Stammdaten

Register
Amtsgericht Gießen HRB 8322
Eingetragen
18.9.2014
Branche
Herstellung von IndustriegasenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Turbinen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Kohlenstofferzeugnissen aller Art sowie Dienstleistungen für industrielle Anwendungen, wie zum Beispiel Druckluft und Prozessgasversorgung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ulrich Schindler
seit 16.10.2025
Prokura
Jordan von Kröcher
seit 14.5.2025
Prokura
Marco Stula
seit 15.7.2024
Prokura
Steffen Friedrich
seit 8.10.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Schunk GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Schunk Kohlenstofftechnik GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schunk GmbH

Heuchelheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht

I. Grundlagen des Konzerns

1. Beschreibung der Geschäftstätigkeit

Schunk ist ein globaler Technologiekonzern. Das Unternehmen ist ein führender Anbieter von Produkten aus Hightech-Werkstoffen, wie Kohlenstoff, technische Keramik und Sintermetall, sowie von Maschinen und Anlagen - von der Umweltsimulation über die Klimatechnik und Ultraschallschweißen bis hin zu Optikmaschinen. Geschäftsleitende Konzernholding ist die Schunk GmbH. Der Konzern umfasst die folgenden Divisions:

Carbon Technology,

Machinery & Equipment und

Mobility.

2. Forschung und Entwicklung

Um in den einzelnen Geschäftsfeldern innovative Produkte und Dienstleistungen wettbewerbsfähig anbieten zu können, wird ständig an zahlreichen entwicklungs- und fertigungstechnischen Programmen gearbeitet. Der Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung im Konzern beläuft sich für 2022 auf Mio. € 47,6. In diesem Bereich waren 443 Mitarbeiter beschäftigt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Vor mehr als einem Jahr, am 24. Februar 2022, begann die Invasion russischer Truppen in die Ukraine. Seitdem hat der Angriffskrieg Russlands mit zunehmender Härte und Zerstörung angedauert. Auch ein Jahr später ist der Ausgang des Konflikts weiterhin ungewiss, und alle Versuche, den Krieg durch Verhandlungen zu beenden, sind bis dato gescheitert.

Dieser Krieg Russlands gegen die Ukraine beeinträchtigte die globale Konjunktur erheblich. Infolge der von den USA, der Europäischen Union und weiteren Verbündeten verhängten Sanktionen brach der Handel zwischen den westlichen Industriestaaten und Russland regelrecht ein. Dies führte insbesondere in Europa zu einer Verschärfung der Rohstoff- und vor allem Energieknappheit sowie zu massiven Preissteigerungen. Zwischenzeitlich drohte aufgrund fehlender Erdgaslieferungen aus Russland sogar ein Produktionsstopp in bestimmten energieintensiven Industriezweigen - mit verheerenden Folgen für die wirtschaftliche Stabilität und Versorgungssicherheit in Europa. Dank des vergleichsweise milden Winters sowie zahlreicher Gegenmaßnahmen wie der Laufzeitverlängerung von Atom- und Kohlekraftwerken, Einsparmaßnahmen und der verstärkten Gasbeschaffung aus anderen Regionen konnte dieses Szenario bislang abgewendet werden.

Die hohe Inflation wurde durch den Krieg zusätzlich befeuert und fiel so hoch aus wie seit Jahrzehnten nicht. Dies belastete die Weltwirtschaft im Jahr 2022. Die explodierenden Strom- und Gaspreise bewirkten, dass produzierende Unternehmen an Profitabilität einbüßten und teilweise in die Verlustzone gerieten. Daraufhin stellten einige Produzenten die Herstellung energieintensiver Erzeugnisse sogar gänzlich ein. Um diese Entwicklung zu stoppen, hoben die Zentralbanken die Leitzinsen deutlich an, was wiederum die Finanzierungskosten für Unternehmen in die Höhe schnellen ließ.

Mit dem Wegfall zahlreicher Pandemiebeschränkungen blieb die globale Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen dennoch hoch. Auf Angebotsseite kam der akute Personalmangel erschwerend hinzu. In Deutschland scheint der lange prognostizierte Fachkräftemangel nun Realität zu werden. Um qualifizierte Mitarbeiter zu halten oder zu gewinnen, bemühen sich nun Arbeitgeber, bessere Arbeitsbedingungen und Vergütungen anzubieten. Die damit verbundenen höheren Lohn- und Gehaltskosten fließen wiederum in die anhaltende Inflationsdynamik ein.

Auch die weltweite Versorgungskrise sowie die Zero-Covid-Politik in China behinderte die wirtschaftliche Entwicklung deutlich. Insgesamt wuchs die weltweite Industrieproduktion um lediglich 3%, wobei die Wachstumsraten in allen Weltregionen deutlich zurückgingen.

Ein weiterer erheblicher Unsicherheitsfaktor für die Weltwirtschaft waren die wachsenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und China, unter anderem in Zusammenhang mit dem Taiwan-Konflikt. Die jüngste Entscheidung der USA, die Ausfuhr bestimmter Halbleiterprodukte nach China zu untersagen, verschärft den Handelskonflikt zwischen den beiden Weltmächten. Weitere Embargos können jederzeit dazu führen, dass langjährige Geschäftsbeziehungen abgebrochen werden und Lieferketten neu aufgebaut werden müssen. Aus Sicht westlicher Konzerne wird die Abwägung der Chancen und Risiken des eigenen Engagements in China immer schwieriger. Es zeichnet sich eine weltweite Tendenz zu Protektionismus und mehr regionaler Autarkie ab.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Industrieproduktion nach Ländern/ Regionen (Veränderung in % zum Vorjahr):

2018 2019 2020 2021 2022
Euroraum 1,0 -0,9 -8,0 7,6 0,8
USA 3,2 -0,7 -7,0 4,9 3,8
Asien 4,8 3,1 -2,0 10,0 3,1
Welt 3,0 0,6 -4,8 7,8 3,0

Quelle: CBP Netherlands Bureau for Economic Policy Analysis

Europa

Die Europäische Union verzeichnete 2022 zwar einen BIP-Anstieg in Höhe von 3,6%. Insbesondere die Lockerung der Pandemiemaßnahmen beflügelten vor allem die Erholung des Dienstleistungssektors. Die Industrieproduktion hingegen wuchs nur um 0,8%. Energieintensive Branchen waren in hohem Maße von den gestiegenen Preisen für Öl, Gas und Strom betroffen. Somit entwickelte sich der europäische Industriesektor, dessen globale Wettbewerbsfähigkeit unter Druck steht, wieder sehr verhalten. Der Deutsche Exportüberschuss etwa fiel auf den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2000. Auch in 2023 ist keine substantielle Verbesserung absehbar.

Amerika

Insgesamt wuchs die US-amerikanische Volkswirtschaft im Jahr 2022 um 2,1 %, die Industrieproduktion legte dabei überproportional um 3,8% zu. Trotz der deutlichen Straffung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Federal Reserve blieb eine Rezession bislang aus und auch der Arbeitsmarkt zeigte sich robust. In Folge sind qualifizierte Arbeitnehmer weiterhin stark umworben. Dieser Wettbewerb lässt die Lohn- und Gehaltkosten weiter in die Höhe steigen. Der von der Biden-Regierung eingeführte Inflation Reduction Act soll die Geldentwertung eindämmen und den Ausbau erneuerbarer Energien durch Subventionen und Steuererleichterungen fördern. Als unmittelbare Folge hat der Inflation Reduction Act massive Investitionen in neue Energie. Das eröffnet lukrative Geschäftschancen in den USA, daher stehen manche ursprünglich für Europa angedachten Investitionen wieder auf dem Prüfstand.

Asien

Nach einem starken Wachstum von 10% in 2021 legte die asiatische Industrieproduktion im Jahr 2022 nur noch um 3,1% zu. Die Wachstumsraten in den beiden größten asiatischen Volkswirtschaften, China und Japan, fielen mit 3,6% beziehungsweise 0,1% enttäuschend aus. Das für 2022 ausgegebene Wachstumsziel der chinesischen Regierung von 5,5% wurde deutlich unterschritten, das BIP wuchs lediglich um 3%. Neben dem Abschwung im Immobiliensektor belastete insbesondere die strikte Null-Covid-Strategie die Wirtschaft. Nachdem die Pandemiebeschränkungen im Dezember 2022 plötzlich aufgehoben wurden, wird nun wieder mit einer stärkeren konjunkturellen Dynamik gerechnet. Die zunehmenden Spannungen zwischen China und Taiwan sorgten dafür, dass zahlreiche westliche Unternehmen begannen, ihr Engagement in China zu überdenken und nach alternativen Produktions- und Absatzmärkten zu suchen. Dieser Trend dürfte sich 2023 fortsetzen.

Finanzmärkte

2022 war an den weltweiten Kapitalmärkten eines der schwächsten Jahre seit der Finanzkrise von 2008. Der globale Aktienindex MSCI World verlor etwa ein Fünftel seines Wertes, der auf Aktien von Technologieunternehmen fokussierte Nasdaq 100-Index büßte sogar fast ein Drittel ein. Wertpapiere von Energie- und Rüstungsunternehmen wurden verstärkt nachgefragt, während etliche hoch bewertete Technologietitel eine Kurskorrektur erfuhren. Die Rentenmärkte gaben angesichts der von den weltweiten Notenbanken eingeleiteten Zinswende deutlich nach, insbesondere bei Anleihen mit langer Restlaufzeit.

Der Euro wertete 2022 gegenüber dem US-Dollar deutlich ab, der Kurs fiel zeitweise erstmals seit etwa 20 Jahren unter die Parität. Zu dieser Entwicklung trug bei, dass die US-Notenbank bei der Straffung der Geldpolitik wesentlich entschlossener vorging als die Europäische Zentralbank.

Im Bankenumfeld herrschen seit März 2023 dazu ausgeprägte Turbulenzen. Durch die Pleite der kalifornischen Silicon Valley Bank geriet das globale Finanzsystem in eine Vertrauenskrise.

Anleger weltweit fürchten seither um die Sicherheit ihrer Einlagen bei Kreditinstituten. Als Gegenmaßnahme entwerfen Politik und Zentralbanken Rettungspläne, um die Ansteckungseffekte an den globalen Finanzmärkten unter Kontrolle zu halten.

Beschaffungsmärkte

Die Versorgungskrise setzte sich im abgelaufenen Jahr fort. Die Sicherstellung der Materialversorgung war die größte Herausforderung der Einkaufsabteilungen. Wir waren erneut mit Lieferengpässen sowie längeren Lieferzeiten unserer Lieferanten konfrontiert. Insbesondere bei elektrischen Komponenten, elektronischen Bauteilen und Steuerungen führten Versorgungsengpässe zu deutlichen Lieferterminverschiebungen und Produktionsunterbrechungen. Durch intensive Lieferantengespräche, frühzeitige Bestellungen und die weitere Qualifizierung und Nutzung von "Second Sources" konnten wir die Folgen der Versorgungskrise für Schunk begrenzen.

Der Krieg in der Ukraine löste eine Preisexplosion bei den Energiepreisen sowie eine weitere Verknappung bei einigen Rohstoffen und Vorprodukten aus. Die Erzeugerpreise in der Eurozone stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut. Im Dezember 2022 lagen sie mehr als ein Viertel über dem Niveau des Vorjahresmonats. Auch wir konnten uns dieser Marktentwicklung nicht entziehen, unsere Einkaufspreise für Material stiegen um etwa 12% an.

Für 2023 erwarten wir eine deutliche Verbesserung der Versorgungssituation bei Material und Vorprodukten. Wir sind durch langfristige Verträge, frühzeitige Lieferabrufe sowie neue Bezugsquellen gut aufgestellt.

Die Strompreise für die zentral beschafften Mengen in Deutschland lagen für Schunk im abgelaufenen Jahr 23% unter dem Vorjahr, was bei leicht gestiegenen Arbeitspreisen hauptsächlich auf den teilweisen Entfall der EEG-Umlage zurückzuführen ist. Für 2023 erwarten wir - ohne Berücksichtigung etwaiger Förderungen aus der Strom- und Gaspreisebremse in Deutschland - einen Anstieg der Strompreise um mehr als 150%. Die Erdgaspreise der deutschen Standorte stiegen 2022 um 65% und dürften 2023 um weitere 90% zulegen.

