Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 4995
Vorher
BSB Bewirtschaftungs- und Servicegesellschaft des wohnungswirtschaftlichen Bildungszentrums Bochum-Springorum mbH
Eingetragen
18.5.1994
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
die Schaffung und Erhaltung der räumlichen, personellen und sächlichen Voraussetzungen für die Bewirtschaftung des Europäischen Bildungs-, Forschungsund Informationszentrums der Wohnungsund Immobilienwirtschaft in Bochum-Springorum. Zur Erfüllung ihres Zweckes kann die Gesellschaft Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte erwerben sowie geeignete Räumlichkeiten errichten, erwerben, anpachten oder mieten und bewirtschaften, um Nutzer der Bildungs-, Forschungs- und Informationseinrichtungen unterbringen und verpflegen können. Die Gesellschaft kann darüber hinaus alle Geschäfte tätigen, die der Bewirtschaftung des Europäischen Bildungs-, Forschungsund Informationszentrums der Wohnungsund Immobilienwirtschaft dienen. Sie kann sich hierzu Dritter bedienen, Beteiligungen eingehen und/oder die Geschäftsführung einer Kommanditgesellschaft als persönlich haftende Gesellschafterin übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sabine de Reus
seit 24.7.2025
Prokura
Marvin Feuchthofen
seit 10.6.2024
Geschäftsführer
Klaus Leuchtmann
seit 18.2.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (6)

NameAnteil
M****** V**********
0.18%
O***** H*******
0.16%
F******** G*****
0.16%

Gesellschafter

7 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 7 angezeigt

VdW Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V.
Germany
927.600 €
42.43%
VdW Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (Baugenossenschaften) e.V.
Germany
289.850 €
13.24%
Aareal Bank AG Konzernentwicklung
Germany
289.850 €
13.24%
EZB Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft
Germany
231.900 €
10.60%
Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.
Germany
159.450 €
7.29%

Beteiligungen

NameAnteil
2.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EBZ Service GmbH

Bochum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeines

Die EBZ Service GmbH hat ihren Sitz in Bochum und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bochum unter HRB 4995.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten (ausschließlich Fremdleistungen) angesetzt und so weit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen linear vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen grundstücksgleicher Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibungen der Geschäftsbauten betragen seit der im Jahr 2002 geänderten Nutzungsdauer planmäßig 2 % p. a. (vorher 4 %). Die Abschreibungen in Höhe von 2 % p. a. für die ehemaligen Hausmeisterwohnungen und 10 % p. a. auf die Betriebsvorrichtung werden nach der linearen Methode unverändert vorgenommen.

Unter Betriebs- und Geschäftsausstattung werden auch die maschinellen Ausstattungen unseres Küchenbetriebes einschließlich Kühlzellen und das Mobiliar samt Einbauten für den Hotel- und Restaurantbetrieb ausgewiesen. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird linear über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 3 und 20 Jahren (überwiegend mit 20 %) abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GwG) werden gemäß Wahlrecht bis zu einem Wert von € 800,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Auswirkungen der Bewertungsänderung bei den geringwertigen Wirtschaftsgütern sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.

Die Vorräte sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind Aufwand des Folgejahres, der bereits im Jahr 2023 eine Ausgabe darstellt.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Für erhaltene Investitionszuschüsse und Zuschüsse zur Altlastensanierung besteht ein passivischer Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen der gemäß § 273 HGB alt gebildet wurde. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer finanzierter Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Der Sonderposten wurde 1997 aus den Investitionszuschüssen des regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms des Landes NRW und einem Zuschuss zur Altlastensanierung gemäß R 34 Abs. 4 EStR gebildet.

Die Rückstellungen für Pensionen entsprechen dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Basis eines Zinsfußes von 1,82% (Vorjahr 1,78%) ermittelten Teilwert der Versorgungsverpflichtungen unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei dem verwendeten Zinssatz von 1,82% handelt es sich um einen auf den 31. Dezember 2023 prognostizierten 10-Jahres-Durchschnittszins bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurden im Berichtsjahr T€ 11 zugeführt.

Entsprechend der Änderungen der Vorschriften des HGB für die Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ist der Unterschiedsbetrag für Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren anzugeben. Dieser beträgt zum Bilanzstichtag T€ 1. Für diesen Betrag besteht grundsätzlich eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Absatz 6 HGB.

Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung tragen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Berichtsjahr ist in dem als Anlage 1 zum Anhang beigefügten Anlagengitter dargestellt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 28 (Vorjahr T€ 326), davon T€ 22 (Vorjahr T€ 305) gegen Gesellschafter. Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht.

Der Bilanzgewinn 2022 in Höhe von T€ 553 wurde durch Beschluss in der Gesellschafterversammlung am 15.05.2023 in "Andere Gewinnrücklagen" eingestellt. Es wurden 10% des Jahresüberschusses 2022 bei Aufstellung des Jahresabschlusses in die satzungsmäßige Rücklage eingestellt.

Die Rückstellungen in Höhe von T€ 136 (Vorjahr T€ 206) beinhalten im Wesentlichen solche für Personalverpflichtungen insbesondere aus Jubiläen und Urlaub (T€ 40) sowie die zurückgestellten Kosten für ausstehende Rechnungen (T€ 16), Abschlussprüfung (T€ 11) und Steuererklärungen (T€ 6).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 220 betrifft ein Darlehen der Sparkasse Bochum mit einem Zinssatz von 1,99 % und einer verbleibenden Zinsbindung von 10 Jahren. Die Sparkasse Bochum ist Gesellschafter der Gesellschaft, damit stellen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern dar. Die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Darlehen der Sparkasse Bochum sind durch erstrangige Grundschulden in Höhe von insgesamt T€ 10.015 (T€ 9.615 Objekt Springorumallee 20 und T€ 400 Objekt Springorumallee Grundstück Parkplatz) besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 102 (Vorjahr T€ 41), davon gegenüber Gesellschafter T€ 102 (Vorjahr T€ 41) und aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 72 (Vorjahr T€ 20).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine gemäß § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB anzugebenden Haftungsverhältnisse.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Umsatzerlöse 2023 2022
T€ T€
Hotel und Restaurant 4.145 3.707
Dienstleistungen 343 345
Personalkosten/Mietverträge 123 147
4.611 4.199

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. solche aus Versicherungsentschädigungen (T€ 13), der Auflösung von Rückstellungen (T€ 40) und der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen i. H. v. unverändert T€ 38. Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf T€ 2 (Vorjahr T€ 6).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten u. a. nicht abziehbare Vorsteuer (T€ 162) und Personalgestellung (T€ 218).

