Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 94463
Vorher
Zoa Vermögensverwaltung GmbHSenacor ISG GmbH
Eingetragen
14.9.2006
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
die Erbringung von Beratungs- und sonstigen Dienstleistungen im Zusammenhang mit lT-Lösungen sowie die Entwicklung und Vermarktung von Software.

Historie

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Management

NameRolle
Katharina Landes
seit 21.10.2022
Prokura
Ralph Riemann
seit 12.1.2022
Geschäftsführer
Tobias Hödtke
seit 8.1.2021
Geschäftsführer
Tobias Jünemann
seit 3.1.2019
Geschäftsführer
Andreas Werner
seit 27.12.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Lilienthal Verwaltungsgesellschaft mbH
Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Senacor ISG GmbH

Eschborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2014

Inhaltsverzeichnis

1 LAGEBERICHT IN KÜRZE

2 GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

3 WIRTSCHAFTSBERICHT

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

3.2 Geschäftsverlauf

3.3 Lage der Gesellschaft

3.3.1 Ertragslage

3.3.2 Finanz- und Vermögenslage

4 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

4.1 Risikomanagement

4.2 Risikobetrachtung unter Berücksichtigung möglicher Chancen

4.2.1 Marktrisiken, Risiken der Geschäftsstrategie

4.2.2 Projektrisiken

4.2.3 Personalwirtschaftliche Risiken

4.2.4 Finanzrisiken

4.2.5 Sonstige Betriebsrisiken

4.3 Künftige Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftschancen

4.4 Nachtragsbericht

1 LAGEBERICHT IN KÜRZE

Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 (Ende zum 31.12.) stellt den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft sowie mögliche Risiken und künftige Entwicklungen dar. Im weiteren Verlauf wird die Senacor ISG GmbH unter anderem mit "Senacor" bezeichnet.

Folgende Kernaussagen, die auf den weiteren Seiten im Detail beschrieben sind, werden im Lagebericht getroffen:

Zusammenfassung Geschäftsverlauf und Lage

Der IT-Services-Markt wächst im Jahr 2014 in Deutschland um etwa 3% und somit besser als im europäischen Ausland und deutlich besser als erwartet. Die Schätzungen für das Jahr 2015 gehen von einer ähnlichen Größenordnung aus.

Die Gesamtleistung von Senacor sank im Geschäftsjahr 2014 unwesentlich um etwa 1% auf 14,1 Mio. Euro (Vorjahr: 14,3 Mio. Euro).

Die operative Ertragsmarge (EBIT gemessen am Rohertrag) liegt erneut auf dem hohen Niveau der Vorjahre; der Rohertrag sinkt leicht um etwa 1%, bedingt durch einen leichten Umsatzrückgang (minus 1%).

Der Personalbedarf ist weiterhin hoch, konnte jedoch nur teilweise gedeckt werden.

Insgesamt konnten teilweise erhebliche Umsatzrückgänge im Automobil- und Logistikbereich durch Erlöse aus bedeutenden Folgeprojekten mit Bestandskunden aus eben diesen genannten Branchen wieder ausgeglichen werden. Geschäftswachstum durch Neukunden wurde nicht erzielt, so dass das Bestandskundengeschäft zumindest stabilisierend wirkte.

Das EBIT wächst mit etwa 12% stärker als der Rohertrag (minus 1%) und stellt mit 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro) die weiterhin sehr gute Ertragslage von Senacor dar.

Der Jahresüberschuss ist auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,5 Mio. Euro) gestiegen; aufgrund einer Cash-Pooling-Vereinbarung wurden im Laufe des Jahres die frei verfügbaren liquiden Mittel regelmäßig an die Muttergesellschaft abgeführt.

Die Zahl der Beschäftigten der Gesellschaft hat sich insbesondere durch Fluktuation um etwa 17% von 35 auf 29 Mitarbeiter zum Jahresende reduziert.

Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Die Geschäftsführung schätzt die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft vor dem Hintergrund des positiven Geschäftsverlaufs im Berichtsjahr 2014 insgesamt als sehr gut und wirtschaftlich stabil ein. Das erfolgreiche und margenstarke Geschäftsmodell von Senacor spiegelt sich in einem sehr soliden Zahlenwerk wider, was Grundlage für das künftige Wachstum ist und Möglichkeiten zur weiteren Geschäftsausweitung - nahezu unabhängig von Fremdkapital - bietet.

Zusammenfassung Risiken und Entwicklung

Generell besteht eine relevante Abhängigkeit von wenigen großen Auftraggebern in teilweise konjunktursensiblen oder krisenanfälligen Branchen; ein wesentlicher Anteil mit ungefähr 64% des Umsatzes entfällt auf die drei größten Kunden.

Stetig wachsende Bekanntheit und Nachfrage nach hochwertigen IT-Beratungs- und Entwicklungsleistungen bei (sehr) großen IT-Anwendern; große Kunden können als Chance, weniger als Risiko gesehen werden.

Senacor bestätigt durchgängig seit mehreren Jahren, dass es hinsichtlich seiner Finanz- und Ertragslage weitgehend unabhängig vom makroökonomischen Umfeld und von den Entwicklungen im deutschen IT-Services Markt ist.

Wie in den Vorjahren ist keine Entspannung auf dem Recruiting-Markt für IT- und Beratungsspezialisten zu erkennen; der hart umkämpfte Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter kann das geplante Wachstum von Senacor auch künftig hemmen.

Branchenübliche kurz- bis mittelfristige Beauftragungszeiträume, mögliche Wertberichtigungen auf Forderungen oder der Ausfall eines einzelnen (großen) Kunden stellen grundsätzliche, aber nicht als hoch einzustufende Risiken dar. Die strukturelle Margenstärke des Geschäftsmodells bietet zudem einen sehr guten Risikopuffer.

Senacor kann aufgrund der guten Kapitalausstattung langlaufende Projekte und große Gewerke abbilden - somit ergeben sich Chancen im Geschäft mit (sehr) großen IT-Anwendern, nahezu unabhängig von Zahlungsbedingungen mit langen Fristen.

Senacor erwartet im laufenden Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz zwischen 16 bis 18 Mio. Euro, einen Rohertrag zwischen 11 bis 13 Mio. Euro und eine unverändert gute Ertragslage. Wesentlich Wachstumschancen ergeben sich hinsichtlich der in 2014 neu gewonnenen Kunden und der Vertiefung von Bestandskundenbeziehungen im Automobilsektor.