Die wichtigsten Produktionsmaterialien für die Schunk Group sind Graphit, Kupfer und Sinter-Metallpulver sowie metallbasierte Zeichnungsteile.

Die Kostensteigerung für hochwertigen Naturgraphit im abgelaufenen Jahr betrug durchschnittlich 10%. Im laufenden Jahr sehen wir etwas nachgebende Preise. Die Nachfrage nach synthetischem Graphit war 2022 höher als das Angebot, was in Verbindung mit deutlich höheren Energiekosten und gestiegenen Preisen bei den Basisrohstoffen zu einer Preissteigerung um 10% führte. Für das laufende sowie die kommenden Jahre erwarten wir eine deutlich höhere Nachfrage im Markt, haben unsere erwarteten Verbrauchsmengen aber bereits langfristig abgesichert.

Der Kupferpreis in Euro lag im Durchschnitt etwa 6% über dem Vorjahresniveau. Für 2023 rechnen wir unter anderem aufgrund des weiteren Ausbaus erneuerbarer Energien und Elektromobilität mit steigenden Preisen. Die Preise für Sinter-Metallpulver stiegen 2022 um 12%. Für 2023 erwarten wir weitere Preissteigerungen.

Die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus innerhalb der Schunk Group mussten Preissteigerungen von 15% hinnehmen, was im Wesentlichen auf die Verteuerung von Steuerungen, Edelstahl und Zinkblech zurückzuführen ist. Für das Jahr 2023 wird mit einer Preissteigerung von 6% gerechnet. Mittels langfristiger Bedarfsplanung und Absicherung durch Rahmenverträge sichern wir die Materialversorgung und sorgen für Planungssicherheit.

Absatzmärkte

Die Absatzmärkte der Schunk Group entwickelten sich im Jahr 2022 positiv. Die befürchtete Rezession blieb aus. Auch für das Jahr 2023 wird weiteres Wachstum erwartet.

Die weltweite Automobilproduktion erholte sich 2022 nach den vorangegangenen Krisenjahren weiter mit einem soliden Wachstum von 6,7%. In Asien stieg die Produktion um 8,2%, in Amerika sogar um 9,5%. In Europa stagnierte die Automobilproduktion, aber nur durch den massiven Produktionseinbruch in Russland. In Deutschland wurden 2022 mit 3,6 Mio. Fahrzeugen sogar 11,2% mehr Autos gebaut als im Vorjahr. 2023 wird sich das Wachstum der Automobilproduktion voraussichtlich abkühlen. Branchenexperten gehen von einem Zuwachs von nur noch 3,3% aus. Die Produktion von Elektro- und Hybridfahrzeugen befindet sich im Aufwind.

In 2022 konnte die Elektroindustrie ein starkes globales Wachstum von 11% verzeichnen. Für das Jahr 2023 wird eine Normalisierung des Wachstums erwartet, jedoch auf einem immer noch sehr positiven Niveau von weltweit 5%. Mittel- und langfristig gehen wir von einem anhaltenden positiven Trend in der Elektroindustrie aus, da die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung die Nachfrage nach elektronischen Komponenten weiterhin stark beeinflussen werden.

Das Wachstum im Halbleitermarkt verlangsamte sich 2022, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, weiter. Für 2023 wird ein Rückgang des Umsatzvolumens erwartet, die langfristigen Aussichten bleiben auf Grund der immer stärkeren Vernetzung der Welt und der Digitalisierung dennoch sehr positiv.

Die Bahnbranche erfreute sich in 2022 nach den Einschränkungen der Coronakrise einer deutlichen Wiederbelebung. Lediglich China hielt bis in das letzte Quartal hinein an seiner Null-Covid Strategie mit strengen Restriktionen fest. Weltweit erholte sich sowohl der Neufahrzeugmarkt als auch der Service-Markt durch eine erhöhte Anzahl gefahrener Zugkilometer spürbar. Für 2023 sind die Aussichten weiterhin positiv, zumal China die Null-Covid Strategie für beendet erklärt und Restriktionen zurückgefahren hat. Langfristig bleibt der Schienenverkehr im Kontext der weltweiten Nachhaltigkeitsbestrebungen ein Wachstumsmarkt.

Ausblick 2023

Zwar hat der Ifo-Geschäftsklimaindex im Januar 2023 zum vierten Mal in Folge deutlich zugelegt, allerdings bleiben die Aussichten für die weltwirtschaftliche Entwicklung gedämpft.

Im Euroraum scheint die Gefahr eines wirtschaftlichen Einbruchs gebannt. Die Energieversorgung scheint sichergestellt und die Probleme in den Lieferketten scheinen ihren Höhepunkt überschritten zu haben. Jedoch gab der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes im Februar 2023 um 0,3 Punkte nach, in Deutschland sogar um einen ganzen Punkt. Wir gehen deshalb von einer verhaltenen Entwicklung aus.

In den USA deutet momentan wenig auf einen unmittelbar bevorstehenden Rückgang der US-Wirtschaft hin. Allerdings könnten die massiven Zinserhöhungen der Fed eine Delle in der Konjunktur hinterlassen.

In China dürfte die Wirtschaft in diesem Jahr von der Covid-Wende profitieren. Insbesondere der Konsum dürfte sich weiter erholen. Die Investitionen in die Infrastruktur und das verarbeitende Gewerbe blieben auch aufgrund staatlicher Unterstützungsmaßnahmen 2022 stabil. Die Investitionsausgaben sollten die Konjunktur auch 2023 stützen.

Bei allen bestehenden Unsicherheiten gehen wir aus heutiger Sicht insgesamt von einem leichten weltwirtschaftlichen Wachstum aus, wobei die Wachstumsraten in den Regionen durchaus unterschiedlich ausgeprägt sein werden.

2. Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung nach Divisions

Die Umsatzentwicklung der Divisions wird anhand des Umsatzes mit Dritten aller Konzerngesellschaften dargestellt, denn diese Kennzahl ist eine wichtige Steuerungsgröße des internen Reportings der Schunk Group. Auch die Umsätze der nicht konsolidierten Gesellschaften sind darin enthalten.

2022 2021 Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
Carbon Technology 543,9 488,9 +55,0 +11,3
Machinery & Equipment 670,7 581,6 +89,1 +15,3
Mobility 265,0 267,7 -2,7 -1,0
Dienstleistungen/ Konsolidierungseffekte -31,3 -26,2 -5,1 -19,5
1.448,3 1.312,0 +136,3 +10,4

Die Schunk Group konnte ihre Umsatzerlöse im Jahr 2022 um 10,4% auf Mio € 1.448 steigern und erreichte damit den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte. Ohne die Umsätze der zum 31.12.2022 erstmals vollkonsolidierten Ascott Analytical Equipment Ltd., Tamworth/ Großbritannien, würde die Steigerung 10,1% betragen.

Umsätze nach regionalen Absatzmärkten

Bei dieser Darstellung handelt es sich um die konsolidierten Umsätze

2022 2021
Mio. € % Mio. € %
Deutschland 442,6 30,6 408,4 31,1
Europa 379,2 26,2 365,4 27,8
Asien / Ozeanien 354,9 24,5 323,8 24,7
Amerika 251,7 17,4 200,5 15,3
Afrika 19,9 1,3 13,9 1,1
1.448,3 100,0 1.312,0 100,0

Wir steigerten in allen Regionen unseren Umsatz. Besonders erfreulich ist hierbei, dass das Geschäft insbesondere in unserer strategischen Wachstumsregion Amerika deutlich anzog. In Anbetracht der lange anhaltenden Null-Covid Politik der chinesischen Regierung ist auch unser Wachstum in Asien von 10% ein großer Erfolg. Auch in unserem Kernmarkt Deutschland konnten wir den Umsatz um 8% deutlich steigern. Nur halb so stark fiel der Zuwachs im Rest Europas aus. Auch künftig erwarten wir höhere Umsatzanteile in unseren strategischen Wachstumsregionen Amerika und Asien.

Konzernergebnis

Der Jahresüberschuss 2022 beträgt € 73.926.480,53.

Personal- und Sozialbereich

Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

2022 2021 Veränderung
Inland 5.176 5.037 + 139
- davon Auszubildende 201 218 - 17
Ausland 4.041 3.931 + 110
- davon Auszubildende 33 34 -1
9.217 8.968 + 249

Auf die erstmals zum 31.12.2022 vollkonsolidierte Gesellschaft Ascott Analytical Equipment Ltd., Tamworth/ Großbritannien, entfallen 26 Beschäftigte.

Corona -Sonderzahlung

Die Pandemie brachte zahlreiche Belastungen und Einschränkungen für die gesamte Gesellschaft mit sich. Um unsere Beschäftigten, neben den Maßnahmen zum Gesundheitsschutz, auch finanziell zu unterstützen, haben wir auch in 2022 eine Corona-Sonderzahlung in Höhe von 10,1 Mio. € an die Belegschaft geleistet.

Schunk - Gewinnbeteiligung

Auch für das Geschäftsjahr 2021 wurden eine Gewinnbeteiligung und eine Treueprämie ausgezahlt. Die Auszahlung erfolgte in 2022. Die diesbezüglichen Aufwendungen betrugen Mio. € 14,2.

Hybrides Arbeiten

Die hybride Arbeitsweise ist inzwischen in der Schunk Group etabliert. Diese Form der Arbeit bietet viele Vorteile, zum Beispiel können die Beschäftigten ihre Arbeitszeit flexibel nach betrieblichen und persönlichen Erfordernissen gestalten. Für Arbeiten, die ein erhöhtes Maß an Konzentration erfordern, wird häufig das Home Office gewählt. Das Angebot hybrider Arbeit ist inzwischen ein Muss, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Allerdings stellen wir auch Nachteile fest: Die Einbindung in die betrieblichen Abläufe und die Bindung an das Unternehmen können beeinträchtigt werden, wenn Beschäftigte einen Großteil ihrer Arbeitszeit im Home Office verbringen. Die Verteilung der Arbeitswoche auf ein bis zwei Tage Home-Office und drei bis vier Präsenztage hat sich bewährt. Um den Austausch und die Vernetzung unserer Beschäftigten untereinander zu intensivieren, werden wir 2023 an allen unseren weltweiten Standorten Mitarbeiter-Events veranstalten.

Interne Aus- und Weiterbildung

Da der Arbeitsmarkt immer angespannter wird, müssen wir die Aus- und Weiterbildung unserer Beschäftigten weiter forcieren. Wir haben daher die Kapazitäten und die Recruiting-Maßnahmen im Bereich der beruflichen Ausbildung deutlich erhöht. So konnten wir in 2022 in Deutschland 96 Ausbildungsstellen anbieten, von denen wir mangels geeigneter Bewerberinnen und Bewerber jedoch nur 77 besetzen konnten. Auch in 2023 wollen wir rund 100 Ausbildungsstellen ausschreiben. Trotz dieser Bemühungen in der Intensivierung des Recruitings und Employer Brandings werden wir die enorme Personallücke nicht schließen können. Aufgrund des demographischen Wandels und dem starken Wettbewerb um Fachkräfte werden wir zukünftig ebenfalls verstärkt alternative Wege gehen. Diese beinhalten u.a. mehr Automatisierung von Produktion und Prozessen sowie ein verstärktes Wachstum in Regionen, in welche ausreichend Arbeitskräfte vorhanden sind.

Ferner haben wir unser Learning Management System (LMS) in 2022 deutlich ausgebaut. Inzwischen stehen unseren Beschäftigten auf der ganzen Welt über 800 Online-Trainings zu BU- spezifischen Themen, Corporate Trainings, sowie zu Methoden- und Persönlichkeitskompetenz zur Verfügung. Unsere Personalentwicklungsprogramme, wie das Schunk CAMP, das Global Graduate Programm und Weiterqualifizierungsprogramme sind auch weiterhin wichtige Bausteine unseres internen Weiterbildungsangebotes.

Langfristige Personalplanung

Um auf die stetige Weiterentwicklung unserer Märkte und Kundenanforderungen schnell und flexibel reagieren zu können, überprüfen wir unsere Qualifizierungsbedarfe ständig und planen langfristig.

