Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 100156
Eingetragen
23.7.1991
Branche
BeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
1. Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion und der Handel mit Waren aller Art für den Handel, die Gastronomie etc. sowie der Betrieb einer Gaststätte. Die Gesellschaft kann auch den Vertrieb derartiger Waren als Handelsvertreter übernehmen. 2. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Stegemann
seit 18.9.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DGS GROUP B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Produktion & Logistik Grundbesitz GmbH
Germany
120.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Recker Convenience GmbH

Wetschen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Recker Convenience GmbH zählt zu den führenden Anbietern von Tiefkühl (TK) Convenience Food im Segment der Schweineschnitzel. Als Spezialist liefern wir unsere Schnitzelspezialitäten insbesondere unter der eigenen Marke "Die Schnitzelmacher" in den nationalen und internationalen Lebensmittel Einzelhandel (LEH) sowie in den Food-Service und an Großverbraucher. Unsere Produktionsstätte unterhalten wir in 49453 Rehden.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufes

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamtes (Destatis) mitteilt, hat die deutsche Wirtschaft das Jahr 2023 im Minus beendet. Im Schlussquartal bremsten die rückläufigen Investitionen die Konjunktur, während der Konsum leicht zulegte. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 stagnierte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch weitestgehend, begleitet von anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für das gesamte Jahr 2023 ergeben die neuesten Destatis-Berechnungen einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 % zum Vorjahr.

Lt. statistischem Bundesamt erholten sich die privaten Konsumausgaben im Laufe des Jahres 2023 etwas, bei gleichzeitig sinkender Inflationsrate. Positive Impulse gingen dabei insbesondere von der gestiegenen Nachfrage nach Dienstleistungen aus. Zudem erhöhten sich die Konsumausgaben des Staates im letzten Quartal leicht um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal. Die Investitionen gingen dagegen im Vorquartalsvergleich deutlich zurück. So nahmen die Bauinvestitionen preis-, saison- und kalenderbereinigt um -1,7 % und die Investitionen in Ausrüstungen sogar um -3,5 % ab. Im 4. Quartal 2023 wurden zudem preis-, saison- und kalenderbereingt insgesamt -1,6 % weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im 3. Quartal 2023. Eine verhaltene Auslandsnachfrage, anhaltende geopolitische Spannungen und hohe Energiepreise machten sich insbesondere im schwächeren Warenhandel bemerkbar.

Die ausschlaggebenden Faktoren für die Entwicklung der Nachfrage nach Convenience-Produkten sind die aktuellen Verbrauchertrends, die Konsumausgaben der Verbraucher sowie das Angebot der Konkurrenzbranchen. Diese teilweise gegensätzlich wirkenden Einflussfaktoren können zu schwankenden Absatzzahlen und Umsätzen in der Branche der Herstellung dieser Produkte führen. Im Zeitraum von 2018 bis 2023 ist der Branchenumsatz um durchschnittlich 0,2 % pro Jahr gesunken. Durch den zunehmenden Bedarf an zeitsparenden Convenience-Produkten und die wegen der Coronavirus-Pandemie gesteigerte Nachfrage nach haltbaren und leicht zuzubereitenden Gerichten ist der Branchenumsatz 2020 deutlich gewachsen und in den Folgejahren, insbesondere in Folge der Preisentwicklung im Lebensmitteleinzelhandel und des steigenden Gesundheitsbewusstseins, das die Verbraucher dazu veranlasst, wieder gesunken. Im Berichtsjahr 2023 dürfte der Branchenumsatz um 5,4 % rückläufig gewesen sein (Quelle IBISworld).

Entwicklung der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2023 konnten wir unseren Absatz gegenüber dem Vorjahr um 2,3 % steigern. Durch begonnene notwendige Preisanpassungen bei unseren Kunden seit dem 2. Halbjahr 2022 im Zuge stark steigender Einstandspreise war insgesamt eine Umsatzsteigerung um 17,0 % zu verzeichnen.

Die Absatzsteigerung resultiert aus der Ausweitung unseres bisher eher geringeren Auslandsgeschäfts (+109,0 %). Durch diese Entwicklung konnten wir Absatzrückgänge bei unseren Großhandelskunden, die das Gastgewerbe beliefern (-7,4%) und im LEH-Bereich (-2,5 %) kompensieren.

