Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 8228
Vorher
METAKEM Gesellschaft für Schichtchemie der Metalle mit beschränkter Haftung
Eingetragen
8.9.2003
Branche
Herstellung von Batterien und AkkumulatorenErzeugung und erste Bearbeitung von EdelmetallenGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Gesellschaft ist auf dem Gebiet der Edelmetallchemie und Elektrochemie tätig und befasst sich mit der Herstellung, der Bearbeitung, dem Recycling und dem Vertrieb der Produktgruppen Anoden, Edelmetallbäder und Edelmetallverbindungen. Der Unternehmensgegenstand erfasst auch die Entwicklung und Auswertung von Verfahren auf diesen Gebieten. Die Gesellschaft ist berechtigt, Dienstleistungen jeder Art innerhalb des Unternehmensgegenstandes zu erbringen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Andrea Gruber
seit 5.1.2023
Prokura
Lothar Dr. Schneider
seit 9.10.2003
Prokura
Jörg Wurm
seit 8.9.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
K**** v* S**********
0.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Erbengemeinschaft nach Dr. Friedrich von Stutterheim
50.00%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Jörg Wurm
Kronberg im Taunus
50.000 €
50.00%
Erbengemeinschaft nach Dr. Friedrich von Stutterheim
Germany
50.000 €
50.00%
J*** W***
1 €
0.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

METAKEM GmbH (vormals: "METAKEM Gesellschaft für Schichtchemie der Metalle mit beschränkter Haftung")

Usingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 876.264,50 15.279,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 592.691,00 316.078,05
3. Anlagen im Bau 0,00 977.385,92
1.468.955,50 1.308.743,47
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.891.178,10 5.305.566,15
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 608.183,10 678.982,83
3. Erhaltene Anzahlungen -2.425,31 -95.110,38
5.496.935,89 5.889.438,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 776.184,04 795.559,15
2. Sonstige Vermögensgegenstände 774.618,37 729.691,19
1.550.802,41 1.525.250,34
III. Wertpapiere des Umlaufvermögens
Sonstige Wertpapiere 362.474,35 347.925,00
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 15.851.918,99 13.660.930,15
23.262.131,64 21.423.544,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 6.340,99
24.731.087,14 22.738.628,55

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 102.258,38 102.258,38
III. Andere Gewinnrücklagen 3.000.000,00 3.000.000,00
IV. Bilanzgewinn 19.070.099,57 17.072.109,51
22.197.922,54 20.199.932,48
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.120.224,00 1.196.521,00
2. Steuerrückstellungen 66.010,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 976.582,90 988.716,10
2.162.816,90 2.185.237,10
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 188.671,35 79.020,62
2. Sonstige Verbindlichkeiten 181.676,35 268.097,36
--davon aus Steuern: EUR 59.554,99 (i.Vj. EUR 51.746,53)--
370.347,70 347.117,98
24.731.087,14 22.732.287,56

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

(mit Vergleichszahlen des Vorjahreszeitraums)

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 10.641.623,93 14.301.861,99
2. Veränderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen -37.508,80 2.251,89
3. Sonstige betriebliche Erträge 84.297,50 140.433,38
4. Gesamtleistung 10.688.412,63 14.444.547,26
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.572.101,32 -5.545.210,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -206.678,33 -97.901,45
-3.778.779,65 -5.643.112,03
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.759.350,40 -1.625.514,99
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -542.335,87 -495.811,27
--davon für Altersversorgung EUR -201.759,11 (i. Vj. EUR -204.325,11)-- -2.301.686,27 -2.121.326,26
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -192.358,96 -133.613,87
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.044.332,30 -923.223,51
9. Betriebsergebnis 3.371.255,45 5.623.271,59
10. Erträge aus anderen Wertpapieren 40.049,35 17.000,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 107.012,01 11.366,64
12. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -14.549,35
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -20.960,00 -54.167,11
14. Finanzergebnis 126.101,36 -40.349,82
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -999.211,76 -1.576.945,61
16. Ergebnis nach Steuern 2.498.145,05 4.005.976,16
17. Sonstige Steuern -154,99 -568,99
18. Jahresüberschuss 2.497.990,06 4.005.407,17
19. Gewinnvortrag 17.072.109,51 13.466.702,34
20. Gewinnausschüttung -500.000,00 -400.000,00
21. Bilanzgewinn 19.070.099,57 17.072.109,51

