Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 4664
Eingetragen
27.6.1900
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von MehrzweckindustrieroboternManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: die Entwicklung, Planung, Herstellung, Engineering, Vertrieb, Montage, Inbetriebnahme, Wartung und Umbau von sowie der Service an elektronischen, elektrotechnischen, mechanischen, produktionstechnischen, antriebs- und automatisierungstechnischen sowie robotischen Produkten, Geräten, Software sowie Anlagen und Einrichtungen aller Art; der Erwerb, die Verwaltung und Verwertung von Grundbesitz und damit zusammenhängende Projekte, soweit dies nicht einer Erlaubnis nach § 34c GewO bedarf; die Vermittlung und Verwaltung von Versicherungen aller Art einschließlich von Rückversicherungen als Versicherungsmakler und die Vornahme aller damit zusammenhängender Geschäfte einschließlich der Bearbeitung von Versicherungsfällen sowie die Risikoberatung; Dienstleistungen aller Art auf allen und für alle zuvor genannten Gebiete. Die Gesellschaft kann die Tätigkeiten selbst ausführen und/oder Beteiligungen in diesen Bereichen halten und verwalten. Sie kann zu diesem Zweck Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten sowie Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art gründen, erwerben, sich an solchen beteiligen, Teile ihres Geschäftsbetriebs auf Beteiligungsunternehmen einschließlich Gemeinschaftsunternehmen mit Dritten ausgliedern, Unternehmen und Beteiligungen an Unternehmen veräußern sowie Unternehmen, an denen sie mehrheitlich beteiligt ist, unter ihrer Leitung zusammenfassen und Unternehmensverträge mit ihnen schließen oder sich auf die Verwaltung der Beteiligung beschränken.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Eble
seit 5.1.2026
Vorsitzender des Vorstands
Uwe Tschirner
seit 6.11.2025
Prokura
Ralf Drews
seit 6.11.2025
Prokura
Christian Grahn
seit 6.11.2025
Prokura
Karsten Paeth
seit 22.9.2025
Prokura
Benjamin Wilms
seit 22.9.2025
Prokura
Julian Bender
seit 22.9.2025
Prokura
Harald Schabel
seit 22.9.2025
Prokura
Sascha Dehlen
seit 22.9.2025
Prokura
Jutta Joest
seit 22.9.2025
Prokura
Dieter Lautz
seit 22.9.2025
Prokura
Donato Caputo
seit 25.3.2025
Prokura
Christian Steinle
seit 25.3.2025
Prokura
Sebastian Smolka
seit 25.3.2025
Prokura
Adalbert M. Neumann
seit 25.3.2025
Prokura
Prokura
Corell Dirk Göbel
seit 25.3.2025
Prokura
Stefan Rohrmoser
seit 25.3.2025
Prokura
Kerstin Potratz
seit 25.3.2025
Prokura
Hartmut Friemel
seit 4.12.2024
Prokura
Christoph Knödler
seit 18.10.2024
Prokura
Maike Ehlers
seit 19.8.2024
Prokura
René Rausch
seit 15.5.2024
Prokura
Oliver Mereien
seit 22.3.2024
Prokura
Albrecht Vogel
seit 22.3.2024
Prokura
Stephan Lück
seit 22.3.2024
Prokura
Sabrina Düslü
seit 22.3.2024
Prokura
Atakan Özcay
seit 11.12.2023
Prokura
Michael Bilinski
seit 29.9.2023
Prokura
Vorstandsmitglied
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Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ABB AG

Mannheim

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresabschluss 2023

Die deutsche ABB auf einen Blick

ABB Deutschland

in Mio. € 2023 2022 Veränderung
Auftragseingang 2.856 2.915 -2%
Inland 1.726 1.795 -4%
Ausland 1.130 1.120 +1%
Auslandsanteil 40% 38% -
Auftragsbestand 1.301 1.505 -14%
Umsatz 3.095 2.975 +4%
Inland 1.836 1.710 +7%
Ausland 1.259 1.265 -
Auslandsanteil 41% 43% -
Zahl der Mitarbeitenden (31.12.) 7.734 7.667 +1%
Forschung und Entwicklung 230 215 +7%
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 93 139 -33%
Bilanzsumme 2.383 2.229 +7%
Ergebnis vor Ertragsteuern 230 104 +121%
Ergebnis nach Ertragsteuern 158 78 +103%
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -153 -80 +91%
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Ergebnisübernahme 4 -2 -

Bilanz

ABB AG, Mannheim

Aktiva

(in Tsd. €) Anhang 31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen (4)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.397 7.511
II. Sachanlagen 240.367 203.257
III. Finanzanlagen 155.443 155.442
Summe 402.207 366.210
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (5) 476.156 461.955
Verrechnete Kundenanzahlungen -225.170 -230.430
250.986 231.525
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6) 220.384 246.722
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (6,7) 1.109.602 1.219.780
3. Sonstige Vermögensgegenstände (6) 28.100 43.298
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (7) 13.708 11.153
Summe 1.622.780 1.752.478
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.452 1.847
Bilanzsumme 2.027.439 2.120.535

Passiva

(in Tsd. €) Anhang 31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital (9)
I. Gezeichnetes Kapital (10) 167.500 167.500
II. Kapitalrücklagen (10) 57.131 57.131
III. Gewinnrücklagen (11) 469.282 469.282
IV. Bilanzgewinn 351 351
Summe 694.264 694.264
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (12) 315.156 320.993
2. Steuerrückstellungen (13) 26.178 23.088
3. Sonstige Rückstellungen (14) 324.860 332.641
Summe 666.194 676.722
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (15) 523 3
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (15) 348.805 324.953
Verrechnet mit Vorräten -225.170 -230.430
123.635 94.523
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (15) 67.883 75.691
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (7,15) 417.859 529.199
5. Sonstige Verbindlichkeiten (15) 48.163 42.170
Summe 658.063 741.586
D. Rechnungsabgrenzungsposten 8.918 7.963
Bilanzsumme 2.027.439 2.120.535

Gewinn- und Verlustrechnung

ABB AG, Mannheim

(in Tsd. €) Anhang 2023 2022
1. Umsatzerlöse (19) 1.776.488 1.610.885
2. Bestandsveränderung -1.266 19.054
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 148 121
4. Sonstige betriebliche Erträge (20) 32.428 118.561
5. Gesamtleistung 1.807.798 1.748.621
6. Materialaufwand (21) -989.941 -899.603
7. Personalaufwand (22) -459.473 -450.387
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen (24) -16.156 -18.211
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (25) -298.265 -318.979
10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 43.963 61.441
11. Beteiligungsergebnis (26) 86.571 123.887
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (27) 59.110 2.223
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (27) -2.434 -130.935
14. Ergebnis vor Ertragsteuern 187.210 56.616
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (28) -3.659 3.543
16. Steuerumlage durch die Muttergesellschaft (28) -30.192 20.182
17. Ergebnisübernahme durch die Muttergesellschaft (31) -153.359 -80.341
18. Ergebnis nach Ertragsteuern / Jahresüberschuss - -
19. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr (9) 351 351
20. Bilanzgewinn 351 351

Anhang

Vorstand

Markus Ochsner

Vorsitzender des Vorstands

(bis 31.12.2023)

Eric Perotti

Vorsitzender des Vorstands

(ab 01.01.2024)

Alexander R. Zumkeller

Arbeitsdirektor

Aufsichtsrat

Klaus Eble

Wollerau / Schweiz, Vorsitzender des Aufsichtsrats, Group Head Internal Audit

der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich / Schweiz

Daniela Schiermeier 1)

Mannheim,

stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats, Vorsitzende des Konzernbetriebsrats, Präsidentin des Europäischen ABB-Betriebsrats, Mannheim

Rainer Benz 1)

Leimen,

ABB Messtechnik - Globaler Service,

Leiter Analysentechnik und Instrumentierung, Sprecher der Leitenden Angestellten der ABB Deutschland

Verena zu Dohna 1)

Frankfurt am Main, (Syndikus-)Rechtsanwältin, Leiterin des Ressorts Betriebsverfassung

und Mitbestimmungspolitik beim Vorstand der IG Metall, Frankfurt am Main

Mirko Geiger 1)

Heidelberg,

1. Bevollmächtigter der IG Metall, IG Metall Heidelberg

Kai-Uwe Glörfeld 1)

Lüdenscheid,

Betriebsratsvorsitzender der Busch-Jaeger

Elektro GmbH,

Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats,

Delegierter des Europäischen Betriebsrats, Standort Lüdenscheid

Robert Itschner

Uster/ Schweiz,

CEO BKW AG, Bern / Schweiz

(bis 15.12.2023)

Sandy Jackisch 1)

Cottbus,

Betriebswirtin (VWA),

Betriebsratsvorsitzende Cottbus

Esther Maria Loidl

Heidelberg,

Mitglied des Vorstands der Freudenberg-Gruppe,

CHRO Freudenberg SE,

Weinheim

Dr. Georg Müller

Hirschberg,

Vorsitzender des Vorstands der MVV Energie AG,

Mannheim

Dr. Ursula Redeker

Lörrach, ehem. Geschäftsführerin Roche

Diagnostics GmbH, Mannheim, Mitglied in verschiedenen Aufsichtsräten

Nora Teuwsen

Zürich/Schweiz,

Country Holding Officer ABB Schweiz,

Vorsitzende der Geschäftsleitung

der ABB Schweiz AG

Baden, Aargau / Schweiz

(ab 16.12.2023)

Rudolf Zimmermann,

Neulußheim,

Rechtsanwalt i. R.,

Ehemaliger Leiter Recht und Integrity ABB Zentraleuropa

1) vom Amtsgericht bestellt

Erläuterungen

1. Tätigkeitsfeld der ABB AG

Die Geschäftsaktivitäten der ABB AG, Mannheim (im Folgenden ABB AG), umfassen die operativen Aktivitäten der Geschäftsbereiche Prozessautomation, Antriebstechnik, Robotik & Fertigungsautomation und Teile des Geschäftsbereichs Elektrifizierung.

Darüber hinaus sind in der ABB AG verschiedene Holding- und Dienstleistungsfunktionen, die Grundlagenforschung und die geschäftsbereichsübergreifenden Entwicklungstätigkeiten des Konzernforschungszentrums sowie im Bereich Sonstiges das Non-Core-Geschäft enthalten.

2. Offenlegung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft ist unter der Firma ABB AG im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 4664 eingetragen.

Der handelsrechtliche Jahresabschluss der ABB AG wird beim Unternehmensregister eingereicht und bekanntgemacht. Die ABB AG stellt einen Konzernabschluss auf (kleinster Konsolidierungskreis). Der Lagebericht der ABB AG ist mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst; er ist im Geschäftsbericht des Konzerns 2023 enthalten und wird mit dem Konzernabschluss beim Unternehmensregister eingereicht und bekanntgemacht.

Die Geschäftszahlen der ABB AG gemäß US-GAAP werden in den Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss kann bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation, Postfach 100164, 68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54, 8050 Zürich / Schweiz, bezogen werden. Darüber hinaus kann er im Internet unter www.abb.com eingesehen und abgerufen werden.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit werden entsprechend den Regelungen des § 265 VII HGB einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Zusätzlich wurde die gemäß § 275 II HGB vorgegebene Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit um weitergehende Posten ergänzt.

Der Abschluss ist in Tausend Euro (Tsd. €) aufgestellt. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:

Anlagevermögen

Gegen Entgelt erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innewohnende Unsicherheit bezüglich ihrer Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht.

Die Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die bestehenden Geschäfts- bzw. Firmenwerte werden über 10 Jahre abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten.

Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben; in Einzelfällen wird auch von der geometrischdegressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht, sofern diese Methode besser geeignet erscheint, den tatsächlichen Verlauf des Werteverzehrs sachgerecht widerzuspiegeln. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Für EDV-Software, Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen wird von einer Nutzungsdauer zwischen 2 und 5 Jahren ausgegangen. Für Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, ist eine Nutzungsdauer zwischen 14 und 50 Jahren angesetzt. Technische Anlagen und Maschinen werden zwischen 3 und 20 Jahren abgeschrieben. Für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wird hinsichtlich der Nutzungsdauer eine Bandbreite zwischen 2 und 23 Jahren verwendet.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 250 € nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 250 € bis 800 €, werden diese Vermögensgegenstände im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten angesetzt, sofern nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind. Gleiches gilt für die Wertpapiere des Anlagevermögens, sofern es sich nicht um Wertpapiere handelt, die zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen gehalten werden und Bestandteil unseres Contractual Trust Arrangement (CTA) sind.

Diese als Deckungsvermögen bezeichneten Wertpapiere werden zu beizulegenden Zeitwerten bewertet und gemäß § 246 II HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Analog hierzu wird mit solchen Wertpapieren verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen. Die Marktwerte werden durch entsprechende Depotauszüge des jeweiligen Vermögensverwalters nachgewiesen. Eine Saldierung erfolgt auf Ebene der korrespondierenden Aufwendungen und Erträge.

Langfristige unverzinsliche bzw. niedrigverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode (gleitender Durchschnitt) angewandt.

Den in den Vorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und / oder aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit werden absehbare Verluste aus Kundenaufträgen durch Abzug berücksichtigt. Darüber hinausgehende Verluste werden als Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften passiviert. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken sowie unter Berücksichtigung spezieller Länderrisiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Fremdwährungsforderungen werden gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden.

Eine Zusammenfassung von Fremdwährungsforderungen mit auf diese Forderungen entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB erfolgt nicht.

Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der "Projected Unit Credit-Methode", sodass der Wert der Pensionsverpflichtungen zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden.

Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem Ende Dezember von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für Verpflichtungen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren. Dieser Durchschnitt berechnet sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Der Unterschiedsbetrag bei Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 VI HGB wird an entsprechender Stelle im Anhang genannt.

Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt, die jedoch entsprechend den allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns mit der Bewertung beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst werden.

Die Pensionsverpflichtungen der ABB AG beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, beispielsweise Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre.

Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit diesen Vermögensgegenständen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Die Bemessung der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfolgt grundsätzlich zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag, sodass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, das heißt gemäß den voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten, bewertet. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden so bemessen, dass die über die Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Entgeltcharakters über den Zeitraum der Beschäftigungsphase (linear) aufgebaut werden.

Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt.

In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird bei der Bemessung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen auch biometrischen Aspekten Rechnung getragen.

Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Vermögen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten, aus dem Durchschnitt der vergangenen sieben Geschäftsjahre ermittelten, Zinssätzen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend den Regelungen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet werden.

Von einer Zusammenfassung von Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den auf diese Verbindlichkeiten entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen werden, sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Ermittlung und der Ausweis latenter Steuern erfolgen bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim jeweiligen Organträger.

Die ABB AG ist Organgesellschaft einer mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Organschaft, sodass im Berichtsjahr bei der ABB AG keine aktiven oder passiven latenten Steuern aus Bewertungsunterschieden sowie aus Verlustvorträgen ausgewiesen werden.

Derivative Finanzinstrumente

Fremdwährungsrisiken werden grundsätzlich durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften abgesichert, während die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten durch den Einsatz von Warentermingeschäften erfolgt.

Wie bereits im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten ausgeführt, wird von der in § 254 HGB eingeräumten Möglichkeit zur Bildung von Bewertungseinheiten kein Gebrauch gemacht.

Umsatzerlöse

Unter den Umsatzerlösen sind Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie aus Dienstleistungen ausgewiesen.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. zum Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst.

4. Anlagevermögen

Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände hat sich im Berichtsjahr um 1.114 Tsd. € verringert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der planmäßigen Abschreibung im Geschäftsjahr.

Der Buchwert des Sachanlagevermögens hat sich während des Berichtsjahres um 37.110 Tsd. € auf 240.367 Tsd. € erhöht. Begründet ist dies im Wesentlichen durch Investitionsmaßnahmen, insbesondere an den Standorten Mannheim und Ratingen. Gegenläufig wirkten die planmäßigen Abschreibungen.

Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhte sich um 1 Tsd. € auf 155.441 Tsd. €. Die Veränderung im Berichtsjahr betrifft die Übertragung der Ausbildungsaktivitäten der ABB AG im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme in die Tochtergesellschaft ABB Ausbildungszentrum gemeinnützige GmbH, Berlin. Des Weiteren wurden die Anteile an der ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim, im Berichtsjahr veräußert. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der ABB AG ist auf den Folgeseiten aufgeführt.

Im Berichtsjahr sind, wie im Vorjahr, keine Wertpapiere des Anlagevermögens ausgewiesen. Sämtliche Wertpapiere wurden zum Zwecke der Insolvenzsicherung treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V. übertragen und - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet.

Bezüglich weiterer Details zur Vermögensverrechnung verweisen wir auf die Ziffern 8, 12 und 14 dieses Anhangs.

Entwicklung des Anlagevermögens

in Tsd. € AHK * 01.01.2023 AHK Zugänge AHK Abgänge AHK Umbuchungen AHK 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 13.585 202 1.730 - 12.057
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 1.099 - 7 - 1.092
Geschäfts- oder Firmenwert 44.588 - - - 44.588
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 59.272 202 1.737 - 57.737
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 230.874 728 3.480 27 228.149
Technische Anlagen und Maschinen 90.954 13.384 6.479 482 98.341
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.652 9.004 10.662 1.368 102.362
Anlagen im Bau 59.235 29.365 - -1.877 86.723
Geleistete Anzahlungen 42.342 7.092 7.045 - 42.389
Sachanlagen (gesamt) 526.057 59.573 27.666 - 557.964
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 165.519 1 511 - 165.009
Sonstige Beteiligungen 2 - - - 2
Finanzanlagen (gesamt) 165.521 1 511 - 165.011
Anlagevermögen (gesamt) 750.850 59.776 29.914 - 780.712
in Tsd. € Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen Veränderungen ** Abschreibungen 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 13.031 392 -1.725 11.698
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 1.099 - -7 1.092
Geschäfts- oder Firmenwert 37.631 918 1 38.550
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 51.761 1.310 -1.731 51.340
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 167.397 3.026 -3.413 167.010
Technische Anlagen und Maschinen 70.621 5.304 -6.300 69.625
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 84.771 6.516 -10.336 80.951
Anlagen im Bau - - 1 1
Geleistete Anzahlungen 11 - -1 10
Sachanlagen (gesamt) 322.800 14.846 -20.049 317.597
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.079 - -511 9.568
Sonstige Beteiligungen - - - -
Finanzanlagen (gesamt) 10.079 - -511 9.568
Anlagevermögen (gesamt) 384.640 16.156 -22.291 378.505
in Tsd. € Buchwerte per 31.12.2023 Buchwerte per 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 359 554
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen - -
Geschäfts- oder Firmenwert 6.038 6.957
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 6.397 7.511
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 61.139 63.477
Technische Anlagen und Maschinen 28.716 20.333
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.411 17.881
Anlagen im Bau 86.722 59.235
Geleistete Anzahlungen 42.379 42.331
Sachanlagen (gesamt) 240.367 203.257
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 155.441 155.440
Sonstige Beteiligungen 2 2
Finanzanlagen (gesamt) 155.443 155.442
Anlagevermögen (gesamt) 402.207 366.210

* Anschaffungs- / Herstellungskosten
** Abgänge, Umbuchungen, Zuschreibungen

Aufstellung des Anteilsbesitzes

(Stand: 31.12.2023) Gewinnabführungsvertrag Eigenkapital Konzernanteil Beteiligung bei Nr.
in Tsd. € in%
I. Verbundene Unternehmen der ABB AG
1. ABBAG, Mannheim 694.264 - -
2. ABB Ausbildungszentrum gGmbH, Berlin 2) 6.523 100 1.
3. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid * 15.630 100 1.
4. ABB Kaufel GmbH, Berlin 2) 816 100 1.
5. ABB Patent GmbH, Ladenburg 2) * 208 100 1.
6. ABB STOTZ-KONTAKT GmbH, Heidelberg * 26.312 100 1.
7. ABB Striebel & John GmbH, Sasbach 2) * 57.290 100 1.
8. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim 2) 13.424 100 1.
II. Sonstige Beteiligungen
9. PEHLA GmbH, Weinheim 1) 702 16,66 1.
10. Modellfabrik Papier gGmbH, Düren 1) 929 5,88 1.
(Stand: 31.12.2023) Ergebnis Geschäftsjahr Umsatz 2023 Mitarbeitende 31.12.2023
in Tsd. € in Mio. €
I. Verbundene Unternehmen der ABB AG
1. ABBAG, Mannheim - 1.776 4.470
2. ABB Ausbildungszentrum gGmbH, Berlin 2) 1.015 10 70
3. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid 1.269 584 1.208
4. ABB Kaufel GmbH, Berlin 2) -642 14 67
5. ABB Patent GmbH, Ladenburg 2) - - -
6. ABB STOTZ-KONTAKT GmbH, Heidelberg 1.821 920 1.541
7. ABB Striebel & John GmbH, Sasbach 2) - 177 378
8. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim 2) -2.825 - -
II. Sonstige Beteiligungen
9. PEHLA GmbH, Weinheim 1) 63 12 2
10. Modellfabrik Papier gGmbH, Düren 1) 306 1 1

1) Zahlen per 31.12.2022
2) Ungeprüfte Zahlen

5. Vorräte

in Tsd. € 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 74.788 63.357
Unfertige Erzeugnisse 18.602 16.510
Bestellte Anlagen in Arbeit 329.154 331.620
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 28.732 20.910
Geleistete Anzahlungen 24.880 29.558
Summe Vorräte inkl. geleisteter Anzahlungen 476.156 461.955
./. verrechnete Kundenanzahlungen -225.170 -230.430
Vorräte (gesamt) 250.986 231.525

Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden Bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Das Bruttovorratsvermögen hat sich um rund 14 Mio. € auf 476 Mio. € erhöht. Der Anstieg entfällt überwiegend auf die Positionen Fertige Erzeugnisse und Handelswaren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

Unter weiterer Berücksichtigung der Fortschrittszahlungen ergibt sich eine Erhöhung des Nettovorratsvermögens um 19 Mio. €.

6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd. € 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 220.384 246.722
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (157) (-)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.109.602 1.219.780
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (-) (-)
Sonstige Vermögensgegenstände 28.100 43.298
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (896) (1.267)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (gesamt) 1.358.086 1.509.800
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (1.053) (1.267)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen um rund 26 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 118.065 Tsd. € auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 122.417 Tsd. €).

Der Restbetrag entfällt wie im Vorjahr überwiegend auf kurzfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft ABB Ltd, Zürich / Schweiz.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind unter anderem Steuererstattungsansprüche, Forderungen gegen Lieferanten, Versicherungsansprüche sowie kurzfristige Vorschüsse und Darlehen an Mitarbeitende enthalten.

7. Flüssige Mittel

in Tsd. € 31.12.2023 31.12.2022
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 13.708 11.153
Finanzmittelanlagen bei Konzerngesellschaften (in Pos. Aktiva B.II.2. enthalten) 939.174 1.043.721
Flüssige Mittel 952.882 1.054.874
Finanzschulden einschließlich Kreditaufnahme bei Konzerngesellschaften (in Pos. Passiva C.4. enthalten) 264.367 355.145
Flüssige Mittel ./. Finanzschulden 688.515 699.729

Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in erster Linie um kurzfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.

Die Finanzschulden resultieren im Wesentlichen aus der Verpflichtung der ABB AG zur Abführung ihres Nettoergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim. Diese Verpflichtung belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf 153 Mio. € (Vorjahr: 80 Mio. €).

Darüber hinaus beinhalten die Finanzschulden kurzfristige Darlehen von Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings, sowie Beträge aus der Verpflichtung zur Abführung einer Steuerumlage an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim.

8. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung von Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen mit Vermögenswerten, die ausschließlich zur Erfüllung solcher Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, kann zu einem aktiven Unterschiedsbetrag führen. Im Berichtsjahr ist analog zum Vorjahr kein aktivischer Unterschiedsbetrag ausgewiesen, da die entsprechenden Vermögenswerte die Erfüllungsbeträge der Verpflichtungen nicht überstiegen.

9. Entwicklung des Eigenkapitals

Im Geschäftsjahr 2011 wurde ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossen.

Aufgrund dieses Gewinnabführungsvertrags wird das im Berichtsjahr erwirtschaftete Ergebnis der ABB AG an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

10. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das Grundkapital der ABB AG beträgt 167.500 Tsd. € und ist in 6.552.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.

Am 31. Dezember 2023 befand sich das gesamte Aktienkapital im unmittelbaren oder mittelbaren Besitz der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich / Schweiz, wobei der größte Anteil unserer Aktien von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, gehalten wird. Die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, teilte uns zuletzt zum 10. September 2019 mit, dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung im Sinne des § 20 I und III AktG an der ABB AG gehört.

Die Kapitalrücklage enthält die Einstellung von Aufgeldern aus Kapitalerhöhungen sowie die Aufgelder aus dem Umtausch von Genussscheinen früherer Geschäftsjahre sowie andere Zuzahlungen im Zusammenhang mit Abspaltungsvorgängen.

11. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten eine gesetzliche Rücklage in Höhe von 3.120 Tsd. € sowie andere Gewinnrücklagen in Höhe von 466.162 Tsd. €.

12. Pensionsverpflichtungen, Deckungsvermögen und Vermögensverrechnung

Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungsvermögen hat die deutsche ABB-Gruppe ein Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert.

In diesem Zusammenhang hat die ABB AG im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an einem Wertpapierspezialfonds treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V. übertragen.

Darüber hinaus sind bestimmte Teile der Pensionsverpflichtungen durch eine Rückdeckungsversicherung gesichert.

Zum 31. Dezember 2023 betrugen die Pensionsverpflichtungen der ABB AG insgesamt 1.024.410 Tsd. € (Vorjahr: 1.036.331 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren, welcher im November 2023 per Ende Dezember geschätzt wurde.

Dieser Durchschnitt berechnet sich im Berichtsjahr, wie auch im Vorjahr, aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Bei Ansatz eines Durchschnitts aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergäbe sich ein davon abweichender durchschnittlicher Zinssatz in Höhe von 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %), welcher im November 2023 per Ende Dezember geschätzt wurde. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 VI HGB beträgt 8.404 Tsd. € (Vorjahr: 38.719 Tsd. €).

Für das vorliegende Berichtsjahr liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 3,1 % p. a. (Vorjahr: 3,2 % p. a.) sowie ein langfristiger Rentenanpassungstrend in Höhe von 2,1 % p. a. (Vorjahr: 2,2 % p. a.) zugrunde. Zusätzlich werden die aufgrund der aufgelaufenen Inflation erwarteten Rentenanpassungen der Folgejahre, welche den langfristigen Rentenanpassungstrend übersteigen, bei der Berechnung berücksichtigt.

Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplans wurde gegenüber dem Vorjahr eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 5,25 % p. a. (Vorjahr: 4,75 % p. a.) unterstellt.

