SBRS GmbH
Selbe AdresseHerstellung von mechanischen oder elektromechanischen Signal-, Sicherungs-, Überwachungs- oder Steuergeräten für Schienenwege oder andere Verkehrswege
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marco La Torre seit 29.4.2025 | Prokura |
Steffen Saremba seit 12.12.2024 | Prokura |
Ingo Lüttich seit 12.12.2024 | Prokura |
Frauke Andrea Tiggelbeck seit 12.12.2024 | Prokura |
Nicolas Hélary seit 12.10.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pintsch GmbHDinslakenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des UnternehmensA. 1 Geschäftsmodell Die Pintsch GmbH, Dinslaken, (im Folgenden "Pintsch" genannt) ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Schaltbau Holding AG, München. Als Hersteller sicherheitsrelevanter Produkte für die Bahninfrastruktur fokussieren wir unser Angebot auf die Entwicklung, Zulassung und Bereitstellung von Systemen, Komponenten und Dienstleistungen für die Bahninfrastruktur. Aktuell zählen zu unseren Produkten insbesondere alle Themen rund um Bahnübergänge, Achszählsysteme, Signale, Elektroweichenheizungs- und Beleuchtungssysteme, Weichensteuerung, Weichenantriebe, Förder- und Zugbildungsanlagen für den schienengebundenen Güterverkehr sowie Schaltelemente für die Industrie und den Bergbau. Die Digitalisierung und Standardisierung von Schnittstellen sind von hoher Bedeutung, auch im Hinblick auf die vorbeugende Instandhaltung. A. 2 Forschung und Entwicklung Die Entwicklung hat sich im Geschäftsjahr nach den drei wesentlichen Produktbereichen Stellwerk, Bahnübergangstechnik und Feldelemente neu aufgestellt. Bei allen Neuentwicklungen lag ein starker Fokus auf dem Thema Digitalisierung. Im Bereich der Stellwerksentwicklung lag der Schwerpunkt im Wesentlichen bei der generischen Entwicklung des digitalen Stellwerks (PINMOVIO 500). Dieses Entwicklungsprojekt ist ein Meilenstein und von zentraler Bedeutung für die schrittweise Erneuerung des gesamten Produktportfolios. Durch Veränderungen bei den Kundenanforderungen und dadurch bedingte Funktionserweiterungen verschiebt sich die Finalisierung des Projektes in Q4/2024. Die Entwicklung der Digitalen Elektrisch Ortsgestellten Weiche (PINMOVIO 300) wurde wie geplant umgesetzt und im Jahr 2023 ein weiterer Release weitestgehend abgeschlossen. Diese sollen in 2024 zur Serienreife entwickelt werden. Im Bereich Gleisfreimeldung wurden die Ergebnisse aus der Vorentwicklung des Sensors für SIL4 (Safety Intergrated Level - Sicherheitsanforderungsstufe in der Bahninfrastruktur) Anwendungen (PINCLIRIO 550) und die Digitalisierung der Achszählung PINCLIRIO 500 in die Planung für ein Serienprodukt eingearbeitet. Im Bereich Bahnübergangstechnik stand im Jahr 2023 abermals die weitere Stabilisierung der Lieferung der Kunden mit unseren Systemen RBÜT/RBUEP im Vordergrund. Die normativen Anforderungen, insbesondere im Bereich Cyber-Security müssen bei unseren PINPROTEGIO Produkten RBÜT-NX und SCI-LX Unit SIRIUS zusätzlich berücksichtigt werden und erforderten weiterhin eine umfassende Weiterentwicklung. Der finale Abschluss wird für 2024 erwartet. Im Bereich Lichttechnik wurde eine neue Produktplattform für lichttechnische Signale, bestehend aus dem Lichtsignal PINLUXON und der dazugehörigen Ansteuerelektronik, entwickelt. Die Systemakzeptanz für PINLUXON wurde im Rahmen eines neu entwickelten Streckensignals für den Einsatz beim niederländischen Eisenbahn-Infrastrukturbetreiber ProRail erhalten. Die Zulassung von PINLUXON für die Deutsche Bahn ist für 2024 angestrebt. Mit dem modularen Lichtkonzept PINLUXON mit digitaler Schnittstelle zu EuLYNX wurde das Leit- & Sicherungstechnik Portfolio von PINTSCH erweitert. Der gesamte Forschungs- und Entwicklungsaufwand lag bei EUR 21,1 Mio. (Vorjahr: EUR 14,4 Mio.) A 3. Finanzielle Steuerungsgrößen Die wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen des Unternehmens sind die Umsatzerlöse nach HGB (im Folgenden "Umsatz") und das EBITDA gemäß IFRS (Ergebnis nach IFRS vor Beteiligungsergebnis, Abschreibungen, Zinsen und Steuern). A 4. Nicht-Finanzielle Steuerungsgrößen Die wesentlichen nicht finanziellen Steuerungsgrößen sind:
Die Anzahl der Mitarbeitenden am Ende des Jahres belief sich auf 457 (Vorjahr: 431) und somit unter dem prognostiziertem Anstieg von rund 50 Mitarbeitenden, da man bereits unterjährig die Einstellungspolitik an die Geschäftssituation angepasst hat. Die Lieferperformance von Komponenten lag am Ende des Jahres 2023 bei 80,4% (Vorjahr: 74,2 %) und somit aufgrund von Materialverfügbarkeitsproblemen leicht unterhalb des prognostizierten Bereichs. B WirtschaftsberichtB. 1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die weltweite Konjunktur als auch die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Berichtsjahr von nachlassenden negativen Einflüssen und Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie der Corona-Pandemie geprägt. Insbesondere wurde die Wirtschaft durch leicht entspannte Material- und Lieferengpässe und dadurch entstandene Einschränkungen in Produktion und Handel und stark steigende Einfuhr- und Erzeugerpreise weniger negativ beeinflusst als im Jahr 2022. Nach Angaben des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V. lag der Umsatz der Bahnindustrie im ersten Halbjahr 2023 in Deutschland mit 7,8 Mrd. EUR etwa 14,7 % über der Vorjahresperiode. Getrieben wurde das Wachstum durch das Auslandsgeschäft, das um 82 % wuchs und damit über dem Vor-COVID-Niveau lag. Das Inlandsgeschäft hingegen schrumpfte um knapp 8 %. Das Geschäft im Bereich Infrastruktur (Rail Infrastructure) wuchs um rund 12 %. Dabei stagnierte das Inlandsgeschäft in diesem Bereich, während das Auslandsgeschäft um 50 % wuchs. Laut VDB-Präsident Andre Rodenbeck wurden zwingend notwendige Reformen für die Genehmigungsbeschleunigung auf den Weg gebracht. Für relevante Schienenprojekte bestehe ein überragendes öffentliches Interesse. Die vom Bund geplanten Rekordinvestitionen spiegelten den Druck für die Modernisierung des deutschen Schienennetzes wider. 1 Aufgrund der andauernden schwierigen Bedingungen, rückläufigen Auftragseingänge, restriktiven Geldpolitik und der hohen Inflationsrate 5,9% (VJ. 6,0%) schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023. Die Wirtschaft in Deutschland ist laut IWF im Jahr 2023 nach der jüngsten Prognose aus dem Januar 2024 sogar um 0,3 % geschrumpft. Damit lag Deutschland deutlich unter dem durchschnittlichen Wachstum der Eurozone von 0,5 %. 2 Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung sank im verarbeitenden Gewerbe um 0,1 % gegenüber dem Vorjahr. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Auch der Außenhandel verschlechterte sich in 2023. Deutschland exportierte preisbereinigt -1,8 % weniger Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2022. Laut dem Statistischen Bundesamt ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,3 % gestiegen (Vorjahr: 1,8 %). 3 Als Gründe führt das Statistische Bundesamt die nach wie vor in allen Wirtschaftsstufen hohen Preise, ungünstige Finanzierungsbedingungen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland an. Gegenüber dem Jahr 2019 lag das BIP 2023 jedoch um 0,7 % höher. 4 Die teilweise unsichere wirtschaftliche Lage und der allgemeine Kostendruck führte im Projektgeschäft dazu, dass sich Projekte auf Auftraggeberseite verzögerten bzw. dass Auftragsvergaben verschoben wurden. Die inflationsbedingt deutlich höheren Preise für Vorprodukte, die nicht in allen Projekten und in vollem Maße unmittelbar an Kunden weitergereicht werden konnten, erhöhten den Margendruck im operativen Geschäft. Nichtsdestotrotz waren aus Sicht der Gesellschaft die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Hauptmarkt Deutschland im Jahr 2023 für die Folgejahre grundsätzlich positiv. Der geplante Flächenrollout der Digitalen Schiene Deutschland (DSD) und insbesondere der DSTW Volumenvertrag wurden Mitte des Jahres erstmalig ausgeschrieben und spricht für eine positive Marktentwicklung im deutschen Markt. Allerdings führte dies zu einer zeitweiligen Schwäche im Vergabevolumen der Deutschen Bahn in 2023, sodass die geplanten Auftragseingangsziele nicht erreicht werden konnten. Das Geschäftsvolumen der PINTSCH Gruppe ist auch im Jahr 2023 weiter gestiegen, was hauptsächlich an den starken Auftragseingänge der Vorjahre lag. Es konnten weitere wichtige Aufträge bearbeitet werden und das Geschäftsvolumen stieg dementsprechend im Vergleich zum Vorjahr an. B. 2 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war für die PINTSCH von sinkendem Auftragsvolumen in den Sparten Achszähltechnik, Fördertechnik und Stellwerkstechnik geprägt, da im Vorjahr die Großprojekte beauftragt wurden, die nicht häufig beauftragt werden. Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr 2023 EUR 73,1 Mio. (Vorjahr: EUR 132,3 Mio.). Im Bereich Signaltechnik (Bahnübergangs- und Lichttechnik) ist der Auftragseingang auf EUR 40,2 Mio. und damit deutlich gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 48,0 Mio. zurückgegangen. Im Bereich Achszählung sank der Auftragseingang stark von EUR 21,6 Mio. auf EUR 9,9 Mio. Im Bereich der Stellwerkstechnik sank der Auftragseingang ebenfalls stark um EUR 26 Mio. auf EUR 10,1 Mio. Im Bereich Fördertechnik wurden die erwartete Aufträge verschoben und aufgrund des Großprojektes im Vorjahr in den Niederlanden sank der Auftragseingang um EUR 14,8 Mio. auf EUR 2,5 Mio.. Insgesamt verfügte die Gesellschaft zum Jahresende 2023 über einen gesunkenen Auftragsbestand von EUR 142,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahresende mit EUR 165,3 Mio. Die Zahl der Beschäftigten hat sich zum Jahresende 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 26 auf 