Mercedes-Benz Mitarbeiter-Fahrzeuge Leasing GmbH
Selbe AdresseVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Saskia Dr. Clausen seit 22.1.2026 | Prokura |
Yodet Asmelasch seit 22.1.2026 | Prokura |
Gero Götzenberger seit 9.11.2023 | Vorstandsmitglied |
Tobias Deegen seit 3.6.2022 | Vorstandsmitglied |
Fabian Dr. Hannich seit 16.9.2021 | Prokura |
Benedikt Schell seit 5.6.2019 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mercedes-Benz Bank AGStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Geschäftsjahr 2023 in drei gemeinsamen Sitzungen, anhand der zwei Mal jährlich zur Verfügung gestellten Zwischenberichte und der Beantwortung der daraus resultierenden Rückfragen sowie im Rahmen einer Klausurtagung des Aufsichtsrats mit der Entwicklung der Mercedes-Benz Bank AG und ihrer Geschäftsbereiche befasst. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat dabei eingehend über die Geschäfts-, Finanz- und Risikolage, über den Geschäftsverlauf der Gesellschaft und ihrer Beteiligungsgesellschaften sowie über die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens informiert. Überdies wurde der Aufsichtsrat im Rahmen der gemeinsamen Sitzungen über die Personalsituation und über die Prüfungsergebnisse der Revision unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat darüber ausführlich mit dem Vorstand beraten. Die zustimmungsbedürftigen Geschäfte und Maßnahmen wurden vom Aufsichtsrat geprüft und nach Erörterung mit dem Vorstand genehmigt. Auch außerhalb der Sitzungen standen die Mitglieder des Aufsichtsrats beratend zur Verfügung. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats in Einzelgesprächen laufend vom Vorstand unterrichten lassen. Im Rahmen eines Umlaufbeschlusses vom 28.02.2023 wurden aufgrund entsprechender Empfehlungen durch den Vergütungskontrollausschuss vom 10.02.2023 die Beschlüsse zur Vorstandsvergütung 2022/2023 gefasst. Aufgrund einer nachträglich erforderlich gewordenen Anpassung des HGB-Ergebnisses wurden die Aufsichtsratsmitglieder nochmals darum gebeten, ihre Zustimmung zu den Beschlussangelegenheiten betreffend der Vorstandsvergütung 2022/2023, auf Empfehlung des Vergütungskontrollausschusses, vom 21.03.23, zu erteilen. Somit wurden im Umlaufbeschluss vom 31.03.2023 folgende Beschlüsse durch die Mitglieder des Aufsichtsrates jeweils einstimmig gefasst:
Am 31.03.2023 fasste der Risiko- und Prüfungsausschuss im Umlaufverfahren jeweils einstimmig die folgenden Beschlüsse über die Abschlussprüferhonorare 2022/ 2023:
In der Aufsichtsratssitzung vom 10.05.2023 wurde dem Aufsichtsrat ausführlich Bericht erstattet zur Lage der Gesellschaft, zu My Future Bank sowie zum Jahresabschluss 2022. Zudem wurde aus den Ausschüssen des Aufsichtsrats berichtet. Der Aufsichtsrat billigte zudem einstimmig den Jahresabschluss 2022, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt wurde und genehmigte ebenfalls einstimmig den Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022. Es wurde weiter beschlossen, dass der Hauptversammlung die folgenden Beschlussempfehlungen unterbreitet werden sollen:
Des Weiteren nahm der Aufsichtsrat das Ausscheiden von Frau Dikker zur Kenntnis und schlug vor, Susann Mayhead für die Amtsperiode von Frau Eefje Dikker auf Anteilseigner Seite in den Aufsichtsrat zu wählen, sowie Frau Mayhead in den Nominierungs- und Vergütungskontrollausschuss zu entsenden. Der Aufsichtsrat fasste folgende Beschlüsse:
In der Aufsichtsratssitzung vom 04.07.2023 wurde dem Aufsichtsrat ausführlich Bericht erstattet zur Nachfolgeplanung Vorstand und zum Geschäftsverteilungsplan. Zudem wurde dem Aufsichtsrat ein Business Update gegeben. Im Zuge der Nachfolgeplanung und Entscheidung im Nominierungsausschuss, wurde der Aufsichtsrat über die Amtsniederlegung von Frau Christina Schenck als Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Bank AG informiert, da sie das Vorstandsressort Finanzen und Controlling der Mercedes-Benz Mobility AG zum 01.09.2023 übernahm. Der Aufsichtsrat stimmte dem Widerruf der Bestellung von Frau Christina Schenck zum Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz Bank AG mit Wirkung zum 01.09.2023 einstimmig zu. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat im Rahmen der Nachfolgeplanung über das Ausscheiden von Herrn Tom Schneider in Kenntnis gesetzt. Seine Position wurde nicht nachbesetzt und ab November 2023 in die verbleibenden drei Vorstandsressorts integriert. Der Aufsichtsrat stimmte dem Widerruf der Bestellung von Herrn Tom Schneider zum Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz Bank AG mit Wirkung zum 01.11.2023 einstimmig zu. Im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Frau Christina Schenck wurde der Aufsichtsrat informiert, dass Herr Gero Götzenberger die Leitung des Vorstandsressorts Finance & Controlling MB Bank übernehmen solle. Der Aufsichtsrat stimmte, auch auf Empfehlung des Nominierungsausschusses, der Bestellung von Herrn Gero Götzenberger zum Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz Bank AG mit Wirkung zum 01.11.2023 einstimmig zu. Um die Stabilität im Rahmen der bevorstehenden Transformation sicher zu stellen, stimmte der Aufsichtsrat, auch auf Empfehlung des Nominierungsausschusses, der Bestellung von Herrn Benedikt Schell mit Wirkung ab 01.06.2024 für weitere fünf Jahre zum Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzenden der Mercedes-Benz Bank AG einstimmig zu. Überdies wurde der Aufsichtsrat über die notwendigen Veränderungen des Geschäftsverteilungsplan zum 01.09.2023 und 01.11.2023 in Kenntnis gesetzt. Der Aufsichtsrat stimmte den Änderungen des Geschäftsverteilungsplans zum Stand 01.11.2023 einstimmig zu. In der Aufsichtsratssitzung vom 11.12.2023 wurde dem Aufsichtsrat ausführlich über die Tätigkeiten der Ausschüsse berichtet. Außerdem wurde der Aufsichtsrat umfassend zu folgenden Themen informiert: Geschäftsordnung MB Bank und Geschäftsverteilungsplan zum 01.01.2024, Transformation Service Center, Business Update sowie My Future Bank informiert. Im Hinblick auf den Bericht aus dem Vergütungskontrollausschuss nahm der Aufsichtsrat Kenntnis von der Angemessenheitsprüfung 2023 und Festsetzung 1:1 Cap, der Anpassung der §-7-Prüfung, der Weiterentwicklung Vergütungsstruktur Vorstand MB Bank und Leitende Führungskräfte, Zielvereinbarung für Vorstandsressort MBB/F, Festsetzung Vergütung für Vorstandsressort MBB/F sowie der Einkommensüberprüfung 2024 für Vorstandsressort MBB/R und traf folgende Beschlüsse:
Ausgehend vom Bericht aus dem Nominierungsausschuss wurde der Aufsichtsrat über die durchgeführte Effizienzprüfung 2023 sowie die aufsichtsrechtliche Nachfolgeplanung der MB Bank informiert. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat in der Sitzung über die redaktionellen Änderungen der Geschäftsordnung der MB Bank sowie zum den notwendigen Änderungen des Geschäftsverteilungsplans in Kenntnis gesetzt, welcher folgende Änderungen vorsah:
Der Aufsichtsrat stimmte den redaktionellen Anpassungen der Geschäftsordnung der Vorstände der Mercedes-Benz Bank AG sowie den Änderungen des Geschäftsverteilungsplans der Mercedes-Benz AG zum 01.01.2024 zu. Der Aufsichtsrat genehmigte in dieser Sitzung einstimmig den Mercedes-Benz Business Plan 2024. Er nahm ebenfalls die Änderungen der Geschäftsstrategie der MB Bank zur Kenntnis. Im Rahmen der Information zum Risikomanagement stimmte der Aufsichtsrat folgenden Beschlussanträgen zu:
In der Sitzung des Risiko- und Prüfungsausschusses vom 11.12.2023 wurde der Risiko- und Prüfungsausschuss ausführlich zum Risikomanagement (inkl. Zins- und Liquiditätssituation), zur Internen Revision und zur KPMG Prüfungsplanung Abschluss 2023) informiert. Der Risiko- und Prüfungsausschuss erteilte dem Beschlussantrag bzgl. der Anpassung der Flex Regel für Frankreich, dass Neuaufnahmen und Verschiebungen innerhalb des bestehenden Gesamt-Limits möglich sind und durch das ECC genehmigt werden können, die Zustimmung. Des Weiteren stimmte der Risiko- und Prüfungsausschuss der Fortführung der Gesamtlimits sowie der Beantragung der Streichung von nicht benötigten Einzellimiten zu. Im Laufe des Jahres genehmigte der Risiko- und Prüfungsausschuss im Umlaufverfahren sowie in den abgehaltenen Sitzungen des Risiko- und Prüfungsausschusses im Übrigen die Vergabe der Kredite mit folgenden CAF-Nummern: 8134, 15517, 16125. Die KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss 2023 der Mercedes-Benz Bank AG sowie den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung als Abschlussprüfer geprüft und mit den Büchern und den gesetzlichen Vorschriften als übereinstimmend befunden. Der Aufsichtsrat hat in seinen eigenen Prüfungen keine Anhaltspunkte für Beanstandungen gefunden und das Ergebnis der Abschlussprüfung sowie den Jahresabschluss 2023 in seiner Sitzung am 14.05.2024 mit den Abschlussprüfern erörtert, sodann gebilligt und damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Mercedes-Benz Bank AG und ihrer Konzernunternehmen für den hohen persönlichen Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2023.
Stuttgart,/ 14.05.2024 Peter Zieringer, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Mercedes-Benz Bank AG Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Mercedes-Benz Bank AG, StuttgartInhaltsverzeichnis 1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell 1.1.1 Das Unternehmen 1.1.2 Die strukturelle Einbindung der MB Bank AG in die Mercedes-Benz Group 1.1.3 Rechtliche Rahmenbedingungen 1.1.4 Nichtfinanzielle Erklärung 1.2 Steuerungssystem 2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsverlauf 2.3 Belegschaft und Personalentwicklung 3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 3.1 Ertragslage 3.2 Vermögenslage 3.3 Finanzlage 3.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren 4 Risiko- und Chancenbericht 4.1 Risikobericht 4.2 Chancenbericht 5 Prognosebericht 1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell 1.1.1 Das Unternehmen Die Mercedes-Benz Bank AG (MB Bank AG) bietet seit über 35 Jahren im Verbund mit der Mercedes-Benz Leasing GmbH (MBL) erfolgreich maßgeschneiderte Leasing- und Finanzierungsprodukte zur Absatzunterstützung von Fahrzeugen der Mercedes-Benz Group an. Die Mercedes-Benz Bank Gruppe (MB Bank Gruppe) finanziert nahezu jedes zweite Neufahrzeug der Mercedes-Benz Group in Deutschland. Die MB Bank AG stellt umfassende Finanzierungslösungen für Privatkunden, Firmenkunden und Großkunden bereit. In der Absatzfinanzierung umfasst das Angebot den klassischen Teilzahlungskredit, die Schlussratenfinanzierung und die Plus-3-Finanzierung. Bei der Plus-3-Finanzierung kann der Kunde zum Ende des Finanzierungsvertrages zwischen einer Schlussratentilgung aus eigenem Budget, einem Fahrzeugverkauf an einen MB Händler zum garantierten Restwert oder einer Verlängerung der Ratenfinanzierung wählen. Die Palette der finanzierten Fahrzeuge umfasst neue und gebrauchte PKW, LKW, Transporter und Omnibusse. Ab dem 1. Januar 2023 bietet die MB Bank AG keine Finanzierungen für Trucks und Omnibusse mehr an. Das Neugeschäft im Jahr 2023 für Trucks und Omnibusse besteht aus Finanzierungszusagen der Vorjahre. Darüber hinaus bietet die MB Bank AG Einlagenprodukte und Versicherungslösungen an. Das Einlagengeschäft dient der Refinanzierung des Aktivgeschäfts. Im Direktbankgeschäft bietet die MB Bank AG den Bestandskunden Tagesgeldanlagen und Festzinsprodukte an. Im Mai 2022 hat der Aufsichtsrat entschieden, das Einlagengeschäft mit Ausnahme der Firmentermingelder bis Ende 2024 schrittweise einzustellen. Die Rückführung des Einlagengeschäfts verläuft planmäßig. Das Versicherungsangebot der MB Bank AG umfasst im Wesentlichen die Vermittlung von Kfz-Versicherungen und Garantieprodukten. Zudem werden Unterdeckungsschutz- (GAP) sowie Kaufpreisschutzversicherungen für neue und gebrauchte Fahrzeuge über die MB Bank AG vermittelt. Durch die Vermittlung von Versicherungen werden Provisionserlöse erzielt. Der Vertrieb der Kfz-Versicherungen und der automobilnahen Versicherungen für die MB Kunden erfolgt über die MB Niederlassungen, Autohäuser und Servicepartner, die als produktakzessorische Untervermittler der MB Bank AG registriert sind, über den Onlinevertrieb sowie zentral über Outbound-Aktivitäten. Aktiv-/Passivportfolioentwicklung Der Vertragsbestand im Finanzierungs- und Leasinggeschäft der MB Bank Gruppe liegt zum 31. Dezember 2023 mit 759.066 Einheiten um 9,1 % deutlich unter dem Vorjahr. Beim Volumen fiel der Rückgang mit 4,7 % auf € 23,8 Mrd zum Jahresende etwas geringer aus (2022: € 25,0 Mrd). Das Einlagenvolumen liegt zum abgelaufenen Geschäftsjahr bei € 4,9 Mrd (i. Vj. € 9,8 Mrd) und verringerte sich in Übereinstimmung mit der geplanten Einstellung des Einlagengeschäfts erwartungsgemäß deutlich. Zur Refinanzierung greift die MB Bank AG neben Kundeneinlagen unter anderem auf Konzernmittel, den Interbankenmarkt und ABS-Transaktionen zurück. Die MB Bank Gruppe betreut zum Jahresende 576.070 Kunden. Die Kundenanzahl ist im Vorjahresvergleich um 288.511 gesunken. Der stärkste Rückgang resultiert aus dem Direktbankgeschäft (-235.423), aber auch die Anzahl der Kunden mit einem Leasing- oder Finanzierungsvertrag ging zurück (-55.950). 106.646 Kunden verzeichnet nun das Direktbankgeschäft, 470.300 Kunden haben Finanzierungs- und Leasingverträge. 1.1.2 Die strukturelle Einbindung der MB Bank AG in die Mercedes- Benz Group
Die Mercedes-Benz Group AG ist die Obergesellschaft der Mercedes-Benz Group und hat ihren Sitz in Stuttgart. Die Mercedes-Benz Group AG hält sämtliche Anteile an der Mercedes- Benz Bank AG. Zwischen der Mercedes-Benz Group AG und der Mercedes-Benz Bank AG wurde am 8. Juli 2020 ein Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung ab dem 1. Januar 2020 geschlossen. Während die MB Bank AG im Schwerpunkt die Absatz- und Händlerfinanzierung sowie das Einlagengeschäft betreibt, ist die MBL im Wesentlichen für das Leasinggeschäft zuständig. Die Mercedes-Benz Mitarbeiter-Fahrzeuge Leasing GmbH (MBMFL) ist für das Mietgeschäft mit Konzernangehörigen zuständig. Die Daimler Fleet Management GmbH (DFM) betreibt das in der Mercedes-Benz Bank Gruppe auslaufende PKW Flotten-Leasinggeschäft. Die weiteren Tochtergesellschaften übernehmen Serviceprovider- und Spezialaufgaben. Die MB Bank Institutsgruppe umfasst zum 31. Dezember 2023 gemäß § 10a KWG folgende Unternehmen: MB Bank AG als übergeordnetes Unternehmen, MBL, DFM und Mercedes- Benz Bank Service Center GmbH (MBBSC). Aufgrund von Geringfügigkeit wird die Mercedes- Benz Banking Service GmbH (MBBS) gemäß Art. 19 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 nicht im aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis berücksichtigt. 1.1.3 Rechtliche Rahmenbedingungen Geschäftsleitung Die MB Bank AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland. Das Unternehmen wird vom Vorstand geleitet und gegenüber Dritten vertreten. Gemäß § 5 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern, die gemäß § 84 AktG vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Derzeit besteht der Bankvorstand aus drei Mitgliedern. Vergütung Das Vergütungssystem der Mercedes-Benz Bank AG ist entsprechend den Anforderungen an bedeutende Institute i. S. d. Institutsvergütungsverordnung (InstitutsVergV) ausgestaltet. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich dabei aus fixen und variablen Vergütungsbestandteilen zusammen. Die fixe Vergütung beinhaltet neben der Grundvergütung eine Vorstandszulage 1 sowie das Mercedes-Benz Bank Share Program (MBBSP) (einheitliche und ermessensunabhängige Beträge mit Fixcharakter). Die variable Vergütung besteht aus dem Mercedes-Benz Bank Bonus und bemisst sich sowohl am Erfolg des Instituts, der Organisationseinheit und an der individuellen Zielerreichung. Beträgt der Gesamtbetrag der variablen Vergütung mehr als EUR 50.000 oder mehr als 1/3 der Gesamtjahresvergütung, finden die Regelungen bzgl. der Zurückbehaltung variabler Vergütungen im Rahmen der InstitutsVergV vollumfänglich Anwendung. Die variable Vergütung wird für Vorstandsmitglieder zu 60 % über 7 Jahre anteilig zurückbehalten und über die Jahre zu gleichen Teilen in Barmitteln sowie in Form von Finanzinstrumenten ausgezahlt (Deferral). Innerhalb des Zielerreichungsprozesses findet, sowohl im Rahmen der Feststellung des Zielerreichungsgrades als auch ex-post im Falle eines Deferrals, eine Malus-Prüfung statt. Im Falle eines Deferrals findet im Rahmen der ex-post Risikoadjustierung außerdem eine Rückschauprüfung statt, wobei geprüft wird, ob sich im Nachhinein herauskristallisierende Misserfolge und/oder im Nachhinein realisierende Risiken festgestellt werden können, welche für die Ermittlung der variablen Vergütung relevant gewesen wären, wenn sie zum Zeitpunkt der Ermittlung bereits bekannt gewesen wären. Die Vorstandsmitglieder erhalten darüber hinaus verschiedene Nebenleistungen, die der Fixvergütung zugeordnet werden können. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um das zur Verfügung stellen eines Dienstwagens sowie um eine betriebliche Altersversorgung in Form einer Direktzusage, welche abhängig nach Erteilungsdatum im Modell "MBM Pension Capital" oder "MBM Pensions Plan LFK" angeboten wird. Sämtliche Vergütungen werden im Rahmen der Regelungen der InstitutsVergV und der internen Richtlinie zur Mercedes-Benz Bank Managementvergütung gewährt. Weitere Informationen können aus dem jährlich veröffentlichten Offenlegungs- und Vergütungsbericht der Mercedes-Benz Bank AG entnommen werden. 1.1.4 Nichtfinanzielle Erklärung Für die nichtfinanzielle Erklärung nach § 340a Abs. 1a HGB i. V. m. §§ 289b bis 289e HGB nutzt die MB Bank AG für das Geschäftsjahr 2023 die Befreiungsmöglichkeit nach § 289b Abs. 2 HGB. Die nichtfinanzielle Erklärung wird im Mercedes-Benz Group Geschäftsbericht 2023 in einem separaten Kapitel als nichtfinanzieller Bericht für die Mercedes-Benz Group AG und der Mercedes-Benz Group zusammengefasst. Dieser Geschäftsbericht wird auf der Internetseite (bzw. auf der Homepage) der Mercedes-Benz Group veröffentlicht. 1.2 Steuerungssystem Ziele und Strategien Die Geschäftsstrategie der MB Bank Gruppe wird im jährlichen Turnus bzw. anlassbezogen vom Vorstand überprüft und entsprechend aktualisiert. Mit der Geschäftsstrategie 2023/2024 wurde das Leitbild und das Zielbild in die Begriffe "Vision" und "Purpose" überführt. Zusammen mit den Werten und der Kultur des Unternehmens bilden sie die Grundlage für das Zukunftsbild der MB Bank AG.
