Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 775
Eingetragen
3.3.1970
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von medizinischen und zahnmedizinischen Apparaten und Materialien a. n. g.Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
Die Vertretung, der Handel, die Entwicklung und die Herstellung von medizinischtechnischen Geräten und Instrumenten aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simone Dr. Peschl
seit 8.10.2020
Prokura
Michael Sillmann
seit 3.9.2018
Prokura
Prokura
Bert Hermann Sutter
seit 20.3.2006
Geschäftsführer
Reinhard Dichmann
seit 20.3.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 4 angezeigt

Germany
45.600 €
60.00%
79312 Emmendingen
26.600 €
35.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sutter Medizintechnik GmbH

Emmendingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht Geschäftsjahr 2023

I Grundlagen des Unternehmens

I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Sutter Medizintechnik GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Präzisionsprodukte für die Elektrochirurgie. Das Produktsortiment umfasst neben Radiofrequenzchirurgiegeräten für mikrochirurgische Anwendungen ein breites Programm an mono- und bipolarem Zubehör für die Elektrochirurgie, insbesondere bipolaren Pinzetten, Zangen, Elektroden und Kabel. Die Produkte werden in einer Vielzahl von chirurgischen Disziplinen eingesetzt; ein Schwerpunkt in der Vermarktung liegt jedoch in den Bereichen Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Neurochirurgie sowie der plastisch-rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie.

I.2 Forschung und Entwicklung

Unsere Innovationskraft konzentrieren wir im Wesentlichen auf Produktentwicklungen, die uns nachhaltiges Wachstum ermöglichen. Wir arbeiten an der Weiterentwicklung bestehender und der Entwicklung neuer Produkte für die Elektrochirurgie. Dabei arbeiten unsere Entwicklungsingenieure eng mit Medizinern zusammen, um die Anforderungen aus der Praxis in vermarktbare Innovationen umzusetzen.

II Wirtschaftsbericht

II.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Globale Konjunktur

Nach 3,5 % Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2022 stieg das globale BIP im Jahr 2023 um 3 %. Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2023 war zum ersten Mal seit drei Jahren nicht mehr wesentlich von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geprägt. Auch in China wurde die restriktive Eindämmungspolitik aufgegeben. Die Lieferketten entspannten sich jedoch nur allmählich. Die europäische Wirtschaft leidet weiter unter den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Die Wachstumsschwäche in der Eurozone ist vor allem im Vergleich zu den Vereinigten Staaten von Amerika offenkundig. Insbesondere Deutschland blieb hinter den Erwartungen zurück und verzeichnete als einziges G7-Land ein negatives Wachstum. Hingegen zeigen sich die sogenannten ASEAN-Länder und Indien dynamisch. China übertraf nach einem schwachen Jahr 2022 die Erwartungen und konnte das Wachstum auf 5,0 % steigern. Sorgen bereiten jedoch die chinesischen Immobilien- und Finanzmärkte, wo sich systemische Risiken durch die finanziellen Schwierigkeiten einzelner Marktteilnehmer realisieren. Auch die politischen Risiken bewirken ein verändertes Investitionsklima deutscher Unternehmen mit Blick auf den chinesischen Markt.

Weltweiter Warenaustausch

Der weltweite Warenhandel blieb mit einem geschätzten Wachstum von 0,8 % deutlich unter den Erwartungen. Gegenüber den Vorjahren markiert dies eine deutlich schwächere Entwicklung, so wuchs der Welthandel im Jahr 2021 noch um 9,6 % und 2022 um 3,0 %. Die Entwicklung ist nicht allein auf die pandemiebedingten Verzerrungen, sondern zusätzlich auf neue Handelshemmnisse zurückzuführen. Insbesondere im Hinblick auf den Güterhandel wuchsen die protektionistischen Bestrebungen auf breiter Front. Insgesamt lässt sich aber weniger die Diagnose einer Delokalisierung, sondern vielmehr die einer Regionalisierung von Lieferketten stellen.

Preissteigerung international

Angesichts der Knappheit auf den Güter-, Energie- und Arbeitsmärkten einerseits und der staatlichen Konjunkturpakete andererseits, wurde das Inflationsziel der EZB von 2 % erneut verfehlt. Durch die Anhebung des Leitzinses auf 4,5 % konnte jedoch eine deutliche Reduktion der Inflation in der Eurozone erreicht werden. Auch in Nordamerika, Großbritannien und Australien kam es durch eine restriktivere Geldpolitik zur Trendwende bei den Preissteigerungen. Wobei sich die Inflationsraten trotzdem weiter auf einem im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau höheren Stand bewegen. Die geschätzte globale Inflationsrate ging nach 8,8 % im Vorjahr auf 6,9 % im Jahr 2023 zurück. In China zeigen sich dagegen deflationäre Tendenzen.

