Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 516196
Vorher
Reno Spielhalle GmbH
Eingetragen
12.8.2002
Branche
Herstellung von Kunststoffen in PrimärformenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
ist die Fertigung hochpräziser Spritzgussteile aus thermoplastischen Kunststoffen für die Automobilindustrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Hüter
seit 10.9.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

30.00% identifiziert65.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Ilayda DönmezSPEKTRUM Cooperation GmbH
30.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Smart Pack AGCHE
65.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Smart-Pack AG
Switzerland
17.500 €
70.00%
Smart Pack AG
Switzerland
16.250 €
65.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sonnplast Solutions GmbH

Sonneberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Geschäft und Rahmenbedingungen

Organisatorische und rechtliche Struktur

Die organisatorische und rechtliche Struktur war im Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Sonnplast Solutions GmbH (SPLS) ist nach IATF 16949 und DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

Rahmenbedingungen

Die Automobilbranche befindet sich aktuell in einem Transformationsprozess, der stark durch die Veränderungen in der Antriebstechnologie getrieben ist. In dieses per se anspruchsvolle Umfeld sind mit den Nachwirkungen der Corona-Pandemie, der noch nicht vollends überwundenen Chipkrise, der temporär nicht oder nur unzureichend verfügbaren Kabelbäume sowie des Ukraine-Krieges mehrere sich überlagernde Krisenfaktoren hinzugekommen, die das Geschäftsjahr 2022 negativ beeinflusst und das Unternehmen vor merkliche Herausforderungen gestellt haben.

Produkte

Die Sonnplast Solutions GmbH ist Hersteller hochpräziser technischer Formteile aus thermoplastischen Kunststoffen im Ein- und Mehrkomponenten-Spritzgießverfahren mit Sitz in Sonneberg (Thüringen). Als expansiver Lieferant für Automobilhersteller und namhafte Automobilzulieferer ist das Unternehmen mit einem breit gefächerten Portfolio von Produkten wie Sitzblenden, Lüfterklappen, Säulenverkleidungen sowie diversen Exterieurkomponenten auf dem Markt bekannt. Mit einem modernen Maschinenpark bietet die Sonnplast Solutions GmbH seinen Kunden die Produktion hochwertiger Bauteile und entsprechender Werkzeuge.

Absatzmärkte

Die Sonnplast Solutions GmbH liefert seine Produkte auf vier Kontinente, wobei der Schwerpunkt in Europa liegt. Zu den Kunden zählen sowohl Fahrzeughersteller im PKW und Nutzfahrzeugsektor (OEMs) wie auch bedeutende Zulieferer (Tier 1).

Beschaffungsmärkte

Im Einkauf liegt der Fokus auf der Beschaffung von Rohmaterialen und damit hauptsächlich im Segment der Kunststoffgranulate. Der Markt orientiert sich sehr stark an der Preisentwicklung des Rohöls. Aufgrund der verschiedenen Einflussfaktoren, die sich aus dem Ukraine-Krieg ergeben und auf die Rohstoffmärkte eingewirkt haben, sind die Preise insbesondere im ersten Halbjahr 2022 ungewöhnlich stark angestiegen. Dies konnte nur bedingt durch Verhandlungen mit den Kunden kompensiert werden. Gleiches gilt für die Beschaffung von Strom.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2022 wurden durchschnittlich 173 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon entfallen auf den indirekten Bereich 74 und auf den direkten Bereich 99.

Investitionen

Trotz des volatilen Geschäftsumfeldes wurden im Berichtsjahr T€ 382 in den Maschinenpark investiert.

Ertragslage

Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2022 war geprägt durch unvorhersehbare und ungeplante starke Umsatzrückgänge durch die nach wie vor volatile Beschaffungssituation bei Halbleitern sowie die Ukrainekrise, die zum Teil zu mehrwöchigen Produktionsunterbrechungen bei unseren Kunden führte.

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 19.057 auf T€ 20.319 um 6,6% erhöht. Allerdings liegt dieses Umsatzniveau merklich unter den mitgeteilten Plan- und Abrufzahlen, so dass zur Entlastung der Kostenseite das Instrument der Kurzarbeit genutzt wurde.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um T€ 853 ggü. dem Vorjahr gestiegen, was im Wesentlichen auf Restrukturierungsbeiträge der Kunden aus den vorliegenden Handelsvereinbarungen zurückzuführen ist.

