Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 195211
Eingetragen
7.11.2011
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Handel mit individuell hergestellten Druckerzeugnissen und Dekorationsartikeln sowie dem hierfür notwendigen Zubehör; Erwerb, Halten, Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen, die mit individuell hergestellten Druckerzeugnissen und Dekorationsartikeln sowie dem hierfür notwendigen Zubehör Handel treiben; Erwerb, Entwicklung und Verwertung von Rechten und Knowhow; Erbringung von Dienstleistungen für Beteiligungsunternehmen;

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simon von Hertzberg
seit 1.8.2023
Geschäftsführer
Prokura
Geschäftsführer
Rene Pierre Ruhland
seit 18.2.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (14)

NameAnteil
Rene Rohland
37.04%
25.22%
Johannes Georg Philipp Eberhard Kaspar Maria Schenk Graf von Stauffenberg
25.10%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
541.237 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

myposter GmbH

Bergkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die myposter GmbH, Bergkirchen, bietet über ihre eigene eCommerce-Plattform Fotoprodukte überwiegend für B2C-Kunden aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Belgien, Italien, Spanien, Niederlande, Liechtenstein, Luxemburg, der Schweiz und zu kleineren Umsatzanteilen auch für B2C-Kunden aus weiteren EU-Ländern sowie B2B-Kunden an. Das Produktsortiment umfasst individualisierbare Fotoartikel sowie Zubehörteile für die Montage.

Das Unternehmen bietet vielfältige Möglichkeiten, Digitalfotos auf verschiedene Materialien zu drucken. Dazu zählen neben den Großformaten (als Poster sowie auf Leinwand, Acryl, Forexplatte, Echt-Glas, Gallery-Bond, Alu-Dibond, Klebefolie, PVC-Plane, Fototapete oder Backlit-Folie), Bilderrahmen sowie Fotoabzüge, Fotobücher, Fotokalender und Grußkarten.

Die myposter GmbH gehört zur Münchner eCommerce-Gruppe MYPOSTER. Die MYPOSTER-Gruppe wurde 2011 von René und Marc Ruhland gegründet. Anna Ruhland stieg 2013 mit in die Geschäftsführung ein. MYPOSTER zählt zu den eCommerce-Erfolgsgeschichten in Deutschland und verzeichnete in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum. Zur Gruppe gehören neben MYPOSTER die Marken Kartenliebe, JUNIQE und ArtPhotoLimited. Nahezu alle Produkte der MYPOSTER-Gruppe werden vom eigenen Produktionsunternehmen Printhouse GmbH an drei Standorten in Deutschland, am Hauptstandort in Bergkirchen bei München sowie in Bitterfeld-Wolfen bei Leipzig und seit November 2023 auch in Olching bei München, produziert.

2. Forschung und Entwicklung

Die myposter GmbH beschäftigt eigene Softwareentwickler, welche kontinuierlich die eigene Shop-Software, Apps und weitere Anwendungen optimieren und weiterentwickeln. Im Geschäftsjahr wurde insbesondere die Motivwelt und neue Konfiguratoren weiterentwickelt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die myposter GmbH erzielt den größten Teil ihrer Umsätze in Deutschland. Aufgrund dessen werden die nachfolgenden Ausführungen zur gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklung ausschließlich auf den deutschen Markt bezogen.

Laut Statistischem Bundesamt ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,1% gesunken, während im Vorjahr noch ein Wachstum von 1,9% verzeichnet werden konnte. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken, vor allem beeinflusst durch hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch ein hohes Zinsniveau sowie ein schlechteres Konsumklima im In- und Ausland.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht, während im Vorjahr die Preissteigerung noch bei 6,9% lag. Die Jahresteuerungsrate lag damit unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022, ist aber nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Die Verteuerung von Nahrungsmitteln war dabei einer der Haupttreiber der Inflation. Im März 2024 hat sich die Inflationsrate auf 2,2% deutlich abgeschwächt und war damit so niedrig wie zuletzt im Mai 2021. Auch in den Vormonaten lag die Inflationsrate bereits beides mal unter 3,0%.

