Metal Tec Group GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Paul Dr. Campbell seit 30.3.2026 | Geschäftsführer |
Marc Arnold seit 19.6.2023 | Prokura |
Hans-Jürgen Gauger seit 11.3.2020 | Prokura |
Andreas Robert Braun seit 13.8.2013 | Geschäftsführer |
Bastian Peters seit 19.12.2012 | Prokura |
Marco Sauer seit 25.1.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
10 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 10 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| 100.00% | |
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Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wickeder Westfalenstahl GmbHWickedeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens 1.2. Produktentwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage 2.3.2. Finanzlage 2.3.3. Vermögenslage 2.3.4. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren 2.3.5. Zusammenfassende Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung 3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht 3.1. Prognosebericht 3.2. Chancen- und Risikobericht 3.2.1. Risikomanagementsystem 3.2.2. Makroökonomische Chancen und Risiken 3.2.3. Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken 3.2.4. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken 3.2.5. Allgemeine externe Risiken 3.2.6. Zusammenfassung der Chancen und Risiken 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Wickeder Westfalenstahl GmbH (WIWE) mit Sitz in Wickede (Ruhr) ist Stammhaus der Wickeder Group. Der Produktionsstandort liegt in Wickede (Ruhr). Daneben hält die WIWE 19 mittelbare und unmittelbare Tochterunternehmen in Europa, Amerika und Asien. Die Produkte der WIWE werden als Halbzeuge an weiterverarbeitende Unternehmen in über 30 Länder weltweit verkauft. Die Wickeder Group ist weltweit einer der führenden Anbieter plattierter Werkstoffe. Bei plattierten Werkstoffen handelt es sich um einen maßgeschneiderten hybriden Werkstoffverbund aus mehreren Metallbändern. Dadurch entstehen Eigenschaften, die ein einzelner Werkstoff so nicht darstellen kann - beispielsweise "schweißbares Kupfer", "leichter Stahl", "festes Aluminium", "selbstlötender Edelstahl" und vieles mehr. Plattierte Werkstoffe werden in unterschiedlichsten Branchen eingesetzt. Das breite Spektrum an Plattierkombinationen umfasst u. a. Verbindungen aus Kupfer, Stahl, Edelstahl, Aluminium und Bronze. Diese Werkstoffverbunde kommen beispielsweise in der e-Mobility, Elektrotechnik, bei Smart Devices, hochwertigem Kochgeschirr oder auch bei Münzanwendungen zum Einsatz. 1.2. Produktentwicklung Das Jahr 2023 baute auf die vorangegangenen Jahre (Forschung und Entwicklung) auf. Erste Mengen konnten erfolgreich industrialisiert werden. Der Umsatz mit neuen Produkten (impliziert Beratung, Engineering, Prototypen- und Musterfertigung) konnte dadurch bedingt im Jahr 2023 weiter ausgebaut werden. Marktschwerpunkte liegen im Consumer-, Energie- und Elektrobereich, besonders im Bereich Energiespeicherung, der Technologieentwicklung für das "Smart Grid" (von Funktionswerkstoffen für IGBT-Kühlkörper über Offshorekabel-Komponenten bis hin zu Schutzschalter- und Blitzschutzkomponenten) sowie der metallischen Produkte für die Industrialisierung der Wasserstofftechnologie. Die Wickeder Westfalenstahl GmbH verfolgt das Ziel, Produkte zur Steigerung der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit zu generieren (Kühlkörperwerkstoffe zur Verlängerung der Lebensdauer von Leistungselektronik oder Heatspreader zur optimalen Wärmeverteilung, Stromschienen mit minimalem Cu- oder Ni-Anteil) beziehungsweise um disruptive Technologien (Elektromotorenkomponenten zum Reichweitenausbau, 100% PFAS-freie Bauteile) industriell umzusetzen. Die beiden zur Zielstellung passenden Förderprojekte liefen auch im Jahr 2023 planmäßig: "Bipolarfolien für Li-Ionen-Batteriezellen" und "Hocheffektive und wirtschaftlich herzustellende Elektroden für die Wasserstoff-Elektrolyse". Zur Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandorts Deutschland ist die Wickeder Westfalenstahl GmbH Gründungsmitglied des AK Folien (Gründung 2022) der Universität Stuttgart. Der Arbeitskreis beschäftigt sich mit der Entwicklung, der Normung und der industriellen Umsetzung von Metallbändern und Metallfolien für den Einsatz in neuen Produkten mit dem Marktschwerpunkt Energie (Energiespeicher, Wasserstoff). Das im Jahr 2022 gegründete Group Business Development erfüllt die Aufgabe, Synergien (Prototypenfertigung, Fertigungsprozesse, Local Sourcing, Werkstoffanalyse, etc.) für Kundenbedarfe in der Unternehmensgruppe weltweit auszubauen. Es ergaben sich bereits im Jahr 2022 neue Vorprojektaktivitäten, die im Jahr 2023 erfolgreich in erste Kundenprojekte umgesetzt werden konnten. