Stammdaten

Register
Amtsgericht Limburg a. d. Lahn HRB 3883
Vorher
OVALO Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
27.1.2006
Branche
Herstellung von Elektromotoren und GeneratorenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
ist die Entwicklung, die Herstellung, der Kauf und der Verkauf von Antriebselementen wie z.B. Getriebe und Elektromotoren aller Art - einschließlich dazugehöriger Regelgeräte, Software, Sensorik, Elektronikbauelementen und weiterem Zubehör sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Toru Mashiko
seit 25.3.2024
Geschäftsführer
Tim Wallner
seit 21.2.2024
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OVALO GmbH

Limburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

a. Forschung und Entwicklung

b. Produktion und Montage

c. Vertrieb

d. Finanzierung

e. Personal

f. Investitionen

g. Umweltschutz

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a. Ertragslage

b. Finanzlage

c. Vermögenslage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a. Finanzwirtschaftliche Risiken und Liquiditätsrisiken

b. Marktrisiken

c. Beschaffungsrisiken

d. Personalrisiken

e. IT-Risiken

f. Sonstige Risiken (anlassbezogene Risiken)

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. Bericht über Zweigniederlassungen

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die OVALO GmbH, ein Tochterunternehmen der Nabtesco Corporation mit Sitz in Tokio/Japan, entwickelt und industrialisiert mechatronische Antriebssysteme. Neben der Entwicklung und Fertigung spielfreier und hochuntersetzender Wellgetriebe in Standardausführung bietet OVALO auch auf Kundenbedarfe zugeschnittene Gesamtsysteme aus oben genannten hochpräzisen Getrieben, eigens entwickelten, bürstenlosen Elektromotoren und allen dazugehörigen Anbauteilen und Sensoren. OVALO produziert derzeit insbesondere im Bereich Mobilität (Automobilindustrie sowie angrenzende bzw. verwandte Industriezweige) mechatronische Antriebssysteme für den Einsatz in Großserienanwendungen.

Neben den Aktivitäten im Bereich Mobilität werden die Anwendungsmöglichkeiten im Non-Automotive-Geschäft mit hochpräzisen Antriebsmodulen und mechatronischen Systemen konsequent weiterentwickelt. Auch die anderen Anwendungsbereiche (Robotik und Industrie) stützen sich dabei auf die zertifizierten qualitätssichernden Prozesse der Großserienproduktion für die Automobilindustrie. Zielmärkte sind u.a. der generelle Maschinenbau, der Konsumgüterbereich und Anwendungen in der Medizintechnik sowie der Roboterindustrie.

Die Steuerungsprozesse, die bei OVALO durch die Automotive-Projekte etabliert wurden, werden organisch in den allgemeinen täglichen Konstruktions- & Entwicklungsprozess implementiert. Kernprozesse wie die FMEA 1 und das V-Entwicklungsmodell nach SPICE® 2 strukturieren die F&E-Aktivitäten und tragen wesentlich zu deren Effizienz bei.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Corona-Pandemie und die Energiekrise, sowie geopolitische Konflikte haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren.

Nachdem die Wirtschaft in 2022 noch ein leichtes Wachstum von 1,9% verzeichnen konnte, lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% unter dem Vorjahr. 3

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung ist Destatis zufolge im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich verlaufen. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe, ohne Baugewerbe, sei insgesamt deutlich um 2,0% zurückgegangen. Entscheidend dafür sei eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung gewesen. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, sei im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus gewesen (0,4%). Positive Impulse seien hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau gekommen. Dagegen seien Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut gesunken, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. 4

Für das laufende Jahr prognostiziert der Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung zwar eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage, eine deutliche Erholung scheint aber weiterhin auszubleiben. Gemäß der Herbstprognose erwartet die Bundesregierung in 2024 einen leichten Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes um 0,2%. 5

Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist, bedingt durch die Abhängigkeit von einem Hauptkunden, weiterhin durch die Lage und die Aussicht des Automobilmarkts bestimmt. Gemäß den Darstellungen des Verbandes der Automobilindustrie (kurz VDA) war die Automobilindustrie im Jahr 2023 weiterhin in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Insbesondere durch weiterhin hohe Energiepreise und die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung steht der Standort Deutschland unter Druck. 6 In den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 belief sich die Pkw-Produktion in Deutschland auf 3,1 Mio. Einheiten. Dies ist gemäß dem VDA 1% unter dem Wert der ersten drei Quartale des Vorjahres. Gleichwohl lag die Produktion im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 nach neun Monaten des aktuellen Jahres um 13% unter dem damaligen Wert. 7

2. Geschäftsverlauf

Der Umsatz der OVALO GmbH betrug T€ 16.695 und konnte somit um ca. 39% gegenüber dem Vorjahresumsatz von T€ 12.014 gesteigert werden. Der Umsatz des Jahres 2023 entfiel zu 79% mit rd. T€ 13.256 (Vorjahr T€ 9.086) auf den Bereich Mobilität und mit T€ 3.439 bzw. 21% (Vorjahr T€ 2.928) auf die Bereiche Robotik und Industrieanwendungen. In beiden Bereichen konnte erneut ein Umsatzanstieg verzeichnet werden, wobei der Bereich Mobilität stärker gestiegen ist als die Bereiche Robotik und Industrieanwendungen.

