OSARTIS GmbH
Auf der Beune 101, 64839 Münster (Hessen), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefano Di Loreto seit 17.2.2026 | Prokura |
Daniel Dr. Zukowski seit 30.6.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Demetra Holding S.p.A. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OSARTIS GmbHMünster (Hessen)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Grundlagen der Gesellschaft OSARTIS GmbH (kurz: "OSARTIS" oder "Gesellschaft") ist ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Münster (Hessen) (vormals: Dieburg), Deutschland. Das Unternehmen ist seit mehr als 25 Jahren fokussiert auf die Entwicklung, Zulassung, Herstellung und den Vertrieb von medizinischen Biomaterialien für die Indikationsgebiete Orthopädie, Unfallchirurgie und Wirbelsäulenchirurgie. Zum Produktportfolio gehören sog. Biologika sowie PMMA-Knochenzemente samt den dazugehörigen Mischsystemen. Dazu kommen sortimentsnahe Handelsprodukte von anderen Medizinprodukteherstellern. Die selbst entwickelten und produzierten Produkte werden schwerpunktmäßig als kundenspezifische Marken an internationale Großkunden veräußert. Die Eigenmarken werden international ausschließlich über Handelspartner vertrieben. In Deutschland erfolgt auch ein direkter Vertrieb der Eigenmarken sowie der Handelswaren an Krankenhäuser bzw. Krankenhausverbunde. 1.2 Organisationsstruktur Am 2. Mai 2020 wurde die Geschäftsadresse von OSARTIS aus aufsichtsrechtlichen Gründen von der Lagerstraße 11-15, 64807 Dieburg nach Auf der Beune 101, 64839 Münster (Hessen) geändert. Im Mai 2022 wurden die Bauarbeiten am neuen Hauptsitz der Gesellschaft abgeschlossen. Ende Mai 2022 zog die Verwaltung in den Neubau, während die anderen Funktionen mit Ausnahme der Produktion zwischen Juli und Dezember 2022 an den neuen Standort verlagert wurden. Zum 31.12.2022 waren die gesamte Belegschaft und alle Prozesse an den neuen Firmensitz in Auf der Beune 101, 64839 Münster (Hessen) umgezogen. Alle Geschäftstätigkeiten im Geschäftsjahr 2023 wurden am neuen Standort durchgeführt. 1.3 Organe Dr. Daniel Zukowski (58, Fischbachtal) ist alleiniger Geschäftsführer der OSARTIS GmbH. Darüber hinaus besteht ein Beirat, der sich aus folgenden Mitgliedern zusammensetzt: • Herr Denis Faccioli, Italien • Herr Massimo Grazioli, Italien 2. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Gesamtsituation auf der Welt bleibt weiterhin äußerst instabil: Die Kriege in der Ukraine und in Palästina, die Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer, die immer noch hohe Inflation in Europa und die Rezession der deutschen Wirtschaft sind allesamt keine sehr ermutigenden Anzeichen. Dazu kommen besondere Herausforderungen des Wirtschaftsstandorts Europa mit viel Bürokratie, überbordenden und innovationsfeindlichen regulatorischen Anforderungen sowie des Wirtschaftsstandorts Deutschland mit sehr hohen Energiepreisen, noch mehr Bürokratie, gravierendem Fachkräftemangel, historisch hohem Krankenstand, Schwächen in der Infrastruktur und einer steigenden Anzahl an "Arbeitskämpfen". Allerdings ist der weltweite Markt im Gesundheitswesen vergleichsweise weniger abhängig von solchen Einflussfaktoren als viele andere Märkte. Er ist grundsätzlich nachhaltig und krisensicher und er wird auch mittel- und langfristig ein Wachstumsmarkt bleiben, da sich der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung stetig erhöht. So wird der Anteil der Weltbevölkerung mit einem Alter von über 60 Jahren in Industrieländern bis 2050 kontinuierlich von 23 % auf 32 % steigen (Quelle: Luther und Clairfield International: Marktstudie Medizintechnik 2020). Dennoch, auch das Gesundheitswesen ist nicht entkoppelt von globalen oder lokalen Einflussfaktoren, welche insbesondere kurz- bis mittelfristig von relevantem Einfluss sein können. 2.2 Geschäftsverlauf der Gesellschaft Trotz der unter den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen beschriebenen Schwierigkeiten, stieg der Umsatz von OSARTIS im Geschäftsjahr 2023 deutlich um +10,2 % auf TEUR 28.940 (Vj.: TEUR 26.264). Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Einführung der neuen europäischen Medizinprodukte-Verordnung (sog. MDR: Medical Device Regulation) könnten dieses Wachstum begünstigt und einige Kunden (insbesondere nationale und internationale Händler) dazu veranlasst haben, Sicherheitsbestände aufzubauen. 