Insbesondere durch die Preissteigerungen ab dem 2. Halbjahr 2022 bei den von uns verarbeiteten Roh- und Hilfsstoffen und den erhaltenen Dienstleistungen sowie als Folge der Ukrainekrise und der damit ausgelösten Energiekrise bei den Energiebeschaffungskosten mussten die laufenden Kontrakte und ausgehandelten Preise mit unseren Lieferanten und Kunden mehrfach angepasst werden. Die erforderlichen Preisanpassungen erfolgten jedoch bei unserer größten Kundengruppe, dem LEH, wie in den vergangenen Jahren mit einer zeitlichen Verzögerung. Dieser Preisanpassungseffekt war Mitte des Jahres 2023 weitestgehend abgeschlossen und die Verkaufspreise befanden sich für den Rest des Jahres auf einem relativ gleichbleibenden Niveau. Diese Entwicklung führte in 2023 zu einer Verbesserung unserer Rohgewinnmarge um 0,9 Prozentpunkte.

Unser Mitarbeiterstamm war im Geschäftsjahr 2023 konstant. Unter Berücksichtigung erforderlicher Entgeltanpassungen erhöhte sich der Personalaufwand im Vorjahresvergleich um 9,2 %.

Im Berichtsjahr ergaben sich bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Zuge der im Vorjahr begonnenen allgemeinen Preissteigerungen spürbare Aufwandserhöhungen insbesondere für Ausgangsfrachten. Daneben erhöhten sich die Aufwendungen für durchzuführende Instandhaltungsmaßnahmen weiter. In Summe kam es in diesem Bereich zu einem Anstieg um 6,5 % im Vorjahresvergleich.

Insgesamt können wir für das Geschäftsjahr 2023 vor dem Hintergrund des gestiegenen Absatzvolumens und der verbesserten Rohgewinnmarge ein Betriebsergebnis von T€ 9.108 ausweisen. Im Vorjahr hatte das Betriebsergebnis T€ 6.026 betragen. Durch einen bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit unserer Gesellschaftein fällt auch im Geschäftsjahr 2023 kein Ertragsteueraufwand mehr an. Durch die Gewinnabführung wird entsprechend ein Jahresergebnis von T€ 0 ausgewiesen. Unsere Geschäftsentwicklung 2023 verlief besser, als im Vorjahr prognostiziert. Insbesondere die Umsatzentwicklung und die damit verbundene Verbesserung der Rohgewinnmarge war für uns nicht vorhersehbar. Weiterhin wurde die ursprünglich geplante Erhöhung unseres Mitarbeiterstammes nicht umgesetzt. So waren wir von einem erreichbaren Betriebsergebnis von 5,5 Mio. € ausgegangen.

Die Gesellschaft tätigt nur im branchenüblichen Umfang eigene Forschungen und Entwicklungen.

C. Darstellung der Lage der Gesellschaft

Vermögenslage

Unsere Gesellschaft weist trotz der umfangreichen und fremdfinanzierten Erweiterungsinvestitionen der letzten Jahre und des seit dem Geschäftsjahr 2022 geltenden Ergebnisabführungsvertrages mit unserer Gesellschaftrerin eine solide Eigenkapitalquote vor. Zum Jahresende 2023 beträgt die Eigenkapitalquote 35,9 % (im Vorjahr 50,3 %).

Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 waren vom Aktivvermögen rd. T€ 10.776 langfristig (Fälligkeit größer als ein Jahr) gebunden. Das langfristig gebundene Vermögen machte 36,7 % (im Vorjahr 36,7 %) des Gesamtvermögens aus und bestand aus immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen und Finanzanlagen. Das langfristig gebundene Vermögen war im Vorjahr vollständig und im Berichts fast vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Durch das leicht gestiegene Absatzvolumen und die Einstandpreisentwicklung kam es zum Bilanzstichtag im Vorjahresvergleich zu einer leichten Erhöhung des Warenbestandes um 0,4 Mio. € bzw. 5,0 %. Die Kundenforderungen erhöhten sich ebenfalls leicht um 0,3 Mio. € bzw. 16,2 %.

Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft ist weiterhin gut. Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit nutzt die Gesellschaft diverse Finanzierungsmaßnahmen der Innen- und Außenfinanzierung. Die Zahlungsfähigkeit war zu keiner Zeit während des Geschäftsjahres beeinträchtigt.

Die für das Geschäftsjahr 2024 geplanten Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Volumen von rd. 0,7 Mio. € können aus den verdienten Abschreibungen und dem vorhandenen Finanzmittelbestand finanziert werden.

Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
T€ T€
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 8.592 -1.940
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -2.941 -3.756
Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit -552 -292
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 5.099 -5.988
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.306 7.294
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 6.405 1.306

Ertragslage

Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage im Vorjahresvergleich:

2023 2022 Ergebnisveränderung
T€ T€ T€
Rohergebnis 25.674 21.379 4.295
Personalaufwendungen 8.659 7.928 - 730
sonstige betriebliche Aufwendungen 7.616 7.155 - 462
EBITDA 9.399 6.296 3.103
EBIT/Betriebsergebnis 9.108 6.025 3.083
Ergebnisabführung -8.906 -6.031 - 2.875
Jahresüberschuss 0 0 0

D. Prognosebericht

Der Ausblick auf das neue Geschäftsjahr ist verhalten positiv. Wir werden unseren Absatz leicht steigern können. Getragen wird diese Entwicklung durch einen weiteren Ausbau unseres Auslandsgeschäftes. Bei unseren inländischen Großhandelskunden und LEH-Kunden rechnen wir mit konstanten Absätzen.

Die Entwicklung der Beschaffungskosten für die von uns eingesetzten Rohstoffe, Verpackungsmittel und Energie lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nur schwer einschätzen. Wir gehen von konstant hohen Kosten aus. Im Bereich der für uns wichtigen Logistikkosten, den laufenden Unterhaltskosten (insbesondere Wartungs- und Instandhaltungsaufwendungen) sowie durch weitere Entgelterhöhungen bei den Personalkosten zeigen sich jedoch Steigerungen, die wir aktuell nicht an unsere Kunden weitergeben können.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir unter diesen Bedingungen insgesamt eine leichte Absatzsteigerung bei konstanten Umsätzen. Bei einer etwas geringeren Rohgewinnmarge sowie den genannten Kostensteigerungen sind wir zuversichtlich, ein Betriebsergebnis von 7,5 bis 8,0 Mio. € erreichen zu können.

E. Chancen- und Risikobericht

Die wesentlichen Risiken für die künftige Entwicklung der Gesellschaft ergeben sich durch den im Lebensmitteleinzelhandel herrschenden Preiskampf, der den Preisdruck auf die Hersteller erhöht. Das zunehmende Gesundheits- und Klimabewusstsein der Bevölkerung bzw. Verbraucher könnte zudem zu einem nachhaltigen Rückgang des Fleischkonsums führen.

Allerdings erfreuen sich die Convenience-Produkte besonders bei Verbrauchern, denen wenig freie Zeit zur Verfügung steht, zunehmender Beliebtheit. Da ein immer größerer Teil der Verbraucher viel Wert auf Freizeitgestaltung legt, hat die Bereitschaft, Zeit in die Zubereitung von Mahlzeiten zu investieren, in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Zudem kann die Zunahme von Einpersonenhaushalten weiteres Absatzpotential bedeuten.

Absatzrisiken begegnen wir insbesondere durch den weiteren Ausbau unseres Auslandsgeschäfts, um so einem potentiellen Wegfall von Bestandskunden und Absatzmengen im Inland vorzubeugen und das Risiko besser zu verteilen. Des Weiteren arbeiten wir ständig an neuen Produktideen.

Gegen Produktrisiken haben wir eine Vielzahl von Qualitätskontrollen eingerichtet.

Steigenden Lohn- und Produktionskosten begegnen wir durch einen effizienten Rohstoffeinsatz, Produktivitätssteigerungen sowie einem effektiven Kostenmanagement.

Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Forderungsausfälle sind auf Grund solventer und bonitätsstarker Kundenstämme die Ausnahme. Zur Sicherung der Liquidität nutzt die Gesellschaft diverse Instrumente der Innen- und Außenfinanzierung.

Bestandsgefährdende Risiken bzw. Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage sind nach dem heutigen Kenntnisstand nicht vorhanden.

 

Wetschen, den 4. Juli 2024

Der Geschäftsführer

gez. Christoph Stegemann

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 100.689,71 54,8
2. geleistete Anzahlungen 0,00 50,1
100.689,71 104,9
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.694,77 72,9
2. technische Anlagen und Maschinen 2.890.075,37 2.452,4
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 124.544,73 128,6
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.154,00 292,0
3.109.468,87 2.945,9
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 468,0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.565.640,01 4.151,6
7.565.640,01 4.619,6
Summe Anlagevermögen 10.775.798,59 7.670,4
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.003.449,13 950,0
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 304.503,87 756,1
3. fertige Erzeugnisse und Waren 6.590.724,66 5.814,8
7.898.677,66 7.520,9
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.422.988,84 2.086,0
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 35.320,54 62,3
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.768.503,20 2.281,2
4.226.812,58 4.429,5
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.404.172,75 1.305,8
Summe Umlaufvermögen 18.529.662,99 13.256,2
C. Rechnungsabgrenzungsposten 38.434,29 21,6
29.343.895,87 20.948,2