Diversity

Unterschiedliche Perspektiven und Arbeitsweisen zu verstehen und gewinnbringend zu nutzen, ist für ein globales Unternehmen essentiell. Deshalb setzt Schunk auf die Vielfalt der Belegschaft in Bezug auf Herkunft, Alter, Ethnie und Geschlecht.

Die Diversität in der Schunk Group wird ferner mit dem CAMP und dem Global Graduate Program sowie dem Workshop "Führung in der Schunk Group" gefördert. Durch Teilnehmer mit unterschiedlichen Nationalitäten und gezielten Auslandseinsätzen wird die Internationalisierung der Führungskräfte gestärkt.

Erklärung zur Unternehmensführung

Als paritätisch mitbestimmtes Unternehmen muss Schunk die Auflagen zur gesetzlich vorgeschriebenen Frauenquote für den Aufsichtsrat, die Geschäftsführung und die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung erfüllen. In 2022 wurden die Ziele für die Zeit nach dem 30.06.2022 neu festgelegt. Diese neuen Ziele gelten bis zum 30.06.2027.

Im Aufsichtsrat der Schunk GmbH gibt es aktuell zwei weibliche Mitglieder, so dass das in 2017 festgelegte Ziel - zwei weibliche Mitglieder - erreicht wurde. In 2022 wurde beschlossen, den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Schunk GmbH auf mindestens zwei Personen festzulegen.

Der Frauenanteil in der Geschäftsführung der Schunk GmbH lag im Berichtsjahr unverändert bei null Prozent. In 2022 wurde festgelegt, den Frauenanteil in der Geschäftsführung der Schunk GmbH auf eine Person festzulegen. Bei personellen Veränderungen in der Geschäftsführung soll versucht werden, die entsprechende Position durch eine geeignete weibliche Kandidatin zu besetzen.

Die Frauenquote in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung aller deutschen Gesellschaften der Schunk Group lag 2022 bei 2,85% (zwei Personen) und damit prozentual über dem Vorjahreswert (2,77%), wobei jedoch die absolute Zahl mit zwei Personen unverändert blieb. Damit konnte in 2022 die Zielquote von 4,28% (drei Personen), nicht erreicht werden.

Die externe Rekrutierung von Frauen für Führungspositionen ist eine sehr große Herausforderung. Da die Anzahl der Bewerberinnen für Top-Führungspositionen nach wie vor äußerst gering ist, soll die Frauenquote verstärkt durch die Entwicklung eigener Mitarbeiterinnen erhöht werden. In unseren Nachwuchs - Programmen in Deutschland ist dazu eine Zielquote von mindestens 10% weiblicher Teilnehmer festgesetzt worden.

Wichtige Vorgänge des Berichtsjahres

Im Berichtsjahr hat die Schunk GmbH 100% der Anteile an der HYPROSTATIK Schönfeld GmbH, Göppingen, erworben. Das Unternehmen ist Technologieführer auf dem Gebiet hydrostatischer Systeme und produziert unter anderem hydrostatische Führungen, Gewindetriebe und Spindellagerungen. Anwendung finden diese Lösungen in hochpräzisen Werkzeug- und Optikmaschinen.

Die Weiss Technik GmbH, Reiskirchen-Lindenstruth, erwarb in 2022 sämtliche Anteile an der As- cott Analytical Equipment Ltd., Tamworth/ Großbritannien. Das britische Unternehmen ist auf Produktion und Vertrieb von Anlagen zur Korrosionsprüfung spezialisiert.

Die Schunk Investment GmbH, Heuchelheim, erwarb in 2022 eine Mehrheitsbeteiligung an der iDA Smart Digital Solution GmbH, Marburg. Kernkompetenz des Unternehmens ist die agile Software-Entwicklung mit Schwerpunkt auf Maschinenanbindung und Datenanalyse.

In 2022 gründete die Schunk Sonosystems GmbH, Wettenberg, die Schunk Sonosystems (Taicang) Co., Ltd., Taicang/ China.

Mit Wirkung zum 01.01.2022 wurden die Climats S.A.S., Martillac/ Frankreich, und Sapratin Technologies S.A.S., Cergy Pontoise Cedex/ Frankreich als übertragende Rechtsträger auf die Weiss Technik France S.A.S., Cergy Pontoise Cedex/ Frankreich, verschmolzen.

Ebenfalls mit Wirkung zum 01.01.2022 wurde die ClimaTech B.V., Nijkerk/ Niederlande, als übertragender Rechtsträger auf die Weiss Technik Nederland B.V., Tiel/ Niederlande, verschmolzen.

In 2022 wurden die Anteile an den russischen Gesellschaften 000 Schunk Carbon Technology, Moskau, und 000 Weiss Klimatechnik, Moskau, veräußert. Beide Gesellschaften sind seit August 2022 nicht mehrbTeil der Schunk Group.

Nachhaltigkeit

Unser unternehmerisches Handeln ist darauf ausgerichtet, den Erfolg der Schunk Group langfristig zu sichern. Unter anderem durch finanzielle Stabilität und profitables Wachstum sorgen wir dafür, dass Schunk auch in Zukunft ein verlässlicher und starker Partner für Beschäftigte, Kunden und Lieferanten ist. Auch für die Umwelt sowie in sozialen Fragen übernehmen wir Verantwortung. Wir unterstützen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Beispielsweise haben wir uns das Ziel gesetzt, bis 2050 keine Treibhausgase mehr zu emittieren. Dadurch vermeiden wir die Verschmutzung der Umwelt und leisten einen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels. Um natürliche Ressourcen zu schonen, arbeiten wir an der Verbesserung der Energieeffizienz sowie der Reduzierung des Materialverbrauchs. Einen besonders großen Mehrwert wollen wir generieren, indem wir einen technologischen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Durch Produktinnovationen mit ökologischer Relevanz unterstützen wir die Transformation der Wirtschaft. Dies betrifft beispiels-weise Anwendungen für alternative Antriebe oder erneuerbare Energien. Um einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten, fördern wir beispielsweise Bildungseinrichtungen auf unterschiedliche Weise. Wir arbeiten wir daran, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu stärken und alle Beschäftigten dazu zu ermutigen, ihren Beitrag für mehr Nachhaltigkeit zu leisten.

3. Lage

a) Ertragslage

2022 2021 Veränderung
T€ T€ T€ %
Umsatzerlöse 1.448.294 1.311.951 + 136.343 + 10,4
Gesamtleistung 1.567.270 1.381.328 + 185.942 + 13,5
Materialaufwand 526.386 448.835 + 77.551 + 17,3
Personalaufwand * 574.132 521.881 + 52.251 + 10,0
Abschreibungen immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 71.625 66.807 + 4.818 +7,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen 251.470 201.840 + 49.630 + 24,6
Sonstige Steuern 5.414 4.107 + 1.307 + 1,8
Summe betriebliche Aufwendungen 1.429.027 1.243.470 + 185.557 + 14,9
Betriebsergebnis 138.243 137.858 + 385 + 0,3
Finanzergebnis -15.757 - 20.342 + 4.585 + 22,5
Schunk Gewinnbeteiligung 9.181 4.278 + 4.903 + 114,6
Schunk Treueprämie 5.032 4.889 + 143 + 2,9
Schunk Corona Sonderzahlung 10.053 9.407 + 646 + 6,9
Steuern vom Einkommen und Ertrag 24.293 21.771 + 2.522 + 11,6
Jahresüberschuss 73.927 77.171 -3.244 -4,2

* ohne Schunk Gewinnbeteiligung, Schunk Treueprämie und Schunk Corona Sonderzahlung, da diese unterhalb des Betriebsergebnisses offen ausgewiesen werden

Trotz des kräftigen Anstiegs von Umsatz und Gesamtleistung stieg das Betriebsergebnis nur leicht auf Mio € 138,2. Damit übertrafen wir den Plan von Mio € 130,0 deutlich und erzielten das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte der Schunk Group.

Insbesondere der rasante Anstieg der Rohstoff- und Materialpreise verhinderte ein noch höheres Betriebsergebnis. Die Preissteigerungen konnten nicht in Gänze kompensiert werden. Ebenfalls negativ schlug zu Buche, dass sonstige Kosten wie Reisen, Messen und Instandhaltung nach der Aufhebung der Pandemiebeschränkungen wieder deutlich anzogen. Durch Neueinstellungen und einen vergleichsweise hohen Krankenstand stiegen 2022 auch die Personalkosten an.

b) Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Hauptziel des Finanzmanagements in der Schunk GmbH ist die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaften der Schunk Group bei gleichzeitiger Risikostreuung und - nachrangig - der Optimierung des Zinsergebnisses.

Liquidität

Die liquiden Mittel betrugen Mio € 141,3, die Bankverbindlichkeiten Mio € 0,6. Neben den Bankguthaben bestanden börsentäglich verfügbare Wertpapierdepotguthaben mit einem Bilanzwert von Mio. € 246,9. Der Net Cash (liquide Mittel einschließlich Buchwert der Wertpapierdepotguthaben abzüglich Bankverbindlichkeiten) belief sich auf Mio. € 387,6 (Vorjahr: Mio. € 449,3).

Entwicklung des Cashflows

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2022 beträgt Mio. 87,5 € (Vorjahr: Mio. € 135,2). Zu Einzelheiten wird auf die Kapitalflussrechnung verwiesen.

Investitionen

In 2022 betrugen die Investitionen (immaterielle Vermögensgegenstände zuzüglich Sachanlagen, jedoch ohne Geschäfts- und Firmenwerte und ohne die Zugänge aus Erstkonsolidierungen) Mio. € 133,8. Damit investierte die Schunk Group im Geschäftsjahr 2022 so viel wie nie zuvor. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte größtenteils aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit.

Der größte Anteil der Investitionen entfiel dabei auf Erweiterungsinvestitionen. Der Schwerpunkt der Investitionen lag bei der Division Carbon Technology. Mehr als zwei Drittel der Investitionen tätigten wir an unseren deutschen Standorten.

Obwohl die immensen Kostensteigerungen unseren Gewinn belasten, bleiben wir auf Expansionskurs und investieren im laufenden Jahr zusätzlich zu den bereits laufenden Projekten weitere Mio € 125,0.

c) Vermögenslage

31.12.2022 31.12.2021
T€ % T€ %
Anlagevermögen 587.944 34,3 516.148 32,4
Sonstige Aktiva 1.123.927 65,7 1.077.487 67,6
Aktiva 1.711.871 100,0 1.593.634 100,0
Eigenkapital 1.171.579 68,4 1.092.226 68,5
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 264.695 15,5 252.677 15,9
Kurzfristiges Fremdkapital * 275.597 16,1 248.731 15,6
Passiva 1.711.871 100,0 1.593.634 100,0

* = Steuerrückstellungen, Sonstige Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, Rechnungsabgrenzungsposten und passive latente Steuern

4. Bericht über finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigsten Kenngrößen zur Steuerung und Überwachung des Geschäftsverlaufs sind der Auftragseingang, der Umsatz sowie das Betriebsergebnis. Das Monitoring dieser Kennzahlen erfolgt monatlich für alle Konzerngesellschaften durch die Geschäftsführung der Schunk GmbH gemeinsam mit dem Beteiligungscontrolling.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Einen Grundstein des Erfolgs der Schunk Group stellen die Beschäftigten dar. Einen Schwerpunkt bildet hierbei die Führungskräfteentwicklung. Dazu dienen mehrere Programme, durch die neben dem Aufbau eines einheitlichen Führungs- und Werteverständnisses insbesondere die Internationalisierung und Diversität innerhalb der Schunk Group gefördert werden sollen.

III. Prognosebericht

Wir planen, 2023 um weitere 7% zu wachsen und mit 1,55 Mrd. € den nächsten Umsatzrekord aufzustellen. Durch den hervorragenden Auftragseingang insbesondere bei innovativen Produkten haben wir den Grundstein dafür bereits im Vorjahr gelegt. Der Start in das neue Jahr fiel zudem vielversprechend aus.

