Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 1565
Vorher
Rotamill Anlagen-, Apparate-, Ventilatorenbau GmbH
Eingetragen
20.6.1975
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen, Apparaten und Anlagen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Konstantin Knautz
seit 9.8.2022
Prokura
Frank-Martin Bub
seit 6.10.2008
Geschäftsführer
Iric de Caluwé
seit 13.10.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

30.00% identifiziert70.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
30.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
70.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Vigor Holding GmbH
Germany
300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pollrich GmbH

Siegen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT zum 31.12.2023

Pollrich GmbH

Siegen

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die 115-jährige Marke Pollrich und das Traditionsunternehmen Pollrich GmbH ist ein auf schwere, radiale Industrieventilatoren spezialisiertes Fachunternehmen. Maßgeschneiderte Lösungen für den individuellen Bedarf sind von Beginn an Kernkompetenz. Die Fertigung erfolgt auf modernsten Maschinen im eigenen Werk; eine hohe Eigenfertigungsquote sichert große Flexibilität und kompromisslose Qualitätsstandards.

Die Projektierung, Auslegung, Entwicklung sowie Konstruktion basiert auf eigenem Prozess-Know-how und wird auf modernen CAD-Systemen erstellt. Die Pollrich Ventilatoren genießen in Fachkreisen einen hervorragenden Ruf.

Weltweit tätige Service-Techniker stehen an 365 Tagen pro Jahr für die Wartung, Reparatur, den leistungssteigernden oder energiesparenden Umbau sowie Notdienst zur Verfügung der Kunden.

Insgesamt wurden vom Unternehmen über 150.000 Ventilatoren für komplexe Aufgabenstellungen und Anforderungen hergestellt und an namhafte Kunden geliefert.

POLLRICH besitzt als schweißtechnischer Betrieb auch die TÜV-Zulassung zur Herstellung von druckabnahmepflichtigen Bauteilen nach AD HP0.

Qualität ist für POLLRICH eine Verpflichtung, die ständige Überwachung erfolgt gemäß ISO 9001 sowie seit 2012 auch nach EN1090.

POLLRICH verfügt über ein langfristig gewachsenes technisches Know-How und ist zur Lösung komplexester Aufgabenstellungen der Energie- und Umweltbranchen in der Lage.

2. Rechtliche Struktur

Die Gesellschaftsanteile der POLLRICH werden zu 100% von der VIGOR Holding GmbH (VIGOR) mit Sitz in Siegen gehalten.

Als Geschäftsführer ist Dipl.-Kfm. Frank- Martin Bub bei der POLLRICH GmbH bestellt.

Kernpunkt der Tätigkeit ist unverändert die Entwicklung, Konstruktion und Herstellung von Industrieventilatoren.

Unter der 118-jährigen Traditionsmarke POLLRICH präsentiert sich die Pollrich GmbH heute als ein auf schwere, radiale Industrieventilatoren sowie den zugehörigen Service spezialisiertes Fachunternehmen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen sinken

Das Wirtschaftsministerium rechnet mit einer Rezession und einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 Prozent in diesem Jahr. Hohe Zinsen und Unsicherheiten bei Unternehmen und Haushalten belasten die Wirtschaft. Strukturprobleme, demografischer Wandel und geopolitische Herausforderungen verschärfen die Lage. Die Wirtschaft drängt jedoch auf rasche politische Maßnahmen und Reformen, einschließlich einer möglichen Lockerung der Schuldenbremse, gegen die sich Teile der politischen Entscheider jedoch aussprechen.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) berichtet, dass die deutsche Maschinenbauindustrie vor einem herausfordernden Jahr steht. Trotz eines Anstiegs der Auftragseingänge im August um sieben Prozent weist Olaf Wortmann vom VDMA auf Sondereffekte hin und sieht keine langfristige Trendwende. Laut einer Umfrage bewerten 37 Prozent der Maschinenbauer die Konjunkturlage als schlecht, und 80 Prozent erwarten keine Besserung in den nächsten sechs Monaten.

