Palm Beta GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christof Dreibholz seit 23.1.2023 | Vorstandsmitglied |
Andreas Christian Dr. Eberhorn seit 4.10.2022 | Vorstandsmitglied |
Hans-Georg Dr. Feldmeier seit 1.4.2009 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dermapharm AktiengesellschaftGrünwaldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anlagenverzeichnis Jahresabschluss 2023 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Dermapharm AG, Grünwald Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Dermapharm AG, Grünwald, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dermapharm AG, Grünwald, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 21. März 2024 Grant
Thornton AG
Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer Ronald Rulfs, Wirtschaftsprüfer Inhalt Jahresabschluss der Dermapharm Aktiengesellschaft Bilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Anhang Grundlagen der Darstellung Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erläuterung zur Bilanz Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangGrundlagen der Darstellung 1. Angaben zur Identifikation der Kapitalgesellschaft Die Dermapharm Aktiengesellschaft (im Folgenden auch: "Gesellschaft") mit Sitz in 82031 Grünwald ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 124373 eingetragen. 2. Beschreibung der Geschäftstätigkeit Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Arzneimitteln und Kosmetika, Lizenzierung der Produktion und/oder des Vertriebs von Arzneimitteln und Kosmetika sowie Beratung anderer Unternehmen auf den vorgenannten Gebieten. Einzelhandel mit Arzneimitteln gehört jedoch nicht zum Gegenstand des Unternehmens. 3. Grundlagen der Rechnungslegung Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. Handelsgesetzbuch (HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. 4. Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 HGB werden ohne Inanspruchnahme von Zusammenfassungen gem. § 265 Abs. 7 HGB angewandt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) zur Anwendung. Der Ausweis erfolgt in Tausend Euro (TEUR). Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 5. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, sowie bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Im Jahr des Zu- und Abgangs erfolgt die Abschreibung pro rata temporis nach vollen Monaten. Bei den planmäßigen Abschreibungen werden überwiegend folgende branchenübliche und handelsrechtlich zulässige Nutzungsdauern berücksichtigt:
6. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird mit den um planmäßige Abschreibungen geminderten Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibungen auf bewegliche Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode vorgenommen, wobei die zugrundeliegende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach kaufmännischen Gesichtspunkten unter Berücksichtigung der steuerlichen Nutzungsdauern jeweils vorsichtig geschätzt wurde. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten von über EUR 250 bis EUR 1.000 wird das Wahlrecht zur Sofortabschreibung ausgeübt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250 werden als Sofortaufwand erfasst. Bei den planmäßigen Abschreibungen werden überwiegend folgende branchenübliche und handelsrechtlich zulässige Nutzungsdauern berücksichtigt:
Soweit den Anlagengegenständen am Bilanzstichtag auf Dauer ein niedrigerer Wert beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Diese werden, soweit vorliegend, im Anhang angegeben. 7. Finanzanlagen Die Bilanzierung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Bei Wegfall der dauerhaften Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung auf den beizulegenden Wert, jedoch höchstens bis zu den Anschaffungskosten. 8. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. 9. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsbestände werden zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. 10. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive/passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben/Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand/Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 11. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. 12. Rückstellungen Bei der Bildung von Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie wurden in der Höhe des Erfüllungsbetrages bemessen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen bis zu einem Jahr wurde nicht ausgeübt. 13. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. 14. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern der Dermapharm AG erfolgt auf Basis des Steuersatzes von aktuell 15 % (Körperschaftssteuer), 11,24 % (Gewerbesteuer) und 5,5 % Solidaritätszuschlag. Die passiven latenten Steuern werden mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Das Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs.1 Satz 2 HGB wird generell nicht ausgeübt. 15. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. 16. Umsatzerlöse Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt nach Abzug von Erlösschmälerungen. Entsprechend dem Realisationsprinzip erfolgt eine periodengerechte Erfassung. 17. Aufwendungen und Erträge Sämtliche Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden in Euro abgerechnet. Erläuterung zur Bilanz Angaben zu den Aktiva 18. Anlagevermögen Eine von den historischen Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens wird nachfolgend wiedergegeben: Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)
19. Finanzanlagen Die Entwicklung der Finanzanlagen ist aus dem Anlagegitter ersichtlich. Eine Liste zum Anteilsbesitz ist nachfolgend dargestellt:
2) Phasengleiche Gewinnvereinnahmung
4) von Tochtergesellschaften gehaltene Anteile
5) Ehemals C3-Cannabinoid Compound Company GmbH
6) Ehemals Spectrum Therapeutics GmbH
Teilweise wurde von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 3 Ziff. 1 HGB Gebrauch gemacht. Mit Kaufvertrag vom 8. November 2022 hat die Dermapharm AG direkt und indirekt 100 % der Anteile an der Apharma TopCo SAS (mit Sitz in Carros, Frankreich), der Holdinggesellschaft der Arkopharma-Gruppe, erworben. Das Closing der Übernahme der Arkopharma-Gruppe erfolgte am 5. Januar 2023. Der initiale Kaufpreis beträgt TEUR 449.419 und zudem wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 5.698 aktiviert. Darüber hinaus gibt es keine weiteren wesentlichen Kaufpreisanpassungen. Zudem wurde die Ablösung einer Finanzierung in Höhe von TEUR 216.512 vereinbart. Zum 1. Januar 2023 wurde die Apharma Invest 1 mit Sitz in Carros, Frankreich auf die Apharma TopCo S.A.S. mit Sitz in Carros, Frankreich verschmolzen. Rückwirkend zum 1. Mai 2023 wurde die remedix GmbH mit Sitz in Friedrichsdorf auf die candoro ethics GmbH mit Sitz in Friedrichsdorf verschmolzen. Mit Wirkung zum 28. Juni 2023 hat die Dermapharm AG im Wege einer Kapitalerhöhung 53.5% der Anteile an der Pharmazeutische Fabrik Montavit Gesellschaft m.b.H. ("Montavit") in Absam, Tirol, Österreich gezeichnet. Zum 1. Dezember 2023 wurde die Phytonature SPRL mit Sitz in Wavre, Belgien auf die Arkopharma Belux S.A. mit Sitz in Wavre, Belgien verschmolzen. Mit Wirkung zum 8. Dezember 2023 hat die Dermapharm AG die Anteile an der CORAT Therapeutics GmbH mit Sitz in Braunschweig verkauft. 20. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 1.604 (31. Dezember 2022: TEUR 733). 21. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Die flüssigen Mittel bestehen im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten sowie dem Kassenbestand. Zum 31. Dezember 2023 betragen die liquiden Mittel TEUR 98.969 (31. Dezember 2022: TEUR 17.216.). Der Anstieg der flüssigen Mittel resultiert draus, dass die Dermapharm AG mit der Einführung von Cash-Pooling das Liquiditätsmanagement zentral für die Tochterunternehmen übernommen hat. Angaben zu den Passiva 22. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 1.342 setzt sich aus 524.800 vinkulierten Namensaktien im Nennbetrag von je EUR 2,56 zusammen. 23. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen für Krankenversicherungsrabatte werden auf Grundlage der maßgeblichen zugrundeliegenden Rabattverträge und der aus einer Datenbank zusammengetragenen Informationen, in der die Vergangenheitswerte für Volumina der von jedem Versicherer erstatteten Arzneimittel enthalten sind, geschätzt. Die tatsächlichen Aufwendungen für diese Rabatte können von der Schätzung abweichen und entsprechend würden Umsatzerlöse höher oder niedriger ausfallen. Die Rechnungsstellung der Rabatte und damit die Inanspruchnahme der Rückstellungen für Rabatte für Krankenversicherungen werden im Allgemeinen innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet. Die Aufwendungen für die Bildung dieser Rückstellungen werden mit den Umsatzerlösen verrechnet. Zur Absicherung von Zinsrisiken hat die Gesellschaft im März 2023 Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert der Derivate beträgt zum Stichtag TEUR -13.586 und wird auf Basis des Barwertes der geschätzten künftigen Zahlungsflüsse berechnet. Dieser Zeitwert entspricht - bezogen auf den Bilanzstichtag - jeweils dem von der Bank ermittelten Preis, zu dem ein unabhängiger Dritter die Rechte und/oder Pflichten aus dem Instrument übernehmen würde. In Höhe von TEUR 13.586 wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet. Die Höhe der zinstragenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegt zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.034.106 TEUR. Davon sind zum Stichtag 31. Dezember 2023 TEUR 800.000 über ein Sicherungsgeschäft abgedeckt. Die zukünftigen Zahlungsströme in Zusammenhang mit den Zinsderivaten sind abhängig von der Entwicklung des 6-Monats- EURIBOR. 24. Verbindlichkeiten Eine Übersicht über die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten und die Besicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte, soweit anwendbar, gibt der nachstehende Verbindlichkeitenspiegel wieder: Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023(zum 31. Dezember 2022)
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 1.015.000 (31. Dezember 2022: TEUR 492.500) besichert. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Inanspruchnahme der Fazilität A in Höhe von TEUR 650.000 für den Erwerb der Arkopharma-Gruppe. Die Gesellschaft ist - neben der Dermapharm Holding SE - Darlehensnehmerin unter einem am 15. Dezember 2022 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag über TEUR 1.050.000 (Valuta zum 31.12.2023 TEUR 1.015.000). Gleichzeitig ist die Gesellschaft Emittent diverser Schuldscheindarlehen mit einer Valuta zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 100.000. Der Konsortialkreditvertrag sieht ein dynamisches Garantenkonzept vor, in dessen Rahmen wesentliche Tochtergesellschaften verpflichtet sind, dem Kreditvertrag als Garant beizutreten. Neben den beiden Kreditnehmern sind die mibe GmbH Arzneimittel, Anton Hübner GmbH & Co. KG, mibeTec GmbH, Strathmann GmbH & Co. KG, Trommsdorff GmbH & Co. KG, Allergopharma GmbH & Co. KG und axicorp Pharma GmbH als ursprüngliche Garanten Partei des Konsortialkreditvertrages. Die Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 100.000 wurden von der Gesellschaft unter gesamtschuldnerischer Mithaftung der Dermapharm Holding SE, mibe GmbH Arzneimittel, Anton Hübner GmbH & Co. KG, mibeTec GmbH, Strathmann GmbH & Co. KG, Trommsdorff GmbH & Co. KG, acis Arzneimittel GmbH und axicorp Pharma GmbH begeben. Zudem besteht eine Buchgrundschuld durch Eintragung im Grundbuch in Höhe von TEUR 5.700. 25. Latente Steuern Ausgewiesen sind latente Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz der Dermapharm AG sowie der Organgesellschaften. Zu aktiven latenten Steuern führten Differenzen bei den Finanzanlagen (Anteile an verbundenen Unternehmen) sowie die sonstigen Rückstellungen. Zu passiven latenten Steuern führten Differenzen bei immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Firmenwerte) sowie aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Die Bewertung der Differenzen erfolgt den nachfolgenden Steuersätzen:
Die Entwicklung der aktiven latenten Steuern sowie der passiven latenten Steuern im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:
Insgesamt werden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 17.674 (31. Dezember 2022: TEUR 5.813) mit passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 21.946 (31. Dezember 2022: TEUR 15.807) saldiert. Zum 31.12.2023 werden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 4.272 (31. Dezember 2022 TEUR 9.994) ausgewiesen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 26. Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich die Umsatzerlöse auf TEUR 68.713 (Vorjahr: TEUR 69.113) und setzen sich wie folgt zusammen:
* aus ehemaligen Erwerb Geschäftsbereich
Kortikoide/Antimykotikavon Bristol-Myers Squibb Co.
27. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 351 (Vorjahr: TEUR 10). 28. Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen TEUR 2.756 (Vorjahr: TEUR 2.540) und enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUER 37). Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens betragen TEUR 1.089 (Vorjahr: TEUR 460) und betreffen im Wesentlichen die Abschreibungen von Zinsforderungen gegenüber der mibeTec US. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens betragen TEUR 40.341 (Vorjahr: TEUR 108.529) und betreffen im Wesentlichen die Abwertung der Ausleihung gegenüber der mibeTec US (TEUR 10.948) und mibeTec GmbH (TEUR 22.703) sowie die Abwertung der Anteile der CORAT Therapeutics GmbH (TEUR 6.612). 29. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 24). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus dem zur Absicherung von Zinsrisiken abgeschlossenen Zinsswaps. Der beizulegende Zeitwert des Derivats beträgt zum Stichtag TEUR -13.586 und wird auf Basis des Barwertes der geschätzten künftigen Zahlungsflüsse berechnet. Für weitere Informationen siehe bitte Punkt 1. 30. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 50.408 (Vorjahr: TEUR 49.589) sind im Jahr 2023 im Wesentlichen auf Gewinnausschüttungen und phasengleiche Gewinnvereinnahmungen zurückzuführen. 31. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Der Anstieg der sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge auf TEUR 20.885 (Vorjahr: TEUR 6.998) ist im Wesentlichen auf die Einführung des Cash-Poolings sowie die im Geschäftsjahr neu ausgegebene Darlehen an die Arkopharma-Gruppe. zurückzuführen. 32. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Anstieg der sonstigen Zinsen und ähnliche Aufwendungen auf TEUR 54.266 (Vorjahr: TEUR 12.295) ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Zinsaufwendungen für den Konsortialkreditvertrag zurückzuführen. Für weitere Informationen bzgl. des Konsortialkreditvertrags verweisen wir auf Ziffer 24. 33. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Gesellschaft ist Organträgerin der ertragsteuerlichen Organschaft. Dies hat zur Folge, dass im Geschäftsjahr der Ausweis von laufenden und latenten Ertragsteuern in Höhe von TEUR 21.638 (Vorjahr: TEUR 69.781) erfolgt. Sonstige Angaben 34. Mitarbeiter Im Berichtsjahr waren nach Personalgruppen durchschnittlich beschäftigt:
35. Sonstige finanziellen Verpflichtungen Die Miet- und Leasingverpflichtungen der Dermapharm AG zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 6.613 (31. Dezember 2022: TEUR 6.077) verteilen sich wie folgt:
Die Gesellschaft erwarb am 23. August 2007 zur Errichtung des Verwaltungsgebäudes ein Erbbaurecht bis zum 31.08.2073. Der jährliche Erbbauzins beträgt derzeit TEUR 123. 36. Haftungsverhältnisse Mit Brief vom 20. Oktober 2023 verlängert die Gesellschaft gegenüber der Tochtergesellschaft mibe Pharmaceuticals d.o.o. die finanzielle Unterstützung bis mindestens 20. Oktober 2024 Die Gesellschaft geht davon aus, dass die mibe Pharmaceuticals d.o.o. den externen Zahlungsverpflichtungen selbständig nachkommen kann. Mit einer Inanspruchnahme wird deshalb nicht gerechnet. Die Gesellschaft haftet gemäß Zuwendungsbescheid vom 14. Dezember 2018 als Gesamtschuldner für Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaft mibe GmbH Arzneimittel aus einem Investitionszuschuss in Höhe von bis zu TEUR 1.650. Auf Grund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und des fortlaufenden Monitorings der Liquiditätssituation ihrer Tochtergesellschaften ist das Risiko einer Inanspruchnahme nach Einschätzung von Dermapharm AG als äußerst gering anzusehen. Die Gesellschaft verpflichtet sich mit der Patronatserklärung vom 11. Oktober 2023 bei Bedarf sämtliche Beträge als Eigenkapital oder Darlehen zur Verfügung zu stellen, die zur Erfüllung der fälligen Verbindlichkeiten der Montavit erforderlich sind und nicht aus dem Vermögen der Gesellschaft beglichen werden können. Die Patronatserklärung gilt so lange, wie die Gesellschaft Gesellschafterin bei der Montavit ist und steht für die übernommenen Pflichten bis zu einem Maximalbetrag von TEUR 3.000 ein. Aufgrund des Sanierungsverfahrens wurde die Montavit bei vielen Lieferanten auf Vorkasse umgestellt und die Patronatserklärung dient dazu, dass Vertrauen der Lieferanten in die Montavit zu stärken. Das Risiko einer Inanspruchnahme nach Einschätzung von Dermapharm AG ist als gering anzusehen, da die Gesellschaft sich seit dem Erwerb positiv entwickelt. Die Gesellschaft verpflichtet sich mit der Patronatserklärung vom 11. Oktober 2023 seinen Einfluss auf die axicorp Pharma GmbH in dem Maße zu nutzen, dass die axicorp Pharma GmbH seinen Verpflichtungen gegenüber seinen Gläubigern bei Fälligkeiten nachkommt. Hierzu kann eine Finanzierung der axicorp Pharma GmbH durch die Dermapharm gehören. Diese Patronatserklärung begründet keine Rechte oder Ansprüche des jeweiligen Empfängers oder eines sonstigen Dritten gegenüber der Dermapharm AG. Auf Grund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und des fortlaufenden Monitorings der Liquiditätssituation ihrer Tochtergesellschaften ist das Risiko einer Inanspruchnahme nach Einschätzung von Dermapharm AG als gering anzusehen. Die Gesellschaft verpflichtet sich mit der Patronatserklärung vom 29. Dezember 2023 bei Bedarf sämtliche Beträge als Darlehen zur Verfügung zu stellen, die zur Erfüllung der fälligen Verbindlichkeiten der Dermapharm Beteiligungs GmbH, Grünwald erforderlich sind und nicht aus dem Vermögen der Gesellschaft beglichen werden können. Die Patronatserklärung kann von der Dermapharm AG nicht vor dem 31. März 2025 widerrufen werden. Auf Grund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und des fortlaufenden Monitorings der Liquiditätssituation ihrer Tochtergesellschaften ist das Risiko einer Inanspruchnahme nach Einschätzung von Dermapharm als gering anzusehen. 37. Derivate Finanzinstrumente Zur Absicherung von Zinsrisiken hat die Gesellschaft im März 2023 zwei Swaps abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert des Derivats beträgt zum Stichtag TEUR -13.586 und wird auf Basis des Barwertes der geschätzten künftigen Zahlungsflüsse berechnet. Dieser Zeitwert entspricht - bezogen auf den Bilanzstichtag - jeweils dem von der Bank ermittelten Preis, zu dem ein unabhängiger Dritter die Rechte und/oder Pflichten aus dem Instrument übernehmen würde. In Höhe von TEUR 13.586 wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet. Für weitere Informationen verweisen wir auf Abschnitt 1. 38. Gewinnabführungsvertrag Mit Datum vom 23. März 2004 wurde zwischen der Gesellschaft und der mibe GmbH Arzneimittel ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der auch zur Verlustübernahme verpflichtet. Die Hauptversammlung der Gesellschaft sowie die Gesellschafterversammlung der mibe GmbH Arzneimittel haben am 23. März 2004 diesem Gewinnabführungsvertrag zugestimmt. Der Gewinnabführungsvertrag wurde ins Handelsregister eingetragen. Mit Datum vom 26.05.2009 wurde zwischen der Gesellschaft und der mibe Vertrieb GmbH ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der auch zur Verlustübernahme verpflichtet. Die Hauptversammlung der Gesellschaft sowie die Gesellschafterversammlung haben am 26.05.2009 diesem Gewinnabführungsvertrag zugestimmt. Die Eintragung des Gewinnabführungsvertrages ins Handelsregister erfolgte am 28.05.2009. Mit Datum vom 12.03.2012 wurde zwischen der Gesellschaft und der Hübner Naturarzneimittel GmbH ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der auch zur Verlustübernahme verpflichtet. Die Hauptversammlung der Gesellschaft sowie die Gesellschafterversammlung haben am 12.03.2012 diesem Gewinnabführungsvertrag zugestimmt. Die Eintragung des Gewinnabführungsvertrages im Handelsregister erfolgte am 28.03.2012. Mit Datum vom 05.09.2018 wurde zwischen der Gesellschaft und der axicorp GmbH ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der auch zur Verlustübernahme verpflichtet. Die Hauptversammlung der Gesellschaft sowie die Gesellschafterversammlung haben am 11.10.2018 diesem Gewinnabführungsvertrag zugestimmt. Die Eintragung des Gewinnabführungsvertrages im Handelsregister erfolgte am 15.11.2018. 39. Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe des Konzernabschlusses enthalten. 40. Der Vorstand der Dermapharm AG
41. Der Aufsichtsrat der Dermapharm AG
42. Bezüge der Geschäftsführungsorgane und Aufsichtsräte Ab 1. Januar 2018 erhalten die Vorstände ihre Bezüge von der Dermapharm Holding SE. Die Aufsichtsratsbezüge für die DAG belaufen sich auf TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 60). 43. Konzernzugehörigkeit Die Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Grünwald, stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Die Dermapharm Holding SE, Grünwald, stellt als Mutterunternehmen einen befreienden Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen nach IFRS, wie sie in der EU anwendbar sind, auf. Der Konzernabschluss der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2023 und der Konzernabschluss der Dermapharm Holding SE zum 31. Dezember 2023 werden im Bundesanzeiger abrufbar sein. 44. Nachtragsbericht Ereignisse nach der Berichtsperiode mit einer wesentlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ereignet. 45. Gewinnverwendung Der Jahresabschluss der Dermapharm AG zum 31.12.2023 schließt mit einem Bilanzgewinn von TEUR 574.961 (Vorjahr: TEUR 520.264). Der Vorstand schlägt vor, diesen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Grünwald, den 21. März 2024 Dr. Hans-Georg Feldmeier, Chief Executive Officer Christof Dreibholz, Chief Financial Officer, Chief Compliance Officer Dr. Andreas Eberhorn, Chief Marketing Officer LAGEBERICHT 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell und Strategie Geschäftsmodell Die Dermapharm AG (im Folgenden auch: "Dermapharm" oder "Gesellschaft") in Grünwald ist zu 100 % Tochtergesellschaft der Dermapharm Holding SE, Grünwald, die als Muttergesellschaft des Konzerns im Wesentlichen die Funktion einer strategischen Holding hat. Die Dermapharm AG, Grünwald hält Anteile an nationalen und internationalen Tochtergesellschaften, die sich auf die Entwicklung, Zulassung, Herstellung und den Vertrieb von Produkten mit patentfreien, pharmazeutischen Wirkstoffen und anderen Gesundheitsprodukten im Gesundheits- und insbesondere Pharmamarkt konzentrieren. Dermapharm selbst nutzt die Expertise ihrer Tochtergesellschaft mibe GmbH Arzneimittel im Hinblick auf Rezepturen und Entwicklungen, um eine breite Palette von Markenarzneimitteln für spezifisch ausgewählte Nischenmärkte, die nicht mehr patentgeschützt sind, entwickeln und herzustellen zu lassen, sowie selbst zu vermarkten. So verfügt Dermapharm über ein breites Portfolio an Arzneimittelzulassungen für zahlreiche pharmazeutische Wirkstoffe. Daneben bietet Dermapharm ein wachsendes Portfolio weiterer Gesundheitsprodukte wie Kosmetika und Nahrungsergänzungsmittel an. Das Produktportfolio der Dermapharm deckt damit ein breites Spektrum an Wirkstoffgruppen in unterschiedlichsten Stärken und Darreichungsformen ab. Auf diese Weise ist das Unternehmen in der Lage, Ärzten und Apothekern Lösungen für unterschiedliche medizinische Bedürfnisse zur Verfügung zu stellen. Dermapharm ist in Deutschland nach Angaben von INSIGHT Health der Hersteller mit dem zweit größten Marktanteil bei verschreibungspflichtigen Dermatika, bezogen auf die Verordnungszahl der niedergelassenen Ärzte. Der überwiegende Teil der Präparate wird über die zentralen Produktions- und Logistikzentren der mibe GmbH Arzneimittel, sowie der mibe Logistik & Service GmbH & Co. KG in Brehna bezogen. Diese übernehmen auch den zentralen Wirkstoffeinkauf und die Warenversorgung der Großhandlungen und Apotheken. Die Bewerbung und der Vertrieb aller Markenarzneimittel und OTC-Fertigprodukte erfolgt durch die Tochtergesellschaft mibe Vertriebs GmbH mit einem pharmazeutischen und kaufmännischen Außendienst, der sowohl Apotheken und niedergelassene Ärzte als auch Kliniken aufsucht. Dermapharm nimmt zudem selektiert und in geringem Umfang, an Ausschreibungsverfahren der gesetzlichen Krankenkassen teil. Strategie Ausgehend von ihrer starken Position auf dem deutschen Pharmamarkt und einer breiten Kundenbasis, plant Dermapharm den Ausbau des Geschäfts weiter voranzutreiben und verfolgt das Ziel, sowohl organische als auch externe Wachstumschancen konsequent zu nutzen. Zur Erweiterung des Produktportfolios ist Dermapharm ständig bestrebt, weitere Arzneimittel sowie andere Gesundheitsprodukte entwickeln zu lassen oder einzukaufen und in den Markt einzuführen. Für die Einführung neuer Produkte nutzt Dermapharm die vorhandenen Entwicklungs-, Herstellungs- und Marketingkapazitäten des Konzernverbunds und vermarktet die Produkte über die gut etablierte Vertriebsorganisation. 1.2. Mitarbeiter Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Basis für den langfristigen Unternehmenserfolg von Dermapharm. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 99 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 91 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) für die Dermapharm tätig. 1.3. Steuerungssystem und Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren: Die wirtschaftliche Planung und Steuerung der Geschäftsbereiche erfolgt über die vom Vorstand verabschiedeten Zielvorgaben. In der Budgetplanung, die jährlich für einen Zeitraum von drei Jahren erfolgt, werden diese in konkrete, messbare Ziele übersetzt. Als zentrale Steuerungsgrößen dienen der Unternehmensführung die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), um den Erfolg der Geschäftstätigkeit zu messen. Über die Entwicklung wird der Vorstand mittels regelmäßiger Berichte im Detail informiert, so dass er möglichen Fehlentwicklungen frühzeitig entgegenwirken kann. Das Steuerungssystem trägt somit dazu bei, den profitablen Wachstumskurs der Dermapharm sicherzustellen. Die finanziellen Leistungsindikatoren werden kontinuierlich beobachtet und fließen in die monatliche Berichterstattung an den Vorstand ein. Dazu werden in den definierten Geschäftsbereichen die vorgegebenen Planwerte laufend überprüft und mit der aktuellen Geschäftsentwicklung verglichen (Plan-Ist-Vergleich). Auf Basis der Überprüfung werden bei eventuellen Abweichungen zu den ursprünglichen Umsatz- und EBITDA-Zielen entsprechende Maßnahmen abgeleitet. 1.4. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft betreibt aufgrund des Geschäftsmodells bewusst keine pharmazeutische Grundlagenforschung. Der Fokus liegt auf dem Kauf von in der Unternehmensgruppe oder von fremden Dritten entwickelten Präparaten mit pharmazeutischen Wirkstoffen, die in der Regel keinen gewerblichen Schutzrechten mehr unterliegen. Das Fundament für profitables Wachstum und den langfristigen Firmenerfolg liegt in der kontinuierlichen Markteinführung von Markenarzneimitteln, die die Marktkompetenz in den Kerntherapiegebieten erweitern und margenstark, aufgrund bestmöglicher Herstellungskosten angeboten werden. Eine maßgebliche Rolle dabei spielt das zentrale Entwicklungszentrum der Tochterfirma mibe GmbH Arzneimittel in Brehna, ergänzt um Auftragsentwicklungen sowie einer Zusammenarbeit mit externen Entwicklungspartnern. Die Dermapharm überprüft ständig die Zielmärkte, die von ihrem Produktangebot abgedeckt werden. Nach der Identifizierung eines potenziell attraktiven Arzneimittels ist Dermapharm in der Lage, über ihre Tochtergesellschaft mibe GmbH Arzneimittel die wichtigsten Phasen des Entwicklungs- und Zulassungsprozesses zu übernehmen, einschließlich der Entwicklung und dem Sponsoring von klinischen Studien. Dermapharm wird nach Möglichkeit neu entwickelte Produkte für eine internationale Vermarktung innerhalb des Konzernverbunds nutzen. Deshalb bedienen sich die Gesellschaften nationaler als auch supranationaler, meist EU-weiter Zulassungsverfahren. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und branchenspezifische Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner Veröffentlichung im Januar 2024 für das Jahr 2023 mit einem weltweiten abgeschwächten Anstieg der Wirtschaftsleistung um 3,1% und übertrifft damit die im Herbst 2023 aufgestellte Wachstumsprognose in Höhe von 3,0%. Auch die europäische Wirtschaft wies im Jahr 2023 eine Abschwächung des Wachstums auf. Nach Angaben der EU-Kommission wuchs die EU-Wirtschaft um 0,5% (Stand: Februar 2024). Diese Entwicklung resultierte, laut der EU-Kommission, aus der hohen Inflation und hohen Lebenshaltungskosten, der Verschärfung der Geldpolitik und der schwachen Auslandsnachfrage (Stand: November 2023). Die deutsche Wirtschaft schrumpfte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 um 0,3 % (Stand: Januar 2024). Grund für diese Entwicklung waren die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen welche die Konjunktur dämpften, die ungünstigen Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen sowie die geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Angesichts dessen, dass das Geschäftsmodell von Dermapharm auf den Gesundheitsmarkt mit einer relativen konjunkturunabhängigen Nachfrage ausgerichtet ist, hat das weltweite wirtschaftliche Umfeld in der Regel weniger direkte Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung als die jeweiligen regulatorischen Rahmenbedingungen in den einzelnen Marktregionen. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Zu den Wachstumstreibern auf dem Pharma- und Gesundheitsmarkt zählen insbesondere die demografische Entwicklung mit einer zunehmenden Alterung der Gesellschaft, der weltweite Anstieg der Bevölkerung, das steigende Gesundheitsbewusstsein und Selbstmedikation sowie der medizinische Fortschritt. Entsprechend zeigte der europäische Pharmamarkt in den vergangenen Jahren ein kontinuierliches Wachstum. Die aktuellen geopolitischen Krisen wirkten sich auch im Jahr 2023 nicht rückläufig auf den Pharma- und Gesundheitsmarkt aus. Zum Ende des dritten Quartals 2023 erzielte der gesamte europäische Pharmamarkt nach Angaben des Beratungsunternehmens IQVIA (Quelle: OTC VALUE) einen jährlichen Umsatz von 315,8 Mrd. €, so dass das Marktvolumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,2 %, stieg (MAT Q3 2022: 303, 1 Mrd. €). Davon entfielen 278,7 Mrd. € auf rezeptpflichtige Arzneimittel (MAT Q3 2022: 265,8 Mrd. €) und 37,1 Mrd. € (MAT Q3 2022: 37,3 Mrd. €) auf freiverkäufliche OTC-Arzneimittel. Deutschland als Primärmarkt von Dermapharm verfügt über ein hoch entwickeltes Gesundheitssystem mit 110.114 niedergelassenen Ärzten (Stand: Dezember 2022), 17.830 öffentlichen Apotheken (Stand: Juni 2023) sowie 1.893 Krankenhäusern (Stand: 2022). So gibt Deutschland mit den höchsten Gesundheitsausgaben pro Kopf (Stand: 2023) einen größeren Anteil seines Bruttoinlandsprodukts für die Gesundheitsfürsorge aus als jedes andere Land der Europäischen Union (Stand: 2023). Gemäß den Angaben von IQVIA konnte der deutsche Pharmamarkt seinen Wachstumstrend auch im vergangenen Jahr fortsetzen. Zum Ende des dritten Quartals 2023 erhöhte sich der jährliche Umsatz im deutschen Pharmamarkt um 5,7 % auf 58,9 Mrd. €, nachdem zum Stand Q3 2022 ein jährlicher Umsatz von 55,7 Mrd. € zu Buche stand. Davon entfielen 52,7 Mrd. € auf rezeptpflichtige Arzneimittel (MAT Q3 2022: 49,8 Mrd. €) und 6,2 Mrd. € (MAT Q3 2022: 5,8 Mrd. €) auf freiverkäufliche OTC-Arzneimittel. Der Umsatz mit patentfreien Arzneimitteln ohne Einsparungen aus Rabattverträgen und abzüglich Hersteller-Zwangsrabatten im GKV-Markt erhöhte sich im Jahr 2023 um 4,7 % auf 11,2 Mrd. € (Basis: Herstellerabgabepreise) nach 10,7 Mrd. € im Vorjahreszeitraum (jeweils mit Biosimilars). Allerdings werden Volumengewinne oft durch staatliche Eingriffe in das Preisgefüge wieder neutralisiert. Folglich ist dieser Markt unverändert durch staatliche Zwangsrabatte und hohe Rabatte an Krankenkassen auf Grund der gesetzlich initiierten Rabattvertragsmöglichkeiten zwischen Herstellern und Krankenkassen geprägt. Regulatorisches Umfeld Festbeträge für Arzneimittel: Festbeträge sind Höchstbeträge für die Erstattung von Arzneimittelpreisen durch die gesetzlichen Krankenkassen. Diese werden für Gruppen vergleichbarer Arzneimittel festgesetzt. Verordnet der Arzt dennoch ein Arzneimittel, dessen Preis über dem Festbetrag liegt, so muss der Patient diesen Differenzbetrag zusätzlich zur gesetzlichen Zuzahlung entrichten. Gruppen vergleichbarer Arzneimittel können nach unterschiedlichen Kriterien gebildet werden, deshalb werden drei Stufen der Vergleichbarkeit unterschieden: Festbetragsgruppen der Stufe 1 werden aus Arzneimitteln mit denselben Wirkstoffen gebildet. Festbetragsgruppen der Stufe 2 werden aus Arzneimitteln gebildet, deren Wirkstoffe pharmakologisch, insbesondere chemisch, und dabei gleichzeitig auch hinsichtlich ihrer therapeutischen Wirkung vergleichbar sind. Festbetragsgruppen der Stufe 3 werden aus Arzneimitteln, insbesondere aus Arzneimittelkombinationen, gebildet, die nicht hinsichtlich ihrer Wirkstoffe, aber hinsichtlich ihrer therapeutischen Wirkung vergleichbar sind. Im Rahmen von Rabattverträgen können Hersteller und Krankenkassen einen Mehrkostenverzicht vereinbaren. Herstellerabschlag: Pharmazeutische Unternehmen können in Deutschland ihre Preise für Arzneimittel grundsätzlich frei bestimmen. Allerdings müssen die Pharmaunternehmen sowohl den gesetzlichen (GKV) als auch den privaten Krankenversicherungen (PKV) Herstellerabschläge auf erstattungsfähige Arzneimittel einräumen. Für erstattungsfähige Arzneimittel ohne Festbetrag wird im Zuge des GKV-Finanzstabilisierungsgesetz aus dem Jahr 2022 in dem Zeitraum von 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 ein Herstellerabschlag in Höhe von 12% auf den Herstellerabgabepreis (ohne Mehrwertsteuer) erhoben. Ab dem 1. Januar 2024 sank der Herstellerabschlag wieder auf 7%. Sofern es sich dabei um ein patentfreies, wirkstoffgleiches Arzneimittel handelt, beträgt dieser Abschlag 6% auf den Herstellerabgabepreis (ohne Mehrwertsteuer). Darüber hinaus wird ein Abschlag für patentfreie, wirkstoffgleiche Arzneimittel (Generika) in Höhe von 10% auf den Herstellerabgabepreis (ohne Mehrwertsteuer) erhoben. Preissenkungen kann der Hersteller mit dem Abschlag verrechnen, sofern er den abgesenkten Preis mindestens drei Jahre stabil hält. Bei einer Preissenkung um 10% und mehr fällt der Abschlag ganz weg. Preismoratorium: Das Preismoratorium trat im August 2010 in Kraft. Durch das Moratorium erhalten die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen dann Preisabschläge, wenn pharmazeutische Hersteller ihren Abgabepreis erstattungsfähiger Arzneimittel über den Preisstand vom 1. August 2009 erhöhen. Diese Regelung gilt nicht für Arzneimittel, die einem Festbetrag unterliegen. Für Arzneimittel, die nach dem 1. August 2010 eingeführt werden, gilt der Preis der Markteinführung oder der Referenzpreis eines bereits eingeführten Arzneimittels des Herstellers zum selben Wirkstoff. Der Gesetzgeber hat das Preismoratorium bis Ende 2026 verlängert. Im Juli 2018 wurde eine Anpassung des Referenzpreises in Höhe der Inflationsrate eingeführt. Zuzahlung: Bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln gilt grundsätzlich: Patientinnen und Patienten müssen auf verordnete Arzneimittel Zuzahlungen leisten. Die Zuzahlung pro Arzneimittel beträgt grundsätzlich zehn Prozent, mindestens jedoch fünf Euro und maximal zehn Euro, allerdings nicht mehr als die Kosten des Arzneimittels. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass bestimmte Präparate vollständig von der Zuzahlungspflicht befreit werden. Das ist dann der Fall, wenn sich Arzt und Patient gemeinsam für ein besonders günstiges Arzneimittel entscheiden, dessen Preis mindestens 30% unterhalb des Festbetrags liegt. Eine Halbierung beziehungsweise vollständige Reduktion der Zuzahlung ist auch möglich, wenn das verordnete Arzneimittel Gegenstand eines Rabattvertrages ist, den die Krankenkasse mit einem Arzneimittelhersteller abgeschlossen hat. Von dieser Regelung können Krankenkassen Gebrauch machen, um Einsparungen aus Rabattverträgen ganz oder teilweise an ihre Versicherten weiterzugeben. Rabattverträge mit gesetzlichen und privaten Krankenkassen: Seit 2003 besteht die gesetzliche Möglichkeit, individuelle Rabattvereinbarungen seitens der Krankenkassen mit den pharmazeutischen Unternehmen über Arzneimittel abzuschließen. Sie können außerdem bei Arzneimitteln, deren Preis über dem Festbetrag liegt, mit dem Hersteller spezielle Rabattverträge aushandeln, um ihren Versicherten auch weiterhin die gewohnte Therapie ohne erhebliche Zusatzkosten zu ermöglichen. Seit 2007 sind zudem die Apotheken verpflichtet, gegen ein eingereichtes Rezept genau das wirkstoffgleiche Präparat herauszugeben, für das die Krankenkasse des Patienten einen Rabattvertrag abgeschlossen hat. Dies gilt nur dann nicht, wenn der Arzt auf dem Rezept vermerkt, dass er "aut idem" ausschließt. Der Vorteil für die Patientinnen und Patienten: Die Zuzahlung kann sich halbieren oder ganz wegfallen. Das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) ermöglicht im Rahmen der Versorgung mit Arzneimitteln die Kostenerstattung auch im Einzelfall. Das bedeutet: Versicherte können seitdem auch ein anderes als das Rabatt-Präparat ihrer Krankenkasse oder eines der drei preisgünstigsten Arzneimittel wählen. Die Krankenkasse erstattet in diesem Fall die Kosten, jedoch höchstens in der Höhe, die die Krankenkasse bei Erbringung als Sachleistung zu tragen hätte. Das bedeutet: Versicherte müssen etwaige Mehrkosten, die mit der Wahl eines anderen Arzneimittels anfallen, selbst tragen. 2.2. Geschäftsverlauf Die Dermapharm konnte die im Geschäftsjahr 2023 gesteckten Ziele für den Umsatz auch aufgrund der allgemein wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht erreichen. Trotzdem hervorzuheben sind aber zum Beispiel Eigenentwicklungen wie Ketozolin ® , gegen Pilzerkrankungen der Haut und Kopfhaut oder Fusicutan gegen bakterielle Infektionen auf der Haut, welche sich deutlich über unseren Erwartungen entwickelt haben. Beim EBITDA ist der erwartete besonders starke Rückgang eingetreten. Folgende Beteiligungs- und Anteilserwerbe wurden im Berichtszeitraum getätigt: Akquisitionen Arkopharma (Closing 5. Januar 2023) Mit Vollzug der Transaktion am 5. Januar 2023 hat Dermapharm die Apharma TopCo SAS, der Holdinggesellschaft der Arkopharma-Gruppe ("Arkopharma"), Marktführer für natürliche OTC-Produkte und Nahrungsergänzungsmittel in Frankreich übernommen. Der Hauptsitz und Produktionsstandort von Arkopharma ist in Carros bei Nizza, Frankreich. Mit dem Erwerb der Arkopharma- Gruppe setzt die Dermapharm erfolgreich ihre Internationalisierungsstrategie fort. Arkopharma hat im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 912 (Vorjahr: rund 920) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und einen Umsatz von 217 Mio. € erzielt. Montavit (Closing 28. Juni 2023) Die Übernahme wesentlicher Anteile an der Pharmazeutischen Fabrik Montavit Gesellschaft m.b.H. in Absam, Österreich, wurde am 28. Juni 2023 vollzogen. Montavit entwickelt und produziert Arzneimittel und Medizinprodukte nach europäischen Standards und fokussiert sich auf die Therapiebereiche Urologie, Gynäkologie, Allergietherapie und pflanzliche Arzneimittel. Die Kernkompetenz liegt in der Herstellung steriler Kathetergele. Auch mit dem Einstieg bei Montavit treibt Dermapharm die Internationalisierung weiter voran, da das Unternehmen in über 80 Länder exportiert. Für den Zeitraum vom 1. Juli 2023 bis 31. Dezember 2023 erzielte Montavit einen Umsatz von 16 Mio. €. Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren der Dermapharm AG stellte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar: Das EBITDA wird wie folgt vom Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung übergeleitet: Jahresüberschuss + Steuern vom Einkommen und Ertrag = Ergebnis vor Steuern (EBT) + Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen - Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge + Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens + Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens + Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens = EBITDA
Details zu der Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren sind in den nachfolgenden Erläuterungen der Ertragslage enthalten. Vergleich zum Ausblick in 2022 Für das Geschäftsjahr 2023 hatte der Vorstand im Prognosebericht des Lageberichts 2022 eine rückläufige Geschäftsentwicklung prognostiziert. Grund dafür waren unter anderem prognostizierte deutlich reduzierte Umsatz- und Ergebnisbeiträge bei der Impfstoffproduktion und damit auch eine deutlich reduzierte Gewinnabführung von der mibe an die Dermapharm. Es wurde dabei ein gleichbleibender Umsatz und ein besonders starker Rückgang von dem EBITDA erwartet. Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 entsprechen beim EBITDA den Erwartungen dieser Prognose, aufgrund der eingetroffenen geringeren Impfstoffproduktion und der daraus resultierenden stark reduzierten Gewinnabführung der mibe GmbH Arzneimittel. Beim Umsatz wurden die Erwartungen nicht erfüllt. Der Umsatz nahm im Geschäftsjahr 2023 moderat ab. 2.3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 2.3.1. Ertragslage des Unternehmens Die im Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen Umsatzerlöse reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 0,6 % auf 68,7 Mio. € (Vorjahr: 69,1 Mio. €). Nach Produktgruppen:
Der Umsatzbeitrag resultiert im Wesentlichen aus dem Dermapharm-eigenen-Portfolio. Um weiterhin Marktanteile zu halten, wurden bei wichtigen dermatologischen Produkten Rabattverträge geschlossen. Allerdings konnten nicht alle ausgeschriebenen Rabattverträge erneut gewonnen werden, so dass bei einigen Produkten Umsatzrückgänge zu verzeichnen waren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden, wie auch in den Vorjahren, Produktentwicklungen vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder den entsprechenden internationalen Behörden anerkannt und die Produkte erfolgreich zur Marktreife gebracht. Somit konnten neue Präparate in verschiedenen Indikationsgruppen erfolgreich eingeführt, sowie das Sortiment um einzelne Darreichungsformen ergänzt werden. Hervorzuheben ist das selbst entwickelte Produkt Imikeraderm in der Darreichungsform Creme, zur Behandlung von aktinischer Keratose. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 3,0 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €) und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund eines Ertrags aus dem Verkauf der Anteile an CORAT Therapeutics über 1,7 Mio. €. Der Materialaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 auf 16,5 Mio. € (Vorjahr: 15,6 Mio. €) mit einer entsprechenden Materialaufwandsquote zum Umsatz von 24,0 % (Vorjahr: 22,6 %). Diese Entwicklung ist dabei im Wesentlichen auf der Vorratsabwertung aus der Intercompany-Weiterbelastung von der mibe GmbH Arzneimittel in Höhe von 1,0 Mio. € zurückzuführen. Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr 2023 mit 9,3 Mio. € über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 8,3 Mio. €). Aufgrund einer gestiegenen Anzahl der durchschnittlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Höhe von 99 (Vorjahr: 91) und des gestiegenen Gehaltsniveaus erhöhte sich die Personalaufwandsquote auf 13,5 % im Verhältnis zu den Umsatzerlösen (Vorjahr: 12,0 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 33,0 Mio. € (Vorjahr: 22,0 Mio. €). Die Steigerung ist im Wesentlichen auf die zur Absicherung von Zinsrisiken abgeschlossenen Zinsswaps zurückzuführen. Der beizulegende Zeitwert des Derivats beträgt zum Stichtag -13,6 Mio. € und wird auf Basis des Barwertes der geschätzten künftigen Zahlungsflüsse berechnet. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz stieg entsprechend auf 48,0 % an (Vorjahr: 31,8 %). Die Erträge aus Beteiligungen stiegen im Geschäftsjahr 2023 auf 50,4 Mio. € (Vorjahr: 49,6 Mio. €). Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf Gewinnausschüttungen und phasengleiche Gewinnvereinnahmungen. Der Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages erhaltener Gewinn sank im Geschäftsjahr 2023 auf 92,6 Mio. € (Vorjahr: 221,0 Mio. €). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die gesunkene Gewinnabführungen der Gesellschaft mibe GmbH Arzneimittel aufgrund der deutlich reduzierten Impfstoffproduktion zurückzuführen. Die Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommene Verluste stiegen im Geschäftsjahr 2023 auf 1,9 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio €). Diese Entwicklung resultiert daraus, dass aufgrund der Erhöhung der Hersteller- und Krankenkassenrabatten von 7% auf 12% in 2023 die Axicorp GmbH einen Jahresfehlbetrag erwirtschaftet hat. Das EBITDA lag im Geschäftsjahr 2023 bei 153,9 Mio. € (Vorjahr: 295,1 Mio. €). Entsprechend sank die EBITDA-Marge mit 224,0 % unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 427,1 %). Die Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus der gesunkenen Gewinnabführung der mibe GmbH Arzneimittel aufgrund der deutlich reduzierten Impfstoffproduktion. Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr 2023 bei 3,8 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €) und beinhalten hauptsächlich Abschreibungen an immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 2,5 Mio. €. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 40,3 Mio.€ (Vorjahr: 108,5 €). Die Abschreibungen entsprechen im Wesentlichen der Abwertung der Ausleihung gegenüber der mibeTec US (10,9 Mio. €) und mibeTec GmbH (22,7 Mio. €) sowie der Abwertung der Anteile an der CORAT Therapeutics GmbH (6,6 Mio. €). Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge lagen im Geschäftsjahr 2023 mit 20,9 Mio. € (Vorjahr: 7,0 Mio. €) über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf erhöhte Intercompany- Zinsen verbunden mit der konzerninternen Finanzierung zurückzuführen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 54,3 Mio. € (Vorjahr: 12,3 Mio. €) und bestehen Großteils aus Zinsaufwendungen für langfristigen Verbindlichkeiten sowie Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Ursächlich für diese Entwicklung waren vor allem die Inanspruchnahme der Fazilität A in Höhe von 650,0 Mio. €, im Rahmen des im Vorjahr abgeschlossenen Konsortialkreditvertrages, für den Erwerb der Arkopharma- Gruppe und die gestiegenen Zinsen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag reduzierten sich im Geschäftsjahr 2023 auf 21,6 Mio.€ (Vorjahr: 69,8 Mio. €). Maßgeblich war der rückläufige Geschäftsverlauf innerhalb der Organschaft. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag im Geschäftsjahr 2023 bei 76,4 Mio. € (Vorjahr: 178,3 Mio. €). 