Die anhaltend hohen Preise für Rohstoffe und Energie sowie hohe Tarifabschlüsse werden das Betriebsergebnis jedoch stark belasten. Mit der deutlich verbesserten Versorgungslage steigt jedoch auch die Chance auf Kostenreduzierungen im Einkauf. Zudem erwarten wir weniger Ineffizienzen durch fehlende Bauteile. Aus heutiger Sicht rechnen wir mit einem leicht rückläufigen Betriebsergebnis.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Chancenbericht

Teil des Chancenmanagements ist, dass die Chancen systematisch erfasst und mit ihren Umsatz- und Ergebnisauswirkungen benannt werden. Im Rahmen der 3-Jahres-Planung wird jede Gesellschaft aufgefordert, relevante Chancen in den Bereichen "Neue Produkte", "Vertriebsprogramme" und "Organisation etc." zu benennen.

In Terminen zwischen Geschäftsführer bzw. Business Unit Manager und Holding Management werden auf dieser Basis die benannten Chancen intensiv diskutiert. Die Holding Geschäftsführung wird die Realisierung der Chancen besonders unterstützen, indem sie z.B. zusätzliche Investitionsmittel oder personelle Kapazitäten bereitstellt.

In den Makrotrends E-Mobilität, autonomes Fahren und Digitalisierung werden vor allem langfristig Geschäftschancen für die Schunk Group gesehen. Um diese wahrzunehmen, wurde eine Strategie erarbeitet, wie Schunk diese Trends für sich nutzen will, und in Road Maps für die einzelnen Divisions festgelegt.

2. Risikobericht

Als Risiken gelten mögliche Ereignisse oder Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der Unternehmensziele auswirken oder sogar den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

Das Risikomanagementsystem der Schunk Group wird durch die Schunk GmbH zentral gesteuert und überwacht. Das Risikomanagement selbst erfolgt in der Regel dezentral auf Gesellschaftsebene. Die Gesellschaften haben sich hierzu auf verschiedene potenzielle Risikoszenarien vorbereitet und Maßnahmen definiert, um die Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren. Zudem haben sie konkrete Gegenmaßnahmen bestimmt, um in einer Krisensituation kurzfristig reagieren zu können. Risiken werden zentral gesteuert, wenn ein besonders hohes Risiko vorliegt oder die notwendige Kompetenz zur Risikosteuerung in den Gesellschaften nicht vorhanden ist. Die Steuerung erfolgt dabei durch Corporate Standard Manager, die von der Schunk GmbH beauftragt sind und direkt an sie berichten. Beispiele für zentral gesteuerte Risiken sind Finanz- und IT-Risiken.

Zur Bewältigung von Krisen haben wir ein konzernweites Krisenmanagementsystem installiert. An jedem unserer Standorte gibt es dazu lokale Krisenteams. Ein zentraler Krisenstab macht konzernweit Vorgaben, überwacht die jeweiligen Maßnahmen, sammelt Informationen, gibt diese weiter und unterstützt die lokalen Krisenmanager.

Wir haben in unseren Code of Conduct festgeschrieben, dass das Beachten von Rechtsvorschriften die unverzichtbare Grundlage allen Handelns der Schunk Group ist. Um Compliance-Risiken vorzubeugen, betreiben wir ein Compliance Management-System, das wir sukzessive weiterentwickeln.

Wir wirken Compliance-Risiken vor allem durch Corporate Standards entgegen. Corporate Standard Manager übernehmen hierbei die konzernweite Steuerung und Überwachung dieser Risiken. Hinweise über Compliance-Verstöße werden der Holding-Geschäftsführung gemeldet und ein Untersuchungsprozess eingeleitet. Dies kann auch anonym über unseren externen Ombudsmann geschehen.

Bestandsgefährdende Risiken sind für die Schunk Group aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, welche über normale Geschäftsrisiken hinausgehen, sind derzeit nicht bekannt.

Unmittelbar nach Bekanntwerden des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 haben wir das Krisenmanagement der Schunk Group aktiviert. Es ist unser Ziel, die negativen Auswirkungen des Kriegs auf Schunk so gering wie möglich zu halten.

Wir haben bereits kurz nach Beginn des Krieges beschlossen, alle Geschäftsbeziehungen zu Russland einzustellen und die Tochtergesellschaften OOO Schunk Carbon Technology, Moskau, und OOO Weiss Klimatechnik, Moskau, in Selbstverwaltung agieren zu lassen. Durch das Andauern des Kriegszustandes ist die Fortführung der Geschäftsbeziehungen mit unseren russischen Kunden auf absehbare Zeit unmöglich. Daher haben wir unsere Tochtergesellschaften verkauft. Seit August 2022 sind sie nicht mehr Teil der Schunk Group.

Nach wie vor setzen wir alles daran, Verstöße gegen Sanktionen zu vermeiden. Die Exportkontrollmanager sind entsprechend sensibilisiert, insbesondere auch auf etwaige Versuche, die Embargo-Bestimmungen zu umgehen. Lieferungen in die nicht von Russland kontrollierten Gebiete der Ukraine führen wir nach wie vor durch. Diese müssen jedoch zuvor vom zentralen Krisenstab genehmigt werden.

Seit dem Auftreten der Coronapandemie in 2020 arbeitete unser Corona-Krisenmanagement ununterbrochen. Die im Rahmen des Krisenmanagements durchgeführten Maßnahmen waren auch 2022 erfolgreich: Es ist uns gelungen, Infektionsketten in den Betrieben weitgehend zu vermeiden und dadurch bedingte Firmenschließungen zu verhindern. Auf Grund der geänderten Lage haben wir das Corona-Krisenmanagement Ende Januar 2023 eingestellt.

Ein wesentliches Risiko sehen wir in schlechter werdenden weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, verursacht durch die geopolitischen Entwicklungen. Die großen Volkswirtschaften USA, China und die Länder der Europäischen Union haben seit Jahrzehnten eng verflochtene Wirtschaftsbeziehungen. Auch als Folge der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine verstärken sich die geopolitischen Spannungen dieser Länder zunehmend. Verschärfend wirkt sich auch die Befürchtung aus, dass China militärisch gegen Taiwan vorgehen könnte. In diesem Falle droht eine ähnliche Eskalation gegenüber China wie mit Russland.

Diese geopolitische Lage verschlechtert spürbar die Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft. Die zunehmende Abschottung der nationalen Wirtschaftsräume, steigende Zölle und Sanktionen sowie einander ausschließende Rechtsvorschriften führen zu einer De-Globalisierung. Besonders für die deutsche Industrie könnten die Folgen einer De-Globalisierung dramatisch sein, denn diese fußt zu einem großen Teil darauf, Energie, Rohstoffe und Vorprodukte zu importieren und die daraus hergestellten hochwertigen Produkte in die ganze Welt zu verkaufen. Eine mögliche De-Globalisierung und verstärkter Protektionismus stellen dieses Wirtschaftsmodell in Frage.

Schunk ist sich der daraus resultierenden Risiken bewusst, und hat entsprechende strategische Maßnahmen eingeleitet.

Ferner sehen wir Risiken, die sich auf den Liquiditätsbestand der Schunk GmbH und deren Tochtergesellschaften auswirken können. Dies sind Ausfall-, Veruntreuungs- sowie Währungs- und Zinsrisiken.

Die liquiden Mittel der Schunk Group werden zentral durch die Schunk GmbH gesteuert, um potenziellen Ausfallrisiken, politischen Risiken oder der Veruntreuung von Firmengeldern entgegen zu wirken. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität der Unternehmensgruppe wird eine Konzernliquiditätsplanung erstellt. Sie ist die Basis für die Steuerung der liquiden Mittel der Schunk Group sowie der Bemessung erforderlicher Kreditlinien.

Mit dem Abschluss von zentralen Geldanlagegeschäften wird die vorhandene Liquidität - unter Beachtung des Finanzbedarfs und auf Basis einer dokumentierten Richtlinie - angelegt. Dabei stehen die Aspekte Sicherheit und Risikosteuerung vor der Optimierung von Zinserträgen an erster Stelle. Die Schunk Group fokussiert sich dabei auf Emittenten mit einem Mindestrating im Investment- Grade-Bereich. Um Zins-, Währungs- und Kontrahentenrisiken entgegen zu wirken, erfolgt die Geldanlage in unterschiedliche Assetklassen sowie in einem extern gemanagten Spezialfonds.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Sicherungsstrategie und Finanzderivate

Im Rahmen der operativen Tätigkeit unterliegen die Schunk GmbH sowie ihre Tochtergesellschaften unterschiedlichen Finanzrisiken. Ein Großteil betrifft Marktpreisrisiken bei Währungen, Rohstoffpreisen und Zinsen. Die Schunk GmbH steuert diese Risiken zentral für die gesamte Schunk Group.

Währungsrisiko

Bei Umsätzen in Fremdwährungen entstehen Kursgewinne oder Kursverluste, wenn die Wechselkurse sich zwischen dem Zeitpunkt des Angebots und dem Zeitpunkt des tatsächlichen Zahlungseinganges verändern. Zur Absicherung dieses Währungsrisikos für Tochtergesellschaften wurden teilweise konzerninterne Devisentermingeschäfte eingesetzt.

Rohstoffpreisrisiko

In 2022 wurden keine Rohstoffswaps abgeschlossen.

Zinsrisiko

In 2022 wurden keine Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.

 

Heuchelheim, den 31. März 2023

Schunk GmbH

gez. Dr. Roth

gez. Dr. von Hülsen

gez. Manolopoulos

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31. Dezember 2022 31. Dezember 2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 7.082.192,14 8.781.318,95
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.430.537,18 7.139.352,90
3. Geleistete Anzahlungen 12.354.282,74 4.542.796,77
26.867.012,06 20.463.468,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 256.660.662,97 246.090.668,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 160.046.466,99 157.038.969,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.881.835,76 40.788.377,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 73.741.530,99 33.024.223,08
538.330.496,71 476.942.237,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 12.199.154,71 8.840.641,99
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 9.328.970,93 8.553.054,19
3. Beteiligungen 624.040,18 624.040,18
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 580.480,08 688.453,34
5. Sonstige Ausleihungen 14.153,31 35.555,26
22.746.799,21 18.741.744,96
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 198.339.547,31 139.424.257,20
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 191.082.716,97 149.198.910,98
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 88.790.937,24 75.558.098,58
4. Geleistete Anzahlungen 29.209.696,79 10.007.049,16
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ./. 179.049.247,27 ./. 88.585.457,39
328.373.651,04 285.602.858,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 102.223,89 (Vorjahr: € 56.404,00) - 246.832.447,03 199.731.237,50
2. Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 651.332,81 (Vorjahr: € 171.340,30) - 1.966.961,93 2.030.739,74
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 1.950.787,09 1.513.260,95
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.664.863,66 1.958.655,19
5. Sonstige Vermögensgegenstände
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 16.587.930,91 (Vorjahr: € 17.049.698,92) - 66.190.978,66 55.487.049,10
318.606.038,37 260.720.942,48
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 246.888.733,52 345.691.632,70
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 141.281.149,91 104.214.054,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.088.044,11 4.111.673,36
D. Aktive latente Steuern 81.688.993,00 77.145.490,28
1.711.870.917,93 1.593.634.103,66

Passiva

31. Dezember 2022 31. Dezember 2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Stammkapital 60.000.000,00 60.000.000,00
II. Kapitalrücklage 174.387.206,91 174.387.206,91
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 711.937.294,90 667.260.844,64
IV. Bilanzgewinn 214.378.275,77 189.385.172,88
V. Nicht beherrschende Anteile 16.666.880,86 12.704.298,60
VI. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ./. 5.790.822,48 ./. 11.511.662,60
1.171.578.835,96 1.092.225.860,43
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 539.556,92 854.075,04
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 262.572.666,65 249.827.505,28
2. Steuerrückstellungen 9.842.157,34 10.173.264,54
3. Sonstige Rückstellungen 132.526.223,90 124.274.345,63
404.941.047,89 384.275.115,45
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 604.679,91 629.407,76
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 81.168.265,73 65.325.359,49
3. Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 1.880.369,03 560.434,55
4. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 3.632.858,99 3.822.187,87
5. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern: € 18.741.277,75 (Vorjahr: € 12.630.401,74) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 5.757.382,21 (Vorjahr: € 4.956.774,95) - 42.524.143,56 40.786.623,87
129.810.317,22 111.124.013,54
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.516.940,94 1.774.300,85
F. Passive latente Steuern 3.484.219,00 3.380.738,35
1.711.870.917,93 1.593.634.103,66