2.2.1 Deutschland Der Anteil des Gesamtumsatzes, der 2023 auf Deutschland entfiel, betrug TEUR 4.024 (13,9 %). 2.2.2 Europäische Union und Europa Der auf die EU (ohne Deutschland) entfallende Anteil am Gesamtumsatz betrug rund 46,5 % (TEUR 13.470). Der auf andere europäische Länder (z. B. Schweiz, Großbritannien, Ukraine und andere) entfallende Umsatzanteil betrug 26,2 % (TEUR 7.578). 2.2.3 USA und außereuropäische Drittländer Der Anteil der Märkte USA und der außereuropäischen Drittländer am Gesamtumsatz betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 3.868 (13,4 %), wobei der überwiegende Teil davon auf die USA entfiel. 3. Lage der Gesellschaft 3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich zum Abschluss des GJ 2023 von TEUR 29.253 um TEUR 1.647 auf TEUR 30.900. Die Steigerung beruht im Wesentlichen auf der Erhöhung des Umlaufvermögens (+TEUR 1.950) und dabei im Besonderen auf der Erhöhung des Vorratsvermögens (+TEUR 927), dem Anstieg der liquiden Mittel (+TEUR 672) und dem Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (+TEUR 351). Demgegenüber sank das Anlagevermögen (-TEUR 371). Zur Vervollständigung der Erläuterung des Unterschieds zum Vorjahr sei noch auf das Wachstum der Rechnungsabgrenzungspostens (+TEUR 56) und der Aktiven latenten Steuern (+TEUR 12) hingewiesen. Die Anlagenintensität (Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme) betrug 43,6 % (Vj: 47,3 %). Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme betrug 56,0 % (Vj: 52,5 %). Dabei entfielen auf die Vorräte 20,7 % (Vj: 18,7 %) und auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12,8 % (Vj: 12,3 %). Die Eigenkapitalquote des Unternehmens stieg von 62,8 % auf 68,5 %. Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 1.195 (Vj: TEUR 1.712) und haben einen Anteil von 3,9 % (Vj: 5,9 %) an der Bilanzsumme. Für alle erkennbaren Risiken hat die Gesellschaft angemessene Rückstellungen gebildet. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von TEUR 1.240 auf TEUR 1.232 gesunken. Es bestanden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 48 (Vj. 26). Die Geschäftsführung beurteilt die Verhältnisse der Gesellschaft als geordnet. 3.2 Finanzlage Der Operative Cash-Flow betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 8.565. Der Finanzmittelfond beträgt zum Ende der Periode TEUR 6.944 (Vj.: TEUR 6.272). Die Liquiditätslage der Gesellschaft wird von der Geschäftsführung als gut beurteilt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 zu jeder Zeit gewährleistet. 3.3 Ertragslage Trotz der in 2.1 genannten Einflussfaktoren ist es der OSARTIS gelungen, besser abzuschneiden als die Budgetprognosen: • höherer Verkaufswert von Produkten und Dienstleistungen (ohne Berücksichtigung von Skonti) in Höhe von TEUR 29.004 (+ 3,6 % gegen Budget, TEUR 28.000 / +10,1 % gegenüber Vorjahr, TEUR 26.337); • Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen gegenüber der Budgetprognose: TEUR 10.437 in der Schlussbilanz gegenüber TEUR 10.195 im Budget (+2,4 %). Die Materialaufwandsquote betrug im GJ 2023 37,5 % (Vj: 35,3 %). Diese Steigerung ist auf die inflationsbedingt gestiegenen Anschaffungskosten zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, hauptsächlich aufgrund des Neubaus, stiegen auf TEUR 822 (VJ: TEUR 601, +37,1 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 18,0 % auf TEUR 2.949 (Vorjahr TEUR 3.593), hauptsächlich verursacht durch Einmalkosten des Vorjahres, die im Zusammenhang mit dem Umzug an den neuen Firmensitz der Gesellschaft standen. Insbesondere die Mietenkosten sanken gegenüber 2022 um 99,3 % auf TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 452). Auch die sonstigen Raumkosten sind gegenüber 2022 auf TEUR 311 gesunken (Vj.: TEUR 586, -47,0 %). Die übrigen Betriebsaufwendungen (ohne die oben genannten) verzeichneten dagegen einen Anstieg um 3 %, von TEUR 2.555 auf TEUR 2.635. Mit TEUR 6.800 (Vj.: TEUR 5.719) verbesserte sich der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr deutlich (+18,9 %). 3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen der Rechnungslegung werden folgende finanzielle Kennzahlen für die Steuerung der Gesellschaft verwendet:
* Ziel: Reklamationsquote aller ausgelieferten Produkte < 0,15 % Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung) hat sich gegenüber dem Vorjahr um 12,8% (TEUR 3.397) erhöht. Die Materialaufwandsquote stieg um 2,2 % auf 37,5 % (Vj.: 35,3 %). Das EBITDA verbessert sich deutlich (+TEUR 1.716). 3.5 Forschung und Entwicklung Die OSARTIS GmbH ist ein forschendes Unternehmen der Medizinproduktebranche; die Entwicklung innovativer und patentgeschützter Technologien und Produkte ist ein wesentliches Element der Unternehmensstrategie. Auch im Geschäftsjahr 2023 war die Gesellschaft mit Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sehr aktiv. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023 waren insgesamt rund 18,3 % der 97 Mitarbeiter der Gesellschaft in den Unternehmensbereichen Forschung & Entwicklung sowie Scientific Affairs tätig (Vj: 17,4 %). Der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung an der Gesamtleistung betrug 5,6 % (Vj: 4,5 %). Im Produktbereich der Knochenzemente & Mischsysteme sowie im Bereich der sog. Biologika konzentrierten sich die Aktivitäten auf die Entwicklung neuartiger Produkte für den internationalen Markt. Im Bereich Scientific Affairs erfolgte die Erhebung und Auswertung klinischer Daten zur Anwendung der Produkte in Zusammenarbeit mit externen klinischen Partnern sowie die Planung und Organisation weiterer systematischer klinischer Datenerhebungen. Weiterhin wurde das Netzwerk aus wissenschaftlichen und klinischen Fachexperten gestärkt und ausgebaut. Ferner mussten beide Bereiche wesentliche Aufgaben zur Erreichung der Zulassung der bestehenden Produkte nach der europäischen Medizinprodukte-Verordnung MDR bewältigen. 3.6 Gesamtaussage Die wirtschaftliche Lage der OSARTIS GmbH kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Vor dem Hintergrund finanzieller Stabilität sieht sich die Gesellschaft für die Bewältigung der künftigen Herausforderungen gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 4. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Gesellschaft verfügt über Instrumente zur Risikofrüherkennung wie Controlling und interne Qualitätskontrolle. Das Controlling informiert die Geschäftsleitung mit entsprechenden Berichten, Auswertungen sowie entscheidungsrelevanten Kennzahlen unmittelbar und regelmäßig über den eingetretenen und prognostizierten Verlauf der Geschäfte. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Zurzeit bestehen keine wesentlichen Risiken in Bezug auf Forderungsausfälle. Möglichen Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Durch regelmäßige interne und externe Audits im Bereich der Produktion, die im Wesentlichen auch aufgrund gesetzlicher Vorschriften erforderlich sind, wird kontinuierlich eine hohe Produktqualität sichergestellt. Ein Produktionsrisiko in Gestalt eines hohen Produktionsausschusses besteht nicht. Die Ausbeuten der wesentlichen Produkte zeigten keine Auffälligkeiten und betragen wie im Vorjahr in der Regel weit deutlich über 90 %. Der Anteil der Sperrposten/Ausschuss über alle hergestellten Chargen liegt wie im Vorjahr bei ca. 1,0 %, die Reklamationsquote aller ausgelieferten Produkte liegt bei 0,083 % und damit weit unterhalb des Zielwerts von 0,15 %. Steigenden Preisen für Rohstoffe, die ein Beschaffungsrisiko sein könnten, wird, wo immer möglich, durch langfristige Rahmenverträge gegengesteuert. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. Die gegenwärtige Weltwirtschaftslage ist durch die allgemeine Krisensituation (Krieg in der Ukraine und Palästina, noch Inflation, nahhaltig gestiegene Kosten für die Warenbeschaffung und für Energie) und die damit zum Teil sehr erheblichen Engpässe und Verwerfungen in den globalen Lieferketten geprägt. Das hat auch Auswirkungen auf die OSARTIS als global tätiges Unternehmen. Sollten die beschriebenen Krisen und die damit verbundenen Lieferengpässe und Preissteigerungen über weite Teile des Geschäftsjahres 2024 und in vielen für die Gesellschaft relevanten Märkten die bereits bekannten Einschränkungen des Wirtschaftslebens erzwingen, so wird auch die Gesellschaft von den entsprechenden ökonomischen Auswirkungen negativ beeinflusst werden. Darüber hinaus setzt sich die Verschlechterung der Aussichten der Medizinprodukte-Branche in Deutschland und Europa infolge der zunehmenden regulatorischen Hemmnisse, wie in