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 hielt sich die Weltkonjunktur - auch bei moderater wirtschaftlicher Expansion - besser als erwartet. Inzwischen geht die Inflation rasch zurück, doch eine konjunkturelle Belebung zeichnet sich noch nicht ab. Ein hohes Maß an Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bremst die fortgeschritten Volkswirtschaften. Das IfW Kiel (Institut für Weltwirtschaft Kiel) rechnet für das kommende Jahr mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - um 2,9%, nach 3,1% im Jahr 2023. "Besonders robust zeigte sich im Jahr 2023 die Wirtschaft der Vereinigten Staaten, wo sich die Produktion trotz des scharfen Zinsanstiegs - gestützt durch eine expansive Finanzpolitik - weiter deutlich erhöhte. [ ... ] Schwach entwickelte sich hingegen die gesamtwirtschaftliche Produktion in Europa, wo im Jahresverlauf sowohl in der EU als auch im Vereinigten Königreich kaum mehr als Stagnation verzeichnet wurde." Im Verlauf des Jahres 2023 sind die Störfaktoren, die im vergangenen Jahr die Erholung von der Coronakrise - in vielen Ländern vorzeitig - beendet hatten, weitgehend "verebbt": Die Rohstoffpreise und insbesondere die Energiepreise sind wieder deutlich gesunken. Die Inflation hat sich verringert, folglich steigen die Reallöhne. Die Lieferengpässe behindern die wirtschaftlichen Aktivitäten nicht mehr ungewöhnlich stark. Dennoch ist die Unsicherheit für Unternehmen und Konsumenten hoch geblieben. Dies ist zum Teil geopolitischer Natur und in anhaltenden oder neuen militärischen Auseinandersetzungen (Ukraine, Gaza/Israel) oder wirtschaftlichen Konflikten (Vereinigte Staaten/China) begründet. "Bezogen auf das Gesamtjahr war die deutsche konjunkturelle Schwäche vor allem dem rückläufigen Konsum und einem darbenden Auslandsgeschäft geschuldet." Für das Jahr 2023 sanken die Exporte um 2 %. (Quelle der vorstehenden Absätze: Kieler Konjunkturberichte Nr. 109, 2023|Q4) Das Auftragsvolumen der deutschen Metall- und Elektroindustrie (M+E Industrie) lag von Januar bis September 2023 um 5,6 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. In der M+E Industrie sind die Neuaufträge weiter rückläufig. Insgesamt blicken die M+E-Firmen pessimistisch auf die kommenden Monate, während die Lage nur noch neutral bewertet wird. (Quelle: Das Magazin der Metall- und Elektro-Industrie, 04/2023) Insgesamt ist daher festzustellen, dass das allgemeine und branchenbezogene wirtschaftliche Umfeld für die Wickeder Group im Jahr 2023 in hohem Maße von Herausforderungen geprägt gewesen ist. 2.2. Geschäftsverlauf Für das Geschäftsjahr 2023 konnte ein Jahresergebnis in Höhe von 9,4 Mio. € erzielt werden. Das Jahresergebnis liegt um 3,8 Mio. € niedriger als das Vorjahresergebnis in Höhe von 13,2 Mio. €. Die Umsatzerlöse gingen im Jahr 2023 um ca. 44 % im Vorjahresvergleich zurück. Vornehmlich basiert der Rückgang auf dem Wegfall von Großprojekten ("Smart Device" und "Münzband"), die antizipiert waren, demnach lag der Geschäftsverlauf über Plan. Im Vorjahr wurde mit einem EBITDA im unteren einstelligen Millionenbereich geplant. Erzielt wurde ein EBITDA in Höhe von 10,6 Mio. €. Die Auftragslage zeigt im Mehrjahresvergleich ein stabiles Niveau. Der Auftragsbestand zum Jahresende lag bei 34,0 Mio. € (2022: 34,6 Mio. €, 2021: 39,4 Mio. €). Seit Jahren verfolgt die WIWE die Strategie, sich auf Innovationen bei Plattierten Werkstoffen und Investitionen in Technologie rund um die Metallverarbeitung zu fokussieren. Der Erfolg dieser Strategie zeigt sich in der inzwischen nachhaltigen Steigerung der Innovationsrate, der Wertschöpfung, des Umsatzes und der damit verbundenen finanziellen Ergebnisse. Dies beruht auf der Konzentration auf Zukunftsmärkte und -branchen und der zielgerichteten Erweiterung des Produkt- und Technologieportfolios. Die globalen Kunden, die neben der Beratungs- und Entwicklungskompetenz insbesondere unsere Technologie- und Produktinnovationen schätzen, bilden heute die Basis des Geschäftserfolges. Diese Ausrichtung hat sich insbesondere in der Pandemie als richtig und zukunftsweisend erwiesen. 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage Die wesentlichen Kennzahlen zur Ertragslage stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
2023: Die übrigen Aufwendungen setzen sich zusammen aus Personalaufwand (12,3 Mio. €) Abschreibungen (1,9 Mio. €), sonstigen betr. Aufwendungen (11,2 Mio. €) und sonstigen Steuern (0,1 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2023 hat die WIWE Brutto-Umsatzerlöse in Höhe von 45,6 Mio. € gegenüber 81,2 Mio. € im Vorjahr erzielt. Dies entspricht einer Reduzierung um ca. 44 % gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Jahresergebnis von 9,4 Mio. €, einem EBITDA von 10,6 Mio. € und einer EBITDA-Marge von 27,0 % konnte das Geschäftsjahr über Plan abgeschlossen werden. Der rückläufige Trend war bereits durch den Wegfall von zwei Großprojekten antizipiert worden.
