Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 167381
Eingetragen
13.4.2007
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungDatenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Unternehmensberatung, Unternehmensbeteiligung, Erstellen von Online-Abrechnungen im eigenen Namen sowie für Dritte, Payment-Service-Provider, Software-Entwicklungen und -Lösungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jose Augustine
seit 12.5.2023
Prokura
Holger Bosk
seit 12.5.2023
Prokura
Prokura
Christoph Drewes
seit 9.9.2015
Prokura
Vorstandsmitglied
Gabriel Dixon
seit 19.7.2007
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NOVALNET AG

Garching (vormals: Unterföhring)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Handelsregister Amtsgericht München HRB 167381

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Wirtschafts- und Kapitalmarktumfeld

Im Jahr 2023 sank der Umsatz im deutschen E-Commerce deutlich aufgrund der geringeren Ausgabenbereitschaft der Verbraucher. Der Brutto-Umsatz mit Waren fiel um 11,8 Prozent auf 79,7 Milliarden Euro, im Vergleich zu 90,4 Milliarden Euro im Jahr 2022. Der Anteil des ECommerce am gesamten Einzelhandel sank ebenfalls auf 10,2 Prozent.

Der Erholungstrend bei digitalen Dienstleistungen, wie Urlaubsbuchungen und Konzerttickets, verlangsamte sich ebenfalls. Insgesamt lag der Gesamtumsatz im E-Commerce, einschließlich Dienstleistungen und Bestellungen per Telefon oder Fax, bei 93,6 Milliarden Euro. Es wurde erwartet, dass die Talsohle im Laufe des Jahres 2024 erreicht wird.

Der Anteil regelmäßig aktiver Onlinekunden sank auf 34,3 Prozent, und die Bestellfrequenz pro Kunde zeigte vorsichtige Anzeichen der Besserung.

Jüngere Verbraucher und Familien zeigten eine erhöhte Bereitschaft, gebrauchte Waren zu kaufen. Auch die Skepsis gegenüber günstigeren ausländischen Anbietern nahm ab.

Für 2024 wird ein Ende des Abwärtstrends und ein nominales Umsatzwachstum von 2,0 Prozent erwartet.

(Quelle: Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V., Pressemeldung vom 24.01.2024).

2. Geschäftstätigkeit und -entwicklung 2023

a) Geschäftstätigkeit

Die Novalnet AG ist ein Zahlungsinstitut für professionelle elektronische Zahlungsabwicklung und seit 2007 durch hohe kundenspezifische Flexibilität in den verschiedensten Branchen für Unternehmen national und international als Full-Service-Payment-Provider erfolgreich tätig.

Die Novalnet AG wird dabei von Beginn an geführt durch den geschäftsführenden Gesellschafter, den Vorstandsvorsitzenden Herrn Gabriel Dixon. Die Novalnet AG ist somit inhabergeführt, ferner ist sie nicht fremdfinanziert und somit nicht abhängig von externen Geldgebern.

Das Full-Service-Angebot der Novalnet AG liegt in der Zusammenfassung vielfältiger Dienstleistungen unter einem Dach. Vertragspartner der Novalnet AG müssen somit nicht mit unterschiedlichen Unternehmen (Banken, Kreditkartenacquirern, Anbietern von Betrugspräventionsmodulen wie CRIFBÜRGEL oder Creditreform, Inkassounternehmen, Affiliate-Plattformen, Anbietern PCI-konformer Plattformen etc.) diverse Verträge mit verschiedenen Laufzeiten und Gebühren abschließen.

Anbei eine Übersicht über die zahlreichen Dienstleistungen der Novalnet AG:

Die Vertragspartner der Novalnet AG haben somit die Möglichkeit, über die Novalnet AG mit nur einem Vertrag und nur einem direkten Ansprechpartner alle o.g. Leistungen in Anspruch zu nehmen. Vorteil: keine unterschiedlichen Vertragslaufzeiten, keine langen Bearbeitungszeiten, Kostentransparenz und somit beste Übersicht:

Zahlungsabwicklung: alle gängigen nationalen und internationalen Zahlungsarten inkl. Factoring, alles aus einer Hand und dies über eine eigene Plattform. Dabei betrachten wir stets den aktuellen Markt, um neu aufkommende bzw. bei Endkunden beliebte Zahlungsarten sofort zu erkennen und unverzüglich in das Portfolio der Novalnet AG zu integrieren.

umfangreiches und komplett integriertes Risikomanagement zur Minimierung von Zahlungsausfällen und Betrug. Auch hier betrachten wir stets den aktuellen Markt, um aktuelle Betrugsmuster sofort zu erkennen und zu vermeiden. Wir sind im Übrigen Mitglied der Allianz für Cyber-Sicherheit.

automatisierte Rechnungserstellung und Dokumentenhandling im Look & Feel des Vertragspartners

umfangreiche Abonnement- und Mitgliederverwaltung integrierte Affiliate- / Marktplatzlösung mit völlig automatisierter Auszahlung an alle Affiliates / Markplatzteilnehmer

umfangreiches Forderungsmanagement inkl. verschiedener Mahnstufen für eine endkundenorientierte Geschäftsprozessdurchführung

Abwicklung und Auszahlung in verschiedenen Währungen inkl. Währungswechsel (je nach Bedarf)

vollständig automatisiertes und individuell konfigurierbares Debitorenmanagement für die Unterstützung Ihrer Buchhaltung

Monitoring in Echtzeit, inkl. umfangreicher Reportings

umfangreiche Analysen abgelehnter Transaktionen, Ihrer Conversion und von Betrugsversuchen, inkl. detaillierter Reportings und der damit verbundenen Beratung durch unseren geschulten Support

integrierte Gutscheinlösung

Benutzerfreundlichkeit: Smart-Payment-Selection, Tokenisierung / Referenzzahlung, One-Click-Payment, Cross-Shop-Payment u.v.m.

Retourenmanagement

umfassende Beratung und Support in allen Bereichen

geschulten Endkunden-Support per E-Mail und Telefon

individuelle IT-Infrastruktur, inkl. Support, Qualitätsmanagement und Audits für den Test- und für den Livebetrieb

gewährleistete IT-Sicherheit und Datenschutz, inkl. PCI-Compliance (PCI DSS Level 1) und regelmäßiger externer Audits

Erlaubnis als Zahlungsinstitut mit allen damit einhergehenden aufsichtsrechtlichen Verpflichtungen und Regularien, um diese Lizenz aufrechtzuerhalten. Neben internen Revisionen finden auch hier regelmäßig umfangreiche Audits von unabhängigen, externen Auditoren statt

treuhänderische Kontenverwaltung: Alle Gelder unserer Vertragspartner sind "insolvenzsicher". Darüber hinaus müssen wir als Novalnet AG gegenüber der BaFin und der Deutschen Bundesbank stets Eigenkapitalanforderungen erfüllen, so dass unsere Vertragspartner auch in diesem Bereich geschützt sind.

eigene technische Entwicklungsabteilung, inkl. Wartung der bestehenden Plattform und 24/7-Support für das Störungsmanagement bei eventuellen Sicherheitsvorfällen an 365 Tagen im Jahr

technische Expertise, z.B.: sog. "customized integration" im Look & Feel des Vertragspartners; optimierter und integrierter Checkout-Prozess je nach Businessmodell zur Vermeidung von Kaufabbrüchen und somit Umsatzverlust, z.B. durch unnötige Weiterleitungen oder Klicks des Endkunden; Einsatz von neuesten Technologien auf dem neuesten Stand; ständige Weiterentwicklung der SDKs für Programmiersprachen sowie für neue Betriebssysteme (Android, iOS, App-Entwicklung); Unterstützung der Bezahlung via Mobiltelefon etc.