Das ifo-Institut geht in seiner aktuellen Konjunkturprognose vom März 2024 von einer Stagnation der deutschen Wirtschaft in 2024 aus. So soll das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt nur um 0,2% zunehmen und liegt damit auch unter den Prognosen der anderen großen europäischen Länder. Aus Sicht des ifo-Instituts sind vor allem die Konsum-Zurückhaltung, hohe Zinsen, Preissteigerungen, Sparbeschlüsse der Regierung und die schwache Weltkonjunktur verantwortlich. Im kommenden Jahr wird von einer Steigerung der Wirtschaftsleistung auf 1,5% ausgegangen und die Inflation soll auf 1,6% zurückgehen, wobei vor allem Gas- und Strompreise für die Verbraucher günstiger werden.

2. Branchenbezogene Entwicklung

Laut Photoindustrie-Verband (PIV) erfreuen sich Fotobücher und sonstige Fotoprodukte weiterhin großer Beliebtheit. Die Nachfrage nach diesen personalisierten Erinnerungsstücken ist ungebrochen hoch und zeigt, dass das Bedürfnis der Menschen nach individuellen Gestaltungsmöglichkeiten in der digitalen Welt ständig größer wird.

Der vom Bundesverband Druck und Medien (bvdm) berechnete Geschäftsklimaindex lag im Dezember 2023 auf einem Jahrestiefststand von 86,5 Punkten, was einer Verschlechterung von 1,7% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate fällt eher pessimistisch aus, so liegt der Index 26% unter der Erwartungshaltung zum Ende des letzten Jahres.

3. Geschäftsverlauf

Im letztjährigen Prognosebericht ging das Management durch den Ausbau des Geschäfts mit Fotobüchern, Grußkarten und Fotoabzügen von einer deutlich positiven Umsatzentwicklung aus. Durch die anhaltend hohe Inflation, weitere Zinserhöhungen und dem andauernden Ukraine-Krieg sowie das Entflammen des Israel-Konflikts gab es zahlreiche Belastungen und Unsicherheiten, welche sich negativ auf das Konsumklima in 2023 ausgewirkt haben. Die Umsätze von MYPOSTER haben sich dadurch nicht ganz wie erhofft entwickelt. Statt einer deutlich positiven Entwicklung konnte nur eine leichte, aber dennoch merkliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden.

Beim EBIT ging das Management aufgrund der geplanten Umsatzsteigerung mit einer gleichzeitig verbesserten Materialquote durch eine Steigerung des Geschäfts mit margenstärkeren Produkten von einer deutlichen Verbesserung aus. Durch geringes Umsatzwachstum, bei gleichzeitig nahezu unveränderter Materialquote, konnte das EBIT nur leicht um € 0,2 Mio. auf € 0,4 Mio. gesteigert werden, womit die Erwartungen nicht ganz erreicht werden konnten.

4. Lage

a. Ertragslage

Das Rohergebnis ist im Geschäftsjahr im Vorjahresvergleich um 0,9% von € 23,8 Mio. auf € 23,6 Mio. leicht gesunken.

Die Personalaufwendungen sind um € 0,5 Mio. auf € 4,1 Mio., insbesondere im Bereich Marketing und Vertrieb, gesunken.

Die Abschreibungen sind im Vorjahresvergleich deutlich um € 0,7 Mio. auf € 0,5 Mio. zurückgegangen, da im Vorjahr noch angefallene Abschreibungen auf Werbemittel nicht mehr anfallen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um € 0,7 Mio. auf € 18,5 Mio. insbesondere aufgrund höherer Marketingaufwendungen, gestiegen.

Das EBIT liegt entsprechend mit € 0,41 Mio. über dem Vorjahr mit € 0,24 Mio.

Das Finanzergebnis und der Steueraufwand liegt mit € 0,2 Mio. auf Vorjahresniveau.