Die Materialaufwandsquote ggü. Betriebsleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 30% auf 42% verschlechtert, dies hängt einerseits mit den gestiegenen Rohstoffpreisen zusammen und ist andererseits dadurch begründet, dass das Geschäftsjahr 2021 durch vergünstigtes Vorratsvermögen beeinflusst war.

Die Personalaufwandsquote ggü. Betriebsleistung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,8%-Punkte an. Dies ist u.a. vor dem Hintergrund zu betrachten, dass im Geschäftsjahr 2022 zwei Mindestlohnanpassungen vollzogen wurden und gleichzeitig ggü. dem Vorjahr die Kurzarbeitserstattungen dahingehend modifiziert wurden, dass der Sozialversicherungsanteil nicht mehr erstattet wurde. Diese Faktoren führten dazu, dass sich der Personalaufwand erhöht hat, obwohl die Anzahl der Arbeitnehmer um 9% reduziert wurde.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen entsprachen mit T€ 604 dem Niveau des Vorjahres (T€ 635).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (sbA) haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 519 reduziert. Dieser Effekt resultiert im Wesentlichen aus dem Verbrauch von Restrukturierungsrückstellungen, die im Geschäftsjahr 2021 auf Basis der Handelsvereinbarungen mit den Kunden gebildet wurden. Als gegensätzlicher Effekt hat sich die Entwicklung der Stromkosten dargestellt, hier kam es zu einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um 61 % (T€ 954) auf T€ 1.537.

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Verlust i. H. v. T€ 1.009 erwirtschaftet und damit lag das Geschäftsjahr deutlich unter den Erwartungen. Bereinigt man das Geschäftsjahr um die Sondereffekte der Materialpreissteigerungen, Strompreissteigerungen sowie der Umsatzausfälle, so hätte das Geschäftsjahr einen positiven Verlauf nehmen können.

Finanzlage

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit war im Geschäftsjahr 2022 mit T€ 1.389 positiv. Wesentliche Faktoren waren hierfür die Reduktion des Vorratsvermögens, Verbesserungen der Zahlungsziele auf der Lieferantenseite sowie eine Reduktion des Forderungsbestandes aus Lieferungen und Leistungen.

Demgegenüber steht ein Mittelabfluss i. H. v. T€ 661 für Investitionen und für Finanzierungstätigkeiten i. H. v. T€ 52.

Insgesamt war die Liquiditätssituation im Jahr 2022 positiv.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vorjahresvergleich von T€ 5.369 auf T€ 5.536 um T€ 167 erhöht.

Auf der Aktivseite haben die Erhöhung des Kassenbestandes i. H. v. 676 TEUR ggü. dem Vorjahr sowie der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag zur Erhöhung der Bilanzsumme beigetragen.

Auf der Passivseite hat der erwirtschaftete Verlust zu einem negativen Eigenkapital i. H. v. T€ -389 geführt (Vorjahr: T€ 620). Zudem sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 850 angestiegen.

Chancen- und Risikobericht

Die fortschreitende Globalisierung und Transformation, insbesondere der Automobilindustrie, birgt aufgrund der Stellung als Zulieferer im Bereich der Kraftfahrzeuge ein gewisses Risikopotential, jedoch auch Chancen, die sich aus der kontinuierlichen weltweiten Markterschließung der Kunden ergibt.

Um das Preisniveau halten zu können, nimmt eine hervorragende Qualität, welche auf ständiger Innovation - teilweise in Zusammenarbeit mit den Kunden und Lieferanten - beruht, eine immer bedeutendere Rolle ein. In Anbetracht des zunehmenden Preisdrucks ist die Einhaltung der vom Unternehmen selbst gesetzten Qualitätsstandards von zentraler Bedeutung für die künftige Rentabilität. Durch ständige Optimierung und Weiterentwicklung der Produkte ist es Ziel des Unternehmens, die Qualität und die Zufriedenheit der Kunden positiv zu entwickeln.

Die Sonnplast Solutions GmbH beschäftigt sich intensiv mit der Entwicklung des Arbeitsmarktes, um auf diesem Wege schnell und flexibel auf etwaige Bedarfe reagieren zu können.

