Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 271698
Eingetragen
22.3.2002
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Großhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Die Entwicklung, Produktion, der Vertrieb von und der Handel mit Elektronik-, Mikrowellen- und Computerkomponenten, systemen und keramischem Material jeder Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Dieter Otto Müller
seit 19.2.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Dieter Otto Müllerventure management Beteiligungsgesellschaft mbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

NameAnteil
24.83%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AFT microwave GmbH

Backnang

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die AFT microwave GmbH (nachfolgend "AFT") hat ihren Sitz in Backnang bei Stuttgart und bietet seit vielen Jahrzehnten weltweit erfolgreich Produkte und Dienstleistungen in allen Bereichen der Hochleistungsmikrowellentechnik an. Unser Produktportfolio deckt eine breite Palette an Mikrowellenkomponenten und -subsystemen sowie elektronischen Geräten ab. Zu deren Realisierung greifen wir auf ein breites, ausgereiftes, technologisches Fundament, die hauseigene Ferritkeramik-Produktion sowie unsere Erfahrungen in Montage- und Klebetechnik zurück. Unsere Leistungen reichen von Materialien über Komponenten, Schaltungen und Modulen bis hin zu kompletten Systemlösungen. Jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung hochqualitativer Mikrowellen-Ferrite, gepaart mit innovativem Design, erlauben uns die Realisierung der sowohl kleinsten als auch der leistungsstärksten Mikrowellen-Zirkulatoren weltweit.

2. Organisatorische Struktur

Die AFT ist Bestandteil einer kleinen deutschen Firmengruppe und ist zum Berichtszeitpunkt zu 100% in der Hand des Gesellschafter-Geschäftsführers. Die AFT ist überwiegend in Hochtechnologieländer in Europa, Asien und in Nordamerika tätig. International unterhält die AFT feste Vertriebspartnerschaften, aber auch die Tochterunternehmung AFT microwave Inc. in den USA.

3. Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungsaktivität ist ein wesentlicher Bestandteil von AFT. Darüber hinaus kooperiert AFT im Bereich F&E mit verschiedenen unabhängigen Beratern und arbeitet eng mit unterschiedlichen Hochschulen und Forschungsinstituten zusammen. Die Forschung und Entwicklung beinhaltet dabei die Neu- und Weiterentwicklung von Standard-Produkten, aber auch die kundenspezifischen Sonderlösungen. AFT entwickelt und fertigt mit hoher Wertschöpfungstiefe und eigenem Produktionsanteil. Aufgrund der damit einhergehenden Kostenstruktur ist das Unternehmen in erster Linie auf die Entwicklung von qualitativ hochwertigen und technologisch führenden Produkten ausgerichtet. Dies erfolgt in der Regel durch eine Konzentration auf Nischenmärkte. F&E-Aktivitäten werden entweder eigenfinanziert oder mittels Fördervorhaben aus unterschiedlichen öffentlichen Budgets unterstützt. In Einzelfällen werden spezifische Entwicklungen durch Kunden finanziert. Die AFT hat im Geschäftsjahr 2023 in etwa 11,7 % des Jahresumsatzes in diverse F&E-Projekte investiert.

4. Mitarbeiter

Die Mitarbeiterbindung ist weiterhin ein wichtiger Punkt der Unternehmensstrategie, um das weitere Wachstum zu gewährleisten. Hierzu wurden neben Anpassungen in den Fringe Benefits und Vergütungsregelungen auch mehrere Workshops über einen Zeitraum von mehr als 12 Monate mit dem Titel “Zusammenarbeit und Zukunft” unter Begleitung externer Fachkräfte durchgeführt. Das während der CORONA-Zeit eingeführte Arbeiten aus dem Home-Office wurde beibehalten und für die Mitarbeiter flexibler gestaltet. Der für ein gutes Teaming wichtige persönliche Kontakt wird weiterhin gewährleistet durch eine Mindestanzahl von Büroarbeitstagen, wobei die Flexibilität erhalten bleibt.

