Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 28704
Vorher
Change Live Communication GmbHZahrt Handels-GmbH
Eingetragen
12.1.2010
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenGroßhandel mit WerkzeugmaschinenGroßhandel mit Werkzeugen und Kleineisenwaren
Gegenstand
der Vertrieb von Waren und Dienstleistungen, insbesondere von Werkzeugen, Maschinen und Zubehör über verschiedenste Vertriebskanäle.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philip Dr. Mundlos
seit 5.1.2026
Geschäftsführer
Christian Rudolph
seit 6.8.2024
Geschäftsführer
Johann Anton Klimmer
seit 10.6.2024
Geschäftsführer
Benjamin Niklas Bick
seit 20.2.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Dr. Helmut Rothenberger Holding GmbH
Austria
2.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Werkzeugstore24 GmbH (vormals: Zahrt Handels-GmbH)

Flörsheim am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Werkzeugstore24 GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Werkzeugstore24 GmbH (vormals: Zahrt Handels-GmbH) betreibt unter dem eingetragenen Markennamen Werkzeugstore24 eine E-Commerce Plattform für professionelles Elektrowerkzeug und Zubehör für den B2B-Bereich und den semiprofessionellen Heimwerker.

Der Werkzeugstore24 gehört zu den führenden Anbietern in diesem Markt und wird hierfür regelmäßig ausgezeichnet. Das Unternehmen besteht seit 2016. Seit 2023 wird die Geschäftspolitik stärker auf Profitabilität ausgerichtet.

Der Hauptsitz der Gesellschaft ist Flörsheim am Main, an dem auch das Lager und die Logistik angesiedelt sind. Frühere Außenläger wurden in 2023 reduziert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der deutsche Handelsmarkt gilt als sehr umkämpft und die Margen zu den niedrigsten weltweit. Jedoch ist der deutsche Markt für einen Erfolg in (Zentral-) Europa entscheidend.

Für den Bereich der Elektromaschinen und dem damit verbundenen Zubehör lässt sich nach dem starken Wachstum der Vorjahre im Jahr 2023 eine Abkühlung und Stagnation erkennen. Dies bezieht sich sowohl auf die Stückzahlen als auch auf den Umsatz.

Hierbei ist insbesondere der Fachhandel negativ betroffen, wohingegen der Versandhandel - und damit auch der Online-Handel noch leichtes Wachstum aufzeigen konnte, während die Baumärkte stagnierten.

Positiv ist die somit weiterhin stabile Bewegung vom stationären Handel hin zum Online-Markt zu bewerten..

Im erweiterten Gesamtmarkt DIY ("Do it yourself"), wie auch der konzentrierte B2B Handwerkerbereich war im Jahr 2023 von mehreren wesentlichen Faktoren massiv beeinflusst:

Die stark rückläufige Konjunktur am Bau hat massive Auswirkungen auf den Gesamtmarkt für Elektromaschinen mit diesem Endmarkt gehabt. Dies gilt insbesondere für den professionellen Endkunden in diesem Bereich.

Weiterhin ist nach Ende der Covid19-Pandemie, wie schon im Vorjahr, eine Rückverlagerung von Umsätzen aus den Bereichen DIY hin zu während der Pandemie erschwerten konsumtiven Ausgaben erkennbar. Erschwerend kommt insbesondere bei diesen privaten Nutzern auch eine weitere Kaufzurückhaltung bzw. Preissensibilität aufgrund hoher Käufe der Vorjahre und der steigenden Inflation hinzu.

Die Lieferkettenproblematik der Vorjahre hat sich im Verlauf des Jahres 2023 leicht verbessert. Jedoch ist diese Verbesserung gegen Jahresende durch die verlängerten Lieferzeiten auf dem Seeweg aus Asien, wieder teilweise verschlechtert. Ende 2022 sowie 2023 wurden weiterhin diverse Preiserhöhungen angekündigt bzw. wirksam.