Als Finanzierungsspezialist sind wir der wettbewerbsfähige Anbieter von Finanzierungslösungen und bieten den Kunden von Mercedes-Benz positive Erlebnisse über alle Kanäle. Als integraler Bestandteil der Mercedes-Benz Customer Journey ermöglichen wir eine schnelle und einfache Finanzierung für den eigenen Stern. Wir tragen wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg der Mercedes-Benz Group bei. Die Basis unseres Erfolges ist das gemeinsame Verständnis und die Weiterentwicklung unserer High Performance Kultur mit übergreifendem Arbeiten im Netzwerk sowie modernen Zusammenarbeits-, Organisations- und Führungsmodellen. Mit der Neuausrichtung des deutschen Marktes durch die Gründung der Mercedes-Benz Leasing Deutschland GmbH (MBLD) im Dezember 2020 sowie der Ausgliederung der LKW und Bussparte im Dezember 2021 aus dem ehemaligen Daimler Konzern wurde eine grundlegende Transformation der MB Bank AG angestoßen. Diese umfasst sowohl die Einstellung des Leasingneugeschäfts wie auch die Einstellung des LKW- und Busneugeschäftes als auch die Ausarbeitung des dazugehörigen Kultur- und Transformationsprozesses. Ziel der Neuausrichtung der MB Bank AG im deutschen Markt ist es, dass sich die MB Bank AG zukünftig noch gezielter an den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden und Händler ausrichten kann, um als attraktiver und wettbewerbsfähiger Finanzierungsspezialist und Absatzunterstützer für Pkw und Vans nachhaltig profitabel zu sein. Mit dem GoLive der MBLD fährt die MB Bank Gruppe schrittweise ihr Leasingangebot zurück und wird im Laufe des Jahres 2024 kein Leasing-Neugeschäft mehr abschließen. Das bereits bestehende Leasingportfolio in der MBL als Teil der MB Bank Gruppe wird über mehrere Jahre bis voraussichtlich zum Ende des aktuellen Jahrzehnts auslaufen. Nach Abspaltung der Daimler Truck AG von der Mercedes-Benz Group AG im Jahr 2021 hat die Bank im Rahmen eines Financial Services Agreements (FSI) die Absatzunterstützung für LKW und Busse unverändert bis Ende 2022 fortgeführt. Mit dem GoLive der neu aufgebauten Finanzdienstleistungssparte innerhalb der Daimler Truck AG hat die MB Bank Gruppe Ende 2022 alle Vertriebsaktivitäten hinsichtlich LKW und Busse eingestellt. Ab Januar 2023 wurden keine weiteren Neuverträge für LKW- und Buskunden in der MB Bank Gruppe genehmigt. Die Abbildung wesentlicher Produkte außerhalb der MB Bank Gruppe führt zu einer Reduzierung des Refinanzierungsvolumens in den kommenden Jahren. Die Refinanzierungsstruktur ist dementsprechend am deutlich geringeren Geschäftsportfolio auszurichten. Infolgedessen wurde im Mai 2022 entschieden, das Einlagengeschäft mit Ausnahme der Firmentermingelder einzustellen. Der Abbau der Einlagen im Privatkundenbereich ist dabei bis Ende 2024 vorgesehen. Die Kunden wurden im Nachgang zur Entscheidung zeitnah informiert. Seit dieser Information schreitet der Abbau sukzessive voran. Bedingt durch gestiegene Kapitalmarktzinsen wurden gezielte Zinsmaßnahmen in 2023 durchgeführt, um das Kundenverhalten zu beeinflussen. Dies wird bei der Steuerung des Einlagenabbaus ebenso berücksichtigt wie die Planung des Finanzierungs- und Leasingportfolios und des daraus resultierenden Refinanzierungsbedarfs der MB Bank Gruppe. Vor dem Hintergrund des neuen Zukunftsbildes hat der Vorstand im Rahmen der Überprüfung der Geschäftsstrategie die Strategy Map für die Geschäftsstrategie 2023/2024 angepasst, um die Konsistenz in der strategischen Ausrichtung sicherzustellen. Die Strategy Map der MB Bank AG veranschaulicht und dokumentiert dabei, mit welchen strategischen Schwerpunkten die MB Bank AG in den kommenden zwei Jahren die Umsetzung des Zukunftsbildes erreichen möchte. Die Strategy Map inklusive der zugehörigen strategischen Ziele ist somit die Verbindung zur übergeordneten Vision bzw. dem Zukunftsbild. Weiterhin dient die Strategy Map dazu, die Unternehmensziele für Mitarbeitende nachvollziehbar und verständlich zu machen. Zudem gibt sie Orientierung, wie Mitarbeitende bei der Umsetzung mitwirken können. Im Vergleich zur bisherigen Geschäftsstrategie wurde das Thema "Nachhaltigkeit" aufgrund seiner grundlegenden Bedeutsamkeit für die MB Bank AG als eine, über alle Dimensionen übergeordnete strategische Querschnittsfunktion eingeführt. Dabei umfasst die Nachhaltigkeit alle Aspekte von ESG (Environmental, Social, Governmental) bzw. wird in dem vorliegenden Kontext als Synonym verwendet. Um dieses Thema über alle Ziele hinweg angemessen zu berücksichtigen, wurde daher bewusst auf eine separate Dimension zum Thema "Nachhaltigkeit" verzichtet. Hintergrund ist der Anspruch der MB Bank, das Thema Nachhaltigkeit in allen vier bereits bestehenden Dimensionen vollumfänglich fest zu verankern und sich auch in Zukunft noch stärker auf die Symbiose mit der jeweiligen strategischen Stoßrichtung zu fokussieren. Darüber hinaus wurden die vier bereits im Vorjahr gültigen strategischen Dimensionen der MB Bank Gruppe grundsätzlich bestätigt, jedoch entsprechend präzisiert. Somit legt die MB Bank Gruppe zur Erreichung ihres Zielbildes den Fokus auf die vier strategischen Dimensionen "Kundenorientierung", "Prozesse & Technologie Exzellenz" (vormals "Prozesse & Technologie), "Profitabilität" und "High Performance Culture" (vormals "Mitarbeiter"). Die Dimension "Kundenorientierung" zielt darauf ab, den Kunden der MB Bank mit attraktiven Finanzierungslösungen und einer nahtlosen Integration in die Mercedes-Benz Customer Journey ein durchgehend digitales Kundenerlebnis auf dem Weg zum eigenen Neu- oder Gebrauchtfahrzeug zu bieten. Damit will die MB Bank zum einen ihren Beitrag zur Luxusstrategie der Mercedes-Benz AG einbringen und zum anderen den Finanzierungsmarkt und die damit verbundenen Anforderungen nachhaltig bearbeiten. Mit der Dimension "Prozesse und Technologie Exzellenz" zielt die MB Bank darauf ab, in zukunftsfähige, digitale und nachhaltige Prozesse und Technologien zu investieren und durch Standardisierung und Simplifizierung die Reduktion der Systemkomplexität sowie eine hohe Qualität der Prozesse sicherzustellen. Dazu hat der Vorstand die Maßnahmen zur Implementierung eines - auf das Zukunftsbild zugeschnittenen Betriebs- und Steuerungsmodells - im Programm "My Future Bank" gebündelt. Ziel des Programms ist es, parallel zum laufenden Betrieb und anknüpfend an bereits gesetzte Maßnahmen zur Transformation des Unternehmens eine moderne und hocheffiziente Bank auf der Basis von zukunftsfähigen Technologien sowie digitalisierten und modernisierten Geschäftsprozessen zu bauen. Ziel der Dimension "Profitabilität" ist die Sicherstellung eines ökonomisch nachhaltigen Geschäftsmodelles mit wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen und die Verwendung wirkungsvoller und zielgerichteter Refinanzierungs- und Risikomanagementstrategien. Der strategische Fortschritt wird dabei durch verschiedene KPIs (Key Performance Indicators) gemessen, die den Profit und die Kostenstruktur wie auch das eingegangene Risiko geeignet messen und gegenüberstellen. Mit der Dimension "High Performance Kultur" beschreibt der Vorstand das im Zukunftsbild verankerte Zielbild, dass die Mitarbeitenden in der MB Bank sich als ein Team mit Leidenschaft für Lösungen einsetzen, um das Captive-Bankmodell der Zukunft zu bauen. Daraus leitet sich die strategische Dimension der High Performance Culture (HPC) mit den dazugehörigen Zielen ab. Die HR-Organisation leistet mit Engagement, Services und Produkten ihren Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung dieser Unternehmensziele. Für die vier strategischen Dimensionen wurden insgesamt zwölf strategische Ziele definiert. Diese sind in der folgenden Abbildung dargestellt:
Steuerung Als strategisches Steuerungsinstrument wird in der MB Bank Gruppe eine "Balanced Score Card" (BSC) eingesetzt. Mit ihrer Hilfe werden die strategischen Ziele konkretisiert und durch Kennzahlen und Maßnahmen sichtbar und steuerbar gemacht. Dafür werden für die vier strategischen Dimensionen Messgrößen in Form von KPIs definiert, zum Beispiel der Customer Loyalty Index oder die Penetrationsrate für die Dimension Kundenorientierung. Diese Kennzahlen werden regelmäßig geplant und kontinuierlich erhoben, wodurch eine Einschätzung der Zielerreichung möglich ist. Zur Konkretisierung und Realisierung der strategischen Stoßrichtungen und Ziele werden regelmäßig Initiativen und Maßnahmen erarbeitet und auch Projekte durchgeführt. Diese werden fortlaufend auf Aktualität und Wirksamkeit überprüft und entsprechend priorisiert. Die Umsetzung der Strategie erfolgt unter Beachtung ethischer Standards und in Übereinstimmung mit den gültigen Gesetzen und Regularien. Die Einhaltung wird durch regelmäßige Kontrollen unterstützt. Definition wichtiger Steuerungsgrößen
2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Jahr 2023 besser als noch zu Jahresbeginn erwartet. Die dämpfenden Effekte weiterer Leitzinserhöhungen vieler großer Notenbanken und anhaltend hoher Inflationsraten wurden dabei durch positive Impulse von Seiten der Fiskalpolitik und niedrigerer Energie- und Rohstoffpreise abgemildert. Allerdings gab es deutliche Unterschiede zwischen, und teils auch innerhalb der einzelnen Regionen. Die überraschende Widerstandskraft der US-Wirtschaft in Anbetracht der massiven geldpolitischen Straffung ist der Hauptgrund für diese positive Entwicklung, aber auch einige große Schwellenländer wie Indien oder Brasilien konnten die Erwartungen übertreffen. Dagegen zeigten sich die Volkswirtschaften Europas und Chinas eher schwach. In Summe wuchs die Weltwirtschaft mit 2,7 % zwar etwas langsamer als im Vorjahr (3,0 %), jedoch nur leicht unter dem langfristigen Trend. In diesem Umfeld verlangsamte sich auch der Welthandel und schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um etwa 1,9 %. In der Eurozone entwickelte sich die Wirtschaft deutlich verhaltener, obwohl die enormen Belastungen durch hohe Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr spürbar nachließen. Trotzdem blieb der Industriesektor massiv unter Druck und schrumpfte im Gesamtjahr deutlich. Der private Konsum stagnierte über weite Strecken angesichts weiterhin hoher, wenn auch rückläufiger Inflationsraten und steigender Zinsen. Die Inflation in der Eurozone lag im Jahresdurchschnitt mit 5,4 % nach wie vor deutlich über dem Notenbankziel von rund 2 %, sodass auch die Europäische Zentralbank an Zinserhöhungskurs festhielt; der Leitzins stieg im Jahresverlauf um weitere 200 Basispunkte auf 4,5 %. Nachdem die Wirtschaft der Eurozone im ersten Halbjahr, auch dank Aufholeffekten nach der Pandemie und nachlassender Lieferkettenstörungen, noch ein kleines Wachstum verzeichnen konnte, ging die Wirtschaftsleistung in der zweiten Jahreshälfte wieder leicht zurück. Im Gesamtjahr ergab sich damit lediglich ein Plus von 0,5 %. Die deutsche Konjunktur enttäuschte im europäischen Vergleich und das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Gesamtjahr um 0,3 %. Rückläufige Auftragseingänge, eine ausgeprägte Schwäche im Bausektor, sowie das hohe Zinsniveau stellten die deutsche Wirtschaft vor große Herausforderungen. Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der konjunkturellen Schwächephase robust; die Erwerbstätigkeit nahm im Jahresverlauf weiter zu und erreichte im Jahresdurchschnitt einen historischen Höchststand von knapp 46 Mio. Personen. Die Inflation ging im Jahresverlauf spürbar zurück, lag mit 5,9 % aber über dem Durchschnitt der Eurozone. Branchenbezogene Entwicklung Im Jahr 2023 wurden insgesamt 2,84 Millionen neue Personenkraftwagen zugelassen, das sind +7,3 Prozent mehr als 2022. Davon wurden 67,1 % (+12,4 %) der Neuwagen gewerblich und 32,8 % (-1,9 %) privat zugelassen. Die deutschen Marken verzeichneten im Jahr 2023 gestiegene Neuzulassungszahlen. Smart verzeichnete mit +42,9 % das stärkste Plus bei einem Anteil von 0,6 %. Ebenfalls zweistellig waren die Zugewinne bei Audi (+15,7 %/8,7 %), Mini (+14,4 %/1,6 %), Mercedes-Benz (+13,7 %/9,8 %), Porsche (+12,0 %/1,2 %) und BMW (+11,2 %/8,2 %). Mit einem Neuzulassungsanteil von 30,1 Prozent bildeten die SUVs (+10,0 %) das stärkste Segment in der Jahresbilanz, gefolgt von der Kompaktklasse (16,3 %/+10,0 %), den Kleinwagen (11,9 %/+2,6 %), den Geländewagen (11,4 %/+8,3 %) und der Mittelklasse (10,5 %/+11,1 %). Bei den alternativen Antriebsarten fielen die Jahresergebnisse unterschiedlich aus. 840.304 hybridangetriebene Fahrzeuge (+1,6 %) erreichten einen Anteil von 29,5 %, darunter befanden sich 175.724 Plug-in-Hybride (-51,5 %) mit einem Anteil von 6,2 %. 524.219 Elektro- Pkw (BEV) wiesen mit einem Anteil von 18,4 % eine Steigerung von +11,4 % auf. Flüssiggasbetriebene Pkw (13.147/-12,4 %) waren mit einem Anteil von 0,5 % und erdgasangetriebene Pkw (1.327/-28,1 %) mit 0,0 Prozent im Jahr 2023 vertreten. 2 Der Marktanteil von MB PKW und smart PKW in Summe lag auf Basis der Neuzulassungen bei insgesamt 10,4 %. Dabei stieg der Marktanteil der MB PKW Fahrzeuge von 9,2 % in 2022 auf 9,8 %. Bei den smart-Fahrzeugen erhöhte sich der Marktanteil von 0,5 % auf 0,6 % im Vergleich zum Vorjahr. 3 Die PKW-Neuzulassungen der Marken MB PKW und smart zusammen legten im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr mit +15,1 % deutlich zu. Dabei konnte eine Steigerung bei MB Fahrzeugen um 13,7 % erzielt werden und bei smart um 42,9 %. Die Jahresbilanz des Gebrauchtfahrzeugmarktes schloss mit 7.024.629 (+5,7 %) umgeschriebenen Kfz und 414.785 Kfz-Anhängern (-1,2 %). Mehr als 6,03 Millionen Pkw (+6,9 %) wechselten im Laufe des Jahres den Halter beziehungsweise die Halterin. 4 Insolvenzen & Risiken Die Risikosituation ist im Allgemeinen von der Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen und der europäischen Konjunktur abhängig. Der Verlauf der Berichtsperiode 2023 war insgesamt geprägt durch eine anhaltentende wirtschaftliche Stagnation, begleitet von weiterhin hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten. Ursache für die schwache wirtschaftliche Entwicklung ist hauptsächlich der Kaufkraftverlust, der aus der Energiepreiskrise resultiert. Die Folge ist eine schwächere Nachfrage, gepaart mit steigenden Rückständen, die teilweise im Ausfall münden. Die Nettokreditverluste liegen dennoch nur leicht oberhalb des Vorjahres, was auf die weiterhin positiven Zeitwerte für PKW zurückzuführen ist. Im Vergleich zum Vorjahr befinden sich die Risikokosten auf einem höheren Niveau, da es im Jahr 2023 zu höheren Zuführungen, bedingt durch die wirtschaftlichen Herausforderungen und Insolvenzen, kam.