Der VDMA-Fachverband Allgemeine Lufttechnik, zuständig für Hersteller von Ventilatoren, bewertet die aktuelle wirtschaftliche Lage mit zunehmender Vorsicht. Nach einem nominalen Produktionszuwachs von 16 % im ersten Halbjahr 2023 und einem Exportanstieg von knapp 8 % bis September, verzeichnete die Branche in den ersten neun Monaten einen realen Auftragsrückgang von 16 %. Besonders die Auslandsnachfrage schwächte sich ab.

Für 2024 wird ein nominaler Umsatzrückgang von 1 % prognostiziert. Diese Entwicklung wird unter anderem auf die schwache Baukonjunktur und hohe Energiepreise zurückgeführt, die Investitionen hemmen. Gleichzeitig besteht eine hohe Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen, wie Wärmepumpen und der Modernisierung von Altanlagen.

Für das Jahr 2025 erwartet der VDMA Fachverband Allgemeine Lufttechnik vorsichtige Verbesserungen, allerdings unter bestimmten Rahmenbedingungen:

1.

Moderate Erholung der Nachfrage:

Nach den herausfordernden Jahren 2023 und 2024 könnte 2025 eine Stabilisierung eintreten, sofern sich die wirtschaftliche und geopolitische Lage entspannt.

Investitionen in energieeffiziente Technologien und Nachhaltigkeitsprojekte dürften die Nachfrage stützen, insbesondere in den Bereichen Gebäudetechnik, Industrieanlagen und Rechenzentren.

2.

Umsatzwachstum abhängig von Bau- und Industriekonjunktur:

Die allgemeine Baukonjunktur ist ein entscheidender Faktor. Sollte sich die Lage hier entspannen, könnten auch die Umsätze der Branche wieder leicht steigen.

Positive Impulse werden vor allem aus Branchen wie Batterieproduktion, Pharmaindustrie, Recycling und moderner Gebäudetechnik erwartet.

3.

Risiken und Herausforderungen:

Hohe Energiepreise, Fachkräftemangel und regulatorische Unsicherheiten könnten weiterhin eine Rolle spielen und die Erholung verlangsamen.

Der Druck zur Digitalisierung und Automatisierung bleibt ein zentrales Thema, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

4.

Langfristige Trends:

Maßnahmen zur CO 2 -Reduktion und Energieeffizienz dürften 2025 verstärkt umgesetzt werden, was die Nachfrage nach innovativen Lüftungslösungen und modernen Ventilatoren weiter fördern könnte.

Geopolitische Entwicklungen und deren Einfluss auf die globalen Lieferketten bleiben jedoch schwer vorhersehbar.

Die vorsichtigen Prognosen zeigen, dass sich 2025 möglicherweise ein Wendepunkt abzeichnet, allerdings bleibt die Entwicklung stark von externen Faktoren und der globalen wirtschaftlichen Dynamik abhängig.

Der Fachverband Allgemeine Lufttechnik betont die Bedeutung der Branche für Effizienzmaßnahmen im Gebäudesektor und in industriellen Anwendungen. Er weist jedoch auf Unsicherheiten durch politische Entwicklungen und deren potenzielle Auswirkungen auf technische Effizienzmaßnahmen hin. Trotz Herausforderungen wie geopolitischen Risiken, Fachkräftemangel und zunehmender Bürokratie sieht die Branche Chancen in Bereichen wie Digitalisierung, Automatisierung und CO 2 -Reduktion. Positive Impulse kommen aus Sektoren wie Rechenzentren, Batterieproduktion, Pharma- und Nahrungsmittelindustrie sowie dem Recycling.

Wichtige Treiber für die Entwicklung in der Allgemeinen Lufttechnik sind Energie- und Ressourceneffizienz, Umwelt-, Klima- und Arbeitsschutz sowie die Digitalisierung. Im Zuge einer fortschreitenden Digitalisierung, steigt auch die Nachfragen nach Produkten unserer Branche.

Insgesamt bleibt die wirtschaftliche Lage in Deutschland angespannt, mit einer schleppenden Erholung und anhaltenden Herausforderungen für die Industrie, insbesondere den Maschinenbau.

