Schunk Investment GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulrich Schindler seit 16.10.2025 | Prokura |
Jordan von Kröcher seit 14.5.2025 | Prokura |
Marco Stula seit 15.7.2024 | Prokura |
Steffen Friedrich seit 8.10.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Schunk GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schunk GmbHHeuchelheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KonzernlageberichtI. Grundlagen des Konzerns 1. Beschreibung der Geschäftstätigkeit Schunk ist ein globaler Technologiekonzern. Das Unternehmen ist ein führender Anbieter von Produkten aus Hightech-Werkstoffen, wie Kohlenstoff, technische Keramik und Sintermetall, sowie von Maschinen und Anlagen - von der Umweltsimulation über die Klimatechnik und Ultraschallschweißen bis hin zu Optikmaschinen. Geschäftsleitende Konzernholding ist die Schunk GmbH. Der Konzern umfasst die folgenden Divisions:
2. Forschung und Entwicklung Um in den einzelnen Geschäftsfeldern innovative Produkte und Dienstleistungen wettbewerbsfähig anbieten zu können, wird ständig an zahlreichen entwicklungs- und fertigungstechnischen Programmen gearbeitet. Der Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung im Konzern beläuft sich für 2022 auf Mio. € 47,6. In diesem Bereich waren 443 Mitarbeiter beschäftigt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Vor mehr als einem Jahr, am 24. Februar 2022, begann die Invasion russischer Truppen in die Ukraine. Seitdem hat der Angriffskrieg Russlands mit zunehmender Härte und Zerstörung angedauert. Auch ein Jahr später ist der Ausgang des Konflikts weiterhin ungewiss, und alle Versuche, den Krieg durch Verhandlungen zu beenden, sind bis dato gescheitert. Dieser Krieg Russlands gegen die Ukraine beeinträchtigte die globale Konjunktur erheblich. Infolge der von den USA, der Europäischen Union und weiteren Verbündeten verhängten Sanktionen brach der Handel zwischen den westlichen Industriestaaten und Russland regelrecht ein. Dies führte insbesondere in Europa zu einer Verschärfung der Rohstoff- und vor allem Energieknappheit sowie zu massiven Preissteigerungen. Zwischenzeitlich drohte aufgrund fehlender Erdgaslieferungen aus Russland sogar ein Produktionsstopp in bestimmten energieintensiven Industriezweigen - mit verheerenden Folgen für die wirtschaftliche Stabilität und Versorgungssicherheit in Europa. Dank des vergleichsweise milden Winters sowie zahlreicher Gegenmaßnahmen wie der Laufzeitverlängerung von Atom- und Kohlekraftwerken, Einsparmaßnahmen und der verstärkten Gasbeschaffung aus anderen Regionen konnte dieses Szenario bislang abgewendet werden. Die hohe Inflation wurde durch den Krieg zusätzlich befeuert und fiel so hoch aus wie seit Jahrzehnten nicht. Dies belastete die Weltwirtschaft im Jahr 2022. Die explodierenden Strom- und Gaspreise bewirkten, dass produzierende Unternehmen an Profitabilität einbüßten und teilweise in die Verlustzone gerieten. Daraufhin stellten einige Produzenten die Herstellung energieintensiver Erzeugnisse sogar gänzlich ein. Um diese Entwicklung zu stoppen, hoben die Zentralbanken die Leitzinsen deutlich an, was wiederum die Finanzierungskosten für Unternehmen in die Höhe schnellen ließ. Mit dem Wegfall zahlreicher Pandemiebeschränkungen blieb die globale Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen dennoch hoch. Auf Angebotsseite kam der akute Personalmangel erschwerend hinzu. In Deutschland scheint der lange prognostizierte Fachkräftemangel nun Realität zu werden. Um qualifizierte Mitarbeiter zu halten oder zu gewinnen, bemühen sich nun Arbeitgeber, bessere Arbeitsbedingungen und Vergütungen anzubieten. Die damit verbundenen höheren Lohn- und Gehaltskosten fließen wiederum in die anhaltende Inflationsdynamik ein. Auch die weltweite Versorgungskrise sowie die Zero-Covid-Politik in China behinderte die wirtschaftliche Entwicklung deutlich. Insgesamt wuchs die weltweite Industrieproduktion um lediglich 3%, wobei die Wachstumsraten in allen Weltregionen deutlich zurückgingen. Ein weiterer erheblicher Unsicherheitsfaktor für die Weltwirtschaft waren die wachsenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und China, unter anderem in Zusammenhang mit dem Taiwan-Konflikt. Die jüngste Entscheidung der USA, die Ausfuhr bestimmter Halbleiterprodukte nach China zu untersagen, verschärft den Handelskonflikt zwischen den beiden Weltmächten. Weitere Embargos können jederzeit dazu führen, dass langjährige Geschäftsbeziehungen abgebrochen werden und Lieferketten neu aufgebaut werden müssen. Aus Sicht westlicher Konzerne wird die Abwägung der Chancen und Risiken des eigenen Engagements in China immer schwieriger. Es zeichnet sich eine weltweite Tendenz zu Protektionismus und mehr regionaler Autarkie ab. Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Industrieproduktion nach Ländern/ Regionen (Veränderung in % zum Vorjahr):
Quelle: CBP Netherlands Bureau for Economic Policy Analysis Europa Die Europäische Union verzeichnete 2022 zwar einen BIP-Anstieg in Höhe von 3,6%. Insbesondere die Lockerung der Pandemiemaßnahmen beflügelten vor allem die Erholung des Dienstleistungssektors. Die Industrieproduktion hingegen wuchs nur um 0,8%. Energieintensive Branchen waren in hohem Maße von den gestiegenen Preisen für Öl, Gas und Strom betroffen. Somit entwickelte sich der europäische Industriesektor, dessen globale Wettbewerbsfähigkeit unter Druck steht, wieder sehr verhalten. Der Deutsche Exportüberschuss etwa fiel auf den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2000. Auch in 2023 ist keine substantielle Verbesserung absehbar. Amerika Insgesamt wuchs die US-amerikanische Volkswirtschaft im Jahr 2022 um 2,1 %, die Industrieproduktion legte dabei überproportional um 3,8% zu. Trotz der deutlichen Straffung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Federal Reserve blieb eine Rezession bislang aus und auch der Arbeitsmarkt zeigte sich robust. In Folge sind qualifizierte Arbeitnehmer weiterhin stark umworben. Dieser Wettbewerb lässt die Lohn- und Gehaltkosten weiter in die Höhe steigen. Der von der Biden-Regierung eingeführte Inflation Reduction Act soll die Geldentwertung eindämmen und den Ausbau erneuerbarer Energien durch Subventionen und Steuererleichterungen fördern. Als unmittelbare Folge hat der Inflation Reduction Act massive Investitionen in neue Energie. Das eröffnet lukrative Geschäftschancen in den USA, daher stehen manche ursprünglich für Europa angedachten Investitionen wieder auf dem Prüfstand. Asien Nach einem starken Wachstum von 10% in 2021 legte die asiatische Industrieproduktion im Jahr 2022 nur noch um 3,1% zu. Die Wachstumsraten in den beiden größten asiatischen Volkswirtschaften, China und Japan, fielen mit 3,6% beziehungsweise 0,1% enttäuschend aus. Das für 2022 ausgegebene Wachstumsziel der chinesischen Regierung von 5,5% wurde deutlich unterschritten, das BIP wuchs lediglich um 3%. Neben dem Abschwung im Immobiliensektor belastete insbesondere die strikte Null-Covid-Strategie die Wirtschaft. Nachdem die Pandemiebeschränkungen im Dezember 2022 plötzlich aufgehoben wurden, wird nun wieder mit einer stärkeren konjunkturellen Dynamik gerechnet. Die