Spannungen in der internationalen Politik

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine beschäftigte die Weltgemeinschaft genauso wie der Überfall der Hamas-Organisation auf Israel im Oktober 2023. Als Indikator für eine neue Zersplitterung oder multipolare Ordnung können die Abstimmungen in der Generalversammlung der Vereinten Nationen gewertet werden. Insbesondere die Länder des globalen Südens, darunter viele Entwicklungsländer in Afrika, Südamerika und Asien, konnten nicht für westliche Positionen gewonnen werden. Als Gegenpol bringt sich China und zunehmend auch Indien in Stellung. Dieses politische Kalkül drückt sich auch in wirtschaftspolitischen Positionen aus. Der schon länger bestehende Zusammenschluss der BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) wurde um sechs Staaten erweitert und stellt die Vormachtstellung der USA, ihrer Währung und die des Westens allgemein zur Disposition.

Deutsche Konjunktur 2023

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 %. Somit verzeichnet Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften im Euroraum. Die Entwicklung im industriellen Sektor trug maßgeblich zu diesem Ergebnis bei. Der industrielle Sektor, ausgenommen das Baugewerbe, verzeichnete einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,0 %, wobei die Energieversorgung besonders betroffen war. Auch die verarbeitende Industrie, die fast 85 % des industriellen Sektors ausmacht, verzeichnete einen preisbereinigten Rückgang um 0,4 %. Insbesondere in energieintensiven Industriezweigen, wie der Chemie- und Metallindustrie, fielen Produktionsleistung und Wertschöpfung erneut, nachdem diese Bereiche bereits 2022 stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatten. Hohe Kosten verursachten der Stopp der Erdgaslieferungen aus Russland sowie das Ende der Kernkraft. Im internationalen Vergleich lagen die Preise für Energie und Strom in Deutschland jedoch teilweise ein Vielfaches über dem internationalen Niveau. Von dieser Entwicklung besonders betroffen ist das verarbeitende Gewerbe. Der Rückgang der Bruttowertschöpfung im industriellen Sektor war im Jahresablauf stärker als das gesamtwirtschaftliche Negativwachstum. Dies spiegelt auch der saisonbereinigte Produktionsindex, der weiter auf einem im Vergleich zum Vorpandemieniveau niedrigeren Wert stagniert. Der Arbeitsmarkt blieb robust. Im Jahr 2023 wurde die Wirtschaftsleistung von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht, ein Anstieg um 0,7 % oder 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr. Der private Konsum ging 2023 preisbereinigt um 0,8 % zurück und entfernte sich damit weiter vom Vorkrisenniveau von 2019 (-1,5 %). Hohe Verbraucherpreise dürften der Hauptgrund für diese Entwicklung sein. Ausgabenrückgänge betrafen insbesondere Bereiche, in denen die Preise im Jahr 2023 auf dem hohen Niveau des Vorjahres blieben oder sogar weiter stiegen. Preisbereinigte Ausgaben für langlebige Güter, wie Möbel und Haushaltsgeräte, gingen besonders stark zurück (-6,2 %). Auch die öffentlichen Haushalte reduzierten ihre preisbereinigten Konsumausgaben im Jahr 2023 (-1,7 %) zum ersten Mal seit fast 20 Jahren. Dies war hauptsächlich auf die Einstellung staatlich finanzierter Covid-19-Maßnahmen zurückzuführen, wie Impfungen und Entschädigungen, die in den Jahren ab 2020 zur Stützung der wirtschaftlichen Leistung beigetragen hatten.

Weltwirtschaftliche Konjunkturaussichten

Die Weltwirtschaft erlebt derzeit eine Phase der Verlangsamung. Der IWF prognostiziert für das Jahr 2023 ein globales Wachstum von 3,0 %, ein Rückgang im Vergleich zu 3,5 % im Jahr 2022. Für 2024 wird ein Wachstum von 3,1 % erwartet. Diese Zahlen liegen unter dem historischen Durchschnitt von 3,8 % für die Jahre 2000 bis 2019. Während fortgeschrittene Volkswirtschaften mit einem verlangsamten Wachstum von 2,6 % im Jahr 2022 auf 1,5 % im Jahr 2023 konfrontiert sind, zeigen Schwellen- und Entwicklungsländer eine robustere Leistung mit einer moderaten Verringerung des Wachstums von 4,1 % im Jahr 2022 auf 4,0 % in den Jahren 2023 und 2024.