Insbesondere die Möglichkeit, Preisanpassungen bei zentralen Kunden durchzusetzen, hatte eine entsprechende Auswirkung auf das Umsatzwachstum, zusätzlich zu gestiegener Nachfrage in bestehenden Projekten sowie einiger Neuprojekte. Somit konnte die Umsatzprognose des Jahres 2023 von 28% übertroffen werden. Aufgrund der positiven Einflüsse auf die Umsatzseite konnte die prognostizierte Verbesserung des Jahresfehlbetrags sogar übertroffen werden. So wurde das Berichtsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 4.300 abgeschlossen (gegenüber einem Vorjahresfehlbetrag von T€ 7.928).

a. Forschung und Entwicklung

Inzwischen wurde die Transformation der OVALO-Entwicklungsaktivitäten auf neue Anwendungsmöglichkeiten in Robotik- und Industrieprojekten umgesetzt. Mögliche Entwicklungstätigkeiten für Automobilanwendungen werden aber weiterhin verfolgt. Die Aufwendungen in diesem Bereich belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 2.757 (Vorjahr T€ 2.824).

Auch die Zusammenarbeit innerhalb der Nabtesco Gruppe wurde im Jahr 2023 über gemeinsame Projekte zur Systementwicklung fortgesetzt.

b. Produktion und Montage

In 2023 konnte das Produktivitätsniveau des Vorjahres in den Abteilungen Montage und Eigenfertigung, in einem nach wie vor volatilen Umfeld, gehalten werden. Im Berichtsjahr konnte nach internen Berechnungen die durchschnittliche Ausschussquote im Bereich der Komponentenfertigung nochmals um ca. 25% gesenkt werden. Im Bereich der Montage konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Verbesserung des Ausschusses um knapp 20% erzielt werden.

Schwache kundenseitige Bedarfe insbesondere im Automobilbereich als Hauptumsatzträger machte den Einsatz von Kurzarbeit in allen operativen Bereichen bis Anfang September 2023 notwendig. Dennoch konnte unserer Einschätzung nach eine gute Liefertreue sichergestellt werden.

Auch im Jahr 2023 wurde die IHK-Ausbildung von Zerspanungsmechanikern fortgesetzt, um dem recht stark ausgeprägten Trend des Fachkräftemangels nachhaltig entgegenzuwirken. Darüber hinaus wurde beschlossen einen zweiten Ausbildungsberuf - die "Fachkraft Metall" - im dritten Quartal 2024 zu starten. Es handelt sich um eine etwas reduzierte Form des Zerspanungsmechanikers mit dem Ziel, solche Auszubildende langfristiger an das Unternehmen binden zu können.

c. Vertrieb

Die im Geschäftsjahr 2022 begonnene Neuausrichtung der Vertriebsaktivitäten zur Anpassung an die Anforderungen zukünftiger Aktivitäten wurde im Berichtsjahr konsequent weiterverfolgt. Anfang September 2024 hat die Nabtesco Precision Europe GmbH, eine Schwestergesellschaft der OVALO GmbH mit Sitz in Düsseldorf, den vollständen Vertrieb und die Marketingaktivitäten der OVALO Produkte übernommen.

d. Finanzierung

Die Gesellschaft finanzierte sich im Wesentlichen über Kapitalmaßnahmen der Mutter sowie über Bankdarlehen. Grundsätzlich wird der Einsatz von Eigen- bzw. Fremdmitteln für jede Investition individuell geprüft und die jeweils geeignete Form ausgewählt.

e. Personal

Die Mitarbeiterzahl ist am Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen in den Bereichen Beschaffung und Qualitätsmanagement von 143 auf 122 Mitarbeiter (inkl. Auszubildender) gesunken.

f. Investitionen

Die Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr war im Wesentlichen auf Ersatz und punktuelle Erweiterung bestehender Produktions- und Montageanlagen bzw. IT-Infrastruktur beschränkt.

g. Umweltschutz

Der Umweltschutz gilt als wichtiger Bestandteil der Unternehmenspolitik und wird in allen Funktionen und auf allen Ebenen in konkreten Zielen und Verhaltensweisen berücksichtigt. Bereits bei der Einführung neuer Prozesse und Maschinen werden bei der Auswahl Kriterien des Umweltschutzes geprüft und Maßnahmen in Umweltschutzprogramme aufgenommen. Durch Berücksichtigung neuer Technologien können Werkstoffe eingespart und Bearbeitungsschritte verkürzt werden, um Umweltbelastungen zu vermieden bzw. zu vermindern oder die spätere Recyclingfähigkeit zu verbessern.

Die Gesellschaft ist seit 2012 gemäß der internationalen Umweltnorm ISO 14001 zertifiziert.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Für die interne Unternehmenssteuerung werden insbesondere die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis betrachtet.

Die finanzielle Lage ist aufgrund der Unterstützung durch die japanische Muttergesellschaft Nabtesco Corporation, Tokio, Japan, aber auch durch die finanzierenden Banken als gesichert zu bezeichnen. Aufgrund der bestehenden Patronatserklärung sieht die Geschäftsführung derzeit keine bestandsgefährdenen Risiken. Es ist weiterhin Ziel, die Ertragssituation innerhalb der kommenden Jahre so zu verbessern, dass nachhaltige Gewinne erzielt und die Abhängigkeiten von der Muttergesellschaft bzw. von Banken deutlich reduziert werden kann.

a. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert werden, obwohl die Abrufmengen eines Großkunden der Automobilbranche hinter den vereinbarten Zahlen zurückgeblieben sind. Andere Serienprojekte verliefen hingegen im Plankorridor und neue Projekte trugen in kleinerem Maße zum Umsatzwachstum bei. Wesentlich beeinflusst wurde der Umsatzanstieg durch verhandelte Preisanpassungen mit zentralen Kunden. In der Gesamtbetrachtung konnte der Umsatz um ca. 39% gegenüber dem Vorjahr (T€ 12.014) auf T€ 16.695 gesteigert werden. Die Gesamtleistung (inkl. sonstiger betrieblicher Erträge) stieg aufgrund höherer Umsätze ebenso auf T€ 16.920 (Vorjahr: T€ 14.993).