Projektmanagement und Beratungsleistungen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Novalnet AG die Erlaubnis gemäß § 10 des seit dem 13.01.2018 geltenden Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) erteilt, folgende Zahlungsdienste zu erbringen:

Lastschriftgeschäft mit Kreditgewährung: die Ausführung von Lastschriften einschließlich einmaliger Lastschriften mit Kreditgewährung, § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 lit. a) iVm § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 ZAG

Lastschriftgeschäft ohne Kreditgewährung: die Ausführung von Lastschriften einschließlich einmaliger Lastschriften ohne Kreditgewährung, § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 lit. a) ZAG

Zahlungskartengeschäft mit Kreditgewährung: die Ausführung von Zahlungsvorgängen mittels einer Zahlungskarte oder eines ähnlichen Zahlungsinstruments mit Kreditgewährung, § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 lit. b) iVm § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 ZAG

Zahlungskartengeschäft ohne Kreditgewährung: die Ausführung von Zahlungsvorgängen mittels einer Zahlungskarte oder eines ähnlichen Zahlungsinstruments ohne Kreditgewährung, § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 lit. b), ZAG

Überweisungsgeschäft mit Kreditgewährung: die Ausführung von Überweisungen einschließlich Daueraufträgen mit Kreditgewährung, § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 lit. c) iVm § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 ZAG

Überweisungsgeschäft ohne Kreditgewährung: die Ausführung von Überweisungen einschließlich Daueraufträgen ohne Kreditgewährung, § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 lit. c) ZAG

Akquisitionsgeschäft: die Ausgabe von Zahlungsinstrumenten oder die Annahme und Abrechnung von Zahlungsvorgängen, § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 ZAG

Finanztransfergeschäft: die Dienste, bei denen ohne Einrichtung eines Zahlungskontos auf den Namen des Zahlers oder des Zahlungsempfängers ein Geldbetrag des Zahlers nur zur Übermittlung eines entsprechenden Betrags an einen Zahlungsempfänger oder an einen anderen, im Namen des Zahlungsempfängers handelnden Zahlungsdienstleister entgegengenommen wird oder bei dem der Geldbetrag im Namen des Zahlungsempfängers entgegengenommen und diesem verfügbar gemacht wird, § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG

Des Weiteren hat die Novalnet AG einen Erlaubniserweiterungsantrag nach § 10 Abs. 1 Satz 1 ZAG um Zahlungsauslösedienste im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 ZAG und Kontoinformationsdienste im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 ZAG gestellt um ihr Portfolio nachhaltig zu erweitern.

Nach dem Brexit stehen Unternehmen vor der Herausforderung, den rechtlichen und regulatorischen Anforderungen des Vereinigten Königreichs gerecht zu werden, um weiterhin im britischen Markt tätig sein zu können. Dies ist besonders für Finanzdienstleister von Bedeutung, da sie nun separate Genehmigungen und Lizenzen benötigen, die früher durch die EU-Passregelung abgedeckt waren.

Um auch nach dem Brexit weiterhin Dienstleistungen in England anbieten zu können, arbeitet die Novalnet AG intensiv am Aufbau notwendiger Strukturen und Prozesse.

Dies umfasst die Einstellung von qualifizierten Mitarbeitern sowie die Erledigung aller erforderlichen Formalitäten. Ziel ist es, für die Novalnet Ltd, die als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Novalnet AG fungiert, eine lokale Aufsichtserlaubnis als "payment institution" von der britischen Aufsichtsbehörde FCA zu erhalten. Ein entscheidender Schritt in diesem Prozess ist die Anwerbung von Fachpersonal, das mit den lokalen regulatorischen Anforderungen und Marktspezifika vertraut ist.

Parallel dazu arbeitet die Novalnet AG daran, die rechtlichen Voraussetzungen für den Betriebder Novalnet Ltd zu erfüllen. Dies beinhaltet die Einreichung umfangreicher Anträge und Dokumentationen bei der zuständigen britischen Aufsichtsbehörde, der Financial Conduct Authority (FCA), um die notwendige Lizenz als "payment institution" zu erhalten. Dieser Lizenzierungsprozess ist komplex und erfordert eine detaillierte Darstellung der Geschäftsmodelle, Risikomanagement-Strategien, Sicherheitsprotokolle und der allgemeinen Unternehmensstruktur.

Durch diese strategischen Maßnahmen stellt die Novalnet AG sicher, dass sie auch in einem post-Brexit-Umfeld ihre Dienstleistungen im Bereich Zahlungsverkehr und Finanzdienstleistungen im Vereinigten Königreich nahtlos und rechtskonform anbieten kann. Dies gewährleistet nicht nur die Fortsetzung der Geschäftsaktivitäten, sondern stärkt auch das Vertrauen der Kunden in die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Unternehmens.

Geographisch ist das Geschäftsgebiet der Novalnet AG nicht einzugrenzen. Nachdem die Novalnet AG ein zugelassenes Zahlungsinstitut nach dem deutschen Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz ist, können alle Zahlungsdienste im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum ausgeführt werden (sog. Outgoing Passport). Unabhängig hiervon erbringt die Novalnet AG ihre Dienstleistungen derzeit nach wie vor vorwiegend für Händler in der DACH Region. Dennoch pflegt die Novalnet AG aber auch Geschäftsbeziehungen zu Händlern im europäischen Wirtschaftsraum und auch punktuell zu Händlern, die ihren Sitz außerhalb Europas haben.

Die Novalnet AG hat keine Zweigstellen und betreibt ihr Geschäft ausschließlich vom Firmensitz in Unterföhring bei München.

Die Wirtschaftsstruktur des Geschäftsgebietes ist in erster Linie durch ein breit gefächertes Dienstleistungsangebot gekennzeichnet. Die Novalnet AG bietet ihre Dienstleistungen dabei in den verschiedensten Branchen an. Nichtsdestotrotz legt die Novalnet AG ihren Fokus vorwiegend auf den E-Commerce.

Die Novalnet AG ist ein PCI-DSS-Level-1-zertifiziertes Unternehmen und bietet allen angeschlossenen Händlern die PCI-DSS-konforme Abwicklung des Zahlungsmittels Kreditkarte. Alle Online-Händler, die die Zahlungsart Kreditkarte anbieten, stehen vor der besonderen Herausforderung, den von den Kartenorganisationen vorgeschriebenen Sicherheitsstandard PCI DSS bei der Verarbeitung und Übertragung sensibler Kreditkartendaten einzuhalten. Die Novalnet AG ermöglicht ihren Händlern u. a. durch eine sogenannte "Tokenisierung" die PCI-konforme Abwicklung von Zahlungen per Kreditkarte. Dabei werden sämtliche sensible, zahlungsrelevante Daten verschlüsselt. Diese sind im Fall eines Datendiebstahls damit nutzlos und dürfen daher vom Online-Händler gespeichert werden. Zu den strengen Auflagen der Level 1 Zertifizierung gehören unter anderem regelmäßige Audits und Sicherheit-Scans durch einen Qualified Security Assessor, die die Novalnet AG auch im Jahr 2023 erneut allesamt bestanden hat. Damit erfüllt die Novalnet AG die technischen und organisatorischen Anforderungen der Kreditkartenorganisationen zur sicheren Verarbeitung und Speicherung von Kreditkartendaten, um diese vor jeglicher Art der Daten Kompromittierung zu schützen.