457 Mitarbeiter erhöht. Grund für die Personalaufstockung war insbesondere der erhöhte Auftragseingang im Vorjahr mit dem daraus resultierendem höherem Umsatz und erhöhte Entwicklungsaktivitäten bei neuen digitalen Produkten. Die Zahl der Auszubildenden stieg um 3 Azubis auf 16. Für 2024 rechnen wir zum Jahresende mit gleich bleibender Beschäftigtenzahl. Die Aktivitäten im Bereich Qualitätsmanagement konzentrierten sich in erster Linie auf Prozesse im Bereich der Qualitätsprüfung Elektronik und Mechanik. B. 3 Lage Ertragslage Insgesamt erzielte PINTSCH im Geschäftsjahr 2023 wie prognostiziert zwar nicht in allen Bereichen, aber insgesamt, stark gestiegene Umsatzerlöse von EUR 94,8 Mio. (Vorjahr: EUR 86,3 Mio.). Die Verwaltungsumlagen, die an verbundene und nicht verbundene Unternehmen berechnet wurden, stiegen um EUR 0,8 Mio. auf EUR 2,5 Mio., die früheren verbundenen Unternehmen GEZR und SBRS sind aus dem Konzern Ende 2022 ausgeschieden. Der Bruttoumsatz im Bereich Bahnübergangstechnik und Lichttechnik inklusive Service, die intern zu einer Steuerungsgruppe Signaltechnik zusammengefasst sind, lag mit EUR 44,8 Mio. leicht über dem des letzten Geschäftsjahres in Höhe von EUR 44,4 Mio.. Eine wesentliche Rolle für die Umsatzrealiserung spielte die gute Nachfrage nach der Signaltechnik von der DB Netz AG sowie die Umsatzrealisierung in den Projekten BÜ Dänemark und SLP Projekt Thales. Im Bereich Achszähl- und Stellwerkstechnik lag der Bruttoumsatz mit EUR 35,2 Mio. über dem Vorjahresumsatz von EUR 29,9 Mio., was hauptsächlich aus der Umsatzsteigerung der digitalen Stellwerkstechnik resultiert. Es ergaben sich wesentliche Veränderungen der einzelnen Ertrags- und Aufwandsposten wie folgt: Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandsänderungen + aktivierte Eigenleistungen) stieg stark im Vergleich zum Vorjahr um EUR 18,8 Mio. auf EUR 106,9 Mio. bei einer gestiegener Materialaufwandsquote (Materialaufwand dividiert durch Gesamtleistung) von 64,6 % (Vorjahr: 53,8 %). Dies lag im Berichtsjahr im Wesentlichen an der sich auswirkenden Inflation und an verändertem Produktmix durch die Umsatzrealisierung der Großprojekte mit geringeren Margen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,8 Mio. auf EUR 1,5 Mio. Diese waren im Vorjahr im Wesentlichen durch die hohen Erträge aus den Forschungszulagen für 3 Jahre in Höhe von EUR 1,7 Mio., als auch durch den Verkauf der Sparte Gas-Weichenheizung EUR 0,5 Mio. geprägt. Die sonstigen betrieblichen Erträge im Jahr 2023 setzen sich im Wesentlichen durch die Erträge aus der Forschungszulage in Höhe von EUR 0,9 Mio. zusammen. Der Personalaufwand stieg um EUR 2,1 Mio. und lag bei EUR 36,8 Mio. insbesondere durch die gestiegene Anzahl an Mitarbeitenden und Tariferhöhung. Die Inanspruchnahme der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen und Verringerung der Personalrückstellungen für Urlaubstage wirkten sich hingegen gegenläufig auf den Personalaufwand aus. Die Abschreibungen erhöhten sich um EUR 0,2 Mio. auf EUR 1,4 Mio., im Wesentlichen aufgrund von getätigten Investitionen für IT-Programme für das Entwicklungsteam. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen stark um EUR 3,3 Mio. auf EUR 9,5 Mio. aufgrund von gestiegenen Aufwendungen für Dienstleistungen und Beraterleistungen, Abwertung von Forderungen in Höhe von EUR 2,1 Mio. sowie durch Vertriebskosten. Das Betriebsergebnis lag mit EUR -8,4 Mio. um EUR 10,3 Mio. unter dem des Vorjahres. Das Finanzergebnis in Höhe von EUR -1,3 Mio. liegt leicht über dem des Vorjahres (EUR -1,4 Mio.) aufgrund von gestiegenen Zinserträgen. Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von EUR -9,7 Mio. nach EUR 0,6 Mio. Jahresüberschuss im Vorjahr. Wesentliche Unterschiede zwischen dem EBITDA nach HGB und dem EBITDA nach IFRS:
Das positive EBITDA nach IFRS wurde im Wesentlichen durch die nach IFRS aktivierten selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerte, den zeitraumbezogenen Umsatz bei den Schnellläuferprojekten der DB AG und die verschiedenen Rollouts aus dem Projekt Dänemark, den Überleitungseffekt der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen sowie die Aktivierung von Miet- und Leasingverhältnissen nach IFRS 16 für Büroflächen, Firmen-KFZ und IT-Equipment geprägt, aber erreichte dennoch nicht die im Vorjahr prognostizierte Steigerung im mittleren einstelligen Millionenbereich hauptsächlich aufgrund von bis dato nicht weiterbelastbaren Kostensteigerungen in Vorprodukten und Forderungsabschreibungen. Vermögenslage Die Bilanzsumme verringert sich im Geschäftsjahr 2023 stark um EUR 36,9 Mio. auf EUR 59,3 Mio. Dabei erhöht sich das Anlagevermögen um EUR 2,1 Mio. auf EUR 13,0 Mio.. Das Umlaufvermögen verringert sich stark um EUR 38,9 Mio. auf EUR 46,0 Mio. im Wesentlichen aufgrund von deutlich geringeren Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 