Das operative Ergebnis (Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis) von T€ -4.541 konnte im Vergleich zum Vorjahr (T€ -8.172) deutlich verbessert werden. Preiserhöhungen bei zentralen Kunden und Kostensenkungsmaßnahmen trugen dazu bei, externen Kostensteigerungen entgegenzuwirken, sodass sich die angestrebte Reduzierung des operativen Verlusts umsetzen ließ. So sank insbesondere auch der Materialaufwand im Vorjahresvergleich von T€ 7.773 auf T€ 6.151.

Der Personalaufwand ist insbesondere aufgrund rückläufiger Personalzahlen kompensiert um Aufwendungen im Zusammenhang mit den Restrukturierungsmaßnahmen gesunken. Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind aufgrund von Verlusterwartungen für konzerninterne Projekte gestiegen. Gleichzeitig haben sich die Erträge aus Beteiligungen gegenüber dem Vorjahr von T€ 360 auf T€ 840 erhöht. Diese umfassen ausschließlich Dividenden von verbundenen Unternehmen. Der Zinsaufwand ist aufgrund eines gestiegenen Zinsniveaus gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Der ausgewiesene Jahresfehlbetrag beläuft sich auf T€ 4.300 nach T€ 7.928 im Vorjahr.

b. Finanzlage

Zur Absicherung der Finanzlage und des anstehenden Liquiditätsbedarfs besteht seit 3. Juni 2021 eine in der Höhe sowie zeitlich unbegrenzte Patronatserklärung der Konzernmuttergesellschaft Nabtesco Corporation.

Aufgrund der noch zu geringen Umsätze müssen die operative Geschäftstätigkeit, notwendige Investitionen, sowie Zahlungen an Kapitalgeber weiterhin durch die Ausnutzung bestehender Kreditlinien in ausreichender Höhe finanziert werden.

Die Liquiditätsgrade der OVALO GmbH haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:

2022 2023
Liquidität 1. Grades 3,7% 34,5%
Liquidität 2. Grades 20,4% 45,5%
Liquidität 3. Grades 88,7% 143%

Bei dem Liquiditätsgrad 1 handelt es sich um das Verhältnis der flüssigen Mittel und des kurzfristigen Fremdkapitals, welches sich aus den Rückstellungen und Verbindlichkeiten zusammensetzt. Bei der Liquidität 2. Grades wurden zusätzlich zu den flüssigen Mitteln auch die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in die Verhältnisrechnung einbezogen. Der 3. Liquiditätsgrad beinhaltet zusätzlich zu den flüssigen Mitteln, den Forderungen und sonstigen Vermögensgenständen auch die Vorräte. Die Verbesserungen ergeben sich vor allem aus höheren flüssigen Mitteln und den niedrigeren Verbindlichkeiten zum Stichtag.

Grundsätzlich ist das Finanzmanagement darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag T€ 10.506 und die Eigenkapitalquote im Verhältnis zur Bilanzsumme 48,8%. Die Eigenkapitalquote liegt zum Stichtag somit über dem Vorjahreswert von 22,7%. Im Geschäftsjahr wurde eine Kapitalerhöhung von T€ 10.000 durchgeführt. Die Rückstellungen haben sich um T€ 261 auf T€ 672 (Vorjahr T€ 933) verringert, was im wesentlichen durch den Verbrauch einer Rückstellung des Vorjahres für eine Ausgleichzahlung zurückzuführen ist.

Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag T€ 9.000 (oder 41,8% der Bilanzsumme), denen aktuell Kreditlinien von insgesamt T€ 30.000 gegenüberstehen. Zum Jahresende 2023 bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 17.978 von denen T€ 1.036 im Folgejahr und T€ 16.942 nach 2024 fällig werden.

c. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen (Bilanzsumme Aktiva) weist eine Zunahme um 1,7% auf T€ 21.538 (Vorjahr: T€ 21.182) aus.

Bei der Veränderung des Anlagevermögens stehen Investitionen von T€ 431 planmäßige Abschreibungen von T€ 1.366 und Abgänge zu historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten von T€ 35 gegenüber. Der Wert der Sachanlagen ist in 2023 von T€ 4.732 auf T€ 3.852 gesunken und entspricht somit einer Sachanlagenintensität von 17,9% verglichen mit 22,3% im Vorjahr. Im Wesentlichen handelt es sich bei den Investitionen ins Sachanlagevermögen um neue Prüfstände bzw. Modernisierungen von vorhanden Prüfständen in Höhe von T€ 157, neue Maschinen und Werkzeuge in Höhe von T€ 153 sowie neue IT-Infrastruktur in Höhe von T€ 93.

Bei den langfristigen Vermögenswerten ist per Saldo ein Rückgang von T€ 937 v.a. aufgrund planmäßiger Abschreibung im Jahr 2023 zu verzeichnen. Der Anteil an der Bilanzsumme ist von 31% auf 26,2% gesunken.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um T€ 1.067 oder 59,5% gesunken und betragen per 31.12.2023 T€ 727.