Gesamtaussage zu den Risiken der Gesellschaft

Die Risiken, die unmittelbar den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft betreffen könnten, sind aus Sicht der Geschäftsführung insgesamt gut abschätzbar und beherrschbar, teilweise aber auch schwer von Senacor beeinflussbar, beispielsweise die angespannte Lage auf dem IT-Fachkräftemarkt. Zudem dürften die wirtschaftliche Stärke und die Erfahrungen in komplexen IT-Projekten, die in den letzten Jahren stetig unter Beweis gestellt wurden, mögliche Risiken und deren finanzielle Auswirkungen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit abfedern.

2 GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

Geschäftsmodell

Senacor ist ein spezialisierter IT-Dienstleister und hilft großen Unternehmen bei der Planung und Umsetzung einer strukturellen Optimierung ihrer IT-Landschaft. Der Schwerpunkt der Leistungen liegt in der strategischen, technisch-architektonischen und fachlichen Beratung an der Schnittstelle zwischen Business und IT. Zudem unterstützt Senacor seine Kunden im Management der Umsetzung großer Programme, bei denen die IT-Landschaft entlang der strategischen Geschäftsanforderungen auszurichten ist. Insbesondere bei derartigen Projekten erbringt Senacor im Rahmen der Umsetzung und Systemintegration darüber hinaus Software-Entwicklungsleistungen. Senacor ist auf diesem Gebiet einer der führenden Anbieter mit einer stark differenzierenden Positionierung. Zum Kundenkreis zählen große bis sehr große Blue-Chip Unternehmen aus den Bereichen Automobil und Logistik.

Organisation

Die Muttergesellschaft Senacor Technologies AG mit Sitz in Schwaig b. Nürnberg hat mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 25.11.2014 Geschäftsanteile in Höhe von 22% vom Minderheitsgesellschafter erworben und hält zum Geschäftsjahresende 100% der Anteile am Nominalkapital der Senacor ISG GmbH. Zwischen beiden Gesellschaften besteht eine Cash-Pooling- und Geschäftsbesorgungsvereinbarung.

Die Gesellschaft ist in Deutschland am Sitz in Eschborn vertreten. Ferner werden unselbstständige Projektbüros, unter anderem in Bonn und Schwaig bei Nürnberg betrieben.

Die Senacor Technologies AG besorgt für die operativen Tochtergesellschaften und den Konzern sämtliche zentralen Leistungen bezüglich der allgemeinen Verwaltung, der IT-Organisation und Infrastruktur sowie Recruiting und Personalentwicklung.

3 WIRTSCHAFTSBERICHT

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung 2014 und Rückblick

Nach Schätzungen von Gartner wuchsen der weltweite IT-Gesamtmarkt sowie der Teilmarkt für IT-Services und -Dienstleistungen im Jahr 2014 um etwa 2% bis 3%. Dies liegt deutlich unter den prognostizierten Steigerungsraten von 4% bis 6% - je nach Definition der einzelnen Segmente und Teilmärkte.

In Westeuropa ist Deutschland nach Umfang des Marktvolumens und mit einem Wachstum des gesamten IT-Sektors von etwa 2% Spitzenreiter - zumal der Markt im Jahr 2014 erneut schneller wuchs als das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland mit 1,5% (Statistisches Bundesamt).Der für Senacor relevante Teilmarkt für Software und IT-Services nahm im Vergleich zum Gesamtmarkt hingegen stärker um 3% zu. Die Analysten von Bitkom hatten für 2014 ein Plus von etwa 2% für den deutschen IT-Gesamtmarkt und lediglich ein Plus von etwa 1% für den Teilmarkt Software und IT-Services ("IT-Beratungsmarkt") erwartet. Aus der Lünendonk-Studie 2014 geht hervor, dass der IT-Services Markt der größte Wachstumstreiber für den deutschen IT-Gesamtmarkt ist, wobei die stärkste Nachfrage nach IT-Beratung und -Service aus den Branchen Banken, Automobilindustrie, Telekommunikation sowie Energie/Handel und Öffentlicher Dienst kommt.

Prognose 2015

Für den weltweiten IT-Gesamtmarkt wird nach aktuellen Prognosen von Gartner und IDC ein Wachstum zwischen 3% und 4% im Jahr 2015 erwartet.

Der deutsche IT-Markt dürfte sich dagegen mit einem Plus von etwa 2% bis 3% (IDC und Bitkom) im Vergleich zum Vorjahr weiterentwickeln. Demnach würden die Bereiche Software und IT-Services im Jahr 2015 um etwa 3% - ähnlich wie in 2014 - zulegen. Eine positive, wenn auch etwas weniger euphorische Indikation für die Marktentwicklung liefert auch die aktuelle Umfrage von Capgemini zu den IT-Trends 2015: Demnach plant etwa ein Drittel (zum Vergleich: 2014 etwa 40%, 2013 etwa 50%) der befragten CIOs mit höheren IT-Budgets im Jahr 2015. Für die beiden Folgejahre rechnen hingegen wieder deutlich mehr CIOs mit steigenden Etats. Laut der Studie streben die CIOs im Wesentlichen eine Steigerung der IT-Effizienz, Kostensenkung und den Ausbau der Digitalisierung an. Zu den Top-Trends 2015 zählen Daten, mobile Technologien und das gezielte Management der Anwendungslandschaft. Der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern insbesondere in den Bereichen Big Data Analytics und mobile Technologien spielt zudem eine wesentliche Rolle.

Das prognostizierte Wachstum führt unserer Einschätzung nach jedoch nur bedingt zu höheren Tagessätzen. Die Analysten von PAC erwarten im Jahr 2015 ebenso nur eine Steigerung der durchschnittlichen Tagessätze von etwa 1%. Zwar ist weiterhin mit einem knapper werdenden Angebot an fachlich spezialisierten Consultants und Entwicklern zu rechnen, andererseits werden die unsicheren volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa dazu führen, dass IT-Budgets knapp kalkuliert werden. Kunden werden sich weiterhin nicht langfristig binden wollen und stattdessen eher kurzfristige Verträge mit häufigeren Preisverhandlungen anstreben. Zudem ist der Trend zum sogenannten Nearshoring und Offshoring von Programmier- und Implementierungsarbeiten unverkennbar und lässt die Preise tendenziell unter Druck geraten. Hingegen sind in denjenigen Branchen mit stabilem Wachstum höhere Investitionen zum Beispiel in die Themen Cloud Computing, Data Quality Management, Big Data oder Mobile Computing (vgl. PAC, Gartner, Capgemini und IDC) zu erwarten, um grundsätzlich das Automatisierungs- und Standardisierungsniveau zu erhöhen.