Der Jahresüberschuss liegt somit bei € 0,26 Mio. und damit € 0,25 Mio. über dem Vorjahrergebnis.

b. Finanzlage

Die liquiden Mittel der myposter GmbH haben sich im Geschäftsjahr um € 0,7 Mio. auf € 5,7 Mio. erhöht. Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten lag bei € -0,4 Mio. und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten bei € -0,7 Mio. Der operative Cashflow betrug € +1,8 Mio.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten wurde dabei direkt abgeleitet und beinhaltet im Wesentlichen Investitionen in selbst erstelltes immaterielles Anlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten wurde ebenfalls direkt abgeleitet und beinhaltete ausschließlich ein an die Schwestergesellschaft JUNIQE GmbH ausgegebenes Darlehen. Der operative Cashflow wurde indirekt ermittelt.

Die Liquidität war im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Sämtliche Zahlungsverpflichtungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr fristgemäß erfüllt.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um € 1,0 Mio. auf € 10,8 Mio. erhöht. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag € 2,7 Mio., was einer Eigenkapitalquote von 25% entspricht.

Das Anlagevermögen beträgt € 2,8 Mio. und ist somit gegenüber dem Vorjahr bei Investitionen von € 0,4 Mio. und Abschreibungen von € 0,5 Mio. leicht um € 0,1 Mio. verringert.

Das Umlaufvermögen ist um € 1,2 Mio. auf € 7,9 Mio. im Wesentlichen aufgrund eines höheren Bestands an liquiden Mitteln sowie des an die Schwestergesellschaft JUNIQE GmbH ausgereichten Darlehens gestiegen.

Das Eigenkapital hat sich im Vorjahresvergleich nur unwesentlich um den Jahresüberschuss von € 0,26 Mio. erhöht.

Die Verbindlichkeiten und Rückstellungen liegen mit € 7,6 Mio. um € 0,8 Mio. über Vorjahresniveau.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung der myposter GmbH ist die Umsatz- und EBIT-Entwicklung sowie die Cashflow-Entwicklung besonders relevant.

6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zudem werden für die interne Unternehmenssteuerung der myposter GmbH weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. Hierzu gehören unter anderem Auftragseingang nach Medium, Installationen und Deinstallationen, Auftragseingang nach Marketingkanal, Bewertungen und durchschnittliche Anrufannahmen, Wiederbestellungen pro Kunde und Marketingwirkungsgrad.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a. Abhängigkeit des Unternehmens von Kunden

Durch das B2C-Geschäftsmodell des Unternehmens ist zwar die Abhängigkeit vom Endkunden gegeben, jedoch besteht kein Klumpenrisiko durch eine Abhängigkeit zu einzelnen Großkunden, da sich das Risiko auf eine Vielzahl einzelner Kunden verteilt. Allerdings ist die Kundenloyalität begrenzt, so dass Kunden auf andere Plattformen als die der myposter GmbH, zurückgreifen können. Der Kunde steht jedoch immer im Mittelpunkt für die myposter GmbH. So wird kontinuierlich an Produktqualität, Kundenservice, User Journey etc. gearbeitet, um eine größtmögliche Kundenloyalität zu erreichen.

Aus diesem Grund wird das Risiko als sehr gering eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für das Unternehmen wird als sehr gering eingeschätzt, da sich das Risiko auf einzelne Kunden beschränken würde.

b. Branchenspezifische Risiken

Die Kunden der myposter GmbH sind nahezu vollständig B2C-Kunden. Daher sind die branchenspezifischen Risiken auch stark an die Belange und das Verhalten von Privat-Kunden gekoppelt. Diese werden sich in den nächsten Jahren weiter an dem mobilen Trend orientieren. Durch die immer weiter entwickelte Digitalisierung erwarten Endkunden zunehmend, Produkte möglichst einfach über diverse Plattformen erwerben zu können. Der Innovationsdruck im Online-Handel ist hierbei sehr groß, da die wirtschaftlichen Konsequenzen in diesem wettbewerbsintensiven Markt erheblich sein können. In der Gesellschaft ist dieses Risiko jedoch bekannt und es werden stets Maßnahmen umgesetzt, die ein weiteres Bestehen am Markt, bis zur Gewinnung neuer Marktanteile, sichern sollen.