Im Marktsegment Automotive lag der Umsatz um 24 % unter der Planung und um 23 % unter Vorjahr. Ursächlich für den Rückgang des Umsatzes waren geringere Abnahmemengen im Bereich diverser metallischer Abschirm- und Gleitlagerteile. Der Bereich Elektro liegt 54 % unter dem Vorjahr und mit 30 % über Plan. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr 2022 ist u. a. auf das Auslaufen des Plattierverbundes für Hitzeverteiler in Smart Devices zurückzuführen. Der Umsatz im Segment Energie ist trotz der weiterhin abnehmenden Anzahl an Kraftwerksprojekten weltweit auf Vorjahresniveau. Im Vertriebsbereich Industrie hat sich die Erlössituation im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Der in dem Segment geplante Jahresumsatz konnte um 23 % und der Vorjahresumsatz um 44 % nicht erreicht werden. Maßgeblich war insbesondere die nicht erfolgreiche Fortführung eines großen Münzbandprojektes sowie reduzierte Abnahmen im Bereich Kochgeschirr im Jahr 2023. Der Rohertrag ist von 29,3 Mio. € auf 16,2 Mio. € gefallen. Preissteigerungen des Einkaufsbereichs konnten weiterhin im Wesentlichen an den Markt weitergegeben werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 9,3 Mio. € übertreffen das Vorjahr um 5,6 Mio. € (Vorjahr: 3,7 Mio. €). Dabei wurden im Vorjahr Effekte aus einer Anwachsung in Höhe von 8,2 Mio. € sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 0,4 Mio. € im neutralen Ergebnis gezeigt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen von Energie- und anderen Aufwendungen an Mieter und verbundene Unternehmen. Ferner sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen 5,5 Mio. € Erträge aus Schadensfällen erfasst, die als Versicherungsleistung aufgrund eines Brandschadens Ende Juni 2023 geleistet wurden. Insgesamt betrugen die übrigen Aufwendungen 25,4 Mio. € und sind damit auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 25,7 Mio. €) Das neutrale Ergebnis betraf im Vorjahr die außerplanmäßige Abschreibung einer Beteiligung in Höhe von 4,0 Mio. € sowie gegenläufige Effekte aus einer Anwachsung in Höhe von 8,2 Mio. € und periodenfremder Erträge von 0,4 Mio. €. Für das Geschäftsjahr 2023 wurden keine Erträge und Aufwendungen dem neutralen Ergebnis zugeordnet. Dem Ertrag aus Schadensfällen in Höhe von 5,5 Mio. € stehen zum einen sonstige betriebliche Aufwendungen als auch entgangene Gewinne gegenüber. Das Finanzergebnis liegt mit +11,3 Mio. € (Vorjahr: +10,6 Mio. €) um 0,7 Mio. € über dem Vorjahr. Erneut leisten die erfolgreichen über Gewinnabführungsverträge angebundenen Tochterunternehmen mit 8,7 Mio. € einen wesentlichen Beitrag zur weiteren Stärkung der Finanz- und Ertragslage der WIWE und bestätigen unsere langfristige Investitionsstrategie. Daneben enthält das Finanzergebnis Zinsaufwendungen und -erträge; ferner werden Beteiligungserträge und Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens einbezogen. Die WIWE nutzt verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens, die monatlich in Form eines Plan-Ist-Vergleiches an die Geschäftsführung berichtet werden. Die Kennzahlen errechnen sich folgendermaßen:
Insgesamt hat sich das EBIT in Höhe von 8,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr mit 16,8 Mio. € um 48 % reduziert. Auch das EBITDA liegt mit 10,6 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert von 18,3 Mio. €. Die EBITDA-Marge ist von 20,6 % auf 27,0 % angestiegen. 2.3.2. Finanzlage Das Finanzmanagement der WIWE dient in erster Linie der Erhaltung der Liquidität, der Absicherung der Planung und des Ergebnisses sowie der Begleitung des internen und externen Wachstumskonzeptes. Hierzu gehört auch die Überwachung und Steuerung des Working Capital. Die WIWE betreibt ein aktives Zinsmanagement. Der Bedarf an liquiden Mitteln wird durch lang- und kurzfristige Kredite bei Banken und verbundenen Unternehmen und Kontokorrentlinien abgedeckt. Die Finanzierungsstruktur setzt sich folgendermaßen zusammen:
Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Mio. € auf 98,5 Mio. € gestiegen. Die Erhöhung ist Folge des guten Geschäftsjahresergebnisses 2023. Die für 2024 vorgesehene Gewinnausschüttung in Höhe von 5,0 Mio. € wurde entsprechend den gesellschaftsvertraglichen Vorgaben bereits den sonstigen Verbindlichkeiten bzw. den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zugeführt. Aus dem Gewinnvortrag des Vorjahres sind 2,0 Mio. € ausgeschüttet worden. Das Unternehmensanlagevermögen wird zu 83,5 % durch Eigenkapital abgedeckt. Das mittel- und langfristige Fremdkapital setzt sich aus Pensionsverpflichtungen, langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sowie mittel- und langfristigen sonstigen Rückstellungen zusammen. Außerdem beinhaltet die Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Das kurzfristige Fremdkapital umfasst vorwiegend Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, (ggf. mittelbaren) Gesellschafterdarlehen, sonstige Rückstellungen und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich, da einige der Gesellschafterdarlehen mit fester Laufzeit im Jahr 2024 auslaufen werden. Infolge der planmäßigen Tilgung haben sich die Bankverbindlichkeiten um 2,1 Mio. € vermindert. Zum Stichtag bestanden zwei Geldmarktkredite in Höhe von 6,0 Mio. €. Zwei zu Mitte des Jahres 2024 endfällige Darlehen werden prolongiert. Die Vertragsverhandlungen hierzu waren zum Stichtag noch nicht abgeschlossen. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Zuschuss eines Kunden enthalten, um die Investition in den Aufbau eines Produktionsbereiches für diesen strategischen Kunden umsetzen zu können. Die Eigenkapitalquote zum aktuellen Bilanzstichtag beträgt 52,1 % gegenüber 55,1 % im Vorjahr. Kurzfassung Kapitalflussrechnung