Zum 31. Dezember 2023 belief sich der beizulegende Zeitwert der für Altersversorgungsansprüche reservierten Wertpapiere auf insgesamt 695.126 Tsd. € (Vorjahr: 700.524 Tsd. €), wobei die historischen Anschaffungskosten 476.591 Tsd. € (Vorjahr: 503.511 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 218.535 Tsd. € (Vorjahr: 197.013 Tsd. €) betrugen.

Neben den im Rahmen unseres CTA gehaltenen Wertpapieren beinhaltet das für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierte Vermögen auch das Deckungskapital einer Rückdeckungsversicherung, dessen beizulegender Zeitwert sich per 31. Dezember 2023 auf 14.129 Tsd. € (Vorjahr: 14.816 Tsd. €) belief. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts des Deckungskapitals erfolgt auf Basis des notwendigen Erfüllungsbetrags der anteilig rückgedeckten Pensionsverpflichtung.

Insgesamt ergeben sich somit nach der Verrechnung von Deckungsvermögen Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 315.156 Tsd. € (Vorjahr: 320.993 Tsd. €).

Aus der Marktwertbewertung der Wertpapiere ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein grundsätzlich abführungsgesperrter Betrag von insgesamt 218.535 Tsd. € (Vorjahr: 197.013 Tsd. €). Aufgrund der in ausreichender Höhe vorhandenen frei verfügbaren Rücklagen besteht jedoch keine Abführungssperre, sodass das im Berichtsjahr erwirtschaftete Ergebnis in voller Höhe abgeführt wird.

Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 8.059 Tsd. € (Vorjahr: 9.505 Tsd. €).

13. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten wie im Vorjahr erwartete Zahlungsverpflichtungen für Ertragsteuern sowie für sonstige Steuern.

14. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen analog zum Vorjahr neben noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen) in Höhe von 151.610 Tsd. € (Vorjahr: 151.453 Tsd. €) im Wesentlichen die Rückstellungen für Garantieleistungen in Höhe von 25.137 Tsd. € (Vorjahr: 21.290 Tsd. €), Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 23.002 Tsd. € (Vorjahr: 39.801 Tsd. €) und Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 7.622 Tsd. € (Vorjahr: 8.263 Tsd. €). Die ABB AG erwartet, teilweise auch aufgrund internationaler Vereinbarungen mit ABB-Gruppengesellschaften zur Kostentragung, nach derzeitigem Kenntnisstand über die bilanzierten Verpflichtungen hinaus keine künftigen ergebniswirksamen Inanspruchnahmen aus abgeschlossenen Großprojekten.

Ferner enthält diese Position Rückstellungen für schwebende Prozesse, Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche, Rückstellungen für Tantiemen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeitende, Rückstellungen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen, Vermögenswerte gedeckt sind.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden künftige Kosten- und Preisveränderungen einerseits, sowie - im Falle langfristiger Verpflichtungen - Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beliefen sich - vor Verrechnung mit den für diese Verpflichtungen reservierten Vermögenswerten - zum Ende des Berichtsjahres auf 32.293 Tsd. € (Vorjahr: 29.585 Tsd. €).

Diese Altersteilzeitverpflichtungen wurden mit Anteilen an einem Wertpapierspezialfonds verrechnet, welche zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V. übertragen wurden.

Der beizulegende Zeitwert dieser Wertpapiere belief sich per 31. Dezember 2023 auf 24.977 Tsd. € (Vorjahr: 23.179 Tsd. €), wobei die historischen Anschaffungskosten 23.184 Tsd. € (Vorjahr: 23.184 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 1.793 Tsd. € (Vorjahr: -6 Tsd. €) betrugen. Hieraus ergibt sich ein grundsätzlich abführungsgesperrter Betrag von 1.793 Tsd. €.

Die Verrechnung der Altersteilzeitverpflichtungen mit dem hierfür reservierten Vermögen führte somit zu einer verbleibenden Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von 7.316 Tsd. € (Vorjahr: 6.406 Tsd. €).

15. Verbindlichkeiten

in Tsd. € 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr 31.12.2022 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 523 523 - 3 3 -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 348.805 348.805 - 324.953 324.874 79
(davon von verbundenen Unternehmen) (11.544) (11.544) (-) (8.964) (8.962) (2)
Verrechnet mit Vorräten -225.170 -225.170 - -230.430 -230.374 -56
Erhaltene Anzahlungen nach Verrechnung mit Vorräten 123.635 123.635 - 94.523 94.500 23
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 67.883 67.876 7 75.691 75.691 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 417.859 414.984 2.875 529.199 525.312 3.887
Sonstige Verbindlichkeiten 48.163 48.163 - 42.170 41.849 321
(davon aus Steuern) (29.522) (29.522) (-) (22.767) (22.767) (-)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (-) (-) (-) (-) (-) (-)
Verbindlichkeiten (gesamt) 658.063 655.181 2.882 741.586 737.355 4.231

Sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden in Berichtsjahr und Vorjahr nicht.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 148.942 Tsd. € (Vorjahr: 166.750 Tsd. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten auch die Ergebnisabführungsverpflichtung gegenüber der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, welche im Berichtsjahr 153.359 Tsd. € beträgt (Vorjahr: 80.341 Tsd. €).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten analog zum Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus anderen Steuern, Verbindlichkeiten aus der Auflösung von Arbeitsverträgen, Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Steuern der Mitarbeitenden, Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren sowie Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitenden aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung.

Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleichermaßen für Berichts- und Vorjahr.

16. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

in Tsd. € 31.12.2023 Gesamtbetrag 31.12.2023 Jahresbetrag 31.12.2022 Gesamtbetrag 31.12.2022 Jahresbetrag
IS- und Telefonie-Infrastruktur sowie Dienstleistungen 11.910 7.310 36.235 12.425
Wesentliche Miet- und Pachtverträge 17.090 3.582 19.934 4.007
Gesamt 29.000 10.892 56.169 16.432

Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf rund 29 Mio. € (Vorjahr: 56 Mio. €). Der Jahresbetrag dieser Geschäfte beläuft sich auf etwa 11 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio. €).

Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich um Leasing- und Dienstleistungsvereinbarungen im IS- und Telefoniebereich. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 12 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 7 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €).

Solche Verträge dienen der Standardisierung eingesetzter Technologien und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung. In der Hauptsache fallen hierunter der globale Servicevertrag mit dem international tätigen IT-Dienstleister Wipro über die Lieferung von Hardware und Zubehör sowie der Vertrag zwischen ABB und T-Systems über Telekommunikationsdienstleistungen für die deutsche ABB. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

Als weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind andererseits wesentliche, in der Regel längerfristige, Miet- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamtbetrag von 17 Mio. € (Vorjahr: 20 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge zu nennen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 4 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €).

Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung des Standortmanagements geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

17. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter Ziffer 16 als nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf rund 27 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €). Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Es handelt sich hierbei in erster Linie um Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie um das Bestellobligo aus genehmigten Investitionen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 3 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €).

Dazu kommt das Bestellobligo im Zusammenhang mit dem Gebäudeneubau am Standort Mannheim, das sich auf 29 Mio. € (Vorjahr: 29 Mio. €) belief.

18. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte) abgeschlossen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Währungsderivate.

Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 84.864 Tsd. € (Vorjahr: 133.079 Tsd. €). Der beizulegende Zeitwert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt 1.023 Tsd. € (Vorjahr: 1.399 Tsd. €). Dieser Wert entspricht dem Ergebniseffekt, zu dem diese Geschäfte am Bilanzstichtag hätten abgewickelt werden können. Der beizulegende Wert (Marktwert) wird von der ABB-Gruppe auf Basis erhältlicher und öffentlich zugänglicher Marktinformationen ermittelt.

Neben Devisentermingeschäften wurden auch Warentermingeschäfte abgeschlossen, die ebenfalls überwiegend als Forward getätigt wurden. Das Volumen solcher Geschäfte betrug zum Bilanzstichtag 11.900 Tsd. € (Vorjahr: 15.975 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser Geschäfte belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt -170 Tsd. € (Vorjahr: 105 Tsd. €).

Im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb der ABB AG sowie innerhalb des deutschen ABB-Teilkonzerns wird auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet. Ergeben sich zum Bilanzstichtag bei den einzelnen Sicherungsgeschäften negative Marktwerte, werden diese Beträge unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Eine Saldierung negativer Marktwerte mit positiven Marktwerten erfolgt dabei nicht.

Für Devisen- und Warentermingeschäfte wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 777 Tsd. € (Vorjahr: 1.269 Tsd. €) passiviert.

19. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres belaufen sich auf 1.776 Mio. € und liegen damit um 165 Mio. € bzw. 10 % über dem Vorjahreswert in Höhe von 1.611 Mio. €.

Der Anstieg der Umsatzerlöse ergibt sich in den Geschäftsbereichen Prozessautomation (+ 81 Mio. €), Antriebstechnik (+ 78 Mio. €), Elektrifizierung (+ 24 Mio. €) und Robotik & Fertigungsautomation (+ 1 Mio. €).

Im Bereich "Sonstiges / Konsolidierung", in dem auch das Non-Core-Geschäft enthalten ist, sind die Umsatzerlöse (-18 Mio. €) gesunken. Im Bereich "Sonstiges / Konsolidierung" werden zum einen Aktivitäten berichtet, die aus nicht fortgeführten Bereichen bei ABB verblieben. Zum anderen sind Umsatzerlöse der Holding- und Dienstleistungsfunktionen der ABB AG sowie Konsolidierungseffekte enthalten.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und nach geografischen Merkmalen ergibt folgendes Bild:

in Tsd. € 2023 2022
Prozessautomation 568.289 487.385
Elektrifizierung 428.688 404.759
Antriebstechnik 471.675 394.238
Robotik & Fertigungsautomation 323.570 322.257
Sonstiges / Konsolidierung -15.734 2.246
Umsatzerlöse gesamt 1.776.488 1.610.885
davon:
Deutschland 1.075.100 911.874
Übriges Europa 399.805 373.136
Asien 212.911 216.770
Afrika 3.777 18.043
Amerika 79.479 83.676
Sonstige Regionen 5.416 7.386

20. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen in Höhe von 9.994 Tsd. € sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von 10.674 Tsd. €.

Darüber hinaus sind Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 9.130 Tsd. € (Vorjahr: 31.270 Tsd. €) enthalten. Die periodenfremden Erträge betragen 20.668 Tsd. € und betreffen die Auflösung von sonstigen Rückstellungen und Veräußerungsgewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen.

21. Materialaufwand

in Tsd. € 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -811.248 -718.756
Aufwendungen für bezogene Leistungen -178.693 -180.847
Materialaufwand (gesamt) -989.941 -899.603

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind um 92 Mio. € angestiegen und die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 2 Mio. € gesunken.

22. Personalaufwand

in Tsd. € 2023 2022
Löhne und Gehälter -359.903 -336.846
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -99.570 -113.541
(davon für Altersversorgung) (-40.018) (-56.063)
Personalaufwand (gesamt) -459.473 -450.387

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 9 Mio. € gestiegen.

Bezüglich der Altersversorgungskosten ist zu berücksichtigen, dass der in einem Geschäftsjahr den Pensionsrückstellungen zuzuführende Betrag sich in der Gewinn- und Verlustrechnung sowohl im Personalaufwand als auch im Zinsaufwand niederschlägt. Zur Erläuterung der Zinskomponente verweisen wir auf Ziffer 27 dieses Anhangs.

Im Berichtsjahr betrugen die im Personalaufwand auszuweisenden Altersversorgungskosten 40.018 Tsd. € (Vorjahr: 56.063 Tsd. €).

23. Mitarbeitende

im Jahresdurchschnitt 2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 709 677
Angestellte 3.459 3.459
Arbeitnehmer im Sinne § 267 HGB 4.168 4.136
Auszubildende 255 280
Mitarbeitende (gesamt) 4.423 4.416

Im Jahresdurchschnitt stieg die Anzahl der Mitarbeitenden von 4.416 um 7 auf 4.423.

Bezogen auf den jeweiligen Bilanzstichtag ergab sich ein Anstieg der Mitarbeitendenanzahl von 4.436 im Vorjahr um 34 auf 4.470 zum Ende des Berichtsjahres.

24. Abschreibungen

Hinsichtlich der handelsrechtlichen Abschreibungsmethodik im Bereich des Anlagevermögens verweisen wir auf die Erläuterungen zu Ziffer 3 dieses Anhangs.

25. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand einschließlich der Verkaufssonderkosten, konzerninterne Umlagen, Restrukturierungsaufwendungen, Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens (außer Vorräte), Garantieaufwendungen, Bußgelder, Mieten, Pachten, Rechts- und Beratungskosten, Instandhaltungs- sowie Transport- und Verpackungskosten und Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, soweit die entsprechenden Aufwendungen nicht zur Erzielung von Umsatzerlösen anfielen.

Weiterhin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 6.243 Tsd. € (Vorjahr: 26.482 Tsd. €). Darüber hinaus beinhaltet diese Position auch die sonstigen Steuern in Höhe von 2.297 Tsd. € (Vorjahr: 2.151 Tsd. €). Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen sowie weitere Aufwendungen für Maßnahmen zur Reorganisation betrugen im Berichtsjahr 15.749 Tsd. € (Vorjahr: 30.419 Tsd. €).

26. Beteiligungsergebnis

in Tsd. € 2023 2022
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 86.571 124.132
Aufwand aus Gewinnabführungsverträgen - -245
Beteiligungsergebnis 86.571 123.887

Das Beteiligungsergebnis lag im Berichtsjahr mit 87 Mio. € um rund 37 Mio. € unter dem Beteiligungsergebnis des Vorjahres.

Hinsichtlich weiterer Einzelheiten zur Ergebnissituation im Beteiligungsbereich der ABB AG verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde.

27. Zinsergebnis

Das Zinsergebnis des Berichtsjahres beläuft sich auf 56.676 Tsd. € und liegt somit um 185.388 Tsd. € über dem Niveau des Vorjahres.

in Tsd. € 2023 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 59.110 2.223
(davon von verbundenen Unternehmen) (27.238) (1.655)
(davon aus Abzinsung) (30.603) (548)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.434 -130.935
(davon an verbundene Unternehmen) (-2.005) (-58)
(davon aus Aufzinsung) (-429) (-130.787)
Zinsergebnis 56.676 -128.712

Das Zinsergebnis enthält vor allem die Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit saldierungsfähigen Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen. Ferner enthält das Zinsergebnis den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie die Effekte aus der Auf- und Abzinsung anderer langfristiger Rückstellungen.

Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres einen Zinsaufwand in Höhe von 12.612 Tsd. € (Vorjahr: 28.139 Tsd. €). Davon resultieren - 5.238 Tsd. € (Vorjahr: 9.831 Tsd. €) aus der Änderung des anzuwendenden Zinssatzes von 1,78 % im Vorjahr auf 1,83 % zum Ende des Berichtsjahres.

Des Weiteren enthält das Zinsergebnis auch Gewinne und Verluste aus der Verzinsung bzw. aus Marktwertanpassungen des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen. Im Berichtsjahr ergaben sich hieraus Gewinne in Höhe von insgesamt 41.105 Tsd. € (Vorjahr: Verluste in Höhe von insg. 102.374 Tsd. €).

Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen belaufen sich auf 2.110 Tsd. € (Vorjahr: 548 Tsd. €), während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen auf 429 Tsd. € (Vorjahr: 274 Tsd. €) belaufen.

Adjustiert man das Zinsergebnis um diese Effekte, ergibt sich für das Berichtsjahr ein bereinigtes positives Zinsergebnis in Höhe von 26.502 Tsd. € (Vorjahr: positives Zinsergebnis von 1.527 Tsd. €).

28. Steuern

Im Berichtsjahr ergab sich ein Steueraufwand in Höhe von 33.851 Tsd. € (Vorjahr: Steuerertrag in Höhe von 23.725 Tsd. €).

Der Steueraufwand des Berichtsjahres ergab sich im Wesentlichen aus Gewinnsteuern sowie der Verpflichtung zur Abführung einer Steuerumlage in Höhe von 30.192 Tsd. € (Vorjahr: Anspruch zur Erstattung einer Steuerumlage in Höhe von 20.182 Tsd. €) an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim.

29. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Hinsichtlich der im Geschäftsjahr 2023 angefallenen Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses der ABB AG.

30. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2023 betrug 323 Tsd. €.

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023 betrugen insgesamt 1.393 Tsd. €. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 5.568 Tsd. €.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ABB AG und ihren Hinterbliebenen waren zum Berichtsjahresende insgesamt 74.379 Tsd. € zurückgestellt.

31. Ergebnisübernahme durch Muttergesellschaft

Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags wird das von der ABB AG im Berichtsjahr erzielte Netto-Ergebnis in Höhe von 153.359 Tsd. € (Vorjahr: 80.341 Tsd. €) an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Die gesamten ausschüttungsgesperrten Beträge im Sinne des § 268 VIII HGB ergeben sich in Höhe von 220.328 Tsd. € aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert.

32. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ABB AG.

 

Mannheim, den 28. März 2024

ABB AG

Der Vorstand

Perotti

Zumkeller

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ABB AG, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ABB AG, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der ABB AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im zusammengefassten Lagebericht enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im zusammengefassten Lagebericht enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 28. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Kaiser, Wirtschaftsprüfer

gez. Riascos Castañeda, Wirtschaftsprüfer

Geschäftsbericht ABB Deutschland 2023

Inhalt

Inhalt

Bericht des Vorstands

Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2023

Bericht des Aufsichtsrats

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023

Konzernbilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Segmentberichterstattung

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Konzernanhang

Bestätigungsvermerk

Fünfjahresübersicht

Impressum

ABB weltweit auf einen Blick

Bericht des Vorstands

Liebe Leserinnen und Leser,

globale Konflikte, Klimawandel, Rekordinflation und Rezession - 2023 befand sich unsere Welt im Dauerkrisenmodus. Doch trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnten wir unser Geschäft in fast allen Bereichen ausbauen. ABB Deutschland präsentiert sich heute mehr denn je als effizientes und agiles Technologieunternehmen.

Mit unseren innovativen Produkten, Services und Lösungen beschleunigen wir die Energie- und Mobilitätswende, sind Vorreiter in puncto Digitalisierung und Automation. Unsere führende Position in wichtigen Zukunftsmärkten führte im vergangenen Jahr erneut zu einer starken Nachfrage nach unserem Angebot. Trotz angespannter Lieferketten und Arbeitsmärkte konnten wir die Auftragseingänge erfolgreich in wachsende Erlöse umsetzen. Die positiven Geschäftsergebnisse im Jahr 2023 ließen sich nur durch den unvergleichlichen Teamgeist unserer Mitarbeitenden und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden, Lieferanten und anderen Stakeholdern von ABB in Deutschland erzielen. An sie alle geht unser herzlicher Dank!

Besonders würdigen möchten wir an dieser Stelle unseren ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Markus Ochsner, der ABB Deutschland zum Ende des Jahres 2023 verlassen hat. Während seiner über 13-jährigen Tätigkeit als Mitglied des Vorstands hat er das positive Image unseres Technologiekonzerns hierzulande entscheidend mitgeprägt und wichtige Weichen für die zukunftsorientierte Ausrichtung der ABB in Deutschland gestellt.

Geopolitische Konflikte und Inflation

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine tobt nun bereits seit mehr als zwei Jahren. Und mit dem Überfall der Hamas auf Israel am 07. Oktober 2023 hat sich die globale Sicherheitslage weiter zugespitzt. Jeden Tag erreichen uns schreckliche Nachrichten über das Leid der Menschen inmitten dieser und anderer humanitärer Krisen. Auf die geopolitischen Entwicklungen und die daraus resultierenden Energie- und Lieferkettenprobleme reagieren die Märkte weltweit. Gleichzeitig bremsen die Inflation, die im Jahr 2023 einen der höchsten Stände der vergangenen 20 Jahre erreichte, und die damit verbundene Zinserhöhung deutlich die Investitionsbereitschaft. Die Situation erfordert von uns allen verantwortungsvolles Handeln: um die verfügbaren Ressourcen optimal einzusetzen, wichtige Wirtschaftszweige aufrechtzuerhalten und dabei unsere Kunden bestmöglich zu bedienen.

Der Umwelt zuliebe: Mission to Zero

Eine der dringendsten Herausforderungen unserer Zeit ist und bleibt der Klimawandel. Auf unserem Weg, bis 2030 Klimaneutralität zu erreichen, hat ABB in Deutschland bereits weitreichende Fortschritte erzielt - sei es die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, die wir an 14 unserer Standorte ausgebaut haben, oder der jährliche Umstieg von 25 % unserer Flotte auf rein elektrisch betriebene Fahrzeuge. Zusätzlich ermöglicht ABB seinen Mitarbeitenden seit 2023 ein vergünstigtes Fahrradleasing. Zusammen mit dem Deutschlandticket wird damit das Pendeln noch ein Stück grüner.

Alle unsere eigenen Standorte beziehen Strom aus 100 % Wasserkraft. Wo es möglich ist, setzen wir auf erneuerbare Energien aus Photovoltaikanlagen und klimafreundlichen Wärmepumpen. Mit unserem weltweit ersten CO 2 -neutralen Fertigungsstandort in Lüdenscheid zeigen wir, wie die nachhaltige Transformation von komplexen industriellen Produktionsprozessen gelingen kann, ohne dabei an Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen.

Initiative für mehr Energieeffizienz

Durch diese und andere Maßnahmen konnte ABB die eigenen Treibhausgasemissionen bereits erheblich reduzieren. Die größte Wirkung jedoch werden wir mit den führenden Technologien erzielen, die ABB ihren Kunden bereitstellt. Beispielsweise gehen 45 % des weltweiten Stromverbrauchs auf das Konto von Elektromotoren, die in Industrien und Gebäuden Anwendung finden. Das beweist: Selbst mit kleinen Effizienzsteigerungen lassen sich enorme Mengen an Energie sparen und damit in Summe effektiv dem Klimawandel entgegenwirken.

Um den Fortschritt in Richtung einer kohlenstofffreien Zukunft zusätzlich zu beschleunigen, hat ABB mit dem Energy Efficiency Movement eine branchenweite Initiative ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Gemeinsam mit Stakeholdern aus Industrie, Politik, Wissenschaft und Non-Profit-Organisationen Innovationen und Maßnahmen für eine energieeffizientere Welt zu entwickeln. Die Resonanz ist groß. Seit Gründung der Initiative im Jahr 2021 haben sich Hunderte von Unternehmen und Organisationen dem internationalen Wissensnetzwerk angeschlossen.

Technologische Highlights

Innovationen zeichnen uns aus. Einen neuen Standard in Sachen Kollaboration setzen die jüngsten Mitglieder unserer Cobot-Familie GoFa. Präzise, sicher und mit hoher Traglast und Reichweite können die neuen kollaborierenden Roboter ein weites Aufgabenspektrum erfüllen und dabei auf engstem Raum mit Menschen zusammenarbeiten. Zu sehen waren die einfach zu programmierenden Cobots erstmals auf der automatica 2023, der Münchner Leitmesse für Automatisierung und Robotik. Dort präsentierte ABB ebenfalls vier neue Industrieroboter. Die vorrangig für die Automobilindustrie entwickelten Großroboter bieten mit 22 verschiedenen Varianten für jede Automatisierungsanforderung die passende Lösung.

Mit Produkten wie diesen ebnen wir sowohl kleinen und mittleren Unternehmen als auch großen Herstellern den Weg in eine hochflexible robotergestützte Automatisierung und eine zukunftsorientierte digitale Produktion. Die Industrie kann damit nicht nur dem Arbeits- und Fachkräftemangel entgegenwirken, sondern gleichzeitig ihre Fertigungsprozesse sicherer und produktiver gestalten.

Die Zukunft des Arbeitens

ABB gehört mit zu den 100 innovativsten Unternehmen der Welt. Damit unser Konzern weiterhin erfolgreich agieren und die digitale Transformation und Klimawende führend mitgestalten kann, investieren wir umfassend in unsere Mitarbeitenden. Agile Arbeitsmethoden, digitale Kompetenzen, lebenslanges Lernen und stetiger Kompetenzaufbau werden wichtiger denn je. Neben der Ausbildung von Nachwuchskräften setzt ABB zukünftig noch stärker auf eine qualitative Fortbildung. Mit unserer "Future Skills"-Initiative bieten wir ein Weiterbildungsprogramm, das unsere Mitarbeitenden individuell auf ihre Bedürfnisse zuschneiden können - hinsichtlich der Inhalte und Formate sowie des Lerntempos. Eine Plattform zum bereichsübergreifenden Netzwerken und Wissenstransfer ging 2023 mit dem "Learn, Connect und Grow-Day" an den Start. Weitere Events werden folgen.

Eine neue Dimension des Zusammenarbeitens ermöglichen wir ab 2024 in unserem ABB Campus in Mannheim - einem nachhaltigen, mit modernster Technik ausgestatten Neubau. Tür an Tür mit unseren Geschäftsbereichen entsteht in dem smarten Gebäude ein Innovationszentrum für industrielle Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Unser deutsches Forschungszentrum erhält dort kreativen Raum für den unmittelbaren Austausch mit den Divisionen, mit Kunden und Partnern sowie mit Hochschulen und Start-ups. Im Wettbewerb um die innovativsten Köpfe Deutschlands wird das neue Gebäude unsere Position als attraktiver Arbeitgeber stärken.

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Neben hochqualifiziertem Fachpersonal legen wir mit unserer Ausbildung die Basis für eine langfristige Perspektive von ABB. Zukunftsgerichtete Ausbildungsberufe und Duale Studiengänge sind im Kampf gegen den Fachkräftemangel ein wichtiger Pfeiler für ABB in Deutschland. Im Ausbildungsjahr 2023/24 haben wir gemeinsam mit unseren Verbundpartnern 474 Menschen neu an Bord genommen. Wie wir unsere jungen Talente auf die Anforderungen der Digitalisierung und die Arbeitswelt von morgen vorbereiten, davon konnte sich Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegener im September vergangenen Jahres bei seinem Besuch in unserer Lernfabrik 4.0 überzeugen. Unser Ausbildungszentrum in der Hauptstadt ist eines der größten industriellen Ausbildungszentren Deutschlands. Zusammen mit dem Ausbildungszentrum in Heidelberg leistet ABB damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und Innovationskraft des Industriestandorts Deutschland.

Corporate Social Responsibility

Aktuell beschäftigt ABB in Deutschland rund 7.700 Mitarbeitende. Sie alle tragen mit ihren individuellen Talenten zum Erfolg unseres Unternehmens bei. Die Vielfalt ist somit eine unserer wichtigsten Stärken bei ABB, die Gleichstellung der Geschlechter stellt ein zentrales Ziel unserer Personal- und Nachhaltigkeitsstrategie dar. Erst im Januar 2024 ist ABB beim renommierten PRIDE Index mit bis zu 90 % der möglichen Punkte als "PRIDE Champion" in Gold ausgezeichnet worden.