2.3.2. Vermögenslage des Unternehmens Die Vermögenslage der Dermapharm AG entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 wie nachfolgend dargestellt: Die Bilanzsumme stieg zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 auf 1.810,3 Mio. € (31.12.2022: 1.206,3 Mio. €). Auf der Aktivseite sanken die immateriellen Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 um 2,4 Mio. € auf 13,7 Mio. € (31.12.2022: 16,1 Mio. €). Die Reduktion ist im Wesentlichen durch eine geringere Aktivierung von neuen Zulassungen bedingt. Die Sachanlagen sanken zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 auf 3,9 Mio. € (31.12.2022: 4,1 Mio. €). Diese Entwicklung ist insbesondere auf die planmäßige Abschreibung auf Geschäfts- und Fabrikbauten in Höhe von 0,2 Mio. € zurückzuführen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen stiegen im Geschäftsjahr 2023 auf 967,8 Mio. € (31.12.2022: 503,4 Mio. €). Ausschlaggebend war die Übernahme der Arkopharma-Gruppe, der Erwerb von wesentlichen Anteilen an der Montavit Gesellschaft m.b.H sowie die Umwandlung von Intercompany Darlehen in Eigenkapital bei der Mibe Pharma España S.L.U. Nähere Angaben hierzu finden Sie unter Punkt 2.2. "Geschäftsverlauf". Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen steigerten sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 um 114,3 Mio. € auf 436,5 Mio. € (31.12.2022: 322,2 Mio. €). Davon entfielen unteranderem 214,0 Mio. € auf die Dermapharm Holding SE, 154,6 Mio. € auf die Arkopharma-Gruppe und 40,0 Mio. € auf die mibeTec GmbH. Die Erhöhung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen lässt sich im Wesentlichen auf die neu hinzugekommenen Ausleihungen an die neu erworbene Arkopharma-Gruppe, die Steigerung der Ausleihungen an die Dermapharm Holding SE und die Reduzierung der Ausleihungen an die mibeTec GmbH und Dermapharm Beteiligungs GmbH zurückführen. Die Beteiligungen reduzierten sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 um 6,6 Mio. € auf 32,5 Mio. € (31.12.2022: 39,1 Mio. €). Grund hierfür ist die vollständige Abschreibung und der anschließende Verkauf der Beteiligung an der CORAT Therapeutics. Die Sonstigen Ausleihungen erhöhten sich auf 43,1 Mio. € (31.12.2022: 40,6 Mio. €) und enthalten hauptsächlich den Ausgleichsanspruch aus der Rückkaufvereinbarung der FYTA im Geschäftsjahr 2021 (42,7 Mio.€). Die Geleisteten Anzahlungen auf Finanzanlagen beliefen sich auf 0,0 Mio. € (31.12.2022: 0,4 Mio.€). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sanken zum 31. Dezember 2023 auf 209,0 Mio. € (31.12.2022: 250,9 Mio. €). Ausschlaggebend für diese Entwicklung war hauptsächlich die Reduzierung von Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen insbesondere gegenüber der mibe GmbH Arzneimittel sowie die Einführung von Cash-Pooling. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, erhöhten sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 auf 0,3 Mio. € (31.12.2022: 0,0 Mio. €). Diese Forderungen ergeben sich dabei im Wesentlichen aus dem Darlehen der DAG gegenüber Wellster. Die liquiden Mittel stiegen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 auf 99,0 Mio. € (31.12.2022: 17,2 Mio. €). Der Anstieg der flüssigen Mittel resultiert daraus, dass die Dermapharm mit der Einführung von Cash-Pooling das Liquiditätsmanagement zentral für die Tochterunternehmen übernommen hat. Das Eigenkapital erhöhte sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 auf 576,6 Mio. € (31.12.2022: 521,9 Mio. €). Die Steuerrückstellungen sanken zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 auf 50,1 Mio. € (31.12.2022: 80,5 Mio. €). Im Wesentlichen resultiert die Reduzierung aus der Umbuchung der Gewerbesteuerrückstellung für das Jahr 2021 von den Steuerrückstellungen auf die sonstigen Verbindlichkeiten, nachdem der Steuerbescheid für das Jahr 2021 eingegangen ist und die Höhe der Gewerbesteuer demnach verbindlich ist. Die sonstigen Rückstellungen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 erhöhten sich auf 18,5 Mio. € (31.12.2022: 6,5 Mio. €). Wesentlich wirkten sich hier die gestiegenen Rückstellungen für drohende Verluste aus. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurde zwei Zinsswaps abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert des Derivats beträgt zum Stichtag -13,6 Mio. € und wird auf Basis des Barwertes der geschätzten künftigen Zahlungsflüsse berechnet. Dieser Zeitwert entspricht - bezogen auf den Bilanzstichtag - jeweils dem von der Bank ermittelten Preis, zu dem ein unabhängiger Dritter die Rechte und/oder Pflichten aus dem Instrument übernehmen würde. Es wurde eine Drohverlustrückstellung In Höhe von 13,6 Mio. € gebildet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen im Geschäftsjahr 2023 um 541,5 Mio. € auf 1.034,1 Mio. € (Vorjahr: 492,6 Mio. €). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Inanspruchnahme der Fazilität A in Höhe von 650,0 Mio. €, im Rahmen des im Vorjahr abgeschlossenen Konsortialkreditvertrages, für den Erwerb der Arkopharma-Gruppe. Nähere Angaben hierzu finden Sie unter Punkt "2.3.3 Finanzlage des Unternehmens". Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 um 0,1 Mio. €, auf 1,1 Mio. € zu (31.12.2022: 1,2 Mio. €). Im Wesentlichen basiert die Reduktion auf stichtagsbezogenen Effekten und den daraus ableitbaren Zahlungsströmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich auf 103,1 Mio. € (31.12.2022: 92,1 Mio. €). Die Steigerung ergibt sich im Wesentlichen aus der Einführung von Cash-Pooling. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 auf 22,6 Mio. € (31.12.2022: 1,5 Mio. €). Im Wesentlichen resultiert die Steigerung aus der Umbuchung der Gewerbesteuerrückstellung für das Jahr 2021 von den Steuerrückstellungen auf die sonstigen Verbindlichkeiten, nachdem der Steuerbescheid für das Jahr 2021 eingegangen ist und die Höhe der Gewerbesteuer demnach verbindlich ist. 2.3.3. Finanzlage des Unternehmens Die Finanzlage der Dermapharm AG war im Berichtszeitraum unverändert stabil. Entsprechend war die Liquidität des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gewährleistet. Wesentliche Quellen der Liquiditätsbeschaffung waren Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Einfluss auf den Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit hatte die hohe Rentabilität der Geschäftsaktivitäten. Bei der Finanzierungsstrategie stehen bei Dermapharm sowohl die Sicherung der finanziellen Flexibilität als auch die Optimierung der Kapitalkosten im Vordergrund. Um finanziell flexibel zu sein, nutzt die Dermapharm verschiedene Finanzierungsinstrumente. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 um 541,5 Mio. € auf 1.034,1 Mio. € (Vorjahr: 492,6 Mio. €). Maßgeblich hierfür war die Inanspruchnahme der Fazilität A in Höhe von 650,0 Mio. €, im Rahmen des im Vorjahr abgeschlossenen Konsortialkreditvertrages, für den Erwerb der Arkopharma-Gruppe. Wesentliche Finanzierungen und Rückzahlungen im Berichtszeitraum: Im Dezember 2022 haben die Dermapharm Holding SE und die Dermapharm Aktiengesellschaft mit führenden deutschen und europäischen Banken einen Konsortialkreditvertrag über in Summe 1.050 Mio. € mit einer Grundlaufzeit von 5 Jahren abgeschlossen. Dieser Kredit war zum Stichtag in Höhe von 915,0 Mio. € in Anspruch genommen. Der abgeschlossene Konsortialkreditvertrag verfügt über eine endfällige Tranche über 650,0 Mio. € (Fazilität A), eine tilgende Tranche über 200,0 Mio. € (Fazilität B) und eine revolvierende Tranche über 200,0 Mio. € (Fazilität C), von welcher zum Stichtag nur 65,5 Mio. € in Anspruch genommen wurden. Gleichfalls enthält der Kreditvertrag die Möglichkeit zur Einrichtung einer weiteren, zum aktuellen Zeitpunkt nicht zugesagten, Tranche über bis zu 200,0 Mio. €. Das Darlehen ist mit einer variablen Verzinsung (6M-EURIBOR plus einer Marge bei der Fazilität A und Fazilität B sowie 1M-EURIBOR, 3M-EURIBOR oder 6M-EURIBOR plus einer Marge bei der Fazilität C) in Abhängigkeit zur Nettoverschuldungsquote (Leverage Covenant) und einer maximalen laufzeitbedingten Fristigkeit von fünf Jahren abgeschlossen worden. Die Dermapharm emittierte im Jahr 2019 variabel und fix verzinsliche Schuldscheindarlehen über ein Nominalvolumen von 100 Mio. € und Fristigkeiten von 5, 7 sowie 10 Jahren. 2.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Dermapharm ihre Strategie weiter erfolgreich umsetzen und zahlreiche Synergieeffekte in der Unternehmensgruppe zur Effizienzsteigerung nutzen. Die Geschäftsentwicklung verlief, hinsichtlich dem EBITDA, entsprechend den im Vorjahr aufgestellten Erwartungen. Aufgrund der eingetroffenen geringeren Impfstoffproduktion und der daraus resultierenden stark reduzierten Gewinnabführung der mibe GmbH Arzneimittel kam es zu einem besonders starken Rückgang bei dem EBITDA. Der Umsatz nahm im Geschäftsjahr 2023 moderat ab. Die Umsatzerlöse sanken im Geschäftsjahr 2023 um 0,6 % auf 68,7 Mio. € (Vorjahr: 69,1 Mio. €). Das EBITDA reduzierte sich um 47,8 % auf 153,9 Mio. € (Vorjahr: 295,1 Mio. €). 3. Risiken- und Chancenbericht Dermapharm ist Teil einer komplexen und globalen Geschäftswelt und dementsprechend einer Vielzahl von externen und internen Einflüssen ausgesetzt. Jede unternehmerische Entscheidung beinhaltet Chancen und Risiken, welche im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden sollten. Hierzu hat Dermapharm Instrumente und Prozesse installiert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen mit entsprechenden Gegenmaßnahmen zu begegnen. Das Chancenmanagement ist bei Dermapharm ein Bestandteil der internen Entscheidungsprozesse und der unterjährigen Geschäftsplanung. Durch den seit Februar 2022 anhaltenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sowie den im Oktober 2023 begonnenen Nahostkonflikt bleibt die geopolitische Lage weiterhin angespannt. Die damit verbundenen Herausforderungen wie z. B. gestiegene Rohstoff- und Energiepreise sowie Lieferengpässe werden im operativen Geschäft von Dermapharm berücksichtigt. Diesbezüglich sind aktuell keine weiteren wesentlichen Ereignisse mit Auswirkungen auf die Geschäftslage von Dermapharm für den Betrachtungshorizont 2024 zu erkennen. Regulatorische Veränderungen wie die Verabschiedung der nationalen Pharmastrategie am 13. Dezember 2023 und das Inkrafttreten des Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetzes am 27. Juli 2023 bringen neue Chancen für Dermapharm und den gesamten Pharmastandort Deutschland mit sich. In den folgenden Kapiteln 3.1 - 3.4 werden das konzernweite Risikomanagement System, das Interne Kontrollsystem sowie das Compliance Management System der Dermapharm Gruppe beschrieben. Die im Risikobericht (Punkt 3.5) aufgeführten 25 Risikokategorien fassen wir unter den nachfolgenden vier Risikoarten zusammen:
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bewertung der Risikokategorien "Bedrohung durch (neue) Wettbewerber/ Hersteller von Originalpräparaten" und "IT Risiken" von mittel auf hoch angepasst worden. Dagegen ist die Bewertung der Risikokategorie "politische Risiken" von hoch auf mittel und die Bewertung der Risikokategorie "Zinsänderungsrisiken" von mittel auf niedrig geändert worden. Hinsichtlich der Methodik zur Risikoidentifikation wurde die Risikokategorie "Verletzung von Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz oder der Menschenrechte" in "menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken im eigenen Geschäftsbereich" umbenannt. Die Methodik der Risikobewertung ist im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert worden. 3.1. Wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems Für Vorstand und Aufsichtsrat der Dermapharm sind das Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem fundamentale Elemente für die Unternehmenssteuerung. Der Umgang mit Geschäftsrisiken ist von grundlegender Bedeutung für den unternehmerischen Erfolg sowie für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung und -führung. Ziel des Internen Kontrollsystems ist es, die strategischen und operativen Vorgaben des Vorstandes von Dermapharm durchgängig umzusetzen, die betrieblichen Effizienzziele zu erreichen und die Compliance-Anforderungen zu gewährleisten. Das Risikomanagement System des Konzerns hat das Ziel, potentielle den Erfolg der Unternehmensgruppe gefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen und diesen durch geeignete Maßnahmen aktiv entgegenzuwirken. Grundlegende Bausteine des RMS umfassen die Risikokultur, die RMS Organisation, die Risikoidentifikation sowie die Bewertung und Steuerung der Risiken. Das Interne Kontrollsystem ist prozessorientiert und besteht aus der Identifikation von Risiken, der Definitionen von mitigierenden vor- und nachgelagerten Kontrollen sowie der Implementierung dieser in der Ablauforganisation. Das Interne Kontrollsystem besteht aus zentralen und dezentralen Elementen. In ausgewählten Bereichen bestehen konzernweite Vorgaben zu Kontrollen, die sowohl zentral als auch dezentral implementiert sind. Die Risikoanalyse, das kontinuierliche Monitoring sowie die sich ändernden rechtlichen und wirtschaftlichen Bedingungen sind die Basis für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems. Dies umfasst die Definition und die Umsetzung von risikominimierenden Maßnahmen, das Überarbeiten von Kontrolldesign und --implementierung sowie die Anpassung der systemunterstützten Automatisierung von Prozessen. 3.2. Risikomanagement System Das konzernweite Risikomanagement System (RMS) der Dermapharm Holding SE, in welchem die Dermapharm AG eingebunden ist, besteht aus den folgenden Grundelementen: Risikokultur Eine gute Risiko- sowie Compliance-Kultur im Unternehmen ist Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Risikomanagement. Um den richtigen "Tone from the top" zu setzen, fördert das Management eine offene Risiko-Kommunikation in allen Tochtergesellschaften und Bereichen sowie auf allen Hierarchieebenen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Konzern werden ermutigt, über potentielle Risiken nachzudenken, identifizierte Risiken offen anzusprechen und Sofortmaßnahmen zur Risikominimierung vorzuschlagen. Durch die Schulung der gruppenweiten RMS-Methodik in allen relevanten in- und ausländischen Unternehmensbereichen wurde eine gemeinsame "Risiko- Sprache" im Konzern entwickelt. Diese stellt sicher, dass Ergebnisse der Risikoanalyse über Ländergrenzen hinweg vergleichbar sind und erlaubt gleichzeitig den Transfer von gewonnenen Erkenntnissen zwischen einzelnen Tochtergesellschaften und/oder Unternehmensbereichen. Zielsetzung des RMS Das Risikomanagement System des Konzerns hat das Ziel, potentielle den Erfolg der Unternehmensgruppe gefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen und diesen durch geeignete Maßnahmen aktiv entgegenzuwirken. Ebenso dient es der Ermittlung der Risikotragfähigkeit. Diese bezeichnet den maximal möglichen Verlust aus dem Eintritt potentieller Risiken, der gerade noch durch die verfügbaren Liquiditätsreserven und freien Kreditlinien abgedeckt werden kann, ohne den Fortbestand des Dermapharm-Konzerns zu gefährden. Ziel des Risikomanagement Systems ist ebenfalls, eine regelkonforme Erstellung von Jahresabschluss und Lagebericht durch die Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken der Finanzberichterstattung zu gewährleisten. Die identifizierten Risiken stellen zudem die Basis für die risikoorientierte Definition von Grundsätzen, Verfahren und Kontrollen im Rahmen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems dar. Letzteres soll den regelkonformen Abschlusserstellungsprozess sicherstellen. Risiken ergeben sich für Dermapharm aus äußeren Einflüssen ebenso wie durch unternehmerisches Handeln und können die Zielerreichung verhindern bzw. negativ beeinflussen. Risiken lassen sich nicht grundsätzlich vermeiden, es ist aber erklärtes Ziel, sie so weit wie möglich zu minimieren. Im Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken werden auch bewusst Risiken eingegangen, wenn diese in einem angemessenen Verhältnis zum erwarteten Nutzen aus der entsprechenden Geschäftstätigkeit stehen. RMS Organisation Das Risikomanagement System wird zentral von der Governance, Risk & Compliance (GRC) Abteilung gesteuert, regelmäßig auf seine Angemessenheit und Wirksamkeit hin überprüft und in seiner Gesamtheit vom Vorstand verantwortet. Dagegen ist die Risikoüberwachung dezentral organisiert und verantwortet: Je nach Risikokategorie und Risikotragweite obliegt diese den Bereichsleitern und Geschäftsführern der Tochtergesellschaften. Potentielle Risiken werden durch regelmäßige Abfragen in allen relevanten Geschäftsbereichen und allen Gesellschaften mit einer Mehrheitsbeteiligung erfasst. Hierzu wird der Standard-Risikokatalog der Dermapharm von den Risikoverantwortlichen halbjährlich bewertet. Die Ergebnisse dieser Risikoabfragen werden zentral von der GRC Abteilung konsolidiert und ausgewertet. Bei Bedarf werden neue Maßnahmen ergriffen oder bereits beschlossene Maßnahmen angepasst. Organisation des Risikomanagement Systems:
Risikomanagement Prozess Die regelmäßige Identifizierung, Analyse und Bewertung der Risiken erfolgt durch einen definierten Kreis von Risikoverantwortlichen sowie anhand festgelegter Risikokategorien und einer definierten Bewertungsmethodik. Unter Berücksichtigung organisatorischer und prozessualer risikominimierenden Strukturen werden die potentielle Schadenshöhe und die Eintrittswahrscheinlichkeit der jeweiligen Risiken bewertet. Vorstand und Aufsichtsrat der Dermapharm Holding SE erhalten regelmäßig einen Gesamtbericht mit einer umfassenden Beurteilung der Risikolage. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des RMS wird sowohl durch die GRC Abteilung kontinuierlich überwacht als auch durch die unabhängige Interne Revision regelmäßig überprüft.