In den Zinsaufwendungen sind wie im Vorjahr T€ 22 an die Stiftung EBZ abgeführte Erbbauzinsen enthalten.

E. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 67 Mitarbeiter inklusive zwei Geschäftsführer (Vorjahr: 67 inklusive zwei Geschäftsführer).

Zur Finanzierung des EBZ Neubaus (Schulungs- und Forschungszentrum) hat die Stiftung EBZ zur Teilfinanzierung einen Kreditvertrag abgeschlossen.

Gemäß Konditionsvereinbarung vom 23.08.2016 wurde als Kreditsicherheit die Eintragung von Gesamtgrundschulden in Höhe von Mio. € 6,9 auf dem EBZ-Bestandsgebäude, im Rang unmittelbar nach der Sparkasse Bochum, sowie erstrangig auf dem Investitionsobjekt vereinbart.

Nach Vorliegen des Beleihungswertgutachtens für die Bestandsimmobilie (Verwaltungssitz) hat das Kreditinstitut den Grundschuldbetrag aufgeteilt in Mio. € 3,4 zu Lasten der Bestandsimmobilie und 3,5 Mio. € zu Lasten des Investitionsobjektes (Neubau).

Die Bestandsimmobilie in der Springorumallee 20 ist mit einem Erbbaurecht belastet, das in acht Teilerbbaurechte aufgeteilt wurde. 3 dieser Teilerbbaurechte gehören der Stiftung EBZ und fünf Teilerbbaurechte gehören der EBZ Service GmbH. Die Teilerbbaurechte betreffen wiederum Nutzflächen in fünf Gebäudeteilen. Die Bewertung der Immobilie erfolgte als wirtschaftliche Einheit. Ein Ausweis von Einzelwerten für die Teilerbbaurechte war aus Sicht einer renommierten Bewertungsgesellschaft, welche seitens des Kreditgebers zur Bewertung der Immobilie beauftragt wurde, nicht möglich, da die einzelnen Nutzungsformen (Schule, Verwaltung, Internat, Sporthalle) einander bedingen. Demzufolge ist auch keine separate Grundschuldbelastung einzelner Teilerbbaurechte möglich, da die separate Verwertung nur eingeschränkt möglich wäre.

Die Gesellschafterversammlung stimmte den Grundschuldbestellungen in Höhe von insgesamt Mio. € 3,4 zu Lasten aller Teilerbbaurechte der Bestandsimmobilie Springorumallee 20 zu.

Geschäftsführer der Gesellschaft sind Adolf Bismark (Operatives Ressort), Potsdam sowie Klaus Leuchtmann (Marketing Ressort), Bochum. Auf die Angabe der Bezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Bochum, 25. März 2024

Adolf Bismark, Geschäftsführer

Klaus Leuchtmann, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 21.656,86 0,00 0,00 21.656,86
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.061.088,06 0,00 0,00 11.061.088,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.121.999,66 25.454,71 0,00 1.147.454,37
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 442.941,97 17.770,76 4.490,45 456.222,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 304.239,88 534.894,28 0,00 839.134,16
12.930.269,57 578.119,75 4.490,45 13.503.898,87
12.951.926,43 578.119,75 4.490,45 13.525.555,73
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 21.656,86 0,00 0,00 21.656,86
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.047.270,12 178.957,50 0,00 6.226.227,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.079.011,89 8.415,71 0,00 1.087.427,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 352.218,97 38.528,76 4.490,45 386.257,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.478.500,98 225.901,97 4.490,45 7.699.912,50
7.500.157,84 225.901,97 4.490,45 7.721.569,36
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.834.860,44 5.013.817,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 60.026,77 42.987,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.965,00 90.723,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 839.134,16 304.239,88
5.803.986,37 5.451.768,59
5.803.986,37 5.451.768,59

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die EBZ Service GmbH, Bochum

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EBZ Service GmbH, Bochum- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EBZ Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bochum, 26. März 2024

Märkische Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Markus Keller, Wirtschaftsprüfer

Klaus Orzehsek, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.834.860,44 5.013.817,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 60.026,77 42.987,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.965,00 90.723,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 839.134,16 304.239,88
5.803.986,37 5.451.768,59
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Waren 21.627,07 25.260,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.792,40 43.307,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
- davon aus Lieferungen und Leistungen: € 27.761,47 (Vorjahr: € 326.113,89) 27.761,47 326.113,89
3. Sonstige Vermögensgegestände 6.990,34 3.279,41
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.144.383,37 2.507.518,40
3.222.554,65 2.905.480,02
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 23.635,65 65.264,91
9.050.176,67 8.422.513,52

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 3.449.900,00 3.449.900,00
Eigene Anteile 72.500,00 72.500,00
Ausgegebenes Kapital 3.377.400,00 3.377.400,00
II. Kapitalrücklage 83.247,42 83.247,42
III. Gewinnrücklagen
1. Satzungsmäßige Rücklagen 421.380,71 349.515,26
2. Andere Gewinnrücklagen 3.046.671,96 2.493.366,07
IV. Bilanzgewinn 646.789,03 553.305,89
7.575.489,12 6.856.834,64
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERFMÖGEN 710.035,39 748.193,82
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Pensionsrückstellungen 62.368,00 50.805,00
2. Sonstige Rückstellungen 73.279,16 154.979,08
135.647,16 205.784,08
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
- davon mit einer Restlaufzeit mehr als einem Jahr: € 220.433,55 (Vorjahr: € 246.776,46) 220.433,55 246.776,46
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 146.927,21 (Vorjahr: € 131.093,82) 146.927,21 131.093,82
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 174.151,76 (Vorjahr: € 160.832,55)
- davon gegenüber Gesellschafter: € 174.151,76 (Vorjahr: € 60.832,55) 174.151,76 160.832,55
4. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 86.078,23 (Vorjahr: € 72.998,15)
- davon aus Steuern: € 26.301,56 (Vorjahr: € 25.482,96)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 59.084,24 (Vorjahr: € 47.506,09) 86.078,23 72.998,15
627.590,75 611.700,98
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.414,25 0,00
9.050.176,67 8.422.513,52