Die hohe Bedeutung von Diversität und Inklusion im Konzern unterstreicht auch die über 23-jährige Partnerschaft von ABB mit Special Olympics Deutschland. Zum Gelingen des weltweit größten inklusiven Sportevents - den Special Olympics World Games in Berlin im Juni 2023 - haben wieder 150 Mitarbeitende von ABB beigetragen. Mit ihrem Engagement unterstützten sie als Volunteers die Athletinnen und Athleten bei ihren Wettkämpfen und ermöglichten ihnen eine unbeschwerte, unvergessliche Zeit.

Ausblick auf das Jahr 2024

Die Konjunkturprognosen der Ökonomen für das laufende Jahr bleiben getrübt. Die Auswirkungen von Inflation, Rezession, Zinserhöhungen und Kostensteigerungen sind nach wie vor deutlich sichtbar, das Investitionsverhalten ist zunehmend von Vorsicht geprägt. Die gravierenden Auswirkungen der geopolitischen Konflikte auf Gesellschaft und Wirtschaft werden uns bedauerlicherweise wohl weiter begleiten. Das alles sorgt für Unsicherheit der Märkte.

Trotzdem bleibt unser Ausblick grundsätzlich positiv. Ausgerüstet mit einem hohen Bestand an Aufträgen ist die ABB in Deutschland gut aufgestellt, das Jahr 2024 trotz aller Unwägbarkeiten erfolgreich zu meistern. Ich bin überzeugt, dass unsere engagierten und hochqualifizierten Mitarbeitenden mit unserem großen Portfolio an innovativen Produkten, Services und Lösungen die Zufriedenheit unserer Kunden weiter steigern werden.

 

Eric Perotti, Vorstandsvorsitzender der ABB AG

Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2023

Im Interesse einer effizienten Berichterstattung wurde der Lagebericht der ABB AG mit dem Konzernlagebericht der ABB AG zu einem einheitlichen Bericht zusammengefasst. In diesem zusammengefassten Lagebericht wurden neben der ABB AG, Mannheim, als Mutterunternehmen weitere 7 inländische Tochterunternehmen einbezogen, an denen die ABB AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist.

Im Berichtsjahr verteilten sich die operativen Geschäftsaktivitäten der ABB in Deutschland - unabhängig von der gesellschaftsrechtlichen Struktur - auf die vier Geschäftsbereiche Elektrifizierung, Prozessautomation, Antriebstechnik sowie Robotik und Fertigungsautomation und deren jeweiligen Divisionen, welche die volle Verantwortung für ihre Tätigkeiten innehaben.

Der Konzernlagebericht der ABB AG orientiert sich in erster Linie an dieser Unternehmensstruktur. Die vier Geschäftsbereiche werden durch sonstige Einheiten ergänzt und in der Segmentberichterstattung einzeln dargestellt.

Der im September 2023 abgeschlossene Verkauf der ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH hat auf die Vergleichbarkeit von Jahresabschluss und Konzernabschluss der ABB AG mit den Vorjahreswerten keinen wesentlichen Einfluss. Die Zusammenführung der bisher in der ABB AG angesiedelten Ausbildungsaktivitäten innerhalb der ABB Ausbildungszentrum gGmbH haben auf die Vergleichbarkeit von Jahresabschluss und Konzernabschluss der ABB AG mit den Vorjahreswerten ebenfalls keinen maßgeblichen Einfluss.

Im Berichtsjahr umfasste die ABB AG die wesentlichen Teile der Geschäftsbereiche Prozessautomation, Antriebstechnik sowie Robotik und Fertigungsautomation. Darüber hinaus umfasste die ABB AG einen Teil des Geschäftsbereichs Elektrifizierung sowie das im Bereich Sonstige Einheiten enthaltene sogenannte "Non-Core-Geschäft". Weiterhin erstreckte sich das Aufgabenfeld der ABB AG auf die bereichs- übergreifenden Entwicklungstätigkeiten des Konzernforschungszentrums in Ladenburg sowie auf verschiedene Holding- und Dienstleistungsfunktionen.

Die wesentlichen Teile des Geschäftsbereichs Elektrifizierung sind in rechtlich selbstständigen Tochterunternehmen enthalten, die sich direkt oder indirekt vollständig im Anteilsbesitz der ABB AG befinden. Die ABB AG ist mit den meisten ihrer Beteiligungsunternehmen über Gewinnabführungsverträge verbunden, sodass sich die Ertragslage der ABB AG gleichgerichtet zur Ertragslage der deutschen ABB entwickelt.

Die ABB AG und ihre Tochterunternehmen (im Folgenden "die deutsche ABB" oder "ABB in Deutschland") nutzen verschiedene Kennzahlen zur Steuerung der Leistungen im Hinblick auf die obersten Unternehmensziele. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind Auftragseingänge und Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern. Als nicht-finanzbezogene Steuerungsgröße verwendet die deutsche ABB die Anzahl der Mitarbeitenden.

Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 HGB

Gemäß §§ 111 Abs. 5, 76 Abs. 4 AktG hat die ABB AG am 30. Juni 2022 die nachfolgenden Zielgrößen für den Anteil weiblicher Mitglieder in Aufsichtsrat (unten 1.), Vorstand (unten 2.) und auf den Führungsebenen 1 und 2 unter dem Vorstand (unten 3. und 4.) festgelegt, die jeweils bis zum 30. Juni 2027 zu erreichen sind:

1.

Der Anteil weiblicher Mitglieder im Aufsichtsrat von derzeit 41,66 % soll bis zum 30. Juni 2027 nicht unterschritten werden. Das bedeutet, es wird angestrebt, dass - bei unveränderter Größe des Aufsichtsrats von derzeit zwölf Mitgliedern - zum 30. Juni 2027 fünf Mitglieder des Aufsichtsrats weiblich sind.

2.

Der Anteil weiblicher Mitglieder im zweiköpfigen Vorstand der ABB AG von derzeit 0 % soll bis zum 30. Juni 2027 auf 50 % erhöht werden. Das bedeutet, es wird angestrebt, dass - bei gleichbleibender Größe des Vorstands von derzeit zwei Mitgliedern - zum 30. Juni 2027 ein Mitglied des Vorstands weiblich ist.

3.

Der Anteil weiblicher Mitglieder auf der Führungsebene 1 unter dem Vorstand von derzeit 24 % (sechs Frauen bei insgesamt 25 Mitarbeitenden der Führungsebene 1) soll bis zum 30. Juni 2027 auf 32 % erhöht werden. Das bedeutet, es wird angestrebt, dass - bei gleichbleibender Größe der Führungsebene 1 - zum 30. Juni 2027 acht von insgesamt 25 Mitarbeitenden der Führungsebene 1 weiblich sind.

4.

Der Anteil weiblicher Mitglieder auf der Führungsebene 2 unter dem Vorstand von derzeit 22,54 % (16 Frauen bei insgesamt 71 Mitarbeitenden der Führungsebene 2) soll bis zum 30. Juni 2027 auf 31 % erhöht werden. Das bedeutet, es wird angestrebt, dass - bei gleichbleibender Größe der Führungsebene 2 - zum 30. Juni 2027 22 von insgesamt 71 Mitarbeitenden der Führungsebene 2 weiblich sind.

ABB betrachtet die Gleichstellung aller Geschlechter - sowie allgemein die Förderung der Vielfalt und Gleichberechtigung - über die Grenzen einzelner Konzerngesellschaften hinweg als wichtige Aufgabe und wird, daraus folgend, weiterhin daran arbeiten, den Anteil der Frauen in den Führungspositionen zu erhöhen. Dabei geht es ABB nicht um die bloße Erfüllung einer Quote, sondern um die Gewinnung von talentierten Mitarbeitenden. Das gilt insbesondere in den für ABB relevanten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik), in denen die Quoten weiblicher Absolventinnen und Bewerberinnen nach wie vor gering sind. ABB ist davon überzeugt, dass vielfältige Teams erhöhte Chancen für mehr Innovationskraft bieten und zu höherer Produktivität führen. Dabei sollen alle Mitarbeitende gleichberechtigt Wertschätzung erfahren, um motiviert ihr Potenzial einbringen zu können.

Die wirtschaftliche Lage im Berichtsjahr

Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich zum Jahresende 2023 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar: Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende nach ersten, vorläufigen Informationen des Statistischen Bundesamtes preis-, saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem Vorquartal gesunken. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein leichter Rückgang des BIP. Dieses Ergebnis war weitgehend erwartet worden.

Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Damit lag er immer noch etwas unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Auch die staatlichen Konsumausgaben waren mit -1,7 % gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Darin spiegelt sich die Normalisierung der Staatsausgaben nach der deutlichen Ausweitung während der Corona-Pandemie. Die Bruttoanlageinvestitionen gingen mit -0,3 % etwas zurück, vor allem da die Bauinvestitionen infolge der gestiegenen Finanzierungs- und Materialkosten im Jahresdurchschnitt 2023 preisbereinigt erneut um rund zwei Prozent sanken. Dagegen konnten die Investitionen in Maschinen und Anlagen mit + 3,0 % deutlich zulegen. Dazu dürften neben den immer noch hohen Auftragsbeständen und der guten Eigenkapitalausstattung der Unternehmen auch steigende durch staatliche Maßnahmen gestützte - Investitionen in die Transformation beigetragen haben. Die Exporte nahmen infolge der schwachen Nachfrage aus dem Ausland um 1,8 % ab. Die Importe fielen im Zuge der schwachen Binnennachfrage mit -3,0 % sogar noch kräftiger, weshalb der Außenhandel rechnerisch + 0,6 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitrug.

Im November des Berichtsjahres nahm die weltweite Industrieproduktion um 0,3 % zu, nachdem sie zuvor in etwa stagniert hatte. Die vorangegangenen Leitzinsanhebungen vieler Zentralbanken wirken nach und die Unsicherheit infolge der anhaltenden geopolitischen Spannungen belastet die wirtschaftliche Entwicklung, was sich vielerorts in den aktuellen Einkaufsmanagerindizes widerspiegelt. Auch die globalen Einkaufsmanagerindizes verharrten im Dezember in vielen wichtigen deutschen Handelspartnerländern Deutschlands unterhalb der Wachstumsschwelle. Der Stimmungsindikator von S&P Global hat sich im Dezember weiter erholt und liegt nun mit 51 Punkten leicht über der Wachstumsschwelle. Während sich die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe von 49,3 auf 49,0 Punkte etwas eintrübte, verbesserte sie sich bei den Dienstleistern um einen Punkt auf 51,6 Zähler.

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ging im Dezember gegenüber dem Vormonat um 1,6 % zurück. Damit kam es zum Jahresende 2023 nochmal zu einem merklichen Rückgang bei der Produktion. Sowohl Industrie als auch Baugewerbe verringerten ihren Ausstoß (-1,5 % bzw. -3,4 %). Der Bereich Energie hingegen meldete erneut ein deutliches Plus (+ 4,1 %). Insgesamt lag die Produktion im vierten Quartal 2023 um 1,8 % unter dem Niveau des dritten Quartals. Die Wirtschaftszweige innerhalb der Industrie entwickelten sich im Dezember sehr unterschiedlich: Der Bereich Kfz und Kfz-Teile konnte mit + 4,0 % kräftig zulegen. Auch die Herstellung von Metallerzeugnissen (+ 0,8 %) sowie von pharmazeutischen Erzeugnissen (+ 4,7 %) wurde ausgeweitet. Der Maschinenbau (-1,6 %) und die Herstellung elektrischer Ausrüstungen (-3,5 %) gingen dagegen zurück. Auch bei der Herstellung chemischer Erzeugnisse stand am Jahresende ein kräftiges Minus (-7,6 %). Die energieintensiven Industriezweige insgesamt, zu denen neben der Chemie unter anderem die Bereiche Glas, Glaswaren und Keramik sowie Metallerzeugung und -bearbeitung gehören, stellten 5,8 % weniger her als im Vormonat.

Die Auftragseingänge sind im Dezember gegenüber dem Vormonat deutlich gestiegen (+ 8,9 %), nachdem sie im November unverändert geblieben (0,0 %) und im Oktober merklich zurückgegangen waren (-3,8 %). Allerdings waren die Ordereingänge im Dezember im Vormonatsvergleich wieder stark durch Schwankungen bei Großaufträgen geprägt; ohne diese ergab sich ein Minus von 2,2 %. Die Zunahme der Auftragseingänge insgesamt im Dezember ist vor allem auf ein deutliches Plus von 34,5 % bei der Nachfrage aus dem Euroraum zurückzuführen, aber auch die Inlandsbestellungen legten um 9,4 % zu. Aus dem Nicht-Euroraum kam es indes zu einem Orderrückgang um 7,5 %. Im Dezember verlief die Auftragsentwicklung in den einzelnen Bereichen des Verarbeitenden Gewerbes unterschiedlich: Vor allem der sonstige Fahrzeugbau und elektrische Ausrüstungen verzeichneten kräftige Zuwächse von 110,9 % bzw. 38,7 %. Auch die Wirtschaftszweige Metallerzeugnisse (+ 18,0 %), pharmazeutische Erzeugnisse (+ 8,2 %) und Metallerzeugung (+ 4,9 %) verbuchten Zunahmen. Die gewichtigen Bereiche Kfz und Kfz-Teile (-14,7 %), Maschinenbau (-5,3 %) und chemische Erzeugnisse (-3,7 %) meldeten hingegen Rückgänge. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe setzten mit dem merklichen Plus im Dezember ihre rückläufige Tendenz der vorangegangenen Monate, die auch schon stark von volatilen Großaufträgen beeinflusst war, nicht weiter fort. Im aussagekräftigeren Quartalsvergleich sind die Bestellungen im vierten gegenüber dem dritten Quartal jedoch in etwa konstant geblieben (+ 0,1 %). Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen gingen sie um 2,6 % zurück. Bei der Industriekonjunktur zeichnet sich derzeit noch keine Trendwende ab, auch wenn die Auftragseingänge einschließlich Großaufträgen im Dezember kräftig zulegten und sich das ifo-Geschäftsklima für das Verarbeitende Gewerbe zuletzt stabilisierte. Erst im weiteren Jahresverlauf dürfte eine schrittweise konjunkturelle Erholung im Zuge einer binnenwirtschaftlich getragenen Belebung einsetzen.

Die Inflationsrate (Preisniveauanstieg binnen Jahresfrist) belief sich im Dezember voraussichtlich auf 3,7 %. Im November hatte die Rate noch bei 3,2 % gelegen. Maßgeblich für den Anstieg der Rate war ein Basiseffekt aufgrund der sogenannten Dezember-Soforthilfe zum Jahresende 2022, die vor einem Jahr dämpfend auf den Verbraucherpreisindex gewirkt hatte. Die Kernrate (ohne Energie und Nahrung) ging im Dezember weiter zurück auf 3,5 % (November + 3,8 %) und lag damit infolge des Basiseffekts bei Energie nur geringfügig unter der Inflationsrate. Im Jahresdurchschnitt 2023 betrug der Anstieg der Verbraucherpreise voraussichtlich 5,9 % (Kernrate: + 5,1 %). Die Energiepreise sind nach zwei Rückgängen im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat infolge des Basiseffekts wieder um 4,1 % gestiegen (November - 4,5% und Oktober - 3,2 %).

Der Arbeitsmarkt wies zum Jahresende bei günstiger Witterung einen saisonüblichen Verlauf auf. Die registrierte Arbeitslosigkeit erhöhte sich in Ursprungszahlen wie im Dezember üblich gegenüber dem Vormonat um 31.000 Personen. Saisonbereinigt bedeutet das einen geringfügigen Anstieg um 5.000. Die Erwerbstätigkeit legte im letzten Berichtsmonat November gegenüber Vormonat merklich zu. Ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamts zufolge erreichte sie im Jahresdurchschnitt 2023 mit 45,9 Mio. Personen einen neuen Höchststand. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg im Oktober deutlich. Die Kurzarbeit erhöhte sich im Oktober zwar leicht, die Anzeigen für Dezember waren aber erneut rückläufig. Frühindikatoren entwickelten sich durchweg etwas besser. Die Zahl der offiziellen gemeldeten Stellen stieg erstmals seit Mitte 2022 wieder an. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland hat wieder leicht zugenommen, vor allem im Dienstleistungsbereich. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer verbesserte sich ebenfalls, auch wenn die Arbeitslosigkeit noch etwas steigen dürfte. Die günstigeren Frühindikatoren deuten noch nicht auf eine grundsätzliche Trendwende hin. Eine Besserung der Aussichten ist ab Frühjahr zu erwarten, wenn auch die Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen dürfte.

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick 2024

Die hohen Inflationsraten und die geldpolitische Straffung belasten die Weltkonjunktur. Zwar weisen die USA bis zuletzt ein robustes Wachstum auf, getrieben durch die privaten Konsumausgaben und zuletzt auch die Unternehmensinvestitionen. In China hingegen blieb das Wachstum trotz der Abkehr von der Null-Covid- Politik im vergangenen Winter hinter den Erwartungen zurück. Die Konjunktur in den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften und in den Schwellenländern ist zwar heterogen, aber insgesamt ebenfalls gedämpft. Der Sachverständigenrat erwartet für 2024 eine Wachstumsrate des globalen BIP von 2,2 %. Die Wirtschaft im Euro-Raum zeigt sich ebenfalls schwach und dürfte erst im Jahr 2024 wieder etwas höhere Wachstumsraten erreichen.

Die deutsche Wirtschaft hat sich im europäischen Vergleich besonders stark abgekühlt. So haben die privaten Haushalte und der Staat ihre Konsumausgaben reduziert. Die Industrie und die Bauwirtschaft zehren zwar noch von einem erhöhten Bestand an Aufträgen, allerdings gehen diese und auch die Neuaufträge deutlich zurück. Hinzu kommen Engpässe aufgrund fehlender Arbeitskräfte. Der Sachverständigenrat erwartet, dass die deutsche Volkswirtschaft sich erst im Verlauf des Jahres 2024 allmählich wieder erholt. Das außenwirtschaftliche Umfeld dürfte sich nur langsam verbessern und die Geldpolitik die Kreditvergabe weiterhin bremsen. Der Rückgang der Inflation in Kombination mit den hohen Lohnabschlüssen dürfte aber zu Realeinkommenssteigerungen führen. Hierdurch dürfte sich der private Konsum beleben. Der Sachverständigenrat erwartet für 2024 ein Wachstum des deutschen BIP von + 0,7 %. Die Prognose ist mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet. So könnten eine ausbleibende Erholung in China, eine Verschärfung der weltpolitischen Lage, ein erneuter Anstieg der Energiepreise, eine stärkere Dämpfung der Nachfrage durch die Geldpolitik als erwartet oder ein zurückhaltendes Ausgabeverhalten der Verbraucher das Wachstum bremsen.

Die Inflation in Deutschland und im Euro-Raum ist auf dem Weg der Normalisierung. Es ist allerdings zu erwarten, dass stark verzögerte Kostenüberwälzungen und neuer Druck von der Lohnentwicklung die Kerninflation im Euro-Raum noch bis ins Jahr 2025 hochhalten. Im Euro-Raum rechnet der Sachverständigenrat mit einer Inflationsrate von 2,9 % für 2024. In Deutschland ist im kommenden Jahr mit einer Inflation von 2,6 % zu rechnen. Bei der Kerninflation in Deutschland ist mit einer Rate von 3,2 % im Jahr 2024 zu rechnen. Das Risiko eines erneuten Inflationsanstiegs ist nicht zu vernachlässigen, sollte die restriktive geldpolitische Ausrichtung nicht ausreichend lange aufrechterhalten werden.

Auftragseingänge leicht gesunken - Exportanteil über Vorjahresniveau

Zum Ende des Berichtsjahres belief sich der Auftragseingang der deutschen ABB auf 2.856 Mio. €. Er lag damit rund 2 % unter dem Vorjahreswert in Höhe von 2.915 Mio. €.

Der Auftragseingang im Inland sank im Berichtsjahr um rund 4 % von 1.795 Mio. € im Vorjahr auf 1.726 Mio. €. Der Auftragseingang aus dem Ausland erreichte im Berichtsjahr einen Wert in Höhe von 1.130 Mio. € und lag damit etwa 1 % über dem Vorjahreswert in Höhe von 1.120 Mio. €. Der Auslandsanteil am Auftragseingang stieg von 38 % im Vorjahr auf rund 40 % im Berichtsjahr. Eine Übersicht der Auftragseingänge pro Geschäftsbereich ist der Segmentberichterstattung zu entnehmen.

Der Geschäftsbereich Elektrifizierung konnte im Berichtsjahr die Auftragseingänge des Vorjahres nicht vollumfänglich erreichen. Im Vorjahresvergleich betrug der Rückgang fast 7 %. Dieser Rückgang resultierte aus einer deutlich rückläufigen Nachfrage im Inland, den das nur leicht wachsende Exportgeschäft nicht kompensieren konnte. Die Division Distribution Solutions konnte das Volumen des Vorjahres trotz der im Berichtsjahr vorgenommenen organisatorischen Verlagerung des Niederspannungsgeschäfts in die Division Smart Power erreichen. In der Division Smart Power zeigte sich trotz der im Berichtsjahr vorgenommenen Zuordnung des Bereichs Niederspannung eine insgesamt leicht rückläufige Nachfrage. Das Industriegeschäft, insbesondere aber der Maschinenbau, war in allen Segmenten betroffen. Die Rückgänge entfielen sowohl auf den Direktvertriebskanal als auch auf den Elektrogroßhandel. Für die Division Smart Building war es erneut ein herausforderndes Jahr. Immense Kosten-, Inflations- sowie Zinssteigerungen führten zu einer zunehmenden Zurückhaltung hinsichtlich Neuinvestitionen im Wohnungsbau im inländischen Markt und im Vorjahresvergleich zu einem durchweg deutlichen Rückgang der Auftragseingänge im Gebäudesegment. Auch die Divisionen Installation Products und Electrification Service konnten das Vorjahresvolumen nicht erreichen. Rückgänge beim Auftragseingang zeigten sich dabei sowohl im inländischen Markt als auch im Exportgeschäft.

Der Auftragseingang im Geschäftsbereich Prozessautomation lag im Berichtsjahr rund 5 % über dem Wert des Vorjahres. Während das Inlandsgeschäft die Auftragseingänge des Vorjahres nicht erreichte, konnte der Exportbereich das Bestellvolumen des Vorjahres deutlich steigern. Die Division Energy Industries konnte aufgrund unverändert hoher Inlandsnachfrage im Bereich Service - insbesondere für die Segmente Öl, Gas, Chemie und Energie - sowie einer Steigerung von Auftragseingängen in Zusammenhang mit Projekten im Ausland das gute Vorjahresniveau weiter ausbauen. In der Division Measurement & Analytics zeigte sich bei der Nachfrage im inländischen Auftragseingang wie auch im Export ein leichter Rückgang, wobei das Vorjahr stark durch Nachholungseffekte beeinflusst war. Die Division Marine & Ports konnte das Rekordvolumen aus dem Vorjahr nicht erreichen, wohingegen in der Division Process Industries die Auftragseingänge im Vorjahresvergleich aufgrund einiger gewonnener Großprojekte im Inland sowie im Ausland erneut deutlich gesteigert werden konnten.

Im Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation, Division Robotik, sank der Auftragseingang im Berichtsjahr um rund 3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Exporte lagen dabei deutlich über dem Volumen des Vorjahres, das Inlandsgeschäft erreichte dagegen das Auftragseingangsvolumen des Vorjahres nicht. Die im Inland zu beobachtende rückläufige Nachfrage resultierte überwiegend aus Vorzugseffekten in den Segmenten der Allgemeinindustrie sowie aus dem Produktgeschäft in der Automobilindustrie. Zudem ist eine zunehmende Investitionszurückhaltung im Zusammenhang mit den andauernden wirtschaftlichen Unsicherheiten festzustellen. Im Berichtsjahr konnten keine Großprojekte oder Lot Orders in die Bücher genommen werden. Der Geschäftsverlauf im Export war im Vorjahresvergleich positiv, einige Projekte im Segment Automobilindustrie konnten gebucht werden. Zudem konnten Auftragseingänge aus kleineren Aufträgen sowie aus dem Geschäft mit Dispensingprodukten erzielt werden.

Der Geschäftsbereich Antriebstechnik konnte im Berichtsjahr die Vorjahreswerte erneut steigern. Insgesamt stieg der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 14 %. Wiederholt deutliche Zuwächse im Inland überkompensierten dabei eine stark rückläufige Nachfrage im Exportportgeschäft. Die Division Drive Products konnte den Auftragseingang des Vorjahres im Inland und im Ausland gleichermaßen nicht bestätigen. Das Geschäft der Division System Drives verlief insgesamt sehr erfreulich, so dass auch hier deutlich höhere Auftragseingänge als im Vorjahr erzielt wurden. Positiv wirkte sich in diesem Zusammenhang auch die organisatorische Neuansiedlung des Servicebereichs Windgeschäft auf die erfassten Auftragseingänge aus. Die Division Large Motors & Generators konnte die Auftragseingänge des Vorjahres insgesamt, vor allem aufgrund eines im Vorjahr gewonnen Großprojekts im Ausland, nicht erreichen. Eine zurückhaltende Nachfrage wirkte sich insbesondere auf den Auftragseingang mit inländischen Kunden aus. Die Division Motion Service konnte im Berichtszeitraum annähernd das Vorjahresvolumen erreichen. Die im Berichtsjahr vorgenommene Neuzuordnung der Serviceaktivitäten im Zusammenhang mit dem Windgeschäft hin zu der Division System Drives verhinderte einen stärkeren Auftragseingang. In der Division Traction konnte die Anzahl von erhaltenen Großaufträgen des Vorjahres im Inland und somit der Auftragseingang insgesamt deutlich gesteigert werden.

Positive Umsatzentwicklung - Inlandsanteil ansteigend

Im Berichtsjahr beliefen sich die Umsatzerlöse der deutschen ABB auf 3.095 Mio. € und lagen damit um 4 % über dem Niveau des Vorjahres, in dem der Umsatz 2.975 Mio. € betrug. Dabei war die Umsatzentwicklung insbesondere in den Geschäftsbereichen Prozessautomation und Antriebstechnik sehr erfreulich.

Im Inlandsgeschäft beliefen sich die Umsatzerlöse auf 1.836 Mio. € und lagen damit um 125 Mio. € bzw. um 7 % über dem Umsatzniveau des Vorjahres. Im Auslandsgeschäft betrug der Umsatz des Berichtsjahres rund 1.259 Mio. € und lag in etwa auf Vorjahresniveau. Der Auslandsanteil am Umsatz beträgt zum Ende des Berichtsjahres 41 %, der Inlandsanteil wurde leicht gesteigert. Eine Übersicht der Umsatzerlöse pro Geschäftsbereich ist der Segmentberichterstattung zu entnehmen.