Eine der größten Herausforderungen für die globale Wirtschaft bleibt die hohe Inflation. Der IWF schätzt, dass die globale Inflation von 8,7 % im Jahr 2022 auf 6,9 % im Jahr 2023 und 5,8 % im Jahr 2024 fallen wird. Die Kerninflation wird voraussichtlich langsamer sinken, wobei eine Rückkehr zur Zielinflation erst für 2025 erwartet wird. Der weltweite Warenhandel bleibt ein wichtiger Wachstumsmotor, zeigt jedoch ebenfalls Anzeichen einer Verlangsamung. Aufgrund der anhaltenden Lieferkettenstörungen und geopolitischen Spannungen sind Unsicherheiten im Handel nach wie vor präsent. Zu den Hauptunsicherheitsfaktoren gehören die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, geopolitische Konflikte, insbesondere der Krieg in der Ukraine, und die Gefahr einer weiteren Verschärfung der Geldpolitik in großen Volkswirtschaften. Diese Faktoren könnten die Erholung der Weltwirtschaft weiter behindern.

Die Prognosen zeigen, dass sich die Weltwirtschaft in einer Phase der Anpassung und des Übergangs befindet. Während die Inflationsraten voraussichtlich sinken werden, bleibt das Wachstum in vielen Regionen gedämpft. Zentralbanken und Regierungen stehen vor der Herausforderung, das Wachstum zu fördern, während sie gleichzeitig die Inflation bekämpfen und das finanzielle Gleichgewicht erhalten.

Konjunkturaussichten Deutschland

Schwerwiegender als die schwachen stichtagsbezogenen Wachstumszahlen sind die im Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung dargestellten strukturellen Probleme. Arbeitskräftemangel, stagnierende Produktivität und ein veralteter Kapitalstock wirken sich negativ auf das Potenzialwachstum aus. Zusätzlich leidet die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft unter anderen Standortfaktoren wie der Bürokratie und der hohen Steuerlast.

Für das Jahr 2024 wird eine verhaltene Erholung der deutschen Wirtschaft erwartet, mit einem Wachstum des BIP um 0,7 %. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass sich das private Ausgabeverhalten und die Weltkonjunktur leicht verbessern werden. Es wird erwartet, dass der Rückgang der Inflation in Kombination mit hohen Lohnabschlüssen zu Realeinkommenssteigerungen führen wird, die wiederum den privaten Konsum beleben sollten. Diese Entwicklung könnte dazu beitragen, dass sich die deutsche Volkswirtschaft im Laufe des Jahres 2024 allmählich wieder erholt.

Allerdings sind die Prognosen mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet. Dazu gehören potenzielle Risiken wie neue Spannungen zwischen den USA, Europa und China, eine Verschärfung der weltpolitischen Lage, ein erneuter Anstieg der Energiepreise, eine stärkere Dämpfung der Nachfrage durch die Geldpolitik als erwartet oder ein zurückhaltendes Ausgabeverhalten der Verbraucher. Diese Faktoren könnten das Wachstum bremsen und stellen eine signifikante Unsicherheit für die Konjunkturprognose dar.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die deutsche Wirtschaft nach einem schwachen Jahr 2023 voraussichtlich eine Phase der Erholung im Jahr 2024 erleben wird, obwohl die Prognose durch verschiedene Unsicherheitsfaktoren sowohl im Inland als auch in der globalen Wirtschaft beeinflusst wird. Die geldpolitische Straffung und die hohen Inflationsraten belasten weiterhin die Weltkonjunktur. Diese Effekte könnten sich für die exportorientierte deutsche Wirtschaft überproportional auswirken.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Branchenverband Spectaris hat für die deutsche Medizintechnikindustrie für das Jahr 2023 ein Gesamtumsatzwachstum von 5,1 % ermittelt. Mit einer unverändert hohen Exportquote von ca. 68 % ist die deutsche Medizintechnikindustrie immer noch in hohem Maße von Umsätzen im Ausland abhängig. Der Anstieg regulatorischer Anforderungen und der zunehmende Fachkräftemangel bleiben weiterhin zentrale Herausforderungen der deutschen Medizintechnikbranche. Erhebliche Preissteigerungen für Vormaterialien haben die Branche weiter belastet. Spectaris konstatiert, dass, obwohl der Umsatz steigt, die Ertragslage vieler Medizintechnikunternehmen aufgrund der hohen Kosten in allen Bereichen zunehmend unter Druck gerät. Insgesamt war das Berichtsjahr global gesehen ein für die Branche eher moderates Wachstumsjahr, das mit Inflation, komplexer Regulatorik im Medizintechnikbereich und den bewaffneten Konflikten auf zwei Kontinenten viele Herausforderungen für die Branche mitbrachte.