Die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne liquide Mittel) sind per Saldo um T€ 1.960 im Berichtsjahr gesunken. Dies ist insbesondere durch den stichtagsbedingten Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verursacht. Gleichzeitig haben sich die Vorräte geschäftsbedingt leicht gegenüber dem Vorjahr verringert. Der Anteil an der Bilanzsumme beträgt nun 55,6% gegenüber 65,7% im Vorjahr. Der Anstieg der liquiden Mittel ist insbesondere auf die Erhöhung der Kapitalrücklage, kompensiert um die Tilgung des Fremddarlehens und der Vänderung des Netto-Umlaufvermögens zurückzuführen.

III. Prognosebericht

Die OVALO GmbH hat im Dezember 2023 eine Planung für das Geschäftsjahr 2024 gemeinsam mit der Konzernmutter verabschiedet. Der Planung liegen vor allem die zu diesem Zeitpunkt vereinbarten oder angekündigten Serienabrufmengen in laufenden Kundenprojekten sowie eine Annahme bzgl. dem Ausbau des Neugeschäftes zugrunde. Darüber hinaus wurden derzeitige Entwicklungsprojekte sowie die weitere Zusammenarbeit und Nutzung von Synergiepotentialen mit anderen Gruppenunternehmen der Nabtesco Corporation berücksichtigt. Die Planszenarien werden im Jahresverlauf regelmäßig auf ihre Annahmen überprüft und falls nötig angepasst. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung wird eine Umsatzreduktion von bis zu 42% erwartet. Zudem erwartet die Gesellschaft die Erhöhung des Jahresfehlbetrags um ca. T€ 500 gegenüber dem Berichtsjahr. Die Umsatzprognose sowie das Jahresergebnis (vor Jahresabschlussprüfung) wird gemäß der aktuell vorläufigen VFE-Lage erreicht.

Für 2025 wird ein leichter Umsatzanstieg gegenüber 2024 erwartet. Ebenfalls erwarten wir einen moderaten Rückgang des Jahresfehlbetrages.

Laut der Prognose der Bundesregierung wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen. 8 Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als noch im Herbst 2023 angenommen. Das ifo Institut erwartet ebenfalls eine Stagnation in 2024. 9

Die Konjunkturprognosen unterliegen verschiedenen Risiken, vor allem von der weiteren Entwicklung der Energiepreise geht eine hohe Unsicherheit aus - diese hängt vor allem entscheidend von den geopolitischen Umständen ab. Ein weiteres Risiko geht von der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzpolitik aus, die ebenfalls zu einer hohen Unsicherheit in Bezug auf die konjunkturelle Entwicklung führt.

Die weiteren Auswirkungen dieser Faktoren oder einer neuerlichen Pandemie (bzw. einer vergleichbaren Krise) auf die kurz- und mittelfristige Entwicklung der Weltwirtschaft, die deutsche Konjunktur und zuletzt auf die wirtschaftliche Situation der OVALO GmbH sind derzeit nicht abzuschätzen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Das Risikomanagementsystem der OVALO wurde mit dem Ziel aufgebaut, Risikopotentiale frühzeitig zu erkennen und diese sofern möglich zu reduzieren. Die Risikolage wird in regelmäßigen Abständen systematisch durch das OVALO Management analysiert und diskutiert und unterliegt darüber hinaus einer periodischen Kontrolle durch die Muttergesellschaft anhand spezifischer Risikoberichte. Der Risikoanalyse stehen entsprechende Notfallpläne und potentielle Maßnahmen gegenüber, die eintretende Gefahren beheben oder reduzieren sollen. Weiter werden anlassbezogene Risiken, wie z.B. solche, die sich aus dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, dem Krieg im Nahen-Osten oder aus der Corona-Krise ergeben können, unverzüglich betrachtet, mit Maßnahmen konsequent gegengesteuert und dann ebenfalls einer regelmäßigen Überprüfung unterzogen.

Weder zum Stichtag noch bis zur Erstellung dieses Berichts bestand oder besteht für die OVALO GmbH die Gefahr eines Liquiditätsengpasses oder wird für den weiteren Verlauf des laufenden Geschäftsjahres ein solcher erwartet. Die OVALO GmbH ist einer Vielzahl weiterer Risiken ausgesetzt, die die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen könnten. Die nachfolgend dargestellten Risiken werden entsprechend einem absteigenden Grad (etwaiger negativer) finanzieller Auswirkungen aufgeführt.

a. Finanzwirtschaftliche Risiken und Liquiditätsrisiken

Die Finanzlage ist aufgrund des hohen Verschuldungsgrads zum Stichtag angespannt. Dies hat seinen Ursprung vor allem in den operativen Verlusten der Gesellschaft in den letzten Jahren. Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, den jährlichen Verlust mittelfristig konsequent zu reduzieren und plant mittelfristig mit einem Erreichen der Gewinnschwelle.

Zukünftig können für die aktuellen und weiterhin geplanten Serienprojekte erhöhte Investitionen in Fertigungsmaschinen, Montageanlagen sowie eventuell für Werkserweiterungen notwendig sein. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass die Verlustsituation länger als aktuell erwartet anhält.

Aufgrund zugesagter Kreditlinien in ausreichender Höhe ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Allerdings benötigt die Gesellschaft angesichts der oben beschriebenen Lage in den folgenden Jahren hierfür die finanzielle Unterstützung der Konzernmuttergesellschaft Nabtesco Corporation, Tokio, Japan, und ist somit von der Finanzierungsfähigkeit des Konzerns abhängig. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie die Deckung des anstehenden Liquiditätsbedarfs ist durch eine, am 3. Juni 2021 von der Nabtesco Corporation gegenüber der Gesellschaft abgegebene, Patronatserklärung abgesichert.