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 27,8 Mio. € und liegt damit um 4,1 Mio. € über dem Vorjahreswert. Der operative Cashflow des abgelaufenen Jahres ist insbesondere durch den Zuschuss eines strategischen Kunden für die bereits genannte Investition am Standort in Wickede beeinflusst. Von diesem Zuschuss sind bereits 8,5 Mio. € als Auszahlung für Investitionen in das Sachanlagevermögen eingesetzt worden, die sich im Cashflow aus Investitionstätigkeit widerspiegeln. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -6,7 Mio. € und hat sich im Vorjahresvergleich um 11,6 Mio. € vermindert. Wie auch im Vorjahr ist der Cashflow vor allem durch die Investition in ein Tochterunternehmen sowie Darlehen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition geprägt. Hinzu kommen Investitionen in das Sachanlagevermögen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Tochterunternehmen insgesamt 18,1 Mio. € als Darlehen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition zur Verfügung gestellt. Ferner werden Zahlungseingänge aus der Gewinnausschüttung einer Tochtergesellschaft sowie aus Zinsen im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von -6,3 Mio. € betrifft wie im Vorjahr im Wesentlichen Tilgungen von Darlehen und Bankkrediten sowie eine Gewinnausschüttung an die Gesellschafter. Zum 31. Dezember 2023 verfügt die WIWE über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 26,1 Mio. €. Die gewährten Kreditlinien belaufen sich insgesamt auf 38,0 Mio. €. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus liquiden Mitteln (19,8 Mio. €; Vorjahr: 0,0 Mio. €) sowie beanspruchten Kontokorrentkrediten (11,9 Mio. €; Vorjahr: 6,8 Mio. €) zusammen. 2.3.3. Vermögenslage Zum Bilanzstichtag betrug die Bilanzsumme der WIWE 188,9 Mio. € und ist damit um 14,5 Mio. € höher als im Vorjahr. Die Vermögenslage hat sich wie folgt entwickelt:
Die Vermögenslage der WIWE ist wesentlich von ihrer zweifachen Rolle - einerseits als produzierende/ operative Gesellschaft sowie andererseits als Holdinggesellschaft - geprägt. Wesentlichen Anteil am Vermögen der WIWE macht daher das Finanzanlagevermögen aus, das sich zum Berichtsjahresende auf 91,1 Mio. € beläuft und damit um 1,5 Mio. € unter dem Vorjahreswert liegt. Die Reduzierung basiert im Wesentlichen aus einer Abwertung einer Beteiligung, da diese Gesellschaft liquidiert wurde. Das Umlaufvermögen setzt sich hauptsächlich aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Vermögensgegenständen zusammen. Gegenüber dem Vorjahr stieg das Umlaufvermögen um 16,6 Mio. € von 54,4 Mio. € auf 71,0 Mio. €. Ursächlich für die Zunahme ist insbesondere der Zuschuss (Stichtag: 19,3 Mio. €) eines strategischen Kunden (siehe auch Kapitel 2.3.2.), der zur Erhöhung des Bankguthabens führte. 2.3.4. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Umwelt- und Energiemanagement: Das Umwelt- und Energiemanagement basiert auf der geltenden Umwelt- und Energiepolitik des Unternehmens. Darin werden Grundlagen formuliert, die uneingeschränkt eine umweltgerechte und energieeffiziente Herstellung unserer Produkte einfordern. Im Jahr 2023 wurden beide Systeme erfolgreich einem Überwachungsaudit unterzogen. Klimaschutz: Der Klimaschutz ist eine zentrale Zukunftsaufgabe für unser Unternehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist es gelungen, die CO 2 -Emissionen weiter von 5.187 to im Jahr 2022 auf 3.624 to im Jahr 2023 zu verringern. Dies entspricht einer Reduktion von 30 %. Auch im Jahr 2023 wurde wieder 100% der Strommengen aus erneuerbaren Quellen bezogen. Arbeitssicherheit: Der Arbeitsschutz dient dazu, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit durch Verhütung von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu gewährleisten. Im Jahr 2023 ereigneten sich vier meldepflichtige und zwei nicht meldepflichtige Arbeitsunfälle. 2.3.5. Zusammenfassende Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf des Jahres 2023, insbesondere mit dem über Plan liegendem EBITDA und Jahresergebnis, sehr zufrieden. 3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht 3.1. Prognosebericht Mit Blick auf das Jahr 2024 geht das IfW Kiel davon aus, dass die Weltwirtschaft vorerst in moderatem Tempo expandiert und nur allmählich an Schwung gewinnt. Für das Jahr 2024 wird mit einem Zuwachs von 2,9 % gerechnet und der schwächer ist als für das Jahr 2023 (3,1 %). Nach dem kräftigen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,3 % im dritten Quartal 2023 dürfte sich die konjunkturelle Dynamik in den Vereinigten Staaten zwar deutlich abschwächen, ein Abrutschen in eine Rezession wird seitens des IfW Kiel jedoch nicht mehr erwartet. Es wird für 2024 und 2025 mit Zuwächsen des Bruttoinlandsprodukts von 1,5 % bzw. 2,0 % gerechnet. Die Wirtschaft im Euroraum befindet sich derzeit in einer Flaute. Der private Verbrauch wurde durch die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten spürbar gebremst. Die Finanzierungsbedingungen wurden im Zuge der zügigen geldpolitischen Straffung ungünstiger und zuletzt bot auch das außenwirtschaftliche Umfeld kaum Unterstützung. Doch zum einen aufgrund des Anstiegs der Reallöhne (Anstieg Lohndynamik bei sinkendem Preisauftrieb) und zum anderen durch die erwartete Lockerung der geldpolitischen Zügel und damit verbesserten Finanzierungsbedingungen geht das IfW Kiel im Verlauf des gegenwärtigen Jahres davon aus, dass die europäische Wirtschaft nach und nach an Schwung gewinnen wird. Der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024 wird mit voraussichtlich 0,8 % nochmals recht schwach ausfallen, aber für das Jahr 2025 wird mit einer beschleunigten Rate von 1,5 % gerechnet. Die Teuerung sinkt von 5,4 % im Durchschnitt des Jahres 2023 voraussichtlich auf 2,2 % (2024) sowie 1,9 % (2025) und entwickelt sich somit in die Nähe des Inflationsziels der Europäischen Zentralbank. Die Prognose des Bruttoinlandsprodukts für Deutschland liegt bei 0,9 % für das Jahr 2024 und bei 1,2 % für das Jahr 2025. "Trotz eines unerwartet kräftigen Anstiegs des Bruttoinlandsprodukts um 1,3 % im dritten Quartal 2023 bleiben die wirtschaftlichen Aussichten für China gedämpft." Das Konsumklima wird von verschlechterten Beschäftigungsaussichten, einer hohen Jugendarbeitslosigkeit und erhöhten Unsicherheiten belastet. Die öffentlichen Investitionen der lokalen Gebietskörperschaften werden durch zurückgehende Einnahmen und die hohe Verschuldung gebremst. Das IfW Kiel erwartet, dass der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 5,4 % im zurückliegenden Jahr auf 4,7 % bzw. 4,6 % in den Jahren 2024 und 2025 zurückgehen wird. Grundsätzlich stellen die Energieversorgung und -preise nach wie vor Prognoserisiken