II.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäft hat sich sehr gut entwickelt. Das Geschäftsjahr konnte mit einem signifikanten Umsatzwachstum abgeschlossen werden. Auch das Ergebnis hat sich positiv entwickelt, nachdem im Vorjahr noch etliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Umzug des Firmenstandorts von Freiburg nach Emmendingen anfielen. Alle Regionen hatten Wachstum zu verzeichnen, wobei sich der asiatische und der nordamerikanische Markt besonders gut entwickelt haben.

Ertragslage, Personalstand und -entwicklung

Die Ertragslage im Berichtsjahr stellt sich als sehr zufriedenstellend dar. Die Umsatzerlöse sind deutlich im zweistelligen Prozentbereich gestiegen. Die Materialquote in Prozent vom Umsatz hat sich leicht verbessert, während die Personalkostenquote in Prozent vom Umsatz wieder zurückgegangen ist. Die Verbesserung der Materialquote geht auf eine Entspannung der Preise bei einigen Rohstoffen und Veränderungen im Produktmix zurück. Grund für die Verbesserung der Personalkostenquote war das starke Umsatzwachstum, dem nicht in gleichem Maße Personalaufbau gegenüberstand. Dennoch wurde im Vergleich zum Vorjahr weiter Personal aufgebaut, um dem gestiegenen Auftragseingang Rechnung zu tragen und die Grundlage für erwartetes weiteres Wachstum zu legen. Ende des Jahres 2023 waren bei Sutter Medizintechnik 147 Personen beschäftigt, davon 3 Auszubildende. Die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter hat bei Sutter Medizintechnik einen hohen Stellenwert. Im Berichtsjahr wurde wiederum ein bedeutender Betrag in innerbetriebliche und externe Aus- und Fortbildung investiert.

Vermögens- und Finanzlage

Auf der Investitionsseite hat das Unternehmen die Großinvestition des Neubaus des Firmengebäudes in Emmendingen im Vorjahr abgeschlossen. Die Investitionen im Berichtsjahr waren Anlageninvestitionen in Maschinen und Betriebsausstattung, um das Umsatzwachstum zu ermöglichen. Alle Verpflichtungen aus der Finanzierung von Anlagevermögen, insbesondere Zins- und Tilgungszahlungen, wurden im Berichtsjahr planmäßig geleistet. Ein entscheidendes Element unserer Unternehmensführung ist es, die finanzielle Unabhängigkeit zu erhalten. Die Eigenkapitalquote konnte auf fast 55 % gesteigert werden. Die Eigenkapitalrendite beläuft sich auf knapp über 13 %, was ein sehr zufriedenstellender Wert ist. Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag 8,0 % der Bilanzsumme. Insgesamt steht das Unternehmen gesund und solide finanziert da.

Technik und Qualitätsmanagement

Mit dem Berichtsjahr wurde das erste vollständige Geschäftsjahr nach dem Umzug nach Emmendingen abgeschlossen. Die innerbetrieblichen Prozesse haben sich etabliert und die Belegschaft hat das neue Umfeld gut angenommen. Zu Beginn des Berichtsjahres hat das Unternehmen das Zertifikat nach der europäischen Medizinprodukterichtline (EU) 2017/745 (MDR) erhalten. In der Entwicklung, dem Qualitätsmanagement und der Qualitätssicherung sind hochqualifizierte Ingenieure und Fachkräfte tätig. Das Unternehmen ist nach ISO 13485, dem einschlägigen Qualitätsmanagementsystem für die Medizintechnikindustrie, zertifiziert. Neben der Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems nach MDR sowie der im Jahr 2024 endgültig auslaufenden EU-Regulierung gem. Anhang II der Medizinprodukte-Richtlinie 93/42/EWG ist das Qualitätsmanagementsystem der Sutter Medizintechnik auch von verschiedenen anderen nationalen Behörden geprüft und anerkannt, darunter zum Beispiel Japan und Korea.