Der Geschäftsbereich Elektrifizierung konnte die Umsatzerlöse des Vorjahres nahezu bestätigen. Ein leicht rückläufiges Inlandsvolumen konnte durch das stabile Geschäft mit ausländischen Kunden nicht vollständig kompensiert werden. Die Division Distribution Solutions konnte das Umsatzvolumen trotz der im Berichtsjahr vorgenommenen organisatorischen Verlagerung des Bereichs Niederspannung in die Division Smart Power sowohl im Inland als auch mit ausländischen Kunden gegenüber Vorjahr steigern. Für die Division Smart Building war es sowohl im Inland als auch am ausländischen Markt ein herausforderndes Jahr. Das erzielte Umsatzvolumen wurde vor allem durch schwierige Rahmenbedingungen, insbesondere im Gebäudesegment, begrenzt. Kosten-, Inflations- sowie Zinssteigerungen im Wohnungsbau führten zu einem stagnierenden Umsatz und einem damit einhergehenden Abbau von Auftragsbeständen. Der Umsatzzuwachs der Division Smart Power betraf den Direktvertriebskanal wie auch den Elektrogroßhandel gleichermaßen, was auf die weitere Erholung des Industriegeschäfts in allen Segmenten zurückzuführen ist. Zudem wirkte vorgenannte organisatorische Zuordnung des Bereichs Niederspannung positiv auf die Umsatzerlöse. Die Division Installation Products konnte im Berichtsjahr einen starken Umsatzzuwachs auf dem Heimmarkt erreichen. Die Division Electrification Service verzeichnete im Berichtsjahr eine spürbar positive Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr.

Der Geschäftsbereich Prozessautomation konnte das Umsatzvolumen des Vorjahres übertreffen, obwohl das Vorjahr durch Sondereffekte aus der Ausgliederung der Division Turbolader deutlich positiv beeinflusst war. Die Umsatzsteigerung galt in gleichem Maße für das Inlandsgeschäft und für das Exportvolumen. Insgesamt erzielte die Division Energy Industries im Berichtsjahr das Vorjahr übersteigende Umsatzerlöse. Positive Effekte auf dem inländischen Markt überkompensierten dabei einen deutlichen Rückgang im Exportgeschäft, das im Vorjahr durch die Abrechnung mehrerer Großprojekte geprägt war. Umsatzzuwächse der Division Measurement & Analytics entfielen auf das Exportgeschäft sowie das Volumen im Inland gleichermaßen. Der hohe Auftragsbestand wirkte sich umsatzstabilisierend aus. Die Division Process Industries konnte das Vorjahresumsatzvolumen insgesamt deutlich übertreffen. Rückläufige Umsätze aus dem Ausland, hauptsächlich aus der Abrechnung von Bestandsprojekten im Vorjahr resultierend, konnten durch Umsatzzuwächse mit inländischen Kunden vollumfänglich kompensiert werden. In der Division Marine & Ports war die Umsatzentwicklung im Vorjahresvergleich im Inland sowie im Export deutlich positiv. Vor allem das Auslandsgeschäft stieg kräftig an und folgte dem hohen Auftragseingang.

Der Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation, Division Robotik, erzielte Umsatzerlöse, die leicht über Vorjahresniveau lagen. Umsatzzuwächse waren im Inland sowie im Ausland festzustellen. Die Umsätze standen vor allem mit Bereichen der Allgemeinindustrie sowie mit dem kurzzyklischen Produktgeschäft im Automobilbereich in Verbindung. Zudem erzielte der Bereich Service ein erfreuliches Wachstum. Ein rückläufiger Auftragseingang wirkte sich dabei vor allem auf Umsatzerlöse auf dem inländischen Markt aus.

Der Geschäftsbereich Antriebstechnik konnte die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Der Anstieg entfiel dabei auf das Inlandsgeschäft, das leicht rückläufige Umsatzerlöse im Exportgeschäft überkompensierte. Den größten Umsatzzuwachs konnte im Berichtsjahr die Division Traction erzielen. Der Anstieg entfiel hier vorwiegend auf das Geschäft im Inland. Eine deutlich positive Umsatzentwicklung im Inlandsgeschäft zeigten sich auch in den Divisionen Drive Products, System Drives sowie NEMA Motors. Das Exportgeschäft des Geschäftsbereichs Antriebstechnik war im Berichtsjahr neben leichten Rückgängen in den Divisionen Drive Products und System Drives von Umsatzzuwächsen in den Divisionen Traction, Motion Service und IEC LV Motors geprägt. Die Division Large Motors & Generators konnte die Vorjahresumsätze insgesamt übertreffen.

Im Bereich Sonstige Einheiten/Konsolidierung werden neben Umsatzerlösen aus Dienstleistungen der ABB AG auch Aktivitäten berichtet, die ABB nicht als operatives Geschäft, sondern vielmehr als Non-Core-Aktivitäten fortführt. Für diesen Bereich wird kein Neugeschäft erwartet. Während im Vorjahr einige größere Projekte abgeschlossen werden konnten, fielen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr aufgrund der sinkenden Anzahl noch abzuschließender Projekte insgesamt geringer aus. Die Abarbeitung des Auftragsbestands erfolgte aber im erwarteten Umfang.

Der Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahres betrug 1.301 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 1.505 Mio. € ging der Auftragsbestand um rund 204 Mio. € zurück. Der Rückgang resultiert aus der Abarbeitung des Auftragsbestands in allen Geschäftsbereichen, dabei aber hauptsächlich im Geschäftsbereich Elektrifizierung. Zudem zeigte sich ein weiterer Rückgang des Auftragsbestands in Zusammenhang mit den Non-Core-Aktivitäten. Den größten Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahres weist wie im Vorjahr der Geschäftsbereich Prozessautomation auf. Rechnerisch deckt der Bestand an Aufträgen ein Umsatzvolumen von etwa 5 Monaten ab.

Deutlicher Anstieg des Ergebnisses vor Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag im Berichtsjahr bei 230 Mio. € gegenüber einem Ergebnis von 104 Mio. € im Vorjahr. Eine Übersicht der Ergebnisse pro Geschäftsbereich ist der Segmentberichterstattung zu entnehmen.

Im Geschäftsjahr 2023 war das Ergebnis durch Restrukturierungskosten für Kapazitätsanpassungen belastet, die über der Höhe des Vorjahres lagen. Das Ergebnis des Berichtsjahres beinhaltete zudem einen positiven Effekt aus der Verzinsung des für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögens, während das Vorjahresergebnis stark durch die negative Entwicklung der Kapitalmärkte belastet war. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Altersversorgungsverpflichtungen belastete das Ergebnis im Berichtsjahr und im Vorjahr. Wir verweisen diesbezüglich auf Ziffer 28 des Konzernanhangs.

Das um vorgenannte Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Berichtsjahr 233 Mio. €. Das vergleichbare operative Ergebnis vor Ertragsteuern des Vorjahres belief sich auf 280 Mio. €.

Der Geschäftsbereich Elektrifizierung konnte im Berichtsjahr das Ergebnis vor Ertragsteuern des Vorjahres nicht erreichen. Unter anderem belasteten Aufwendungen für Restrukturierungen das Ergebnis spürbar und stärker als im Vorjahr. In der Division Distribution Solutions konnte das positive Ergebnis des Vorjahres nochmals gesteigert werden, Aufwendungen für Restrukturierungen belasteten Berichtsjahr und Vorjahr in ähnlichem Ausmaß. In der Fertigung erfolgreich umgesetzte Optimierungsmaßnahmen unterstützten das Ergebnis nachhaltig, wobei insbesondere hohe Energie-, Rohstoff- und Fremdwährungskosten eine Ergebnisbelastung darstellten. In der Division Smart Power war die Ergebnisentwicklung erneut ausgesprochen erfreulich. In Folge gestiegener Umsatzerlöse, die unter anderem mit dem Abbau des hohen Auftragsbestands des Vorjahres in Verbindung stehen, konnten das Ergebnis belastende Restrukturierungsaufwendungen überkompensiert werden. Zusätzlich zeigten sich weiterhin positive Ergebnisbeiträge, die auf konstante Fixkosten und Produktivitätssteigerungen in der Fertigung zurückzuführen waren. Die Division Smart Building verfehlte das Vorjahresergebnis. Rückgänge in Auftragseingang und Umsatz wirkten dabei negativ auf die Ergebnisentwicklung. Zusätzlich war das Ergebnis durch hohe Restrukturierungsaufwendungen belastet. Das Ergebnis der Division Electrification Service entwickelte sich umsatzgetrieben sehr positiv. In der Division Installation Products war hingegen ein Ergebnisrückgang festzustellen.

Der Geschäftsbereich Prozessautomation konnte das Vorjahresergebnis im Berichtsjahr nicht erreichen, was vornehmlich auf im Vorjahr enthaltene Ergebnisbeiträge aus der Ausgliederung der Division Turbocharging zurückzuführen ist.

Bereinigt um diesen Ergebniseffekt zeigte sich im Berichtsjahr ein deutlich verbessertes Ergebnis, das auch auf im Vorjahresvergleich geringere Aufwendungen für Restrukturierungen zurückzuführen ist. Die Divisionen Measurement & Analytics, Marine & Ports sowie Process Industries verbesserten ihre Ergebnisse des Vorjahres spürbar. Stark gestiegene Umsatzzahlen spiegelten sich im Ergebnis wider. Die Division Energy Industries verfehlte das Ergebnis des Vorjahres deutlich, insbesondere aufgrund von Verlustaufträgen, die das Ergebnis belasteten.

Im Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation, Division Robotik, fiel das Ergebnis vor Ertragsteuern im Berichtsjahr merklich besser als im Vorjahr aus. Dabei belasteten Aufwendungen für Restrukturierungen das Ergebnis auf Vorjahresniveau. Die positive Ergebnisentwicklung wurde vor allem durch ein anhaltendes Wachstum im Servicegeschäft sowie einer Neuausrichtung im Bereich des Systemgeschäfts in der Automobilindustrie erzielt. Die umgesetzten Maßnahmen zur Kostenoptimierung spiegelten sich ebenfalls in der Ergebnisverbesserung des Berichtsjahres wider.

Im Geschäftsbereich Antriebstechnik fiel das Ergebnis vor Ertragsteuern im Berichtsjahr insgesamt besser als im Vorjahr aus. Dabei belasteten Aufwendungen für Restrukturierungen das Ergebnis in einem sehr geringen Ausmaß und somit weit unter Vorjahresniveau. Die operativen Aktivitäten des Geschäftsbereichs verliefen uneinheitlich und enthielten im Vorjahresvergleich vor allem Ergebnisverbesserungen durch das Servicegeschäft.

Zwischen der ABB AG, Mannheim, und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, besteht ein Gewinnabführungsvertrag, sodass das Jahresergebnis der konsolidierten Gesellschaften, soweit mit diesen ebenfalls ein solcher Gewinnabführungsvertrag besteht, von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, übernommen wird. Erstmalig ist in der Gewinnabführung das Jahresergebnis der ABB Striebel & John GmbH enthalten, die mit Wirkung zum 01. Januar 2023 einen Gewinnabführungsvertrag mit der ABB AG abgeschlossen hat. Vor der Abführung des Ergebnisses ergab sich im Berichtsjahr für den Konsolidierungskreis ein Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme in Höhe von 158 Mio. €, der um rund 80 Mio. € über dem Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme des Vorjahres lag.

Ergebnisrechnung

in Mio. € 2023 % 2022 %
Umsatz 3.095 - 2.975 -
Gesamtleistung 3.142 100 3.139 100
Materialaufwand -1.582 -50 -1.528 -49
Personalaufwand -739 -24 -714 -23
Übrige Aufwendungen und Erträge -591 -19 -793 -25
Ergebnis vor Ertragsteuern 230 7 104 3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4 - -1 -
Steuerumlage durch die Muttergesellschaft -69 -2 -25 -1
Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme 158 5 78 1
Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne -153 -5 -80 -2
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 4 - -2 -

Bilanzsumme leicht über Vorjahr

Die Bilanzsumme des Berichtsjahres erhöhte sich für den Konsolidierungskreis im Vorjahresvergleich von 2.229 Mio. € um 154 Mio. € auf 2.383 Mio. €.

Das Anlagevermögen stieg um rund 41 Mio. € an. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf 93 Mio. € und lagen über den diesbezüglichen Abschreibungen von 39 Mio. €. Die Investitionen im Berichtsjahr betrafen im Wesentlichen den Neubau am Standort Mannheim sowie Produktionsstandorte des Geschäftsbereichs Elektrifizierung. Unter Berücksichtigung der Anlagenabgänge ergab sich ein Zuwachs des Sachanlagevermögens von 42 Mio. €. Die Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte betrugen rund 1 Mio. €.

Das Nettovorratsvermögen im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich im Vorjahresvergleich um rund 15 Mio. €. Diese Erhöhung resultierte aus dem Rückgang der Fortschrittszahlungen auf Werkverträge sowie aus den Bruttovorräten, welche sich knapp über dem Niveau des Vorjahres befanden.

Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 19 Mio. €, während die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 130 Mio. € anstiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich, zum größten Teil aufgrund von Forderungen aus Steuern, um 16 Mio. € verringert.

Die mit dem für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögen verrechneten Pensionsrückstellungen reduzierten sich um 5 Mio. €.

Bilanz

Aktiva in Mio. € 31.12.2023 % 31.12.2022 %
Anlagevermögen 381 16 340 15
Vorräte 636 - 626 -
./. verrechnete Kundenanzahlungen -225 - -230 -
411 17 396 18
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 460 19 496 22
Sonstige Aktiva 94 4 103 5
Flüssige Mittel 1.037 44 894 40
Summe Aktiva 2.383 100 2.229 100
Passiva in Mio. € 31.12.2023 % 31.12.2022 %
Eigenkapital 634 27 630 28
Rückstellungen für Pensionen 390 16 395 18
Übrige Rückstellungen 516 22 487 22
Erhaltene Anzahlungen 124 5 95 4
Andere Verbindlichkeiten 719 30 622 28
Summe Passiva 2.383 100 2.229 100

Die Steuerrückstellungen erhöhten sich um 3 Mio. €. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um rund 26 Mio. € ergab sich in erster Linie aus höheren Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen und für Restrukturierung.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten befanden sich auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen aufgrund der Verpflichtung zur Ergebnisabführung um 94 Mio. € angestiegen.

Das Konzerneigenkapital hat sich von 630 Mio. € auf rund 634 Mio. € erhöht. Der Jahresüberschuss resultiert überwiegend aus den Ergebnisbeiträgen, die im Berichtsjahr einer Ausschüttungssperre unterlagen sowie ergebniswirksamen Konsolidierungsbuchungen. Enthalten sind außerdem Ergebnisse solcher Konzerngesellschaften, deren Ergebnisse nicht über einen Gewinnabführungsvertrag an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt werden.

Unter Berücksichtigung der gestiegenen Bilanzsumme ergab sich eine um rund 1 %-Punkt unter dem Vorjahr liegende Eigenkapitalquote von 27 % zum Ende des Berichtsjahres.

Nettoliquidität moderat über Vorjahr

Die Bruttoliquidität - definiert als Summe aus flüssigen Mitteln und Mittelanlagen bei Gesellschaften der ABB Ltd, Zürich/Schweiz - lag zum Ende des Berichtsjahres mit 1.037 Mio. € um 143 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Unter Berücksichtigung der um rund 109 Mio. € gestiegenen konzerninternen Kreditaufnahmen, welche die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung für das Berichtsjahr beinhalten, ergab sich eine Erhöhung der Nettoliquidität um rund 34 Mio. € auf 715 Mio. €.

Die Entwicklung der Bruttoliquidität ist wesentlich durch den zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossenen Gewinnabführungsvertrag beeinflusst, auf Basis dessen das Vorjahresergebnis inklusive Steuerumlage zu Beginn des Berichtsjahres an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt wurde.

Positiv wirkte sich der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus, der einen Einzahlungsüberschuss in Höhe von 212 Mio. € aufwies. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit endete bei einem Auszahlungsüberschuss in Höhe von 24 Mio. €. Unter Berücksichtigung der Ergebnisabführung der ABB AG an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ergab sich insgesamt ein Anstieg der Nettoliquidität um rund 34 Mio. €.

Wirtschaftsbericht der ABB AG

Die ABB AG mit Sitz in Mannheim ist das Mutterunternehmen der 7 in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Sie übt neben ihrem operativen Geschäft auch die Holdingfunktion für die deutsche ABB aus.

Der vollständige, mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Jahresabschluss der ABB AG wird beim Unternehmensregister eingereicht und offengelegt.

Bilanz der ABB AG, Mannheim

in Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 247 211
Finanzanlagen 155 155
Anlagevermögen 402 366
Vorräte (netto) 251 232
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 421 468
Flüssige Mittel und Kredite an Konzerngesellschaften 953 1.055
Gesamtvermögen 2.027 2.121
Eigenkapital 694 694
Rückstellungen 666 677
Erhaltene Anzahlungen (netto) 124 95
Finanzschulden und Kredite von Konzerngesellschaften 264 355
Andere Verbindlichkeiten 279 300
Gesamtkapital 2.027 2.121

Gewinn-und Verlustrechnung der ABB AG, Mannheim

in Mio. € 2023 2022
Umsatz 1.776 1.611
Gesamtleistung 1.808 1.749
Personal- und Materialaufwand -1.449 -1.350
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen -314 -337
Beteiligungs- und Zinsergebnis 143 -5
Ergebnis vor Ertragsteuern 187 57
Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -153 -80
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -34 23
Jahresüberschuss - -
Gewinnvortrag - -
Bilanzgewinn - -

Der im September 2023 abgeschlossene Verkauf der ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH hat auf die Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses der ABB AG mit den Vorjahreswerten keinen wesentlichen Einfluss. Auch die Zusammenführung der bisher in der ABB AG angesiedelten Ausbildungsaktivitäten innerhalb der ABB Ausbildungszentrum gGmbH hat auf die Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses der ABB AG mit den Vorjahreswerten keinen maßgeblichen Einfluss.

Entwicklung der Ertragslage

Der Auftragseingang der ABB AG stieg um 58 Mio. € von 1.508 Mio. € zum Ende des Vorjahres auf 1.566 Mio. € zum Ende des Berichtsjahres an. Der Gesamtumsatz der ABB AG im Geschäftsjahr 2023 lag bei 1.776 Mio. € und damit um 165 Mio. € über dem Vorjahreswert in Höhe von 1.611 Mio. €. Zum jeweiligen Bilanzstichtag ergab sich ein Anstieg der Mitarbeitendenzahl von 4.436 im Vorjahr um 34 auf 4.470 zum Ende des Berichtsjahres.

Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus den Geschäftsbereichen Prozessautomation und Antriebstechnik. Im Geschäftsbereich Elektrifizierung fiel der Anstieg moderater aus und der Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation lag nur geringfügig über dem Vorjahreswert. Im Bereich "Sonstiges / Konsolidierung", in dem neben Holding- und Dienstleistungsfunktionen der ABB AG auch das Non-Core-Geschäft enthalten ist, sind die Umsatzerlöse gesunken.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Berichtsjahr 187 Mio. €. Dies stellt einen Anstieg von 130 Mio. € im Vergleich zum Vorjahresergebnis in Höhe von 57 Mio. € dar. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit und das Beteiligungsergebnis der ABB AG fielen geringer als im Vorjahr aus. Eine deutliche Verbesserung wies hingegen das Zinsergebnis der ABB AG auf, das in hohem Maße von der positiven Entwicklung der Verzinsung bzw. der Marktwertanpassungen des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen geprägt ist.

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen der ABB AG reduzierte sich von 2.121 Mio. € zum 31. Dezember 2022 auf 2.027 Mio. € zum 31. Dezember 2023, was einem Rückgang von etwa 94 Mio. € entspricht.

Der Rückgang von 94 Mio. € resultiert bei den Aktiva insbesondere aus einem Rückgang des Umlaufvermögens aufgrund geringerer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Gegenläufig wirkt sich der Anstieg des Anlagevermögens aus, der überwiegend durch Investitionsmaßnahmen begründet ist.

Diese Entwicklung ist auf der Passivseite maßgeblich durch einen Rückgang bei den Sonstigen Rückstellungen sowie einen Rückgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verursacht. Gegenläufig wirkt sich ein Anstieg der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen aus.

Das Eigenkapital lag im Berichtsjahr konstant bei 694 Mio. €.

Insgesamt entwickelte sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend.

Chancen und Risiken

Die ABB AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Chancen und Risiken wie die deutsche ABB. Auch gelten Prognosen für die Zukunft für die ABB AG und die deutsche ABB gleichermaßen.

Post-COVID in der deutschen ABB

Nach den COVID-Jahren und hierdurch bedingte Maßnahmen in der Arbeitswelt - beispielsweise strenge Hygienevorschriften in allen Bereichen oder pandemiebedingte Arbeit im Homeoffice - begann die Arbeitsweise, sich zu normalisieren. Dabei wurden die grundsätzlich vor und in der COVID-Zeit eingeführten Regelungen jedoch im Wesentlichen beibehalten.

Nach wie vor erfreut sich das Thema "Virtual work", d. h. Arbeit im Homeoffice, großer Beliebtheit. Indes sind sich Arbeitnehmervertretung und Unternehmen einig, dass eine vollständige virtuelle Arbeit weniger erwünscht ist als das Wiederaufnehmen von persönlichen Kontakten "face to face". Insbesondere neu eintretende Mitarbeitende ziehen großen Nutzen hieraus. Die Vielzahl an kurzen informatorischen Austauschen vor Ort ist aber auch motivationsfördernd und der Zugewinn an Randinformationen ist gesamthaft der Erledigung der Arbeitsaufgaben dienlich.

Dabei geht ABB einen doppelten Weg: einerseits besteht ein Evaluationsprojekt "Workation", d. h. unter bestimmten Voraussetzungen und insbesondere fiskal- und sozialversicherungsrechtlicher Compliance können Mitarbeitende ihre Arbeitsleistung auch aus dem Ausland erbringen, und andererseits wird der Weg eines "Back to office" beschritten, d. h. die Bereiche evaluieren jeweils auf Führungskräfteebene, inwieweit die Erbringung der Arbeitsleistung im Büro sinnvoll und notwendig erscheint, um die vorgenannten Ziele der auch informatorischen Austausche zu erreichen.

Die weiterhin angespannte Lage an Infektionserkrankungen an Kindergärten und Schulen führte dazu, dass ABB die Regelungen für Mitarbeitende, die zum Beispiel wegen Schul- oder KiTa-Schließungen nicht zur Arbeit erscheinen und nicht im Homeoffice arbeiten konnten, zu verlängern: durch Umwandlung tariflicher Einmalzahlungen in freie Tage können Entgelteinbußen betroffener Mitarbeitender weitgehend verhindert werden. Pandemiebedingte Kurzarbeit musste im Jahr 2023 nicht mehr stattfinden.

Präsenzveranstaltungen - seien es Kundenveranstaltungen wie auch etwa Betriebsversammlungen oder Jubiläumsfeste - haben wieder letztlich ungemindert stattgefunden; jedoch haben sich auch Vorzüge virtueller Treffen gezeigt, etwa keine langen Anreisewege, und teils dadurch bedingt auch höhere Teilnahmequoten, sodass diese teilweise aufrecht erhalten blieben, beispielsweise vereinzelt für Betriebsversammlungen. Auch eine Teilnahme an den Welt-Sommerspielen von Special Olympics in Berlin durch ABB-Volunteers konnte stattfinden, wie auch die Jubilarfeier durchgeführt werden konnte.

Gesundheit: Schützen und vorsorgen

Das Impfangebot gegen Corona, das nach wie vor besteht, wurde nach drei sehr intensiven Jahren der Nutzung nur noch wenig wahrgenommen. Nach Jahren geringer Exposition gegenüber Viren wurde das neuerliche Angebot der "normalen" Grippe-Impfung, das ABB-weit in Deutschland umgesetzt wurde, jedoch wieder verstärkt in Anspruch genommen.

Angebote für Kurse und Lerneinheiten zu virtueller Arbeit, virtueller Teamarbeit und auch Einheiten zu Bewegung und Ergonomie im Homeoffice wurden fortgeführt. Neuerlich wurden damit die Schwerpunkte mentale und physische Gesundheit gleichermaßen abgedeckt. In der weltweit durchgeführten Mitarbeitendenumfrage hatten, offenbar nicht zuletzt in Folge solcher durchgeführten Maßnahmen, die Mitarbeitenden bei der Frage "At work, I feel cared about as a person", dies auch mit einem neuerlich erhöhten Gesamtindex von 76 Punkten (nach 67 Punkten für 2019 und 72 Punkten für 2022) sehr positiv gespiegelt.

Flexibilität, Privatleben und Beruf

In besonderer Weise unterstützt ABB die Mitarbeitenden, Privatleben und Berufsleben vereinbar zu machen. Arbeitsort, Arbeitszeitlage und Arbeitszeitdauer, Sabbatical, "Einkauf" von zusätzlichem Urlaub, Workation und andere Möglichkeiten sind mit Konzernbetriebsvereinbarungen geregelt. Sie machen den "Arbeitsplatz ABB" für Mitarbeitende hochflexibel, insbesondere da Teile dieser Flexibilisierungsinstrumente auch ohne, dass es einer gesetzlichen Regelung bedürfte, als betriebliche Ansprüche der Mitarbeitenden geregelt sind.

Auch wenn ABB bewusst mit dem Thema "Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben" breiter greift, sind eine Reihe insbesondere für Familien wichtiger Bestandteile zu erwähnen, wie etwa die Möglichkeit, die tarifliche Leistung "TZUG" (für außertariflich Mitarbeitende ersatzweise andere Einmalzahlungen) in freie Tage umzuwandeln - Mitarbeitende mit aufsichtsbedürftigen Kindern in einem besseren Verhältnis als "1:1". Außerdem das geschlechterneutrale "Parental leave" (Freistellung beider Elternteile über die gesetzlichen Vorgaben hinaus) und das Kinderferienhaus "Schapbach", das für ABB-Kinder kostenfrei für 3- bis 10-tägige Freizeiten nutzbar ist, im Frühsommer 2022 wieder in "Normalbetrieb" gehen konnte und 2023 wieder Belegungszahlen vergleichbar mit der Zeit vor COVID erreichte.

Neu eingeführt wurde in der deutschen ABB ein Mobilitätskonzept für Mitarbeitende. Im Rahmen einer Entgeltumwandlung können Fahrräder geleast und das "Deutschland-Ticket" erworben werden; tariflich eigens für ABB vereinbarte Regelungen ermöglichen dies ABB-weit einheitlich. Begleitet sind diese Möglichkeiten von einem von ABB gewährten Zuschuss.

