Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 12068
Vorher
TDS HR Services & Solutions GmbH
Eingetragen
7.7.2005
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
Erbringung von Dienstleistungen in den Bereichen der Informationstechnologie als Outsourcing- Rechenzentrum, Erbringung von Dienstleistungen des Personalwesens sowie Entwicklung und Vertrieb von Software.

Historie

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Management

NameRolle
Uwe Klappich
seit 27.12.2016
Prokura
Patrick Manfred Weber
seit 18.8.2016
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Edgar Ertel
seit 28.10.2015
Prokura
Patrick Attanasio
seit 28.10.2015
Prokura
Marianne Gause
seit 11.11.2014
Prokura
Benno Gerhardus
seit 26.9.2013
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

fidelis HR GmbH

Würzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

31.12.2015 31.12.2014
EUR EUR EUR
Anlagevermögen      
Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Software 1.469.732,00   1.328.897,00
Geschäfts- oder Firmenwert 5.961.589,99   7.231.468,44
    7.431.321,99 8.560.365,44
Sachanlagen      
Grundstücke und Bauten 211.545,00   245.505,00
Technische Anlagen und Maschinen 13.287,00   25.376,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 393.286,00   379.202,00
    618.118,00 650.083,00
Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.824.156,27   1.824.156,27
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.000.000,00   1.000.000,00
    2.824.156,27 2.824.156,27
    10.873.596,26 12.034.604,71
Umlaufvermögen      
Vorräte      
Handelsware 33.965,39   33.965,39
Unfertige Leistungen 97.350,45   281.018,58
    131.315,84 314.983,97
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.697.483,62   5.111.681,20
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 105.090,47   517.561,19
Sonstige Vermögensgegenstände 4.429.382,23   4.734.104,80
    9.231.956,32 10.363.347,19
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   5.409.995,28 556.521,32
    14.773.267,44 11.234.852,48
Rechnungsabgrenzungsposten   274.637,93 109.774,70
Aktive latente Steuern   1.710.540,21 2.248.387,22
    27.632.041,84 25.627.619,11

Passiva

     
    31.12.2015 31.12.2014
  EUR EUR EUR
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital   63.500,00 63.500,00
Kapitalrücklage   3.651.533,82 3.651.533,82
Bilanzverlust   -1.022.525,95 -1.552.640,73
    2.692.507,87 2.162.393,09
Rückstellungen      
Rückstellungen für Pensionen 6.742.462,00   5.511.063,00
Sonstige Rückstellungen 4.651.249,18   5.239.208,05
    11.393.711,18 10.750.271,05
Verbindlichkeiten      
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 768.899,50   542.616,20
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.376.386,54   1.911.632,03
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.345.736,66   9.055.248,75
Sonstige Verbindlichkeiten 996.272,66   1.106.431,61
    13.487.295,36 12.615.928,59
Rechnungsabgrenzungsposten   58.527,43 99.026,38
    27.632.041,84 25.627.619,11

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015

1.1.2015 - 31.12.2015 1.1.2014 -31.12.2014
EUR EUR EUR
Umsatzerlöse   52.702.720,32 54.067.558,94
Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen   -207.497,04 -58.300,37
Sonstige betriebliche Erträge   1.734.082,47 1.969.731,06
Gesamtleistung   54.229.305,75 55.978.989,63
Materialaufwand      
Aufwendungen für bezogene Waren -115.036,04   -1.010.176,89
Aufwendungen für bezogene Leistungen -13.933.391,45   -17.137.582,23
    -14.048.427,49 -18.147.759,12
Rohergebnis   40.180.878,26 37.831.230,51
Personalaufwand      
Löhne und Gehälter -22.953.304,57   -23.238.972,55
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.095.074,79   -4.431.911,08
    -28.048.379,36 -27.670.883,63
Abschreibungen      
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -2.300.738,11 -2.185.288,80
Sonstige betriebliche Aufwendungen   -7.956.607,55 -8.552.506,80
Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern   1.875.153,24 -577.448,72
Abschreibungen auf Finanzanlagen   0,00 -690.000,00
Beteiligungsergebnis   0,00 -690.000,00
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   77.060,77 118.660,51
Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -554.301,42 -563.141,34
Zinsergebnis   -477.240,65 -444.480,83
Finanzergebnis   -477.240,65 -1.134.480,83
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   1.397.912,59 -1.711.929,55
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -867.797,81 -78.950,78
davon latenter Steuerertrag EUR -537.847,01 (i. Vj. -78.950,78)      
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag   530.114,78 -1.790.880,33
Verlustvortrag/Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   -1.552.640,73 238.239,60
Bilanzverlust   -1.022.525,95 -1.552.640,73

Anhang für das Geschäftsjahr 2015 (1.1.-31.12.2015)

der fidelis hr GmbH

Anlagen zum Anhang

 

Anlage 1 Entwicklung des Anlagevermögens

 

Anlage 2 Aufstellung des Anteilsbesitzes

Allgemeine Angaben

Die fidelis HR GmbH, Würzburg (im Folgenden als "fidelis HR", "Gesellschaft" oder "Unternehmen" bezeichnet) ist im Handelsregister Würzburg unter der Register Nr. HRB 12068 eingetragen. Die direkte Muttergesellschaft der fidelis HR ist die fidelis HOLDING GmbH, Grünwald (im Folgenden als "fidelis" bezeichnet).

Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Der Ausweis erfolgt - soweit nicht anders angegeben - in Euro ("EUR") unter Gegenüberstellung der Werte zum 31. Dezember 2014.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Aktivierungsfähige Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Anschaffungskosten einbezogen.

Immaterielle Vermögensgegenstände (Software) werden über drei bis fünf Jahre linear und Geschäfts- oder Firmenwerte über fünfzehn Jahre linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren entspricht der Dauer geschätzter Ertragspotentiale, die bei der Ermittlung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus in den Jahren 2004, 2005 und 2007 käuflich erworbenen und verschmolzenen Gesellschaften zugrunde gelegt wurden.

Abschreibungen für bilanzierte Mietereinbauten werden linear über sechs bis sechzehn Jahre vorgenommen. Die Zugänge bei den beweglichen Anlagegütern wurden zeitanteilig nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 150 € werden im Geschäftsjahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten ab 150 € bis 1.000 € werden als jahrgangsbezogener Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben.

Die voraussichtlichen Nutzungsdauern orientieren sich an den steuerlichen AfA-Tabellen, die der tatsächlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechen.

Anteile an verbundenen Unternehmungen wurden zu Anschaffungskosten, Ausleihungen zum Nennwert bilanziert und - falls notwendig - abzüglich Abschreibungen auf den beizulegenden Wert angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zum Bilanzstichtag mit den Herstellungskosten bewertet. Abwertungen, die sich aus geminderter Verwendbarkeit sowie im Rahmen der verlustfreien Bewertung ergeben, werden in angemessenem und ausreichen-dem Umfang vorgenommen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel

Alle Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und alle flüssigen Mittel sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für die Folgezeit darstellen.

Latente Steuern

Latente Steuern wurden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Auf nutzungsfähige steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern gebildet.

Rückstellungen

Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung zu-künftiger Gehaltssteigerungen. Der ermittelte Betrag wird pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von fünfzehn Jahren ergibt.