Nach wie vor steigende Zulassungsanforderungen für Medizinprodukte werden den Marktzugang in den kommenden Jahren in vielen Märkten weiter erschweren und die Vorbereitungszeit für die Einführung neuer Produkte deutlich verlängern. Wir erwarten für die Zukunft weiterhin die Notwendigkeit von erheblichen Mehrinvestitionen im Bereich Qualitätsmanagement und Regulatory Affairs. Da das Unternehmen die Zertifizierung nach MDR erfolgreich bestanden hat, ist die von der Europäischen Kommission beschlossene und an Bedingungen geknüpfte Verlängerung der Gültigkeitsfrist älterer Zertifikate von untergeordneter Bedeutung. Das Unternehmen hat zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses auch das offizielle Bestätigungsschreiben der Benannten Stelle erhalten, dass die Übergangsfristen für noch nicht nach MDR zertifizierte Produktlinien gesichert sind.

III. Prognosebericht

Um die positive Entwicklung unseres Unternehmens zu unterstützen, werden wir auch in Zukunft in die Entwicklung neuer Produkte, die Optimierung unserer Prozesse in Produktion und Verwaltung sowie die professionelle Betreuung unserer Kunden investieren. Die weitere Internationalisierung des Geschäfts ist ein wichtiger Baustein der Wachstumsstrategie. Auf Basis des bisherigen Geschäftsverlaufs erwarten wir eine Umsatzsteigerung im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Wir rechnen mit einem stagnierenden oder leicht rückläufigen Ergebnis, weil Neueinstellungen im direkten und indirekten Bereich die Personalkosten erhöhen werden und wir Produktivitätseffekte nur zeitverzögert erwarten. Es ist unser Ziel, langfristig prozentual stärker zu wachsen als der allgemeine Medizintechnikmarkt.

Durch den Bezug unseres neuen Firmengebäudes in Emmendingen wurde Raum für weiteres Wachstum geschaffen. Das starke Wachstum im Berichtsjahr hat gezeigt, dass der Neubau die richtige Entscheidung war. Am alten Standort wäre der Platz für das Wachstum nicht vorhanden gewesen. Mit den vorhandenen räumlichen Gegebenheiten ist weiteres Wachstum möglich.

Schwierigkeiten in den Lieferketten haben im Vergleich zu den Vorjahren deutlich abgenommen, könnten aber wieder aufflammen. Die Inflation und die im Vergleich zu den Vorjahren hohen Lohnabschlüsse belasten das Ergebnis auch in den Folgejahren. Über alle bezogenen Waren und Dienstleistungen hinweg sehen wir uns mit einem Verharren der Preise auf hohem Niveau oder gar weiter steigenden Preisen konfrontiert. Nur bei einigen Rohstoffen hat sich eine Entspannung gezeigt. Da die internationalen Rohstoffmärkte teilweise starken Schwankungen unterworfen sind, ist nicht abzusehen, ob das auch so bleiben wird.

Preisanpassungen für unsere Produkte wurden bereits, soweit möglich, umgesetzt und werden möglicherweise auch in Zukunft notwendig sein, um die Margen zu erhalten oder zumindest vor zu großer Erosion zu schützen.

Der Ukrainekrieg und der Gaza-Krieg verunsichern nach wie vor die Märkte, haben aber für unser Geschäft bis jetzt weniger negative Auswirkungen gezeigt als befürchtet. Wir erwarten nach heutigem Stand der Dinge keine Veränderung der Geschäftslage der Gesellschaft resultierend aus den kriegerischen Auseinandersetzungen. Da die Situation aber nach wie vor nicht seriös prognostizierbar ist, bleibt es bei einer vorsichtig optimistischen Annahme.

Langfristig sind wir überzeugt, dass das Unternehmen mit seinen Produkten und Märkten das Potenzial für eine überdurchschnittliche Entwicklung besitzt.