Das Risiko wird daher als gering bewertet. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für das Unternehmen wird als moderat eingeschätzt.

c. Saisonalität

Das Geschäft der myposter GmbH unterliegt einer starken saisonalen Schwankung. Dadurch ist das letzte Quartal eines jeden Jahres aufgrund des Weihnachtsgeschäfts und der Bedeutung des Black Fridays Ende November das umsatzstärkste Quartal. Das Risiko besteht darin, dass derartige Umsatzspitzen wegfallen könnten.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als berechenbar eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als gering eingeschätzt.

d. Produktionswirtschaftliche Risiken

Die myposter GmbH stellt keine der angebotenen Produkte selbst her, sondern alle Produkte werden von der Schwestergesellschaft Printhouse GmbH hergestellt. Entsprechend besteht keine Abhängigkeit, insbesondere hinsichtlich Lieferfähigkeit und Einkaufspreisen, zu dritten Gesellschaften. Im Falle eines Ausfalls dieser Druckerei können andere Großdruckereien beauftragt werden.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als gering eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als sehr hoch eingeschätzt.

e. Rechtliche Risiken

Es können sich aus einem Verstoß gegen Urheber- und Markenrechte von Bildmotiven oder geltende Datenschutzbestimmungen potenzielle Rechtsrisiken ergeben. Durch Verträge mit den Rechteinhabern von Urheber- und Markenrechten kann die Eintrittswahrscheinlichkeit von Verstößen hier hingegen gemildert werden. Da das Unternehmen vor allem kundenindividuelle Drucke anbietet, müssen auch datenschutzrechtliche Verstöße vermieden werden. Gerade bei sensiblen Daten kann ein Verstoß zum Verlust der Reputation und wirtschaftlichen Konsequenzen führen. Um das Risiko zu minimieren, gibt es einen Datenschutzbeauftragten, welcher die Regulierungen regelmäßig überprüft. Zusätzlich werden die Mitarbeiter hierzu regelmäßig geschult.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als gering eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als moderat eingeschätzt.

f. Personelle Risiken

Die myposter GmbH bewegt sich in einem sehr kompetitiven Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Diese zu gewinnen und nachhaltig im Unternehmen zu halten, ist von sehr großer Bedeutung für das Unternehmen. Entsprechend investiert das Unternehmen erhebliche finanzielle Mittel in Recruiting, Employer Branding sowie Aus- und Weiterbildung.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als moderat eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als moderat eingeschätzt.

g. IT-Risiken

Als eCommerce-Unternehmen haben Cyber-Risiken eine besondere Bedeutung für myposter GmbH. Durch regelmäßige Penetrationstests, Notfallpläne, aktuelle Virenscanner und Firewalls, so insbesondere auch durch regelmäßige Mitarbeiter-Schulungen, wird versucht, das Risiko deutlich zu reduzieren.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als gering eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als hoch eingeschätzt.

2. Chancenbericht

Durch die Entwicklung neuer Produkte, zusätzliche Funktionalitäten für Kunden und die Erschließung neuer Märkte können sich vielseitige Chancen ergeben. Die myposter GmbH sieht im kommenden Geschäftsjahr insbesondere neue Chancen durch den Ausbau des Geschäfts mit Fotobüchern, Grußkarten und Fotoabzügen, wo der Marktanteil von MYPOSTER noch gering ist sowie dem Markteintritt in den USA.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Chancen wird als hoch eingeschätzt.

3. Gesamtaussage zu Chancen und Risiken

Im Wesentlichen sind die Risiken in den letzten Jahren unverändert geblieben. Aus heutiger Sicht kann die myposter GmbH diese durch gezielte Gegenmaßnahmen begrenzen und kontrollieren. Es ergeben sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken. Um dies in kurzer und mittelfristiger Zukunft ebenfalls gewährleisten zu können, existieren Systeme und Prozesse im Bereich des Risikomanagements, welche sich bislang bewährt haben.

Insgesamt überwiegen die Chancen den Risiken deutlich.

IV. Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2024 geht das Management durch den Ausbau des Geschäfts mit Fotobüchern, Grußkarten und Fotoabzügen sowie vor allem durch den Markteintritt in den USA von einer deutlich positiven Umsatzentwicklung aus. Das EBIT wird sich aufgrund der Umsatzsteigerung bei einer gleichzeitig vergleichbaren Materialquote deutlich verbessern.