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die METAKEM Gesellschaft für Schichtchemie der Metalle mit beschränkter Haftung hat ihren Sitz in Usingen und wird im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Homburg v. d. Höhe unter der Nummer HRB 8228 geführt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Die Vorschriften des GmbHG zur Rechnungslegung wurden beachtet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den angegebenen Größenklassen in § 267 Abs. 2 HGB i.V.m. § 267 Abs. 4 HGB ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Die Wertansätze erfolgen unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Der Stetigkeitsgrundsatz wurde beachtet.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die im Zeitablauf veränderten Regelungen zur Behandlung geringwertiger Wirtschaftsgüter wurden beachtet.

Vorräte wurden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bzw. dem ggf. niedrigeren Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Ggf. erforderliche Wertminderungen oder Wertaufholungen werden vorgenommen.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem Grundsatz der Einzelbewertung. Alle Beträge sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden, soweit erforderlich, Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens beinhalten sonstige Wertpapiere, die nicht dem Geschäftsbetrieb dienen und werden im Zeitpunkt des Zugangs mit den Anschaffungskosten angesetzt. Im Falle einem geringeren Wert zum Stichtag erfolgt eine Wertminderung auf den niedrigeren Wert.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die für einen bestimmten Zeitraum Aufwand erzeugt in der Zukunft. Der Ansatz erfolgt mit dem Nennwert.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt und ist vollständig erbracht.

Rückstellungen für Pensionen und Jubiläumszahlungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der sogenannten "Projected Unit Credit-Methode" auf Basis der Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck gebildet. Die Ermittlung des Erfüllungsbetrags erfolgte unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren in Höhe von 1,82 %. Bei diesem Zinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank für den Dezember 2023 ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Bezüglich des zukünftigen Rentenniveaus wurden keine jährlichen Rentenerhöhungen zu Grunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Wirtschaftsjahr betreffen. Grundlage der Ermittlung war der voraussichtlich notwendige Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geschätzt wurde. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag erfasst.

Während des Geschäftsjahres wurden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit den Kontraktwechselkursen umgerechnet und in Euro gebucht. Zum Bilanzstichtag vorhandene Guthaben in USD wurden mit den von der Europäischen Zentralbank genannten Wechselkursen bewertet.

Auf temporäre Bilanzierungs- oder Bewertungsdifferenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise werden gemäß § 274 HGB latente Steuern ermittelt. Ergibt sich aus dieser Ermittlung insgesamt eine Steuerbelastung künftiger Geschäftsjahre, wird diese als passive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Eine sich daraus ergebende Steuerentlastung wird jedoch in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt. Zum 31. Dezember 2023 existieren temporäre Bewertungsunterschiede zwischen der Handels- und Steuerbilanz im Wesentlichen bei den Pensionsrückstellungen. Bei einem zusammengesetzten Steuersatz von 28,3 % ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von T€ 53, die nicht angesetzt wurden.

III. Angaben zur Bilanz

Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist diesem Anhang als Anlage beigefügt.

Innerhalb der Vorräte werden unter Rohstoffen die Edelmetalle sowie unter fertigen Erzeugnissen und Waren bearbeitete Sondermetalle und Fertigwaren ausgewiesen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die flüssigen Mittel der Gesellschaft von T€ 15.852 verteilen sich mit T€ 3 auf die Barkasse und mit T€ 15.849 auf bestätigte Kontoeinlagen. Die Einlagen lauten in Höhe von T€ 1.202 auf USD.

Passiva

Das Eigenkapital beträgt T€ 22.198 und betrifft das Stammkapital der Gesellschaft mit T€ 26 (DM 50.000), die Kapitalrücklage von T€ 102 (DM 200.000), andere Gewinnrücklagen von T€ 3.000 und den Bilanzgewinn von T€ 19.070. Der Bilanzgewinn resultiert mit T€ 2.498 aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 sowie mit T€ 16.572 aus dem nach der Gewinnausschüttung verbleibenden Gewinnvortrag aus Vorjahren.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 %) und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 4.

