Chr. Olesen Minerals GmbH
Selbe AdresseBergbau auf chemische und Düngemittelminerale
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jana Hack seit 8.1.2025 | Prokura |
Volker Bauß seit 10.7.2017 | Prokura |
Thomas Hoops seit 3.6.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NHU EUROPE GmbHBardowickJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die NHU EUROPE GmbH hat ihren Sitz in Bardowick. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lüneburg unter HRB 205610 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der NHU EUROPE GmbH ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Gesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert worden. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens und der Finanzanlagen wird auf den Anlagespiegel als Anlage zum Anhang verwiesen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten und - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer angesetzt worden. Selbst erstellte immaterielle Wirtschaftsgüter wurden nicht aktiviert. Für Wirtschaftsgüter, die im Laufe des Geschäftsjahres angeschafft wurden, wurde die Abschreibung pro rata temporis vorgenommen. Die im Geschäftsjahr 2023 zugegangenen abnutzbaren Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, deren Anschaffungskosten EUR 250,00 übersteigen und EUR 800,00 unterschreiten, und einer selbständigen Nutzung fähig sind (geringwertige Wirtschaftsgüter), wurden im Jahr 2023 bis auf den Restwert von EUR 1,00 voll abgeschrieben. Im Jahr 2023 angeschaffte abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bis zu EUR 250,00 wurden in 2023 als Aufwand erfasst. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau wurden zum Nominal angesetzt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bis zum Bestimmungslager bewertet. Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten, welche auf Euro lauten, wurden zum Nennwert angesetzt. Die Umrechnung von Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten, die in Fremdwährung lauten, erfolgte gemäß § 256 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind nur solche vor dem Bilanzstichtag geleisteten Zahlungen aktiviert worden, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die ausgewiesenen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet worden. Ungewisse Verbindlichkeiten und Risiken sind in angemessener Höhe berücksichtigt worden. Die Verbindlichkeiten wurden zum Bilanzstichtag mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Die Umrechnung von Verbindlichkeiten in Fremdwährung erfolgte gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. IV. Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Zugänge bei Grundstücken und Bauten betreffen im Wesentlichen den Kauf von Grund und Boden sowie dazugehörige Anschaffungsnebenkosten zwecks Neubaus einer weiteren Lagerhalle. Bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung umfassen die Zugänge überwiegend die Neuanschaffungen weiterer PKWs zur Erweiterung des Fuhrparks. Die Anlagen im Bau beinhalten angefallene Planungs- und Entwurfskosten für die neue Lagerhalle. Bei den ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 751.424,61 (Vorjahr: EUR 23.825,19) betreffen in Höhe eines Betrages von EUR 750.000,00 solche aus einer Gewinnausschüttung der Tochtergesellschaft Bardoterminal GmbH, die im Dezember 2023 beschlossen wurde. Der Restbetrag resultiert aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von EUR 1.385.710,63 (Vorjahr: EUR 2.284.686,24) sind ausschließlich solche aus Lieferungen und Leistungen und bestehen allein gegenüber Gesellschaftern. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden im vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Gewinnvortrag des Jahres betrug EUR 17.866.260,62 (Vorjahr: EUR 14.839.396,91). Unter den sonstigen Rückstellungen sind als erhebliche Positionen zu nennen:
Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 67.891.440,68 (Vorjahr: EUR 73.186.477,79) solche aus Lieferungen und Leistungen (einschließlich aus Verkaufskommissionen aus dem Distributionsvertrag) und bestehen gegenüber Gesellschaftern sowie der Tochtergesellschaft Bardoterminal GmbH. In den Verbindlichkeiten sind in Höhe von EUR 10.239.516,79 Forderungen gegen die Gesellschafterin NHU Hongkong Trading Co. Ltd., aus Verkaufskommissionen aus dem Distributionsvertrag)enthalten. Ein weiterer Betrag in Höhe von EUR 105.371,33 (Vorjahr: EUR 184.899,92) gegenüber der Tochtergesellschaft Bardoterminal GmbH resultiert aus Verrechnungen aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft. Die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel: Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind neben den Grundschulden im Weiteren durch Raumsicherungsübereignung der gesamten Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen Erzeugnissen und fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren (Raumsicherungsübereignung), Globalzession sowie Sicherungsabtretung der Ansprüche der Gesellschaft auf und aus Gutschriften auf Forderungen gegen die übrigen Banken, Abtretung der Ansprüche aus einer Warenkreditversicherung, Exportmantelsicherungsübereignung sowie Importmantelsicherungsübereignung, besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Steuern im Umfang von EUR 4.251.821 (Vorjahr: EUR 4.101.727) handelt es sich im weitaus überwiegenden Teil um Verbindlichkeiten gegenüber der Zollverwaltung aus dem Zollaufschub von Einfuhrumsatzsteuerbeträgen. Bewertungseinheiten nach § 254 HGB wurden wie folgt gebildet: Dem Risiko aus der Abwertung des Vorratsvermögens wegen sinkender Verkaufspreise bei einzelnen Warengruppen zum Bilanzstichtag (Grundgeschäft) stand zum Bilanzstichtag ein geeignetes Sicherungsinstrument in Form der schriftlichen Vereinbarung mit einer Gesellschafterin gegenüber, demzufolge diese Gesellschafterin der NHU EUROPE GmbH bestimmte umsatzabhängige Mindestmargen garantiert (Sicherungsgeschäft). Die Summe der nach dem Einzelbewertungsgrundsatz zum Bilanzstichtag ermittelten Abwertungen stellt den Umfang des Grundgeschäfts dar. Die in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäfte stellen an mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen dar. Bei einer durchschnittlichen Lagerdauer (= 360 Tage / Lagerumschlagshäufigkeit; Lagerumschlagshäufigkeit = Materialaufwand / durchschnittlichen Vorratsbestand) von 117 Tagen gleichen sich Grund- und Sicherungsgeschäft in diesem Zeitraum voraussichtlich aus. Zum Abschlussstichtag ergibt sich folgende Situation:
Die Wirksamkeit/Effektivität der Bewertungseinheit ist für jedes einzelne Rechtsgeschäft mit dem Faktor 1,0 bzw. mit 100 % zu bewerten. Der sich bei jedem Einzelgeschäft ggf. ergebende realisierte Verlust wird aufgrund der fest vereinbarten (Gewinn-) Mindestmargen immer ausgeglichen. Über das Finanzinstrument steht der NHU EUROPE GmbH für jedes einzelne Rechtsgeschäft der realisierte Verlust in voller Höhe als Ausgleich zu. Gleichzeitig wird die jeweilige vereinbarte Marge vergütet. Das Preisänderungsrisiko wird somit ausgeschlossen. Die Ermittlung des Margenanspruches inklusive des Verlustausgleiches erfolgt gemäß Vereinbarung vierteljährlich (90 Tage) jeweils zum 31.03., 30.06., 30.09. und 31.12. eines Jahres. Die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko wurden in dem vorliegenden Jahresabschluss nicht bilanziert ("Einfrierungsmethode"). Aufgliederung der Umsatzerlöse (§ 285 Nr. 4 HGB) Die Verteilung der Umsatzerlöse nach den Absatzmärkten stellt sich wie folgt dar:
Die Verteilung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen stellt sich wie folgt dar:
Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung bzw. periodenfremder Art Wesentliche Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind im Geschäftsjahr 2023 nicht eingetreten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Beträge in Höhe von EUR 1.280,00 (Vorjahr: EUR 751.490,50). V. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB) Es bestehen Konsignationslagervereinbarungen mit Kunden, demzufolge befindet sich die Ware so lange im Eigentum der NHU EUROPE GmbH, bis der Kunde diese aus dem Lager entnimmt. Zum Zeitpunkt der Entnahme findet das Umsatzgeschäft statt. Die sich zum Zeitpunkt des Bilanzstichtages in den Konsignationslägern befindliche Ware wird in der Bilanz im Vorratsvermögen ausgewiesen. Das Konsignationslager dient der Kundenbindung durch schnelle Verfügbarkeit der Ware beim Kunden, des Weiteren ergeben sich finanzielle Vorteile aufgrund der Einsparung von Lager- und Transportkosten. Das Risiko besteht in der Gefahr des zufälligen Untergangs der Ware beim Kunden vor Ort, da dieses von der NHU EUROPE GmbH nicht selbst beeinflusst werden kann. Beteiligungsbesitz (§ 285 Nr. 11 HGB) Die NHU EUROPE GmbH hält sämtliche Geschäftsanteile an der Bardoterminal GmbH, Bardowick (eingetragen unter der Nummer HRB 2501 beim Amtsgericht Lüneburg). Aus dem letzten Jahresabschluss der Bardoterminal GmbH zum 31. Dezember 2023 ergeben sich folgende Informationen:
Konzernabschluss (§ 285 Nr. 14 und 14a HGB) Die NHU EUROPE GmbH gehört mittelbar mehrheitlich der Zhejiang NHU Company Ltd., Shaoxing/China an, die in Deutschland keinen Konzernabschluss veröffentlicht (größter Konsolidierungskreis). Das Mutterunternehmen NHU Hong Kong Trading Co. Ltd./China stellt ebenfalls keinen Konzernabschluss in Deutschland auf (kleinster Konsolidierungskreis). Die NHU EUROPE GmbH stellt keinen Konzernabschluss auf, da bis auf das Tochterunternehmen Bardoterminal GmbH kein weiterer Beteiligungsbesitz besteht und von dem Wahlrecht nach § 296 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht wird. Geschäftsführer der NHU EUROPE GmbH war im Geschäftsjahr 2023 ausschließlich
Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Die Gesellschaft beschäftigte am 31.12.2023 Mitarbeiter wie folgt:
Durchschnittlich beschäftigte die Gesellschaft während des Geschäftsjahres 2023 49 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und zur Berufsausbildung beschäftigte Personen). Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Altersversorgungs- und Leasingverträgen in folgender Höhe:
Abschlussprüferhonorar (§ 285 Nr. 17 HGB) Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Honorar beläuft sich auf EUR 28.582,00. Dieses entfällt vollumfänglich auf Abschlussprüfungsleistungen. Gewinnverwendungsvorschlag: Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 20.905.090,97. Die Geschäftsführung schlägt vor, davon einen Betrag von EUR 3.750.000,00 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zu verwenden und den übrigen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Bardowick, den 11.04.2024 Thomas Hoops, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die NHU EUROPE GmbH (kurz "NHU") ist die europäische Niederlassung des chinesischen Herstellers Zhejiang NHU und mit der Verteilung der Produkte des Mutterkonzerns im europäischen Raum beauftragt. Die Produkte, hauptsächlich Vitamine, Aminosäuren, Farbstoffe und Aromachemikalien, finden Anwendung in der Futtermittel-, Lebensmittel-, Kosmetik- und pharmazeutischen Industrie. Zweigniederlassungen bestehen nicht. 2. Forschung und Entwicklung Die NHU ist nicht aktiv an Forschung und Entwicklung beteiligt. Notwendige Tests, wie z.B. Futtermitteltests, werden im Namen der Zhejiang NHU beauftragt - die NHU leistet somit lediglich Hilfestellungen für den Prinzipal. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die NHU verkauft hauptsächlich in dem Bereich Territorialeuropa sowie in die Aquaindustrie in Südamerika. Im Vergleich zur weltweiten Futtermittelproduktion wird die Produktion in Europa stagnierend bis rückläufig erwartet. Die Futtermittelproduktion in der EU wird sich im Jahr 2023 auf ca. 144,3 Mio. t belaufen (Quelle: https://www.feedstrategy.com/business-markets/feed-production-byregion/article/15659721/fefac-european-feed-production-falls-2-in-2023). Im Vergleich zu 2022 macht das einen Rückgang von ca. 2 % aus. Wachstumsmärkte in unserer Branche sind weiterhin Asien, Osteuropa und Südamerika. Der größte Wachstumsmarkt ist heutzutage China, welcher bereits die USA als Spitzenreiter im Hinblick auf die Futtermittelproduktion abgelöst hat. Europa folgt nach den USA auf Platz drei. Das Geschäft mit der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie wird aufgrund der höheren erzielbaren Margen weiterhin ausgebaut. Neuprodukte lassen uns in allen Industrien wachsen. Das Wachstumspotenzial in diesem Bereich ist überdurchschnittlich. Multinationale Firmen werden bereits beliefert. Ähnlich wie in der Futtermittelindustrie ist auch bei den Lebensmitteln und den Kosmetika der europäische Markt als stagnierend bis rückläufig zu sehen. Wachstumsmärkte befinden sich auch hier im asiatischen Raum, in Osteuropa sowie in Südamerika. 2. Rahmenbedingungen vor Ort Das Bürogebäude ist in unmittelbarer Nähe zum Lagerverwalter der NHU gelegen und verstärkt die Zusammenarbeit auf dieser Ebene. Um Produktneuheiten sowie vorhandene Produkte aufgrund von Kapazitätsausweitungen zukünftig vermarkten zu können, haben wir im ersten Quartal 2023 ein an unser Betriebsgelände in Bardowick unmittelbar anschließendes Grundstück akquiriert und bei der Baubehörde einen Antrag zur Bebauung mit einem weiteren Lagergebäude eingereicht. Wir wollen weiterhin den Weg der eigenen Lagerhaltung gehen, da wir uns in sensiblen Industrien bewegen und die Produktsicherheit oberste Priorität hat. Es gibt eine betriebseigene Kantine und es werden Räumlichkeiten mit Fitnessgeräten zur Verfügung gestellt, um Mitarbeiter langfristig zu binden. Im Laufe des Jahres 2023 haben wir vierzehn Mitarbeiter neu eingestellt, drei Mitarbeiter haben uns im letzten Jahr verlassen. Insgesamt waren im Jahr 2023 im Jahresdurchschnitt bei der NHU EUROPE GmbH 49 Mitarbeiter zuzüglich eines Geschäftsführers beschäftigt. 3. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf war zweigeteilt: Im ersten Halbjahr konnten wir noch von hohen Preisen, ausgelöst durch die Energiekrise, profitieren. Wohingegen im zweiten Halbjahr Preiserosionen, ausgelöst durch Überkapazitäten und schwacher Nachfrage, die die vorher gute Ergebnisentwicklung relativierten. Die Beschaffung erfolgt zu knapp 98 % über die Zhejiang NHU Co. Ltd., China. Mit der Gesellschaft wurde im Juni 2016 ein langfristiger Distributionsvertrag geschlossen. Dieser wird operativ über die chinesische Mehrheitsgesellschafterin durchgeführt. Der Vertrag wurde im Jahr 2023 vorzeitig um zehn Jahre verlängert und hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2033. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage: Das Unternehmen sieht sich trotz der einschränkenden Rahmenbedingungen gut aufgestellt und voll handlungsfähig. Die heutigen Strukturen funktionieren einwandfrei und es kann auf allen Ebenen flexibel gearbeitet werden. Insgesamt verlief das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von EUR 3.038.830,35 noch zufriedenstellend. 4. Lage Bei unseren Produkten Vitamin E, Vitamin A und DL-Methionin haben sich die im Jahr 2023 abgesetzten Mengen wieder leicht gesteigert. Im Lebensmittel- und Kosmetikbereich konnten wir erneut viele Neukunden gewinnen. Mittlerweile trägt dieser Bereich auch ordentlich zum Gesamtergebnis bei. Insgesamt ist die Lage des Unternehmens als stabil zu bezeichnen. a) Ertragslage Die Ertragslage des Unternehmens im ablaufenden Geschäftsjahr war zufriedenstellend. Im Geschäftsjahr 2023 wurden mit Umsatzerlösen von ca. EUR 219,8 Mio. der zweithöchste Umsatz unserer Unternehmensgeschichte erwirtschaftet. Dieser lag um ca. 1,6 % über dem Vorjahresumsatz. In den Umsatzerlösen sind EUR 20,2 Mio. aus Kommissionserträgen von der chinesischen Hauptlieferantin aufgrund des Distributionsvertrages enthalten. Der Umsatz bei unserem Hauptprodukt Vitamin A ist trotz gestiegener Absatzmengen und gefallener Absatzpreise gegenüber dem Vorjahr gesunken. Auch bei dem Produkt Vitamin E sind die Absatzmengen leicht gestiegen und aufgrund gestiegener Preise konnte das Umsatzniveau gegenüber dem Vorjahr noch gesteigert werden. Bei dem Produkt DL- Methionin sind trotz deutlich gestiegener Mengen die Umsätze nur leicht gestiegen. Auch im Bereich Food/Kosmetik und bei den Aromastoffen konnte der Absatz im Jahr 2023 mengenmäßig deutlich erweitert werden. Insgesamt lag der Umsatz in 2023 trotz der vereinnahmten Kommission noch unter dem geplanten Niveau von EUR 230 Mio. Im Jahr 2023 verminderte sich die Rohertragsquote auf 5,17 % gegenüber dem Vorjahr von 5,71 %. Diese resultiert aus einer im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr verminderten erzielten Verkaufskommission gemäß des Distributionsvertrags mit der Hauptlieferantin aufgrund von Verschiebungen innerhalb der Erlösgruppen. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich zum Vorjahr um TEUR 48,8 auf TEUR 384,7. Grund hierfür waren im Wesentlichen im Vergleich zu 2022 rückläufige Erträge aus Währungsumrechnung (laufendes Geschäftsjahr: TEUR 194,1; Vorjahr: TEUR 295,9). Die Personalkosten für das Geschäftsjahr betrugen TEUR 3.088,4 (Vorjahr: TEUR 2.359,3) und stiegen aufgrund der in 2023 vorgenommenen Neuanstellungen um 30,9 % und hatten damit zum Vorjahr einen relativen Anteil am Umsatz von 1,4 % (Vorjahr: 1,1 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrugen TEUR 4.690,6 und verminderten sich somit deutlich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 5.419,1). Ursache für den Rückgang waren eine im Vorjahr vorzunehmende Einzelwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von TEUR 751,5 sowie deutlich gesunkene Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen (2023: TEUR 100,5; 2022: TEUR 595,9). Diesen Rückgängen bei den Aufwendungen stehen zum Teil deutliche inflationsbedingte Kostensteigerungen bei vielen Sachkostenarten gegenüber. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein EBIT von TEUR 3.407,1 erzielt, welches bedingt durch die höheren betrieblichen Aufwendungen deutlich unterhalb des Wertes des Vorjahres von TEUR 4.485,9 liegt. Ursache dafür waren im Wesentlichen die im Vergleich zum Vorjahr inflationsbedingten Kostensteigerungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie die erhöhten Personalkosten. Das Finanzergebnis beläuft sich auf TEUR 609,5 (Vorjahr: ./. TEUR 193,8). Das positive Finanzergebnis resultiert aus einer im Dezember 2023 beschlossenen Gewinnausschüttung der Tochtergesellschaft Bardoterminal GmbH im Umfang von TEUR 750. Die Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Verbindlichkeiten haben sich planmäßig gegenüber dem Vorjahr vermindert, da zum einen in 2023 gegenüber dem Vorjahr die von den Banken eingeräumten Kreditrahmen unterjährig weniger in Anspruch genommen wurden und zum anderen die langfristigen Verbindlichkeiten durch die gezahlten Annuitäten weiterhin planmäßig getilgt wurden. Gestützt durch das deutlich positive Finanzergebnis wurde trotz des Rückgangs des EBITs in 2023 ein gegenüber dem Jahr 2022 leicht erhöhter Jahresüberschuss von TEUR 3.038,8 (2022: TEUR 3.026,9) erzielt. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist unverändert als stabil zu bezeichnen. Die Liquidität zweiten Grades beträgt stichtagsbezogen 33,8 % (Vorjahr: 34,4 %) und zeigt sich auf einem konstanten Niveau. Die für die gesamte Geschäftstätigkeit in 2023 notwendige Liquidität war in sicherem und ausreichendem Umfang vorhanden. Dabei tolerierte unsere chinesische Hauptlieferantin die abgestimmte Überziehung der Zahlungsziele, um Engpässe gegenüber fremden Dritten zu vermeiden. Der Großteil der Finanzierung erfolgt über Kreditinstitute im Rahmen der uns eingeräumten Kreditlinien und durch Lieferantenkredite. Zum Stichtag wurden die eingeräumten Kreditlinien in Höhe von ca. 53 % in Anspruch genommen. Auf der Passivseite wird ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 25.905,1 (Vorjahr: TEUR 22.866,3) ausgewiesen. Die Erhöhung ergibt sich aus dem im Jahr 2023 erzielten Jahresüberschuss von TEUR 3.038,8. Das Fremdkapital der NHU beträgt zum Abschlussstichtag EUR 80,8 Mio. (Vorjahr: Euro 85,8 Mio.) und hat einen Anteil an der Bilanzsumme von 76,0 % (Vorjahr: 79,0 %). Wie im Vorjahr beinhaltet es als größten Posten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Umfang von Euro 67,9 Mio.(Vorjahr: Euro 73,2 Mio.) und spiegelt im Wesentlichen den Liefer- und Leistungsverkehr mit der Mehrheitsgesellschafterin wider. Aufgrund der geltenden Incoterms sind diese Warenverbindlichkeiten bereits bei Verladung am Verschiffungshafen zum Abschlussstichtag zu bilanzieren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich leicht gegenüber dem Vorjahr um einen Betrag von TEUR 185,2 auf TEUR 7.475,0. Aufgrund in 2023 erfolgter planmäßiger Tilgung der Immobiliendarlehen sank der langfristige Anteil. Durch die zum Bilanzstichtag 31.12.2023 gegenüber dem Vorjahresstichtag erhöhte Inanspruchnahme der Kreditlinien erhöhte sich der kurzfristige und variable Anteil. Steuerrückstellungen waren zum 31. Dezember 2023 nicht auszuweisen, da die in 2023 geleisteten Vorauszahlungen zur Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer den errechneten Steueraufwand überstiegen. Es ergeben sich zum 31.12.2023 Steuererstattungsansprüche für 2023 in Höhe von TEUR 378,4, die in den sonstigen Vermögensgegenständen unter den Aktiva ausgewiesen werden. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 924,5. Der Stichtagswert von TEUR 1.183,2 beinhaltet ausstehende Rechnungen, Urlaubsrückstellungen, Jahresabschlusskosten sowie Mitarbeiterboni. c) Vermögenslage Das Vermögen der NHU beträgt Euro 107,9 Mio. (Vorjahr: Euro 108,7 Mio.) und besteht zu ca. 85,9 % (Vorjahr: 86,8 %) aus Umlaufvermögen (EUR 92,7 Mio.; Vorjahr: EUR 94,3 Mio.). Es teilt sich im Wesentlichen auf in Vorräte (EUR 67,9 Mio.; Vorjahr: Euro 67,5 Mio.) sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (EUR 24,6 Mio.; Vorjahr: Euro 26,4 Mio.). Größter Posten ist somit das Warenvorratsvermögen. Die Vorratsintensität, bezogen auf die Bilanzsumme, beträgt 62,9 % im Geschäftsjahr zu 62,1 % im Vorjahr. Die prozentuale Erhöhung ist im Wesentlichen auf die im Vergleich zum Vorjahresstichtag gesunkene Bilanzsumme zurückzuführen. Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.461,3 Die weitaus wesentlichen Zugänge erfolgten aus den Anschaffungskosten des für die Bebauung mit einer neuen Lagerhalle vorgesehenen angrenzenden Grundstückes sowie damit in Zusammenhang stehende Planungskosten. Des Weiteren ergaben sich Zugänge aus der Anschaffung von Dienstwagen und sonstigen beweglichen Wirtschaftsgütern des Sachanlagevermögens. 5. Leistungsindikatoren a) finanzielle Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 24,0 % (Vorjahr: 21,0 %). Nominal ist das Eigenkapital um TEUR 3.038,9 auf TEUR 25.905 angestiegen. Da sich die Bilanzsumme gleichzeitig um TEUR 783,3 auf TEUR 107.926,5 verminderte, stieg die Eigenkapitalquote um 3,0 Prozentpunkte. Die Eigenkapitalquote ist Bestandteil der Vereinbarungen mit den Kreditinstituten und wird daher von den Parteien als wesentliche Kennzahl betrachtet. Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt ca. EUR 4,3 Mio. (Vorjahr: EUR 5,1 Mio.). Bei den Mitarbeitern ist ein Geschäftsführer mitgezählt. Die zum Vorjahr um neun Angestellte erhöhte Mitarbeiteranzahl begründet den Rückgang der Kennzahl. Die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT (TEUR 3.407,1; Vorjahr: TEUR 4.485,9 Mio.) beträgt im Geschäftsjahr 1,55 % (Vorjahr: 2,07 %). Die eingetretene Verminderung ist auf die Steigerungen bei den Personalaufwendungen und sonstigen Betriebsaufwendungen zurückzuführen. Der Cashflow beträgt TEUR 3.576,4 (Vorjahr: TEUR 3.555,8) ist in etwa stabil geblieben. Den Cashflow haben wir aus der Summe aus Jahresergebnis und Abschreibungen ermittelt. b) nichtfinanzielle Personal Das Unternehmen beschäftigt zum Bilanzstichtag 54 Mitarbeiter (inkl. einem Geschäftsführer, zwei Auszubildenden und sechs Aushilfen). Im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr agiert das Unternehmen mit elf mehr Arbeitnehmern. Preispolitik Durch ständige Technologieentwicklungen seitens unserer Muttergesellschaft sehen wir uns auch zukünftig konkurrenzfähig aufgestellt. Unser Ziel ist, die Kunden langfristig an uns zu binden und diese während der Vertragslaufzeit fair und kompetent zu beraten. In Zeiten von Überproduktionen ist es wichtig, dass auch unsere Kundschaft gut im Wettbewerb steht. Systeme Wir arbeiten mit einem absolut schlüssigen und effektiven Warenwirtschaftssystem, welches eine komplette Nachverfolgbarkeit auf allen Ebenen garantiert. Das elektronische Ablagesystem lässt auch den Zugriff auf ältere Dokumente zu. Wir sind jederzeit in der Lage, die komplette Historie der Unternehmung aufzurufen und nachzuverfolgen. So kann aus alten Fehlern gelernt werden, um diese zukünftig zu vermeiden. Kunden / Vertrieb Der Vertrieb als wichtigstes Gesicht der Firma nach außen im direkten Kontakt zu den Kunden befindet sich ständig auf dem Prüfstand, um Kundenzufriedenheit und damit langjährige Kundentreue zu gewährleisten. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut und stabil bezeichnet werden. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a) Branchenspezifische Risiken: Unser Hauptmarkt in der Futtermittelindustrie befindet sich seit Jahren in einem Konzentrationsprozess. Durch Übernahme kleinerer Marktteilnehmer reduziert sich unser Kundenkreis, während der Marktanteil unserer großen Kunden stetig zunimmt. Weiterhin steht dieser Markt unter wirtschaftlichem und politischem Druck. Hinzu kommt es zu deutlichen Reduktionen der Tierbestände, da die Massentierhaltung unpopulär ist. Die Gesamtanzahl der Kunden schrumpft. Daraus entsteht ein Verdrängungswettbewerb. Den branchenspezifischen Risiken werden wir bei unseren Kunden weiterhin mit Service und einem hohen Maß an Qualität begegnen. Unsere Kunden verfügen in der Regel über liquide Mittel und sind überwiegend zusätzlich kreditversichert. Nicht kreditversicherte Kunden werden grundsätzlich nur gegen Vorauskasse beliefert. Das Zahlungsausfallrisiko ist daher als gering einzustufen. Skandale, wie z.B. der Dioxinskandal im Jahr 2011, und/oder Tierseuchen können jedoch der ganzen Branche schaden. b) Risiken aus geopolitischen Entwicklungen: Die NHU EUROPE GmbH bezieht ihre Handelswaren zum weitaus überwiegenden Teil von ihrer chinesischen Mehrheitsgesellschafterin NHU Hongkong Trading Co., Ltd. Mit wachsender Sorge beobachten wir auch die zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen China und den USA und Taiwan. Aufgrund der starken wirtschaftlichen Abhängigkeiten der globalen Volkswirtschaften erwarten wir aktuell jedoch noch keine Auswirkungen auf unser Geschäft. Die möglichen finanziellen Auswirkungen, von der auch unsere Wettbewerber betroffen sein dürften, da die globalen Produktionskapazitäten unserer Hauptprodukte überwiegend in China liegen, können derzeit nicht abgeschätzt werden. Seit Ende 2023 kommt es auch zu verlängerten Containerlaufzeiten aufgrund der Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Frachter im Roten Meer, wodurch der Suezkanal nicht befahrbar ist und längere Umwege entstehen. Wir agieren vorsichtig und vorausschauend, um größere Risken zu vermeiden. c) Ertragsorientierte Risiken: Durch das Vorhandensein von weltweiten Überkapazitäten und einem ggf. damit zusammenhängenden Preisverfall, insbesondere in unseren Hauptprodukten, sehen wir durchaus Risiken in den