbehörden nicht ausgeschlossen werden. Der damit verbundenen Unsicherheit wird durch den Ansatz von ungewissen Steuerforderungen und -verbindlichkeiten nur insoweit Rechnung getragen, als die Eintrittswahrscheinlichkeit aus Sicht von Babbel höher als 50 % ist. Bei den ausgewiesenen Ertragsteuer-Eventualposten wird die voraussichtlich zu erwartende Steuerzahlung als beste Schätzung zugrunde gelegt. b) Latente Ertragsteuern Latente Steuerverbindlichkeiten (Passive latente Steuern) werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und den im Rahmen der Berechnung des zu versteuernden Einkommens angesetzten entsprechenden Steuerwerten gebildet. Latente Steueransprüche (Aktive latente Steuern) werden für alle temporären Differenzen und für steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Aktive latente Steuern werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen oder Verlustvorträge verrechnet werden können. Aufgrund der in Abschnitt C.5. beschriebenen Planungsunsicherheit wurden aktive latente Steuern zum Bilanzstichtag nur bis zur Höhe der passiven latenten Steuern angesetzt. Latente Steuern werden in Übereinstimmung mit IAS 12 bewertet. Der angewandte Steuersatz entspricht dem Steuersatz, der für die Periode der Umkehrung der temporären Differenz bzw. des Verlustvortrags angenommen wurde oder fast angenommen wurde. Veränderungen der latenten Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, sofern sie sich auf Bilanzposten beziehen, die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden. Beziehen sich die Bilanzposten direkt auf das Eigenkapital oder das sonstige Gesamtergebnis, werden die entsprechenden latenten Steuern ebenfalls unter diesen Positionen ausgewiesen. Aktive und Passive latente Steuern, die im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen aufgrund von temporären Differenzen stehen, werden berücksichtigt, es sei denn, der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen kann auf Konzernebene nicht bestimmt werden und es ist wahrscheinlich, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Aktive und Passive latente Steuern werden saldiert, wenn der Konzern einen einklagbaren Rechtsanspruch auf die Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und die latenten Steueransprüche und Steuerschulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden und den gleichen Steuersubjekt betreffen. Darüber hinaus werden latente Steuern saldiert, die sich auf Bilanzposten mit identischen Fälligkeiten beziehen. 8. Finanzinstrumente a) Finanzielle Vermögenswerte In Übereinstimmung mit IFRS 9 werden die finanziellen Vermögenswerte den folgenden Kategorien zugeordnet:
Diese Klassifizierung wird bei der erstmaligen Erfassung in der Bilanz vorgenommen. Reguläre Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden in allen Kategorien einheitlich zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem Babbel sich zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes verpflichtet. Zu a. Die Gruppe bewertet ihre finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Zu b. Zu den finanziellen Vermögenswerten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, gehören die folgenden Positionen:
Zu c. Die Gruppe bewertet die folgenden Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert durch Gewinn oder Verlust:
b) Finanzielle Verbindlichkeiten Gemäß IFRS 9 werden die finanziellen Verbindlichkeiten in die folgenden Kategorien eingeteilt:
Zu a) Alle Verbindlichkeiten sind gemäß IFRS 9 grundsätzlich als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet einzustufen. Ausnahmen beziehen sich hauptsächlich auf:
c) Ausbuchung Im Allgemeinen wird ein finanzieller Vermögenswert ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung aufgehoben oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ersetzt oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Ersatz oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 9. Leistungen für Arbeitnehmer Die Babbel GmbH gewährt der Konzernleitung und ausgewählten leitenden Angestellten eine aktienbasierte Vergütung im Rahmen der EVOP-Programme (siehe Abschnitt F.1). Die Vergütung aus dem Plan wird fällig, wenn ein Exit-Ereignis eintritt. Die Exit-Ereignisse sind in Abschnitte F.1 definiert. Die im Zeitablauf erfolgswirksam zu erfassenden Komponenten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der Vergütungsansprüche zum jeweiligen Zeitpunkt der Erdienungsphase, da die Babbel GmbH die Verpflichtung in Form von Zahlungsmitteln oder Zahlungsmitteläquivalenten begleicht. Die Verbindlichkeit bzw. Abnahme/Zunahme des beizulegenden Zeitwertes wird über den Personalaufwand der drei Funktionsbereiche erfasst. Die Zuordnung erfolgt anhand eines Verteilungsschlüssels, der sich nach der Funktion richtet, in der der Mitarbeiter tätig ist. Begünstigte, die nicht mehr in der Gruppe beschäftigt sind, werden dem Verwaltungsaufwand zugerechnet. Die Gesellschafter der Babbel GmbH haben diesem Mitarbeiterprogramm EVOP I-V Anteile ("facilitating shares") zugeteilt, um Zahlungen an die Babbel GmbH zur Entlastung der Gesellschaft im Falle einer Ausschüttung oder eines Exits sicherzustellen. Die Forderung gegenüber den Gesellschaftern wird analog zur Rückstellung bewertet (vgl. Abschnitt F.1). Die Verpflichtung zur Zuteilung von Anteilen an dem Programm wird durch das Gesellschaftsverhältnis verbindlich gemacht. Folglich wird der Ansatz und die Veränderung der Forderung erfolgsneutral im Eigenkapital dargestellt. 10. Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, um einer rechtlichen oder faktischen Verpflichtung gegenüber dem Babbel-Konzern Rechnung zu tragen, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, deren Erfüllung wahrscheinlich ist und deren Höhe zuverlässig bestimmt werden kann. Der Ansatz erfolgt in Höhe des erwarteten Erfüllungsbetrags. Zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtungen wird der Betrag der Rückstellung angesetzt, der sich bei bestmöglicher Schätzung zum Bilanzstichtag aus der erbrachten Leistung ergibt. Dabei sind alle inhärenten Risiken und Ungewissheiten zu berücksichtigen. Wird eine Rückstellung auf der Grundlage der im Rahmen der Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, sind die jeweiligen Zahlungsströme im Falle eines wesentlichen Zinseffektes abzuzinsen. Kann davon ausgegangen werden, dass der zur Erfüllung der Rückstellung erforderliche wirtschaftliche Nutzen ganz oder teilweise von einem außenstehenden Dritten erstattet wird, wird der entsprechende Erstattungsanspruch als Vermögenswert angesetzt, sofern die Erstattung so gut wie sicher ist und der Betrag zuverlässig geschätzt werden kann. Angesichts der Schätzungsunsicherheit bei der Ermittlung des Betrags können die tatsächlichen Mittelabflüsse von den ursprünglich auf der Grundlage von Schätzungen angesetzten Beträgen abweichen. Langfristige Rückstellungen werden unter Zugrundelegung entsprechender laufzeitadäquater und risikoadäquater Zinssätze mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. 11. Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Der beizulegende Zeitwert stellt nach den Vorschriften des IFRS 13 den Preis dar, der auf dem Hauptmarkt oder, falls nicht vorhanden, auf dem vorteilhaftesten Markt durch den Verkauf eines Vermögenswertes oder den Kauf einer Schuld erzielt werden kann. Der beizulegende Zeitwert ist auf der Grundlage von möglichst marktnahen Bewertungsparametern zu ermitteln. Die Fair-Value-Hierarchie ordnet die in das Bewertungsverfahren einbezogenen Inputfaktoren in drei absteigende Stufen ein:
Soweit unterschiedliche Inputfaktoren für die Bewertung relevant sind, wird der beizulegende Zeitwert derjenigen Hierarchiestufe zugeordnet, die dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist. 12. Ermessensentscheidungen und Verwendung von Schätzungen Die Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Erstellung von Konzernabschlüssen erfordern Ermessensentscheidungen und Schätzungen des Managements. In der aktuellen Situation, die durch die Coronavirus-Krise verursacht wurde, sind diese Entscheidungen mit größerer Unsicherheit verbunden. Ermessensentscheidungen und Schätzungen müssen insbesondere für die folgenden Punkte getroffen werden: a) Ermessensentscheidungen Prämisse der Unternehmensfortführung: Die Eigenkapitalquote des Babbel-Konzerns liegt bei -65 % zum 31. Dezember 2023. Trotz des