Die Allgemeine Lufttechnik als Querschnittstechnologie, die in einer Vielzahl von Kundenbranchen zum Einsatz kommt, wird von dieser positiven Entwicklung partizipieren. Sie unterteilt sich in die folgenden fünf Teilbranchen: Klima- und Lüftungstechnik, Kälte- und Wärmepumpentechnik, Luftreinhaltung, Oberflächentechnik (mit Lackiertechnik, Strahltechnik und Industrieller Plasma-Oberflächentechnik) sowie Trocknungstechnik. Der Allgemeinen Lufttechnik kommt eine elementare Bedeutung bei der Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz in der Gebäudetechnik und Prozesstechnik zu. Die deutschen Unternehmen können dazu aufgrund ihrer hohen technologischen Fähigkeiten zukunftsfähige Lösungen entwickeln und anbieten. Insbesondere der Anlagenbau wartet mit hoher Systemkompetenz auf.

2. Geschäftsverlauf

POLLRICH hat als ein Maschinenbauunternehmen im Segment der Allgemeinen Lufttechnik, die als Querschnittstechnologie bezeichnet wird, Absatzmärkte in nahezu allen anderen Segmenten des Maschinen- und Anlagenbaus und kann einzelne schwache Marktbereiche mit stärkeren Bereichen ausgleichen. Dies zeigt sich auch im Jahr 2023 deutlich bei POLLRICH: während in der Vergangenheit die Bereiche Stahl und Kraftwerke Grundlage des Wachstums waren, sind es heute Müllverbrennungsanlagen, Papierherstellung und die verfahrenstechnische und chemische Industrie, die den Zuwachs bescheren. POLLRICH konnte die hohen Auftragseingänge des Planniveaus in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres erfüllen und sich damit vom Branchenmittel abheben.

Die Bedeutung der Branche wird deutlich durch den Anteil der Allgemeinen Lufttechnik am gesamten Maschinen-Welthandel. Mit weltweiten Exporten von mehr als 100 Milliarden Euro nehmen Lufttechnikprodukte einen Anteil von annähernd 10 Prozent am Welthandel des Maschinenbaus von zuletzt über 1.200 Milliarden Euro ein.

3. Lage

a. Ertragslage

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich deutlich von -1.239 T€ um 654 T€ auf -585 T€.

Der Umsatz konnte um 7,71 % von 35.025 T€ auf 37.725T€ gesteigert werden.

Bei der Versorgung bzw. Beschaffung mit Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffen traten im Berichtzeitpunkt zu keinem Zeitpunkt Engpässe auf. Das Fertigungsmaterial und die Halbfertigfabrikate werden bei Pollrich grundsätzlich zeitnah zur Fertigung und auftragsbezogen zugekauft. Zu erwartende Preissteigerungen werden bei der Auftragskalkulation berücksichtigt. Negative Einflüsse aus Preisveränderungen am Markt sind durch diese Vorgehensweise weitestgehend ausgeschlossen.

Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr von 8.805 T€ um 517 T€ auf 9.322 T€ gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von 6.336 T€ um 174 T€ auf 6.162 T€ gesunken.

b. Finanz- und Vermögenslage

Das Eigenkapital bestehend aus gezeichnetem Kapital, Rücklagen und Bilanzverlust beträgt zum 31.12.2023 241 T€. Die Eigenkapitalquote beträgt somit 0,95 %.

Die Liquiditätslage der Pollrich war im Berichtszeitraum entspannt; Rechnungen wurden überwiegend unter Skontoausnutzung gezahlt.

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 24.773 T€ um 665 T€ = 2,7 % auf 25.438 T€ erhöht.

Das Umlaufvermögen der Vorräte ist unter Berücksichtigung der geleisteten Anzahlungen von 5.035 T€ um 1.151 T€ = 22,9 % auf 6.186 T€ gestiegen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich von 16.127 T€ um 1.093 T€ = -6,8 % auf 15.034 T€. Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ab einer Auftragssumme von 10 T€ sind gegen Zahlungsausfall bei R&V versichert, wobei im Schadensfall der Eigenanteil zwischen 10% und 20% liegt.