Darüberhinaus hat Anfang September 2024 die Nabtesco Precision Europe GmbH, eine Schwestergesellschaft der OVALO GmbH mit Sitz in Düsseldorf, den vollständen Vertrieb und die Marketingaktivitäten der OVALO Produkte übernommen. Dadurch wird sich zukünftig eine Abhängigkeit hinsichtlich der Zentralfunktionen ergeben, die sowohl Chance als auch Risiko darstellt.

b. Marktrisiken

Der Wettbewerbsdruck ist hoch, insbesondere da sich OVALO weiterhin in einer Entwicklungs- bzw. Aufbauphase befindet und sich als Unternehmen mit Start-up Charakter im Markt behaupten muss. OVALO begegnet dem Wettbewerb durch innovative und qualitativ hochwertige Produkte. Konkrete Anfragen nach individuellen Getriebe- bzw. Antriebssystemen, insbesondere von Unternehmen aus neuen Zielmärkten ist ein positiver Indikator für die steigende Bekanntheit, die Präzision und hohe Qualität unserer Systemlösungen und Komponenten.

Es besteht weiterhin eine hohe Abhängigkeit von einem Premiumhersteller in der deutschen Automobilindustrie, allerdings liegt diesem Projekt ein mehrjähriger Vertrag zur Erstausrüstung und das langfristige Ersatzteilgeschäft zugrunde.

Die Diversifizierung der Entwicklungs- und Systemkompetenz mit neuen Kunden und neuen Produkten in andere Branchen und Anwendungsbereiche steht daher im Fokus für die nächsten Jahre. Es besteht das Risiko, dass sich die Diversifikationspläne nicht mit der geplanten Dynamik umsetzen lassen und sich die Realisierung neuer Projekte mit neuen Kunden verzögert.

Um diesem Risiko entgegenzuwirken, arbeitet OVALO mit anderen Konzerngesellschaften der Nabtesco Corporation an gemeinsamen Synergieprojekten zur Entwicklung und Industrialisierung neuer Systeme und Produkte.

c. Beschaffungsrisiken

Unsere Lieferanten sind für uns wichtige Wertschöpfungspartner und werden entsprechend in einem strukturierten Prozess qualifiziert und beurteilt. Kernlieferanten sind nominiert und werden bedarfsgerecht entwickelt bzw. gesteuert. Den Risiken von Lieferengpässen begegnet OVALO durch ein zielgerichtetes Lieferantenmanagement und wenn erforderlich durch das Ergreifen von Maßnahmen, um die Versorgung unserer Wertschöpfung sicherzustellen. Grundsätzlich wird ein Dual- oder Multiple-Source Ansatz verwendet bzw. mögliche Anpassungen kontinuierlich geprüft, um der Änderung von Einkaufspreisen bzw. der Nichteinhaltung der Liefertreue entgegenzusteuern.

Mit Blick auf das Lieferantenportfolio wird das Beschaffungsrisiko durch OVALO als moderat eingestuft. Weiterhin sorgt eine enge Zusammenarbeit mit den Beschaffungsabteilungen der OEMs für Transparenz und eine entsprechende Projektbindung der Lieferanten.

d. Personalrisiken

Im Personalbereich besteht das Risiko eines Fachkräftemangels sowie der Fluktuation von Know-how Trägern. Diesem wird im Personalmanagement durch Weiterbildung von eigenen Mitarbeitern, die Durchführung von Fach- und Führungskräfteprogrammen sowie dem flexiblen Einsatz von Fremdarbeitnehmern - falls notwendig - entgegengetreten.

Darüber hinaus hält die OVALO GmbH auch daran fest, eigene Mitarbeiter selbst auszubilden und bietet derzeit gemeinsam mit der IHK jungen Menschen die Möglichkeit der Ausbildung zum CNC-Zerspanungstechniker.

e. IT-Risiken

Im Bereich der Informationstechnik (IT) , bestehen naturgemäß grundsätzlich Risiken hinsichtlich eines Datenverlustes oder des unberechtigten Zugriffs auf die Systeme. Durch den Einsatz moderner Technologien vermindert die OVALO diese Risiken. Hierzu zählen u.a. der Einsatz aktueller Standardsoftware bekannter Hersteller und die Unterstützung durch zertifizierte, externe Dienstleister bei der Einführung, Betreuung und Wartung der bestehenden Systeme. Die bestehenden Richtlinien werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf an die aktuellen technischen Entwicklungen angepasst. Periodische IT-Audits decken potentielle Schwachstellen zeitnah auf und ermöglichen einen regelmäßigen Verbesserungsprozess.

Auch im vergangenen Geschäftsjahr war die Gefährdung durch sogenannte Cyberangriffe auf hohem Niveau und es gab weiterhin Attacken auf die Organisation durch Phishing und ähnliche Betrugsversuche. Positiv ist hier anzumerken, dass die Angriffe durch die zentral gesteuerte IT-Sicherheitsstruktur sowie die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter vollständig abgewehrt werden konnten.

f. Sonstige Risiken (anlassbezogene Risiken)

Ukraine-Krieg

Die zukünftigen Risiken des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine sind zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin nicht vollumfänglich einschätzbar. Eine Verschlechterung der Kostensituation aufgrund steigender Energie- und Rohstoffpreise ist bereits eingetreten. Eine erneute Gasmangellage im Winter 2024 könnte zu einer erneuten Kostensteigerung führen. Darüber hinaus bestehen derzeit für OVALO keine Beeinträchtigungen weder auf der Absatz- noch auf der Beschaffungsseite.

2. Chancenbericht

Die nachfolgend dargestellten Chancen werden entsprechend einem absteigenden Grad (etwaiger positiver) finanzieller Auswirkungen aufgeführt.