IV. Chancen- und Risikobericht

Branchenspezifische Chancen und Risiken

Kriege, Pandemien und andere Ereignisse von höherer Gewalt, die Auswirkungen auf das Geschäft haben, sind aus der Erfahrung der letzten Jahre nicht abwegig. Sollte es so kommen, so würde sich das möglicherweise auf das Beschaffungsverhalten und die Investitionsbereitschaft im Gesundheitssektor auswirken. Dies könnte die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Auch politische Ereignisse in einzelnen Ländern können dort erhebliche Auswirkungen auf die Investitionen im Gesundheitswesen haben. Für den Fall, dass Sutter Medizintechnik dort nennenswerte Umsätze generiert, wäre das nachteilig für die Gesamtentwicklung des Unternehmens. Aus politischen und gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen können für uns also Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Durch die auf europäischer Ebene diskutierte Verbannung aller sogenannten PFAS-Verbindungen besteht ein erhebliches Geschäftsrisiko. Ein Bann würde dem Markt wichtige High-Tech Materialien, die auch beim Unternehmen zum Einsatz kommen, entziehen. Die Substitution dieser Materialien für unsere Einsatzzwecke ist völlig unklar und es könnte sein, dass bestimmte Medizinprodukte nicht mehr hergestellt werden könnten. Diese Materialien kommen vor allem bei der elektrischen Isolation unserer elektrochirurgischen Instrumente zum Einsatz und sind für die Anwender- und Patientensicherheit von großer Bedeutung. Dennoch ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht einmal eine Ausnahmeregelung für Medizinprodukte im Regulierungsprozess vorgesehen. Die Entwicklung dieses Regulierungsvorhabens wird vom Unternehmen nicht nur sorgfältig beobachtet, sondern auch aktiv adressiert. In Eigeninitiative haben wir im September 2023 eine Eingabe bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) eingereicht sowie im Oktober 2023 in einem Brief an das Land Baden-Württemberg unsere Bedenken geäußert. Zudem wurde eine erfolgreiche Social-Media-Kampagne lanciert, um zusätzlich zu Verbandsaktivitäten unseren Standpunkt öffentlichkeitswirksam zu positionieren.

Auch wenn die Anzahl der internationalen Wettbewerber sich nicht signifikant erhöht hat - vermutlich wegen der regulatorischen Hürden und der Konzentration der Unternehmen auf die Krisenbewältigung - so stellen diese eine potenzielle Gefährdung dar. Insbesondere Nachahmer unserer erfolgreichen Produkte - und zwar nicht nur aus dem Ausland, sondern auch aus Deutschland - versuchen nach wie vor, mit aggressiven Preisstrategien, Marktanteile hinzuzugewinnen. Es besteht daher ein Risiko darin, dass das Unternehmen nicht in der Lage sein könnte, rechtzeitig innovative neue Produkte und Anwendungsmöglichkeiten zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, um Mengen- und Margen-Erosionen an anderen Stellen abzufangen. Es besteht weiterhin das Risiko, dass das Unternehmen nicht in der Lage ist, seine Kostenstruktur zu verbessern, um damit preisflexibel bleiben zu können. Zum Berichtszeitpunkt bereits sichtbare erhebliche Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite könnten möglicherweise nicht oder nur teilweise am Markt über Preissteigerungen abgewälzt werden, was die Rentabilität der Gesellschaft beeinträchtigen würde.Das relativ hohe allgemeine Wachstum des globalen Medizintechnikmarktes - sofern die langfristigen Wachstumserwartungen sich behaupten - und die gute Marktposition des Unternehmens ermöglichen es dem Unternehmen, Umsatzchancen wahrzunehmen und Wachstum zu generieren.

Produktzulassungen

Europäische und außereuropäische Zulassungsverfahren werden zunehmend komplexer und langwieriger. Es besteht das Risiko, dass unplanbare Verzögerungen bei der Markteinführung durch Zulassungshindernisse entstehen und damit Umsatzchancen nicht wahrgenommen werden können. Die europäische Medical Device Regulation (MDR) gilt seit Mai 2021 in der gesamten EU. Die Übergangsfristen wurden von der Europäischen Kommission im März 2022 nochmals, unter Bedingungen, bis zum Ende des Jahres 2028 verlängert. Die Produktzulassung im europäischen Markt wird durch diese Regulierung erschwert, teurer und wird länger dauern. Es ist absehbar, dass längere Prüfungszeiten bei Benannten Stellen zu erheblichen Verzögerungen bei der Einführung neuer Produkte in der EU führen werden. Das Unternehmen hat im Januar 2023 die Zertifizierung nach MDR erhalten. Bis zum Ende einer Übergangsfrist kann noch - ohne signifikante Veränderungen an den Produkten vorzunehmen - das Produktportfolio mit dem unter der alten Regulierung erworbenen CE-Zeichen vermarktet werden bzw. die bereits unter der MDR zugelassenen Produkte wahlweise unter der MDR. Die Veränderung regulatorischer Anforderungen und protektionistische Tendenzen in einigen Märkten (z. B. Korea, China, Indien) können negative Auswirkungen auf die Geschäfte des Unternehmens in diesen Märkten haben, etwa wenn die Kosten oder der Zeitbedarf für Re-Zertifizierungen stark ansteigen oder lokale Anbieter systematisch bevorzugt werden. Das Unternehmen wird weiterhin verstärkt Ressourcen im Bereich des Zulassungswesens zur Verfügung stellen.