2 Quelle: Kraftfahrtbundesamt: Pressemitteilung
1/2024 - Fahrzeugzulassungen im Dezember 2023
Die Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2023 steigen mit 23,5 % deutlich im Vergleich zum Vorjahr 2022. Im Jahr 2022 war das erste Mal seit der Finanzkrise 2009 ein Anstieg der Insolvenzen zu erkennen (2022: +4 %, 2021: -11,9 %, 2020: -14,8 %). Der fortlaufende Anstieg lässt sich vor allem durch die weiterhin hohen Energiepreise und die Zinswende erklären. Die Gesamtinsolvenzen im Jahr 2023 liegen auf einem vergleichbaren Niveau vor der Corona- Pandemie. 5 Die Entwicklung der Insolvenzzahlen dürfte sich mit Hinblick auf die aktuelle wirtschaftliche Lage im Jahr 2024 fortsetzen und könnte sich in den kommenden Monaten verschlechtern. Die insgesamt schwache wirtschaftliche Entwicklung, die sich vor allem auf die Energiepreiskrise und die anhaltenden geopolitischen Spannungen zurückführen lässt, spiegelt sich aktuell nur teilweise im Portfolio der MB Bank AG wider. Es lässt sich feststellen, dass Kunden vermehrt unter Druck geraten, als in den vorangegangenen Jahren, welche jedoch überdurchschnittlich positiv im Gesamtvergleich waren. 2.2 Geschäftsverlauf Finanzierung Die Gesamtpenetrationsrate der MB Bank Gruppe für Leasing- und Finanzierungsgeschäfte Mercedes-Benz PKW/Transporter liegt mit 49,6 % unter Vorjahr (52,1 %). Ein Teil des Rückgangs resultiert aus der sukzessiven Abwicklung des Leasing-Neugeschäfts durch die MB Leasing Deutschland, deren Penetrationsrate im Jahr 2023 bei 1,7 % liegt. Die Penetrationsrate der MB Bank für MB PKW/Transporter-Finanzierungen liegt bei 12,3 % und damit über Vorjahr (10,7 %) und über unserer Prognose von 7,4 %. Das Neugeschäft der MB Bank AG ging gegenüber dem Vorjahr nach Einheiten um 10,2 % zurück. Im Jahr 2023 wurden 94.500 (i. Vj. 105.260) Finanzierungsverträge neu abgeschlossen. Das korrespondierende Neugeschäftsvolumen konnte einen Wert von € 3,5 Mrd erreichen, liegt aber unter dem Vorjahresniveau (i. Vj. € 3,9 Mrd). Die Prognose (Plan 2023: € 3,1 Mrd) konnte aufgrund der positiven Entwicklung der Penetrationsrate mit Neufahrzeugen übertroffen werden. Das Portfolio der MB Bank AG sank leicht gegenüber dem Vorjahr um rund € 150 Mio auf rund € 9,8 Mrd und lag damit etwas über der Erwartung. Einlagengeschäft Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist das Einlagevolumen um etwa 50 % gesunken auf € 4,9 Mrd (i. Vj. € 9,8 Mrd). Der Rückgang verlief in dieser Größenordnung erwartungsgemäß. Vor dem Hintergrund der strategischen Entscheidungen, das Leasing-Geschäft eigenständig aufzustellen und das Truck-Geschäft abzuspalten sowie der daraus resultierenden Portfolio-Reduzierung der MB Bank Gruppe wurde beschlossen, das Einlagengeschäft mit Ausnahme der Firmentermingelder bis Ende 2024 sukzessive einzustellen. Die Aufnahme von Firmentermingeldern wird unverändert fortgeführt. Der Anteil der Einlagen mit Laufzeiten von über einem Jahr hat sich zum Jahresende auf 20 % reduziert (i. Vj. 25 %). Versicherungsgeschäft Im Jahr 2023 lag der Fokus im Versicherungsgeschäft weiterhin auf der Konsolidierung des Produktportfolios sowie auf der Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung. Per 31. Dezember 2023 wurden 533.340 automobilnahe Versicherungsverträge in Deutschland betreut, was einen Rückgang von 68.962 Einheiten bedeutet. Der Bestand an Kfz-Versicherungsverträgen sank dabei um 8,2 % auf 119.900 Einheiten. Der Bestand an Garantieversicherungen und Ratenabsicherungsverträgen ist ebenfalls zurückgegangen. Die Penetrationsrate bei der Kfz- Versicherung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozentpunkte auf 18,8 %. 2.3 Belegschaft und Personalentwicklung Der Personalstand der MB Bank Gruppe hat sich zum Jahresende 2023 im Vergleich zum Jahresende 2022 um 10 % reduziert. Der Anstieg der Fluktuation seit Ende 2020 ist zum einen durch das Restrukturierungsprogramm MOVE begründet, zum anderen durch die erfolgten Konzernversetzungen im Rahmen des Aufbaus der neuen Leasinggesellschaft MBLD sowie Betriebsübergänge zu den neuen Truck Gesellschaften bedingt durch das Projekt FOKUS (Aufgliederung des Nutzfahrzeuggeschäfts). Hinzu kommen die aufgrund des deutlich herausfordernden Arbeitsmarktes hinzugekommenen externen Austritte. Auch im Rahmen My Future Bank kann es zu einer erhöhten Fluktuation kommen. Die MB Bank Gruppe beschäftigt zum 31. Dezember 2023 1.512 Mitarbeitende (aktive Belegschaft, Vollzeitäquivalente; i. Vj. 1.680), davon 659 in der MB Bank AG (i. Vj. 727). Über alle Ausbildungsjahrgänge hinweg wurden im Jahr 2023 insgesamt 29 Kaufleute für Büromanagement ausgebildet (inklusive MBBS und MBBSC). Im Rahmen eines Dualen Hochschulstudiums wurden im Jahr 2023 in den verschiedenen Jahrgängen insgesamt 15 Studierende an der Dualen Hochschule ausgebildet: Im Studiengang BWL Bank 7 Studenten und 8 Studenten im Studiengang Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Data Science. Für den Ausbildungsbeginn 2024 werden insgesamt 10 Ausbildungsplätze für Kaufleute für Büromanagement angeboten. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 i. V. m. § 289f Abs. 2 Nr. 4 HGB Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" verpflichtet den Aufsichtsrat der MB Bank AG, für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand Zielgrößen und Fristen zu deren Erreichung zu bestimmen. Der Vorstand der MB Bank AG hat seinerseits solche Zielgrößen und Fristen für die beiden ihm nachgeordneten Führungsebenen festzulegen. In Erfüllung dieser gesetzlichen Verpflichtung hat der Aufsichtsrat der MB Bank AG im Jahr 2020 im Hinblick auf seine eigene Zusammensetzung für den Frauenanteil eine Zielgröße von 25,0 % und als Frist für deren Erreichung den 31. Dezember 2025 bestimmt. Dieses Ziel wurde mit einem Status Quo von 22,2 % zum 31. Dezember 2023 noch nicht erreicht und ist gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben. Zum Jahresende 2023 bestand der Aufsichtsrat aus insgesamt neun Personen, davon zwei Frauen. Eine weitere Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat der MB Bank AG ist angestrebt, um das im Jahr 2020 gesetzte Ziel von 25,0 % bis zum 31. Dezember 2025 zu erreichen. Ebenfalls unter Fristsetzung bis zum 31. Dezember 2025 haben Aufsichtsrat bzw. Vorstand der MB Bank AG folgende Zielgrößen für den Frauenanteil in Führungspositionen festgelegt:
Aufgrund der aktuellen Transformation reduzierte sich die Anzahl der Vorstandsmitglieder von zuletzt vier auf drei Personen. Der angestrebte Frauenanteil von 20 %, im Vorjahr noch erfüllt, wird derzeit nicht erreicht. Ebenfalls bedingt durch die Transformation kommt es auf der ersten Managementebene (alle Führungskräfte der Ebene 2) aktuell zu einer Besonderheit: Beide Führungskräfte der Ebene 2 sind gleichzeitig auch Vorstandsmitglieder, weshalb sie bei der Berechnung der Quote auf dieser Ebene nicht berücksichtigt werden können. Eine Quote für die erste Managementebene per 31.12.2023 kann daher aktuell nicht ausgewiesen werden. Eine Erfüllung der Ziele bis 31. Dezember 2025 ist angestrebt. Die Quote der zweiten Managementebene (alle Führungskräfte der Ebene 3) erfüllt mit 31,3 % per 31. Dezember 2023 die Zielvorgabe. 3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 3.1 Ertragslage Nachfolgend zeigen wir die Gewinn- und Verlustrechnung der MB Bank AG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in einer nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliederten Ergebnisdarstellung. Ergebniskennzahlen Die Ergebnisentwicklung der MB Bank AG im Jahr 2023 zeigen rückläufige Verwaltungsaufwendungen und stark steigende sonstige betriebliche Erträge bei gegenläufig verringerten Erträgen aus Gewinnabführungen der Tochterunternehmen. Betriebswirtschaftliche Ergebnisdarstellung der MB Bank AG für das Jahr 2023
Mit € 312,8 Mio weist die MB Bank AG ein abnehmendes Zinsergebnis aus. Das Zinsergebnis liegt leicht unter dem Niveau von 2022, was im Einklang mit der im Vorjahr abgegebenen Prognose für 2023 steht. Diese Effekte resultieren im Wesentlichen aus gestiegenen Refinanzierungskosten. Aufgrund des rückläufigen Neugeschäfts sinken die Provisionsaufwendungen im Jahresvergleich um € 15,6 Mio auf € 118,9 Mio. Hintergrund sind geringere Provisionen an andere Gesellschaften sowie geringere Umsatzbonifikationen. Die allgemeinen Verwaltungskosten saldiert mit den Weiterbelastungen sind im Berichtsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken und lagen bei € 111,5 Mio (i. Vj. € 142,2 Mio). Einsparungen konnten dabei in nahezu allen Kostenarten verzeichnet werden. Besonders hoch war der Rückgang beim Aufwand für variable Vergütung, Pensionsrückstellungen und Abfindungen. Auch der Aufwand für Beratungsleistungen und für Prozesskosten fiel deutlich niedriger aus als im Vorjahr. Der positive Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ohne Weiterbelastungen resultiert im Wesentlichen aus dem Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen (€ 35,0 Mio). Die weiterhin angespannte Krisensituation (Ukraine-Russland Konflikt) und die weiterhin hohen Inflationsraten spiegelt sich aktuell noch nicht wesentlich im Portfolio der MB Bank AG wider. Im Berichtsjahr 2023 ist das Ergebnis vor Steuern ohne Berücksichtigung der Gewinnabführungen der MBL, MBBS und MBBSC an die MB Bank AG gestiegen. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung an die Mercedes-Benz Group AG ist im Berichtsjahr 2023 von € 359,4 Mio im Vorjahr auf € 303,5 Mio gefallen. Ursache ist im Wesentlichen der Rückgang aus Erträgen von Tochtergesellschaften. 3.2 Vermögenslage Aktiva Die Entwicklung der Vermögenslage der MB Bank AG wird im Wesentlichen durch die Entwicklung der Teilzahlungs- und Händlerfinanzierungen von PKW und MB Nutzfahrzeugen geprägt. Die rückläufige Refinanzierung der MBL sind die wesentlichen Gründe für den um € 892,8 Mio auf € 21.172,7 Mio gesunkenen Forderungsbestand der MB Bank AG. Die Forderungen gegenüber der Zweckgesellschaft Silver Arrow S.A., Compartment 12, 13, 14, 15 und 16, Luxemburg, waren im Wesentlichen von den Neuzugängen der Compartments 15 und 16 im laufenden Geschäftsjahr geprägt. Das Forderungsvolumen aus Teilzahlungskrediten stieg um € 16,5 Mio auf € 9.718,9 Mio. Das Volumen der Händlerfinanzierungen in Deutschland stieg im Berichtsjahr 2023 um € 16,8 Mio auf € 906,2 Mio. Der Bestand an Schuldverschreibungen und Wertpapieren ist von € 1.081,4 Mio auf € 789,8 Mio gesunken. Der Rückgang resultiert unter anderem aus dem Abgang der A- und B-Bonds aufgrund des Clean Up Call der ABS Transaktion SA11 aus dem Jahr 2020. Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind um € 99,0 Mio auf € 266,4 Mio gesunken (2022: € 365,4 Mio). Ursache sind im Wesentlichen die gesunkenen Forderungen aus der Gewinnabführung der MBL. Die Barliquidität verringerte sich um € 32,1 Mio auf € 86,8 Mio. Hintergrund ist die Anlage der Barreserve als Tagesgeld bei der LZB, der Ausweis des Tagesgeldes erfolgt bei den Forderungen an Kreditinstitute. Passiva Im Geschäftsjahr sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um € 207,0 Mio auf € 766,0 Mio, was insbesondere auf den Abgang von Termingeldern zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden verringerten sich um € 1.722,7 Mio auf € 18.468,8 Mio. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem auslaufenden Einlagengeschäft sowie einer Reduzierung der Refinanzierungsmitteln gegenüber der Mercedes-Benz Group AG. Im Gegenzug wurden die Refinanzierungsmitteln gegenüber der Mercedes-Benz Capital Investments B.V. weiter erhöht. Die Rückstellungen in Höhe von € 104,3 Mio sind im Vergleich zum Vorjahr um € 27,4 Mio gesunken. Diese Veränderung resultiert aus deutlich niedrigeren Rückstellungen für negative Marktwerte aus Swapgeschäften. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 € 561.257.000. Es ist eingeteilt in 561.257.000 Stückaktien mit gleichen Rechten. Zum 31. Dezember 2023 weist die Mercedes-Benz Bank AG andere Gewinnrücklagen in Höhe von € 162,5 Mio (i. Vj. € 162,5 Mio) aus. Die Kapitalrücklage von € 1.352,2 Mio (i. Vj. € 1.942,2 Mio) besteht aus dem Agio aus Kapitalerhöhungen und der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist auf eine Entnahme aus der Kaptalrücklage in Höhe von € 590 Mio und deren Einstellung in den Bilanzgewinn zurückzuführen. Bilanzsumme Die Bilanzsumme sinkt zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr um € 1.906,5 Mio auf € 23,1 Mrd. Aufsichtsrechtliche Grunddaten Die MB Bank AG bildet mit ihren Tochtergesellschaften MBL, DFM und MBBSC eine Institutsgruppe mit der MB Bank AG als übergeordnetes Institut. Die Eigenmittel der MB Bank AG betragen zum 31. Dezember 2023 € 2.488 Mio nach € 3.100 Mio im Vorjahr. Die Gesamtkapitalquote (Total Capital Ratio) gemäß CRR für die MB Bank AG per 31. Dezember 2023 beträgt 30,25 % nach 37,20 % im Vorjahr. Die Kernkapitalquote (T1 Capital Ratio) als auch die harte Kernkapitalquote (CET 1 Capital Ratio) per 31. Dezember 2023 betragen 25,06 % nach 31,83 % im Vorjahr. Die Eigenmittel der MB Bank Institutsgruppe betragen zum 31. Dezember 2023 € 2.479 Mio nach € 3.089 Mio im Vorjahr. Die Gesamtkapitalquote (Total Capital Ratio) der MB Bank Institutsgruppe gemäß CRR beträgt per 31. Dezember 2023 14,02 % nach 16,38 % im Vorjahr. Die Kernkapitalquote (T1 Capital Ratio) als auch die harte Kernkapitalquote (CET 1 Capital Ratio) der MB Bank Institutsgruppe per 31. Dezember 2023 betragen 11,60 % nach 14,01 % im Vorjahr. Die geforderte Mindestausstattung mit Eigenmitteln wurde auch unterjährig jederzeit eingehalten. 3.3 Finanzlage Finanzielle Steuerungsgrößen Die Liquidity Coverage Ratio (gemäß LCR-DurchführungsVO basierend auf Art. 460 CRR) der MB Bank AG liegt per 31. Dezember 2023 bei 417,94 %. Die LCR der MB Bank Institutsgruppe beträgt zum 31. Dezember 2023 424,23 %. Die vorgeschriebene Mindestquote wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr stets eingehalten. Die MB Bank AG und MB Bank Institutsgruppe waren jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Net Stable Funding Ratio (NSFR; gemäß Änderungsverordnung 2019/876 (CRR II); Art. 428b Abs. 2 und 3 CRR II) der MB Bank AG liegt per 31. Dezember 2023 bei 116,57 %. Die NSFR der MB Bank Institutsgruppe beträgt zum 31. Dezember 2023 109,98 %. Die vorgeschriebene Mindestquote wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr stets eingehalten. Refinanzierung Die MB Bank AG nutzt im Wesentlichen, neben der Eigenkapitalausstattung, das Einlagengeschäft, die Refinanzierung über Konzerngesellschaften, den Interbankenmarkt sowie den Kapitalmarkt als Refinanzierungsquellen für das Kreditgeschäft. Die Refinanzierung der MB Bank AG war im Berichtsjahr 2023 zu jedem Zeitpunkt gesichert. Um die aufgrund gestiegener Kapitalmarktzinsen erhöhten Refinanzierungskosten abmildern zu können, wurden die zur Verfügung stehenden Refinanzierungsquellen unterschiedlich stark genutzt. Die Verbindlichkeiten aus konzerninternen Refinanzierungen bilden den Hauptanteil am gesamten Refinanzierungsvolumen. Diese belaufen sich per Geschäftsjahresende 2023 auf € 10,9 Mrd (i. Vj. € 8,4 Mrd), wovon € 8,6 Mrd eine Restlaufzeit von mehr als 12 Monaten aufweisen. Darüber hinaus wurden im Jahr 2023 erstmals konzerninterne Forward-Darlehen in Höhe von € 0,2 Mrd abgeschlossen. Die Auszahlungen erfolgen im Jahr 2024. Die Verbindlichkeiten aus Einlageprodukten haben sich im Geschäftsjahr 2023 mit € 4,9 Mrd (i. Vj. € 9,8 Mrd) um 49,9 % reduziert. Das Einlagevolumen privater Anleger ging um € 4,4 Mrd zurück. Davon resultieren 29,1 % aus Fälligkeiten bei Festzinskonten in Verbindung mit der Einstellung der Festzinsprodukte. Die Termingelder für gewerbliche und institutionelle Anleger haben sich um € 0,5 Mrd reduziert. Der Rückgang des Einlagevolumens basiert im Wesentlichen auf der Entscheidung des Aufsichtsrats im Mai 2022, das Einlagengeschäft - ausgenommen sind Termingelder für gewerbliche und institutionelle Anleger - schrittweise abzubauen und bis Ende 2024 einzustellen. Die von dieser Entscheidung betroffenen Kunden wurden schriftlich informiert. Die Bankenrefinanzierung hat einen Umfang von € 0,7 Mrd (i. Vj. € 0,9 Mrd), die Refinanzierung durch Schuldscheindarlehen beträgt zum Bilanzstichtag € 0,2 Mrd (i. Vj. € 0,2 Mrd). Die ausstehende Summe der laufenden On Balance ABS-Transaktionen (Silver Arrow S.A., Compartments 12, 13, 14, 15 und 16) beträgt zum Bilanzstichtag € 1,9 Mrd. Davon hält MB Bank AG € 0,3 Mrd an nachrangigen Wertpapieren (Class B Notes) im eigenen Bestand. Der variabel verzinsliche Anteil der Refinanzierungsmittel besteht im Wesentlichen aus Tagesgeldeinlagen sowie aus den Senior-Tranchen der ABS-Transaktionen. Alle weiteren Refinanzierungsmittel weisen eine feste Verzinsung auf. Bei der Refinanzierung achtet die MB Bank AG darauf, dass die Aktivgeschäfte weitgehend fristenkongruent refinanziert sind. Die Refinanzierungsmittel (ohne Verrechnungskonten) gliederten sich zum Stichtag wie folgt:
Hinsichtlich der Ausführungen zu den außerbilanziellen Verpflichtungen sowie deren künftige Auswirkungen wird auf die Erläuterungen zu den Haftungsverhältnissen im Anhang hingewiesen.