30,7 Mio. (Vorjahr: EUR 65,3 Mio.). Dazu sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 5,3 Mio. auf EUR 11,5 Mio. aufgrund des geringeren Umsatzes im Dezember des Jahres im Vergleich zum Vorjahr und Abwertung von Forderungen zum Jahresende. Die Gesellschaft hat bis zum 31. Dezember 2023 erhaltene Anzahlungen in Höhe von EUR 67,1 Mio. erhalten, wovon EUR 56,6 Mio. (Vorjahr: EUR 38,7 Mio.) aktivisch von den Vorräten abgesetzt wurden. Die Eigenkapitalquote verringert sich gegenüber dem Vorjahr von 12,5 % auf 1,6 % aufgrund des hohen Jahresfehlbetrags sowie einer erfolgten Ausschüttung aus dem vorjährigen Bilanzgewinn an die Gesellschafterin in Höhe von EUR 1,3 Mio. Die sonstigen Rückstellungen stiegen um EUR 3,6 Mio. auf EUR 13,7 Mio.. Dies ist im Wesentlichen begründet durch die um EUR 3,2 Mio. erhöhte Rückstellung für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 29,6 Mio. auf EUR 32,0 Mio. Hierbei wirkten sich insbesondere die Verringerung der erhaltenen Anzahlungen in Höhe von EUR 29,2 Mio. aus. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über erhaltene Anzahlungen und über die Schaltbau Holding AG im Rahmen eines Cash-Poolings sowie über das Darlehen bei der Niederrheinische Sparkasse Rhein-Lippe. Der unveränderte Finanzmittelbestand zum Jahresende ergibt sich aus dem Cashflow aus Investitionen mit EUR -3,7 Mio. (Vorjahr: EUR -1,0 Mio.), sowie einem Finanzierungscashflow von EUR -1,3 Mio. und einem operativen Cashflow von EUR 5,0 Mio.. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Trotz der verfehlten Ergebnisprognose, und aufgrund des gelungen Onboardings der vielen neuen Mitarbeitenden und der damit vollzogenen Weichenstellung für die Abarbeitung der sich in die Folgejahre verschobenen Aufträge, beurteilt die Geschäftsführung zusammenfassend die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Pintsch GmbH als befriedigend. B. 4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leitungsindikatoren Zu den finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir bezüglich der Umsatzerlöse, und des EBITDA auf B.3 Lage (Ertragslage). In Bezug auf die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir bezüglich der Mitarbeiterzahlen und Lieferperformance auf A.4 (Nicht-Finanzielle Steuerungsgrößen). C. Chancen- und RisikoberichtRisikofelder Eintrittswahrscheinlichkeiten
Bei der PINTSCH wird ein konsequentes Risikomanagement in Form von Quartalsberichten durch die einzelnen Abteilungen erstellt, im Controlling zusammengefügt und bewertet. Die Überprüfung der möglichen und bestehenden Risiken findet regelmäßig in persönlichen Gesprächen zwischen Geschäftsführung und den Fachabteilungen sowie bei den monatlich stattfindenden Projekt- und Entwicklungsbesprechungen auf operativer Ebene, als auch in den monatlich stattfindenden Reviews mit dem Vorstand der Gesellschafterin Schaltbau Holding AG statt. Im Übrigen wird die Geschäftstätigkeit durch ein internes Kontrollsystem, eine interne Revision, Compliance-Aktivitäten des Konzerns sowie regelmäßige Analysen einzelner Risiken im Rahmen des Risikomanagementsystems überwacht. Des Weiteren ist die Gesellschaft angeschlossen an das Risiko Managementsystem des Konzerns (Schaltbau Holding AG) in welchem auch die Risiken aus Währungsumrechnung betrachtet werden. Die Gesellschaft reduziert solche Risiken durch Abschluss von Sicherungsinstrumenten. Die Obsoleszenz-Themen der über Jahrzehnte vertriebenen Produkte werden das Unternehmen in den kommenden Jahren weiterhin intensiv beschäftigen. Dieses Risiko wird als mittleres Risiko geschätzt. Dem Risiko wird durch Produktentwicklung und Lagerbevorratung entgegengetreten. Die Preise für die Beschaffung von Elektronikartikeln könnten im Jahr 2024 bei den fest vereinbarten Produktrahmenverträgen höher als geplant ansteigen. Das Risiko wird als gering angesehen. Den Auswirkungen daraus wird in Form von Multi-Sourcing begegnet als auch mit der Anpassung von Verkaufspreisen. Die termingerechte Fertigstellung des Großprojektes DSTW Zwieseler Spinne wird das Unternehmen in den kommendem Jahr stark herausfordern. Dieses Risiko wird als hohes Risiko geschätzt. Dem Risiko wird durch Schaffung von zusätzlichen Personalressourcen und stringentem Controlling entgegengetreten. Die Fertigstellung von Kundenprojekten hängt zum Teil von Kunden ab und wie im vergangenen Jahr wird es stark herausfordernd sein. Dieses Risiko wird als mittleres Risiko geschätzt. Dem Risiko wird durch frühzeitige Kundengespräche durch jeweilige Projektleiter und stringentem Controlling entgegengetreten. Des Weiteren bestehen mittlere Entwicklungsrisiken aus den geplanten Neueinführungen von Produkten in unterschiedliche regionale Märkte. Insbesondere wird ein Risiko der Fertigstellung von veränderten Lichtsensors in Niederlanden als hohes Risiko bewertet. Zur Kontrolle dieses Risikos