Die Novalnet AG ist darüber hinaus als Zahlungsdienstleister vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als Teilnehmer der Allianz für Cyber- Sicherheit aufgenommen worden. Diese wurde im Jahr 2012 in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) gegründet. Zur gemeinsamen Förderung der Cyber-Sicherheit arbeitet die Novalnet AG mit dem BSI sowie mit Partnern und Multiplikatoren der Allianz zusammen. Als Zusammenschluss aller wichtigen Akteure im Bereich der Cyber- Sicherheit in Deutschland hat das Bündnis das Ziel, die Cyber-Sicherheit in Deutschland zu erhöhen. Dazu will sie die Widerstandsfähigkeit des Standorts Deutschland gegenüber Cyber-Angriffen stärken. Zur Erreichung dieses Ziels verfolgt die Allianz für Cyber- Sicherheit die folgenden Maßnahmen:

Erstellung und Pflege eines aktuellen Lagebilds

Bereitstellung von Hintergrundinformationen und Lösungshinweisen

Intensivierung des Erfahrungsaustauschs zum Thema Cyber-Sicherheit

Ausbau von IT-Sicherheitskompetenz in deutschen Organisationen

Hierfür baut die Allianz für Cyber-Sicherheit eine umfangreiche Wissensbasis auf und initiiert und betreibt Erfahrungs- und Expertenkreise zur Cyber-Sicherheit. Diese Angebote werden ergänzt durch weitere Beiträge der Partner, z.B. in Form von Schulungen, zusätzlichen Informationsveranstaltungen oder der kostenlosen Bereitstellung von Sicherheitsprodukten.

b) Geschäftsentwicklung

Die Novalnet AG hat ihren eigenen Umsatz im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr erneut steigern können, was erneut zu einem positiven Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023 geführt hat. Die Novalnet AG hat im Berichtszeitraum wieder umsatzstarke Händler, insbesondere aus diversen Ausschreibungen, hinzugewonnen, die zu dieser Steigerung in den Provisionserträgen geführt haben.

Im vergangenen Jahr 2023 hat sich die Novalnet AG nachdrücklich auf dem globalen Zahlungsverkehrsplatz behauptet. Durch visionäre Geschäftstätigkeiten und strategische Entscheidungen ist es uns gelungen, unseren Platz als Full Service Payment Provider im Zahlungsverkehr zu festigen und weiter auszubauen.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 4.752 sind im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 4.551 um 4,42 % angestiegen. Hierin sind Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 2.303 (Vorjahr TEUR 2.000) enthalten. Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.449 (Vorjahr: TEUR2.551)

umfassen dabei vor allem Fremdleistungen, Bankgebühren, Mietaufwendungen, Werbe- und Reisekosten, Kosten zur Instandhaltung der Hard- und Software, Rechts-, Beratungs- und Inkassokosten sowie Abschluss- und Prüfungskosten.

Die Provisionserträge nahmen von TEUR 11.394 im Jahr 2022 auf TEUR 15.290 im Jahr 2023 zu. Dies entspricht einem Wachstum um 34,19 %.

Die wirtschaftliche Lage der Novalnet AG ist unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklungen, sowie der regulatorischen Anforderungen als nach wie vor sehr gut zu bezeichnen.

c) Ertragslage

Die Novalnet AG schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven Geschäftsergebnis in Höhe von TEUR 7.810 vor Steuern ab. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 50,31 %.

Im Geschäftsjahr wurden Provisionserträge in Höhe von TEUR 15.290 erzielt. Den Provisionserlösen standen im Wesentlichen Provisionsaufwendungen (TEUR 3.663), Personalaufwendungen (TEUR2.303) sowie andere Verwaltungsaufwendungen (TEUR 2.449) gegenüber. Des Weiteren konnte die Novalnet AG im Berichtsjahr erhebliche Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 700 verzeichnen.

Die Novalnet AG erzielte im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 5.653.

d) Vermögenslage

Die Eigenkapitalrentabilität betrug im Jahr 2023 47,0 % (Vorjahr 45,7 %). Für die Ermittlung dieses Wertes wird der Jahresüberschuss 2023 zum Eigenkapital zum Ende des Geschäftsjahres 2022 ins Verhältnis gesetzt.

e) Finanzlage

Das Grundkapital beträgt TEUR 50 und ist eingeteilt in 50.000 nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist in voller Höhe eingezahlt.

Zusammen mit den Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 500 und dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 17.134 beträgt das Eigenkapital TEUR 17.684 und entspricht somit vollumfänglich den Anforderungen des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes in Hinblick der hierin geforderten Eigenkapitalanforderungen an Zahlungsinstitute.

Die Novalnet AG ist dabei nicht fremdfinanziert und verfügt durchgehend über einen hohen Bestand an liquiden Mitteln. Fremdkreditaufnahmen sind nicht erforderlich.

Die Finanzlage ist äußerst stabil. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen; Forderungen werden innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.

f) Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftstätigkeit und entwicklung

In der Summe blickt die Novalnet AG gerade in Hinblick auf die erneute Steigerung in den Provisionserträgen auf eine wiederum äußerst zufriedenstellende Geschäftsentwicklung zurück. Der Geschäftsverlauf und die Lage können unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen sowie branchenspezifischen Entwicklung als durchaus günstig beurteilt werden. Die Erwartungen für das Jahr 2023 entsprechen dem erzielten Provisionsergebnis.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Novalnet AG ist nach wie vor geordnet.

Die Entwicklung der Marktanteile ist stabil. Auf dieser Grundlage ist ein solides Wachstum auch für die absehbare Zukunft möglich.

3. Soziales Engagement

Die Novalnet AG leistete auch im Berichtsjahr 2023 wieder finanzielle Unterstützung in Form von Spenden und Sponsoring-Maßnahmen. Zu den Unternehmenswerten der Novalnet AG gehören unter anderem die Wertschätzung von Menschen und Familie - und dadurch auch der Schutz der jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Um diesem Wert gerecht zu werden, engagierte sich die Novalnet AG an diversen Projekten beispielsweise von der Gewerkschaft der Polizei für die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr und in der Unterstützung der Caritas international, das weltweit tätige Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, die nach Naturkatastrophen und in Krisengebieten wie in der Ukraine das Überleben der Menschen sichern.

4. Risiko- und Chancenbericht

Risiken sind unsichere unternehmensexterne und -interne Einflussfaktoren, die Erfolgspotenziale (Vermögen, Erfolg und Liquidität) beeinträchtigen und damit die Realisierung geplanter Ziele verhindern oder zu verhindern drohen bzw. die weitere Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen können. Chancen sind dagegen unternehmensexterne und -interne Einflussfaktoren, die Erfolgspotenziale (Vermögen, Erfolg und Liquidität) schaffen und damit die geplanten Ziele bzw. die weitere Geschäftsentwicklung positiv beeinflussen.

Die Gesamtverantwortung für die Einrichtung und Aufrechterhaltung eines angemessenen und zielgerichteten Risikofrüherkennungssystems und somit der Steuerung aller Chancen und Risiken trägt die Vorstandschaft der Novalnet AG. Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich dabei aus der Gesamtschau der jeweiligen Einzelrisiken und -chancen.

Mit dem Einsatz eines einheitlichen Risikomanagements begegnet die Novalnet AG einem vermeintlichen Gefahrenpotenzial erfolgreich und sichert so nachhaltig das Chancenpotenzial.

Dabei versteht die Novalnet AG das Risikomanagement als einen kontinuierlichen Prozess, der als regelmäßiger Vorgang in die betrieblichen Abläufe der Novalnet AG fest integriert ist.

Alle Risiken unterliegen bei der Novalnet AG einer Steuerungspflicht und werden durch operative Maßnahmen in ihrer Auswirkung und Wahrscheinlichkeit begrenzt. Dazu gehören u.a. die Aufbau- und Ablauforganisation, die Risikosteuerungs- und Risikoüberwachungsprozesse sowie eine Interne Revision. Gleichermaßen werden innerhalb der Novalnet AG Chancen identifiziert, beurteilt und ergriffen, um Trends für weiteres Wachstum und die Ertragssteigerung zu sichern.