Diversity und Inclusion (D&I)

D&l ist nicht nur global eine immer bedeutender werdende Initiative, sondern wird in der deutschen ABB schon lange vorgelebt und gelebt. Wichtige Aspekte sind dabei die bereits benannten Engagements bei Special Olympics und die möglichst flexible Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen. Wir bei ABB wollen, dass sich alle, so wie er oder sie ist, mit ihren persönlichen Eigenschaften bei und in der ABB wohl fühlen. Denn wir wissen, dass wir alle unterschiedlich sind.

Dies wird auch von vielen Marktbeobachtern wahrgenommen: so gehört die deutsche ABB nicht nur zu den "Top Nationaler Arbeitgeber", "Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe" und "Top Arbeitgeber Diversity", sondern wurde vom renommierten F.A.Z.- Institut wiederum als "Vorbild in Vielfalt und Diversity" ausgezeichnet und hat den "Pride Champion" in Gold erreicht.

Mitarbeitenden- und Ausbildungsstand

Der Mitarbeitendenstand blieb per Saldo im Wesentlichen unverändert. Stattgefundene gesellschaftsrechtliche Maßnahmen wirkten sich saldiert nur geringfügig aus.

Offene Stellen zu besetzen, wird nachhaltig schwieriger und dauert signifikant länger als in der Vergangenheit. Dies bezieht sich sowohl auf offene Arbeitsstellen wie auch auf Ausbildungsstellen, die 2023 nicht vollständig besetzt werden konnten. Trotz knapp 600 Neueinstellungen an externen Bewerbenden mussten offene Stellen zumindest vorübergehend unbesetzt bleiben.

Spürbar wird mittlerweile zudem, dass die Zahl der Mitarbeitenden, die in Ruhestand oder Vorruhestand treten, den weitaus größten Anteil der ABB verlassenden Mitarbeitenden ausmacht. Dies wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen und in den nächsten zehn Jahren werden voraussichtlich rund 35 % der Belegschaft altersbedingt ausscheiden.

Nachwuchs: Ausbildung, Weiterbildung, Fortbildung

Die enge Zusammenarbeit mit Partneruniversitäten und Partnerschulen sowie die ABB-eigene Ausbildung sind ein weiterhin wichtiger Eckpfeiler für die Gewinnung und Förderung von Nachwuchskräften. Im Berichtsjahr konnte die bisherige Ausbildungsquote wieder leicht erhöht werden, die Geschäftseinheiten boten deutlich mehr Ausbildungsplätze an als in den Vorjahren. Vergleichbares lässt sich auch zu der Verbundausbildung sagen.

Der Wichtigkeit der Themen Fort- und Weiterbildung ist ein Programm geschuldet, das 2021 begonnen wurde und dessen Umsetzung noch bis Ende 2025 laufen wird. Verschiedene Lernangebote der globalen Geschäftsbereiche mittels "Business Area Academies" und spezifische Angebote der deutschen ABB werden ergänzt um Angebote der sich noch weiter entwickelnden Initiative "Future skills" und modulare Lerneinheiten - für White-collar- wie auch für Blue-collar-Beschäftigte. Das Projekt "Fort- und Weiterbildung neu gestalten" soll im Jahr 2025 vollendet werden und damit eine werthaltige Fort- und Weiterbildung für alle Mitarbeitenden anbieten. Diese Maßnahme wird zudem durch eine zwischen ABB und der zuständigen Gewerkschaft im Jahr 2023 vereinbarte tarifliche Regelung unterstützt.

Veränderungen der Organisation - Legal Entity Management und ABB Way

Die Agilität innerhalb der ABB-Gruppe hat sich auch im Jahr 2023 auf unterschiedliche Weise fortgesetzt und weist ABB weiterhin als ausgesprochen dynamisches Unternehmen aus. Im Rahmen des im Jahr 2020 gestarteten Projekts "Legal Entity Management" gingen eine Vielzahl von Gesellschaften bzw. deren Mitarbeitende teils durch Verschmelzung, teils durch Anwachsung und auch durch Asset deal auf die ABB AG über - rund 4.000 Mitarbeitende wurden insgesamt über die Zeit in die verbliebenen gesellschaftsrechtlichen Einheiten transferiert.

Die konsequente Zuordnung von Funktionen auf die Businesses - der "ABB way" - wurde fortgesetzt, und nurmehr einzelne Kern-Services, wie insbesondere HR Operations und Finance, werden als gemeinsame Services zentral angeboten.

Kommunikation bleibt Schlüssel zum Erfolg

Die bisherigen Kommunikationsinstrumente, um die verschiedenen Zielgruppen über die Vielzahl an Veränderungen zu informieren, wurden weiterhin eingesetzt. Insbesondere die "Leadership Calls" haben sich dabei bewährt, Informationen einheitlich, schnell und zuverlässig an Führungskräfte zu transportieren. Auch weiterhin wurden Führungskräften Materialien zur Verfügung gestellt, um mit ihren Mitarbeitenden gehaltvolle Teambesprechungen umzusetzen - die sogenannten "Leadership Moments". Ergänzt werden diese Services um einen neu eingeführten regelmäßigen "HR Deutschland Newsletter".

Ausblick Personalbereich 2024

Die Integration von in den letzten Jahren erworbenen Unternehmen bleibt eine von mehreren Schwerpunkten der HR-Arbeit. Dabei stehen Arbeitsabläufe, IT-Instrumente, Strukturen, Policies, einheitliche Vergütungs- und Benefits-Politik weit vorne, die kulturelle Integration ist aber immer ebenso wichtig und besonders herausfordernd - und bedarf jedes Mal einer individuellen Lösung. Dazu gehört auch, dass die deutsche ABB dazu steht, dass die Mitarbeitenden im Konsolidierungsbereich der Tarifbindung der Metall- und Elektroindustrie unterliegen, was in aller Regel dazu führt, dass für neu erworbene Betriebe oder Gesellschaften zunächst Überleitungsverträge zu vereinbaren sind; dies ist im Jahr 2023 in drei Fällen erfolgt.

Das bei ABB im Vergleich zu Marktbegleitern weit fortgeschrittene Thema der Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen bleibt von großer Bedeutung und wird weiterentwickelt. Dabei geht es einmal um eine gewisse Erweiterung zu "Workation", zum anderen aber auch darum, wie wir die teils neu entstehenden Büroflächen (insbesondere im ABB Campus Mannheim, der im Jahr 2024 bezogen werden wird) mit all ihren neuen Nutzungsmöglichkeiten auch für Präsenz attraktiv machen und in Präsenz nutzen können.

Weiterhin wird der Gesetzgeber eine Reihe von Arbeitsschwerpunkten setzen, die wenig planbar sind und bedauerlicherweise häufig zu kurze Umsetzungsfristen gewährt. Zudem wird in aller Regel der Umsetzungsaufwand vom Gesetzgeber dramatisch unterschätzt.

Forschung und Entwicklung

Im Berichtsjahr hat ABB Deutschland 230 Millionen Euro in die Entwicklung neuer innovativer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen investiert. Das entspricht rund 7 % des Jahresumsatzes.

Die Megatrends Nachhaltigkeit, Energie- und Mobilitätswende, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern die Branche in vielerlei Hinsicht. Vernetzte intelligente Geräte in der Elektrifizierung und Automatisierung bringen den Kunden von ABB signifikanten Mehrwert. Sie profitieren durch gesteigerte Produktivität, höhere Systemverfügbarkeiten und weitere neuartige Angebote.

Neben den Entwicklungseinheiten unserer Geschäftsbereiche fokussiert sich das deutsche Forschungszentrum in Ladenburg mit etwa 100 Mitarbeitenden auf neue Technologien für die Transformation der Produktion und Energieverteilung. Unter anderem beschäftigen sich die internationalen Wissenschafts- und Ingenieurteams dort mit der Frage, welche gewinnbringenden Potenziale generative und traditionelle Künstliche Intelligenz heute und in Zukunft für die Business Areas und ihre Portfolios eröffnet. Um eine hohe Kundenorientierung und schnelle Wertgenerierung zu gewährleisten, setzt das Forschungszentrum bei seiner Arbeit auf Co-Innovation - etwa in Form von Konsortialprojekten mit Kunden und Partnern aus Wissenschaft und Industrie.

Forschungsprojekt: Effiziente Planung von Wasserstoff-Produktionsanlagen

Wie nah das Forschungszentrum von ABB an den Bedürfnissen des Marktes agiert, zeigt die Entwicklung eines neuartigen Tools für die Planung von Wasserstoff-Produktionsanlagen. Ohne grünen Wasserstoff kann die Dekarbonisierung der Industrie nicht gelingen. Um den enormen Bedarf langfristig zu decken, werden die Elektrolyseanlagen zur Herstellung des klimafreundlichen Gases inklusive der erforderlichen Speicher immer größer und komplexer - und damit immer schwieriger zu dimensionieren, insbesondere angesichts auftretender Schwankungen in der Versorgung mit erneuerbaren Energien.

Denn die Praxis zeigt: Für einen wirtschaftlichen Betrieb der Großanlagen sind bereits in den frühen Entwurfs- und Planungsphasen zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen und zu optimieren. Diese reichen von der gewünschten Anlagenkapazität über die Größe und Art der Speicher sowie die Kopplung mit den Wasserstoff-nutzenden Prozessen bis hin zu gesetzlichen Vorschriften und Subventionsregelungen.

Die Dimensionierung von Elektrolyseanlagen erfordert viel Detailwissen über Kosten- und Betriebs-Parameter (CapEx/ OpEx). Mit ihrem neuen HPP (Hydrogen Production Plants)-Sizing-Tool erleichtert ABB den Planern und Betreibern erheblich die Arbeit. Nur wenige Eingabeparameter sind erforderlich. Fehlen Projektdaten, nutzt das Tool geeignete Standardwerte. Die Berechnungen basieren auf maßgeschneiderten Optimierungs- und Kostenmodellen.

Das Tool liefert zu allen relevanten Aspekten grafische Übersichten sowie umfangreiche numerische Informationen. Mittels des digitalen Zwillings lassen sich so einfach und schnell alternative Szenarien erstellen und vergleichen. Auf Basis der gewonnenen Daten können die Kunden und Partner von ABB ihre Anlagen zur Herstellung und Speicherung von Wasserstoff optimal dimensionieren und damit schon heute die richtigen Investitionsentscheidungen für morgen treffen. Beispielsweise konnten für einen Kunden mit einer 550 MW-Anlage zur Herstellung von Methan die Betriebskosten durch optimierte Auslegung mittels des HPP-Sizing-Tools um 5 % reduziert werden.

Akademische Kooperationen

Um Innovationen voranzutreiben, arbeitet das ABB Forschungszentrum auch eng mit Hochschulen und Universitäten zusammen. Mitarbeitende des Forschungszentrums halten Vorlesungen und Seminare unter anderem am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim oder an der SRH-Hochschule in Heidelberg. Eine Wissenschaftlerin von ABB hat eine Kooperationsprofessur an der TU Darmstadt inne. An zahlreichen Universitäten werden Doktoranden von Mitarbeitenden des Forschungszentrums betreut.

Damit akademische Forschung schneller in Lösungen von ABB Anwendung findet, engagiert sich der Technologiekonzern in relevanten Transferaktivitäten wie in dem vom Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB), dem KIT und dem Forschungszentrum Informatik Karlsruhe (FZI) gegründeten Kompetenzzentrum KI-Engineering (CC-KING).

Gleichzeitig unterstützt ABB die akademische Arbeit mit Sachspenden. Zuletzt ist das KIT mit Sensorik, Controllern sowie den ABB-Systemen 800xA und Freelance ausgestattet worden. Die Technik wird nicht nur im Rahmen einer Demo-Anlage für Forschungszwecke genutzt, sondern auch für die Lehre am Institut für Regelungs- und Steuerungssysteme (IRS) eingesetzt. Zukünftige Generationen von Studierenden der Automatisierungstechnik erhalten auf diesem Wege einen direkten Zugang zu aktueller ABB-Technologie.

Konsequentes Chancen- und Risikomanagement

ABB agiert als ein technologisch führendes Unternehmen auf internationalen Märkten mit einem diversifizierten Portfolio an Produkten, Serviceleistungen und Systemlösungen. Diese Märkte sind von der Globalisierung geprägt - und infolgedessen durch eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Chancen und Risiken gekennzeichnet. ABB stellt sich dieser Herausforderung auf verschiedenen Ebenen durch konsequente und systematische Nutzung von Chancen und Minimierung von Risiken.

Bei ABB steht der bewusste Umgang mit Chancen und Risiken im Vordergrund, nicht die bloße Risikovermeidung. Die Aufgabe des Risikomanagementsystems bei ABB besteht somit nicht nur im Erfüllen gesetzlicher Anforderungen und bindender Verpflichtungen, sondern vor allem in der Sicherung der nachhaltigen Ertragskraft des Unternehmens.

Durch ein zeitnahes und umfassendes Reporting aller geschäftsrelevanten Daten wird sichergestellt, dass den Entscheidungsträgern der jeweils zuständigen Managementebene alle risikorelevanten Informationen aktuell zur Verfügung stehen. Diese Berichterstattung basiert auf Kostenstellen- und Profit-Center-Rechnungen und umfasst neben den jeweiligen vergangenheitsorientierten Monats- und Quartalsberichterstattungen eine rollierende Kurzfristplanung für das jeweils laufende Geschäftsjahr, eine Budgetierung für das jeweilige Folgejahr sowie eine mittelfristige Planung mit einem Planungshorizont von mehreren Jahren. Ergänzt wird dieses Standard-Reporting durch eine kurzfristige, wochengenaue Liquiditätsplanung sowie durch eine Vielzahl themenspezifischer Sonderberichte.

Die nachstehend dargestellten Chancen und Risiken können Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die Reihenfolge der dargestellten Chancen und Risiken gibt die gegenwärtige Einschätzung der Relevanz für ABB in Deutschland in absteigender Reihenfolge wieder.

Chancen durch globalen Marktauftritt

Der ABB AG und ihren Tochtergesellschaften bieten sich aufgrund ihres breiten und in vielen Arbeitsgebieten zur Branchenspitze gehörenden Portfolios gute Chancen für die Zukunft. Hierbei ist insbesondere die Fähigkeit hervorzuheben, durch die Zugehörigkeit zum weltweit agierenden ABB-Konzern, globale Kunden auf breiter Basis weltweit zu bedienen. Die internationale Ausrichtung des globalen ABB-Konzerns trägt dazu bei, international agierende Kunden in ihrem jeweiligen Marktumfeld mit Lösungen versorgen zu können.

Chancen und Risiken bestehen grundsätzlich in der aktuellen Marktentwicklung und der Unsicherheit über die geopolitische Entwicklung. Das Investitionsverhalten der Kunden unterliegt teilweise großen Schwankungen. Eine mögliche Stabilisierung und Beruhigung der Märkte ist momentan schwer einzuschätzen. Ein Anziehen der Märkte, in stärkerem Umfang als erwartet, bietet das Potenzial, die Auftragsbestände, die Umsätze und die Auslastung zu erhöhen. Ein Ausbleiben der erwarteten Nachfrage führt zu Schwierigkeiten in diesen Bereichen.

Ein Instrument zur Erweiterung des Produktportfolios und zur Schließung von Angebotslücken sind Akquisitionen. In den letzten Jahren hat der globale ABB-Konzern mit einigen Akquisitionen eine Ausweitung der Angebotspalette vorgenommen. Für die deutsche ABB ergeben sich Chancen, insbesondere durch die damit verbundene strategische Ausrichtung auf die für ABB wichtigen Wachstumsfelder in der Automatisierung und der Digitalisierung.

In diesem Kontext sind auch die Verlagerung und Bündelung bestimmter betrieblicher Funktionen zu sehen. Zentrale Aktivitäten wie Einkauf und Dienstleistungen in den Bereichen Finance, Human Resources und Information Systems werden von ABB an zentralen Stellen gebündelt. Hierdurch sollen Kosten gesenkt und Wettbewerbspositionen gestärkt werden.

Chancen durch Innovation

Zur Sicherstellung eines marktgerechten Angebots an Produkten, Serviceleistungen und Systemlösungen kommt den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten eine zentrale Rolle zu, um auch künftig die Produktivität und Effektivität unserer Kunden nachhaltig verbessern zu können. Im Interesse dieser Zielsetzung investieren wir jährlich einen beträchtlichen Teil unserer Umsatzerlöse in Forschung und Entwicklung.

Als innovatives Unternehmen arbeiten wir ständig an neuen Technologien, von denen wir erwarten, dass sie Lösungen für die Anforderungen der aktuellen Megatrends liefern. Dazu gehören der Umgang mit Klimawandel, Globalisierung und Digitalisierung. In unseren Ausführungen zu Forschung und Entwicklung skizzieren wir einige Felder, auf denen wir tätig sind und auf denen wir für unsere Kunden und Partner innovative Lösungen erarbeiten.

Durch innovative digitale Produkte, Serviceleistungen und Systemlösungen wird unsere Geschäftsentwicklung profitieren. Wir sehen Wachstumschancen darin, durch Innovation den Zugang zu neuen Märkten und Kunden zu erschließen. Unsere Fokussierung auf Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung ermöglicht uns, Mehrwert für unsere Kunden zu liefern.

Chancen durch Risikomanagement

Um Chancen und Risiken zu identifizieren und zu bewerten, setzt ABB vielfältige Regelungen und Instrumente ein. Diese werden sowohl von der globalen Konzernobergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, als auch vom Vorstand der ABB AG, sowie von den Geschäftsleitungen der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche vorgegeben.

Zentrales Element des Risikomanagementsystems bei ABB ist der Planungsprozess, in dessen Verlauf alle Chancen und Risiken der Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche untersucht und bewertet werden. Fester Bestandteil sind Markt- und Wettbewerbsanalysen in den operativen Bereichen. Darauf basierend werden Ziele und Maßnahmen vereinbart, um vorhandene Möglichkeiten weitestgehend zu nutzen und etwaige Gefahren so gut wie möglich zu vermeiden.

Weitere Komponenten des Risikomanagements der ABB sind ein System weltweit gültiger Konzernrichtlinien als normativer Rahmen für alle Unternehmensfunktionen, dezentrale Verantwortlichkeiten sowie ein effizientes Berichtswesen. Mit Hilfe der weltweit gültigen Konzernrichtlinien für alle wesentlichen Funktionen im Unternehmen wird nicht nur ein einheitliches Vorgehen innerhalb des Konzerns sichergestellt, sondern auch die Grundlage für ein konzernweit einheitliches Verständnis des Chancen- und Risikomanagements geschaffen, das die Grundvoraussetzung eines effizienten Risikomanagementsystems darstellt.

Das einheitliche Verständnis des Chancen- und Risikomanagements wird zentral von der Konzernleitung koordiniert und gesteuert - die Verantwortung für dessen konkrete Ausgestaltung liegt bei den einzelnen Landesgesellschaften und deren jeweiligen Geschäftseinheiten. Durch dezentrale Richtlinien auf Ebene der Landesgesellschaften und der Geschäftseinheiten wird die praktische Umsetzung konkretisiert.

Die Geschäftsbereiche der ABB AG und ihre Tochtergesellschaften sind in das globale ABB-Enterprise-Risk-Management-Programm eingebunden. Dies ist ein global koordinierter Prozess, in dem strategische, operative und finanzielle Risiken erfasst und bewertet werden. Alle identifizierten Risiken werden nach vorgegebenen Kriterien mit Bezug auf die mögliche Auswirkung, die Wahrscheinlichkeit des Eintritts sowie den erwarteten Eintrittszeitpunkt klassifiziert. Für die ABB ist dieser Prozess ein wichtiger Bestandteil im Risikomanagement, da allen Risiken Maßnahmen und verantwortliche Personen zugeordnet werden, mit denen die Risiken vermieden oder in ihrer Wirkung reduziert werden können.

Die ABB in Deutschland hat einen Krisenstab, dessen Krisenstabsleiter der Vorstandsvorsitzende der ABB AG ist, also eine Aufbauorganisation, die bei Krisen einen bestimmten Krisenprozess, die Ablauforganisation, systematisch durchläuft, um Krisen effektiv zu bewältigen. Auf regelmäßiger Basis wird der Krisenstab der deutschen ABB, so der ABB AG wie auch der Tochtergesellschaften, geschult. In den vergangenen Jahren sah sich die deutsche ABB mit Krisen wie der Pandemie COVID-19 oder potenziellen Produktproblemen bei Kunden konfrontiert.

Beurteilung der Chancenlage

Insgesamt sehen wir die ABB in Deutschland sehr gut aufgestellt, um aus dem chancenorientierten Umgang mit Risiken Wachstum und Profitabilität zu realisieren.

Risiken durch strategische Faktoren:

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Wesentliche externe Risiken für ein international agierendes Unternehmen liegen im Konjunkturverlauf und in den damit einhergehenden Nachfrageschwankungen in den jeweiligen Märkten, denen durch eine systematische Analyse der jeweiligen Absatzmärkte sowie durch die frühzeitige Ausrichtung der Geschäftsstrategien an sich abzeichnenden Veränderungen Rechnung getragen wird, um insbesondere Unterbeschäftigungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken. Aber auch disruptive Veränderungen wie beispielsweise der Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine oder auch die Energiekrise, führen zu Risiken, die ein Unternehmen bewältigen muss.

Risiko-Faktor COVID-19

Die Covid-19-Pandemie hatte im Berichtsjahr keinen Einfluss mehr auf die Geschäftstätigkeit. Die während der Pandemie erforderlichen Maßnahmen und die aus dieser Zeit gewonnenen Erkenntnisse sind in die bereits bestehenden Hygienekonzepte im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz eingeflossen, um so im Fall neuerlicher Pandemien entsprechend reagieren zu können. Das Thema Gesundheitsvorsorge und Prävention wird weiterhin aktiv im Unternehmen beworben.

Produkt- und Umweltrisiken

Zur Vermeidung von Produkt- und Umweltrisiken erfolgt eine Absicherung durch ein dichtes Netz von internen und externen Qualitätssicherungsmaßnahmen, bei denen auch wichtige Lieferanten intensiv überprüft werden. Innerhalb des deutschen ABB-Konzerns erfolgen sämtliche Prozessabläufe unter Berücksichtigung nationaler als auch internationaler Umweltregelungen und Umweltverordnungen, deren konkrete Anforderungen in den einzelnen operativen Einheiten berücksichtigt werden. Hierzu sind in den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 14001 eingeführt und zertifiziert. Darüber hinaus erfüllt unser Integriertes Management-System auch die Anforderungen nach DIN EN ISO 9001, DIN EN 45001, DIN EN ISO 50001 bzw. DIN EN 16247-1 und wird in spezifischen Geschäftsbereichen durch Kundenstandards, wie z. B. für die Bahn- und Automobilindustrie, ergänzt.

Die einzelnen Einheiten werden regelmäßig internen und externen Auditierungen durch Kunden sowie unabhängige Zertifizierungsorganisationen unterzogen, im Rahmen derer die Einhaltung von bindenden Verpflichtungen und damit verbundenen gesetzlichen Regelungen festgestellt wird. Im Bereich Brandschutz gibt es regelmäßige Bewertungen der Brandschutzkonzepte und Beurteilungen der Sachversicherer. Mit Blick auf Nachhaltigkeit und nicht zuletzt auch in Bezug auf die Umwelt nimmt der ABB-Konzern regelmäßig eine Einschätzung seiner Situation vor, setzt sich bei erkannten Potenzialen Ziele und hält deren Erreichung nach. Die funktions- und konzernübergreifenden Maßnahmen werden in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, um eine größtmögliche Transparenz der Aktivitäten zu gewährleisten.

Risiko-Faktor Angriffskrieg Russland gegen Ukraine

Aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der Auswirkungen der damit verbundenen internationalen Sanktionen hat die ABB-Gruppe beschlossen, sich aus dem russischen Markt zurückzuziehen. Für ABB in Deutschland war unmittelbar nur eine geringe Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung festzustellen.

Risiken in operativen Bereichen

Risiken der Auftragsabwicklung

Insbesondere die im Anlagenbau und im Systemgeschäft tätigen Einheiten unseres Konzerns sind dem Risiko unvorhergesehener technischer Schwierigkeiten oder Störungen in der Wertschöpfungskette aufgrund von Problemen bei unseren Vertragspartnern und Subunternehmern ausgesetzt. Durch intensive technische und kommerzielle Analysen möglicher Chancen und Risiken bereits im Vorfeld der Angebotsabgabe, wird die Grundlage für eine optimale Projektabwicklung gelegt. Aufgrund der Langfristigkeit der Auftragsabwicklung und der oft erforderlichen Spezifikationsänderungen setzt ABB auf ein systematisches und umfassendes Projektmanagement, um Risiken in den Aufträgen zu minimieren. Durch regelmäßig durchgeführte Risk Reviews - auf Basis aktueller Auftragskalkulationen - wird die Auftragsplanung ständig aktualisiert. Risiken werden laufend überwacht und bei Bedarf auf Basis von Eintrittswahrscheinlichkeiten durch Rückstellungen bilanziell berücksichtigt. Darüber hinaus unterziehen wir unsere weltweiten Lieferanten und Subunternehmer einer strengen Qualitäts- und Bonitätsprüfung.

Im Produktgeschäft umfasst das Risikomanagement systematische Marktanalysen und Benchmarks, deren Ergebnisse in die aktuelle Planung einfließen. Darüber hinaus werden Risiken aus Gewährleistungszusagen einer regelmäßigen Bewertung unterzogen, deren Ergebnisse sowohl in den Kalkulationsprozess münden als auch gleichzeitig die Grundlage für eine ausreichende bilanzielle Risikovorsorge darstellen.

Produktionsrisiken

Auslastungsschwankungen in der Produktion können durch entsprechende flexible Arbeitszeitmodelle innerhalb eines bestimmten Rahmens kostengünstig und situativ ausgeglichen werden. Das Risiko von Produktionsausfällen oder Produktionsunterbrechungen ist durch angemessene Versicherungsverträge abgedeckt. Standortbezogen ist ein Business-Continuity-Plan etabliert, der regelmäßig und in Zusammenarbeit mit dem Versicherungsgeber aktualisiert wird. Hierin werden auch Abhängigkeiten zu den Hauptlieferketten und zwischen einzelnen Produktionsstandorten untersucht, um mögliche Auswirkungen von Ausfällen frühzeitig erkennen zu können.

Mitarbeitendenrisiken

Als internationaler Technologiekonzern benötigt ABB Mitarbeitende, die zukunfts- und prozessorientiert, kompetent und zuverlässig denken und handeln, da technologische Führerschaft ohne hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte nicht denkbar ist. Insofern steht ABB mit anderen Unternehmen im Wettbewerb, um die nachhaltige Gewinnung qualifizierter Mitarbeitender zu sichern.

