Balder Industries GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Georg Matheis seit 16.3.2022 | Geschäftsführer |
Markus König seit 11.11.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Movera GmbHBad WaldseeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2022 bis zum 31.07.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 20231 Grundlagen des Unternehmens Die Movera GmbH (im Folgenden kurz: Movera) ist Teil der Erwin-Hymer-Gruppe (kurz: EHG), Bad Waldsee, einer europaweit tätigen Gruppe im Bereich der Herstellung und dem Vertrieb von Freizeitfahrzeugen. Die Gruppe beschäftigt insgesamt knapp 8.900 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von über Mrd. EUR 2,8. Zur EHG gehören neben Movera auch weitere Marken, wie Hymer, Dethleffs, Bürstner, Sunlight, Niesmann + Bischoff, LMC, Laika, und andere. Die Erwin Hymer Group gehört seit 2019 zur amerikanischen Thor-Gruppe (Börse: Kürzel THO). Wir sind im Verbund der EHG ein führender Großhändler für Ersatzteile, Technik und Zubehör für die mobile Freizeit im europäischen Markt. Der Marktanteil der EHG beträgt rd. 19,8 % (Vj.: 21,5 %). Die Umsatzerlöse werden überwiegend im Inland sowie im europäischen Umfeld und nahezu ausschließlich mit Händlern erzielt. Sie resultieren fast ausschließlich aus dem Verkauf von Ersatzteilen, Technikprodukten und Zubehör für die mobile Freizeit. Die Beschaffung erfolgt weitestgehend in EUR und über Hersteller und Importeure aus Deutschland und zu einem kleineren Teil aus dem europäischen Ausland und aus Asien (China). Für uns sind in Deutschland ca. 143 Mitarbeiter am Standort in Bad Waldsee tätig. In der 2. Berichtsebene nach der Geschäftsleitung besteht eine Bereichsleitungsstruktur in den Funktionsbereichen Finanzen und Controlling, Personal, Einkauf und Category Management, Vertrieb, Marketing, Lager und Logistik und IT. Wesentliche Veränderungen des Geschäftsmodells haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung (Quelle: ifo Konjunkturprognose Sommer 2023, ifo Schnelldienst Sommerausgabe Juni 2023) Die Weltwirtschaft gewann im ersten Quartal als Folge der guten Entwicklung in China zwar wieder etwas an Schwung. Dennoch liegt die Inflation sowohl in den USA als auch im Euroraum weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, obwohl zwischenzeitlich eine leichte Abnahme zu verzeichnen ist. Dazu beigetragen hat insbesondere die sich abschwächende Preisdynamik der Energiekomponente. Zwar tragen Industriegüter und Nahrungsmittel im Vorjahresvergleich nach wie vor beträchtlich zur Inflation bei, jedoch konnte auch hier ein Abebben des Inflationsbeitrages verzeichnet werden. Entsprechend ist auch die Kerninflationsrate zuletzt nicht weiter gestiegen, liegt aber immer noch auf einem hohen Niveau. Zudem kommt die Rückführung der während der Corona-Krise gebildeten Ersparnisse der privaten Haushalte, wie auch die nach wie vor günstige Arbeitsmarktsituation, welche die Konsumnachfrage stärker als in den Vorquartalen expandieren ließ. Dies spiegelte sich vor allem in der kräftigen Nachfrage nach Dienstleistungen wider. Die als Reaktion auf die hohe Inflation restriktiver gewordene Geldpolitik wirkt und wirkte sich vermehrt bremsend auf die Weltkonjunktur aus. Die von einigen Vorlaufindikatoren aufgezeigte bevorstehende Rezession blieb bislang zwar aus, steht aber vermutlich kurz bevor. Die Konjunkturumfragen unter US-Industrieunternehmen deuten bereits seit einiger Zeit auf eine bevorstehende Rezession hin. Der ISM-Index, der die Auftragseingänge in der Industrie abbildet, schwenkte 2021 auf einen abwärts gerichteten Trend ein und weist seit Ende 2022 auf eine schrumpfende Industrieproduktion hin. Der European Economic Sentiment Indicator (ESI) zeigte eine anhaltende Verschlechterung der Konjunktur an, und der PMI-Einkaufmanagerindex ging im Mai, nach sechs Monaten leichter Zuwächse in Folge, etwas zurück. Die Verbesserung dieses Index in den Vormonaten steht in direktem Zusammenhang mit der guten Entwicklung in den Dienstleistungsbereichen, während sich für die Unternehmen der Warenproduktion der Ausblick seit dem Jahresende 2022 zunehmend verdüstert. Im Euroraum stagnierte die Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr. Dabei schlug sich insbesondere der Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland im vierten Quartal 2022 und im ersten Quartal 2023 deutlich nieder; im zweiten Quartal 2023 ist das BIP nicht weiter gesunken. Das anhaltend hohe Zinsniveau hat sowohl die Investitionstätigkeit als auch den Konsum der privaten Haushalte beeinträchtigt. Für das Gesamtjahr 2023 wird mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum von nur 0,6 % gerechnet, wobei Mitgliedstaaten mit einem höheren Dienstleistungsanteil sich dabei etwas besser entwickeln dürften als der Durchschnitt. Auch die deutsche Wirtschaft erfuhr im zurückliegenden Winterhalbjahr einen kräftigen Rücksetzer. Als Folge der hohen Inflation schwächte sich die Nachfrage spürbar ab. In Deutschland litt vor allem der private Konsum. Trotz spürbar steigender Löhne und umfangreicher staatlicher Entlastung kam es insgesamt zu einem Rückgang der realen Haushaltseinkommen. Als Reaktion schränkten die Haushalte im zurückliegenden Winterhalbjahr vor allem ihren Warenkonsum ein, während der Konsum bei den Dienstleistungen sogar leicht ausgeweitet wurde. Dies dürfte eine der Spätfolgen der Corona-Krise sein, denn nach Jahren des Verzichts beim Konsum von Dienstleistungen scheint in diesem Bereich der Aufholbedarf groß und die Bereitschaft zu Einschränkungen gering zu sein. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte preis-, saison- und kalenderbereinigt zwei Quartale in Folge und lag zu Jahresbeginn 2023 um 0,9 % niedriger als im Sommer 2022. Maßgeblich hierfür war eine spürbare Abschwächung der Nachfrage, die immer mehr Unternehmen als produktionsbehindernden Faktor benennen. Der Rückgang der Nachfrage dürfte eine Folge der hohen Inflation sein, die sowohl in Deutschland als auch in vielen Absatzmärkten die Kaufkraft sinken und die Finanzierungskosten steigen ließ. Die deutlichsten Auswirkungen zeigten sich im Handel, wo Umsätze und Wertschöpfung preisbereinigt in der Tendenz bereits seit Anfang 2022 zurückgehen. Im Verarbeitenden Gewerbe und in der Bauwirtschaft ist es nur dem hohen Rückstau bei den Auftragsbeständen zu verdanken, dass die seit nunmehr über einem Jahr sinkenden Auftragseingänge die Produktion nicht stärker belasten. Alles in allem ist zu erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr wohl um 0,4 % zurückgehen und im kommenden Jahr um 1,5 % zunehmen wird. 2.2 Branchensituation Die nachfolgenden Angaben basieren auf vorläufigen Statistiken des Europäischen Caravaning Verbandes (ECF) und des deutschen Caravaning Industrie Verbandes (CIVD). Im Berichtszeitraum von August 2022 bis Juli 2023 ist die Entwicklung des europäischen Marktes für Freizeitfahrzeuge weiterhin durch die begrenzte Verfügbarkeit von Fahrzeugchassis negativ beeinflusst worden. Auch deutlich verschlechterte Konsumindikatoren in Kombination mit dem hohen Preisniveau haben zu einem europaweiten Rückgang des Marktes geführt. Positiven Effekt auf die Zulassungszahlen hat der hohe Auftragsbestand bei den Händlern, der weiterhin zu hohen Fahrzeugauslieferungen führt. Trotz des schwierigen Umfeldes bleibt festzustellen, dass das Interesse an Caravaning weiterhin hoch ist, wie die auf 254.000 gestiegene Zahl an Besuchern des Caravan Salons in Düsseldorf gezeigt hat (+8 % gegenüber Vorjahr). In den letzten 12 Monaten wurden in Europa insgesamt 205.827 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen. Dies entspricht einem Rückgang von -10,3 % (229.451 Fahrzeuge im gleichen Zeitraum der Vorperiode). Betrachtet man die Marktentwicklung je Land, so sind überall Marktrückgänge zu verzeichnen. Die drei größten Märkte für Freizeitfahrzeuge sind Deutschland mit 89.422 Fahrzeugen (-6,7 %), Frankreich mit 30.599 Fahrzeugen (-8,1 %) und UK mit 25.074 Fahrzeugen (-9,9 %). Der Anteil deutscher Neuzulassungen am europäischen Markt beträgt 43,4 %. Insgesamt wurden in Deutschland 89.422 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen (Vorperiode: 95.885). Das entspricht einem Rückgang von -6,7 %. In Deutschland wurden im Berichtszeitraum 66.841 Reisemobile neu zugelassen (Vorperiode 71.710). Das ist ein Rückgang von -6,8 %. Die Neuzulassungen von Caravans liegen mit 22.581 Fahrzeugen -6,6 % unter den Werten der Vorperiode (Vorperiode: 24,175). In den letzten 12 Monaten wurden 142.586 Reisemobile in Europa neu zugelassen. Das entspricht einem Rückgang von -9,0 % (Vorperiode: 156.620 Reisemobile). Während die Produktionskapazitäten von Reisemobilen, die auf Commercial Chassis basieren (zulässiges Gesamtgewicht 3,5t und größer), limitiert waren, erfreut sich das Segment der kleineren Urban Vehicles (basierend auf Großraumvans) wachsender Beliebtheit. Die europäischen Caravan-Zulassungen sind in den letzten 12 Monaten von 72.831 auf 63.241 Fahrzeuge gefallen. Das entspricht einem Rückgang von -13,2 %. Der Großhandelswert des Marktes stieg auch im Kalenderjahr 2022 lt. EOG (European Outdoor Group) weiter an. Die Datenbasis wurde im Jahr 2022 (incl. des Vorjahres) um den russischen Markt bereinigt, so dass auf Basis der angepassten Daten das Marktvolumen auf 6,1 Mrd. EUR bzw. 11,5 % bezogen auf das Vorjahr angestiegen ist. Sämtliche Kategorien verzeichnen auf Basis der bereinigten Daten ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr: Schuhe (+20 %), Outdoor Equipment (19 %), Rücksäcke und Reisegepäck (15 %), Bekleidung (7 %), Schlafsäcke und Matten (6 %), die geringsten Zuwachsraten entfallen auf die Bereiche Zelte (5 %) und Kletterausrüstung (4 %). Regional gesehen hat der Outdoor-Markt im Kalenderjahr 2022 nahezu in allen Ländern mit über 10 % Wachstum ähnlich entwickelt. Auf die drei größten Märkte - Deutschland, Frankreich und Großbritannien/Irland - entfallen mehr als 50 % des Gesamtwertes des europäischen Outdoor-Sektors; die jeweiligen Marktanteile für diese drei Märkte haben hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. 2.3 Geschäftsentwicklung der Gesellschaft Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen und den Auswirkungen und Folgen geopolitischer Entwicklungen war der Geschäftsverlauf der Gesellschaft geprägt von:
Das Vertriebssystem "Movera+" im Inland erweist sich dabei weiter als ein zukunftsweisendes und erfolgreiches Konzept. Die e-Commerce-Plattform im B2B-Umfeld stellt nach wie vor ein wichtiges Element im Vertriebskonzept dar. Darüber hinaus hat die Gesellschaft in die Händler-Bestellplattform investiert, insbesondere mit dem Ziel die Performance zu steigern und die Funktionalitäten zu erweitern. Auch die Technikeigenmarke "Quipon" wurde im betrachteten Geschäftsjahr weiterentwickelt. Mit der Eigenmarke "Quipon" präsentierte Movera technisches Zubehör, das im Wettbewerb mit etablierten Marken steht und die Funktionalität von Campingfahrzeugen erweitert und verbessert. Insgesamt sind wir unter Berücksichtigung der Situation unter den geopolitischen Entwicklungen, der Ukraine-Krise und der steigenden Inflation mit der Entwicklung im Geschäftsjahr 2022/23 sehr zufrieden. Die Umsatzerlöse verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang. Die prognostizierte Entwicklung des Jahresergebnisses vor Gewinnabführung konnte jedoch trotz der oben genannten Einflüsse im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen werden; wir liegen damit insgesamt auf dem im Geschäftsjahr 2021/22 für das Geschäftsjahr anvisierten Niveau. Den geplanten Umsatzanstieg für das Geschäftsjahr 2022/23 von ca. 7,6 % konnten wir infolge der leicht rückläufigen Branchenentwicklung, des Ukraine-Konflikts sowie der anhaltend hohen Inflationsrate mit einem Umsatzrückgang von 2,2 % nicht erreichen. Die prognostizierte Umsatzrendite von ca. 6,0 % konnten wir nichtsdestotrotz mit einem Ist-Wert von 6,6 % für das Geschäftsjahr aufgrund der verbesserten Rohertragsmarge übertreffen. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung setzt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:
Das neutrale Ergebnis und andere Sonderfaktoren im operativen Ergebnis betragen Mio. EUR 0,3 zu Mio. EUR 0,1 im Vorjahr. 2.3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % verringert. Die Entwicklung war in den einzelnen Segmenten jedoch unterschiedlich. Während der Großteil der Produktsegmente ein Umsatzrückgang verzeichnet - insbesondere die Segmente Electric & Multimedia, Zelte & Markisen - konnten wir in den Segmenten Wasser & Fahrzeugtechnik ein leichtes Umsatzwachstum erzielen. Die Materialeinsatzquote - bezogen auf die Umsatzerlöse - hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 %-Punkte verbessert und beträgt 74,4 %. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus Veränderungen im Produktmix und Preiserhöhungen auf der Absatzseite. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) erhöhte sich daher um Mio. EUR 1,7 bzw. 7,5 % auf Mio. EUR 24,5. Die Personalaufwendungen betragen Mio. EUR 8,0 (Vj.: Mio. EUR 7,6); sie haben sich unter Berücksichtigung der Gehaltssteigerung proportional zur Entwicklung des durchschnittlichen Mitarbeiterbestandes entwickelt. Die Personaleinsatzquote - bezogen auf die Umsatzerlöse - beträgt 8,3 % im Vergleich zu 7,7 % im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen Mio. EUR 9,4 (Vj.: Mio. EUR 7,9) und liegen um Mio. EUR 1,5 bzw. 19,6 % über dem bereinigten Vorjahreswert. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus zusätzlichen Kosten für die Anmietung eines externen Lagers, höheren Reise- und Bewirtungskosten, gestiegenen Messe- und Werbungskosten sowie preisbedingt höheren Frachtkosten. Bezogen auf die Umsatzerlöse hat sich die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen dadurch von 8,0 % im Vorjahr auf 9,9 % erhöht, was im Wesentlichen auf Fix-Kostencharakter zurückzuführen ist. Insgesamt erwirtschafteten wir im Geschäftsjahr 2022/23 einen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von Mio. EUR 6,4 (Vj.: Mio. EUR 6,7). 2.3.2 Finanzlage Aufgrund des seit 2016 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der EHG SE beträgt das Eigenkapital unverändert Mio. EUR 8,0. Die Eigenkapitalquote beträgt aufgrund der weitgehend volumenbedingten Reduzierung der Bilanzsumme 29,7 % nach 28,0 % im Vorjahr. Der - neben geringfügigen liquiden Mitteln - hauptsächlich aus Cashpool Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehende negative Finanzmittelbestand von Mio. EUR 7,7 (Vj.: Mio. EUR 7,8) konnte im Vergleich zum Vorjahr trotz des Zahlungsausgleichs der Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung des Vorjahres (Mio. EUR 7,8) infolge des positiven operativen Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit (Mio. EUR +7,1 in Vergleich zum Vorjahr) insgesamt um Mio. EUR 0,1 reduziert werden. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt überwiegend konzernintern im Rahmen des Cash-Pooling-Systems bei der EHG SE. Im Rahmen der Konsortialkreditfinanzierung der EHG bestehen für die Gruppe zugesagte Kreditlinien, die größtenteils nicht ausgenutzt wurden. Extern zugesagte Kreditlinien bzw. Inanspruchnahmen bestehen nicht. Wir waren im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, und erwarten dies auch für das kommende Geschäftsjahr. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme verringerte sich am Bilanzstichtag um Mio. EUR 1,6 bzw. 5,7 % auf Mio. EUR 26,9 (Vj.: Mio. EUR 28,5). Der Rückgang ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf das Vorratsvermögen zurückzuführen, das sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des geringen Umsatzvolumens sowie des Abbaus von Sicherheitsbeständen um Mio. EUR 2,0 auf Mio. EUR 19,1 reduziert hat. Gegenläufig hat sich das Anlagevermögen insbesondere durch Investitionen in eine E-Commerce-Plattform um Mio. EUR 0,8 erhöht. Auf der Passivseite resultiert der Rückgang der Bilanzsumme im Wesentlichen aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um Mio. EUR 1,3. Insgesamt betrachtet schätzen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als sehr zufriedenstellend ein. 2.3.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben finanziellen Kennzahlen beobachten wir auch nichtfinanzielle Indikatoren, insbesondere in den Bereichen Arbeitssicherheit (Unfallhäufigkeit, Unfallschwere), Logistik und Qualität ohne diese jedoch explizit zur Steuerung des Unternehmens einzusetzen oder entsprechend zu planen. In Einzelfällen werden hieraus Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung für die Bereiche abgeleitet. 