Als Zahlungsinstitut im Sinne des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes unterliegt die Novalnet AG der regulatorischen Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Deutschen Bundesbank und ist gemäß § 27 ZAG verpflichtet, ein angemessenes Risikomanagementsystem vorzuhalten. Entsprechend den Mindestanforderungen an das Risikomanagement hat die Novalnet AG einen Prozess für die Planung, Anpassung, Umsetzung und Beurteilung der Strategien implementiert. Die Novalnet AG hat insofern ein systematisches Risikomanagement im Sinne der frühzeitigen und vollständigen Risikoerkennung und - bewertung eingerichtet.

Die Darstellung der Risikolage erfolgt im Rahmen einer vierteljährlichen Berichterstattung auf Grundlage gesetzlicher Vorschriften unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher Anforderungen bzw. Rundschreiben und aufsichtsrechtlicher Eigenmittelerfordernisse.

Die Risikoberichte und die damit verbundene Risikoanalyse stellen die aktuelle Risikosituation im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes dar. Zusätzlich erfolgt eine verbale Erläuterung der Risikosituation. Die Ergebnisse werden hinsichtlich eines möglichen Handlungsbedarfs kritisch reflektiert.

Entsprechend der Geschäftspolitik der Novalnet AG werden Chancen und Risiken nach wie vor nur dann eingegangen, wenn diese für eine kontinuierliche Wertsteigerung erforderlich und kontrollierbar ist und die Risikotragfähigkeit nicht gefährden.

Mit einem ausgewogenen Verhältnis aus dem Chancen- und Risikomanagement führt die Vorstandschaft der Novalnet AG ihr erfolgreiches Geschäftsmodell somit weiterhin fort. Die Novalnet AG unterscheidet zwischen Adressenausfallrisiken, operationelle Risiken, Marktpreisrisiken und Liquiditätsrisiken.

a) Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken versteht die Novalnet AG die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen durch die Vertragspartner.

(1) Debitorenrisiken

Nachdem die Novalnet AG ihr Geschäftsmodell vorwiegend im Wege des unechten Factorings betreibt, bestehen in Bezug auf die Zahlungsabwicklung nach wie vor nur minimale Debitorenrisiken, da die Novalnet AG in diesen Fällen vorab in Besitz der Gelder gelangt.

Sofern die Novalnet AG Leistungen im Wege des echten Factorings erbringt, sind die hiermit verbundenen Zahlungsverpflichtungen und Ausfallrisiken durch strategische Partnerschaften mit Drittunternehmen rückversichert, so dass auch in diesen Fällen nur minimale Debitorenrisiken bestehen.

Im Übrigen begegnet die Novalnet AG derartigen Risiken u.a. durch vorab fest definierte Auswahlprozesse, einem permanenten Monitoring ihrer Vertragspartner sowie einer Vielzahl von intelligenten Überwachungssystemen.

(2) Veritätsrisiken

Veritätsrisiken entstehen vorliegend durch fehlende oder eingeschränkte Rechtsbeständigkeit der von den Vertragspartnern der Novalnet AG erworbenen Forderungen.

Die Novalnet AG verfügt jedoch über effiziente Maßnahmen zur Verhinderung des Eintritts von Veritätsrisiken, insbesondere:

Diverse vordefinierte Handlungs- und Arbeitsanweisungen

GwG-konforme Identifizierung aller Vertragspartner

Umfangreiche Vorprüfungen aller Vertragspartner (u.a. über Sanktionslisten, individueller Internet-Recherche; Sichtung von AGB, Datenschutzklauseln, Impressum etc.)

Vordefinierte Kriterien zur Auswahl, Überwachung und Kündigung von Vertragspartnern

Verwendung rechtlich geprüfter Verträge durch eine eigene Rechtsabteilung

Verzicht auf Geschäfte, deren Risiko vor dem Hintergrund der Risikostrategie der Novalnet AG nicht vertretbar sind

Vereinbarung von Sicherheitseinbehalten und Zurückbehaltungsrechten sowie alternativen Sicherungsmittel

Beachtung interner Prinzipien

Intelligentes Monitoring der Händler als auch der Transaktionen

Nach Beginn der Geschäftsbeziehung wird die laufende Geschäftsbeziehung mit den Vertragspartnern sowohl individuell als auch automatisiert überwacht. Auffälligkeiten werden in automatisierten Reports dargestellt, so dass die Novalnet AG auf Missstände schnellstmöglich reagieren kann.

Darüber hinaus finden regelmäßige Überprüfungen des Kundenengagements des Händlers auf Risikoveränderungen etc. statt.

Vor diesem Hintergrund schätzt die Novalnet AG Veritätsrisiken nach wie vor als gering ein.

b) Operationelle Risiken

Jedes Unternehmen ist betrieblichen Risiken ausgesetzt, die durch technisches oder menschliches Versagen entstehen können. Die Novalnet AG definiert die operationellen Risiken als Gefahr von Verlusten als Folge von Unzulänglichkeiten oder des Versagens von Menschen, internen Prozessen oder IT-Systemen. Rechtsrisiken, aufsichtsrechtliche Risiken und Risiken aus Auslagerungen sind hierbei miteingeschlossen.

Die Novalnet AG minimiert die Gefahr von operationellen Risiken durch die Nutzung standardisierter Verfahren, zunehmender Automatisierung, regelmäßiger Kontrollen der Arbeitsabläufe und durch den Einsatz qualifizierter Systeme. Dazu gehören insbesondere detaillierte Arbeitsanweisungen, die Verwendung von rechtlich geprüften Vertragswerken, die Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung, die laufende Optimierung der Arbeitsabläufe, Mitarbeiterschulungen, der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten sowie laufende Investitionen in die IT-Systeme u.v.m.

Zur Abwehr rechtlicher Risiken ist das erforderliche Fachwissen durch einen eigenen Rechtsanwalt in der Novalnet AG vorhanden. Eine eigene Rechtsabteilung überprüft in diesem Zusammenhang alle Vertragswerke der Novalnet AG und aktualisiert diese aufgrund neuer gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Regelungen. Die Novalnet AG bedient sich darüber hinaus auch der Hilfe externer Rechts- und Steuerberater.

Die Novalnet AG verpflichtet darüber hinaus je nach personellem Aufwand neue und qualifizierte Mitarbeiter, die u.a. bei Beginn ihrer Tätigkeit in Sachen Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie von sonstigen strafbaren Handlungen belehrt werden und ebenso verpflichtet werden, in Bezug auf die Vertraulichkeit und Integrität personenbezogener Daten die Vorgaben der geltenden Datenschutzvorschriften einzuhalten. Sämtliche Mitarbeiter der Novalnet AG werden in diesem Zusammenhang regelmäßig sensibilisiert und geschult. Durch eine aktive Personalpolitik und durch diverse Weiterbildungsmöglichkeiten schützt sich die Novalnet AG vor dem Verlust wesentlicher Leistungsträger.

Die technische Infrastruktur der Novalnet AG befindet sich in der bayerischen Landeshauptstadt München, in einem der modernsten Rechenzentren Europas. Mehrfache, auch örtlich getrennte, Redundanzen sowie eine mehrfache Backup- Strategie schützen die Novalnet AG vor Datenverlust und garantieren immer eine reibungslose Zusammenarbeit. Bei der Auswahl des passenden Rechenzentrums wurde besonders großer Wert auf die Themen Energie (Umwelt/ Nachhaltigkeit), Brandschutz, Sicherheit und die vorhandenen Zertifizierungen gemäß aktuellem Standard gelegt.