Die sonstigen Rückstellungen von T€ 977 enthalten die erwarteten Aufwendungen für Garantieleistungen, Preisnachlässe und Kostenerstattungen von T€ 595, Bonifikationen an die Mitarbeiter von T€ 200, Beratungsleistungen der Gesellschafter/Geschäftsführer mit T€ 40, nicht genommener Urlaub T€ 34, Steuerberatung, Rechtsberatung und Prüfung T€ 52 sowie verschiedene Kosten der Verwaltung mit T€ 56.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber inländischen und europäischen Lieferanten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten von T€ 182 beziehen sich auf kreditorische Debitoren (T€ 119), die anstehenden Zahlungen von Lohn- und Kirchensteuer (T€ 60) sowie von Sozialbeiträgen und vermögenswirksamen Abgaben (T€ 3).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entfallen auf Edelmetallpräparate, Elektroden und Chemikalien sowie den Vertrieb von Metallen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 15 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Fremdwährungsverluste in Höhe von T€ 69 enthalten.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Pachtverträgen über die Nutzung der Betriebsgrundstücke mit T€ 136 p.a. Die Pachtverträge sind mit den Gesellschaftern nahestehenden Personen geschlossen.

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nach § 285 Nr. 21 HGB angabepflichtig wären, wurden nicht getätigt.

Geschäftsführung

Die Gesellschaft wird durch die folgenden einzelvertretungsberichtigten Geschäftsführer vertreten:

 

Herr Friedrich Volkmar Richard von der Decken, Dipl.-Ing., München,

 

Herr Dr. Jörg Wurm, Dipl. Physiker, Kronberg im Taunus.

Für die Angaben nach § 285 Nr. 9 lit. a) und lit. b) HGB wird die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 neben den beiden Geschäftsführern durchschnittlich 24 Vollzeit- und Teilzeitkräfte sowie 3 geringfügig Beschäftigte. Die Personaldecke wird durch zwei Berater verstärkt, die jeweils ihre Beratungsansätze operativ umsetzen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsleitung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, von dem zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn eine Gewinnausschüttung in Höhe von € 300.000,00 vorzunehmen und den restlichen Betrag in Höhe von € 18.770.099,57 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Usingen, 24. Mai 2024

Dr. Jörg Wurm

Friedrich von der Decken

Die Feststellung des Jahresabschlusses 2023 erfolgte in der Gesellschafterversammlung vom 24. Juli 2024.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 15.279,50 0,00 906.290,91 921.570,41
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.676.615,50 352.570,99 71.095,01 3.100.281,50
3. Anlagen im Bau 977.385,92 0,00 -977.385,92 0,00
3.669.280,92 352.570,99 0,00 4.021.851,91
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres 31.12.2023
EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 45.305,91 45.305,91
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.360.537,45 147.053,05 2.507.590,50
3. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
2.360.537,45 192.358,96 2.552.896,41
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 876.264,50 15.279,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 592.691,00 316.078,05
3. Anlagen im Bau 0,00 977.385,92
1.468.955,50 1.308.743,47

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Gegenstand der METAKEM Gesellschaft für Schichtchemie der Metalle mit beschränkter Haftung ("METAKEM") ist die Produktion von Elektroden und Elektrolyten für die Elektrochemie und andere Anwendungen. Sie betreibt an ihrem Firmensitz in Usingen die Produktion und verfügt über keine weiteren Zweigniederlassungen.

Das Unternehmen besteht seit 1974 und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Stichtag 31. Dezember 2023 2 Geschäftsführer und 29 Mitarbeiter beschäftigt, davon 4 Auszubildende.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % gefallen. Im Jahr 2022 war die deutsche Wirtschaft noch um 1,9 % gestiegen. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 beeinflusst von der insgesamt lahmenden Weltkonjunktur. Auch die Geschäfte bei METAKEM waren hiervon beeinträchtigt. Insbesondere unser Absatz nach Asien und hier vornehmlich China hat sich drastisch verringert.

Geschäftsverlauf

In der Anodensparte war der Geschäftsverlauf halbwegs zufriedenstellend und bewegte sich etwa 7 % unter Vorjahresniveau. Im Bereich der Edelmetallpräparate ist der Umsatzeinbruch in erster Linie auf den überaus starken Preisrückgang bei Rhodium im Laufe des Jahres zurückzuführen.