6 inkl. € 1.029 Mio Termingelder für
gewerbliche und institutionelle Anleger.
3.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren der MB Bank AG umfassen zum einen die Kennzahlen zur Entwicklung des Neugeschäfts sowie des finanzierten Vertragsbestandes (Portfolio) zum Nennwert bzw. Auszahlungsbetrag abzüglich Wertberichtigungen. In einem weiterhin durch Lieferverzögerungen geprägten negativen Marktumfeld konnte die MB Bank AG ein Neugeschäftsvolumen von € 3,5 Mrd erzielen. Die im Vorjahr getroffene Prognose von € 3,1 Mrd ist deutlich übertroffen worden. Die Überschreitung ist hierbei ausschließlich auf das Neuwagengeschäft zurückzuführen. Unter Betrachtung der verschiedenen Fahrzeugsparten, konnte vor allem das erwartete Neugeschäft in den Sparten MB PKW und smart deutlich übertroffen werden. Das Portfolio von Finanzierungen inklusive Volumen der Händlerfinanzierung belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt € 9.820,3 Mio (i. Vj. € 9.973,7 Mio) und lag damit im Rahmen der Vorjahresprognose (leichter Rückgang). Des Weiteren beinhalten die finanziellen Leistungsindikatoren der MB Bank AG das Zinsergebnis und das Ergebnis vor Steuern. Das Zinsergebnis betrug im Geschäftsjahr € 312,8 Mio (i. Vj. € 328,7 Mio) und lag damit leicht über den Erwartungen. Deutlich positiv zur Ergebnisentwicklung beigetragen haben geringere Provisionsaufwände, vor allem für das Neugeschäft mit Gebrauchtwagen. Auch die allgemeinen Verwaltungskosten sind stark gesunken, vor allem aufgrund rückläufiger Kosten für variable Vergütung, Pensionsrückstellungen und Abfindungen. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen war im abgelaufenen Geschäftsjahr ein hoher positiver Ergebniseffekt zu verzeichnen, u. a. aus der Auflösung von Rückstellungen (z. B. für Swap in Höhe von € 32,5 Mio) und aus Zinseffekten aus dem Planvermögen Pensionen (€ 13,1 Mio). Das Ergebnis vor Steuern der MB Bank AG hat sich dadurch auf € 146,6 Mio erhöht (i. Vj. € 50,4 Mio) und liegt deutlich über der Prognose aus dem Vorjahr. Der Bestands-RORAC wird zur Sicherstellung einer nachhaltigen Profitabilität auf Ebene der MB Bank Gruppe (IFRS) berechnet und beläuft sich im Berichtsjahr auf 9,5 % (i. Vj. 16,9 %). Der Prognosewert 8,4 % konnte aufgrund einer besseren Ergebnissituation auf MB Bank Gruppenebene (IFRS) übertroffen werden. Ursache waren vor allem ein geringerer Provisionsaufwand, geringere Kosten und höhere sonstige betriebliche Erträge (u. a. Gewinnbeteiligung Schadenquote HDI) als erwartet. Der zur Steuerung der Kostensituation der MB Bank Gruppe ermittelte Cost Income Ratio (CIR) hat sich auf 55,1 % verschlechtert (i. Vj. 45,0 %), ist jedoch dank unter Plan liegender Kosten unter der Prognose von 58,0 % geblieben. Nichtfinanzielle Indikatoren Im Jahr 2023 wurden zwei Kulturbefragungen durchgeführt. Der Fokus lag weiterhin auf den Themen Führung, Transformation, Strategie, Zukunft und Kultur. Die Ergebnisse sind sowohl im MB Bank Vorstand als auch mit den leitenden Führungskräften der Ebene 3 präsentiert und diskutiert worden. Die Umsetzung des "Customer Centricity Ansatzes" für MBFS und damit die Anbindung von Befragungspunkten an allen Touchpoints entlang der gesamten Customer Journey sowie die Anbindung von Touchpoints innerhalb der Dealer Journey wird weiterhin mit hoher Priorität bearbeitet. Über alle MBFS Kundentouchpoints wurden 2023 insgesamt 5.825 Kundenfeedbacks erhoben und verarbeitet, die als Zahlenbasis für KPIs und als Quelle für Verbesserungsimpulse dienen. Die durchschnittliche Bewertung der MBFS-Kunden (Customer Satisfaction) liegt per 12/2023 bei 77,9 (bei einem maximal erreichbaren Wert von 100). Weiterer nichtfinanzieller Indikator ist die Marktdurchdringung im Finanzierungssegment in Deutschland. Die Penetrationsrate Mercedes-Benz PKW/Transporter erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf 12,3 % (i. Vj. 10,7 %). Die Vorjahresprognose von 7,4 % konnte übertroffen werden. In jeder Sparte wurden die Erwartungen deutlich übertroffen, PKW lagen mit 11,4 % über dem Prognosewert von 6,5 % und Transporter mit 13,8 % über der Prognose (9,5 %). Die Gesamtpenetrationsrate der MB Bank Gruppe für Leasing- und Finanzierungsgeschäfte MB PKW/Transporter liegt mit 49,6 % unter Vorjahresniveau (52,1 %). Der Rückgang resultierte aus dem Leasinggeschäft. Ein Teil des Rückgangs der Leasing-Penetrationsrate resultiert aus der sukzessiven Abwicklung des Leasing-Neugeschäfts durch die MB Leasing Deutschland, deren Penetrationsrate im Jahr 2023 bei 1,7 % liegt. 4 Risiko- und Chancenbericht 4.1 Risikobericht Die Risikosteuerung und -überwachung erfolgt sowohl auf Ebene des Einzelinstituts der MB Bank AG als auch für die übergeordnete MB Bank Gruppe. Die MB Bank Gruppe umfasst gemäß § 10a KWG folgende Unternehmen: MB Bank AG als übergeordnetes Unternehmen, MBL, DFM, MBBSC. Aufgrund von Geringfügigkeit wird die MBBS gemäß § 31 KWG nicht im aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis berücksichtigt. Im Hinblick auf die internen Risikosteuerungs- und Controllingprozesse wird hingegen ebenso die MBBS als Anbieter von Nebendienstleistungen in die Gruppensteuerung einbezogen, da diese Gesellschaft operationelle Risiken aufweist. Im Folgenden wird daher der Begriff MB Bank Gruppe i. S. d. internen Risikosteuerung verwendet. Vor dem Hintergrund einer ökonomisch adäquaten Bewertung der Beteiligungsrisiken der MB Bank AG sieht die Konzeption der Risikosteuerung auf Einzelinstitutsebene die Anwendung eines Durchschauprinzips auf die Risiken der nachgeordneten Leasinggesellschaften durch einzelvertragliche Risikomessung vor. Diese Ausgestaltung des Regelkreises auf Einzelinstitutsebene MB Bank AG trägt den aus der für die nachgeordneten Leasinggesellschaften abgegebenen harten Patronatserklärung sowie den aus bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen resultierenden Verpflichtungen der MB Bank AG Rechnung. Für eine vollständige Erfassung sämtlicher Verlustpotenziale ist eine Betrachtung der Risiken der MB Bank AG und der nachgeordneten Unternehmen erforderlich. Die Risikosteuerung und -überwachung ist daher durchgängig als gruppenbezogene Steuerung konzipiert, d. h. das Risikomanagement für die gruppenangehörigen Leasinggesellschaften ist in das Risikomanagement der MB Bank AG eingebunden. Die Gesamtrisikosteuerung der MB Bank AG sowie der MB Bank Gruppe umfasst grundsätzlich zwei Stoßrichtungen: die adäquate Erfassung von Risiken auf Basis eingetretener Verlustereignisse im Rahmen der Bildung der Risikovorsorge und die zielgerichtete Steuerung und Überwachung erwarteter und unerwarteter Risiken. Die Kalkulation von Wertberichtigungen orientiert sich an der für das Risikomanagement der MB Bank AG und der ihr nachgeordneten Leasinggesellschaften maßgeblichen Segmentierung des Geschäftsvolumens nach den Kundensegmenten "Retail" und "Corporate". Dem Corporate-Segment sind dabei Kredit- und Leasingengagements mit einer Engagementhöhe von mehr als € 750.000 auf Gruppenebene sowie das Händlerfinanzierungsgeschäft zugeordnet. Das Retail-Segment umfasst als Mengengeschäft jene Engagements bis zu € 750.000. Wertkorrekturen im Retail-Segment, welche als unwesentliche Forderungen klassifiziert sind, werden grundsätzlich über ein maschinelles Forderungsbewertungsverfahren erfasst. Die Beurteilung von Wertminderungen für Engagements im Corporate-Segment (wesentliche Forderungen) erfolgt methodisch vergleichbar zu dem Retail-Segment. Es wird jedoch stets eine individuelle Bewertung und Überprüfung durchgeführt, beispielsweise im Hinblick auf die Gesundungswahrscheinlichkeit des Kunden oder die Sicherheitenlage. Daneben werden für Forderungen, welche nicht einzelwertberichtigt sind, zur Abdeckung eingetretener, aber noch nicht bekannter, Verlustereignisse sogenannte "Pool-Wertberichtigungen" für das Finanzierungsportfolio gebildet. Die Pool-Wertberichtigung wird auf Einzelvertragsebene unter Zugrundelegung der prognostizierten Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD), der Verlustquote (Loss Given Default, LGD) und der Engagementhöhe zum Zeitpunkt des Ausfalls (Exposure-at-Default, EAD) berechnet. Aus dem Produkt der vorgenannten Größen wird der Erwartungswert des Verlusts (Expected Loss, EL) bestimmt und als Pool-Wertberichtigung einzelvertraglich zugeordnet. Per 31. Dezember 2023 ergibt sich für die MB Bank AG und die ihr nachgeordneten Leasinggesellschaften eine Gesamtrisikovorsorge nach HGB in Höhe von € 99,4 Mio (i. Vj. € 89,3 Mio). Davon entfällt alles auf Adressenausfallrisiken. Auf Einzelinstitutsebene beträgt die Risikovorsorge der MB Bank AG per 31. Dezember 2023 insgesamt € 81,2 Mio (i. Vj. € 72,5 Mio). Der Anstieg der Risikovorsorge ist im Wesentlichen auf eine Zunahme der Insolvenzen im Retail- Geschäft zurückzuführen. Grund hierfür sind neben den gestiegenen Verbraucherpreisen, ein Rückgang der Nachfrage und Investitionen, wodurch sich Kleinunternehmen unter größerem wirtschaftlichen Druck befinden. Eingetretene Verlustereignisse - seien diese objektiv erkennbar (z. B. Zahlungsstörungen) oder zwar eingetreten, aber noch nicht dem Einzelengagement objektiv zuordenbar, dennoch aber erwartet - werden grundsätzlich über die Bildung von Einzel- und Pool (/-Pauschal)-Wertberichtigungen einer Risikoabschirmung unterzogen. Während sich die Risikokapital-Steuerung auf die adäquate Messung, Risikokapitalunterlegung und Überwachung unerwarteter Portfolioverluste richtet. Erwartete Portfolioverluste werden in der ökonomischen Betrachtungsweise berücksichtigt. Ausgangspunkt hierfür ist die Risikostrategie, welche aus der Geschäftsstrategie abgeleitet wird. Von der Gruppe werden Risiken bewusst eingegangen, solange ihnen risikoadäquate Erträge gegenüberstehen und die Risikotragfähigkeit der Gruppe nicht gefährdet wird. Das Risikotragfähigkeitskonzept umfasst alle wesentlichen 7 Risiken des Einzelinstituts der MB Bank AG bzw. der MB Bank Gruppe. Das Risikotragfähigkeitskonzept stützt sich jeweils auf drei Säulen: Neben der Risikoquantifizierung im Rahmen von Value-at-Risk(VaR)-Modellen stellen Szenariobetrachtungen im Rahmen der Kapitalplanung und von Stresstests das zweite bzw. dritte Fundament des Risikotragfähigkeitskonzeptes der MB Bank AG und der MB Bank Gruppe dar. Die Szenariobetrachtungen liefern zusätzliche, zum VaR komplementäre, Informationen. Die Stressszenarien umfassen marktweite und institutsindividuelle Faktoren. Mit szenariobasierten Stresstests wird überprüft, ob die MB Bank AG bzw. die MB Bank Gruppe auch unter bestimmten negativen Marktentwicklungen bzw. adversen Ereignissen in der Unternehmenssphäre eine ausreichende Risikodeckungsmasse besitzt und ob die relevanten Solvabilitäts- bzw. Liquiditätskennziffern eingehalten werden können. Die risikoartenübergreifenden Stresstests sind mehrperiodig ausgestaltet und schließen im Sinne einer vollständigen ökonomischen Betrachtung sowohl die Auswirkungen auf die Ergebnissituation als auch die nach Eintritt des Stressfalls bestehende Risikosituation auf Basis konsistenter Stressprämissen über alle Risikoarten ein. Darüber hinaus werden inverse Stresstests und anlassbezogene Adhoc-Stresstests als Ergänzung der risikoartenübergreifenden Stresstests durchgeführt. Das Risikotragfähigkeitskonzept unterscheidet zudem zwei verschiedene Regelkreise. Der erste Regelkreis umfasst die ökonomische Perspektive, in welcher die langfristige Sicherung der Substanz und somit die Erfüllung der Ansprüche der Fremdkapitalgeber im Mittelpunkt der Betrachtung steht. In der ökonomischen Perspektive wird die Risikotragfähigkeit als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme aus dem Kredit- und Leasingportfolio der MB Bank AG und der ihr nachgeordneten Leasinggesellschaften abzüglich der Risiko- und Abwicklungskosten sowie weiteren Abzugspositionen (Substanzwertbetrachtung) ermittelt. Die ökonomische Perspektive des Risikotragfähigkeitskonzeptes bildet die Basis für die Risikokapitalallokation und das daraus resultierende Limitsystem. Von dem maximal zur Risikodeckung verfügbaren Substanzwert wird entsprechend der Risikoneigung des Vorstandes der MB Bank AG ein Teilbetrag i. H. v. 10 % als strategische Reserve reserviert. Dieser dient u. a. zur Abdeckung von Schwankungen bei den Bestandteilen des Risikodeckungspotenzials. Der Vorstand darf diese Schwankungsreserve für außergewöhnliche Ereignisse vorübergehend zur Deckung von Risiken nutzen. Das verbleibende Risikodeckungskapital kann zur Deckung der vorhandenen und erwarteten Risiken bereitgestellt werden. Dem Risikokapitallimit wird der Risikokapitalbedarf als Summe aller wesentlichen Einzelrisiken gegenübergestellt, wobei zur Berechnung des Risikokapitalbedarfs in der ökonomischen Perspektive ein Konfidenzniveau von 99,9 % verwendet wird. Die ökonomische Perspektive im Risikotragfähigkeitskonzept wird in beiden Steuerungskreisen, der MB Bank AG und der MB Bank Gruppe, ergänzt um die normative Perspektive als zweiten Regelkreis. Die normative Perspektive geht von der Betrachtungsperspektive der Unternehmensfortführung und der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs aus. Die Quantifizierung richtet sich demnach nach dem aufsichtlichen Meldewesen. Beide Perspektiven sind konsistent miteinander in der Gesamtbanksteuerung verknüpft. Zum einen erfolgt diese Verknüpfung im IST durch den SREP-Kapitalzuschlag, mit den Risiken der ökonomischen Perspektive, die nicht oder nicht vollständig in der Säule 1 der Bankenaufsicht erfasst sind, abgedeckt werden sollen. Zudem werden ökonomische Risiken, die in der Risikoinventur als wesentlich identifiziert wurden, in der Szenariobetrachtung im Rahmen der Kapitalplanung schlagend, insofern sie Auswirkungen auf die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive haben. Weiterhin besteht durch die Einflussnahme der Eigenkapitalgrößen bei der Ermittlung des Firmenwertes eine Verknüpfung zur Gewinn- und Verlustrechnung und damit auch zur normativen Perspektive. Vorrangig werden nachstehend beschriebene Risikoarten einer dezidierten Steuerung und Limitierung unterzogen: Kreditrisiken, Marktpreisrisiken (inkl. Zinsänderungsrisiken), Liquiditätsrisiken und Operationelle Risiken. Die Berücksichtigung wesentlicher Konzentrationsrisiken im Risikomanagementprozess erfolgt je nach Konzentrationsrisiko quantitativ und/oder qualitativ in der jeweils zugrundeliegenden Risikoart. In der Mercedes-Benz Bank Gruppe und somit auch in der Mercedes-Benz Bank AG werden vor allem Risikokonzentrationen im Bereich der Adressenausfallrisiken quantitativ erfasst und gesteuert. Zusammenfassend ist einzuschätzen, dass wesentliche Konzentrationen und damit verbundene Konzentrationsrisiken für die Mercedes-Benz Bank Gruppe insbesondere auch aus ihrem Geschäftsmodell als Captive resultieren. Diese Konzentrationen stellen einen bewusst gewählten Bestandteil der Geschäftsstrategie dar. Die mit ihnen verbundenen Chancen überwiegen die aus ihnen resultierenden Risiken. Analog zu den Konzentrationsrisiken gelten auch Nachhaltigkeitsrisiken nicht als eigene Risikoart, sondern als Einflussfaktoren auf die anderen in den Risikomanagementprozessen betrachteten Risikoarten. Die wesentlichen Aspekte der Nachhaltigkeitsrisiken finden Berücksichtigung, z. B. in der Geschäfts- und Risikostrategie, in der ESG-Risikoinventur, beim Risikoappetit und im Stresstesting. Die Ergebnisse der Risikoüberwachung werden dem Vorstand der MB Bank AG sowie weiteren leitenden Führungskräften in Form der Regelberichterstattung zur Verfügung gestellt, welche einen detaillierten Überblick über die einzelnen Risikoarten sowie über das Gesamtrisikoprofil des Einzelinstituts der MB Bank AG bzw. der MB Bank Gruppe um die MB Bank AG gibt. Die Ergebnisse der regelmäßig durchgeführten risikoartenübergreifenden Stresstests werden ebenfalls über die Regelberichterstattung kommuniziert. Akute Ereignisse sowie Ergebnisse aus Adhoc-Stresstests werden im Rahmen eines Adhoc-Berichtsprozesses an den Vorstand berichtet. Kreditrisiken, Marktpreisrisiken (inkl. Zinsänderungsrisiken), Liquiditätsrisiken und operationelle Risiken unterliegen einer Quantifizierung mittels diverser VaR-Risikomodelle. Die Methoden der Quantifizierung für diese Risikoarten werden nachstehend beschrieben. Kreditrisiko Unter dem Kreditrisiko werden folgende aus dem Aktivgeschäft der MB Bank AG und der ihr nachgeordneten Leasinggesellschaften resultierende Einzelrisiken zusammengefasst:
Zur Risikomessung der Adressenausfallrisiken werden in allen Portfoliosegmenten Risikoklassifizierungsverfahren eingesetzt, auf deren Grundlage die Ausfallwahrscheinlichkeit und die Verlustquote bei Ausfall auf Kunden- bzw. Vertragsebene geschätzt werden. Diese Parameter bilden die Grundlage für die Berechnung des Adressenausfallrisikos über das Kreditportfoliomodell nach Basel II. Dabei erfolgt die Quantifizierung über das Basel II-Portfoliomodell auf Basis der einzelvertraglichen Parameter, d. h. jedem Vertrag ist gemäß seiner Risikoklassifizierung eine PD und gemäß seiner zugrunde liegenden Anlageklasse eine LGD zugeordnet. Zusammengefasst über die Kundensegmente Retail und Corporate ergeben sich für das aktive Portfolio (i. S. d. nicht ausgefallenen Portfolios) folgende durchschnittlichen Werte für die Ausfallwahrscheinlichkeit und die Verlustquote auf Sicht von zwölf Monaten:
Als Risikomaß für Adressenausfallrisiken dient der Unerwartete Verlust (Unexpected Loss, UL), welcher sich aus dem Credit VaR des Kreditportfolios bei einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Prognosezeitraum von zwölf Monaten abzüglich des Erwarteten Verlusts (EL) ergibt. Darüber hinaus werden die Standardrisikokosten Kredit (Expected Lifetime Loss) in der Ermittlung des Risikodeckungspotenzials berücksichtigt. Eine Betrachtung der bisherigen EL Lücke findet nicht mehr statt, da diese bereits über die Standardrisikokosten Kredit abgedeckt ist. Das Kreditportfoliomodell nach Basel II geht von folgenden zwei wesentlichen Prämissen aus:
Das Portfolio der MB Bank AG und der ihr nachgeordneten Leasinggesellschaften ist jedoch dadurch gekennzeichnet, dass sowohl Konzentrationen auf einzelne Kreditnehmer als auch auf einzelne Branchen bestehen. Die zehn volumenstärksten Branchen werden nachstehend aufgeführt:
Um trotz der oben dargelegten restriktiven Modellprämissen eine angemessene Quantifizierung des (unerwarteten) Kreditverlusts zu erhalten, werden Einzel- und Branchenkonzentrationsrisiken als Aufschläge auf den unerwarteten Verlust nach Basel II in die Risikomessung und Risikokapitallimitierung explizit einbezogen. Einzelkonzentrationsrisiken werden mit Hilfe eines "Einfaktormodells" als Aufschlag auf die Werte der Basel II Formel bestimmt. Makroökonomische Entwicklungen werden analog dem durch Basel II zugrundeliegenden Modell über einen systematischen Faktor abgebildet. Der im Modell verwendetet idiosynkratische Faktor bildet die Unterschiede der Kreditnehmer ab. Das zur Bestimmung verwendete Portfolio der MB Bank AG und der ihr nachgeordneten Leasinggesellschaften umfasst die aktiven Vertragsbestände, das zugesagte Portfolio sowie Garantien. Auf dieser Grundlage wird mit Hilfe einer Monte Carlo Simulation auf Kreditnehmerebene eine Verlustverteilung bestimmt, welche die unterschiedlichen Exposurehöhen im Portfolio adäquat berücksichtigt. Der aus der simulierten Verlustverteilung abgeleitete Credit VaR wird mit einem nach Basel II bestimmten Credit VaR verglichen. Die Differenz zwischen beiden Werten stellt das Einzelkonzentrationsrisiko dar, das als Aufschlag auf die Risikokapitalmessung nach Basel II zusätzlich berücksichtigt wird. Die Grundlage für die Ermittlung des Risikos aus Branchenkonzentrationen ist ein "Mehrfaktormodell". In diesem Kreditportfoliomodell wird der einzelne makroökonomische Risikofaktor aus Basel II durch mehrere branchenspezifische Risikofaktoren ersetzt. Durch dieses Modell wird sowohl die Korrelation zwischen Kundenausfallrisiko und Branchenausfallrisiko als auch die Korrelation zwischen den Branchen berücksichtigt. Die Basis der Portfoliosegmentierung und der Korrelationsmessung ist die Branchengliederung gemäß des Global Industry Classification Standard (GICS). Die Verlustmessung basiert auf einer Monte Carlo Simulation, in der die branchenspezifischen Risikofaktoren unter Berücksichtigung der zuvor gemessenen Korrelationsstruktur zufällig erzeugt werden. Dem simulierten Credit VaR des Portfolios der MB Bank AG und der ihr nachgeordneten Leasinggesellschaften wird der Credit VaR eines perfekt diversifizierten Portfolios ohne Branchenkonzentrationen gegenübergestellt. Die Differenz zwischen beiden Werten stellt das Branchenkonzentrationsrisiko dar, das als Aufschlag auf die Risikokapitalmessung nach Basel II zusätzlich berücksichtigt wird. Bei der Ermittlung des ökonomischen Kapitalbedarfs für Migrationsrisiken wird der unerwartete Verlust ohne die Berücksichtigung möglicher Ratingwanderungen mit dem unerwarteten Verlust nach der Simulation der Ratingwanderungen verglichen. Die Differenz der oben beschriebenen unerwarteten Verluste wird als der ökonomische Kapitalbedarf für Migrationsrisiken definiert. Im Rahmen der Ermittlung der Risikotragfähigkeit als Substanzwert wird der Expected Loss aus Migrationsrisiken über die in Abzug gebrachten Risikokosten berücksichtigt. Das Kreditrisiko und seine Unterkategorien Adressenausfall-, Konzentrations-, Restwert- und Migrationsrisiko unterliegen einer differenzierten Steuerung durch die Kreditrisikostrategie. Kern dieser Strategie ist ein Limitsystem, das die eingegangenen Risiken auf die Risikotragfähigkeit des Unternehmens beschränkt. Dabei hat der Vorstand der MB Bank AG das Credit Risk Committee (CRC), bestehend aus dem für das Risiko zuständigen Vorstandsmitglied, dem CFO sowie weiteren leitenden Führungskräften aus den Bereichen Markt, Marktfolge, Risk Management und Operations etabliert. Das CRC legt die Bewertungsparameter für die Bewertung von Kreditanforderungen, Kreditsicherheiten und Kreditrisiken in der MB Bank AG und den ihr nachgeordneten Leasinggesellschaften fest und stellt diese dem Vorstand vor. Durch eine turnusmäßige Überwachung der Risikoposition, der Limitauslastung und der risikoadjustierten Rendite (RORAC) auf Portfolio- und zum Teil auf Einzelgeschäftsebene wird sichergestellt, dass die Ertrags- und Volumenziele der MB Bank AG und der ihr nachgeordneten Leasinggesellschaften nachhaltig gesichert sind. Die turnusmäßige Limitüberwachung der Kreditrisikoposition wird durch Stresstests der Kreditrisikoposition ergänzt. Die Stresstests werden über die Verwendung gestresster Risikoparameter durchgeführt. Neben proportionalen Veränderungen relevanter Risikoparameter wie Loss Given Default (LGD) und Exposure at Default (EAD) berücksichtigen die Stresstests für das Kreditrisiko explizit eine zufällige Migration der betrachteten Risikopositionen zwischen Risikoklassen auf Basis vorgegebener Migrationswahrscheinlichkeiten. Zudem ist die Realisierung von Konzentrationsrisiken zentraler Bestandteil der Stressprämissen für das Kreditrisiko. Mögliche Auswirkungen wirtschaftlicher Krisensituationen auf die Risikoparameter und damit auf den Risikokapitalbedarf können so antizipiert und im Rahmen der Kapitalplanung gezielt berücksichtigt werden. Die Stresstests für das Kreditrisiko sind in die risikoartenübergreifenden Stresstests eingebunden. Marktpreisrisiko und Liquiditätsrisiko Das Marktpreisrisiko entsteht allgemein aus der Volatilität von Marktpreisen. Die MB Bank AG ist hierbei insbesondere von Zinsänderungen und in geringerem Umfang von Bonitätsänderungen bei Wertpapieren (Credit Spread Risiken) betroffen, wobei innerhalb der Marktpreisrisiken insb. Zinsänderungsrisiken im Bankbuch die wesentliche Rolle spielen. Das Aktienkursrisiko besteht für die MB Bank AG in nur sehr geringem Umfang und ausschließlich im Zusammenhang mit einem spezifischen Titel der Liquiditätsreserve. Es wird ein vollständiger sukzessiver Abbau angestrebt. Aufgrund der Geringfügigkeit dieses Bestandes bzw. des beizulegenden Zeitwertes im Vergleich zum Gesamtexposure und -ergebnis der MB Bank AG und der Absicht, die Aktien schnellstmöglich, jedoch ohne eine Handelsabsicht, zu veräußern, ist die MB Bank AG keinen wesentlichen Aktienkursrisiken ausgesetzt. Eine separate und spezifische Erfassung und Messung dieser Aktienkursrisiken wird daher nicht vorgenommen. Das Liquiditätsrisiko beschreibt zum einen die Gefahr, dass die Bank ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann; zum anderen umfasst das Liquiditätsrisiko die potenzielle bonitätsbedingte Verteuerung der Refinanzierungsspreads sowie die hieraus resultierende Auswirkung auf das Zinsergebnis. Marktpreisrisiken und Liquiditätsrisiken entstehen nahezu ausschließlich in den Portfolien der MB Bank AG und der ihr nachgeordneten Leasinggesellschaften. Die Marktpreis- und Liquiditätsrisikopositionen werden auf Ebene der MB Bank Gruppe bzw. der MB Bank AG durch den Einsatz von Finanzinstrumenten gezielt gesteuert. Die Entwicklung der Zinsrisiken war von anhaltender Volatilität des Zinsumfelds geprägt. Zudem wirkte der Abbau der Einlagen im Rahmen der für Mitte 2024 geplanten Einstellung des Einlagengeschäfts auf die Zins- und Liquiditätspositionierung der Mercedes-Benz Bank AG. .Die Analyse und Steuerung des Zins- und Liquiditätsrisikos wurde durch das zentrale Treasury Komitee der Bank wahrgenommen und gewährleistet. Die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos erfolgt auf Basis verschiedener Ansätze: zum einen werden auf Basis der Zinsbindungsbilanz die Überhänge in Zwölf-Monatsbändern ermittelt und gemäß der gewünschten Positionierung limitiert. Zum anderen werden neben den aufsichtsrechtlichen Zinsszenarien die Risikomaße "Interest Value at Risk" (IVaR) und "Earnings at Risk" (EaR) zur Bestimmung des barwertigen bzw. des periodischen Zinsänderungsrisikos eingesetzt. Das Zinsänderungsrisiko auf Basis der Zinsbindungsbilanz wird monatlich anhand maximal tolerierter Zinsüberhänge überwacht. Da Tagesgelder in der Praxis nicht täglichen Zinsänderungen unterliegen, kommt bei der Bestimmung der Zinsbindung eine Reagibilitätsmethode zum Einsatz. Die aktuell eingesetzte Methode spiegelt den strategischen Einlagenabbau wider, berücksichtigt ein am Zielvolumen orientiertes Zinsanpassungsverhalten und bildet ein hierzu passendes Mischungsverhältnis ab. Per 31. Dezember 2023 können folgende Zinsüberhänge (in % der Bilanzsumme) auf Gruppensicht festgestellt werden:
Die Zielwerte für die Zinsüberhänge der MB Bank Gruppe werden gemäß Markteinschätzung und Beschlussfassung des Treasury Komitees festgelegt und liegen für das Jahr 2023 bei 0 % für alle drei Laufzeitbänder. Dabei dürfen die monatlich berichteten IST-Werte maximal +/- 2,5 Prozentpunkte von den genannten Zielwerten abweichen. Per 31. Dezember 2023 wird diese Vorgabe eingehalten. Die Risikosensitivität in Bezug auf das Zinsänderungsrisiko des aktuellen Anlagebuchportfolios der MB Bank Gruppe wird aus der nachstehenden Tabelle ersichtlich. Weitere Angaben zu Sicherungsgeschäften für Zinsrisiken erfolgen im Anhang der MB Bank AG. Sensitivität des Firmenwerts (MB Bank Gruppe)
Der Basis Point Value (BPV) ist eine Kennzahl für die Zinssensitivität von Finanzinstrumenten. Die Zinssensitivität gibt an, wie stark der Barwert eines Finanzinstruments auf Änderungen der Marktzinsen reagiert. Ein Basis Point Value (BPV) von -1,47 drückt aus, dass ein Anstieg der Zinsen über alle Laufzeiten um einen Basispunkt den Firmenbarwert der Gruppe um € 1,47 Mio reduziert. Die Ergebnisse der beiden aufsichtsrechtlichen Szenarien (Parallelverschiebung der Zinskurve um +200 BP bzw. -200 BP) sind auch auf Gruppenebene weit von der aufsichtsrechtlich definierten Frühwarnschwelle (15 % des Kernkapitals; max. 20 % der Eigenmittel) entfernt. Für den Beitrag zum Gesamtrisiko für das Risikotragfähigkeitskonzept wird im Falle des Interest VaR (31. Dezember 2023: € 447,5 Mio) als auch Credit Spread VaR (CS VaR) (31. Dezember 2023: € 9,5 Mio) in der Ökonomischen Perspektive auf eine historische Simulation mit Start der Historie am 1. Januar 2010 zurückgegriffen. Diese Werte gehen zusammen mit dem LVaR (s. u.) in die Gesamtrisikodarstellung mit ein. Der IVaR stellt dabei die Differenz der Firmenbarwerte aus der aktuellen Zinskurve und aus der gestressten Zinskurve dar. Die gestresste Zinskurve in der ökonomischen Perspektive wird mittels historisch beobachteter Zinsänderungen zu einem Konfidenzniveau i. H. v. 99,9 % und bei einer Haltedauer von 250 Tagen ermittelt. Der CS VaR für das Wertpapierportfolio wird analog anhand der Credit Spread Kurve mit einem Konfidenzniveau i. H. v. 99,9 % und bei einer Haltedauer von 250 Tagen quantifiziert. Im Rahmen des jährlichen Validierungsverfahrens wurden Modellparameter für den IVaR und CS VaR überprüft. Zur Prüfung der Modellgüte werden die ermittelten IVaR und CS VaR einem monatlichen Backtesting unterzogen. Der EaR beschreibt das Zinsänderungsrisiko in der risikoartenspezifischen, periodischen Steuerung. Dabei werden die Zinsüberhänge der Zinsbindungsbilanz mit der 1M-Forwardkurve geschlossen, um einen Erwartungswert hinsichtlich des Strukturbeitrages zu ermitteln. Die marktüblichen Schwankungen werden mittels historisch beobachteter Werte mit dem aktuellen Zinsniveau verrechnet. Wie beim IVaR erfolgt auch beim EaR ein monatliches Backtesting, um die Modellgüte zu messen und um extreme Marktbewegungen verfolgen zu können. Das Liquiditätsrisiko resultiert zum einen aus dem Zahlungsunfähigkeitsrisiko (dispositives Liquiditätsrisiko) und zum anderen aus dem Liquiditätstransformationsrisiko (strukturelles Liquiditätsrisiko). Dem Zahlungsunfähigkeitsrisiko wird durch Überwachung der Liquidity Coverage Ratio (gemäß LCR-DurchführungsVO basierend auf Art. 460 CRR) sowie durch kontinuierliche Liquiditätsplanungen auf Basis der kurz- und mittelfristigen Entwicklung von Aktiv- und Passivpositionen begegnet. Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung erfolgt zudem auch unter Berücksichtigung von Stressszenarien hinsichtlich unvorhergesehener Mittelabflüsse. Die Liquiditätsplanung ist wesentlicher Bestandteil der regelmäßigen Bilanzplanung und Vorschaurechnung. Darüber hinaus wird die Kennzahl "Survival Horizon" ermittelt. Diese gibt den Zeitraum an, über den der Geschäftsbetrieb ohne Aufnahme neuer Refinanzierungsmittel aufrechterhalten werden kann. Per 31. Dezember 2023 beträgt der Survival Horizon unter der Annahme eines konservativen Ablaufs ohne Berücksichtigung des Neugeschäfts der Tagesgeldeinlagen im Normalszenario mehr als einen Monat. Das Risiko der Zahlungsunfähigkeit wird außerdem durch die Festlegung eines angemessenen Liquiditätspuffers begrenzt. Dieser wurde so konzipiert, dass die Bank unter Berücksichtigung der stochastischen Mittelabflüsse (abfließende Tagesgelder, Inanspruchnahme zugesagte Kredite, in Anspruch genommene Kredit-/Liquiditätslinien sowie Kontokorrentkredite) ausgehend von einem 99%-Quantil mindestens 30 Tage liquide bleibt. Grundsätzlich darf der Survival Horizon diese 30-Tage-Grenze nicht unterschreiten. Kurzfristige Unterschreitungen sind jedoch vor dem Hintergrund bereits getroffener Maßnahmen zur Behebung der Unterschreitungen möglich. Liegen derartige Maßnahmen jedoch nicht vor, so wird im Rahmen der Liquiditätsnotfallplanung die Frühwarnphase aktiv. Das Liquiditätstransformationsrisiko wird basierend auf Liquiditätsablaufbilanzen monatlich anhand maximal tolerierter Liquiditätsinkongruenzen überwacht. Dabei werden Tagesgelder nicht als täglich fällig abgebildet, sondern mittels eines Ablaufs, der aus einer Kombination des geplanten strategischen Abbaus der Tagesgelder und historischen Beobachtungen ermittelt wurde und einer regelmäßigen Validierung unterliegt. Per 31. Dezember 2023 können folgende Liquiditätsüberhänge (in % der Bilanzsumme) auf Gruppensicht festgestellt werden: Liquiditätsüberhänge
Für die Liquiditätsablaufbilanz wird das Ziel einer geschlossenen Überhangssituation definiert, wobei Passivüberhänge generell und Aktivüberhänge bis zu 2,5 % als unschädlich betrachtet werden. Per 31. Dezember 2023 wird diese Vorgabe eingehalten. Zum 31. Dezember 2023 stellen die Konzernrefinanzierung für die MB Bank Gruppe, sowie zusätzlich für das Einzelinstitut die Kundentagesgelder die wesentlichen Fundingquellen dar. Weitere Angaben zu Refinanzierungsquellen 9 und -struktur des Einzelinstituts MB Bank AG sowie der MB Bank Gruppe können den beiden nachstehenden Abbildungen entnommen werden:
Trotz des volatilen Zinsumfeldes und des strategischen Einlagenabbaus war die Liquiditätsausstattung der MB Bank AG im Jahr 2023 zu jedem Zeitpunkt gesichert. Auf Basis des geplanten Aktivvolumens und unter Verwendung des Ablaufs der Refinanzierung aus der Liquiditätsablaufbilanz wird die Kennzahl "Liquidity Value at Risk" (LVaR) berechnet. Diese gibt das Risiko der Verteuerung der Refinanzierung aufgrund von Schwankungen der Refinanzierungsspreads an. Der LVaR ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Erwartungswert der Refinanzierungskosten - ermittelt auf dem aktuellen Spreadniveau - und einem gestressten Wert. Für die Ermittlung des gestressten Werts wird auf eine historische Simulation mit 2.500 Tagen Historie zurückgegriffen. Dabei wird für die risikoartenspezifische, periodische Steuerung aus Konsistenzgründen zum EaR ein Konfidenzniveau von 99 %, eine Haltedauer von 20 Tagen und ein Ausblick für die kommenden zwei Planjahre (Planperioden 2024 und 2025) festgelegt. Für die Risikoquantifizierung des Risikotragfähigkeitskonzepts in der ökonomischen Perspektive werden entsprechend der Risikoneigung ein Konfidenzniveau von 99,9 % und ein Prognosehorizont von zwölf Monaten gewählt. Die Haltedauer wird für die ökonomische Perspektive, wie beim IVaR und CS VaR, auf 250 Tage festgelegt.