Alle relevanten Vorgänge, die bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes bekannt waren, sind durch entsprechende Rückstellungen im Jahresabschluss berücksichtigt.

C. Bericht über Chancen und Risiken

1. Risikobericht

Als Risiken gelten alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele, insbesondere auf das Ergebnis, auswirken können.

Das Markt- und Absatzrisiko für die von Pollrich konstruierten und gefertigten Spezialprodukte ist generell gering. Insgesamt entwickelt sich der Marktbedarf im Bereich Neuanlageninvestitionen analog zum allgemeinen Konjunkturzyklus.

Pollrich trägt durch strikte Einhaltung der hausinternen Qualitätsnormen, der DIN ISO 9001 und der EN1090 Rechnung dafür, dass alle relevanten Prozesse kontrolliert und im vorgesehenen Rahmen ablaufen. Die Zertifizierungen werden regelmäßig aktualisiert - zuletzt im Juni 2024.

Weitere spezifische Risiken, welche die zukünftige Entwicklung des Unternehmens gefährden würden, sind zum derzeitigen Kenntnisstand nicht erkennbar.

2. Chancenbericht

POLLRICH stützt die eigene positive Einschätzung der zukünftigen Chancen in der Geschäftsentwicklung auf drei wesentliche Aspekte: Erstens qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, wobei auch in 2024 weitere qualifizierte Mitarbeiter für das Unternehmen gewonnen werden konnten. Zweitens der wachsenden Bedeutung des Geschäftsfeld Service, das im Berichtsjahr erneut zulegen konnte. Drittens wird der Aufbau aktiver Vertriebsstrukturen im internationalen Verdrängungswettbewerb eine entscheidende Rolle spielen. Auch hier wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die Entwicklung weiter vorangetrieben, u.a. mit der erfolgreichen Gründung einer amerikanischen Tochtergesellschaft Pollrich Inc. mit Sitz in Novato, Kalifornien. Für 2025 ist die Gründung einer weiteren Tochtergesellschaft in Indien geplant.

Insgesamt ergeben sich für POLLRICH mit der breiten Aufstellung an Produkten, Serviceleistungen und Kundenbranchen vielfältige Chancen, an der weiter positiven Marktentwicklung zu partizipieren.

D. Prognosebericht

Für das Gesamtjahr 2024 erwarten wir einen Umsatz von 34.000 T€.

Auf der Basis der Auftragseingänge und der damit für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 erwarteten Umsätze erwarten wir für 2024 und 2025 ein wiederum deutlich verbessertes Ergebnis. Für die kommenden Jahre wird von weiter steigenden Ergebnissen der Gesellschaft ausgegangen.

Auf der Grundlage der in den Vorjahren neu strukturierten nachhaltigen Finanzierung wird durch diese Maßnahmen eine deutliche Vergrößerung der Geschäftsgrundlage und Wettbewerbsfähigkeit erreicht und perspektivisch wieder positive Ergebnisse von der Gesellschaft erzielt werden.

E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben.

 

Siegen, den 7. Oktober 2024

POLLRICH GmbH

Gez. Dipl.-Kfm. Frank-Martin Bub, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr zum Vergleich
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 55.250,00 65
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 70.835,00 110
126.085,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.981.430,77 2.057
2. Technische Anlagen und Maschinen 440.515,00 189
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 488.975,00 529
-. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.910.920,77 325
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 92.891,68 0
3.129.897,45 3.275
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 6.185.832,47 5.035
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.512.315,25 5.208
davon gegen Gesellschafter € 5.505.427,82 (i.V. T€ 5.208)
2. Übrige Vermögensgegenstände 9.521.830,98 10.919
15.034.146,23 16.127
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 976.849,09 267
C. Rechnungsabgrenzungsposten 110.980,04 69
25.437.705,28 24.773

PASSIVA

Vorjahr zum Vergleich
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (Stammkapital) 300.000,00 300
II. Kapitalrücklage 500.000,00 500
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 61.207,59 61
IV. Verlustvortrag 559.224,05 416
V. Jahresfehlbetrag 60.512,36 144
241.471,18 301
B. Rückstellungen 4.605.602,77 3.714
C. Verbindlichkeiten
-. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 36
1. Übrige Verbindlichkeiten 20.590.631,33 20.722
20.590.631,33 20.758
25.437.705,28 24.773