zunehmenden Spannungen zwischen China und Taiwan sorgten dafür, dass zahlreiche westliche Unternehmen begannen, ihr Engagement in China zu überdenken und nach alternativen Produktions- und Absatzmärkten zu suchen. Dieser Trend dürfte sich 2023 fortsetzen. Finanzmärkte 2022 war an den weltweiten Kapitalmärkten eines der schwächsten Jahre seit der Finanzkrise von 2008. Der globale Aktienindex MSCI World verlor etwa ein Fünftel seines Wertes, der auf Aktien von Technologieunternehmen fokussierte Nasdaq 100-Index büßte sogar fast ein Drittel ein. Wertpapiere von Energie- und Rüstungsunternehmen wurden verstärkt nachgefragt, während etliche hoch bewertete Technologietitel eine Kurskorrektur erfuhren. Die Rentenmärkte gaben angesichts der von den weltweiten Notenbanken eingeleiteten Zinswende deutlich nach, insbesondere bei Anleihen mit langer Restlaufzeit. Der Euro wertete 2022 gegenüber dem US-Dollar deutlich ab, der Kurs fiel zeitweise erstmals seit etwa 20 Jahren unter die Parität. Zu dieser Entwicklung trug bei, dass die US-Notenbank bei der Straffung der Geldpolitik wesentlich entschlossener vorging als die Europäische Zentralbank. Im Bankenumfeld herrschen seit März 2023 dazu ausgeprägte Turbulenzen. Durch die Pleite der kalifornischen Silicon Valley Bank geriet das globale Finanzsystem in eine Vertrauenskrise. Anleger weltweit fürchten seither um die Sicherheit ihrer Einlagen bei Kreditinstituten. Als Gegenmaßnahme entwerfen Politik und Zentralbanken Rettungspläne, um die Ansteckungseffekte an den globalen Finanzmärkten unter Kontrolle zu halten. Beschaffungsmärkte Die Versorgungskrise setzte sich im abgelaufenen Jahr fort. Die Sicherstellung der Materialversorgung war die größte Herausforderung der Einkaufsabteilungen. Wir waren erneut mit Lieferengpässen sowie längeren Lieferzeiten unserer Lieferanten konfrontiert. Insbesondere bei elektrischen Komponenten, elektronischen Bauteilen und Steuerungen führten Versorgungsengpässe zu deutlichen Lieferterminverschiebungen und Produktionsunterbrechungen. Durch intensive Lieferantengespräche, frühzeitige Bestellungen und die weitere Qualifizierung und Nutzung von "Second Sources" konnten wir die Folgen der Versorgungskrise für Schunk begrenzen. Der Krieg in der Ukraine löste eine Preisexplosion bei den Energiepreisen sowie eine weitere Verknappung bei einigen Rohstoffen und Vorprodukten aus. Die Erzeugerpreise in der Eurozone stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut. Im Dezember 2022 lagen sie mehr als ein Viertel über dem Niveau des Vorjahresmonats. Auch wir konnten uns dieser Marktentwicklung nicht entziehen, unsere Einkaufspreise für Material stiegen um etwa 12% an. Für 2023 erwarten wir eine deutliche Verbesserung der Versorgungssituation bei Material und Vorprodukten. Wir sind durch langfristige Verträge, frühzeitige Lieferabrufe sowie neue Bezugsquellen gut aufgestellt. Die Strompreise für die zentral beschafften Mengen in Deutschland lagen für Schunk im abgelaufenen Jahr 23% unter dem Vorjahr, was bei leicht gestiegenen Arbeitspreisen hauptsächlich auf den teilweisen Entfall der EEG-Umlage zurückzuführen ist. Für 2023 erwarten wir - ohne Berücksichtigung etwaiger Förderungen aus der Strom- und Gaspreisebremse in Deutschland - einen Anstieg der Strompreise um mehr als 150%. Die Erdgaspreise der deutschen Standorte stiegen 2022 um 65% und dürften 2023 um weitere 90% zulegen. Die wichtigsten Produktionsmaterialien für die Schunk Group sind Graphit, Kupfer und Sinter-Metallpulver sowie metallbasierte Zeichnungsteile. Die Kostensteigerung für hochwertigen Naturgraphit im abgelaufenen Jahr betrug durchschnittlich 10%. Im laufenden Jahr sehen wir etwas nachgebende Preise. Die Nachfrage nach synthetischem Graphit war 2022 höher als das Angebot, was in Verbindung mit deutlich höheren Energiekosten und gestiegenen Preisen bei den Basisrohstoffen zu einer Preissteigerung um 10% führte. Für das laufende sowie die kommenden Jahre erwarten wir eine deutlich höhere Nachfrage im Markt, haben unsere erwarteten Verbrauchsmengen aber bereits langfristig abgesichert. Der Kupferpreis in Euro lag im Durchschnitt etwa 6% über dem Vorjahresniveau. Für 2023 rechnen wir unter anderem aufgrund des weiteren Ausbaus erneuerbarer Energien und Elektromobilität mit steigenden Preisen. Die Preise für Sinter-Metallpulver stiegen 2022 um 12%. Für 2023 erwarten wir weitere Preissteigerungen. Die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus innerhalb der Schunk Group mussten Preissteigerungen von 15% hinnehmen, was im Wesentlichen auf die Verteuerung von Steuerungen, Edelstahl und Zinkblech zurückzuführen ist. Für das Jahr 2023 wird mit einer Preissteigerung von 6% gerechnet. Mittels langfristiger Bedarfsplanung und Absicherung durch Rahmenverträge sichern wir die Materialversorgung und sorgen für Planungssicherheit. Absatzmärkte Die Absatzmärkte der Schunk Group entwickelten sich im Jahr 2022 positiv. Die befürchtete Rezession blieb aus. Auch für das Jahr 2023 wird weiteres Wachstum erwartet. Die weltweite Automobilproduktion erholte sich 2022 nach den vorangegangenen Krisenjahren weiter mit einem soliden Wachstum von 6,7%. In Asien stieg die Produktion um 8,2%, in Amerika sogar um 9,5%. In Europa stagnierte die Automobilproduktion, aber nur durch den massiven Produktionseinbruch in Russland. In Deutschland wurden 2022 mit 3,6 Mio. Fahrzeugen sogar 11,2% mehr Autos gebaut als im Vorjahr. 2023 wird sich das Wachstum der Automobilproduktion voraussichtlich abkühlen. Branchenexperten gehen von einem Zuwachs von nur noch 3,3% aus. Die Produktion von Elektro- und Hybridfahrzeugen befindet sich im Aufwind. In 2022 konnte die Elektroindustrie ein starkes globales Wachstum von 11% verzeichnen. Für das Jahr 2023 wird eine Normalisierung des Wachstums erwartet, jedoch auf einem immer noch sehr positiven Niveau von weltweit 5%. Mittel- und langfristig gehen wir von einem anhaltenden positiven Trend in der Elektroindustrie aus, da die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung die Nachfrage nach elektronischen Komponenten weiterhin stark beeinflussen werden. Das Wachstum im Halbleitermarkt verlangsamte sich 2022, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, weiter. Für 2023 wird ein Rückgang des Umsatzvolumens erwartet, die langfristigen Aussichten bleiben auf Grund der immer stärkeren Vernetzung der Welt und der Digitalisierung dennoch sehr positiv. Die Bahnbranche erfreute sich in 2022 nach den Einschränkungen der Coronakrise einer deutlichen Wiederbelebung. Lediglich China hielt bis in das letzte Quartal hinein an seiner Null-Covid Strategie mit strengen Restriktionen fest. Weltweit erholte sich sowohl der Neufahrzeugmarkt als auch der Service-Markt durch eine erhöhte Anzahl gefahrener Zugkilometer spürbar. Für 2023 sind die Aussichten weiterhin positiv, zumal China die Null-Covid Strategie für beendet erklärt und Restriktionen zurückgefahren hat. Langfristig bleibt der Schienenverkehr im Kontext der weltweiten Nachhaltigkeitsbestrebungen ein Wachstumsmarkt. Ausblick 2023 Zwar hat der Ifo-Geschäftsklimaindex im Januar 2023 zum vierten Mal in Folge deutlich zugelegt, allerdings bleiben