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 4.610.956,31 4.198.693,83
2. Sonstige betriebliche Erträge 93.504,39 62.073,43
3. Materialaufwand
a) Aufwand für bezogene Waren 831.352,75 655.629,93
b) Aufwand für bezogene Leistungen 82.345,31 10.953,93
913.698,06 666.583,86
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.384.727,15 1.304.418,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 326.521,15 298.205,16
- davon für Altersvorsorge: € 24.162,57 (Vorjahr: € 16.856,58)
1.711.248,30 1.602.623,68
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 225.901,97 228.037,02
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.101.149,37 1.106.167,26
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.272,70 136,84
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27.281,95 27.858,41
- davon an verbundene Unternehmen € 21.666,24 (Vorjahr: € 21.666,26)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 944,26; (Vorjahr: € 1.002,09)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.928,88 -20,84
10. Ergebnis nach Steuern 733.524,87 629.654,71
11. Sonstige Steuern 14.870,39 14.870,39
12. Jahresüberschuss 718.654,48 614.784,32
13. Gewinn-/Verlustvortrag 553.305,89 -62.443,54
14. Einstellungen in die satzungsmäßige Rücklage 71.865,45 61.478,43
15. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 553.305,89 0,00
16. Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 62.443,54
17. Bilanzgewinn 646.789,03 553.305,89

1 Grundlagen der Gesellschaft

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

2.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2.1 Immobilienmarkt Deutschland

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Ertragslage

2.3.2 Finanzlage

2.3.2.1 Entwicklung des Cashflows und der Liquiditätslage

2.3.2.2 Investitionen

2.3.2.3 Kapitalstruktur

3 Wesentliche nichtfinanzielle Themen

4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

4.2 Chancenbericht

4.3 Risikobericht

4.3.1 Ausfallrisiko bei Berufsschülerzahlen

4.3.2 Produktionsrisiko

4.3.3 Anlagenrisiko

4.3.4 Pandemierisiko

4.4 Gesamtbewertung der Chancen- und Risikolage

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen der Gesellschaft

Die EBZ Service GmbH unterstützt die Bildungsaktivtäten des Europäischen Bildungszentrums der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (EBZ) durch die Versorgung der Teilnehmer mit branchentypischen Dienstleistungen eines Hotel- und Restaurantbetriebes sowie den Betrieb des Facility- Management der Immobilie. Das Geschäft der EBZ Service GmbH hängt somit direkt mit der wirtschaftlichen Entwicklung aller Gesellschaften des EBZ zusammen. Jede Veränderung bei den Teilnehmerzahlen der Bildungsangebote und den damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Auswirkungen wirken sich unmittelbar auf das operative Geschäft der EBZ Service GmbH aus. Teilnehmerschwankungen bei den Bildungsangeboten können nur begrenzt mit Drittgeschäft kompensiert werden.

Die Organe der Gesellschaft bestehen aus der Gesellschafterversammlung mit derzeit 48 Gesellschaftern sowie der Geschäftsführung mit zwei Geschäftsführern.

Mit dem Gesellschafter Stiftung EBZ bildet die EBZ Service GmbH eine umsatzsteuerliche Organschaft.

Die Gesellschaft ist ausschließlich am Standort des EBZ in Bochum tätig.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschafft hat sich im Jahr 2023 weiter stabilisiert. Die wirtschaftliche Erholung im zweiten Jahr nach der Pandemie hat sich positiv fortgesetzt und gefestigt.

Dieser erfolgreiche Entwicklungstrend wurde im Geschäftsjahr 2023 durch die hohe Inflation weiter erschwert, konnte aber durch die anhaltenden hohen Anmeldezahlen der BerufsschülerInnen und einem fortdauernden optimierten operativen Geschäft weitestgehend kompensiert werden.

Die inflationäre Entwicklung mit leicht sinkenden Tendenzen befand sich im gesamten Geschäftsjahr insbesondere bei Personal-, Energie- und Lebensmittelkosten auf hohem Niveau.

Folgende operative Maßnahmen hat die Geschäftsführung unterjährig konsequent beobachtet, analysiert und entsprechende Maßnahmen getroffen:

Moderater Aufwuchs des Personals

Angemessene Gehaltsanpassungen und Inflationsausgleichzahlung

Zeitnahe und vorausschauende Anpassung bei der Preisgestaltung insbesondere für Übernachtung und Verpflegung ab Sommer 2023

Vorbereitung und Umsetzung von zentralen nachhaltigen Energiesparmaßnahmen

Anpassung der Lebensmitteleinkaufspolitik ohne Qualitätsverlust

Gleichzeitig haben sich die Einschreibezahlen der BerufsschülerInnen zum Schuljahr 2023/2024 noch einmal erhöht, so dass wiederum ein Allzeithoch erreicht wurde.

Durch diese Einflussfaktoren konnten Umsatz und Gewinn gegenüber dem Wirtschaftsplan, dem Vorjahr und gegenüber Vor-Corona Zeiten deutlich übererfüllt bzw. übertroffen werden.

Das Jahresergebnis fällt um T€ 717 besser aus als geplant (T€ 2). Die Gesellschaft hat insgesamt einen Jahresüberschuss von T€ 719 (Vorjahr T€ 615) erzielt.

Finanzielle Leistungsindikatoren 2023 Prognose 2022
T€ 2023 T€
Umsatz 4.611 Moderat fallend 4.199
Jahresergebnis 719 fallend 615
Bilanzgewinn/-verlust 647 fallend 553

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist weiterhin stabil. Die Liquidität hat sich auf Grund des guten operativen Geschäftes weiter verbessert.

Das wirtschaftliche Handeln der Gesellschaft sowie geplante Modernisierungen/ Investitionen für die kommenden Jahre sind weiterhin gewährleistet. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft von 84% hat sich gegenüber dem Vorjahr (81%) leicht verbessert und befindet sich weiter auf einem hohen Niveau. Die strategischen Planungen der Geschäftsführung sehen umfangreiche Investitionen in den Erhalt des Immobilienbesitzes und die Weiterentwicklung des Unternehmens vor.

2.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2.1 Immobilienmarkt

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stagniert im Jahr 2023 durch die Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen. Die Inflationsrate im Jahr 2023 lag bei +5,9 %. 1 Die Kaufkraft im Jahr 2023 ist stark gesunken.

Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende nach ersten, vorläufigen Informationen des Statistischen Bundesamtes um rund 0,25 % gegenüber dem Vorquartal gesunken. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Rückgang des BIP um 0,3 %. 2

Die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft, die im Jahr 2023 rund 10,0 % der gesamten Bruttowertschöpfung erzeugte, erreicht für gewöhnlich nur moderate Wertschöpfungszuwächse und ist nur geringen Schwankungen unterworfen. Gerade diese Beständigkeit begründet die stabilisierende Funktion der Immobiliendienstleister für die Gesamtwirtschaft. Nominal erzielte die Grundstücks- und Immobilienwirtschaft 2023 eine Bruttowertschöpfung von 376 Milliarden EUR. 3

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html, (16.01.2024), (Stand: 07.02. 2024)
2 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/02/10-konjunktur-wirtschaftlichelage.html (26.01.2024), (Stand: 07.02.2024)

Die Investitionen in Wohnbauten sind stark zurückgegangen. Viele Baumaterialien sind im 1. Halbjahr 2023 deutlich teurer als vor der Energiekrise, die Preise für den Bau neuer Wohngebäude steigen im Februar 2023 binnen Jahresfrist um über 15,0 %. Von Januar bis Oktober 2023 werden nur 179.800 Neubauwohnungen genehmigt. Das sind fast 30,0 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Bereits in 2022 wurde das von der Bundesregierung formulierte Ziel von jährlich 400.000 neuen Wohnungen nicht erreicht. Die Zahl fertiggestellter Wohnungen lag bei 295.000 und somit weit unter den Erwartungen. 4 Im Jahr 2023 wurden voraussichtlich 255.000 Wohneinheiten fertiggestellt. 5

Eine Umfrage unter den im GdW organisierten Unternehmen zeigt, dass sich die Lage für den Neubau sowie Modernisierungsvorhaben weiterhin zuspitzt: Mehr als 22,0 %, der von den Unternehmen für das Jahr 2024 geplanten neuen Wohnungen, können unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht gebaut sowie rund 13,0 % der geplanten Modernisierungen nicht durchgeführt werden. 6

Die Mieten in Deutschland steigen weiter. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag der Index zur Entwicklung der Wohnungsmieten in Deutschland im Dezember des Jahres 2023 bei einem Wert von 106,1 Punkten. Dies entspricht einem Anstieg von etwa 6,1 % gegenüber dem Basisjahr 2020 (Index = 100). In den deutschen Großstädten sind die Mietpreise besonders hoch. München belegt mit mehr als 20 Euro Quadratmeterpreisen den Spitzenplatz in dieser Kategorie. 7

Die Förderbank KfW hat einen vorläufigen Antrags- und Zusagestopp für vier Programme für Wohnen und Bauen zum Jahresende verhängt. Weitere Programme könnten folgen. Sie zieht damit die Konsequenzen aus der Haushaltssperre der Bundesregierung. Betroffen sind die Programme "Altersgerecht Umbauen", das kommunale Förderprogramm "Energetische Stadtsanierung", die Förderung genossenschaftlichen Wohnens sowie das BMWSB-Härtefallprogramm für Wohnungsunternehmen infolge der gestiegenen Energiekosten. 8

Zum Jahresende 2023 lebten in Deutschland nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes rund 84,7 Millionen Menschen. Gegenüber dem Jahresende 2022 wuchs die Bevölkerung damit um gut 0,3 Millionen Personen. Der Zuwachs entspricht dem Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2021 und war deutlich geringer als im Jahr 2022, in dem die Bevölkerungszahl vor allem infolge der starken Zuwanderung aus der Ukraine um 1,1 Millionen Menschen gestiegen war. Wie in allen Jahren seit der deutschen Vereinigung fiel die Bilanz der Geburten und Sterbefälle auch 2023 negativ aus, da erneut mehr Menschen starben als geboren wurden. 9

3 GdW (2024): Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2023/2024, S. 8
4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/12/PD23_495_p001.html (21.12.2023), (Stand: 07.02.2024)
5 GdW (2024): Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2023/2024, S. 17
6 GdW (2024): Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2023/2024, S. 17 f.
7 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/609521/umfrage/monatlicher-mietindex-fuer-deutschland/ (16.01.2024), Stand: 07.02.2024)
8 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/kfw-stopp-foerderprogramme-haushaltssperre-100.html (23.11.2023), (Stand: 07.02.2024)
9 https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Bevoelkerungsvorausberechnung/-inhalt-.html (25.01.2024), (Stand: 07.02.2024)

2.2.2 Immobilienwirtschaft und Fachkräftemangel

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren rund 45,9 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Die Erwerbstätigkeit stieg 2023 auf den bislang höchsten Stand der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes stieg die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 333.000 Personen (+0,7 %). 10

Zwar zählte 2023 zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung dennoch erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen. So erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 191.000 auf 2.609.000 Menschen. 11

Im Sektor der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft blieb die Beschäftigung stabil bei 477.000 Erwerbstätigen. 12

Demografisch bedingt nimmt das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland bereits seit längerem ab. Aufgrund der alternden Bevölkerung treten mehr Personen in den Ruhestand ein als neu in das Erwerbsleben. Nach Berechnungen des Institutes für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) wird das Erwerbspersonenpotenzial im Jahr 2024 und im Jahr 2025 jeweils um 420.000 Arbeitskräfte schrumpfen. Deutschland profitiert von der Zuwanderung von einer steigenden Gesamtbeschäftigung, jedoch reicht diese nicht aus, um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das ifo-Institut ermittelte im Rahmen seiner Konjunkturumfragen im Juli 2023, dass bei knapp 43,0 % der Unternehmen in Deutschland die Geschäftstätigkeit vom Fachkräftemangel behindert wird. Zwischen 2009 und 2011 stieg der Indikator von ca. 10,0 % auf knapp 20,0 % sichtlich an. Im April 2018 erreichte der Indikator einen zwischenzeitlichen Höchststand von 36,2 %, der mittlerweile deutlich übertroffen ist. Angesichts des demografischen Wandels dürfte Arbeitskräfteknappheit auch in Zukunft eine große Herausforderung für die deutsche Wirtschaft darstellen. 13

Durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung steht die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft vor vielen Herausforderungen und befindet sich aktuell im Umbruch. Aus der Analyse "Zukunftsorientierte Belegschaftsstruktur" die das EBZ gemeinsam mit Prof. Armutat von der Hochschule Bielefeld durchgeführt hat, geht hervor, dass die Branche in einem umfassenden Veränderungsprozess steht. Administrative Aufgaben werden immer mehr durch digitalisierte Workflows und Self-Service Systeme ersetzt. Aufgabenprofile werden dadurch anspruchsvoller, Aufgabenkomplexe bündeln sich und definieren neue Arbeitnehmerrollen. Die Rollen werden digitaler, anspruchsvoller und anders und sind durch die Megatrends Neo-Ökologie und Digitalisierung stark geprägt. Die Anspruchsniveaus für viele Rollen steigen, z.B.:

Führungskräfte benötigen mehr Management-Know-How, um ihr Unternehmen / ihre Bereiche / Abteilungen durch ein komplexer werdendes Umfeld zu steuern.

Der gesamte Bau- und Technikbereich wird sich vor dem Hintergrund der Dekarbonisierung permanent mit neuen Technologien und Vorschriften beschäftigen müssen.

Es braucht Expertinnen und Experten, die die Dekarbonisierungs- und ESG-Strategien steuern und umsetzen (Klima- oder NachhaltigkeitsmanagerIn) - mit Auswirkungen auf fast alle Teams/ Unternehmensbereiche.