wird ein stringentes Entwicklungscontrolling mit monatlicher Berichterstattung betrieben, ein Projektleiter wurde benannt. Im Gegensatz zum Vorjahr sieht die Gesellschaft kein erhöhtes Risiko mehr im Bereich weiter steigender Logistik- und Energiekosten als Folge der COVID 19 Pandemie sowie des Russland-Ukraine Kriegs. Am 21. Oktober 2021 hat die Voltage BidCo. GmbH einen Konsortialkreditvertrag über 330 Mio. EUR abgeschlossen. Mit der Zusatzvereinbarung vom 25. Juli 2023 wurde der Voltage BidCo GmbH eine weitere Kreditfazilität über 40 Mio. EUR vertraglich zugesagt. Mit Wirkung zum 21. November 2023 wurden die Geschäftsanteile an der Pintsch GmbH, die von der Schaltbau Holding AG gehalten werden, als Sicherheit für den Konsortialkreditvertrag der Voltage BidCo GmbH zu Gunsten des Sicherheitsagenten verpfändet. Zahlungsstromschwankungen sind über das Cash-Pooling der Gesellschafterin abgedeckt. Die Cash-Pool Vereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025. Bei der Gesellschafterin liegen ent-wicklungsbeeinträchtigende Tatsachen vor. Im Grundsatz liegt ein Liquiditätsplan vor, der bei der cash-poolführenden Gesellschaft keine Liquiditätsunterdeckung ergibt. Aufgrund eines laufenden Spruchverfahrens auf Gesellschafterebene kann es zu einem Mittelabfluss kommen, der, gestützt durch Aussagen der Rechtsberater, nicht vor Ende April 2025 erfolgt. Für diesen Mittelabfluss kann eine Außenfinanzierung notwendig werden. Die Geschäftsführung geht nichtsdestotrotz von einer stabilen Finanzierung der Gesellschaft in der Zukunft aus. Andere, über ein übliches unternehmerisches Risiko hinausgehende, abzusichernde Ausfallrisiken sind nicht ersichtlich. Die Risiken mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit sind durch gebildete Rückstellungen abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken sieht die Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Chancen Die Roll-Out der DSD wird den Absatz mit Stellwerkstechnik, Lichtsignalen, Weichenheizungen und Bahnübergängen in den Folgejahre stark wachsen lassen. Die Standardisierung und Runderneuerung der Produktpalette mit digitalen Lösungen soll in den kommenden Jahren zu positiven Ergebnissen sowohl bei der Beschaffung der Komponenten als auch in der effizienten und effektiven Produktion beitragen. Der Fokus im Jahr 2024 liegt auf der unternehmensweiten Kostenposition, sowie auf der Weiterentwicklung der digitalen Stellwerkstechnik und des neuen digitalen Radsensors. Im Rahmen der Digitalisierung von Bahnnetz und Bahnbetrieb in Deutschland wurde das Zukunftsprojekt "Digitale Schiene Deutschland" aufgesetzt. Dabei soll das Schienennetz in den kommenden Jahren mit dem Zugbeeinflussungssystem ETCS und digitaler Stellwerkstechnologie ausgerüstet werden. Gerade hier ergeben sich für PINTSCH große Wachstumspotentiale. Zudem sieht PINTSCH eine große Chance auf die Vereinbarung von Nachträgen aus einem Großprojekt Zwieseler Spinne. Das Unternehmen hofft auf positive Verhandlungen zum Ausgleich von Inflation mit DB AG bei den Bahnübergangsaufträgen, die aus dem Rahmenvertrag MVBÜSA 2020 stammen. D. PrognoseberichtDie Planung für 2024 geht, basierend auf dem Umsatz von 2023, von einer Steigerung der Umsatzerlöse aus, die allerdings unter der des Vorjahres liegt. Die Steigerung des Umsatzes wird insbesondere durch die geplanten Abschlüsse in den Projekten Zwieseler Spinne und Kijfhoek getrieben. Das EBITDA nach IFRS wird um einen mittleren einstelligen Millionenbetrag verbessert prognostiziert. Dabei wird insbesondere im Bereich Bahnübergangstechnik in Deutschland und bei den Großprojekten im Ausland, sowie im Bereich Stellwerkstechnik mit steigenden Umsätzen gerechnet. Die Anzahl der Mitarbeiter wird in 2024 stagnieren. Bei den Personalkosten sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird von einem konstanten Niveau ausgegangen. Die Lieferperformance wird im Jahr 2024 in einstelligen %-Bereich verbessert erwartet. Die seit Anfang März 2020 grassierende COVID-19-Pandemie hat das Geschäft der PINTSCH bislang nicht wesentlich belastet. Allerdings haben die Auswirkungen der Ukrainekrise die Zuliefermärkte zusätzlich belastet und so zu negativen Auswirkungen auf Materialzulieferungen, gestiegene Materialpreise und damit auf Umsatz und Ergebnis geführt. Auch wenn eine gewisse Entspannung dieser Situation in 2023 eingetreten ist, können negative Auswirkungen nicht vollumfänglich ausgeschlossen werden. Daher können die Risiken für die künftige Entwicklung, auch aufgrund der sich täglich veränderten Lage, nicht abschließend abgeschätzt werden. Um die PINTSCH Ziele zu erreichen, wurde ein Unternehmensprogramm ONE PINTSCH mit Projektleitung im Januar 2024 ins Leben berufen. Das Programm zielt auf langfristige Verbesserung des Unternehmensergebnisses, dessen Implementierung regelmäßig kontrolliert und kommuniziert wird.