Die dargestellten Wachstumsaussichten für die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen sind unter der Erwartung erheblicher Schwankungen nur mit Vorsicht und nur mit einer Planungsunsicherheit einzuschätzen. Insbesondere weitere Konjunktur- und Finanzierungsrisiken aufgrund der hohen Staatsverschuldung sind in allen großen Wirtschaftsräumen, vor allem im Euro-Raum, nicht auszuschließen. Insgesamt lassen sich die Auswirkungen derartiger Entwicklungen auf Großunternehmen und Banken nur schwer absehen. Unseres Erachtens sind die aktuellen Entwicklungen auf dem IT-Services Markt in der für Senacor relevanten DACH-Region als eingeschränkt positiv und schwankungsanfällig einzuordnen. In den Branchen Telekommunikation, Automobil und Logistik ist die Entwicklung der IT-Vorhaben weiterhin schwer kalkulierbar.

3.2 Geschäftsverlauf

Die Gesamtleistung der Gesellschaft ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um etwa 1% gesunken und lag damit deutlich unter der durchschnittlichen Steigerungsrate von etwa 16% in den Jahren zwischen 2010 und 2014.

Die Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Markt für IT-Services in Deutschland leicht unterdurchschnittlich entwickelt. Wichtig für die weitere Geschäftsentwicklung waren insbesondere umfangreiche Folgeprojekte bei Bestandskunden, z.B. bei einem großen Automobilhersteller, die teilweise erhebliche Umsatzrückgänge im Logistik- und übrigen Automobilbereich ausgeglichen haben. Geschäftswachstum durch Neukunden wurde im Wesentlichen nicht erzielt, so dass das Bestandskundengeschäft zumindest stabilisierend wirkte.

Letztlich spiegelt sich die Wertschöpfung der Gesellschaft im Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Aufwand für Vorleistungen und Reisen) wider. Der Rohertrag der Gesellschaft reduzierte sich mit einem Minus von etwa 1% in gleichem Umfang wie die Gesamtleistung, verbleibt aber auf einem im Branchenvergleich hohen Niveau. Etwas besser entwickelten sich die Geschäftsfelder mit Fokus auf Logistik und Automobil.

Mit einer gegenüber dem Wettbewerb überdurchschnittlich hohen Ertragsmarge (EBIT gemessen am Rohertrag) bestätigt Senacor erneut die hohe strukturelle Profitabilität, die das Geschäftsmodell nachhaltig über die letzten Jahre hinweg erzielt hat. Die Profitabilität wird in erster Linie durch die effiziente Kapazitätsauslastung und durch den stabil hohen Projekttagessatz (effektiv abrechenbarer Tagessatz) bestimmt. Diese Entwicklung weist auch darauf hin, dass die Gesellschaft weitgehend unabhängig vom Preiswettbewerb mit herkömmlichen Anwendungsentwicklungsleistungen ist. Gleichzeitig ist aber zu beobachten, dass einige Kunden beim Einkauf von Software-Entwicklungsleistungen in bestimmten Projektsituationen sehr preissensibel agieren und gezielt nearshoring-Leistungen nachfragen, die in der Regel remote in ost- oder südeuropäischen Ländern für IT-Anwender in Deutschland oder Österreich erbracht werden. Die Senacor-Gruppe hat mit der Eröffnung der Betriebsstätte im Osten der Slowakei im Jahr 2014 auf diesen Nachfragetrend reagiert und kann damit gezielt Anfragen von Bestandskunden bedienen. Im Wesentlichen werden die remote Entwicklerkapazitäten dabei als Unterstützung der onsite Projektteams beim Kunden und unter der Projektleitung von Senacor eingesetzt.

Grundsätzlich konnte der hohe Personalbedarf für zusätzliches Geschäftswachstum und zur Befriedigung der Kundennachfrage im Berichtsjahr nicht vollständig gedeckt werden. Vor dem Hintergrund des weiterhin sehr angespannten Bewerbermarktes für IT-Fachkräfte fielen erneut hohe Aufwendungen für zusätzliche Recruiting-Maßnahmen und Aufwendungen für Personalberater an. Der Einsatz von freiberuflichen Mitarbeitern blieb weitgehend konstant. Die Mitarbeiterfluktuation lag in der Gesellschaft insgesamt höher als in der Senacor-Gruppe und deutlich über dem Stand der Vorjahre.

Die Gesellschaft beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 2014 insgesamt 29 Mitarbeiter (Vorjahr: 35).

3.3 Lage der Gesellschaft

3.3.1 Ertragslage

Senacor konnte im Berichtsjahr nicht die Gesamtleistung des Vorjahres erzielen, sondern verzeichnete einen unwesentlichen Rückgang um etwa 1%. Die Gesamtleistung der Gesellschaft reduzierte sich um 0,2 Mio. Euro auf 14,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 14,3 Mio. Euro). Die ordentlichen Umsatzerlöse verminderten sich ebenfalls unwesentlich um 0,2 Mio. Euro auf 14,1 Mio. Euro. Etwa 44% der Gesamtleistung wurde mit Kunden im Bereich Logistik und 27% mit Kunden im Bereich Automotive erzielt. Der Rohertrag, ermittelt aus der Gesamtleistung abzüglich der eingekauften Vorleistungen und der direkt zurechenbaren Projektreisekosten, spiegelt die strukturelle Leistungsfähigkeit der Gesellschaft im Projektgeschäft deutlicher wider als die reine Umsatzbetrachtung. Im Geschäftsjahr 2014 reduzierte sich diese Kennzahl leicht um etwa 1% auf 8,9 Mio. Euro (Vorjahr: 9,0 Mio. Euro), was deutlich unter der eigenen durchschnittlichen Wachstumsrate der Vorjahre zwischen 2010 und 2014 liegt.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) entwickelte sich gegenläufig zum Rohertrag und stieg um etwa 12% auf 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss erhöhte sich mit einem Plus von 15% auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,5 Mio. Euro) stärker als das EBIT.