Die sonstigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrags Rechnung tragen. Bei der Rückstellungsbewertung sind zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Sollte die Restlaufzeit ein Jahr überschreiten, erfolgt eine Abzinsung auf den Stichtag.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Umrechnung von Fremdwährungsposten

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und Eigentum und Risiken auf den Erwerber über-gegangen sind.

2 Erläuterungen und ergänzende Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang beigefügt ist.

Die Zusammensetzung des Anteils-besitzes ist der Anlage 2 "Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB zum 31. Dezember 2015" zu entnehmen, die diesem Anhang beigefügt ist.

Als Ausleihungen werden gewährte Darlehen an das Tochterunternehmen fidelis HR Switzerland AG, Re-gensdorf/Schweiz ("fidelis Switzerland", ehemals TDS HR Services & Solutions Switzerland AG, Regensdorf/Schweiz) ausgewiesen. Die Ausleihung beträgt zum Stichtag nominal 1.690.000,00 EUR (Vorjahr: 1.690.000,00 EUR). Aufgrund der in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der fidelis Switzerland, wurden 690.000,00 EUR der Darlehensforderung zum 31. Dezember 2014 wertberichtigt. Der Buchwert der Ausleihung zum 31. Dezember 2015 beträgt damit 1.000.000,00 EUR. Davon sind 0,00 EUR langfristig (Vorjahr: 310.000,00 EUR).

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um Wertberichtigungen für Ausfallrisiken in Höhe von 157.199,49 EUR (Vorjahr: 170.292,62 EUR) gekürzt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 105.090,47 EUR (Vorjahr: 517.561,19 EUR). Davon entfallen auf Tochterunternehmen der fidelis HR 74.884,63 EUR, die aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 44.884,63 EUR (Vorjahr: 72.094,34 EUR) und aus Finanzforderungen in Höhe von 30.000,00 EUR (Vorjahr: 30.000,00 EUR) resultieren. Der verbleibende Rest in Höhe von 30.205,84 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) betrifft Forderungen gegen Konzern-Gesellschaften aus Lieferungen und Leistungen.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Sie sind alle wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 274.637,93 EUR (Vorjahr: 109.774,70 EUR) beinhalten im Wesentlichen Abgrenzungen für Wartungsverträge. Davon haben 274.637,93 EUR (Vorjahr: 109.774,70 EUR) eine Laufzeit von einem Jahr und 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Latente Steuern

Im Berichtsjahr werden aktive latente Steuern in Höhe von 1.710.540,21 EUR (Vorjahr: 2.248.387,22 EUR) angesetzt.

Der in Übereinstimmung mit dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bilanzierte Aktivüberhang latenter Steuern betrifft steuerliche Verlustvorträge (Körperschaftsteuer incl. Solidaritätszuschlag so-wie Gewerbesteuer), Forderungen, Pensionsrückstellungen sowie sonstige Rückstellungen. Der Bewertung wurde ein Steuersatz von 15,83 % (Körperschaftsteuer incl. Solidaritätszuschlag) bzw. 15,08 % (Gewerbesteuer) zugrunde gelegt. Auf die steuerlichen Verlustvorträge wurde auf Grundlage der künftig erwarteten steuerlichen Ergebnisse eine Aktivierung latenter Steuern vorgenommen.

Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und -schulden vor Saldierung für einzelne Bilanzpositionen bzw. für steuerliche Verlustvorträge zum 31. Dezember 2015:

31.12.2015 31.12.2014
TEUR TEUR
Latente Steueransprüche    
Verlustvortrag 837 1.649
Pensionsrückstellungen 863 584
Sonstige Rückstellungen 11 15
Latente Steueransprüche 1.711 2.248

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr 63.500,00 EUR.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanz-stichtag unverändert zum Vorjahr 3.651.533,82 EUR. Diese ist in Höhe der aktiven latenten Steuern mit einem Betrag von 1.710.540,21 EUR (Vorjahr: EUR 2.248.387,22) gemäß § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrt.

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Pensionsrückstellungen betreffen die Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen der fidelis HR sowie deren Hinterbliebenen und bestehen aufgrund einzelvertraglicher Vereinbarungen, bei nach § 613a BGB übernommenen Pensionsverpflichtungen gelten die ehemals zugrundeliegenden Vereinbarungen. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt leistungsorientiert. Die leistungsorientierten Versorgungspläne sind vollständig rückstellungsfinanziert.

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch nach dem international üb-lichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellung zum 31.12 Dezember 2015 basiert auf folgenden Rechnungsgrundlagen:

31.12.2015
  p. a.
- Zinssatz 3,94
- Rententrend 2,00 %
- Gehaltstrend 3,00 %
- Fluktuation (fidelis HR-spezifisch und altersabhängig) 0 % - 10 %
- Sterbetafel 2005 G  

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen in Höhe von 2.495.384,22 EUR (Vor-jahr: 1.739.071,38 EUR), Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen in Höhe von 1.551.483,46 EUR (Vorjahr: 2.369.005,80 EUR) sowie Kosten für die Jahresabschlussprüfung in Höhe von 78.156,25 EUR (Vorjahr: 111.374,37 EUR). Langfristige sonstige Rückstellungen be-stehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 35.000 EUR für Drohverluste (Vorjahr: 50.000 EUR).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten enthalten erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 768.899,50 EUR (Vorjahr: 542.616,20 EUR).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 9.345.736,66 EUR (Vorjahr: 9.055.248,75 EUR). Davon entfallen gegenüber Tochterunternehmen der fidelis HR und gegenüber mit fidelis verbundenen Unternehmen 977.132,73 EUR, die aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.434,73 EUR (Vorjahr: 72.075,56 EUR) und aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 974.689,00 EUR (Vorjahr: 902.645,89 EUR) resultieren. Der verbleibende Rest in Höhe von 6.221.715,08 EUR betrifft Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschafter fidelis, resultierend aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 68.603,93 EUR (Vorjahr: 80.527,30 EUR) und aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 6.153.111,15 EUR (Vorjahr: 8.000.000,00 EUR). Ferner existiert ein weiteres Darlehen gegenüber der Aurelius AG in Höhe von 2.146.888,85 EUR (Vorjahr 0,00 EUR). Dieses Darlehen ist über eine Verpfändung der Anteile an der fidelis HR Austria GmbH abgesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 962.556,34 EUR (Vorjahr: 1.053.175,18 EUR) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 21.600,74 EUR (Vorjahr: 20,78 EUR). Zusätzlich werden Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 5.229,49 EUR (Vorjahr: 1841,27 EUR) ausgewiesen.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Mit Ausnahme des Darlehens von der Aureilius AG (s.o.) sind die Verbindlichkeiten nicht besichert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 58.527,43 EUR (Vorjahr: 99.026,38 EUR) beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Umsatzerlöse aus Wartungs- und sonstigen Serviceverträgen.