9 Verrechnungskonten sind in der Darstellung
nicht enthalten.
Der in das Risikotragfähigkeitskonzept eingehende LVaR beträgt in der Ökonomische Perspektive per Jahresultimo € 44,3 Mio. Per 31. Dezember 2023 wird im Rahmen der periodischen Steuerung für die MB Bank Gruppe folgende Risikosituation ermittelt (Planjahre 2024 und 2025):
Die in der Tabelle ausgewiesene Limitauslastung für die Risiken der MB Bank Gruppe in der periodischen Steuerung liegt bei 31 % für den EaR und 46 % für den LVaR. Die Modellparameter für EaR und LVaR unterliegen einem jährlichen Validierungsverfahren. Im Rahmen des Liquiditätsrisikos wird das Marktliquiditätsrisiko als gering eingestuft. Das Marktliquiditätsrisiko betrifft ausschließlich den Wertpapierbestand. Dieser Bestand wird in der MB Bank AG jedoch nur als Liquiditätspuffer gehalten. Durch die vollumfängliche EZB-Fähigkeit der Papiere muss zur Liquiditätsbeschaffung nicht zwingend ein Verkauf der Papiere erfolgen. Die Liquidität kann jederzeit mit den bekannten Haircuts durch eine Teilnahme am Tender-Verfahren der EZB generiert werden. Zudem wurde das geldpolitische Instrumentarium der Europäischen Zentralbank/Bundesbank in Form von Offenmarktgeschäften/Tendern durch die MB Bank AG genutzt. Um Extrembelastungen und deren Auswirkungen auf die Gesamtrisikoposition simulieren zu können, kommen für Marktpreisrisiken (inkl. Zinsänderungsrisiken des Bankbuchs) und Liquiditätsrisiken definierte Stressszenarien zum Einsatz. Die zugrundeliegenden Stressszenarien beinhalten dabei die risikoartenübergreifenden marktweiten und institutseigenen Stressfaktoren. Operationelle Risiken In Anlehnung an Artikel 4 Ziffer 52 CRR definiert die MB Bank AG operationelle Risiken als die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, von Menschen oder in Folge externer Ereignisse eintreten. Die MB Bank AG setzt für die Berechnung des aufsichtsrechtlichen Eigenkapitals für operationelle Risiken den Standardansatz gemäß Artikel 317 CRR um. Demgemäß errechnet sich der aufsichtsrechtliche Eigenkapitalbedarf für operationelle Risiken auf Basis der durchschnittlichen Bruttoerträge der vorangegangenen drei Geschäftsjahre. Die Bruttoerträge werden dabei entsprechend ihrer Zugehörigkeit zu den regulatorischen Geschäftsfeldern mit vorgegebenen Beta-Faktoren gewichtet und aggregiert. Analoges gilt für die aufsichtsrechtliche Eigenkapitalunterlegung operationeller Risiken auf der Ebene der Institutsgruppe. Für Zwecke der internen Steuerung wird gruppenweit hingegen ein internes VaR-Quantifizierungsmodell eingesetzt. Als Basismethoden für die Risikoidentifizierung, -bewertung und -steuerung stehen das OpRisk Loss Tracking als systematische Sammlung von Schadensereignissen einerseits und das OpRisk Assessment als strukturierte Bewertung von Risiken auf Basis von Expertenschätzungen andererseits zur Verfügung. Auf der Grundlage der aus der Verlustsammlung und aus dem OpRisk Assessment gewonnenen Daten erfolgt die Ermittlung der Verlustverteilung für operationelle Risiken durch die Anwendung statistischer Methoden. Das eingesetzte VaR-Quantifizierungsmodell berücksichtigt daher neben dem Verlustverteilungsansatz eine quantitative Bewertung der Risiken aus dem Assessment. Dabei werden für jede einzelne Risikokategorie Verlustverteilungen mittels der Monte-Carlo-Technik simuliert, die zu einer Gesamtverlustverteilung aggregiert werden, was eine VaR-Steuerung sowie den Einbezug operationeller Risiken in das risikoartenübergreifende Stresstesting ermöglicht. Der einjährige erwartete Verlust aus dem Quantifizierungsmodell wird um erwartete Schäden aus der Totalperiode ergänzt und direkt bei der Ermittlung des Risikodeckungspotenzials in Abzug gebracht. Um die frühzeitige Risikoidentifikation sicherzustellen, ist im zentralen OpRisk Management ein Frühwarnindikatoren-System angesiedelt. Dabei werden für die OpRisk-Kategorien Information & Technik, Bearbeitungsfehler, sonstige strafbare Handlungen, Recht und Verträge, Personalpolitik, Prozessgestaltung, kriminelle Handlungen und Dienstleistungen & Auslagerungen mindestens ein Indikator definiert, der jeweils über eine Ampel-Logik überprüft und gesteuert wird. Geschäftsrisiko Das Geschäftsrisiko bezeichnet die Gefahr finanzieller Verluste, von Ergebnisrückgängen sowie negativen Planabweichungen. Dafür relevant sind die externen Rahmenbedingungen aus wirtschaftlicher, sozialer, regulatorischer, politischer und technologischer Sicht. In der ökonomischen Perspektive werden Effekte durch Geschäftsrisiken über die Reduktion des Risikodeckungspotenzials durch aufgelaufene oder erwartete Verluste in der ökonomischen Perspektive berücksichtigt. Zudem wird, um den Kostenrisiken Rechnung zu tragen, ein Aufschlag für Kostenrisiken bei der Ermittlung der Abwicklungskosten berücksichtigt. Darüber hinaus werden Teilaspekte des Geschäftsrisikos, wie etwa Marktänderungs- und Wettbewerbsrisiken, Investitionsrisiken aus Projekten sowie Image- und Reputationsrisiken, in Szenariobetrachtungen (Stresstests) und dem adversen Szenario auf Basis qualifizierter Expertenschätzungen adressiert. Etablierte Risiko-Committees Für die aufgrund der Geschäftstätigkeit der MB Bank AG und der ihr nachgeordneten Leasinggesellschaften maßgeblichen Risikoarten wurden bereichsübergreifende Risikokomitees etabliert, die den Gesamtvorstand der MB Bank AG bei der Wahrnehmung der Risikomanagementaufgaben, insbesondere bei der Definition von Methoden und Verfahrung zur Identifikation, Messung und Bewertung von Risiken sowie bei der Definition und Implementierung geeigneter Steuerungsmaßnahmen, unterstützen. In der MB Bank AG bestehen neben dem Credit Risk Committee (CRC) das Treasury-Committee sowie das OpRisk Committee. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Auf Basis der skizzierten Risikosteuerungsmethoden und -parameter stellt sich die ökonomische Risikosituation zum 31. Dezember 2023 für die MB Bank AG sowie die MB Bank Gruppe wie folgt dar: Gesamtrisiko per 31.12.2023 bezogen auf die MB Bank AG und MB Bank Gruppe 10
Die aufsichtsrechtliche Kapitalausstattung zum 31. Dezember 2023 zeigt die folgende Darstellung:
Einlagensicherung Aufgrund unserer Mitgliedschaft in der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken und im Einlagensicherungsfonds sowie aufgrund der "europäischen Bankenabgabe" können im Fall von Entschädigungs- und Unterstützungsmaßnahmen, die zu einer Unterdotierung dieser Einrichtungen führen, auch von der MB Bank AG Sonderzahlungen eingefordert werden. Ob und in welcher Höhe es zu derartigen Zahlungen kommen wird, ist auch aufgrund des Berechnungsschemas, das insbesondere auf eine relative Entwicklung von institutsspezifischen Parametern im Vergleich zur Branche abstellt, derzeit nicht absehbar. Derartige Zahlungen können jedoch grundsätzlich zu einer Belastung unserer Vermögens-, Finanz-, Ertrags- und Liquiditätslage führen. 4.2 Chancenbericht Die Identifikation und Bewertung von Chancen erfolgen als integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung, da beim Ergreifen von Chancen auch Risiken entstehen können. Bei Chancen kann es sich um interne oder externe Potenziale handeln. Sowohl die Betrachtung von Chancen als auch die Betrachtung von Risiken wird innerhalb der strategischen Stoßrichtungen der MB Bank AG durch die Balanced Score Card operationalisiert. Über die strategische Stoßrichtung "Profitabilität" wird sichergestellt, dass der unternehmerische Erfolg, auch aus der Nutzung von Marktchancen, in einem ausgewogenen Verhältnis zu den eingegangenen Risiken steht. Sofern es wahrscheinlich ist, dass Chancen eintreten, werden diese im Rahmen der Planungen und Erwartungen berücksichtigt. Chancen durch strategische Weiterentwicklung Die MB Bank AG richtet sich im deutschen Markt neu aus, wird noch gezielter auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden und Händler reagieren können und stellt somit eine nachhaltige Profitabilität als attraktiver und wettbewerbsfähiger Absatzunterstützer sicher. Die MB Bank AG wird sich zukünftig auf das Retail-Finanzierungsgeschäft mit dedizierten Customer Journeys für Neu- und Gebrauchtwagen sowie auf die Händlerfinanzierung konzentrieren. Chancen ergeben sich hierbei durch eine Komplexitätsreduzierung, welche auf Basis einer simplifizierten und standardisierten Produktlandschaft erzielt wird. Seit Mitte 2022 ist die MBLD live und übernimmt schrittweise das Leasingneugeschäft. Dies hat zur Folge, dass das Leasing-Portfolio in der MB Bank Gruppe sukzessive auslaufen wird. Darüber hinaus erfolgt durch die Reduzierung von Produktvarianten eine weitere Fokussierung auf die Kernkompetenzen der MB Bank AG. Infolgedessen reduziert sich in der MB Bank AG zukünftig der Bedarf an Refinanzierungsvolumen. Diese Reduzierung wird durch die Einstellung des Einlagengeschäfts im Privatkundenbereich im Laufe des Jahres 2024 erreicht. Der Fokus der MB Bank AG im Rahmen ihrer Neuausrichtung liegt auf der nachhaltigen Sicherung profitabler Margen in allen Geschäftsfeldern. Wesentliches Element dabei ist die Sicherstellung einer weiterhin optimalen, wettbewerbsfähigen Kostenstruktur für die MB Bank AG. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der Neuausrichtung der MB Bank AG von entscheidender Bedeutung. Die Implikationen des Leasinggeschäftsauslaufs bzw. der Portfolioreduktion sowohl organisatorisch als auch prozessseitig werden kontinuierlich überprüft. Diese veränderten Rahmenbedingungen wirken auf das zukünftige Betriebs- und Steuerungsmodell der MB Bank AG und werden durch das eigens initiierte Programm "My Future Bank" geeignet berücksichtigt. Dieses Programm schafft die Grundlage, um die gewünschte Profitabilität der MB Bank AG nachhaltig sicherzustellen. "My Future Bank" umfasst die Bündelung verschiedener Maßnahmen für eine, auf das Zukunftsbild ausgerichtete, Prozess- und Systemlandschaft der MB Bank und damit die Ausdifferenzierung des zukünftigen Steuerungs- und Betriebsmodells. Das Ziel des Programmes ist es, parallel zum laufenden Betrieb, eine moderne und hocheffiziente Bankenplattform auf der Basis von zukunftsfähigen Technologien aufzubauen. Mit dieser Bankenplattform werden die erfolgskritischen und bankenaufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt, um die Wettbewerbsfähigkeit der MB Bank AG nachhaltig sicherzustellen. Dies ist die Grundlage, um (kosten-)effizienter und, in Kombination mit einem fokussierten Geschäftsmodell, profitabel zu sein. Durch die angestrebte Standardisierung und Modularisierung wird der Aufwand verringert, ohne dass dies zu Lasten der Kundenorientierung geht. Die nahtlose Integration von Finanzierungsprodukten in die fahrzeugbezogene Customer Journey von Mercedes-Benz stärkt die Markenwahrnehmung und das positive Kundenerlebnis. Dies kombiniert mit attraktiven Konditionen und eventuellen Zusatzleistungen kann sich positiv auf die Entwicklung der Penetrationsrate auswirken. Dieser Sachverhalt muss als Chance wahrgenommen werden, welche einen signifikanten Wettbewerbsvorteil für die MB Bank AG darstellt. Neben der Integration in die Mercedes-Benz Customer Journey durch die Bereitstellung digitaler Finanzierungsprozesse und Produkte ist eine Steigerung der Retentionfähigkeit ein wesentliches Element für die Kundenorientierung der MB Bank AG. Durch die Beteiligung an der Customer-Relationship-Management Strategie von Mercedes-Benz, in Verbindung mit dem Ausbau der datengetriebenen Organisation, werden Retention-Angebote direkt auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten. Auf diese Weise wird durch eine individuelle Kundenansprache eine Penetrationsrate auf hohem Niveau ermöglicht. Der Anspruch, die MB Bank AG und ihre Tochtergesellschaften dauerhaft als attraktiven Arbeitgeber im Wettbewerbsumfeld zu positionieren und die kulturelle sowie digitale Transformation weiterzuführen, ist auch weiterhin klares Ziel und Anspruch der MB Bank AG. Operative und finanzwirtschaftliche Chancen Im Jahr 2023 entwickelt sich das Neugeschäft besser, als Mitte des Jahres noch erwartet. Dies spiegelt sich auch im Portfolio der MB Bank wider. Im Ausblick auf das Jahr 2024 zeigt sich in der Planung ein Rückgang des Portfolios. Dieser ist im Wesentlichen auf die geplante Reduktion des Neugeschäfts für Leasing zurückzuführen. Ergänzend hierzu plant MB Cars mit einem Rückgang des Absatzes für Neufahrzeuge bis einschließlich 2026. Ab 2027 nimmt der geplante Absatz dann wieder zu. Im Gegensatz dazu rechnet MB Vans für die kommenden Jahre mit einer Steigerung des Absatzes. Sollte sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld zukünftig positiv verändern, könnten sich Chancen für eine über den Erwartungen liegende Entwicklung des Absatzes ergeben. Darüber hinaus könnte dies auch zu einer vorteilhaften Entwicklung der Risikokosten der MB Bank AG führen. 5 Prognosebericht Für das Jahr 2024 erwarten wir bei der MB Bank AG einen Rückgang der Penetrationsrate für Finanzierungen von MB PKW und Transportern, der vor allem auf den wachsenden Wettbewerbsdruck zurückzuführen ist. Die MB Bank AG plant mit einem Neugeschäftsvolumen von € 2,8 Mrd, das sich gleichermaßen auf Neu- und Gebrauchtwagenfinanzierungen verteilt. Daher wird für das Jahr 2024 von einer Verringerung des Portfolios bei der MB Bank AG ausgegangen. Im Jahr 2025 streben wir einen leichten Anstieg sowohl bei der Penetrationsrate (PKW/Transporter) als auch beim Neugeschäftsvolumen bei gleichbleibendem Portfolio an. Das Zinsergebnis für das Jahr 2024 wird weiterhin von den Margen aus Neugeschäft beeinflusst, die während der Phase steigender Zinsen in den Jahren 2022 und 2023 erzielt wurden. Aufgrund der vorgenommenen Konditionsanpassungen sehen wir bereits eine deutliche Steigerung der Profitabilität im Neugeschäft und erwarten eine nachhaltige Verbesserung der Portfoliomarge im Jahr 2025. Somit wird sich das Zinsergebnis ab dem Jahr 2025 stabilisieren. Die Risikokosten waren im Jahr 2023 trotz der anhaltenden Krisensituation auf einem moderaten Niveau. Aufgrund der Rezessionsannahmen sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Inflationsentwicklung wird aktuell von einem Anstieg der Risikokosten im Jahr 2024 ausgegangen. Im Jahr 2023 trug insbesondere die Auflösung einer Drohverlustrückstellung für Swaps in Höhe von € 32,5 Mio zu sonstigen betrieblichen Erträgen bei. Für das kommende Jahr erwarten wir keine zusätzlichen positiven Ergebniseffekte. Unsere Prognose für 2024 sieht für die MB Bank AG daher ein deutlich geringeres Ergebnis vor. Bei den Ergebnisausschüttungen der Tochtergesellschaften plant die MB Bank AG mit einer leichten Steigerung. Im Jahr 2023 hat die Mercedes-Benz Mobility AG (MBM) erstmalig eine Lizenzgebühr verrechnet, die die Nutzung der Namensrechte sowie der zentral entwickelten IT-Systeme und Prozesse durch die MBM abdeckt. Die Verrechnung dieser Lizenzgebühr wird ebenfalls im Jahr 2024 anfallen und das Ergebnis der MB Bank AG beeinflussen. In den kommenden Jahren wird das Projektportfolio hauptsächlich aus Projekten zur Transformation der MB Bank AG bestehen. Hierzu zählen Projekte zur Neugestaltung des Mercedes-Benz Vertriebsmodells (Vertrieb der Zukunft), zur Digitalisierung bzw. Erneuerung der Prozesse und Systeme, sowie zur Umsetzung regulatorischer Änderungen. Aufgrund der damit verbundenen zusätzlichen Belastungen durch erhöhte Aufwendungen erwarten wir, dass die auf Gruppenebene der MB Bank ermittelte Cost-Income-Ratio (CIR) voraussichtlich im Jahr 2024 bei 66,8 % liegen und im Jahr 2025 auf 96,3 % ansteigen wird. Hinsichtlich Profitabilität erwarten wir für die MB Bank Gruppe im Jahr 2024 einen Rückgang des Bestands-RORAC von 9,5 % auf 6,1 %. Während der Transformationsphase passen sich die Gemeinkosten nicht in gleichem Maße wie das zinstragende Portfolio an. Zudem erfolgt die Reduzierung des Eigenkapitals mit zeitlicher Verzögerung. Wir erwarten jedoch im Verlauf des Jahres 2026 eine Trendwende bei der Ergebnisentwicklung hin zu wieder steigenden Größen beim Bestands-RORAC.