zu erwartenden Umsätzen, welche sich auch auf die daraus resultierenden Erträge auswirken könnten. Durch den langfristigen Distributionsvertrag mit unserem Hauptlieferanten sehen wir auf der Beschaffungsseite keine Risiken. Gleichwohl kann ein Ausfall dieses Lieferanten nicht bzw. nicht sofort kompensiert werden. Absatz- und Umsatzerwartungen sind ggf. nach unten zu korrigieren. Mögliche steigende Kosten auf der Beschaffungsseite sind bereits eingetreten, zeichnen sich weiterhin ab und sind auch langfristig denkbar, sodass sich auch die Ertragslage negativer als die Planungen entwickeln kann. Die Vermietung der Lagerhallen findet zu marktüblichen Konditionen an die Lagerverwaltergesellschaft statt. Kursentwicklungen können nicht vorhergesagt werden, sodass unsere Fremdwährungsgeschäfte einem entsprechenden Risiko unterliegen. Wir tätigen allerdings nur einen geringen Teil unserer Geschäfte in Fremdwährungen. Aktuell können die kompletten Auswirkungen und Risiken aus der Entwicklung der volkswirtschaftlichen Entwicklung nicht abgeschätzt werden. Tatsache ist, dass Kreditversicherer das Risiko als hoch einstufen und Kreditlinien kürzen oder komplett stornieren. Somit können wir einen Großteil des Geschäfts nur gegen Vorkasse oder im eigenen Risiko durchführen. Bei risikobehafteten Kunden werden wir unser Engagement reduzieren, um erheblichen Risiken aus dem Weg zu gehen, vergeben gleichzeitig aber auch Chancen. Die weltpolitische Lage kritisch, da unsere Beschaffung nahezu ausschließlich über China erfolgt. Durch Strafzölle in den USA kam es zu einer Umverteilung der Warenströme. Darauf haben wir keinen Einfluss und es gilt die Lage weiterhin kritisch zu beobachten, um eventuelle Maßnahmen abzuleiten. d) Finanzwirtschaftliche Risiken: Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar; es sind keine Engpässe zu erwarten. Wir beobachten die weltpolitische Entwicklung. Zwar sind weder unser Bezugs- noch unser Vertriebsterritorium direkt von Krisen betroffen, allerdings besteht die Möglichkeit, dass der eine oder andere Krisenherd auch unser Absatzgebiet berührt. Aktuell können die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts nicht beeinflusst und nicht abschließend beurteilt werden. Die Absatz-, Umsatz- und Ertragsrisiken können auch auf finanzwirtschaftlicher Ebene Risiken nach sich ziehen. e) Sonstige Risiken: Wie bei allen Unternehmen hängt der reibungslose Ablauf der Geschäftsprozesse von der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden stellen ernsthafte Bedrohungen für die Funktionsfähigkeit der IT und des gesamten Unternehmens dar. Da bisher keine derartigen Vorfälle eingetreten sind, schätzen wir das Risiko als gering und beherrschbar ein. Auf dem Arbeitsmarkt herrscht derzeit ein intensiver Wettbewerb um (hoch-)qualifizierte Fachkräfte. Für die positive Entwicklung der NHU sind qualifizierte Mitarbeiter unverzichtbar. Wir sind im Bereich HR gut aufgestellt und konnten in 2023 davon profitieren. Dennoch besteht ein latentes Risiko, dass Mitarbeiter die NHU verlassen und die NHU geeignete Fachkräfte nicht bzw. nicht rechtzeitig vom Markt akquiriert werden können. Grundsätzlich haben wir eine sehr geringe Fluktuation. 2. Chancenbericht Die Gesellschaft kann weiterhin in der Lebensmittel- und Kosmetikbranche wachsen. Als inzwischen auch bei namhaften Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie anerkannte Lieferantin, gilt es weitere Kunden zu akquirieren. Die Mengen im Bereich Kosmetik sind nur marginal mit den Mengen im Sektor Futter- und Lebensmittel vergleichbar, es besteht jedoch eine höhere Wertigkeit der kosmetischen Produkte. Durch die in den Vorjahren geschaffenen und in naher Zukunft geplanten Standortstrukturen haben wir weiterhin die Möglichkeit, personell zu wachsen und den Standort Bardowick in der Zukunft zu sichern und somit den stetig wachsenden Anforderungen unserer Muttergesellschaft gerecht zu werden. Danach sind wir in der Lage, die in der Vergangenheit aufgetretenen Kapazitätsengpässe in der Lagerhaltung zu vermindern. Die Vermarktung weiterer, sich derzeit noch in der Entwicklung bei unserer chinesischen Produktionsgesellschaft befindlicher Neuprodukte kann weiter vorangetrieben werden, hier haben wir noch vermeintlich große Wachstumschancen. Die Mengenzuwächse lassen sich allerdings nicht mehr nur durch das eigene Lager darstellen. 