3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen mit 52.220.928,42 EUR (Vorjahr: 53.567.232,54 EUR) auf inländische sowie mit 481.791,90 EUR (Vorjahr: 500.326,40 EUR) auf ausländische Kunden. Die Leistungen werden grundsätzlich im Inland erbracht. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

01.01.2015- 31.12.2015 01.01.2014- 31.12.2014
TEUR TEUR
IT Outsourcing 42.973 43.347
Consulting und Projektleistungen 6.955 7.032
Software-Lizenzen 618 1.266
Software-Pflege 2.090 2.361
Verkauf von Hardware 66 62
  52.702 54.068

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 839.396,61 EUR (Vorjahr: 831.935,01 EUR), die anderen Geschäftsjahren zuzuordnen sind. Die periodenfremden Erträge betreffen Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von 361.333,35 EUR (Vorjahr: 625.857,45 EUR) und Auflösungen von Wertberichtigungen in Höhe von 8.055,65 EUR (Vorjahr: 200.267,12 EUR). Weiterhin sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Wesentlichen enthalten Weiterverrechnungen an Tochtergesellschaften und verbundene Unternehmen in Höhe von 31.325,27 EUR (Vorjahr: 5.808,54 EUR). Erträge aus der Währungsumrechnung haben sich im Berichtsjahr in Höhe von 0,00 EUR ergeben (Vorjahr: 1,90 EUR).

Personalaufwand

Im Personalaufwand von 28.048.379,36 EUR (Vorjahr: 27.670.883,63 EUR) sind 1.168.809,69 EUR (Vorjahr: 264.293,78 EUR) für Altersversorgung enthalten. Der Anstieg des Aufwands für Altersvorsorge besteht aus den gestiegenen Pensionskosten in Höhe von 1.076.357 EUR (Vorjahr: 171.843,28 EUR). Diese resultieren im Wesentlichen aus dem geänderten Rechnungszins.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 7.956.607,55 EUR (Vorjahr: 8.552.506,80 EUR) umfassen die in der folgenden Übersicht dargestellten wesentlichen Positionen:

01.01.2015- 31.12.2015 01.01.2014- 31.12.2014
EUR EUR
Betriebsaufwendungen 5.293.940,60 5.183.950,02
Vertriebsaufwendungen 1.256.693,14 1.211.879,22
Verwaltungsaufwendungen 794.725,81 802.008,47

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr: 3,35 EUR) erfasst.

01.01.2015- 31.12.2015 01.04.2014- 31.12.2014
EUR EUR
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens    
Zinserträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen 35.000,00 66.400,00
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge    
Sonstige Zinserträge von    
verbundenen Unternehmen 4.100,01 16.400,04
Übrige 37.960,76 35.860,47
  42.060,77 52.260,51
  77.060,77 118.660,51

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Darlehensforderung gegenüber fidelis Switzerland in Höhe von 1.690.000 EUR wurde aufgrund der in der Gesellschaft bisher erzielten Ergebnisse bereits in 2014 um 690.000 EUR im Wert berichtigt. Sie beträgt damit 1.000.000 EUR (Vorjahr: 1.000.000 EUR).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen betreffen mit 300.000,00 EUR (Vorjahr: 300.000,00 EUR) verbundene Unternehmen. Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen entstanden Zinsaufwendungen in Höhe von 253.214,00 EUR (Vorjahr: 258.953,00 EUR).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen wie im Vorjahr vollständig das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

4 Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verpflichtungen aus Bürgschaften (Vorjahr: 0 TEUR).

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte nach § 285 Nr. 3 HGB

Wie in den Vorjahren wurden aus Gründen der Schonung der Liquidität technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (z. B. Server und PKW etc.) zum Teil auf der Basis von Operating Lease Verträgen genutzt. Aufgrund der Längerfristigkeit der Verträge wird die Liquidität der Gesellschaft in der Zukunft belastet. Die sich hieraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen sind in den Angaben des nächsten Abschnittes enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 4.421 TEUR. Sie resultieren aus Miet-, Wartungs- und Leasingverträgen sowie sonstigen Dienstleistungen und sind wie folgt fällig:

bis 31.12.2016 01.01.2017-31.12.2021 nach 01.01.2022
TEUR 1.399 TEUR 2.553 TEUR 469

Zum Stichtag bestehen keine Verpflichtungen aus Bestellobligo.

Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 605 (Vorjahr: 630) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt, davon 499 (Vorjahr: 514) im Bereich EDV-Dienstleistung und -Service, 45 (Vorjahr: 53) in der Software-Entwicklung, 42 (Vorjahr: 43) im Vertrieb und 19 (Vorjahr: 20) im Verwaltungsbereich.

Frauenanteil

Nach § 52 Abs. 2 GmbHG ist die Gesellschaft aufgefordert einen Frauenanteil für die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat festzulegen.

Die Geschäftsführung ist aus Sicht des Gesellschafters zum jetzigen Zeitpunkt ausreichend besetzt. Personelle Veränderungen sind zur Zeit nicht geplant. Die zu erreichende Zielgröße des Frauenanteils in der Geschäftsführung wird daher auf 0 % festgelegt.

Der Gesellschafter legt als Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Gesellschaft fest, dass mindestens eines der Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft eine Frau sein soll. Da diese Zielsetzung derzeit bereits erreicht ist, erübrigt sich die Festlegung einer Frist zur Erreichung der vorgenannten Zielgröße.

Geschäftsführer der Gesellschaft:

Nils Haase, Geschäftsführer, Wiesbaden
Jörg John, Geschäftsführer, Radbruch

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Mitglieder der Geschäftsführung der fidelis HR haben im Geschäftsjahr 432.083,96 EUR an laufenden Bezügen bzw. sonstigen Vergütungen von der Gesellschaft erhalten. Zum 31. Dezember 2015 bestehen keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung.

Ehemalige Geschäftsführer

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr auf 13.957,08 EUR (Vorjahr: 13.957,08 EUR). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäfts-führung sind insgesamt 195.310,00 EUR (Vorjahr: 190.964,00 EUR) zurückgestellt.

Honorare des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 67.020,00 EUR (Vorjahr: 66.565,63 EUR) entfällt auf Abschlussprüfungsleistun-gen.

Konzernzugehörigkeit

Die direkte Muttergesellschaft der fidelis HR ist die fidelis HOLDING GmbH, Grünwald ("fidelis"). Die Muttergesellschaft erstellt keinen eigenen Konzernabschluss, sondern wird in den für die Gesellschaft befreienden Konzernabschluss der Konzernobergesellschaft AURELIUS AG, Grünwald einbezogen, die ihrerseits einen Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis erstellt. Sie stellt den Konzernabschluss nach den in der EU anzuwendenden Vorschriften der IFRS auf. Der Konzernabschluss ist bei der Gesellschaft erhältlich und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die fidelis HR macht insofern von der Befreiungsmöglichkeit des § 291 Abs. 2 Nr. 3 HGB Gebrauch.