2.3.5 Investitionen Die Investitionen ins Anlagevermögen betrugen insgesamt Mio. EUR 1,2 (Vj.: Mio. EUR 1,0). Sie liegen damit leicht über Vorjahresniveau sowie um Mio. EUR 0,7 über den Abschreibungen des abgelaufenen Geschäftsjahres von insgesamt Mio. EUR 0,5. 2.3.6 Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 143 Mitarbeiter (Vj.: 141 Mitarbeiter) und zum 31. Juli 2023 146 Mitarbeiter (Vj.: 141 Mitarbeiter). Zum 31. Juli 2023 sind 2 Auszubildende (Vj.: 4 Auszubildende) im Unternehmen beschäftigt. 2.3.7 Logistik und Qualität Neben der Fokussierung auf Qualitätsmanagement zur Verbesserung der Produktqualität arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unserer Logistik sowie an Standardisierungsprojekten, um die Produktivität weiter zu verbessern, Durchlaufzeiten zu verkürzen und Bestände zu optimieren. Die Verbesserung der Qualität der Produkte und Prozesse zielt maßgeblich auf die Steigerung des Umsatzes ab. Es ist unser Anspruch, Qualitätsführer in allen Tätigkeitsbereichen und in jeder Region zu sein. 2.3.8 Beschaffungsmarkt Dem Risiko steigender Beschaffungskosten oder fehlender Materialverfügbarkeit bzw. kurzfristigen Ausfällen, die im Nachgang zu COVID-19 noch bestanden und sich infolge des Ukraine-Krieges auf den Energiesektor massiv ausgeweitet haben, wird durch das konsequente Verfolgen der konzernweiten Lieferantenstrategie sowie mit hoher Flexibilität in Produktion und Preisanpassungsmechanismen im Vertrieb begegnet. 3 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 3.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Den nachhaltigen Erfolg der Movera GmbH können wir nur sicherstellen, indem wir die Risiken und Chancen aus unserer Geschäftstätigkeit frühzeitig identifizieren, zutreffend bewerten sowie effektiv und effizient steuern. Die Geschäftsführung beobachtet laufend nach strategischen, mittelfristigen oder quantitativen Gesichtspunkten die Kennzahlen, Marktentwicklung und Prozesse. Weiterhin werden Soll-Ist-Analysen durchgeführt. Dadurch können mögliche Risiken früh erkannt und entsprechende Maßnahmen und Kontrollen entwickelt werden. Die Geschäftsführung stimmt die Geschäftsstrategie auf kurzfristige Erfordernisse ab, nimmt die Gesamtsteuerung, die Analyse und Bewertung von Risiken sowie die Abstimmung von eingeleiteten Maßnahmen vor. Das Risikomanagement beruht auf der Sicherungsstrategie der Unternehmensgruppe und wird ferner zentral durch die EHG SE koordiniert und überwacht. Wesentliche Finanzinstrumente der Gesellschaft sind die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund der Kundenstruktur schätzen wir das Ausfallrisiko der Forderungen als gering ein. Eine Verschlechterung der Zahlungsmoral durch unsere Kunden auf Grund der wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen konnte im Geschäftsjahr nicht festgestellt werden. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Wesentliche Risiken bei den Verbindlichkeiten sowie Fremdwährungspositionen bestehen nicht. Derivatgeschäfte wurden nicht getätigt. Als Unternehmen der in den USA börsennotierten Thor-Gruppe unterliegen wir zudem den strengen Anforderungen der amerikanischen Börsenaufsicht SEC. Hierzu zählt insbesondere auch die Einrichtung eines Kontrollsystems über die Finanzberichterstattung, deren Wirksamkeit regelmäßigen internen und externen Prüfungen unterzogen wird. Mit der Implementierung des Kontrollsystems wurde unverzüglich nach der Übernahme der Gruppe durch Thor begonnen; sie wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2019/2020 abgeschlossen und seither weiter optimiert. Die wesentlichen Risiken lassen sich wie folgt gruppieren:
3.1.1 Branchenrisiko Die weitere Entwicklung des Gesamtmarktes für Freizeitmobile sowie die sich verschärfende Wettbewerbsintensität wird als wesentliches potenzielles Risiko gesehen. Mögliche negative Entwicklungen auf den globalen Märkten, wie bspw. eine starke Rezession, die Ausweitung der Krise in arabischen Ländern sowie der andauernde Handelskonflikt zwischen USA und China, könnten negative Folgen auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben und dadurch wesentlichen Einfluss auf das Geschäft, die Profitabilität und die Finanzierungskonditionen unserer Gesellschaft haben. Ursache hierfür können auch Schwierigkeiten sein, die aus der Überschuldung einiger Länder innerhalb der Europäischen Währungsunion resultieren, aus politischen Entwicklungen wie beispielsweise durch politische Lagerverschiebungen oder aus Pandemien. Auch die weiter zunehmende Wettbewerbsintensität kann negative Effekte auf die Umsatzentwicklung wie auch die Verkaufspreise haben. Die Anschaffung eines Freizeitfahrzeugs hängt in der Regel direkt mit der gesamtwirtschaftlichen Stimmung in den bedeutendsten Absatzmärkten zusammen. Weitere Störungen innerhalb der globalen Wirtschaftsverflechtungen und eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, einhergehend mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in den relevanten Märkten, ein weiterer Anstieg der Zinsen, der direkten und indirekten Steuern oder der Lebenshaltungskosten könnten zu einer Verringerung der verfügbaren Einkommen führen. Da die Anschaffung eines Freizeitfahrzeugs entbehrlich ist und direkt vom verfügbaren Einkommen abhängig ist, könnte sich dies direkt auf die Nachfrage auswirken. Ein bedeutendes Risiko besteht in kurzfristigen Verschärfungen von Gesetzen und Regulierungen, die deutlich erhöhte Investitionen sowie laufende Kosten nach sich ziehen, aber auch das Kundenverhalten ändern könnten. In Europa, Nordamerika und weiteren Ländern bestehen bereits