Angesichts schwieriger werdender Mietermilieus muss die Bewirtschaftung von Immobilien sozialer / menschlicher werden (Stichwort "Quartiersmanagement")

Der Personalbereich muss Antworten auf den Fachkräftemangel finden, das lebenslange Lernen der Mitarbeitenden und die kulturelle Transformation in den Unternehmen begleiten.

10 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_001_13321.html (02.01.2024), (Stand: 07.02.2024)
11 https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023 (03.01.2024), (Stand: 07.02.2024)
12 GdW (2024): Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2023/2024, S.9
13 GdW (2024): Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2023/2024, S. 9 f.

Die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen erfordert hochqualifiziertes Personal. Der demografische Wandel und das Ausscheiden der Babyboomer aus dem Berufsleben verstärken den Fachkräftemangel und erschweren die Rekrutierung junger Talente. Um diesem Trend entgegenzuwirken, ist es von entscheidender Bedeutung, Mitarbeitenden langfristig zu binden und gezielt weiterzubilden. Unternehmen müssen daher verstärkt auf Mitarbeiterbindung und -entwicklung setzen.

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Ertragslage

Die Vorgaben des Wirtschaftsplanes 2023 konnten beim geplanten Jahresergebnis (T€ 2) deutlich übertroffen werden. Der Jahresüberschuss liegt bei T€ 719 und ist damit um T€ 717 besser als geplant und um T€ 104 über dem Vorjahr (T€ 615). Der Bilanzgewinn beträgt T€ 647 (Vorjahr: T€ 553). Die Ergebnisverbesserung gegenüber dem Wirtschaftsplan ist auf die hohen Berufsschülerzahlen einerseits und durch ein konsequentes Kostensenkungsmanagement andererseits zurückzuführen sowie auf die, wie in den vergangenen Jahren, vorsichtige Wirtschaftsplanung.

Aufgrund des erwirtschafteten Jahresüberschusses wird wieder gemäß § 9 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages eine satzungsmäßige Gewinnrücklage gebildet.

Die Umsätze erreichten mit T€ 4.611 ein nie zuvor erreichtes Volumen. Die Aufwendungen korrespondieren mit dem erzielten operativen Geschäft und befinden sich größtenteils unter dem geplanten Rahmen.

Das operative Geschäft war insbesondere von folgenden Einflussfaktoren gekennzeichnet:

Die Anzahl der Berufsschüler erreichte erneut ein Allzeithoch

Der Anteil der Berufsschüler, die auch im EBZ übernachtet haben, ist ebenfalls leicht gestiegen

Die Berufsschulpreise sind rechtzeitig vor Schuljahresbeginn im Sommer 2023 an die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst worden

Bei den Studierenden überwog der Onlineunterricht

Das Seminar- und Tagungsgeschäft der Stiftung in Präsenzform blieb auf niedrigem Vorjahresniveau

Die Teilnehmerzahlen der langfristigen Fortbildungsangebote sind moderat gestiegen, aber auch hier überwog der Onlineunterricht

Das Drittgeschäft erholt sich im Vergleich zu den Jahren vor Corona nur moderat

2.3.2 Finanzlage

2.3.2.1 Entwicklung des Cashflows und der Liquiditätslage

Die Liquidität entwickelt sich entsprechend des operativen Geschäftes weiter positiv. Ein Darlehen zum Erwerb eines Grundstückes beträgt zum 31.12.2023 noch T€ 220. Weitere Fremddarlehen sind aktuell nicht vorhanden.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug T€ 945 (Vorjahr: T€ 669). Die vorhandenen Bankguthaben sowie die kurzfristig fälligen Forderungen decken die kurzfristigen Verbindlichkeiten, so dass jederzeit eine ausreichende Liquidität gesichert war.

Kapitalflussrechnung (Kurzfassung) 2023 2022
01.01.2023 bis 31.12.2023 T€ T€
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 945 669
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -578 -167
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -42 -31
Finanzmittelfond am Ende der Periode 3.144 2.508

2.3.2.2 Investitionen

Zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität ist die Planung für die Modernisierung der Gästehäuser weiter fortgeführt worden. Die Umsetzung der Baumaßnahmen mussten jedoch auf Grund mangelnder Angebote seitens ausführender Unternehmen in das Jahr 2024 verschoben werden. Lediglich ein Testlauf von 6 Zimmern mit dem Ziel "Erkenntnisgewinn" ist durchgeführt worden. Die bis dato aufgelaufenen finanziellen Mittel für diesen Planungs- und Umsetzungsprozess sind bis dato ausschließlich durch Eigenmittel (insgesamt aktuell ca. Mio. € 1,0) finanziert worden.

2.3.2.3 Kapitalstruktur

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.449.900,00 3.449.900,00
Eigene Anteile 72.500,00 72.500,00
Ausgegebenes Kapital 3.377.400,00 3.377.400,00
II. Kapitalrücklage 83.247,42 83.247,42
III. Gewinnrücklagen
1. satzungsmäßige Rücklagen 421.380,71 349.515,26
2. andere Gewinnrücklagen 3.046.671,96 3.468.052,67 2.493.366,07
IV. Bilanzgewinn 646.789,03 553.305,89
7.575.489,12 6.856.834,64
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 710.035,39 748.193,82
C. Rückstellungen 135.647,16 205.784,08
D. Verbindlichkeiten 627.590,75 611.700,98
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.414,25 0,00
9.050.176,67 8.422.513,52

Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt. Die satzungsmäßigen Rücklagen werden jährlich gemäß bestehendem Gesellschaftsvertrag aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 10 % gebildet. Der verbleibende Gewinn wird in andere Gewinnrücklagen eingestellt.

Der Sonderposten mit Rücklagenanteil für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wird jährlich in Höhe von T€ 38 aufgelöst.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 83,7% (Vorjahr 81,4%). Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag beträgt nunmehr T€ 7.575 (Vorjahr T€ 6.857).

Beim Management der Kapitalstruktur ist das vorrangige Ziel die Erhaltung und Stärkung des Eigenkapitals, um eine positive Geschäftsentwicklung sicherzustellen. Die Geschäftsführung konzentriert sich auf eine Kapitalstruktur, die es ermöglicht, künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über Kreditinstitute zu decken. Dies ist insbesondere mit Blick auf die anstehende Modernisierung der Gästehäuser sowie mittelfristigen Instandhaltungsmaßnahmen von Bedeutung.