den vergangenen Jahren bereits beobachtet, fort. Die im europäischen Markt aktiven Medizinproduktehersteller und damit auch die OSARTIS GmbH sehen sich zusätzlichen Anforderungen durch die neue europäische Medizinprodukte-Verordnung MDR und damit einhergehend drastisch steigenden Kosten, langwierigen Zulassungsverfahren und Problemen bei der Erhaltung des Marktzugangs der Produkte in Europa, konfrontiert. Dies wird im Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus einen erheblichen Kosten- und Arbeitsaufwand mit sich bringen und stellt insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen die Einführung innovativer Produkte für den europäischen Markt in Gänze und dauerhaft infrage. Die größte und nachhaltige Herausforderung für die in Europa aktive Medizinprodukteindustrie besteht, nach Einführung der MDR, in der faktischen Unmöglichkeit, innovative Neu- und Weiterentwicklungen in den Gemeinschaftsmarkt zu bringen. Insoweit können sich Risiken für die geschäftliche Entwicklung aufgrund der erwähnten und nur schwer kalkulierbaren Verschärfungen der regulatorischen Anforderungen ergeben. Diesen Risiken wurde im Rahmen der Möglichkeiten durch die Verstärkung der betreffenden Fachabteilungen Rechnung getragen. Die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wird aus den laufenden Umsätzen finanziert. Die Finanzierung des neuen Firmensitzes in Münster (Hessen) erfolgte dagegen über ein Volltilger-Darlehen i.H.v. TEUR 9.700 ohne Zinsänderungsrisiko und mit einer Laufzeit von 10 Jahren. Mit der Tilgung des Darlehens wurde bereits im Geschäftsjahr 2021 begonnen. Zum 31. Dezember 2023 betrug die Restschuld noch TEUR 6.736. Aus Sicht der Geschäftsführung bestehen derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken. Neben den Risiken identifiziert und bewertet die Gesellschaft regelmäßig die Chancen des Unternehmens. Grundsätzlich können sich Chancen durch die Weiterentwicklung medizinischer Standards oder durch die Einführung neuer Produkte in schwerpunktmäßig außereuropäischen Märkten ergeben. Durch den engen Dialog mit seinen vornehmlich außereuropäischen Geschäftspartnern und zunehmend auch außereuropäischen klinischen Fachexperten wird die Gesellschaft Chancen auch weiterhin zielgerichtet nutzen und sich damit neue Absatzmöglichkeiten außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums schaffen. Kapazitätserweiterungen und der steigende Lebensstandard in vielen Schwellenländern sind hierbei begünstigende Faktoren und ermöglichen es den jeweiligen Gesellschaften, an der steigenden Nachfrage nach Produkten der Gesundheitsversorgung und Medizintechnik teilzuhaben. Zudem verbessern die modernen Produktionsprozesse die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft. Im Falle einer schnelleren Entwicklung der außereuropäischen Gesundheitsmärkte könnte sich daher ein positiver Einfluss auf die Umsatz- und Ertragslage ergeben. Die Öffnung weiterer schwerpunktmäßig außereuropäischer Gesundheitsmärkte für bereits vorhandene Produkte und Neuentwicklungen kann für ein international aufgestelltes Medizintechnikunternehmen wie OSARTIS weitere Chancen darstellen. Die Gesellschaft arbeitet entsprechend permanent und zielgerichtet an der Erschließung weiterer internationaler Märkte (z. B. Südamerika und Asien). 7. Prognosebericht Die Gesellschaft strebt für das Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum von rund 6,6 % und strebt aus dem Erlös von Produkten und Dienstleistungen (ohne Berücksichtigung von Skonti) einen Umsatz von TEUR 31.001 an. Das sich daraus ergebende Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) wird auf rund TEUR 11.095 budgetiert. Mit Hinblick auf die Materialaufwandsquote ist eine weitere prozentuale Erhöhung nicht auszuschließen. Zwar verlangsamt sich die berichtete Inflationsrate; allerdings erreichen entsprechende Preissteigerungen der Lieferanten die Gesellschaft in der Regel erst verzögert. Über die Jahre hat die Gesellschaft das selbstgesteckte Ziel einer sehr niedrigen Reklamationsquote (Reklamationsquote aller ausgelieferten Produkte < 0,15 %) immer erreichen können. Daher erwartet die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2024, -unvorhersehbare Ereignisse außer Acht lassend, - dieses Ziel auch wieder erreichen zu können. Zur dauerhaften Sicherung der guten Aufstellung der Gesellschaft in einem sich wandelnden Markt und in dem sich verschärfenden regulatorischen Umfeld sind für das Jahr 2024 zukunftsorientierte Aufwendungen in den Bereichen Forschung & Entwicklung sowie Qualitätsmanagement in Höhe von rund TEUR 640 geplant. Wenn erforderlich wird die Gesellschaft Initiativen starten, um die Kernabteilungen durch die Rekrutierung neuer Fachkräfte personell zu stärken und somit eventuellen personellen Engpässe entgegenwirken.