Die umfangreichen Maßnahmen, den operativen Risiken entgegenzutreten, haben auch im Berichtsjahr 2023 Rechnung getragen. Im Geschäftsjahr 2023 sind, wie im Vorjahr, keine operationellen Risiken mit spürbarer Ertragsauswirkung eingetreten.

c) Marktpreisrisiken

Als Marktpreis-(änderungs-)risiko bezeichnet die Novalnet AG das Risiko finanzieller Verluste auf Grund der Änderung von Marktpreisen (z.B. Aktienkursen, Zinsen oder Wechselkursen).

Sofern die Novalnet AG Finanzinstrumente nutzt, handelt es sich ausschließlich um solche, die an den Zinszahlungstagen einen festen Zinsertrag bezogen auf den Nennbetrag bieten und am Rückzahlungstermin auch eine Rückzahlung zu 100 % erfolgt, so dass hierauf bezogen keine Risiken vorliegen.

Auswirkungen von Zinsänderungen oder Währungsschwankungen werden dank einer effizienten natürlichen Absicherungsstrategie so weit wie möglich minimiert. Dabei wird darauf geachtet, dass in den verschiedenen Währungsräumen die Kosten im gleichen Verhältnis anfallen, wie Umsätze erwirtschaftet werden.

d) Liquiditätsrisiken

Das Risiko, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können, sowie die Gefahr, im Falle unzureichender Marktliquidität nicht oder nicht zu den erwarteten Konditionen kontrahieren zu können (Marktliquiditätsrisiken), wird ebenfalls im Rahmen des Risikomanagements gesteuert. Dem Liquiditätsrisiko wird durch eine ausreichende Liquiditätsvorsorge und eine verantwortungsvolle Strukturierung der Aktiva und Passiva vorgebeugt.

Ziel der Finanzpolitik der Novalnet AG ist neben der Einhaltung der aufsichtsrechtlich geforderten Eigenkapitalausstattung die Sicherstellung einer darüber hinaus gehenden komfortablen Liquidität.

e) Ukraine-Krieg

Der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine am 24. Februar 2022 hat schwerwiegende gesellschaftliche, wirtschaftliche sowie soziale Konsequenzen nach sich gezogen.

Die Novalnet AG pflegt jedoch keine Geschäftsbeziehungen zu Vertragspartnern mit Sitz in Russland oder der Ukraine. Vor diesem Hintergrund hat die Novalnet AG aufgrund des anhaltenden Krieges keine Vermögenseinbußen.

Nach Einschätzung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist jedoch die Gefährdungslage im Cyber-Raum so hoch wie nie. Dies gilt grundsätzlich auch für Kritische Infrastrukturen. Das BSI hat daher Unternehmen, Organisationen und Behörden dazu aufgerufen, ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und der gegebenen Bedrohungslage anzupassen.

Dem hat die Novalnet AG Rechnung getragen, indem die IT-Sicherheit ständig erhöht wird.

Die Novalnet AG hat darüber hinaus eigenständige Service-Level-Agreements sowohl mit DELL (24/7 Support) als auch mit dem renommierten deutschen Systemhaus, SVA System Vertrieb Alexander GmbH (9/5 Support), abgeschlossen.

Ferner hat die Novalnet AG die Warnungen und Berichterstattungen des BSI regelmäßig verfolgt. Auswirkungen durch Cyber-Attacken hat es auch im Berichtsjahr 2023 nicht gegeben.

f) Gesamtaussage zur Risikosituation der Novalnet AG

Die Risikosituation der Novalnet AG hat sich auch im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der vorgenannten Ausführungen, insbesondere aufgrund der soliden Eigenkapitalausstattung, nicht wesentlich verändert. Gemäß § 27 ZAG verfügt die Novalnet AG auch weiterhin über geeignete Regelungen zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der Risiken.

Das Planungs-, Steuerungs- und Überwachungssystem zur Identifikation und Steuerung von Risiken der Novalnet AG ist angemessen und wird kontinuierlich entsprechend der Marktbedürfnisse weiterentwickelt.

Mit den eingerichteten Verfahren zur Messung der Risiken hat die Novalnet AG angemessene Instrumentarien eingerichtet, die der Art und dem Umfang des Geschäftsbetriebs gerecht werden und bei sachgerechter Anwendung eine konsistente Ermittlung und Darstellung der Risiken nach wie vor gewährleisten.

Nach Einschätzung des Gesamtrisikos bestehen derzeit keine Risiken, die den Fortbestand der Novalnet AG gefährden oder ihre Finanz-, Vermögens- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.

5. Prognosebericht / Ausblick

Es ist also davon auszugehen, dass Zahlungsinstitute wie die Novalnet AG auch weiterhin ihre Provisionserträge künftig erhöhen können. Die Novalnet AG legt dabei ihren Fokus nach wie vor auf den Geschäftsbereich der Zahlungsabwicklung für den E-Commerce.

Aufgrund des Geschäftsmodells der Novalnet AG versteht sich diese als Full Service Payment Provider, also einen 360 Grad Dienstleister rund um die Zahlungsabwicklung. Ziel der Novalnet AG ist es also auch weiterhin die Full Payment Services für die angeschlossenen Händler weiterhin auszubauen; neue Zahlungsarten in das Produktportfolio mit aufzunehmen, die Betrugspräventionsmodule weiter zu erweitern, die Anbindung des Bereichs Kontoinformationsdienste & Zahlungsauslösedienste sowie den Antrag auf Principle Membership bei Mastercard und VISA abzuschließen und neue interessante und nützliche Features in die Plattform der Novalnet AG zu integrieren.

Die Novalnet AG hält daher an ihren vergangenen Prognosen fest und erwartet eine positive Entwicklung des Unternehmens und für die folgenden Geschäftsjahre eine stabile Geschäfts- und Entwicklungspolitik. Infolgedessen erwartet die Novalnet AG im Jahr 2024 eine erhebliche Steigerung des Ergebnisses zu 2023 und für das Geschäftsjahr 2025 eine erneute Steigerung zu 2024. Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist somit auch in den folgenden Jahren nicht zu rechnen.

Die vorstehend getroffenen Aussagen haben Prognosecharakter. Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung der Novalnet AG für das nächste Jahr beziehen, stellen Einschätzungen dar, welche die Novalnet AG auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen hat.

Diese Prognosen können sich durch die Veränderung der zu Grunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. Die Novalnet AG verfügt jedoch über effektive Instrumente und Prozesse, um die Abweichungen von Erwartungen zu erkennen, zu analysieren und gegebenenfalls steuernd einzugreifen.

 

Unterföhring, den 06.03.2024

Gabriel Dixon, CEO, Vorstandsvorsitzender

Johnson Rajdaniel, CFO, Vorstand

BILANZ zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro Euro
1. Barreserve
a) aus Zahlungsdienstleistungen - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 2.154,71 € 973,23 €
2.154,71 € 973,23 €
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) aus Zahlungsdienstleistungen 23.836.194,25 € 21.625.922,19 €
b ) aus sonstigen Tätigkeiten 4.773.258,57 € 6.525.008,32 €
28.609.452,82 € 28.150.930,51 €
3. Forderungen an Kunden
a) aus Zahlungsdienstleistungen 1.441.898,97 € 1.622.962,87 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 178.315,69 € 174.893,07 €
1.620.214,66 € 1.797.855,94 €
4. Forderungen an Institute i.S.d § 1 Abs. 3 ZAG
3.966.154,13 € 2.006.180,44 €
3.966.154,13 € 2.006.180,44 €
5. Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen aus Zahlungsdienstleistungen 5.899.582,88 € 5.899.582,88 €
b) Anleihen und Schuldverschreibungen aus sonstigen Tätigkeiten 1.500.000,00 € 1.750.000,00 €
7.399.582,88 € 7.649.582,88 €
6. Anteile an verbundenen Unternehmen aus sonstigen Tätigkeiten 177.049,00 € 2.049,00 €
177.049,00 € 2.049,00 €
7. Immaterielle Anlagewerte
a) aus Zahlungsdienstleistungen 2,00 € 2,00 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1,00 € 1,00 €
3,00 € 3,00 €
8. Sachanlagen
a) aus Zahlungsdienstleistungen 191.893,92 € 88.712,14 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 60.598,08 € 25.021,37 €
252.492,00 € 113.733,51 €
9. Sonstige Vermögensgegenstände
a) aus Zahlungsdienstleistungen 127.402,05 € 73.047,41 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 12.102.582,22 € 20.603,12 €
12.229.984,27 € 93.650,53 €
10 Rechnungsabgrenzungsposten
a) aus Zahlungsdienstleistungen 60.278,59 € 54.689,51 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 19.035,35 € 15.425,25 €
79.313,94 € 70.114,76 €
54.336.401,41 € 39.885.073,80 €