Im Vergleich zur reduzierten Gesamtleistung und zum verminderten Rohertrag (jeweils etwa minus 1%) stiegen das EBIT (etwa plus 12%) und der Jahresüberschuss (etwa plus 15%) deutlich an. Dies ist im Wesentlichen auf folgende Effekte zurückzuführen:

Der Personalaufwand reduzierte sich aufgrund des Mitarbeiterrückgangs um etwa 5% auf 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro), somit etwa 6%-Punkte stärker als die Gesamtleistung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen minderten sich deutlich um etwa 11% auf 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der Projektreisekosten in Höhe von etwa 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: etwa 2,4 Mio. Euro), die bereits im Rohertrag als Ausgangsgröße verrechnet sind, beträgt der Rückgang der übrigen Betriebsaufwendungen für Konzernumlagen etwa 13%.

Insgesamt ist die Gewinnentwicklung der Gesellschaft ein Ausdruck der hohen Abrechnungsauslastung und der starken (Preis-)Positionierung von Senacor. Der Umsatzrückgang ist nicht als Zeichen von sinkender Profitabilität zu interpretieren, vielmehr erzielt Senacor nachhaltig eine strukturelle EBIT-Marge (gemessen am Rohertrag) auf einem äußerst hohen Niveau, im Berichtsjahr etwa 42% (Vorjahr: etwa 38%). Bei den in diesem Abschnitt angegebenen Kennzahlen handelt es sich um die wesentlichen Leistungsindikatoren nach denen die Gesellschaft gesteuert wird.

3.3.2 Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr leicht von 7,3 Mio. Euro um etwa 1% auf 7,4 Mio. Euro ausgeweitet. Dabei machen die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen etwa 38% (im Vorjahr: 35%) sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen etwa 58% (Vorjahr: 65%) der Vermögensseite aus. Klassische materielle, langfristige Aktiva spielen grundsätzlich keine signifikante Rolle im Geschäftsmodell von Senacor, vielmehr zeigen sich die weiteren Vermögensgegenstände der Gesellschaft vor allem in den nicht bilanzierten Werten wie "Know-how", "Mitarbeiter" und "Kundenbeziehungen".

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr leicht um etwa 10% auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,5 Mio. Euro). Der im Verhältnis zur Gesamtleistung hohe Bestand an Forderungen ist nicht auf ein schlechtes Zahlungsverhalten der Kunden zum Jahresende zurückzuführen, sondern bildet Sondereffekte im Zusammenhang mit einem großen Gewerk ab. Aus diesem Gewerk erfolgten erst zum Jahresende Meilensteinabnahmen mit einem Umsatzvolumen von etwa 1,6 Mio. Euro. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus der Cash-Pooling-Vereinbarung mit der Muttergesellschaft.

Die Senacor ISG GmbH weist zum Jahresende keine Guthaben bei Kreditinstituten aus, da die frei verfügbaren liquiden Mittel regelmäßig im Rahmen einer Cash-Pooling-Vereinbarung an die Muttergesellschaft abgeführt und ggf. kurzfristige Finanzierungsbedarfe durch diese wieder ausgeglichen werden. Mit einem Wertpapier- und Barmittelbestand von etwa 17,9 Mio. Euro (Vorjahr: 18,4 Mio. Euro) bei einer Konzernbilanzsumme von 44,6 Mio. Euro (Vorjahr: 32,7 Mio. Euro) zum Jahresende verfügt die Senacor-Gruppe, und somit auch die Senacor ISG GmbH, über eine komfortable, ausreichende Nettoliquidität und eine starke Innenfinanzierungskraft. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Senacor-Gruppe bestehen zum Stichtag in Höhe von 4,8 Mio. Euro. Bei Bedarf kann Senacor auf Bankkreditlinien zurückgreifen, sieht sich aber bis auf weiteres unabhängig von Fremdkapital.

Die Eigenkapitalquote liegt mit etwa 2% leicht unter dem Vorjahreswert von 3%. Diese äußerst niedrige Quote lässt sich grundsätzlich durch die Verrechnung der Vorabausschüttung in Höhe von etwa 2,9 Mio. Euro im ausgewiesenen Bilanzgewinn erklären. Für das Berichtsjahr wird somit der komplette Jahresüberschuss zzgl. eines Teils des Gewinnvortrages als Dividende an die Gesellschafterin ausgeschüttet.

Die Lage der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung als positiv eingeschätzt.

4 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

4.1 Risikomanagement

Senacor führt auf Ebene des Gesamtkonzerns verschiedene Kontrollmethoden im Rahmen eines internen Kontroll- und Risikomanagementsystems durch, dessen Ziel die Früherkennung und Abwägung von allgemeinen Unternehmensrisiken ist. Das Risikomanagementsystem betrifft im Wesentlichen den Fachbereich Finance mit seinen Unterbereichen Corporate Planning & Reporting, Controlling und Projekt Controlling. Zu deren Aufgaben zählen unter anderem die laufende Überwachung und Prognose des Cashflows, die monatliche Aktualisierung der gesamten Geschäfts- und Finanzprognose auf Basis eines umfassenden Planungsprozesses unter enger Einbeziehung der Projektverantwortlichen sowie die Kontrolle der Sach- und Personalbudgets. Integraler Bestandteil der Kontrollprozesse ist das Auftrags-, Abrechnungs- und Auslastungsmanagement auf Ebene der Projekte und Geschäftsbereiche.

Ergänzend hierzu wurde zu Beginn des Berichtsjahres ein formales Entscheidungsgremium, das Executive Committee, zur effizienten und wirkungsvollen Unternehmenssteuerung etabliert. Das Executive Committee besteht aus den Managing Directors sowie dem CFO des Konzerns und behandelt in kurzen, regelmäßigen Abständen die wesentlichen, insbesondere die strategisch und risikorelevanten generellen Fragestellungen zur Gesellschaft, zum Konzern sowie zum Kundenportfolio. Die Kontroll- und Risikomanagementsysteme unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Management und werden bedarfsgerecht fortlaufend überarbeitet, um neuen und bestehenden Risiken entgegenzuwirken sowie Chancen und Entwicklungspotenziale identifizieren und nutzen zu können.

4.2 Risikobetrachtung unter Berücksichtigung möglicher Chancen

Unter sorgfältiger Abschätzung der nachstehenden Erläuterungen dürften die genannten Risiken aus Sicht der Geschäftsführung keine grundsätzliche Gefährdung des Geschäftsverlaufs und der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft darstellen. Vielmehr ergeben sich hieraus auch Chancen zur weiteren Geschäftsentwicklung.