Ertragslage

Die Gesellschaft erreichte einen Jahresumsatz von 10,6 Mio. Euro (Vorjahr 14,3 Mio. Euro), was einem Rückgang von ca. 25,6 % entspricht. Die Umsatzerlöse teilen sich in etwa zu 6,2 Mio. Euro auf Erlöse aus der Edelmetall-Sparte, zu 4,1 Mio. Euro auf Erlöse aus der Anodensparte und 0,3 Mio. Euro auf sonstige Erlöse auf.

Der Materialaufwand ist korrespondierend zur Umsatzentwicklung von 5,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 3,8 Mio. Euro gesunken. Die Materialaufwandsquote (in Relation zum Umsatz) beträgt nun 35,5 % und ist im Vergleich zum Vorjahr (39,5 %) zurückgegangen.

Die Personalkosten sind im Berichtsjahr auf 2,3 Mio. Euro angestiegen (Vorjahr 2,1 Mio. Euro). Ursächlich waren hier die Aufstockung des Personalbestandes sowie Lohn- und Gehaltserhöhungen.

Die Abschreibungen erhöhten sich von 0,1 Mio. Euro auf 0,2 Mio. Euro bedingt durch Investitionen in Anlagen und Geschäftsausstattung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 0,9 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro. Verursacht wurde dies durch höhere Versicherungsbeiträge, Instandhaltungskosten und zusätzliche Aufwendungen für die EDV.

Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von 2,5 Mio. Euro nach 4,0 Mio. Euro im Jahr 2022.

Finanz- und Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist im Zuge der Fertigstellung der neuen Galvanikanlage und der Inbetriebnahme eines Blockheizkraftwerks 1,3 Mio. Euro auf 1,5 Mio. Euro angestiegen.

Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. Euro verringert.

Die Kassen- und Bankguthaben erhöhten sich um 2,2 Mio. Euro von 13,7 Mio. Euro auf 15,9 Mio. Euro.

Aufgrund des erwirtschafteten Jahresüberschusses von 2,5 Mio. Euro und einer Gewinnausschüttung von 0,5 Mio. Euro hat sich das Eigenkapital der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Mio. Euro auf 22,2 Mio. Euro erhöht. Trotz der höheren Bilanzsumme von 24,7 Mio. Euro (Vorjahr: 22,7 Mio. Euro) hat sich die Eigenkapitalquote um 0,9 Prozentpunkte auf 89,8 % verbessert.

Zusammenfassende Stellungnahme

Insgesamt stellt sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als geordnet dar. Die Ertragslage ist immer noch sehr gut, was mit der außergewöhnlichen Entwicklung der Edelmetallkurse der letzten Jahre zusammenhängt. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft ist weiterhin als sehr stabil zu bezeichnen. Die Erwartungen der Geschäftsleitung im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden erfüllt. Die im Lagebericht des Vorjahres prognostizierten Umsatzerlöse und das Jahresergebnis sind in etwa auch eingetreten

III. Risikobericht

Nicht die konjunkturelle Flaute ist das größte Problem, sondern eher die strukturellen Defizite des Standortes Deutschland machen auch so einer kleinen Firma wie METAKEM zunehmend zu schaffen. Das für viele deutsche Unternehmen bestehende allgemeine Risikopaket aus Materialmangel, hohen Energiepreisen, schlechter Infrastruktur, Fachkräftemangel, Digitalisierungsstau und Bürokratie- und Regulierungsaufwand betrifft mehr oder weniger auch METAKEM.

Durch entsprechende Vorratshaltung schätzen wir das Beschaffungsrisiko bei den Edelmetallen z. Zt. als nicht sehr hoch ein. Bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bei Ersatzteilen können Engpässe durch Unterbrechung von Lieferketten nicht ausgeschlossen werden.

Die Energiekosten spielten bei METAKEM in der Vergangenheit eine untergeordnete Rolle. Wenn auch das zeitweise drohende Risiko eines totalen Energieausfalls im Moment gebannt scheint, so haben sich doch unsere Energiekosten vervielfacht. Durch den weiteren Ausbau von PV, Kraftwärmekopplung, Speicherkapazität und intelligentem Energiemanagement versuchen wir das Risiko beschränkt zu halten.