mittel- bis langfristige Ziele zur Reduzierung von Verbrauch und CO 2 -Emissionen der Fahrzeuge. Dabei kann verändertes Kundenverhalten nicht nur durch neue Bestimmungen, sondern auch durch Veränderungen von Einstellungen, Werten, Umwelteinflüssen sowie Kraftstoff- und Energiepreisen induziert sein. Sollten sich Kraftstoffpreise drastisch verteuern, könnte dies zu einem ungünstigen Kaufklima für Freizeitfahrzeuge beitragen. Aber auch die Änderung bzw. Verschärfung von Import- und Exportbestimmungen könnte sich nachteilig auswirken. Der Brexit kann immer noch harte und unmittelbare Folgen für den Handel, vor allem aber auf den Export nach Großbritannien haben. Wechselkursschwankungen sowie ein schwaches Britisches Pfund könnten die Preise für Freizeitfahrzeuge in UK verteuern und damit die Nachfrage verringern. Die Konzentration der Wettbewerber in wenige große Unternehmensgruppen und die damit verbundene Marktmacht könnte den Handlungsspielraum der Unternehmensgruppe beträchtlich negativ beeinflussen. Dadurch würde sich der Wettbewerb zwischen den europäischen Herstellern weiter verschärfen und der Verdrängungswettbewerb könnte sich weiter zuspitzen. Rabatt- und Sonderaktionen würden zu einem hohen Preisdruck führen und in der Folge würden unverhältnismäßig hohe Erlösschmälerungen das Ergebnis schmälern. Als weiteres Marktrisiko kommt eine restriktive und zurückhaltende Vergabe von Krediten durch die Banken an Händler von Freizeitfahrzeugen in Betracht. Eine Kürzung von Kreditlinien führt bei Händlern in der Konsequenz zur Bestandsgefährdung und zu Ausfallrisiken der Marken des EHG SE-Konzerns. Dieses Risiko könnte beträchtlich sein. Verschiedene Händler leiden ohnehin unter einer schwachen Liquiditäts- und Kapitalausstattung. Ein Ausfall von Handelsbetrieben könnte das Händlernetz und damit die Marktabdeckung, die Vertriebskraft und den Absatz wesentlich beeinträchtigen. Im Bereich der Elektromobilität, des autonomen Fahrens und der fortschreitenden Digitalisierung stehen Investitionen in Hardware, aber auch in Prozesse und Personalentwicklung an, die einen Umbruch im Freizeitmobilhandel mit sich bringen werden. Den Risiken trägt die Geschäftsleitung durch eine ständige Marktbeobachtung und Überwachung der Profitabilität einzelner Geschäfte Rechnung. 3.1.2 Produktrisiko Produktrisiken sind mit einer umfassenden Deckung durch eine Produkthaftpflichtversicherung abgesichert. Weitere Risiken wie Brandschäden und Betriebsunterbrechung sind ebenfalls ausreichend versichert. 3.1.3 Adressenausfallrisiko Das Adressenausfallrisiko quantifiziert den unerwarteten Verlust, der entsteht, wenn ein Debitor seinen vertragsmäßigen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der Vereinbarung nicht nachkommen kann. Darüber hinaus werden durch den Einsatz von Händlerfinanzierungen die Risiken begrenzt. Etwaige Insolvenzen von Händlern und das Rückholen von noch nicht voll bezahlten, unter Eigentumsvorbehalt stehenden Fahrzeugen sind hierbei für die Gesellschaft ein wesentliches Risiko. Der Weiterverkauf des Zubehörs kann mit Preisnachlässen verbunden sein, insbesondere wenn es sich um nicht mehr aktuelle Modelle handelt. Der Ausgleich offener Forderungen lässt sich in diesem Fall nur teilweise oder mit zeitlicher Verzögerung realisieren. Für absehbare Händlerrisiken hat die Gesellschaft vorsorglich entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen und zur Prävention der Händlerrisiken in den vergangenen Jahren das Forderungsmanagement weiterentwickelt. Ferner wird der Bestand im Handel über EDV-Tools monatlich überwacht, so dass man bei einem Bestandsaufbau im Handel, der möglicherweise nicht abfließt, notfalls rechtzeitig eingreifen kann. Insgesamt machen die getroffenen Maßnahmen ein permanentes Monitoring der Risiken möglich, womit wirtschaftliche Schwierigkeiten frühzeitig erkannt werden können. 3.1.4 Liquiditätsrisiko Das wichtigste finanzwirtschaftliche Ziel der Gesellschaft besteht darin, die Zahlungsfähigkeit und Einkaufsfinanzierung jederzeit sicherzustellen. Die Refinanzierung des Vorratsbestandes erfolgt dabei im Wesentlichen durch konzerninterne Finanzmittel und Lieferantenverbindlichkeiten. Die EHG SE überwacht gruppenweit sowohl den kurzfristigen Liquiditätsbedarf als auch die mittel- und langfristigen Abnahmeverpflichtungen und arbeitet an der Vorhaltung ausreichender Kreditlinien, um auch zukünftiges Wachstum realisieren zu können. Die wesentlichen operativ tätigen Gesellschaften sind in das Cashpooling des Konzerns eingebunden, der den konzerninternen und -externen Zahlungsverkehr effizient gestaltet und das Finanzergebnis verbessert. Die Kontokorrent- und Kreditlinien in der Gruppe wurden im Geschäftsjahr nur temporär in Anspruch genommen. 3.1.5 Beschaffungsrisiko Auf dem Beschaffungsmarkt sind wir weiterhin mit Risiken aus kurzfristigen Ausfällen konfrontiert. Bei Handelswaren und deren Verfügbarkeiten liegen die Risiken insbesondere in der Vormaterialverfügbarkeit, der Verknappung von Produktions- und Transportkapazitäten sowie den teilweise extrem langen Lieferzeiten, infolge des Krieges in der Ukraine sind mittlerweile auch LKW-Transportkapazitäten knapp. Die Preisentwicklungen bei Rohstoffen sowie bei den Energiekosten haben sich zwischenzeitlich wieder normalisiert; wogegen bei den Lohnkosten weiterhin mit Erhöhungen zu rechnen ist. Insgesamt haben sich die Risiken im Vergleich zu den Vorjahren wieder reduziert. Den Risiken von steigenden Beschaffungskosten und limitierter Materialverfügbarkeit wird weiterhin mit aktivem Lieferantenmanagement, anhaltend erhöhter Bevorratung und Preisanpassungsmechanismen im Vertrieb begegnet. 