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
aus
a) Zahlungsdienstleistungen 39.811,07 € 37.395,20 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 € 0,00 €
39.811,07 € 37.395,20 €
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) aus Zahlungsdienstleistungen
aa) Verbindlichkeiten zur Ausführung von Zahlungsvorgängen 34.075.317,29 €
26.277.795,56 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 € 0,00 €
34.075.317,29 € 26.277.795,56 €
3. Sonstige Verbindlichkeiten
aus
a) Zahlungsdienstleistungen 625.214,24 € 378.671,55 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 197.436,08 € 106.804,80 €
822.650,32 € 485.476,35 €
4. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen
aus
aa) Zahlungsdienstleistungen 1.237.546,30 € 695.004,40 €
ab) aus sonstigen Tätigkeiten 390.804,09 € 246.637,91 €
b) andere Rückstellungen
aus
ba) Zahlungsdienstleistungen 65.880,51 € 87.290,58 €
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 20.804,37 € 24.620,42 €
1.715.035,27 € 1.053.553,31 €
5. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 50.000,00 € 50.000,00 €
b) Gewinrücklage
ba) gesetzliche Rücklage 5.000,00 € 5.000,00 €
bb) andere Rücklage 495.000,00 € 495.000,00 €
c) Bilanzgewinn 17.133.587,46 € 11.480.853,38 €
17.683.587,46 € 12.030.853,38 €
54.336.401,41 € 39.885.073,80 €

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro Euro
1. Zinserträge
a) aus sonstigen Tätigkeiten 106.936,49 € 13.895,86 €
106.936,49 € 13.895,86 €
2. Zinsaufwendungen
a) aus sonstigen Tätigkeiten - € - 202,91 €
- € - 202,91 €
3. Provisionserträge
a) aus Zahlungsdiensten 11.608.630,46 € 8.648.112,15 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 3.681.144.,41 € 2.745.772,70 €
15.289.774,87 € 11.393.884,85 €
4. Provisionsaufwendungen
a) aus Zahlungsdiensten - 2.866.233,68 € -1.971.404,17 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 796.796,17 € - 465.668,54 €
- 3.663.029,85 € - 2.437.072,71 €
5. Sonstige betriebliche Erträge
a) aus Zahlungsdiensten 910.249,84 € 823.223,16 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 64.247,86 € 64.343,38 €
974.497,70 € 887.566,54 €
Allgemeine 6. Verwaltungsaufwendungen
a) aus Zahlungsdiensten
aa) Personalaufwand
aaa) Löhne und Gehälter - 1.448.883,84 € -1.291.132,52 €
aab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung - 301.629,81 € - 269.188,49 €
ab) sonstige Verwaltungsaufwendungen - 1.953.116,25 € -2.101.498,14 €
- 3.703.629,91 € - 3.661.819,15 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten
ba) Personalaufwand
baa) Löhne und Gehälter - 457.542,27 € - 364.165,58 €
bab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung - 95.251,52 € - 75.924,96 €
bb) sonstige Verwaltungsaufwendungen - 495.735,30 € - 449.117,81 €
- 1.048.529,08 € - 889.208,35 €
7. Abschreibungen
a) aus Zahlungsdiensten - 110.595,29 € - 49.484,06 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 34.924,83 € - 13.957,04 €
- 145.520,12 € - 63.441,10 €
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
a) aus Zahlungsdiensten - € - 36.796,09 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten - € - 10.378,39 €
- € - 47.174,48 €
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
a) aus Zahlungsdiensten 5.838.421,42 € 3.751.831,84 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.972.078,68 € 1.444.596,71 €
7.810.500,10 € 5.196.428,55 €
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag
a) aus Zahlungsdiensten - 1.639.272,90 € -1.027.192,79 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 517.665,12 € - 395.511,91 €
2.156.938,02 € - 1.422.704,70 €
11. Sonstige Steuern
a) aus Zahlungsdiensten - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 828,00 € 828,00 €
828,00 € - 828,00 €
12. Jahresüberschuss
a) aus Zahlungsdiensten 4.199.148,53 € 2.724.639,05 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.453.585,55 € 1.048.256,80 €
5.652.734,08 € 3.772.895,85 €
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
a) aus Zahlungsdiensten 8.094.438,89 € 5.369.799,84 €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 3.386.414,49 € 2.338.157,69 €
11.480.853,38 € 7.707.957,53 €
14. Bilanzgewinn 17.133.587,46 € 11.480.853,38 €

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht Novalnet AG

Firmensitz laut Registergericht: Unterföhring

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: München

Register-Nr.: 167381

Die Gesellschaft ist ein Zahlungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr.1 und Abs. 3 ZAG. Gemäß § 340 Abs. 5 HGB sind die Vorschriften der §§ 340-3400 HGB anzuwenden.

Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

Grundsätze der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und des Anhangs richtet sich nach § 340 a Abs. 2 HGB i.V.m. der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld- Institute (RechZahlV).

Für das Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Gliederung gemäß RechZahlV. Dieses beruht auf der am 25.03.2015 und 23.11.2015 gem. § 8 ZAG (in der bis zum 12.01.2018 geltenden Fassung) erteilten Erlaubnis bzw. Erlaubniserweiterung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie der Entscheidung der BaFin vom 26.06.2018, dass die Erlaubnis gem. § 10 ZAG (in der ab 13.01.2018 geltenden Fassung) als erteilt gilt.

Die Gesellschaft macht von § 265 Abs. 8 i.V.m. § 340a HGB Gebrauch und führt in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung die Posten, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Saldo hatten, nicht auf.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des AktG sowie die Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute zu beachten.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Wertpapiere werden langfristig gehalten und sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert, vermindert um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind zu den Referenzkursen (Mittelkurs) der EZB zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Guthabenbestände bei Kreditinstituten sind mit den letzten Auszügen zum 31.12.2023 abgestimmt.

Die Beteiligungen an der Novalnet Payment Corp., USA, sowie an der Novalnet Ltd., Großbritannien, sind als Anteile an verbundenen Unternehmen auszuweisen und wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Wesentliche Posten der Aktivseite

Posten 2: Forderungen an Kreditinstitute

Es bestanden zum Bilanzstichtag Forderungen an Kreditinstitute aus laufenden Guthaben und Festgeldern sowie auf Verrechnungskonten i.H.v. 28.609 TEUR (Vorjahr: 28.151 TEUR).

Posten 3: Forderungen an Kunden:

Die Forderungen an Kunden aus erbrachten Dienstleistungen im Rahmen der digitalen Zahlungsabwicklung betrugen zum Bilanzstichtag 1.620 TEUR (Vorjahr: 1.798 TEUR).