Risikoidentifikation Die Identifizierung und Handhabung von Risiken ist in den Unternehmensgrundsätzen verankert und als Aufgabe aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Konzerns definiert. In Anlehnung an das anerkannte internationale COSO (Committee of Sponsoring Organizations' of the Treadway Commission) ERM-Rahmenwerk (2014, COSO II) unterscheidet Dermapharm zwischen folgenden Risikokategorien:
Die Identifizierung von Risiken erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung, des Marktumfelds im Pharmabereich sowie der internen Prozesse. Auch der Planungsprozess dient dazu, Chancen und Risiken im Unternehmen frühzeitig zu erkennen und die Unternehmenssteuerung darauf auszurichten. Die Budgetplanung umfasst einen Planungshorizont von drei Jahren. Ziel der Ausarbeitung und Nutzung von Planungsszenarien ist es letztlich, den Wert des Unternehmens kontinuierlich und nachhaltig zu steigern, die mittelfristigen finanziellen Ziele zu erreichen und die Existenz des Unternehmens langfristig zu sichern. Risikobewertung und -steuerung Die identifizierten Risiken werden hinsichtlich der zwei Dimensionen - Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit - durch die Risikoverantwortlichen im Rahmen der regelmäßigen Risikoabfragen bewertet. Dabei werden bereits implementierte Gegenmaßnahmen und etablierte Kontrollen berücksichtigt (Netto-Risikobewertung) und, soweit möglich, objektive Kriterien und/oder Erfahrungswerte zu Grunde gelegt. Die Bewertung bezieht sich auf die der Bewertung unmittelbar folgenden 12 Monate (Bewertungshorizont 1 Jahr). Die für die Dermapharm AG und den Dermapharm Konzern geltenden Risikomatrizen sind im Folgenden abgebildet:
Im Rahmen der Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit wird folgende Frage beantwortet: Wie wahrscheinlich ist es, dass sich das Risiko in den nächsten 12 Monaten realisiert? Neben der Eintrittswahrscheinlichkeit wird die potentielle Schadenshöhe bei Risikoeintritt als negative monetäre Auswirkung auf das Betriebsergebnis (EBIT) bewertet. Die Verlustpotenziale werden dabei als Intervalle von Euro-Werten angegeben. Aus der Kombination der bewerteten Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe ergibt sich die Risikoklassifizierung als niedrig, mittel oder hoch. Somit wird eine Priorisierung der erforderlichen Risikominderungsmaßnahmen ermöglicht. Abhängig von der jeweiligen Risikostrategie (Akzeptanz, Vermeidung, Minimierung oder Transferierung) werden vom Risiko-/Maßnahmenverantwortlichen angemessene Maßnahmen implementiert und/oder prozessinhärente Kontrollen eingeführt/angepasst. Im Falle der Risikoakzeptanz erfolgen keine (weiteren) Maßnahmen/Kontrollen. Risiko-Berichterstattung und kontinuierliche Überwachung des RMS Vorstand und Aufsichtsrat erhalten regelmäßig einen Gesamtbericht mit einer umfassenden Beurteilung der Risikolage. Bei neu auftretenden signifikanten Risiken wird der Vorstand und ggf. der Aufsichtsrat unmittelbar durch eine Ad-hoc-Berichterstattung informiert. Die Governance, Risk & Compliance Abteilung der Dermapharm überwacht kontinuierlich die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement Systems und erarbeitet bei Bedarf Verbesserungsvorschläge. Bei wesentlichen Änderungen des RMS wird die Freigabe durch den Vorstand eingeholt. Eine unabhängige Prüfung der Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement Systems wird durch die Interne Revision in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Im Rahmen der Identifikation und Bewertung der unternehmensinternen Risikofaktoren unterliegen insbesondere Geschäftsprozesse, Projekte, Akquisitionen, Personal- und Compliance-Themen einer regelmäßigen Überprüfung. In diesem Bereich unterstützt das Interne Kontrollsystem bei Dermapharm die Risikominimierung und -eliminierung von steuerbaren Risiken in den Geschäftsprozessen. 3.3. Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem Ziel des Internen Kontrollsystems (IKS) ist es, die strategischen und operativen Vorgaben des Vorstandes von Dermapharm durchgängig umzusetzen, die betrieblichen Effizienzziele zu erreichen und die Compliance-Anforderungen zu gewährleisten. Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem des Konzerns umfasst alle Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der Verlässlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorgaben. Die Verantwortung für die Umsetzung des Internen Kontrollsystems im Rechnungslegungsprozess ist klar geregelt und liegt bei dem Vorstand, den verantwortlichen Führungskräften, der Finanzbuchhaltung und der Controlling-Abteilung. Das System wird kontinuierlich weiterentwickelt und regelmäßig auf seine Angemessenheit und Wirksamkeit geprüft, um die Richtigkeit und Vollständigkeit des Rechnungswesens sowie des Jahresabschlusserstellungsprozesses jederzeit zu gewährleisten. In die Rechnungslegungsprozesse und die Erstellung des Jahresabschlusses einschließlich des Lageberichts sind vielfältige Kontrollen integriert. Diese Prozesse werden weitestgehend mit Hilfe standardisierter IT-Systeme mit umfassenden systemtechnischen Kontrollen umgesetzt, um die korrekte und vollständige Erfassung von Geschäftsvorfällen sicherzustellen. Für die im Unternehmen eingesetzten Systeme ist die Verfügbarkeit durch die Einrichtung eines IT-Sicherheitskonzeptes weitestgehend sichergestellt. Weitere Kontrollen bestehen in der Umsetzung des 4-Augen-Prinzips bei den wesentlichen Geschäftsprozessen, einer klaren Trennung von Verantwortlichkeiten und Funktionen sowie diversen manuellen Abstimmtätigkeiten, die entsprechend dokumentiert und nachgehalten werden. Ergänzend befasst sich der Aufsichtsrat im Rahmen der Überwachung des Vorstands mit der Angemessenheit und Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems. 3.4. Compliance Management System Vertrauen und Integrität zählen zu den wichtigsten Werten der Unternehmenskultur und sind Voraussetzungen für den unternehmerischen Erfolg von Dermapharm. Ziel der Compliance-Regelungen ist es, das verantwortungsbewusste und ethisch korrekte Handeln des Unternehmens, der Führungskräfte sowie der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sicherzustellen. Mögliche Verstöße sollen bereits im Vorfeld erkannt und systematisch unterbunden werden. Die Steuerung und Überwachung der erforderlichen Aktivitäten verantwortet der Chief Compliance Officer (CCO) auf Konzernebene. Er wird durch die GRC Abteilung und die Compliance Officer in den einzelnen Tochtergesellschaften unterstützt. Die Unternehmensgrundsätze und die daraus abgeleiteten Verhaltensregeln sind maßgeblich in dem Verhaltenskodex der Dermapharm Holding SE festgelegt, das konzernweit verbindlich für alle Beschäftigten gilt. Unter anderem wird ein fairer und respektvoller Umgang miteinander von sämtlichen Beschäftigten der Dermapharm-Gruppe gefordert. Es wird weder Diskriminierung noch Belästigung aufgrund von Alter, Herkunft, Geschlecht, äußerlicher Erscheinung, Weltanschauung, Religion, sexueller Orientierung oder anderer individueller Merkmale geduldet. Des Weiteren werden im Verhaltenskodex verbindliche Regeln hinsichtlich Nachhaltigkeit und Umweltschutz, Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, unfairem Wettbewerb, Insiderhandel und Marktmanipulation, Datenschutz sowie Interessenskonflikten definiert. Zudem bietet die Dermapharm Gruppe die Möglichkeit, Verdachtsmomente im Zusammenhang mit den Tätigkeiten der Organisation und deren Geschäftspartnern zu melden. Hinweise zu potenziellen Gesetzesverstößen können über das digitale Hinweisgebersystem der Dermapharm Gruppe auch anonym an die interne Meldestelle abgegeben werden. Weiterhin können die Compliance Officer der einzelnen Gesellschaften, die GRC Abteilung oder der Chief Compliance Officer zu Compliance Themen konsultiert werden. Hinweise auf Verstöße werden nach professionellen Standards und gültigen Richtlinien untersucht und führen, abhängig vom Einzelfall, gegebenenfalls zu arbeits- oder vertragsrechtlichen Konsequenzen oder zu strafrechtlicher Verfolgung unter Einbindung von Ermittlungsbehörden und der Justiz. Die GRC Abteilung erstattet quartalsweise Bericht an den Vorstand über etwaige Compliance Vorfälle und Anfragen aus der Unternehmensgruppe sowie über daraus resultierende erforderliche Maßnahmen. 3.5. Risikobericht Markt & Strategie Bedrohung durch (neue) Wettbewerber / Hersteller von Originalpräparaten Dermapharm könnte negativ von Entwicklungen in den internationalen Märkten für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte betroffen sein. Insbesondere ein verschärfter Wettbewerb kann die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft negativ beeinflussen. Das Auftreten neuer Wettbewerber kann die Marktbedingungen ungünstig verändern. Des Weiteren können einige Wettbewerber die Marktbedingungen aufgrund ihrer finanziellen und/oder organisatorischen Ressourcen, Produktionskapazitäten, Vertriebsstärke und/oder Marktmacht für Dermapharm negativ beeinflussen. Durch die immer häufigere Teilnahme von Wettbewerbern an Ausschreibungen gesetzlicher Krankenkassen steigt bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln der Preisdruck. Um die beschriebenen Risiken so weit wie möglich zu minimieren, betreibt Dermapharm eine kontinuierliche Marktbeobachtung. Diese beinhaltet die Erstellung relevanter Marktanalysen und das Monitoring von Wettbewerbsangeboten. Bei Bedarf erfolgt eine angemessene Strategieanpassung. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als hoch eingestuft. Abhängigkeit von Schlüsselprodukten Im konzernweiten RMS wird ein Produkt dann als Schlüsselprodukt bezeichnet, wenn die Gesellschaft mit diesem mehr als 20 % des Jahres(netto-)umsatzes erwirtschaftet. Da bei der Dermapharm AG keine Schlüsselprodukte vorhanden sind, ist die Risikokategorie "Abhängigkeit von Schlüsselprodukten" für Dermapharm nicht relevant. Abhängigkeit von Lieferanten / Geschäftspartnern Dermapharm bezieht ihre Produkte von der Tochtergesellschaft mibe GmbH Arzneimittel. Versorgungsausfälle in der Lieferkette bei mibe GmbH Arzneimittel können daher zu einer Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit von Dermapharm führen. Gegen eventuelle Lieferengpässe, beispielsweise aufgrund des Ausfalls eines Lieferanten, sichert sich mibe GmbH Arzneimittel mit einer angemessenen Bevorratungsstrategie, alternativen Bezugsquellen und Lieferantenaudits ab. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als niedrig eingestuft. Abhängigkeit von Kunden Der Geschäftserfolg von Dermapharm ist u. a. von der erfolgreichen Vermarktung verschreibungspflichtiger und apothekenpflichtiger Arzneimittel abhängig. Die Nachfrage nach Dermapharm Produkten kommt in erster Linie von Ärzten und Apothekern, dem Großhandel kommt eine rein logistische Funktion zu. Allerdings können die von den Krankenkassen ausgeschriebenen Rabattverträge für bestimmte Wirkstoffe die Kundennachfrage beeinflussen (die Apotheker sind angehalten das günstigste Präparat zu taxieren). Dermapharm beobachtet umfassend und kontinuierlich Marktgeschehen, relevante Teilnehmer und maßgebliche Marktstrukturen und betreibt dadurch eine aktive Risikominimierung. Auf Basis der Erkenntnisse werden bei Bedarf Handlungsalternativen erörtert. Darüber hinaus findet ein enger und regelmäßiger Kundenaustausch statt. Weitere Absatzkanäle zum Zwecke der Diversifizierung werden bei Bedarf geprüft. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als mittel eingestuft. Risiken aus M&A-Aktivitäten Die Unternehmensstrategie von Dermapharm basiert auf Inhouse-Entwicklung, Internationalisierung und M&A-Aktivitäten. Insbesondere im Zusammenhang mit den M&A-Aktivitäten besteht das Risiko, dass in der Vergangenheit erworbene oder in Zukunft zu erwerbende Produkte, Produktportfolien oder Unternehmen möglicherweise nur mit höheren Kosten integriert oder beabsichtigte Synergieeffekte nicht in der gewünschten Art und Weise realisiert werden können. Daneben können erworbene Gesellschaften oder Produkte möglicherweise nicht die erwarteten Resultate am Markt erzielen, da sich Dermapharms Fokusmärkte bzw. -therapiegebiete anders als erwartet entwickeln können. Die Expansion des Geschäfts in ausländische Märkte setzt Dermapharm zudem Risiken aus, die mit der Geschäftstätigkeit in für Dermapharm bisher unbekannten Ländern einhergehen. Dabei können sich bestehende Konsumgewohnheiten, rechtliche Rahmenbedingungen sowie bestehende Markt- und Vertriebsstrukturen negativ auf den Geschäftserfolg auswirken. Vor diesem Hintergrund besteht für Dermapharm das Risiko, dass attraktive Wachstumspotentiale möglicherweise nicht identifiziert und genutzt werden können. Diesen Szenarien wirkt Dermapharm mit umfangreichen Maßnahmen entgegen. Darunter fällt die Due-Diligence-Prüfung vor potentiellen Übernahmen, für die je nach Bedarf relevante Unternehmensbereiche (u. a. Business Development, Finance) und erfahrene externe Berater einbezogen werden. Für die Integration hinzugewonnener Gesellschaften in die Unternehmensgruppe sind in den letzten Jahren diverse Prozesse etabliert worden. Dazu gehört die Einbindung in bestehende Strukturen des Konzernrechnungswesens, Controlling und IT. Im Rahmen der Integration werden konzernweite Richtlinien, Standards und Programme kommuniziert. Zudem ergeben sich Synergie effekte aus dem Wissenstransfer u. a. in den Bereichen Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als mittel eingestuft. Politische Risiken Dermapharm und insbesondere ihre Tochtergesellschaften sind international tätig und agieren damit in einer Vielzahl nationaler und supranationaler (gesundheits-)politischer Systeme. Änderungen der Rahmenbedingungen können die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und ihrer Töchter negativ beeinflussen beispielhaft seien die Einführung von Zöllen, ein möglicher Export-Bann vor allem von Wirkstoffen in den Lieferländern, Änderungen in der Preispolitik (z. B. Änderung von Krankenkassentarifen), die Einführung neuer Gesetze und weitere einschränkende Regelungen vor allem durch die nationalen Gesundheitssysteme genannt. Die Einflüsse können auch indirekter Natur sein, zum Beispiel durch die Einführung/Änderung von Mindestlöhnen oder Erhöhung der Steuers- ätze. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und der Konflikt im Gaza-Streifen stellen ein makro- ökonomisches und politisches Risiko dar, das weiterhin genau beobachtet werden muss. Die damit verbundenen Herausforderungen wie z. B. gestiegene Rohstoff- und Energiepreise sowie Lieferengpässe werden im operativen Geschäft von Dermapharm (s. Beschaffungsrisiken) berücksichtigt. Zum Jahresbeginn 2024 ist die im Rahmen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes erfolgte temporäre Erhöhung des gesetzlichen Herstellerabschlags um 5 Prozentpunkte ausgelaufen und der Herstellerabschlag wieder auf 7 % reduziert worden. Dermapharm begegnet diesen Risiken durch eine kontinuierliche Überwachung der relevanten politischen Entwicklungen, Kommunikation und Mitarbeit in Pharmaverbänden sowie durch die Einleitung von angemessenen Maßnahmen. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als mittel eingestuft. Sonstige marktbezogene und strategische Risiken Neue wissenschaftliche Erkenntnisse können die Geschäftstätigkeit von Dermapharm negativ beeinflussen. Ungünstige Forschungs-/Studienergebnisse z. B. zu einem Wirkstoff oder Hilfsstoff können zur Nicht-Einführung eines neuen Produkts oder zum Umsatzrückgang bei bestehenden Produkten führen. Weitere marktbezogene Risiken können sich z. B. aufgrund von Nachahmerprodukten mit geringer Qualität oder durch den Verkauf von Dermapharm Produkten über den Graumarkt ergeben. Dermapharm begegnet den beschriebenen Risiken durch die kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Rezepturen, durch die Vermeidung kritischer Inhalts-/Hilfsstoffe sowie durch die aktive Überwachung des Marktes und Anpassung der Produktstrategie, falls erforderlich. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als niedrig eingestuft. Operative Risiken Risiken bei der Entwicklung von neuen Präparaten / Produkten Ein Großteil des Umsatzes erwirtschaftet Dermapharm mit patentfreien Markenarzneimitteln. Die Entwicklung neuer Präparate ist eine der drei wichtigen Säulen der Unternehmensstrategie. Bei jedem Entwicklungsprojekt, das Dermapharm bei der Tochtergesellschaft mibe GmbH Arzneimittel in Auftrag gibt, können unerwartete fachliche Herausforderungen, regulatorische Änderungen oder behördliche Anforderungen zu unerwarteten Verzögerungen, Kostensteigerungen bis hin zu Projektabbrüchen führen. Insbesondere der Ausgang von klinischen Studien kann auch bei sorgfältigster Vorbereitung nicht vorhergesehen werden. Dies kann zur Folge haben, dass eine Zulassung möglicherweise nicht erteilt wird. Zudem können sich anfänglich als wirtschaftlich rentabel eingestufte Projekte im Verlauf der Entwicklung als unrentabel erweisen. Auch bei erfolgreicher Entwicklung eines neuen Produkts bestimmen verschiedene weitere Faktoren den Erfolg der nachgelagerten Produkteinführung. Letztere liegen zum Teil außerhalb der Kontrolle von Dermapharm. Die Entwicklung einschließlich der Zulassung patentfreier Pharmazeutika von Dermapharm dauert durchschnittlich fünf bis sieben Jahre. Je mehr Zeit die Entwicklung eines Produkts in Anspruch nimmt, desto länger dauert es möglicherweise, bis die Gesellschaft ihre Entwicklungskosten deckt und Gewinne erzielt. Ein Produkt, das zu Beginn seines Entwicklungszyklus als vielversprechend angesehen wird, kann weniger attraktiv werden, wenn einem Wettbewerber wider Erwarten ein früherer Markteintritt gelingt. Darüber hinaus kann der Markt im Verlauf der Produktentwicklung an Attraktivität verlieren (z. B. durch alternative Behandlungsformen oder neue Therapien in Bezug auf dieselben Beschwerden). Eine aktive Risikominimierung betreibt Dermapharm durch regelmäßige Beobachtung des Wettbewerbsumfelds im Zusammenhang mit relevanten Entwicklungs-Milestones. So wird beispielweise vor Beginn kostenintensiver klinischer Studien erneut eine Marktrecherche durchgeführt. Es werden Zulassungsdatenbanken im Hinblick auf Projekte des Wettbewerbs gesichtet. Im Rahmen von durch den Vorstand geführten Entwicklungsbesprechungen werden die Projekte im Hinblick auf Fortschritt und Kosten kontrolliert. Dadurch gelingt es, Ausfallrisiken frühzeitig zu erkennen und so weit wie möglich zu minimieren. Zudem werden regelmäßige Mitarbeiterschulungen zu allen relevanten gesetzlichen Vorschriften durchgeführt und klare Produktverantwortlichkeiten festgelegt. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als mittel eingestuft. Beschaffungsrisiken Die Einkaufsaktivitäten für Dermapharm werden von der Tochtergesellschaft mibe GmbH Arzneimittel übernommen. Im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und des Konflikts im Gaza-Streifen ist es auch im Jahr 2023 teilweise zu Lieferengpässen gekommen. Die sowohl durch das Kriegsgeschehen als auch durch gestiegene Verbraucherpreise verteuerten Rohstoff- und Energiekosten erhöhen die Herstellungskosten. Letztere können aufgrund von Festpreisregelungen nicht immer an die Kunden/ Patienten weitergegeben werden. Diese Herausforderungen auf der Beschaffungsseite werden voraussichtlich auch das Jahr 2024 prägen. Dank der bewussten Vorrats- und Beschaffungspolitik der mibe GmbH Arzneimittel hatten die Lieferengpässe allerdings nur minimale bis keine Auswirkungen auf die Produktionstätigkeit für die Produkte von Dermapharm. Wesentliche Teile der Rohstoffversorgung sind durch langfristige Lieferverträge sowie durch Preisgleitklauseln in den Verträgen mit Lieferanten abgedeckt. Darüber hinaus findet eine kontinuierliche Suche nach alternativen Beschaffungsquellen und Partnern statt. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als mittel eingestuft. Risiken bei der Produktherstellung Die Produktionsaktivitäten für Dermapharm werden ebenfalls von der Tochtergesellschaft mibe GmbH Arzneimittel übernommen. Störungen im Herstellungsprozess können sich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit von Dermapharm auswirken. Zu diesen Störungen gehören eine fehlende Verfügbarkeit von Produktionsanlagen sowie Störungen in der Arbeits- und Verfahrenssicherheit, wodurch Produktionsziele nicht erreicht sowie eine bestehende Nachfrage nicht ausreichend bedient und in der Folge Deckungsbeiträge nicht erwirtschaftet werden können. Viele Produkte von Dermapharm werden in technisch komplexen Prozessen hergestellt, die spezielle Anlagen und Rohstoffe sowie besondere Produktionsbedingungen erfordern. Solche Prozesse sind zunehmend auf den Einsatz produktspezifischer Geräte zur Umsetzung angewiesen, wodurch es zu technischen Engpässen kommen kann. Die Aufrechterhaltung des Produktionsbetriebs bei mibe gehört zu den obersten Prioritäten. Die Produktionsstätte von mibe in Brehna ist entsprechend § 6 der BSI-KritisV als kritische Infrastruktur (KRITIS) für das staatliche Gemeinwesen eingestuft und hält den Betrieb auch in Krisenzeiten durchgängig aufrecht. Zu den weiteren risikominimierenden Maßnahmen zur Sicherstellung der Produktion gehören u. a. proaktive Anlagenwartungen, Gefährdungsbeurteilungen, Sicherheitsbestände auf verschiedenen Herstellungsstufen und regelmäßige Mitarbeiterschulungen. Zudem werden stetig alle Produktionsanlagen und -örtlichkeiten optimiert und modernisiert, um optimale Produktionsbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu gewährleisten. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als niedrig eingestuft. Qualitätsrisiken / Produkthaftung Arzneimittelsicherheit und Produktqualität sind für Dermapharm von großer Bedeutung. Wenn Produkte, die von der Gesellschaft vertrieben werden, Marktrücknahmen oder Rückrufaktionen unterliegen oder sich als schädlich für die Kunden erweisen, wird dies die Nachfrage nach solchen Produkten negativ beeinflussen. Eine negative öffentliche Wahrnehmung der Produktqualität von Dermapharm könnte den gleichen Effekt haben. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse können zu einer ungünstigeren Risiko-Nutzen-Analyse führen, wodurch ein Präparat ganz oder teilweise vom Markt genommen werden muss. Ein solcher Vertriebsstopp kann durch rechtliche und behördliche Schritte begründet sein oder auch in freiwilliger Selbstverantwortung durchgeführt werden. Zudem könnten Gerichtsverfahren und damit verbundene Schadensersatzforderungen aufgrund dieser Ereignisse das Betriebsergebnis belasten. Eine aktive Risikominimierung betreibt Dermapharm durch die im Arzneimittelgesetz vorgeschriebenen Systeme zur Qualitätssicherung und zur Pharmakovigilanz. Diese Systeme bestehen aus internen Anweisungen (SOP - Standard Operating Procedure). Die relevanten Vorgaben und deren Umsetzung werden regelmäßig geschult und einer Erfolgskontrolle unterzogen. Die Einhaltung der Maßnahmen wird sowohl durch interne Audits als auch durch externe Behördeninspektionen überprüft. Zudem besteht eine konzernweite Pharma-Produkt-Haftpflichtversicherung. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als mittel eingestuft. Risiken in Marketing & Vertrieb Bei der Vermarktung jedes einzelnen Produkts ist die Beachtung einschlägiger rechtlicher Vorschriften, insbesondere des Heilmittelwerbegesetzes, von großer Bedeutung. Sollten einzelne rechtliche Vorschriften verletzt werden, kann der Vertrieb eines neuen Produkts verzögert oder durch rechtliche Schritte von Mitbewerbern verhindert werden. Sofern Dermapharm unter der Annahme der rechtlichen Unbedenklichkeit Produkte vertrieben hat und sich im Zuge gerichtlicher Entscheidungen herausstellt, dass diese Annahme unzutreffend war, besteht das Risiko, dass eingeführte Produkte mit erheblichen Kosten vom Markt genommen, wertberichtigt und vernichtet werden müssen. Die durch Dermapharm vertriebenen Produkte sind zu einem großen Teil Markenarzneimittel - ein wesentlicher Erfolgsfaktor dabei ist eine starke, geschützte Marke. Ein unzureichender Markenschutz für die vertriebenen Produkte stellt somit ein weiteres Risiko dar. Die Verwendung risikobehafteter Werbemittel (z. B. fehlerhafte / unvollständige Referenzen, Nachahmung von Werbung von Wettbewerbern, nicht mit der Zulassung übereinstimmende Werbung) kann zu Abmahnungen seitens der Wettbewerber bis hin zu Gerichtsverfahren führen. Dermapharm begegnet diesen Risiken durch die kontinuierliche Beobachtung der relevanten Marktlage und eine angemessene Anpassung der Produktstrategie, soweit erforderlich. Vor Belegung der Produkte mit dem Markennamen finden sorgfältige Recherchen statt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Marketing und Vertrieb werden zudem in Bezug auf regulatorische Themen (z. B. Heilmittelwerbegesetz (HWG), Markenrecht) zielgerichtet geschult. Sämtliche Werbemittel werden vor der Kommunikation nach außen durch unseren Informationsbeauftragten überprüft und freigegeben. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als mittel eingestuft. IT Risiken Durch den vermehrten Einsatz von IT-Systemen und -Programmen besteht die Gefahr, digitale Informationen zu verlieren. Dieses Risiko kann auf mangelnde oder unzureichende Datensicherung und auf Schaden stiftende externe Angriffe zurückgeführt werden. Zudem erfordern Softwarelösungen regelmäßige Wartungen und Updates, um die ständig wachsenden Anforderungen hinsichtlich Sicherheit und Funktionalität zu erfüllen. Darüber hinaus bergen die Integration von IT- Infrastrukturen von akquirierten Unternehmen und potentielle Ausfälle der IT-Systeme (u. a. in der Produktion) weitere Risiken. In Zeiten globaler Krisen erhöht sich erfahrungsgemäß die Wahrscheinlichkeit für Hacker-Angriffe, Phishing E-Mails und die Ausnutzung von IT-Sicherheitslücken. Die IT Abteilung der Dermapharm begegnet diesen Risiken unter anderem mit einem angemessenen Berechtigungskonzept, ausreichenden IT-Sicherungssystemen (zum Beispiel redundante Rechenzentren und zentrale Anti-Viren-Programme), regelmäßigen Software- und Hardware-Wartungen sowie routinemäßigen Backups unternehmenskritischer Daten. Zudem wird aktuell ein System zur Angriffserkennung eingerichtet. Als Betreiber kritischer Infrastruktur ist die mibe GmbH Arzneimittel außerdem verpflichtet, die Systeme auf ihre Sicherheit extern überprüfen zu lassen. Die Beurteilungen und Prüfungen finden im Zwei-Jahresrhythmus statt und dienen ebenfalls als Qualitätssicherungsinstrument der Risikominderung. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als hoch eingestuft. HR Risiken Der Erfolg von Dermapharm hängt maßgeblich von der Motivation und den Qualifikationen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab, die u. a. erfolgsversprechende Produkte entwickeln, diese unter Sicherstellung der Qualität und Unbedenklichkeit produzieren und in diversen internationalen Märkten effektiv vertreiben. Bedingt durch das Unternehmenswachstum, stellt die Fähigkeit von Dermapharm auch in Zukunft qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen und langfristig zu binden, einen weiteren kritischen Erfolgsfaktor dar. In einigen Regionen in Deutschland herrscht bereits nahezu Vollbeschäftigung. Der resultierende Fachkräftemangel, den demographische Faktoren in Zukunft weiterhin verschärfen können, kann sich negativ auf das Betriebsergebnis von Dermapharm auswirken. Des Weiteren kann sich eine hohe Mitarbeiterfluktuation, vor allem bei Schlüsselpositionen, negativ auf das Engagement der verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auswirken, zu einem negativen Employer-Branding sowie zu Prozessverzögerung und Wissensverlust führen. Um den oben beschriebenen Risiken entgegenzuwirken, werden auf Basis der jährlichen Personalplanung angemessene Maßnahmen zur Personalgewinnung und -förderung entwickelt. Unter anderem werden in fast allen Unternehmensbereichen regelmäßige Schulungen durchgeführt und entsprechend dokumentiert. Somit stellt Dermapharm die kontinuierliche Weiterentwicklung der bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Erfüllung relevanter regulatorischer Anforderungen (z. B. im Bereich Pharmakovigilanz, Arzneimittelsicherheit, Arbeitssicherheit) sicher. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als niedrig eingestuft. Sonstige operative Risiken Dermapharm trägt in den jeweiligen Marktregionen weitere allgemeine Geschäftsrisiken wie beispielsweise das Risiko unerwarteter Störungen der Infrastruktur, Streiks, Sabotage, Naturkatastrophen, kriminellen Aktivitäten, Terrorismus und anderer unvorhersehbarer wesentlich nachteiliger Einflüsse. Um die Beschädigung von Unternehmenseigentum (Gebäuden / Maschinen / Lagerbeständen) präventiv vorzubeugen bzw. zu minimieren, sind umfangreiche Maßnahmen und technische Vorkehrungen eingerichtet, u. a. Sprinkleranlage, Feueralarm, regelmäßige Brandschutzbegehungen, unternehmenseigene Notfallpläne zum Verhalten im Brandfall / im Fall eines Wasserschadens / Erdbebens sowie Trennung der Fertigware in mehreren Lagerhallen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, sichert sich Dermapharm gegen die beschriebenen Risiken durch den Abschluss entsprechender Versicherungen (konzernweite Betriebsunterbrechungsversicherung und Sachversicherung) ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Versicherungen im Einzelfall unzureichend sein können. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als niedrig eingestuft. Finanzielle Risiken Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken Dermapharm verfolgt die Strategie einer nachhaltigen und risikotragfähigen Finanzpolitik. Oberstes Ziel hierbei ist die Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit aller Konzernunternehmen sowie die Erhaltung finanzieller Flexibilität für den Konzern durch ausreichende Liquiditätsreserven und freie Kreditlinien. Verantwortlich für das Liquiditätsmanagement und damit für die Minimierung von Liquiditätsrisiken ist das Group Treasury. Um eine ausreichende Liquidität zu jeder Zeit sicherzustellen, werden Mittelzuflüsse und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert. Dermapharm unterhält hierzu automatisierte Cashpools, soweit dies wirtschaftlich und rechtlich angemessen bzw. durchführbar ist. Dennoch können sich Risiken aus einer möglichen Beeinträchtigung der Liquiditätslage des Konzerns ergeben. Ursächlich hierfür wäre neben dem Ausfall von Forderungen gegenüber Vertragspartnern, dem fehlenden Zugang zu Finanzierungsmärkten oder starken Schwankungen im operativen Geschäft, insbesondere die Kündigung von bestehenden Finanzierungsinstrumenten. Der im Dezember 2022 abgeschlossene Konsortialkredit sieht die Einhaltung einer Finanzkennzahl vor. Sollte diese Finanzkennzahl nicht eingehalten werden, hätten kreditgebende Banken das Recht, den Vertrag umfassend neu zu bewerten. Die Einhaltung dieser Finanzkennzahl wird kontinuierlich mittels eines rollierenden Covenant-Outlooks überwacht, um potenziell angespannte Relationen frühzeitig mit den kreditgebenden Banken zu besprechen und gemeinsame Lösungen zu finden. Ferner wird die Entwicklung der Liquidität im Rahmen einer detaillierten Finanzplanung inklusive eines rollierenden 13-Wochen-Liquiditäts-forecasts überwacht. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe auf Konzernebene als niedrig eingestuft. Zinsänderungsrisiken Zinsänderungsrisiken umfassen potenzielle Verluste durch die Veränderung von Marktzinsen. Das Zinsänderungsrisiko aus Finanzinstrumenten kann innerhalb der Unternehmensgruppe vor allem in Verbindung mit zinstragenden Finanzverbindlichkeiten entstehen. Der im Dezember 2022 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag weist eine variable Verzinsung auf, d. h. der Zinssatz ist im Wesentlichen abhängig von der Entwicklung eines Referenzzinssatzes (1- Monats-EURIBOR, 3-Monats-EURIBOR und/oder 6-Monats-EURIBOR). Um die sich aus dem Konsortialkreditvertrag ergebenden Zinsänderungsrisiken zu minimieren, sind im März 2023 mit einer Kernbank zwei Zinssicherungsgeschäfte über den Großteil des Finanzierungsvolumens abgeschlossen worden. Bis zum Laufzeitende der Zinsswaps wird so für dieses Volumen das Risiko einer Veränderung des Referenzzinssatzes synthetisch aufgehoben. Zudem ist derzeit ein Ansteigen der Referenzzinssätze im Laufe des Jahres 2024 als unwahrscheinlich anzusehen. Grundsätzlich begegnet Dermapharm Zinsänderungsrisiken durch eine weitgehend fristenkongruente Aufnahme von Refinanzierungsmitteln sowie bei Bedarf durch den Abschluss von grundgeschäftsbezogenen Zinsderivaten. Dies erfolgt ausschließlich über bonitätsstarke Geschäftsbanken. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe auf Konzernebene als niedrig eingestuft. Währungskursrisiken Die Bilanz- und Unternehmenswährung von Dermapharm ist der Euro. Da die Geschäftstätigkeit des Unternehmens international ausgerichtet ist, bestehen Risiken aus Wechselkursschwankungen. Insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten in anderen Währungen besteht das Risiko einer nachteiligen Wertänderung. Auch das Risiko von Bilanzeffekten kann aufgrund von Wechselkursschwankungen im Jahresabschluss, der Umrechnung der Bilanzposten sowie der Erträge und Aufwendungen der ausländischen Tochtergesellschaften mit einer vom Euro abweichenden lokalen Währung bestehen. In diesem Zusammenhang kann sich die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen negativ bzw. eine Abwertung positiv auswirken. Falls erforderlich prüft Dermapharm im Einzelfall grundgeschäftsbezogene Währungssicherungsinstrumente zur Risikominimierung (wie bspw. Devisentermingeschäfte). Der Abschluss erfolgt dabei ausschließlich über bonitätsstarke Geschäftsbanken. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe auf Konzernebene als niedrig eingestuft. Steuerliche Risiken Die Steuerplanung und -optimierung von Dermapharm erfolgt in Abhängigkeit vom aktuellen und erwarteten steuerlichen Umfeld. Allerdings unterliegen Steuersachverhalte generell gewissen Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch in- oder ausländische Steuerbehörden. Auch wenn Dermapharm Prozesse und Strukturen etabliert hat, um steuerliche Sachverhalte korrekt und gesetzeskonform abzubilden, ist nicht auszuschließen, dass die tatsächliche Steuerbelastung höher ausfällt als ursprünglich berechnet. Änderungen des allgemeinen steuerlichen Umfelds können sich ebenfalls nachteilig auf die zukünftige Steuerbelastung von Dermapharm auswirken. Der Dermapharm-Konzern wirkt steuerlichen Risiken durch eine sorgfältige Prüfung und Bearbeitung aller Steuersachverhalte entgegen. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe auf Konzernebene als niedrig eingestuft. Compliance Risiken Risiken durch Änderungen des rechtlichen und regulatorischen Umfelds Der Pharma- und Gesundheitsmarkt ist ein stark regulierter Markt und durch eine Vielzahl von Vorschriften gekennzeichnet. Die Aufhebung oder Änderung bestehender oder der Erlass neuer Vorschriften, beispielsweise im Rahmen einer Gesundheitsreform, können erhebliche wirtschaftliche und strategische Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit haben und sich nachteilig auf den Geschäftserfolg von Dermapharm auswirken. Von wesentlicher Bedeutung sind Vorschriften auf nationaler oder supranationaler Ebene, die Marktstrukturen, Preisgestaltung und/oder Produktzulassungen im Rahmen des öffentlichen Gesundheitswesens betreffen. Prinzipiell besteht für alle Produkte im Gesundheitsmarkt, insbesondere jedoch für pharmazeutische Produkte, das Risiko der Ausgrenzung oder Reduzierung der Kostenerstattung durch regulatorische Eingriffe im Rahmen der jeweiligen nationalen Sozialversicherungssysteme. Im Bereich der patentfreien Arzneimittel ist die Bepreisung verschiedener Produkte außerdem einem hohen Preisdruck ausgesetzt, der vor allem durch die Rabattvereinbarungen mit gesetzlichen Krankenkassen verursacht wird. All dies kann dazu führen, dass die Profitabilität einzelner Produkte geschmälert und im Einzelfall die Markteinführung eines neuen Produkts unrentabel wird. Die beschriebenen Risiken werden u. a. durch eine aktive Verbandsarbeit minimiert. Dabei werden Gesetzesinitiativen, Verordnungen und Richtlinien bereits im Entwurfsstadium kommuniziert, was eine Beteiligung am Gestaltungsprozess oder eine frühzeitige Einstellung auf sich verändernde Rahmenbedingungen ermöglicht. Eine weitere Maßnahme zur Risikominimierung ist beispielsweise die Positionierung in kleineren Nischenmärkten (die wiederum seltener durch die Krankenkassen ausgeschrieben werden). Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als niedrig eingestuft. Korruptionsrisiken Potentielle Korruptionsrisiken könnten sowohl im Beschaffungsprozess (Bestechung durch Lieferanten zur Absicherung von Aufträgen) als auch im Vertrieb bestehen (z. B. unlautere Beeinflussung der Verschreibungsentscheidungen von Ärzten mittels unerlaubter Zuwendungen / Bewirtungen). Selbst der (unbegründete) Verdacht auf Korruption kann zu strafrechtlicher Verfolgung und Untersuchungen durch relevante Behörden sowie hohen Reputationsschäden führen. Im begründeten Fall sind zudem Gerichtsverfahren und signifikante Strafen zu erwarten. Im Verhaltenskodex der Dermapharm Gruppe sind daher Regeln zur Unterbindung von Korruption für alle Beschäftigte verbindlich geregelt. Für die Meldung von Verdachtsmomenten ist in 2023 ein Hinweisgebersystem gemäß dem Hinweisgeberschutzgesetz vom 31. Mai 2023 eingerichtet worden. Des Weiteren stehen der Chief Compliance Officer, die GRC Abteilung und die lokalen Compliance Officer bei Fragen beratend zur Verfügung. Als Mitglied im AKG (Arzneimittel und Kooperation im Gesundheitswesen e.V.) hält sich Dermapharm auch an den entsprechenden AKG Verhaltenskodex. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als niedrig eingestuft. Kartellrisiken Unlautere Absprachen mit Wettbewerbern bzgl. Verkaufspreisen, Angebotsabgaben, Aufteilung von Märkten oder Ausschreibungen sowie die Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung (z. B. durch Ungleichbehandlung von Kunden/Lieferanten ohne sachliche Rechtfertigung) werden durch das Kartellrecht verboten. Die Nicht-Befolgung der einschlägigen Gesetze kann zu strafrechtlicher Verfolgung und Untersuchungen durch relevante Behörden, Reputationsschäden, Gerichtsverfahren und signifikanten Strafen führen. Im Verhaltenskodex der Dermapharm Gruppe sind daher Regeln zur Vermeidung unfairen Wettbewerbs für alle Beschäftigten verbindlich geregelt. Des Weiteren stehen auch hier der Chief Compliance Officer, die GRC Abteilung und die lokalen Compliance Officer bei Fragen beratend zur Verfügung. Als Mitglied vom AKG (Arzneimittel und Kooperation im Gesundheitswesen e.V.) hält sich Dermapharm auch an den entsprechenden AKG Verhaltenskodex. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als niedrig eingestuft. Verletzung von Datenschutz (EU-DSGVO) Seit dem 25. Mai 2018 regelt die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (EU- DSGVO) die Verarbeitung personenbezogener Daten. Um den Schutz der personenbezogenen Daten sicherzustellen, dürfen diese nicht ohne rechtliche Grundlage / Erlaubnis gespeichert, verarbeitet, verändert, vernichtet, offengelegt, an Dritte weitergegeben werden, etc. Die Nicht-Befolgung der Vorgaben der EU-DSGVO kann unter anderem zu Untersuchungen durch relevante Behörden, Reputationsschäden, Gerichtsverfahren und hohen Strafen führen. Um die rechtlichen Vorgaben zu erfüllen, hat Dermapharm seit 2018 einen Konzern-Datenschutzbeauftragten bestellt. Gemeinsam mit den relevanten Fachabteilungen hat dieser von der DSGVO geforderte Unterlagen (u. a. vertragliche Vereinbarungen mit Geschäftspartnern (AV-Verträge), VVTs (Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten), Datenschutzleitlinien und -policies) erstellt und steht beratend für sämtliche Fragen rund um das Thema Datenschutz zur Verfügung. In 2023 sind durch den Datenschutzbeauftragten mehrere zielgruppengerechte Schulungen gehalten worden. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als niedrig eingestuft. Menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken im eigenen Geschäftsbereich Der Schutz der Umwelt, des Lebens und der Gesundheit der Mitarbeitenden im Arbeitsalltag hat für Dermapharm oberste Priorität. Die Nicht-Einhaltung von gesetzlichen Anforderungen oder internen Vorgaben können zu Personen-, Sach- und/oder Umweltschäden führen, Betriebsunterbrechungen verursachen sowie eine Verpflichtung zu Schadensersatzzahlungen nach sich ziehen. Mit regelmäßigen Arbeitsschutzunterweisungen sowie internen Standards gewährleistet Dermapharm die Sicherheit in den Betriebsstätten und den Schutz vor sonstigen Gesundheitsschäden. Der Dermapharm-Konzern produziert überwiegend in Deutschland und erfüllt hohe Standards im Hinblick auf die Belange von Mensch und Umwelt. Im Verhaltenskodex sind zudem Regeln zum respektvollen Umgang miteinander für alle Beschäftigte verbindlich geregelt. Für Meldungen von Verdachtsmomenten/Verstößen stehen das digitale Hinweisgebersystem, der Chief Compliance Officer, die GRC Abteilung und die lokalen Compliance Officer zur Verfügung. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als niedrig eingestuft. Sonstige Compliance Risiken Die Verletzung weiterer interner oder externer Vorgaben, zum Beispiel hinsichtlich Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Insiderhandel, Marktmanipulation, Veruntreuung, Unterschlagung, Diebstahl oder gewerblicher Schutzrechte kann zu weiteren Compliance Risiken führen. Die Nicht- Befolgung der einschlägigen Gesetze kann zu strafrechtlicher Verfolgung und Untersuchungen durch diverse Behörden, Reputationsschäden, Gerichtsverfahren und signifikanten Strafen führen. Alle Dermapharm Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind angehalten, die im Verhaltenskodex des Konzerns definierten Regeln ohne Ausnahme zu befolgen. Dennoch kann es aufgrund von menschlichem Versagen zu einem Verstoß kommen. In einem solchen Fall werden arbeitsrechtliche und - falls erforderlich - strafrechtliche Maßnahmen eingeleitet. Die Wahrscheinlichkeit für Compliance-Verstöße wird durch die regelmäßige Kommunikation und Beratung seitens der GRC Abteilung und der Compliance Officer, durch die Durchführung relevanter Schulungen sowie durch die implementierten Kontrollen in den relevanten Unternehmensprozessen reduziert. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als niedrig eingestuft. 