5. Digitalisierung

Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse wurde im Jahr 2023 weiter ausgebaut. Neben der Einführung und Weiterentwicklung von digitalisierten Workflows wurden ein neues HR-System (HR-Works) und Berichtssoftware (Lucanet) etabliert.

Die Einführung von MS Teams unter Nutzung von unterschiedlichen Funktionen hat die Arbeitseffizienz weiter gesteigert.

6. Verkauf der Dünnschichttechnologie

Die Produktion im Bereich der Dünnschichttechnologie gehört seit Langem zum festen Bestandteil der AFT. Nachlassende Nachfrage aufgrund Technologiewechsel bei gleichzeitig höherem Preisdruck durch die Konsolidierung von Angebot und Nachfrage im Markt, sowie ein erheblicher Investitionsbedarf auf Grund eines veralteten Maschinenparks im Bereich der Dünnschichtproduktion haben die Geschäftsführung veranlasst das Geschäftsmodell im Bereich der Dünnschicht zu überprüfen. Eine langfristige profitable Fortführung erschien nicht möglich, so dass die Geschäftsführung sich dazu entschied, den Unternehmensbereich zum Kauf anzubieten. Im Dezember 2022 wurden die Verträge zu einem Asset-Deal mit der Reinhardt Microtech GmbH (Cicor Gruppe), ein etablierter Marktteilnehmer im Dünnschicht Segment, unterzeichnet. Ab März 2023 trat die Reinhardt Microtech GmbH als Lieferant der AFT für Dünnschichtsubstrate auf. Durch diese Vergabe der Produktion und damit ein Teil der Wertschöpfung an die Reinhardt Microtech GmbH fällt im April 2023 auf, dass eine Komponente in der weiter zurückliegenden Vergangenheit deutlich zu günstig durch die AFT verkauft wurde. Pro verkaufter Einheit ergibt sich durch den Fremdbezug ein Verlust. Die AFT musste Ihrer Lieferverpflichtung aufgrund eines Lieferabrufes nachkommen. Der Käufer lehnte eine Preisnachverhandlung ab. Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Teil der Lieferverpflichtung erfüllt werden, sodass die verbleibende Restmenge in 2024 abgeschlossen wird.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die weltwirtschaftliche Lage im Jahr 2023 war schwierig. Trotz eines robusten Starts in das Jahr 2023 verlangsamte sich das Wachstum spürbar im Laufe des Jahres. Dies resultierte im Wesentlichen aus einer schwachen Industrieproduktion und einem signifikanten Anstieg der Zinsen in den meisten Weltregionen, welche insbesondere die Wohnungsbauinvestitionen hemmten. Ein weiterer dämpfender Faktor war die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung Chinas, die wesentlich auf der Verschuldung im Immobiliensektor des Landes basierte. Die Inflation sank nur langsam von einem sehr hohen Niveau. Die Realeinkommenszuwächse, resultierend aus Lohnanpassungen, trugen nur schrittweise zur Stimulierung des Konsums bei. Lieferkettenschwierigkeiten wurden größtenteils durch neue Herausforderungen ersetzt. Obwohl die durch die Pandemie unterbrochenen Lieferketten weitgehend wiederhergestellt wurden, zeigte das weltweite verarbeitende Gewerbe angesichts eines schwachen Produktivitätswachstums, dem Auslaufen der COVID-19-Stützungsmaßnahmen und schwieriger finanzieller Bedingungen Schwächen.