Dinslaken, 20. März 2024 Pintsch GmbH Tilo Brandis, Geschäftsführer Nicolas Hélary, Geschäftsführer
1 Verband der Bahnindustrie in Deutschland
(VDB), Pressemitteilung vom 6. November 2023 und
begleitende Präsentation, insbesondere Mitschrift der
Rede des Verbandspräsidenten
DER PINTSCH GMBH, DINSLAKENBILANZAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DER PINTSCH GMBH, DINSLAKENALLGEMEINE GRUNDSÄTZEDer Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Pintsch GmbH (nachfolgend auch die "Gesellschaft") ist zum 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Pintsch GmbH mit Sitz in 46537 Dinslaken, Hünxer Straße 149, wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Duisburg unter der Nummer 9646 geführt. Die Gesellschaft wird in den IFRS Konzernabschluss der Schaltbau Holding AG, München, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt und in den Konzernabschluss der Voltage Global Holding GmbH, München, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden im Unternehmensregister elektronisch bekannt gemacht. Entsprechend ist die Gesellschaft von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Oberste Muttergesellschaft ist die The Carlyle Group Inc. mit Sitz in Delaware, USA, deren Geschäftstätigkeit das Halten von Beteiligungen ist. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden in der Gewinn- und Verlustrechnung der Jahresabschlüsse der wesentlichen deutschen Gesellschaften neben den nach § 275 HGB geforderten Zwischensummen einheitlich folgende weitere ausgewiesen:
Aufgrund der Angabe der Werte in "Tausend Euro" kann es im Berichtsjahr als auch in der Vorjahresperiode zu rundungsbasierten Abweichungen kommen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEBei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 wurden die nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stetig zugrunde gelegt: BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE ZUR BILANZ Die entgeltlich erworbenen Immateriellen Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von 3 bis 6 Jahren abgeschrieben. Soweit nachträgliche Anschaffungskosten angefallen sind, werden diese auf den ursprünglichen Vermögensgegenstand aktiviert und entsprechend der Restnutzungsdauer abgeschrieben. Insofern die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sofern geleistete Anzahlungen vorliegen, werden diese mit dem Nennbetrag bilanziert. Selbst geschaffene Immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei allen Anlagegütern wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Zur Bemessung der Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit dem Nennwert bzw. den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Bei dauerhafter Wertminderung wird eine außerplanmäßige Wertberichtigung vorgenommen. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie an Beteiligungen zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 S. 5 HGB. Bei dauerhaftem Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Geleistete Anzahlungen im Bereich der Vorräte werden mit dem Nennwert bilanziert. Die erhaltenen Anzahlungen werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Der die Vorräte übersteigende Betrag wird in den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos werden pauschalierte Wertberichtigungen auf nicht einzelwertberichtigte Nettoforderungen gebildet. Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Barwert angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten werden saldiert, sofern die Aufrechnungslage gegeben ist. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 30,00% zugrunde. Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der neuen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82% (Vj. 1,78%) (10-Jahresdurchschnitt) bzw. 1,74% (Vj. 1,44%) (7-Jahresdurchnitt). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden wie im Vorjahr jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00%, Rentensteigerungen von jährlich 2,30% zugrunde gelegt und eine Fluktuation, wie im Vorjahr, von 0,50% unterstellt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Die Jubiläumsrückstellungen werden unter Verwendung laufzeitadäquater Zinssätze mit dem Barwert angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,74% (Vj. 1,44%) p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00% (Vj. 3,00%) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeit dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag dotiert. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Haftungsverhältnisse entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die Leistung erbracht bzw. erfüllt wurde und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, wurden berücksichtigt. Gewinne wurden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind, Aufwendungen werden unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips erfasst. Zulagen für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die nicht als Investitionszuschuss zu qualifizieren sind, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(1) ANLAGEVERMÖGEN
Einzelheiten zu den in der Bilanz aufgeführten Posten sind aus dem Anlagespiegel zu entnehmen. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes ist im Anhang im Abschnitt "sonstige Angaben" dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
(2) VORRÄTE
(3) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen gegenüber der Gesellschafterin Schaltbau Holding AG, München, und beinhalten Forderungen aus dem Cashpooling in Höhe von TEUR 30.387 (Vj. TEUR 65.089). Insgesamt bestehen Forderungen gegenüber der Schaltbau Holding AG, München, von TEUR 30.387 (Vj. TEUR 65.089). Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unterenehmen bestehen i.H.v. TEUR 333 aus Lieferungen und Leistungen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Forschungszulagen in Höhe von TEUR 2.544 (Vj. TEUR 1.684), Forderungen aus Steuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 249 (Vj. TEUR 499), debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 70 (Vj. TEUR 75) sowie Kautionsvorauszahlungen in Höhe von TEUR 100 (Vj. TEUR 90). (4) RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