Dies stellte das Unternehmen Werkzeugstore24 vor mehrere Herausforderungen: Die Lagerhaltung war deutlich ausgeweitet worden, um die Verfügbarkeit trotz der Lieferengpässe zu gewährleisten, was gleichzeitig zu Überbeständen in 2023 führte, die jedoch insbesondere im vierten Quartal erfolgreich abgebaut werden konnten. Die im Vorjahr verfolgte Strategie durch niedrigere Preise Umsatzniveaus der Pandemie-Zeit zu halten wurde angepasst. Die entsprechenden Auswirkungen werden in den folgenden Absätzen weiter beleuchtet.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Gesellschaft ist mit ihrer E-Commerce Plattform werkzeugstore24.de langjährig und nachhaltig im Markt platziert. Die Kundenzufriedenheit, bestätigt durch die herausragenden Online-Bewertungen, liegt über dem Branchendurchschnitt, was sich auch in Auszeichnungen am Markt widerspiegelt. Aufgrund teilweise über mehrere Jahre nicht angepasster Technologien wurden in 2023 wichtige Investitionen in technologische nächste Schritte für diese Plattform nötig, die eingeleitet und im Jahr 2024 abgeschlossen werden sollen, um dann Umsätze zu erhöhen und Kosten in diversen Bereichen zu senken.

Die Änderung der Geschäfts- und Preisstrategie mit einer stärkeren Fokussierung auf Profitabilität statt auf Umsatzwachstum hat in 2023 zu einem erheblichen Umsatzrückgang von 43.278,9 TEURO auf 19.186,6 TEURO geführt.

Durch diese Strategieänderung konnte jedoch in der ersten Jahreshälfte eine Stabilisierung und in der zweiten Jahreshälfte eine Erhöhung des prozentualen als auch eine Stabilisierung des absoluten betrieblichen Rohertrags vorgenommen werden. Diese Stabilisierung erfolgte trotz gezielter Maßnahmen zum Lagerabbau und der mit den Umsatzrückgängen einhergehenden Reduzierung von Lieferantenboni.

Relevant ist hierbei auch eine Portfolioverschiebung in der zweiten Jahreshälfte zu margenstärkeren Produkten und Lieferanten.

Gleichzeitig konnte das Jahresergebnis trotz Doppelbelastungen aufgrund der oben genannten Investitionen und damit verbundenen externen Beratungsleistungen, mit einem Fehlbetrag von 3.491,7 TEURO (im Vorjahr Fehlbetrag: 4.602,9 TEUR), signifikant reduziert werden. Weitere Kostensenkungen hierzu wurden im Jahr 2023 eingeleitet, entfalten ihre Wirkung jedoch erst zum späteren Zeitpunkt.

Die Planung für das Geschäftsjahr 2023 rechnete mit deutlichen Umsatzrückgängen sowie einer Verbesserung des Jahresergebnisses. Die Planung ist somit eingetreten.

a) Ertragslage

01.01. bis 31.12.2023 01.01. bis 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr
in
TEuro % TEuro % TEuro %
Umsatzerlöse 19.187 100,0 43.279 99,9 -24.092 -55,7
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0,0 35 0,1 -35 -100,0
Gesamtleistung 19.187 100,0 43.313 100,0 -24.126 -55,7
Sonstige betriebliche Erträge 345 1,8 88 0,2 257 293,8
Finanzerträge 0 0,0 1 0,0 -1 -100,0
Erträge gesamt 345 1,8 88 0,2 257 291,2
Materialaufwand 15.699 81,8 36.608 84,5 -20.909 -57,1
Personalaufwand 1.960 10,2 3.123 7,2 -1.163 -37,2
Abschreibungen 664 3,5 272 0,6 392 143,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.515 23,5 7.833 18,1 -3.318 -42,4
Finanzaufwand 190 1,0 197 0,5 -7 -3,5
EE-Steuern -5 0,0 -29 -0,1 24 -82,6
sonstige Steuern 1 0,0 1 0,0 0 0,0
Aufwendungen gesamt 23.024 120,0 48.005 110,8 -24.980 -52,0
Jahresergebnis -3.492 -18,2 -4.603 -10,6 1.111 -24,1

Die Gesamtleistungen haben sich um -24.126 TEURO auf 19.187 TEURO (VJ 43.313 TEURO) verringert. Der Verlust des Jahres hat sich um 1.111 TEURO auf -3.492 TEURO (VJ -4.603 TEURO) reduziert.