Die deutsche Wirtschaft blieb 2023 weiterhin in einer schwierigen Lage. Insbesondere der private Verbrauch erwies sich als anfällig für konjunkturelle Schwächen, und auch die Exporte verzeichneten einen Rückgang. Die Spannungen zwischen China und dem Westen führten zu einem unterdurchschnittlichen Wachstum des Außenhandels. Obwohl sich die Belastung von Unternehmen und privaten Haushalten durch die Energiepreise verringerte, reichte dies nicht aus, um andere negative Einflussfaktoren zu kompensieren, denn die massiven Zinserhöhungen der meisten Zentralbanken bremsten die Wirtschaft. Sie haben die Nachfrage nach Industriegütern und Wohnbauten deutlich verringert.

Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist bei weiterhin hoher Inflationsrate von 5,9% (Veränderung zum Vorjahr) um -0,3% (preis- und kalenderbereinigt -0,1%) zum Vorjahr gesunken, während das BIP sowohl in ganz Europa als auch den USA gestiegen ist. Die in Deutschland weiterhin sehr hohen Energiekosten im Vergleich zum internationalen Wettbewerb haben die Unternehmen sehr stark belastet. Die trotz der Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Die deutsche Elektroindustrie erzielte entgegen der allgemeinen Entwicklung in 2023 einen Umsatzanstieg um 6% gegenüber dem Vorjahr und verdeutlicht das starke Wachstum sowohl im Inland als auch im Ausland. Der Gesamtumsatz von 238,1 Milliarden Euro stellt nicht nur einen Rekord dar, sondern unterstreicht auch die positive wirtschaftliche Entwicklung in diesem Sektor. Besonders auffällig ist der Umsatz mit inländischen Kunden, der um 7,2 Prozent gestiegen ist, was auf eine robuste Nachfrage innerhalb des Landes hinweist. Der internationale Markt zeigt ebenfalls eine erfreuliche Entwicklung, insbesondere die Geschäfte innerhalb der Eurozone, die um 5,8 Prozent gewachsen sind.

Die Zunahme der Geschäfte mit Drittländern um 4,7 Prozent zeigt, dass internationale Partner einen wichtigen Beitrag zu diesem Umsatzwachstum leisten. Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Branche von einer soliden wirtschaftlichen Lage profitiert und gut positioniert ist, um weiteres Wachstum zu generieren.

Die Eintrübung im Dezember 2023, die mit einer Verringerung des Vorjahresumsatzes um 7,9 Prozent einhergeht, kündigt bereits einen zu erwartenden Umsatzrückgang im Jahr 2024 an.

Umsatz in der deutschen Elektroindustrie 2023:

2. Geschäftsverlauf und Lage

a. Ertragslage

2023
T€
2022
T€
Veränderung
T€
Veränderung
in %
Rohergebnis 8.960,4 11.399,5 -2.439,1 -21,4
Personalaufwand 3.504,0 3.731,1 -227,1 -6,1
Abschreibungen 234,1 245,2 -11,1 -4,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.380,9 6.411,4 -3.030,6 -47,3
Zinsergebnis 88,8 45,2 43,5 -296,3
Steuerergebnis -0,2 -978,9 731,9 -125,2
Jahresüberschuss 1.683,2 78,1 1.605,1 2.054,2

Entwicklung Rohergebnis

Das Rohergebnis 2023 lag ca. 21,4 % unter dem Rohergebnis des Vorjahres. Der Umsatz des Vorjahres konnte nicht gehalten werden, da der Umsatz 2022 maßgeblich durch die Abrechnung eines wissenschaftlichen Großauftrages getrieben wurde. Durch den Abverkauf der Dünnschichtproduktion entstand ein einmaliger Zufluss aus sonstigen betrieblichen Erträgen, der das Rohergebnis positiv unterstützte. Gleichzeitig führte der damit verbundene Abbau des Goldbestands, sowie die in Abschnitt I.6 erwähnte Lieferverpflichtung zu einer deutlichen Erhöhung Materialeinsatzquote. Sowohl relativ, als auch absolut stieg der Materialaufwand daher an. Der Bestandsabbau hat den Materialaufwand zusätzlich erhöht. Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energiekosten konnten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden.