Vermögenslage

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen 5.803.986,37 5.451.768,59
B. Umlaufvermögen 3.222.554,65 2.905.480,02
(davon Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) 3.144.383,37 2.507.518,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.635,65 65.264,91
9.050.176,67 8.422.513,52

Die Aktiva der Bilanz sind geprägt durch das Anlagevermögen (hauptsächlich Gebäude), das rund 64% der Bilanzsumme ausmacht.

3 Wesentliche nichtfinanzielle Themen

Nach den Jahren mit hohen Infektionszahlen bedingt durch Corona hat sich in der Postcoronazeit das Krankheits- bzw. Infektionsgeschehen wieder weitestgehend normalisiert.

Zurzeit sind in der EBZ Service GmbH 67 Mitarbeiter beschäftigt, davon 14 Aushilfen. Die coronabedingten Fluktuationen sind bis dato nur zum Teil, somit noch nicht zu 100% neu besetzt worden. Die durch Beendigung der Berufsausbildung entstandenen vakanten Ausbildungsplätze sollen zum 01.08.2024 wieder neu vertraglich geschlossen werden.

Im Jahr 2023 gab es keine behördlich vorgegebenen oder wirtschaftlich notwendige Schließungen, so dass das Instrument der Kurzarbeit nicht zum Tragen kam.

Projekt Behelfsparkplatz

Im Besitz der EBZ Service GmbH befindet sich der sogenannte "Behelfsparkplatz". Dieses Grundstück mit 7.238 m 2 ist im Jahr 2016 zum Preis von T€ 723 erworben worden. Der B-Plan der Stadt Bochum sieht eine Bebauung (Gebäude) vor, gewährt bis September 2026 noch ein Sondernutzungsrecht für PKW- Stellplätze. Im Jahr 2023 ist ein Investorenwettbewerb vorbereitet und im Herbst des Jahres durchgeführt worden, um das Grundstück mit dem Behelfsparkplatz zu veräußern, damit dieses entsprechend dem B-Plan der Stadt Bochum und unseren Interessen entwickelt werden kann.

Mit einem externen Projektsteuerer und der Wirtschaftsförderung Bochum sind ausführliche Auslobungsunterlagen erstellt worden. In der Bewerbungsfrist sind jedoch keine Angebote abgegeben worden. In einer Nachbetrachtung sind die Gründe recherchiert worden. Bei allen Marktteilnehmern spielte die aktuelle Marktsituation (Zinsniveau, Baukosten, Energiepreise, allgemeine Unsicherheit) die ausschlaggebende Rolle für eine Nichtteilnahme.

Bei einer Verbesserung der Marktlage kann jederzeit ein neuer Wettbewerb gestartet werden, da alle notwendigen Unterlagen in hoher Qualität vorhanden sind.

4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

Aufgabe der EBZ Service GmbH wird weiterhin die räumliche, personelle und sachliche Unterstützung aller Bildungsleistungen der Stiftung EBZ und der EBZ Business School (Gästehaus- und Restaurantbetrieb) sowie das Facility-Management für das EBZ sein.

Die Geschäftsentwicklung der EBZ Service GmbH hängt direkt mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Stiftung EBZ und der EBZ Business School zusammen. Wenn die Planungen der Bildungsangebote erfüllt werden, wird auch die EBZ Service GmbH weiterhin positive Betriebsergebnisse und somit insgesamt erfolgreiche Geschäftsjahre erreichen.

Der Ausblick auf 2024 sowie für die folgenden Jahre ist schwer einschätzbar. Auch wenn sich die derzeitigen Anmeldestände fast aller Bildungsteilnehmer auf hohem Niveau befinden, besteht zukünftig die Gefahr von (Teil-)Schließungen des EBZ im Zusammenhang mit Pandemien. Auch birgt das Jahr 2026 wirtschaftliche Risiken in sich, da in vielen Bundesländern die Gymnasien wieder auf Abiturprüfungen erst im 13 Schuljahr umstellen werden.

Das Hauptaugenmerk zur Sicherung und Steigerung der Umsätze liegt zukünftig in der stetigen Verbesserung der Qualität und in der Qualifizierung bzw. Weiterentwicklung des Personals.

Finanzielle Leistungsindikatoren Prognose 2023
2024 T€
Umsatz Moderat fallend 4.611
Jahresergebnis Stark fallend 719
Bilanzgewinn Stark fallend 647

Der Ausblick auf 2024 sowie für die folgenden Jahre ist hinsichtlich der zu erwartenden Jahresergebnisse trotz der durchzuführenden Modernisierung der Gästehäuser vorsichtig optimistisch.

Da die zukünftige Entwicklung weiterhin nur sehr schwer vorhersehbar ist, haben wir wieder ein konservatives Szenario für unsere Berechnungen bei der Wirtschaftsplanung gewählt. Die Erarbeitung des Planes 2024 stand weiterhin unter den unkalkulierbaren Einflüssen der inflationären Entwicklung und den damit zusammenhängenden möglichen hohen Personal-, Energie- und Warenkosten.

Die Umsätze sind dennoch anspruchsvoll geplant. Hinsichtlich der Kosten sind Ansätze von Einsparpotentialen einerseits, aber auch notwendige zukunftsorientierte Aufwendungen andererseits berücksichtigt worden. Insbesondere bei den Energiekosten haben wir einen Aufschlag des 1,0-fachen vorgenommen.

Ziel bleibt dennoch, weiterhin höchstmögliche Qualitäten zu erreichen. Die Herausforderung liegt darin, allen Kundenwünschen und Ansprüchen gerecht zu werden ohne ökonomische Rahmenbedingungen aus dem Blick zu verlieren.

Jahresergebnis

Für das Geschäftsjahr 2024 ist ein Jahresergebnis in Höhe von T€ 2 geplant.

Liquidität

Die Liquidität des Unternehmens wird sich bei Erfüllung des Wirtschaftsplans 2024 sowie durch die planmäßigen Investitionen insbesondere bei der Modernisierung der Gästehäuser, auch unter Berücksichtigung einer Fremdmittelaufnahme von T€ 2.500 zum Ende des Jahres 2024 auf ca. T€ 2.173 abnehmen. In dieser Finanzplanung sind das gesamte wirtschaftliche Handeln sowie geplante Investitionen der EBZ Service GmbH berücksichtigt. Eine Liquiditätslücke wird unterjährig nicht eintreten.

Umsatzentwicklung

Für das Jahr 2024 sind die Gesamterträge mit T€ 4.311 (netto) geplant. Die Planung konzentriert sich schwerpunktmäßig auf die hohe Zahl der BerufsschülerInnen. Das Akademiegeschäft (wieder vermehrt Präsenzunterricht) sowie das Drittgeschäft sind sehr moderat geplant, da deren Entwicklungen weiterhin schwer kalkulierbar sind.