Um dieses Ziel auch angesichts der demografischen Entwicklung zu erreichen, ist eine Personalstrategie definiert, die einen zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie darstellt und als Leitbild für die tägliche Personalarbeit dient. Diese Maßnahmen sind nach unserem Dafürhalten geeignet, den beschriebenen Personalrisiken entgegenzuwirken.

Für einzelne Positionen mit hohem Verantwortungsgrad führt ABB ein konzernweites Pre-Employment-Screening unter strenger Auslegung der Datenschutzkonformität durch, um Risiken der Integrität, Loyalität, Reputation und durch Interessenkonflikte zu begegnen. Das Screening vor der Besetzung solcher Positionen dient dazu, das Risiko der Einstellung von Führungskräften zu verringern, die eine Gefahr für das Unternehmen darstellen könnten, weil sie in der Vergangenheit straffällig geworden sind oder ihre Qualifikationen für eine bestimmte Stelle falsch dargestellt haben, indem sie bei der Bewerbung ungültige oder falsche Angaben gemacht haben. Das Ziel dieses Verfahrens ist es, die potenziellen Risiken zu mindern, indem man im Rahmen der Rekrutierung Überprüfungen durchführt bevor einem Bewerber ein mündliches oder schriftliches Angebot unterbreitet wird.

Informationsschutzrisiken

Auf Grund der aktuellen, angespannten Bedrohungslage in den Bereichen Informations- und Cyber-Sicherheit fokussiert sich ABB weiterhin mit Nachdruck darauf, diese beiden Bereiche zu stärken und dadurch die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen sicherzustellen. Dies wird durch kontinuierliche Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen für die Mitarbeitenden sowie durch entsprechende technische und organisatorische Maßnahmen verfolgt. Um den Anforderungen an die Informationssicherheit auch zukünftig gerecht zu werden, richtet sich ABB an internationalen Standards, wie der ISO 27001 und dem NIST Cybersecurity Framework aus.

Risiken finanzieller Natur

Beschaffungspreisrisiken

Die Entwicklung der Beschaffungspreise war im vergangenen Jahr starken Schwankungen unterworfen. Derartigen Preisrisiken auf den Beschaffungsmärkten begegnen wir im Rahmen unseres Risikomanagements durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. Typische Maßnahmen sind beispielsweise ein aktives Management von Warengruppen in globalen Märkten und die Absicherung von Preisen bei längerfristigen Aufträgen. Außerdem streben wir nach einem bewussten Umgang mit Konfliktstoffen und der Anpassung unserer nachhaltigen Beschaffungsprozesse an das neue Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), um den zunehmenden Auswirkungen auf Beschaffungs- und Prozesskosten aktiv entgegenzuwirken.

Absatzpreisrisiken

Aufgrund des anhaltenden Preisdrucks auf einzelnen Absatzmärkten sehen sich die operativen Einheiten des Konzerns ständigem Margendruck gegenüber. Diesem Risiko wird Rechnung getragen, indem regelmäßig die Möglichkeiten zur weiteren Optimierung der Fertigungsabläufe und der Kostenreduzierung überprüft und durch entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden. Ebenso wird ein professionelles Preis- und Margenmanagement zur Optimierung der Absatzpreise verfolgt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung sind mit den operativen Geschäftsaktivitäten der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche sowohl Währungs- als auch Zinsänderungsrisiken verbunden, denen durch entsprechende Sicherungsgeschäfte (hauptsächlich Devisentermingeschäfte) entgegengewirkt wird. Durch konzerninterne Richtlinien und Vorschriften werden der Handlungsrahmen und die Verantwortlichkeiten für solche Sicherungsgeschäfte verbindlich festgelegt. Gemäß diesen konzerninternen Regelungen dürfen Finanzderivate ausschließlich zur Sicherung entsprechender Grundgeschäfte eingesetzt werden, wobei der Zusammenhang zwischen dem Grundgeschäft und dem jeweiligen Sicherungsgeschäft transaktionsbezogen zu dokumentieren ist. Der Einsatz von Finanzderivaten zum Zwecke der Spekulation ist nicht zulässig. Darüber hinaus erfolgt eine Risikobegrenzung auf diesem Gebiet dadurch, dass sämtliche Sicherungsmaßnahmen ausschließlich über das Treasury Center des ABB-Konzerns abgewickelt werden.

Hinsichtlich laufender oder sich abzeichnender Rechtsstreitigkeiten sehen wir keine wesentlichen Risiken, für die nicht bereits bilanzielle Vorsorge getroffen worden wäre.

Sowohl der globale ABB-Konzern als auch die einzelnen Gesellschaften in den Ländern halten sich strikt an außenwirtschaftsrechtliche Beschränkungen, Embargos und Sanktionen. Sie haben entsprechende Verfahren und Verantwortlichkeiten festgelegt, die der Empfehlung 2019/1318 der EU-Kommission vom 30. Juli 2019 zu internen Compliance-Programmen (ICP) für die Kontrolle des Handels mit Gütern mit doppeltem Verwendungszweck (Dual-Use-Güter) entsprechen. Komplexität und Umfang der Vorgaben und gesetzlichen Regelungen sowie deren kurzfristige Änderungen stellen dabei eine große Herausforderung bei der Umsetzung dar.

Datenschutz ist bei ABB ein integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse. Das weltweite Datenschutzsystem der ABB-Gruppe, das ABB Privacy Management Tool, welches als Bestandteil des Konzernprogramms zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) implementiert wurde, ist fester Bestandteil des Integrierten Management Systems (IMS). Dies beinhaltet insbesondere Datenschutzsysteme in Bezug auf die Einhaltung der Rechenschaftspflicht, wie ein elektronisches Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten mit integrierten Genehmigungsprozessen, Risikoanalyse und ggfs. Datenschutz-Folgeabschätzungen sowie ein System zur Steuerung der Datenschutzhinweise zur Erfüllung des Transparenzgebots (Informationspflichten). Ferner gibt es ein System zur Behandlung der Anträge der betroffenen Personen nach der DSGVO. Die Datenschutzorganisation der ABB-Gruppe unterliegt ständigen Anpassungen an die geänderten Konzernstrukturen und wird auch innerhalb der deutschen ABB dementsprechend angepasst.

Abschließend ist festzuhalten, dass die Qualität unseres Risikomanagementsystems regelmäßig - sowohl durch unsere interne Revision als auch durch interne Testprozeduren - in den Geschäftsbereichen bzw. Gesellschaften geprüft und die aus diesen Prüfungen gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich etwaiger Verbesserungspotenziale für ein effizientes Risikomanagement zeitnah umgesetzt werden. Darüber hinaus werden das Design und die Effektivität von Kontrollen innerhalb bedeutsamer Prozesse im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch unseren Wirtschaftsprüfer getestet. Dies umso mehr, als die ABB Ltd, Zürich/Schweiz, durch die Notierung an der New York Stock Exchange (NYSE) auch den amerikanischen Kapitalmarktgesetzen und den Regelungen der U. S. Securities and Exchange Commission (SEC) und des Sarbanes Oxley Act (SOA) unterliegt, wonach alle Prozesse und Kontrollen, die die Qualität der Finanzberichterstattung nachhaltig beeinflussen, zu dokumentieren, auf ihre Wirksamkeit zu testen und revisionssicher nachzuweisen sind.

Beurteilung des Gesamtrisikos

Unter Würdigung aller zuvor genannten Risikofelder und der beschriebenen Maßnahmen, die im Rahmen unseres Risikomanagementsystems ergriffen werden, liegen bestandsgefährdende Risiken nicht vor.

Geschäftserwartung

Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023 wurden in einem schwierigen Umfeld weitestgehend erfüllt. Bei den Auftragseingängen hatten wir einen leichten Anstieg im Geschäftsjahr 2023 erwartet. Die Auftragseingänge erreichten die Vorjahreswerte jedoch nicht ganz und konnten damit die Erwartungen auch nicht ganz erfüllen. Bei den Umsatzerlösen gingen wir ebenfalls von einem leichten Anstieg im Geschäftsjahr 2023 aus. Diese Erwartung wurde erfüllt, da die Umsatzerlöse die Werte des Vorjahres leicht übertrafen. Für das Ergebnis vor Ertragsteuern rechneten wir für das Berichtsjahr mit einer stabilen Entwicklung auf Höhe des Vorjahres. Das Ergebnis fiel insgesamt jedoch deutlich besser als im Vorjahr aus und übertraf damit unsere Erwartungen deutlich. Bei der Zahl der Mitarbeitenden (ohne Auszubildende) gingen wir insgesamt von einer stabilen Entwicklung auf Höhe des Vorjahres aus. Die Entwicklung im Berichtsjahr verlief stabil und lag auf dem erwarteten Niveau.

Das Geschäftsjahr 2024 wird voraussichtlich weiterhin durch ein unsicheres Marktumfeld und eine gewisse Investitionszurückhaltung geprägt werden, das zu uneinheitlichen Erwartungen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen führt. Insgesamt rechnen wir mittel- bis langfristig mit einer durchweg positiven Entwicklung. Die bereits umgesetzten oder noch anstehenden Maßnahmen sollten dazu beitragen, weiterhin Auftragseingänge auf einem hohen Niveau zu generieren. Wir rechnen für das Jahr 2024 mit einem leichten Anstieg der Auftragseingänge. Für die Umsatzerlöse gehen wir von einer stabilen Entwicklung aus und rechnen für das Jahr 2024 mit Umsatzerlösen auf Höhe des Berichtsjahres. Auf Basis dieser Entwicklung des Geschäftsvolumens erwarten wir für das Jahr 2024, das Ergebnis vor Ertragsteuern auf Höhe des Berichtsjahres zu stabilisieren. Auch die Anzahl der Mitarbeitenden sollte weitestgehend stabil auf Höhe des Berichtsjahres bleiben. Diese Geschäftserwartung gilt für die ABB AG und die deutsche ABB gleichermaßen.

Geschäftsbereich Antriebstechnik

Der Geschäftsbereich Antriebstechnik erwartet nach Normalisierungseffekten im Geschäftsjahr 2023, speziell im Produktgeschäft, ein Wachstum für das Jahr 2024. Erhaltene und erwartete Aufträge sowie die installierte Basis in Deutschland stellen eine erfolgversprechende Grundlage für ein zukünftiges Wachstum dar.

Der für das Berichtsjahr 2023 geplante Umzug einiger Bereiche vom Standort Ladenburg nach Mannheim hat sich verzögert und wird für das erste Halbjahr 2024 erwartet.

Der Geschäftsbereich Antriebstechnik fokussiert sich weiterhin auf seine langfristig angelegten strategischen Wachstumsinitiativen und wird dementsprechend auch im Jahr 2024 im Rahmen der Energieeffizienz-Initiative mithilfe innovativer Technologien einen Beitrag für eine nachhaltigere Ressourcennutzung leisten.

Geschäftsbereich Elektrifizierung

Im Geschäftsjahr 2023 waren in den Divisionen des Geschäftsbereichs Elektrifizierung unterschiedliche Entwicklungen festzustellen. Während das Projektgeschäft einen stabilen Verlauf aufzeigen konnte, war der Industriesektor von geringeren Auftragseingängen und das Gebäudesegment das zweite Jahr in Folge von einem deutlichen Rückgang des Geschäftsvolumens geprägt.

Für das Geschäftsjahr 2024 prognostizieren die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gegenwärtig einen leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung. Auch die für den Geschäftsbereich Elektrifizierung maßgeblichen Wirtschaftsverbände ZVEI und VDMA gehen tendenziell von Rückgängen aus. Diese Entwicklung ist auf die Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurückzuführen. Laut ifo-Institut gilt dies speziell in Verbindung mit einem Rückgang der Gesamtkonjunktur und einer schwächeren Wirtschaftsleistung.

Nach einem Anstieg der Inflation im Vorjahr, wird für 2024 von einem Inflationsrückgang ausgegangen und auch für das Zinsniveau werden Senkungen erwartet. Dennoch bleibt die Konsumzurückhaltung der Verbraucher bestehen und auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen wird geringer erwartet. Trotz steigendem Wohnraumbedarf wird von einem Rückgang der Neubauten im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Das Investitionsverhalten sowohl im Wohnbau als auch im Gewerbebau hat sich deutlich verändert, Projekte werden zum Teil verschoben oder auch storniert. Es wird erwartet, dass sich die Investitionszurückhaltung kurzfristig nicht auflöst, wenngleich die langfristigen Perspektiven - gestützt durch den Bedarf an Wohnraum und Gebäudeinfrastruktur - positiv bleiben. Für das Industriesegment ist die Geschäftserwartung für das Jahr 2024 leicht positiv.

Der Geschäftsbereich fokussiert sich auf seine strategischen Wachstumsinitiativen und strebt dementsprechend auch im Jahr 2024 im Rahmen der Initiativen einen Beitrag für eine positive Geschäftsentwicklung an.

Geschäftsbereich Prozessautomation

Die Division Energy Industries sieht im Jahr 2024 weiterhin einen starken Investitionsbedarf aufgrund des Umbaus der gesamten energetischen Infrastruktur in Deutschland, Europa und weltweit. Die Kunden in der installierten Basis haben dabei eine tragende Rolle - sowohl für das bestehende als auch für das zukünftige Geschäftsportfolio. Zudem sollen die strategischen Initiativen des Geschäftsbereichs dazu beitragen, neue Kunden zu gewinnen und die Energietransformation aktiv zu begleiten.

Die Division Prozessindustrie befindet sich weiterhin mit den Industriesegmenten Mining, Metals sowie Pulp & Paper in einem herausfordernden Marktumfeld. Hohe Energiekosten, die Dekarbonisierung und teilweise festzustellende Überkapazitäten sind hierfür die maßgeblichen Faktoren. Für das Geschäftsjahr 2024 wird aufgrund der weiterhin bestehenden Unsicherheiten ein insgesamt geringeres Niveau als im Jahr 2023 erwartet. Der hohe Auftragsbestand, bedingt durch einen sehr guten Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023, und die Auftragserwartungen in einigen Bereichen stabilisieren jedoch den Ausblick.

In der Division Measurement & Analytics ist der Ausblick für das Jahr 2024 unterschiedlich zu betrachten. Bedingt durch einen zurückhaltenden Auftragseingang der letzten Monate des Geschäftsjahres 2023 in fast allen Bereichen, in Verbindung mit der Abarbeitung des hohen Auftragsbestands, ist der Ausblick für 2024 vorsichtig zu beurteilen. Die Bereiche Force Measurement und Analytics haben einen vorsichtig optimistischen bzw. stabilen Ausblick, während der Bereich Instruments einen zurückhaltenden Ausblick bietet. Die Gesamterwartungen sind dabei abhängig von der Entwicklung des Auftragseingangs, insbesondere in den Regionen Asien und Nordamerika, welche den Umsatz und das Ergebnis beeinflussen werden.

Für die Division Marine & Ports war das Jahr 2023 ein positives Geschäftsjahr, das im Wesentlichen durch Aufträge für die Modernisierung von Automation und Schutztechnik für Seeschiffe, zulassungsrelevante Wartungen für Kreuzfahrtschiffe sowie Aufträge für schiffsseitige Landanschlüsse bestimmt war. Die Erwartungen für das Jahr 2024 bewegen sich auf dem Niveau des Jahres 2023.

Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation

Die Nachfrage war im Jahr 2023 rückläufig, was vor allem auf Vorzugseffekte aufgrund von Lieferzeiten und Preiserhöhungen zurückzuführen ist. Zusätzlich zeigt sich eine zunehmend zurückhaltende Investitionstätigkeit, die im Zusammenhang mit bekannten, wirtschaftlichen Unsicherheiten zu erkennen ist.

Die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2024 wird von der weltweit schlechten Marktlage, sowie den geopolitischen Unsicherheiten und deren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland beeinflusst werden. Kurzfristig ist von einem eher unsicheren Marktumfeld und einer weiterhin etwas zurückhaltenden Investitionstätigkeit auszugehen.

Mittel- und langfristig bleiben die positiven Wachstumsaussichten weiterhin bestehen. Der Trend zur Automatisierung auch bei klein- und mittelständischen Unternehmen wird sich fortsetzen und durch das immer größer werdende Sortiment an kollaborativen Robotern können neue Märkte und Anwendungsfelder erschlossen werden. Der Fachkräftemangel und zunehmend auch Arbeitskräftemangel in Deutschland wird die Notwendigkeit zur weiteren Automatisierung von Prozessschritten verstärken und sich positiv auf die Nachfrage nach Robotik-Lösungen und Fertigungsautomatisierung auswirken.

 

Mannheim, den 28. März 2024

ABB AG

Der Vorstand

Perotti

Zumkeller

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die ihm durch Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er beriet und überwachte den Vorstand und tagte im Jahr 2023 pro Quartal einmal in ordentlicher Sitzung sowie am 12. Oktober 2023 in einer außerordentlichen Sitzung.

Neben der Planung, der Rentabilität und der Lage der Gesellschaft und des deutschen Teilkonzerns standen die Geschäftsentwicklung in den vier Geschäftsbereichen bzw. Business Areas Robotik & Fertigungsautomation (RA), Elektrifizierung (EL), Prozessautomation (PA) und Antriebstechnik (MO) im Vordergrund der Erörterungen. Weitere Schwerpunkte bildeten die Weltwirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und die jeweils ergriffenen Maßnahmen und Vorkehrungen sowie der Personalentwicklung der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat unterrichtete sich in jeder Sitzung auch über etwaige Compliance-Fälle und den Stand des Compliance-Programms und damit zusammenhängende Fragen, insbesondere zu dem Compliance-Fall in dem südafrikanischen Projekt Kusile der Division Process Automation Energy Industries (PAEN). Weiter unterrichtete sich der Aufsichtsrat über den IT-Incident, der sich im Mai 2023 bei ABB ereignete.

In der Sitzung, in der der Aufsichtsrat den Jahresabschluss billigte, berichtete der Wirtschaftsprüfer über das Ergebnis seiner Prüfung. Zudem erstattete der Vorstand dem Aufsichtsrat monatlich und quartalsweise schriftlichen Bericht. Darüber hinaus gab es eine Vielzahl von Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem Vorstand. Der Personalausschuss konferierte im Berichtsjahr dreimal. Der Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG tagte nicht. Über die Arbeit des Personalausschusses berichtete der Vorsitzende des Aufsichtsrats jeweils dem Gesamtaufsichtsrat.

Folgende Themen waren außerdem maßgebliche Inhalte der Sitzungen bzw. Berichterstattungen:

die Herausforderungen aufgrund der geopolitischen Veränderungen und deren Folgen für die deutsche ABB.

die weitere Umsetzung des ABB Way in der ABB.

Diversity und Inclusion, inklusive mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Diversität und der Inklusion in der deutschen ABB.

Der Jahresabschluss der ABB AG und der Konzernabschluss wurden im Auftrag des Aufsichtsrats von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat nahm von dem Prüfergebnis zustimmend Kenntnis. Nach seiner eigenen abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlageberichts ergaben sich keine Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss in seiner Sitzung am 28. März 2024 gebilligt und damit festgestellt.

In der Sitzung des zweiten Quartals 2023 am 30. Juni 2023 beschloss der Aufsichtsrat, Herrn Alexander Zumkeller mit Wirkung ab dem 01. Januar 2024 für die Dauer von 18 Monaten (01.01.2024 bis 30.06.2025) weiterhin zum Mitglied des Vorstands zu bestellen.

In der außerordentlichen Sitzung am 12. Oktober 2023 beschloss der Aufsichtsrat, als Nachfolger von Herrn Ochsner, dessen Vorstandsvertrag zum 31.12.2023 auslief, Herrn Eric Perotti mit Wirkung ab dem 01. Januar 2024 für die Dauer von drei Jahren (01. Januar 2024 bis 31. Dezember 2026) zum Mitglied des Vorstands sowie zum Vorstandsvorsitzenden zu bestellen.

Im Hinblick auf die Mitglieder des Aufsichtsrats ergab sich im Berichtszeitraum folgende Veränderung: Auf Seiten der Anteilseignervertreter schied Herr Robert Itschner mit Wirkung zum Ablauf des 15. Dezember 2023 aus dem Aufsichtsrat aus. Als seine Nachfolgerin wurde Frau Nora Teuwsen in der außerordentlichen Hauptversammlung der ABB AG am 15. Dezember 2023 als neues Aufsichtsratsmitglied der Anteilseignerseite gewählt.

 

Mannheim, den 28. März 2024

Klaus Eble, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023

Konzernbilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Segmentberichterstattung

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Konzernanhang

Konzernbilanz

ABB AG

Aktiva

in Tsd. € Anhang 31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen (3)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.821 8.059
II. Sachanlagen 374.235 331.998
III. Finanzanlagen 17 17
Summe 381.073 340.074
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (4) 636.075 626.482
Verrechnete Kundenanzahlungen -225.170 -230.430
410.905 396.052
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (5) 325.147 344.382
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (5,6) 1.213.586 1.083.581
3. Sonstige Vermögensgegenstände (5) 36.065 51.807
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (6) 14.102 11.279
Summe 1.999.805 1.887.101
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.496 1.847
Bilanzsumme 2.383.374 2.229.022

Passiva

in Tsd. € Anhang 31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital (8)
I. Gezeichnetes Kapital (9) 167.500 167.500
II. Kapitalrücklagen (9) 57.131 57.131
III. Gewinnrücklagen (10) 347.150 342.020
IV. Bilanzgewinn 62.036 62.718
Summe 633.817 629.369
B. Sonderposten aus Investitionszulagen (11) 14.244 14.887
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (12) 390.033 395.142
2. Steuerrückstellungen (13) 28.360 25.491
3. Sonstige Rückstellungen (14) 487.598 461.248
Summe 905.991 881.881
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (15) 523 3
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (15) 349.008 325.105
Verrechnet mit Vorräten -225.170 -230.430
123.838 94.675
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (15) 169.765 168.803
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (6,15) 469.973 375.649
5. Sonstige Verbindlichkeiten (15) 56.305 55.698
Summe 820.404 694.828
E. Rechnungsabgrenzungsposten 8.918 8.057
Bilanzsumme 2.383.374 2.229.022

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

ABB AG

in Tsd. € Anhang 2023 2022
1. Umsatzerlöse (21) 3.095.073 2.974.793
2. Bestandsveränderungen -5.154 25.349
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.594 2.019
4. Sonstige betriebliche Erträge (22) 49.782 136.873
5. Gesamtleistung 3.142.295 3.139.034
6. Materialaufwand (23) -1.582.488 -1.527.611
7. Personalaufwand (24) -738.986 -713.828
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen (26) -41.509 -42.854
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (27) -611.827 -599.153
10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 167.485 255.588
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (28) 66.066 2.138
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (28) -3.428 -152.560
13. Ergebnis vor Ertragsteuern 230.123 105.166
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (29) -3.697 -760
15. Steuerumlage durch die Muttergesellschaft (29) -68.617 -25.686
16. Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme 157.809 78.720
17. Ergebnisübernahme durch die Muttergesellschaft (30) -153.359 -80.341
18. Jahresüberschuss / -fehlbetrag 4.450 -1.621
19. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 62.718 172.370
20. Einstellung in Gewinnrücklagen (10) -5.132 -108.031
21. Bilanzgewinn 62.036 62.718

Konzern-Kapitalflussrechnung

ABB AG

in Tsd. € 2023 2022
1. Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme 157.809 78.720
2. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 41.509 42.854
3. Veränderungen der Rückstellungen 24.110 116.713
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -47.156 118.976
5. Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen -9.765 -58.463
6. Veränderung der Vorräte und der geleisteten Anzahlungen -14.853 -58.814
7. Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 36.219 -9.610
8. Veränderung sonstiger Aktiva 8.136 33.626
9. Veränderung der erhaltenen Kundenanzahlungen 29.163 28.264
10. Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -13.976 53.187
11. Veränderung sonstiger Passiva 1.708 -18.557
12. Korrektur von Einflüssen aus Investitions- / Desinvestitionstätigkeit im Deckungsvermögen -1.282 -160.408
13. = Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 211.622 166.488
14. Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen 18.509 76.266
15. Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -93.449 -139.314
16. Einzahlungen aus Abgängen von Deckungsvermögen 61.950 62.877
17. Auszahlungen für Investitionen in das Deckungsvermögen -11.317 -12.950
18. = Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -24.307 -13.121
19. Abführung Vorjahresergebnis an Muttergesellschaft -80.341 -99.064
20. = Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -80.341 -99.064
21. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (= Summe Zeilen 13, 18, 20) 106.974 54.303
22. Finanzmittelfonds am 01.01. 761.368 707.065
23. = Finanzmittelfonds am 31.12. vor Ergebnisübernahme 868.342 761.368
24. Ergebnisübernahme 31.12. -153.359 -80.341
25. = Finanzmittelfonds am 31.12. nach Ergebnisübernahme (= Bilanzausweis) 714.983 681.027

Segmentberichterstattung

ABB AG

Segmentberichterstattung per 31.12.2023 Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Prozessautomation Robotik & Fertigungsautomation Antriebstechnik
in Tsd. € 2023 2022 2023 2022 2023 2022
Auftragseingang 533.712 507.215 201.902 208.656 442.676 387.462
Außenumsatz 567.964 486.696 249.238 239.986 451.181 391.854
Interner Umsatz 325 - 84.627 85.356 20.494 12.414
Gesamtumsatz 568.289 486.696 333.865 325.342 471.675 404.268
Ergebnis vor Gewinnsteuern vor Restrukturierung 66.326 87.543 9.120 6.046 24.608 22.966
Restrukturierungsaufwendungen -2.806 -10.208 898 -6.537 -1.278 -1.825
Ergebnis vor Gewinnsteuern nach Restrukturierung 63.520 77.335 10.018 -491 23.330 21.141
Abschreibungen auf Sachanlagen * -3.835 -3.684 -3.088 -5.122 -982 -887
Investitionen in Sachanlagen * 6.002 3.422 2.311 1.936 2.292 2.692
Zinserträge 15.361 133 2.722 104 4.672 8
Zinsaufwendungen -124 -69.820 -77 -2.058 -35 -21.170
Segmentvermögen 219.479 258.576 331.529 321.636 79.576 88.863
Segmentfremdkapital 171.321 210.738 161.930 155.423 154.476 161.981
Zahl der Mitarbeitenden 1.933 1.872 696 721 616 594
Segmentberichterstattung per 31.12.2023 Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Elektrifizierung Sonstige Einheiten / Konsolidierung Konzern
in Tsd. € 2023 2022 2023 2022 2023 2022
Auftragseingang 1.994.948 2.134.412 -316.785 -322.299 2.856.453 2.915.446
Außenumsatz 1.803.217 1.825.750 23.473 30.507 3.095.073 2.974.793
Interner Umsatz 320.120 320.700 -24.430 -16.483 401.136 401.987
Gesamtumsatz 2.123.337 2.146.450 -957 14.024 3.496.209 3.376.780
Ergebnis vor Gewinnsteuern vor Restrukturierung 200.201 201.334 -32.092 -189.654 268.163 128.235
Restrukturierungsaufwendungen -34.792 -2.554 1.749 -1.945 -36.229 -23.069
Ergebnis vor Gewinnsteuern nach Restrukturierung 165.409 198.780 -30.343 -191.599 231.934 105.166
Abschreibungen auf Sachanlagen * -33.284 -31.851 -320 -1.310 -41.509 -42.854
Investitionen in Sachanlagen * 55.538 63.992 27.306 67.272 93.449 139.314
Zinserträge 8.587 30 34.724 1.863 66.066 2.138
Zinsaufwendungen -3.140 -27.191 -52 -32.321 -3.428 -152.560
Segmentvermögen 983.984 955.275 768.807 604.672 2.383.375 2.229.022
Segmentfremdkapital 735.978 678.570 525.853 392.941 1.749.558 1.599.653
Zahl der Mitarbeitenden 4.312 4.257 177 223 7.734 7.667