Entwicklung Personaleinsatz

Generell können wir uns auf einen qualifizierten Mitarbeiterstamm verlassen. Die Arbeitssicherheit wird stets gewährleistet, kontrolliert und ggfs. nachgebessert. Das positive Betriebsklima hat wesentlich zum Erfolg beigetragen. Die Fluktuation konnte im Geschäftsjahr zu den Vorjahren nochmals reduziert werden. Der reduzierte Personalaufwand kann durch den Verkauf der Dünnschichtproduktion erklärt werden. Im Rahmen des in Kapitel 1 angesprochenen Asset-Deals wurden die Mitarbeiter des Produktionsbereiches durch den Käufer im März 2023 übernommen.

Entwicklung sonstige Aufwendungen

Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendung um ca. 3 Mio. Euro lässt sich im Wesentlichen durch drei Effekte erklären. Die Rückstellung für drohende Verluste i.H.v. 2 Mio. Euro, sowie die Rückstellung für einen sich anbahnenden Gewährleistungsfall i.H.v. ca. 0,69 Mio. Euro belasteten die Aufwendungen im Jahr 2022 und fielen im Jahr 2023 nicht an. Zudem entstanden auf Grund geringerer Umsätze mit Kunden in Nordamerika auch geringere Kosten für die Warenabgabe (ca. -0,16 Mio. EUR).

b. Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 beträgt 14.105,9 T€. Im Vergleich zum Vorjahr (13.736,6 T€) ist sie um rund 2,7 % gestiegen.

2023
T€
2022
T€
Veränderung
T€
Veränderung
in %
Anlagevermögen 1.672,0 1.691,7 -19,7 -1,2
Umlaufvermögen 12.354,7 11.936,6 418,0 3,5
Rechnungsabgrenzungsposten 79,2 108,2 -29,0 -26,8
Summe Aktiva 14.105,9 13.736,6 369,3 2,7
Eigenkapital 8.706,4 7.023,2 1.683,2 -224,0
Rückstellungen 3,9 5,2 -1.241,7 -176,0
Verbindlichkeiten 1.462,5 1.534,8 -72,3 -4,7
Summe Passiva 14.105,9 13.736,6 369,3 -202,7

Die Veränderungen auf der Aktivseite wurden hauptsächlich durch folgende Veränderungen im Umlaufvermögen beeinflusst. Die Vorräte sanken im Betrachtungszeitraum um 1,0 Mio. Euro. Dieser Rückgang ist vor allem auf die Ausbuchung von Vorräten zurückzuführen, die der verkauften Dünnschichtproduktion zugeordnet waren. Der Bargeldbestand des Unternehmens verringerte sich um 2,5 Mio. Euro. Gleichzeitig stiegen die Forderungen um 3,8 Mio. Euro. Die Reduzierung des Barbestandes bei gleichzeitiger Erhöhung der Forderungen ist größtenteils durch ein Darlehen an ein Schwesterunternehmen in Höhe von 1,4 Mio. Euro zu erklären, welches in 2024 vollständig getilgt wurde - insbesondere erhöhten sich die Verbundforderungen von Mio. 3,7 Euro. Veränderungen im Anlagevermögen, sowie bei den Rechnungsabgrenzungsposten sind nicht nennenswert.

Auf der Passivseite gab es folgende Entwicklungen im Jahr 2023: Das Eigenkapital konnte um 1,7 Mio. Euro erhöht werden. Die Rückstellungen wurden um 1,2 Mio. Euro reduziert, hauptsächlich durch den Verbrauch drohender Verluste in Höhe von 0,9 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber der AFT konnten um ca. 0,1 Mio. Euro verringert werden. Die Sonstigen Verbindlicheiten konnten durch durch Steuerzahlugen um 0,7 Mio. Euro reduziert werden.

c. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte zu rd. 38,3 % mit Fremdkapital, womit sich die Eigenkapitalquote auf rd. 61,7 % beläuft. Die Verbindlichkeiten des Unternehmens veränderten sich im Vergleich zum Vorjahr nicht nennenswert. Der operative Cashflow war im Geschäftsjahr aufgrund diverser Sondereffekte negativ. Ein kurzfristiges Darlehen an ein Schwesterunternehmen zur Zwischenfinanzierung eines Immobilienkaufes i.H.v. 1,4. Mio. Euro ist maßgeblich für die Reduzierung der liquiden Mittel verantwortlich. Das Darlehen wurde in 2024 vollständig zurückbezahlt. Des Weiteren wurde ein Kontokorrentdarlehen an ein verbundenes Unternehmen von 3,7 Mio. Euro vergeben. Die Liquiditätslage ist durch vorsichtiges und konservatives Handeln sehr komfortabel und Liquidität war im Berichtsjahr zu jeder Zeit geordnet und ist als sehr gut zu bezeichnen.

2. Gesamtaussage

Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf 2023 zufrieden. Trotz der weiterhin schwierigen geopolitischen Lage und der damit sprunghaft angestiegenen Inflation, sowie die aufkommende Herausforderung, die sich durch den Verkauf der Dünnschicht ergeben haben, konnten die Planwerte für 2023 erreicht werden.

III. Chancen- und Risikobericht

Beschaffung

Nach wie vor ist der Beschaffungsmarkt in Teilen schwierig. Es ist unerlässlich, proaktive Maßnahmen zu ergreifen, um den Herausforderungen im Zusammenhang mit Verfügbarkeit und Preissteigerungen von Bauteilen und Rohwaren zu begegnen. Die anhaltend hohen Lieferzeiten für Standardbauteile aus Asien verdeutlichen die Notwendigkeit, strategische Beschaffungsentscheidungen zu treffen. Durch die Beschaffung größerer Losgrößen versuchen wir nicht nur, eine kontinuierliche Versorgung sicherzustellen, sondern auch die Preissensitivität zu reduzieren. Größere Bestellmengen können dabei helfen, von Mengenrabatten zu profitieren und somit die Auswirkungen von Preissteigerungen abzumildern. Der 2021 eingeleitete Aufbau unseres Lagerbestandes war und ist nach wie vor eine wichtige Maßnahme zur Vermeidung von Rohstoff- und Warenknappheiten, insbesondere im Hinblick auf kritische Komponenten wie Elektronikbauteile und Aluminium. Die Lagerhaltung ermöglicht uns eine bessere Planung und Anpassung an die Marktnachfrage, wodurch wir flexibel auf mögliche Engpässe reagieren können.

Ein weiterer entscheidender Schritt zur Stärkung unserer Position im Beschaffungsmarkt ist die hauseigene Ferritproduktion. Dadurch können wir nicht nur die Qualität der Produkte sichern und verbessern, sondern auch die Abhängigkeit von externen Lieferanten verringern. Dies verschafft uns einen Wettbewerbsvorteil und trägt zur Stabilität unserer Lieferkette bei. Insgesamt verfolgen wir mit diesen Strategien eine ganzheitliche Beschaffungsstrategie, die darauf abzielt, sowohl Risiken zu minimieren als auch unsere Zuverlässigkeit und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken.

Personal

Maßgebliche Faktoren für die erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft und das erfolgreiche Management von Chancen und Risiken sind insbesondere die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter. Zur Sicherung und Stärkung dieser Faktoren trägt die Berufsausbildung als wichtige Investition in die Zukunft - auch im Hinblick auf den demographischen Wandel - bei. Durch praxisorientierte Nachwuchsförderung, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen und Förderung von Potenzialträgern erweist sich die Gesellschaft als attraktiver Arbeitgeber, der insbesondere auch Führungskräfte langfristig an sich binden kann. Der im Jahr 2022 begonnene Umbau der Aufbau- und Ablauforganisation zeigt erste Effizienzgewinne.