3.1.6 Rechtsrisiken Die Gesellschaft ist unterschiedlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten aus dem operativen Geschäft sowie dem Personalbereich ausgesetzt. Die endgültigen Ergebnisse von Gerichtsverfahren und Klagen gegen das Unternehmen sind naturgemäß mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Es sind diverse Annahmen erforderlich, um sowohl die Wahrscheinlichkeit eines nachteiligen Ausgangs als auch die Höhe eventueller Kosten angemessen zu schätzen. Die Geschäftsleitung ist unverändert der Ansicht, dass der endgültige Ausgang der Gerichtsverfahren oder Klagen gegen das Unternehmen keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben wird. Für Rechtsrisiken wurden insgesamt Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. 3.1.7 IT-Risiken Bei Movera als global agierendem und auf Wachstum ausgerichtetem Betrieb kommt der konzernweit in allen Geschäftsbereichen eingesetzten Informationstechnologie (IT) eine stetig wachsende Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf die drei Ziele Geheimhaltung, Zuverlässigkeit sowie Verfügbarkeit, und sie umfassen insbesondere den unbefugten Zugriff, die Modifikation und den Abzug vertraulicher und sensibler elektronischer Unternehmens- oder Kundendaten sowie die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Ausfällen und Katastrophen. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs, der Modifikation und des Abzugs von Unternehmens- und Kundendaten begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien, zum Beispiel Firewall- und Intrusion-Prevention-Systemen, sowie der mehrfachen Absicherung der Zugriffe. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der sensiblen Datenbestände erhöht. Wir setzen im Rahmen unternehmensweit gültiger Standards marktübliche Technologien zur Absicherung unserer IT-Landschaft ein. Um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern, standardisieren und erneuern wir sie fortlaufend. Die Weiterentwicklung und der konzernweite Einsatz der IT-Governance-Prozesse, insbesondere die weitere Vereinheitlichung des IT-Risikomanagement-Prozesses, tragen zusätzlich dazu bei, Schwachstellen frühzeitig aufzudecken und Risiken effektiv zu reduzieren oder zu vermeiden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der konzernweiten Sicherheitsmaßnahmen mit modernen Technologien und Maßnahmen, wie zum Beispiel der fortwährende Ausbau des IT-Sicherheitsleitstands zur frühzeitigen Erkennung und Abwehr auftretender Cyber-Attacken. Movera ergänzt die technischen Maßnahmen durch konsequente Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter. 3.1.8 Sonstige operative Risiken Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklung ist der konjunkturelle Ausblick mit einigen Vorbehalten behaftet. Als Risikofaktoren sind insbesondere auch die Entwicklung des Welthandels sowie deren Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft einzustufen. Insgesamt sind die möglichen Folgen derzeit nicht vollumfänglich absehbar. 3.1.9 Gesamtaussage zur Risikosituation der Gesellschaft Dem Management der Gesellschaft sind aktuell keine Entwicklungen bekannt, die bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen. Die Gesamtrisikosituation ergibt sich für aus den zuvor dargestellten wesentlichen Einzelrisiken, deren Beherrschung das Risikomanagement der Gesellschaft und der Gruppe gewährleistet. Der Erfolg der Gesellschaft wird insbesondere von der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa beeinflusst. Daneben kann die Gesellschaft durch interne Maßnahmen neue Möglichkeiten eröffnen, die Entwicklung positiv zu gestalten. Im Rahmen der Jahresplanung für 2023/24 wurden hierzu konkrete Ziele in allen Bereichen definiert, die Chancen bieten, Prozesse zu verbessern und effizienter zu gestalten. Weitere Chancen ergeben sich aus Plattformstrategien und der Nutzung von Synergiepotenzialen innerhalb der Gruppe sowie mit Thor. 3.2 Prognose und voraussichtliche Entwicklung Aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds, der hohen Inflation und der stark gestiegenen Zinskosten gehen wir aktuell für das kommende Geschäftsjahr von einer Kaufzurückhaltung der Kunden und Endkunden aus. Mittelfristig können über die konsequente Fortführung aller Aktivitäten in den strategischen Handlungsfeldern der Digitalisierung, Spezialisierung und Internationalisierung weitere Umsatzsteigerung in den Folgejahre wieder erzielt werden. Ergänzend ist die Erweiterung und Flexibilität bei Logistikflächen und Prozesskapazitäten von hoher Bedeutung. Eine weitere allgemeine Kostenreduzierung ist aus heutiger Sicht unrealistisch, da die vorhandenen Ressourcen unserer Ansicht nach ausgeschöpft sind. Wir gehen aber auch davon aus, dass notwendige Zusatzkosten durch allgemeine Synergien innerhalb der Erwin-Hymer-Group aufgefangen werden können. Insgesamt gehen wir - aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen - von einem Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2023/24 von ca. 9,3 % aus. Ergebnisseitig erwarten wir einen Rückgang des operativen Ergebnisses und des Jahresüberschusses vor Gewinnabführung; die Umsatzrendite wird infolge der rückläufigen Umsatzerlöse ebenfalls unterhalb des Vorjahres bei ca. 3,4 % liegen. Das operative Ergebnis und der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung für das kommende Geschäftsjahr wird weiterhin von steigenden Fracht- und Fulfillmentkosten belastet sein. Die aktuelle Entwicklung des ersten Quartals des laufenden Geschäftsjahres bestätigt die Gesamtprognose für das Geschäftsjahr 2023/24.