b) Finanz- und Vermögenslage

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2023 Änderung ggü. d. Vorjahr
in
TEuro % TEuro % TEuro %
AKTIVA
Immaterielles Anlagevermögen 668 8,7 508 4,2 160 31,6
Sachanlagen 86 1,1 128 1,1 -42 -32,5
Vorräte 4.380 57,3 6.828 56,5 -2.448 -35,9
Forderungen 654 8,6 437 3,6 217 49,8
Sonstige Vermögensgegenstände 481 6,3 633 5,2 -152 -24,0
Flüssige Mittel/Wertpapiere 1.355 17,7 699 5,8 656 93,8
Rechnungsabgrenzungsposten 19 0,2 1 0 19 3.700,0
Nicht gedeckter EK-Fehlbetrag 0 0,0 2.860 23,6 -2.860 -100,0
Summe Aktiva 7.643 100,0 12.092 100,0 -4.449 -36,8

Die Bilanzsumme hat sich auf 7.643 TEURO (VJ 12.092 TEURO) vermindert. Dies ist im Wesentlichen auf den Ausgleich des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 0 TEURO (VJ 2.860 TEURO) zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Einzahlungen in die Kapitalrücklage durch die Dr. Helmut Rothenberger Holding GmbH, Anif, Österreich, als Gesellschafterin der Werkzeugstore24 GmbH, in Höhe von 8.000 TEURO.

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr
in
TEuro % TEuro % TEuro %
PASSIVA
Eigenkapital 1.649 21,6 0 0 1.649 -
Rückstellungen 319 4,2 265 2,2 54 20,4
Kreditverbindlichkeiten 0 0,0 11 0,1 -11 -100,0
Lieferverbindlichkeiten 5.125 67,1 10.598 87,6 -5.473 -51,6
Sonstige Verbindlichkeiten 406 5,3 1.069 8,8 -663 -62,0
Passive latente Steuern 144 1,9 149 1,2 -5 -3,3
Summe Passiva 7.643 100,0 12.092 100,0 -4.449 -36,8

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich im Geschäftsjahr um 5.473 TEURO auf 5.125 TEURO (VJ 10.598 TEURO).

Einen Überblick über die Herkunft und über die Verwendung der finanziellen Mittel geben die nachstehenden Cashflow-Größen, die durch eine Kapitalflussrechnung ermittelt wurden, welche die Zahlungsmittelflüsse nach der indirekten Methode darstellt und den Grundsätzen des vom Deutschen Standardisierungsrat DSR erarbeiteten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) entspricht.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr einen negativen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 6.814 TEURO erwirtschaftet.

Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein negativer Cash Flow in Höhe von -341 TEURO. Dabei wurden Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen von 337 TEURO sowie Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen von 4 TEUR verzeichnet.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 7.811 TEURO.

Der Finanzmittelbestand - ausschließlich bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten - hat sich insgesamt um 656 TEURO gegenüber dem Vorjahr erhöht.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

BBei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Der Markt- und Angebotserweiterung,

• der Profitabilität,

• der Umsatzentwicklung und

• dem Betriebsergebnis.

Bezogen auf die Markt- und Angebotserweiterung sind hier insbesondere die Angebotserweiterungen mit margenstärkeren Produkten für professionelle Endanwender im Bereich Sanitär/Heizung/Klima hervorzuheben.

Wie angekündigt, gab es im Jahr 2023 eine Anpassung der Reporting-Struktur. Wir ziehen im Jahr 2023 für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Kunden/Warenkorb/Sendung, Rohertrag pro Produkt/Lieferant, Umsätze pro Mitarbeiter sowie Drehzahlen im Lager und den Cashflow heran.

Der durchschnittliche Wert der Warensendung ist gegenüber dem Vorjahr um 15 % gesunken. Hierbei sind jedoch besondere Abverkaufsaktionen für Langsamdreher zu berücksichtigen, die diesen Effekt drücken.

Der Rohertrag wird täglich auf Produkt- und Lieferantenebene geprüft. So konnte eine Profitabilitätssteigerung von 15,5% im Vorjahr (2022) auf 17,9% in 2023 trotz erheblich reduzierter Bonuszahlungen und diverser margenschwacher Abverkaufsaktionen realisiert werden.

Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 564,3 TEUR p.a. und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr vermindert, was mit dem verzögertem Mitarbeiterabbau im Jahresverlauf zu erklären ist.

Die durchschnittliche Lagerumschlaghäufigkeit beträgt 4,4.

Die Umsatzrendite reduzierte sich zum Vorjahr um 7,6 % auf -18,2 %.

Ferner wurden die Effizienzsteigerungen der Werbemaßnahmen sowie gezielte Kostensenkungen in diesem Bereich im Jahr 2023 eingeleitet, die mit der neuen Shopinfrastruktur in 2024 fortgesetzt werden.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist aufgrund der vergangenen Preispolitik, des hohen Lagerbestands, der zunehmenden Wettbewerbsintensität und der rückläufigen Umsätze weiter sehr angespannt und benötigt weiteren Kapitalzufluss, der durch die Gesellschafter erfolgt ist.

Die Umsatzentwicklung trotz geänderter Preispolitik und die Auszeichnungen am Markt durch unabhängige Institute bestätigt den Bedarf für unser Angebot und bekräftigen aber gleichzeitig den Bedarf für strukturelle Umstellungen und Änderungen von bisherigen Managemententscheidungen.

2023 ist hierbei ebenso wie voraussichtlich die erste Jahreshälfte von 2024 ein Übergangsjahr, um wichtige Schritte strategisch, wie technologisch umzusetzen.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten grundsätzlich innerhalb ihrer Zahlungsfristen zu begleichen.

IV. Prognosebericht

Die Werkzeugstore24 GmbH ist mit ihrer E-Commerce Plattform werkzeugstore24.de ein langjähriger und nachhaltiger Anbieter im wachsenden Online-Markt für Werkzeuge, Maschinen und Zubehör.

Neben Generallisten, wie Amazon, Otto, Google u.a. im E-Commerce-Markt, sind fokussierte und spezialisierte Anbieter gerade im B2B-Bereich und bei semi-professionellen Endnutzern gefragt. Werkzeugstore24 hat diese Platzierung erkannt und durch seine langjährige Marktpräsenz bereits viele hunderttausende Kunden bedient und zufrieden gestellt.

Wesentliche Änderungen der Ausrichtung des Unternehmens sind nicht geplant, wohl aber die Fortsetzung der gezielten Anpassungen der Geschäftspolitik in verschiedenen Bereichen. Die in 2023 eingeleitete Fokussierung auf Profitabilität sowie die eingeleiteten Kostensenkungen leisten einen zeitnahen Beitrag zur Verbesserung der wirtschaftlichen Gesamtsituation und Kompensation der Umsatzrückgänge. Gleichzeitig bereiten die Investitionen in einen neuen Webshop mit erheblichen technologischen Fortschritten, der im Jahr 2024 online gehen wird, eine neue Wachstumsphase mit nachhaltigerer Profitabilität vor.

Durch die Einzahlungen in die Kapitalrücklage am 9. März 2023 und am 14. Dezember 2023 in Höhe von jeweils 4.000 TEUR, durch die Gesellschafterin, wurde das Eigenkapital im Jahr 2023 gestärkt.

Die im Jahr 2023 eingeleiteten Restrukturierungmaßnahmen, wie Preisanpassungen, Personalabbau, Ausbau von Cross-Selling und die stärkere Nutzung von Wachstumsmöglichkeiten mit Konzerngesellschaften, will die Gesellschaft in 2024 fortführen. Darüber hinaus soll mit dem neuen Webshop in der zweiten Jahreshälfte weitere Potenziale für Wachstum und Kostensenkungen genutzt werden. Die Gesellschaft plant mit einem stabilen bis leicht steigenden Umsatz von rund 17 bis 20 Mio. EUR.

Maßgeblich hierfür ist eine Umsetzung des neuen Webshops sowie eine Stabilisierung des Marktumfelds und der Liefersituation.

Im Jahr 2024 werden weitere Verluste der operativen Geschäftstätigkeit erwartet, jedoch ist mit einer deutlichen Verringerung des Verlusts zu den Vorjahren aus Sicht der Gesellschaft zu rechnen. Nach Abschluss der Strategie- und Restrukturierungsmaßnahmen wird ein positives Betriebsergebnis in Folgejahren erwartet.