* Inklusive immaterielle Vermögensgegenstände

Segmentberichterstattung per 31.12.2023 Auftragseingang und Umsatz nach Regionen Prozessautomation Robotik & Fertigungsautomation Antriebstechnik
in% 2023 2022 2023 2022 2023 2022
Auftragseingang
Deutschland 49 53 90 92 83 78
Europa * 21 22 6 5 10 8
Amerika 7 7 1 1 3 5
Asien 14 17 3 2 4 9
Afrika 9 1 - - - -
Umsatz
Deutschland 49 46 89 88 76 70
Europa * 31 31 8 9 15 19
Amerika 7 7 1 1 3 4
Asien 13 13 2 2 6 7
Afrika - 3 - - - -
Segmentberichterstattung per 31.12.2023 Auftragseingang und Umsatz nach Regionen Elektrifizierung Sonstige Einheiten/ Konsolidierung Konzern
in% 2023 2022 2023 2022 2023 2022
Auftragseingang
Deutschland 62 64 100 105 60 61
Europa * 24 22 - -5 24 22
Amerika 3 4 - - 4 5
Asien 10 9 - - 10 11
Afrika 1 1 - - 2 1
Umsatz
Deutschland 61 61 103 104 60 58
Europa * 25 24 -3 -4 26 26
Amerika 4 4 - - 4 5
Asien 9 10 - - 10 10
Afrika 1 1 - - - 1

* Ohne Deutschland

Konzern-Eigenkapitalspiegel

ABB AG

Mutterunternehmen
in Tsd. € Gezeichnetes Kapital * Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Eigenkapital
Stand am 31.12.2021 167.500 57.131 233.989 172.371 630.991
Übrige Veränderungen 1) - - - -1 -1
Jahresergebnis - - - -1.621 -1.621
Einstellung in die Gewinnrücklagen 2) - - 108.031 -108.031 -
Stand am 31.12.2022 167.500 57.131 342.020 62.718 629.369
Übrige Veränderungen 1) - - -2 - -2
Jahresergebnis - - - 4.450 4.450
Einstellung in die Gewinnrücklagen 2) - - 5.132 -5.132 -
Stand am 31.12.2023 167.500 57.131 347.150 62.036 633.817
Konzerneigenkapital
in Tsd. € Gesamt
Stand am 31.12.2021 630.991
Übrige Veränderungen 1) -1
Jahresergebnis -1.621
Einstellung in die Gewinnrücklagen 2) -
Stand am 31.12.2022 629.369
Übrige Veränderungen 1) -2
Jahresergebnis 4.450
Einstellung in die Gewinnrücklagen 2) -
Stand am 31.12.2023 633.817

* 6.552.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien
1) Die übrigen Veränderungen enthalten im Wesentlichen Effekte aus der Konsolidierung
2) Die Einstellung in die Gewinnrücklagen betrifft Konsolidierungseffekte des Vorjahrs

Konzernanhang

Vorstand

Markus Ochsner

Vorsitzender des Vorstands

(bis 31.12.2023)

Eric Perotti

Vorsitzender des Vorstands

(ab 01.01.2024)

Alexander R. Zumkeller

Arbeitsdirektor

Aufsichtsrat

Klaus Eble

Wollerau / Schweiz,

Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Group Head Internal Audit

der ABB Asea Brown Boveri Ltd,

Zürich / Schweiz

Daniela Schiermeier 1)

Mannheim,

stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats,

Vorsitzende des Konzernbetriebsrats,

Präsidentin des Europäischen ABB-Betriebsrats,

Mannheim

Rainer Benz 1)

Leimen,

ABB Messtechnik - Globaler Service,

Leiter Analysentechnik und Instrumentierung,

Sprecher der Leitenden Angestellten der ABB

Deutschland

Verena zu Dohna 1)

Frankfurt am Main,

(Syndikus-)Rechtsanwältin,

Leiterin des Ressorts Betriebsverfassung und Mitbestimmungspolitik

beim Vorstand der IG Metall,

Frankfurt am Main

Mirko Geiger 1)

Heidelberg,

1. Bevollmächtigter der IG Metall,

IG Metall Heidelberg

Kai-Uwe Glörfeld 1)

Lüdenscheid, Betriebsratsvorsitzender der Busch-Jaeger Elektro GmbH,

Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats,

Delegierter des Europäischen Betriebsrats,

Standort Lüdenscheid

Robert Itschner

Uster/ Schweiz,

CEO BKW AG,

Bern / Schweiz

(bis 15.12.2023)

Sandy Jackisch 1)

Cottbus,

Betriebswirtin (VWA), Betriebsratsvorsitzende Cottbus

Esther Maria Loidl

Heidelberg,

Mitglied des Vorstands der Freudenberg-Gruppe,

CHRO Freudenberg SE,

Weinheim

Dr. Georg Müller

Hirschberg,

Vorsitzender des Vorstands der MVV Energie AG,

Mannheim

Dr. Ursula Redeker

Lörrach,

ehem. Geschäftsführerin Roche Diagnostics GmbH,

Mannheim,

Mitglied in verschiedenen Aufsichtsräten

Nora Teuwsen

Zürich / Schweiz,

Country Holding Officer ABB Schweiz,

Vorsitzende der Geschäftsleitung der ABB Schweiz AG,

Baden, Aargau / Schweiz

(ab 16.12.2023)

Rudolf Zimmermann,

Neulußheim,

Rechtsanwalt i. R.,

Ehemaliger Leiter Recht und Integrity

ABB Zentraleuropa

1) vom Amtsgericht bestellt

Anhang

1. Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle Beteiligungsgesellschaften einbezogen, an denen die ABB AG, Mannheim (im Folgenden ABB AG), unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist und bei denen sie einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Im Berichtsjahr werden neben der ABB AG 7 inländische Unternehmen (Vorjahr: 8) konsolidiert. Die Anteile an der ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim, wurden im Berichtsjahr veräußert und die Gesellschaft entkonsolidiert. Aus dieser Veränderung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, so dass die Vergleichbarkeit des Berichtsjahres mit dem Vorjahr gegeben ist.

Die Firma ABB AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 4664 eingetragen.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Gesellschaften wurden für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2023 aufgestellt.

Die Jahresabschlüsse der wesentlichen Gesellschaften wurden von Wirtschaftsprüfern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Die Geschäftszahlen der ABB AG und ihrer Tochterunternehmen gemäß US-GAAP werden in den Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, kann bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation, Postfach 100164, 68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54, 8050 Zürich / Schweiz, bezogen werden. Darüber hinaus kann er im Internet unter www.abb.com eingesehen und abgerufen werden.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Anteile an Tochterunternehmen mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Ein nach der Buchwertmethode entstandener aktivischer Unterschiedsbetrag wurde bis zum Geschäftsjahr 1998 in der Konzernbilanz im Jahr der erstmaligen Konsolidierung zu Lasten der anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Den Erwerb weiterer Anteile an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen betrachten wir als eine Transaktion zwischen den Gesellschaftergruppen und verrechnen deshalb den Unterschied zwischen dem Kaufpreis für die zusätzlichen Anteile und dem entsprechenden Buchvermögen der Tochterunternehmen erfolgsneutral mit dem Eigenkapital.

Ab dem 01. Januar 1999 wurde bei bedeutenden Akquisitionen ein aktivischer Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Anteile an Tochterunternehmen und dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben.

Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Nach einer Kaufpreisallokation verbleibende Geschäfts- bzw. Firmenwerte werden grundsätzlich über die geplante individuelle Nutzungsdauer abgeschrieben. Sofern der beizulegende Zeitwert am Stichtag unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegen sollte, werden solche Wertminderungen im Rahmen von außerplanmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Geschäfts- bzw. Firmenwerte erfasst. Sollten die Gründe für eine solche außerplanmäßige Abschreibung zu einem späteren Zeitpunkt entfallen, wird der niedrigere Wertansatz beibehalten bzw. fortgeführt.

Passivische Unterschiedsbeträge werden, soweit vorhanden, aufgrund der durch das BilMoG geänderten Konsolidierungsregelungen ungeachtet ihres bilanziellen Charakters grundsätzlich in einem gesonderten Posten nach dem Konzerneigenkapital ausgewiesen. Sofern solche passivischen Unterschiedsbeträge eigenkapitalähnlichen Charakter aufweisen und eine technisch bedingte Folge gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit sind, werden diese Unterschiedsbeträge auch nach dem 01. Januar 2010 unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2023 entfielen 1.491 Tsd. € der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf aktivische Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung stammen und planmäßig abgeschrieben werden. In Höhe von 62.204 Tsd. € wurden aktivische Unterschiedsbeträge mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen passivischen Unterschiedsbeträge aufgrund gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf 41.652 Tsd. €.

Sofern nach der zuvor beschriebenen Zuordnung ein Geschäfts- oder Firmenwert verbleibt, wird dieser nach den bereits genannten Grundsätzen zur Bilanzierung und Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten behandelt.

Ein gegebenenfalls nach der zuvor beschriebenen Zuordnung verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird nach den Grundsätzen des § 309 II HGB bilanziert.

Sonstige Konsolidierungsmaßnahmen

In der Bilanz werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Zinsaufwendungen und Zinserträge sowie konzerninterne Umsätze und andere konzerninterne Erträge entsprechend § 305 I HGB mit den darauf entfallenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet.

Lieferungen und Leistungen zwischen Konzerngesellschaften werden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen; wesentliche Zwischenergebnisse aus diesen Umsätzen sind eliminiert. Wertberichtigungen, Rückstellungen und sonstige in den Einzelabschlüssen enthaltene ergebniswirksame Maßnahmen aus Konzernverbindungen werden für die Erstellung des Konzernabschlusses aufgehoben.

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Sowohl die konzerninternen Geschäftsbeziehungen der in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Unternehmen als auch Geschäftsbeziehungen dieser Konzernunternehmen zu anderen nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des AktG aufgestellt.

Der Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung enthält neben der Bilanzposition "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" auch die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten und Kreditverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie entsprechende Forderungen.

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach den bei der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt.

Eine Anpassung der Einzelabschlüsse von assoziierten Unternehmen erfolgt im Hinblick auf die Wahlmöglichkeit in § 312 V HGB nur in solchen Fällen, in denen die dem jeweiligen Einzelabschluss zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zentralen Bilanzierungsgrundsätzen des deutschen Bilanzrechts widersprechen.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind in der Konzernbilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Zusätzlich wurde die gemäß § 275 II HGB vorgegebene Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit um weitergehende Posten ergänzt.

Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro (Tsd. €) aufgestellt. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Im Einzelnen wird nach den folgenden Grundsätzen bewertet:

Anlagevermögen

Gegen Entgelt erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innewohnende Unsicherheit bezüglich ihrer Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht.

Die Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die bestehenden Geschäfts- bzw. Firmenwerte werden über 10 Jahre abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten.

Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben; in Einzelfällen wird auch von der geometrisch-degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht, sofern diese Methode besser geeignet erscheint, den tatsächlichen Verlauf des Werteverzehrs sachgerecht widerzuspiegeln. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Für EDV-Software, Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen wird von einer Nutzungsdauer zwischen 2 und 7 Jahren ausgegangen. Für Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken ist eine Nutzungsdauer zwischen 14 und 50 Jahren angesetzt. Technische Anlagen und Maschinen werden zwischen 2 und 30 Jahren abgeschrieben. Für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wird hinsichtlich der Nutzungsdauer eine Bandbreite zwischen 2 und 25 Jahren verwendet.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 250 € nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 250 € bis 800 €, werden diese Vermögensgegenstände im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Die sonstigen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten angesetzt, sofern nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind. Gleiches gilt für die Wertpapiere des Anlagevermögens, sofern es sich nicht um Wertpapiere handelt, die zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen gehalten werden und Bestandteil unseres Contractual Trust Arrangement (CTA) sind.

Diese als Deckungsvermögen bezeichneten Wertpapiere werden zu Marktwerten bewertet und gemäß § 246 II HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Analog hierzu wird mit solchen Wertpapieren verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen. Die Marktwerte werden durch entsprechende Depotauszüge des jeweiligen Vermögensverwalters nachgewiesen. Eine Saldierung analog hierzu erfolgt auf Ebene der korrespondierenden Aufwendungen und Erträge.

Langfristige unverzinsliche bzw. niedrigverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode (gleitender Durchschnitt) angewandt.

Den in den Vorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und/oder aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit berücksichtigt; darüber hinausgehende Verluste werden als Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften passiviert. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken sowie unter Berücksichtigung spezieller Länderrisiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Fremdwährungsforderungen werden gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet.

Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden.

Eine Zusammenfassung von Fremdwährungsforderungen mit auf diese Forderungen entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB erfolgt nicht.

Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Sonderposten aus Investitionszulagen

Im Interesse eines transparenten Bilanzausweises werden Investitionszulagen öffentlicher oder privater Geldgeber - soweit sie für die Anschaffung oder Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens gewährt werden - in einem gesonderten Passivposten ausgewiesen und im Umfang der auf diese Anlagengegenstände entfallenden Abschreibungsbeträge erfolgswirksam aufgelöst.

Im Gegenzug werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieser Anlagengegenstände in voller Höhe aktiviert und - soweit abnutzbar - über den Zeitraum ihrer Nutzung planmäßig abgeschrieben.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der "Projected Unit Credit-Methode", sodass der Wert der Pensionsverpflichtungen zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden.

Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem Ende Dezember von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für Verpflichtungen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren. Dieser Durchschnitt berechnet sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Der Unterschiedsbetrag bei Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 VI HGB wird an entsprechender Stelle im Anhang genannt.

Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt, die jedoch entsprechend den allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns mit der Bewertung beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst werden.

Die Pensionsverpflichtungen beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, wie z. B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre.

Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit diesen Vermögensgegenständen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Darüber hinaus werden auch die zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Vermögensgegenstände der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, in den Konzernabschluss einbezogen und mit den entsprechenden (mittelbaren) Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet.

Die Bemessung der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfolgt grundsätzlich zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag, sodass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, das heißt gemäß den voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten, bewertet.

Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden so bemessen, dass die über die Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Entgeltcharakters über den Zeitraum der Beschäftigungsphase (linear) aufgebaut werden.

Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge bereits im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt.

In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird bei der Bemessung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen auch biometrischen Aspekten Rechnung getragen.

Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Vermögen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten, aus dem Durchschnitt der vergangenen sieben Geschäftsjahre ermittelten, Zinssätzen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend den Regelungen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet werden.

Von einer Zusammenfassung von Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den auf diese Verbindlichkeiten entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Umsatzerlöse

Unter den Umsatzerlösen sind Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie aus Dienstleistungen ausgewiesen.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. zum Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst.

Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz der in den Konzernabschluss einbezogenen Einheiten, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen werden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen.

Die Ermittlung und der Ausweis solcher latenten Steuern im Sinne des § 274 HGB erfolgen bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim jeweiligen Organträger, wobei von der Möglichkeit zur Aktivierung des aktivischen Überhangs bei solchen latenten Steueransprüchen kein Gebrauch gemacht wird.

Derivative Finanzinstrumente

Fremdwährungsrisiken werden grundsätzlich durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften abgesichert, während die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten durch den Einsatz von Warentermingeschäften erfolgt.

Wie bereits im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten ausgeführt, wird von der in § 254 HGB eingeräumten Möglichkeit zur Bildung von Bewertungseinheiten kein Gebrauch gemacht.

3. Anlagevermögen

In den immateriellen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen entgeltlich erworbene Geschäfts- bzw. Firmenwerte sowie EDV-Software, Konzessionen und Schutzrechte enthalten. Aktivierte Geschäfts- bzw. Firmenwerte werden über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben, die im derzeitigen Bestand bei 10 Jahren liegt.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns ABB Deutschland ist auf den Folgeseiten aufgeführt.

Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen im Wesentlichen Investitionen für den Neubau am Standort Mannheim sowie Investitionen der operativen Einheiten, wobei der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Berichtsjahr wieder bei den produzierenden Einheiten des Geschäftsbereichs Elektrifizierung lag. Es handelt sich hierbei insbesondere um die Erweiterung des Portfolios einzelner Komponenten und Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung bestehender Anlagen. Daneben resultierte das Investitionsvolumen aus einer Vielzahl geringvolumiger Einzelmaßnahmen zur Steigerung von Produktivität und Qualität sowie zur Kostenoptimierung.

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich um einen Spezialfonds, dessen Anteile zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V. übertragen und - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet wurde.

Entwicklung des Anlagevermögens im Konzern

ABB AG

in Tsd. € AHK * 01.01.2023 AHK Zugänge AHK Umbuchungen AHK Abgänge AHK Stand per 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 28.790 548 566 2.249 27.655
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 1.473 26 6 7 1.498
Geschäfts- oder Firmenwert 48.953 - -6 - 48.947
Geleistete Anzahlungen - 51 - - 51
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 79.216 625 566 2.256 78.151
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 250.934 1.153 35 3.480 248.642
Technische Anlagen und Maschinen 371.251 20.200 15.463 20.050 386.864
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 346.908 19.885 6.301 17.386 355.708
Anlagen im Bau 74.306 39.590 -12.522 - 101.374
Geleistete Anzahlungen 59.312 11.996 -9.843 10.163 51.302
Sachanlagen (gesamt) 1.102.711 92.824 -566 51.079 1.143.890
Finanzanlagen
Sonstige Beteiligungen 2 - - - 2
Wertpapiere des Anlagevermögens 15 - - - 15
Finanzanlagen (gesamt) 17 - - - 17
Anlagevermögen (gesamt) 1.181.944 93.449 - 53.335 1.222.058
in Tsd. € Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen Veränderungen ** Abschreibungen 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 27.438 967 -2.246 26.159
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 1.478 27 -7 1.498
Geschäfts- oder Firmenwert 42.241 1.431 1 43.673
Geleistete Anzahlungen - - - -
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 71.157 2.425 -2.252 71.330
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 171.713 3.652 -3.413 171.952
Technische Anlagen und Maschinen 300.689 17.312 -19.774 298.227
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 298.299 18.120 -16.954 299.465
Anlagen im Bau 1 - 1 2
Geleistete Anzahlungen 11 - -2 9
Sachanlagen (gesamt) 770.713 39.084 -40.142 769.655
Finanzanlagen
Sonstige Beteiligungen - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens - - - -
Finanzanlagen (gesamt) - - - -
Anlagevermögen (gesamt) 841.870 41.509 -42.394 840.985
in Tsd. € Buchwerte per 31.12.2023 Buchwerte per 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 1.496 1.352
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen - -5
Geschäfts- oder Firmenwert 5.274 6.712
Geleistete Anzahlungen 51 -
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 6.821 8.059
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 76.690 79.221
Technische Anlagen und Maschinen 88.637 70.562
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.243 48.609
Anlagen im Bau 101.372 74.305
Geleistete Anzahlungen 51.293 59.301
Sachanlagen (gesamt) 374.235 331.998
Finanzanlagen
Sonstige Beteiligungen 2 2
Wertpapiere des Anlagevermögens 15 15
Finanzanlagen (gesamt) 17 17
Anlagevermögen (gesamt) 381.073 340.074

* Anschaffungs- / Herstellungskosten
** Abgänge, Umbuchungen

Aufstellung des Anteilsbesitzes im Konzern

ABB AG

(Stand: 31.12.2023) Gewinnabführungsvertrag Eigenkapital Konzernanteil Beteiligung bei Nr.
in Tsd. € in %
I. Verbundene Unternehmen der ABB AG
1. ABBAG, Mannheim 694.264 - -
2. ABB Ausbildungszentrum gGmbH, Berlin 2) 6.523 100 1.
3. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid * 15.630 100 1.
4. ABB Kaufel GmbH, Berlin 2) 816 100 1.
5. ABB Patent GmbH, Ladenburg 2) * 208 100 1.
6. ABB STOTZ-KONTAKT GmbH, Heidelberg * 26.312 100 1.
7. ABB Striebel & John GmbH, Sasbach 2) * 57.290 100 1.
8. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim 2) 13.424 100 1.
II. Sonstige Beteiligungen
9. PEHLA GmbH, Weinheim 1) 702 16,66 1.
10. Modellfabrik Papier gGmbH, Düren 1) 929 5,88 1.
(Stand: 31.12.2023) Ergebnis Geschäftsjahr Umsatz 2023 Mitarbeitende 31.12.2023
in Tsd. € in Mio. €
I. Verbundene Unternehmen der ABB AG
1. ABBAG, Mannheim - 1.776 4.470
2. ABB Ausbildungszentrum gGmbH, Berlin 2) 1.015 10 70
3. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid 1.269 584 1.208
4. ABB Kaufel GmbH, Berlin 2) -642 14 67
5. ABB Patent GmbH, Ladenburg 2) - - -
6. ABB STOTZ-KONTAKT GmbH, Heidelberg 1.821 920 1.541
7. ABB Striebel & John GmbH, Sasbach 2) - 177 378
8. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim 2) -2.825 - -
II. Sonstige Beteiligungen
9. PEHLA GmbH, Weinheim 1) 63 12 2
10. Modellfabrik Papier gGmbH, Düren 1) 306 1 1

1) Zahlen per 31.12.2022
2) Ungeprüfte Zahlen

4. Vorräte

in Tsd.€ 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs-und Betriebsstoffe 143.318 135.760
Unfertige Erzeugnisse 44.522 43.738
Bestellte Anlagen in Arbeit 328.162 331.066
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 93.657 85.019
Geleistete Anzahlungen 26.416 30.899
Summe Vorräte inkl. geleisteter Anzahlungen 636.075 626.482
./. verrechnete Kundenanzahlungen -225.170 -230.430
Vorräte (gesamt) 410.905 396.052

Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden Bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Das Bruttovorratsvermögen liegt mit 636 Mio. € rund 10 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Unter weiterer Berücksichtigung der Fortschrittszahlungen ergibt sich eine Erhöhung des Nettovorratsvermögens um 15 Mio. €.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd. € 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 325.147 344.382
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (184) (15)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.213.586 1.083.581
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (-) (-)
Sonstige Vermögensgegenstände 36.065 51.807
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (896) (1.267)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (gesamt) 1.574.798 1.479.770
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (1.080) (1.282)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen 19 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen im Berichtsjahr 135.100 Tsd. € (Vorjahr: 152.084 Tsd. €) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Restbetrag entfällt überwiegend auf kurzfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft ABB Ltd, Zürich/Schweiz.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind unter anderem Steuererstattungsansprüche, Forderungen gegen Lieferanten, Versicherungsansprüche sowie kurzfristige Vorschüsse und Darlehen an Mitarbeitende enthalten.

6. Flüssige Mittel

in Tsd.€ 31.12.2023 31.12.2022
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 14.102 11.279
Finanzmittelanlagen bei Konzerngesellschaften (in Pos. Aktiva B.II.2. enthalten) 1.023.021 882.989
Flüssige Mittel 1.037.123 894.268
Finanzschulden einschließlich Kreditaufnahme bei Konzerngesellschaften (in Pos. Passiva D.4. enthalten) 322.140 213.241
Flüssige Mittel ./. Finanzschulden 714.983 681.027

Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in überwiegendem Maße um kurzfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.

Die Finanzschulden resultieren im Wesentlichen aus der Verpflichtung der ABB AG zur Abführung ihres Nettoergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim. Diese Verpflichtung belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf 153 Mio. € (Vorjahr: 80 Mio. €). Darüber hinaus beinhalten die Finanzschulden Beträge aus der Verpflichtung zur Abführung einer Steuerumlage an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim sowie kurzfristige Darlehen von Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.

7. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung von Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen mit Vermögenswerten, die ausschließlich zur Erfüllung solcher Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, kann zu einem aktiven Unterschiedsbetrag führen. Im Berichtsjahr ist analog zum Vorjahr kein aktivischer Unterschiedsbetrag ausgewiesen, da die entsprechenden Vermögenswerte die Erfüllungsbeträge der Verpflichtungen nicht überstiegen.

Bezüglich weiterer Details zu der Bewertung der Pensionsverpflichtungen, Altersteilzeitverpflichtungen und zu dem Deckungsvermögen verweisen wir auf Ziffer 12 und Ziffer 14 dieses Anhangs.

8. Entwicklung des Eigenkapitals

Im Geschäftsjahr 2011 wurde mit Rückwirkung zum 01. Januar 2011 zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Auf der Grundlage dieses Gewinnabführungsvertrages wird der größte Teil des von den konsolidierten Unternehmen im Berichtsjahr erwirtschafteten Ergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Lediglich die Ergebnisse solcher konsolidierten Einheiten, deren Ergebnisse nicht im Rahmen von Gewinnabführungsverträgen abgeführt oder ausgeglichen werden, sowie die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte verbleiben in Höhe des in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresergebnisses im Konsolidierungskreis und verändern dementsprechend das Konzerneigenkapital.

In Abhängigkeit der Kapitalstruktur der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist es möglich, dass unrealisierte Erträge im Zusammenhang mit der Bewertung des für Altersversorgungszwecke reservierten Vermögens ganz oder teilweise einer Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre im Sinne des § 268 VIII HGB unterliegen, sodass sich in diesen Fällen eine Erhöhung des Eigenkapitals ergibt. Sofern zu einem späteren Zeitpunkt eine solche Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre aufgrund rückläufiger Marktwertentwicklung nicht oder nicht mehr vollständig zum Tragen kommt, wird der ehemals gesperrte Betrag ausgeschüttet bzw. im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages abgeführt, sodass es insoweit zu einer Verminderung des Eigenkapitals kommt.

Unter Berücksichtigung der zuvor beschriebenen Sachverhalte ergibt sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres insgesamt ein Anstieg des Konzerneigenkapitals um 4.448 Tsd. €.

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel.

9. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, ausgewiesen. Am 31. Dezember 2023 befand sich das gesamte Aktienkapital der ABB AG im unmittelbaren und mittelbaren Besitz der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich / Schweiz.