Bad Waldsee, 27. November 2023 Movera GmbH Die Geschäftsführung Philipp Matheis Bilanz zum 31. Juli 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023A. RECHNUNGSLEGUNG Die Firma Movera GmbH hat ihren Sitz in Bad Waldsee und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm (HRB 600404). Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der Größenkriterien des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss ist nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederungsschemata der § 266 und § 275 HGB erstellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung - wie bisher - das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung kommt. Zur Verbesserung der Klarheit in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden - unverändert zum Vorjahr - und Erläuterungen im Wesentlichen in den Anhang übernommen. B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden - sofern nicht nachfolgend gesondert dargestellt - im Vergleich zum Vorjahr unverändert beibehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und fünfzehn Jahren. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer ausschließlich linear abgeschrieben. Folgende Nutzungsdauern werden bei den einzelnen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens zugrunde gelegt:
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren wurden zu Anschaffungskosten (gleitende Durchschnitte) unter Berücksichtigung der Anschaffungsnebenkosten sowie unter Berücksichtigung am Bilanzstichtag niedrigerer beizulegender Werte angesetzt. Soweit Bestandsrisiken vorlagen, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, sind Abwertungen in ausreichendem Umfang vorgenommen worden. Abgesehen von den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Abschreibungen in Form von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Auf die Bildung einer Pauschalwertberichtigung wird aus Wesentlichkeitsgründen unverändert verzichtet. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit dieser Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei werden alle erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten angemessen berücksichtigt. Nennenswerte Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht; auf eine Abzinsung wird aus Wesentlichkeitsgründen weiterhin verzichtet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs im Zeitpunkt der Transaktion erfasst und mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Fremdwährungspositionen bestehen - wie im Vorjahr - nicht. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Da es sich bei der Gesellschaft um eine Organgesellschaft handelt, werden die latenten Steuern der Gesellschaft bei dem Organträger berücksichtigt. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Zur Aufgliederung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) verwiesen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten - wie im Vorjahr - ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sie enthalten - wie im Vorjahr - keine Forderungen gegen Gesellschafter. 3. Eigenkapital Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt - unverändert zum Vorjahr - TEUR 7.995. Das gezeichnete Kapital beträgt - unverändert zum Vorjahr - DM 1.197.000,00 (EUR 612.272,03). 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.260 (Vj.: TEUR 1.259) enthalten im Wesentlichen die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, personalbezogene Rückstellungen und Jahresabschlusskosten. 5. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen - wie im Vorjahr - nicht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 14.047 (Vj.: TEUR 14.518). D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen und Produkten wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen mit Campingzubehör erzielt, insbesondere dem Verkauf von Markisen, Satelliten-Anlagen, Klimageräten, Rangierhilfen sowie Fahrradträgern für die Freizeit- Industrie. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von TEUR 270 (Vj.: TEUR 99). Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen mit TEUR 104 (Vj.: TEUR 0) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erstattungen von Frachtkosten mit TEUR 157 (Vj.: TEUR 0) und mit TEUR 11 (Vj.: TEUR 10) übrige sonstige periodenfremde Erträge. Erträge aus Fremdwährungsumrechnung bestehen - wie im Vorjahr - nicht. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 134 (Vj.: TEUR 103) und beinhalten im Wesentlichen Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Forderungsverlusten. Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung bestehen - wie im Vorjahr - nicht. 4. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn Diese Position beinhaltet die Gewinnabführung von TEUR 6.355 (Vj.: TEUR 6.718) an die Muttergesellschaft Erwin Hymer Group SE, Bad Waldsee, aufgrund des mit dieser Gesellschaft abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages. E. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Aus einer Finanzierung der Thor Industries (Asset Based Loan - ABL) besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft zusammen mit anderen Unternehmen der EHG-Gruppe für die gesamten in der Gruppe zum Stichtag bestehenden Inanspruchnahmen. Die gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft ist begrenzt auf die Höhe der verpfändeten Vermögensgengenstände. Das Volumen der ABL-Revolver-Fazilität beträgt unverändert Mio. USD 1.000; zum 31. Juli 2023 war der ABL - wie im Vorjahr - nicht in Anspruch genommen. Mit einer Inanspruchnahme hinsichtlich der gesamtschuldnerischen Haftung für die Kreditlinien wird aufgrund der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EHG- und Thor-Gruppe nicht gerechnet. F. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTE Die konzerninternen Mietverträge innerhalb der Erwin Hymer Gruppe sind auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Der monatliche Mietzins ist für ein Jahr (von 1. Februar bis 31. Januar des Folgejahres) fixiert; er beträgt für das Geschäftsjahr 2023/24 derzeit monatlich TEUR 13. Darüber hinaus bestehen zum 31. Juli 2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 391 (Vj.: TEUR 450), davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 0 (Vj.: TEUR 0). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen verteilen sich nach Fälligkeiten zum Bilanzstichtag wie folgt:
Die Mietverpflichtungen von TEUR 118 (Vj.: TEUR 156) entfallen hauptsächlich auf gemietete Gebäude und Lagerflächen. Der Abschluss der Mietverträge dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Verwertungsrisiko auf den Vermieter. Die Mietverträge haben eine unbefristete Laufzeit mit jährlicher Kündigungsoption. Besondere Chancen sowie weitere Risiken bestehen hieraus nicht. Die Leasingverpflichtungen resultieren aus Operating-Lease-Verträgen für Fahrzeuge und Büro- und Geschäftsausstattung. Der Abschluss der Leasingverträge dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Verwertungsrisiko auf den Leasinggeber. Die Leasingverträge haben eine Laufzeit bis maximal 2028. Besondere Chancen sowie weitere Risiken bestehen hieraus nicht. Das Bestellobligo für Wareneinkäufe beträgt TEUR 9.386 (Vj.: TEUR 19.037), davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 0 (Vj.: TEUR 0). Das Bestellobligo aus Investitionen ist geringfügig. G. GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENI Die Geschäftsbeziehungen zu unseren Schwestergesellschaften und unserer Muttergesellschaft beziehen sich hauptsächlich auf Kauf und Verkauf von Fertigteilen und Komponenten sowie die Erbringung oder den Erhalt von Dienstleistungen zu marktüblichen Bedingungen. Nicht zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Geschäfte mit nahestehenden Personen und verbundenen Unternehmen wurden nicht getätigt. H. SONSTIGE ANGABEN 1. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden gem. § 267 Abs. 5 HGB beschäftigt:
2. Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 40 (Vj.: TEUR 37) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 3. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022/23 war bestellt:
Auf die Angabe der Höhe der gewährten Gesamtbezüge an den Geschäftsführer wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. GewinnverwendungsvorschlagSeit dem 2. Mai 2016 besteht mit der EHG SE ein Ergebnisabführungsvertrag. Der Jahresabschluss zum 31. Juli 2022 weist einen Gewinnvortrag aus vororganschaftlichen Zeiträumen von TEUR 6.015 und einen Jahresüberschuss von EUR 0,00 aus. Die Ergebnisabführung umfasst auch ggf. ausschüttungsgesperrte Beträge. 5. Mutterunternehmen/Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist in den Konzernverbund der Erwin Hymer Group SE, Bad Waldsee, eingebunden. Die Erwin Hymer Group SE ist Tochterunternehmen der Thor Industries, Inc., Elkhart, Indiana/USA. Die Erwin Hymer Group SE stellt mit Verweis auf § 292 HGB keinen eigenen Konzernabschluss auf. Die Gesellschaft selbst ist nicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Abschluss der Gesellschaft zum 31. Juli 2023 wird in den nach US-amerikanischen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien erstellten Konzernabschluss der Thor Industries, Inc., Elkhart/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Abweichungen zu den Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach deutschem Recht bestehen insbesondere bei den immateriellen Vermögensgegenständen, latenten Steuern und den Pensionsrückstellungen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Obergesellschaft und im Internet unter https://ir.thorindustries.com/investor-tools erhältlich und wird von der Erwin Hymer Group SE, Bad Waldsee, im elektronischen Bundesanzeiger in englischer Sprache offengelegt. I. NACHTRAGSBERICHT Die weitere Entwicklung ist aktuell vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten sowie der anhaltend hohen Inflation mit gewissen Risiken hinsichtlich der Stabilität der Lieferketten und der Preise behaftet; wir gehen derzeit jedoch nicht von einer wesentlichen Beeinflussung unserer Umsatz- und Ertragssituation im laufenden Geschäftsjahr aus. Im Oktober 2023 hat ein größerer Kunde der Movera GmbH Insolvenz beantragt. Die zum 31. Juli 2023 bilanzierten Forderungen waren zu diesem Zeitpunkt vollständig bezahlt, für die im Oktober 2023 bestehenden offenen Forderungen wurde eine entsprechende Risikovorsorge berücksichtigt. Darüber hinaus haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres ereignet, über die zu berichten wäre.
Bad Waldsee, 27. November 2023 Movera GmbH Die Geschäftsführung Philipp Matheis Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Movera GmbH, Bad Waldsee Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Movera GmbH, Bad Waldsee, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Movera GmbH, Bad Waldsee, für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 27. November 2023 Deloitte
GmbH
Volker Schöck, Wirtschaftsprüfer Karin Schwendemann, Wirtschaftsprüferin |
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