(5) EIGENKAPITAL Unterjährig wurde aus dem Gewinnvortrag des Vorjahres TEUR 1.301 (Vj. TEUR 9.522) an die Gesellschafterin ausgeschüttet. (6) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahres und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 111 (Vj. TEUR 507) und unterliegt grundsätzlich gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB der Ausschüttungssperre. Hinsichtlich der verwendeten Bewertungsparameter verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt "Bilanzierungsgrundsätze zur Bilanz". Durch den Übergang auf die Pensionsbewertung nach BilMoG wurde von dem Wahlrecht zur Ansammlung in Raten von mindestens 1/15 p.a. bis 31. Dezember 2024 Gebrauch gemacht. Der Anpassungsbedarf der Rückstellungen für Pensionen zum 1. Januar 2011 betrug TEUR 2.008. Der Zuführungsbetrag 2023 betrug TEUR 134 und ist als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Die Unterdeckung zum 31.Dezember 2023 beträgt TEUR 134. (7) ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten:
In den übrigen Rückstellungen sind Rückstellungen für drohende Verluste aus Derivaten mit einem negativen Marktwert in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0) enthalten. Die Personalrückstellungen beinhalten Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit, die durch Rückdeckungsversicherungen gesichert sind. Die an den Versorgungsberechtigten verpfändeten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtung und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Zum 31. Dezember 2023 erfolgte gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Saldierung des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens, welcher den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht, in Höhe von TEUR 646 (Vj. TEUR 1.096) mit dem Barwert der zugrundeliegenden Verpflichtungen (TEUR 1.297, Vj. TEUR 1.745). Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischer Gutachten bzw. den Mitteilungen der Versicherer. (8) VERBINDLICHKEITEN
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zum Stichtag in Höhe von TEUR 712 (Vj. TEUR 1.008) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten überwiegend Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 487 (Vj. TEUR 447), Verbindlichkeiten aus der Vorfinanzierung im Rahmen des Factorings in Höhe von TEUR 5.800 (Vj. TEUR 5.804) sowie kreditorische Debitoren. Seit dem Geschäftsjahr 2019 besteht eine Factoring Vereinbarung, aufgrund derer die Pintsch GmbH auf revolvierender Basis Forderungen aus Lieferungen und Leistungen direkt an eine strukturierte Einheit veräußert. Diese strukturierte Einheit hält die Forderungen und allokiert die aus ihnen resultierenden Chancen und Risiken mittels vertraglicher Vereinbarungen auf die Pintsch GmbH und eine Bank. Sie wird mittels einer von einer Bank gestellten Kreditlinie finanziert. Da das Delkredererisiko handelsrechtlich im Wesentlichen bei der Gesellschaft verbleibt, liegt ein unechtes Factoring vor. Folglich führt das Factoring-Programm nicht zu einer Ausbuchung der Forderungen. Die Vorfinanzierung der Pintsch GmbH durch die strukturierte Einheit aus der Veräußerung der Forderungen ist als sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen. Mit Ergänzungsvereinbarung vom 20. Dezember 2022 wurde das vertragliche Maximalvolumen von TEUR 29.000 auf TEUR 32.000 erhöht. Weitere Informationen zum Factoring sind in nachfolgender Tabelle zusammengefasst:
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(9) UMSATZERLÖSE
Die Umsatzerlöse entfallen auf folgende Regionen:
Die Umsatzerlöse entfallen auf folgende Geschäftsfelder/Produktgruppen
(10) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 50 (Vj. TEUR 127) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten nachfolgend dargestellten periodenfremde Erträge:
Im Geschäftsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen nachfolgende Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. außergewöhnlicher Bedeutung enthalten:
(11) MATERIALAUFWAND
(12) PERSONALAUFWAND
Nachfolgende Tabelle beinhaltet die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer:
(13) ABSCHREIBUNGEN
(14) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen im Geschäftsjahr TEUR -47 (Vj. TEUR -131). Es liegen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR -1.610 (Vj. TEUR 0) vor. (15) ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN
Die Erträge aus Beteiligungen stammen, wie im Vorjahr auch, aus der Ausschüttung des verbundenen Unternehmens Pintsch North America Inc., Marion, USA. (16) ABSCHREIBUNGEN AUS FINANZANLAGEN
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen im Geschäftsjahr resultieren aus der Wertberichtigung des Beteiligungsansatzes an dem verbundenen Unternehmen Pintsch B.V., Utrecht, Niederlande. (17) ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN
Das Zinsergebnis beinhaltet Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR -246 (Vj. TEUR -262). (18) SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE
(19) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
(20) SONSTIGE STEUERN
SONSTIGE ANGABENDie Gesellschaft finanziert sich unter anderem über das Cashpooling mit der Schaltbau Holding AG, München. Bei der Schaltbau Holding AG, München, liegen entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen vor. (21) AUFSTELLUNG ANTEILSBESITZ Gemäß Beck ́schem Bilanzkommentar § 285 Tz 384 werden grundsätzlich die für Konsolidierungszwecke aufgestellten Jahresabschlüsse (HBII) verwendet.