3.6. Chancenbericht Auch wenn nach wie vor viele Krankheiten noch nicht therapierbar sind, schaffen die Fortschritte in der Medizin und Pharmazie weiter Anreize für Innovationen und neue Produktentwicklungen. Die steigende Lebenserwartung und der Wunsch der meisten Verbraucher nach einer verbesserten Lebensqualität erhöhen die Nachfrage nach gesundheitsbezogenen Dienstleistungen und Produkten. Im ökonomischen Vergleich zu anderen Behandlungsformen gelten pharmazeutische Erzeugnisse weiterhin als besonders effizient. Insbesondere patentfreie Arzneimittel weisen hohe Wachstumspotenziale auf, denn diese erlauben preisgünstigere Therapiekosten bei gleichbleibender Qualität und leisten somit einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung des Kostendrucks im Gesundheitswesen. Auch in Zukunft werden Patente und Schutzrechte kontinuierlich ablaufen und für eine fortlaufende Ausweitung der für den generischen Wettbewerb verfügbaren Marktpotenziale sorgen. Diese Marktpotenziale beabsichtigt Dermapharm durch die Einführung neuer Produkte sowie die Akquisition bestehender patentfreier Markenarzneimittel zu nutzen. Dermapharm treibt ihre strategische Weiterentwicklung aktiv voran. Dabei fußt die Unternehmensstrategie auf einem aktiven Portfoliomanagement durch konzerninterne Produktneuentwicklungen zur Stärkung der einzelnen Produktkernbereiche. Die sich aus dieser Strategie ergebenden Wachstumschancen beabsichtigt Dermapharm auch in Zukunft aktiv zu nutzen. Dermapharm verfügt über eine breite Entwicklungspipeline an pharmazeutischen Markenprodukten in ausgewählten Therapiegebieten, die sich durch eine niedrige Anzahl von Mitbewerbern und einer weitgehenden Unabhängigkeit von Ausschreibungen durch gesetzliche Krankenkassen auszeichnet. Durch die erfolgreiche Integration der französischen Arkopharma-Gruppe (Vollzug der Transaktion Anfang Januar 2023) ergeben sich weitere Chancen für 2024. Neben den Vertriebssynergien strebt Dermapharm auch Synergien in der Produktion an. So kann die Verlagerung von Produktionskapazitäten zur Herstellung von Kapseln, Tabletten und Pulvern nach Frankreich zu Auslastungs- und Effizienzsteigerungen führen, welche sich direkt in einem verbesserten operativen Ergebnis zeigen. In 2023 ist die Internationalisierungsstrategie der Dermapharm Gruppe durch den Erwerb eines Mehrheitsanteils an der Pharmazeutischen Fabrik Montavit Gesellschaft m.b.H., einem österreichischen Traditionsunternehmen, fortgesetzt worden. Montavit produziert Arzneimittel und Medizinprodukte für die Therapiebereiche Urologie, Gynäkologie, Allergietherapie und pflanzliche Arzneimittel nach europäischen Standards und exportiert die Produkte in über 80 Länder. Durch die laufende Zusammenlegung der Geschäftsaktivitäten der Dermapharm Tochtergesellschaften Candoro ethics GmbH, Candoro ethics GmbH NM (ehemals Spectrum Therapeutics GmbH) und THC Pharm GmbH werden in Zukunft sowohl die Expertise im Bereich des medizinischen Cannabis unter dem neuen Namen Candoro ethics gebündelt als auch Synergieeffekte erzielt. Zudem wird im ersten Halbjahr 2024 die Produktion von Candoro ethics GmbH NM von Neumarkt in der Oberpfalz an den Sitz der axicorp GmbH nach Friedrichsdorf bei Frankfurt am Main verlegt. Durch diese Produktionsverlagerung werden Synergien unter anderem in den Bereichen Logistik, Vertrieb und Verwaltung ermöglicht. Regulatorische Veränderungen wie die Verabschiedung der nationalen Pharmastrategie am 13. Dezember 2023 und das Inkrafttreten des Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetzes (ALBVVG) am 27. Juli 2023 bringen neue Chancen für Dermapharm und den gesamten Pharmastandort Deutschland mit sich. Um die Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln kurz- und langfristig zu stärken, werden strukturelle Maßnahmen im Bereich der Festbeträge, Rabattverträge sowie der Medikamentenproduktion umgesetzt. So werden gemäß dem ALBVVG unter anderem die Festbeträge und Rabattverträge für Kinderarzneimittel abgeschafft, der Preisdruck durch Zuzahlungsbefreiungsregeln gesenkt sowie die Austauschregeln für Apotheken vereinfacht. Gibt es bei versorgungskritischen Arzneimitteln zu wenig Anbieter, können zudem Festbetrag oder Preismoratorium einmalig um 50 Prozent angehoben werden. Die sich daraus ergebenden Potentiale unter anderem im Bereich der Preisgestaltung werden aktuell durch Dermapharm überprüft. Unter Erfolgsgesichtspunkten wird weiterhin ein Augenmerk auf das effiziente Management der Kosten gelegt. Dabei legt Dermapharm nicht zuletzt aus Wesentlichkeitsüberlegungen den Fokus auf eine optimale Herstellung ihrer Produkte bei der Tochtergesellschaft mibe GmbH Arzneimittel bei gleichzeitiger Reduzierung der damit verbundenen Kosten. Aus einer Reduzierung der Herstellungskosten durch Produktion im Konzernverbund und einer Beteiligung der Lieferanten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe am Marktrisiko ergeben sich somit entsprechende Chancen zur Kostensenkung. Dem Wettbewerb am Markt wird Dermapharm auch in Zukunft mit Erfahrung, neuen Produktzulassungen, Zuverlässigkeit und einem hohen Maß an Qualität begegnen. Die hohen Qualitätsstandards des Unternehmens werden mit Hilfe von internen Ablauf- und Qualitätskontrollen durchgesetzt. 3.7. Gesamtaussage - Beurteilung und Zusammenfassung Chancen der künftigen Entwicklung sieht Dermapharm insbesondere in der weitgehenden konjunkturellen Unabhängigkeit des Marktes für pharmazeutische Produkte, dem noch nicht ausgeschöpften Wachstumspotenzial im Bereich patentfreier Arzneimittel, der Realisierung von Synergieeffekten insbesondere bei den Akquisitionen, einem effizienten Kostenmanagement sowie den hohen Produktstandards. Durch die Fortsetzung der erfolgreichen Wachstumsstrategie aus konzerninterner Produktentwicklung, Internationalisierung und M&A-Aktivitäten wird Dermapharm, auch in Zukunft diese Wachstumschancen konsequent nutzen. Risiken der künftigen Entwicklung sieht Dermapharm vor allem in einer möglichen Verschärfung des Wettbewerbs in einzelnen Marktsegmenten, der Ausnutzung von IT-Sicherheitslücken, der weiterhin angespannten geopolitischen Lage und den damit verbundenen gestiegenen Rohstoff- und Energiepreisen sowie Lieferengpässen. Angesichts der finanziellen Stabilität der Dermapharm AG können die im Risikobericht beschriebenen Risiken auch bei einem potentiellen Eintritt gut bewältigt werden. Aus heutiger Sicht bestehen für die zukünftige Entwicklung der Dermapharm AG keine bestandsgefährdenden Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen könnten. 4. Prognosebericht 4.1. Ausblick In unserem Prognosebericht geht Dermapharm, soweit möglich, auf die erwartete künftige Entwicklung der Dermapharm und des Marktumfelds des Unternehmens im Geschäftsjahr 2024 ein. Erwartete Entwicklung des Marktumfelds Nach einem abgeschwächten Anstieg der Weltwirtschaft im Jahr 2023 rechnet die OECD aufgrund der angespannten Finanzbedingungen und dem gedämpften globalen Handel mit einer Abschwächung des Wachstums. Der erwartete Anstieg der Weltwirtschaftsleistung für das Jahr 2024 beträgt 2,9 % (Stand: Februar 2024). Für die Wirtschaft im Euroraum sieht die OECD ebenfalls ein stark gedämpftes Wachstum für 2024 von 0,6 % (Stand: Februar 2024). Die deutsche Bundesregierung erwartet laut Jahreswirtschaftsbericht 2024 für das laufende Jahr, trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen, ein schwaches Wachstum der deutschen Wirtschaft in Höhe von 0,2 % (Stand: Februar 2024). Die Bundesregierung begründet das leichte Wachstum mit belastenden Faktoren wie geopolitische Krisen und geldpolitische Straffungen aber auch einem Zuwachs der Nominallöhne, einer nachlassenden Inflation und der robusten Arbeitsmarktentwicklung. Die Zuwächse der Nominallöhne führen in Kombination mit der nachlassenden Inflation zu einem Zuwachs an realer Kaufkraft, was den Binnenmarkt stärken sollte. Allerdings sind diese Prognosen mit Unsicherheiten behaftet. Laut der Bundesregierung bestehen auch zu Beginn des laufenden Jahres hohe Unsicherheiten für die Wirtschaft, unter anderem hinsichtlich der Entwicklung geopolitischer Krisen sowie der Erholung wichtiger Handelspartner (Stand: Februar 2024). Bei den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln rechnet Evaluate Ltd. in dem Bericht "World Preview 2022, Outlook to 2028: Patent and Pricing" damit, dass der weltweite Markt für verschreibungspflichtige Arzneimittel bis 2028 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 6 % auf 1,6 Billionen USD wachsen wird. Bei den patentfreien/generischen Arzneimitteln erwartet das Marktforschungsunternehmen IMARC Group ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 6 % zwischen 2024 und 2032. Erwartete Entwicklung des Unternehmens Dermapharm wird ihr Geschäft auch zukünftig schwerpunktmäßig auf den Gesundheitsmarkt und dabei insbesondere auf den Bereich Pharma ausrichten. Gezielt werden wir weiterhin unsere Strategie der Ausrichtung auf ausgewählte Nischenmärkte und die weitestgehende Unabhängigkeit von "Blockbuster"-Produkten und stark regulierten Produkten verfolgen. Generell sind wir damit in einer Branche tätig, die weiterhin weltweit wachsen wird und langfristige Wachstumschancen aufweist. Sich ändernde regulatorische, wettbewerbsrechtliche und konjunkturelle Rahmenbedingungen, können jedoch die Umsatz- und Ertragsentwicklung gegenläufig beeinflussen. Einzelheiten zu diesen Risiken sind im Chancen- und Risikobericht beschrieben. Angesichts der geplanten Weiterentwicklung des Unternehmens durch konzerninterne Produktentwicklungen und gezielter M&A-Aktivitäten geht der Vorstand insgesamt davon aus, auch künftig Wachstum erzielen zu können. Einzelheiten zu den Chancen und Risiken des Unternehmens werden im Chancen- und Risikobericht näher erläutert. Im Rahmen einer erfolgreichen konzerninternen Produktentwicklung mit einer gut gefüllten Pipeline sowie seiner aktiven Akquisitionspolitik in den Jahren 2018 bis 2023 mit wertschaffenden Zukäufen, wird Dermapharm ihr Portfolio stetig erweitern können. Grundlegende Annahmen zur Prognose Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 erfolgte unter Berücksichtigung bekannter Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichts zur Verfügung standen. Zudem wurden der gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Ausblick mit in die Prognose einbezogen. Ukraine-Krise Auch das laufende Geschäftsjahr wird von dem Krieg Russlands gegen die Ukraine beeinflusst werden. Allerdings ist Dermapharm aufgrund des integrierten Geschäftsmodells und des breit diversifizierten Produktportfolios gut auf Krisenzeiten eingestellt. Weiterhin zeigt sich die Produktion des Dermapharm Portfolios beim Tochterunternehmen mibe GmbH Arzneimittel in Brehna bei Leipzig als nicht übermäßig energieaufwändig, so dass auch die gestiegenen Rohstoffpreise und Energiekosten zu keinen größeren Ergebniseffekten führen. Zudem tragen teils langfristige Lieferverträge zu stabilen Energiekosten bei. Somit sind zum Stand März 2024 keine wesentlichen wirtschaftlichen Beeinträchtigungen durch die Folgen des Kriegs von Russland gegen die Ukraine auf die Geschäftszahlen der Dermapharm absehbar. Zudem stützt sich die Prognose auf folgende Annahmen:
4.2. Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung Das Geschäftsmodell von Dermapharm ist aufgrund von allgemeinen und branchenspezifischen Wachstumsmechanismen im Pharma - und Gesundheitsmarkt sowie der Wachstumsprognosen unabhängiger Institute auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotentialen ausgerichtet. Damit verbunden sind jedoch auch operative Herausforderungen und Risiken, die zum größten Teil durch geänderte oder zusätzliche staatliche Regulierungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Kostensenkungsmaßnahmen und erschwerte zulassungsrelevante Auflagen, bestimmt werden. Dadurch wird die zukünftige Entwicklung von Umsatz und Ertrag des Unternehmens grundsätzlich gleichermaßen von wachstumsfördernden und wachstumshemmenden Rahmenbedingungen gekennzeichnet sein. Angesichts unserer strategischen Ausrichtung und der bereits konsequent verfolgten Strategieumsetzung, sowie einer gesetzlich stabilen Lage und einem stetig wachsenden Pharmamarkt, sollten zukünftig die positiven Aussichten weiterhin überwiegen. Bedingt durch die Kooperation der Tochtergesellschaft mibe GmbH Arzneimittel mit der BioNTech SE über die Herstellung von Impfstoffen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie war das EBITDA in 2023 auch durch einen deutlichen Anteil in der Impfstoffproduktion in der Gewinnabführung von mibe an Dermapharm geprägt. Grundsätzlich wird diese Kooperation auch im Geschäftsjahr 2024 fortbestehen. Dabei stellte bereits das Jahr 2023 eine Übergangsphase dar, im Rahmen derer von einer umfangreichen Produktion des Impfstoffes zur Pandemie Bekämpfung zu einer Bereitstellung der Herstellungskapazitäten im Rahmen nationalen und europäischen Pandemic-Preparedness-Programmen sowie einer deutlich reduzierten Produktion zur Grundversorgung der Bevölkerung übergegangen wurde. Daher wird für das Geschäftsjahr 2024 eine deutlich reduzierte Gewinnabführung von mibe an Dermapharm erwartet. Der Vorstand geht deshalb für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr, von einem leicht wachsenden Umsatz aus. Beim EBITDA wird ein besonders starker Rückgang erwartet. 5. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht Schlusserklärung zum Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht), § 312 Abs. 3 Satz 3 AktG Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Berichtszeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und die Gesellschaft ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.
Grünwald, den 21. März 2024 Dr. Hans-Georg Feldmeier, Chief Executive Officer Christof Dreibholz, Chief Financial Officer & Chief Compliance Officer Dr. Andreas Eberhorn, Chief Marketing Officer Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2023:Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2023 laufend vom Vorstand der Gesellschaft und in turnusmäßigen Sitzungen über die allgemeine Geschäftsentwicklung und die Entwicklung der Gesellschaft unterrichten lassen. Den Jahresabschluss der Gesellschaft, mit Anhang und Lagebericht, zum 31. Dezember 2023 hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist damit gem. § 172 AktG festgestellt.
Grünwald, den 21. März 2023 Wilhelm Beier Beschluss über die Ergebnisverwendung:Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. März 2023 ist der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 vollständig in den Gewinnvortrag eingestellt worden. |
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