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 120.000,00 120,0
II. Kapitalrücklage 142.950,15 143,0
III. Gewinnvortrag 10.282.407,74 10.282,4
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,0
Summe Eigenkapital 10.545.357,89 10.545,4
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 0,0
2. sonstige Rückstellungen 1.287.121,18 850,1
1.287.121,18 850,1
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.609.935,11 1.081,3
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.779.094,75 5.419,7
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.122.386,94 3.051,7
17.511.416,80 9.552,7
29.343.895,87 20.948,2

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 72.677.604,17 62.102,7
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 324.289,43 2.555,8
3. sonstige betriebliche Erträge 162.535,59 98,3
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 45.299.322,69 39.749,1
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.191.249,34 3.629,0
47.490.572,03 43.378,1
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.223.544,39 6.601,7
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.434.975,30 1.326,4
8.658.519,69 7.928,1
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 291.420,63 270,2
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.616.375,63 7.154,6
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 455.892,02 161,9
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 414.255,31 155,9
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 17.326,16 0,0
11. Ergebnis nach Steuern 9.131.851,76 6.031,8
12. sonstige Steuern 226.146,23 1,2
13. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 8.905.705,53 6.030,6 0,1
14. Jahresüberschuss 0,00 0,0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firmenname laut Registergericht: Recker Convenience GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Wetschen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Walsrode
Registernummer: 100156

Die Recker Convenience GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB, GmbHG sowie den ergänzenden Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Bilanz ist gegliedert nach § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und entspricht in ihrer Gliederung § 275 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs gemäß § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Bilanz der Recker Convenience GmbH zum 31. Dezember 2022 wurden unverändert als Bilanzvorträge in neue Rechnung übernommen.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Zugänge des Jahres 2023 wurden linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen € 250 und € 1.000 werden gem. § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten über den Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Ausleihungen an Gesellschafter werden mit dem Nominalwert bilanziert.

Vorräte

Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungskosten, die fertigen und unfertigen Erzeugnisse mit den Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten des Fertigungs- und Materialbereichs einbezogen. Allgemeine Verwaltungskosten wurden ebenfalls berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen werden zum Nennwert bilanziert. Bei Zweifeln an der Werthaltigkeit der Forderungen werden in Höhe des potentiellen Ausfallrisikos Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko, die Zinsbelastung und der Skontoaufwand werden bei den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen.

sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist demfolgenden Anlagespiegel zu entnehmen. Die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagespiegel.

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Recker Convenience GmbH die Produktion und der Handel mit Waren aller Art, Wetschen

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 184.623,37 22.727,36 50.113,71 257.464,44
2. geleistete Anzahlungen 50.113,71 50.113,71- 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 234.737,08 22.727,36 0,00 257.464,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 166.027,07 166.027,07
2. technische Anlagen und Maschinen 2.985.097,12 377.917,12 279.594,13 3.642.608,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 413.147,81 31.454,64 254,99 444.347,46
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 291.998,13 18.750,00 279.594,13- 31.154,00
Summe Sachanlagen 3.856.270,13 428.121,76 254,99 0,00 4.284.136,90
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 468.000,00 468.000,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.151.623,23 3.414.016,78 7.565.640,01
Summe Finanzanlagen 4.619.623,23 3.414.016,78 468.000,00 7.565.640,01
Summe Anlagevermögen 8.710.630,44 3.864.865,90 468.254,99 0,00 12.107.241,35
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 129.821,76 26.952,97 156.774,73
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 129.821,76 26.952,97 156.774,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 93.158,30 9.174,00 102.332,30
2. technische Anlagen und Maschinen 532.665,00 219.868,00 752.533,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 284.594,07 35.425,66 217,00 319.802,73
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 910.417,37 264.467,66 217,00 1.174.668,03
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.040.239,13 291.420,63 217,00 1.331.442,76
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 Buchwert Vorjahr 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 100.689,71 54.801,61
2. geleistete Anzahlungen 0,00 50.113,71
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 100.689,71 104.915,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.694,77 72.868,77
2. technische Anlagen und Maschinen 2.890.075,37 2.452.432,12
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 124.544,73 128.553,74
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.154,00 291.998,13
Summe Sachanlagen 3.109.468,87 2.945.852,76
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 468.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.565.640,01 4.151.623,23
Summe Finanzanlagen 7.565.640,01 4.619.623,23
Summe Anlagevermögen 10.775.798,59 7.670.391,31