Wir gehen daher von einer positiven Fortführungsprognose für die Folgejahre aus.

V. Chancen- und Risikobericht

Nachfolgend werden die Risiken und Chancen mit ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit in absteigender Reihenfolge dargestellt.

Risiken der Unternehmensfortführung

Im gesamten Jahr 2023 war die Werkzeugstore24 GmbH in der Lage, ihren kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Auch die aktuelle Unternehmens- und Liquiditätsplanung zeigt, dass die Gesellschaft in der Lage ist, mit den ihr zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln, den künftigen kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 die Liquiditätsplanung aus dem Vorjahresbericht konsequent übertroffen und Forderungen in erheblichem Umfang abgebaut.

Die Gesellschaft hat für das Jahr 2024 durch gestarteten Restrukturierungmaßnahmen, das im vierten Quartal 2023 und ersten Quartal 2024 bereits realisierte und weiter geplante Wachstum mit margenstärkeren Produkten wichtige Schritte eingeleitet.

Durch die Stabilisierung der Märkte und die Fortsetzung der im Vorjahr eingeleiteten geänderten Preispolitik ist mit einer Stabilisierung der Umsätze zu rechnen. Im Jahr 2024 werden weitere Verluste der operativen Geschäftstätigkeit die Liquiditätsausstattung der Gesellschaft belasten. Es ist jedoch mit einer Verringerung des Verlustes verglichen mit 2023 zu rechnen.

Wir gehen von einer positiven Fortführungsprognose für die Folgejahre aus.

Risiken aus operativer Tätigkeit

Ein wesentliches Risiko ist aktuell die Warenverfügbarkeit auf der Lieferantenseite, die zu Einschränkungen in der Umsatzentwicklung führen kann..

Ein weiteres wesentliches Risiko besteht in einer dauerhaft abkühlenden Konjunktur, insbesondere in der Baubranche.

Boniforderungen gegenüber Lieferanten addieren sich über das Jahr auf einstellige Millionenbeträge. Diese sind von Bedeutung, um das unterjährige Geschäft finanzieren zu können. Diese Liquiditätsrisiken werden als gering eingestuft, hätten beim Eintreten von Ausfällen jedoch Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Werkzeugstore24 GmbH. Weiterhin können hier niedrigere Umsätze auch in Folge eine Auswirkungen auf die entsprechenden Boni haben.

Ein weiteres, jedoch rückläufiges, Risiko ist die Abhängigkeit von Plattformen, die anders als bei anderen Marktbegleitern jedoch bei Werkzeugstore24 nicht den überwiegenden Teil des Umsatzes ausmachen.

Politische Risiken / Marktrisiken

Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Hierzu zählen unter anderem geopolitische Verwerfungen, weitere Konjunkturabschwächungen sowie die zunehmende Inflation. Weitere Marktrisiken werden in Veränderungen der Geschäftspolitik auf Lieferantenseite in Bezug auf Konditionen oder absatzstrategische Entscheidungen erkannt.

Rechtliche Risiken

Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden.

Chancen

Mit der Investition in einen technologisch hochwertigeren neuen Webshop mit entsprechenden Steigerungspotenzialen im Umsatz, ebenso wie Effizienzgewinnen, insbesondere im Marketing, bestehen im Jahr 2024 erhebliche Chancen zur Umsatz- und Profitabilitätssteigerung.

Durch den kontinuierlichen Ausbau des Sortimentes mit einem gestiegenen Fokus auf Profitabilität kann eine Verbesserung der Ertragssituation eintreten. Die geänderte Preispolitik kann weiter zu einer erheblichen Profitabilitätssteigerung beitragen und Fehlentwicklungen der Vergangenheit korrigieren.

Darüber hinaus werden Optimierungen in der Lagerlogistik, dem Lagerabbau und im Bereich der Informationstechnologie helfen, die Effizienz kontinuierlich zu steigern.

Weitere Chancen sehen wir in dem Auf- und Ausbau von bedarfsindividuellen Angeboten für Handwerker und hierbei für spezielle Zielgruppen. Dies gehen wir konsequent an und versprechen uns mit diesem Angebot zukünftig ein deutliches Alleinstellungsmerkmal.