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
1. Umsatzerlöse 1.448.294.251,21 1.311.950.826,05
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 51.289.271,38 22.640.725,89
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 6.013.302,72 1.505.596.825,31 4.299.367,03 1.338.890.918,97
4. Sonstige betriebliche Erträge
- davon Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse: € 54.509,75 (Vorjahr: € 58.373,05) -
- davon Erträge aus Währungsumrechnung: € 14.246.065,74 (Vorjahr: € 5.971.784,78)- 61.672.847,41 42.436.654,76
1.567.269.672,72 1.381.327.573,73
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 465.121.767,42 393.240.794,49
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 61.264.203,11 526.385.970,53 55.594.643,07 448.835.437,56
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 488.307.305,13 446.346.817,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung: € 17.226.606,01 (Vorjahr: € 9.827.104,31)- 110.091.080,09 598.398.385,22 94.107.929,04 540.454.746,40
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
- davon Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte: € 3.549.064,40 (Vorjahr: € 2.870.495,24)- 71.625.189,15 66.806.808,93
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: € 21.047.075,38 (Vorjahr: € 3.721.145,65) - 251.470.112,65 201.839.305,98
119.390.015,17 123.391.274,86
9. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.455.917,72 2.259.512,78
10. Erträge aus Beteiligungen
- davon aus nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen: € 290.256,21 (Vorjahr: € 531.459,70) - 290.256,21 531.459,70
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7.717,26 7.738,22
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon aus nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen: € 24.807,12 (Vorjahr: € 85,93) -
- davon Erträge aus Abzinsung: € 535.656,67 (Vorjahr: € 503.293,05) - 2.136.415,10 4.890.306,29 2.282.833,05 5.081.543,75
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 9.557.406,93 927.661,06
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an nicht konsolidierte verbundene Unternehmen: € 26.826,47 (Vorjahr: € 622,81)-
- davon Aufwendungen aus Aufzinsung: € 10.601.134,49 (Vorjahr: € 23.866.193,67)- 11.089.797,04 ./. 20.647.203,97 24.495.604,34 ./. 25.423.265,40
103.633.117,49 103.049.553,21
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 24.292.846,53 21.771.379,63
16. Ergebnis nach Steuern 79.340.270,96 81.278.173,58
17. Sonstige Steuern 5.413.790,43 4.107.195,59
18. Jahresüberschuss 73.926.480,53 77.170.977,99
19. Nicht beherrschende Anteile ./. 3.615.334,34 ./. 4.261.172,76
20. Gewinnvortrag 188.985.172,88 150.151.815,65
21. Entnahmen aus Rücklagen 7.346.775,96 1.730.290,35
22. Einstellungen in Rücklagen 52.264.819,26 -44.918.043,30 35.406.738,35 ./. 33.676.448,00
23. Bilanzgewinn 214.378.275,77 189.385.172,88

Konzernanhang

A. Allgemeine Erläuterungen

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Der Konzernabschluss der Schunk Group wird durch das Mutterunternehmen Schunk GmbH aufgestellt. Die Schunk GmbH hat ihren Sitz in 35452 Heuchelheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gießen unter der Handelsregisternummer HRB 6902 eingetragen.

2. Angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ausweis und Bewertung der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse der in- und ausländischen Tochtergesellschaften erfolgen konzerneinheitlich nach diesen Rechnungslegungsvorschriften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Schema des § 275 Abs. 2 HGB.

3. Konsolidierungskreis und assoziierte Unternehmen

Neben der Schunk GmbH sind 16 inländische und 47 ausländische Gesellschaften auf Basis der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Schunk Gerhard Carbon Technology GmbH, Obernzenn, und die Schunk Iberica S.A., Pinto-Madrid/ Spanien, werden "at equity" bilanziert.

9 verbundene Unternehmen und 4 assoziierte Unternehmen, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Die im Vorjahr vollkonsolidierten Gesellschaften Climats S.A.S., Martillac/ Frankreich und Sapratin Technologies S.A.S., Cergy Pontoise Cedex/ Frankreich, wurden mit Wirkung zum 01.01.2022 auf die Weiss Technik France S.A.S., Cergy Pontoise Cedex/ Frankreich, verschmolzen. Die im Vorjahr nicht konsolidierte ClimaTech B.V., Nijkerk/ Niederlande, wurde mit Wirkung zum 01.01.2022 auf die Weiss Technik Nederland B.V., Tiel/ Niederlande, verschmolzen.

Zum 31.12.2022 wurde die Ascott Analytical Equipment Ltd., Tamworth/ Großbritannien, erstmals konsolidiert.

4. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss ist auf den 31. Dezember 2022 - den Bilanzstichtag der Schunk GmbH - aufgestellt worden. Bis auf zwei ausländische Gesellschaften (Schunk Carbon Technology India Private Limited, Bangalore/ Indien und Weiss Technik Private Limited, Hyderabad/ Indien) entspricht bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Die Gesellschaften mit abweichendem Wirtschaftsjahr haben für die Zwecke der Konsolidierung einen Zwischenabschluss zum 31.12.2022 erstellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode.

Aktive Unterschiedsbeträge werden planmäßig abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeträge werden mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Beteiligungen an zwei assoziierten Unternehmen werden gem. § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB bilanziert (Buchwertmethode).

Schuldverhältnisse (Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten) zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert.

Der Wertansatz der Vermögensgegenstände aus konzerninternen Lieferungen wird um nicht realisierte Zwischenergebnisse bereinigt. Die Bewertung dieser Vermögensgegenstände erfolgt somit zu Konzernherstellungs- bzw. -anschaffungskosten.

Die Innenumsatzerlöse und die übrigen konzerninternen Erträge werden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet, sofern sie nicht als Bestandsveränderung oder andere aktivierte Eigenleistungen auszuweisen sind.

5. Bilanzierung und Bewertung

Die nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden einheitlich entsprechend den Schunk - Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien in Jahresabschlüsse übergeleitet, die den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches entsprechen.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Restlaufzeiten von über einem Jahr sind Vermögensgegenstände insoweit ggf. mit dem niedrigeren Devisenkurs des Buchungstages, Verbindlichkeiten insoweit ggf. mit dem höheren Devisenkurs des Buchungstages bewertet.

Die Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen in die Konzernwährung erfolgt gemäß § 308a HGB. Die Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen in die Konzernwährung erfolgt danach für sämtliche Bilanzpositionen nach der Stichtagskurs-Methode. Lediglich das gezeichnete Kapital und die in Vorjahren dotierten Rücklagen werden zu historischen Kursen umgerechnet.

Die Umrechnungsunterschiede werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge sind zum Jahresdurchschnittskurs des Geschäftsjahres angesetzt.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Das Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird nicht ausgeübt.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs-/ Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet.

Die Abschreibungen erfolgen überwiegend linear. Die Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen vorgenommen; im Finanzanlagevermögen auch bei voraussichtlich nur vorübergehenden Wertminderungen. Bei Wegfall des Grundes erfolgen entsprechende Zuschreibungen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwendbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder Verkaufspreisen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden gem. § 268 Abs. 5 HGB offen von dem Vorratsvermögen abgesetzt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird allen erkennbaren Risiken durch Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Vermögensgegenstände, welche ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbar langfristigen Verpflichtungen dienen, und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden mit den korrespondierenden Schulden verrechnet; dies gilt auch für die diesbezüglichen Aufwendungen und Erträge.

Latente Steuern werden für künftige Steuerauswirkungen aus dem Abweichen der Wertansätze zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz, für Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen und steuerliche Verlustvorträge angesetzt.

Latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen werden unter Berücksichtigung der erwarteten Verlustverwertungsmöglichkeiten innerhalb der nächsten fünf Jahre angesetzt. Eventuellen Unsicherheiten bezüglich der Ergebnisentwicklung wird im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung durch angemessene Sicherheitsabschläge Rechnung getragen.

Die Berechnung der latenten Steuern für das Geschäftsjahr 2022 erfolgte für die Inlandsgesellschaften mit einem Steuersatz von 30%. Dieser Steuersatz wurde ebenfalls bei der Ermittlung der latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen angewendet. In Bezug auf die Auslandsgesellschaften wurden die jeweiligen landesrechtlichen Steuersätze zu Grunde gelegt; diese lagen zwischen 9,00% und 30,00%.

Auf konzernfremde Gesellschafter entfallende Anteile am Eigenkapital sind in der Konzernbilanz gesondert gem. § 307 HGB ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und vergleichbare Verpflichtungen werden nach der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit-Methode) unter Anwendung versicherungs-mathematischer Grundsätze ermittelt. Für die inländischen Gesellschaften wurden die Sterbetafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Die ausländischen Gesellschaften haben länderspezifische Sterbetafeln verwendet. In Bezug auf den Zinssatz wird das Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Handelsgesetzbuch in Anspruch genommen, und der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre zu Grunde gelegt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für das Geschäftsjahr 2022 beträgt der maßgebende Zinssatz 1,78% (Vorjahr 1,90%).

In Bezug auf künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen wurde für die inländischen Gesellschaften mit 2,5% p.a. gerechnet; bei den ausländischen Gesellschaften liegen die angenommenen künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen zwischen 1,00% und 4,59%.

Die ausgewiesenen Steuerrückstellungen enthalten die zu erwartenden Verpflichtungen. Latente Steuern werden gesondert ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssätzen abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

B. Erläuterung der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens werden in der Anlage 1 dargestellt. Eine besondere Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage 2 beigefügt.

Der aus der erstmaligen Konsolidierung resultierende Geschäfts- oder Firmenwert der OptoTech Group in Höhe von T€ 8.606 wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren planmäßig abgeschrieben. Der Buchwert zum 31.12.2022 beträgt T€ 1.496.

Aus der Erstkonsolidierung der Ascott Analytical Equipment Ltd., Tamworth/ Großbritannien resultiert ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 3.931, welcher über 5 Jahren planmäßig abgeschrieben wird. Der Buchwert zum 31.12.2022 beträgt T€ 3.407.

Die Weiss Technik North America, Inc., Grand Rapids/ U.S.A., hat am 01.02.2019 einen Geschäftsbereich im Wege eines Asset-deals hinzuerworben (Weiss Technik North America, Inc., Cincinnati/ U.S.A.) Der aus dieser Transaktion stammende Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum 31.12.2022 T€ 1.362. Die Abschreibung erfolgt über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Als "Anteile an verbundenen Unternehmen" sind die Buchwerte der nicht konsolidierten Tochtergesellschaften erfasst. Bei den assoziierten Unternehmen handelt es sich um Gesellschaften, an denen Beteiligungen zwischen 24% und 50 % bestehen (siehe dazu Anlage zum Konzernanhang).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

davon mit einer Restlaufzeit:
Art der Forderung 31.12.2022 bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
T€ T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 246.832 246.730 102
(Vj.:199.731) (Vj.:199.675) (Vj.:56)
Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen 1.967 1.316 651
(Vj.:2.031) (Vj.:1.860) (Vj.:171)
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 1.951 1.925 26
(Vj.:1.511) (Vj.:1.511) (Vj.:0)
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.665 1.665 0
(Vj.:1.961) (Vj.:1.961) (Vj.:O)
Sonstige Vermögensgegenstände 66.191 49.603 16.588
(Vj.:55.487) (Vj.:38.437) (Vj.:17.050)
318.606 301.239 17.367
(Vj.:260.721) (Vj.:243.444) (Vj.:17.277)
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind insbesondere erfasst: T€
Steuererstattungsansprüche 38.442
Aktivwert Rückdeckungsversicherung 15.780
Darlehen, Vorschüsse, Kautionen 3.584
Sollposten Kreditoren 1.535

3. Aktive latente Steuern

Der Ausweis hat folgende Ursachen:

31.12.2021 Veränderung 31.12.2022
T€ T€ T€
Abzugsfähige Unterschiedsbeträge 70.845 + 3.632 74.477
Steuerliche Verlustvorträge 1.830 -417 1.413
Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen 4.470 + 1.329 5.799
77.145 + 4.544 81.689

4. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Position enthält unter anderem Anteile an einem international ausgerichteten Mischfonds, der als Renditefonds mit unbegrenzter Laufzeit agiert. Diese Anteile stellen Sondervermögen im Sinne von § 1 Absatz 10 des Kapitalanlagegesetzbuches dar.