Stuttgart, den 15. März 2024 Mercedes-Benz Bank AG Vorstand Schell Deegen Götzenberger Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen und Methoden Der Jahresabschluss der Mercedes-Benz Bank AG (MB Bank AG) wird nach handelsrechtlichen Anforderungen gemäß §§ 340 ff. HGB i. V. m. der RechKredV sowie den aktienrechtlichen Vorschriften aufgestellt und unter Gegenüberstellung der Werte zum 31. Dezember 2022 ausgewiesen. Die in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten sind im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem Formblatt 1 gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV. Die MB Bank AG wendet für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt 3 in Staffelform nach § 2 Abs. 1 RechKredV an. Die Mercedes-Benz Group AG, Stuttgart, hält sämtliche Anteile an der MB Bank AG. Zwischen der Mercedes-Benz Group AG und der MB Bank AG wurde am 8. Juli 2020 ein Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung ab dem 1. Januar 2020 geschlossen. Darüber hinaus besteht zwischen der Mercedes-Benz Group AG und der MB Bank AG ein Organschaftsverhältnis für Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie hinsichtlich der Umsatzsteuer. Der Jahresabschluss der MB Bank AG wird über ihre Gesellschafterin Mercedes-Benz Group AG, Stuttgart, in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister eingereicht. Die MB Bank AG ist daher gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss aufzustellen, befreit. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart, Abteilung B, Nr. 22937 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Siemensstraße 7, 70469 Stuttgart. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden werden zum Nennwert bzw. zum Auszahlungsbetrag abzüglich Wertberichtigungen bilanziert. Akute Risiken im Kreditgeschäft werden durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Latente Risiken im Kreditgeschäft werden anhand homogener Teilportfolien durch Wertberichtigungen auf Basis von historischen, solvabilitätsrechtskonformen Risikoparametern berücksichtigt. Die Pool-Wertberichtigungen werden für alle Verträge berechnet, für die keine Einzelwertberichtigungen gebildet wurden. Die HGB Wertberichtigung basiert auf einem Expected Loss Modell entsprechend der IFRS 9 Methodik und bezieht somit auch Erwartungen über die Zukunft mit ein. Bei der HGB Methodik werden die IFRS 9 Point-in-Time Faktoren zur Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) sowie zur Verlustquote (LGD) für die einzelvertragliche EWB Ermittlung sowie für die Ermittlung der Poolwertberichtigung (Finanzierungsportfolio) angewendet. Die EWB-Bildung basiert auf den gleichen Kriterien, die auch zu einem Ausfall nach Art. 178 CRR führen. Dieses Verfahren wurde mit der Umstellung der Wertberichtigungssystematik auf konzerneinheitliche Richtlinien im Rahmen der Umstellung auf IFRS 9 bereits im Jahr 2018 eingeführt und entspricht den Vorgaben des IDW RS BFA 7. Die gemäß dem IDW RS BFA 3 n.F. durchzuführende Bewertung des Bankbuches erfolgt mit der statischen Methode (Barwert). Der Barwert ergibt sich aus den Zahlungsströmen der zinstragenden Geschäfte des Bankbuches. Die Zahlungsströme werden mit den institutsspezifischen Refinanzierungskosten zum Bewertungszeitpunkt diskontiert. Des Weiteren wird der Barwert um die Risiko- und Verwaltungskosten reduziert. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich aus der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs kein Verpflichtungsüberschuss. Im Geschäftsjahr 2023 hat die MB Bank AG keine Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB bilanziell abgebildet. Auf ausländische Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in € umgerechnet. Die Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sind der Liquiditätsreserve zugeordnet und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Aufgelder werden über die Laufzeit der Papiere amortisiert. Ab dem Jahr 2023 werden die zurückerworbenen B-Bonds aus ABS Finanzierungen im Anlagevermögen geführt, sofern sie die Voraussetzungen dafür erfüllen. Bisher waren sie in der Liquiditätsreserve enthalten. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Pensionsrückstellungen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren durch einen versicherungsmathematischen Gutachter ermittelt. Die Bewertung erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 HGB unter Anwendung des laut RückAbzinsV von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für den 31. Dezember 2023 wurde ein Zinssatz in Höhe von 1,82 % (i. Vj. 1,78 %) prognostiziert und der Bewertung zugrunde gelegt. Die Pensionsanwartschaft wird auf Basis der Heubeck-Richttafeln (2018 G) sowie der geschätzten künftigen Gehaltssteigerungen im Tarifbereich als auch für leitende Angestellte in Höhe von 3,00 % berechnet. Des Weiteren wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten aufgrund effektiver Erfahrungen der Vergangenheit und das frühestmögliche Renteneintrittsalter berücksichtigt. Zur Deckung der Pensionsansprüche werden Gelder in den Pensionsfonds "Mercedes- Benz Pension Trust e.V. einbezahlt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Bewertung der verrechneten Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung werden mit den Aufwendungen und Erträgen der verrechneten Vermögensgegenstände im sonstigen betrieblichen Ergebnis saldiert. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt T€ 1.929. Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung von Fluktuationswahrscheinlichkeiten. Die Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt durch einen versicherungsmathematischen Gutachter. Die Mitarbeiter der MB Bank AG haben die Möglichkeit, z. B. bei besonderen Projekten, über einen Zeitraum von fünf Jahren ein Langzeitkonto aufzubauen. Die hier gutgeschriebenen Zeitgutschriften werden zu im Tarifvertrag festgelegten Zeitpunkten (31. Dezember 2024, 31. Dezember 2029 etc.) auf das lebensalterdifferenzierte Langzeitkonto übertragen. Die daraus resultierende Rückstellung wird mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von fünf Jahren abgezinst. Das lebensalterdifferenzierte Langzeitkonto wird für jeden Mitarbeiter ab dem 49. Lebensjahr gemäß den tariflichen Bestimmungen befüllt und beim Ausscheiden ausbezahlt oder vor Eintritt in den Ruhestand oder in die Altersteilzeit Ruhephase abgebaut. Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 3. Entwicklung des Anlagevermögens Bezüglich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Anlage 1 zum Anhang (Anlagenspiegel). 4. Erläuterungen zur Bilanz In den Aktivposten sind andere kurzfristige Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 4,9 Mio mit einer Restlaufzeit bis 3 Monate enthalten. Die Überschussliquidität der Mindestreserve in Höhe von € 748,8 Mio wird seit Ende September 2022 als Einlagenfazilität bei der Deutschen Bundesbank angelegt und unter der Position Forderungen an Kreditinstitute ausgewiesen. In Summe zeigt die MB Bank AG Forderungen gegenüber Kunden in Höhe von € 21.172,7 Mio (i. Vj. € 22.065,5 Mio), davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 11.352,4 Mio (i. Vj. € 12.091,8 Mio). In den Forderungen an Kunden sind Forderungen gegenüber der Silver Arrow S.A., Luxemburg, in Höhe von € 25,8 Mio enthalten. Diese setzen sich im Wesentlichen aus den fünf gewährten Nachrangdarlehen in Höhe von € 25,0 Mio zusammen. Die Forderungen an Kunden weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Die Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere betreffen börsenfähige, im Wesentlichen börsennotierte, bundesbankfähige Wertpapiere, überwiegend von inländischen Kreditinstituten und öffentlichen Emittenten. Der Bilanzwert dieser Wertpapiere beläuft sich bei einem Nominalbetrag von € 782,4 Mio auf € 789,8 Mio. Davon weisen € 250,1 Mio (nominal € 250,7 Mio) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. Der Anteil der börsennotierten Wertpapiere beträgt € 516,1 Mio. In den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 273,6 Mio (i. Vj. € 462,3 Mio) enthalten. Die MB Bank AG hält aus fünf On-Balance ABS-Transaktionen insgesamt festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von nominal € 279,5 Mio (Junior Tranchen). Davon weisen insgesamt € 117,2 Mio (Nominal € 119,8 Mio) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. Die B-Bonds der ABS Tranchen SA12, SA13 und SA14 wurden im Jahr 2023 aufgrund dauerhafter Halteabsicht komplett aus dem Umlaufvermögen in das Anlagevermögen umgewidmet. Die im Jahr 2023 erworbenen B-Bonds der Tranchen SA15 und SA16 wurden direkt als Anlagevermögen klassifiziert. Die B-Bonds (Junior Tranchen) wurden zum Jahresende mit dem Marktwert bewertet und insgesamt mit € 7,1 Mio zugeschrieben. Die Aktien und nicht festverzinsliche Wertpapiere enthalten nicht oder eingeschränkt börsenfähige Wertpapiere VISA C Shares in Höhe von € 0,8 Mio (i. Vj. € 1,6 Mio). Am 29. Juli 2022 erfolgte planmäßig eine zweite Wandlung von Visa C Shares in Visa A Shares. Am 25. September 2023 erfolgte der Verkauf der VISA A Shares aus der zweiten Wandlung. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende wesentliche Positionen enthalten:
Die Forderungen an verbundene Unternehmen in den Sonstigen Vermögensgegenständen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen und einer Residualforderung an die MBG AG in Höhe von € 97,7 Mio. Diese resultiert aus einer Aufrechnung nach § 387 BGB einer Kapitalrückzahlungsforderung aus 2022 in Höhe von € 400,0 Mio mit einer anteiligen EAV-Verbindlichkeit aus 2023 in Höhe von € 302,3 Mio. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde der Aktivwert aus Zeitkontenrückdeckung (Deckungsvermögen) für Langzeit-/5-Jahreskonten und Altersteilzeit von T€ 10.565,8 mit dem Erfüllungsbetrag der entsprechenden Rückstellungen von T€ 9.286,3 saldiert, dabei entspricht der Aktivwert aus Zeitkontenrückdeckung den Anschaffungskosten. Hieraus verbleibt ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 729,2. Das nicht verpfändete Deckungsvermögen in Höhe von T€ 550,3 wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist weisen folgende Restlaufzeiten auf:
In den Passiva sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden verringerten sich um € 1.723,0 Mio auf € 18.468,8 Mio. Dabei ist das Einlagengeschäft deutlich um € 4.387,9 Mio zurückgegangen, während die Refinanzierungen mit Konzerngesellschaften um € 2.677,6 Mio angestiegen sind. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ist das an Silver Arrow S.A. verkaufte Forderungsvolumen zur Besicherung der Verbindlichkeit für fünf On-Balance ABS-Transaktionen von rund € 1.928,7 Mio enthalten. Aufgrund des ab dem 1. Januar 2020 mit der Mercedes-Benz Group AG bestehenden Organschaftsverhältnisses wurden Steuerverbindlichkeiten der MB Bank AG für das Geschäftsfeld in Deutschland als Verbindlichkeit gegenüber der Mercedes-Benz Group AG ausgewiesen. Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist weisen folgende Restlaufzeiten auf:
In der Position andere Verbindlichkeiten werden Termingeldaufnahmen in Höhe von € 6.760,0 Mio (i. Vj. € 1.050,0 Mio) der Mercedes-Benz Capital Investments B.V. als Refinanzierung ausgewiesen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind folgende wesentliche Positionen enthalten:
Der Ausweis in den sonstigen Verbindlichkeiten betrifft im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuer € 150,5 Mio (i. Vj. € 141,0 Mio), andere Verpflichtungen gegenüber Kunden € 27,0 Mio (i. Vj. € 31,9 Mio), Zinsabgrenzung aus Zinsswapvereinbarungen € 8,6 Mio (i. Vj. € 2,5 Mio) sowie noch nicht abgeführte Steuern in Höhe von € 3,7 Mio (i. Vj. € 3,6 Mio). Im Gegensatz zum Vorjahr ist die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung mit einer sonstigen Forderung gegen die Mercedes-Benz Group AG aufgerechnet worden. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Verrechnung mit dem dafür reservierten Deckungsvermögen (Sondervermögen Mercedes-Benz Pension Trust e.V.) betragen im Berichtsjahr € 13,4 Mio (i. Vj. € 25,4 Mio). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen im Geschäftsjahr € -1,9 Mio, insgesamt € 125,4 Mio. Der Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt € 143,4 Mio zum Geschäftsjahresende.