Der daraus beschleunigte, zunehmende Trend zum Online-Handel stellt hingegen eine weitere Chance dar, die sich trotz abschwächender Konjunktur fortsetzen wird.

Eine weitere Chance besteht in der Nutzung gemeinsamer Einkaufsstrukturen in der Unternehmensgruppe und der Schaffung eines eigenen Portfolios an Ergänzungsportfolios für Zubehör und Eigenprodukte.

 

Flörsheim am Main, den 14. Juni 2024

Dr. Lasse Becker

Johann Klimmer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 754.291,93 635.083,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 667.988,93 507.628,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 481.340,00 496.479,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 186.648,93 11.149,00
II. Sachanlagen 86.303,00 127.455,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.303,00 127.455,00
B. Umlaufvermögen 6.869.990,71 8.596.452,28
I. Vorräte 4.379.944,99 6.827.839,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.135.307,55 1.069.564,02
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.354.738,17 699.048,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.760,15 520,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.859.723,31
Aktiva 7.643.042,79 12.091.778,59

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.648.581,69 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 15.200.000,00 7.200.000,00
III. Verlustvortrag 12.059.723,31 7.456.852,85
IV. Jahresfehlbetrag 3.491.695,00 4.602.870,46
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 2.859.723,31
B. Rückstellungen 318.748,51 264.980,00
C. Verbindlichkeiten 5.531.312,59 11.677.898,59
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 10.618,88
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 10.618,88
2. sonstige Verbindlichkeiten 5.531.312,59 11.667.279,71
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.531.312,59 11.667.279,71
D. Passive latente Steuern 144.400,00 148.900,00
Passiva 7.643.042,79 12.091.778,59

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.832.264,15 6.793.323,70
2. Personalaufwand 1.959.860,82 3.122.661,55
a) Löhne und Gehälter 1.629.549,11 2.641.206,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 330.311,71 481.455,19
davon für Altersversorgung 2.096,34 2.702,16
3. Abschreibungen 664.014,47 272.369,82
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 222.458,02 272.369,82
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 441.556,45
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.514.631,21 7.832.476,55
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 118,05 8.853,85
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4,42 7,60
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 85,04 577,89
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 189.361,11 196.817,83
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.500,00 -28.700,10
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 4.500,00 28.700,00
9. Ergebnis nach Steuern -3.491.014,00 -4.601.716,46
10. sonstige Steuern 681,00 1.154,00
11. Jahresfehlbetrag 3.491.695,00 4.602.870,46

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Werkzeugstore24 GmbH

I. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

Die Werkzeugstore24 GmbH (vormals: Zahrt Handels-GmbH), Flörsheim am Main ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Firmenname laut Registergericht: Werkzeugstore24 GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Flörsheim am Main
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Wiesbaden
Register-Nr.: HRB 28704

Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung werden im Anhang in der Reihenfolge der GuV-Posten dargestellt.

Angaben die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden dürfen, wurden in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung gemacht.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

• Beteiligungen zu Anschaffungskosten

• Ausleihungen zum Nennwert

• unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bilanziert. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Das Bilanzierungswahlrecht für aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurde nicht in Anspruch genommen.

Sonstige Rückstellungen wurden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 679.438,77 150.937,78 0,00 830.376,55
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 555.061,48 14.334,50 0,00 569.395,98
3. geleistete Anzahlungen 0,00 169.855,93 0,00 169.855,93
1.234.500,25 335.128,21 0,00 1.569.628,46
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 320.044,02 6.538,74 0,00 326.582,76
320.044,02 6.538,74 0,00 326.582,76
1.554.544,27 341.666,95 0,00 1.896.211,22
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 182.959,77 166.076,78 0,00 349.036,55 481.340,00 496.479,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 543.912,48 8.690,50 0,00 552.602,98 16.793,00 11.149,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 169.855,93 0,00
726.872,25 174.767,28 0,00 901.639,53 667.988,93 507.628,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 192.589,02 47.690,74 0,00 240.279,76 86.303,00 127.455,00
192.589,02 47.690,74 0,00 240.279,76 86.303,00 127.455,00
919.461,27 222.458,02 0,00 1.141.919,29 754.291,93 635.083,00

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen 0 TEURO (Vorjahr: 103 TEURO) und weisen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus.