 

Würzburg, den 11. Februar. 2016

Die Geschäftsführung:

Nils Haase

Jörg John

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)

Anlagenspiegel zum 31.12.2015

Anschaffungs- und Herstellkosten
Anlagevermögen 1.1.2015 Zugänge Abgänge 31.12.2015
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Software 8.033.214,63 974.200,02 0,00 9.007.414,65
Firmenwert 19.095.895,57 0,00 0,00 19.095.895,57
  27.129.110,20 974.200,02 0,00 28.103.310,22
Sachanlagen        
Grundstücke und Bauten 1.130.995,81 3.730,48 0,00 1.134.726,29
Technische Anlagen und Maschinen 1.883.049,04 0,00 0,00 1.883.049,04
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.165.831,31 162.644,54 845,38 3.327.630,47
  6.179.876,16 166.375,02 845,38 6.345.405,80
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.824.156,27 0,00 0,00 1.824.156,27
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.690.000,00 0,00 0,00 1.690.000,00
  3.514.156,27 0,00 0,00 3.514.156,27
  36.823.142,63 1.140.575,04 845,38 37.962.872,29
Abschreibungen kumuliert
Anlagevermögen 1.1.2015 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2015
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Software 6.704.317,63 833.365,02 0,00 7.537.682,65
Firmenwert 11.864.427,13 1.269.878,45 0,00 13.134.305,58
  18.568.744,76 2.103.243,47 0,00 20.671.988,23
Sachanlagen        
Grundstücke und Bauten 885.490,81 37.690,48 0,00 923.181,29
Technische Anlagen und Maschinen 1.857.673,04 12.089,00 0,00 1.869.762,04
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.786.629,31 147.715,16 0,00 2.934.344,47
  5.529.793,16 197.494,64 0,00 5.727.287,80
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 690.000,00 0,00 0,00 690.000,00
  690.000,00 0,00 0,00 690.000,00
  24.788.537,92 2.300.738,11 0,00 27.089.276,03
Buchwerte
Anlagevermögen 31.12.2015 31.12.2014
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Software 1.469.732,00 1.328.897,00
Firmenwert 5.961.589,99 7.231.468,44
  7.431.321,99 8.560.365,44
Sachanlagen    
Grundstücke und Bauten 211.545,00 245.505,00
Technische Anlagen und Maschinen 13.287,00 25.376,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 393.286,00 379.202,00
  618.118,00 650.083,00
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.824.156,27 1.824.156,27
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.000.000,00 1.000.000,00
  2.824.156,27 2.824.156,27
  10.873.596,26 12.034.604,71

Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß 5 285 Nr. 11 HGB
zum 31. Dezember 2015

Anteil am Kapital Eigenkapital zum 31.12.2015 Jahresergebnis zum 31.12.2015
TEUR TEUR
Inlandsgesellschaften      
HCM Gilde GmbH, Radbruch 100% 20 10
7ITEC GmbH, Hamburg 100% 24 0 1)
Auslandsgesellschaften      
fidelis HR Austria GmbH, Wien, Österreich 100% 1.187 84
fidelis HR Switzerland AG, Regensdorf, Schweiz 100% -1.714 231

1) Mittelbare Beteiligung

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

1 Allgemeine Angaben zur fidelis HR GmbH

Die dargestellten Angaben zum Abschluss der fidelis HR GmbH, Würzburg, im Folgenden als "fidelis HR", "Gesellschaft", "Unternehmen" oder "GmbH" bezeichnet, sind nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die fidelis HR ist im Handelsregister Würzburg unter der Register Nr. HRB 12068 eingetragen. Die direkte Muttergesellschaft der fidelis HR ist die fidelis HOLDING GmbH, Grünwald (im folgenden als "fidelis" bezeichnet).

Alle monetären Angaben lauten, soweit nicht explizit anders erwähnt, auf Tausend Euro ("TEUR"). Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ereignisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

Konzernstruktur

fidelis hält eine 100 % Beteiligung an der fidelis HR. Als Muttergesellschaft führt sie die Unternehmenstochter und übernimmt weitere Konzernaufgaben.

Tochterunternehmen der fidelis HR Anteil am Kapital
Inlandsgesellschaften  
HCM Gilde GmbH, Radbruch 100%
7ITEC GmbH, Hamburg 100% 1)
Auslandsgesellschaften  
fidelis HR Austria GmbH, Pasching, Österreich 100%
fidelis HR Switzerland AG, Regensdorf, Schweiz 100%

1) Mittelbare Beteiligung

Betriebsstätten

Die fidelis HR hat ihren Hauptsitz in Würzburg. Weitere Betriebsstätten der fidelis HR waren im Berichtsjahr in Augsburg, Berlin, Hamburg, Magdeburg, München, Neuss, Sömmerda, Wiesbaden und Zwickau.

Gegenstand des Unternehmens

Der Gegenstand des Unternehmens sind das Erstellen von Lohn- und Gehaltsabrechnungen sowie weitere Serviceleistungen in der Personalwirtschaft. Außerdem entwickelt und vertreibt die fidelis HR spezielle Personalsoftware.

Absatzmarkt und Wettbewerbsposition

Der Hauptabsatzmarkt der fidelis HR ist Deutschland. Dort werden 99 % des Umsatzes generiert, nur in untergeordnetem Umfang werden auch die Schweiz und Österreich betreut.

Leitung und Kontrolle

Die Geschäftsführung führt die Geschäfte und vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren Herr Nils Haase und Herr Jörg John.

2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Geschäftsjahr grundsätzlich leicht positiv entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt in konstanten Preisen für das Gesamtjahr 2015 soll nach der Prognose der Bundesregierung von Oktober 2015 um 1,7 % gewachsen sein. Es wurde von den privaten und staatlichen Konsumausgaben getragen. Der private Konsum dürfte angesichts anhaltend günstiger Rahmenbedingungen bei Beschäftigung und Einkommen ein wichtiger konjunktureller Impulsgeber bleiben. Hierzu trägt bei, dass sich die Preise mit einer Jahresteuerungsrate von 0,3 % sehr verbraucherfreundlich entwickelt haben.

Die günstige Entwicklung des Arbeitsmarkts setzte sich fort. So waren im November 2015 nach vorläufigen Zahlen im Durchschnitt 43,4 Mio. Personen erwerbstätig, 424.000 Personen mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Arbeitslosen lag im Dezember bei 2,68 Mio. Personen. Das Vorjahresniveau wurde damit um 83.000 Personen unterschritten. Der Beschäftigungszuwachs wurde vor allem aus der so genannten "stillen Reserve" und der Zuwanderung gespeist. Die Erwerbstätigkeit setzte damit ihren langjährigen Aufwärtstrend fort.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die fidelis HR bietet administrative HR-Services und Dienstleistungen in der DACH-Region an. Ihre Kunden sind große und mittelständische Unternehmen, kommunale Einrichtungen sowie Unternehmen im sozialen Bereich (z.B. der freien Wohlfahrtspflege, kirchliche Einrichtungen).

Der administrative HR-Dienstleistungsmarkt in der DACH-Region entwickelt sich positiv.

Einschätzung der Geschäftsleitung zu obigen Rahmenbedingungen

Grundsätzlich steuert fidelis HR das Geschäft nach den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, EBIT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern), EBITDA (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) und Auftragseingang.

Die fidelis HR schätzt den eigenen Geschäftsverlauf als günstig ein. So konnten Umsatzerlöse von TEUR 52.703 (Vorjahr: 54.068 TEUR) erreicht werden. Das EBIT verbesserte sich von TEUR -1.267 um TEUR 3.143 auf TEUR 1.875. Im Geschäftsjahr entstand ein Jahresüberschuss in Höhe von 530 TEUR (im Vorjahr Jahresfehlbetrag: TEUR -1.791). Die Ergebnisgröße EBITDA hat sich im Geschäftsjahr erneut stark positiv entwickelt. Sie stieg von 917 TEUR im Vorjahr um 3.258 TEUR auf 4.176 TEUR.