In Summe geht es um die Frage, welche Kompetenzen AFT aus- und aufbauen muss. Im Fokus steht dabei der Umbau der Organisation hinzu einem agilen, umsetzungsstarken Unternehmen, dass vornehmlich digitale Prozesse zur Umsetzung nutzen wird. Auch ist es unser Ziel die Organisation auf Wachstumsfelder auszurichten und die Unternehmenskultur zu stärken. Wir möchten Menschen und deren Arbeitsprozesse zusammenführen, da wir denken, dass dies ein wichtiger Schlüssel für den zukünftigen Erfolg sein wird. Deswegen wurde das Programm “Zusammenarbeit und Zukunft” initiiert mit dem Ziel einen positiven Einfluss auf die Unternehmenskultur zu erreichen. Gemeinsam mit dem Führungskreis wurde die Personalstrategie überarbeitet und an entscheidenden Stellen zeitgerechter gestaltet.

IT-Sicherheit

Da es in den vergangenen Jahren wiederholt zur Ausnutzung von Sicherheitslücken und daraus resultierenden Angriffen auf die IT-Systeme von Unternehmen mit zum Teil gravierenden Auswirkungen kam, betrachtet AFT das Cyberrisiko weiterhin als ein hohes Risiko für den Geschäftsbetrieb. Durch ständige Sicherheitsmaßnahmen im Rahmen von Hard- und Softwareinvestitionen und konsequente Sensibilisierung der Mitarbeiter wird das Risiko so gering wie möglich gehalten.

Gesamtbewertung

Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergibt, dass für die AFT keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind auch keine Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage wesentlich zu beeinträchtigen drohen. Insgesamt sind die Risiken des Unternehmens begrenzt und überschaubar. Sie sind vom Management identifiziert und spezifische Gegenmaßnahmen werden gezielt umgesetzt.

IV. Prognosebericht

3. Planungshorizont und künftige Rahmenbedingungen

Auch 2023 hat insbesondere der Krieg in der Ukraine einen großen Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Lage. Nach wie vor hat nicht nur der deutsche Wirtschaftsraum mit den Auswirkungen zu kämpfen. Energiepreise sind nach wie vor hoch und belasten die gesamte Marktlage. So betrug die Inflationsrate, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI in der EU 2023 immer noch 6,4%. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland schrumpfte 2023 um 0,3 %. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,8% auf 6,2%. Für 2024 wird eine Gesamtinflationsrate von +2,4 %, sowie ein Wachstum von +0,2 % im Jahr 2024 erwartet. 2025 soll die deutsche Wirtschaft dann wieder zulegen. Dann erwartet die Bundesregierung ein Wachstum von 0,9 %.

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat im Gesamtjahr 2023 erneut ein Umsatzwachstum erzielt. Unterm Strich stand für 2023 ein Branchenumsatz von 237,9 Milliarden Euro zu Buche, was einem Plus von 6,0 Prozent gegenüber 2022 entspricht.

Im Rahmen seiner aktuellen Prognose rechnet der ZVEI für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie mit einem Rückgang der realen Produktion um zwei Prozent in 2024. Eine insgesamt schwache Industriekonjunktur in Deutschland, die nachlassende eigene Produktionstätigkeit im zweiten Halbjahr 2023 und rückläufige Auftragseingänge (-1,9% im Jahr 2023) lasten auf dem Ausblick. Dabei dürfte es sich angesichts der weiterhin intakten Megatrends hin zu mehr Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung aber eher um eine konjunkturelle Wachstumsdelle handeln.

3. Umsatz- und Ergebnisprognose

Für das Jahr 2024 rechneten wir mit einem Umsatz i.H.v. 11,5 Mio. Euro. Das Rohergebnis war auf rund 7,9 Mio. Euro geplant, die Personalkosten sollten um rund 3,5 % steigen, die sonstigen Kosten wurden mit knapp 3 Mio. Euro geplant. Letztlich war mit einem Plan-EBT (Stand Ende 2023) von rund 1,2 Mio. Euro gerechnet worden.