Produkthaftungsrisiko

Durch ein Medizinprodukte-Risikomanagement nach ISO 14971 und permanente Marktbeobachtungen sollen produktspezifische Risiken möglichst weit reduziert werden, und bei Eintritt eines Schadensfalls soll schnell reagiert werden, um weiteren möglichen Schaden abzuwenden. Bei Medizinprodukten verbleibt aber ein inhärentes Restrisiko, wogegen wir uns durch eine weltweite Produkthaftpflichtversicherung absichern.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Lieferantenverbindlichkeiten, Bankdarlehen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Einzelne Geschäftsrisiken werden punktuell über eine Kreditausfallversicherung abgesichert.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

SUTTER MEDIZINTECHNIK GMBH, EMMENDINGEN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 26.608.977,78 26.499.502,38
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 121.090,00 238.483,00
II. Sachanlagen 26.487.886,78 26.261.018,38
III. Finanzanlagen 1,00 1,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 11.528.991,54 9.497.894,37
I. Vorräte 3.464.081,62 3.053.460,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.010.121,31 3.999.851,15
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.054.788,61 2.444.583,02
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 96.096,62 112.682,51
38.234.065,94 36.110.079,26

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 20.936.525,68 18.404.969,05
I. Gezeichnetes Kapital 76.000,00 76.000,00
II. Bilanzgewinn 20.860.525,68 18.328.969,05
B. RÜCKSTELLUNGEN 973.010,38 577.959,53
C. VERBINDLICHKEITEN 15.587.052,25 16.325.703,68
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 737.477,63 801.447,00
38.234.065,94 36.110.079,26

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 18.649.190,83 13.994.650,28
2. Personalaufwand -8.503.402,28 -7.421.427,08
a) Löhne und Gehälter 7.104.400,07 6.181.682,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.399.002,21 1.239.744,88
3. Abschreibungen -1.376.552,84 -1.125.225,67
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.376.552,84 1.125.225,67
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.699.869,13 -4.428.070,99
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 54.368,65 16.728,66
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -83.534,21
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -147.935,26 -162.416,11
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.160.897,58 -233.738,51
9. Ergebnis nach Steuern 2.814.902,39 556.966,37
10. Sonstige Steuern -33.345,76 -3.146,56
11. Jahresüberschuss 2.781.556,63 553.819,81

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

DER SUTTER MEDIZINTECHNIK GMBH, EMMENDINGEN

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Emmendingen und ist beim Amtsgericht Freiburg im Handelsregister Abteilung B unter der Nummer 775 eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode verringert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert.

Soweit zulässig, wird die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zur höheren Jahresabschreibung führt. Die übrigen Wirtschaftsgüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden mit den bis zum Bilanzstichtag angefallenen Herstellungskosten zuzüglich angemessener Gemeinkostenzuschläge nach Maßgabe der steuerlichen Vorschriften bewertet. Anteilige Fremdkapitalzinsen sind nicht enthalten. Soweit der beizulegende Wert am Bilanzstichtag geringer war, wurde dieser der Bewertung zugrunde gelegt. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Bewertung von Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt zu Anschaffungskosten, bezogen auf den jeweiligen Gesamtbetrag unter Berücksichtigung zeitanteiliger Auflösungen.