die Aussichten für die weltwirtschaftliche Entwicklung gedämpft. Im Euroraum scheint die Gefahr eines wirtschaftlichen Einbruchs gebannt. Die Energieversorgung scheint sichergestellt und die Probleme in den Lieferketten scheinen ihren Höhepunkt überschritten zu haben. Jedoch gab der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes im Februar 2023 um 0,3 Punkte nach, in Deutschland sogar um einen ganzen Punkt. Wir gehen deshalb von einer verhaltenen Entwicklung aus. In den USA deutet momentan wenig auf einen unmittelbar bevorstehenden Rückgang der US-Wirtschaft hin. Allerdings könnten die massiven Zinserhöhungen der Fed eine Delle in der Konjunktur hinterlassen. In China dürfte die Wirtschaft in diesem Jahr von der Covid-Wende profitieren. Insbesondere der Konsum dürfte sich weiter erholen. Die Investitionen in die Infrastruktur und das verarbeitende Gewerbe blieben auch aufgrund staatlicher Unterstützungsmaßnahmen 2022 stabil. Die Investitionsausgaben sollten die Konjunktur auch 2023 stützen. Bei allen bestehenden Unsicherheiten gehen wir aus heutiger Sicht insgesamt von einem leichten weltwirtschaftlichen Wachstum aus, wobei die Wachstumsraten in den Regionen durchaus unterschiedlich ausgeprägt sein werden. 2. Geschäftsverlauf Umsatzentwicklung nach Divisions Die Umsatzentwicklung der Divisions wird anhand des Umsatzes mit Dritten aller Konzerngesellschaften dargestellt, denn diese Kennzahl ist eine wichtige Steuerungsgröße des internen Reportings der Schunk Group. Auch die Umsätze der nicht konsolidierten Gesellschaften sind darin enthalten.
Die Schunk Group konnte ihre Umsatzerlöse im Jahr 2022 um 10,4% auf Mio € 1.448 steigern und erreichte damit den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte. Ohne die Umsätze der zum 31.12.2022 erstmals vollkonsolidierten Ascott Analytical Equipment Ltd., Tamworth/ Großbritannien, würde die Steigerung 10,1% betragen. Umsätze nach regionalen Absatzmärkten Bei dieser Darstellung handelt es sich um die konsolidierten Umsätze
Wir steigerten in allen Regionen unseren Umsatz. Besonders erfreulich ist hierbei, dass das Geschäft insbesondere in unserer strategischen Wachstumsregion Amerika deutlich anzog. In Anbetracht der lange anhaltenden Null-Covid Politik der chinesischen Regierung ist auch unser Wachstum in Asien von 10% ein großer Erfolg. Auch in unserem Kernmarkt Deutschland konnten wir den Umsatz um 8% deutlich steigern. Nur halb so stark fiel der Zuwachs im Rest Europas aus. Auch künftig erwarten wir höhere Umsatzanteile in unseren strategischen Wachstumsregionen Amerika und Asien. Konzernergebnis Der Jahresüberschuss 2022 beträgt € 73.926.480,53. Personal- und Sozialbereich Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
Auf die erstmals zum 31.12.2022 vollkonsolidierte Gesellschaft Ascott Analytical Equipment Ltd., Tamworth/ Großbritannien, entfallen 26 Beschäftigte. Corona -Sonderzahlung Die Pandemie brachte zahlreiche Belastungen und Einschränkungen für die gesamte Gesellschaft mit sich. Um unsere Beschäftigten, neben den Maßnahmen zum Gesundheitsschutz, auch finanziell zu unterstützen, haben wir auch in 2022 eine Corona-Sonderzahlung in Höhe von 10,1 Mio. € an die Belegschaft geleistet. Schunk - Gewinnbeteiligung Auch für das Geschäftsjahr 2021 wurden eine Gewinnbeteiligung und eine Treueprämie ausgezahlt. Die Auszahlung erfolgte in 2022. Die diesbezüglichen Aufwendungen betrugen Mio. € 14,2. Hybrides Arbeiten Die hybride Arbeitsweise ist inzwischen in der Schunk Group etabliert. Diese Form der Arbeit bietet viele Vorteile, zum Beispiel können die Beschäftigten ihre Arbeitszeit flexibel nach betrieblichen und persönlichen Erfordernissen gestalten. Für Arbeiten, die ein erhöhtes Maß an Konzentration erfordern, wird häufig das Home Office gewählt. Das Angebot hybrider Arbeit ist inzwischen ein Muss, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Allerdings stellen wir auch Nachteile fest: Die Einbindung in die betrieblichen Abläufe und die Bindung an das Unternehmen können beeinträchtigt werden, wenn Beschäftigte einen Großteil ihrer Arbeitszeit im Home Office verbringen. Die Verteilung der Arbeitswoche auf ein bis zwei Tage Home-Office und drei bis vier Präsenztage hat sich bewährt. Um den Austausch und die Vernetzung unserer Beschäftigten untereinander zu intensivieren, werden wir 2023 an allen unseren weltweiten Standorten Mitarbeiter-Events veranstalten. Interne Aus- und Weiterbildung Da der Arbeitsmarkt immer angespannter wird, müssen wir die Aus- und Weiterbildung unserer Beschäftigten weiter forcieren. Wir haben daher die Kapazitäten und die Recruiting-Maßnahmen im Bereich der beruflichen Ausbildung deutlich erhöht. So konnten wir in 2022 in Deutschland 96 Ausbildungsstellen anbieten, von denen wir mangels geeigneter Bewerberinnen und Bewerber jedoch nur 77 besetzen konnten. Auch in 2023 wollen wir rund 100 Ausbildungsstellen ausschreiben. Trotz dieser Bemühungen in der Intensivierung des Recruitings und Employer Brandings werden wir die enorme Personallücke nicht schließen können. Aufgrund des demographischen Wandels und dem starken Wettbewerb um Fachkräfte werden wir zukünftig ebenfalls verstärkt alternative Wege gehen. Diese beinhalten u.a. mehr Automatisierung von Produktion und Prozessen sowie ein verstärktes Wachstum in Regionen, in welche ausreichend Arbeitskräfte vorhanden sind. Ferner haben wir unser Learning Management System (LMS) in 2022 deutlich ausgebaut. Inzwischen stehen unseren Beschäftigten auf der ganzen Welt über 800 Online-Trainings zu BU- spezifischen Themen, Corporate Trainings, sowie zu Methoden- und Persönlichkeitskompetenz zur Verfügung. Unsere Personalentwicklungsprogramme, wie das Schunk CAMP, das Global Graduate Programm und Weiterqualifizierungsprogramme sind auch weiterhin wichtige Bausteine unseres internen Weiterbildungsangebotes. Langfristige Personalplanung Um auf die stetige Weiterentwicklung unserer Märkte und Kundenanforderungen schnell und flexibel reagieren zu können, überprüfen wir unsere Qualifizierungsbedarfe ständig und planen langfristig. Diversity Unterschiedliche Perspektiven und Arbeitsweisen zu verstehen und gewinnbringend zu nutzen, ist für ein globales Unternehmen essentiell. Deshalb setzt Schunk auf die Vielfalt der Belegschaft in Bezug auf Herkunft, Alter, Ethnie und Geschlecht. Die Diversität in der Schunk Group wird ferner mit dem CAMP und dem Global Graduate Program sowie dem Workshop "Führung in der Schunk Group" gefördert. Durch Teilnehmer mit unterschiedlichen Nationalitäten und gezielten Auslandseinsätzen wird die Internationalisierung der Führungskräfte gestärkt. Erklärung zur Unternehmensführung Als paritätisch mitbestimmtes Unternehmen muss Schunk die Auflagen zur gesetzlich vorgeschriebenen Frauenquote für den Aufsichtsrat, die Geschäftsführung und die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung erfüllen. In 2022 wurden die Ziele für die Zeit nach dem 30.06.2022 neu festgelegt. Diese neuen Ziele gelten bis zum 30.06.2027. Im Aufsichtsrat der Schunk GmbH gibt es aktuell zwei weibliche Mitglieder, so dass das in 2017 festgelegte Ziel - zwei weibliche Mitglieder - erreicht wurde. In 2022 wurde