dar, doch die Vergangenheit hat auch gezeigt, dass die Märkte bei freier Preisbildung in der Lage sind, Anpassungsreaktionen auszulösen, welche die gesamtwirtschaftlichen Folgen von stark veränderten Knappheitsverhältnissen drastisch reduzieren. Die weiterhin unsichere Entwicklung des Immobiliensektors in China trägt ebenfalls maßgeblich zur Prognoseunsicherheit für die Weltkonjunktur bei. Eventuell sind die Auswirkungen der Zinswende in ihrer vollen Wirkung noch nicht eingetreten und die angepassten Finanzierungskalküle schlagen sich erst mit größerer Verzögerung in den Ausgaben für Investitionen und langfristige Konsumgüter nieder. Die wieder stärker in den Vordergrund getretenen Differenzen zwischen China und den Vereinigten Staaten ergeben geopolitische Risiken für die Prognose, die weit über handelspolitische Fragestellungen hinausgehen. Sowohl die parteipolitischen Konfrontationen in den Vereinigten Staaten als auch der Wahlausgang der Präsidentschaftswahl im kommenden November, führen zu einer erheblichen (wirtschafts-) politischen Unsicherheit. (Quelle der vorstehenden Absätze: Kieler Konjunkturberichte Nr. 109, 2023|Q4 und Nr. 110, 2023|Q4) Die WIWE ist im Januar 2024 trotz des schwierigen Umfelds sehr gut ins neue Jahr gestartet und liegt für den Monat umsatzseitig 37,0 % über Plan. Das EBITDA liegt per Ende Januar um 41,9 % über Plan. Im Segment Automotive gilt es die erreichte Umsatz- und Erlössituation weiterhin zu stabilisieren und, wie im Januar bereits erfolgt, sukzessive zu steigern. Weiterhin positiv entwickeln sich die aktuellen Projekte im Bereich "Wärmemanagement". Im Segment Industrie konnte bereits im Vorjahr ein Großprojekt im Bereich "Consumer" gewonnen werden (vgl. auch Kap. 2.3.2). Das Projekt wird ab Mitte 2025 zu einem deutlichen Umsatz- und Ergebniswachstum auch für die Folgejahre führen. Die Bedarfe im Bereich "Kochgeschirr" stagnieren aktuell. Im Bereich "Münzband" konnte Ende des Jahres 2023 ein Projekt gewonnen werden, welches für dieses Segment einen signifikanten Umsatzbeitrag leisten wird. Im Marktsegment Energie erwarten wir einen verhaltenen Geschäftsverlauf, der sich auf den Ausbau der Bestandskunden konzentriert. Aktuelle Entwicklungsprojekte bieten Chancen ab Mitte 2024. Der Bereich Elektro fokussiert sich auf den Ausbau des Bestandsgeschäfts und die erfolgreiche Platzierung der Neuentwicklungen, u.a. in dem Bereich des Batteriemanagements. Das "Business Development" fokussiert sich 2024 weiter auf die Entwicklung und Vermarktung von Produkten, u.a. für Zukunftsmärkte wie die Energietechnik (Energieerzeugung, Speicherung, Übertragung), Wärmemanagement, Elektronik und Mobility. Der Fokus liegt ausdrücklich auf Produkten, die zur Optimierung des CO 2 -Fußabdrucks eines Endprodukts beitragen, die Energieeffizienz erhöhen oder die Produktlebensdauer verlängern. Die Strategien "nicht digitalisierbar" und "nahe am Menschen" (z.B. Märkte Consumer- und Medizintechnik) bleiben bestehen. Nach der Jahresplanung 2024 gehen wir von einem verhaltenen Aufwärtstrend aus und planen mit einem EBITDA im unteren zweistelligen Millionenbereich. 3.2. Chancen- und Risikobericht 3.2.1. Risikomanagementsystem Die WIWE besitzt ein detailliertes Risikomanagementsystem. Es dient zur Identifikation und Erfassung der wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken. Dazu werden die Veränderungen des geschäftlichen Umfeldes registriert, deren Auswirkungen auf den Geschäftserfolg ermittelt und Gegenmaßnahmen zur Verringerung bereits vorhandener bzw. auch absehbarer Risiken eingeleitet. Durch den Einsatz von Risikomanagement-Koordinatoren werden die von den "Risk Ownern" dokumentierten Risiken in einem Risikobericht zusammengefasst und die Geschäftsführung über die Risikosituation regelmäßig informiert. Es werden alle bedeutenden Risiken identifiziert und bewertet. Ergänzend gilt die "Rahmenrichtlinie für das Management von Marktpreisrisiken bei der Wickeder Westfalenstahl GmbH". Über all dies hinaus werden Risiken in einem standardisierten Verfahren mittels einer Risikomatrix überwacht. Soweit notwendig, werden für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen und Jubiläumsrückstellungen externe Dienstleister eingesetzt. 3.2.2. Makroökonomische Chancen und Risiken Grundsätzlich ist die WIWE durch ihre regionale Diversifikation gut aufgestellt, um am allgemeinen Weltwirtschaftswachstum zu partizipieren bzw. Risiken aus dem Abschwung einzelner Länder zu minimieren. So entfiel im Geschäftsjahr 2023 der Umsatz zu etwa 2 % auf Nordamerika, zu 28 % auf das Inland, zu 43 % auf die EU und Resteuropa, zu 10 % auf China und zu 17 % auf den Rest der Welt. Auf Basis der zwar derzeitig stagnierenden bzw. nur geringfügig wachsenden Weltwirtschaft, der prognostizierten Entwicklungen von Rohstoffpreisen sowie des Zinsumfelds ist die WIWE makroökonomischen Herausforderungen ausgesetzt. Industriepolitische Trends wie die zunehmende Elektromobilität bieten aber auch Chancen für die Geschäftsentwicklung. Risiken bestehen nach wie vor durch internationale Handelskonflikte bzw. daraus resultierender Importhindernissen sowie -beschränkungen, die sich negativ auf Absatzvolumina und Ergebnismargen auswirken können. Negative Entwicklungen aus dem Russland-Ukraine-Konflikt wie auch weitere militärische Auseinandersetzungen können negative Auswirkungen auf das Geschäft haben. 3.2.3. Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken Im Beschaffungsbereich hat sich das Risiko, dass es durch Hindernisse in den Lieferketten zu Engpässen in der Versorgung mit Rohstoffen und Produkten kommt, etwas verringert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stellten vor allen Dingen die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs viele Unternehmen vor besondere Herausforderungen bei der Versorgung mit Erdgas und Rohstoffen. Die Lieferanten und Lieferketten der WIWE sind von der Entwicklung nicht ausgenommen. Eine vorausschauende Planung, eine fortlaufende Beschaffungsmarktanalyse und -beobachtung sowie gezielte Impulse des bestehenden Risikomanagementsystems haben die WIWE im Jahr 2023 in die Lage versetzt, die globalen Herausforderungen der Beschaffung anzunehmen und in zufriedenstellendem Maße zu lösen. Der Ukraine-Krieg hat ferner mittelbare Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von eingesetzten Rohstoffen wie beispielsweise Nickel. In der Regel werden die Metallkosten der Beschaffung an den Kunden weiterberechnet, sodass das unmittelbare Risiko durch steigende Rohstoffbeschaffungskosten begrenzt ist. Dennoch können Kunden im Falle steigender Absatzpreise geplante Aufträge verschieben oder reduzieren. Inwieweit -mittelbar- das künftige Geschäftsvolumen dabei durch Änderungen des Preisniveaus, von dem die gesamte Branche betroffen ist, beeinflusst wird, kann zum heutigen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden. Im Produktionsbereich bestehen grundsätzlich Risiken durch Naturgewalten oder Ausfällen an Anlagen oder Mitarbeitern, insbesondere aufgrund von Krankheiten. Die Sicherstellung der Produktionsbereitschaft ist von entscheidender Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg der WIWE. Gebäude und Anlagen werden daher intensiv gewartet und technologisch laufend modernisiert. Den eventuell durch Naturgewalten eintretenden Schäden an Anlagen oder Gebäuden sowie den damit verbundenen Produktionsausfällen wird mittels entsprechender Versicherungen begegnet. Der Produktionsverbund mit den Tochterunternehmen Auerhammer Metallwerk GmbH und EMS Engineered Materials Solutions LLC bietet zudem die Option alternativ auf gruppeninterne Produktionskapazitäten zurückzugreifen. Die WIWE verfügt über keine Standorte oder Investitionstätigkeiten in den Ländern Ukraine, Russland oder Belarus. Die Risiken im Absatzbereich betreffen insbesondere die unter Abschnitt 3.2.2 dargestellten konjunkturellen Risiken auf die Kundennachfrage. Darüber hinaus bestehen Risiken aus der zeitgerechten Belieferung von Kunden durch Hindernisse im Warenverkehr. Diese haben bislang zu keinen wesentlichen Einschränkungen geführt und werden durch eine proaktive Auftrags- und Lieferplanung minimiert. Wesentliche Chancen im Bereich Forschung und Entwicklung bestehen insbesondere durch die Industrialisierung aktueller Produktentwicklungsprojekte in den Segmenten "Consumer", "Wärmemanagement" und "Elektro". Der Fokus auf zukunftsfähige Märkte, Industrien und Produkte wird weiter Bestand haben. Das heutige Produktspektrum im Bereich "Plattiert", ergänzt um Oberflächenveredelung und anspruchsvolle Teilefertigung in Kooperation mit unseren Tochtergesellschaften, bietet den Kunden einen höheren Mehrwert und durch gruppenübergreifende Projekte ergeben sich zusätzliche Potentiale. Unsere Innovationsfähigkeit erreichte im Jahr 2023 ein sehr hohes Niveau. Dies spiegelt sich auch in den Auftragsbeständen wider. Ziel ist es, weitere Innovationen im Jahr 2024 zu etablieren. 3.2.4. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die Liquidität der WIWE wird durch eine Kombination von lang- und kurzfristigen Bankkrediten sowie Gesellschafterdarlehen sichergestellt. Basierend auf den sehr soliden Finanzkennzahlen und der geplanten Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren erfolgt die Kreditvergabe an die WIWE ohne Anforderung an die Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen (Covenants) oder der Stellung von Sicherheiten. Zum 31. Dezember 2023 verfügt die WIWE über gewährte Kreditlinien in Höhe von 38,0 Mio. €, von denen mit 11,9 Mio. € nur etwa 1/3 in Anspruch genommen wurde. Es besteht ein grundsätzliches Risiko der Fälligstellung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzlage und der durch die WIWE erstellten Planung wird dieses Risiko als äußerst gering eingeschätzt. Die WIWE ist global tätig und folglich sich ergebenden Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dem Risiko begegnen wir vor allem durch das sogenannte "Natural Hedging". Strategisch ist unser Ziel die Kundenforderungen mit Lieferantenverbindlichkeiten in der gleichen Währung abzudecken. Das Management analysiert die Gegebenheiten und tätigt bei Bedarf die notwendigen Devisengeschäfte. Die Kurssicherungen basieren auf entsprechenden Grundgeschäften. Im Beschaffungsbereich sind die Marktpreise in den vergangenen Monaten insbesondere bei bestimmten Metallen stark angestiegen. Steigende Marktpreise im Beschaffungsbereich können zu niedrigeren Gewinnmargen führen. Das Risiko aus steigenden Preisen ist für die WIWE insgesamt beherrschbar. So können Verteuerungen des Rohmaterials regelmäßig an die Kunden weitergegeben werden. Die Vermögens- und Ertragslage der WIWE ist auch vom Erfolg der Tochtergesellschaften abhängig, mit denen teilweise Gewinnabführungsverträge bestehen. Risiken können sich im Zusammenhang mit der Werthaltigkeit einzelner Beteiligungen ergeben, wenn sich die Geschäftsentwicklung eines Tochterunternehmens voraussichtlich dauerhaft eintrübt. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte vor diesem Hintergrund die Abwertung einer Beteiligung aufgrund einer vorübergehenden Wertminderung. Für das Geschäftsjahr 2023 erfolgte keine Wertminderung der Beteiligungen. Geringe Risiken können sich aus Forderungsausfällen ergeben. Unser Forderungsbestand ist durch Forderungsausfallversicherungen abgesichert. Ein Debitorenmanagementsystem sorgt dafür, dass die Versicherungslimits nur in begründeten Ausnahmefällen überschritten werden. 3.2.5. Allgemeine externe Risiken Der Einsatz von IT-Systemen bietet Chancen, aber auch gleichzeitig Risiken. Für unsere Geschäftsprozesse, z.B. im Bereich des Vertriebs, des Einkaufs, der Logistik, der Produktion, aber auch des Finanzwesens, ermöglichen sich vielfältige Optimierungen in den Arbeitsabläufen durch den Einsatz vernetzter Systeme. In diesem Zusammenhang steigt aber auch das Risiko, dass Daten fehlgeleitet werden oder Manipulationen an diesen Systemen versucht werden. Die Gewährleistung der IT-Sicherheit wird damit zunehmend wichtiger. Unsere IT-Systeme werden kontinuierlich optimiert, um den steigenden Sicherheitsanforderungen Rechnung zu tragen. 3.2.6. Zusammenfassung der Chancen und Risiken Wir stellen fest, dass sich das Unternehmen auf potenzielle Risiken gut eingestellt hat. Aufgrund zahlreicher Innovationsprojekte und einem zukunftsträchtigen Produktprogramm ist die Geschäftsführung der Überzeugung, dass die Chancen die Risiken überwiegen.