Im Bereich der Informationstechnologie schützen verschiedene Maßnahmen gegen unberechtigte Datenzugriffe oder Datenmissbrauch. So gehören zu den technischen Schutzmaßnahmen Aktivitäten wie der Einsatz von Zugangs- und Zugriffskontrollen, Virenscannern und Firewalls.

Die Sonnplast Solutions GmbH ist in der Lage auf geänderte Kundenwünsche schnell einzugehen. Insbesondere bei Verlagerungsprojekten hat sich das Unternehmen bei seinen Kunden einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Hieraus ergeben sich Chancen für weiteres, kurzfristig wirksames Neugeschäft.

Währungsrisiken werden durch die Fakturierung in Euro weitestgehend ausgeschlossen. Nur wenige Kreditoren und Debitoren werden in ausländischer Währung fakturiert, die in Summe jedoch von untergeordneter Bedeutung sind. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Mahnwesen und Debitorenmanagement.

Das Liquiditätsrisiko wird durch eine rollierende Liquiditätsplanung überwacht. Die kurzfristige Liquiditätsplanung wird wöchentlich aktualisiert. Hierbei werden auf Basis der jeweiligen Istwerte und aktualisierten Prognosedaten sowohl die daraus abzuleitenden liquiditätswirksamen Einnahmen (Cash-in) als auch liquiditätswirksamen Ausgaben (Cash-out) ermittelt. Ergänzt werden diese Planwerte um weitere Maßnahmen zur möglichst optimalen Steuerung der Liquidität.

Laufenden Risiken wird durch ein monatliches Berichtswesen sowie der Erstellung von Forecast-Planungen entgegnet.

Aufgrund der sich auch durch europäische Vorgaben veränderten Zielstellungen bei der Reduktion von CO 2 wird die Transformation hin zu emissionsarmen Antrieben genauso voranschreiten, wie der Trend zur Verwendung von Materialien mit verbessertem CO 2 -Footprint. Diesen Wandel begleiten wir als Materialspezialist dahingehend, dass wir gemeinsam mit den Kunden wie auch Materialherstellern Materiallösungen entwickeln, die sowohl den Emissionsanforderungen als auch dem Anspruch der Wiederverwertbarkeit gerecht werden.

Darüber hinaus arbeitet die Sonnplast Solutions GmbH kontinuierlich daran, sein Produktportfolio zu diversifizieren und die Abhängigkeit von der Automobilindustrie zu reduzieren.

Die negativen Folgen der Corona-Pandemie sowie die Auswirkungen der Ukraine- Krise haben diese Branche in einer ohnehin bereits vorherrschend schwierigen Phase wirtschaftlich stark getroffen. Um die finanziellen Auswirkungen hieraus zumindest teilweise auszugleichen, wurden Unterstützungsmaßnahmen mit den Hauptkunden vereinbart, die insbesondere im Geschäftsjahr 2023 ihre Wirkung entfalten werden. Grundlage für diese Vereinbarungen war eine im Sommer 2022 erstellte Fortführungsprognose, die auf Basis der zugrundeliegenden Planungsparameter eine positive Fortführung für das Geschäftsjahr 2023 aufzeigte.

Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2022 sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Deutschland und Europa weitgehend eingedämmt. Lediglich Lockdowns in China hatten Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf.

Stärker wirkten sich die Einflüsse des Ukraine-Krieges auf die Geschäfts- und Ergebnissituation aus. Produktionsausfälle durch fehlende Kabelbäume sowie sprunghafte Kostensteigerungen bei Rohmaterialien und Strom hatten maßgeblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf.

Das aktuelle Orderbuch und die in Anfrage befindlichen Verlagerungsaufträge lassen einen Umsatzanstieg von 10% bis 15% zum Vorjahr erwarten.

Die Preise für Rohmaterialien sind insbesondere im letzten Quartal 2022 merklich gesunken und die Prognosen der Hersteller deuten für 2023 eine entspanntere Preissituation an. Darüber hinaus wurden mit den Kunden für das Jahr 2023 neue Preise vereinbart, so dass hieraus eine verbesserte Rohertragsquote resultieren wird, die im Geschäftsjahr 2023 planerisch zwischen 57% bis 59% liegen wird.