Fristengliederung der Forderungen nach § 7 RechZahlV:

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
Forderungen an Kunden 1.620 1.798
davon mit einer Restlaufzeit
a) bis 3 Monate 1.620 1.798
b) mehr als 3 Monate bis 6 Monate 0 0
c) mehr als 6 Monate bis 12 Monate 0 0
d) über 12 Monate 0 0

Posten 4: Forderungen an Institute i.S.d. § 1 Abs. 3 ZAG

Die Forderungen i.H.v 3.996 TEUR (Vorjahr: 2.006 TEUR) bestehen gegenüber mehreren Unternehmen aus Dienstleistungen im internationalen Kreditkarten Processing.

Posten 5: Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere

Die in dieser Position ausgewiesenen Wertpapiere sind börsennotiert und wurden in Höhe von 7.400 TEUR (Vorjahr 7.650) nicht mit dem Niederstwert zum Bilanzstichtag bilanziert, da sie nur bis zur Endfälligkeit als langfristige Anlage gehalten werden. Der beizulegende Zeitwert beträgt 7.099 TEUR.

Posten 8: Sachanlagen

In diesem Posten sind Betriebs- und Geschäftsausstattung, Büroeinrichtung und Kraftfahrzeuge mit einem Betrag von 252 TEUR (Vorjahr: 114) enthalten.

Anlagespiegel:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche 96.068,00 96.068,00
Summe Immaterielle Vermögensgegens 96.068,00 96.068,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 432.499,83 284.278,61 716.778,44
Summe Sachanlagen 432.499,83 284.278,61 716.778,44
III. Finanzanlagen
1.Anteile an 2.049,00 175.000,00 177.049,00
Summe Finanzanlagen 2.049,00 175.000,00 177.049,00
Summe Anlagevermögen 530.616,83 459.278,61 989.895,44
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche 96.065,00 96.065,00
Summe Immaterielle Vermögensgegens 96.065,00 96.065,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 318.766,32 145.520,12 464.286,44
Summe Sachanlagen 318.766,32 145.520,12 464.286,44
III. Finanzanlagen
1.Anteile an 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 414.831,32 145.520,12 560.351,44
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche 3,00 3,00
Summe Immaterielle Vermögensgegens 3,00 3,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 252.492,00 113.733,51
Summe Sachanlagen 252.492,00 113.733,51
III. Finanzanlagen
1.Anteile an 177.049,00 2.049,00
Summe Finanzanlagen 177.049,00 2.049,00
Summe Anlagevermögen 429.544,00 115.785,51

Posten 9: Sonstige Vermögensgegenstände

In dieser Position sind folgende Forderungen enthalten (Werte in EUR):

1300 00 Sonstige Vermögensgegenstände 7.092,18
970 00 Ausleihungen an nahe stehende Personen 46.614,00
1340 00 Forderg. gg. Personal Lohn- und Gehalt 385,46
1260 00 Forderung g. verbund.Unternehmen Ltd. UK 7.253,21
1261 00 Forderung gg. verbund. UN Dixon Invest 62.350,00
1350 00 Kautionen 5.640,10
1367 00 Darlehen Dixon Invest GmbH 12.000.000,00
1369 00 Forderungen ggb. Krankenkasse aus AAG 15.371,06
1371 00 AXA-Verrechnungskonto für PayPal 0,00
1434 00 Vorst. in Folgeperiode /-jahr abziehbar 6.229,72
1460 10 Verrechnungen 595,16
3300 00 Verbindlichkeiten aus Lieferungen+Leist. 4.861,23
3503 04 Verbindlichkeiten Endkunden 71.334,66
3740 00 Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 2.207,49
3771 00 Verbindlichk. Vermögensbildung(b.1J) 50,00
12.229.984,27

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen i.H.v. 47 TEUR mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Die im Inkasso befindlichen Forderungen werden nicht ausgewiesen, da die Gesellschaft für die Forderungen das Ausfallrisiko nicht übernommen hat.

Wesentliche Posten der Passivseite

Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die in der Bilanz gem. § 17 RechZahlV ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden i.H.v. 34.075 TEUR (Vorjahr: 26.778 TEUR) resultieren aus erbrachten Dienstleistungen im Rahmen der digitalen Zahlungsabwicklung.

Fristengliederung der Verbindlichkeiten nach § 7 RechZahlV:

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 34.075 26.778
davon mit einer Restlaufzeit
a) bis 3 Monate 31.680 24.863
b) mehr als 3 Monate bis 6 Monate 2.395 1.915
c) mehr als 6 Monate bis 12 Monate 0 0
d) über 12 Monate 0 0

Posten 3: Sonstige Verbindlichkeiten

In dieser Position sind folgende Verbindlichkeiten enthalten (Werte in EUR):

3300 00 Verbindlichkeiten aus LuL 111.796,24
3512 00 VB Gabriel Dixon 1.935,71
1372 00 zu klären 300.458,23
1372 03 zu klärende Posten 2023 2.703,13
1462 04 Zahlungsgarantie Lastschrift 1.161,75
1462 05 Zahlungsgarantie Verrechnungskonto 15.254,63
1462 07 Instalment Direct Debit, InfinitePay 658,43
1464 53 - 1465 56 Verb. ggü. Enkunden aus Zahlungsgarantie 42.837,90
1464 13 - 1465 23 Verb. ggü. Garantiegeber für Zahlungsgarantie 124.011,65
3501 00 Verbindlichkeiten Johnson Rajdaniel 2.728,31
3503 00 VB Endkunden 17.572,32
3503 01 VB Endkunden 5.564,47
3503 02 VB Endkunden 8.252,48
3503 05 VB Endkunden 4.948,90
3503 06 VB Endkunden 496,92
3700 00 Verbindl. Steuern und Abgaben 148.384,75
3721 00 Verbindlichkeiten aus Lohn u.Gehalt KiGa 0,00
3730 00 Verbindlichk. Lohn- und Kirchensteuer 31.016,50
3740 00 Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 0,00
3770 00 Verbindlichkeiten a. Vermögensbildung 2.868,00
822.650,32

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

Posten 4: Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden für alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31.12.2023 wie folgt zusammen:

Aufbewahrung Unterlagen 6.700 EUR
Personalrückstellungen 19.500 EUR
Ausstehende Rechnungen 10.484 EUR
Erstellung und Veröffentlichung Jahresabschluss 15.000 EUR
Prüfungskosten Jahresabschluss 35.000 EUR
Gesamt 86.684 EUR

Posten 5: Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt 50.000 EUR und ist eingeteilt in 50.000 nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist in voller Höhe eingezahlt.

Zusammen mit den Gewinnrücklagen i.H.v. 500.000 EUR und dem Bilanzgewinn i.H.v. 17.133.587,46 beträgt das Eigenkapital 17.683.587,46.

Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Posten 3: Provisionserträge

Die Erträge entfallen auf erbrachte Dienstleistungen im Rahmen der digitalen Zahlungsabwicklung. Im Berichtszeitraum wurden entsprechende Provisionserträge i.H.v. 15.290 TEUR (Vorjahr: 11.394 TEUR) erwirtschaftet.