Im Personalbereich unterliegt die Gesellschaft Risiken, die in der Zusammensetzung der Altersstruktur der Mitarbeiter liegt. Die Geschäftsführung schätzt diese Risiken nach wie vor als bedeutsam ein. Der weiter zunehmende Fachkräftemangel wirkt sich in einer strukturschwachen Region wie dem Usinger Land besonders negativ aus und führt zu weiter steigenden Personalkosten. Durch eine Kombination von Neueinstellungen junger Fachkräfte und verstärkte Ausbildungsanstrengungen wird versucht, hier die Risiken zu minimieren.

Der Mittelstand fühlt sich zunehmend überfordert durch ständig neue bürokratische Hürden wie z.B. das Lieferkettengesetz, Chemikalienrichtlinien oder die Corporate Social Responsibility Direktive. Auch wenn viele dieser Regulierungen für so kleine mittelständische Firmen wie METAKEM gar keine Gültigkeit besitzen, muss man sich trotzdem damit befassen, da viele unserer Kunden die Forderungen und Anforderungen an ihre Zulieferer weitergeben. Es besteht hier zunehmend die Gefahr, bürokratische Hürden nicht bewältigen zu können.

Durch die implementierte IT-Infrastruktur ist die Gesellschaft Risiken ausgesetzt, die den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen könnten. Das Risiko des Ausfalls oder der Beeinträchtigung der IT-Infrastruktur besteht. Der Schutz und die Verfügbarkeit der Systeme haben daher hohe Priorität und werden durch einen professionellen externen Support, Redundanzen in den geschäftsrelevanten Systemen und regelmäßigen Datenbackups sichergestellt.

Das Risiko von Cyber-Attacken besteht, wird jedoch von Seiten der Gesellschaft und externen Dienstleistern durch IT-Sicherheitsmaßnahmen begrenzt.

Kleine Währungsrisiken werden regelmäßig durch entsprechende Kassa-/Termingeschäfte abgesichert.

Für risikobehaftete Forderungen gegenüber Kunden haben wir ausreichende Wertberichtigungen gebildet. In einem Fall für eine mögliche gerichtliche Auseinandersetzung haben wir das latente Risiko nach unserer Meinung ausreichend zurückgestellt.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft könnte negativ beeinflusst werden durch die nur sehr bedingt prognostizierbare Entwicklung auf den Edelmetallmärkten und eine sich länger hinziehende Rezession bzw. Stagnation.

Trotz der eingesetzten risikomindernden Maßnahmen können nicht alle potenziellen Risiken vollständig ausgeschlossen werden. Besondere, ausschließlich die Gesellschaft betreffende Risiken sind derzeit nicht bekannt.

IV. Chancen- und Prognosebericht

In unserer Jahresplanung für das Jahr 2024 sind wir von einem erneuten Umsatzrückgang und einer deutlichen Ergebnisverschlechterung im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Nach Ablauf von fast 5 Monaten des neuen Geschäftsjahres erscheint unsere Prognose vielleicht etwas zu pessimistisch.

Die Verhältnisse an den Edelmetallmärkten sind nicht zu beeinflussen und im Moment besonders stark von politischen und makroökonomischen Entwicklungen abhängig. Deutschland befindet sich immer noch zwischen Rezession und Stagnation. Auch für das Jahr 2025 wird nur ein schwaches Wirtschaftswachstum prognostiziert.

Wir sind weiterhin dabei, in beiden Geschäftsfeldern unsere Produktpalette zu vergrößern und an die sich ändernden Anforderungen des Marktes anzupassen.

Eine Einschätzung der zukünftigen Geschäftsentwicklung ist in Anbetracht der derzeitigen wirtschaftlichen Situation in Deutschland kaum möglich.

 

Usingen, 24. Mai 2024

Dr. Jörg Wurm

Friedrich von der Decken

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die METAKEM Gesellschaft für Schichtchemie der Metalle mit beschränkter Haftung, Usingen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der METAKEM Gesellschaft für Schichtchemie der Metalle mit beschränkter Haftung, Usingen --bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden-- geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der METAKEM Gesellschaft für Schichtchemie der Metalle mit beschränkter Haftung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazu gehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mainz am Rhein, den 24. Mai 2024

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