Aufgrund der im vergangenen Geschäftsjahr umgesetzten Lohnanpassungen stehen für das Jahr 2023 keine weiteren größeren Anpassungen an. Lediglich der direkte Bereich wird personell an die verbesserte Auftragssituation angepasst. Hieraus resultiert eine verbesserte Personalkostenquote, die sich unterhalb der 30%-Marke bewegen wird (Vorjahr: 33,5%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden sich im kommenden Geschäftsjahr aufgrund von gestiegenen Logistikkosten erhöhen. Diese Erhöhung wird allerdings direkt an die betroffenen Kunden weitergegeben, so dass hieraus kein negativer Ergebniseffekt entsteht. Betrachtet man die in 2022 rapide angestiegenen Stromkosten, so kann hier von einer merklichen Entspannung der Preissituation ausgegangen werden. In Kombination, mit der von staatlicher Seite angekündigte Strompreisbremse, wird sich das Preisniveau für Strom sowohl in 2023 als auch im 1. Halbjahr 2024 für die Sonnplast Solutions GmbH auf einem Vorkrisenniveau bewegen. Dies wird zu einer merklich 6-stelligen Einsparung gegenüber dem Vorjahr führen.

Bei Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele in Kombination mit weiteren Optimierungsmaßnahmen wird das Geschäftsjahr 2023 sowohl ertragsseitig als auch liquiditätsseitig positiv gestaltet werden. Darüber hinaus wird das Unternehmen zu einem positiven Eigenkapital zurückkehren.

Um das Unternehmen darüber hinaus liquiditätsseitig weiter abzusichern, laufen die Vorbereitungen für ein langfristiges Darlehen aus dem Konsolidierungsfonds des Landes Thüringen. Hierfür werden die Gesellschafter alle notwendigen Sicherheiten stellen, um diese Finanzierung abzusichern.

 

Sonneberg, 15. März 2023

Axel Berke, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktivseite

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 156.347,10 34.068,68
2. Geschäfts- oder Firmenwert 40.416,67 45.416,67
196.763,77 79.485,35
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
1.205.672,74 1.320.599,18
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 262.310,33 208.025,97
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.233,01 26.650,01
1.497.216,08 1.555.275,16
1.693.979,85 1.634.760,51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.736.154,49 2.111.808,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 398.253,97 980.294,60
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.297.648,22 621.974,28
3.432.056,68 3.714.076,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.274,43 20.461,67
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 389.115,12 0,00
5.536.426,08 5.369.299,14

Passivseite

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage
48.750,00 48.750,00
III. Gewinnvortrag (Vj. Verlustvortrag) 545.934,47 -43.417,70
IV. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -1.008.799,59 589.352,17
-389.115,12 619.684,47
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 389.115,12 0,00
0,00 619.684,47
B. Rückstellungen 1.260.572,00 1.733.771,34
C. Verbindlichkeiten 4.275.854,08 3.015.843,33
5.536.426,08 5.369.299,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2022 - 31.12.2022

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 12.732.379,78 14.630.377,92
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 5.429.044,79 4.838.747,82
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.270.007,76 1.152.387,89
davon für Altersversorgung: EUR 30.292,70 (Vj. EUR 28.346,89)
6.699.052,55 5.991.135,71
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 604.027,12 634.893,62
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.406.286,97 6.924.929,35
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58,93 1.598,26
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 162.963,66 225.184,33
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -131.675,00 255.547,00
8. Ergebnis nach Steuern -1.008.216,59 600.286,17
9. sonstige Steuern 583,00 10.934,00
10. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -1.008.799,59 589.352,17