Die Chancen, mit der OVALO Technologiekompetenz neue Projekte zu gewinnen, ist hoch. OVALO bietet mit seinen Systemen eine Innovation, die von den Kunden als Alleinstellungsmerkmal genutzt werden kann. Die Verbindung unserer Kompetenzen sowie das Knowhow unserer Tochtergesellschaft adcos GmbH, Köln, befähigt unsere Systeme zur Erfüllung der hohen Kundenerwartungen.

Weiterhin bieten die Trends der digitalen Transformation und der immer weiter fortschreitenden Automatisierung von Produktionsprozessen Potentiale für zukünftiges Wachstum. Sogenannte "smarte" Produkte und die Vernetzung von Komponenten, die zur Verbesserung der Effizienz von Maschinen und Anlagen beitragen können, gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die OVALO Produktpalette und das System Know-how in der Kombination von Mechanik und Elektronik sind maßgeschneidert für diese Anforderungen und die Vielseitigkeit der neuen Bedarfe.

In 2017 wurde OVALO Tochtergesellschaft der Nabtesco Corporation, die 100% der Anteile mittelbar durch die Nabtesco Europe GmbH, Limburg hält. Aufgrund der unterschiedlichen Geschäftsbereiche der Nabtesco Gruppe bieten sich für die OVALO verschiedenste Ansätze, um ihre Produkte und ihre Technologie in weiteren Anwendungsbereichen zu etablieren und dabei auf bestehende Strukturen der Muttergesellschaft zurückzugreifen.

3. Gesamtaussage

Trotz der wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen, die erneut in hohen Verlusten resultierten, überwiegen die Chancen für OVALO, sich bei verstärkter Kooperation im Konzernverbund wie geplant zu entwickeln. Darüber hinaus wird für bestehende Serienprojekte ein stabiler Verlauf im geplanten Rahmen erwartet. Zusätzlich gibt es vielversprechende Möglichkeiten, mittelfristig die Erlössituation durch Neugeschäft deutlich zu verbessern. Dem Kostendruck wird durch zielgerichtete Maßnahmen entgegengewirkt. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie die Deckung des anstehenden Liquiditätsbedarfs ist durch eine, am 3. Juni 2021 von der Nabtesco Corporation gegenüber der Gesellschaft abgegebene, Patronatserklärung abgesichert.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Limburg a. d. Lahn, 7. März 2025

OVALO GmbH

Geschäftsführer

Toru Mashiko

Tim Wallner

1 FMEA = Failure Mode and Effects Analysis
2 Im Jahr 2005 wurde der branchenspezifische Standard Automotive SPICE® durch die "Automotive Special Interest Group" veröffentlicht. Hierzu gehören die Unternehmen Audi, BMW, Daimler, Fiat, Ford, Jaguar, Land Rover Porsche, Volvo und VW sowie das "Procurement Forum" und die "SPICE User Group". Dieser Standard wurde abgeleitet von der internationalen Norm ISO/IEC 15504, welche sich mit der Analyse, Bewertung und Verbesserung von Prozessen in der software-basierten Systementwicklung befasst. Der Name "SPICE" steht dabei für "Software Process Improvement and Capability Determination" - Quelle: https://vda-qmc.de/automotive-spice/
3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
5 https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/herbstprojektion-2024-2261242
6 https://www.vda.de/de/themen/Automobil-Insight-2023/Automobiljahr-2023
7 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/241004_PM_Nationale_PM_Pkw-Produktion_in_Deutschland_im_September_2024
8 Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/herbstprojektion-2024-2261242
9 Quelle: https://www.ifo.de/fakten/2024-09-05/ifo-konjunkturprognose-herbst-2024-deutsche-wirtschaft-steckt-in-krise-fest

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 274.770,04 331.764,28
274.770,04 331.764,28
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 332.101,57 380.938,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.851.669,81 3.589.868,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 251.851,32 359.836,83
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 416.477,37 401.627,41
3.852.100,07 4.732.270,68
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.512.828,20 1.512.828,20
1.512.828,20 1.512.828,20
5.639.698,31 6.576.863,16
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.312.895,72 5.550.023,99
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.918.774,38 3.130.413,94
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.527.769,03 2.506.272,91
10.759.439,13 11.186.710,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 726.820,54 1.794.235,28
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.136,22 198.039,04
3. Sonstige Vermögensgegenstände 466.416,86 745.977,35
1.205.373,62 2.738.251,67
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.809.348,83 597.166,02
15.774.161,58 14.522.128,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 123.680,31 83.067,12
21.537.540,20 21.182.058,81

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 95.933.950,00 85.933.950,00
III. Verlustvortrag -83.127.541,14 -75.199.686,83
IV. Jahresfehlbetrag -4.299.959,50 -7.927.854,31
10.506.449,36 4.806.408,86
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 672.198,63 933.071,35
672.198,63 933.071,35
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.000.000,00 14.000.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 516.957,85 1.233.480,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.029,66 55.185,06
4. Sonstige Verbindlichkeiten 805.904,70 153.913,54
davon aus Steuern EUR 119.009,46 (Vj. EUR 110.077,27)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.284,15 (Vj. EUR 526,33)
10.358.892,21 15.442.578,60
21.537.540,20 21.182.058,81