 

Bergkirchen, den 22. April 2024

Geschäftsführung

Anna Ruhland

René Ruhland

Marc Ruhland

Simon v. Hertzberg

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.759.934,58 2.907.487,58
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.627.012,58 2.728.377,58
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.454.422,74 1.408.071,74
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 917.626,84 980.353,84
3. Geschäfts- oder Firmenwert 254.963,00 339.952,00
II. Sachanlagen 132.922,00 179.110,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 132.922,00 179.110,00
B. Umlaufvermögen 7.890.231,58 6.699.286,09
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.243.976,33 1.724.943,28
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.127.117,50 460.315,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 788.431,57 842.976,21
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 700.000,00 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 328.427,26 421.651,30
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 91.002,14 92.002,14
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.646.255,25 4.974.342,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 123.198,27 123.157,82
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.773.364,43 9.729.931,49

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.719.371,83 2.459.766,40
I. gezeichnetes Kapital 541.237,00 541.237,00
II. Kapitalrücklage 1.543.299,00 1.543.299,00
III. Gewinnvortrag 375.230,40 369.326,07
IV. Jahresüberschuss 259.605,43 5.904,33
B. Rückstellungen 267.120,29 207.699,83
1. Steuerrückstellungen 83.000,00 28.114,00
2. sonstige Rückstellungen 184.120,29 179.585,83
C. Verbindlichkeiten 7.323.288,31 6.613.660,26
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 759.705,14 463.757,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 759.705,14 463.757,29
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.596.773,37 3.224.223,47
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.596.773,37 3.224.223,47
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 521.731,31 32.038,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 521.731,31 32.038,29
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.445.078,49 2.893.641,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.458.382,49 1.498.619,66
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 986.696,00 986.696,00
D. Passive latente Steuern 463.584,00 448.805,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.773.364,43 9.729.931,49

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 23.565.888,65 23.778.574,49
2. Personalaufwand 4.079.127,02 4.551.133,33
a) Löhne und Gehälter 3.438.725,54 3.829.096,73
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 640.401,48 722.036,60
davon für Altersversorgung 4.737,13 4.853,76
3. Abschreibungen 538.500,79 1.228.037,76
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 538.500,79 1.228.037,76
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 18.540.452,91 17.827.355,83
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 18.663,20 21.259,73
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 174,07 206,45
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 49.334,76 49.334,76
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 97.779,00 114.499,01
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 14.779,00 112.444,00
8. Ergebnis nach Steuern 260.868,24 8.420,25
9. sonstige Steuern 1.262,81 2.515,92
Jahresüberschuss 259.605,43 5.904,33

Anhang

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die myposter GmbH ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 195 211.

Der Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften der §§ 238 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes sowie der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung unter Beachtung des Gesetzes zur Umsetzung der Bilanzrichtlinie 2013/34/EU (BilRUG) erstellt.

Von dem Wahlrecht gem. § 276 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung in verkürzter Form aufzustellen, wurde Gebrauch gemacht.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren.

Von den größenabhängigen Erleichterungen bei der Erstellung des Anhangs gem. § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

B. ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Von dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear pro rata temporis abgeschrieben.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren handelsrechtlich abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben (§ 6 Abs. 2 EStG).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen Rechnung getragen.

3. Liquide Mittel

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind jeweils mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

7. Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr, werden zum Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Bilanzstichtags bewertet. Bei einer Laufzeit von über einem Jahr werden Fremdwährungsforderungen mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Forderungsbegründung oder zum niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der Verbindlichkeit oder dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag bewertet.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil dieses Anhangs ist.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Am Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 411 (im Vorjahr: TEUR 12).

Forderungen in Höhe von TEUR 791 (Vorjahr: TEUR 92) haben eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren. Die übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind mögliche Einzelrisiken angemessen und ausreichend berücksichtigt worden. Es wurden Rückstellungen für Urlaub in Höhe von TEUR 90 (im Vorjahr: 93) sowie für sonstige nachlaufende Kosten in Höhe von TEUR 94 (im Vorjahr TEUR 87) gebildet.