Die Umsatzerwartungen des Vorjahres wurden nur zum Teil erreicht. Das leicht zurückgehende Projektgeschäft konnte nicht vollständig kompensiert werden. Ergebnisseitig konnten die Erwartungen deutlich übererfüllt werden.

Der Auftragseingang für das Jahr 2015 für die deutsche Gesellschaft betrug 44.868k€ und lag damit leicht unter unseren Erwartungen.

Die künftige Marktentwicklung schätzt die Geschäftsleitung der fidelis HR grundsätzlich positiv ein.

Für die nicht finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf die Abschnitte 6. Mitarbeiter und 7. Prognose.

3 Geschäftsverlauf

3.1 Ertragslage

Ergebnisentwicklung

1.1.15-31.12.15 1.1.14-31.12.14
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse inkl. Bestandsveränderung 52.495 100 54.009 100
Materialaufwand -14.048 -26,8 -18.148 -33,6
Personalaufwand -28.048 -53,4 -27.671 -51,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen/ Sonstige betriebliche Erträge -6.223 -11,9 -6.583 -12,2
Beteiligungsergebnis 0 0,0 -690 -1,3
EBITDA 4.176 8,0 917 1,7
Planmäßige Abschreibungen -2.301 -4,4 -2.185 -4,0
EBIT 1.875 3,6 -1.268 -2,3
Außerordentliches Ergebnis 0 0,0 0 0,0
Finanzergebnis -477 -0,9 -1.134 -2,1
Steuern -868 -1,7 -79 -0,1
Jahresüberschuss 530,0 1,0 -2.481,0 -4,6

Die fidelis HR erzielte in 2015 Umsatzerlöse in Höhe von 52.703 TEUR, was einem Rückgang von rund 2,5 % gegenüber 2014 (54.068 TEUR) entspricht. Dieser Rückgang beruht wesentlich auf einem Rückgang des Projektgeschäftes.

Die EBIT-Marge (EBIT im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist in der Berichtsperiode auf +3,6 % gegenüber dem Vorjahr mit -2,3 % um 5,9 %-Punkte gestiegen. Die Ergebnisverbesserung ist hauptsächlich durch den deutlich gesunkenen Materialaufwand verursacht, dies ist vornehmlich durch einen geringeren Einsatz von Freelancern ermöglicht worden. Die Ergebnisgröße EBITDA hat sich im Geschäftsjahr ebenfalls stark positiv entwickelt. Sie stieg von 917 TEUR im Vorjahr um 3.259 TEUR auf 4.176 TEUR.

Die Personalaufwandsquote hat sich mit 53,4 % im Geschäftsjahr 2015 gegenüber 51,2 % im Vorjahr um 2,2 %-Punkte verschlechtert. Dies spiegelt den Austausch externer durch interne Mitarbeiter wider. Zur Mitarbeiterzahl verweisen wir auf Textziffer 6 "Mitarbeiter".

Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen betrieblichen Erträge ist mit absolut - 6.223 TEUR gegenüber dem Vorjahr gesunken. Relativ war auch eine Verbesserung der Quote im Verhältnis zum Umsatz von 12,2 % im Vorjahr um -0,3 % auf 11,9 % zu verzeichnen.

Der Auftragseingang belief sich im Geschäftsjahr auf 44.868 TEUR (Vorjahr: 36.786 TEUR). Der Auftragsbestand betrug zum 31. Dezember 2015 104.835 TEUR (31. Dezember 2014: 106.473 TEUR). Der Auftragsbestand erstreckt sich über eine Laufzeit von bis zu 10 Jahren.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis entwickelte sich wie folgt:

1.1.15- 31.12.15 1.1.14- 31.12.14
TEUR TEUR
Zinserträge 77 119
Zinsaufwendungen -554 -563
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -690
Finanzergebnis -477 -1.134

Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber Geschäftsjahr 2014 um 657 TEUR auf - 477 TEUR. Dies ist bedingt durch die vorjährige Abschreibung auf die Darlehensforderung gegenüber der fidelis HR Switzerland AG in Höhe von 690 TEUR.

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Bilanzstruktur - Aktiva

Aktiva 31.12.15 31.12.14
TEUR % TEUR %
Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände 7.431 26,9 8.561 33,4
Sachanlagen 618 2,2 650 2,5
Finanzanlagen 2.824 10,2 2.824 11,0
  10.873 39,3 12.035 47,0
Umlaufvermögen        
Vorräte 131 0,5 315 1,2
Forderungen 4.803 17,4 5.629 22,0
Sonstige Vermögensgegenstände 4.429 16,0 4.734 18,5
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.410 14.773 19,6 53,5 557 11.235 2,2 43,8
Rechnungsabgrenzungsposten 275 1,0 110 0,4
Aktive latente Steuern 1.711 6,2 2.248 8,8
Summe Aktiva 27.632 100,0 25.628 100,0

Die Immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 5.962 TEUR (31. Dezember 2014: 7.231 TEUR) sowie eigen- und kundengenutzte Software in Höhe von 1.469 TEUR (31. Dezember 2014: 1.329 TEUR).

Die Finanzanlagen sind mit 2.824 TEUR genauso hoch wie im Geschäftsjahr 2014. Sie setzen sich aus Anteilen an verbundenen Unternehmen mit 1.824 TEUR (Vorjahr: 1.824 TEUR) und Ausleihungen an verbundene Unternehmen mit 1.000 TEUR (Vorjahr: 1.000 TEUR) zusammen.

Die Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.697 TEUR (31. Dezember 2014: 5.112 TEUR) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 105 TEUR (31. Dezember 2014: 518 TEUR). Der Rückgang bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert aus der Rückzahlung eines Darlehens in Höhe von 410 TEUR durch fidelis.

Die sonstigen Vermögensgegenstände liegen um 305 TEUR unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen einen um 225 TEUR geringeren Betrag auf dem Factoring-Verrechnungskonto.

Im Berichtsjahr werden aktive latente Steuern in Höhe von 1.711 TEUR (Vorjahr: 2.248 TEUR) angesetzt. Der in Übereinstimmung mit dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bilanzierte Aktivüberhang latenter Steuern betrifft steuerliche Verlustvorträge (Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer), immaterielle Vermögensgegenstände, Pensionsrückstellungen sowie sonstige Rückstellungen. Der Bewertung wurde ein Steuersatz von 15,83 % (Körperschaftsteuer incl. Solidaritätszuschlag) bzw. 15,19 % (Gewerbesteuer) zugrunde gelegt. Auf die steuerlichen Verlustvorträge wurde auf Grundlage der künftig erwarteten steuerlichen Ergebnisse eine Aktivierung latenter Steuern vorgenommen.

Die latenten Steuern bestehen ausschließlich aus latenten Steueransprüchen in Höhe von 1.711 TEUR (Vorjahr: 2.248 TEUR). Von den latenten Steueransprüchen entfallen 935 TEUR (Vorjahr: 1.649 TEUR) auf nutzungsfähige steuerliche Verlustvorträge.