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in voraussichtlicher Höhe auf Basis steuerlicher Vorschriften gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden in Höhe von TEUR 737 (im Vorjahr TEUR 801) passivisch abgegrenzt. Bei den latenten Steuern handelt es sich um eine saldierte Abgrenzung für die voraussichtlichen zukünftigen Steuerbelastungen und Steuerentlastungen aufgrund handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Gesamtsteuersatz von rd. 30,0 % zugrunde gelegt.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist, dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 18.078.969,05 enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Aufwendungen im Personalbereich sowie für Prozesskosten gebildet.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten über EUR 12.629.674 (im Vorjahr EUR 13.600.251,50) haben EUR 1.185.238 (im Vorjahr EUR 1.109.102) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. EUR 4.411.174 (im Vorjahr EUR 4.499.357) haben eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von EUR 151.136 (im Vorjahr EUR 169.615) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 23.410,86 (im Vorjahr EUR 0) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden und Sicherungsübereignung einzelner bestimmter Güter und KfZ gesichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 84.219,71 (im Vorjahr EUR 76.641,14) aus Steuern und EUR 5.206,58 (im Vorjahr EUR 8.299,92) im Rahmen der sozialen Sicherheit enthalten.

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Eventualverbindlichkeiten bestehen aus

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 1.420.000,00 1.420.000,00
1.420.000,00 1.420.000,00

Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen. Auf Grund der Bonität des Schuldners wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.

Nicht bilanzierte Geschäfte

Die Gesellschaft nutzt zur Finanzierung der Betriebsausstattung sale-and-lease-back. Das Volumen der ausstehenden Leasingraten beträgt zum Bilanzstichtag rd. TEUR 436. Hierdurch wird die Liquidität der Gesellschaft verbessert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus laufenden Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen von TEUR 322 (Vj.: TEUR 379).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1,34 (im Vorjahr EUR 0,00) enthalten.

Für Altersversorgung wurden EUR 30.413,18 (im Vorjahr EUR 30.498,91) aufgewendet.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 151,27 (im Vorjahr EUR 45,47) enthalten.

Von den Zinserträgen entfallen EUR 18.594,79 (im Vorjahr EUR 16.614,37) auf Zinsen von verbundenen Unternehmen.

Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus der Veränderung von latenten Steuern in Höhe von EUR 63.969,37 (im Vorjahr EUR 15.825,00).

Sonstige Angaben

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr 145 Mitarbeiter, davon

Arbeiter 107
Angestellte 38

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer ist im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Bert Sutter, Dipl.-Betriebswirt (BA), Gesamtgeschäftsführer

 

Emmendingen, 30. September 2024

gezeichnet. Bert Sutter

Der Jahresabschluss wurde fetgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 835.719,14 4.320,00 0,00 0,00 840.039,14
835.719,14 4.320,00 0,00 0,00 840.039,14
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.779.689,67 541.592,14 12.020,64 0,00 24.333.302,45
Technische Anlagen und Maschinen 3.805.712,65 326.529,39 397.610,91 0,00 4.529.852,95
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.269.916,19 213.750,91 417,85 77.796,51 2.406.288,44
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 199.522,00 408.987,80 410.049,40 0,00 198.460,40
30.054.840,51 1.490.860,24 0,00 77.796,51 31.467.904,24
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 153.821,06 0,00 0,00 0,00 153.821,06
153.821,06 0,00 0,00 0,00 153.821,06
31.044.380,71 1.495.180,24 0,00 77.796,51 32.461.764,44
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 597.236,14 121.713,00 0,00 718.949,14
597.236,14 121.713,00 0,00 718.949,14
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 464.975,51 727.356,79 0,00 1.192.332,30
Technische Anlagen und Maschinen 2.140.172,65 258.411,30 0,00 2.398.583,95
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.188.673,97 269.071,75 68.644,51 1.389.101,21
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.793.822,13 1.254.839,84 68.644,51 4.980.017,46
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 153.820,06 0,00 0,00 153.820,06
153.820,06 0,00 0,00 153.820,06
4.544.878,33 1.376.552,84 68.644,51 5.852.786,66
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 121.090,00 238.483,00
121.090,00 238.483,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.140.970,15 23.314.714,16
Technische Anlagen und Maschinen 2.131.269,00 1.665.540,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.017.187,23 1.081.242,22
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 198.460,40 199.522,00
26.487.886,78 26.261.018,38
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 1,00 1,00
1,00 1,00
26.608.977,78 26.499.502,38

BESCHEINIGUNG

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sutter Medizintechnik GmbH, Emmendingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sutter Medizintechnik GmbH, Emmendingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sutter Medizintechnik GmbH, Emmendingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg, 1. Oktober 2024

Martin Lätsch, Wirtschaftsprüfer

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