Münster, den 6. März 2024 OSARTIS GmbH Die Geschäftsführung Dr. Daniel Zukowski BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Erläuterungen zum Jahresabschluss (1) Allgemeines Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die allgemeinen Vorschriften der §§ 238 bis 263 HGB für alle Kaufleute sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB wurden beachtet. Ergänzend waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gesellschaft ist unter der Firma OSARTIS GmbH im Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt unter der Nummer HRB 32569 eingetragen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die OSARTIS GmbH eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen wurden in Anspruch genommen. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen grundsätzlich den Vorjahresgrundsätzen. Soweit im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr von den Gliederungsvorschriften des HGB abweichende Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung oder Veränderungen vorliegen, wurde dem Prinzip der Darstellungsstetigkeit (§ 265 Abs. 1 HGB) durch Anpassung der Vorjahreszahlen entsprochen. (2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden planmäßig nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear pro rata temporis abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt regelmäßig 3 Jahre. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Gebäude werden, ebenso wie bewegliche Anlagegüter, nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear pro rata temporis (50 Jahre bzw. 3 bis 10 Jahre) abgeschrieben. Abgänge werden zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibung zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens erfasst. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Bestände des Vorratsvermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgte zu den Einstandspreisen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten die nach § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktivierungsfähigen Einzel- und Gemeinkosten. Die Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung des FIFO-Verfahrens als Verbrauchsfolgefiktion. Zur Einhaltung des Niederstwertprinzips gem. § 253 Abs. 4 HGB wurden Abschläge wegen eingeschränkter Verwertbarkeit vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bzw. zum niedrigeren Stichtagswert gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von 1 % des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestands Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und Steuerentlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Im laufenden Geschäftsjahr wurden aktive latente Steuern aktiviert. Die Bilanzierung des Eigenkapitals erfolgt mit dem Nennwert. Steuerrückstellungen werden in der Höhe des erwarteten Steueraufwands für das Geschäftsjahr und für Vorjahre gebildet. Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen wird den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bewertet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre auf den Bilanzstichtag abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne werden realisiert, soweit die Restlaufzeit der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr beträgt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren und Verbindlichkeiten mit dem höheren relevanten Stichtagskurs angesetzt. Wertaufholungen erfolgen unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht bzw. die Werkverträge erfüllt worden sind. Dies ist bei Lieferungen der Fall, wenn die mit dem Eigentum verbundenen Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Der Gefahrenübergang wird bei der Gesellschaft ausgelöst, entweder mit der physischen Auslieferung oder unter bestimmten engen Voraussetzungen bei "bill and hold" Verträgen mit der Erfüllung der Leistungspflicht. Bei "bill and hold" Verträgen ist die Auslieferung der Waren auf Wunsch des Kunden noch nicht erfolgt. Die versandfertigen Produkte werden daraufhin separat gelagert und bis zur geplanten Lieferung besonders kenntlich gemacht. Ein Verkauf an andere Kunden ist ausgeschlossen. Weiterhin muss der wirtschaftliche Nutzen hinreichend wahrscheinlich und die angefallenen Kosten verlässlich bestimmbar sein. II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 wird auf den als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. (2) Umlaufvermögen In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Kautionen i.H.v. TEUR 22 (Vj.: TEUR 22) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Darüber hinaus haben die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (3) Aktive/Passive latente Steuern Entwicklung der latenten Steuern:
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Aktive latente Steuern i.H.v. TEUR 12 (VJ.: passive latente Steuern i.H.v. TEUR 1) ausgewiesen. (4) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 122 (Vj.: TEUR 122). Mit Gesellschafterbeschluss vom 23. Mai 2023 wurde beschlossen, aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 von TEUR 5.719 eine Ausschüttung i.H.v. TEUR 4.000 vorzunehmen und den Restbetrag i.H.v. TEUR 1.719 auf neue Rechnung vorzutragen. (5) Rückstellungen Die Rückstellungen nahmen im Berichtszeitraum folgende Entwicklung:
Die bereits in 2019 gebildete Rückstellungen für Prozessrisiken i.H.v. TEUR 250 wurde aufgelöst. (6) Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten - nach Bilanzposten gegliedert - stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine erstrangige Grundschuld über nominell TEUR 9.700 besichert. Darüber hinaus dient ein AGB-Pfandrecht an einem bestehenden Bankkonto zur Sicherheit eines Mietavals i.H.v. TEUR 4. (7) Umsatzerlöse Die Umsätze entwickelten sich in 2023 wie folgt:
(8) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Erträge aus Währungsumrechnung bestehen i.H.v. TEUR 61 (Vj TEUR 70). Aus der Auflösung von Rückstellungen ergaben sich Erträge i.H.v. TEUR 438 (Vj.: TEUR 88). Aufwendungen aus Währungsumrechnung bestehen in Höhe von TEUR 84 (Vj.: TEUR 67). (9) Personalaufwand Im Personalaufwand sind in den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützungen Aufwendungen für die Altersversorgung i.H.v. TEUR 117 (Vj.: TEUR 110) enthalten. III. Sonstige Angaben (1) Gesellschaftsstruktur Sämtliche Anteile an der OSARTIS GmbH, Münster, hält die Demetra Holding S.p.A., Mailand, Italien. Der Jahresabschluss der OSARTIS GmbH wird in den Konzernabschluss der Demetra Holding S.p.A. einbezogen. Die Demetra Holding S.p.A. erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen. (2) Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Jahre 2023 durchschnittlich 97 (Vj.: 92) Mitarbeiter, die in den folgenden Bereichen tätig waren:
(3) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus den teilweise bis 2027 laufenden Leasingverträgen sowie sonstigen Vereinbarungen. Die Leasingverträge und sonstigen Vereinbarungen betreffen Nutzungsvereinbarungen für Kraftfahrzeuge und Kopierer sowie IT-Service-Vereinbarungen. Sie betragen kumuliert TEUR 249 (Vj.: TEUR 316). Innerhalb des ersten Jahres betragen die Aufwendungen TEUR 123 (Vj.: TEUR 135), im zweiten bis fünften Jahr TEUR 126 (Vj.: TEUR 181). (4) Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung nach dem Stichtag sind nicht aufgetreten. (5) Vorschlag für die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 50 % des Jahresüberschusses 2023 auszuschütten. (6) Geschäftsführungsorgan Geschäftsführer der Gesellschaft im Berichtsjahr war Herr Dr. Daniel Zukowski, Dipl. Biologe, Fischbachtal. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Münster, den 6. März 2024 OSARTIS GmbH Die Geschäftsführung Dr. Daniel Zukowski sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24.04.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die OSARTIS GmbH, Münster Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der OSARTIS GmbH, Münster - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OSARTIS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 6. März 2024 SGP
Schneider Geiwitz GmbH
signiert von Bohnert, Wirtschaftsprüfer |
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