1) In Liquidation 2) Keine Zahlen vorliegend (22) EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Zur Stärkung des Eigenkapitals und zur Sicherstellung der Going-Concern Prämisse stimmte der Aufsichtsrats dem Gesellschafterbeschluss vom 05.03.2024 zur Durchführung einer Kapitalerhöhung bei der PINTSCH GmbH durch Zuzahlung in Höhe von EUR 25.000.000 in die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB zu. Die Zahlung erfolgte am 11.03.2024. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2023 haben, sind nicht bekannt. (23) DERIVATE FINANZINSTRUMENTE Zur Sicherung von Marktpreisrisiken aus Zinsen, Währungen, Rohstoffpreisentwicklungen setzt die Pintsch GmbH derivative Finanzinstrumente ein. Die in nachfolgender Tabelle genannten Finanzinstrumente werden derzeit eingesetzt:
Für die zum Stichtag im Bestand befindlichen Derivate wurden keine Bewertungseinheiten gebildet. Für Finanzpositionen mit einem negativen Marktwert werden ergebniswirksam Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Insofern Optionen vorliegen, wurden die gezahlten Optionsprämien aktivisch angesetzt und im Zuge von Folgebewertungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Bei einem positiven beizulegenden Zeitwert wird im Sinne des strengen Niederstwertprinzips maximal bis zu den Anschaffungskosten, der gezahlten Optionsprämie, zugeschrieben. Der beizulegende Zeitwert von Derivaten basiert auf Mark-to-Market-Bewertungen zum Bilanzstichtag, die durch externe Bankbewertungen verifiziert werden. Der beizulegende Zeitwert wird dabei als Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsflüsse berechnet, hierbei werden die Zahlungsströme (Cashflows) mit dem risiko- und laufzeitadäquaten Marktzins diskontiert und anschließend aufsummiert. Zudem werden Optionspreismodelle für die Wertermittlung von Optionen eingesetzt. Deren Berechnung erfolgt auf Basis der allgemeinen Grundsätze des Black-Scholes-Modells. In die Bestimmung des Optionspreises gehen in der Regel der Kurs des Basiswertes und dessen Volatilität, der vereinbarte Ausübungskurs, ein risikoloser Zinssatz sowie die Restlaufzeit der Option ein. (24) HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Die Gesellschaft geht aufgrund der wirtschaftlichen Situation nicht davon aus in Anspruch genommen zu werden. Das Grundstück an der Hünxer Str. 149, 46537 Dinslaken ist mit einer Grundschuld in Höhe von TEUR 4.000 besichert. KONSORTIALKREDIT Am 21. Oktober 2021 hat die Voltage BidCo. GmbH einen Konsortialkreditvertrag über 330 Mio. EUR abgeschlossen. Mit der Zusatzvereinbarung vom 25. Juli 2023 wurde der Voltage BidCo GmbH eine weitere Kreditfazilität über 40 Mio. EUR vertraglich zugesagt. Mit Wirkung zum 21. November 2023 wurden die Geschäftsanteile an der Pintsch GmbH, die von der Schaltbau Holding AG gehalten werden, als Sicherheit für den Konsortialkreditvertrag der Voltage BidCo GmbH zu Gunsten des Sicherheitsagenten verpfändet. Darüber hinaus haftet die Pintsch GmbH seit dem 21. November 2023 für die bestehenden Kreditverhältnisse aus dem Konsortialkreditvertrag der Voltage BidCo GmbH mit anderen Konzernunternehmen, jedoch begrenzt auf die Höhe des Betrages, um den das Eigenkapital das Stammkapital übersteigt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurden unter Berücksichtigung des frühestmöglichen Kündigungstermins der jeweils zugrundeliegenden Verträge ermittelt.
Die Pintsch GmbH hat Leasingverträge für Personenkraftwagen und Flurförderfahrzeuge sowie für EDV-Equipment abgeschlossen. Dies trägt zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber bzw. Vermieten. (25) HONORAR DES ABSCHLUSS PRÜFERS Die Angabe entfällt in Übereinstimmung mit § 285 Nr. 17 HGB, da die Beträge im Konzern-Abschluss der Schaltbau Holding AG enthalten sind. (26) GESCHÄFTSFÜHRER
Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinsam oder einzeln mit einem Prokuristen. Die Gesellschaft verzichtet gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe der Bezüge der Geschäftsführung. (27) ERGEBNISVERWENDUNG Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, dass Jahresergebnis in Höhe von TEUR -9.764 (Vj. TEUR 606) auf neue Rechnung vorzutragen.
Dinslaken, den 20. März 2024 Pintsch GmbH Geschäftsführung Tilo Brandis, CFO Nicolas Hélary, CEO BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Pintsch GmbH, Dinslaken Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Pintsch GmbH, Dinslaken, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pintsch GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 20. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Anita Botzenhardt, Wirtschaftsprüfer Vera Daners, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 11.6.2024 festgestellt. |
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