Bilanzstruktur - Passiva

Passiva 31.12.15 31.12.14
TEUR % TEUR %
Eigenkapital 2.693 9,7 2.162 8,4
Rückstellungen        
Rückstellung für Pensionen 6.742 24,4 5.511 21,5
Sonstige Rückstellungen 4.320 15,6 5.239 20,4
Rückstellungen für Ertragsteuern 332 1,2 0 0,0
  11.394 41,2 10.750 41,9
Verbindlichkeiten        
Finanzverbindlichkeiten 9.275 33,6 8.903 34,7
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten 3.216 11,6 2.607 10,2
Sonstige Verbindlichkeiten 996 3,6 1.106 4,3
  13.487 48,8 12.616 49,2
Rechnungsabgrenzungsposten 59 0,2 99 0,4
Summe Passiva 27.632 100,0 25.627 100,0

Das Eigenkapital stieg um 531 TEUR auf 2.693 TEUR, bedingt durch den Jahresüberschuss. Die Eigenkapitalquote (Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme) stieg von 8,4 % im Vorjahr auf 9,7 % im Berichtszeitraum.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt um 871 TEUR auf 13.487 TEUR. Ursächlich dafür waren hauptsächlich höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+ 608 TEUR) und gestiegene Finanzverbindlichkeiten (+ 372 TEUR) auf 9.275 TEUR. Gegenläufig entwickelten sich Steuerverbindlichkeiten.

Die Pensionsrückstellung beläuft sich im Berichtsjahr auf 6.742 TEUR (31. Dezember 2014: 5.511 TEUR). Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die planmäßige Zuführung im Rahmen der bestehenden Pensionszusagen und einem Effekt aufgrund eines deutlichen Rückganges des Zinssatzes zurückzuführen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von 2.495 TEUR (31. Dezember 2014: 1.739 TEUR) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 1.551 TEUR (31. Dezember 2014: 2.369 TEUR). Die Reduzierung der sonstigen Rückstellungen um 919 TEUR resultiert vornehmlich aus der Verringerung bei den Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (- 817 TEUR) und Schadensersatzleistungen (- 755 TEUR). Gegenläufig war die Entwicklung bei den Rückstellungen aus dem Personalbereich in den Feldern Bonusrückstellungen (+ 240 TEUR) und sonstige Personalrückstellung (+ 515 TEUR). Der letzte Punkt bezieht sich im Wesentlichen auf eine Rückstellung für geleistete Mehrarbeit.

Finanzverbindlichkeiten bestehen gegenüber der Muttergesellschaft, der fidelis, in Höhe von 6.153 TEUR (31. Dezember 2014: 8.000 TEUR). Zusätzlich besteht noch ein Darlehen gegenüber der Aurelius SE in Höhe von 2.147 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Die restlichen Finanzverbindlichkeiten entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber fidelis HR Austria in Höhe von 975 TEUR (31. Dezember 2014: 903 TEUR). Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten werden im Berichtsjahr in Höhe von 3.216 TEUR (31. Dezember 2014: 2.607 TEUR) ausgewiesen. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um 609 TEUR resultiert vor allem aus einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Dritten, d.h. nicht verbundenen Unternehmen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 996 TEUR (31. Dezember 2014: 1.106 TEUR) im Wesentlichen aus Steuerverbindlichkeiten. Die Reduzierung um 110 TEUR resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang der Umsatzsteuerverbindlichkeit und einer Verringerung der Lohn- und Kirchensteuerverbindlichkeit.

Nettofinanzverbindlichkeiten

Die fidelis HR verfügt über eine Liquiditätsplanung über einen Zeitraum von 12 Monaten. Damit ist die Transparenz der Liquiditätslage der Gesellschaft sichergestellt.

Die Nettofinanzverbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:

31.12.15 31.12.14
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.275 8.903
Brutto-Finanzverbindlichkeiten 9.275 8.903
Zahlungsmittel 5.410 557
Netto-Finanzverbindlichkeiten 3.865 8.346

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten bestehen für die Gesamtlaufzeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 4.427 TEUR (Vorjahr: 5.258 TEUR). Die sonstigen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Miet-, Wartungs- und Leasingverträgen sowie sonstigen Dienstleistungsverpflichtungen.

Finanzlage (Kurzfassung der Kapitalflussrechnung)

1.1.- 31.12.15 1.1.- 31.12.14
TEUR TEUR
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 5.880 -883
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -1.141 -962
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 114 147
Veränderung der Zahlungsmittel 4.853 -1.698
Zahlungsmittel am Ende der Periode 5.410 557

Die Zahlungsmittel am Ende der Periode erhöhten sich um 4.853 TEUR auf 5.410 TEUR. Dies war im Wesentlichen bedingt durch eine substanzielle Verbesserung des Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit. Zum einen entfielen hohe Einmalzahlungen aus Restrukturierungsmaßnahmen des Vorjahres und zum anderen verbesserte sich das operative Ergebnis.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit bezieht sich im Wesentlichen auf Investitionen im Softwarebereich in Höhe von 974 TEUR und Investitionen für Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 114 TEUR (Vorjahr: 147 TEUR).

Durch die Einführung des Factoring im Jahre 2014 wurde die Liquiditätssituation der Gesellschaft signifikant gestärkt. Zum Bilanzstichtag bestand eine Finanzierungsmöglichkeit aus verkauften Forderungen in Höhe von 3.130 TEUR (Vorjahr: 2.998 TEUR). Der Betrag in dieser Höhe stand der Gesellschaft zum Bilanzstichtag zur Verfügung, so dass der Gesellschaft zusammen mit den liquiden Mitteln Zahlungsmittel in Höhe von 8.540 TEUR (Vorjahr: 3.555 TEUR) verfügbar waren. Dies bedeutet eine Verbesserung in Höhe von 4.985 TEUR.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft bestand im gesamten Geschäftsjahr.

Insgesamt wurden die letztjährigen Erwartungen des Geschäftsjahres im Ergebnis deutlich übertroffen.

4 Risikobericht

Grundverständnis

Als Risiko versteht die fidelis HR die Gefahr, ihre Ziele in strategischer, finanzieller und operativer Hinsicht nicht zu erreichen bzw. jegliche schädliche Einflüsse, insbesondere potentiell bestandsgefährdende, von außen auf das Unternehmen. Insoweit ist es für eine langfristige Zielerreichung unabdingbar, im Rahmen eines Risikomanagements Risiken systematisch zu erfassen, zu bewerten und Reaktionen auf festgestellte Risiken zu steuern.

Risikomanagementsystem im Hinblick auf wesentliche und bestandsgefährdende Risiken

Insgesamt darf der gesamte Risikoumfang die in der fidelis HR vorhandenen Risikodeckungspotentiale nicht überschreiten. Geschäfte mit spekulativem Charakter sind nicht zulässig. Die fidelis HR identifiziert innerhalb der Einzelgesellschaft regelmäßig und kontinuierlich Risiken bei allen wesentlichen Geschäftsvorgängen und -prozessen und in allen Segmenten. Im Rahmen des systematischen Risikomanagements werden sie bewertet und überwacht. Die Aufdeckung und Optimierung von Risikopositionen sowie die Wahrnehmung von Chancen werden durch das systematische Risikomanagement unterstützt.