4. Verbindlichkeiten

Am Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (im Vorjahr: TEUR 0).

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 987 (im Vorjahr: TEUR 987) mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren enthalten.

5. Passive latente Steuern

Entsprechend § 274 HGB wird die aus den Differenzen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen bilanzierter Vermögensgegenstände und Schulden resultierende Steuerbelastung als passive latente Steuer in Höhe von TEUR 464 (im Vorjahr: TEUR 449) in der Bilanz angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 15 (im Vorjahr: TEUR 112) latente Steuern gebildet.

D. WEITERE ANGABEN

1. Geschäftsführung

Zu Mitgliedern der Geschäftsführung waren bestellt:

Anna Ruhland, Geschäftsführerin, München

René Ruhland, Geschäftsführer, München

Marc Ruhland, Geschäftsführer, München

Simon v. Hertzberg, Geschäftsführer, München (ab 01.07.2023)

2. Bezüge der Geschäftsführung

Es wurden im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 321, direkt oder indirekt per Umlage, von der Gesellschaft an die Geschäftsführung bezahlt.

3. Mitarbeiter

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 72 (im Vorjahr: 77) Mitarbeiter beschäftigt.

4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestanden am Bilanzstichtag keine weiteren in der Bilanz zu vermerkenden oder im Anhang anzugebenden bzw. aus Bilanz oder Anhang nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse.

Zum Bilanzstichtag bestehen für die Folgejahre sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von TEUR 1.474 (im Vorjahr: TEUR 1.876).

5. Ausschüttungssperre

Durch die Ausübung des Wahlrechts zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände ergibt sich gem. § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 991 (im Vorjahr: TEUR 959).

6. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 260. Über dessen Verwendung entscheidet die Gesellschafterversammlung.

7. Nachtragsbericht

Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Stichtag ergaben sich nicht.

8. Konzernzugehörigkeit

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die RMR Verwaltungs GmbH, Bergkirchen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

 

Bergkirchen, den 22. April 2024

Anna Ruhland

René Ruhland

Marc Ruhland

Simon v. Hertzberg

Geschäftsführung

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.672.391,74 349.779,00 0,00 0,00 3.022.170,74
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.403.487,38 0,00 0,00 0,00 2.403.487,38
3. Geschäfts- oder Firmenwert 849.886,68 0,00 0,00 0,00 849.886,68
5.925.765,80 349.779,00 0,00 0,00 6.275.544,80
II. SACHANLAGEN
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 723.864,08 44.976,79 26.784,02 0,00 742.056,85
723.864,08 44.976,79 26.784,02 0,00 742.056,85
6.649.629,88 394.755,79 26.784,02 0,00 7.017.601,65
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.264.320,00 303.428,00 0,00 0,00 1.567.748,00
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.423.133,54 62.727,00 0,00 0,00 1.485.860,54
3. Geschäfts- oder Firmenwert 509.934,68 84.989,00 0,00 0,00 594.923,68
3.197.388,22 451.144,00 0,00 0,00 3.648.532,22
II. SACHANLAGEN
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 544.754,08 87.356,79 22.976,02 0,00 609.134,85
544.754,08 87.356,79 22.976,02 0,00 609.134,85
3.742.142,30 538.500,79 22.976,02 0,00 4.257.667,07
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.454.422,74 1.408.071,74
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 917.626,84 980.353,84
3. Geschäfts- oder Firmenwert 254.963,00 339.952,00
2.627.012,58 2.728.377,58
II. SACHANLAGEN
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 132.922,00 179.110,00
132.922,00 179.110,00
2.759.934,58 2.907.487,58

sonstige Berichtsbestandteile

 

Bergkirchen, den 22. April 2024

Anna Ruhland

René Ruhland

Marc Ruhland

Simon v. Hertzberg

Geschäftsführung

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die myposter GmbH, Bergkirchen

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der myposter GmbH, Bergkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der myposter GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor meiner erneuten Stellungnahme, sofern hierbei mein Bestätigungsvermerk zitiert oder auf meine Prüfung hingewiesen wird. Ich weise diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

München, den 29. April 2024

Franz Zimmermann, Wirtschaftsprüfer

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