4.2.1 Marktrisiken, Risiken der Geschäftsstrategie

Einen wesentlichen Anteil der Umsatzerlöse erzielt Senacor mit wenigen großen Auftraggebern, die schwerpunktmäßig aus dem Logistik- und Automobilsektor stammen. Deren Kerngeschäft liegt wiederum in konjunktursensiblen und krisenanfälligen Branchen und Regionen. Beispielsweise könnte eine dauerhafte gesamtwirtschaftliche Abschwächung oder eine wiederholte Bankenkrise insbesondere in Europa eine konjunkturelle Eintrübung in Deutschland nach sich ziehen, die sich unmittelbar auf die Kunden von Senacor auswirkt und diese unter Kostendruck setzt. In einem unsicheren und schwankungsanfälligen Geschäftsklima kann somit nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Investitionsbudgets großer Kunden in Zukunft verringern oder sich die zeitliche Planung größerer Investitionen verzögern wird. Dies kann sich negativ auf das Geschäftsvolumen und auf die Ertragslage von Senacor auswirken.

Ein erhebliches Unternehmensrisiko liegt zudem in einem relativ kleinen Kundenportfolio, in dem trotz der weiteren Diversifikation ein wesentlicher Teil von etwa 64% des Umsatzes (Vorjahr: etwa 50%) auf die drei größten Auftraggeber entfällt. Die Abhängigkeit von großen Auftraggebern ist wiederum durch das Geschäftsmodell von Senacor bedingt, da im Verhältnis zur Unternehmensgröße vergleichsweise große Projektteams zur Unterstützung von IT-Großprojekten tätig werden. Die Geschäftsstrategie ist darauf ausgerichtet, derartige Schwankungen in Großprojekten aufgrund der hohen Nachfrage und der flexiblen internen Allokationsprozesse geeignet auszugleichen. In den vergangenen Jahren konnte dies mehrfach unter Beweis gestellt werden.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie ist der Ausbau der Marktführerschaft bei der Umsetzung von großen IT-Transformationsprojekten. Neben der Ausweitung im bisherigen Branchenumfeld strebt Senacor die Gewinnung von Marktanteilen in anderen Segmenten und in anderen Regionen, insbesondere der DACH-Region, an. Insgesamt sind für die genannten Vorhaben Investitionen, unter anderem für Produktvorleistungen sowie für die Neugewinnung, Qualifikation und Spezialisierung von Mitarbeitern unerlässlich. Dies könnte sich zunächst negativ auf die Finanz- und Ertragslage von Senacor auswirken.

Der Rückblick auf die im Vorjahr getätigten Prognosen und Aussagen zu den Markt- und Geschäftsrisiken lässt folgende Einschätzung zu: Aus Sicht der Gesellschaft hat sich ein schwächeres, makroökonomisches Umfeld, teilweise sogar ein krisenähnliches Umfeld im Banken- und Währungsbereich, nicht negativ auf die Finanz- und Ertragslage von Senacor ausgewirkt. Die Entwicklung auf dem IT-Services-Markt in Deutschland im Jahr 2014 hatte ebenfalls keinen Einfluss auf das Geschäft von Senacor. Vielmehr eröffnen sich für die Gesellschaft aufgrund der spezialisierten Marktstellung zahlreiche Chancen aus einer stetig wachsenden Bekanntheit und Nachfrage nach hochwertigen IT-Beratungs- und Entwicklungsleistungen bei großen bis sehr großen IT-Anwendern in verschiedenen Regionen und Branchen. Insofern ist der Fokus auf (wenige) große Kunden nicht ausschließlich aus der Risikoperspektive zu sehen.

4.2.2 Projektrisiken

Umfangreiche IT-Transformationsprojekte sind häufig mit einem hohen Einsatz von Ressourcen und Kapazitäten auf Seiten der Kunden verbunden und unterliegen einer Vielzahl von Risiken, auf die Senacor in der Regel nur mittelbaren oder geringen, teilweise auch gar keinen Einfluss hat. Insbesondere bei Projekten mit hohen Auftragsvolumina kann eine abrupte Veränderung in der Projekt- und Kundensituation kurzfristig hohe Umsatzausfälle bei Senacor verursachen. Darüber hinaus sind mögliche, verbliebene Einzelprojektrisiken aufgrund von Nach- oder Gewährleistungsarbeiten bei Gewerklieferungen in der Bilanz in ausreichendem Umfang berücksichtigt. Gegen typische Vermögens- und Haftpflichtschäden aus Projektleistungen ist Senacor in adäquater Höhe betrieblich versichert.

Ausgehend von den langjährigen Erfahrungen im IT-Projektgeschäft ist eine signifikante Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung als Ganzes durch derartige Projektrisiken unwahrscheinlich. In der Abwägung zu den Risiken ergeben sich aus umfangreichen, langfristigen IT-Transformationsprojekten gute Chancen für weiteres Wachstum mit entsprechend hochwertigen Dienstleistungen.

4.2.3 Personalwirtschaftliche Risiken

Der Geschäftserfolg von Senacor basiert auf der Erbringung von spezialisierten IT-Dienstleistungen in einem sehr komplexen Umfeld. Somit bilden hervorragend qualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte die Grundlage für den wirtschaftlichen (Projekt-)Erfolg. Personalwirtschaftliche Risiken umfassen sowohl die Bindung und Betreuung der bestehenden Mitarbeiter als auch die Rekrutierung von qualifiziertem Fach- und Führungspersonal. Im Berichtsjahr hat sich die Marktsituation für die Suche von Fachpersonal weiterhin nicht entspannt. Dies erschwert erheblich die Besetzung von offenen Positionen, die für ein weiteres Wachstum erforderlich sind. Der Recruiting-Markt ist von allen IT-Unternehmen hart umkämpft und sieht sich einer stark wachsenden Nachfrage nach Experten und Spitzenkräften gegenüber. Auch in den nächsten Jahren ist nicht mit einer Entspannung dieser Situation zu rechnen, vielmehr wird der Fachkräftemangel insbesondere in den technischen Branchen in Deutschland ein grundsätzliches Problem bleiben. Die in den letzten Jahren gestarteten öffentlichen Initiativen müssen zunächst noch zeigen, ob es tatsächlich gelingen wird, auch aus benachbarten europäischen Arbeitsmärkten junges Fachpersonal nach Deutschland zu lotsen.