Anhang für Geschäftsjahr 2022

Sonnplast Solutions GmbH, Sonneberg

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Sonnplast Solutions GmbH hat ihren Sitz in Sonneberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 516 196 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff.) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt worden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in Bilanz oder Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft weist in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von TEUR 389 aus. Es liegt somit eine entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Tatsache vor. Von der Geschäftsführung war daher zu prüfen, ob eine nachhaltige Störung des finanziellen Gleichgewichts der Gesellschaft vorliegt, oder von einer Fortführung des Unternehmens ausgegangen werden kann. Die Geschäftsführung hat eine schlüssige und plausible Planung erstellt, nach der für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss zu erwarten ist, durch den der "Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag" des Geschäftsjahres 2022 ausgeglichen werden kann und die Liquidität des gesamten Wirtschaftsjahres gesichert ist. Die Going-Concern Prämisse ist damit gegeben. Ergänzende Angaben hierzu können dem Lagebericht entnommen werden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zeitanteilig ab Beginn des Monats der Anschaffung. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Nettoanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über 10 Jahre abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fertige Erzeugnisse werden retrograd ausgehend von ihrem Netto-Verkaufspreis abzüglich angemessener Abschläge bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Drohende Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für Zinsverluste und das latente Ausfallrisiko werden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen darüber hinaus eine Pauschalwertberichtigung angesetzt.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechend durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Innerhalb der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind keine mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00 und entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Betrag.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR:

Laufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
3.171 1.087 18 4.276 *
(1.727) (1.289) (0) (3.016)
- davon aus Steuern 158 0 0 158
(Vorjahr) (117) (0) (0) (117)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
(Vorjahr) (1) (0) (0) (1)

* davon TEUR 1.463 besichert mit Gesellschaftsvermögen (Kautionen und Sicherungsübereignungen)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Leasing- und Pachtverträge über bewegliche und unbewegliche Wirtschaftsgüter sowie verschiedene Dienstleistungsverträge abgeschlossen. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden kurzfristig nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlende Beträge wie folgt:

Jahr TEUR
2023 951
2024 800
2025 765
2026 758
2027 735
4.009

4. Sonstige Angaben

Mitarbeiterzahlen

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich 173 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 99 im direkten Bereich (Produktion, innerbetrieblicher Transport, Logistik) tätig und 74 Mitarbeiter im indirekten Bereich (Werkzeugbau, Instandhaltung Qualitätssicherung, Einkauf, Vertrieb, Personalverwaltung, IT, Schichtleiter und technische Leiter).

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht bekannt.

Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigter und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiter Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2022 Herr Axel Berke, Höchberg.

In Hinblick auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird von den Schutzbestimmungen des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 462.865,12,12 (Jahresfehlbetrag 1.008.799,59 abzüglich Gewinnvortrag von EUR 545.934,47) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Sonneberg, 15. März 2023

gez. Axel Berke, Geschäftsführer

Hinweis: Der vorstehende Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 10.05.2023 festgestellt.

Anlagenspiegel (Beilage zum Anhang)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.891,12 141.708,00 0,00 191.599,12
2. Geschäfts- oder Firmenwert 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
99.891,12 141.708,00 0,00 241.599,12
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.730.291,53 399.477,78 43.550,16 2.086.219,15
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 412.821,47 142.827,79 9.621,42 546.027,84
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.650,01 2.583,00 0,00 29.233,01
2.169.763,01 544.888,57 53.171,58 2.661.480,00
2.269.654,13 686.596,57 53.171,58 2.903.079,12
Abschreibungen
Vortrag 01.01.2022 Geschäftsjahr (Zugang) Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.822,44 19.429,58 0,00 35.252,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.583,33 5.000,00 0,00 9.583,33
20.405,77 24.429,58 0,00 44.835,35
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 409.692,35 493.247,44 22.393,38 880.546,41
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 204.795,50 86.350,10 7.428,09 283.717,51
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
614.487,85 579.597,54 29.821,47 1.164.263,92
634.893,62 604.027,12 29.821,47 1.209.099,27
Buchwert
31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 156.347,10 34.068,68
2. Geschäfts- oder Firmenwert 40.416,67 45.416,67
196.763,77 79.485,35
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.205.672,74 1.320.599,18
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 262.310,33 208.025,97
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.233,01 26.650,01
1.497.216,08 1.555.275,16
1.693.979,85 1.634.760,51

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sonnplast Solutions GmbH, Sonneberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sonnplast Solutions GmbH, Sonneberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sonnplast Solutions GmbH, Sonneberg für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fulda, den 29. April 2024

Muth & Co. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. ppa. Lukas Geiger, Wirtschaftsprüfer

gez. Marco Bug, Wirtschaftsprüfer

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