Kostenentwicklung

Die Warenkosten sind den entsprechenden Umsatzgrößen angepasst, da sie im direkten Zusammenhang mit diesen stehen.

Die Personalkosten liegen mit T€ 2.043 um T€ 180 über dem Plan von 2023 und beinhalten eine Pauschale für Gehaltsanpassungen.

Allein zur Aufrechterhaltung der hohen Qualität bei den Berufsschülern, ist der derzeitige Personalstamm notwendig.

Die Betriebskosten resultieren aus den geplanten Anschaffungen für Verbrauchsstoffe (Bettwäsche, Geschirr etc.) sowie möglichen kleineren Reparaturen bzw. Instandhaltungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit T€ 136 unter dem Vorjahresplanwert.

Die Energiekosten liegen mit T€ 281 um T€ 66 unter dem Plan von 2023.

Alle Kosten wurden und werden weiterhin einer Analyse unterzogen, um möglichst effektiv und kostengünstig zu arbeiten.

Wie im Vorjahr sind die Abschreibungskosten hinsichtlich der Gebäudeanteile mit 2 % in den Wirtschaftsplan eingestellt. Die jährliche Auflösung des Sonderpostens Abschreibung ist ebenfalls berücksichtigt.

Zinsen und Tilgung für ein Darlehen zur Finanzierung eines Grundstückes aus 2016 in Höhe von T€ 400 sind eingestellt.

Der Zins für ein Darlehen zur Finanzierung der Gästehausrenovierung in Höhe von Mio. € 3,0 ist in die Mehrjahresvorschau eingeflossen.

4.2 Chancenbericht

Die Entwicklungschancen der Bildungsprodukte des EBZ sind weiterhin gut, so dass die Teilnehmerzahlen auf hohem Niveau verbleiben, allerdings einen Mix aus Präsenz und Onlineformaten bilden werden. Dies ist eine moderate Voraussetzung für die Inanspruchnahme der die Bildungsdienstleistungen begleitenden Dienstleistungen der EBZ Service GmbH. Allerdings werden die Präsenzformate zukünftig zunehmend digitalen Einflussfaktoren unterliegen, was veränderte Anforderungen an die Belegschaft stellt und das operative Geschäft beeinflussen wird. Somit verändern sich zukünftige Einnahmestrukturen, die jedoch auch weiterhin eine auskömmliche Rendite erwirtschaften können.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat eine weitere deutliche Erholung stattgefunden. In diesem und in den nächsten Jahren stehen die Geschäftsjahre und die damit zusammenhängenden geplanten Ziele weiter unter der Erholungsprämisse. Eine Konzentration auf das Geschäft mit den BerufsschülerInnen spielt dabei unter Renditegesichtspunkten eine vorrangige Rolle. Umsätze und Ergebnisse haben bereits aktuell Vorcoronaniveau erreicht.

4.3 Risikobericht

Das Geschäft der EBZ Service GmbH hängt direkt und unmittelbar mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Stiftung EBZ zusammen. Bei der Betrachtung von Risiken geht es deshalb grundsätzlich um die Betrachtung der Bildungsarbeit der Stiftung EBZ.

Diese Konstellation impliziert für die EBZ Service GmbH insbesondere das nachfolgend dargestellte weitere wirtschaftliche Risiko: Dem Erfordernis, einerseits kostendeckende Preise zu erzielen, steht andererseits die Notwendigkeit entgegen, dem teilweise begrenzten Preisgefüge für Bildungsangebote Rechnung tragen zu müssen. Da die Kosten der EBZ Service GmbH im Jahr 2023 durch die inflationäre unsichere Lage erneut unter Druck geraten können, müssen alle Kostenblöcke und Prozesse einer weiteren permanenten Kontrolle unterliegen.

Die Risiken für den Fortbestand des Unternehmens sind in einer zentralen Risk Map EBZ zusammengeführt worden, die der Vorstand der Stiftung EBZ gemeinsam mit den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften und den verantwortlichen Bereichsleitern regelmäßig bewertet. Ferner besteht das Risikomanagement der EBZ Service GmbH aus dem internen Kontrollsystem, dem Controlling und dem Teilnehmerreporting. Alle verfügbaren Informationen werden monatlich erstellt und temporär zu einem voraussichtlichen Jahresergebnis verdichtet, um insbesondere die Auswirkungen des vorhandenen Reservierungsstandes zeitnah zu erkennen und entsprechend zu steuern. Das bestehende moderne Hotelinformationssystem bietet dafür beste Voraussetzungen.

Die identifizierten wichtigsten Risiken für die Gesellschaft sind:

Ausfallrisiken bei Berufsschülerzahlen

staatlich verordnete Schulschließungen in Pandemiezeiten

Fehlender Abiturabgang 2026

Produktionsrisiko

Anlagenrisiko im Zusammenhang mit dem Gebäude und der Betriebs- und Geschäftsausstattung

Diese werden im Folgenden kurz dargestellt:

Legende Risk- Map Risikostruktur * Ereigniswahrscheinlichkeit ** Schadenshöhe *** Beurteilung der Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen ****
Finanzrisiko (1) oft (1) A > 200 T € hoch
Ressourcen-/Personalrisiko (2) regelmäßig (2) B 100 - 200 T€ mäßig
Rechts-/Vertragsrisiko (3) manchmal (3) C < 100 T€ gering
Organisationsrisiko (4) selten (4)
Strategierisiko (5) einmalig (5)
Markt-/Wettbewerbsrisiko (6)
Betriebsrisiko (7)
Beschaffungsrisiko (8)
sonstiges Risiko (9)

4.3.1 Ausfallrisiko bei Berufsschülerzahlen

Die Berufsschüler sind die größte Kundengruppe der EBZ Service GmbH und realisieren aktuell ca. 90 % des gesamten Umsatzes. Ein drastischer Rückgang der Berufsschülerzahlen hätte einen hohen negativen Einfluss auf die Erlössituation der Gesellschaft. Bei einem Gesamterlösvolumen von ca. Mio. € 4,0 besteht hier ein hohes Finanzrisiko.

Aus diesem Grund werden die jährlichen Anmeldestände sowie die tatsächlichen Erlöse bei den Berufsschülern regelmäßig durch die Geschäftsführung überwacht und analysiert.

So liegt das Hauptaugenmerk der Geschäftsführung zur Sicherung und Steigerung der Umsätze weiterhin auf einer vereinheitlichten und konsequenten Gesamtvermarktung des EBZ, insbesondere hinsichtlich der Bildungsangebote unter Einbeziehung der Leistungsangebote der EBZ Service GmbH. Darüber hinaus wird weiterhin versucht, in der unterrichtsfreien Zeit Umsätze mit anderen Firmen zu erzielen.