Um die Mitarbeiterbindung und das Bewerberinteresse weiter zu steigern, bietet Senacor technisch anspruchsvolle Projekteinsätze, ein interessantes Gesamtpaket aus überdurchschnittlicher, leistungsbezogener Bezahlung, freier Wohnortwahl und umfangreichen Trainingsangeboten. Hierzu erfolgen regelmäßige Leistungs- und Entwicklungsgespräche, aus denen potenzielle Bedarfe abgeleitet und durch entsprechende Maßnahmen begleitet werden. Vor dem Hintergrund der starken Nachfrage nach IT-Spezialisten kann jedoch nicht garantiert werden, Experten und entscheidende Leistungsträger langfristig an Senacor zu binden. Sollte Senacor als Arbeitgeber daher in kurzem Zeitabstand eine größere Anzahl seiner Mitarbeiter verlieren und nicht entsprechend ersetzen können, ist mit einer ernsthaften Beeinträchtigung des Projektgeschäfts zu rechnen.

Die Einschätzung aus dem Vorjahr hinsichtlich der angespannten Entwicklung auf dem Bewerbermarkt hat sich bestätigt. Insofern ist eine Änderung der Risikoeinschätzung zum Personalwachstum mittelfristig nicht erkennbar. Senacor hat jedoch Chancen, sich mit ausgefeilten Konzepten zur Mitarbeiterbindung und hohen Investitionen in den Aufbau der Marke, die für interessante und herausfordernde Arbeitsinhalte steht, von den übrigen Wettbewerbern abzusetzen und sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

4.2.4 Finanzrisiken

Kurz- bis mittelfristige Beauftragungslaufzeiten, die üblicherweise im Projektgeschäft vereinbart werden, stellen grundsätzlich ein Risiko für Senacor dar. Als Folge einer zunehmenden Unsicherheit hinsichtlich der IT Budgetplanungen sind die Entscheidungsträger der Kunden tendenziell seltener dazu bereit, sich langfristig an einzelne Dienstleister zu binden. Typische Beauftragungen von IT-Beratungs- und Entwicklungsleistungen umfassen daher oftmals nur Laufzeiten von drei bis sechs Monaten, obwohl IT-Transformationsprojekte eher langfristig geplant und budgetiert werden. Derartige Projekte sind aufgrund ihrer strategischen Dimension beim Kunden, der Laufzeit und der technischen Komplexität durch hohe Auftragsvolumina gekennzeichnet.

Risiken, die sich aus einer potenziellen Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergeben, schätzt Senacor angesichts der durchweg hohen Bonität der Kunden als gering ein. Verzögerungen bei der Kundenabrechnung aufgrund fehlender Aufträge oder im Rahmen des Zahlungsausgleichs bewegen sich in einer vertretbaren Größenordnung und sind nicht kritisch für die Finanzlage der Gesellschaft. Der vollständige Ausfall eines der wesentlichen Kunden kann sich zwar erheblich negativ auf die Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft auswirken, aber dürfte aufgrund der äußerst soliden Finanzausstattung nicht grundlegend gefährdend sein.

Rückblickend lässt sich die niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit von Finanzrisiken, die die Gesellschaft in seinen bisherigen Einschätzungen abgegeben hat, bestätigen und zunächst aufrechterhalten. Für Senacor ergeben sich aufgrund der sehr guten Kapitalausstattung und der konservativen Liquiditätsplanung insofern Chancen im Geschäft mit großen bis sehr großen IT-Anwendern, da Senacor große, langlaufende Projekte - auch große Gewerke - abbilden kann, nahezu unabhängig von Zahlungsplänen und -bedingungen mit langen Fristen.

4.2.5 Sonstige Betriebsrisiken

Die Kernprozesse bei Senacor sind von der IT-Infrastruktur, insbesondere von Mail-, Netzwerk- und Betriebssystemen abhängig. Angriffe durch schädliche Computerviren, Ausfälle bei Umstellungsprozessen oder bei Drittdienstleistern können einen Ausfall der kritischen Infrastruktur bedingen. Dies kann signifikante Ausfallzeiten bei Senacor-Mitarbeitern oder hohe Wiederherstellkosten zur Folge haben und der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erheblichen Schaden zufügen. Senacor setzt zur Verminderung dieser Risiken Schutzmaßnahmen wie Firewalls, Virenabwehr-, Verschlüsselungs- und Backup-Software sowie hochverfügbare Netzwerke ein. Im Geschäftsjahr 2014 wurden in diesem Zusammenhang verschiedene Maßnahmen umgesetzt, die unter anderem die Herstellung von Redundanzen bei kritischen Systemen (Outsourcing des Mail-Servers an einen der größten Rechenzentrumsbetreiber) sowie die Einführung von IT-Nutzungs- und Datensicherheitsrichtlinien beinhalten.

Die Einschätzung zu den sonstigen Betriebsrisiken aus den Vorjahren hat weiterhin Bestand. Bislang sind Ausfälle oder Sicherheitsprobleme nur im geringen, für das Geschäftsmodell von Senacor unkritischen Ausmaß aufgetreten.

4.3 Künftige Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftschancen

Für das laufende Geschäftsjahr 2015 werden für die Gesellschaft eine Gesamtleistung zwischen 16 und 18 Mio. Euro und ein Rohertrag zwischen 11 und 13 Mio. Euro erwartet. Die Ertragsmarge wird voraussichtlich stabil auf dem hohen Niveau der Vorjahre liegen. Ein ausführlicher wirtschaftlicher Ausblick über das Jahr 2016 hinaus kann aus heutiger Sicht abschließend nicht gegeben werden. Aufgrund des bisherigen Wachstums von Senacor wird unter gleich bleibenden Bedingungen und unter vorsichtiger Abwägung der skizzierten Risiken mittelfristig mit einer ähnlichen wirtschaftlichen Entwicklung wie im Geschäftsjahr 2014 gerechnet. Senacor geht für die kommenden Jahre davon aus, dass sich die Gesellschaft strukturell vom Wachstum des Marktes entkoppeln wird. Die im Bericht zum Vorjahr abgegebene Geschäftsprognose und Einschätzung zur Entwicklung der ersten Monate ging von einer Gesamtleistung von etwa 10 bis 11 Mio. Euro für das Gesamtjahr 2014 aus und konnte mit den tatsächlich im Berichtsjahr erzielten Werten übertroffen werden.