Konzern-Jahresfehlbetrags in Höhe von -32.579 TEUR und der negativen Eigenkapitalquote hat die Gesellschaft keine Zweifel, dass die Fortführungsprognose erfüllt werden kann, da ausreichend Liquidität in Höhe von 54.021 TEUR zur Verfügung steht und der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 147.446 TEUR keine zukünftigen finanziellen Leistungsverpflichtungen enthält. b) Annahmen und Schätzungsunsicherheiten Anteilsbasierte Vergütungen (IFRS 2) Die bilanzielle Behandlung von virtuellen Anteilen erfordert Annahmen und Schätzungen hinsichtlich der Entwicklung von Leistungsindikatoren und Fluktuation, der Art des Exits, des Exit-Zeitpunkts sowie der Ermittlung des Unternehmenswerts. Die Ermittlung des Unternehmenswerts erfolgt auf der Grundlage von Discounted-Cashflow-Modellen. Siehe dazu auch Abschnitt F.1. Bewertung der finanziellen Vermögenswerte Bei der Bewertung von Finanzanlagen sind die Beurteilung des Unternehmenswertes sowie die oben beschriebenen Parameter für die Bewertung der anteilsbasierten Vergütung entscheidend. Siehe dazu auch Abschnitt F.1. Bilanzierung und Bewertung von sonstigen Rückstellungen Die Bilanzierung und Bewertung der sonstigen Rückstellungen ist mit Unsicherheiten hinsichtlich zukünftiger Preissteigerungen sowie der Höhe, des Zeitpunkts und der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der jeweiligen Rückstellung verbunden. Siehe dazu auch Abschnitt G.10. Leasingverhältnisse (IFRS 16) Die Bewertung von Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 erfordert Annahmen zu Abzinsungs- bzw. Zinssätzen sowie zur erwarteten Nutzung von Verlängerungsoptionen oder weiteren Optionen zur Erhöhung der Leasingzahlungen (vgl. Abschnitt G.6). Ansatz von aktiven latenten Steuern Der Ansatz aktiver latenter Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge erfordert Annahmen und Schätzungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung und Nutzung dieser latenten steuerlichen Verlustvorträge. Die Ermittlung basiert auf einem integrierten Bilanz- und Gewinn-/Verlustplanungsmodell. Der Nichtansatz aktiver latenter Steuern ist das Ergebnis erheblicher Planungsunsicherheiten hinsichtlich der Erträge in den Folgejahren, die das Management veranlasst haben, weiterhin auf die Aktivierung des die passiven latenten Steuern übersteigenden Teils der aktiven latenten Steuern zu verzichten. Siehe dazu auch Abschnitt G.7b. Laufzeit der Lifetime-Abonnements Auf der Grundlage der derzeit verfügbaren Nutzerdaten wurde die Laufzeit für Lifetime-Abonnements, die eigentlich eine unbegrenzte Laufzeit haben, auf drei Jahre festgelegt. Siehe dazu auch Abschnitt G. 3a. H. Neuerungen der internationalen Rechnungslegung nach IFRSDie folgenden Rechnungslegungsvorschriften waren im Berichtsjahr erstmals anzuwenden:
Die neuen bzw. geänderten Bestimmungen führen nicht zu Änderungen in der Rechnungslegung des Unternehmens. Die folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen wurden vom IASB bereits verabschiedet, sind aber noch nicht verpflichtend anzuwenden. Diese Regelungen wurden nicht vorzeitig angewendet.
Babbel prüft derzeit die neuen Standards im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Angaben im Konzernabschluss. Es wird nicht davon ausgegangen, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss für den Berichtszeitraum und künftige Perioden haben werden. I. Ereignisse nach dem BilanzstichtagIm Geschäftsjahr 2023 gab es keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
Berlin, 3. Mai 2024 Babbel Group AG Arne Schepker, CEO Dr. Christian Baier, CFO BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Babbel Group AG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Babbel Group AG, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang zum Konzernabschluss, einschließlich wesentlicher Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Babbel Group AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 3. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Susanne Riedel, Wirtschaftsprüferin ppa. Dr. Kay Lubitzsch, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.12.2023 wurde am 16.05.2024 gebilligt. |
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