Da mittlerweile schon ein vorläufiger Jahresabschluss 2024 vorliegt, können wir bereits anmerken, dass sich das vorläufige Rohergebnis zum o.g. Stand auf rund 9,0 Mio. Euro beläuft. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf etwa 1,8 Mio. Euro.

 

Backnang, den 02.07.2025

Dieter Müller

Hannes Fasching

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.672.024,46 1.691.737,12
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 54.738,00 32.523,00
II. Sachanlagen 1.317.285,46 1.209.213,12
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 166.145,00 175.908,00
2. technische Anlagen und Maschinen 428.504,00 504.408,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 403.021,00 461.873,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 319.615,46 67.024,12
III. Finanzanlagen 300.001,00 450.001,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 300.000,00 450.000,00
B. Umlaufvermögen 12.354.668,10 11.936.633,67
I. Vorräte 2.388.647,14 3.349.983,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.366.529,23 5.518.648,56
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.175.182,18 4.063.347,05
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.191.347,05 1.455.301,51
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 599.491,73 3.068.001,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 79.168,07 108.192,51
Summe Aktiva 14.105.860,63 13.736.563,30

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.706.394,16 7.023.171,50
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Gewinnvortrag 6.623.171,50 6.545.036,28
III. Jahresüberschuss 1.683.222,66 78.135,22
B. Rückstellungen 3.936.960,59 5.178.624,59
C. Verbindlichkeiten 1.462.505,88 1.534.767,21
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.201,01
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.445.304,87 1.534.767,21
Summe Passiva 14.105.860,63 13.736.563,30

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.960.427,44 11.399.505,30
2. Personalaufwand 3.504.010,52 3.731.107,14
a) Löhne und Gehälter 2.957.081,45 3.177.102,57
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 546.929,07 554.004,57
davon für Altersversorgung 14.962,65 17.249,02
3. Abschreibungen 234.131,04 245.191,22
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 234.131,04 245.191,22
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.380.884,30 6.411.437,81
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 123.069,95 66.899,75
davon aus verbundenen Unternehmen 110.406,58 63.468,87
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 34.300,31 21.667,75
davon an verbundene Unternehmen 2.682,31
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 7.392,00 15.207,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 246.652,56 978.569,91
8. Ergebnis nach Steuern 1.683.518,66 78.431,22
9. sonstige Steuern 296,00 296,00
10. Jahresüberschuss 1.683.222,66 78.135,22

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die AFT microwave GmbH hat ihren Sitz in Backnang. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 271698 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der AFT microwave GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Ein langfristiges Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen wurde nicht mehr innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände, sondern als Ausleihung an verbundene Unternehmen ausgewiesen. Die Vorjahresspalte wurde zur Klarheit mit angepasst.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 716.162,61 35.682,00 14.501,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 15.826,00 0,00 15.826,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 731.988,61 35.682,00 30.327,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 202.608,95 402,50 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.059.462,34 155.535,01 917.101,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.560.830,66 138.976,36 299.066,80
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 67.024,12 252.591,34 0,00
Summe Sachanlagen 3.889.926,07 547.505,21 1.216.168,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 42.294,13 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 450.000,00 -150.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen 492.294,13 -150.000,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.114.208,81 433.187,21 1.246.495,91
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 737.343,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 737.343,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 203.011,45
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.297.895,69
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.400.740,22
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 319.615,46
Summe Sachanlagen 0,00 3.221.262,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 42.294,13
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 300.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 342.294,13
Summe Anlagevermögen 0,00 4.300.900,11
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Zugänge Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 683.639,61 13.141,00 0,00 14.175,45 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 15.826,00 0,00 0,00 15.826,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 699.465,61 13.141,00 0,00 30.001,45 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.700,95 10.165,50 0,00 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.555.054,34 86.094,01 0,00 771.756,66 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.098.957,66 124.730,53 11.146,83 237.115,80 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.680.712,95 220.990,04 11.146,83 1.008.872,46 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 42.293,13 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 42.293,13 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.422.471,69 234.131,04 11.146,83 1.038.873,91 0,00
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 682.605,16 0,00 54.738,00 32.523,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 682.605,16 0,00 54.738,00 32.523,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.866,45 0,00 166.145,00 175.908,00
2. technische Anlagen und Maschinen 869.391,69 0,00 428.504,00 504.408,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 997.719,22 0,00 403.021,00 461.873,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 319.615,46 67.024,12
Summe Sachanlagen 1.903.977,36 0,00 1.317.285,46 1.209.213,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 42.293,13 0,00 1,00 1,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 300.000,00 450.000,00
Summe Finanzanlagen 42.293,13 0,00 300.001,00 450.001,00
Summe Anlagevermögen 2.628.875,65 0,00 1.672.024,46 1.691.737,12