Wickede, 29. Februar 2024 Dr. Jürgen E. Platt Andreas Braun Dr. Christian Wittneven Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis A. Allgemeine Angaben 1. Formale Darstellung 2. Bilanzierungs-und Bewertungsgrundsätze B. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen 2. Angabe des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB 3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5. Sonstige Vermögensgegenstände 6. Rückstellungen 7. Verbindlichkeiten 8. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9. Sonstige Verbindlichkeiten 10. Passive latente Steuern 11. Sonstige Angaben zur Bilanz C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse 2. Sonstige betriebliche Erträge 3. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5. Erträge aus Beteiligungen 6. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8. Abschreibungen auf Finanzanlagen 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen D. Sonstige Angaben 1. Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB 2. Mitarbeiter 3. Geschäftsführung 4. Konzernzugehörigkeit 5. Honorar des Abschlussprüfers 6. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag A. Allgemeine Angaben 1. Formale Darstellung Der vorliegende Jahresabschluss der Wickeder Westfalenstahl GmbH, Wickede (Ruhr) (Amtsgericht Arnsberg, HRB 4366) für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. HGB bzw. §§ 264 ff. HGB) und GmbHG aufgestellt worden. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte die Darstellung nach dem Gesamtkostenverfahren. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Die Abschreibungen werden, wie in der Vergangenheit, jeweils entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Den Abschreibungen liegen folgende Prozentsätze und Abschreibungsarten zugrunde:
Bis 2017 wurden selbständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 betragen, in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2018 werden selbständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten bis EUR 800,00 betragen, im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für den seit mehreren Geschäftsjahren relativ gleichbleibenden Bestand an Werkzeugen wurde ein auf Basis von Durchschnittswerten ermittelter Festwert von TEUR 1.555 angesetzt. Die letzte Festwertinventur wurde zum Jahresende 2022 durchgeführt. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten oder unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu niedrigeren Wiederbeschaffungspreisen bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bzw., soweit niedriger, unter Beachtung der Grundsätze der verlustfreien Bewertung, zu Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Aufwendungen bewertet. In die Herstellungskosten werden neben allen Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen, nicht jedoch allgemeine Verwaltungskosten und Fremdkapitalzinsen. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Nennbetrag bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, verminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für den seit mehreren Geschäftsjahren relativ gleichbleibenden Bestand an Hilfs- und Betriebsstoffen wurde ein auf Basis von Durchschnittswerten ermittelter Festwert von TEUR 364 angesetzt. Die letzte Festwertinventur fand Ende 2022 statt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Bei der Bemessung von Einzelwertberichtigungen wurde berücksichtigt, dass die Forderungen durch eine Warenkreditversicherung abgesichert sind. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die flüssigen Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt in dem Moment, in dem die dem Posten zugrunde liegenden Aufwendungen tatsächlich anfallen. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt anhand des Bewertungsverfahrens Projected Unit Credit Methode auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Bei der Berechnung der Rückstellung wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,82 % p. a. zugrunde gelegt. Der Rechnungszins wurde nach der Vereinfachungsregelung gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ermittelt. Als Rententrend wurde 2,0 % p. a. angenommen, Einkommenstrend und Fluktuation entfallen. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Stichtag EUR 21.480 (Vorjahr: EUR 93.402). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden, die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert. Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr erfolgt zum Bilanzstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips. Wir verweisen ferner auf die Erläuterungen des Abschnitts D.1 des Anhangs. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt in dem Moment, in dem die dem Posten zugrunde liegenden Erträge tatsächlich anfallen. Gem. § 274 HGB wird eine saldierte Abgrenzung für die voraussichtliche zukünftige Steuerbelastung bzw. Steuerentlastung aufgrund temporärer Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz gebildet. Dabei werden bei der Wickeder Westfalenstahl GmbH nicht nur Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei Organgesellschaften entstehen, an denen die Wickeder Westfalenstahl GmbH als Organträgerin beteiligt ist. B. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung der Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sowie die Entwicklung der Abschreibungen ergeben sich aus dem beigefügten Brutto-Anlagenspiegel. 2. Angabe des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB
* Zwischen der Wickeder Westfalenstahl GmbH und
den Gesellschaften
3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben alle, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 4) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 28.506 (Vorjahr: TEUR 30.734) sonstige Forderungen. Gegenüber der Muttergesellschaft bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 3.782 (Vorjahr: TEUR 2.504). Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben mit TEUR 1.862 (Vorjahr: TEUR 17.421) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 5. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.095 (Vorjahr: TEUR 429) betreffen mit TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 30) antizipative Forderungen (Vorsteueransprüche, für die noch keine Rechnungen vorlagen). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit TEUR 7 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und im Übrigen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 6. Rückstellungen Die ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Beträge für Kundenreklamationen, Tantiemen und Gewinnbeteiligung, ausstehende Kundenboni, Gleitzeitüberhänge, nicht genommene Urlaubstage, ausstehende Eingangsrechnungen und Dienstjubiläen von Arbeitnehmern. 7. Verbindlichkeiten Die Gliederung der Verbindlichkeiten nach Art der Verbindlichkeit und Restlaufzeit ergibt sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahreszahlen sind in Klammern angegeben):
8. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7.931 (Vorjahr: TEUR 10.628) betreffen in Höhe von TEUR 7.465 (Vorjahr: TEUR 10.581) im Wesentlichen sonstige Verbindlichkeiten sowie mit TEUR 466 (Vorjahr: TEUR 47) Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten. 9. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 41.162 (Vorjahr: TEUR 20.742) betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.470 (Vorjahr: TEUR 1.349). Des Weiteren entfallen auf Steuern TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 203) und auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 4). In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Zuschuss eines Kunden enthalten, um die Investition in den Aufbau eines Produktionsbereiches für diesen strategischen Kunden umsetzen zu können (TEUR 19.310). 10. Passive latente Steuern Aus der Gesamtdifferenzenbetrachtung ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Passivüberhang von latenten Steuern. Insgesamt belaufen sich die passiven latenten Steuern nach Verrechnung zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 3.734 (Vorjahr: TEUR 4.387). Die Verminderung in Höhe von TEUR 654 wurde in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfasst.