Die fidelis HR verfügt über ein den Anforderungen der Geschäftstätigkeit entsprechendes Risikomanagementsystem, das die frühzeitige Erkennung und professionelle Analyse von Risiken ermöglicht. Das System ermöglicht aber auch, mit adäquaten Instrumenten Risiken einzugrenzen und Chancen zu steuern. Es umfasst eine Vielzahl von Kontrollmechanismen, wie die Erfassung, Überwachung und Steuerung interner Unternehmensprozesse und Geschäftsrisiken. Durch das Risikomanagementsystem werden Risikopositionen aufgedeckt. Es unterstützt die Beurteilung und Steuerung der Risiken und fördert die Wahrnehmung von Chancen.

Die Verantwortung zur Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken liegt in der Hand des operativen Managements des jeweiligen Geschäftsbereichs. Die jeweils nächsthöhere Managementebene ist für die Kontrolle verantwortlich. Im Rahmen des Risikomanagementsystems sowie der regelmäßigen Berichterstattung berichten die jeweils Verantwortlichen über den Eintritt, den Status und wesentliche Veränderungen bedeutender Risiken. Zu der Risikoberichterstattung gehört auch, dass die Geschäftsführung der fidelis HR regelmäßig über die aktuelle Risikolage informiert ist. Darüber hinaus werden kurzfristig auftretende Risiken bei Eilbedürftigkeit unabhängig von den normalen Berichtswegen direkt an die Geschäftsleitung der fidelis HR kommuniziert.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ist die Gesamtheit aller prozessbezogenen Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen bei der fidelis HR. Darin enthalten sind die jeweiligen organisatorischen Richtlinien des operativen Managements sowie die festgelegten Kontrollmechanismen und Überwachungsaufgaben des unmittelbaren Prozessverantwortlichen.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung im Sinne der Einhaltung einschlägiger Gesetze und Normen sicherzustellen. Um die kontinuierliche Weiterentwicklung zu gewährleisten, werden neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards oder andere Verlautbarungen analysiert und soweit notwendig in internen Richtlinien, Handbüchern oder Arbeitsanweisungen erfasst. Diese bilden zusammen mit dem fidelis HR-weit gültigen Abschlusskalender die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. Die mit der Finanzberichterstattung betrauten Mitarbeiter werden hinsichtlich der fidelis HR-internen Richtlinien und Prozesse geschult.

fidelis HR bedient sich externer Dienstleister, beispielsweise für die Bewertung von Pensionsrückstellungen. Dem Rechnungslegungsprozess ist die laufende Buchhaltung als Grundlage sowie alle Tätigkeiten zur Erstellung des Jahresabschlusses zuzuordnen.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess beinhaltet Grundsätze, Verfahren sowie präventive und aufdeckende Kontrollen. Diesem System sind bei der fidelis HR unter anderem folgende Aktivitäten zuzuordnen:

Bedeutsame Verträge werden überprüft, um bilanzierungsrelevante Sachverhalte zu erkennen und vollständig im Rechnungswesen abzubilden.

Intercompany-Transaktionen werden vollständig erfasst.

Es werden IT-gestützte und manuelle Abstimmungen durchgeführt.

Dem Prinzip der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip wird Rechnung getragen. Es existieren Autorisierungs- und Zugriffsregelungen bei relevanten IT-Rechnungslegungssystemen.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess hat die Aufgabe, eine hinreichende Sicherheit hinsichtlich der Übereinstimmung der externen Abschlüsse mit den geltenden gesetzlichen Vorschriften und allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen zu gewährleisten.

Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit der fidelis HR

Die nachfolgenden Aussagen beziehen sich auf das Risikoumfeld zum Zeitpunkt des Abschlussstichtages 31.12.2015. und des Zeitpunktes der Aufstellung des Jahresabschlusses.

Ökonomische Risiken

Die Nachfrage nach BPO-Dienstleistungen (Business Process Outsourcing) ist abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen wird bei einer Verschlechterung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen oder gar bei einem Rückfall in die Rezession rückläufig sein. Vor diesem Hintergrund ist nicht auszuschließen, dass die Nachfrage nach BPO-Dienstleistungen auf ein niedrigeres Niveau zurückfällt und Ausgaben in neue Projekte ausbleiben beziehungsweise zeitlich verschoben werden. Gegenwärtig wird in diesem Zusammenhang die Euro-Krise und die weltwirtschaftliche Lage als wesentlich erachtet. So ist nicht auszuschließen, dass eine weitere Verschlechterung der ökonomischen Lage von Euro-Ländern negative Auswirkungen auf existierende oder potentielle Kunden der fidelis HR hat.

Markt- und Kundenrisiken

Ein intensiverer Wettbewerb im BPO-Markt kann die Folge eines geringeren oder rückläufigen Marktwachstums sein. Das Auftreten neuer Wettbewerber oder der Zusammenschluss von Unternehmen der Branche können die Rentabilität beeinträchtigen. Die Kundenstruktur der fidelis HR ist ausreichend diversifiziert, so dass Abhängigkeiten von speziellen Preis- oder Branchenentwicklungen im Wesentlichen nicht bestehen.

Personalwirtschaftliche Risiken

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für die fidelis HR ist die Verfügbarkeit von Mitarbeitern mit hoher sozialer und fachlicher Kompetenz. Die wesentlichen Risiken im Personalbereich sind daher mangelnde Qualifikation und der Verlust von fachlicher Kompetenz durch eine hohe Fluktuation. Weiterhin besteht das Risiko, den Bedarf an qualifiziertem Personal nicht decken zu können. Zur Sicherung ihrer Stärken und zur Abwehr dieser Risiken wird die fidelis HR sich weiterhin als attraktiver Arbeitgeber positionieren.

Finanzrisiken

Finanzrisiken können sich insbesondere aus Wertminderungsrisiken langfristiger Vermögenswerte und Forderungen sowie aus Liquiditätsrisiken ergeben.

Risiken der Wertminderung können entstehen, wenn der für den Wertminderungstest anzunehmende Zinssatz steigt oder die prognostizierten Cash Flows sinken. Durch veränderte wirtschaftliche Situationen bestehen bei einzelnen Vermögenswerten wie Geschäfts- oder Firmenwerten Wertminderungsrisiken.

Der Forderungsbestand kann Risiken hinsichtlich der Realisierbarkeit von Forderungen bergen. Diesem Risiko begegnet fidelis HR mit einem straffen Forderungsmanagement und einer frühzeitigen Risikokategorisierung.

Ziel des Einsatzes von Finanzinstrumenten ist es, die Risiken aus den negativen Entwicklungen der Finanzmärkte auf die Finanz- und Ertragssituation der fidelis HR soweit wie möglich zu verhindern. Im Geschäftsjahr 2015 wurden allerdings keine Geschäfte im Zusammenhang mit derivativen Finanzinstrumenten getätigt. Auch werden keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente, wie zum Beispiel Asset-Backed-Securities-Transaktionen und Sale-and-Lease-back-Transaktionen angewandt, jedoch werden im Rahmen der Beschaffung von Anlagevermögen gängige Leasingkontrakte eingegangen.