Die Kapitalrücklage enthält Aufgelder aus früheren Kapitalerhöhungen und aus dem Umtausch von Genussscheinen der ABB AG sowie andere Zuzahlungen im Zusammenhang mit Abspaltungsvorgängen.

10. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten neben der gesetzlichen Rücklage und den anderen Gewinnrücklagen der ABB AG den Konzernanteil an Gewinnrücklagen der konsolidierten Beteiligungsgesellschaften, soweit diese seit deren Zugehörigkeit zum Konzern erwirtschaftet wurden.

Die Gewinnrücklagen sind um 5.130 Tsd. € auf 347.150 Tsd. € angestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Einstellung in die Gewinnrücklagen zurückzuführen. Die Gewinnrücklagen beinhalten eine gesetzliche Rücklage in Höhe von 3.120 Tsd. € sowie andere Gewinnrücklagen in Höhe von 344.030 Tsd. €.

Die anderen Gewinnrücklagen setzen sich aus anderen Rücklagen der ABB AG in Höhe von 466.162 Tsd. € sowie aus negativen Rücklagen, die im Wesentlichen auf ergebniswirksame Konsolidierungseffekte der Vorjahre zurückzuführen sind, zusammen. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um die Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung sowie Beträge aus der Zwischenergebniseliminierung.

11. Sonderposten aus Investitionszulagen

Sofern für die Anschaffung oder Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens öffentliche oder private Mittel gewährt werden, werden diese Zuwendungen unter diesem Sonderposten ausgewiesen und in künftigen Jahren in dem Umfang erfolgswirksam aufgelöst, in dem diese Anlagengegenstände plan- oder außerplanmäßig abgeschrieben werden.

Der zum Ende des Berichtsjahres ausgewiesene Betrag in Höhe von 14.244 Tsd. € (Vorjahr: 14.887 Tsd. €) entfällt im Wesentlichen auf die Zuwendung von Bundes- und Landesmitteln, welche zum Zwecke der Sanierung eines Gebäudes auf dem Berliner Gewerbestandort PankowPark genutzt wurde.

Das Ausbildungszentrum mit den Standorten Berlin und Heidelberg versteht sich als Bildungsdienstleister und bietet im Rahmen einer sogenannten Verbundausbildung die Ausbildung in einer Vielzahl von Berufen an.

Dies bedeutet, dass ABB nicht nur eigene Auszubildende, sondern auch Auszubildende von Partner- und Drittunternehmen ausbildet und damit einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Berlin und in der Metropolregion Rhein-Neckar leistet.

12. Pensionsverpflichtungen, Deckungsvermögen und Vermögensverrechnung

Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungsvermögen hat die deutsche ABB-Gruppe ein Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert.

In diesem Zusammenhang hat die ABB AG sowie die meisten ihrer Tochtergesellschaften im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an einem Wertpapierspezialfonds treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, übertragen.

Darüber hinaus enthält dieses Deckungsvermögen die Vermögenswerte (im Wesentlichen Anteile an dem zuvor erwähnten Wertpapierspezialfonds) der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, sowie in einem geringen Umfang auch das Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen.

Die vorzunehmende Verrechnung von Deckungsvermögen und Altersversorgungsverpflichtungen wurde für jedes der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gesondert vorgenommen, sodass aus dieser Verrechnung sowohl aktive Unterschiedsbeträge als auch Pensionsrückstellungen resultieren können.

Zum 31. Dezember 2023 betrugen die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen des Konsolidierungskreises der ABB AG insgesamt 1.200.616 Tsd. € (Vorjahr: 1.210.811 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren, welcher im November 2023 per Ende Dezember geschätzt wurde.

Dieser Durchschnitt berechnet sich im Berichtsjahr, wie auch im Vorjahr, aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Bei Ansatz eines Durchschnitts aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergäbe sich ein davon abweichender durchschnittlicher Zinssatz in Höhe von 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %), welcher im November 2023 per Ende Dezember geschätzt wurde. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 VI HGB beträgt 10.191 Tsd. € (Vorjahr: 46.683 Tsd. €).

Für das vorliegende Berichtsjahr liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 3,1 % p. a. (Vorjahr: 3,2 % p. a.) sowie ein langfristiger Rentenanpassungstrend in Höhe von 2,1 % p. a. (Vorjahr: 2,2 % p. a.) zugrunde. Zusätzlich werden die aufgrund der aufgelaufenen Inflation erwarteten Rentenanpassungen der Folgejahre, welche den langfristigen Rentenanpassungstrend übersteigen, bei der Berechnung berücksichtigt.

Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplans wurde gegenüber dem Vorjahr eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 5,25 % p. a. (Vorjahr: 4,75 % p. a.) unterstellt.

Der beizulegende Zeitwert der für die Erfüllung der Pensionsverpflichtungen reservierten Vermögenswerte betrug insgesamt 832.074 Tsd. € (Vorjahr: 838.853 Tsd. €). Die Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände bezifferten sich auf 572.715 Tsd. € (Vorjahr: 605.082 Tsd. €), während die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 259.359 Tsd. € betrugen (Vorjahr: 233.771 Tsd. €).

Im Berichtsjahr wurden Einzahlungen in Höhe von 10.488 Tsd. € (Vorjahr: 6.852 Tsd. €) in das Deckungsvermögen vorgenommen. Die für Rentenerstattungen verwendeten Auszahlungen aus dem Deckungsvermögen, einschließlich Auszahlungen aus der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, beliefen sich auf 62.802 Tsd. € (Vorjahr: 62.877 Tsd. €).

Neben den unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (Direktzusagen) der ABB AG und ihrer konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 1.200.616 Tsd. € belief sich der Wert der nach gleichen Grundsätzen bewerteten mittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen auf insgesamt 30.555 Tsd. € (Vorjahr: 33.840 Tsd. €), wovon ein durch Vermögenswerte gedeckter Anteil in Höhe von 21.490 Tsd. € (Vorjahr: 23.184 Tsd. €) durch die Konsolidierung der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, bilanziell erfasst wurde. Nach erfolgter Verrechnung von Pensionsverpflichtungen mit dem diesbezüglichen Deckungsvermögen verblieben passive Überhänge im Umfang von insgesamt 390.033 Tsd. € (Vorjahr: 395.142 Tsd. €). Zum Stichtag ergaben sich wie im Vorjahr keine aktiven Unterschiedsbeträge.

Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 9.066 Tsd. € (Vorjahr: 10.656 Tsd. €).

13. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten wie im Vorjahr die erwarteten Zahlungsverpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern sowie für sonstige Steuern.

14. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen analog zum Vorjahr im Wesentlichen die noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen), Rückstellungen für Kundenboni, Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Rückstellungen für Garantieleistungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie für andere Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit. Die deutsche ABB erwartet, teilweise auch aufgrund internationaler Vereinbarungen mit ABB-Gruppengesellschaften zur Kostentragung, nach derzeitigem Kenntnisstand über die bilanzierten Verpflichtungen hinaus keine künftigen ergebniswirksamen Inanspruchnahmen aus abgeschlossenen Großprojekten.

Ferner enthält diese Position wie im Vorjahr Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche und für Vorruhestandsleistungen, Rückstellungen für Tantiemen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeitende, Rückstellungen für schwebende Prozesse sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen, Vermögenswerte gedeckt sind.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden künftige Kosten- und Preisveränderungen einerseits sowie - im Falle langfristiger Verpflichtungen - Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beliefen sich - vor deren Verrechnung mit dem hierfür reservierten Vermögen - zum Ende des Berichtsjahres auf 40.972 Tsd. € (Vorjahr: 37.631 Tsd. €).

Diese Altersteilzeitverpflichtungen wurden mit Anteilen an einem Wertpapierspezialfonds verrechnet, welche zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V. übertragen wurden.

Der beizulegende Zeitwert der mit den Altersteilzeitverpflichtungen verrechneten Vermögenswerte belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 32.277 Tsd. € (Vorjahr: 29.161 Tsd. €), wobei die Anschaffungskosten dieser Vermögenswerte sich auf 30.112 Tsd. € (Vorjahr: 29.282 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen auf 2.165 Tsd. € (Vorjahr: -121 Tsd. €) beliefen. Im Berichtsjahr wurden Einzahlungen in das Deckungsvermögen in Höhe von 830 Tsd. € vorgenommen.

15. Verbindlichkeiten

in Tsd. € 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr 31.12.2022 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 523 523 - 3 3 -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 349.008 349.008 - 325.105 325.025 80
(davon von verbundenen Unternehmen) (11.544) (11.544) (-) (8.972) (8.970) (2)
Verrechnet mit Vorräten -225.170 -225.170 - -230.430 -230.373 -57
Erhaltene Anzahlungen nach Verrechnung mit Vorräten 123.838 123.838 - 94.675 94.652 23
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 169.765 169.445 320 168.803 168.803 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 469.973 467.098 2.875 375.649 371.763 3.886
Sonstige Verbindlichkeiten 56.305 56.304 1 55.698 55.378 320
(davon aus Steuern) (32.730) (32.730) (-) (25.739) (25.739) (-)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (-) (-) (-) (-) (-) (-)
Verbindlichkeiten (gesamt) 820.404 817.208 3.196 694.828 690.599 4.229

Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Berichtsjahr 137.973 Tsd. € (Vorjahr: 152.911 Tsd. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten auch Beträge aus dem bereits an anderer Stelle erwähnten Gewinnabführungsvertrag zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim.

Aufgrund dieses Unternehmensvertrags werden die Jahresergebnisse der meisten konsolidierten Einheiten an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, mittelbar abgeführt, wobei das jeweils abzuführende Jahresergebnis in eine Steuerumlage und in ein Nettoergebnis unterteilt wird.

Die Summe der abzuführenden Beträge belief sich im Berichtsjahr auf insgesamt 222 Mio. €, während sich im Vorjahr ein Betrag in Höhe von insgesamt 106 Mio. € ergab, sodass aus diesem Sachverhalt ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Umfang von 116 Mio. € resultiert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten analog zum Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Steuern der Mitarbeitenden und aus anderen Steuern, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitenden aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Verbindlichkeiten aus der Auflösung von Arbeitsverträgen sowie Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren.

Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleichermaßen für Berichts- und Vorjahr.

16. Latente Steuern

Latente Steuern ergeben sich grundsätzlich aus den Einzelabschlüssen durch zeitliche Differenzen aufgrund von unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Aufgrund der steuerlichen Organschaft erfolgen Ermittlung und Ausweis latenter Steuern aller Organgesellschaften beim Organträger.

Aktive latente Steuern aus zeitlichen Differenzen liegen zum 31. Dezember 2023 nicht vor. Auch passive latente Steuern liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. Durch Verlustvorträge ergeben sich im Konzern keine latenten Steuern. Wir machen von der Möglichkeit zur Aktivierung eines aktivischen Überhangs latenter Steueransprüche aus den Einzelabschlüssen keinen Gebrauch.

17. Haftungsverhältnisse

in Tsd.€ 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 836 836
Haftungsverhältnisse (gesamt) 836 836

Für die aufgeführten Eventualverbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gestellt.

Das Eingehen von Haftungsverhältnissen erfolgt nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der ABBAG oder mit der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen.

Die aufgrund der Haftungsverhältnisse eingegangenen Risiken unterliegen dabei einem stetigen Evaluierungsprozess.

Aufgrund der Ergebnisse dieser Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können, sodass wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich einschätzen.

18. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf 48 Mio. € (Vorjahr: 80 Mio. €). Der Jahresbetrag dieser Geschäfte beläuft sich auf 28 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €).

Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich im Wesentlichen um Leasing- und Dienstleistungsvereinbarungen im IS- und Telefoniebereich. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 12 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 7 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €).

Solche Verträge dienen der Standardisierung eingesetzter Technologien und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung. In der Hauptsache fallen hierunter der globale Servicevertrag mit dem international tätigen IT-Dienstleister Wipro über die Lieferung von Hardware und Zubehör sowie der Vertrag zwischen ABB und T-Systems über Telekommunikationsdienstleistungen für die deutsche ABB. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

Als weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind andererseits wesentliche, in der Regel längerfristige, Miet- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamtbetrag von 19 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge zu nennen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 4 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €). Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung des Standortmanagements geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

Unter den anderen Geschäften sind im Wesentlichen Abnahmeverpflichtungen aus Konsignationslagervereinbarungen mit Lieferanten enthalten. Der Gesamtbetrag solcher Geschäfte beläuft sich auf 17 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €). Der Jahresbetrag aus derartigen Geschäften beläuft sich auf 17 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €). Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung der Lieferkette geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

19. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen gemäß Ziffer 17 und nicht unter Ziffer 18 als nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf 39 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €).

Es handelt sich hierbei in erster Linie um Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie um das Bestellobligo aus genehmigten Investitionen.

Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf etwa 9 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €). Dazu kommt das Bestellobligo im Zusammenhang mit dem Gebäudeneubau am Standort Mannheim, das sich auf 29 Mio. € (Vorjahr: 29 Mio. €) belief.

20. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte) abgeschlossen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Währungsderivate.

Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 160.345 Tsd. € (Vorjahr: 242.986 Tsd. €). Der beizulegende Zeitwert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt 1.160 Tsd. € (Vorjahr: 3.218 Tsd. €). Dieser Wert entspricht dem Ergebniseffekt, zu dem diese Geschäfte am Bilanzstichtag hätten abgewickelt werden können. Der beizulegende Wert (Marktwert) wird von der ABB-Gruppe auf Basis erhältlicher und öffentlich zugänglicher Marktinformationen ermittelt.

Neben Devisentermingeschäften wurden auch Warentermingeschäfte abgeschlossen, die ebenfalls überwiegend als Forward getätigt wurden. Das Volumen solcher Geschäfte betrug zum Bilanzstichtag 31.625 Tsd. € (Vorjahr: 30.785 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser Geschäfte belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt -176 Tsd. € (Vorjahr: -174 Tsd. €).

Im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb des Konsolidierungskreises der ABB AG wird auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet. Ergeben sich zum Bilanzstichtag bei den einzelnen Sicherungsgeschäften negative Marktwerte, werden diese Beträge unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Eine Saldierung negativer Marktwerte mit positiven Marktwerten erfolgt dabei nicht.

Für Devisen- und Warentermingeschäfte wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 1.390 Tsd. € (Vorjahr: 2.619 Tsd. €) passiviert.

21. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres belaufen sich auf 3.095 Mio. € und liegen damit um 120 Mio. € über dem Vorjahreswert von 2.975 Mio. €.

Die Geschäftsbereiche Antriebstechnik (+ 15 %), Prozessautomation (+ 16 %) und Robotik & Fertigungsautomation (+ 4 %) konnten die Umsatzerlöse steigern, während die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Elektrifizierung (-1 %) leicht rückläufig waren.

Bezüglich weiterer Informationen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht sowie auf die Segmentberichterstattung.

22. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten analog zum Vorjahr unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen.

Weiterhin sind Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 17.217 Tsd. € (Vorjahr: 41.013 Tsd. €) enthalten. Die periodenfremden Erträge betrugen 26.594 Tsd. € und betreffen im Wesentlichen die Auflösung von sonstigen Rückstellungen sowie Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens.

23. Materialaufwand

in Tsd. € 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.398.891 -1.338.377
Aufwendungen für bezogene Leistungen -183.597 -189.234
Materialaufwand (gesamt) -1.582.488 -1.527.611

Der Materialaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 1.582 Mio. € und lag damit um rund 55 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Dies steht im Zusammenhang mit dem Anstieg der Umsatzerlöse.

24. Personalaufwand

in Tsd. € 2023 2022
Löhne und Gehälter -591.513 -554.676
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -147.473 -159.152
(davon für Altersversorgung) (-46.562) (-62.340)
Personalaufwand (gesamt) -738.986 -713.828

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 25 Mio. € erhöht, wobei die Lohn- und Gehaltskosten gegenüber dem Vorjahr um rund 37 Mio. € gestiegen sind.

Bezüglich der Altersversorgungskosten ist zu berücksichtigen, dass der in einem Geschäftsjahr den Pensionsrückstellungen zuzuführende Betrag sich in der Gewinn- und Verlustrechnung sowohl im Personalaufwand als auch im Zinsaufwand niederschlägt.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Personalaufwandskomponente der Altersversorgungskosten angestiegen. Zur Erläuterung der Zinskomponente verweisen wir auf Ziffer 28 dieses Anhangs. Im Berichtsjahr betrugen die im Personalaufwand auszuweisenden Altersversorgungskosten 46.562 Tsd. € (Vorjahr: 62.340 Tsd. €).

25. Mitarbeitende

im Jahresdurchschnitt 2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 2.197 2.167
Angestellte 5.094 5.052
Arbeitnehmer im Sinne § 267 HGB 7.291 7.219
Auszubildende 399 414
Mitarbeitende (gesamt) 7.690 7.633

Die Anzahl der Mitarbeitenden erhöhte sich im Jahresdurchschnitt um 57. Die Mitarbeitendenzahl erhöhte sich stichtagsbezogen von 7.667 zum Ende des Vorjahres um 67 auf 7.734 zum Ende des Berichtsjahres.

26. Abschreibungen

Hinsichtlich der handelsrechtlichen Abschreibungsmethodik im Bereich des Anlagevermögens verweisen wir auf die Erläuterungen zu Ziffer 2 dieses Anhangs.

27. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten analog zum Vorjahr unter anderem den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand einschließlich der Verkaufssonderkosten, Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens (außer Vorräte), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens (außer Vorräte), Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Garantieaufwendungen, Mieten, Pachten und Instandhaltungsaufwendungen, Transport- und Verpackungskosten sowie Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.

Weiterhin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 12.596 Tsd. € (Vorjahr: 38.244 Tsd. €), wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass unter den sonstigen betrieblichen Erträgen auch positive Wechselkurseffekte enthalten sind.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen sonstigen Steuern, Zölle und ähnlichen Abgaben belaufen sich im Berichtsjahr auf 2.892 Tsd. € (Vorjahr: 2.887 Tsd. €). Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen sowie weitere Aufwendungen für Maßnahmen zur Reorganisation betrugen im Berichtsjahr 54.053 Tsd. € (Vorjahr: 37.349 Tsd. €).

Insgesamt sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um rund 13 Mio. € gestiegen.

28. Zinsergebnis

in Tsd.€ 2023 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 66.066 2.138
(davon von verbundenen Unternehmen) (29.494) (1.566)
(davon aus Abzinsung) (35.197) (553)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.428 -152.560
(davon an verbundene Unternehmen) (-2.889) (-55)
(davon aus Aufzinsung) (-538) (-152.377)
Zinsergebnis 62.638 -150.422

Das Zinsergebnis des Berichtsjahres beläuft sich auf 63 Mio. € und liegt somit um 213 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres.

Das Zinsergebnis enthält vor allem die Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit (saldierungsfähigen) Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen. Ferner enthält das Zinsergebnis den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie die Effekte aus der Auf- und Abzinsung anderer langfristiger Rückstellungen.

Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres einen Zinsaufwand in Höhe von 14.522 Tsd. € (Vorjahr: 33.283 Tsd. €). Davon resultieren -6.351 Tsd. € (Vorjahr: 11.839 Tsd. €) aus der Änderung des anzuwendenden Zinssatzes von 1,78 % im Vorjahr auf 1,83 % zum Ende des Berichtsjahres.

Des Weiteren enthält das Zinsergebnis auch Gewinne und Verluste aus der Verzinsung bzw. aus Marktwertanpassungen des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen. Im Berichtsjahr ergaben sich hieraus Gewinne in Höhe von insgesamt 47.590 Tsd. € (Vorjahr: Verluste in Höhe von 118.741 Tsd. €).

Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen belaufen sich auf 2.129 Tsd. € (Vorjahr: 553 Tsd. €), während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen auf 538 Tsd. € (Vorjahr: 353 Tsd. €) belaufen.

Adjustiert man das Zinsergebnis um diese Effekte, ergibt sich für das Berichtsjahr ein bereinigtes positives Zinsergebnis in Höhe von 27.979 Tsd. € (Vorjahr: 1.402 Tsd. €).

29. Steuern

Aufgrund des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, im Geschäftsjahr 2011 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages resultiert ein Teil des für das Berichtsjahr ausgewiesenen Steueraufwands aus einer Steuerumlage durch die zuletzt genannte Gesellschaft in Höhe von 68.617 Tsd. € (Vorjahr: 25.686 Tsd. €).

30. Ergebnisübernahme aufgrund Gewinnabführungsvertrag

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme beläuft sich im Berichtsjahr auf 157.809 Tsd. € (Vorjahr: 78.720 Tsd. €). Infolge des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Gewinnabführungsvertrags werden insgesamt 153.359 Tsd. € (Vorjahr: 80.341 Tsd. €) an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Der verbleibende Jahresüberschuss nach Ergebnisabführung in Höhe von 4.450 Tsd. € (Vorjahr: Jahresfehlbetrag nach Ergebnisabführung von -1.621 Tsd. €) entfällt auf die Ergebnisse solcher Konzerngesellschaften, deren Ergebnisse thesauriert werden, auf ergebniswirksame Konsolidierungseffekte sowie auf Ergebnisanteile, die einer Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre unterlagen. Wir verweisen diesbezüglich auf die Erläuterungen zu Ziffer 8 dieses Anhangs.

31. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Die Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, betrugen im Berichtsjahr:

in Tsd. € 2023 2022
Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 970 1.008
Honorar für andere Bestätigungsleistungen 75 20
Gesamthonorar 1.045 1.028

32. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2023 betrug 323 Tsd. €. Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023 betrugen insgesamt 1.393 Tsd. €. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 5.568 Tsd. €.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ABB AG und ihren Hinterbliebenen waren zum Berichtsjahresende insgesamt 74.379 Tsd. € zurückgestellt worden.

33. Verzicht auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse gemäß § 264 III HGB

Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 III HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen befreit:

Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid

ABB Patent GmbH, Ladenburg

ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg

34. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ABB AG und ihrer Beteiligungsgesellschaften.

 

Mannheim, den 28. März 2024

ABB AG

Der Vorstand

Perotti

Zumkeller

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ABB AG, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ABB AG, Mannheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel, der Konzernkapitalflussrechnung und der Konzernsegmentberichterstattung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der ABB AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts:

die zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung der Gesellschaft und des Konzerns, die im zusammengefassten Lagebericht enthalten ist.

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Konzernabschluss, die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 28. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Kaiser, Wirtschaftsprüfer

gez. Riascos Castañeda, Wirtschaftsprüfer

Fünfjahresübersicht

Bilanz

in Mio. € 2023 2022 2021 2020 2019
Immaterielle Vermögensgegenstände 7 8 10 12 15
Sachanlagen 374 332 254 234 236
Finanzanlagen - - 6 6 6
Summe Anlagevermögen 381 340 270 252 257
Vorräte einschließlich geleistete Anzahlungen 636 626 568 700 921
Verrechnete Kundenanzahlungen -225 -230 -231 -347 -553
= Summe Vorräte (netto) 411 396 337 353 368
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 460 496 487 494 411
Flüssige Mittel inklusive Kredite an verbundene Unternehmen 1.037 894 896 642 1.026
Sonstige Aktiva * 94 103 135 174 230
Summe Umlaufvermögen 2.002 1.889 1.855 1.663 2.035
Bilanzsumme 2.383 2.229 2.125 1.915 2.292
Gezeichnetes Kapital 168 168 168 168 168
Rücklagen (inklusive Fremdanteile) 404 399 291 229 22
Konzerngewinn/-verlust (inklusive Fremdanteile) 62 63 172 121 368
Summe Eigenkapital 634 630 631 518 558
Rückstellungen für Pensionen 390 395 206 150 132
Übrige Rückstellungen 516 487 559 592 469
Summe Rückstellungen 906 882 765 742 601
Erhaltene Anzahlungen 124 95 66 95 174
Sonstige Passiva ** 719 622 663 560 959
Bilanzsumme 2.383 2.229 2.125 1.915 2.292
Finanzmittelbestand 1.037 894 896 642 1.026
Finanzschulden 332 213 288 194 618
Nettoliquidität 715 681 608 448 408

* Inklusive Rechnungsabgrenzungsposten und Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
** Inklusive Sonderposten aus Investitionszulagen

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. € 2023 2022 2021 2020 2019
Gesamtleistung 3.142 3.139 2.997 2.824 3.047
Materialaufwand -1.582 -1.528 -1.404 -1.353 -1.451
Personalaufwand -739 -714 -716 -694 -728
Abschreibungen -42 -43 -39 -41 -49
Übrige Aufwendungen ./. übrige Erträge -549 -750 -561 -594 -562
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -72 -26 -65 -73 -78
Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisübernahme 158 78 212 69 179
Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -153 -80 -99 -110 -134
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 4 -2 113 -41 45
Auftragseingang
Inland 1.726 1.795 1.763 1.620 1.829
Ausland 1.130 1.120 1.049 1.055 1.017
Summe 2.856 2.915 2.812 2.675 2.846
Auslandsanteil 40% 38% 37% 39% 36%
Umsatz
Inland 1.836 1.710 1.689 1.638 1.615
Ausland 1.259 1.265 1.288 1.324 1.369
Summe 3.095 2.975 2.977 2.962 2.984
Auslandsanteil 41% 43% 43% 45% 46%
Investitionen in Sachanlagen * 93 139 69 53 59
Abschreibungen auf Sachanlagen * -42 -43 -39 -41 -49
Mitarbeitende (jeweils am 31.12.) 7.734 7.667 7.759 7.953 8.135

* Inklusive immaterielle Vermögensgegenstände

Impressum

Herausgeber

ABB AG

Unternehmenskommunikation

Postfach 10 01 64

68001 Mannheim

Gestaltung:

RiegerDesign, Heidelberg

ABB weltweit auf einen Blick

ABB Ltd, Konzern, Zürich / Schweiz

in Mio. US-Dollar * 31.12.2023 ** 31.12.2022 **
Auftragseingang 33.818 33.988
Umsatz und übrige Betriebserlöse 32.235 29.446
Operatives EBITA 5.427 4.510
Gewinn aus weitergeführten Aktivitäten, vor Steuern und Minderheitsanteilen 3.848 2.637
Konzerngewinn 3.745 2.475
Eigenkapital (ohne Minderheiten) 13.410 12.777
Bilanzsumme 40.940 39.148
Mitarbeitende (circa) 105.000 105.000
Segmentergebnisse (Operatives EBITA)
Elektrifizierung 2.937 2.343
Robotik & Fertigungsautomation 536 340
Prozessautomation 909 848
Antriebstechnik 1.475 1.163
Konzern und Übrige -430 -184

* Die Abschlüsse wurden nach U.S. Generally Accepted Accounting Principles (U.S. GAAP) erstellt.
** Vorläufige Zahlen gemäß Bilanzveröffentlichung der ABB Ltd, Zürich/Schweiz vom 01. Februar 2024

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