beschlossen, den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Schunk GmbH auf mindestens zwei Personen festzulegen. Der Frauenanteil in der Geschäftsführung der Schunk GmbH lag im Berichtsjahr unverändert bei null Prozent. In 2022 wurde festgelegt, den Frauenanteil in der Geschäftsführung der Schunk GmbH auf eine Person festzulegen. Bei personellen Veränderungen in der Geschäftsführung soll versucht werden, die entsprechende Position durch eine geeignete weibliche Kandidatin zu besetzen. Die Frauenquote in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung aller deutschen Gesellschaften der Schunk Group lag 2022 bei 2,85% (zwei Personen) und damit prozentual über dem Vorjahreswert (2,77%), wobei jedoch die absolute Zahl mit zwei Personen unverändert blieb. Damit konnte in 2022 die Zielquote von 4,28% (drei Personen), nicht erreicht werden. Die externe Rekrutierung von Frauen für Führungspositionen ist eine sehr große Herausforderung. Da die Anzahl der Bewerberinnen für Top-Führungspositionen nach wie vor äußerst gering ist, soll die Frauenquote verstärkt durch die Entwicklung eigener Mitarbeiterinnen erhöht werden. In unseren Nachwuchs - Programmen in Deutschland ist dazu eine Zielquote von mindestens 10% weiblicher Teilnehmer festgesetzt worden. Wichtige Vorgänge des Berichtsjahres Im Berichtsjahr hat die Schunk GmbH 100% der Anteile an der HYPROSTATIK Schönfeld GmbH, Göppingen, erworben. Das Unternehmen ist Technologieführer auf dem Gebiet hydrostatischer Systeme und produziert unter anderem hydrostatische Führungen, Gewindetriebe und Spindellagerungen. Anwendung finden diese Lösungen in hochpräzisen Werkzeug- und Optikmaschinen. Die Weiss Technik GmbH, Reiskirchen-Lindenstruth, erwarb in 2022 sämtliche Anteile an der As- cott Analytical Equipment Ltd., Tamworth/ Großbritannien. Das britische Unternehmen ist auf Produktion und Vertrieb von Anlagen zur Korrosionsprüfung spezialisiert. Die Schunk Investment GmbH, Heuchelheim, erwarb in 2022 eine Mehrheitsbeteiligung an der iDA Smart Digital Solution GmbH, Marburg. Kernkompetenz des Unternehmens ist die agile Software-Entwicklung mit Schwerpunkt auf Maschinenanbindung und Datenanalyse. In 2022 gründete die Schunk Sonosystems GmbH, Wettenberg, die Schunk Sonosystems (Taicang) Co., Ltd., Taicang/ China. Mit Wirkung zum 01.01.2022 wurden die Climats S.A.S., Martillac/ Frankreich, und Sapratin Technologies S.A.S., Cergy Pontoise Cedex/ Frankreich als übertragende Rechtsträger auf die Weiss Technik France S.A.S., Cergy Pontoise Cedex/ Frankreich, verschmolzen. Ebenfalls mit Wirkung zum 01.01.2022 wurde die ClimaTech B.V., Nijkerk/ Niederlande, als übertragender Rechtsträger auf die Weiss Technik Nederland B.V., Tiel/ Niederlande, verschmolzen. In 2022 wurden die Anteile an den russischen Gesellschaften 000 Schunk Carbon Technology, Moskau, und 000 Weiss Klimatechnik, Moskau, veräußert. Beide Gesellschaften sind seit August 2022 nicht mehrbTeil der Schunk Group. Nachhaltigkeit Unser unternehmerisches Handeln ist darauf ausgerichtet, den Erfolg der Schunk Group langfristig zu sichern. Unter anderem durch finanzielle Stabilität und profitables Wachstum sorgen wir dafür, dass Schunk auch in Zukunft ein verlässlicher und starker Partner für Beschäftigte, Kunden und Lieferanten ist. Auch für die Umwelt sowie in sozialen Fragen übernehmen wir Verantwortung. Wir unterstützen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Beispielsweise haben wir uns das Ziel gesetzt, bis 2050 keine Treibhausgase mehr zu emittieren. Dadurch vermeiden wir die Verschmutzung der Umwelt und leisten einen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels. Um natürliche Ressourcen zu schonen, arbeiten wir an der Verbesserung der Energieeffizienz sowie der Reduzierung des Materialverbrauchs. Einen besonders großen Mehrwert wollen wir generieren, indem wir einen technologischen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Durch Produktinnovationen mit ökologischer Relevanz unterstützen wir die Transformation der Wirtschaft. Dies betrifft beispiels-weise Anwendungen für alternative Antriebe oder erneuerbare Energien. Um einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten, fördern wir beispielsweise Bildungseinrichtungen auf unterschiedliche Weise. Wir arbeiten wir daran, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu stärken und alle Beschäftigten dazu zu ermutigen, ihren Beitrag für mehr Nachhaltigkeit zu leisten. 3. Lage a) Ertragslage
Trotz des kräftigen Anstiegs von Umsatz und Gesamtleistung stieg das Betriebsergebnis nur leicht auf Mio € 138,2. Damit übertrafen wir den Plan von Mio € 130,0 deutlich und erzielten das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte der Schunk Group. Insbesondere der rasante Anstieg der Rohstoff- und Materialpreise verhinderte ein noch höheres Betriebsergebnis. Die Preissteigerungen konnten nicht in Gänze kompensiert werden. Ebenfalls negativ schlug zu Buche, dass sonstige Kosten wie Reisen, Messen und Instandhaltung nach der Aufhebung der Pandemiebeschränkungen wieder deutlich anzogen. Durch Neueinstellungen und einen vergleichsweise hohen Krankenstand stiegen 2022 auch die Personalkosten an. b) Finanzlage Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Hauptziel des Finanzmanagements in der Schunk GmbH ist die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaften der Schunk Group bei gleichzeitiger Risikostreuung und - nachrangig - der Optimierung des Zinsergebnisses. Liquidität Die liquiden Mittel betrugen Mio € 141,3, die Bankverbindlichkeiten Mio € 0,6. Neben den Bankguthaben bestanden börsentäglich verfügbare Wertpapierdepotguthaben mit einem Bilanzwert von Mio. € 246,9. Der Net Cash (liquide Mittel einschließlich Buchwert der Wertpapierdepotguthaben abzüglich Bankverbindlichkeiten) belief sich auf Mio. € 387,6 (Vorjahr: Mio. € 449,3). Entwicklung des Cashflows Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2022 beträgt Mio. 87,5 € (Vorjahr: Mio. € 135,2). Zu Einzelheiten wird auf die Kapitalflussrechnung verwiesen. Investitionen In 2022 betrugen die Investitionen (immaterielle Vermögensgegenstände zuzüglich Sachanlagen, jedoch ohne Geschäfts- und Firmenwerte und ohne die Zugänge aus Erstkonsolidierungen) Mio. € 133,8. Damit investierte die Schunk Group im Geschäftsjahr 2022 so viel wie nie zuvor. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte größtenteils aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit. Der größte Anteil der Investitionen entfiel dabei auf Erweiterungsinvestitionen. Der Schwerpunkt der Investitionen lag bei der Division Carbon Technology. Mehr als zwei Drittel der Investitionen tätigten wir an unseren deutschen Standorten. Obwohl die immensen Kostensteigerungen unseren Gewinn belasten, bleiben wir auf Expansionskurs und investieren im laufenden Jahr zusätzlich zu den bereits laufenden Projekten weitere Mio € 125,0. c) Vermögenslage