Mitzugehörigkeitsvermerk

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben. Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit Euro 2.142,00 (Vorjahr: Euro 2.142,00) enthalten.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in der Bilanz mit 496.378,52 (Vorjahr Euro 1.952.049,37) betreffen zugleich den Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In Höhe von 5.678.803,66 (Vorjahr Euro 1.999.687,30) betreffen sie zugleich den Posten Sonstige Vermögensgegenstände.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in der Bilanz mit Euro 17.201,01 (Vorjahr: 0,00) betreffe zugleich den Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag
TEuro
davon mit einer Restlaufzeit kleiner 1 J.
TEuro
gegenüber verbundenen Unternehmen 17,2 17,2
sonstige Verbindlichkeiten 2.043,8 2.043,8
Summe 1.462,5 1.462,5
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 Gesamtbetrag
TEuro
davon mit einer Restlaufzeit kleiner 1 J.
TEuro
sonstige Verbindlichkeiten 1.534,9 1.534,9
Summe 1.534,9 1.534,9

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus Steuern in Höhe von Euro 100.783,21 (Vj. Euro 930.527,46) und zudem solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von Euro 4.875,93 (Vj. Euro 4.875,93)

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Betrag
Euro
aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 1.250.000,00
davon durch Pfandrechte oder sonstige Sicherheiten gesichert 1.250.000,00

Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden ausfolgenden Gründen nicht bilanziert:

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen.

Als Gründe hierfür sind zu nennen:

Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit, aus der unter der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Anspruch genommen zu werden, aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 543.494,16 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

bis 1 Jahr 1-5 Jahre größer 5 Jahre
Leasingverpflichtungen 3.741,40 3.383,00 -
Mietverpflichtungen 466.184,88 70.184,88 -

IV. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 10,00
Angestellte 28,00
leitende Angestellte 7,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 45,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 40,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 5,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Dieter Müller ausgeübter Beruf: Kaufmann
Weitere Geschäftsführer: Hannes Fasching ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vergütungen der Geschäftsführer

Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
USD
Eigenkapital
USD
AFT microwave Inc., 1000 N West Street, Suite 1200, Wilmington, DE 19801, USA 100,00% -235.627,56 380.182,77

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt 1.683.222,66 Euro.

Auf neue Rechnung werden 8.306.394,16 Euro vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Backnang den 02.07.2025

Dieter Müller

Hannes Fasching

sonstige Berichtsbestandteile

 

Stuttgart, den 07.07.2025

ECOVIS RTS Audit KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Cornelia Link, Wirtschaftsprüfer

Andreas Welte, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.07.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

E. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

„Dem nicht in Anwendung der Vorschriften zur Erleichterung bei Offenlegung gekürzten Jahresabschluss haben wir den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AFT microwave GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AFT microwave GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AFT microwave GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlagen für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentlich falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.“

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