Fondserträge des Geschäftsjahres 2022 wurden thesauriert. Es bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Möglichkeit der täglichen Rückgabe. Zum Bilanzstichtag liegt der Marktwert der Anteile über den historischen Anschaffungskosten. Der Bilanzansatz erfolgt daher unverändert zum Vorjahr mit den historischen Anschaffungskosten von Mio. € 75,0.

5. Eigenkapital

Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt: T€
Jahresüberschuss 73.927
Ergebnisanteil nicht beherrschter Anteile -3.615
Gewinnvortrag 188.984
Entnahmen aus Rücklagen 7.347
Einstellungen in Rücklagen -52.265
Stand 31.12.2022 214.378

6. Sonderposten für Investitionszuschüsse

Die Investitionszuschüsse entfallen in Höhe von T€ 261 auf inländische Gesellschaften. Auf ausländische Gesellschaften entfallen Investitionszuschüsse in Höhe von T€ 279.

7. Rückstellungen

Der Gesamtbetrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt T€ 277.288. Vermögensgegenstände wurden zu deren Zeitwert in Höhe von T€ 14.715 mit dem Gesamtbetrag verrechnet. Bei diesen Vermögensgegenständen handelt es sich überwiegend um Rückdeckungsversicherungen. Die jeweiligen Zeitwerte der Vermögensgegenstände entsprechen deren Anschaffungskosten. Nach Verrechnung entfallen T€ 231.700 auf inländische sowie T€ 30.873 auf ausländische Gesellschaften.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,78%) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,43%) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 17.874.

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen wurden mit den Aufwendungen aus der Zuführung der Pensionsrückstellungen verrechnet.

Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe von T€ 3.803 von inländischen Konzerngesellschaften und mit T€ 6.039 von ausländischen Konzerngesellschaften gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für folgende Sachverhalte gebildet:

T€
Personalaufwendungen 63.995
Garantie- und Gewährleistungen 23.075
nachlaufende Kosten 24.088
ungewisse Verbindlichkeiten 7.554
unterlassene Instandhaltungsmaßnahmen 2.996
Restrukturierungsmaßnahmen 2.578

In Bezug auf die Rückstellung für Personalaufwendungen ist anzumerken, dass die Wertpapierdepotguthaben der inländischen Gesellschaften zur Sicherung der Ansprüche aus den Altersteilzeitarbeitsverhältnissen mit den korrespondierenden Verpflichtungen verrechnet wurden. Die Verrechnung erfolgte zum Zeitwert in Höhe von T€ 4.278; die historischen Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände betragen T€ 4.355.

8. Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit:
Art der Verbindlichkeit 31.12.2022 bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 605 605 0 0
(Vj.:629) (Vj.:625) (Vj.:4) (Vj.:O)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 81.168 81.168 0 0
(Vj.:65.325) (Vj.:65.325) (Vj.:0) (Vj.:0)
Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 1.880 1.880 0 0
(Vj.:561) (Vj.:561) (Vj.:0) (Vj.:0)
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 3.633 2.302 1.331 0
(Vj.:2.822) (Vj.:1.830) (Vj.:1.992) (Vj.:0)
Sonstige Verbindlichkeiten 42.524 42.272 252 0
(Vj.:40.787) (Vj.:40.787) (Vj:0) (Vj-0)
129.810 128.227 1.583 0
(Vj.:111.124) (Vj.:109.128) (Vj.:1.996) (Vj.:O)

Gegenüber dem Gesellschafter der Schunk GmbH, dem Ludwig-Schunk-Stiftung e.V., Heuchelheim, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 589 (Vorjahr T€ 568).

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind insbesondere erfasst: T€
Steuerverbindlichkeiten 18.741
Habenposten Debitoren 8.211
Sozialabgaben 5.757
Arbeitnehmervergütungen 5.316

Sicherheiten:

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nicht besichert.

9. Passive latente Steuern

Der Ausweis hat folgende Ursachen:

31.12.2021 Veränderung 31.12.2022
T€ T€ T€
Abzugsfähige Unterschiedsbeträge 3.245 -151 3.094
Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen 135 + 255 390
3.380 + 104 3.484

10. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

T€
Bürgschaften und Garantien 35.390
Gewährleistungen 5.896

Ausgewiesen werden nicht passivierte potentielle Verpflichtungen der konsolidierten Unternehmen gegenüber fremden Dritten. Die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung aller Konzerngesellschaften wird laufend überwacht und analysiert. Nach derzeitiger Beurteilung ist davon auszugehen, dass die zugrundeliegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Aus diesem Grunde wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich eingestuft.

11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten

2023 2024 - 2028 2029 ff Summen
T€ T€ T€ T€
- aus dem Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen 89.754 6.622 0 96.376
- aus Mieten und Pachten 7.528 17.102 1.043 25.673
- aus Gebäudeleasing 949 2.373 166 3.488
- aus Maschinenleasing 125 113 0 238
- aus sonstigen Leasinggeschäften 1.383 1.859 53 3.295
- Sonstige 917 3.564 0 4.481
100.655 31.633 1.262 133.550

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach Divisions Mio € %
Carbon Technology 523,9 36,2
Machinery & Equipment 659,3 45,5
Mobility 263,9 18,2
Dienstleistungen/ Sonstige 1,2 0,1
1.448,3 100,0
Umsatzerlöse nach Regionen Mio € %
Deutschland 442,6 30,6
Europa 379,2 26,2
Asien/ Ozeanien 354,9 24,5
Amerika 251,7 17,4
Afrika 19,9 1,3
1.448,3 100,0

2. Sonstige betriebliche Erträge

Hierunter werden im Wesentlichen ausgewiesen:

T€
Kursgewinne 14.246
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 12.103
Erträge aus der Inanspruchnahme von Rückstellungen 5.236
Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen 2.799
Erträge aus Rückdeckungsversicherungen 2.355
Gewinne aus Anlagenabgängen 1.463
Investitionszulagen, Zuschüsse 1.180
Erträge aus Versicherungen / Schäden 344

3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen

Eine Aufgliederung der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 ergibt sich aus dem als Anlage 1 beigefügten Anlagespiegel. In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 4.977 enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Hierunter werden im Wesentlichen ausgewiesen:

T€
Instandhaltung 35.545
Vertriebskosten (Frachten, Zölle, Provisionen u.ä.) 29.707
Dienstleistungen 26.672
Kursverluste 21.047
Miete, Pacht, Leasing 17.597
Reise- und Fahrtkosten 15.409
Einstellungen in Rückstellungen 14.203
Leiharbeit 12.355
Gemeinkostenmaterial 10.096
Prüfungs- u. Beratungskosten 8.363
Werbe- und Messekosten, Repräsentation 8.254
Aufwendungen für Patente, Lizenzen und Warenzeichen 8.065
EDV-Aufwand 7.832
Versicherungskosten 6.652
Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen 3.984
Gebühren, Beiträge 3.025
Aufwendungen für Kommunikation (Telefon, Fax, Porto) 2.358
Verluste aus Anlagenabgängen 1.872
Beiträge zu Rückdeckungsversicherungen 1.419

5. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Unter diesem Posten sind ausgewiesen:

T€
Steuern des Geschäftsjahres 28.655
Steuern vorangegangener Geschäftsjahre 78
Erfolgswirksame Veränderung aktiver latenter Steuern - 4.544
Erfolgswirksame Veränderung passiver latenter Steuern + 104

6. Sonstige Steuern

Von den sonstigen Steueraufwendungen entfallen T€ 1.547 auf inländische und T€ 3.867 auf ausländische Konzerngesellschaften. Den Steueraufwendungen von insgesamt T€ 7.224 stehen Steuererstattungen in Höhe von T€ 1.810 gegenüber, bei welchen es sich überwiegend um energieverbrauchsabhängige Steuern handelt.

7. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Die außergewöhnlichen Aufwendungen belaufen sich auf T€ 213. Hierbei handelt es sich um den Verlust aus der Verschmelzung der nicht konsolidierten ClimaTech B.V., Nijkerk/ Niederlande, auf die vollkonsolidierte Weiss Technik Nederland B.V., Tiel/ Niederlande.

8. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die periodenfremden Erträge betragen T€ 14.430. Davon entfallen T€ 12.103 auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und T€ 565 auf die Erstattung von Steuern. Die periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 1.049.

D. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2022 im Konzern beschäftigte Arbeitnehmer:

Im gewerblichen Bereich beschäftigte Arbeitnehmer: 4.828
Im kaufmännischen Bereich beschäftigte Arbeitnehmer: 4.155
Summe: 8.983

Die durchschnittliche Anzahl der Auszubildenden belief sich auf 234. Mit diesen Auszubildenden betrug die durchschnittliche Gesamtbeschäftigtenzahl 9.217.

2. Honoraraufwand für den Konzernabschlussprüfer

Das von dem Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar stellt sich wie folgt dar:

Honoraraufwand für: T€
Abschlussprüfungen 615
andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 60
sonstige Leistungen 0

3. Sonstige nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte

Es wird auf die Ausführungen zu den Haftungsverhältnissen, den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie den Finanzderivaten verwiesen. Sonstige, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte mit wesentlicher Auswirkung auf die Finanzlage, bestehen nicht.

4. Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Die folgende Darstellung zeigt alle wesentlichen Geschäfte im Geschäftsjahr 2022 mit nahestehenden Unternehmen, wobei sich die Gruppe dieser Unternehmen aus den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und den assoziierten Unternehmen zusammensetzt:

T€ T€
Verkäufe 16.380
davon: - mit assoziierten Unternehmen 12.193
- mit nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 4.187
Käufe 6.637
davon: - mit assoziierten Unternehmen 6.111
- mit nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 526

5. Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB

Nachstehende inländische Tochtergesellschaften haben für das Geschäftsjahr 2022 vollständig o- der in Teilen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 bzw. § 264 b HGB Gebrauch gemacht:

Schunk Dienstleistungsgesellschaft mbH, Heuchelheim,

Schunk Kohlenstofftechnik GmbH, Heuchelheim,

Schunk Carbon Processing GmbH, Heuchelheim,

Schunk Sintermetalltechnik GmbH, Heuchelheim,

Schunk Ingenieurkeramik GmbH, Willich,

Schunk Sintermetalltechnik GmbH, Thale,

Schunk Sonosystems GmbH, Wettenberg,

Schunk Transit Systems GmbH, Wettenberg,

Carbon Advanced Solution GmbH & Co. KG, Wettenberg

Weiss Technik GmbH, Reiskirchen,

Weiss Klimatechnik GmbH, Reiskirchen,

Weiss Pharmatechnik GmbH, Oldenburg.

6. Geschäftsführer

Im Konzerngeschäftsjahr 2022 waren Geschäftsführer der Schunk GmbH die Herren

Dr. Arno Roth, Vorsitzender der Geschäftsführung und zuständig für die Division Mobility,

Dr. Ulrich von Hülsen, Mitglied der Geschäftsführung und zuständig für die Division Carbon Technology,

Peter R. Manolopoulos, Mitglied der Geschäftsführung und zuständig für die Division Ma- chinery und Equipment.

Die Geschäftsführer haben im Geschäftsjahr 2022 T€ 2.636 an Bezügen erhalten. Die Bezüge ehemaliger Geschäftsführer bzw. ihrer Hinterbliebenen beliefen sich für 2022 auf T€ 843. Für ehemalige Geschäftsführer bzw. ihre Hinterbliebenen sind Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 8.382 gebildet worden. T€ 1.523 wurden gegen diese Rückstellungen verrechnet (Zeitwert verpfändete Rückdeckungsversicherung).

7. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Schunk GmbH gehörten in 2022 an:

Dem Aufsichtsrat gehörten in 2022 an:

Herr Stefan Rinn - Vorsitzender ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH, seit 27.04.2022,

Herr Manfred Bender - Vorsitzender -, Vorstandsvorsitzender der PVA TePla AG, bis 27.04.2022,

Herr Stefan Sachs (Arbeitnehmervertreter) - stellv. Vorsitzender -, 1. Bevollmächtigter und Geschäftsführer IG Metall Geschäftsstelle Mittelhessen, seit 27.04.2022,

Herr Rainer Gröbel, (Arbeitnehmervertreter) - stellv. Vorsitzender Geschäftsführer der Academy of Labour gGmbH, bis 27.04.2022,

Frau Prof. Dr. Barbara Albert, Rektorin der Universität Duisburg-Essen,

Herr Gerd Algeyer (Arbeitnehmervertreter), Betriebsratsvorsitzender, Kaufmännischer Angestellter der Weiss Technik GmbH,

Herr Simon Alsmeier (Arbeitnehmervertreter), Konzernbetriebsratsvorsitzender, seit 27.04.2022,

Herr Bernhard Beck, Inhaber Unternehmensberatung Beck // Strategie / Markt / Technik,

Frau Tamara Hübner (Arbeitnehmervertreterin), Geschäftsführerin und Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Ingolstadt, bis 27.04.2022,

Herr Prof. Dr. Hubert Jung, ehemaliger Professor an der Technischen Hochschule Mittelhessen,

Herr Thomas Kräuter (Arbeitnehmervertreter), Global Sales Director Mechanical & Thermal Carbon der Schunk Kohlenstofftechnik GmbH, seit 27.04.2022,

Frau Maren Leicht (Arbeitnehmervertreterin), Schwerbehindertenvertretung, seit 27.04.2022,

Herr Anton Mesarosch (Arbeitnehmervertreter), Betriebsratsvorsitzender der Weiss Technik GmbH, bis 27.04.2022,

Herr Hans-Peter Schäfer (Arbeitnehmervertreter), Konzernbetriebsratsvorsitzender, Technischer Angestellter der Schunk Kohlenstofftechnik GmbH, bis 27.04.2022,

Herr Gunthard Sommer, ehemaliger Prokurist der Schunk Kohlenstofftechnik GmbH,

Herr Uwe Stoffregen (Arbeitnehmervertreter), Gewerkschaftssekretär IG Metall Bezirksleitung Mitte, seit 27.04.2022,

Herr Michael Velte (Arbeitnehmervertreter), Prokurist der Schunk Kohlenstofftechnik GmbH, bis 27.04.2022,

Herr Dr. Reinhold Wolf, ehemaliger Prokurist der Schunk Kohlenstofftechnik GmbH und der Schunk Carbon Processing GmbH, seit 27.04.2022.

Im Geschäftsjahr 2022 erhielten die Aufsichtsräte Bezüge in Höhe von T€ 297.

8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Im Januar 2023 hat die Schunk GmbH die weiteren 49% an der OptoTech Optikmaschinen GmbH, Wettenberg, erworben. Damit ist die Schunk GmbH nunmehr alleinige Gesellschafterin der OptoTech Optikmaschinen GmbH, Wettenberg.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag für die Schunk GmbH

Vorbemerkung: Vom Jahresüberschuss 2022 des Mutterunternehmens Schunk GmbH sind T€ 1.156 für eine Ausschüttung gesperrt. Es stehen T€ 29.774 für eine Ausschüttung zur Verfügung.

Der Ergebnisverwendungsvorschlag lautet wie folgt:

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens Schunk GmbH schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss der Schunk GmbH des Geschäftsjahrs 2022 i.H.v. T€ 30.930 wie folgt zu verwenden:

"Ausschüttung einer Dividende an den Gesellschafter i.H.v. T€ 500 und Einstellung der verbleibenden T€ 30.430 in die Gewinnrücklage."

 

Heuchelheim, den 31. März 2023

Schunk GmbH

gez. Dr. Roth

gez. Dr. von Hülsen

gez. Manolopoulos

Konzernanlagenspiegel 2022

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten 1. Januar 2022 Zugänge Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.955.798,23 1.888.144,13 2.020.866,71
2. Geschäfts- oder Firmenwert 51.511.630,01 3.931.231,94 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 4.542.796,77 5.309.211,22 1.110,68
100.010.225,01 11.128.587,29 2.021.977,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 381.602.808,20 19.080.100,84 1.481.517,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 685.385.254,02 24.155.865,45 13.259.688,33
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 152.644.332,96 19.918.249,41 7.357.008,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33.877.908,48 63.609.895,86 149.356,88
1.253.510.303,66 126.764.111,56 22.247.571,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 9.150.048,02 5.194.883,57 1.831.733,97
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 8.554.919,07 2.343.913,12 1.567.996,38
3. Übrige Beteiligungen 1.161.285,30 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 120.000,00 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 715.522,27 620,62 26.362,02
6. Sonstige Ausleihungen 35.555,26 0,00 21.401,95
19.737.329,92 7.539.417,31 3.447.494,32
1.373.257.858,59 145.432.116,16 27.717.043,67
Umbuchungen Währungsanpassung Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten 31. Dezember 2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 421.627,07 551.964,11 44.796.666,83
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 381.565,11 55.824.427,06
3. Geleistete Anzahlungen 2.503.385,43 0,00 12.354.282,74
2.925.012,50 933.529,22 112.975.376,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.250.538,96 1.915.290,77 403.367.220,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.096.894,36 3.843.828,20 716.222.153,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.042.968,69 583.235,24 167.831.777,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau ./. 23.315.414,51 473.456,13 74.496.489,08
./. 2.925.012,50 6.815.810,34 1.361.917.641,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 0,00 ./. 4.636,89 12.508.560,73
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 9.330.835,81
3. Übrige Beteiligungen 0,00 0,00 1.161.285,30
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 120.000,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 ./. 154,21 689.626,66
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 14.153,31
0,00 ./. 4.791,10 23.824.461,81
0,00 7.744.548,46 1.498.717.479,54
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2022 Abschreibungen 2022 Zuschreibungen 2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.174.479,28 3.772.651,10 5.115,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 44.372.277,11 3.821.923,20 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
79.546.756,39 7.594.574,30 5.115,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 135.512.139,90 11.869.691,86 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 528.346.284,84 37.960.917,79 19.713,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 111.855.955,77 14.200.005,20 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 853.685,40 0,00 0,00
776.568.065,91 64.030.614,85 19.713,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 309.406,02 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.864,88 0,00 0,00
3. Übrige Beteiligungen 537.245,12 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 120.000,00 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 27.068,93 108.476,85 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
995.584,95 108.476,85 0,00
857.110.407,25 71.733.666,00 24.828,74
Abschreibungen i.Z.m.Abgängen 2022 Währungsanpassung Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember 2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.649.284,24 421.743,55 37.714.474,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 199.689,57 48.393.889,88
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
1.649.284,24 621.433,12 86.108.364,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.001.462,92 326.188,97 146.706.557,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.383.768,87 2.271.966,69 556.175.686,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.495.726,69 389.707,50 119.949.941,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 ./. 98.727,31 754.958,09
19.880.958,48 2.889.135,85 823.587.144,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 309.406,02
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 1.864,88
3. Übrige Beteiligungen 0,00 0,00 537.245,12
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 120.000,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 29.501,47 3.102,27 109.146,58
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
29.501,47 3.102,27 1.077.662,60
21.559.744,19 3.513.671,24 910.773.171,56
Buchwert 31. Dezember 2022 Buchwert 31. Dezember 2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.082.192,14 8.781.318,95
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.430.537,18 7.139.352,90
3. Geleistete Anzahlungen 12.354.282,74 4.542.796,77
26.867.012,06 20.463.468,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 256.660.662,97 246.090.668,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 160.046.466,99 157.038.969,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.881.835,76 40.788.377,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 73.741.530,99 33.024.223,08
538.330.496,71 476.942.237,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 12.199.154,71 8.840.641,99
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 9.328.970,93 8.553.054,19
3. Übrige Beteiligungen 624.040,18 624.040,18
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 580.480,08 688.453,34
6. Sonstige Ausleihungen 14.153,31 35.555,26
22.746.799,21 18.741.744,96
587.944.307,98 516.147.451,33

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schunk GmbH, Heuchelheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Schunk GmbH, Heuchelheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzern-lagebericht der Schunk GmbH, Heuchelheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschafts-prüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerungen hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf der Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über die Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlage-berichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grund-haltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungs-informationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gießen, den 31. März 2023

Westprüfung GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Benecke, Wirtschaftsprüfer

gez. Becker, Wirtschaftsprüfer

Kapitalflussrechnung des Konzerns 2022 2021
T€ T€
1. + Periodenergebnis (= Konzernjahresüberschuss) 73.926 77.171
2. +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 71.708 66.807
3. +/- Zunahme/ Abnahme der Rückstellungen 20.997 24.480
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge / Währungsanpassungen 14.182 8.752
5. -/+ Veränderung der Vorräte -42.771 -27.930
Veränderung der Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände -57.885 -22.178
Veränderung der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten und aktiven Unterschiedsbetrag -2.976 486
6. +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 18.449 17.740
7. -/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen -153 -503
8. +/- Zinsaufwendungen / Zinserträge -1.111 -1.139
9. - Sonstige Beteiligungserträge -2.754 -2.799
10. +/- Aufwendungen / Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
11. +/- Ertragsteueraufwand / -ertrag 24.292 21.771
12. + Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
13. - Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
14. -/+ Ertragsteuerzahlungen -28.402 -27.463
15. Cash flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 87.502 135.197
16. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des imm. Anlagevermögens 373 281
17. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -7.198 -5.241
18. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.520 4.315
19. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -124.902 -64.118
20. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 0
21. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -6.803
22. + Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 0 0
23. - Auszahlungen für Zugänge zu dem Konsolidierungskreis -10.988 0
24. + Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 89.246 0
25. - Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 -76.064
26. + Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
27. - Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
28. + Erhaltene Zinsen 1.600 1.774
29. + Erhaltene Dividenden 410 1.975
30. Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -48.939 -143.881
31. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaften der Mutterunternehmens 0 0
32. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 0 0
33. - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschaften der Mutterunternehmens 0 0
34. - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an anderen Gesellschaftern 0 0
35. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 0
36. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten 0 -9
37. + Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen / Zuwendungen 0 0
38. + Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
39. - Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
40. - Gezahlte Zinsen -489 -629
41. - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -400 -400
42. - Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter 0 -45
43. Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -889 -1.084
44. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 37.674 -9.769
45. +/- Wechselkurs-und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -613 4.845
46. +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 26 2.595
47. Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 103.589 105.918
48. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 140.676 103.589
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
+ Liquide Mittel 141.281 104.214
- Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -605 -625
140.676 103.589