4. Bericht über finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten Kenngrößen zur Steuerung und Überwachung des Geschäftsverlaufs sind der Auftragseingang, der Umsatz sowie das Betriebsergebnis. Das Monitoring dieser Kennzahlen erfolgt monatlich für alle Konzerngesellschaften durch die Geschäftsführung der Schunk GmbH gemeinsam mit dem Beteiligungscontrolling. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Einen Grundstein des Erfolgs der Schunk Group stellen die Beschäftigten dar. Einen Schwerpunkt bildet hierbei die Führungskräfteentwicklung. Dazu dienen mehrere Programme, durch die neben dem Aufbau eines einheitlichen Führungs- und Werteverständnisses insbesondere die Internationalisierung und Diversität innerhalb der Schunk Group gefördert werden sollen. III. Prognosebericht Wir planen, 2023 um weitere 7% zu wachsen und mit 1,55 Mrd. € den nächsten Umsatzrekord aufzustellen. Durch den hervorragenden Auftragseingang insbesondere bei innovativen Produkten haben wir den Grundstein dafür bereits im Vorjahr gelegt. Der Start in das neue Jahr fiel zudem vielversprechend aus. Die anhaltend hohen Preise für Rohstoffe und Energie sowie hohe Tarifabschlüsse werden das Betriebsergebnis jedoch stark belasten. Mit der deutlich verbesserten Versorgungslage steigt jedoch auch die Chance auf Kostenreduzierungen im Einkauf. Zudem erwarten wir weniger Ineffizienzen durch fehlende Bauteile. Aus heutiger Sicht rechnen wir mit einem leicht rückläufigen Betriebsergebnis. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Chancenbericht Teil des Chancenmanagements ist, dass die Chancen systematisch erfasst und mit ihren Umsatz- und Ergebnisauswirkungen benannt werden. Im Rahmen der 3-Jahres-Planung wird jede Gesellschaft aufgefordert, relevante Chancen in den Bereichen "Neue Produkte", "Vertriebsprogramme" und "Organisation etc." zu benennen. In Terminen zwischen Geschäftsführer bzw. Business Unit Manager und Holding Management werden auf dieser Basis die benannten Chancen intensiv diskutiert. Die Holding Geschäftsführung wird die Realisierung der Chancen besonders unterstützen, indem sie z.B. zusätzliche Investitionsmittel oder personelle Kapazitäten bereitstellt. In den Makrotrends E-Mobilität, autonomes Fahren und Digitalisierung werden vor allem langfristig Geschäftschancen für die Schunk Group gesehen. Um diese wahrzunehmen, wurde eine Strategie erarbeitet, wie Schunk diese Trends für sich nutzen will, und in Road Maps für die einzelnen Divisions festgelegt. 2. Risikobericht Als Risiken gelten mögliche Ereignisse oder Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der Unternehmensziele auswirken oder sogar den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Das Risikomanagementsystem der Schunk Group wird durch die Schunk GmbH zentral gesteuert und überwacht. Das Risikomanagement selbst erfolgt in der Regel dezentral auf Gesellschaftsebene. Die Gesellschaften haben sich hierzu auf verschiedene potenzielle Risikoszenarien vorbereitet und Maßnahmen definiert, um die Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren. Zudem haben sie konkrete Gegenmaßnahmen bestimmt, um in einer Krisensituation kurzfristig reagieren zu können. Risiken werden zentral gesteuert, wenn ein besonders hohes Risiko vorliegt oder die notwendige Kompetenz zur Risikosteuerung in den Gesellschaften nicht vorhanden ist. Die Steuerung erfolgt dabei durch Corporate Standard Manager, die von der Schunk GmbH beauftragt sind und direkt an sie berichten. Beispiele für zentral gesteuerte Risiken sind Finanz- und IT-Risiken. Zur Bewältigung von Krisen haben wir ein konzernweites Krisenmanagementsystem installiert. An jedem unserer Standorte gibt es dazu lokale Krisenteams. Ein zentraler Krisenstab macht konzernweit Vorgaben, überwacht die jeweiligen Maßnahmen, sammelt Informationen, gibt diese weiter und unterstützt die lokalen Krisenmanager. Wir haben in unseren Code of Conduct festgeschrieben, dass das Beachten von Rechtsvorschriften die unverzichtbare Grundlage allen Handelns der Schunk Group ist. Um Compliance-Risiken vorzubeugen, betreiben wir ein Compliance Management-System, das wir sukzessive weiterentwickeln. Wir wirken Compliance-Risiken vor allem durch Corporate Standards entgegen. Corporate Standard Manager übernehmen hierbei die konzernweite Steuerung und Überwachung dieser Risiken. Hinweise über Compliance-Verstöße werden der Holding-Geschäftsführung gemeldet und ein Untersuchungsprozess eingeleitet. Dies kann auch anonym über unseren externen Ombudsmann geschehen. Bestandsgefährdende Risiken sind für die Schunk Group aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, welche über normale Geschäftsrisiken hinausgehen, sind derzeit nicht bekannt. Unmittelbar nach Bekanntwerden des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 haben wir das Krisenmanagement der Schunk Group aktiviert. Es ist unser Ziel, die negativen Auswirkungen des Kriegs auf Schunk so gering wie möglich zu halten. Wir haben bereits kurz nach Beginn des Krieges beschlossen, alle Geschäftsbeziehungen zu Russland einzustellen und die Tochtergesellschaften OOO Schunk Carbon Technology, Moskau, und OOO Weiss Klimatechnik, Moskau, in Selbstverwaltung agieren zu lassen. Durch das Andauern des Kriegszustandes ist die Fortführung der Geschäftsbeziehungen mit unseren russischen Kunden auf absehbare Zeit unmöglich. Daher haben wir unsere Tochtergesellschaften verkauft. Seit August 2022 sind sie nicht mehr Teil der Schunk Group. Nach wie vor setzen wir alles daran, Verstöße gegen Sanktionen zu vermeiden. Die Exportkontrollmanager sind entsprechend sensibilisiert, insbesondere auch auf etwaige Versuche, die Embargo-Bestimmungen zu umgehen. Lieferungen in die nicht von Russland kontrollierten Gebiete der Ukraine führen wir nach wie vor durch. Diese müssen jedoch zuvor vom zentralen Krisenstab genehmigt werden. Seit dem Auftreten der Coronapandemie in 2020 arbeitete unser Corona-Krisenmanagement ununterbrochen. Die im Rahmen des Krisenmanagements durchgeführten Maßnahmen waren auch 2022 erfolgreich: Es ist uns gelungen, Infektionsketten in den Betrieben weitgehend zu vermeiden und dadurch bedingte Firmenschließungen zu verhindern. Auf Grund der geänderten Lage haben wir das Corona-Krisenmanagement Ende Januar 2023 eingestellt. Ein wesentliches Risiko sehen wir in schlechter werdenden weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, verursacht durch die geopolitischen Entwicklungen. Die großen Volkswirtschaften USA, China und die Länder der Europäischen Union haben seit Jahrzehnten eng verflochtene Wirtschaftsbeziehungen. Auch als Folge der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine verstärken sich die geopolitischen Spannungen dieser Länder zunehmend. Verschärfend wirkt sich auch die Befürchtung aus, dass China militärisch gegen Taiwan vorgehen könnte. In diesem Falle droht eine ähnliche Eskalation gegenüber China wie mit Russland. Diese geopolitische Lage verschlechtert spürbar die Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft. Die zunehmende Abschottung der nationalen Wirtschaftsräume, steigende Zölle und Sanktionen sowie einander ausschließende Rechtsvorschriften führen zu einer De-Globalisierung. Besonders für die deutsche Industrie könnten die Folgen einer De-Globalisierung dramatisch sein, denn diese fußt zu einem großen Teil darauf, Energie, Rohstoffe und Vorprodukte zu importieren und die daraus hergestellten hochwertigen Produkte in die ganze Welt zu verkaufen. Eine mögliche De-Globalisierung und verstärkter Protektionismus stellen dieses Wirtschaftsmodell in Frage. Schunk ist sich der daraus resultierenden Risiken bewusst, und hat entsprechende strategische Maßnahmen eingeleitet. Ferner sehen wir Risiken, die sich auf den Liquiditätsbestand der Schunk GmbH und deren Tochtergesellschaften auswirken können. Dies sind Ausfall-, Veruntreuungs- sowie Währungs- und Zinsrisiken. Die liquiden Mittel der Schunk Group werden zentral durch die Schunk GmbH gesteuert, um potenziellen Ausfallrisiken, politischen Risiken oder der Veruntreuung von Firmengeldern entgegen zu wirken. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität der Unternehmensgruppe wird eine Konzernliquiditätsplanung erstellt. Sie ist die Basis für die Steuerung der liquiden Mittel der Schunk Group sowie der Bemessung erforderlicher Kreditlinien. Mit dem Abschluss von zentralen Geldanlagegeschäften wird die vorhandene Liquidität - unter Beachtung des Finanzbedarfs und auf Basis einer dokumentierten Richtlinie - angelegt. Dabei stehen die Aspekte Sicherheit und Risikosteuerung vor der Optimierung von Zinserträgen an erster Stelle. Die Schunk Group fokussiert sich dabei auf Emittenten mit einem Mindestrating im Investment- Grade-Bereich. Um Zins-, Währungs- und Kontrahentenrisiken entgegen zu wirken, erfolgt die Geldanlage in unterschiedliche Assetklassen sowie in einem extern gemanagten Spezialfonds. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Sicherungsstrategie und Finanzderivate Im Rahmen der operativen Tätigkeit unterliegen die Schunk GmbH sowie ihre Tochtergesellschaften unterschiedlichen Finanzrisiken. Ein Großteil betrifft Marktpreisrisiken bei Währungen, Rohstoffpreisen und Zinsen. Die Schunk GmbH steuert diese Risiken zentral für die gesamte Schunk Group. Währungsrisiko Bei Umsätzen in Fremdwährungen entstehen Kursgewinne oder Kursverluste, wenn die Wechselkurse sich zwischen dem Zeitpunkt des Angebots und dem Zeitpunkt des tatsächlichen Zahlungseinganges verändern. Zur Absicherung dieses Währungsrisikos für Tochtergesellschaften wurden teilweise konzerninterne Devisentermingeschäfte eingesetzt. Rohstoffpreisrisiko In 2022 wurden keine Rohstoffswaps abgeschlossen. Zinsrisiko In 2022 wurden keine Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Heuchelheim, den 31. März 2023 Schunk GmbH gez. Dr. Roth gez. Dr. von Hülsen gez. Manolopoulos Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
KonzernanhangA. Allgemeine Erläuterungen 1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Der Konzernabschluss der Schunk Group wird durch das Mutterunternehmen Schunk GmbH aufgestellt. Die Schunk GmbH hat ihren Sitz in 35452 Heuchelheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gießen unter der Handelsregisternummer HRB 6902 eingetragen. 2. Angewandte Rechnungslegungsvorschriften Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ausweis und Bewertung der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse der in- und ausländischen Tochtergesellschaften erfolgen konzerneinheitlich nach diesen Rechnungslegungsvorschriften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Schema des § 275 Abs. 2 HGB. 3. Konsolidierungskreis und assoziierte Unternehmen Neben der Schunk GmbH sind 16 inländische und 47 ausländische Gesellschaften auf Basis der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Schunk Gerhard Carbon Technology GmbH, Obernzenn, und die Schunk Iberica S.A., Pinto-Madrid/ Spanien, werden "at equity" bilanziert. 9 verbundene Unternehmen und 4 assoziierte Unternehmen, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die im Vorjahr vollkonsolidierten Gesellschaften Climats S.A.S., Martillac/ Frankreich und Sapratin Technologies S.A.S., Cergy Pontoise Cedex/ Frankreich, wurden mit Wirkung zum 01.01.2022 auf die Weiss Technik France S.A.S., Cergy Pontoise Cedex/ Frankreich, verschmolzen. Die im Vorjahr nicht konsolidierte ClimaTech B.V., Nijkerk/ Niederlande, wurde mit Wirkung zum 01.01.2022 auf die Weiss Technik Nederland B.V., Tiel/ Niederlande, verschmolzen. Zum 31.12.2022 wurde die Ascott Analytical Equipment Ltd., Tamworth/ Großbritannien, erstmals konsolidiert. 4. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss ist auf den 31. Dezember 2022 - den Bilanzstichtag der Schunk GmbH - aufgestellt worden. Bis auf zwei ausländische Gesellschaften (Schunk Carbon Technology India Private Limited, Bangalore/ Indien und Weiss Technik Private Limited, Hyderabad/ Indien) entspricht bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Die Gesellschaften mit abweichendem Wirtschaftsjahr haben für die Zwecke der Konsolidierung einen Zwischenabschluss zum 31.12.2022 erstellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Aktive Unterschiedsbeträge werden planmäßig abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeträge werden mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die Beteiligungen an zwei assoziierten Unternehmen werden gem. § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB bilanziert (Buchwertmethode). Schuldverhältnisse (Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten) zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Der Wertansatz der Vermögensgegenstände aus konzerninternen Lieferungen wird um nicht realisierte Zwischenergebnisse bereinigt. Die Bewertung dieser Vermögensgegenstände erfolgt somit zu Konzernherstellungs- bzw. -anschaffungskosten. Die Innenumsatzerlöse und die übrigen konzerninternen Erträge werden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet, sofern sie nicht als Bestandsveränderung oder andere aktivierte Eigenleistungen auszuweisen sind. 5. Bilanzierung und Bewertung Die nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden einheitlich entsprechend den Schunk - Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien in Jahresabschlüsse übergeleitet, die den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches entsprechen. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Restlaufzeiten von über einem Jahr sind Vermögensgegenstände insoweit ggf. mit dem niedrigeren Devisenkurs des Buchungstages, Verbindlichkeiten insoweit ggf. mit dem höheren Devisenkurs des Buchungstages bewertet. Die Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen in die Konzernwährung erfolgt gemäß § 308a HGB. Die Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen in die Konzernwährung erfolgt danach für sämtliche Bilanzpositionen nach der Stichtagskurs-Methode. Lediglich das gezeichnete Kapital und die in Vorjahren dotierten Rücklagen werden zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnungsunterschiede werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge sind zum Jahresdurchschnittskurs des Geschäftsjahres angesetzt. Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Das Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird nicht ausgeübt. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs-/ Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet. Die Abschreibungen erfolgen überwiegend linear. Die Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen vorgenommen; im Finanzanlagevermögen auch bei voraussichtlich nur vorübergehenden Wertminderungen. Bei Wegfall des Grundes erfolgen entsprechende Zuschreibungen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwendbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder Verkaufspreisen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden gem. § 268 Abs. 5 HGB offen von dem Vorratsvermögen abgesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird allen erkennbaren Risiken durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Vermögensgegenstände, welche ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbar langfristigen Verpflichtungen dienen, und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden mit den korrespondierenden Schulden verrechnet; dies gilt auch für die diesbezüglichen Aufwendungen und Erträge. Latente Steuern werden für künftige Steuerauswirkungen aus dem Abweichen der Wertansätze zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz, für Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen und steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen werden unter Berücksichtigung der erwarteten Verlustverwertungsmöglichkeiten innerhalb der nächsten fünf Jahre angesetzt. Eventuellen Unsicherheiten bezüglich der Ergebnisentwicklung wird im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung durch angemessene Sicherheitsabschläge Rechnung getragen. Die Berechnung der latenten Steuern für das Geschäftsjahr 2022 erfolgte für die Inlandsgesellschaften mit einem Steuersatz von 30%. Dieser Steuersatz wurde ebenfalls bei der Ermittlung der latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen angewendet. In Bezug auf die Auslandsgesellschaften wurden die jeweiligen landesrechtlichen Steuersätze zu Grunde gelegt; diese lagen zwischen 9,00% und 30,00%. Auf konzernfremde Gesellschafter entfallende Anteile am Eigenkapital sind in der Konzernbilanz gesondert gem. § 307 HGB ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und vergleichbare Verpflichtungen werden nach der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit-Methode) unter Anwendung versicherungs-mathematischer Grundsätze ermittelt. Für die inländischen Gesellschaften wurden die Sterbetafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Die ausländischen Gesellschaften haben länderspezifische Sterbetafeln verwendet. In Bezug auf den Zinssatz wird das Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Handelsgesetzbuch in Anspruch genommen, und der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre zu Grunde gelegt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für das Geschäftsjahr 2022 beträgt der maßgebende Zinssatz 1,78% (Vorjahr 1,90%). In Bezug auf künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen wurde für die inländischen Gesellschaften mit 2,5% p.a. gerechnet; bei den ausländischen Gesellschaften liegen die angenommenen künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen zwischen 1,00% und 4,59%. Die ausgewiesenen Steuerrückstellungen enthalten die zu erwartenden Verpflichtungen. Latente Steuern werden gesondert ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssätzen abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. B. Erläuterung der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens werden in der Anlage 1 dargestellt. Eine besondere Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage 2 beigefügt. Der aus der erstmaligen Konsolidierung resultierende Geschäfts- oder Firmenwert der OptoTech Group in Höhe von T€ 8.606 wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren planmäßig abgeschrieben. Der Buchwert zum 31.12.2022 beträgt T€ 1.496. Aus der Erstkonsolidierung der Ascott Analytical Equipment Ltd., Tamworth/ Großbritannien resultiert ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 3.931, welcher über 5 Jahren planmäßig abgeschrieben wird. Der Buchwert zum 31.12.2022 beträgt T€ 3.407. Die Weiss Technik North America, Inc., Grand Rapids/ U.S.A., hat am 01.02.2019 einen Geschäftsbereich im Wege eines Asset-deals hinzuerworben (Weiss Technik North America, Inc., Cincinnati/ U.S.A.) Der aus dieser Transaktion stammende Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum 31.12.2022 T€ 1.362. Die Abschreibung erfolgt über einen Zeitraum von fünf Jahren. Als "Anteile an verbundenen Unternehmen" sind die Buchwerte der nicht konsolidierten Tochtergesellschaften erfasst. Bei den assoziierten Unternehmen handelt es sich um Gesellschaften, an denen Beteiligungen zwischen 24% und 50 % bestehen (siehe dazu Anlage zum Konzernanhang). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
3. Aktive latente Steuern Der Ausweis hat folgende Ursachen:
4. Wertpapiere des Umlaufvermögens Die Position enthält unter anderem Anteile an einem international ausgerichteten Mischfonds, der als Renditefonds mit unbegrenzter Laufzeit agiert. Diese Anteile stellen Sondervermögen im Sinne von § 1 Absatz 10 des Kapitalanlagegesetzbuches dar. Fondserträge des Geschäftsjahres 2022 wurden thesauriert. Es bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Möglichkeit der täglichen Rückgabe. Zum Bilanzstichtag liegt der Marktwert der Anteile über den historischen Anschaffungskosten. Der Bilanzansatz erfolgt daher unverändert zum Vorjahr mit den historischen Anschaffungskosten von Mio. € 75,0. 5. Eigenkapital
6. Sonderposten für Investitionszuschüsse Die Investitionszuschüsse entfallen in Höhe von T€ 261 auf inländische Gesellschaften. Auf ausländische Gesellschaften entfallen Investitionszuschüsse in Höhe von T€ 279. 7. Rückstellungen Der Gesamtbetrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt T€ 277.288. Vermögensgegenstände wurden zu deren Zeitwert in Höhe von T€ 14.715 mit dem Gesamtbetrag verrechnet. Bei diesen Vermögensgegenständen handelt es sich überwiegend um Rückdeckungsversicherungen. Die jeweiligen Zeitwerte der Vermögensgegenstände entsprechen deren Anschaffungskosten. Nach Verrechnung entfallen T€ 231.700 auf inländische sowie T€ 30.873 auf ausländische Gesellschaften. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,78%) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,43%) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 17.874. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen wurden mit den Aufwendungen aus der Zuführung der Pensionsrückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe von T€ 3.803 von inländischen Konzerngesellschaften und mit T€ 6.039 von ausländischen Konzerngesellschaften gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für folgende Sachverhalte gebildet:
In Bezug auf die Rückstellung für Personalaufwendungen ist anzumerken, dass die Wertpapierdepotguthaben der inländischen Gesellschaften zur Sicherung der Ansprüche aus den Altersteilzeitarbeitsverhältnissen mit den korrespondierenden Verpflichtungen verrechnet wurden. Die Verrechnung erfolgte zum Zeitwert in Höhe von T€ 4.278; die historischen Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände betragen T€ 4.355. 8. Verbindlichkeiten
Gegenüber dem Gesellschafter der Schunk GmbH, dem Ludwig-Schunk-Stiftung e.V., Heuchelheim, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 589 (Vorjahr T€ 568).