Wesentliche Wachstumschancen sieht Senacor in der weiteren Kundendiversifikation durch Neukunden und neue Branchen, in der Vertiefung von Bestandskundenbeziehungen und durch eine Verbreiterung des Angebots. Hierzu zählt insbesondere ein weiterer Ausbau der fachlichen Beratungsleistungen, die nicht an die IT-Abteilungen, sondern direkt an die Fachbereiche der Kunden geliefert werden. Senacor ist zuversichtlich, dass die Nachfrage weiterhin hoch bleiben wird, was durch die Geschäftsentwicklung der ersten Monate im laufenden Geschäftsjahr 2015 unterstützt wird. Senacor kann sich im derzeitigen Marktumfeld gut behaupten und seinen Bekanntheitsgrad kontinuierlich ausbauen. Die Kundenprojekte verlaufen insgesamt im Rahmen der Erwartungen. Auf Basis der aktuellen Auftragslage wird nicht mit einer Verschlechterung der Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 gerechnet. Andererseits ist derzeit schon absehbar, dass einzelne Kundenprojekte aufgrund der Restriktionen bei Personalkapazitäten nicht oder nicht in vollem Umfang bedient werden können. Es besteht insofern eine gewisse Unsicherheit, ob die Personal- und Umsatzplanung für das Geschäftsjahr 2015 realisierbar ist. Dieser Faktor stellte in den letzten Jahren die wesentlichste Begrenzung der Wachstumsmöglichkeiten dar.

4.4 Nachtragsbericht

Wesentliche Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres 2014, die den Geschäftsverlauf der Gesellschaft beeinträchtigen könnten, sind der Geschäftsführung derzeit nicht bekannt.

 

Eschborn, den 23. März 2015

Senacor ISG GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31.12.2014

Aktiva

  Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen   275,00 1.226,00
II. Sachanlagen      
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   2.807,50 10.462,00
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
unfertige Leistungen   0,00 6.549,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.784.991,01   2.522.417,45
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.239.242,60   4.713.674,82
- davon gegen Gesellschafter Euro 4.239.242,60 (Euro 4.713.674,82)      
3. sonstige Vermögensgegenstände 317.191,34   3.954,78
    7.341.424,95 7.240.047,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten   19.485,54 11.183,82
    7.363.992,99 7.269.467,87

PASSIVA

     
  Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn   146.367,70 180.449,78
- davon Gewinnvortrag Euro 180.449,78 (Euro 209.903,21)      
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 253.365,00   505.380,50
2. sonstige Rückstellungen 415.054,62   484.124,76
    668.419,62 989.505,26
C. Verbindlichkeiten      
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00   11.085,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.900,13   19.405,60
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 188.450,26   241.738,71
4. sonstige Verbindlichkeiten 6.323.855,28   5.802.283,52
    6.524.205,67 6.074.512,83
- davon gegenüber Gesellschaftern Euro 4.825.000,00 (Euro 5.150.000,00)      
- davon aus Steuern Euro 730.566,25 (Euro 488.505,37)      
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 6.068,63 (Euro 2.995,83)      
    7.363.992,99 7.269.467,87

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2014 bis 31.12.2014

  Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Umsatzerlöse   14.117.298,48 14.323.408,61
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen   -6.549,00 -24.212,00
3. Gesamtleistung   14.110.749,48 14.299.196,61
4. sonstige betriebliche Erträge   78.998,36 78.869,66
5. Materialaufwand      
Aufwendungen für bezogene Leistungen   4.285.113,93 4.350.066,44
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 2.686.977,78   2.781.712,73
b) soziale Abgaben 367.752,16   427.591,67
    3.054.729,94 3.209.304,40
7. Abschreibungen      
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   10.674,44 19.717,50
8. sonstige betriebliche Aufwendungen   3.058.537,79 3.418.966,20
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   28.279,03 24.007,38
- davon aus verbundenen Unternehmen Euro 22.009,03 (Euro 19.543,30)      
- davon aus Abzinsung Euro 2.466,00 (Euro 1.076,00 )      
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   10.390,00 4.512,00
- davon aus Abzinszung Euro 200,00- (Euro 1.867,00-)      
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   3.798.580,77 3.399.507,11
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   957.662,85 928.960,54
13. Jahresüberschuss   2.840.917,92 2.470.546,57

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Senacor ISG GmbH, Eschborn, wurde zum 31.12.2014 auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für Kapitalgesellschaften und der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Form der Darstellung im Jahresabschluss gegenüber dem Vorjahr wird grundsätzlich beibehalten.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 bis 251 HGB sowie der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 268 bis 274a, 276 bis 278 HGB erstellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Von den nach § 276 Satz 1 HGB zugelassenen größenabhängigen Erleichterungen wurde kein Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256a HGB aufgestellt.

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen.

Soweit abnutzbar, wurden die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 1 bis 3 Jahren.

Zugänge des Geschäftsjahres 2014 wurden zeitanteilig abgeschrieben.

Bewegliche, selbstständig nutzungsfähige Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu Euro 410,00 wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Unfertige Leistungen wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten und der allgemeinen Verwaltungskosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum beizulegenden Wert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten wurden zu Anschaffungskosten, bezogen auf den jeweiligen Gesamtbetrag unter Abzug planmäßiger Auflösungen, bewertet.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes des vergangenen Jahres abgezinst. Der Zinssatz wird von der Deutschen Bundesbank ermittelt und monatlich bekanntgegeben.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Gegenstände des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014 ist dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Umlaufvermögen

Die Restlaufzeiten der Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

  Gesamtbetrag Restlaufzeit
  in Euro bis 1 Jahr
in Euro
zwischen 1 und 5 Jahre
in Euro
über 5 Jahre
in Euro
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.784.991,01 2.784.991,01 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.522.417,45) (2.522.417,45) (0,00) (0,00)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.239.242,60 4.239.242,60 0,00 0,00
(Vorjahr) (4.713.674,82) (4.713.674,82) (0,00) (0,00)
Sonstige Vermögensgegenstände 317.191,34 317.191,34 0,00 0,00
(Vorjahr) (3.954,78) (3.954,78) (0,00) (0,00)
  7.341.424,95 7.341.424,95 0,00 0,00
  (7.240.047,05) (7.240.047,05) (0,00) (0,00)

Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden nicht gebildet, da im Rahmen einer Einzelbeurteilung erfassbare Ausfallrisiken zum 31.12.2014 nicht bestehen. Die gebildete Pauschalwertberichtigung berücksichtigt alle pauschalen Ausfallrisiken und Kosten für Beitreibungen von ausstehenden Forderungen.