Eigenkapitalspiegel des Konzerns

Mutterunternehmen
Rücklagen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Gesamt
T€ T€ T€ T€
Stand zum 01.01.2021 60.000 174.387 632.519 806.906
Einstellungen in Rücklagen 35.407 35.407
Entnahmen aus Rücklagen -1.730 -1.730
Ausschüttungen
Veränderungen aus Währungsumrechnung
Änderung des Konsolidierungskreises 1.199 1.199
Übrige Veränderungen -134 -134
Konzernjahresüberschuss
Stand zum 31.12.2021 60.000 174.387 667.260 841.647
Einstellungen in Rücklagen 52.265 52.265
Entnahmen aus Rücklagen -7.347 -7.347
Ausschüttungen
Veränderungen aus Währungsumrechnung
Änderung des Konsolidierungskreises
Übrige Veränderungen -242 -242
Konzernjahresüberschuss
Stand zum 31.12.2022 60.000 174.387 711.937 886.324
Mutterunternehmen
Ausgleichposten aus der Fremdwährungsumrechnung Bilanzgewinn Eigenkapital gemäß Konzernbilanz
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Stand zum 01.01.2021 -28.738 150.552 988.719
Einstellungen in Rücklagen -35.407
Entnahmen aus Rücklagen 1.730
Ausschüttungen -400 -400
Veränderungen aus Währungsumrechnung 17.227 17.227
Änderung des Konsolidierungskreises 1.199
Übrige Veränderungen -134
Konzernjahresüberschuss 72.910
Stand zum 31.12.2021 -11.511 189.385 1.006.612
Einstellungen in Rücklagen -52.265
Entnahmen aus Rücklagen 7.347
Ausschüttungen -400 -400
Veränderungen aus Währungsumrechnung 5.721 5.721
Änderung des Konsolidierungskreises
Übrige Veränderungen -242
Konzernjahresüberschuss 70.311
Stand zum 31.12.2022 -5.790 214.378 1.011.691
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Ergebnisanteilen und Kursänderungen Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Kursdifferenzen Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinn- /Verlustanteile Summe
T€ T€ T€ T€
Stand zum 01.01.2021 773 492 7.113 8.378
Einstellungen in Rücklagen
Entnahmen aus Rücklagen
Ausschüttungen
Veränderungen aus Währungsumrechnung 253 253
Änderung des Konsolidierungskreises
Übrige Veränderungen -188 -188
Konzernjahresüberschuss 4.261 4.261
Stand zum 31.12.2021 584 745 11.374 12.704
Einstellungen in Rücklagen
Entnahmen aus Rücklagen
Ausschüttungen
Veränderungen aus Währungsumrechnung 347 347
Änderung des Konsolidierungskreises
Übrige Veränderungen
Konzernjahresüberschuss 3.615 3.615
Stand zum 31.12.2022 583 1.092 14.990 16.667
Konzerneigenkapital
T€
Stand zum 01.01.2021 997.098
Einstellungen in Rücklagen
Entnahmen aus Rücklagen
Ausschüttungen -400
Veränderungen aus Währungsumrechnung 17.480
Änderung des Konsolidierungskreises 1.199
Übrige Veränderungen -322
Konzernjahresüberschuss 77.171
Stand zum 31.12.2021 1.092.226
Einstellungen in Rücklagen
Entnahmen aus Rücklagen
Ausschüttungen -400
Veränderungen aus Währungsumrechnung 6.068
Änderung des Konsolidierungskreises
Übrige Veränderungen -242
Konzernjahresüberschuss 73.926
Stand zum 31.12.2022 1.171.577

* Geringfügige Differenzen in der Summenspalte sind auf Rundungen zurückzuführen.

A. Vollkonsolidierte Konzernunternehmen

Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in %
I. Inland
Schunk Dienstleistungsgesellschaft mbH Heuchelheim 100,00
Schunk Kohlenstofftechnik GmbH Heuchelheim 100,00
Schunk Carbon Processing GmbH Heuchelheim 100,00
Schunk Sintermetalltechnik GmbH Heuchelheim 100,00
Weiss Klimatechnik GmbH Reiskirchen-Lindenstruth 100,00
Weiss Technik GmbH Reiskirchen-Lindenstruth 100,00
Schunk Sintermetalltechnik GmbH Thale 100,00
Schunk Transit Systems GmbH Wettenberg 100,00
Schunk Sonosystems GmbH Wettenberg 100,00
Schunk Modultechnik GmbH Wettenberg 100,00
Carbon Advanced Solutions GmbH & Co. KG Wettenberg 100,00
CAS Verwaltungs GmbH Wettenberg 100,00
Weiss Pharmatechnik GmbH Oldenburg 100,00
Schunk Ingenieurkeramik GmbH Willich 100,00
OptoTech Optikmaschinen GmbH Jena 51,00
Schunk Investment GmbH Heuchelheim 100,00
II. Ausland
Weiss Technik Belgium B.V.B.A. Liedekerke/ Belgien 100,00
Schunk Carbon Technology S.A.S. Nanterre Cedex/ Frankreich 100,00
Weiss Technik France S.A.S. Cergy Pontoise Cedex/ Frankreich 100,00
Weiss Technik UK Ltd. Loughborough/ Großbritannien 100,00
Schunk Carbon Technology Limited Pudsey/ Großbritannien 100,00
Ascott Analytical Equipment Ltd. Tamworth/ Großbritannien 100,00
Schunk Carbon Technology S.r.l. Magenta/ Italien 100,00
Weiss Technik Italia S.r.l. Magenta/ Italien 100,00
OptoTech s.r.l. Nerviano Ml/ Italien 51,00
Schunk Carbon Technology B.V. Hendrik-Ido-Ambacht/ Niederlande 100,00
Weiss Technik Nederland B.V. Tiel/ Niederlande 100,00
Schunk Xycarb Technology B.V. Helmond/ Niederlande 100,00
Schunk Carbon Technology GmbH Bad Goisern am Hallstättersee/ Österreich 100,00
Schunk Transit Systems GmbH Nußdorf am Haunsberg/Österreich 100,00
Schunk Wien Gesellschaft m.b.H. Wien/ Österreich 100,00
Weiss Umwelttechnik Ges. m.b.H. Wien/ Österreich 100,00
Schunk Carbon Technology SRL Ilfov/ Rumänien 100,00
Schunk Carbon Technology AB Lenhovda/ Schweden 100,00
Schunk Carbon Technology AG Altendorf SZ/ Schweiz 100,00
Weiss Technik AG Altendorf SZ/ Schweiz 100,00
OptoTech AG Bellach/ Schweiz 51,00
Schunk Carbon Technology s.r.o. Praha/ Tschechien 100,00
Schunk Carbon Technology Kft. Czesztreg/ Ungarn 100,00
Weiss Technik North America Inc. Grand Rapids/ USA 100,00
Schunk Carbon Technology LLC Menomonee Falls/ USA 100,00
Schunk of North America Inc. Menomonee Falls/ USA 100,00
Schunk Sonosystems North America Corporation Wilmington/ USA 100,00
Schunk Xycarb Technology Inc. Georgetown/ USA 100,00
OptoTech Technologies Inc. Ophthalmic Germantown/ USA 51,00
OptoTech Optical Machinery Inc. Precision Optics Palm/ USA 51,00
Schunk do Brasil Eletrografites Ltda. Cotia, Sao Paulo/ Brasilien 100,00
Schunk Carbon Technology S.A. de C.V. Ocoyoacac/ Mexiko 100,00
Schunk Sintermetal S.A. de C.V. Ocoyoacac/ Mexiko 100,00
Weiss Technik Mexico S.A. de C.V. Ocoyoacac/ Mexiko 100,00
Schunk Carbon Technology Ltd. Hong Kong/ China 100,00
OptoTech Asia Ltd. Hong Kong/ China 51,00
Weiss-Voetsch Environmental Testing Instruments (Taicang) Co., Ltd. Taicang/ China 100,00
Schunk Carbon Technology (Suzhou) Co., Ltd. Suzhou City/ China 100,00
Schunk Sinter Metals (Suzhou) Co., Ltd. Suzhou City/ China 100,00
Schunk Xycarb Technology (Suzhou) Co., Ltd. Suzhou City, China 100,00
Schunk Xycarb (Shanghai) Precision Ceramics Technology Co., Ltd., China Shanghai/ China 100,00
Schunk Carbon Technology Co., Ltd. Bangkok/ Thailand 80,00
Schunk Carbon Technology India Private Limited Bangalore/ Indien 100,00
Weiss Technik India Private Limited Hyderabad/ Indien 100,00
Schunk Carbon Technology Ltd. Ansan-City/ Süd-Korea 100,00
Schunk Xycarb Technology Pte. Ltd. Singapore/ Singapur 100,00
Schunk Xycarb Technology Co. Ltd. Hsinchu City/ Taiwan 100,00
B. Equitybilanzierte assoziierte Unternehmen
Schunk Gerhard Carbon Technology GmbH Obernzenn 49,00
Schunk Iberica S.A. Pinto-Madrid/ Spanien 49,00
Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Eigenkapital 31.12.2022 Anteil in % Ergebnis 2022
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C. Nicht-konsolidierte verbundene Unternehmen
Schunk Carbon Technology Pty. Ltd. Scoresby/ Australien 1.785 75,00 600
Weiss Technik Singapore Pte. Ltd. Singapore/ Singapur 1.483 100,00 151
Weiss Technik Malaysia Sdn. Bhd. Penang/ Malaysia 940 100,00 250
Schunk Carbon Technology Japan KK Yokohama/ Japan 102 100,00 66
Weiss Technik (Thailand) Ltd. Amphur Bandplee/ Thailand 49 100,00 30
Pulsar Photonics GmbH Herzogenrath 1.061 60,00 57
HYPROSTATIK Schönfeld GmbH Göppingen 3.201 100,00 225
iDA Smart Digital Solution GmbH Marburg 2.812 51,00 696
Schunk Sonosystems (Taicang) Co., Ltd. Taicang City, China 2) 100,00 2)
D. Nicht-equitybilanzierte assoziierte Unternehmen
Kompetenzzentrum Fahrzeug Elektronik GmbH Lippstadt 1.183 1) 24,00 -217 1)
Schunk Portugal, Lda. Marinha Grande/ Portugal 1.283 49,00 73
SIRMA Elektrik Kömürleri SAN. VE TIC. A.S. Istanbul/ Türkei 1.552 48,63 770
Ningbo Atlas Carbide Co., Ltd. Ningbo/ China 2.151 37,99 383

1) Werte 31.12.2021
2) Gesellschaft befindet sich in Gründung

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung der Schunk GmbH obliegenden Aufgaben pflichtgemäß wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung regelmäßig beratend begleitet und dabei die Führung der Geschäfte sorgfältig überwacht. Die Geschäftsführung hat durch fortlaufende schriftliche und mündliche Berichterstattung und in drei Aufsichtsratssitzungen sowie fünf Koordinierungsausschuss-Sitzungen über die Entwicklung der Geschäfte und wesentliche Geschäftsvorgänge unterrichtet.

Schwerpunkt der Beratungen war der Geschäftsverlauf 2022, der vor allem durch die schwierigen externen Rahmenbedingungen gekennzeichnet war: gestiegene Material- und Energiepreise, Lieferkettenprobleme, hoher Krankenstand und die Sanktionen infolge des Ukraine-Krieges. Die Geschäftsführung informierte den Aufsichtsrat ausführlich und diskutierte mit ihm intensiv die möglichen Maßnahmen. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Budget- und Investitionsplanung 2023 sowie die Planung bis 2025.

Der Aufsichtsrat genehmigte die Akquisitionen der Firmen Ascott Analytical Equipment Ltd., England und Hyprostatik Schönfeld GmbH, Göppingen sowie die Mehrheitsbeteiligung an der iDA Smart Digital Solution GmbH, Marburg.

Im Rahmen seiner Sitzung im September hat der Aufsichtsrat die in Lindenstruth ansässigen Schunk Gesellschaften Weiss Technik GmbH und Weiss Klimatechnik GmbH besucht.

Wie in den Vorjahren wurden über den Koordinierungsausschuss hinaus keine weiteren Ausschüsse gebildet. Ein Teil der Mitglieder dieses Ausschusses stellt den Personalausschuss dar. Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrates teilgenommen.

Der Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 der Schunk GmbH sowie der Konzernabschluss und Lagebericht der Schunk Group sind von der zum Abschlussprüfer bestellten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Westprüfung GmbH & Co. KG, Gießen, geprüft worden. Gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates hat die Westprüfung GmbH & Co. KG, Gießen, ihre Unabhängigkeit gemäß den Vorgaben des Corporate Governance Kodexes erklärt.

Der Aufsichtsrat hat den Einzelabschluss mit Lagebericht sowie den Konzernabschluss mit Lagebericht zum 31.12. 2022 geprüft. Er erhebt keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an, die über das Ergebnis der Prüfungen berichteten und jeweils uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt hat.

Der Aufsichtsrat billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss mit Lagebericht der Schunk GmbH und den Konzernabschluss mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022. Er hat den Gewinnverwendungsvorschlag der Geschäftsführung geprüft und schließt sich diesem Vorschlag an.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei der Geschäftsführung, den Beschäftigten sowie den Arbeitnehmervertreterinnen- und vertretern für die geleistete Arbeit, die damit eine wiederum erfolgreiche Entwicklung der Schunk Group im Jahr 2022 ermöglichten.

Der Geschäftsführung und der Ludwig Schunk Stiftung e.V. gilt unser Dank für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.

 

Heuchelheim, den 26. April 2023

Der Aufsichtsrat

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