Posten 5: Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen (Werte in EUR):

4830 00 Sonstige betriebliche Erträge 2.644,84
4839 00 Sonstige Erträge unregelmäßig 2.550,36
4840 00 Erträge aus der Währungsumrechnung 699.794,57
4920 00 Erträge aus Herabsetzung PWB auf Ford 1.220,00
4923 00 Erträge aus Herabsetzung EWB auf Ford 12.253,00
4930 00 Erträge Auflösung von Rückstellungen 8.355,00
4946 00 Verrechnete sonstige Sachbezüge 1.337,82
4947 00 Verrech. sonstige Sachbezüge Fzg 19% USt 9.494,16
4970 00 Versich.entschädigung, Schadenersatz 0,00
4970 02 Gebührenerstattungen Händler-Inkasso 15,00
4971 00 Schadenersatz Inkassokosten n.stb.Umsatz 1.041,01
4972 00 Erstattungen AufwendungsausgleichsG 40.771,35
4973 00 Erträge Rücklastschriften von Händlern 2.423,50
4973 50 Erträge Rücklastschrift Zahlungsgarantie 192.597,09
974.497,70

Posten 6: Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betragen 4.752 TEUR (Vorjahr: 4.551 TEUR).

Hierin sind Personalaufwendungen i.H.v. 2.303 TEUR (Vorjahr: 2.000 TEUR) enthalten. Die anderen Verwaltungsaufwendungen i.H.v. 2.449 TEUR (Vorjahr: 2.551 TEUR) umfassen vor allem Kosten für Fremdleistungen, Bankgebühren, Mietaufwendungen, Werbe- und Reisekosten, Kosten zur Instandhaltung der Hard- und Software, Rechts-, Beratungs- und Inkassokosten sowie Abschluss- und Prüfungskosten. Währungskursverluste sind i.H.v. 41 TEUR in dieser Position enthalten.

Posten 7: Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 belaufen sich auf 145 TEUR (Vorjahr: 63 TEUR).

Posten 8: Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen

Der Posten beinhaltet Ausbuchungen von uneinbringlichen Forderungen i.H.v. 0 TEUR (Vorjahr: 22 TEUR). Berücksichtigt sind weiterhin Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 25 TEUR).

Posten 11: Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag i.H.v. 2.157 TEUR (Vorjahr: 1.423 TEUR) resultieren ausschließlich aus der operativen Tätigkeit (gewöhnliche Geschäftstätigkeit) der Novalnet AG.

Posten 16: Bilanzgewinn

Bilanzgewinn 2022 11.480.853,38 EUR
Gewinnausschüttung 2023 0,00 EUR
Jahresüberschuss 2023 5.652.734,08 EUR
Bilanzgewinn 2023 17.133.587,46 EUR

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestanden im Berichtsjahr keine gemäß § 251 HGB anzugebenden Haftungsverhältnisse.

Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung (gemäß § 29 Abs. 1 Nr. 5 RechZahlV)

Es werden Vermögensgegenstände i.H.v. 1.778 TEUR und Verbindlichkeiten i.H.v. 1.562 TEUR ausgewiesen, die auf Fremdwährung lauten.

Zahlungsvorgänge und Zahlungsvolumen (gemäß § 29 Abs. 4 RechZahlV)

Es wurden im Berichtsjahr 2023 13.962 Tsd. Zahlungsvorgänge mit einem Gesamtvolumen von 628.266 TEUR ausgeführt.

Nachgeordnete Unternehmen

Die Novalnet AG ist 100%ige Anteilseignerin an der Novalnet Payment Corp. Mit Sitz in New York, USA. Das Kapital der Gesellschaft beträgt 10.000,00 US$. Weiterhin hält die Novalnet AG 100% der Anteile der Novalnet Ltd. mit dem Sitz in Craydon, Großbritannien. Der Wert der Beteiligung an dieser Gesellschaft beträgt 175.000 EUR.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverträgen resultieren jährliche Mietaufwendungen von 118.000 EUR.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 34 (Vorjahr: 26).

Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand:

Herr Gabriel Dixon, Software-Ingenieur

Herr Johnson Rajdaniel, Software-Ingenieur

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Herr Frank Haussmann, Konstrukteur in München

Stv. Vorsitzender: Herr Alexander Petrov, Softwareentwickler in München

Mitglied: Herr Robert Fürbeck, Diplom-Kaufmann in Ottobrunn

Aufsichtsrats- und Vorstandsbezüge

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden im Berichtszeitraum keine Bezüge gewährt. Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gegenüber den Mitgliedern des Vorstandes bestanden zum Geschäftsjahresende Forderungen aus zinslosen Darlehen i.H.v. 46.614,00 EUR. Mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Im Berichtsjahr 2023 wurden Darlehen i.H.v. 24.000 EUR getilgt.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers für 2023

Honorar für Abschlussprüfungsleistungen: 23.000 EUR

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2023 i.H.v. 17.133.587,46 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Dieser Gewinnverwendungsvorschlag wird der nach Vorliegen des Berichts des Abschlussprüfers einzuberufende Hauptversammlung zur Entscheidung vorgetragen.

Unterschrift der Vorstände

 

Unterföhring, den 26.03.2024

gez. Gabriel Dixon

gez. Johnson Rajdaniel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Novalnet AG, Garching

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Novalnet AG, Garching, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Novalnet AG, Garching, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, das aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 05.09.2024

Limmer & Geissen Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

durch:

Sylvia Danzer, Wirtschaftsprüferin

Dieter Geissen, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates zur Vorlage an die Hauptversammlung der Novalnet AG

Bericht des Aufsichtsrates an die ordentliche Hauptversammlung u.a. über seine Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023, über seine Überprüfungshandlungen der Geschäftsführung während des Geschäftsjahres und über seine Stellungnahme zum Bericht des Abschlussprüfers gem. 95 171- Abs. 1 bis 3, 172 Abs. 1 Aktiengesetz (AktG).

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2023 eingehend mit dem Verlauf der Geschäftstätigkeit und der Entwicklung der Gesellschaft befasst und sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit größter Sorgfalt wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat insbesondere die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung des Vorstandes im vergangenen Geschäftsjahr laufend überwacht und sorgfältig geprüft.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte und im Rahmen von diversen Gesprächen laufend Einblick in die Geschäftsentwicklung, die Organisationsstruktur, die strategische und operative Planung sowie in das Risikomanagement des Unternehmens verschafft. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus mit den Vorkehrungen der Gesellschaft im Hinblick auf Systeme sowie Prozesse bei der Gesellschaft befasst um Risiken und Chancen für die Gesellschaft frühzeitig zu identifizieren und ihnen angemessen zu begegnen.

Die für die Gesellschaft bedeutenden Geschäftsvorgänge hat der Aufsichtsrat erörtert und diesen nach sorgfältiger Prüfung und Beratung - soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war - zugestimmt.

Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 an die Wirtschaftsprüferin Frau Sylvia Danzer von der Limmer & Geissen Treuhandgesellschaft mbH, München erteilt. Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurde der Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüferin über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts rechtzeitig ausgehändigt. Frau Danzer hat dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung von Jahresabschluss und Lagebericht berichtet und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

Der Prüfungsbericht wurde in einer Sitzung des Aufsichtsrates besprochen. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Wirtschaftsprüferin angeschlossen.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 und den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und erhebt keine Einwendungen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2Q23, der von der Wirtschaftsprüferin geprüft worden ist und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten hat, ist vom Aufsichtsrat gebilligt und damit gemäß I L72 AktG festgestellt.

Der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns wird der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt. Der Aufsichtsrat schließt sich insoweit dem Vorschlag des Vorstands an, der Hauptversammlung als Beschlussvorschlag zu unterbreiten, den erwirtschafteten Bilanzgewinn in Höhe von EUR 17.133.587,46 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern Herrn Gabriel Dixon und Herrn Johnson Rajdaniel und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Garching, den 06.09.2024

Für den Aufsichtsrat

gez. Frank Haussmann, Vorsitzender

Sonstiger Berichtsteil

Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 06. September 2024 festgestellt.

Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes / der Geschäftsführung

Die Hauptversammlung hat am 16. September 2024 auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, den im Jahresabschluss zum 31.12.2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn von EUR 17.133.587,46 auf neue Rechnung vorzutragen.

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