Im Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Euro 412.123,87, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von Euro 211.344,74, Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft Euro 548.863,20 sowie Forderungen aufgrund einer Cashpooling-Vereinbarung von Euro 4.587.326,67 gegen dasselbe verbundene Unternehmen enthalten und saldiert ausgewiesen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Teilbetrag von Euro 1.313,88 enthalten, der rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entsteht.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag Euro 25.000,00. Die Stammeinlage wurde vollständig und in bar eingezahlt.

Die Überleitung des Jahresüberschusses aus der Gewinn- und Verlustrechnung zum Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2014 geht aus der nachstehenden Übersicht hervor.

1. Jahresüberschuss zum 31.12.2014 in Euro 2.840.917,92
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Euro 180.449,78
3. Vorabgewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2014 in Euro -2.875.000,00
4. Bilanzgewinn zum 31.12.2014 in Euro 146.367,70

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt (§ 285 Nr. 12 HGB):

Rückstellungen für Resturlaub und sonstige personalbezogene Aufwendungen in Euro 198.074,00
Rückstellungen für Fremdleistung, Reisekosten und sonstige Aufwendungen in Euro 103.210,62
Rückstellungen für Gewährleistungen in Euro 113.770,00
Sonstige Rückstellungen zum 31.12.2014 in Euro 415.054,62

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

  Gesamtbetrag Restlaufzeit
  in Euro bis 1 Jahr
in Euro
zwischen 1 und 5 Jahre
in Euro
über 5 Jahre
in Euro
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.900,13 11.900,13 0,00 0,00
(Vorjahr) (19.405,60) (19.405,60) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 188.450,26 188.450,26 0,00 0,00
(Vorjahr) (241.738,71) (241.738,71) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 6.323.855,28 6.323.855,28 0,00 0,00
(Vorjahr) (5.802.283,52) (3.302.283,52) (2.500.000,00) (0,00)
  6.524.205,67 6.524.205,67 0,00 0,00
  (6.063.427,83) (3.563.427,83) (2.500.000,00) (0,00)

Im Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden zugleich Verbindlichkeits- und Forderungsposten saldiert ausgewiesen, soweit diese gegen dasselbe Unternehmen bestehen. Im Einzelnen sind hierin Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von Euro 286.506,24 und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Euro 259.068,91 saldiert gegen ein verbundenes Unternehmen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von Euro 161.012,93 gegen ein anderes verbundenes Unternehmen ausgewiesen.

Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 2.875.000,00 enthalten, die aufgrund der Vorabgewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2014 rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag (§ 268 Abs. 5 Satz 3 HGB) entstehen. Des Weiteren sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 2.500.000,00 aus der Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2013 enthalten. Von den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen Euro 4.825.000,00 gegenüber verbundenen Unternehmen.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Position Aufwendungen für bezogene Leistungen umfasst Leistungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 4.285.113,93.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von Euro 836.331,09 aufgrund einer Konzernumlage der Muttergesellschaft enthalten. Die Gesellschaft leistet eine Kompensationsleistung aufgrund einer Geschäftsverteilungsvereinbarung vom 30.09.2011 in Höhe von Euro 982.000,00.

5. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Muttergesellschaft Senacor Technologies AG mit Sitz in Schwaig b. Nürnberg stellt zum Bilanzstichtag 31.12.2014 einen Konzernabschluss auf, in dem die Senacor ISG GmbH konsolidiert wird. Dieser wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

6. Haftungsverhältnisse

Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung zusammen mit der Senacor FSG GmbH, der Senacor Solutions und der Senacor Technologies AG für Kreditlinien bei drei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt Euro 10.000.000,00. Zum Bilanzstichtag bestand keine Inanspruchnahme dieser Kreditlinien. Des Weiteren besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung der Senacor Technologies AG, der Senacor FSG GmbH und der Senacor Solutions AG für die Zurverfügungstellung eines endfälligen Darlehens in Höhe von Euro 4.750.000,00 mit einer Laufzeit bis zum 30.11.2019.

7. Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen betragen Euro 40.072,79 zum 31.12.2014, insbesondere durch Leasingverpflichtungen für Firmenfahrzeuge aufgrund arbeitsvertraglich geregelter Ansprüche. Die Restlaufzeit der Verträge liegt zwischen 1 und 20 Monaten.

Die Gesamtzahl der im Berichtszeitraum durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug 32.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft bestand im Berichtsjahr aus folgenden Mitgliedern:

Marcus Purzer, Diplom Wirtschaftsinformatiker

Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Mitglieder der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Das Mitglied der Geschäftsführung, Herr Marcus Purzer, erzielte in der Senacor ISG GmbH keine Bezüge. Seine Tätigkeit wurde in der Muttergesellschaft Senacor Technologies AG abgegolten.

 

Eschborn, 23. März 2015

Senacor ISG GmbH

Die Geschäftsführung

Anlagenspiegel zum 31.12.2014

AHK 01.01.2014
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
AHK 31.12.2014
Euro
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 3.725,54 0,00 0,00 3.725,54
II. Sachanlagen        
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 59.120,11 3.089,94 16.269,78 45.940,27
Summe Anlagevermögen 62.845,65 3.089,94 16.269,78 49.665,81
kumulierte Abschreibungen 01.01.2014
Euro
Abschreibungen
Euro
Abgänge
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2014
Euro
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 2.499,54 951,00 0,00 3.450,54
II. Sachanlagen        
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.658,11 9.723,44 15.248,78 43.132,77
Summe Anlagevermögen 51.157,65 10.674,44 15.248,78 46.583,31
Buchwert 31.12.2013
Euro
Buchwert 31.12.2014
Euro
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 1.226,00 275,00
II. Sachanlagen    
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.462,00 2.807,50
Summe Anlagevermögen 11.688,00 3.082,50

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Senacor ISG GmbH, Eschborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Nürnberg, den 23. Dezember 2015

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rupprecht, Wirtschaftsprüfer

Eberle, Wirtschaftsprüfer

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