Die anderen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus den folgenden Positionen zusammen:
Die Mercedes-Benz Group AG hat mit Wirkung zum 9. März 2016 die Bedingungen für das mit Wirkung zum 25. Februar 2011 der MB Bank AG gewährte nachrangige Darlehen gemäß Art. 63 CRR über € 100 Mio geändert. Demnach wurde der Zinssatz von 4,7 % auf 3,7 % und die Fälligkeit vom 25. Februar 2021 auf den 9. März 2026 angepasst. Mit Wirkung vom 23. September 2019 wurde ein weiteres Nachrangdarlehen über € 300 Mio von der Mercedes-Benz Group AG gewährt. Der Zinssatz beträgt 2,27 % und das Darlehen ist am 24. September 2029 fällig. Für beide Darlehen sind im Jahr 2023 Aufwendungen in Höhe von insgesamt € 10,5 Mio angefallen. Die Rückzahlung der Darlehen erfolgt frühestens am Ende der Laufzeit vorbehaltlich der § 30 Abs. 1 GmbHG und § 39 Abs. 1 InsO bzw. erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger. Der Nachrang der Darlehen ist nachträglich nicht beschränkbar. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt € 561.257.000. Es ist eingeteilt in 561.257.000 Stückaktien auf den Inhaber lautend mit gleichen Rechten. Die Kapitalrücklage von € 1.352,2 Mio (i. Vj. € 1.942,2 Mio) resultiert aus Einzahlungen der Gesellschafter (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB). Hintergrund der Eigenkapitalreduktion ist eine Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von € 590 Mio. Die Entnahme aus der Kapitalrücklage erhöht sich um weitere € 400 Mio infolge einer Korrektur in laufender Rechnung einer Rückzahlung der Kapitalrücklage im Jahr 2022, die letztendlich wieder zugunsten des Bilanzgewinns aufgelöst wurde. Daraus resultiert insgesamt ein Bilanzgewinn in Höhe von € 990 Mio, der im Mai 2024 an die Mercedes-Benz Group AG ausgeschüttet werden soll. Zum 31. Dezember 2023 weist die MB Bank AG andere Gewinnrücklagen in Höhe von € 162,5 Mio (i. Vj. € 162,5 Mio) aus. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Von den Zinserträgen in Höhe von € 721,3 Mio (i. Vj. € 507,5 Mio) entfallen € 0 Mio (i. Vj. € 11,9 Mio) auf die Zweigniederlassung Frankreich und € 0 Mio (i. Vj. € 3,5 Mio) auf die Zweigniederlassung Spanien. Das operative Geschäft der Zweigniederlassungen wurde Ende 2022 eingestellt. Der Anstieg der Zinserträge resultiert im Wesentlichen aus dem Finanzierungsgeschäft Aus dem über das Mindestreservesoll hinausgehenden Reserveguthaben bei der EZB sowie aus Geldanlagen bei Kreditinstituten bestehen im Berichtsjahr keine negativen Zinsen mehr. Der Anstieg in den Zinsaufwendungen von € 178,8 Mio auf € 408,6 Mio resultiert insbesondere aus der verteuerten Refinanzierung. Im Provisionsergebnis von € -90,9 Mio (i. Vj. € -95,0 Mio), bestehend aus Provisionserträgen und Provisionsaufwendungen, sind € 15,9 Mio (i. Vj. € 17,7 Mio) Erträge aus der Versicherungsvermittlung enthalten. Der Hauptanteil der Provisionsaufwendungen resultiert aus der Vermittlungsprovisionen in Höhe von € 73,9 Mio und Umsatzbonifikationen in Höhe von € 43,5 Mio. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Positionen enthalten:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Verwertung von Fahrzeugen in Höhe von € 2,3 Mio enthalten. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft haben sich im aktuellen Geschäftsjahr um € 10,4 Mio reduziert. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Zuschreibung der ABS B-Bonds sowie dem Ertrag aus dem Verkauf der Visa A-Shares. Steuern vom Einkommen und Ertrag Für die Zweigniederlassung Frankreich fällt ein Körperschaftsteueraufwand in Höhe von € 0,3 Mio (i. Vj. € 0,4 Mio) an, während für die Zweigniederlassung Spanien kein Körperschaftsteueraufwand mehr angefallen ist (i. Vj. € 1,0 Mio). Bilanzgewinn Die MB Bank AG weist im Geschäftsjahr einen Bilanzgewinn in Höhe von € 990 Mio aus. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn an die Gesellschafterin auszuschütten (Gewinnverwendungsvorschlag). 6. Sonstige Angaben Personalaufwand/Beschäftigte
Die Umlage des anteiligen Personalaufwandes an Tochterunternehmen beträgt € 70,5 (i. Vj. € 73,9 Mio). Dieser Betrag ist in dem Posten sonstige betriebliche Erträge enthalten und betrifft insbesondere die Gestellung von Personal für die Mercedes-Benz Leasing GmbH, Stuttgart. Die Anzahl der Mitarbeiter ergibt sich wie folgt:
Derivative Finanzinstrumente Zum 31. Dezember 2023 befanden sich folgende derivative Finanzinstrumente im Bestand:
Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach der Barwert-Methode unter Zugrundelegung der aktuellen Marktzinskurve (EURIBOR, Swapzinsen). Die Geschäfte mit dem Payer Zinsswap dienen ausschließlich zur Minderung des Zinsänderungsrisikos. Unter Zinsänderungsrisiken ist die Unsicherheit über die Höhe des zukünftigen Strukturbeitrages infolge von Marktzinsveränderungen zu verstehen. Das Geschäft mit dem Back-to-Back Swap dient der Absicherung der Zinsrisiken in der Silver Arrow S.A. Handelsbuch Zum Bilanzstichtag befinden sich keine Werte im Handelsbuch. Haftungsverhältnisse Die Eventualverbindlichkeiten bestehen aus Verbindlichkeiten aus Bankbürgschaften und Gewährleistungsgarantien in Höhe von € 121,6 Mio (i. Vj. € 121,7 Mio). Davon entfallen Avalkredite in Höhe von € 30,0 Mio auf die MBFS Spanien und € 90,0 Mio auf die MBFS Frankreich. Die Avale sind zugunsten von französischen und spanischen Händlern begeben. Ein Ausfallrisiko in dieser Kundengruppe ist derzeit nicht erkennbar. Ein Risiko für die Inanspruchnahme wird derzeit nicht gesehen. Diese Einschätzung basiert auf dem jährlichen Prüfungsprozess, bei dem die begünstigten Händler eine aktuelle Risikoeinschätzung erhalten. Die Laufzeit der Avalkredite zugunsten der spanischen Händler endete am 31. Januar 2024. Die anderen Verpflichtungen in Höhe von € 619,1 Mio (i. Vj. € 1.292,3 Mio) resultieren ausschließlich aus unwiderruflichen Kreditzusagen. Das Risiko ist als gering anzusehen, da den Zusagen die noch nicht ausgelieferten, produzierten Fahrzeuge entgegenstehen. Die MB Bank AG trägt, abgesehen von politischen Risiken, dafür Sorge, dass ihre Tochterunternehmen Daimler Fleet Management GmbH und Mercedes-Benz Leasing GmbH, ihre bestehenden und künftigen Verpflichtungen erfüllen. Die von der MB Bank AG zugunsten ihrer Tochterunternehmen abgegebene harte Patronatserklärung unterliegt dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Ein Risiko für die Inanspruchnahme wird derzeit nicht gesehen. Außerbilanzielle Geschäfte Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen von insgesamt € 30,1 Mio (i. Vj. € 15,3 Mio). Aus Intercompany Forward Loans mit der Mercedes-Benz Group AG bestehen Refinanzierungszusagen in Höhe von € 160,0 Mio. Honorare des Abschlussprüfers Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss der MB Bank AG geprüft und verschiedene Jahresabschlussprüfungen bei Tochterunternehmen, die Prüfung im Zusammenhang mit der Konzernabschlussprüfung der Mercedes-Benz Group AG und prüferische Durchsichten von Zwischenabschlüssen sowie alle vom Abschlussprüfer zu erbringenden Leistungen und alle für die Abschlussprüfung erforderlichen Leistungen einschließlich rechnungslegungsbezogener IT- und Prozessprüfungen durchgeführt. Ferner wurden andere Bestätigungsleistungen im Zusammenhang mit ABS-Transaktionen und sonstige Bescheinigungen erbracht. Die Angaben zu den Abschlussprüfungshonoraren sind im Konzernabschluss der Mercedes-Benz Group AG enthalten. Auf die Veröffentlichung an dieser Stelle wird aufgrund der befreienden Konzernklausel des § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates Die Gesamtbezüge des Vorstandes betragen im Geschäftsjahr T€ 2.773 (i. Vj. T€ 2.390)1. Die Bezüge ehemaliger Vorstände und ihrer Hinterbliebenen betragen T€ 235 (i. Vj. T€ 162). Die Pensionsrückstellung für ehemalige Vorstände und deren Hinterbliebenen beträgt T€ 12.763 (i. Vj. T€ 8.408). Als fixe Vergütung erhalten die Mitglieder des aktiven Vorstands neben dem Grundgehalt eine Vorstandszulage in festgesetzter Höhe. Die Zulage ist an das Amt als Vorstandsmitglied der MB Bank AG gebunden. Weiterer Bestandteil der Fixvergütung sind die Teilnahme am Mercedes-Benz Bank Share Program (MBBSP), in dessen Rahmen die Vorstandsmitglieder berechtigt sind, für einen festgesetzten, ebenenabhängigen Betrag in Euro Aktien der Mercedes- Benz Group AG zu erwerben. Darüber hinaus erhalten Mitglieder des Vorstands als fixe Vergütungsbestandteile eine betriebliche Altersversorgung sowie den Bezug eines Dienstwagens. Die variable Vergütung für die Mitglieder des Vorstands ermittelt sich additiv aus dem Gesamterfolg der MB Bank Gruppe, dem Erfolgsbeitrag der Organisationseinheit sowie dem individuellen Erfolgsbeitrag. Der Bemessungszeitraum der jeweiligen Ziele beträgt ein Jahr; der Deferral-Zeitraum beträgt sieben Jahre. Die Aufsichtsratsvergütung beträgt T€ 132,0 (i. Vj. T€ 166,5). Angaben über Beteiligungsunternehmungen und Unternehmensverbindungen Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB stellt sich wie folgt dar:
Die MB Bank AG hat mit den Tochtergesellschaften Mercedes-Benz Leasing GmbH, Mercedes-Benz Banking Service GmbH und Mercedes-Benz Bank Service Center GmbH Ergebnisabführungsverträge geschlossen. Zusammensetzung und Mandate der Organe Vorstand
2 mittelbare Beteiligung über die
Mercedes-Benz Leasing GmbH, Stuttgart
Aufsichtsrat Arbeitgebervertretung
Arbeitnehmervertretung
Stuttgart, den 15. März 2024 Mercedes-Benz Bank AG Vorstand Deegen fötzenberger Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Offenlegung gemäß § 26a Absatz 1 Satz 2 und Satz 4 KWG 1. Offenlegung in der Mercedes-Benz Bank Gruppe Die Mercedes-Benz Bank Gruppe legt in dieser Anlage die geforderten Angaben nach § 26a Abs. 1 KWG zum 31. Dezember 2023 offen. Die Angaben beziehen sich auf die in den aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften der Mercedes-Benz Bank Institutsgruppe. Die geographische Zuordnung erfolgt auf Basis des juristischen Sitzes der entsprechenden Gesellschaften bzw. Zweigstellen. Grundlage sind die HGB-Zahlen der einzelnen Gesellschaften. Um einen sachgerechten Überblick über die länderbezogenen Geschäftstätigkeiten der Niederlassungen zu geben, wurden innerhalb der Länder konzerninterne Verrechnungen vorgenommen. Die Händlerportfolien der Niederlassungen Frankreich und Spanien wurden zum Stichtag 1. November 2022 an die jeweiligen Financial Services Landesgesellschaften veräußert. Der operative Geschäftsbetrieb wurde in diesem Zuge eingestellt und die Aufsichtsbehörden darüber in Kenntnis gesetzt. Die Liquidation der Niederlassung Spanien wurde im Januar 2023 mit Wirkung zum 31. Dezember 2022 veranlasst. Die Niederlassung Frankreich wurde im Jahr 2023 noch als steuerliche Betriebsstätte fortgeführt, bis das Projekt FOKUS (Abspaltung Truck/Bus Sparte) abgeschlossen war. Die Liquidation der Niederlassung ist zum 31. Dezember 2023 erfolgt. 2. Länderspezifische Berichterstattung nach § 26a Absatz 1 Satz 2 KWG Grundlagen Die Anforderung zur länderspezifischen Berichterstattung aus Art. 89 der EU-Richtlinie 2013/36/EU vom 26. Juni 2013 (Capital Requirement Directive, CRD IV), sind in § 26a Abs. 1 KWG in deutsches Recht umgesetzt worden. Demnach haben CRR-Institute auf konsolidierter Basis, aufgeschlüsselt nach Mitgliedstaaten der Europäischen Union und Drittstaaten, in denen die Institute über Niederlassungen verfügen, folgende Angaben in einer Anlage zum Jahresabschluss aufzunehmen und offenzulegen:
Die geforderte Umsatzgröße definiert die Mercedes-Benz Bank Gruppe in dieser Anlage als das operative Ergebnis ohne Wertminderungen und Verwaltungsaufwendungen, einschließlich Zinsüberschuss, Ergebnis aus dem Leasinggeschäft, Provisionsüberschuss und sonstigen betrieblichen Erträgen. Die Bestimmung der Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten erfolgt entsprechend der handelsrechtlichen Regelung nach § 267 Absatz 5 HGB. Hinsichtlich der Ermittlung des Steueraufwands besteht für die deutschen Betriebsstätten der Mercedes-Benz Bank AG über die Mercedes-Benz Group AG ein ertragsteuerliches Organschaftsverhältnis. Vom Organträger wird keine Ertragsteuerumlage auf die Organgesellschaft vorgenommen. Die im jeweiligen Staat zu versteuernden Ergebnisse der ausländischen Betriebsstätten werden mittels Führung separater Bücher aus dem Gesamtgewinn der Mercedes- Benz Bank AG ermittelt (sogenannte direkte Gewinnaufteilungsmethode). Als erhaltene öffentliche Beihilfen sind ausschließlich im Rahmen des EU-Beihilfeverfahrens erhaltene Beihilfen gemeint. Berichterstattung a) Länderspezifische Angaben
b) Art der Tätigkeit und geografische Lage der konsolidierten Gesellschaften bzw. Zweigstellen
3. Kapitalrendite nach § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG Die offenzulegende Kapitalrendite für die Mercedes-Benz Bank Gruppe zum 31. Dezember 2023 beträgt 1,30 %. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Mercedes-Benz Bank AG, Stuttgart Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mercedes-Benz Bank AG, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mercedes-Benz Bank AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 2.3 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU- APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Wertberichtigungen auf Forderungen an Kunden Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Anhang in Abschnitt 2 "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" sowie im Lagebericht in Abschnitt 3.1 "Ertragslage" und Abschnitt 4.1 "Risikobericht". DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS Die aus den Finanzierungsaktivitäten der Mercedes-Benz Bank AG entstehenden Forderungen an Kunden (€ 21.172,7 Mio) setzen sich aus Forderungen aus der Absatzfinanzierung mit Endkunden, Forderungen aus der Absatzfinanzierung mit Händlern sowie Forderungen an verbundene Unternehmen zusammen. Zum Bilanzstichtag beträgt der Bestand an Wertberichtigungen auf diese Forderungen € 81,2 Mio. Die Ermittlung von Wertberichtigungen basiert auf erwarteten Kreditverlusten und bezieht somit auch Erwartungen über die Zukunft mit ein. Der Ansatz der erwarteten Kreditverluste erfolgt durch ein dreistufiges Verfahren zur Bestimmung von Wertberichtigungen. Hierbei werden verschiedene wertbestimmende Faktoren berücksichtigt wie z. B. die Bestimmung statistischer Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten, der mögliche Forderungsbetrag bei Ausfall, die Stufentransferkriterien, die sich auf eine signifikante Veränderung des Ausfallrisikos von Kreditnehmern beziehen, sowie die Ermittlung zukünftiger Zahlungsströme. Weiterhin fließen makroökonomische Szenarien (Basisszenario, optimistisches und pessimistisches Szenario) in die Berechnung ein, deren Ermittlung in hohem Maße Ermessensentscheidungen und Unsicherheiten beinhaltet. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Bonität der Kunden und zukünftige Zahlungsströme nicht richtig eingeschätzt werden, die Ermittlung der Risikovorsorgeparameter fehlerhaft erfolgt und damit Wertberichtigungen nicht oder nicht in ausreichender Höhe erfasst werden. UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG Wir haben durch Einsichtnahme in Auswertungen und Risikoberichte, Befragungen und Durchsicht von Richtlinien und Arbeitsanweisungen, Überprüfung der definierten Methoden und deren Umsetzung, sowie den Nachvollzug der Validierungskonzeption und der stichprobenartigen Überprüfung der Validierungsreports ein umfassendes Verständnis der Entwicklung der Portfolien, der damit verbundenen adressenausfallbezogenen Risiken und der Prozesse zur Identifizierung, Steuerung, Überwachung und Bewertung der Kreditrisiken erlangt. Wir haben die Angemessenheit und Wirksamkeit ausgewählter Kontrollen in Bezug auf die Risikoklassifizierungsverfahren und Risikomodelle sowie die Ermittlung der wertbestimmenden Faktoren und der Wertberichtigungen geprüft. Außerdem haben wir auch eine Überprüfung der Berechnung der Wertberichtigungen vorgenommen. Dazu haben wir auch die relevanten IT-Systeme und internen Abläufe beurteilt. Die Prüfung umfasste neben der Ordnungsmäßigkeit der betroffenen IT-Systeme und zugehörigen Schnittstellen zur Sicherstellung der Vollständigkeit und Richtigkeit der Daten durch unsere IT-Spezialisten auch die Prüfung von automatisierten Kontrollen zur Dateneingabe und Datenverarbeitung. Schwerpunkt unserer Prüfung war die Beurteilung des methodischen Vorgehens bei der Bestimmung der Risikoklassen und der Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie Verlustquoten, die aus historischen Daten abgeleitet werden. Wir haben uns unter Zugrundelegung der Ergebnisse einer von der Mercedes-Benz Bank AG durchgeführten Validierung von der Angemessenheit wesentlicher Risikovorsorgeparameter überzeugt und die vorgenommenen Parameteranpassungen an aktuelle Marktgegebenheiten beurteilt. In diesem Zusammenhang haben wir die den Validierungen zugrunde liegenden Daten im Rahmen einer bewussten Auswahl geprüft. UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN Das methodische Vorgehen, die Verfahren und Prozesse zur Ermittlung der Wertberichtigungen sowie die in die Bewertung einfließenden Annahmen und Risikoparameter sind angemessen, um Kreditrisiken frühzeitig zu erkennen und Wertberichtigungen in ausreichender Höhe zu bestimmen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 2.3 des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 17. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 14. August 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2002 als Abschlussprüfer der Mercedes-Benz Bank AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Ronny Kühn.
Stuttgart, den 15. März 2024 KPMG
AG
Ronny Kühn, Wirtschaftsprüfer Jörg Schallenberger, Wirtschaftsprüfer |
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