11. Sonstige Angaben zur Bilanz
C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 778 (Vorjahr: TEUR 384), die sich aus der Auflösung von Rückstellungen über TEUR 747 (Vorjahr: TEUR 346) sowie aus sonstigen periodenfremden Erträgen - im Wesentlichen aus Erstattungen für Vorjahre über TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 39) - ergeben. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten:
Die realisierten Kursgewinne betrafen im Vorjahr im Wesentlichen Gewinne aus der Abwicklung eines Projektgeschäfts in Fremdwährung, soweit sie nicht Teil der effektiven Bewertungseinheiten gewesen sind. Das Projektgeschäft war bereits zu Beginn des Jahres 2023 beendet. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 5.500 Erträge aus Schadensfällen erfasst, die als Versicherungsleistung aufgrund eines Brandschadens Ende Juni 2023 geleistet wurden. 3. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung In dieser Position sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 449 (Vorjahr: TEUR 81) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 26). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten:
5. Erträge aus Beteiligungen Der Posten betrifft zum einen eine Gewinnausschüttung eines Tochterunternehmens der Wickeder Westfalenstahl GmbH (TEUR 1.000) und zum anderen die Schlussauskehrung einer liquidierten Tochtergesellschaft. 6. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen mit TEUR 1.160 (Vorjahr: TEUR 1.146) verbundene Unternehmen. 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 1.030 (Vorjahr: TEUR 366) Zinserträge aus verbundenen Unternehmen. 8. Abschreibungen auf Finanzanlagen Der Posten betrifft mit TEUR 2.075 hauptsächlich eine Wertminderung auf eine Beteiligung, da diese liquidiert wurde und die Schlussauskehrung erfolgt ist. Ferner betrifft der Posten im Wesentlichen eine im abgelaufenen Geschäftsjahr erfasste Wertberichtigung auf kapitalisierte Zinsen einer bereits wertgeminderten Ausleihung. 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind neben den Bank- sowie Finanzierungszinsen auch Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 351) enthalten. Darüber hinaus sind insbesondere Zinsaufwendungen für die Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 60) sowie Zinsaufwendungen für die Zuführung zu sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 4) enthalten. D. Sonstige Angaben 1. Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB Portfolio von Liefer- und Leistungsgeschäften mit gegenläufigen Zahlungen in Fremdwährung Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte ein größeres Projekt für den Bereich "Münzband" gewonnen werden. Dieses Geschäft wird gegenüber dem Kunden verkaufsseitig in USD fakturiert. Da auch ein wesentlicher Teil des Rohstoffeinkaufs über USD abgewickelt wird, ergibt sich hieraus teilweise ein Natural Hedge. Das über den Teil des Natural Hedge hinausgehende inhärente Währungsrisiko wird vollständig durch den Abschluss von Devisentermingeschäften eliminiert. Damit decken diese Sicherungsgeschäfte - ergänzend zu dem o. g. Natural Hedge - die im Verkaufsprozess vorhandenen Fremdwährungsrisiken ab. Aufgrund der eindeutigen Zuordnung der Devisentermingeschäfte zu den jeweiligen Grundgeschäften handelt es sich um Micro Hedges. Für den Teil des Geschäftes, der noch ein Währungsrisiko enthält, wurden bereits mehrere Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Diese Devisentermingeschäfte umfassen ein Volumen von TUSD 4.837 und beziehen sich in dieser Höhe auf die abgesicherten Vertriebskontrakte als Grundgeschäfte. Da diese erst in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 abgewickelt werden, handelt es sich um mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen. Die Sicherungsstruktur ist von ihrer Ausgestaltung so ausgelegt, dass Wertveränderungen der zukünftigen Grundgeschäfte nahezu vollständig durch entsprechende gegenläufige Wertveränderungen der Sicherungsgeschäfte ausgeglichen werden ("critical terms match"). Ein Ausgleich der Wertänderungen in Grund- und Sicherungsgeschäften wird in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 erwartet. Alle Sicherungsgeschäfte sind auf den erwarteten Liquiditätszufluss der verkaufsseitigen Forderungen ausgerichtet, die ihrerseits über den Einkaufs-, Produktions- und Versandprozess synchronisiert sind. Die verbleibenden Risiken werden im Rahmen eines Natural Hedges ausgeglichen. Da den zukünftigen Grundgeschäften entsprechende Sicherungsgeschäfte gegenüberstehen, wurde für diese schwebenden Geschäfte keine Rückstellung gebildet. 2. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer teilt sich wie folgt auf:
3. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch:
Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Für ehemalige Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.109 (Vorjahr: TEUR 1.021) gebildet. Die Gesamtbezüge dieser Personen im Jahr 2023 betrugen TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 118). 4. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den gemäß §§ 290 ff. HGB erstellten und im Unternehmensregister offen zu legenden Konzernabschluss der Wickeder Holding GmbH, Wickede (Ruhr), einbezogen, die den gemäß § 291 HGB befreienden Konzernabschluss und -lagebericht für den kleinsten und zugleich den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. 5. Honorar des Abschlussprüfers Die Angabe zum Abschlussprüferhonorar gem. § 285 Nr. 17 HGB erfolgt im Konzernanhang der Wickeder Holding GmbH. 6. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Wickede, 29. Februar 2024 Dr. Jürgen E. Platt Andreas Braun Dr. Christian Wittneven Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Wickeder Westfalenstahl GmbH, Wickede (Ruhr): Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wickeder Westfalenstahl GmbH, Wickede (Ruhr), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wickeder Westfalenstahl GmbH, Wickede (Ruhr), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 11. April 2024 Rödel
& Partner GmbH
Groll, Wirtschaftsprüfer Lütkefels, Wirtschaftsprüferin |
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