Sicherheiten: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nicht besichert. 9. Passive latente Steuern Der Ausweis hat folgende Ursachen:
10. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB
Ausgewiesen werden nicht passivierte potentielle Verpflichtungen der konsolidierten Unternehmen gegenüber fremden Dritten. Die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung aller Konzerngesellschaften wird laufend überwacht und analysiert. Nach derzeitiger Beurteilung ist davon auszugehen, dass die zugrundeliegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Aus diesem Grunde wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich eingestuft. 11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten
C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge Hierunter werden im Wesentlichen ausgewiesen:
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen Eine Aufgliederung der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 ergibt sich aus dem als Anlage 1 beigefügten Anlagespiegel. In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 4.977 enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Hierunter werden im Wesentlichen ausgewiesen:
5. Steuern vom Einkommen und Ertrag Unter diesem Posten sind ausgewiesen:
6. Sonstige Steuern Von den sonstigen Steueraufwendungen entfallen T€ 1.547 auf inländische und T€ 3.867 auf ausländische Konzerngesellschaften. Den Steueraufwendungen von insgesamt T€ 7.224 stehen Steuererstattungen in Höhe von T€ 1.810 gegenüber, bei welchen es sich überwiegend um energieverbrauchsabhängige Steuern handelt. 7. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Die außergewöhnlichen Aufwendungen belaufen sich auf T€ 213. Hierbei handelt es sich um den Verlust aus der Verschmelzung der nicht konsolidierten ClimaTech B.V., Nijkerk/ Niederlande, auf die vollkonsolidierte Weiss Technik Nederland B.V., Tiel/ Niederlande. 8. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die periodenfremden Erträge betragen T€ 14.430. Davon entfallen T€ 12.103 auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und T€ 565 auf die Erstattung von Steuern. Die periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 1.049. D. Sonstige Angaben 1. Beschäftigte Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt 2022 im Konzern beschäftigte Arbeitnehmer:
Die durchschnittliche Anzahl der Auszubildenden belief sich auf 234. Mit diesen Auszubildenden betrug die durchschnittliche Gesamtbeschäftigtenzahl 9.217. 2. Honoraraufwand für den Konzernabschlussprüfer Das von dem Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar stellt sich wie folgt dar:
3. Sonstige nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte Es wird auf die Ausführungen zu den Haftungsverhältnissen, den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie den Finanzderivaten verwiesen. Sonstige, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte mit wesentlicher Auswirkung auf die Finanzlage, bestehen nicht. 4. Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen Die folgende Darstellung zeigt alle wesentlichen Geschäfte im Geschäftsjahr 2022 mit nahestehenden Unternehmen, wobei sich die Gruppe dieser Unternehmen aus den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und den assoziierten Unternehmen zusammensetzt:
5. Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB Nachstehende inländische Tochtergesellschaften haben für das Geschäftsjahr 2022 vollständig o- der in Teilen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 bzw. § 264 b HGB Gebrauch gemacht:
6. Geschäftsführer Im Konzerngeschäftsjahr 2022 waren Geschäftsführer der Schunk GmbH die Herren
Die Geschäftsführer haben im Geschäftsjahr 2022 T€ 2.636 an Bezügen erhalten. Die Bezüge ehemaliger Geschäftsführer bzw. ihrer Hinterbliebenen beliefen sich für 2022 auf T€ 843. Für ehemalige Geschäftsführer bzw. ihre Hinterbliebenen sind Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 8.382 gebildet worden. T€ 1.523 wurden gegen diese Rückstellungen verrechnet (Zeitwert verpfändete Rückdeckungsversicherung). 7. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat der Schunk GmbH gehörten in 2022 an: Dem Aufsichtsrat gehörten in 2022 an:
Im Geschäftsjahr 2022 erhielten die Aufsichtsräte Bezüge in Höhe von T€ 297. 8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Im Januar 2023 hat die Schunk GmbH die weiteren 49% an der OptoTech Optikmaschinen GmbH, Wettenberg, erworben. Damit ist die Schunk GmbH nunmehr alleinige Gesellschafterin der OptoTech Optikmaschinen GmbH, Wettenberg. 9. Ergebnisverwendungsvorschlag für die Schunk GmbHVorbemerkung: Vom Jahresüberschuss 2022 des Mutterunternehmens Schunk GmbH sind T€ 1.156 für eine Ausschüttung gesperrt. Es stehen T€ 29.774 für eine Ausschüttung zur Verfügung. Der Ergebnisverwendungsvorschlag lautet wie folgt: Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens Schunk GmbH schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss der Schunk GmbH des Geschäftsjahrs 2022 i.H.v. T€ 30.930 wie folgt zu verwenden: "Ausschüttung einer Dividende an den Gesellschafter i.H.v. T€ 500 und Einstellung der verbleibenden T€ 30.430 in die Gewinnrücklage."
Heuchelheim, den 31. März 2023 Schunk GmbH gez. Dr. Roth gez. Dr. von Hülsen gez. Manolopoulos Konzernanlagenspiegel 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schunk GmbH, Heuchelheim Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Schunk GmbH, Heuchelheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzern-lagebericht der Schunk GmbH, Heuchelheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschafts-prüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerungen hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf der Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über die Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlage-berichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grund-haltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gießen, den 31. März 2023 Westprüfung
GmbH & Co. KG
gez. Benecke, Wirtschaftsprüfer gez. Becker, Wirtschaftsprüfer
Eigenkapitalspiegel des Konzerns
* Geringfügige Differenzen in der
Summenspalte sind auf Rundungen zurückzuführen.
A. Vollkonsolidierte Konzernunternehmen
1) Werte 31.12.2021
Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung der Schunk GmbH obliegenden Aufgaben pflichtgemäß wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung regelmäßig beratend begleitet und dabei die Führung der Geschäfte sorgfältig überwacht. Die Geschäftsführung hat durch fortlaufende schriftliche und mündliche Berichterstattung und in drei Aufsichtsratssitzungen sowie fünf Koordinierungsausschuss-Sitzungen über die Entwicklung der Geschäfte und wesentliche Geschäftsvorgänge unterrichtet. Schwerpunkt der Beratungen war der Geschäftsverlauf 2022, der vor allem durch die schwierigen externen Rahmenbedingungen gekennzeichnet war: gestiegene Material- und Energiepreise, Lieferkettenprobleme, hoher Krankenstand und die Sanktionen infolge des Ukraine-Krieges. Die Geschäftsführung informierte den Aufsichtsrat ausführlich und diskutierte mit ihm intensiv die möglichen Maßnahmen. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Budget- und Investitionsplanung 2023 sowie die Planung bis 2025. Der Aufsichtsrat genehmigte die Akquisitionen der Firmen Ascott Analytical Equipment Ltd., England und Hyprostatik Schönfeld GmbH, Göppingen sowie die Mehrheitsbeteiligung an der iDA Smart Digital Solution GmbH, Marburg. Im Rahmen seiner Sitzung im September hat der Aufsichtsrat die in Lindenstruth ansässigen Schunk Gesellschaften Weiss Technik GmbH und Weiss Klimatechnik GmbH besucht. Wie in den Vorjahren wurden über den Koordinierungsausschuss hinaus keine weiteren Ausschüsse gebildet. Ein Teil der Mitglieder dieses Ausschusses stellt den Personalausschuss dar. Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrates teilgenommen. Der Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 der Schunk GmbH sowie der Konzernabschluss und Lagebericht der Schunk Group sind von der zum Abschlussprüfer bestellten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Westprüfung GmbH & Co. KG, Gießen, geprüft worden. Gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates hat die Westprüfung GmbH & Co. KG, Gießen, ihre Unabhängigkeit gemäß den Vorgaben des Corporate Governance Kodexes erklärt. Der Aufsichtsrat hat den Einzelabschluss mit Lagebericht sowie den Konzernabschluss mit Lagebericht zum 31.12. 2022 geprüft. Er erhebt keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an, die über das Ergebnis der Prüfungen berichteten und jeweils uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt hat. Der Aufsichtsrat billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss mit Lagebericht der Schunk GmbH und den Konzernabschluss mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022. Er hat den Gewinnverwendungsvorschlag der Geschäftsführung geprüft und schließt sich diesem Vorschlag an. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei der Geschäftsführung, den Beschäftigten sowie den Arbeitnehmervertreterinnen- und vertretern für die geleistete Arbeit, die damit eine wiederum erfolgreiche Entwicklung der Schunk Group im Jahr 2022 ermöglichten. Der Geschäftsführung und der Ludwig Schunk Stiftung e.V. gilt unser Dank für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.
Heuchelheim, den 26. April 2023 Der Aufsichtsrat |
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