3. Gesamtaussage Außer den zuvor genannten allgemeinen Konjunktur- und weltpolitischen Risiken sind derzeit keine unternehmensbezogenen bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Risiken des Russland-Ukraine-Konflikts auf die Liquiditäts- und Ertragslage bestehen, sind aber betragsmäßig bestimmbar und in den Planzahlen berücksichtigt. Unsere Erwartungshaltung ist mit den üblichen Unsicherheiten behaftet. Aufgrund der vorhandenen Eigenkapitalausstattung, der vorhandenen liquiden Mittel und der bestehenden Kreditlinie wird die wirtschaftliche Lage als positiv beurteilt. Risiken des künftigen Marktumfeldes stehen wir weiterhin positiv gegenüber. Wir sind uns der Risiken bewusst, sie werden als beherrschbar erachtet und wir versuchen, diesen zu begegnen. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Kundenforderungen, Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Dienstleistern sowie Guthaben bzw. Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Dennoch beobachten wir die Zahlungsmoral kritisch, da wir aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage mit steigenden Insolvenzen rechnen. Es besteht aber auch eine sehr gute Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Der Russland-Ukraine-Konflikt als Sondereinfluss kann hierüber jedoch nicht abgedeckt werden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Kundenforderungen sind nahezu vollständig warenkreditversichert. In Einzelfällen werden kundenseitige Vorauszahlungen vereinbart. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Währungsrisiken auf der Beschaffungsseite wurden und werden abgesichert durch Devisentermingeschäfte. Währungsrisiken auf der Vertriebsseite bestehen in untergeordneter Weise, da weitestgehend in Euro abgerechnet wird. VI. Prognosebericht Für 2024 erwarten wir eine rückläufige Produktion gegenüber den Produktionszahlen von 2023. Aufgrund geringerer verfügbarer Einkommen der Konsumenten, dem Abbau von Schlacht-kapazitäten, restriktiver Umweltauflagen bei der Tierhaltung, dem Trend zu vegetarischer Ernährung sowie der nach wie vor anhaltenden negativen Grundstimmung der Bevölkerung zur Massentierhaltung kommt es zu einer Reduktion der Tierbestände. Der Ausblick bleibt geprägt von Überkapazitäten und aufgrund der geopolitischen Weltlage von unvorhersehbaren Nachfrageereignissen. Für 2024 erwarten wir auf Gesamtsicht einen weitestgehend stabilen Markt. Zwar ist die Futtermittelbranche auf Gesamtsicht als stabil bzw. stagnierend zu bezeichnen, jedoch erwarten wir Absatzsteigerungen im Lebensmittel- und Kosmetiksegment. Insgesamt wird mit einer Erhöhung des Absatzvolumens gerechnet. Wir erwarten daher für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von ca. EUR 230 Mio. bei einem EBIT von ca. EUR 4 Mio. Durch die anhaltenden militärischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine und eine mögliche Verschärfung des China-Taiwan-Konfliktes können sich weitere Risiken ergeben, die zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar sind. In der Kosmetikindustrie bestehen weiterhin große Wachstumspotenziale, die in unserem Haus allerdings in der Gesamtmenge nur marginal zu den Futtermittelmengen stehen. Weiterhin ist es unser Ziel, unseren Absatz für die bereits in 2023 im europäischen Markt eingeführten B-Vitamine auszubauen. In 2024 sind Investitionen in die Anschaffung einer neuen ERP Software beabsichtigt. Ansonsten sind keine außerordentlichen Anschaffungen beabsichtigt. Für das Jahr 2024 werden sieben Neueinstellungen (darunter vier Auszubildende) geplant bzw. sind bis zur Aufstellung der Bilanz bereits erfolgt. Grundsätzlich sind wir für die Zukunft gut aufgestellt. Wegen unserer guten Kapital- und Liquiditätsausstattung werden wir auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Bardowick, April 2024 Thomas Hoops, Geschäftsführer 3. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 16. April 2024 den folgenden nicht modifizierten Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die NHU EUROPE GmbH, Bardowick Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NHU EUROPE GmbH, Bardowick, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NHU EUROPE GmbH, Bardowick, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." 6. Schlussbemerkung Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses der NHU EUROPE GmbH, Bardowick, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und des Lageberichts für dieses Geschäftsjahr erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)). Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt 3. "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks" enthalten.
Hamburg, 16. April 2024 LPA-GGV
Hansa GmbH
Dr. Jeß, Wirtschaftsprüfer Vick, Wirtschaftsprüfer |
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