Eigenkapital

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von 1.649 TEURO aus (im Vorjahr 2.753 TEURO negatives Eigenkapital (nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag)).

Der ausschüttungsgesperrte Betrag in Höhe von 481 TEURO gemäß § 268 Absatz 8 HGB betrifft vollständig die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögenswerte des Anlagevermögen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere:

• Personalbezogene Rückstellungen (34 TEURO, Vorjahr: 64 TEURO)

• Jahresabschlusskosten (100 TEURO, Vorjahr: 50 TEURO)

• Übrige sonstige Rückstellung (185 TEURO, Vorjahr 44 TEURO).

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeit
Summe
EUR
bis ein Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (10.618,88) (3.979,89) (6.638,99)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.125.283,26 5.125.283,26 0,00
(Vorjahr) (10.598.399,45) (10.598.399,45) (0,00)
- davon gegenüber verb. Unternehmen (4.760.581,23) (4.760.581,23) (0,00)
(Vorjahr) (10.375.246,18) (10.375.246,18) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 406.029,33 406.029,33 0,00
(Vorjahr) (501.421,17) (501.421,17) (0,00)
- davon aus Steuern 308.346,12 308.346,12
(Vorjahr) (890.683,83) 890.683,83
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.292,73 1.292,73
(Vorjahr) (2.115,20) 2.115,20
5.531.312,59 5.531.312,59 0,00
(11.677.898,59) (11.103.800,51) (6.638,99)

Fremdwährungsforderungen werden zu Tageskursen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern in Höhe von 144.400,00 EUR (Vorjahr: 148.900,00 EUR) resultieren aus Ansatzdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen.

Die Veränderung der passiven latenden Steuern beträgt im Geschäftsjahr 4.500,00 EUR.

Dabei wurde ein pauschaler Steuersatz in Höhe von 30 % zu Grunde gelegt.

IV. Erläuterungen zu der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 4 HGB zur Aufgliederung der Umsatzerlöse wurde Gebrauch gemacht.

Personalaufwendungen

Die Aufwendungen für Altersversorgungen betrugen EUR 2.702,16 (Vj. EUR 2.438,69). Sie werden unter dem Personalaufwand ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 41 Arbeitnehmer (Vorjahr: 66). Diese können in folgende Bereiche aufgeteilt werden:

• Mitarbeiter in der Warenlogistik 25 (Vorjahr: 42)
• Mitarbeiter in der Verwaltung 16 (Vorjahr: 24)

Namen der Geschäftsführer

Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt:

Dr. Lasse Becker, Wiesbaden (Volkswirt) ab dem 9. März 2023

Johann Klimmer, St. Anton am Arlberg, Österreich (Kaufmann) ab dem 5. Juni 2024

Andreas Zahrt, Hattersheim (Kaufmann) bis zum 30. März 2023

Klaus Flettner, Kronberg im Taunus (Kaufmann) bis zum 30. März 2023

Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers entfallen unter Bezugnahme auf den § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB liegen nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von rd. TEUR 324 pro Jahr.

Die Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

• Miete unbewegliche Wirtschaftsgüter 279 TEUR
• Miete bewegliche Wirtschaftsgüter 45 TEUR
324 TEUR

Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Für das Jahr 2023 ergibt sich ein Fehlbetrag in Höhe von 3.491.695,00 EUR. Dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Flörsheim am Main, den 14. Juni 2024

Dr. Lasse Becker

Johann Klimmer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Werkzeugstore24 GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Werkzeugstore24 GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Werkzeugstore24 GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir machen auf die Ausführungen in Abschnitt "Prognosebericht" des Lageberichts aufmerksam. Dort wird durch den gesetzlichen Vertreter ausgeführt, dass die Gesellschaft nachhaltige Liquiditätsschwierigkeiten verzeichnet. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, welches ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellen kann.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

Frankfurt am Main, den 14. Juni 2024

HEIM HONERMEIER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jany, Wirtschaftsprüfer

Tochtermann, Wirtschaftsprüfer

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