Mit Blick auf die letzten Jahre, in denen die Anmeldezahlen der Berufsschüler stetig stiegen und die damit korrespondierenden Kontrollmechanismen und durchgeführten Gegenmaßnahmen, schätzt die Geschäftsführung dieses Risiko derzeitig gering ein. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines hohen Schadens (A) wird mit selten eingeschätzt ist aber in 2026 latent höher.

4.3.2 Produktionsrisiko

Durch die hohen Teilnehmerzahlen in allen Bildungsprodukten steht der Küchen- und Restaurantbereich vor immer neuen quantitativen und qualitativen Herausforderungen. Ein Fehler oder Mangel in der Produktion insbesondere unter hygienischen Gesichtspunkten kann bis zum Totalausfall der Produktion führen, was weitreichende Einflüsse auf den Lehrbetrieb im EBZ haben kann. Um dies zu vermeiden, führen die Geschäftsführung sowie die verantwortlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen regelmäßige Prüfungen und Kontrollen in diesem Bereich durch, um einerseits dauerhaft den gesetzlichen Vorschriften gerecht zu werden und andererseits die Qualität weiterzuentwickeln. Die Entwicklung der Energie- sowie Warenkosten sind dabei für die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens von erheblicher Bedeutung. Die Preise einzelner Lebensmittelsorten unterliegen ständig starken Schwankungen und entwickeln sich unabhängig von Binnenkonjunkturen. Wenn sie innerhalb eines Quartals um mehr als 10 % steigen sollten, gefährdet dies die Einhaltung des budgetierten Kostenrahmens. Somit könnte ein hohes Finanzrisiko (A) entstehen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines hohen Schadens wird mit selten eingeschätzt.

Des Weiteren wurden vegetarische - und vegane Tage eingeführt, um das Angebot zu modernisieren und zu erweitern.

4.3.3 Anlagenrisiko

Die Teilnehmerzahlen der unterschiedlichen Bildungsgänge sowie die beschäftigten Mitarbeiter des EBZ stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich an und weisen derzeitig fast ausnahmslos Höchststände auf. Um Kapazitätsengpässe zu minimieren und den qualitativen Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden, ist der Neubau geschaffen worden. Andererseits hat sich einerseits das Berufsleben (mobiles Arbeiten) deutlich verändert und andererseits haben sich in den Bildungsprodukte die digitalen Bestandteile deutlich erhöht, so dass sich dieses Risiko derzeitig abgeschwächt hat.

Zur Finanzierung des EBZ-Neubaus (Schulungs- und Forschungszentrum) hat die Stiftung EBZ zur Teilfinanzierung einen Kreditvertrag abgeschlossen.

Gemäß Konditionsvereinbarung vom 23.08.2016 wurde als Kreditsicherheit die Eintragung von Gesamtgrundschulden in Höhe von Mio. € 6,9 auf dem EBZ-Bestandsgebäude, im Rang unmittelbar nach der Sparkasse Bochum, sowie erstrangig auf dem Investitionsobjekt vereinbart.

Nach Vorliegen des Beleihungswertgutachtens für die Bestandsimmobilie (Verwaltungssitz) hat das Kreditinstitut den Grundschuldbetrag aufgeteilt in Mio. € 3,4 zu Lasten der Bestandsimmobilie und 3,5 Mio. EUR zu Lasten des Investitionsobjektes (Neubau).

Außerplanmäßige Instandhaltungsmaßnahmen könnten den Betriebsablauf erheblich stören und beträchtliche und gegebenenfalls nicht geplante zusätzliche Kosten verursachen. Das damit zusammenhängende Finanzrisiko wäre dabei einmalig hoch. Mit einer langfristigen Instandhaltungsplanung und regelmäßigen Instandhaltungs- und Wartungsintervallen sowie einer regelmäßigen Kontrolle des Anlagevermögens durch die Geschäftsführung soll dieses Risiko minimiert werden.

Die Bestandsimmobilie in der Springorumallee 20 ist mit einem Erbbaurecht belastet, das in acht Teilerbbaurechte aufgeteilt wurde. 3 dieser Teilerbbaurechte gehören der Stiftung EBZ und fünf Teilerbbaurechte gehören der EBZ Service GmbH. Die Teilerbbaurechte betreffen wiederum Nutzflächen in fünf Gebäudeteilen. Die Bewertung der Immobilie erfolgte als wirtschaftliche Einheit. Ein Ausweis von Einzelwerten für die Teilerbbaurechte war aus Sicht einer renommierten Bewertungsgesellschaft, welche seitens des Kreditgebers zur Bewertung der Immobilie beauftragt wurde, nicht möglich, da die einzelnen Nutzungsformen (Schule, Verwaltung, Internat, Sporthalle) einander bedingen. Demzufolge ist auch keine separate Grundschuldbelastung einzelner Teilerbbaurechte möglich, da die separate Verwertung nur eingeschränkt möglich wäre.

Die Gesellschafterversammlung stimmte den Grundschuldbestellungen in Höhe von insgesamt Mio. € 3,4 zu Lasten aller Teilerbbaurechte der Bestandsimmobilie Springorumallee 20 zu.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines hohen Schadens (A) des Anlagerisikos wird mit selten eingeschätzt.

4.3.4 Pandemierisiko

Ein Pandemierisiko, wie zu Zeiten der COVID-19-Pandemie, kann entweder kurzfristig zu einem drastischen Rückgang der Bildungsteilnehmerzahlen und/oder andererseits zu Umstellungen auf Onlineunterricht führen und damit die Erlössituation der Gesellschaft erheblich beeinträchtigen und bis zu einem vollständigen Ausfall der Einnahmen führen. Die Schadenshöhe beträgt dann von deutlich über T€ 200 (A) bis hin zur Höhe der fixen Gesamtkosten.

Um auf eine solche Situation gewappnet zu sein, ist es notwendig, über Liquiditätsreserven zu verfügen.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines hohen Schadens (A) wird mit Blick auf das vergangene Jahr mit regelmäßig bis manchmal (2 und 3) eingeschätzt.

4.4 Gesamtbewertung der Chancen- und Risikolage

Die Gesamtbewertung der Chancen- und Risikolage zeigt, dass die vorhandenen Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen beziehungsweise geplanten Maßnahmen einzeln oder in Wechselwirkung untereinander keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf das Unternehmen als Ganzes haben.

 

Bochum, 25. März 2024

Adolf Bismark, Geschäftsführer

Klaus Leuchtmann, Geschäftsführer

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