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 16.694.918,55 12.014.246,63
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -190.143,44 2.471.606,92
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 62.441,50 92.931,95
4. Sonstige betriebliche Erträge 352.862,00 414.634,85
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.879.839,17 7.225.618,96
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 271.390,39 546.918,41
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.553.580,50 7.921.988,03
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.536.476,70 1.629.165,91
davon für Altersversorgung EUR 69.064,93 (Vj. EUR 78.255,52)
7. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.365.732,65 1.474.729,94
davon außerplanmäßige Abschreibungen EUR 0,00 (Vj. EUR 6.646,48)
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 504.555,24 0,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.349.476,52 4.367.148,81
9. Erträge aus Beteiligungen 840.000,00 360.000,00
davon an verbundene Unternehmen EUR 840.000,00 (Vj. EUR 360.000,00)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.837,00 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 584.644,75 98.744,41
davon an verbundene Unternehmen EUR 27.855,58 (Vj. EUR 19.130,10)
12. Ergebnis nach Steuern -4.282.780,31 -7.910.894,12
13. Sonstige Steuern 17.179,19 16.960,19
14. Jahresfehlbetrag -4.299.959,50 -7.927.854,31

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Angaben zum Jahresabschluss

I. Allgemein

Die OVALO GmbH mit Sitz in Limburg a. d. Lahn ist im Handelsregister des Registergerichts Limburg a. d. Lahn unter HRB 3883 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der OVALO GmbH, Limburg a. d. Lahn, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Aufstellungserleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten, Davon-Vermerke sowie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind weitestgehend im Anhang aufgeführt. Soweit für Pflichtangaben ein Wahlrecht besteht, diese in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind diese im Anhang aufgeführt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt im Rahmen der Grundsätze ordnungsgemäßer Bilanzierung allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Aufgrund der kurzfristigen Finanzierungsstruktur und der möglichen Liquiditätsabflüsse ist der Fortbestand der Gesellschaft von der finanziellen Unterstützung durch die Muttergesellschaft abhängig. Mit Datum von hat die 3. Juni 2021 eine unbefristete Patronatserklärung erteilt.

Der Jahresabschluss ist unter Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Hinsichtlich diesbezüglich bestehender Risiken verweisen wir auf den Lagebericht, Abschnitt "Finanzwirtschaftliche und Liquiditätsrisiken".

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht den Vorschriften des § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst.

Das Anlagevermögen wird, soweit abnutzbar, pro rata temporis nach der linearen Methode abgeschrieben. Leistungsbedingter Werteverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer erfasst und unter Zugrundelegung der linearen Methode ermittelt. Die Nutzungsdauer bei den erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen beträgt 1 bis 10 Jahre. Für planmäßige Abschreibungen des Sachanlagevermögens werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt: Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 8 bis 33 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 5 bis 8 Jahre, andere Anlagen 5 bis 8 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre.

Anzahlungen auf die Anschaffung von Sachanlagen sind zu Nennwerten, im Bau befindliche technische Anlagen mit Herstellungskosten bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellkosten € 800,00 nicht übersteigen, werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG durch Sofortabzug geltend gemacht.

2. Finanzanlagen

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte grundsätzlich mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

3. Vorräte

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und unfertige Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Abwertungen angesetzt.

Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

5. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Diese werden zum Nennwert angesetzt.

7. Eigenkapital

Der Ansatz und Ausweis des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

8. Rückstellungen

Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

10. Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Auf fremde Währung lautende kurzfristige Forderungen und kurzfristige Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

11. Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie des gewerbesteuerlichen Hebesatzes. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Angaben über den Anteilsbesitz sind unter dem Abschnitt Sonstige Angaben enthalten. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und bestehen aus Forderungen gegenüber Gesellschaftern i.S.d. § 42 Abs. 3 GmbHG in Höhe von T€ 12,1 (Vj. T€ 75).

3. Eigenkapital

Aufgrund des Beschlusses der Gesellschafterversammlungen vom 28.08.2023 erfolgte am 29.08.2023 eine Bareinzahlung des Gesellschafters gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage in Höhe insgesamt von T€ 10.000.

4. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungen, personalbezogene Verpflichtungen, noch ausstehende Lieferantenrechnungen und Jahresabschlusskosten gebildet.

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte im handelsüblichen Umfang.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 31,2 (Vj. T€ 48,8) und bestehen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Erträge aus der Währungsumrechnung sind wie im Vorjahr nicht angefallen.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind wie im Vorjahr nicht angefallen.

3. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten

Die Abschreibungen enthalten das übliche Maß überschreitende Abschreibungen auf Vorräte in Höhe von T€ 505.

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten solche an verbundene Unternehmen in Höhe T€ 27,9 (Vj. T€ 19,1), die wie im Vorjahr für eine Bürgschaft der Nabtesco Corporation, Tokio, Japan, angefallen sind.

B. Sonstige Angaben

I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Zum Bilanzstichtag stellen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen wie folgt dar:

Innerhalb eines Jahres
T€
Nach mehr als einem Jahr
T€
Davon nach mehr als fünf Jahren
T€
Gesamt
T€
Mietverpflichtungen 987,1 16.898,1 12.428 17.885,2
Leasingverpflichtungen Pkw 31,5 34,3 0 65,8
Leasingverpflichtungen IT 16,9 9,8 0 26,7
Gesamt 1.035,5 16.942,2 12.428,3 17.977,7

Neben den vorstehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine weiteren außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die Miet- und Leasingverträge betreffen die angemieteten Geschäftsräume und die geleasten Firmenfahrzeuge sowie IT. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Die Verträge haben Laufzeiten bis maximal 2039.