Forderungen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Bilanzjahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr Vorjahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
T€ T€ T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.423 0 2.086 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 35 0 62 0
sonstige Vermögensgegenstände 1.769 0 2.281 0
4.227 0 4.430 0

Bei den ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Kapitalrücklage

Der ausgewiesene Betrag entstand gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB im Rahmen von durchgeführten Kapitalerhöhungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Bilanzjahr davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.610 1.610 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.779 12.779 0
davon gegenüber Gesellschaftern 12.666 12.666 0
sonstige Verbindlichkeiten 3.122 742 1.789

Hinsichtlich eines Teilbetrages der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 1.609.935,11 sowie eines Teilbetrages der sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 2.520.806,27 bestehen Sicherungen durch Eigentumsvorbehalte.

Vorjahr davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.081 1.081 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.420 5.420 0
davon gegenüber Gesellschaftern 5.317 5.317 0
sonstige Verbindlichkeiten 3.052 531 1.941

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit T€ 322 Rückstellungen für den Personalbereich sowie mit T€ 411 Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Boni, Rückvergütungen und Werbekostenzuschüsse von Kunden.

4. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 206 Lohnarbeiter, 17 Angestellte und 3 Aushilfen beschäftigt.

Abschlussprüferhonorar

Vom Abschlussprüfer wurde für das Geschäftsjahr folgendes Gesamthonorar berechnet:

a) Abschlussprüfungsleistungen € 28.000,00
b) andere Bestätigungsleistungen € 3.306,00

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft Forderungen im Rahmen eines echten Factoring von € 8.669.340,79 (Vorjahr € 8.157.026,96) verkauft. Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Kapitalstruktur und Liquidität des Unternehmens. Die Forderungsausfallrisiken gehen auf den Käufer über.

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind Haftungsverhältnisse aus der Gewährung von Bürgschaften für die Gesellschafterin in Höhe von insgesamt € 106.515.00 zu vermerken.

Die Gesellschaft hat zur Absicherung von Verbindlichkeiten innerhalb des Konzerns (siehe "Konzernzugehörigkeit") Bankguthaben in Höhe von € 5.492.658,80 verpfändet. Es bestehen weiterhin alle Rechte und Befugnisse für das betreffende Bankguthaben.

Auf Grund der finanziellen Situation der Gesellschafterin sowie der weiteren Konzerngesellschaften ist aktuell nicht mit einer Inanspruchnahme aus den gewährten Sicherheiten zu rerechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zu den sonstigen, nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen sind diverse Miet-, Pacht- und Leasingverträge über bewegliche und unbewegliche Anlagegegenstände zu vermerken.

Seit dem Jahr 2018 besteht ein Immobilienleasingvertrag mit 30-jähriger Laufzeit. Die zu erfüllenden Immobilienleasingverpflichtungen betragen T€ 576 p.a. Des Weiteren bestehen langfristige Pachtverträge für genutzte Immobilien mit einem Pachtaufwand von T€ 32 p.a.

Noch zu erfüllende EDV-Leasingverpflichtungen betragen insgesamt T€ 272 (rd. T€ 91 p.a.).

Mit der Gesellschafterin besteht ein auf unbestimmte Zeit geschlossenes Mietverhältnis insbesondere über Maschinen, dass sich jeweils um ein Jahr verlängert, sofern es nicht zuvor von einer der beiden Vertragsparteien mit einer Frist von 6 Monaten zum Ende eines Jahres gekündigt wurde. Die jährliche Miete beträgt T€ 1.080.

Konzernzugehörigkeit

Die DGS Group B.V., Tilburg (Niederlande), erstellt einen Konzernabschluss, in den die Recker Convenience GmbH, Wetschen, einbezogen wird. Die Veröffentlichung erfolgt bei der Kamer van Koophandel, Niederlande.

Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr 2023 war zum Geschäftsführern bestellt:

 

Kaufmann Christoph Stegemann

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr verweisen wir auf § 286 Abs.4 HGB.

 

Wetschen, den 4. Juli 2024

Der Geschäftsführer

gez. Christoph Stegemann

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Recker Convenience GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Recker Convenience GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Recker Convenience GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Nach unserer Beurteilung vermittelt ebenso der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Vechta, 4. Juli 2024

PS Treuhand Vechta KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Olaf Plischewski, Wirtschaftsprüfer

sonstige Angaben

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 4. Juli 2024.

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