Rechtliche Risiken

Das regulatorische Umfeld hat sich in den letzten Jahren verschärft; die Regelungsdichte in Deutschland wurde höher. Angesichts dieser Entwicklung und der ohnehin hohen Komplexität des regulatorischen Umfelds kann es keine Gewähr dafür geben, dass es nicht zur Nichtbeachtung von Vorschriften kommt. Jede gegen fidelis HR vorgebrachte Anschuldigung, ob gerechtfertigt oder nicht, kann zu einem Imageschaden und/oder negativen finanziellen Auswirkungen führen. Dem Risiko der Nichteinhaltung begegnet fidelis HR durch fachlich spezialisiertes Personal z.B. im Bereich des Datenschutzes durch einen Datenschutzbeauftragten.

Chancen

Ökonomisches Umfeld und Leistungsspektrum

Die wettbewerbsintensive Situation der deutschen Wirtschaft hat zur Folge, dass weiterhin Überlegungen bezüglich des Outsourcings nicht zum Kerngeschäft gehörender Prozesse stattfinden, um hierdurch die Wettbewerbsfähigkeit über eine stärkere Fokussierung bei gleichzeitiger Optimierung der Kostenstruktur und Liquidität zu ermöglichen. fidelis HR hat aufgrund ihres Leistungsspektrums insbesondere im Outsourcing von Personaldienstleistungen eine Chance, von der erwarteten steigenden Nachfrage zu profitieren.

Partnerschaften

Die fidelis HR unterhält in allen Geschäftsbereichen Partnerschaften mit wesentlichen Marktteilnehmern in der IT-Branche. Es handelt sich hierbei u. a. um Vertriebs-, Technologie- oder Softwarepartnerschaften. Hierdurch ist es der fidelis HR möglich, zum einen ein großes Leistungsspektrum anzubieten, zum anderen ergibt sich durch das Partnerschaftsnetzwerk regelmäßig die Chance der Gewinnung von Neukunden. In 2015 ist fidelis HR neue Partnerschaften zum Aus- und Aufbau ihres Produktportfolios eingegangen.

Die fidelis HR unterhält zur Erbringung von Outsourcing-Dienstleistungen einen Subunternehmervertrag mit der Fujitsu TDS GmbH, Neckarsulm, die modernste Rechenzentren in Neckarsulm und Neuenstadt/Kocher betreibt. Die Rechenzentren entsprechen den neuesten Sicherheitsstandards und sind nach ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz, ISO 27001:2005 inklusive Prototypenschutz Rahmenanforderungen nach VDA (Verband der Automobilindustrie) ISO 20000:2005 und ISO 9001:2008 zertifiziert. Konformitätserklärungen nach der EU-GMP (Good Manufacturing Practice)-Richtlinie (Bestätigung über die Einhaltung von Validierungs- und Qualifizierungsprozessen in der Pharmaindustrie) und KWG (Kreditwesengesetz) § 25a Abs. 1 und 2 (Bestätigung, dass Forderungen des Kreditwesengesetzes beim Betrieb von Systemen berücksichtigt werden) liegen vor. Ein ISAE3402 Type 2 Report (internationaler Standard) bzw. SSAE16 Type 2 Report (amerikanischer Standard) bestätigt ein funktionierendes Kontrollsystem nach Control Objectives for Information and Related Technology (CobiT) im Outsourcing-Bereich.

Organisation

Die fidelis HR unterhält auch mit ihren Tochtergesellschaften ein Netz von Niederlassungen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Durch die Nähe besteht die Chance, jederzeit lokale mittelständische Unternehmen als Kunden zu gewinnen.

Personal

Der fidelis HR ist es in der Vergangenheit gelungen, fachlich qualifizierte und sozial kompetente Managementkräfte an sich zu binden. Weiterhin investiert fidelis HR laufend in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Es ist ihr somit möglich, das Wissen und die Kompetenz ihrer Mitarbeiter zugunsten ihrer Kunden zu nutzen.

Fazit

Nach Überzeugung der fidelis HR weisen die vorstehend identifizierten Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter für die Gesellschaft auf. Sämtliche Risiken sind begrenzt und überschaubar. Es sind aus heutiger Sicht auch keine Risiken erkennbar, die zukünftig eine Bestandsgefährdung darstellen können.

5 Forschung und Entwicklung

Die fidelis HR unterhält als Dienstleistungsunternehmen keine eigene F & E-Abteilung. Die fidelis HR passt ihr Leistungsportfolio im Rahmen der strategischen Gesamtausrichtung kontinuierlich an neue Marktgegebenheiten und Kundenanforderungen an.

Die Entwicklungstätigkeiten betreffen im Wesentlichen die Weiterentwicklung von Softwareprodukten wie zum Beispiel das Softwaresystem fidelis-Personal. Im Geschäftsjahr 2015 sind wie im Vorjahr keine Entwicklungskosten aktiviert worden.

6 Mitarbeiter

Zum Geschäftsjahresende 2015 beschäftigte das Unternehmen 600 Mitarbeiter (Vorjahr: 615). Davon 177 Männer (Vorjahr: 190) und 423 Frauen (Vorjahr: 415). Das Durchschnittsalter lag bei 42,9 Jahren (Vorjahr: 42,8). Die Zahl der Auszubildenden lag zum Jahresende bei 16 (Vorjahr: 17).

Die Fluktuationsrate, gemessen als Zahl der Abgänge in Relation zu dem durchschnittlichen Personalstand des gesamten Jahres, liegt zum Geschäftsjahresende bei 10,92 % (Vorjahr: 19,97 %).

Für die externe Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter hat das Unternehmen im Berichtsjahr 182 TEUR (Vorjahreszeitraum: 206 TEUR) investiert. Zusätzlich organisierte fidelis HR zahlreiche interne Schulungen.

Die fidelis HR fördert das Engagement der Mitarbeiter und vergütet Leistungen in Form von variablen Gehältern. Die Zielerreichung wird an individuellen Zielen und übergeordneten Zielen, wie beispielsweise dem operativen Ergebnis der fidelis HR, gemessen. Für einen Teil der Mitarbeiter mit variablen Gehaltsbestandteilen wird im Rahmen eines Beurteilungsgespräches die Zielerreichung festgelegt.

7 Nachtragsbericht

Es hat nach dem Bilanzstichtag keine berichtenswerten Änderungen gegeben.

8 Prognosebericht

Unter der Voraussetzung der Beibehaltung des derzeitigen Geschäftsmodells, namentlich vergleichbares Auftragsportfolio, geht die gegenwärtige Geschäftsführung von leicht steigenden Umsätzen und einem stärker steigendem Ergebnis (EBIT + EBITDA) im Folgejahr aus. Aufgrund einer stabilen Vertriebsmannschaft wird eine leichte Steigerung des Auftragseinganges erwartet.

Für die nicht finanziellen Leistungsindikator der Fluktuation erwartet die Geschäftsführung einen Verbleib auf Vorjarhesniveau. Im Bereich der Aus- und Weiterbildung wird mit einem leicht gesteigerten Budget gerechnet.

 

Würzburg, den 12. Februar 2016

Die Geschäftsführung:

Nils Haase

Jörg John

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der fidelis HR GmbH, Würzburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Karlsruhe, den 12. Februar 2016

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schwebler, Wirtschaftsprüfer

Heinzel, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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