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr zum Vergleich
T€
1. Rohergebnis 15.928.769,01 14.947
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.842.771,25 7.278
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.479.740,13 1.527
davon für Altersversorgung € 23.045,25 (i.V. T€ 117) 9.322.511,38
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 496.805,52 504
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.161.614,35 15.980.931,25 6.336
-52.162,24 -698
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28.443,03 27
davon aus verbundenen Unternehmen € 27.850,03 (i.V. T€ 27)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 560.850,70 568
davon aus Aufzinsung € 32.563,00 (i.V. T€ 72) -532.407,67
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit = Ergebnis nach Steuern -584.569,91 -1.239
8. Sonstige Steuern 27.903,32 26
-612.473,23 -1.265
9. Erträge aus Teilgewinnabführungsverträgen 551.960,87 1.121
10. Jahresfehlbetrag 60.512,36 144

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Pollrich GmbH (kurz: "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Siegen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegen unter HRB 1565 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt unter der Zugrundelegung einer geschätzten Nutzungsdauer von zehn Jahren.

Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die planmäßigen Abschreibungen nach Maßgabe der jeweiligen steuerlich zulässigen Höchstsätze und unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt.

Selbständig nutzungsfähige bewegliche Anlagegüter werden bei Anschaffungskosten bis zu € 800,00 gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Der in den Vorjahren gebildete Sammelposten wird fortgeführt; der Abgang des Sammelpostens wird nach Ablauf der Abschreibungsdauer unterstellt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten werden unter Einbeziehung der Einzelkosten sowie der aktivierungspflichtigen Gemeinkosten ermittelt. Der Ungängigkeit bzw. Überalterung von Erzeugnissen und Waren wird durch entsprechende Bewertungsabschläge Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Gegenstände des Umlaufvermögens, insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen sind mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf den Bestand der inländischen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 0,5 % auf den Bestand der ausländischen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet, die aktivisch vom Forderungsbestand abgesetzt wurde.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die ausgewiesenen Kassenbestände und Bankguthaben sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die auf der Aktivseite ausgewiesenen Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen dem Nominalwert der vor dem Abschlussstichtag angefallenen Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Eigenkapital

Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, um alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften abzudecken. Dabei werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Abzinsungssatz ergibt sich aus der Rückstellungsabzinsungsverordnung.

Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Method) angesetzt. Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgt mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre von 1,82 %; die Restlaufzeit wurde hierbei gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit fünfzehn Jahren angesetzt. Der Berechnung liegen ferner ein erwarteter Rententrend von 2,00 % p.a. sowie die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zugrunde.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisen-kassamittelkurs umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt hierbei grundsätzlich zum Kurs im Entstehungszeitpunkt oder zum ungünstigeren Kurs am Abschlussstichtag. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt der Ansatz stets mit dem Kurs am Abschlussstichtag.

III. Erläuterungen zum Jahresabschluss 2023

1. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens zu Bruttowerten in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 vgl. beigefügte Darstellung.