II. Haftungsverhältnisse

Die OVALO GmbH hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 eine Unterstützungskasse, der PAVK Private Akademie Versorgungskasse für mittelständische Unternehmen und freie Berufe e.V., Seefeld, Deutschland, eingerichtet. Es handelt sich hierbei um eine nicht rückgedeckte Unterstützungskasse, wofür die OVALO GmbH die subsidiäre Haftung trägt. Zum 31. Dezember 2023 liegt der OVALO GmbH ein Auszug der Unterstützungskasse vor, woraus hervorgeht, dass zum genannten Stichtag die Summe der erdienten Ansprüche zum Endalter aller Begünstigten, durch das - ebenfalls zum genannten Stichtag ausgewiesene - Fondsvermögen, gedeckt ist.

III. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 131 Arbeitnehmer (Vorjahr 145) beschäftigt. Diese teilen sich auf die Bereiche Verwaltung und Vertrieb 19 Mitarbeiter (Vorjahr 22), Qualität und Materialwirtschaft 33 Mitarbeiter (Vorjahr 36), Produktion 56 Mitarbeiter (Vorjahr 62) und Konstruktion und Entwicklung 23 Mitarbeiter (Vorjahr 25) auf.

IV. Anteile an verbundenen Unternehmen

Name Sitz Anteil
in %
Eigenkapital Anteil am Kapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
adcos GmbH Köln 60,0 € 2.144.037,24 € 15.000,00 € 1.648.412,91

IV. Organe

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 und bis zur Bilanzerstellung waren

 

Herr Nobuhide Shiga, Frankfurt am Main, technischer Geschäftsführer (bis 01.01.2024)

 

Herr Kazuhiko Yokoji, Frankfurt am Main, technischer Geschäftsführer (ab 01.01.2024, bis 31. Dezember 2024)

 

Herr Dieter Derr, Frankfurt am Main, operativer Geschäftsführer (bis 22.02.2024)

 

Herr Tim Waller, Diez, operativer Geschäftsführer (ab 01.01.2024)

 

Herr Toru Mashiko, Frankfurt am Main, kaufmännischer Geschäftsführer (ab 13.03.2024)

zum Geschäftsführer bestellt.

Es sind alle zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer bestellt. Alle Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Da Herr Shiga und Herr Yokoji ihre Bezüge von der Muttergesellschaft erhalten, wird auf die Angabe aktueller und ehemaliger Geschäftsführerbezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

V. Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der OVALO GmbH wird in den Konzernabschluss der Nabtesco Corporation Tokio, Japan, (kleinster/größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser ist am Sitz der Nabtesco Corporation, Tokio, Japan, erhältlich und wird im japanischen EDINET (Electric Disclosure for Investor's NETwork) unter der Nummer E01726 veröffentlicht. Die Gesellschaft selbst stellt aufgrund des Unterschreitens der Größenklassen nach §§ 290 Abs. 5 i.V.m. §293 Abs. 1 HGB keinen Konzernabschluss auf.

VI. Nachtragsbericht

Am 30. August 2024 wurde der OVALO GmbH ein Darlehen über T€ 3.000 von der Muttergesellschaft Nabtesco Europe GmbH gewährt. Das Darlehen hat eine Laufzeit von einem Jahr.

Anfang September 2024 hat die Nabtesco Precision Europe GmbH, eine Schwestergesellschaft der OVALO GmbH mit Sitz in Düsseldorf, den vollständen Vertrieb und die Marketingaktivitäten der OVALO Produkte übernommen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

VII. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von € 4.299.959,50 auf neue Rechnung vorzutragen.

VIII. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

 

Limburg a. d. Lahn, den 7. März 2025

Geschäftsführer

Toru Mashiko

Tim Wallner

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.925.287,74 52.690,59 0,00 0,00 2.977.978,33
2.925.287,74 52.690,59 0,00 0,00 2.977.978,33
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 777.406,39 1.592,48 0,00 0,00 778.998,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.674.256,62 152.632,69 0,00 141.709,12 23.968.598,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.253.928,20 67.737,86 35.376,71 0,00 2.286.289,35
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 401.627,41 156.559,08 0,00 -141.709,12 416.477,37
27.107.218,62 378.522,11 35.376,71 0,00 27.450.364,02
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.512.828,20 0,00 0,00 0,00 1.512.828,20
1.512.828,20 0,00 0,00 0,00 1.512.828,20
31.545.334,56 431.212,70 35.376,71 0,00 31.941.170,55
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.593.523,46 109.684,83 0,00 0,00 2.703.208,29
2.593.523,46 109.684,83 0,00 0,00 2.703.208,29
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 396.468,29 50.429,01 0,00 0,00 446.897,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.084.388,28 1.032.540,34 0,00 0,00 21.116.928,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.894.091,37 173.078,47 32.731,81 0,00 2.034.438,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
22.374.947,94 1.256.047,82 32.731,81 0,00 23.598.263,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
24.968.471,40 1.365.732,65 32.731,81 0,00 26.301.472,24
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 274.770,04 331.764,28
274.770,04 331.764,28
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 332.101,57 380.938,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.851.669,81 3.589.868,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 251.851,32 359.836,83
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 416.477,37 401.627,41
3.852.100,07 4.732.270,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.512.828,20 1.512.828,20
1.512.828,20 1.512.828,20
5.639.698,31 6.576.863,16

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die OVALO GmbH, Limburg a. d. Lahn

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OVALO GmbH, Limburg a. d. Lahn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OVALO GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von 10.759 TEUR ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir durch die Inventurbeobachtung und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere an der Höhe des Ausweises der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 7. März 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Itsu Fujimura-Hendel, Wirtschaftsprüferin

ppa. Dennis Heering, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 18.03.2025 festgestellt.

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