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs - bzw. Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugang/ Umbuchung Abgang/ Umbuchung Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 102.000,00 0,00 0,00 102.000,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.961.656,35 62.013,76 0,00 2.023.670,11
2.063.656,35 62.013,76 0,00 2.125.670,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.005.151,44 13.560,98 0,00 4.018.712,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.503.862,65 0,00 1,00 2.828.612,17
324.750,52 (U)
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.097.562,51 327.983,98 144.903,72 2.280.642,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 324.750,52 0,00 0,00 0,00
324.750,52 (U)
8.931.327,12 341.544,96 144.904,72 9.127.967,36
324.750,52 (U) 324.750,52 (U)
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.030,52 92.891,68 5.030,52 92.891,68
11.000.013,99 496.450,40 149.935,24 11.346.529,15
324.750,52 (U) 324.750,52 (U)
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugang Abgang Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 36.550,00 10.200,00 0,00 46.750,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.852.040,35 100.794,76 0,00 1.952.835,11
1.888.590,35 110.994,76 0,00 1.999.585,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.947.579,67 89.701,98 0,00 2.037.281,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.314.910,65 73.186,52 0,00 2.388.097,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.568.745,51 222.922,26 0,00 1.791.667,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.831.235,83 385.810,76 0,00 6.217.046,59
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.029,52 0,00 5.029,52 0,00
7.724.855,70 496.805,52 5.029,52 8.216.631,70
Restbuchwert Restbuchwert
Stand am 1.1.2023 Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 65.450,00 55.250,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 109.616,00 70.835,00
175.066,00 126.085,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.057.571,77 1.981.430,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 188.952,00 440.515,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 528.817,00 488.975,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 324.750,52 0,00
3.100.091,29 2.910.920,77
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 92.891,68
3.275.158,29 3.129.897,45

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 7) sowie sonstige Vermögensgegenstände (T€ 5.678), saldiert mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 173).

Rückstellungen für Pensionen

Nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB erfolgt die Zuführung zur Rückstellung aufgrund der geänderten Bewertungsvorschriften nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz über den gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum von 15 Jahren. Zum Abschlussstichtag betragen die noch nicht in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen T€ 36.

Der angabepflichtige Betrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 22.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und beinhalten u.a. Beträge für Gewährleistungen, Urlaubs- und Überstundenguthaben sowie Prämien.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Bilanzposten Restlaufzeit Gesamt gesichert
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
(i.V. 35.766,62 0,00 0,00 35.766,62 0,00)
Übrige Verbindlichkeiten 19.090.631,33 1.500.000,00 0,00 20.590.631,33 10.751.000,00
(i.V. 12.270.245,03 8.451.000,00 0,00 20.721.245,03 10.751.000,00)
19.090.631,33 1.500.000,00 0,00 20.590.631,33 10.751.000,00
(i.V. 12.306.011,65 8.451.000,00 0,00 20.757.011,65 10.751.000,00)

Zur Sicherung der Verbindlichkeiten dient eine Globalzession der Forderungen sowie die Raumsicherungsübereignung der Warenlager.

Daneben bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen von außerordentlicher Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Zuführungsbetrag in Höhe von T€ 36 zu den Rückstellungen für Pensionen, der sich aus der geänderten Bewertung der Rückstellungen für Pensionen nach BilMoG und der Verteilung des Mehraufwands über den gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum von 15 Jahren ergibt, verbucht.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betrugen im Geschäftsjahr 2023 rd. T€ 653. Für die Folgejahre ist mit Beträgen in ähnlicher Größenordnung zu rechnen.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält 70 % der Anteile an der Pollrich Inc., Novato, USA. Der Jahresabschluss des verbundenen Unternehmens für das Geschäftsjahr 2023 lag zum Prüfungszeitpunkt noch nicht vor.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der M4 Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Villingen-Schwenningen einbezogen. Der Konzernabschluss ist über den elektronischen Bundesanzeiger abrufbar.

Geschäftsführer

Als Geschäftsführer war bzw. ist bestellt:

 

Herr Dipl.-Kfm. Frank-Martin Bub, und

 

Herr Mohsen Shahnazian (bis 31. Januar 2023).

Organbezüge

Auf die Angabe der Bezüge gemäß § 285 Nr. 9 Lit. a HGB wird unter Bezugnahme auf die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Beschäftigte

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt folgende Mitarbeiter:

Angestellte 75
Arbeiter 77
152
Auszubildende 1
153

 

Siegen, den 7. Oktober 2024

Pollrich GmbH

Gez. Dipl.-Kfm. Frank-Martin Bub, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht der Pollrich GmbH, Siegen, haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pollrich GmbH, Siegen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pollrich GmbH, Siegen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pollrich GmbH, Siegen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Villingen-Schwenningen, den 7. Oktober 2024

B W T Badisch-Württembergische Treuhand GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Gez. Dr. Möhrle, Wirtschaftsprüfer

Gez. Dilger, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

11 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.